Zeitgemäße Kurzwaffenmunition

für Jäger

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Inhalt Gebot | Karabinermunition | Feldpistole 7,5 FK | Gasbremse | Ungelöste Aufgaben | 357SIG | Fangschußmunition | Federal EFMJ Geschoß | Fangschuß-Zielwahl | Munition für Faustfeuerwaffen in Österreich | Kurzwaffen-Vorzugspatronen | Nachsuchewaffe

Lies auch Kurzwaffenantrag | Auf Sauen#Krach im Dunkeln

Gebot

357 SIG Geschosse aus Dachs | große Corbon Munition

Aufgrund des kommenden Bleiminderungsgebotes nach der Technische Richtlinie Jagdgeschoß wird auch für den Fangschuß mit der Kurzwaffe, insbesondere auf wehrhafte Sauen, wirksam Munition geschaffen werden müssen, denn die gibt es heute so nicht. Von euch würde ich nun gern hören, welche Munition ihr wollt.

Waidmanns Heil, Lutz Möller 

Karabinermunition

Der Begriff Karabiner stammt aus dem 17. Jahrhundert. Er aus französisch carabine „Reiterflinte“, auch „kleine Armbrust“ entlehnt. Der Begriff kommt von von carabin „leichter Reiter“.

Betreff: Kurzwaffenmunition für Jäger

Hallo Lutz,

suchst Du eine neue Herausforderung☺?

Wie auch immer, mein Wollen geht in Richtung Kurzwaffenmunition, die das leistet, was Deine Flitzer leisten. Nur bis dreißg Meter Schußentfernung.

Abgesehen von der Kurzwaffenanwendung als Fangschußwaffe spinne ich mal ganz entspannt in Richtung Carbine-Umbau von Pistolen, (wie z.B. Roni) als ultrakurzer Langwaffenersatz für Durchgehschützen und Hundeführer.

7,63 Mauser für Carbine. Der Klassiker von 1896

Mauser C96Mauser Tokarev Munition 7,62x25

Mauser Carabiner 96 „Besenstiel“

Leichen pflastern seinen Weg

Mauser Carabiner 96 „Besenstiel“ im Italo-Western „Leichen pflastern seinen Weg“

357 SIG

357 SIG

40S&W

.40 Smith & Wesson

LM: Gar nicht dumm ☺!

Mit einer Glock in .357 SIG (wie meiner) kann da „richtig was gehen“! Und nach 17 Schüssen aus der Glock sollte wohl jede Aufgabe erledigt sein

LM: Wie wäre mit dem ersten Schuß gleich richtig zu treffen?

Stefan Simm, Mittwoch, 16. November 2016 22:22

Feldpistole 7,5 FK

Betreff: Karabinermunition

Es gäbe ja eine technische Lösung 7,5 FK. Solids mit der Kurzwaffe mit einer v0 von 610 m/s. Geschoß, Hülse und Waffe neu entwickelt. 7,5 FK Maßtafel

Grüße, Claus Ziegler , Mittwoch, 23. November 2016 18:11

"The field pistol is a sporting pistol designed primarily to be used in long range competitions, silhouette shooting, hunting, and generally any pistol shooting sport that requires the ability to engage targets at longer ranges."

Ja, stimmt – ganz vergessen – tz – tz. So sieht die aus:

7,5 FK

7,5 FK

7,5 FK

7,5 FK

7,5 FK

Allederings zeigt dieser Film, wie sich die Geschosse im weichen Ziel drehen (taumeln). Das soll nicht sein. Das kann ich besser.

Gut: Der Klappschaft ☺!

Also muß ich mir wohl mal eine zulegen. In Deutschland von

Waffen-Hiendlmayer GmbH | E-mail: mail@waffen-hiendlmayer.de | Web: www.waffen-hiendlmayer.de
Landshuter Str. 59
84307 Eggenfelden

Betreff: Kurzwaffenmunition

Der erzieherische Ansatz mußte kommen.

Klar soll der erste Schuß treffen, für einen zweiten kann es im Dicken schon eng werden. Aber lasse die Möglichkeit nicht außer acht, daß man auch mal mehrere Schweine picken kann.

Roni oder ähnlicher Schaft mit Rotpunktvisier. Roni  ist einer der vielen Hersteller für sogenannte "Carbine Conversions" Hier beispielhaft anzuschauen oder da. Ich bevorzuge Aimpoint, Pistole mit leicht verlängertem Lauf, damit man einen Schalldämpfer montieren kann und los kann es gehen.

