Lutz Möller 30-06 Munition

30-06 Jagdgeschichten, Seite 4

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Inhalt Die Böcke springen schon | Saubär! | Volldampfladung | Norsk Vieretakker | Norwegische Bestimmungen | Jagdpatrone | Putzfehler | Aus dem Schatten raus in den Halbschatten | Erste Sau mit KJG ... | Bohrkopf, Ausgrabung ...  | Selbst zu laden ist am besten | Bandenburger „Spargel“ | Rotlichteinsatz: Knall und Fall | KJG „rettet“ Rehbock | KJG zu MJG Trefpunktverschiebung | MJG Bock mit Splittern | Kaliber

Die Böcke springen schon

Waidmannsheil Hr. Möller,

Ich hoffe, Sie hatten eine Schön Zeit im kühlen Island. Das wäre wärmemäßig jetzt genau meines.

LM: Zwischen 8 und 20 Grad bei vorwiegender Sonne und wenig Wind war das Wetter ganz unatlantisch wunderbar!

Gestern abends begab ich mich nach drei Wochen völliger Ruhe im Revier erstmalig wieder auf Ansitz und wollte dort, wo ich heuer bereits einen guten und alten Bock erlegen konnte, auf einen bestätigten und nach dem Freiwerden des Territoriums hoffentlich wieder sichtbareren schwachen Jährling gehen. Gleich beim Aufbaumen äste am Rand eines Buchenanwuchses unterhalb des Hochstandes vertraut eine junge Geiß mit ihrem Kitz. Nach einigen Minuten verhoffte diese bergauf - von dort drang ein Keuchen und Brechen herunter. Die jungen Buchen bog und beutelte es, kurz war eine Geiß und knapp dahinter der treibende Bock zu sehen. Das Spiel dauerte an, leider außerhalb meines Blickfeldes. Ich war in unserer Höhenlage um diese Zeit noch nicht auf das Liebespiel der Rehe eingestellt. Daher hatte ich auch kein Blatt dabei. Normalerweise muß bei mir als Lockinstrument das Fliederblatt herhalten - woher also eines nehmen? Die Luft war rein, schnell steig ich vom Hochstand runter, zwickte ein paar schattig gewachsene Buchenblätter ab und baumte wieder auf den Hochstand rauf. Kurzer Kontrollblick - offenbar hatte keines der anwesenden Stücke meinen kurzen Ausflug mitbekommen. Nach ein paar Minuten versuchte ich ein paar vorsichtige Kitzfiepe. Danach Stille und gespanntes Warten. Keine Viertelstunde später erblickte ich auf 70 Schritte, aus dem Hochwald gegenüber meines Sitzes, vorsichtig sichernd eine Kitzgeiß, offenbar die Getriebene. Gleich dahinter ihre beiden starken Kitze. Ein erfreulicher Anblick nach der verregneten und kalten Setzzeit im Mai. Langsam zog die Geiß auf mich zu, die Kitze sprangen verspielt um sie herum. Doch plötzlich war da noch ein stück rote Decke zwischen den alten Fichtenstämmen zu sehen. Ein Bock zog magisch angezogen hinter seiner Angebetenen her. Ständig ihre Witterung aufnehmend, aber auch immer auf Deckung bedacht, kam die Gruppe zu mir, immer näher. Keine fünfzig Meter trennten mich mehr vom Geschehen. Ich hatte zwischenzeitlich das Buchenblatt mit meiner .30-06 gewechselt, entsichert und eingestochen und den Bock fest im Visier. Mal stand der spitz, mal verdeckt - Es wollte einfach nicht sein. Der Bock paßte, ein guter, ~ 4jähriger Abschußbock, da war ich mir sicher, auch wenn ich ihn noch nie gesehen hatte. Die Kitzgeiß wurde nun wieder ruhiger und begann mit dem Nachwuchs vertraut zu äsen. Der Bock tat nieder, das war's nun offensichtlich, dachte ich mir. Da tänzelte die Geiß immer Näher vor dem Bock herum, genau in dessen Wind. Da gab es kein Halten mehr, seitens des noch frischen, feisten und ausgeruhten Bockes. Das Treiben begann von neuem.

