Alte Lutz Möller 6,5x68 Munition Geschichten

selbst geladen, Flitzer für die Berge

 Gründe | 6,5x68 KJG Munitionen |Bockjagd in Ungarn | Böckträger | Gams | Drall | KJG-Munition | Kurzlauf | Wundwirkungen | Rothirsch | 400 m | Magazinlänge | 6,5x68 R | 5 Cent | Platzer | DD arbeitslos | Pansentreffer | Schwierige Gams | Keine halben Füchse mehr  Steyr S | Rückstoßfreie 6,5x68 | Lust auf Neues | 6,5 mm KJG spitz

Wesentliche Gründe 6,5 mm Patronen zu wählen sind

Rothirsch Basse
Hirsch und Schwein und ganz besonders Gams 

für den Jäger die Forderung in Deutschland Hochwild mit mindestens 6,5 mm Geschossen zu bejagen, gute 6,5 mm Patronen, wie die 6,5 x 57 Mauser für Stutzen oder 6,5x65 und 6,5x68 für lange Läufe und weite Schüsse, geringer Rückstoß, wirken mit Lutz Möller Geschossen hinreichend auf alles hiesige Wild

Alte Geschichten und Empfehlungen beschäftigten sich vorrangig mit tombakummantelten Bleigeschossen. Seit dem Lutz Möller Geschoß Ende 2003 ist alles anders. Das reibungsarme Führbandvollgeschoß beschleunigt bei geringeren Einpreßkräften schon bei geringerem Druck schneller, läßt sich viel höher laden, bietet größere Geschwindigkeiten, flachere Flugbahnen für weite Schüsse, die Hohlspitze splittert Masse ab, plattet zum Zylinder ab, dringt so schulterstabilisiert aus jedem beliebeigen Trefferwinkel schnurgerade sagenhaft tief ein. Umgekehrt geladen splittert das KJG nicht, eignet sich damit für den Fangschuß auf das vom Hund niedergezerrte Wild.

Guten Tag Herr Möller,

die Geschosse (8 mm S und 6,5 mm) sind angekommen. Dankeschön! Jetzt kann es losgehen. Mit der 6,5x68 habe ich noch einen Bock (Träger, deshalb wenig aussagekräftig) und ein Schmalreh mit Blattschuß erlegt. Das Reh lag im Feuer und war sauber ausgeschweißt Kleiner Ein- und Ausschuß, Kaum Hämatome, jeweils eine Rippe zerschossen. Ein Loch muß man ja in das Wild machen, sonst fällt's nicht um. Der Käufer hat sich gefreut.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Harald Beier, Montag, 13. Juni 2005 12:22

LM: Erklärung siehe Wirkungsquerschnitt!

Bockjagd in Ungarn

Sehr geehrter Herr Möller,

wie angekündigt, hier die Abschußberichte auf Feldrehe in Ungarn. Geschossen habe ich mit der Sauer 200, Kal. 6,5x68, meiner Lieblingspatrone. Geladen mit Rottweil R 905 4,88g. L6 - 86,5 mm, Zünder RWS 5333. Die Ladung ergab aus der Sauer 1-2cm Streukreise von 100m.

Von der Wirkung der Geschosse bin ich sehr angenehm überascht. Alle Böcke lagen im Feuer. Ich werde jetzt alle Kaliber auf Lutz Möller KJG umstellen.

Der Bock 1. wurde auf etwa 50 m Bei der Pirsch geschossen, der Ausschuß war größer als erwartet. Bei den anderen Böcken lag die Entfernung zwischen 200 m und 250 m. Die Einschüsse waren in der Regel kalibergroß und die Ausschüsse hatten die Größe von Münzen. Bei einem Schuß auf den Stich, waren allerdings doch deutliche Wildpretverluste zu verzeichnen. Ich denke aber, das waren Knochensplittern. Siehe Bilder. Bilder und Text zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil Harald Beier, Sonntag, 8. Mai 2005 13:33

LM: Dazu muß man wissen daß Herr Beier das alte 2004er 6m5 mm KJG-kurz mit 5,5 g Masse auf 1.150 m/s V0 brachte.

1. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Einschuß, außen

1. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Einschuß, innen

1. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ausschuß, innen

1. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ausschuß, außen

2. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Einschuß, außen

2. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ein- und Ausschuß, innen

2. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ausschuß, außen

3. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ein- und Ausschuß, innen

3. Reh 6,5-mm-KJG-kurz-6,5x68-Ein- und Ausschuß, innen

Bock, Stichschuß

Bock, Stichaussschuß

Ein zufriedener Harald Beier nach der Bockjagd im Mai 2005 in Ungarn.

„Von der Wirkung der Geschosse bin ich sehr angenehm überascht. Alle Böcke lagen im Feuer. Ich werde jetzt alle Kaliber auf Lutz Möller KJG umstellen.“

Moin Herr Beier,

wie ich am Telfon schon sagte, erübrigt sich nach den Erfahrungen 6,5 mm Copper in Africa 2004 (gekürzt ohne Bilder im Anschluß auf deutsch) und der Möglichkeit aus dem 250 mm langen Drall der 6,5x68 das 2005er 6,5 mm KJG  mit 6 g Masse stabil zu verschießen, die bislang für erforderlich gehaltenen Geschoßvielfalt in 6,5 mm. Wir können mit dem leistungsgesteigerten 2005er 6,5 mm KJG  mit 6 g Masse und  1,8 g Splittern nun alle 6,5 mm Patronen erfolgreich laden. Daher gibt es keine 5,5 und 7 g mehr, nur noch 6 g, wie oben.

Waidmannsheil, Lutz Möller 9.Mai 2005

Ich komme im November 2004 gerade aus Afrika zurück, erlegte dort mit der 6,5x65 mit dem 6,5 mm KJG und 6,5 mm KJG kurz angefangen von je einem Steinbock und Schakal weitere  Kudue, 8 Schweine und 8 Oryxe aus allen Richtungen von vorn bis hinten und konnte erfreut kurze bis keine Fluchten verzeichnen. Der erstaunlichste Schuß war auf 100 m aufgelegt auf ein kleineres Schwein, daß hinter einem Gattertor stand. Der Kugelschlag hörte sich schon seltsam an. Dann hatte das kleine breit beschossenen Schwein keinen Ausschuß, obwohl ich vorher einen großen Oryx im geplanten Hegeabschuß von hinten bis über Herz durchschoß, also wohl einen Meter Tiefenwirkung erwarten könnte. Des Rätsel Lösung war ein Loch in einer Gattertorrohrstrebe. Das lütte 5,5 g KJG hatte schon 4 -6 mm Eisen durchschossen, traf dann das etwa 6 - 7 m dahinter stehende Schwein recht genau am gezielten Haltepunkt. Das Schwein fiel übrigens im Knall und stand nicht mehr auf. Lies 6,5 mm Copper in Africa 2004.

Mit der 6,5x68 mit dem 6,5 mm Kupferjagdgeschoß - kurz besitz man ohne Abstriche eine hochwildtaugliche Waffe, die besonders im Gebirge ihren Einsatz findet.  Werden die Anforderungen an die Winddrift erhöht, muß allerdings ein kurzer Drall < 230 mm her, z.B. 200 mm wie bei 6,5x57 und 6,5x65. Solche Läufe können verwendet werden, je länger, desto besser. Dann läßt sich das gewöhnliche 6,5 mm KJG, das dem Wind besser trotzt, stabil verschießen. Das neue 2005er 6,5 mm Kupferjagdgeschoß wiegt 6g und fliegt aus allen 6,5 mm Patronen, einschließlich der 6,5x68!

Hallo Herr Möller,

ich lud heute die 6,5er Kurzgeschosse in die 6,5x68. Die Pulversorten R905 oder MRP passen schlecht in die Hülsen und laufen bei 4,86 g über. Die gleichmäßigsten Ergebnisse hatte ich mit 4,7 g Hodgon 4350 bei 86 mm Patronenlänge. Bei 87 mm paßt die Patrone nicht ins Lager. Ich erreiche sehr beständig V0 1240 - 1250 m/sec Geschwindigkeiten. Das ist doch ein Wort! Für einen Freund habe ich 6,5x65 mit den langen 7 Gramm KJG geladen. Saubere 1.040 m/sec lassen auch hoffen. Mittwoch geht's nach Brandenburg auf Bock. Danach werde ich berichten.

Gruß, Hubert Bayer, Montag, 17. Mai 2004 20:26
 

Tag Herr Bayer,

die 6,86 mm KJG für Ihre .270“er sind da. Die 7,62er werden noch eine Woche auf sich warten lassen. Soll ich die Kleinen am Dienstag schon losschicken, oder alles zusammen später?

Frohe Pfingsten, Lutz Möller Saturday, May 29, 2004 2:10 PM

Hallo Herr Möller,

Die Geschosse zuzusenden eilt nicht, denn ich habe noch 60 Stück .300"er. Sie können alle zusammen losschicken. Ich erlegte inzwischen noch einen Knopfbock mit der 6,5er kurz. Wirkung und Wildbret super! Ich werde jetzt alle Kaliber umstellen.

Gruß, Hubert Bayer

Herr Irle,

das lange 6,5 mm KJG fliegt aus der 6,5x68 mit 250 mm Drall nicht! Nehmen Sie das kurze!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Lieber Herr Möller,

lange habe ich an Ihrem Rat herumüberlegt:

    Das 6,5 mm KJG-kurz ist mir zu leicht, da ich aus der 6,5x68 ggf. auch auf Rot- und Schwarzwild schießen möchte.

    LM: Die Tiefenwirkung des 6,5 mm kurz KJG aus der 6,5x68 geschossen ist:

    Weite [m] 0 50 100 150 200 250 300
    Fleisch [cm] 82 81 79 77 75 73 71
    Knochen [cm] 18 17 16 16 15 14 13

    Wie groß und dick sind ihre Hirsche und Schweine denn, zu fürchten das Geschoß würde das Herz nicht erreichen? Vermeiden Sie den Fehler von platzenden Beigeschossen auf festere Kupfergeschosse zu schließen. Die Erfahrungswerte der alten weichen Dinger zählen bei Kupfer nicht mehr. Mit Ihrer 6,5x68 sind Sie mit dem 6,5 mm kurz KJG vollkommen ausreichend bewaffnet jedes Wild zu strecken!

    Sind Sie sicher, daß das KJG 7 g aus dem langen Drall nicht fliegt oder kennen Sie jemanden, der mir dazu 5 Patronen überlassen könnte, um es selbst noch einmal auszuprobieren, wie meine (!) Waffe das Geschoß verdaut? Da ich mit den RWS-Geschossen Rehwild nicht in Fetzen schießen will, müßte ich ansonsten auf das Blaser CDP (sehr hart) oder das Hirtenberger ABC ausweichen. Das wäre aber nicht in meinem Sinne, Ihr Geschoß durchzutesten.

    LM: Wenn ich im Hartmut Brömels Quick Design das 6,5 mm KJG bilde, rechnet mir das Programm folgende Stabilitäten aus:

    Geschätzter Cw-Wert, BC und Stabilität, Standard ICAO Amosphäre, Meereshöhe
    ------------------------------------------------------------------------------------
    Möller KJG Cal. 6.7 mm, 7.0 g
    Ballistischer Koeffizient für die Luftwiderstandsfunktion G1
    ------------------------------------------------------------------------------------
    Geschwindigkeit Lufwiderstandsbeiwert, Formfaktor, gyro. Stabilität, Länge, Drehzahl,
      Maximale Drall und BC Drall 37,3 Kal. für s = 1

    Mach   m/s  Cw    i     BC     UPM    s    Kal. in. mm
    ------------------------------------------------------------------------------------
    0,441  150  0,097 0,475 0,467  36.000 0,65 30,0 7,9 201
    0,514  175  0,096 0,479 0,463  42.000 0,64 29,8 7,9 200
    0,588  200  0,096 0,478 0,464  48.000 0,63 29,5 7,8 198
    0,661  225  0,096 0,464 0,478  54.000 0,61 29,1 7,7 195
    0,735  250  0,097 0,432 0,514  60.000 0,58 28,5 7,5 191
    0,808  275  0,098 0,380 0,583  66.000 0,55 27,6 7,3 185
    0,882  300  0,101 0,319 0,695  72.000 0,48 26,0 6,8 174
    0,955  325  0,153 0,373 0,594  78.000 0,36 22,4 5,9 150
    1,000  340  0,273 0,576 0,385  81.671 0,43 24,5 6,5 164
    1,102  375  0,290 0,500 0,443  90.000 0,47 25,5 6,7 171
    1,175  400  0,321 0,517 0,429  96.000 0,52 27,0 7,1 181
    1,763  600  0,284 0,460 0,482 144.000 0,77 32,8 8,6 220
    2,351  800  0,245 0,450 0,493 192.000 0,87 34,8 9,2 233
    2,939 1000  0,216 0,424 0,523 240.000 0,92 35,7 9,4 239
    3,526 1200  0,192 0,387 0,572 288.000 0,95 36,3 9,6 244
    4,114 1400  0,174 0,354 0,627 336.000 0,97 36,8 9,7 246
    4,702 1600  0,160 0,326 0,680 384.000 0,99 37,1 9,8 249
    5,290 1800  0,149 0,303 0,731 432.000 1,01 37,4 9,9 251
    ------------------------------------------------------------------------------------

    Der Wert ,,s" muß bei der betrachteten Geschwindigkeit über 0,5 liegen. Ich bin bislang immer von 1,3 ausgegangen. Das ist allerdings ein militärische Forderung, wie mit Herr Brömel sagte, kein aerodynamische. Insofern sollte das 6,5 mm KJG auch aus 250 mm Drall aus der 6,5x68 fliegen.

    Gleichwohl rate ich für die 6,5x68 und 6,5x57 zum 6,5 mm kurz KJG, das das erste Führband mit 7,74 mm den weiteren Kegeln angepaßt ist, während das 6,5 mm KJG für die enge Buchse der 6,5x65 maßgeschneidert ist. Sie würden also mit dem langen in der 68er ohne Not Genauigkeitsmöglichkeiten verschenken.

Helmut Irle, Mittwoch, 2. Juni 2004 12:19

Lieber Herr Möller,

ob Sie mich mal kurz anrufen können? Ich rufe gern auf meine Kosten zurück.

Ihre Flugbahntabellen zeigen ja einen deutlichen Unterschied zwischen dem 5,5 und dem 7 g Geschoß. Das ist ja auch nur logisch, denn kleine Masse fliegt halt nicht so weit geradeaus, aber sie verzehrt sich eben auch leichter. Ich will nicht nur 'einem Hirsch ins Herz' treffen, sonder auch soliden Ausschuß haben, aber da kann ich mir Ihre Durchdringungswerte für Knochen und Fleisch nicht ganz vorstellen. Platzende Bleigeschosse schieße ich schon lange nicht mehr für diesen geplanten Zweck. Meine Idee ist, das 7 g KJG ohne Überdruck laden zu können. Haben Sie auch dazu Ladedaten und Flugbahnkurven-Tabellen?

Bis zum Anruf herzliche Grüße, Helmut Irle

Herr Irle,

Ja. Nur rot ,,Überdruck!" gekennzeichneten Zeilen bieten Ladungen über CIP-Druck. Die anderen schwarzen Zeilen ohne diese Kennzeichnung liegen innerhalb der CIP-Druckgrenzen.

mfg Lutz Möller

Hallo Lutz,

ich habe bis dato noch keine Lutz Möller KJG verladen, da ich dabei bin, die bereits geladenen zu verschießen. Aber, Berichte mit dem Lutz Möller KJG werden bestimmt folgen. Ein Jagdfreund hat mich heute um Rat gefragt, ob ich ihm das Impala empfehlen und laden würden. Natürlich habe ich ,,Dein” Lutz Möller KJG vorgestellt und ,,Deine” Seite sich weiterzubilden empfohlen. Bereits nach meinen mündlichen Ausführungen, wollte er unbedingt das Lutz Möller KJG verladen haben. Er schießt eine 6,5x68. Welche Ladung mit dem R904, kann auch R905 oder N160 sein, kann ich wählen? Kannst du mir bitte die Ladung unter Einhaltung der CIP, natürlich ohne Gewähr, senden. Vielen Dank im voraus.

