Lutz Möller MJG 7004

aus dem Jahre 2007

Pfad / Heimat / 7 mm / 7004

Inhalt Feldfurche | 7004 Mindermaß | Welche MJG 7004 waren untermaßig | Fette Fünfer | Das kann ich nicht verstehen | Seltsame Rechnung | Dreizehn Jahre später | 7004 ohne Fehl und Tadel | Widerspruch | Altes Übel

7 mm Geschichte 2017

7 mm Geschichte 2017

Feldfurche

Sehr geehrter Herr Möller,

aus einer 82 kg Sau barg ich einen 7x57 MJG 7004 Restbolze. An dem fielen mir, im Vergleich zum Ihrem früheren KJG, auf einer Seite deutlich tieferen Feldeindrücke auf.

7004 Feld gut

7004 guter Feldeindruck

7004 Feldfurche

7004 schlechte Feldfurche

Merkwürdig erschien mir, die Quetschungen der Führbänder und Riefen im Geschoß auf dem Schaft zwischen den Führbändern sind nur auf einer Seite des 7004; Restbolzens tiefer bzw. deutlicher, als auf der anderen, eingeprägt. Also prüfte ich mit einer Mikrometerschraube an den 20 noch vorhandenen 7004 MJG deren Führbanddurchmesser. Die meisten maßen außen 7,23 mm Ø. Einige wenige lagen bei nur 7,22 mm. Zugmaß bei deutschen 7 mm Kalibern ist aber 7,24 mm Ø! Die 7004 MJG Führbänder sind also 1 bis 2/100 mm kleiner als der deutsche 7 mm Zug Ø.

Der Schaft berührt nur einseitig die Felder, weil (wie ich meine) die Führbänder nicht groß genug sind, um als Stützen an den Zügen den notwendigen Abstand des Schaftes zu den Feldern zu gewährleisten. Damit sind diese 7004 MJG sind nicht so reibungsarm, wie sie bei Führbändern mit mindestens 7,24 mm (deutsches Zugmaß) sein könnten.

Mein erster Gedanke war, so ein Mist, jetzt hat LM die MJG für seine geliebte 7 mm Remington Magnum maßgeschneidert, denn deren Zug Ø beträgt nur 7,21 mm. Dort wären dann mit 7,23 mm Geschoß Ø die für eine spielfreie Führung im Feldprofil möglicherweise sinnvollen bzw. erforderlichen (?) 2/100 mm Übermaß gegeben.

Bei unserem Ferngespräch am 25.11.13 sagten Sie mir aber, diese (von mir als Erstem) bemerkten Mindermaße seien nicht beabsichtigt gewesen.

LM: Nein, waren nicht. Bei den von Ihnen beobachteten 7004 Maßen handelt es sich um einen bedauerlicher Weise unbemerkt durchgerutschten Fertigung- und Prüffehler. (Zwei Fehler in Folge übersehen). In der engeren 7 mm Rem. Mag. ist der Durchmesserfehler gänzlich ohne Belang. In den weiteren 7x57 und 7x64 aber kann der abr allerdings bei weiten Läufen zu Störungen (mangelnde Genauigkeit) führen.

LM: Rückruf: Der mindermaßige 7004 gegen maßhaltige Nachfolger (7005) tauschen möchte, melde sich bei mir.

Auf meinen beiden Bildern habe ich zum Vergleich hinter dem MJG jeweils noch einen KJG Restbolzen, ebenfalls aus meiner 7x57, gelegt. Das KJG mißt über die Führungsbänder 7,26 mm Ø. Wie deutlich zu sehen ist, sind die Führbänder rings um den Restbolzen nur ganz leicht eingequetscht. Die Zwischenräume zwischen den Bändern berührten das Laufinnere nicht. So sollte es sein. Derartig reibungsarm wünsche ich mir auch das MJG.

LM: Ganz richtig. Sie haben Führbandgeschosse verstanden. Damit die beiden 7 mm Geschosse 7004 und 7005 fürderhin einfach und deutlich zu unterscheiden sind, hat das 7005 vorn ein Führband als das 7004 mehr. Siehe seit 2010 drei Erbfolgen 7003 - 7005

7003

7003

7004

7004

7005

7005

Sehr geehrter Herr Möller,

seien Sie bitte so gut und richten Sie das ein.