Doch nach kurzer Zeit war es soweit - ein kurzes Verhoffen und Rasten im wilden Reigen, diesmal frei und breitstehend. Das Fadenkreuz fuhr dem Bock hinter das Blatt, der Zeigefinger krümmte sich und das Lutz Möller Geschoß war aus dem Lauf. Kaum zeichnend sprang der Bock ein paar Gänge ab und blieb wankend neben einer alten Wetterfichte stehen. Der Rest der Gruppe sprang leicht flüchtig und ob des Knalles verunsichert  in den Unterwuchs ab. Beim Durchrepetieren fiel der Bock und blieb für mich sichtbar liegen.

Ein Erlebnis wie aus dem Bilderbuch - der Bock landete in der Küche, diesmal auch die Leber ;-)

Waidmannsheil! CK, Dienstag, 20. Juli 2010 13:44

Moin, Herr K.

danke für Ihre erfreuliche und gut bebilderte Geschichte. Bei aller Achtung und Freude empfehle ich gleichwohl für Ihre Zielwahl künftig den Treffer höher zu setzen. Sie haben dann mehr Platz für Fehler Ihrerseits oder Bewegung des Bockes seinerseits. Mein Lutz Möller KJG würde zwar auch eine (fast) Streifschuß Beut bringen, aber mn muß ja nicht immer „auf Kante nähen“.

Ich wünsch Ihnen weiterhin guten Anblick und bei passender Gelegenheit auch fette Beute,

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Saubär!

Sehr geehrter Herr Möller,

diesen 145 kg schweren Keiler (aufgebrochen) erlegte ich am 19.Septemnber 2010 bei mäßiger Ausleuchtung durch den Mond im Wienerwald auf gemessene 70 Meter mit meiner Voere LBW Luxus und Ihrem Lutz Möller Geschoß .30-06, breit nach links stehend, Haltepunkt Ansatz linker Teller. Das Stück fiel einfach nach rechts um und blieb im Feuer ohne zu schlegeln liegen. Ich konnte im Bereich des linken Tellers keinen Einschuß und erst recht keinen Ausschuß finden. Lediglich im Bereich des linken Lichts fand ich ein wenig Schweiß (ausgeblasen?). Ich führe das auf den starken Feist unter der Schwarte zurück. Beim Aufbrechen ging im Bereich des Schlundes jede Menge Schweiß, aber keine Knochenstücke her, alle Organe waren unversehrt. Eine genaue Untersuchung konnte ich nicht mehr vornhmen.

Mit freundlichen Grüßen, Hanno Zanier, Mittwoch, 22. September 2010 13:33

Waidmannsheil, Herr Zanier,

im Wienerwald gibt es also nicht nur Hähnchen. Der Erlegte ist schon ein guter Basse! Wenn Sie weitere Bilder haben, veröffentliche ich die gern.

MfG, Lutz Möller

Volldampfladung

Hallo Herr Möller,

jetzt habe ich zwar die Geschosse, bin aber noch unsicher welche Ladung verwendet werden soll.

LM: Am besten die die empfohlene!

Meine weiteste Schußentfernung beträgt 150 m. Norma 202 ist vorhanden. So werde ich wohl die 3,52g Empfehlung nehmen. Allerdings reizt mich auch auf Militärbahnen über 200 m zu schießen. Übung schadet nicht. Nach alldem Studium ihrer Seiten, ist eine „Volldampfladung“ jagdlich nutzbar. Liege ich da richtig?

LM: Ja, gewiß .

Ich führe eine Interarms Mark X mit 60 cm Lauf. (60,5 cm bis Stoßboden). Als Hülse wird RWS-30-06 verwendet. Leider konnte ich die noch nicht auslitern, da die Stopfer auswärts wohnen und ich noch nicht hingekommen bin. Ist es ihnen möglich, aufgrund dieser Angaben eine Ladungsempfehlung zu geben?

Waidmannsheil, Tomy R., Dienstag, 28. September 2010 07:15

LM: Die Empfehlungen stehen hier. Ohne den Pulverraum der in der Waffe abgeschossen Hülsen zu kennen, kann ich Ihnen nichts andres empfehlen, außer die Hülsen mit Pulver ganz vollzustopfen.

