Lutz Möller 8x68S Munition

Einschießen

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8004

Lutz Möller Geschoß 8004 bewährt sich in Afrika 2011

Lutz Möller 8x68S Munition aus dem Laden

Hallo Lutz,

hier die ersten Ergebnisse mit Lutz Möller 8x68S Munition mit und ohne schwarze Spitze.

Nach dem Einschießen meiner Waffe, begannen die Versuche. Zuerst nahm ich die spitzen, da das Einschießen auch mit diesen erfolgte. Das Ergebnis immer mit kaltem Lauf ( 10 min. Pause nach jedem Schuß und Lauf durchgezogen)

8x68S MJG Munition um die Waffe einzuschießen

Danach 4 Schuß wieder mit Pause und Laufreinigung, mit den Spitzen.

4 Schuß 8x68S MJG Munition

Dann folgte eine Serie mit den Drückjagdgeschossen (ohne Spitze) ohne die Einstellung zu verändern.

8 mm Drückjagdgeschoß, unspitz

Der Einschlag rechts unten ist meine Schuld gewesen. Es war der dritte Schuß und meine R93 hat einen sehr leichten Abzug.

4 Schuß 8x68S DJG Ladung mit einem verissenen Treffer rechts unten

Dann folgte noch ein Versuch mit warmer Waffe und ohne Reinigung mit den Spitzen.

Drei Schuß 8x68S MJG Munition aus warmer Waffe

8x68S Hülsenmünder bei 4,77g R902

8x68S Hülsenböden bei 4,77g R902 schräg betrachtet

8x68S Hülsenböden bei 4,77g R902 von oben betrachtet

Ich habe ein neues Glas (8x56) neu montieren lassen. Daher rührt wahrscheinlich auch das Wandern nach oben. Mein Zielfernrohr scheint nun seine endgültige Festigkeit auf der neuen Montage zu haben und kommt nicht mehr runter. Die 300 m nehme ich demnächst aufs Korn.

Gruß Klaus, Mittwoch, 22. August 2007 19:19

Moin Klaus,

Deine Montage für das neun Glas scheint sich ja nun inzwischen gesetzt zu haben. Da sieht ja gut aus. Schon ist auch, wie nah die MJG- und DJG-Einschläge beieinander sitzen. Man kann also ohne Weiteres bei gewünschte Reichweitenbegrenzung die schwarzen Kappen weglassen.

Ich empfehle die Waffe zwischen den Schüssen in Ruhe zu lassen, nicht durchzuziehen, weil dann eigentlich jeder Schuß ein Ölschuß ist. Werner A. rief mich gerade an, mir mir mitzuteilen, er habe für seine Tochter die 8x57 IS mit dem 8 mm MJG spitz und alt geladen, damit die am Wochenende in Ungarn Sauen jagen können. er berichtet von 3-Schuß-Gruppen auf ein 2-Cent-Stück, sagenhaft, sowohl mit alt als auch spitz. Dabei lagen die spitz- und alt-Gruppen 6 cm auseinander. Leider hatte der Schießstand nur ein Bildschirmanzeige und er keine Kamera mit. Die Bilder hätte ich gern gesehen.

Hier zeigt sich also wieder mal die MJG-Genauigkeit von ihrer besten Seite. Das ist insofern von Bedeutung, als Christoph Böhner in Schreck#Ernüchtert bemängelt, das neue 8 mm MJG spitz streue im Vergleich zum alten 8 mm MJG. Klaus' obige aus der 8x68S Patrone (unserer deutschen Magnum) mit Gruppen meist zusammenhängender Löcher auf 100 m bei einer Blaser R93, die sich wegen ZF-Umbau erst noch setzen muß zusammen mit Werners Bericht über einen bewährten eingeschossen Mauser 98 Stutzen, der die Leistung noch deutlich übertrifft, weisen Christoph den Weg auf dem sein verschlechterte Leistung suchen soll, z. B. bei seinem Schießbock und bei sich im Kopf

Jeder Treffer beginnt im Kopf. Ich z.B. kann nicht gut mit Absehen1 treffen, weil ich das zum Ko. . . . finde, also nur widerwillig damit richte. Entsprechend schlecht fallen meine Leistungen aus. Christoph ist Traditionalist, der die schwarze Kappe an sich nicht mag. Ist es da ein Wunder, daß er damit nicht trifft? Für mich nicht! Unter solch Bedingungen zustande gekommene Ergebnisse sagen dann aber mehr über den Schützen, als über das Geschoß.