LM: Schon erledigt.

Für beste Passung müssen Sie wohl zwei 7 mm MJG herstellen, nämlich eines für die deutschen 7 mm Kaliber, und ein anderes für die amerikanischen.

LM: Nicht nötig.

Zu bemerken bleibt, die Felddurchmesser zwischen der deutschen und der amerikanischen Ausführung weichen ab, wenn auch nur um 6/100mm. Also bitte zwei 7 mm MJG!

LM: Nein, nicht nötig.

Da der Teufel aber bei allen Dingen im Einzelnen liegt, kommt mir gleich noch folgender Gedanke: Die KJG sind mit einem Übermaß von 2/100 mm über Zugdurchmesser reibungsarm und genau durch den Lauf geeilt. Aber ob das selbe Übermaß auch für die härtere Messinglegierung der MJG günstig ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht wird das Laufinnenprofil beim Verschießen von MJGen mehr geschont, wenn der Führungsband Ø genau dem Zugdurchmesser entspricht oder nur 1/100 mm über diesem liegt.

LM: Falsch. Läufe verschleißen nicht durch Reibung, sondern durch Gasfraß!

Diese Zusammenhänge sollten noch einmal gründlich durchdacht und ggf. untersucht werden. Die 20 MJG 7004 sende ich Ihnen zwecks Austausch zurück, wie am Sonntag, den 25.11.2013, vereinbart.

LM: Gern. Und alle anderen bitte auch! Erfrage die Rücksendeanschrift für die Einsendung zwecks Tausch vorher.

Mit freundlichen Grüßen und Weidmanns Heil! Detlef Radtke, Gesendet: Freitag, 29. November 2013 14:09

7004 Mindemaß

Moin Lutz!

Ich weiß du hast nun andere Sorgen als das 7004 (nämlich EDV), aber vielleicht interessiert dich dies doch: zu den Versuchen, die ich mit den von mir erworbenen und den von Dir gesponserten 7004 in meiner 7 R.S.A.U.M. durchgeführt habe (beide Geschosslose trafen einwandfrei), möchte ich hinzufügen, in meiner Remington Seven ist einen Shilen "Select Match Grade" Lauf eingebaut, dessen US-Maße die mindermaßigen 7004 wohl noch gut aufnehmen und damit trotzdem genau treffen.

LM: Klar.

7004 alt neu

7004 7,21 mm

Ich habe die 7004 nochmal abgemessen, bei meinen (beiden Geschosslosen) sind die meisten Führbänder 7,21 mm, einige wenige sind 7,22 mm.

LM: Um Hundertstel Millimeter genau zu messen, benötigst Du unabdingbar eine Mikrometerschraube. Schublehren geben keine verläßlichen Meßwerte. Die letze Stelle kannst Du vergessen.

Ein weiteres Detail am Rande, mit den MJG 7004 bemerkte ich eine minimal kleinere Mündungsgeschwindigkeit als mit den Vorgängern. Wahrscheinlich ist auch dies auf das Mindermaß zurückzuführen.

LM: Ja.

Das hat mich aber nicht gestört.

MfG Fabian, Gesendet: Samstag, 30. November 2013 12:31

Welche MJG 7004 waren untermaßig?

Moin Herr Möller,

kürzlich las ich im Forum von leicht untermaßigen MJG 7004. Für einen Repetierer (7x57), den ich mir von meinem Büchsenmacher bauen lasse und dessen Fertigstellung sich hinzieht, erwarb ich im letzten Jahr 100 MJG 7004 von Ihnen und habe diese auch bereits verladen. Betrifft das Mindermaß nur einige Chargen oder alle?

LM: Nur einige.

Ich habe die Geschosse nicht nachgemessen, würde aber, falls es für alle 7004er zutrifft, gern Gebrauch von Ihrem Umtauschangebot machen.

LM: Ja. klar.