Norsk Vieretakker

Lutz Möller Geschoß auf einen norwegischen Elch

Sehr geehrter Herr Möller,

in der diesjährigen Elchjagdsaison war mir in Norwegen Weidmannsheil beschieden: gleich am ersten Jagdtag (dem 5.10.) vernahm ich im Nachmittagstreiben dieses leise, sich aber schnell nähernde Geräusch, wie es anwechselnde Elche verursachen, und schon kam im fördernden Troll ein starkes Elchtier mit einem ebenfalls starken Kalb auf ~ 130 m entlang der gegenüber liegenden Berglehne. Diesem Mutter - Kind - Verband folgte in geringem Abstand ein typischer Gabler vom zweiten Kopf, meine Norwegerfreunde nennen einen solchen Jugendklasse - Elch „Vieretakker“. Tiere und Kälber werden dort in den ersten 10 Tagen der Jagdsaison geschont, der „Vieretakker“ durfte aber erlegt werden. Also flugs das ZF auf 7-fach gestellt, das Absehen schön weit vorn im Trägerbereich zentriert, gut mit - und durchgeschwungen und den Timney - Abzug meines 98'ers ausgelöst.

LM: Kam der breit oder spitz. Wie weit hielten sie vor?

Der beschossene Elch fiel augenblicklich, lag im Feuer und rührte keinen Lauf mehr. Rasch nachgeladen, blieb ich noch zwei Minuten im Anschlag, dann kam unsere fünfjährige Elchhündin „Hitti“ auf der Fährte zum Elch und verbellte ihn tot. Für mich im ersten Moment kaum faßbar, saß die Kugel (.30-06 Lutz Möller Geschoß, 3,53 Gramm R 902) auf dem Trägeransatz, in Bild 1 gut erkennbar. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigten sich mehrere Ausschüsse, also haben die meisten Lutz Möller Geschoß - Splitter den Träger dieses zweijährigen Elchhirsches durchschlagen (Bild 2)! Beim aus der Decke schlagen fanden sich zwei weitere Lutz Möller Geschoß - Splitter Ausschußseitig im Unterhaut - Bindegewebe unter der Decke (Bild 3). Nach dem Teilen des Schlachtkörpers in zwei Hälften nahm ich das vierte Bild auf: hier bekommt man eine deutliche Vorstellung vom Wirkungsquerschnitt, den Ihr Lutz Möller Geschoß entwickelt, auch bei hartem Widerstand für das Geschoß. Die Wirbelsäule wurde an mehreren (!) Stellen durchschlagen, was das schlagartige Verenden erklärt. Ein Bild sagt hier mehr als 1000 Worte.

Vielen Dank, Herr Möller, für die Entwicklung des Lutz Möller Geschoß , und eine glückliche Hand bei all Ihren weiteren Vorhaben!

LM: Danke!

Lies Trägerschuß!

Mit freundlichen Grüßen und Weidmanns Heil! Detlef R., Mittwoch, 27. Oktober 2010 19:40

Norwegische Bestimmungen

Laut Norwegischen Bestimmungen ist das Minimalgewicht für Elchjagdgeschosse 9 g. .30 kaliber Lutz Möller Geschoß wiegt (so wie ich das verstehe) nur noch 8 g und ist somit nicht zulässig für die Elchjagd in Norwegen. Herr Moeller, ich möchte vorschlagen Sie entfernen vorsichtshalber den Namen des „Verbrechers“ von Ihrer Seite.

LM: Die alten Bestimmungen gehen von minderwertigen Bleigeschossen aus. Lutz Möller Geschoß können das!

Waidmannsheil, Morten Opsahl, Mittwoch, 27. Oktober 2010 23:28

Jagdpatrone

Hallo Herr Lutz Möller

ich bin zu Zeit noch Sportschütze, werde nächstes Jahr den Jagdschein machen.

LM: Gut!

In einer Woche fahre ich nach Isny zu Sauer, dort möchte ich eine Sauer 202 Forest bzw. Elegance erwerben. Meine Frage an Sie wäre nun, welches Kaliber würden Sie bevorzugen, .308 Win. oder .30-06?

LM: „Kaliber“ nennt man den Innendurchmesser eines Rohres. Ihre beiden Patronen teilen das selbe 7,6 mm Kaliber (.30").