Unvoreingenommene Leute, wie Werner und seine Tochter, treffen sowohl aus der 8x68S als auch der 8x57IS erstklassig. Die Geschosse sind die gleichen, die spitzen wie die alten. Christoph. Denke mal darüber nach!

Klaus, Werners Tochters 8x57IS Stutzen hat seit dem letzten Rohr frei bereits 100 MJG Schüsse durch und setzt weiterhin 3 Schuß auf ein 2-Cent-Stück. Also putz mal nicht so viel!

Christoph, damit du dich nun nicht zu sehr grämest, füge ich noch eine Bemerkung an. Werner kriegt seine neue 6,5x68 nicht in den Griff, aber 40 km weiter schießt Horst Rauter das selbe 6,5 mm MJG spitz aus dessen 6,5x68 mit erstklassigen Ergebnissen. Bei anderen liefern die hier vorhandenen Sauer 202 bzw. Steyr gute Ergebnisse. Das Waffenmuster an sich, taugt also nicht als Grund. Aber es gibt neben dem Kopf viel Gründe, aus denen Waffen nicht treffen. Mehr dazu in Waffe streut und Schreck!

Gruß Lutz, 2. August 2007

Treffererfordernisse für die waidgerechte Jagd

Hallo Lutz,

meine Waffe sieht überhaupt kein Öl, und schon gar nicht im Lauf. Da ich aber mit kaltem und trockenem Lauf auf Jagd gehe und der erste Schuß sitzen soll, schieße ich sie auch unter diesen Bedingungen ein. Das Durchziehen erfolgt mit einem trockenen Gewebeschlauch mit Messingbürste um die restlichen Schmauchspuren zu beseitigen. Kupfer wird nur einmal im Jahr beseitigt und neu eingeschossen. So sollten alle Jäger handeln. Dann klappt s auch mit dem Treffen.

Gestern war wieder ein besondere Vertreter unserer Gattung auf dem Platz. Der ältere Jäger schoß seine Bockbüchse mit verlötetem Laufbündel im Dauerfeuer an und wunderte sich nichts auf der Scheibe zu haben. Seine Bemerkung auf meine Frage „ wenn ich das Schwarze treffe, reicht das“. Du hättest mal die Gesichter der Sportschützen sehen sollen. Wer so auf die Jagd geht, handelt verantwortungslos.

Nicht jeder kann 24 mm Streukreise schießen, aber die 10 auf der Scheibe sollte es für waidgerechte Jagd schon sein. Übrigens liegen alle geschossenen Streukreise in dem max. 24 mm Kreis. Die ohne Spitze sogar auf 15 mm, ohne den Ausreißer. Das ist mit der neuen Montage doch schon befriedigend; oder?

LM: Ja Klaus, so ist da prima!

Übrigens können nicht alle Bilder Deiner Seite angezeigt werden. Deine Verknüpfung auf dem Server haut nicht hin.

LM: Jetzt besser?

Gruß Klaus, Donnerstag, 23. August 2007 12:06

Thomas Fügner schießt  8x68S MJG Munition in ein Loch

Thomas Fügners Sauer 202 mit der 8x68S MJG Munition

8x68S MJG Munition

Thomas Fügners Sauer 202 mit der 8x68S MJG Munition trifft in ein Loch

Der verdiente Lohn auf der Jagd blieb nicht aus. Lies Damhirsch!

Drei Streukreise

Sehr geehrter Herr Möller!