LM: Klar muß ein Dämpfer drauf. Offene, kurze Pistolenläufe sind zu laut. Krach ohne Dämpfer hält kein Ohr aus!

Gasbremse

Steyr GB

Steyr GB

Steyr GB Teile

Steyr GB Teile

Bei der alten Steyr GB oder neuen Walther CCP Pistole mindern Gasbremsen nach Bernatzky den harten Rückschlag. Das Kürzel „GB“ steht für den Begriff „GasBremse“. Er weist auf den mittels Gasdruck verzögernd öffnenden Verschluß hin. Sehr pfiffige Gasbremse☺! Die starre Laufbefestigung am Griffstück ist eine unabdingbare Vorraussetzung einen Dämpfer funktionssicher befestigen zu können, d.h. ohne das Selbstladen zu stören, und verschiedene Munitionen „klaglos zu verdauen“. Andersartige Kurzwaffen (außer einschüssige Kipplaufpistolen) sind kaum bis gar nicht geeignet Dämpfer anzubauen.

Beste Grüße, Stefan Simm

Betreff: Kurzwaffengeschosse

Hallo, auf ihre Frage welche KW-Geschosse gewünscht werden melde ich .40S&W Bedarf an.

WH Steffen Keck , Mittwoch, 16. November 2016 23:39

Betreff: Zeitgemäße Kurzwaffenmunition für Jäger

Sehr geehrter Herr Möller,

sehr wahrscheinlich trage ich nun Eulen nach Athen. Bestimmt kennen Sie das THV:

THV

tres haute vitesse

Diese Geschosse sind recht gut durch Festes gegangen (Schutzwesten), sollten also auch gut durch Schädelknochen gehen. Wie man das hohle Geschoß spanend wirtschaftlich herstellt, weiß ich nicht.

LM: Das kann man drehen. Dabei wird es von verschieden Seiten gefaßt. Für heutige Maschinen ist das leicht möglich.

Man könnte es auch voll lassen, schwerer, langsamer, tiefenwirksamer denke ich. Dieser Nachbau ist voll. Lehigh „Xtreme Defense“ und „Xtreme Penetrator“ scheinen von ähnlichen Gedanken getragen zu sein. Womöglich sind diese fertigungstechnisch einfacher:

Zu letzteren gibt es auf Youtube einige Gelatinebeschüsse Diesen finde ich ganz gut:

Für den Fangschuß geeignete Geschosse könnten auch zur Selbstverteidigung geeignet sein, hoffe ich. Bei uns in Österreich (nicht nur da) ist Selbstverteidigung ein anerkanntes Bedürfnis für Schußwaffen. Daher darf die Waffe geladen verwahrt werden. Andererseits haben wir gesetzliche Beschränkungen bei Teilmantelhohlspitzgeschossen. Daher ist Fiocchi EMB beliebt. Ich vermute, Jäger haben ähnliche Bedürfnisse, aber mit mehr Gewichtung auf Tiefenwirkung.

LM: Was wollen Sie denn vorrangig? Welche Aufgabe? Welche Leistung? Welches Kaliber?  Das frage ich. Die Lösung(en) derselben zu bieten fällt mir gewiß ein.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas P., Donnerstag, 17. November 2016 02:58

Ungelöste Aufgaben?

Hallo Lutz,

bleifreie Kurzwaffenmunition gibt’s schon lange. Ich trage schon jahrelang solche in meinem 44 er 4“ Taurus mit mir rum. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Du da was revolutionäres beisteuern könntest. Zumal, schau Dir mal die Preise an.

LM: Ein „kann-ich-auch“-Geschoß werde ich nicht bauen. Wenn, dann nur etwas besseres, besonderes. Daher frag ich nach bislang ungelösten Aufgaben

Waidmannsheil von Rainer, Donnerstag, 17. November 2016 12:50

357SIG

Betreff: Zeitgemäß e Kurzwaffenmunition

Hallo Herr Möller,

als zeitgemäße Kurzwaffenmunition würde ich an Ihrer Stelle die weit verbreiteten 9 mm sowie .40 S&W wählen. Ich z.B. habe versucht die Kurzwaffe die Sie befürworten, (Steyr M-A1) in .357 SIG zu bekommen.

Steyr Pistole MA1

Steyr Ma1

Die wurde von Steyer auch mal in 357SIG gebaut, ist nur leider nicht mehr erhältlich.