Nach mehreren Gesprächen mit Jäger aus meiner Region ist die Wildhäufigkeit etwa70-80% Reh und 20% Sauen. Ich würde die .30-06 bevorzugen da sie etwas mehr Leistung bietet.

Teilen Sie meine Meinung auch ?

LM: Was bei selben Kaliber und selbem Stoßboden die Leistung angeht birgt die mit 63 mm längere .30-06-Hülse mehr Pulver und damit Leistung als die mit 51 mm deutlich kürzere Sturmgewehrpatronenhülse .308". Aus längerem Lauf ist die länger Patrone die bessere Wahl, aus kürzerem Lauf die kürzere. Denken Sie doch mal über „Die beste Patrone“ nach. wie

Mit freundlichen Grüßen, Michael Fischer, Montag, 8. November 2010 15:22

Putzfehler

Hallo Herr Möller!

Ich besitze noch kein Innenballistikprogramm und möchte Sie bitten, folgende Daten auszuwerten.

LM: Kaufen Sie Quickload!

Meine Büchse ist eine Mauser M03 mit 60 cm Lauflänge in 30-06. Die Hülsen sind von Lapua in .30-06 mit einem Volumen von 4,407 ccm. Zündhütchen von Remington No. 9½

LM: Ganz falsch. Siehe Zündhütchen und Pulverlebhaftigkeit! Nehmen Sie schwächere wie CCI 200 oder RWS 5341.

Lutz Möller Geschoß mit schwarzer Spitze mit Gewicht von 8,022 bis 8,039 g (ein Ausreißer mit 8,068 g war auch dabei). Pulver Rottweil R 902 mit 3,41 g erzielte einen „süßen Fleck“ mit geringster Streuung.

LM: Wie viel Ø auf 100 m?

Setztiefe unter dem 2. Führungsband mit 82,7 mm Gesamtlänge. Rotationsloser Geschoßweg bis zum Übergangskegel bei dieser Setztiefe ~ 0,5 mm.

LM: Paßt!

Trotzdem genauer Ladung streut die Büchse bei den ersten 2 kalten Schüssen enorm, wenn ich vorher den Lauf mit der Bronzebürste durchgezogen und trocken gewischt habe.

LM: Ganz falsch. Lassen Sie das bleiben. Lesen Sie Rohr frei, Ölschuß!

Kann fehlender Kupferabrieb im Lauf eine Erhöhung der Mündungsgeschwindigkeit mit höherer Treffpunktlage verursachen?

LM: Nein. Aber Ihre sinnlose Putzerei stört den gleichmäßigen Zustand des Rohres!

Bei den ersten zwei Schüssen trat auch fehlende Liderung der Hülse auf und Schwärzung bis zur Hülsenschulter, was auf zu wenig Druck hindeutet.

LM: Und auf das nicht passende (zu starke) Zündhütchen.

Die Patronen wurden aber alle einzeln auf 1mg genau eingewogen.

LM: Mit welcher Wage wollen Sie denn dermaßen genau messen?

Daher kann ich eine fehlerhafte Pulvereinwage ausschließen. Bei den nachfolgenden 10 Schüssen war wieder normale Liderung der Hülsen mit Dichtung am Hülsenmund zu bemerken.  Zwischen den Schüssen wurde die Waffe wieder abgekühlt, um den kalten Schuss zu simulieren.

Vielleicht können Sie mir dazu einen Rat geben.

LM: Ja klar!

Vorab schon vielen Dank und Weidmannsheil

Bernhard Ratzinger, Mittwoch, 17. November 2010 09:01

Aus dem Schatten raus in den Halbschatten

Hallo Lutz!

ein weiterer, der sich als heimlicher Mitleser ( bald 3 Jahre lang) nun doch zeigt und mit der Lutz Möller Geschoß-Muni. in . 30-06 (SAKO-Hülse, Federal-LR ZH) doch sehr zufrieden ist. Selbstladend mit R902 und den aus der Hitliste vorgeschlagenden Daten habe ich ein mit dem AZ1900 Repet. hervorragend harmonierendes Werkzeug für die Jagd, das die Sicherheit und das Selbstvertrauen stärkt! Rehe bis auf 220 m fielen und lagen im Knall sowie die meisten Sauen, bis auf eine Ausnahme

Ausnahmesau

die trotz beider Lungen 100% Treffer noch 70 m in in Dickung verschwand, wo der Hund auch nicht mehr viel zu tun hatte!

