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Lutz Möller 6 mm Geschoß 6003

Vorgänger war das Lutz Möller KJG Geschoß 6002 von 2007.

Lutz Möller Geschoß 6003 | BC 0,451

Patrone 6 x 50 R Scheiring 6 mm BR Norma 6 mm XC .243" Win. 6 mm Rem 6 x 62 Frères .240" Weatherby .243 WSSM
V0 [m/s] 951 971   1.015 1.098 1.138 1.121 1.101

6003 MJG Setztiefe 9,7 mm

Die 6003 Setztiefe beträgt 9,7 mm

Lutz Möller 6 mm Geschoß 6003 dynamischer Druck bei 100 m/S

Lutz Möller 6 mm Geschoß 6003 Geschwindigkeit bei 1000 m/s

Neues 6 mm Geschoß aus Messing 6003

Der Vorgänger Lutz Möller 6 mm KJG 6002 war gut, aber für die .243" Winchester Munition nach  CIP zu lang. Damit die Lutz Möller GmbH auch vom Beschußamt zugelassene Munition mit dem neuen Messingeschoß 6003 anbieten kann, war erforderlich das 6 mm oder .243" Geschoß zu kürzen. Das fiel nicht schwer, da das alte eh lang und schwer, sprich langsam war. Wer brauchte für ein kleines Geschoß 75 cm Eindringtiefe in Fleisch auf 100 m Schußentfernung?  Mit 6 mm Munition werden bevorzugt in Österreich Gemsen und Rotwild geschossen. In Deutschland fordert das Jagdgesetze auf Hochwild mindestens 6,5 mm Munition. Also setzen deutsche Jäger 6 mm Patronen bevorzugt auf Rehe und Füchse ein.

4,6 g Geschoß 6003 | 0,9  g Splittermasse  | 3,7 g Restbolzenmasse

6003 Restbolzen-Führbänder

6003 Restbolzen-Führbänder

6003 Leistungen auf Wild

Das kleine harte 6003 Geschoß mit den guten Gleiteigenschaften auf dem Stahl des Gewehrlaufes läßt sich mit knapp 4,6 g Masse bestens auf hohe Geschwindigkeit beschleunigen, die es schnell, flach und weit tragen. Aus der .243" Win. Patrone treiben gute Treibladungbei mäßigem Druck das 6003 Geschoß aus 65 cm Lauf auf immerhin 1.129 m/s (so schnell wie eine kleine 8x68S) Mündungsgeschwindigkeit.

Die 0,9 g Splitter  bietet in 500 m Schußweite aus der .243" Win. Munition aus 65 cm Lauf bei 821 m/s Zielgeschwindigkeit noch 303 Joule Splitterwucht, drei mal mehr als erforderlich um ein Tier mit Lungentreffer sicher zu töten. Das gilt auch für große Tiere:

Aus der .243" Patrone verschossen dringt der 6 mm 3,7 g Restbolzen in 500 m Schußweite immerhin noch 63 cm Tiefenwirkung durch Fleisch, oder 14 cm durch Knochen. Wie groß muß die Beute werden, daß das nicht mehr langen sollte? Das langt auch für einen Diagonalschuß auf Hirsch oder Sau!

Da frage ich mich, warum wir in Deutschland im BJagdG § 19 immer noch an dem 6,5 mm Gebot für Hochwild festhalten. Die Antwort liefert die Bleierne Sippe:

Daß ich sowas (Remington Premier Varmint Munition) auf Wild verschossen habe, ist zwar schon sehr lange her. Allerdings erinnere ich mich noch sehr an die mangelde Eindringtiefe solcher bleigefüllten Hohlspitzgeschosse. Solche billigen Bleiplatzer zerlegen sich in Fleisch binnen 5 cm in giftigen Bleistaub. Lediglich ein kleine graue Linse bleibt vom Bleigeschoß übrig. Der Rest ist zerstäubt. Mit solchen Geschossen kann man waidgerecht keine Tiere, größer als Rehe, erlegen. Aber das sollte man auch bleiben lassen, weil das Giftzeug im Wildpret nichts verloren hat. Wie wollen gesundes Essen!