Für Ihre Bemühungen vorab vielen Dank und freundliche Grüße, Götz Hiller, Donnerstag, 12. Dezember 2013 00:42

Fette Fünfer

Hi Lutz,

ich vergaß zu erwähnen, daß ich den Lauf für die Versuche mit den 7004ern schon chemisch gereinigt hatte. Nach dem ich von dem Rückruf gelesen hatte, besorgte ich mir ein Mikrometer der geeicht ist, und habe die 7004er und 5er gemessen. Die 7004er haben zum großen Teil 7,22 oder sogar 7,21 etwas drüber als Maß. Ich habe von den 400 Stück 7005er über die Hälfte schon gemessen, alle 7,24mm oder ein wenig mehr. Da paßt das Ergebnis. Ich habe die 7x64 mit den 7005er mit N135 gestopft, besser gefüllt und auch besser verbrennt, laut QuickLoad. Das Ergebnis hat sich ja gezeigt.

Gruß, Alain, Freitag, 13. Dezember 2013 20:03

Das kann ich nicht verstehen

Hallo Lutz,

ich hab da mal eine Frage. Ich schieße seit letztem Jahr die 7mm (7004) in meiner 7x64 und mein Bruder auch. Wir hatten 100 Schuß aus dem letzten Jahr kürzlich verschossen. Ich habe dann mit dem im Herbst neu georderten Geschossen nachgeladen. Zudem habe ich jetzt neue (gebrauchte) Cineshot Hülsen verwendet. Mit den Hülsen habe ich kein Problem (es fallen keine Zündhütchen raus oder dergleichen). Verwendet habe ich die empfohlene Norma 202 Ladung (hier habe ich nur eine neue Packung angefangen) wie auch im letzten Jahr. So nun kommt's, ich und mein Bruder mußten bei gleicher Ladung komplett neu einschießen. Bei 50m über das Docter Sight ca. 25 cm Hochschuß und aber auch nicht mittig (ca. 10 cm versetzt). Soweit so gut, ist für mich als Laie nicht erklärlich aber das kann man ja neu einschießen. Beim Einschießen ist uns aufgefallen, das mal 2 Schüsse gut beieinander liegen (über das Docter Sight kann man schwer Schußgruppen auf den Fingernagel bringen wegen des zu großen Punktes). Dann mal wieder einer richtig dick (z.B. 20 cm tief) daneben geht. Zum Schluß haben wir es dann schon hinbekommen (glaubten wir), daß man zumindest einen Bierdeckel trifft.

Heute kam dann aber die Ernüchterung ! Meinem Bruder kamen heute die Schweine auf 50-60 m und blieben stehen. Erster Schuß angestrichen, der Sau war‘s egal, blieb dann 10m weiter wieder stehen, 2ter Schuß die Sau trollte einfach wieder weiter und der Schuß 3 und 4 brachte die gleiche Wirkung (Luftloch). Wir haben die Vermutung, daß kein verläßlicher Treffersitz gewährleistet ist. Wir werden es auch zeitnah am Schießstand überprüfen. Mein Bruder ist aber auch ein wirklich verläßlicher Schütze, deshalb um so mehr Zweifel meinerseits.

Hast du eine Erklärung, wenn sich bestätigen sollte, daß wir momentan mit dieser Ladung (Hülsen, Pulver usw.) keinen verläßlichen Treffersitz haben?

LM: Ja. Haste nicht gelesen!

LM: Was können wir dann tun ?

LM: Gegen 7005 tauschen.

Gruß Christian Krug, Samstag, 11. Januar 2014 18:34

Seltsame Rechnung

Hallo Lutz,

Gestern kam ein Jagdfreund zu mir, und gab mir noch 42 Stück 7x64 MJG. Er sagte mir, von den 18 Schüssen die er gemacht hat, habe er 20 mal daneben geschossen!

LM: Er fehlt öfter als er schießt. Wie mach der das denn?

Ich habe ihn gefragt warum er nicht früher zu mir gekommen ist. Ich habe alle Geschosse mit dem Geschoßzieher entnommen und vermessen. Siehe da, alle 7004 MJG lagen bei 7,21 bis 7,22mm, so können die aus der 7x64 nicht fliegen. Ich habe ihm die letzten 7005 MJG geladen und auch geschossen damit, Volkommen.

LM: Ich schicke Dir ein Schachtel 7005.

Aber sein Vertrauen ist nicht mehr so groß in bleifreie Munition. Ich hoffe er bleibt dabei.

LM: Mit bleifrei hat das nichts zu tun. Das war ein Fertigungsfehler.