LM: Bei welcher Schußentfernung?

Das zeitgemäße noch umonst dazu! Was will man mehr? Zum Wohnzimmerschmuck 'siehe Musée de l'Artillerie de Draguignan AMAD - Amis du Musée de l'Artillerie de Draguignan. Die müssten es genauer wissen!

Gruß und Wmh Th. F., Sonntag, den 16. Januar 2011

P.S. Keine Email und Namen veröff. Danke!

Erste Sau mit Lutz Möller Geschoß ...

Hallo Herr Möller,

die erste Sau mit Lutz Möller Geschoß liegt - auf allen Bildern Geschoß von rechts nach links.

♀Frischling, 18 kg, 4-fach inne (handtellergroß). Kaum zu glauben.

LM: Frühreif!

Der Schuß ging gewollt durch die Blätter. Der Frischling fiel und lag sofort. Kein Schlegeln. So soll das sein!

LM: Beachte vernünftige Zielwahl!

Heftiger war das Gelbe von RWS auch nicht. Aber im Gegensatz zu dem kann man dann mit dem Möller JG wohl auch auf Entfernung Tatsachen schaffen.

LM: Ja, bis 300 m Schußentfenrung ohne weiteres! Ganz im Gegensatz zum Wettbewerb

Viele Grüße ... CF., Sonntag, 13. Februar 2011 22:57

Dichtung und Wahrheit

Bohrkopf, Ausgrabung . . .

Hallo Herr Möller,

Ihr Lutz Möller Geschoß aus der 30-06 hat dem 35 kg Keilerchen beide Blätter . . .

LM: Beachte Zielwahl!

. . . durchschlagen und steckte 40 cm im Boden, davon etwa 25 cm sehr zäher Lehmboden.

Kleiner Ausschuß, satte Reserve, große Freude! Wenn doch Theorie und Praxis auch sonst im Leben so schön beieinander lägen … :-)

Tolles Geschoßs, viele Grüße … CF., Sonntag, 13. März 2011 14:54

Selbst zu laden ist am besten

Guten Tag Herr Möller,

ihre außerordentlich informative Seite zu loben und die Vorteile ihrer J.-Geschosse herauszustellen, ist sicher nicht nötig. Alles ist hinlänglich geschehen, vollkommen zu Recht. Ich möchte ihnen für ihre Bemühungen danken. Sie erweisen durch Informations- und Entwicklungsarbeit Jägern, der Jagd und unserem Wild einen großen Dienst. Ich bin ein engagiert jagender und technisch interessierter Jäger, der lieber draußen ist, als im Internet oder am Stammtisch. Natürlich bin ich auch häufig auf dem Schießstand anzutreffen, leider sehr oft allein (als Jäger). Ihr JG verwende ich seit drei Jahren und es hat mich restlos überzeugt. Ich ließ es anfänglich von Lima laden, aber der Service und die Präzision waren vollkommen ungenügend. Nun lade ich selber und die Sauer 90 schießt so, wie ich es erwarte.

Waidmannsheil, Daniel Jakob, Samstag, 19. März 2011 09:17

Bandenburger „Spargel“

Hallo Herr Möller,

hier ein Bild eines bemerkenswerten Bockes aus meinem Revier in Brandenburg den mein Freund Gerd strecken konnte.

Geschossen mit 9 Gramm Lutz Möller Geschoß aus einer .30-06 mit Polygonlauf, fiel und lag im Knall, weil es ein Schuß auf den Trägeransatz war. Entfernung 100 m.

MfG, Hubert Bayer, Montag, 9. Mai 2011 17:21

Rotlichteinsatz: Knall und Fall

Moin Herr Möller,

Sie können Ihrer Seite einen weiteren zufriedenen Kunden hinzufügen: Ich bin auf Ihre 7,62 KJG für die .30-06 umgestiegen, sorgfältigst verladen in GECO-Hülsen von einem guten Freund nach Ihrer Empfehlung. Eingeschossen in Schweden auf der grünen Wiese hinterm Haus lagen die Treffer sofort eine Handbreit über der Vulkan und nach neun Schuß hatte ich ein Schön Dreiergruppe 4,5 cm hoch auf einem 20-Cent-Stück. Dabei zerriß mir ein großes Kupferschrottteil die Scheibe, da der Kugelfang aus einer Feldsteinmauer besteht, die bisher die Bleireste der örtlichen Jägerschaft zuverlässig auffing (durchaus nicht ganz ungefährlich)