Steyr Wechselsystem

Steyr MA .40 S&W Wechelsystem

Die Waffenindustrie baut das gekauft wird. Das ist in erster Linie 9 mm, dann kommt .40 S&W. Für diese beiden Patronen können Sie als Kunde Ihre gewünschte Waffe zu bekommen. Das sieht in .357 SIG leider anders aus. Bei Sig Sauer sollte das Modell P320 auch in .357 SIG kommen. Die bestellte ich bei meinem Händler, nur leider nie bekommen, da Sauer, wohl auf Grund mangelnder Nachfrage, wieder zurückgerudere und das Modell dann doch nur in 9 mm und .40 S&W anbot. Ich selbst vertage meinen Kurzwaffenkauf, da die noch angebotenen Waffenmodelle in .357 SIG. (vornehmlich Glock 32) mir nicht liegen und die 9 mm und .40 S&W mit den derzeit angebotenen Geschoßtypen meiner Meinung nicht als Fangschußmunition geeignet sind.

Gruß, Malte Karitzky, Donnerstag, 17. November 2016 12:58

PS: Haben Sie noch fertig geladene Munition in .223 am Lager? Wenn ja, mit welchem Geschoß und zu welchen Preisen?

Ja, am Lager. Geschoß 5607. Schachtel je 50 Stück 160 €

Fangschußmunition

Hallo Herr Möller,

Ich bin sicher nicht der Einzige, der Tiefenwirkung und Splitterwucht auch bei Fangschußmunition für die Kurzwaffe vermißt. Die Gesetzmäßigkeiten auch in diesem Bereich ein kleineres Kaliber (als .357 Mag / .44 Mag) zu wählen sind die gleichen wie bei der Langwaffe.

LM: Aber nicht die Geschwindigkeiten. Dashalb kann das, was für die Jagd aus Büchsen nützt, aus Pistolen nicht glücken. Lies Kurzwaffenmunition.

Waidmannsheil, Alexander N., Freitag, 8. September 2017 15:58

Betreff: Kurzwaffen-Munition

Ich wäre für für 40 S&W, die ich bereits seit Jahren erfolgreich aus einer Glock verschieße.

LM: Zu welchem Zwecke? Was wollen Sie denn vorrangig? Welche Aufgabe? Welche Leistung?

Mit freundlichen Grüßen, Andre Kohlstadt, Donnerstag, 17. November 2016 08:51

Herr Möller,

ich nutze meine die Glock mit einem Federal EFMJ Geschoß.

Federal EFMJ Geschoß

Federal EFMJ Geschoß, lies dazu bei Patrick

Die Wirkung als Fangschußpatrone ist gut. Rehund Sau verenden schnell.

LM: Zielwahl? Haltepunkt?

Munition lädt zuverlässig nach. Bei 150 Schüssen auf dem Schießstand und der Jagd erlebt ich kene Störungen.

Ein Kurzwaffenfangschußgeschoß soll auf einer kurzen Strecke im Wild starke, schnelle Wirkung bieten, Querschläger im Straßengraben vermeiden und Jagdhunde weniger gefährden. Die Schußentfernung beträgt bis zehn Meter. Streukreis 3-4 cm auf 10 Meter reichen.

Ich meine aber, 9 mm Parabellum wird häufiger als meine 40 S&W gewünscht.

Lg u Wh, Andre Kohlstadt, Donnerstag, 17. November 2016 11:47

Betreff: Kurzwaffenmunition

Hallo Herr Möller,

da auch ich eine Glock in .357SIG u.a. auf Nachsuche erfolgreich führe, melde ich hiermit Bedarf auf entsprechende zeitgemäße Munition an. Eigenschaften des Geschosses: gute Tiefenwirkung, richtungsstabil, keine bis wenige Splitter.

LM: Ja. Sehr gut für ZNS-TReffer geignet.

Wäre das möglich?

LM: Ja. Wo wählen Sie beim Fangschuß Ihr Ziel?

Mit besten Grüßen aus der Schorfheide, Marko Stelter, Donnerstag, 17. November 2016 15:34

Lapua CEPP

Lapua CEPP

Betreff: Fangschußmunition

Hallo Lutz,

betreffs Deiner Anfrage wegen Fangschußmunition, möchte ich Dir folgende Eigenschaften mitteilen. Wohlwissend, daß die eierlegende Wollmilchsau nicht zu machen ist, seien hier alle meine Wünsche aufgelistet:

  1. Kaliber: 9 mm und 45 ACP und alle anderen

  2. schnelle Wirkung

  3. tiefe Wirkung auf harte Ziele (Sauschädel)

  4. ohne Splitter

  5. keine Appraller auf harten Untergrund auftreffend (z.B. Straße). Bestes mir bekanntes Produkt in diesem Punkt ist Lapua CEPP.