Hier im Osten Österreichs sind alle Deckungen, Wiesen, Brachen und andere angepflanzte Flächen, so hoch wie noch nie. D.h., man sieht kein Wild, aber wir haben bereits in den ersten drei Maiwochen etwa 25% unseres Rehwildabschusses erfüllt. Heuer sollen wir lt. Plan 204 Rehe erlegen.

Beste Grüße, Peter Mädl, Dienstag, 22. Juni 2004 15:25


Guten Morgen Herr Möller,

ich war am Wochenende in Brandenburg. Dort erlegte ich Freitagabend 2 Böcke mit .300" WSM. Die Schußwirkung mit Lutz Möller KJG war wie immer hervorragend. Am nächsten Morgen folgten 2 weitere Böcke mit 6,5 mm KJG kurz in der 6,5x68. Die Böcke lagen im Knall. Beide Böcke hatte ich leider etwas zu hoch aufs "> Blatt getroffen, so daß durch die Knochentreffer keine gescheite Aussage über die Wirkung gemacht werden kann. Die Wildbrettzerstörung war selbst bei diesen Treffern (wie immer) gering. Jetzt noch eine Frage, welches Geschoßgewicht würden Sie bei einer .300" Weatherby verladen, wenn es nach Rußland auf Starke Sauen im Winter geht?

Gruß, Hubert Bayer, Freitag, 20. August 2004 08:39

Bockträgerschuß


BockAbschuß mit 6,5x68 mit 6,5 mm 5,5 Gramm Lutz Möller KJG

Guten Tag Herr Möller,

Da ich glücklicherweise noch einige Patronen im Kal. 6,5x68 mit den 5,5 Gramm KJG Geschossen habe, (die 5,5 Gramm Geschosse halte ich persönlich für besser als die neuen 6 Gramm Geschosse) bin ich gestern Abend zum Blatten ins Revier gefahren. Durch schlechten Wind und kalte Temperaturen, hatte ich eigentlich wenig Hoffnung auf Erfolg. Nach einigen Blatt Serien mit dem Rottumtaler Rehblatter, war im dichten Gestrüpp ein Bockhaupt zu sehen. Da der Bock nicht aus dem Gestrüpp kam und das Licht schlechter wurde, mußte ich auf den ">Träger schießen. Die Präzision des 5,5 Gramm KJG aus meiner Sauer 200 Ist hervorragend und ich konnte ohne Bedenken den Schuß auf etwa 70 Meter antragen.

Der Einschuß ist kaum sichtbar, Ausschuß siehe Bild. Ich hoffe, daß Sie die 5,5 Gramm Geschosse im 6,5 er Kal. wieder in Ihr Programm aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Harald Beier, Sonntag, 31. Juli 2005 14:11

Gams mit 6,5 mm KJG kurz

Hallo Herr Möller,

Hier berichte ich von meiner ersten Gams mit der 6,5 * 68 KJG kurz 5,5 g. Die Entfernung betrug 230 m steil bergauf. Ich hielt unterhalb des Blattes an. Der Bock lag im Knall. Noch 2 Schlegler waren zu sehen, dann stürzte er ab, fiel 80 m frei über die Felsen. Zu beobachten waren kalibergroßer Ein- und Ausschuß. Der Ausschuß war ein wenig unterhalb des Ziemers. Der Metzger, der die Gams aufarbeitete, sagte, keine handvoll Entwertung hätte er noch nie gesehen!

Eine Woche zuvor ging ich im Ötztal auf Gams. Wir pirschten den ganzen Tag, sahen am Nachmittag ein Rudel mit etwa 50 Gams, sprachen eine uralte Gams, die  wir uns holen wollten, an, doch wir kamen nicht näher als 380 m an das Rudel heran.Ich hatte eine perfekte Auflage, hielt am Ziemer an und ließ es krachen, doch der Schuß ging vorbei und das Rudel flüchtete. Ich glaube im nachhinein, daß ich den Wind nicht berücksichtigte, denn wir waren auf etwa 3000 m Höhe und ein fürchterlicher Sturm ging, doch das kann eben passieren.

Auf der Treibjagd hatte ich Pech! 5 Triebe und ich sah nur ein hochflüchtiges Reh! Nächste Woche gehe ich auf einen Hirsch, nehme wieder die 6,5 * 68 mit, mal schauen was passiert?

Servus aus Tirol, Ralf Rauchberger, Samstag, 20. November 2004 17:10

Hallo Herr Möller!

Nachdem ich auf den Bericht von Ralf Rauchberger keine einzige Antwort gelesen habe, ist es mir Pflicht darauf zu entgegnen. Bevor ich auf einen Gams schieße, schaue ich mir die Geländeverhältnisse doch etwas an, damit mir der Gams, wenn er auf der Stelle liegt nicht unbedingt 80 m abstürzen muß (frei über die Felsen)! So nebenbei noch erwähnt, bei „schrecklichem Sturm” auf 380 m auf Wild zu schießen und nachher zu sagen: „So etwas kann schon mal passieren” zeugt schon eher von einem dummen Buben, denn von einem Jäger! Auch ich schieße gern weit, aber nur wenn alles paßt! Also vor dem Schießen Hirn einschalten! Das Wild wird es uns danken!

Mit Gruß, Wolfgang Voglstätter, Dienstag, 11. Januar 2005 15:00

Herr Voglstätter,

Ich habe Ihre Bemerkung an Herrn Rauchberger weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Drall

Hallo Herr Möller,

habe mir mal am Wochenende ihre Ausführungen ,,Weite Schüsse 1-6" zu Gemüte geführt. Sie scheinen ja von der 6,5x65 sehr begeistert zu sein.

LM: Jawohl!

Wenn Sie die Wahl zwischen der und einer 6,5x68 hätten, welche würden Sie und warum vorziehen?

LM: Als vorhandene Waffe die 6,5x65. Als Neubau jedoch eine 6,5x68 mit 230 mm Drall, um lange windschlüpfrige Geschosse stabil verschießen zu können.

Ich bin leider kein Wiederlader. Kann ich daher mit Werksmunition bis etwa 400 m ebenfalls präzise schießen?

LM: Ja man kann. Des weiteren können Sie auch hochwertige Kupferjagdgeschoßmunition fertig kaufen.

Dann hätte ich noch eine Frage zu einem passenden Zielfernrohr für diesen Zweck. Was halten Sie vom Nightforce 5,5 - 22 x 56 NSX? Welches Absehen würden, auch jagdlich auf Reh und Raubwild, Sie wählen?

LM: Das geht. Da mit Leuchtpunkt ein symmetrisches feines Absehen.

Schönn Gruß, Markus Zametzer, Montag, 15. Dezember 2003 15:12

Mit freundlichen Grüßen, L. Möller

Von Joseph Messner aus dem Elsaß gibt es die 6,5 x 63 Messner, eine 6,5 mm auf Grundlage der 9,3x64 Brenneke. Die Patron faßt in etwa ebensoviel Pulver wie die 6,5x68. Die Patrone sind aber kürzer, passen in herkömmliche Verschlüsse. Der erreichbare Druck und Leistung liegen allerdings unter der 6,5x68, weil besonders RWS-Hülsen ausgesprochen widerstandfähig sind. Die 9,3er sind etwas dünnwandiger und dürfen daher nicht ganz so hoch geladen werden. Die Wundwirkungen beider Patronen ähneln sich in Abhängigkeit von Geschoß und Ladung.

Monsieur !

I have just send your e-mail to my friend, Joseph Messner, on his web site : www.calibres-messner.com You can write to Joseph Messner in german language, he speakes german normaly. His phone number is : 00 33 (0) 3 8886 7665.

Avec mes sincères salutations, Jean-Claude TOLPHIN, 12. Juni 2003 18:52

Hallo Herr Möller,

nachdem ich Ihre Lutz Möller Geschosse in meiner Mauser 66 Kaliber 7x64 mit sehr gutem Erfolg verschieße, hätte ich eine Frage zu einer Lauflänge bei dem Kaliber 6,5x68. Da ich mir eine Repetierbüchse System 98 von meinem Büchsenmacher bauen lassen will, wäre mir bemerkenswert zu wissen, was man bei dem Kaliber für eine Lauflänge machen sollte, um die relativ große Pulvermenge noch auszunutzen und doch noch eine führige Waffe zu bekommen. Als Geschosse kämen natürlich Kupferjagdgeschoße zum Verladen. Was würden Sie mir für eine Dralllänge raten wenn auch mal schwerere Geschoße zum Einsatz kommen würden.

Im voraus für Ihre Bemühungen besten Dank, Thomas Weimar, Dienstag, 31. Mai 2005 13:51

Tag Herr Weimar,

die 6 g 6,5 mm KJG fliegen aus 250 mm Drall stabil. Die anderen beiden Drallängen 230 und 200 mm gingen zwar auch, aber bringen keinen Vorteil. Aus innenballistischen Gründen eignet sich die 6,5x68 nicht für schwere Geschosse. Insofern können Sie ruhig beim 250 m Standrad bleiben, schießt sich angenehmer. Der Lauf sollte mindestens 65 cm lang sein, 68 wären noch besser. Wollen Sie einen kurzen 6,5 mm Lauf, nehmen Sie eine andere Patrone, siehe Stutzenlauf.

Waidmannsheil, Lutz Möller 31. Mai 2005

Hallo Herr Möller,

das ging ja schneller als bei der Feuerwehr mit Ihrer Antwort. Ich werde dann wahrscheinlich einen 68 cm Lauf, der in einem langen Mausersystem verbaut wird, nehmen. Nochmals besten Dank für die schnelle kompetente Antwort!

Thomas Weimar, Dienstag, 31. Mai 2005 17:34

Volle Breite

Guten Abend Herr Möller

Der heute von mir noch erwähnte, bei einem Waffengeschäft brachliegende 6,5x68 Lauf, hat nach Angabe des Büchsenmachers eine Dralllänge von 240 mm. Wenn ich Ihre Seiten richtig deute, müßte sich daraus Ihr 6,5 mm 6 g KJG gerade noch sauber verschießen lassen?!

LM: Ja!

Ich meine darum, daß ich den Wechsellauf zu einem fairen Preis kaufen sollte. Wenn ich weiterdenke, gibt es eigentlich nichts auf dieser Welt, das ich mit der .300" Win. Mag. erlege, ich nicht auch mit der 6,5x68 kriege, wohlverstanden mit Ihrem Lutz Möller KJG! Dadurch käme auch mein über dreißigjähriges Schielen für diese Patrone seit meiner Jungjägerzeit zu einem Ende. Eigentlich haben mich damals nur die zerplatzenden Bleigeschosse von einem Kauf abgehalten. Für Ihre Meinung dazu zum voraus besten Dank!

Freundliche Grüße und Weidmannsheil, Ernst Schläppi, Mittwoch, 17. Januar 2007 19:45

Lieber Herr Schläppi,

wir sprachen ja fernmündlich schon darüber. Mir bleibt nur ihre Meinung zu bestätigen und ihren Entschluß zu bekräftigen. Erfüllen Sie sich ihren Jugendtraum. Das Lutz Möller KJG ist den Zielgeschwindigkeiten der flinken 6,5x68 wohl gewachsen. Damit können Sie jeden Hirsch auf den Knopp schießen und sich dennoch sicher sein, daß der Restbolzen in die Kammer dringt. Also man ran!

Waidmann heil, Lutz Möller

Taumeler, Deine Vorhersage!

Unerwartetes, aufregendes Ergebnis!

N’abend Lutz,

Das Lapua 7g Scenar aus meiner 6,5x68, soll nicht fliegen, prüfe ich Donnerstag. Wie ist Dein Tip, taumeln die oder taumeln die nicht nicht?  Ich bin ja recht gespannt auf Deine „spitzen Dinger“, äh… ich mein die „spitze Zukunft“.

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Stein, Montag, 11. Dezember 2006 23:47

Dirk,

die taumeln unter Garantie. Rechne mit 0,5 m Abweichung auf 100 m!

Gruß Lutz, Dienstag, 12. Dezember 2006 10:57

Lutz,

ich komme gerade vom Schießen. Auf Deine Vorhersage hin habe ich nur eine Patrone gedrückt, Schade! Zuerst ein Lutz Möller KJG mit 4,73 g MRP. Das hatte ich noch aus der Ladungsleiter, dann das 7 g Scenar. Einschlag 0,5 cm neben dem KJG auf 7 Uhr, kein Langloch oder ähnliches, gleicher Durchmesser. Also auf 100 m kein taumelndes Geschoß!

Waffe: Sauer 90 mit Serienlauf 65 cm, 250 mm Dralllänge in 6,5x68
Ladedaten für 7g Scenar:
RWS Hülse, welche sonst!
4,47 g Norma MRP
CCI 250 Zündhütchen
L6 87,5 mm
Tja, Deine Meinung? Ich hätte es auch nicht gedacht, aber ich halte viel vom empirischen Vorgehen, nach dem Motto Versuch macht klug, oder war wieder nix, hätte man auch vorher wissen können. Eine Frage hätte ich, der elektronische Windkanal, könntest du mir erläutern wie der funktioniert (kurz), und was man dafür braucht?

LM: Einen Computer, ein Programm, aerodynamisches und physikalisches Wissen.

Gruß, Dirk, Donnerstag, 14. Dezember 2006 19:47

Dirk,

bitte miß mir die Dralllänge Deiner 6,5x68 nach. Bei mir ging der Versuch anders aus. Drall war 250 mm lang, glaube ich mich zu erinnern, vielleicht auch 280 mm, müßte ich Kriegeskorte fragen.

Gruß Lutz, Donnerstag, 14. Dezember 2006 22:50

Lutz,

die Dralllänge beträgt 250 mm, ich habe es gerade nachgemessen. Im Frühjahr nächsten Jahres werde ich mehrere Schuß auf 100 m und auch auf 300 m mit den 7g Scenar machen. Vielleicht gibt es in einer Serie auf 100 m auch schon Taumeler, oder der Effekt tritt auf 300 m erst auf. Entsprechende Optik für weit ist schon montiert. Damit kam ich gestern auf 100 m im Stockdunkeln (34-fach!) nur bedingt zurecht, war eigentlich für die F-Class auf einer Wettkampfwaffe vorher montiert. Aber für Schußversuche benutze ich das Glas gern.

Gruß, Dirk, Freitag, 15. Dezember 2006 14:33

Dirk,

nur nütz Dir das nichts, weil du mit der 6,5x68 kein ausgedehntes Übungsschießen veranstalten kannst, weil schon nach 3 - 500Schuß der Lauf ausgebrannt sein wird. Also schieß damit am am besten nur, wenn ein Lutz Möller KJG in der Hülse steckt und das Fadenkreuz mit Fell hinterlegt erscheint! 

Waidmannsheil, Lutz

Lutz,

das „Übungsschießen“ gönne ich mir schon. Den nächsten Lauf werde ich mit 230 mm bestellen und vom Büma,  was den Übergangskegel betrifft ändern lassen; wenn das beim Beschußamt durchflutscht, wird die Sauer nur noch jagdlich verwendet und zum gelegentlichen Weitschießen.

Gruß, Dirk, Freitag, 15. Dezember 2006 15:58
 

6,5x68 und 9,3x64

Sehr geehrter Herr Möller!

Ich las mit großem Interesse ihre Berichte über Lutz Möller Geschosse!

Ich jage seit mehr als 30 Jahren. Ich erlegte meinen ersten Sikahirsch in Indien mit 6 Jahren! Ich jagte in Indien auf Leoparden und Tiger. In Afrika erlegte ich alle Antilopen, die es dort gibt, inkl. Gepard! Da ich heuer ins Caprivi auf Büffel und Antilopen fahre, wäre ich an ihren Geschossen interessiert!

Ich führe eine 6,5x68 Mauser mit 70 cm langem Lauf. Das 6 g RWS Geschoß streut auf 200 m sehr. Aus diesem Grund stellte ich auf 8,2g RWS KS um und alle Schüsse sitzen jetzt zusammen! Da ich diese Waffe von meinem Großvater erbte, weiß ich leider nicht den Drall! Aber die Waffe liegt mit den KS Geschossen besser!