Kennst du einer der die in einem Amerikanischen Kaliber Wiederladen möchte.

LM: Ja mich. Ich schieße die 7 mm Rem Mag.

Die amerikanischen 7 mm sind ja etwas enger. Da fliegen die auch. Ich kann die für deutsche 7 mm aber nicht gebrauchen.

Gruß, Alain FRITZ, Sonntag, 19. Januar 2014 19:35

Hallo Lutz,

Mein Jagdfreund hat keine 20 mal daneben geschossen mit 18 Patronen, Schreibfehler von mir. Im gesamt hatte er 60 Stück.

Gruß, Alain FRITZ

Was ist denn das für ein Jäger, der mach mehrmaligen Fehlschüssen nicht wenigstens nachdem zweiten Mal seine Waffe prüft. Einen einzigen Fehler mag man ja noch mal annehmen, aber doch nicht jeweils einen von dreien. So darf man doch nicht auf Wild schießen! Was ist denn das für ein unmögliche Art?

Dreizehn Jahre später

zu Treffpunktlage nach Geschoßwechsel

Hallo Herr Möller,

ja, es ist schon ein Weilchen her als dieser Murks in meine Hände gelangte, aber 100 Geschosse wollen erst mal verschossen werden. Eine Schachtel zu 50 und zwei zu je 20 Stck lud ich für Jagdkollegen (auch als gutes Geburtstagsgeschenk). Um es kurz zu machen - ich konnte meine Kollegen nach einer ganzen Reihe von Fehlschüssen auf Wild nicht mehr mit Argumenten (ihr werdet langsam alt..., der Tattrich läßt grüßen..., anstellen wie ein Jungjäger ...) nicht mehr hinhalten und fuhr mit beiden zum Schießstand. Da meine 10 Restgeschosse längst mit anderen Chargen verschossen waren, hatte ich eine Packung neue Flitzer dabei - alle drei Waffen schossen damit hervorragend, dann eine Runde mit den 7004 Geschossen / 2007 - Katastrophe. Aus meiner KLB in 7x65 von 2 Sandsäcken aus geschossen, konnte man von einem Trefferbild nicht reden, die BBF meines Kumpels traf nicht mal die riesige Anschußscheibe (60x60 cm) regelmäßig. Von der 50iger Box waren noch 35 geladene Patronen übrig die ich zurückgenommen, die Geschosse gezogen und neu mit Flitzern bestückt habe. Jetzt sitze ich auf den Geschossen und ärgere mich wie Hanne - denn das Vertrauen meiner Kollegen war mehr als dahin - und Besuche beim BÜMA ob ihre Waffen wohl nicht in Ordnung (oder die Läufe von den KJG u. MJG ausgeschossen waren) . . .

LM: Nicht die Geschosse schießen den Lauf aus, sonder die Pulverflamme. Lies Gasfraß

. . . wurden nur mit „selbstgeladenem bleifrei Mist“ abgetan und natürlich zu anderer Muni geraten. Als die Flitzer dann wieder trafen, war aller Spuk zu Ende, aber geärgert habe ich mich unendlich. Später las ich dann auf Ihrer Seite ein, zwei ähnliche Beiträge über untermaßige MJG dieser Erbfolge und daß es eine Rückrufaktion gegeben haben sollte - von VW, Honda u. co wird man dazu informiert - in diesem Fall ist wohl die Info verloren gegangen.

LM: Nein. Lies Rückruf

Schlußendlich bitte ich sie, mir die 35 verbliebenen Geschosse zu ersetzen.

LM: Ich teile Ihnen eine Anschrift für den Tausch mit. Zu den Geschossen legen Sie Ihre Email und Ihre Anschrift.

Damit wären wenigstens materielle Werte angesprochen, ihren Ruf müssen Sie selber verteidigen - ich helf ihnen gern dabei, schließlich kommen überall mal Fehler vor, nur daß beim Schuß auf Wild eben keine Kompromisse gemacht werden sollten.

LM: Richtig.