Am 15. Mai saß ich dann zum dritten Mal an der Kirrung, 30 m entfernt von meiner etwa 3,50 m Höhen Leiter. In Schweden darf  nachts auf Sauen mit fest instalierter Beleuchtung gejagt werden. Ich habe deshalb eine LKW-Nebelschlußleuchte in 3 m Höhe befestigt, deren abgeblendeter roter Lichtkegel 10 m weit reicht und das Wild sogar beim Ein- und Ausschalten nicht im mindesten stört. Ich sitze dann schön im Dunkeln und horche so in die Nacht, und wenn sich was tut, wird das Licht kurz angeschaltet. Zum Ansprechen und Schuß reicht das Licht aus, beeinträchtigt auch die Nachtsehfähigkeit nicht.

LM: Rot ist klug!

Gegen 00:15 taucht dann mit viel Getöse, Schnauben und Brechen ein riesiger Keiler auf, den mein Nachbar Ronny kurz vorher schon beim Holzmachen gesehen und erst für ein Elchkalb gehalten hat. Vom guten Geruchsinn der Sauen bin ich schon lange nicht mehr überzeugt, denn dieser Brocken umschlägt zwar die Lichtung, bricht dann aber hinter und neben meiner Leiter ohne mich mitzubekommen. Der könnte mein Lebenskeiler werden, aber ich habe keine Chance meine Büchse, die neben mir in einer Halterung ruht, in den Anschlag zu bekommen. Der riesige schwarze Schatten unter mir ist bei stark bewölktem Himmel nur zu erahnen und jede Bewegung würde ihn auf die Reise schicken. Ich warte ab und versuche meinen Blutdruck wieder runterzubekommen. Der Keiler zieht jetzt zum Mahlbaum, schubbert sich deutlich vernehmbar die Schwarte, schlägt seine Waffen ein paarmal in die Rinde, kommt hoffentlich bald in´s Licht und ist plötzlich auf leisen Schalen verschwunden.

Der kommt vielleicht wieder und eine halbe Stunde später höre ich tatsächlich, wie sich jemand am Mais zu schaffen macht, außerhalb des Lichtkegels und erahnt leider deutlich kleiner. Im Anschlag abwartend wird jetzt dummerweise die Batterie schwach, nach endlosen Minuten sehe ich einen ziemlich hellen Einzelgänger, den ich im allerletzten Funzeln breit nach rechts stehend aufnehme und hinters Blatt unter die Wirbelsäule beschieße. Kaum Mündungsfeuer, ein schrilles Aufquieken, dann Ruhe. Ich kann im Zielfernrohr nichts mehr sehen und nehme die Taschenlampe; die reicht, da sich Bodennebel wie ein Schleier über die Szene gelegt hat, gerade 5 m weit. Also habe ich noch etwas gewartet, steige dann die Leiter runter und bin dann, die Lampe mit der linken Hand unter dem Vorderschaft, mit der Waffe zum Anschuß gegangen.

Ergebnis: ♂ Überläufer, tot, Knall und Fall.

Unaufgebrochen an der Waage 53 kg, auffällig gescheckt

mit einer faustgroßen Wunde im vorderen Rücken, weder Ein- noch Ausschuß zu finden und jetzt wird es mysteriös: Wo bin ich abgekommen?



Auch nach dem Abschwarten ist nur die aufgeplatze Wirbelsäule und im Inneren die entsprechende Stauchung zu sehen,

 ansonsten nichts  - bis auf einen 1- Euro großen, leichten Bluterguß auf der Innenseite der linken Keule.

KJG Restbolzen

KJG Restbolzen und Splitter

Beim Zerwirken finde ich den kleinen Kupfersplitter in der Rückenwunde (Wildpretverlust nicht der Rede wert) und einen völlig zertrümmerten Oberschenkelknochen in der linken Keule. Heute beim Kochen finde ich den Restbolzen in der Nuß und damit ist meine Theorie von einer gekrellten Feder dahin. Wie kann der Restbolzen ohne jede sichtbare äußere oder innere Verletzung in die Keule kommen, oder der Splitter von hinten in den Rücken geraten sein?