Ich führe auch noch eine 9,3 x 64 Mauser mit Böhler - Antinit - Lauf, eine sehr leichte Waffe und verschieße 16 g RWS KS. Meine Erfahrung mit 16g KS auf schwere Antilopen ist nicht sehr gut! Bei Eland und Oryx kaum ein Ausschuß! Alle Schüsse voll im Leben, aber doch gingen alle noch einige Meter ab und bei meinem letzten Elandbullen benötigte ich 5 Schuß, davon 4 voll auf das Blatt ohne Ausschuß, den letzten am Träger auch ohne Ausschuß!

Auf auf starke Warzenkeiler zeigte das KS das selbe Bild, alle gingen noch bis zu 100 Meter ab! Also nicht sehr befriedigend, obwohl ich nie lange nachsuchen mußte, da alle doch nach weitest 100 m lagen! Ich habe hunderte solcher Erlebnisse aufgeschrieben und genau dokumentiert!

Auch führe ich noch eine .416" Rem Mag Mauser und eine .500" Jeff. Mauser Magnum. In diesen beiden Waffen verschieße ich WR Soft Nose und Solid mit guten Ergebnissen! Nun zu meiner Frage: Verladen sie die Geschosse? Ich bin kein Wiederlader und ich brauche für meine 6,5x68 sowie für meine 9,3x64 fertige Munition! Ich benötige jeweils 200 Schuß! Können Sie mir den Preis nennen und mich auch beraten welches Geschoß ich benötige in meiner 6,5x68.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dipl. Ing. Heribert Michlmayer aus Wien, Samstag, 8. Januar 2005 12:27

Tag Herr Michlmayer,

mir scheint, ich habe Ihre Anfrage vom Januar 2005 nicht beantwortet. Entschuldigen Sie meine Nachlässigkeit bitte. Die Antwort ist einfach. Ja, für beide Patronen gibt es Lutz Möller Geschosse. Gerade für die schnell große 6,5er haben wir in der Zwischenzeit das neue 6,5 mm 6 g KJG geprüft und für gut befunden. Für die dicke 9,3 gibt es das KJG schon länger.

Waidmannsheil, Lutz Möller 30. April 2005

Kurzlauf

Sehr geehrter Herr Möller!

Durch einige Recherchen bin betreff 6,5x68 Energieverlust auf ihre Seite gekommen. Es ist gigantisch welches angesammelte Fachwissen dort zu finden ist. Ich habe mir eine Ferlacher 6,5x68 gekauft, die jedoch nur einen 60 cm Lauf hat. Ich schieße das RWS 6 Gramm Teilmantelgeschoß. Wie hoch wird etwa der Energieverlust und Weitenverlust sein.

Hochachtungsvoll, TCH, Donnerstag, 17. Februar 2005 18:07

Herr Telsnig,

warum fragen Sie eigentlich nicht den Munitionshersteller RWS?

Um das 6 g TMS auf 1,150 m/s v0 aus 65 cm Lauf zu bringen müßte ich 7,95g R905 laden, das bei 4.575 bar im 65 cm Lauf zu 98.79 bar verbrennt. So wie die Zündhutchen meiner Werksladung aussahen, erschiene solche Ladung möglich, muß aber nicht so sein. Das weiß RWS besser. Damit erreichen Sie bei 4 cm Hochschuß 216 m GEE. Den Lauf auf 60 cm zu kürzen bedeutet 25 m/s v0 zu verlieren. Das Pulver verbrennt dann nur noch zu 98,24%, flammt also und die GEE sinkt auf 211 m.

Zum Vergleich erreichen Sie mit dem 6,5 mm KJG-kurz mit 5,07g R905 bei 4.583 bar aus 60 cm Lauf 1.164 m/s und bei 5 cm Hochschuß  248 m/s. So unterschiedlich können Geschosse aerodynamisch ausgebildet sein! Dabei platzt Ihnen das RWS 6 g TMS binnen 6 cm in Stücke, während das 6,5 mm KJG kurz über ein halben Meter tief eindringt, so daß Sie damit auch große Tiere aus allen Richtungen erlegen können. Lesen Sie mal 6,5 mm Copper in Africa 2004 als Erfahrungsbericht dazu.

Waidmannsheil, Lutz Möller 17. Februar 2004

6,5x68 Wundwirkungen

So ein feines Gewehr!

Bild: Krico 700 Luxus (hier ist Dir kleine 5,6x50 Magnum gezeigt, der 6,5x68 System ist länger).

Fasan 6,15 g Hornady V-Max mit 1.150 m/s auf Fasankörper läßt die Schwanzfedern ganz; sonst nichts. Also sollte man nicht auf den Körper, sondern auf den Kopf zielen.

Katze 6,15 Hornady V-Max auf Katze. Ich treffe den Brustkorb von vorn. Die Katze fällt augenblicklich. Der rückseitige Ausschuß ist körperbreit. Die größere Kugel steigert gegenüber der 6 mm 4,8 g V-Max, bei kleinen Tieren die Wirkung nicht mehr, wie auch?

Damhirsch im AdlerfarnDamhirsch

Damspießer 7,8g Hirtenberger lädt im Werk Sierra Game King. Der Damspießer zieht durch das Höhe Getreide. Der Wanst schwindet hinter Grannen. Recht nah halte ich auf's Blatt an. Bumm! Stück fällt. Gut. Als ich binnen weniger Minuten am Stück bin; was sehe ich dort? Der Spießer liegt aber lebt. Sauerei! Oberhalb des Vorderlaufes fehlt im Kamm ein Trichter zu 8 cm Austrittsgröße Wildpret. Das Stück ist leider nur gekrellt (siehe Wundwirkung ). Statt das Blatt zu treffen, kam ich zu hoch ab. Am Stück Zielfernrohr runter. Über Kimme und Korn schieße ich den Fang auf den Träger. Der Knochentreffer zerstört den völlig zu Muß. Das Stück schlegelt ohnmächtig noch 10 - 15 Sekunden. Es ist nun tot.

Bock spitz 6,15 Hornady V-Max. Nachts sitze ich im Wald an der Dachsburg auf Sauen an. Keine Sau kommt. Gegen morgen, nach einem kleine Nickerchen verziehe in die Wiesen zu den Erlen auf die neue Kanzel . 3h30 aufgebaumt. Es dämmert. Gegen 5 Uhr erscheint am Himmel die Sonne über der Erdkrümme. Sonnenaufgang. Eigentlich will ich einen Fuchs schießen. Leider ist keine Reineke zu sichten. Doch unvermutet erscheint kurz vor mir in bester Schußposition über die Auflage ein kleiner Bock. Seiner Nähe wegen bewege ich mich nur verhalte. Ich äuge ihn durch mein Glas. Ein kleiner Sechser, der mir wie ein Jährling scheint. Sein Gehörn ragt gut über dessen Lauscher hoch, vereckt jedoch nur wenige Zentimeter. Ich lege an. Als der Schlüpfer unter die Erlern aus meinem Blickfeld in Deckung schwinden will, juckt mich der Finger. Abzuhauen gilt nicht: Peng! In der Eile hielt ich mal wieder aus alter Gewohnheit spitz von hinten auf die Kammer an. Der Bock flüchtet schräg zum Graben. Nach wenigen Metern deckt ihn das Höhe wollige Honiggras. Nicht bleibt zu sehen. Ich baume ab, gehe die paar Schritt zum Anschuß, sehe dort im taufeuchten Gras schon seine Bahn ins Jenseits. Nach weiterer etwa acht Metern Flucht liegt mein Bock. Eigentlich hätte der junge noch ein Jahr länger leben können, um ein prächtigeres Gehörn zu schieben. Doch schließlich soll besonders der Jungwuchs geerntet werden. Hier sah ich schon mal im Winter vierzig Rehe in der Runde. Hier sind noch mehr. Jede Lücke wird schnell gefüllt. Die schnelle weiche V-Max läßt kein Stück weit laufen.

Frischling 6 g Flußeisenvollmantel (alte RWS Werksladung) auf 10 kg Frischling gerade von vorn geschossen zerstört dessen Vorderlaufoberarmknochen vollständig. Den kleinen Vorderlauf kann ich wegschmeißen. Stück fällt, schlegelt noch 10 - 15 Sekunden. Tot amAnschuß. Die Lunge ist am Stich von Splittern zersiebt. Bei derartig Höhen Verzögerungen platzt jedes Geschoß - auch VM! Ein Splitter (Knochen oder Kugel?) durchschlug rechtwinklig Lunge und schießt gegenüberseitigen durch den Vorderlauf wieder aus. Vollmantel auf Wild zu schießen ist ungewöhnlich. Anders als gelegentlich behauptet, erfordert das BJagdG für Rehwild und Jagdhunde nur Büchsen mit mindestens 1.000 Joule Energie (warum auch immer) und für übriges Schalenwild: 2.000 Joule und 6,5 mm Mindestkaliber. Bestimmte Geschosse werden nicht gefordert. Damit wird der Waffenkäufer in Richtung Energie fehlgelenkt, obwohl er mit der alleinigen Energiebetrachtung bei größerem Wild jagdliche Irrwirkungen erleben wird. Nur Flintenlaufgeschoße sind von der Energieforderung ausgenommen, obwohl die geringe Flächenlast bieten. Damit ist wenig Tiefenwirkung zu erwarten. Warum wird bei FLG mit zweierlei Maß gemessen? Deren Wundwirkung ist eher mäßig.

Rothirsch August '99. Sylvesterkanzel am Mais. 20 Uhr geht die Sonne unter. Es wird dunkel werden. Ich sitze abends an, um 40 ha Mais gegen Sauen zu verteidigen. Einzelne Sauen und Rotten wurden gesichtet. Südwind quer zur Maiskante. Gegen den Wind kann mich vom fernen Wald aus dem das Hochwild kommt kein Wild wittern. Wolken verdecken mehr oder weniger das letzte Licht. Zuerst tritt eine Katze aus dem Mais. Bumm! Dann erschienen die Rehe - nicht, wie sonst, die Hasen. Im Mais raschelt und knackt es. Rehe? Sauen? Beide! Leider steht neben dem Mais Höhes Erbsenkraut, so daß ich die raschelnden Frischlinge bei bestem Willen braun vor braun, 40 cm hoch in 50 - 60 cm Erbsen, nicht sehen kann. Die Zeit rinnt. Das Licht schwindet. Weil es andauernd knackt bin ich hellwach. Jetzt erblicke ich dort hinten am flachen Hang Sauen! Riesenbiester. Fünf Stück? Diese Sauen haben lange Hälse! Diese Sauen sind sehr groß. Zwei der Sauen verschwinden im Mais. Drei bleiben auf der Sandfläche in 300 m Ferne. Es klappert von dort. Hirsche! Endlich hab ich sie vor. Bloß, was nun? Wir haben einen mittleren und einen Erntehirsch frei. Wenn ich einen ,,zu guten mittleren" schieße, entfällt dann dafür der Erntehirsch. Nun kann einiges schief gehen. Ich äuge. Die Sicht wechselt. Ich werde unruhig. Die Sauen sind vergrämt. Wieder ziehen zwei dicke Schwarze in gut 150 m Ferne quer in den Mais, den ich hier verteidigen soll. Die beiden Schwarzkittel sind wohl Bachen. Die Frischlinge kann ich in dem Höhen Kraut nicht sehen? Unmöglich zu erkennen, also unmöglich zu schießen.

Nun ziehen auch die Hirsche in den Mais. Na, um sich den Pansen mit Nährmitteln zu stopfen traten die ja wohl die Reise an. Oben von der Kanzel erkenne ich vor dem dunklen ansteigenden Maishintergrund nicht genug. Die Hirsche stehen auch zu weit weg. Es muß etwas geschehen. Erst mal geschieht nichts. Ich sitze weiter und äuge mir fast die Augen aus dem Kopf. Nein, bei schlechter Sicht in 300 m ist nichts zu machen. Die Sicht wird auch nicht besser werden, denn der Mond wird erst um 21h49 aufgehen. Die gute in Roßlau auf 300 m eingeschossene 6,5x68 Krico mit Nachtglas mit Punktleuchtabsehen ist zwar auch mit. Das Absehen sehe ich, aber ich kann mein Ziel nicht ansprechen. Die Hirsche sind satt, kehren aus dem Mais zurück auf den Sand, tun sich dort nieder. Einer knörrt. Gewaltig!

Wuiderer

Jetzt werde ich zum Schwein. Wie? Na, ganz einfach: runter vom Sitz, an die Maiskante ran, auf alle Viere runter, vorwärts zur Beute gekrabbelt und kräftig dabei geraschelt und geknackt. Ganz wie eine Sau im Mais. Alle 20 m Ruhe - mit der Büchse auf dem Rücken schwitze ich im warmen August. Still nehme ich halb in der letzten Maisreihe versteckt mein Glas hoch und äuge. Die Hirsche käuen wieder. Sie rät zwar in meine Richtung, aber bleiben ruhig. Haltet mich nur für ein Schwein. Hirsche und Sauen dulden sich gewöhnlich. Da vor den Hirschen die beobachtet Sauen in den Mais wegliefen (vor meiner Unruhe, nicht den Hirschen; das wissen die aber nicht), die Hirsche die Sauen sahen und alles voller Sauwitterung hängt, fallen die Hirsche auf meine schweinische Tarnung herein. Meine List scheint zu glücken. Besseres menschliches Hirn wird über bessere tierische Sinne siegen, hoffe ich. Ich rücke immer näher vor. Wie gut, daß mein Lodenmantel so dunkel ist. Ich bin ein dunkler flacher knisternder Klotz. So 150 m herangepirscht erkenne ich nun mehr. Die Geweihten stehen einer nach dem anderen auf! Daß die Mähnigen sich nun gegen die Wolken erheben, schenkt mir der Himmel. Odin sei Dank. Gegen den Abendhimmel stehen drei Hirsche auf einer Anhöhe vor mir und meiner Büchse. Von unten nach oben zeichnen die Roten gegen den Himmel scharfe Schattenrisse. Ein Sechser, ein ungerader Achter und ein vom Geweih her schwacher ungerader Kronenzehner zeichnen sich ab. Der ungerade Kronenzehner ist deutlich der wildpretstärkste. Ich gehe in den afrikanischen Steppensitz, je einen Ellenbogen auf je einem Knie, in Anschlag. Mir schlägt mein Herz laut bis zum Hals. Mein Atem pocht. Doch ein guter Schuß gebietet Ruhe. Von unten nach oben, anders als sonst üblich, erblicke ich hinter dem Absehen 4 schwarze Körper gegen ,,weißen" Hintergrund mit kleinem roten Punkt ganz knapp hinter dem Vorderlauf etwas unterhalb der Mitte. In diesem besonderen Fall, dunkle Schatten vor hellem Himmel, nutzt ausnahmsweise des ZF Leuchtabsehen.

Ich laß´ fliegen. Bumm! Dumpfer Kugelschlag schallt deutlich zurück. Das ist ja allerhand! Bei 1.150 m/s oder so Kugelschlag zu hören. Wieviel Zeit muß zwischen Knall und Schlag verstreichen, um die beiden Geräusche trennen zu können. Also müssen die Hirsche wohl doch weiter als 150 m gestanden haben. Jedenfalls klatschte die Kugel im Ziel. Gut. Das ist die Hauptsache. Fest als inneres ,,Zielfoto" vor mir gespeichert, sehe ich, wie ich abkam. Trotz pochenden Herzens kam ich wunschgemäß ab. Die Hirsche wechselten von rechts ein. In die selbe Richtung standen sie eben noch. Dorthin springen sie nun ab. Gut. Bis zum nächsten Wald ist in die Richtung auf geernteten Äckern noch viel leerer Platz.

Und nun?