Freundliche Grüße und Weihei - Klaus Reumuth, Freitag, 21. September 2018 19:14

7004 ohne Fehl und Tadel

zu Dreizehn Jahre später

Tag Herr Reumuth,

nun halte ich „diesen Murks“ von 2013, wie Sie oben schrieben in Händen: 7004 Aufkleber

7004 7,23 mm Ø

Meine alten 7 mm MJG 7004 durchmessen außen gut 7,23 mm, sind somit ohne Fehl und Tadel. Die Messungen zerstören Ihre Vermutung, untermaßige Geschosse, für die der Rückruf von 2013 galt, erhalten zu haben. Zu „Maßhaltigkeit“ empfiehlt sich die einschlägigen CIP Maßtafeln und „Halswürgeempfehlung erklärt“ zu lesen.

Es gibt allerdings jemanden, der meint nun übermaßige Geschosse erhalten zu haben. Auch hier wurden Versuche angestellt (RCBS Setzgesenk zu eng). Nun wird er Ihre maßhaltigen Geschosse für eigene Versuche mit seinen Setzern, bei denen ich die Geschosse vorher prüfte und deren Eigenschaften genau kenne, erhalter. Mal sehen, was er nun findet.

Obwohl Ihre Vermutung ihre „Katastrophen“ nicht erklärt, sende ich Ihnen, als seit dreizehn Jahren treuem Kunden auf Ihr Ersuchen fünf Jahre nach dem Rückruf gleichwohl eine neue Schachtel 7 mm Flitzer. Ich erhoffe mir dafür Ihre Berichte.

Waidmanns Heil, Lutz Möller, Samstag, der 29. September 2018

Widerspruch

Betreff: 7004 ohne Fehl und Tadel | Samstag, der 29. September 2018

Guten Abend Herr Möller,

maßen Sie alle Geschosse durch? Ich hatte einige mit 7,21 mm dabei. Das dürfte zu wenig sein.

LM: Wei gemessen? Das Maß genügt eher.

Wenn`s nicht am Ø liegt, waren beim 7004 nur vier Führbänder möglicherweise zu wenig Geschoßführung.

KDG

KDG

LM: Oben zeige ich ein altes 9,3 mm KDG / 2006 mit nur drei Bändern, aus einem Elche. Alles wunderbar

Ich finde das lange Bootsheck sowieso unnötig - zylindrisch bis zum Ende und ein kleiner Kegel als Abschluß würde ein bis zwei weiteren Bändern Platz machen, an späteren Geschossen änderten Sie die Anzahl der Führbänder. Diese ganze Erörterung wäre ein gut für einen Stammtisch - die vielen Gedanken dazu in einer Mail zu verfassen, übersteigt diesen Rahmen. Ich würde verschiedene Dinge (konstruktive Details) lieber auf dem Schießstand sehen.

Ja, kann sein, daß ich seit dreizehn Jahren treuer Möller-Geschoß Kunde bin - hab` nicht nachgerechnet und wäre es auch nicht, wenn ich nicht mit den KJG und MJG zufrieden wäre, aber es gibt eben mal Momente, in denen müssen Zweifel ausgeräumt werden. „7004 ohne Fehl u. Tadel“ lasse ich nicht gelten! Wenn`s nämlich so wäre, würden meine MJG-Mitstreiter und ich jetzt anderes Material schießen, da die uns nur Ärger bereitet haben. Ich melde mich wieder, . . .

LM: Gern. Ich lese

. . . wenn die Flitzer angekommen sind.

LM: Wieso kommt das alte Übel erst jetzt, fünf Jahre nach meiner Lieferung, hoch? Die Verzögerung verstehe ich nicht. Erklären Sie's mir!

Danke und einen schönen Sonntag noch - Klaus R. Samstag, 29. September 2018 21:27

Altes Übel

Betreff: Widerspruch | Samstag, der 29. September 2018

„LM: Wieso kommt das alte Übel erst jetzt, fünf Jahre nach meiner Lieferung, hoch? Die Verzögerung verstehe ich nicht. Erklären Sie's mir!“

Hallo Herr Möller,

die Verzögerung ist leicht erklärt: Ich habe Jagdgenossen, die sich auf fünf bis sechs Stücke Schalenwild im Jahr beschränken. Da dauert`s schon „a bissel“, bis eine 50er Schachtel verschossen ist.

LM: Ich kenne Isländer, die im Schnitt alle zwei Jahre nur ein Rentier schießen dürfen. Denoch brauchen die mehr Munition als ½ Schuß / Jahr. Wo wohl?