LM: Gar nicht. Ich vermute die Sau längs von vorn, oben bis hinten durchschossen. Siehe  Afrika 2011 Sau LängsDurchschuß und Afrika 2008 Sau längs Steckschuß.

Fest steht:

  1. Ein schlechter Schuß, Sau trotzdem tot.

  2. Lutz Möller KJG wirkt glücklicherweise auch bei schlechtem Treffersitz.

  3. Erstes Lutz Möller KJG, gleich Beute.

  4. Ein Schöns Rätsel ohne Auflösung!

LM: Genaues Zerwirken wird das Rätsel gewiß lösen können!

Mit Waidmannsheil, Jens Clasen, Hamburg,Samstag, 18. Juni 2011 21:20

KJG „rettet“ Rehbock

Sehr geehrter Herr Möller,

kürzlich „rettete“ Ihr KJG mir einen Rehbock.

Nicht daß er mit dem Leben davongekommen wäre - das ist bei dem Geschoß dann doch eher unwahrscheinlich. Aber das KJG glich einen schlechten Schuß meinerseits wildbreterhaltend dankenswerterweise deutlich aus.

Ich beschoß den Bock (mehrjähriger Gabler mit 17,5 kg) bei der Fußpirsch auf einer Rückegasse mit einem raschen Schuß auf 130 m freistehend am Bergstock angestrichen (Patrone .30-06, Sauer 202 Classic mit Zeiss 3-12x56). Die Eile tat not, sonst wäre der Bock über die Rückegasse hinweggezogen und im dichten Unterwuchs einer Buchenverjüngung verschwunden gewesen. Der Bock sackte im Schuß sofort in sich zusammen und war schon mausetot bevor er den Boden erreichte. Noch mit dem Absehen auf dem Bock klebend kam zuerst der Gedanke „Na, der hat's aber eilig mit dem hinwerden!“ und gleich danach „draufbleiben, könnte ja ein Krellschuß sein.“.

LM: Richtig!

Da sich dann längere Zeit nichts mehr rührte (kein Zittern, kein Schlegeln, nichts) trat ich zum Bock und sah, daß ich über dem Blatt zu hoch abgekommen und das Rückrat komplett abgeschossen war. Damit erklärte sich auch der blitzartige Tod.

Ich habe leider mangels Kamera keine Bilder gemacht. Ich möchte Ihnen aber gern versichern, außer dem Durchschuß durch die Wirbelsäule selbst und den - wie sich beim Zerwirken herausstellte - beiderseits jeweils ~ 1 cm Lendenstrang die durch Knochensplitter verunreinigt waren keinerlei Wildbretverlust zu verzeichnen ist. Ich möchte mir lieber gar nicht erst vorstellen, wie der Bock bei Einsatz eines Bleigeschoßes auf der Ausschußeite und nach oben hin ausgesehen hätte.

So will ich ein Geschoß das für mich was taugt: Das fängt, weit rauslangt und auch noch Schützenfehler küchenfreundlich ausgleicht!

Freundlichen Gruß, Waidheil, Stefan Walch, Freitag, 1. Juli 2011 11:23


Von: Dachsbracke@t-online.de [mailto:Dachsbracke@t-online.de]
Gesendet:
An: Lutz Möller

KJG zu MJG Trefpunktverschiebung

Betreff: 1. Sau mit MJG (Ms)

Waidmanns Dank, Herr Möller,

Patrone .30-06 aus Blaser D 99 Drilling. Treffpunktverschiebung beim Einschießen auf Scheibe zum bisher verwendeten KJG um 2,5 cm nach rechts. Trefferbild bei 3 Schuß nahezu Loch in Loch. (Ähnliches Schußbild bei Repetierer Heym SR 30 Keiler, 30-06)