LM 6003 für die Bergjagd

In Österreich gilt noch unser altes deutsches Reichsjagdgesetz von 1928 (mit Änderungen von 1934) ohne die später hinzugefügten sachlichen Verbote  für Munition auf Hochwild mit der 6,5 mm Anforderung, so daß klar sein dürfte, für wen dieses neue Lutz Möller 6 mm Geschoß 6003 bestimmt. Für Gebirgsjäger und andere, die weit schießen müssen, oder  wollen.     

LM 6003 schont Wildpret

Die verhältnismäßig geringe Splitterwucht (in 100 m aus der .243" Win Patrone 507 Joule) schont der hohen Geschwindigkeit trotz (in 100 am aus der .243" 1.061 m/s) dennoch die Beute. Es gibt damit keine kaputten Rehe

Mehr - Ladedaten usw.  - folgt später.

Waidmanns heil, Lutz Möller, Samsatg, den 3. September 2011

MJG in 6 mm

Hallo Herr Möller,

gibt es in absehbarer Zeit MJG im „Kaliber“ 6 mm (für .243 Win.)?

LM: Zunächt mal nicht, vielleicht im Sommer. Meine Jagdgeschosse werden in 6 mm  nur selten gefragt.

Verfolgen Sie Ihre früheren Pläne, Munition selber herzustellen weiter?

LM: Ja, und zwar mit der Lutz Möller GmbH!

Übrigens, Ihre Ausdrucksweise „Seltene Geschosse“ ist wohl der nicht so ernsten Faschingszeit geschuldet, nehme ich an.

LM: Nein, der Ausdruck spiegelt meine Erfahrung wieder.

Seltene Geschosse bei Ihren Geschossen sind ja eher als die 6,86 mm (.270) vermutlich zumindest ein Teil der Geschosse über9,5 mm.

LM: Bei 9,5 mm stimme ich Ihnen zu aber 10,3 mm werden in Graubünden, viel genommen.

Seltene Geschosse, vor allem über Deutschland hinaus, sind ja (leider bisher) alle von Ihnen entworfenen Geschosse.

LM: Ja, das stimmt, aber ich beschreibe das aus meiner Sicht, nicht aus Weltsicht. Richtig sollte ich „meine seltenen Geschosse" schreiben.

Seltene Geschosse“ ist also wie „seltene Kaliber“ eine ungenaue Ausdrucksweise, wie ich sie bei Ihnen, der so etwas in den Zuschriften häufig rügt, eigentlich nicht gewohnt bin. Mein Vorschlag: fassen Sie die selteneren oder Ihnen unsympathischen Kaliber, für die Sie aber Geschosse liefern wollen oder Daten bereitstellen, doch unter „Andere Kaliber“ o.ä. aber auf der jetzt in freundlichem Gelb gehaltenen Seitenleiste zusammen. Die Suchfunktion ist hier nicht so praktisch.

LM: Hm! Ihre Anregung gilt durchaus zu erwägen. Im Laufe der Jahre zeigt sich mir was häufig gefragt wird, aber auch was selten. Mit entsprechender Anordnung der Zugriffsmöglichkeiten versuche ich die meistgefragten Seiten einfacher zugänglich zu gestalten. Dabei rücken die seltener gefragten in den Hintergrund. Ich denke noch mal darüber nach.

Ihre Neuigkeiten gehören seit über drei Jahren zu meiner täglichen Lektüre. Ihre enorme Sachkenntnis, Ihre unermüdliche Hilfsbereitschaft, und Ihre große Geduld mit den meisten Fragestellern schätze ich außerordentlich (Daß ich mich über manche Polemik auf der Neuigkeiten-Seite nur verständnislos den Kopf schütteln kann, steht auf einem anderen Blatt und ist im Vergleich nicht so gewichtig).

LM: Ach, nicht jeder Griff ist der goldene. Sogenannte „Polemiken“ stehen ja auch meist nur ein Tag oder wenige dort und verschwinden dann wieder, weil sie eben nicht zu den „ewigen Wahrheiten“, oder zumindest Versuchen solche zu erlangen, zählen und deshalb bei mir auf Dauer keinen Platz finden sollen. das ist wie mit Witzen. Nach dem Erzählen sind die erst mal verbraucht! Mancher gefällt, andere   langweilen oder stören. Gleichwohl höre ich immer gern wieder solche und stelle das auch bei Anderen fest. So gilt auch hier Ohne Wagnis gibt es kein Vergnügen. Schief gehen kann alles immer.