Ich rufe Jagdherren und Hundeführer zu Hilfe das schwere Stück alsbald zu bergen. Bei 16°C soll das nicht zu lange dauern. Mit zwei meterlangen Maishalmen markiere ich in RichtungAnschuß einen Verweisbruch. Ich peile den Himmel. Dann bringe ich unnötigen Ballast, nämlich mein treues Gewehr, zum Wagen. Dirty Harry, mein blaustählerner 44er Revolver ist auch hier wieder mit von der Partie, falls der Hirsch wider mein Erwarten doch noch Ärger machen will. Von unnützen Lasten befreit, suche ich den  Schußplatz auf, marschiere von dort nach Marke zum Anschuß los. Immer etwas links der richtigen Richtung gehalten, ziehe ich mein Ziel besinnend bis auf den Kamm. Hier oben müssen sie längs geflüchtet sein. Nun biege ich von der ursprünglichen Richtung auf der vermutlichen Fährte längs rechts ab. Die verdorrten Erbsen mitsamt Zwischenwuchs sind so verdammt hoch, daß auch eine Kuh darin untergehen könnte, scheint mir. Doch es kommt besser. Auf der gedachten Fährte, die ich nicht sehe, weiter, erreiche ich den nächsten, bewuchsfreien Schlag. Genau In meiner Richtung liegt im Dunkeln, mangels Mond recht finster, mein Hirsch vor mir. So ein Riese! Sagenhaft! Er riecht ganz anders als Reh oder Sauen. Ein Ungerader Kronenzehner vom 4 Kopf. Paßt genau! Wie schön! Jagdherr und Hundeführer treffen ein. Wie freuen uns. So ein Dusel! Wir holen einen Wagen mit flachem Hänger und bergen das aufgebrochen Stück. Ohne Haupt wiegt es aufgebrochen 148 Kg. Der Sachverständige schätzt das Geweih auf 2,8 Kg.

Schußwirkung

Die 6 g Flußeisenvollmantel (alte RWS Werksladung) 6,5 x68 durchschlug, von außen kaum zu erkennen, die etwa 3 cm dicke Decke mit Rippen, brach in Decke und Rippen am Einschuß innen ein 4 cm Loch. Splitterbahnen durchziehen die Lunge weit. Das Herz ist durchschossen; nein nicht durch-, eingeschossen ist es, siehe unten.

Hirschhaupt
Hirschherz

Der Hirsch flüchtete noch etwa 100 m. Die Wirkung langt so gerade. Eigentlich sollte man nach alter Art Hirsche wohl doch besser mit der 8x68S schießen, oder einer 8,5x64, die mit sieben mal festeren Lutz Möller Geschossen für alles Großwild langt.
 

Schußwürdigung

Das RWS-6,5-mm-6g-VMS-Geschoß durchdrang nur etwa 5 - 6 cm Fleisch, mehr nicht! Das genügt nicht. Das ist zu wenig!

Es gibt immer noch Leute, die meinen, man solle der Wundwirkung wegen nicht mit Vollmantelkugeln auf Schalenwild schießen. Deren Zielwirkung, hängt nun sehr von der Kugel Geschwindigkeit ab. So ab 900 m/s platzen alle Kugeln, werden alle Geschosse zu Zerlegern. Dann nimmt die Tiefenwirkung ab, wie jeder dort selbst leicht nachrechnen kann. Die dunkelrosa Splitterbahnen der Bleiernen Sippe in der hellrosa Lunge geben davon beredtes Zeugnis ab. Der Herztreffer ließ schnell den Blutdruck fallen, so daß der Hirsch nicht lange flüchten konnte. Ohne Herztreffer wäre mehr weiche Lunge zerstört worden, so daß der Blutdruck etwas verzögerter abgefallen wäre.

Allerdings ist die 6 g Kugel wohl für so ein bald 45 cm breites Tier bei den Höhen Geschwindigkeiten die Untergrenze oder wohl doch etwas zu wenig. Auf so große Ziele wäre die 8x68S wohl besser geeignet. Dafür fliegt die 6,5x68 auf 300m binnen + 5 und -10 cm. Man kann also weit schießen.

Finnische Erfahrungen in Punkalaidun

Weißwedelkalb Die 6g TMS aus der 6,5x68 ist mit 1.150 m/s für 50 m eigentlich unangebracht. Jedenfalls sackte das Weißwedelhirschkalb mit Trägerschuß ohne weiteres Mucken im Knall in sich zusammen. Schon tot, schlegelte es noch eine Weile, wie später bei anderen Trägerschüssen mit der 6,5x65 in Loimaa. Ich zerrte meine 20 kg Beute, ein einzelnes weibliches Kalb, bald zum Weg, brach es dort nach deutsche Art auf und setzte mich wieder an. Die Finnen hingegen brechen nie amAnschuß auf, sondern fahren die ganze Ernte ins Schlachthaus und zerlegen dort die Tagebeute bei Licht mit geeignetem Gerät routiniert in Windeseile ohne Mühe.

Weißwedelspießer Um 16h30, fast dunkel, zieht ein brauner Weißwedelhirsch vor grünem Hintergrund, ist schlecht auszumachen. Schon in die Fichten eingetaucht verhofft das eine Stück, wendet sich zu mir und sieht mich aus etwa 80 – 100 m an. Für einen Trägerschuß zu unsicher. Ich ziele auf den Stich, lasse fliegen. Bumm! Das Stück ist futsch. Nach 10 Min suche ich nach, aber finde in der Dunkelheit in dem auf und ab des Schlages tiefen Kuhlen und mit Jungwuchs nichts. Ich telefoniere um einen Hund. Mein Führer erscheint. Er bringt seinen Sohn und eine Taschelampe, aber keinen Hund mit. Wir suchen. Immer größer werden die Kreise. Kein Blutstropfen erkenne ich. Wir drei verteilen uns. Ich fasse die Sache nicht. Das Stück muß doch liegen? Ich habe doch getroffen! Oder etwa doch nicht. „Hey!“, ruft mein Führer. Er hat das Stück! 50 m weit vom Anschuß liegt es. Ein 40 Kg Spießer! Der Einschuß ist etwa 5 cm zu weit rechts in den Brustkorb eingedrungen. Kein Ausschuß. Zwerchfell unverletzt. Ich breche das Stück auf, werde hingewiesen beim Stich zu beginnen.

Der Vorteil einer schnellen, leichten, weichen Kugel ist die Möglichkeit solch einen Stichschuß anzubringen, ohne das Zwerchfell oder das achtere Gescheide zu verletzen. Später erzählt ein Jagdgenosse die Geschichte, wie er mal in Schweden mit einer .45-70 Gov, (man sah nach Elchen) ein Reh auf den Stich schoß. Das Stück platze fast bis zu den Keulen. Das gab ein Riesensauerei.

Meist werden 6,5x55 SE, .308" Win oder .30-06 geschossen. Svante schießt .300" Win. Mag mit 9,7g TMS zu 1.050 m/s mit gutem Erfolg. Jahre später mit der langsamere härteren Sako ,,Superhammerhead“ liefen ihm die Stücke aber weit weg, siehe Loimaa.

Weißwedeljährling Den letzten Abend wechsele ich von 6 g TMS zu 8 g RWS Kegelspitz. Das schwerere Bleigeschoß ist nur etwa 1.000 m/s schnell. Ich schieße auf kurze Entfernung einen Jährling spitz von vorn zwischen Stich und Blatt. Das 40 kg Stück bricht im Knall zusammen. Das 8g KS gibt nach wohl 40 cm Weg durch die Kammer etwa 2 cm Ausschuß. Sehr befriedigend! Die härtere schwere Kugel besitzt im Vergleich zur leichteren schnelleren weicheren 6 g (gleich ob VM (siehe deutschen 148 kg Rothirsch) oder TMS, erheblich mehr Durchschlagskraft, ohne dabei an Wirkung einzubüßen. Ein weiterer 40 kg Jährling spitz hinter dem Blatt auf die Kammer geschossen flüchten noch 20 m; für die 8 g KS eine sehr befriedigende Wirkung.

Alle von Svante mit der 1.050 m/s 9,7g 7,6 mm beschossenen Stücke lagen ebenfalls im Knall oder flüchteten nur wenige Meter.

Lediglich die von der 6,5 mm 10,1 g mit 800 m/s langsamere TMS breit auf die Kammer geschossenen Stücke flüchteten etwa 120 m und waren bei der nach 5 m immer noch nicht im Wundbett verendet, obwohl sogar das Herz außen angeritzt war. Und das obwohl die Kugel satt aus der Kammerschoß. Seltsam!

Bei den insgesamt 17 geschossenen Hirschen, die aufgebrochen alle zwischen 20 und 50 kg lagen, bewährten sich die leichten schnellen Geschosse mit kurzen Fluchtstrecken, vor deren langsamen schweren Ausführungen. 800 m/s sind für eine wirkungsvollen Kammerschuß zu wenig. Mein Eindruck ist, so ab 900 m/s kommt man dem Ideal nahe.

Kahlwild

Ein großer Teil unseres Spreewaldreviers gehört zu einem ehemaligen Militärflughafen. Es wird durch ein etwa 1,5 km langes und 50 m breites halb mit Heide, Birken und Kiefern zugewachsenes Rollfeld durchschnitten. Wenn man da sitzt, sieht man bei jedem Ansitz Rotwild, aber meistens zu weit. Deswegen habe ich dort fast immer die 8x68S meines Vaters oder die eigene 6,5x68 dabei. Allerdings bleibt für den Aufwand Entfernung zu messen, Auflage zu bauen und in aller Ruhe zu zielen meist nicht die Zeit. Bei einem 10-Stück-Rudel vergeht etwa 1 Minute Zeit vom Anblick bis es komplett über die Rollbahn gewechselt ist. Das muß reichen, um anzuschlagen, durchs Zielfernrohr anzusprechen und zu warten, bis das ausgewählte Stück breit und frei steht. Ich habe lediglich alle 100 m einen Pfahl eingeschlagen. Allerdings habe ich noch nicht weiter als 300m geschossen. Das 8mmS 9,7g Sierra Pro-Hunter reicht für Kahlwild bis 75 kg vollkommen, schießt sogar meist aus, öfter jedenfalls als das 11,7g RWS-KS. Wie der Blitz wirkt auch die 6,5x68 mit 6,5g Nosler PT auf Rotwild der oben erwähnten Gewichtsklasse.
 
Ich nehme die lange Büchse mit den heißen Ladungen nicht mit, damit ich dann doch vor dem Schuß wieder eingehende ballistische Berechnungen anstellen muß. Ich halte immer hochblatt und streckte dieses Jahr dort mit vier Patronen auf Entfernungen von 180 - 270 drei Stück Rotwild. Seitenwind ist wegen Nord-Südverlaufs der Rollbahn fast zu vernachlässigen.

Leo, Februar 2004

6,5x68 vs. 6,5x65 RWS

Moin Herr Möller,

zunächst mal ein dickes Lob für Ihre Internetseiten. Ich hatte länger keine Gelegenheit mehr, ausführlich bei Ihnen zu stöbern. Es macht ganz einfach Spaß! Fast wie bei einem guten Thriller; man will das Buch nicht aus der Hand legen, bevor man auch die letzte Seite gelesen hat. Parallel habe ich mal im Wiederladerhandbuch von Dynamit Nobel geblättert und stieß bei der Beschreibung der 6,5x68 auf die Bemerkung, daß das 6,0 g TMS äußerst präzise sei und u. a. auch sehr gut auf weit entferntes Rehwild genutzt werden könne. Wenn ich Ihre Informationen richtig interpretiere, scheint dies (insbesondere hinsichtlich der Präzision) ja in der Praxis nicht unbedingt der Fall zu sein! Ich würde mich über Ihre Ansicht hierzu freuen.

Robert Villis

Da der lange 250 mm Drall wirklich windschlüpfrigen Geschosse über 33 mm Länge nicht stabilisiert, konnte der Werkslauf die Erwartungen für ein rasante Flugbahn nicht wirklich erfüllen. Das 6,9 g Sierra Matchking #1715 zu 31,12 mm Länge stabilisiert der 250 mm langen Drall nicht. Es schlägt binnen 80 m quer.  Die Waffe wurde als zur 8x68S umgebaut, die sich in Afrika gut bewährte. Zur Winddrift und Rasanz lies Weite Schüsse. Die langen Scenar Geschosse benötigen unter 230 mm Drallänge.

Sehr geehrter Herr Möller,

ich besitze eine 6,5x68 Steyr-Mannlicher und möchte diese auch auf Sauen benutzen. Ich versuchte, für das Sierra Pro Hunter Geschoß 10,4 g, Ladedaten über das Internet zu bekommen. Das Ergebnis war gleich Null. Ich hatte mir dieses Geschoß bestellt, weil es das schwerste in diesem Kaliber ist. Nun muß ich aber hören, daß es wahrscheinlich nicht gelingen wird, dieses Geschoß zu stabilisieren. Ich hätte gern Ihre Meinung dazu gehört und ob man ggf. auch mit dem RWS KS 8,2 g bzw. dem Nosler Partition 8,1 g, bei Sauen Erfolg, in Bezug auf schnelle Tötungskraft haben kann (sicherer Schuß immer vorausgesetzt). Unter Ihren sehr aufschlußreichen Ladedaten, habe ich leider keine brauchbaren Ladungen für Höhe Geschoßgewichte gefunden. Ich glaube schon langsam, daß dies auch seinen Grund hat.

Mit waidmännischem Gruß, Michael Lomans

Lieber Waidgenosse Michael,

Der Drallwinkel der üblichen 250 mm Drall beträgt  27,3 Kaliber oder 4,83°. Das 28 mm lange 8,2 g KS fliegt stabil. Berichte sind oben. Die Tiefenwirkung ist zu klein. Das Nosler Partition hat seinen Steg zu weit hinten, um wirklich nützlich zu sein. Nur bei breiten Kammertreffern wird die Lunge von Bleischauern durchschüttet und die Sau fallen (siehe kurz und schmerzlos). Bei spitzen oder Oberarmknochentreffern hingegen, wird die Tiefenwirkung gewiß nicht hinreichen, um die Sau sicher tödlich zu verletzen. Daher kann aus der 6,5x68 nicht zu einem Bleigeschoß raten. 

Sie benötigen ein festeres Geschoß, das Kupferjagdgeschoß. Das gegenüber Blei 6-fach festerer Kupfer hält auch größerem Zielwiderstand stand (siehe Kupferkeiler), auch bei größeren Geschwindigkeiten. 

Die 6,5x68 in der alten Art mit langem Drall ist für leichte schnelle Bleigeschosse mit dünnem Mantel, wie dem RWS 6 g TMS gedacht, also für kleines weites Wild.

Das die alte 6,5x68 mit langem das olle RWS 6 g TMS nicht genau verschießt, will ich nicht behaupten. Grundsätzlich stören Unrundheiten in steilem Drall mehr, als in langem Drall. Aber lange Geschosse fliegen besser. Das 6g TMS hat einen BC  von 0,255, während das schlanke 6 g 6,5 mm KJG  mit BC 0,418 seine Geschwindigkeit bald doppelt so gut behält. Das bedeutet mit 6,5 mm KJG können Sie bis knapp 300 m auf Reh binnen Fleck schießen, ohne sich um die Flugbahn zu kümmern, weil der Treffer von der Höhe im Ziel liegt. Bei Wind sieht die Sache noch mal besser für das Lutz Möller KJG aus. Während das 6g TMS auf 300 m bei 4 m/s Seitenwind um immerhin 24,4 mm aus dem Ziel geblasen wird, liegt das Lutz Möller KJG 7g Scenar mit 13,6 cm Winddrift noch im Ziel. Mit Lutz Möller Geschossen lassen sich damit auch deutlich größer Tier als Rehe erlegen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Lieber Lutz,

mein Freund hat eine Steyr Büchse in 6,5x68 mit Zeiss ZM 3-12*56 Abs. 4, von der ich lediglich vermute, daß sie 250 mm Drall hat, und wünscht, Munition hierfür geladen zu bekommen. Er hat sich das Sierra SPBT Geschoß #1730 mit 9 g und 32,3 mm Geschoßlänge ausgesucht. Einsatzzweck soll die Jagd auf weit stehende Feldrehe in Mecklenburg-Vorpommern sein. Voraussichtlich betragen die Schußentfernungen 150 bis 350! Meter. Ich meinte zwar, daß 350 Meter vielleicht etwas weit seien, aber er entgegnete, daß dies ja mit der RWS WerksLadung mit dem 8,2g Kegelspitzgeschoß bei ihm in der Praxis ja bereits funktionieren würde. Er gab allerdings zu, daß auf nahe Entfernung geschossene Rehe brutal zugerichtet würden und die Wirkung auf stärkeres Wild teilweise unzuverlässig sei.