Anhand meiner bis jetzt einzigen Bestellung von 200 Geschossen (MJG) in 8mmS kann ich den Kundendienst und den Ablauf der Bestellung als zufriedenstellend bezeichnen.

Die Produktqualität ist wie immer hervorragend, die ermittelten Streukreise dreier Versuchslaborierungen in 8x68S lagen (unter schlechten Bedingungen geschossen) alle im 50ct Stück Bereich.

LM: Bilder?

In wenigen Minuten starte ich zur Rothirschjagd auf den Darß, werde tagsüber auf dem Stand vorzeigbare Streukreise erstellen und später (sofern Diana mir hold ist) die Wirkung des MJG auf einen Brunfthirsch berichten.

LM: Bitte!

Eine Anmerkung noch zu den Geschossen selbst. Bei manchen Hülsenlosen in 8x68S kann nach dem Trimmen die L3 bei 67,1 mm und darunter liegen. In dem Falle ist neben einer Anpassung der L6 eine Kalibrierung des Hülsenhalses auf der vollen Länge (also keine Hals-Teilkalibrierung) notwendig damit sowohl das erste und letzte Führband festen Sitz im Hülsenhals haben. Wichtig für den Rundlauf. Dies kann bei kurzhalsigen Hülsen wie .300" WinMag zu einem Problem werden.

LM: Ja.

Nach der Brunft werde ich auch die Arbeitshöhen in meinen Ladepressen mit Triebel-Matrizen vermessen, falls das noch von Interesse ist.

LM: Ja gern, ich will da noch was machen!

Viele Grüße, Marco Bergemann, Donnerstag, 15. September 2011 12:50

8x68S MJGAnschuß

Sehr geehrter Herr Möller!

Zurück vom Darß sende ich Ihnen wie versprochen die Anschußscheibe meiner 8x68S MJG Laborierung, geschossen von meiner Benchrest-Auflage auf 100m.

8x68S Lutz Möller MunitionAnschußscheibe Bergemann

Den letzten der 5 Schuß habe ich in Erwartung eines perfekten Schußbildes leider leicht verrissen, aber die Präzision ist auch so zu erahnen. Das Schußbild der ersten 4 Schuß mißt genau 13 mm von Rand zu Rand. Abzüglich des Kaliberdurchmessers komme ich so auf einen Streukreis von 5 mm.

Das reicht ;-)) Patronen waren wie immer handgeladen mit angepassten Triebel-Gesenken, mit dem Ergebnis eines < 2/100 mm Rundlauffehlers.

LM: Das seiht man mal wieder: Gute Arbeit lohnt sich! Ein sehr Schöns Ergebnis, Herr Bergemann. Alle Achtung! Nur die Schußangst muß noch überwunden werden. Ich kenn deas Gefühl genau, wie die innere Spannung steigt, wenn die Ergebnisse besser werden, bis die Spannung die Ruhe einreißt. Schade, aber nicht ungewöhnlich. Wenn Sie das in Abstaänden gelegentlich öfter üben (nie zu viel auf einem Mal, immer mit Pausen) , werden Sie auch das (sich) zu beherrschen lernen. Das gleube ich gewiß udn wünsch Ihne dabei gutes Gelingen. Gut Schuß! 

Mit einer der letzten meiner noch vorhandenen MJG-Patronen in 8x68S konnte ich am Samstag auf 244 m einen reifen Hirsch zur Strecke bringen. Der Hirsch quittierte die Kugel mit einem kurzen Zusammenzucken, trollte langsam werdend noch 20m und verendete.

