Betrieb ruht bis 3. Mai wg. Afrikajagd

Jörg Halterbeck Afrika 2012

mit der .300 WM

Hallo Herr Möller,

zufälligerweise war ich zur gleichen Zeit in Südwestafrika (Otjiwarongo / Kalkfeld) auf Safari und hatte Gelegenheit erstmalig Ihr MJG am Wild zu nutzen. Ich führte eine Alljagd Luxus 300. Win. Mag mit 3-9x40 ZF und Zweibein. Das Zweibein lohnte sich wegen der unerwartet dichten Vegetation und der geringen Schießentfernung von maximal 50 Metern nicht. Die Waffe hatte ich in Wetzlar auf einem Schießstand der dortigen Reservistenkameradschaft auf 100 m und 300 m eingeschossen.

LM: Gut.

Am Abend vor dem ersten Jagdtag wurde prüfgeschossen. Dabei war die Treffpunktlage so mies, so daß ein Nachrichten am ZF notwendig wurde. Zwischen beiden Orten ist allerdings eine Höhendifferenz von gut 1.200 m.

Mein erstes erlegtes Stück war ein Kudubulle, den ich spitz von vorne links auf 40 m schießen mußte. Schon ab dem Anschuß gab es satt Lungenschweiß und nach 50 m fand ich den bereits verendeten Bullen. Es war kein Ausschuß vorhanden.

LM: Sicher? Beim den Schuß? Wo ist der Restbolzen.

Das zweite Stück war ein Orybulle, den ich aus 30 m Entfernung auf Vorderblatt links anschoß. Er verendete auf der Stelle, allerdings wieder ohne Ausschuß.

LM: Haben Sie wirklich gut nachgesehen?

Dies ließ kurzzeitig Zweifel hinsichtlich der LM Munition aufkommen, die aber nach dem dritten Stück wieder verschwanden:



Mein drittes Stück, das ich erlegte war ein Zebrahengst, den ich in der Dämmerung auf 50 m in einem Buschgelände angepirscht.

LM Spannend!

Ich schoß bei schlechtem Licht obwohl ich Zweige vor dem Hengst sah. Der Jagdführer hatte mir gesagt, daß ich schießen solle und ich hätte damit beinahe eine saudumme und teure Fehlentscheidung getroffen. Am Anschuß fand sich nur ein kleiner Schweißfleck und erst 50 m weiter einen etwas größeren. Nach insgesamt 200 m fanden ich, der Jagdführer und der Fahrer bei freier Suche und Finsternis mit einer Stirnlampe (meine) und einem Mobiltelefon als Funzelersatz (von den afrikanischen Jagdprofis) den Zebrahengst mausetot unter einem Busch. Diesmal wieder ohne Ausschuß.

LM: Da stimmt was nicht!

Warum mich nun MJG nachhaltig überzeugt, hat folgender Grund: am nächsten Morgen holten wir die Mütze des Jagdführers, der sie am Anschuß vergessen hatte. Dabei stellten wir fest, daß ich beim Schuß auf den Zebrahengst gleich noch einen 10 cm dicken Hartholzbaum durchschossen hatte. Mit einem handelsüblichen Geschoß hätte ich vielleicht zwei Euro weniger Munitionskosten gehabt, allerdings mehrere hundert Euro für einen Fehlschuß bezahlen müssen. Daß der Hengst noch 200m weiter gezogen war, erkläre ich mir nun mit dem enormen Energieverlust des Geschosses aufgrund des Baumdurchschusses.

LM: Lies Wie stirbt Wild.

Einem weiteren Oryx, der von Jagdhunden gestellt wurde, erlegte ich aus 5 m Entfernung mit einem Kopschuß - damit kann ich natürlich nichts zur Munition aussagen.

Mein Fazit: Alle Kugeln schlugen dort ein, wo ich hingezielt hatte. Hindernisse wurden vom Geschoß elegant durchschossen. Alle Stücke hatten tödliche Treffer. Der Aufbruch war ebenfalls ohne Einschränkungen verwertbar.

Heia Safari! Jörg Halterbeck, Donnerstag, 3. Mai 2012 13:44