Mit freundlichen Grüßen, KJ L., Freitag, 4. März 2011 12:10

Fortschritt kostet Mühe

Sehr geehrter Herr Möller,

seit Jahren lese ich Ihren Netzplatz und verwende Ihre Munition 223, 5,6x50, 6,5x57, 9,3x62 eben solange. In der 6,5 das alte KJG (Gott sei Dank) noch ohne Plastikspitze. In der 5,6x50 Mag. stelle ich erste Versuche vom neuen MJG an. Ich hatte bis jetzt so gute Erfolge, daß ich manch Leute davon überzeugen konnte ebenfalls Ihre Geschoße zu verwenden. Ich verwerte mein Wildbrett selbst.  Aus diesem Grund achte ich natürlich sehr auf die Wildbretzerstörung. Meine Lieblingswaffe ist zur Zeit die 5,6x50 Steyr LL 45 cm Bj. 1972. Ich jage mit der seit klapp 2 Jahren Rehe, Sauen und Raubwild - bin kein großer Freund von großen Kalibern.

LM: Wozu auch, wenn sie mit meinen Geschosse auch klein Kaliber für großes Wutzen können.

Ich würde mich freuen, wenn es bei einem Geschoß einmal bliebe. Mir ist schon bewußt, das man mit der Zeit gehen muß, jedoch einmal Hohlspitze dann Plastik-spitz, dann Messing? Bekommt man in Zukunft weiterhin ein Geschosse von Ihnen die aus meiner Waffe kein Wildbret zerstören und die Tiere im Feuer liegen - auch bei schlechten Treffersitzen und nicht wie auf manchen Fotos ersichtlichen Wirbelsäulentreffer.

LM: Vor allem die jagdliche Lage unmitelbar vor dem Schuß, angemessen Zielwahl und Treffersitz entscheiden über die zugehörigen Fluchtstrecken! Das haben alles Sie in der Hand.

Auf die Reichweite in Notlagen, wenig Wildpretzerstörung und wenig Rückstoß richte ich mein Hauptaugenmerk und ich glaube, viele andere Jäger auch. Weiterhin werde ich Ihre Geschoße verwenden und hoffe, nicht das gewonnene Geld vom Wildbretterlös fürs umschließen wieder ausgeben zu müssen!

LM: Kaufen Sie großzügige Lose ein. 

Mit freundlichen Grüßen, aus Österreich, R. F., Dienstag, 17. Juli 2012 07:59

kleine MJG < 7 mm ohne schwarze Kappe

Hallo Herr Möller,

es gab zur Anfangszeit der KJG (vor der schwarzen Kappe) und dann wieder mit 6003 vereinzelt Storungen durch die sehr feine Hohlspitze. Jene hatte gar nicht geöffnet oder brach stumpf ab ohne bestimmungsgemäss zu splittern.

LM: So? das 6003 ist eines der dienstältesten Geschosse und wird seit Jahren unverändert erfolgreich eingesetzt, ohne daß ich mich an solch Nachrichten erinnern könnte. Sehen Sie selbst!

5607

5,6 mm MJG 5607 für .22"

6003

6 mm MJG 6003 für .243"

6508

6,5 mm MJG 6508

6805

6,8 mm MJG 6805 für .270"

Lutz Möller 6805 Spitzen

6805 Spitzen

Die Sollbruchrillen der 5. Erbfolge scheinen nun die o.g. Probleme zu lösen. Wieso dann dieser Rückschritt?

LM: Die Sollbruchrille führte ich in der 3. Erbfolge ein. Da bringen Sie was durcheinander! Lies Über mich. Meine Geschosse < 7 mm weisen ebenso eine Sollbruchrille wie die großen auf! Für Geschosse < 7 mm war die schwarze Kappe eigentlich immer zu groß. Ab 7 mm bleibt sie. Erst bei größeren Ø nützt die Kappe, wird (nur) dort gebraucht.

Mit freundlichen Grüßen, Christian Waldmann, Montag, 28. September 2015 10:04