  6. optimale Ballisitik / Genauigkeit bis 10 m

MW, Schweiz, Freitag, 18. November 2016 11:03

Die zu 2., 3. und 4. passenden Zielwahlen sind nur (von vorn) Hirn, Träger und (von der Seite) Zielwahl für nahe Ziele

Forderung 4. und 5. werden kaum gemeinsam zu erfüllen sein.

Fangschuß-Zielwahl

Herr Möller,

wir flogen im Sommer einen Rundflug am Gardasee mit einer Cessna. Meine Frau durfte in der Luft mal für eine halbe Std. steuern. Sie war u. ist begeistert!

Zielwahl. Trägerschuß beim Fangschuß, einmal auf die Kammer (Sau) u ggf. das Haupt, sollte die Sau annehmen.

Wh, Andre Kohlstadt, Donnerstag, 17. November 2016 13:16

Betreff: Kurzwaffenmunition-Zielwahl

Das bestimmt die Lage.

Marko Stelter, Donnerstag, 17. November 2016 17:55

Munition für Faustfeuerwaffen in Österreich

Lieber Lutz,

betreffend Munition für Faustfeuerwaffen gilt in Österreich die Gesamte Rechtsvorschrift für 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung, Fassung vom 18.11.2016

Expansivmunition
§ 5. (1) Patronen für Faustfeuerwaffen mit Teilmantelgeschossen mit offenem oder geschlossenem Hohlspitz sowie Geschosse für diese Patronen sind mit 1. Jänner 1998 verboten.

Insofern wäre ich dankbar über Patronen in 9x19 mm Luger, benannt nach dem Tiroler Georg v. Luger, der seinerzeit die P08 entwickelte, die den heutigen Rechtsvorschriften im Alpenland entsprechen.

LM: Lieber Stefan, wirf mal einen Blick auf das Federal EFMJ Geschoß.

Ich selbst verwende ausschließlich gezogene Läufe, auch bei Faustfeuerwaffen. Es dürften viele Polygonläufe im Umlauf sein, was ggf. Beachtung bei der Gestaltung der Führbänder erfordert.

Liebe Grüße, Stefan, Freitag, 18. November 2016 10:45

Hohlspitzegeschosse in Österreich für Sportschützen und Jäger erlaubt | 21. November 2016

Kurzwaffen-Vorzugspatronen

Lieber Herr Möller!

Meine Erfahrung, basierend auf praktischem Pistolenschiessen und Nachsuchen auf Sauen:

.357 Magnum aus einem Revolver mit Vierzolllauf, leichte, harte Geschosse. Penetriert ausreichend und die Splitter treiben noch gut ins Gewebe.

44 Mag kaum von jemandem sicher beherrschbar.

9x19 penetriert gut, hat aber insgesamt zu wenig Energie um die Splitter ausreichen tief zu treiben.

.45 ACP komplett ungeeignet! Die dringt nicht tief genug ein, haut die Sau um aber tötet nicht, reizt sie nur noch mehr!

40 S&W sowie .357 SIG und 10 mm Auto wären von ihren Kenndaten auch geeignet , aber ich kenne niemanden mit repräsentativen Erfahrungen. Außerdem geht es bei Vorzugspatronen auch um die Verfügbarkeit der Komponenten.

Daher empfehle ich klar, nur hierfür Geschosse zu entwickeln: .357 Mag (ev passen die auch für .357 SIG?) 9x19, Ev. noch .44 Mag und 40 S&W wenn der Bedarf da und es wenig Aufwand ist.

Vgl. Sie hierzu die Erkenntnisse aus den Dreißigerjahren in „Sixguns“ von Elmer Keith (alt). Hier günstiger (neu). Da kann jeder nachlesen was in der jagdlichen Praxis funktioniert.

Vgl Sie hierzu auch die Resultate von Ed Sanow in "Handgun Stopping Power". Ein leider vergriffenes Buch aus den 80ern.

LM: Der Mann beschäftigte sich mit dem Schuß auf Menschen. Für Jäger erzählte zu viel Unsinn!

Höchste Wahrscheinlichkeit der Tötung von Menschen bei .357 Mag mit leichten Geschossen größter v0. Damals 8 g Glaser Bullets. Die Stichprobengrößen seiner Studien sind zwar klein und das Signifikanzniveau ist fraglich, aber es ist nach wie vor die umfangreichste empirische Untersuchung.

