Drückjagd Hainich 2

November 2005

Hainich

Hallo Lutz,

ich hatte Heute wieder eine Jagd im Nationalpark Heinich. Dies mal auf einem alten Schießplatz bei Weberstädt. Das Wetter stimmte und es waren 70% Hundeführer aus den Stöberhundgruppe Thüringen vor Ort. Die Anderen waren Gäste und Parkförster. Diese Zusammenstellung garantiert immer eine gute Strecke und gute Schüsse. So auch Heute.

Blick vom Stand

In der ersten Stunde sind noch alle Hunde am Stand der Führe, aber durch die Beunruhigung mit den Fahrzeugen und Stände angehen wird schon so manches Reh auf die Läufe gebracht und die ersten Schüsse lassen nicht auf sich warten. Ab 10 Uhr geht dann die Hatz richtig los. So auch bei mir. Mein Hund stöberte erst mal einige Rehe auf und die Post ging ab.

Tony bei der Arbeit

Natürlich in die falsche Richtung. So saß ich nun ganz allein und lauschte den Hundegeläut. Kurze Zeit später kam mein Tony mit einem Reh in meine Richtung. Man kann natürlich nicht sofort sehen ob es nicht ein Bock ist, also warten. Die Nerven sind bis zum Anschlag gespannt. Links in 50 m Entfernung dann die Gewißheit es ist ein Schmalreh. Büchse hoch und mit ziehen, Schuß und Überschlag des Rehs. Erleichterung macht sich breit. Das erste Stück ist sicher. Tony ist kurze Zeit Später am Stück und ich lobe ihn sehr.

Anderer Blick

Doch da ist im Hintergrund schon wieder Geläut der Hunde zu hören und mein Hund ist schon wieder unterwegs. Im Augenwinkel nehme ich eine Bewegung wahr und drehe mich langsam um. Ein Fuchs will sich davon schleichen. Ein kurzer Pfiff und er steht wie angewurzelt bis ihn meine 9,3x62 MJG von den Läufigen holt. Lange kann ich mich nicht besinnen und Tony treibt mir das nächste Stück zum Stand, Eine Ricke mit Kitz. Waffe hoch und schon liegt das Kitz. Mein Hund bleibt nicht am Stück sondern folgt der Ricke durch die Büsche. Inzwischen nähert sich das Geläut von einer Brandelbracke, und da ist ein Keiler mit ~ 80 Kg auch schon auf der Schneise . Ich komme nicht zum Zücken der Kamera und mein Auge kann noch nicht den Film abspielen. Das wäre noch mal was für die Wissenschaft.

So, denke ich, das war's für Heute. Aber ich habe die Rechnung ohne meinen Hund gemacht. Kurz vor Ende kommt noch die Ricke zur Strecke. Da erst wird mir bewußt, das ich die Kreaturen ja den ganzen Weg zurück schleppen muß, 300 m bis zum nächsten Weg durch der Natur überlassenes Gelände. Die Quälerei habe ich dann auch noch geschafft und werde Morgen zur Jagd in Gerstungen wohl alle Klamotten wechseln können.

Gruß Klaus, Dienstag, 22. November 2005

Strecke

Bunte Schweinchen

Strecke verblasen