Meine Empfehlung war zwar, wegen der zu erwartenden geringeren Wildpretentwertung, wenn doch mal etwas näher geschossen werden müßte, das Kupferjagdgeschoß in Erwägung zu ziehen, was ihm aber doch zu teuer ist. Seine absolute Schmerzgrenze läge bei 90 Cent pro Geschoß. Nun meine Fragen:

Würde das Sierra Geschoß überhaupt noch ausreichend auf diese Entfernungen stabilisiert werden? Du schreibst ja selbst, daß die Grenze bei 250 mm Drall bei 33 mm Geschoßlänge läge, daher könnte es ja klappen.

Was hältst Du jagdlich von diesen einfachen Teilmantelgeschossen?

Viele Grüße aus Kiel, Thomas Lemke Donnerstag, 25. Dezember 2003 10:30

Thomas,

Nichts! Der Lauf mit langem Drall wird das 32,3 mm lange 9g Sierra Game King #1730 kaum stabilisieren. Das 8,2g RWS KS platzt in der Nähe bei mit großen Zerstörungen, während es nach dem Splittern, mangels Masse und Flächenlast in große Tiere nicht tief genug eindringt.

Das von ihm erwünschte Sierra #1730 fliegt zwar weiter, aber die Zielballistik ist ähnlich. Beide, das RWS KS und das Sierra Game King sind weiche Teilmantelgeschosse, die im Ziel zersplittern. Wenn Dein Freund sein bejagbares Wild sowohl von dem Größen, als auch dem Entfernungsbereich erweitern möchte, wären Lutz Möller Geschosse die Lösung. Den Preis wird er bezahlen müssen.

Gruß Lutz

Das 6,9g Sierra Matchking wird in dem 250 mm langen Drall nicht stabilisiert, schlägt binnen 80 m quer. Vihtavuori N160 Stäbchenpulver, 4,73 g überladen, Zündhütchen wird ausgestoßen, Hülse fließt.

6,5 mm Patronenmaße

Patrone

Normal-

Lauf-

Geschoß-

Hülsen-

Drallänge

Drall-

Übergang

kaliber

kaliber

durchm.

lämge

winkel

G

Winkel

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[mm]

[kal]

[in]

[°]

[mm]

[°]

6,5x54 Mannlicher

6,5

6,48

6,70

53,65

200

31

7,85

5,85

14,0

0°34'

6,5x55 SE

6,5

6,5

6,71

55

220

34

8,65

5,30

14,1

0°41'

6,5x57

6,5

6,45

6,70

56,7

200

31

7,85

5,58

30,0

0°17'

6,5 x 64 Brennecke

6,5

6,45

6,70

64,52

?

?

?

?

6,58**

6,5x65 RWS

6,5

6,45

6,70

65

200*

31

7,85

5,58

9,96**

1°30'

6,5x68

6,5

6,45

6,70

67,5

250

38

9,8

4,65

30,0

0°17'

Krico 280

*   Die 6,5x65 RWS Drallänge ist dieselbe wie der 6,5x57, aus deren Läufen die Lager aufgerieben werden können.
** Die Maßzahl gibt nur den zylindrischen Übergang, nicht den Kegel an.

400 m

Sehr geehrter Herr Möller!

Könnten oder haben sie für ihr 6,5 mm Kupferjagdgeschoß; 6 g schwer; 29,2 mm lang; BC 0,418 für 87 mm lange 6,5x68 Patrone 65 cm Lauf, GEE 249 m;  ± 5 cm Reichweite 290 m eine Ballistik die bis 400 Meter aufgeführt ist? Die Ballistik Tabelle beim Produkt geht bis 300 Meter! Da ich viele Schüsse zwischen 300-400 Meter im Gebirge mache wäre ein Muß über die Flugbahn Bescheid zu wissen!

Ich danke Ihnen im voraus! Hochachtungsvoll M. Exler, Dienstag, 12. April 2005 15:21

Schußtafel bei Army Std. METRO Atmosphäre
-------------------------------------------------------------------------------------
 Waffe / Munition     : 6.5 x 68
 Geschoßtyp           : 6.7, 6., Möller 6,5 mm KJG
 Geschoßgewicht       : 93 Grains oder 6,03 Gramm
 V0                   : 1155 m/s
 Seitenwind           : 4 m/s 
 Ballistische(r) Koeffizient(en) (G1): 
 
 C1=0.418@V>800 m/s;  C2=0.368@V>400 m/s;  C3=0.353@V>340 m/s;  C4=0.362@V>300 m/s;  C5=0.312@V>0 m/s;

 Tabelle verschiedener Fleckschußentfernungen - Flugbahnen zur Visierlinie in cm
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 Entfernung            50 m    100 m    150 m    200 m    250 m    300 m    350 m    400 m    450 m    500 m 
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
  50 m   Fleck          X       +2,5     +2,9     +0,9     -3,7    -10,9    -21,2    -34,8    -52,0    -72,7   
 100 m   Fleck         -1,3      X       -0,9     -4,1     -9,9    -18,4    -30,0    -44,8    -63,2    -85,2   
 150 m   Fleck         -1,0     +0,6      X       -3,0     -8,5    -16,7    -27,9    -42,5    -60,6    -82,2   
 200 m   Fleck         -0,2     +2,1     +2,2      X       -4,8    -12,2    -22,7    -36,5    -53,9    -74,8   
 250 m   Fleck         +0,7     +4,0     +5,1     +3,8      X       -6,5    -16,0    -28,9    -45,3    -65,3   
 300 m   Fleck         +1,8     +6,1     +8,3     +8,1     +5,4      X       -8,4    -20,3    -35,6    -54,5   
 350 m   Fleck         +3,0     +8,6    +12,0    +13,0    +11,5     +7,2      X      -10,6    -24,7    -42,4   
 400 m   Fleck         +4,3    +11,2    +15,9    +18,3    +18,1    +15,2     +9,3      X      -12,8    -29,2   
 450 m   Fleck         +5,8    +14,1    +20,2    +24,0    +25,2    +23,7    +19,2    +11,4      X      -14,9   
 500 m   Fleck         +7,3    +17,0    +24,7    +29,9    +32,7    +32,7    +29,7    +23,3    +13,4      X     
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 249 m   GEE           +0,7     +3,9     +5,0     +3,7     -0,1     -6,6    -16,2    -29,1    -45,5    -65,5   
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geschw.         m/s  1109,7   1065,9   1023,6    982,8    943,2    904,7    867,4    831,1    795,2    756,1   
Energie       Joule  3712,9   3425,8   3159,4   2912,2   2682,2   2468,0   2268,5   2082,6   1906,4   1724,0   
Windabweich.     cm     0,4      1,5      3,2      5,9      9,4     13,7     18,9     25,3     32,6     41,0   
Korrektur   MOA/m/s   0,066    0,125    0,185    0,254    0,323    0,391    0,464    0,543    0,623    0,704   
Flugzeit          s   0,044    0,090    0,138    0,188    0,240    0,294    0,350    0,409    0,471    0,535   

Magazinlänge

Hallo Herr Möller,
hier eine recht peinliche Frage, entstanden aus einem ärgerlichen Problem: Läßt sich eine 6,5x68 Patrone mit dem 6,5 mm KJG auf 84 mm L6 laden? Folgender Hintergrund besteht: Vor einem Jahr habe ich bei F. einen sehr(!) günstigen 98er Repetierer in 6,5x68 erstanden (überarbeitetes 98k System, neuer Schaft, neuer Abzug, neuer Lauf, das Übliche halt).

Schießt mit jeder Munition präzise, mit KJG von Herrlinger sogar sehr präzise. Nun das Problem: Es lassen sich keine Patronen länger als 84 mm ins Magazin laden, weil der Magazinkasten nicht verlängert wurde!

Ich habe das bis jetzt nicht gemerkt, weil ich nur auf dem Stand geschossen und immer nur eine Patrone geladen habe. Ich habe zwar vor, das Problem bei F. zu reklamieren, aber da die Magazinkastenverlängerung ein Höllenaufwand ist, bin ich skeptisch, ob ich was erreiche. Denn man kann mit dem 8,2g KS von RWS (L6 = 83 mm) problemlos laden und das ist ja auch die einzig verbliebene Fabrikmunition (außer dem 6g TM). Ich werde mit dem CIP-Standard argumentieren, mal sehen.

Falls aber alle Stricke reißen, will ich trotzdem weiter Lutz Möller KJG schießen (Partition von Samereier hat auch 86 mm und geht nicht rein!), deshalb bitte ich um die Antwort, wie kurz man die 6,5x68 mit dem 6,5 mm KJG machen kann.

MfG, Matthias Unger, Veitshöchheim, Freitag, 3. Juni 2005 21:46

P.S.: Wie war das noch: „Wer billig kauft, kauft zweimal!“

Herr Unger,

die Waffe ist nicht CIP-gerecht! Sofern die Hülsen nicht zu kurz sind kann, man das 6,5 mm KJG zwar 3 mm von 87 auf 84 mm L6 zurücksetzten, dann hält es im Hals gerade. Als andere Möglichkeit lassen Sie sich von mir 300 Sondergeschosse fertigen. Bei dem Höhen Druck sind die Stoßbodenkräfte so groß, daß ich nicht 3 mm vom kleinen Mausersystem wegnehmen würde. Irgendwann reißt es dann!

Mit freundlichen Grüßen,Lutz Möller 4. Juni 2005

Hallo Herr Möller,

ich schrieb Ihnen letzthin über eine bei F. gekaufte 98er in 6,5x68 mit zu kurzem Magazin. Der Magazinkasten war hier nur 83,5 mm lang, weswegen die 87 mm Lutz Möller KJG-Patronen nicht hineinpaßten. Hier nun noch der Ausgang der Geschichte: Ich reklamierte heute und man bot mir die Rücknahme der Waffe an. Alternativ bot man mir an, den Magazinkasten auf meine Kosten verlängern zu lassen, für mich indiskutabel. Jetzt habe ich keinen Repetierer in 6,5x68 mehr, aber reichlich Munition. bemerkenswert war noch die Aussage, der Magazinkasten aller (Standard-) 98er wäre 83,5mm lang, weswegen RWS die 6,5x68 und die 8x68 S mit dieser L6 als Maximum laden würde. Auch der Safari-Favorit Repetierer aus dem aktuellen Katalog wäre so gefertigt, da man davon ausgehe, daß Fabrikmunition geschossen würde. Ich hätte den Magazinkasten auch bei einem Bekannten BüMa für 250 € ändern lassen können, aber ich wollte F. nicht so davonkommen lassen. Vielleicht haben die was daraus gelernt.

Da ich jetzt zwar Munition aber kein Gewehr mehr habe, werde ich mich mal auf dem Gebrauchtwaffenmarkt umsehen. Können Sie mir einen Tip geben, nach welchen Waffen man in diesem Kaliber schauen sollte? Hier sollte dann auch ein magnumfähiger Magazinkasten eingebaut sein.


WH, Matthias Unger, Veitshöchheim, Freitag, 17. Juni 2005 22:18

Herr Unger,

Suchen Sie doch eine Sauer 80 oder 90 in einem Magnumkaliber. Der Lauf kann rechte einfach gewechselt werden.

MfG Lutz Möller 18. Juni 2005

6,5x68 R

Bravo!

Die ersten 5 Schuß mit dem 6,5 g mm KJG sitzen in einem Schußpflaster. ( MRP - 1.122 m/sec). Wirkung auf Gams bei sehr weitem Schuß sehr zufriedenstellend. Wenn Sie Einzelheiten wissen möchten, mailen Sie mir Ihre Tel. Nr. - ich rufe Sie an.

Gruß, H. W., Donnerstag, 11. August 2005

H. W. berichtete von einer strammem Ladung in einer Blaser Blockbüchse. Das Trefferbild erzielte er ohne weiter Ladungsentwicklung auf Anhieb. Einige Rehe fielen mit Kammerschuß am Platz. Lediglich eines ging noch 15 - 20 m. Die Gams stand 280 m weit leicht bergauf. Die Waffe war auf 4 cm Hochschuß auf 100 m eingeschossen. Er hielt Fleck an und traf die Kammer. Im Knall machte die Gams einen Kopfstand, fiel und blieb liegen. Dabei war der Rücken unverletzt. H. W. sagte weiter, er habe vorher mit Barnes X und Nosler Partition versucht die 6,5x68R jagdlich zu nutzen, leider ohne Erfolg. Beide Geschosse hätten keinen hinreichende Wirkung. Gerade mit dem Partition wären weit beschossen Gemsen oft noch 200 m gegangen. Das sei in den Bergen, in denen die Gemsen dann in die Latschen zögen, untragbar.

Waidmannsheil!

Allgemein gilt, die 6,5x68(R) schießt mit sehr Höhen Drücken am besten. So ein Schußbild muß man erst mal schießen können und so einen Treffer erst mal landen. Alle Achtung zum Erfolg! Wirkungsquerschnitt erklärt die besondere Wirkung der Lutz Möller Geschosse.

Waidmannsheil, Lutz Möller 11. August 2005

Grüß Gott Herr Möller,

nach dem ich mich Tagelang voller Hochachtung durch Ihre Seiten gewühlt habe, möchte ich jetzt meine Blaser Blockbüchse 6,5x68R auf Ihr KJG umrüsten. Darf ich Ihnen einige Fragen stellen, die trotz aller Lektüre unbeantwortet geblieben sind:

    Bei wem kann ich fertigen Patronen jetzt ordern? 

    LM: Von der Lutz Möller GmbH

    Die Blaser Blockbüchse scheint einen sehr langen Übergangskonus zu haben. Das hat mir mal ein Blaser-Büchsenmacher bei einer Geschoßgewicht-Diskussion im Zusammenhang mit Freiflug und eben diesem Übergangskonus erklärt. Werden die Einsetztiefen der Geschosse darauf abgestimmt?

    Ist für dieses Gewehr schon mal eine Ladungsleiter erstellt worden, um die best mögliche Präzision herauszukitzeln, oder muß ich Ihnen bzw. Herrn Liebich dazu die Waffe einsenden?

    Stimmt der Spruch immer noch, daß die Präzision bei diesem Kaliber mit dem Gasdruck steigt? (Wenn ja, warum ist dies so? Ich bin kein Physiker, deswegen verstehe ich die Zusammenhänge hier nicht .....)

    Ist es möglich vorab für die von Ihnen vorgesehene Ladung eine ballistische Tafel für die Geschoßflugbahn (bis 300 m) einzusehen?

    Und eine letzte Frage bitte: Ab wann werden die Lutz Möller KJGe mit der tieferen Kernbohrung ausgeliefert?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen, Udo Richter, Montag, 15. August 2005

5 Cent

Guten Morgen Herr Möller!

Ich habe gestern vormittag die 6,5 mm 6 g KJ-Geschosse bekommen, und habe gleich 20 Stk geladen. Das Ergebnis ist sensationell! 3 Schuß auf 100 m in eine 5-Cent-Münze, wobei sich alle Schuß um den halben Geschoßdurchmesser überschneiden. Geschossen wurde aus einem Steyr Luxus mit einem ausgesuchten Lauf. Pikanterie am Rande: Das Ergebnis blieb auch anderen Anwesenden Jägern nicht verborgen. Einer davon wollte mir an Ort und Stelle unbedingt die Waffe abkaufen. Da habe ich natürlich nicht eingewilligt. Leider kann ich keine Bilder schicken, da ich meine Kamera nicht bei hatte. Das einzige Problem entsteht beim Laden, da mit dem MRP die Hülse randvoll wird und es nahezu zu einer Preßladung kommt ( aber nicht bei jeder Hülse?).