Grüße Frank Wagner, Montag, 11. Juli 2011 09:13

MJG Bock mit Splittern

Hallo Lutz,

wir waren am Wochenende auf Jagd in Brandenburg. Drei meiner Mitjäger sind mit Deinen MJG Geschossen  im Kaliber 7,62 losgezogen, ich mit meiner 22-250 mit KJG. Beigefügt habe ich Bilder eines Bockes, erlegt mit .30-06 aus einer Blaser R93. Da ich mal mit dabei war, konnte ich einige Bilder mit die Wirkung des Geschosses im Bild festhalten. Der Bock fiel und lag im Schuß, hat stark geschweißt und kleinen Ein - und Ausschuß. Beim Aufbrechen konnte man schön den Weg der Splitter sehen speziell an der Ausschußseite innen. Kleine Wehmutstropfen waren die doch recht starken Blutergüsse unter der Decke auf den Rippen. Hier die Daten: Schußentfernung 25 m, Vo 960 m/sec, 8 Gramm MJG. Splitter durchschlugen Lunge und Leber.

LM: Ah, ein wirksamer Leberknotenschuß!

Die Anderen erlegten Sücke wurden mit einer .30-06 mit Polygonlauf (2 Stück) und einer 308 Win (1 Stück) erlegt. Mit der letzteren würde ein Bock mit Trägerschuß erlegt. Aber bei den Stücken kann man keine Aussagen bezüglich der Arbeitsweise des MJG Geschosses machen. Nur der Schütze mit dem 3006 Polygonlauf, klagte über große Ausschüsse. Aber das heisst nicht viel. Ein Schuß quer durchs Stück, ein Schuß Ausschuß mitten auf den Knochen im Blatt.

Bock

Bock Einschuß

Bock Einschuß Decke

Bock Einschuß Rippen

Bock Ausschuß

Bock Ausschuß innen

Bock Ausschuß Rippen

Bock Ausschuß von innen mit 6 oder 7 Splitterzeichen

Bock Ein und Ausschuß innen

Meine, mit der 22-250 geschossenen Stücke waren einwandfrei und sauber.

Stare sammeln sich

Bock 2

Bock 3

Der große Bock auf den Stoppeln, Bock 3, ist mit dem sauberen Treffer hinter dem Blatt  . . .

LM: Gute Zielwahl! Prächtiges Tier.Waidmannsheil!

. . . noch 40 m gegangen. Dabei konnte ich Ein- und Ausschuß während des Weglaufens stark schweißen sehen.

Hubert Bayer, Montag, den 15. August 2011

Kaliber

Waidmanns Heil, Herr Möller,

ich bin noch sehr unerfahren in jagdlichen Dingen. Hier meine Frage: Ich habe von der Witwe eines Jagdfreundes dessen fast ungebrauchte Büchse Mauser M94 im Kaliber 30-06 gekauft.

LM: Falscher Ausdruck. Lies Kaliber. Die Patrone .30-06 ist Munition.

Nun bin ich auf der Suche nach geeigneter Munition für Rehwild und Schwarzwild. Im Netz bin ich auf Ihre Seite gekommen, die mir sehr informativ und vor allem verständlich erscheint. Ist Ihre Munition 30-06 SPRGfür meine Zwecke geeignet?

LM: Ja.

Ist das Kaliber 30-06 das selbe wie 30-06 Sprg?

LM: Nicht Kaliber sondern Patrone für einzelnes „Gewehrfutter“ oder Munition im Allgemeinen. Die Patrone in Frage beginnt mit .30", soll heißen 0,3 Zoll und bezeichnet die Bohrung des Gewehrlaufes, den Rohrduchmesser Ø. Ein Zoll ist 25,4 mm lang. 0,3 Zoll betragen damit 7,6 mm. Die .30-06 Patrone ist ein amerikanisierter, verlängerter Nachfolger unser alten 8x57IS Ordonnanzpatrone, allerdings aus Amerika, genau genommen aus dem Springfield Arsenal. Der erste Versuch war 1903, der sich aber nicht  durchsetzte. Erst die 1906er Ausführung wurde drüben für allgemeine Verwendung freigegeben. Daher kommt die Endung -06 für die Jahrezahl 1906. In CIP Ländern ist unter .30-06 nur ein freigegeben, besagt aus Springfield. Daher meinen beide Begriffe dieselbe Patrone. Sie hat allerdings das delta-L-Problem.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Sie können diese Frage auch gern veröffentlichen. Ist für andere Anfänger vielleicht auch bemerkenswert.

Benedikt Rems, Mittwoch, 31. August 2011 14:55

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