Die Kugel traf auf dem linken Blatt, zerstörte Herz und Lunge und steckte auf der Ausschußseite direkt unter der Decke. Ich mache auch davon noch ein Bild und schicke den kompletten bebilderten Bericht in den nächsten Tagen zu. Wildbretzerstörung war gleich null und die Wirkung verdient das Prädikat „besser geht nicht“. Mein begleitender Mitjäger war davon begeistert. Der ungerade 20-Ender wog aufgebrochen 201kg, ohne Haupt 185kg und war ca. 12 Jahre alt. Falls Sie das schon vorab auf die Seite stellen wollen, vorbeugend ein Kommentar an eventuelle Weitschußkritiker. Das Revier steht völlig unter Wasser, das Schilf ist teilweise fast 3 m hoch und es ergab sich keine andere Möglichkeit als dort zu schießen.

LM: Mein Gott, was sind den 244 m auf eine Hirsch. Ander Jäger strecken auf die Entfernung Rehe - die sind kleiner - und treffen mit meiner Munition dennoch ins richtige Ziel.

Der nur in Watstiefeln erreichbare Hochsitz bot beste Auflage, das Licht war um 18.30h noch bestens und der Hirsch verhoffte scheibenbreit. Wenn man dann Stunden zuvor auf dem Stand mit eben der Munition Streukreise unter 10mm produziert hat, kann man einen solchen Schuß wagen.

Genaues dann in den kommenden Tagen. 

Viele Grüße und Waidmannsheil, Marco Bergemann, Gesendet: Montag, 19. September 2011 15:08

Stimmt der Kundendienst? Jawoll der auch!

Hallo Herr Möller,

die Bestellung, Lieferung der 8x68 S Munition hat einwandfrei geklappt. Munition sieht tadellos aus, fast zu schade zu verschießen :)

Am Freitag 16.09.11 bin ich endlich dazu gekommen die Patronen auf dem 100 m Stand zu schießen. Ergebnis: Ich hatte in 7 Jagdjahren noch keine präzisere Patrone! Ein echter Hammer!

Erst war ich ein wenig erstaunt, da das Swaro ZF PVI 2 2,5-10x56 noch auf die 375 H&H (leider noch von SAX =:( eingeschossen war und die Schüsse mit der 8x68 s ca. 14 cm tiefer lagen ? Genau 6 Schüsse habe ich insgesamt gebraucht, von denen die letzten 3 dann in einem Loch waren, wirklich eine erstklassige Präzision / Patrone die 8x68 s mit dem MJG ! Und das aus einem alten klapprigen Schießgestell vom Stand in Ahrbergen (bei Hannover).

LM: Nutze vorn und hinten weiche, feste Gewehrauflage !

Selbstverständlich hatte ich den relativ wenig geschossen 8x68s Lauf, vorher gründlichst mit einem chemischen Schaumreiniger gereinigt.

LM: Vermutlich Mil-Foam aus Finnland auf Ammonoimoleat-Grundlage. Ist gut und bequem anzuwenden!

Nach dem Schießen habe ich den Lauf (mache ich nicht jedesmal) mit der Laufreinigungschnur ca. fünf mal durchgezogen,

LM: Lassen Sie das künftig bleiben! ReingenSie den Lauf wieder chemisch wen die Schachtel lehr ist. Dazwischen lassen sie ihn ganz in Ruhe. Sonst verbrauchen Sie zu viel Ölschüsse, bzw müssenAblagen beimerstenSchuß nach dem Durchzirhen hinnehmen. Da ist nicht Sinn des Einschießens. DenkenSie mal gründlich darüber nach!

Dabei stellte ich fest, daß sich diese - anders als sonst - öfter und schwerer durchziehen ließ. Wie kann es sein, daß der Lauf schon nach sechs Schuß so verschmutzt war? Sie haben schon irgendwo Recht die 8x68 S - doch als „Eine für Alles“ - zu gebrauchen. Läßt sich einfach Sahne rein- und rausrepetieren und die Wahnsinns GEE von 241 m. Leider konnte ich das Wichtigste, die Wirkung auf Wild, noch nicht sehen. Sobald ich Ergebnisse/Bilder habe, werde ich sie Ihnen zukommen lassen.