Mit freundlichen Grüßen, Werner Aichwalder, Donnerstag, 8. September 2005 07:55

Moin Herr Aichwalder,

danke für die freundliche Mitteilung. Man möchte sagen „Gute gestopft ist halb gewonnen!“  Jedenfalls schießen die Lutz Möller KJG aus der 6,5x68 mit heftigen Ladungen meist am besten. Die Erklärung ist zweierlei:

    Erstens zündet das Pulver in einer gestopfte Hülse mangels Leerraum besser als mit, weil der Druck weniger abfällt und die Flamme heißer (geringere adiabatische Expansion)!

    Zeweitens brennen Pulver unter Druck gleichmäßiger als ohne!

Sie scheinen also auf Anhieb richtig geladen zu haben. Das kommt öfter vor, als sich zu hoffen wagte. Insofern haben Sie ohne langwierige Versucherei Ihre Ladung gefunden und können nun zur Jagd in den Berg.

Waidmannsheil, L. Möller

Lies Steyr Luxus in 6,5x68 gesprengt ! 19. September 2006

Platzer

Sehr geehrter Herr Möller !

Ich bin auf der Suche nach einem brauchbaren Gamskaliber über ein Inserat im „Weidwerk“ gestolpert und seit gestern stolzer Besitzer eines alten Mauser 6,5x68.Ich habe ihn vor dem Kauf auf 300 m probegeschossen und war von der Schußleistung SEHR angetan. Als Vielschießer muß ich den Wiederladeweg gehen und habe damit kein Problem, weil ich seit vielen Jahren .30-06, .22-250, 8x56R und diverse Faustfeuerwaffenpatronen lade. Meine Frage gilt den Matritzen und den Geschossen. Am Markt scheint es Gesenke von RCBS und Hornady zu geben. Welche sind Ihrer Meinung nach vorzuziehen?

LM: Moin Herr Gasser, ich lade die 6,5x68 mit RCBS Matritzen und komme zurecht. Die Hornady kenne ich nicht. Also kann ich dazwischen nicht unterscheiden.

Geschosse sind bei dem rasanten Kaliber auch so eine Sache. Bei der .22-250 habe ich keine guten Erfahrungen mit Teilmantelgeschossen. Die Eindringtiefe selbst beim Reh läßt oft zu wünschen übrig und das wird bei der 6,5x68 nicht anders sein.

LM: Genau! Das kann ich Ihnen voll und ganz bestätigen. Die Tiefenwirkung schneller Bleigeschosse (Teil- oder auch Vollmantel) aus den 1150 m/s V0Patronen .22-250 und 6,5x68 betraägt nur 5 -6 cm, siehe Hirsch.

Ich lade in letzter Zeit Impala. Die  scheinen mir eine ganz gute Lösung zu sein. Gilt das auch für 6,5x68?

LM: Lesen Sie bitte Kupfergeschosse#Impala. Die mangelnde Schulterstabilisierung und folglich zufällige Geschoßrichtung im größeren Wildleib, lassen mich von den Impala auf größeres Wild abraten.

Für die Jagd auf Gams scheint mir ein 6 g Geschoß angebracht.

LM: Ja.

Gibt es außer ihrem tollen aber doch sehr teuren Kupferjagdgeschoß noch Alternativen? Ich denke da an ein billiges ballistisch identisches Geschoß für den Schießstand und zum Jagen dann doch Ihr Kupferjagdgeschoß?

LM: Nein. Das liegt am langen Drall der 6,5x68, die keine langen Geschosse drallstabilisiert.

6,5 mm Geschosse
6,5 mm Parade

                   6,5 mm KJG alt    |     Norma Match       |       GPA        |        HDB        |       Lapua Üb      

Die ganzen Schönn Norma Match, Lapua Scenar und Sierra Matchking taumeln aus dem langen Drall der dicken 6,5er nach wenigen 10 Metern. Sie können daher nicht als billige Übungsgeschosse in der 6,5x68 benutz werden. Aber muß das denn sein? Sie üben ja vorrangig Waffenhandhabung. Auf die Trefferlage kommt es nicht an. Also können Sie z. B. das äußerst preisgünstige und gute 6,5 mm Lapua Übungsgeschoß benutzen um auf die Zielscheibe zu üben. Der Treffersitz wird sich vom Lutz Möller KJG unterschieden, aber wenn Sie nur Gruppen schießen wollten, wäre das ohne Belang.

Wenn Sie Ihre Gams auf großer Entfernung nicht nur breit auf die Kammer treffen müssen sollen, sondern auch alle anderen Winkle und Treffer ermöglichen wollen, benötigen Sie ein Geschoß, das sowohl schnell ist, aerodynamische gestaltet und hinreichende Tiefenwirkung bietet und zudem aus 250 mm Drall stabil fliegt. Ich kenne die Aufgabe. Lesen Sie, warum es KJG gibt. Für Ihre Gemsen sieht die Sachlage ähnlich aus. Insofern kann ich nur sagen, wenn Sie die optimale Leistung für den sorglosen Weitschuß auf Gams aus der 6,5x68 wollen gibt es derzeit ein Geschoß, daß alles kann, das 6,5 mm KJG, obwohl breit und gut getroffen die Gams natürlich auch mit anderen Geschossen zu Strecke kommen wird. Nur bei anderen Treffern wird die Luft dann dünn, ggf. zu dünn!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Waidmannsheil, Josef Gasser, www.josefgasser.at, Sonntag, 9. Oktober 2005

Deutsch Drahthaar arbeitslos!

Hallo Herr Möller!

Sie haben mir die 6,5 mm 6g KJG schon geschickt! Diese schießen sehr!!! präzise. Ich habe jedoch mit Ihrer 6,5x68-Ladung mit MRP etwas Probleme, da die Hülsen randvoll werden, und eine Preßladung entsteht. Ich verschieße in der Zwischenzeit nur noch Lutz Möller KJG und habe dabei eine bemerkenswerte Erscheinung beobachtet. Im Einschußbereich entsteht ein meist  kinderhandgroßes Hämatom, aber beim Ausschuß findet man kein oder nur ganz wenig blutunterlaufenens Gewebe. Ein Freund (Berufsjäger), dem ich seine .30"-06 mit Lutz Möller KJG geladen habe, machte die selbe Erfahrung bei Rotwild. Der einzige der keine Freude mit Ihren Lutz Möller KJG hat ist meine DDr Hündin, da es kaum Fluchtstrecken und somit keine Arbeit für sie gibt. Was halten Sie von Jaguar und Co? Es gibt jetzt schon mind. 3 Anbieter von Kupfergeschossen!

Mit freundlichen Grüßen, Werner Aichwalder, Freitag, 21. Oktober 2005

Moin Herr Aichwalder,

natürlich gibt es Nachahmungen und die Abkupferer schreiben auch von meiner Webseite ab. Ich publiziere ja genug. Meist durchblicken die Leute die Physik nicht ganz und suchen nur das schnelle Geschäft. Allgemein äußere ich mich Kupfergeschosse zum Wettbewerb. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie zu Ihrem Bericht einige Photos für meine Seite hätten.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

6,5 mm KJG mit 1.000 m/s auf dem Weg ins Ziel. Die farbigen Linien stellen gleiche Geschwindigkeit dar, rot schnell, blau langsam.


Sehr geehrter Herr Möller!

Ich habe eine Sauer 80 in .458" Win. Mag! Die Lauflänge beträgt 65cm! Eine super Waffe mit top Präzision! Ich suche nur noch das ideale Geschoss! Es sollte möglichst die höchste Energie haben und eine optimale Flugbahn und Höhe Durchschlagkraft! Welches Geschoß würden sie mir empfehlen? Sie haben viele Test gemacht und kennen sich aus! Schicken sie mir bitte dann den Preis für 50 Geschosse und die optimalen Ladedaten mit Flugbahn usw! Ich danke ihnen schon im voraus!

Ach ja, die Geschosse für die 6,5x68 sind der Wahnsinn! Top Präzision und Flugbahn! Sehr zu empfehlen!

Mit freundlichen Grüßen, Michael Exler, Montag, 24. Oktober 2005

Tirol bergauf - bergab

Hallo Herr Möller!

Wir hatten eine hervorragende Jagdsaison, und sensationelle Erfahrungen mit dem Kupferjagdgeschoß: Keine Nachsuche! Kein Wildpret ging verloren! Nur einmal. Das war für uns komplett unverständlich.

Ich schoß mit meiner 6,5x68 einen 3er Hirsch auf 350 m 35° Steigung, laut QuickTarget ist das bei der Neigung Fleck! Genau so war es. An meinem Haltepunkt saß  der Treffer! Leider traute ich dem Programm nicht. Ich zielte  Hochblatt aber schoß ihm nur ihm eine Feder ab! Es war schon im letzten Licht. So entschlossen wir uns den Hirsch erst am nächsten Morgen zu bergen. Der Hirsch lag im Knall und rutschte dann im Tiefschnee über etwa 200 m ins Tal. Bei dem Hirsch waren vorn beide Blätter komplett blutunterlaufen, und nicht verwertbar. Ich glaube, der Hirsch war nicht sofort tot, sondern schlegelte noch eine Weile! Darum die Wildpretzerstörung.

Ansonsten waren alle Schüsse eine Freude.

Ich wünsche ihnen noch Schön Feiertage und einen guten Rutsch
Servus aus Tirol, Ralf Rauchberger, Hotel Lamm, www.hotel-lamm.at, Montag, 26. Dezember 2005 19:31

Kurzes Gesamtresumeé der Jagdsaison 2005:

6 Gams, 5 mit 6,5x57 R mit KJG 1stk mit 7mm Rem Mag, 5 lagen im Feuer, 1 Flucht 10 m

15 Stk. Kahlwild einschl. Kälbern, weiteste Flucht 15 m, Null Wildpret zerstört

3 Hirsche davon ein 1er 175kg aufgebrochen mit 7 mm Rem Mag mit KJG. Alle fielen und lagen im Knall

1 Spielhahn mit .222" Rem mit KJG, Null kaputt

1 Mufflon mit 8 x 60 RS mit KJG lag im Feuer

3 Sauen mit 7 mm Rem Mag mit KJG. Alle fielen und lagen im Feuer. Der Wahnsinn ist, sie kippten alle in Schußrichtung einfach um!

8 Stk. Rehwild, weiteste Flucht 3 m, nichts kaputt

1 Hase mit 8x68S mit KJG. Ich hatte sie zum versuchen mit und dachte mir „“Gleich, was geschehen mag. Jetzt versuch ich die auf den Hasen.“  Loch rein und raus gleich groß! Wir sind überzeugt und für uns gibt es nichts anderes mehr

Aber meine Freunde sind begeistert. Alles zusammen genommen erlegten wir bei uns dieses Jahr etwa 100 Stck. Wild erfolgreich mit dem Kupferjagdgeschoß!

Das größte Lob kommt von unserem Metzger!

Servus aus Tirol, Ralf Rauchberger, Dienstag, 27. Dezember 2005 19:48

Neujahrsgruß 2006

Sehr geehrter Herr Möller,

ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein gutes und erfolgreiches Jahr 2006!

Leider war mir in den Bergen mit der 6,5x68 kein Jagderfolg beschert. Ich habe allerdings in meinem Heimatrevier ein paar Schüsse angetragen, die mir sehr gefielen! Als erstes schoß ich einen 34 kg Frischling, der lediglich 20 m flüchtete. Am Neujahrstag erlegte ich einen 6 Jahre alten 84 kg Keiler, der im Knall fiel.

Bei meinen Mitjäger hat diese Patrone ein großes Aha und Oho hinterlassen. Mich überzeugt dieses KJG-Patrone ganz und gar.

Gruß, Michael Eser, Samstag, 7. Januar 2006

360 m Hirsch

Ralf Rauchberger berichtet aus Tirol von einem 3er Hirsch, den er kürzlich am Berg von unten streckte. Entfernung 358 m mit Leica gemessen. Auflage gut. Waffe Sauer 6,5x68 Sauer 202 Take down mit Lutz Möller KJG. Der Hirsch fiel im Knall und stürzte eine Rinne hinab. Um ein Wechsel nicht zu beunruhigen und bei - 7°c im Schnee, ließen sie den Hirsch liegen, bargen ihn erst am nächsten Morgen. Der Hirsch war nach dem Sturz wohl noch mal auf die Läufe gekommen und 10 m gegangen. Der Einschuß war unten am Blatt, der Ausschuß knapp unter dem Filet. Das Herz war unbeschädigt.

Waidmannsheil für den guten Treffer nach Tirol!

Herr Rauchberger berichtet von aus seinem Umkreis von etwa 100 mit KJG gestreckten Stück Wild. Die Leute sind begeistert. Vor allem, weil sie nun dank der hervorragenden Aerodynamik weiter raus langen können und auch mit kleineren Patrone, wie der 6,5x57 R im Bergstutzen große weit stehende Tiere sicher strecken könne. Die Erfahrung zeigt, man kann sich jaglich voll auf die mit QuickLoad und QuickTarget ermittelten Daten verlassen. Vorhersage und Tatsachen stimmten eng überein.

Lutz Möller 16.Januar 2006

400 m Fuchs

Hallo Herr Möller,

bei uns im Revier befindet sich ein kleiner Sportflugplatz auf dem sich Nachts ständig die Füchse tummeln. Diese kann ich nur bejagen wenn ich sie beim ein oder auswechseln abpasse. Ansonsten kann ich die Füchse wunderbar beobachten ist zwar auch bemerkenswert aber ich möchte gern auch welche weit draußen erlegen. Ich spreche da von einer 200-400 m Entfernung, nachts aber bei geschlossener Schneedecke und Mondlicht. Frage: Welche Patrone würden Sie mir empfehlen? Geschoß ist ja klar, Lutz Möller KJG! Ihr KJG verwende ich ja bereits in der 7x64 aber das langt leider nicht immer bei der Entfernung, und der Balg ist hin. Ich dachte an die 6,5x 68 mit KJGeschoß da sich mittlerweile auch die Sauen auf dem Flugplatz herumtreiben und Schaden anrichten. Mein Büchsenmacher hat mir von der 6,5x68 abgeraten da nach seiner Meinung die Läufe zu schnell verschleißen, und die Munition zu teuer sei. Er empfiehlt die .243" Win. Die hätte annähernd die selbe Schußleistung.

Zu welcher Waffe würden Sie bei einem Neukauf raten?

Wenn Sie nichts dagegen haben würde ich sie noch mal dazu anrufen wir haben ja bereits miteinander gesprochen.

Mit freundlichen Grüßen, Frank Klaas , Donnerstag, 16. Februar 2006 10:13

Moin Herr Klaas,

bis 200 m ist mit dem Kupferjagdgeschoß alles einfach, siehe Fugbahnen, erst darüber wird die Aufgabe schwierig. Ihren Büchsenmacher, der Ihnen eine .243" Win. für kleine Füchse zwischen 200 und 400 m empfiehlt, müssen Sie mal fragen, ob er das denn schon mal erfolgreich durchgeführt hat. Wenn er frecher Weise mit ja antwortet, fragen Sie ihn wie er die Entfernungen gemessen hat, wie er die Ballistik gerechnet hat, wie der die Erhöhungstafel für das Zielfernrohr ermittelt hat und wie er die Erhöhung am Zielfernrohr eingestellt hat. Wenn er das nicht flott, flüssig und schlüssig vorbringen kann, schimpfen Sie ihnen einen Lügner.

So einfach ist das nämlich nicht.

Damit Sie (stimmige ballistische Tafeln vorausgesetzt) einen solche weiten Schuß genau auf das kleine Ziel antragen können, benötigen Sie vor allen Dingen einen Entfernungsmesser und ein geeignetes Zielfernrohr, wie obiges  Schmidt & Bender 3-12 x 50 PM II oder ähnlich, wie das 4 - 16 x 50 oder das neue 6-24 x 56 von Schmidt & Bender oder ähnlich guten Herstellern. Ansonsten ballern Sie nur in der Gegend rum. Fragen Sie mal Klaus Rechtacek, oder Aike Kästner, wie die bis 400 m Füchse strecken. Mir fällt bei der ganzen Technik dazu nur ein üben, üben und nochmals üben!  Sonst geht es so wie hier:

Paul Seidls 300-m-Fuchs mit dem 8x68S KJG

300 m Fuchs, Lies Fuchs angeschweißt. Das muß besser gehen!