50er Schachteln wollen sie alle, weil Möller „alle paar Monate erbfolgt und dann lfd. neu angeschossen werden müßte.

LM: Meine 5te Erbfolge fertige ich seit 2016. Dias ist mehr als nur ein paar Monate her. Klar darf die Weiterentwicklung nie stillstehen. Mein vornehmste Aufgaben als Unternehmer sind, erstens mein Angebot zu verbessern und damit meine Kunden zufrieden zu stellen. Beides zu vereinbaren bedeutet, ein bedächtiges Entwicklungstempo zu pflegen. Das mußte ich zwar erst lernen. Die wilden Anfangsjahre sind vorbei. Inzwischen habe ich das verstanden, verhalte mich entsprechend. Mehr Gas kann ich jederzeit geben, aber ich halte mich bedächtig zurück.

Auch mehrere Waffen / Kaliber im Schrank erlauben auszuweichen. So wurde nach zwei oder drei unerklärlichen Fehl- u. Krankschüssen mit der geliebten Büchse sicherheitshalber der alte Drilling / BBF o.ä. rausgeholt – bis ich dem Gezeter mit einem gemeinsamen Standbesuch ein Ende bereitete.

LM: Danke

Mit den Geschossen vor 7004 und auch danach gab es keinerlei Schwierigkeiten - Alles wunderbar ☺

„LM: Oben zeige ich ein altes 9,3 mm KDG / 2006 mit nur drei Bändern, aus einem Elche. Alles wunderbar!“

Die Anordnung der drei Bänder des alten 9,3 mm KDG Geschosses ist aber nicht mit der Anordnung bei den 7004 Bändern zu vergleichen. Die Geschoßführung ist beim 9,3 Geschoss wesentlich länger.

LM: Gut beobachtet.

Wenn drei Bänder ausreichten, verstehe ich nicht, warum andere Geschosse sechs oder sieben Bänder aufweisen - wäre doch unnötig viel Reibung! Oder spielen doch Geschoßgewicht, Geschwindigkeit und Drall eine Rolle! Sagen Sie mir, wieviele Bänder über welche Geschoßlänge notwendig sind.

LM: Drei Bänder genügen für eine einzige Patrone. Wenn ein Geschoß für mehrere, verschiedene Patronen bestimmt wird, müssen die Bänder aber für alle bestimmten Hülsen passen. Das erfordert ggf. mehrere Bänder.

Eine möglichst lange Führung erachte ich als wichtig. Die Anzahl der Führbänder muß gewährleisten, daß das Geschoß die Leistenkräfte zuverlässig aufnehmen kann bzw. diese nicht abscheren.

LM: Richtig. Dabei sind deren Breite, die Geschoßmasse, die Drallsteigung und die Beschleunigung (Gasdruck) mit zu beachten.

Das m. E. leidige Bootsheck spielt aerodynamisch auf jagdliche Entfernungen keine Rolle (hab ich gelesen)

LM: Aerodynamisch richtig

Bei Ihren 8 mm Geschossen geht`s ja auch ohne.

LM: Schon, aber mit schwierigem Setzen. Ein sich verjüngendes Heck erleichtert die Geschosse zu setzen.

Nach dem Vorbild des 8 mm MJG wünschte ich mir das 6,5 mm MJG (möglichst lang, mind. 6 Bänder und kein Bootsheck) - dann würde auch meine alte Schwedin mit MJG funktionieren

LM: Es gibt genügend 6,5x55 Schützen, die mit meinen Geschossen in Deutschland und Norwegen ganz Erstaunliches leisten und damit sehr zufrieden sind. Soll ich mal passende Verbindungen herstellen?

So nutze ich meinen reichlichen Vorrat an alten VM Militärgeschossen und gut ist`s. Wwahrscheinlich sind die alten Übergangskegel anders gestaltet als neue Waffen für 6,5x55.

LM: Wer weiß? Vielleicht ist die alte Schwedin schon ausgeschossen? Ich habe noch alte REKRUT / 2006 für die Zielscheibe. Möchten Sie die?

Das soll`s erstmal sein - schöne Woche noch - Klaus, Montag, 1. Oktober 2018 20:19

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