Außerdem habe ich ja noch gleiches Mauser Modell 03 Extreme in 8x57 IS mit kurzem 52 cm Lauf und 1,5-6x42 Swaro, auch hieraus habe ich das MJG zur vollsten Zufriedenheit verschossen, wenn Sie denn funkionierte! s.u.

Div. Probleme mit der geladenen Munition von Herrn Liebich:

♀ Frischlingsbache Wallensen v. 25.06.11, 139 m flüchtig, 375 H&H 10 Gr. Sax „MJG“, lag i. Knall

♀ Überläuferbache 46 kg 25.03.11 um 20 Uhr, 195m, MJG 8x68 S, Flucht 42 m

a.) mit der Lieferzeit von Herrn Liebich, dewegen auch der Notkauf über Sax :(

b.) Zündversager und das auch noch auf der Drückjagd, zweimal kam der Fuchs, jedesmal geschont weil Sauen im Treiben waren, beim dritten anwechseln des Fuchses - 10m vor mir - wollte ich ihn dann schiessen, hatte aber leider Zündversager und meine Standnachbarin sah das auch noch! und danach, warum haste denn nicht geschossen. Nicht auszudenken, wenn der Dicke 130 kg Keiler bei mir vorbeigekommen wäre.

c.) Nach dem Schuss auf einen Dachs ließ sich die M03 nicht mehr repetieren, Hülse geplatzt und im Patronenlager stecken geblieben. Die Jagd war erstmal vorbei. Waffe zu Mauser überprüfen lassen, war ok. Trotzdem so etwas darf einfach nicht passieren, obwohl ich extra NEUE RWS Hülsen bestellt hatte, bekam ich gebrauchte S&B.

Können Sie sich erklären warum die Überläuferbache mit dem Treffersitz s.o.überhaupt noch soweit gegangen ist?

LM: Lies Fluchtstrecke!

Bringen ZFs mit einer höheren Vergrößerung als mein 10x Swaro, bis 300m überhaupt etwas ? Z.B. das 12 fache Swaro Z4i ?

LM: Schaun Sie mal durch, dan wissen Sie das. Leihen Sie sich vom Händler ein neueus ZF unmontiert und gehen damit zum Vergleich in Wald und Flur. 

Danke Ihnen für Ihre innovativen Errungenschaften, den viel zu bemerkenswerten Netzplatz (hab zu wenig Zeit darin zu stöbern) und freue mich wieder von Ihnen zu hören.

LM: Bitte gern, bitt sehr!

Weidmannsheil, Ch. I., Montag, 19. September 2011 16:01

LM Munition begeistert

Sehr geehrter Hr. Möller,

ich habe die Waffe inzwischen mit Ihrer Mun., 8x68S, eingeschossen. Bin wirklich begeistert! Es bleiben kaum noch Wünsche offen!

LM: Kaum noch? Also was wollen Sie denn noch mehr? Vielleicht kann ich ja noch was bieten!

Vielen Dank und für Sie ein Weidmannsheil aus Salzgitter. Mit den Besten Wünschen zum Jahreswechsel.

L. Scholz, Samstag, 31. Dezember 2011 17:28

2. Versuch 8x68 MJG

Guten Tag Herr Möller,

der zweite Versuch mit „verminderter Ladung“ 4,47 g Norma 202 hat die vom MJG gewohnte Präzision wiedergebracht.

V0 Messung folgt.

Gruß C. Waldmann, Dienstag, 10. April 2012 08:57

8x68S 8008 Einschießen

Lutz Möller 8008 MJG

8008 MJG

Sehr geehrter Herr Möller!
 
Endlich komme ich dazu, Ihnen meine ersten Erfahrungen zum 8008 in der 8x68S mitzuteilen. Hausbaubedingt mußte leider der jagdliche Einsatz etwas länger als geplant warten. Hier also eine Zusammenfassung:
 
Zum 8008.

Betrachtet man die neue Erbfolge Ihrer Geschosse, fällt beim 8008 im Gegensatz zum 7007 oder 7611 sofort auf, Sie verzichten in diesem Fall auf ein Bootsheck und legen Führbänder in Richtung Geschoßboden. Offensichtlich möchten Sie damit einerseits den zur Verfügung stehenden Brennraum vergrößern.