Kaputter Fuchslauf. Den hatte vermutlich ein Schlumpschütze vorher angebleit, Schande!
Auch bei der Raubzeugjagd muß das Tier geachtet werden. Auch Füchse müssen waidgerecht behandelt werden!

Wenn Sie auf dem Flugplatz nachts auch Sauen strecken wollen müssen Sie in Deutschland dafür mindesten 6,5 mm Munition verwenden. Ach ja, es sollte auch zu erkennen sein, worauf Sie schießen! In manchen Jahreszeiten (später Herbst und früher Winter) ist die Auswahl einfach. Jetzt im Februar haben hier die Sauen bereits teilweise schon Frischlinge.

Hamburger Winterfrischlinge

Da verbietet sich von selbst auf unerkannte schwarze Klumpen in der Ferne zu schießen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Glauben Sie nicht, ich wolle Ihnen das unterstellen. Aber ihr Büchsenmacher hätte das wissen müssen!

Wenn sie nur Füchse wollten und auf Exoten stehen, wäre die 5,6 x 61 Super Expreß vom Hofe gut geeignet, auch die 5,6x57, aber beiden eben nicht auf Sauen. Dafür bietet sich eben die 6,5x68 an. Dazu wählen Sie in Waffe mit langem Lauf, z. B.  Als System lang ein alter 98er oder wenn Sie modernes wünschen das Gewehr 04, sieh auch Bergpatrone. Für größte Geschwindigkeit benötigen Sie bei dem vielen Pulver einen langen Lauf, z. B. 75 cm. Bei jeweils auf 300 m eingeschossen Waffen verhalten sich die KJG-Flugbahnen mit ZF 5 cm über Laufseele aus 75 cm langen Läufen so:

Patrone V0
[m/s]
Bahn200
[cm]
Bahn300
[cm]
Bahn400
[cm]
5,6x61 SEvH 1.288 +7,1 0 -18
6,5x68 1.200 +6,6 0 -17,5
5,6x57 mit Sonder KJG 1.179 +8,3 0 -21,5
.243" Win. 1.061 +10,0 0 -24

Das heißt, die Super Expreß ist die Rasanzkönigin, eben der „Gamsflitzer“, aber mit Sauen muß es die dicke 6,5er sein. Die 5,6x57 würde mit einem Sonder-KJG, ähnlich dem für die Super Expreß noch besser als die amerikanische .243" Win. sein, die doch so viel loben. Wenn 6 mm, dann 6x62 Frères. sage ich! In jedem Falle benötigen Sie für die Entfernungen sehr lange Läufe. Das Gewehr ist dann keine gewöhnliche Pirschbüchse mehr, sondern ähnelt eher einem Sportgewehr. Ohne vernünftige Auflage vorn und hinten läuft auf 400 m gar nichts. Allerdings schießen Sie mit 400 m weiter als die Tier in der Regel von Ihnen fortzeihen, weil Sie sich sicher fühlen. Wenn Sie Ihre Jagd klug anstellen, sich also nach dem Schuß und Treffer länger Zeit nicht bewegen und sich nicht sonderlich als Jäger zu erkenne geben indem Sie gleich nach dem Schuß zur Beute rennen, können Sie ihre Füchse auch tags und ohne weiter Vorkehrungen ganz in Ruhe schießen. Mit dem passenden Zielfernrohr ist dann bei 400 m noch lange nicht Schluß!

In einem hat Ihr BüMa recht. Läufe für Hochleistungspatrone leben nicht lange. Nach einigen hundert Füchsen bekommen die Rotröcke wartungsbedingt ein Verschnaufpause. Aber ohne die Leistung komme Sie nicht zu Schusse. Also haben Sie keine andere Wahl!

hdp-Rückstoßbremse

Die Hochleistungspatrone schießen mit hdp-Rückstoßbremse angenehmer und genauer. Lies Mündungsbremse. So lassen sich fast rückstoßfreie Waffen bauen, ggf. mit Schalldämpfer oder Dunkler Kraft auch ganz ohne Feuerschein! Na, denn man tou auf den roten Rock!

Waidmannsheil, Lutz Möller 16. Februar 2006

Welche Schnelle?

Moin, Moin,

na ja, wenn das so ist ... Ich hätte schon Interesse. Die Frage ist, 5,6x61 oder 6,5x68 - denn wenn wir ansitzen oder pirschen, kommen nicht selten auch Sauen vor, insbesondere an den endlosen Maisschlägen. Bei der Zielgeschwindigkeit ist wohl die Tiefe begrenzt, selbst für so'n Lutz Möller KJG? Dazu kommt ja die deutsche Jagdgesetzlichkeit aus der Bleizeit (wie Du immer so schön schreibst) von wegen 6,5 mm mindestens ... . Dabei denke ich, daß wenigstens bis zum guten Überläufer wohl keine Probleme zu erwarten wären. So ein Lauf sollte wohl für restlosen Abbrand und Speed 70 cm oder mehr haben? Ich hatte noch nicht die Zeit, auf Deinen Seiten darüber intensiv zu schmökern.

Ein Schöns Wo-ende und beste Grüße aus Genthin - Torsten, Samstag, 18. Februar 2006 13:56

Moin Torsten,

danke für Dein guten Wünsche. Wie in Zerleger zu sehen ist,


KPG-08 in tiefes Wasser deformiert bei 1.000 m/s zwar bilderbuchmäßig, aber nicht ohne vorher heftig zu splittern.

KPG-08 mit 1.000 m/s auf tiefes Wasser
 

findet auch Kupfer bei Höhen Zielgeschwindigkeiten sein Festigkeitsgrenzen und gestaltet sich bis zur Hohlkugelschale um. Darunter leidet selbstverständlich die Tiefenwirkung. Ich habe in Afrika 2004  auch mit bis zu 1.070 ms V0 6,5 mm KJG geschossen. Die sahen dann so aus:

Actual Africa Bullets from 2004

6,5 mm KJG kurz
2004 short 5,5g
0,8g Splinters

6,5 mm KJG - kurz, after it cracked an Oryx (!) the Shoulder joint

6,5 mm KJG
2004 long 7.0 g
0,8g Splinters

6,5 mm KJG
after a frontal Warthog head shot

6,5 mm KJG
cracked 5 Kudu ribs each 2,5 cm lenght wise

6,5 mm KJG penetrated a Warthog lengthwise

Dein Befürchtung ist zwar sachlich also begründet, aber wenn ich mit den lütten Dingern ohne jede Schwierigkeiten Vierteltonner auf die Decke legte, sollten Deine kleinen Zentnerschweinchen gut zur Strecke kommen. Mit den 6,5 mm in Deutschland hast du recht. Insofern ist die 6,5x68 breiter als die schnelle 5,6x61SEvH einzusetzen.

Gruß Lutz

Tag Herr Möller,

Nochmals vielen Dank für das informative Gespräch von gestern Nachmittag, leider habe ich ein Funkloch erwischt so das wir unterbrochen wurden. Aber wichtig war mir schon die Info das wir beim dem Kaliber 6,5x68 bleiben sollen und nicht auf das 6,5-284 gehen. Mein Jagdfreund hatte gestern schon fast eine neu Waffe in diesem Kaliber bestellt. In diesem Sinne nochmals vielen Dank. Wir werden also jetzt auf die Suche nach einer 6,5x68 gehen. Oder sollen wir dann erst mit einer Ladungsleiter anfangen?

Gruß Frank Klaas

Tag Herr Klaas,

Werner Aichwalder nahm im letzten Herbst die empfohlene 6,5 mm KJG 6,5x68 Ladung für seine Steyr-Mannlicher und ging auf den Schießstand Herr Aichwalder ist nicht nur Jäger, sondern auch Sportschütz und schißt mehre tausend Schuß Großkaliber im Jahr, will sagen er ist geübt und weiß, was er tut. Er legte sein Steyr auf und Schuß 5 Schuß as ein zusammenhängendes Loch. Darauf hin fragte sein Standnachbar sofort, wieviel er für die Waffe haben wolle, denn er wolle sie kaufen. Natürlich gab Herr Aichwalder die nicht her, denn er wollte damit Gemsen jagen, sich die aber nicht von seinem Nachbar wegschnappen lassen. Das hat er denn auch mehrmals erfolgreich getan. Dabei muß man dort nicht rausgehen, wenn man nicht auf mindestens 300 m die Gams auch träfe, sagte er. Insofern muß die Ladungsleiter für jagdliche Zwecke wohl nicht unbedingt sein.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Pulver

und Zündhütchen

Lieber Herr Möller,

ich würde gern 100 KJG für 6,5x68 ( 6 g ; 29,2 mm ) ordern. Bitte teilen Sie mir den Preis und Ihre Lieferbedingungen mit. Sie empfehlen als Pulver Norma MRP. Vielleicht habe ich es überlesen, welches Zündhütchen empfehlen Sie?

LM: Ich benutze CCI 250, die schwächsten allen Magnumzündhütchen, Reihenfolge sieh hier. Wenn Sie stärker Zündhütchen verwenden, kommen Sie ggf. mit etwas weniger Pulver aus.

Oder ist das egal?

LM: Nein. Je nach Anzündung brennt das Pulver verschieden ab.

Ist die angegebene Pulvermasse (4,95 g) für jede Waffe zu übernehmen.

LM: Ja. Damit kommen Sie so zurecht. Feinheiten sind für Jäger unerheblich.

Muß entsprechend der Trefferlage diese angegebene Pulvermasse Umständen noch angepaßt werden ?

LM: Die Treffpunktlage zur Visierung richten Sie am Zielfernrohr, nicht an der Ladung.

Für gewöhnlichen jagdlichen Einsatz kommen Sie in der Regel mit der Ladung auf Anhieb zurecht. Übernehmen Sie die empfohlen Ladung und widmen sich Ihrer Beute. Jäger benötigen in der Regel keine Ladungsleiter, um das Letzte aus der Waffe herauszukitzeln. 

Für eine rasche Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

LM: Warum in der Schonzeit diese Eile?

Mit freundlichem Gruß und Waidmannsheil, R. Osmers, Sonntag, 26. März 2006 15:29

Wirkung langsamer KJG

Hallo Herr Möller,

ich habe auf Ihrer Internetseite vergeblich nach einer Preisliste/Lieferbedingungen oder eine Produktübersicht gesucht, könnten Sie mir bitte die Preise für Ihre Geschosse für folgende Kaliber angeben:

Ich muß ehrlich sagen, ich bin von den Lutz Möller KJG noch nicht überzeugt bin, aber ich möchte zuerst ausprobieren und dann urteilen…

Ich wünsche Ihnen einen Schönn Abend!

Mit freundlichen Grüßen, R. Walter
 

Tag Herr Walter,

Kosten und Lieferbedingungen gehen Ihnen per Emil zu.

Wenn Sie vom Nutzen der KJG nicht überzeugt sind, sollten Sie was anders kaufen. Aber dann sollten Sie sich selbst fragen, wie und womit Sie sich überzeugen! Das Lutz Möller KJG ist das bestbeschriebenste Jagdgeschoß, das es gibt. Die verwendeten Modelle sind geprüft und stimmen im Rahmen jagdliche vernünftigerweise zu duldender Abweichungen genau. Alle andern Hersteller geben Ihnen weniger oder keine Angaben zu Leistung, ganz besonders zur Zielballistik.

Ich frage mich wie Sie unter diesen Bedingungen überhaupt ein anders Geschoß je kaufen können; sie wissen ja gar nicht, was Sie bekommen, oder?

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Guten Morgen Herr Möller,

wie bereits in meiner Anfrage geschrieben, habe ich Zweifel, ob die Geschoßwirkung zufriedenstellend ist, speziell in niedrigeren Geschwindigkeitsbereichen. Aber grundsätzlich informiere ich mich zuerst, dann überlege ich, ob ich einen Versuch sinnvoll erscheint, und dann werde ich mir nach meiner Praxiserfahrung aus meinen Versuchen meine Meinung bilden. Ich erachte diese Vorgehensweise für tatsächlich für vernünftig, weil ich bis jetzt mehrere Geschosse so prüfte.

Die 6,5x68R ist eine ältere KLB aus Ferlach, die zur Zeit beim Büchsenmacher ist.

Mit freundlichen Grüßen, R. Walter 10. April 2006

Tag Herr Walter,

Ihr Bezug zu langsamen Zielgeschwindigkeiten war mir nicht ersichtlich. Die Lutz Möller Geschosse sind für Zielgeschwindigkeiten oberhalb 700 m/s gebaut, weiter siehe Fragen und Antworten zum KJG. Für 100 m gebe ich jeweils den Wirkungsquerschnitt an. Für andere Entfernungen und Geschwindigkeiten können Sie Ihn mit dem dort gegeben Rüstzeug selbst ermitteln. Gewöhnliche Patronen, ganz besonders aber ihre Flitzer, behalten bis 300 m Schußweite aus diesem Grunde diese Geschwindigkeit bei. Genaues steht in den jeweiligen nachzulesenden Daten.

Über 300 m bricht die Wirkung nun nicht schlagartig zusammen sondern verfällt langsam. Damit ist das Lutz Möller KJG für gewöhnliche Jagden voll einsetzbar. Wenn Sie besondere Anforderungen stellen, lassen Sie mich das wissen. Mit dem Lutz Möller KJG und herkömmlichen Patronen und Gewehren ist noch nicht Schluß. Es geht noch weiter, viel weiter wenn Sie wollen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Langlöcher

Hallo Lutz,

wir war es in Schweden?

LM: Schön, wir waren bei Freunden. Bilder siehe hier: Elche in Småland, Bofors Werksmuseum und Flygvapenmuseum in Linköping!

Ich habe noch eine Frage bzgl. 6,5x68 mit 7 g KJG. Ich verlade 4,57 g Vihtavuori N160 bei von 87mm L6 . Auf 100m streut die Büchse ca 35cm (Zentimeter) und es deutet auf Langlöcher hin?

LM: Unter Drall und an anderen Stellen ab Anfang dieser 6,5x68-Seite weis ich immer wieder auf Drallstabilität hin. Der lange 6,5x68-Drall stabilisiert keine langen Geschosse, auch nicht das alte lange 6,5 mm 7 g KJG. Um ein Einheitsgeschoß für alle 6,5 mm Patronen zu bieten, entwickelte ich ja das heutige 6,5 mm 6 g KJG. das lang kann aus der 6,5x68 nicht drallstabil fliegen, taumelt und streut. Verschieße den Rest 6,5 mm 7 g KJG gern aus Deiner steildralligen  6,5x65, aber für die flachdrallige 6,5x68 benötigst du das kurze 6,5 mm 6 g KJG. Anders geht das nicht! Dabei fliegt das kurze natürlich auch aus dem steilen Drall.

Das alte Mausermagazin läßt aber nur Ladungen mit einer L6 von 84mm zu. Wie viel oder um wieviel weniger darf ich N160 füllen um unter 4.400 bar Gasdruck zu bleiben?

LM: Gar nicht, weil das Geschoß für die Patron nicht geeignet ist.  Außerdem rate ich von Vihtavuoripulver für Jäger ab, nimm Rottweil oder Norma.

Danke, l. G., Peter Mädl, Dienstag, 29. August 2006 08:09

Gruß Lutz

Pansentreffer

mit Kraftstoß

Hallo Herr Möller,

so hier wie besprochen noch ein 2 Bilder von einem Jährling mit der 6,5x68 KJG erlegt, ( Präzision hervorragend) das Wildpret aber sieht halt böse aus. Angabe laut Schütze Entfernung etwa 80 m Gewicht 13 Kg. Ich habe nur die Keulen und etwas Filet retten können. Ich werde mir die Waffe von meinem Freund mal ausborgen und selbst damit Rehwild schießen, dann kann ich mehr dazu sagen.