LM: Gut erkannt.

Andererseits soll die größere L6 engeres Spiel und somit bessere Zentrierung des Geschosses im Übergangskegel erreichen.

LM: Auch das.

Das macht innenballistisch Sinn. Im Falle des 8008 in der 8x68S mit Pulvern der RP2 Kategorie oder im Falle der 8x57I(R)S mit Pulvern der RP1 Kategorie ist der erste Vorteil kaum zu nutzen.

LM: In Pulverlebhaftigkeiten finden Sie weitere geignete Pulver. Mit ReloadSwiss Pulvern sind große Leistungen möglich. Die RS Pulve sind leistungsstark und gleichmäßig, wollen allerdings kräftiger als andere Pulver angezündt werden. Also ggf mit kräftigeren, oder gar Magnum-Zündhütchen.

Auch die durch den größeren verfügbare Brennraum möglichen höheren Ladungen werden das Ladeverhältnis eher absenken als zu erhöhen.

LM: Mehr Pulver rein!

Der offensichtliche Vorteil des kleineren rotationslosen Geschoßweges konnte ich bei Ihren Geschossen in verschiedenen Kalibern noch nie beobachten. Mit anderen Worten, „laufen die Patronen rund“, treffen die Dinger unabhängig der L6 (im sinnvollen Bereich).

LM: Eben das forderte Johan Loubser vor Jahren schon, nämlich. Um genau zu treffen muß das Geschoß mittig und fluchtend vor den Lauf gelegt werden. Dem ist nichts hinzuzufügen. 

Bei herkömmlichen Geschossen war das anders. Ich habe beim Laden ehrlich gesagt das Bootsheck der vorhergehenden Erbfolgen vermißt, denn damit ließen sich die Geschosse leichter laden. Es geht aber trotzdem gut.
 
Ladung.

Weil ich mir einer störungsfreien Funktion in meiner Waffe nicht sicher war, lud ich zwei verschiedene Ladungen, eine annähernd mit der empfohlenen L6 (in meinem Falle L3 bedingt von 90,30 mm), dann eine zweite mit der bei mir sonst üblichen L6 von 86,80 mm. Die Pulverladung wurde entsprechend des geringeren Brennraums in der kurzen Variante angepaßt.
 
Stand.

Es war wie vermutet. Beide Ladungen schossen mit annähernd der gleichen V3 (mit BMC18 um 1080 m/s) gleich genau ohne Haltepunktveränderung zusammen. Die Einschüsse waren jeweils mit einem Eurostück abzudecken. Obwohl die längere in mein Sauer 202 Magazin paßte und zugeführt wurde, zeigte sich nach dem Schießen doch ein entscheidender Nachteil. Die Sauer 202 Schulterstütze im Magazin „greift“ zu spät.

LM: Das ist ein schwerer Mangel der Sauer 202 Magazines. Magazine müssen für die zu ladenden Patronen eine passende Schulteranlage aufweisen, damit die sich beim Rücklauf im Schuß dagegen unter Kraft abstützen (können).

Der Rückstoß stacht mit dem untauglichen Magazin die Geschoßspitzen. Aber gleich: Die Kurzen bringen bei weniger Pulver die gleiche Genauigkeit und Leistung

LM: Da könnte der Lauf wohl etwas länger sein!

 So werde ich künftig die Kurzen für die Jagd verwenden.

Am Wochenende überprüfte ich die Schußleistung und Treffpunktlage gegenüber meiner sonst noch verwendeten 8004 Laborierung erneut. Vier Schüsse (zweimal 8004 und zweimal 8008) lagen auf 100 m genau 3 cm über Haltepunkt auf einem Schußpflaster: bestens!

Lies weiter 8008 auf der Jagd.

Waidmannsheil, MM, Dienstag, 22. September 2015 09:19