Mit freundlichen Grüßen, Frank Klaas, Dienstag, 5. September 2006 10:53

Rehpansentreffer

Wundhöhlenwirkung: Druckwelle zerriß Reh die Rippen

Näheres dazu sieh bei Kraftstoß

Tag Herr Klaas,

das Reh, daß sie nicht selbst schossen, zu zerwirken wird bei dem Pansentreffer kein großes Vergnügen gewesen. Ich empfehle dem Manne seine Zielwahl zu verbessern. Ein 6,5 mm KJG, das über 1.050 m/s vZ  einen 13 kg Jährling mit sagen wir mal 18 cm Breite weich trifft, 1,5 g splittert und dabei auf 10,5 mm aufpilzt (bei solch Höhen Zielgeschwindigkeiten plattet das Kupfer ab, siehe Zerleger)  gibt etwa 2/3 seiner innewohnenden Wucht an das flüssige Ziel ab, wohl zehn mal so viel, wie bei einem Kammerschuß nur durch die Lunge. Das Geschoß beschleunigt im flüssigen, nicht verdichtbaren, Ziel den Panseninhalt längs und quer. Wenn die Rippen der Auslenkung nicht mehr widerstehen könne, die Druckwelle die überdehnt, brechen die.  Genau das zeigt das zweite Bild der Kammer von innen. Hier liegt also keine Besonderheit vor, sondern ein schlechter Treffer.

Einen Vorteil hat allerdings so ein Weichtreffer mit einer wuchtigen Geschoß. Da die Druckwelle die Wirbelsäule heftig erschüttert und die druckempfindlichen somit Nerven dehnt oder gar schert, unterbindet der Schlag zeitweilig die Rückenmarksfunktion unterhalb der Einwirkung. Wie bei einem Trägerschuß lähmen die Nervenwirkungen den Hinterleib. Das Tier fällt und kann hinten nicht wieder hoch. Bevor sich das Rückenmark erholt stirbt das Tier an den inneren Blutungen. So ein Treffer verhindert also jegliche Flucht.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Schwierige Gams

Guten Tag Herr Möller!

Ich brauche wieder Lutz Möller KJGnachschub! (X,Y,Z).

von einem Tiroler Berufsjäger hörte ich über das 7 mm Lutz Möller KJG in der 7x64 nur Gutes.

Ein befreundeter Jagdpächter, der Zeuge eines Gamsabschusses mit der (nicht von mir geladen) 6,5x68 KJG war, berichtete trotz Kammerschusses über fehlende Schußzeichen. Erst nach dem 5. Schuß und 70 - 80 m Fluchtstrecke  fiel die Gams um.

LM: Schuß 2 bis 5 hätte der sich sparen können! Wie oft und wo traf der Mann denn die Gams?

Aber sowas kennt der Gamsjäger. Wenn der erste Schuß nicht sitzt, hält eine Gams noch viel aus, quittiert weitere Treffer ohne Zeichnen und geht, was das Schlimme ist, noch weit, genau dorthin, wo man sie geländemäßig gerade nicht haben will. Die Bergung wird dann meist zum Problem. Auf der Einschußseite wirkte die Decke wie aufgeplatzt. Die Ausschüsse waren kalibergroß. Vielleicht ein Problem der (zu) Höhen Zielgeschwindigkeit, da die Splitterabgabe schon in der Decke der Einschußseite so vollständig erfolgte, daß die Kammer nur noch vom Bolzenstumpf in Vollmantelmanier durchschlagen wurde? Der Besitzer der 6,5x68 möchte jetzt die KJG Munition,  die er angeblich von einem gewerblichen Wiederlader in Österreich erworben hat, trotz fantastischer Präzision in seiner Steyr, loswerden.

LM: Unverhältnismäßig, übereilt und sinnlos! Besseres wird er nicht bekommen.

Liegt's an der Ladung oder am Geschoß?

LM: Die Geschichte ist unüblich. Andere Jäger kamen mit dem 6,5 mm KJG auf Gams gut zurecht. Ohne Bilder kann ich aus der Ferne nicht viel dazu sagen. Wenn es welche gibt, bitte ich die zu senden. Bitte fragen Sie mal oder geben die Rufnummer, daß ich den mal anrufe.

Womit wir wieder bei einer ewigen Erörterung angelangt sind. Ich persönlich habe mit den Lutz Möller Geschossen, vorausgesetzt sie bringen in der betreffenden Waffe die erforderliche Präzision, nur gute Erfahrungen sammeln können, alle Stücke lagen meist nach nur wenigen Metern, wenn sie nicht gleich umgefallen sind! Ein einziger sehr starker Keiler schaffte mit einem 8x68S-Leberknotenschuß an die 100 m, ohne einen einzigen Schweißtropfen auf der Fluchtfährte. Der (gute) Treffersitz ist wesentlicher und durch noch so gefinkelte Geschoßkonstruktionen nicht zu ersetzen! Mit Ihrer Ansicht, daß ein Geschoß hoher Geschwindigkeit besser tötet als ein langsames großer Masse gehe ich völlig einher. Über Stoppwirkung kann ich als Nicht-Afrikajäger nicht mitreden, möglicherweise liegen die Dinge da etwas anders.

Mit besten Grüßen, Ekkehard Widmann, Montag, 11. September 2006 16:33

P.S. An diesem Tag regnete es, die Decke war also naß!

Guten Tag Herr Möller!

Sie haben wie immer rasend schnell geliefert, die Geschosse sind heute wohlbehalten angekommen! Danke! Übrigens soll der unglückliche Gamsjäger Stefan Egger heißen, wieviel sonstige Jagderfahrung er hat, kann ich nicht sagen. Möglicherweise hat die nasse Decke doch zum verfrühten Zersplittern der Geschoßspitze geführt.

Mit freundlichen Grüßen, Ekkehard Widmann , Montag, 18. September 2006 14:25
 

Hallo Herr Möller,

bitte senden sie mir 200 Stk Lutz Möller KJG im Kaliber 6,5 - Geschoßgewicht 6 Gramm. Meine Adresse lautet wie folgt:  Stadt - Land  - Fluß - Österreich

Gerade heute habe ich eine Büchse in 6,5x68 bestellt, Drall 250 mm, was mich jedoch nicht sonderlich stört da ihr Lutz Möller KJG ja auch bei diesem Drall gut fliegt. GGF. könnten sie mir bitte auch noch ihre Ladedaten von der unten angeführten Ladung mit dem Hornady V-Max zukommen lassen? Ich würde diese Ladung zum Üben verwenden, oder würden sie einem Lapua Scenar mit 6 g den Vorzug gegenüber dem V-Max geben?

Tag Herr Zeller,

Als Übungswaffe würde ich ein Kleinkalibergewehr nehmen, nicht die hochgezüchtete 6,5x68. Die Leistung dieses Flitzers ist gewaltig, der Verschleiß auch. Sicher müssen Sie sich mit der Waffe vertraut machen, aber hunderte Schüsse zum Üben herauszujagen frißt den Kegel schneller kaputt, als Ihnen lieb ist. Schießen Sie Büchse mit dem KJG ein. Wenn Sie wollen ermitteln Sie auf 300 m mit der Ladungsleiter die schwankungsunempfindlichste Ladung, der bleiben Sie einfach beider empfohlenen 6,5x68-KJG-Ladung. Meist ist die für die Jagd gut genug. Dann prüfen Sie mit der eingeschossenen Waffe auf 100, 200 und 300 m ihr Können und notieren die wahre Flugbahn und lassen es dabei bewenden, sofern Sie nicht noch mal nachstellen. Dann jagen Sie damit aber üben mit dem KK.

Und noch eine Frage: Von welchem Hersteller haben sie ihre 6,5x68 Matrizen RCBS oder Hornady? Kennen sie jemand des außer Triebel eine Halskalibriermatrize für diese Kaliber anbietet?

Gruß aus Österreich , Dominik ZELLER , Montag, 11. September 2006 19:29

Ich benutze RCBS, aber Hornady soll auch gut sein, höre ich immer wieder. Nein, ich weiß nicht wer Halskalibriermatrize herstellt.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Keine halben Füchse mehr

Hallo Herr Möller,

gestern Abend hatte ich mit meiner Sauer 90; 6,5x68 mit Ihren Kupferjagdgeschoß mein erstes Stück Wild gestreckt, einen Fuchs auf 50 m. Der Ausschuß durchmaß etwa 5 cm. Ich war sehr erstaunt. Meine vorherige Ladung RWS 6 g Teilmantel spitz hätte den Fuchs auf diese Entfernung in 2 Teile zerlegt. Ihrer Arbeit gilt mein größter Respekt und höchste Anerkennung.

Mit freundlichen Grüßen, Matthias Ahlborn, Mittwoch, 13. September 2006 09:11
 

Danke Herr Ahlborn,

und mit derselben Waffe und Ladung strecken Sie die dickste Sau, und das bis 300 m wenn es sein muß, aber das wird dann wohl eher die Gams sein.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Steyr S

Guten Tag Herr Möller !

Ich lese öfters in Ihrer Seite.

Ich hätte gern eine Präzisionsverb. In meinem Steyr S in 6,5x68. Ich habe schon sämtliche Geschoßsorten zwischen 6 und 9 g versucht.

LM: 9 g Geschosse aus der 6,5x68? Dafür ist die nicht gebaut!

Jagdlich gehen sie noch, aber für einen Wiederlader reicht's halt nie.

LM: Achtung: Beachte die Lauflebensdauer !

Daher frage ich Sie, glauben Sie daß sich die Genauigkeit mit dem 6 g KJG  bessert. Ich möchte das 6 g halt nur  der Höhen Vo wegen haben. Ich habe das neue 72er Zeiss für weite und weiteste Schüsse montiert.

Vielen Dank im voraus. Weid Heil !

Mit freundlichen Grüßen,  Rauter Horst, Donnerstag, 19. Oktober 2006 19:53

Rückstoßfreie 6,5x68

Sehr geehrter Herr Möller,

danke für Ihren Rat und Ihre Antwort. Ich weiß, so viele Waffen ergeben keinen Sinn. Aber nicht alles, das wertvoll ist, muß auch einen Preis haben. Und nicht alles, das Freude macht, muß Sinn stiften. Ich könnte alles was ich will mit meinem TRG-42 in .338" Lapua jagen oder mit dem alten Brünner in 7x64. Ich werde mit meinem Büchsenmacher Rücksprache halten und melde mich dann wieder bei ihnen. Wenn es Ihre Zeit erlaubt möchte ich noch um Antwort zu folgenden Fragen ersuchen:

Macht eine Rückstoßbremse auch für die 6,5x68 Sinn?

LM: Ja. Gerade diese Patrone 5g Pulver- bei 6g Geschoßmasse läßt sich hervorragend bremsen. Die hdp-Bremsen können den Rückstoß fast vollständig ausgleichen, so daß ein fast rückstoßfreies Gewehr entsteht.

Die 9,3x62 schieße ich mit dem 11,7 g-Geschoß (~ 5.000 Joule und 915 m/s) ohne jede Schwierigkeit und ohne zu mucken.

Haben alle Bremsen, unabhängig vom Kaliber, den gleichen Außendurchmesser?

LM: Siehe 7,6 mm hpd | 8 mm hdp | 9,3 mm hdp | 10,3 mm hpd Achtkant | 10,3 mm Kornsockelseitenbläser, oder nein!

Welchen Drall und Lauflänge empfehlen Sie für die 6,5x68?

LM: Von 200 bis 250 mm. Letzter ist üblich. Ersterer ist bei anderen 6,5 mm Patronen gängig. Der Lauf soll mindestens 65 cm lang sein.

Nochmals Dank für Ihre Mühe und eine Gutes Neues Jahr 2007!

Erhages, Montag, 1. Januar 2007 21:16

6,5x68, Silberling, Kitz

Moin moin Lutz,

wir hoffen, es geht Euch gut und alles ist ok?!

Ich warte täglich auf eine 6,5x68 mit 65 cm-Lauf von Waffen-Frank zur Ansicht. Sie ist älteren Baujahres, M 98 (98er liebe ich ja wie Du weißt), aber nur eingeschossen worden, so versichert jedenfalls der bekannte Waffenhändler. Sie war eine Schrankwaffe eines älteren Jägers, der immer mal in die Berge wollte aber das nie geschafft hat. Nun hat der schwarze Mann ihn geschafft und das gute Stück ist über und ging an das Waffenhaus Frank. Nun würde ich gern damit schießen, habe aber bisher weder Hülsen, Matritze usw.. Stehen bei Dir ggf. noch ein einige Schuß für den Versuch herum?

Alte Bestände

LM: Ja!

Könnte ich sie Dir abkaufen? Ich bekomme das Ding nur 8 Tage zur Ansicht. Den Lauf sollte ich mir sicher sehr genau anschauen., Nach 500 - 700 Schuß dürfte wohl mit Sicherheit Brennschluß sein. Na ja, sicher wie bei allen Flitzern dieser Art.

LM: Torsten, über 500 Schuß darfst du nicht erwarten. Die alten 6,5 mm KJG sind aus, aber die neuen 6,5 mm KJG spitz sind noch nicht da. Das stört aber nicht. Die Waffe können wir dennoch prüfen. Bei meinem 2004er Besuch 4 in Amotfors, tauschten mir die freundlichen Normaleute Lutz Möller KJG und Rückstoßbremsen gegen eigene Erzeugnisse:

6,5 mm Bleiflitzer von Lapua, Norma und anderen

Norma

Das kurze zweite von rechts ist von Norma und geeignet. Zeh gezünderte Hülsen sind auch da. Pulver fehlt zwar, aber ich weiß, wo was steht. Insofern kriegen wir das hin!

Übrigens hatte ich eine 5,6x61 SE v. H. im Handel. Dann stellte sich aber heraus, daß der Lauf nur 65 cm lang ist ... . Und dann sollte sie ein Heidengeld kosten. Ich habe abgesagt.

Bis denne und beste Grüße! Torsten,  Dienstag, 13. Februar 2007 21:10

Lust auf Neues

Waidmannsheil lieber Lutz,

ich bin bereits begeisterter Nutzer der Lutz Möller KJG. Schieße 8x68 S und 6,5x68. Wunderbare Schußleistung, wenig Zerstörung, bin Wiederlader, habe von den Neuen gelesen - die mit der schwarzen Spitze - möchte sie natürlich sofort versuchen

Albert Neuhold, Montag, 5. Februar 2007 22:28

6,5 mm KJG spitz

6,5 mm Kupferjagdgeschoß; 6 g schwer; 31,5 mm lang; BC 0,452

Gutes zu verbessern ist nicht einfach, mit gewissem Aufwand, nämlich einer windschnittigen Plastikspitze dennoch möglich. Das 6,5 mm KJG wächst bei gleicher Masse etwas in die Länge. So hält es die Schnelle etwas besser gegen den Wind als sein Vorgänger. Die Flugbahn steckt sich noch ein wenig siehe 6,5x68 KJG Munition.

Lutz Möller

Moin moin Lutz,

gestern sind die 6,5 mm KJG eingetroffen und ich habe mich am Abend noch an das Laden gemacht. 50 Stck. sind fertig. Zum Schießen und Gans vertilgen könnten wir Freitag oder Samstag, jeweils am Nachmittag. Will bis dahin noch .30"R laden und versuchen, die dann auch auf eine 300-m-Scheibe zu bringen.

Bis denne - Torsten, 27. März 2007

4 Böcke in Ungarn

Frischlinge bei der Mutter

Hallo Herr Möller,

mit der 6,5x68 wurden in Ungarn 4 Böcke Lutz Möller KJG Beute.

Braver Bock aus Ungarn

Knochensäger

Bei Schußentfernung zwischen 100 und 250 Meter fielen und lagen alle Stücke lagen im Feuer. Mein Bestand an den alten 6,5 mm KJG aufgebraucht und meine Gewehre brauchen neues KRAFTFUTTER. Ich benötige jeweils 100 St. für meine 6,5x68, 8x68S und für die .308" Win.

Schweinfleisch auf dem Grill

Wie die das Bild vom Schweinehals auf dem Grill zeigt, hatten wir genügend Kraftfutter für uns.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, H. Beier, Dienstag, 15. Mai 2007 14:30

Lies Steyr Luxus geplatzt !