Alwe, Dienstag, 22. November 2016 09:20

Bislang kamen keine neuen und zugleich erfüllbaren Anforderungen für den Fangschuß, die nicht schon (mehr oder weniger) von vorhandener Munition erfüllt würde, meine ich.

Allerdings gibt es (fast) keine Karabiner für Jäger und dazu passende Karabinermunition. Karabiner meinen leichte und kurze Reitergewehre. Der heutigen Mode entprechend werden Jagdwaffen immer kleiner. Insofern wäre auch mal über ein Kurzwaffe zur Jagd nachzudenken, die für Sauen allerdings die gesetzlichen Anforderungen  2.000 Joule auf 100 Meter erfüllen müßte. Darüber hinaus darf man mit Kurzwaffen in Deutschland, außer zum Fangschuß, nicht jagen. Das kann die 8x33 allerdings gut, auch auf größer Entfenrungen, bei denen die üblichen Kurzwaffen nicht genügen. Insofern bliebe es bei einer kann? Dieser StG 44 Nachbau verschießt leider nur .22lfB. Als zuschießendes Gewehr ist nicht für genaue Treffer geiegnet. Da müßt also was Neues her. derzeit denke ich nicht weiter darüber nach.

Lutz Möller November 2016

Betreff: Kurzwaffen-Vorzugspatronen

Hallo Herr Möller,

in o.g. Sache möchte ich auch etwas zum Besten geben.

Die .357 Magnum ist wohl das am besten geeignete Kaliber für jagdliche Zwecke. Wegen der Höhen Energie, die im Verhältnis zum Geschoßdurchmesser freigegeben wird, ermöglicht sehr Höhe Eindringtiefen und bei entsprechender Geschoßgestaltung auch ausreichend Splitterwirkung.

LM: Nein. Messingene Kurzwaffengeschosse sind im allgemeinen zu langsam um zu splittern.

Alle Kaliber darüber sind entweder zu schwer (.44 - .500 Mag.-Revolver, .44 Mag. oder .50 AE Desert Eagle) und damit zu unhandlich, was wiederum zu Gefahren führt - gerade wenn die Sau annimmt. Oder sie sind zu schwach (.45 ACP) und überhaupt nicht auf Wild geeignet, weil keinerlei Tiefenwirkung vorhanden - da kann ich auch gleich mit Schrot auf die Sau schießen.

Die zweitbeste Variante ist wohl die .357 SIG. Dabei handelt es sich nicht um ein .357 Zoll Kaliber, sondern um ein .355" = 9 mm mit einer Länge von 22 mm, Es handelt sich um eine am Hals eingewürgte .40 S&W-Hülse, die mit einem 9 mm Geschoß geladen wird. Sie ist besonders für ihre Durchschlagskraft bekannt. Und damit kommen gleich mehrere große Pluspunkte ins Spiel, die ich anhand meiner Glock 31 beschreiben möchte.

Die Glock 31 ist eine .357 SIG, die exakt die gleichen Maße aufweist, wie die 9 mm Para. Deshalb habe ich für die Waffe einen 9 mm-Wechsellauf (ja, tatsächlich ausschließlich der Lauf), den ich einfach nur einbaue und damit günstig auf dem Schießstand üben kann. Zur Jagd wechsele ich auf den .357 SIG-Lauf und verwende dann die Munitions mit deutlich mehr Energie. Da das Kaliber gleich bleibt, ist der Lauf keine eigene Waffe, sondern lediglich ein waffenrechtlich zu erfassendes Ersatz- oder Austauschteil, das in die WBK eingetragen werden muß. So hat der Jäger immer noch eine Kurzwaffe auf der WBK frei, obwohl er schon zwei Sorten Munition verschießen kann. Wenn ich das vor dem Kauf der Glock 31 bereits alles so genau gewußt hätte, wäre meine Wahl sogar auf die Glock im Kaliber .40 S&W gefallen, weil die in den Baumaßen ebenfalls identisch ist mit der .357 SIG und der 9x19. D.h., der mit dem Gedanken spielt, sich eine Kurzwaffe kaufen zu wollen, um auf dem Stand ausreichend zu üben, ohne pleite zu gehen und eine kraftvolle Kurzwaffe für die Jagd zu haben, sollte m.E. zur Glock 22 (.40 S&W) greifen.

  1. Die Waffe ist im Anschaffungspreis unschlagbar. Die produzierte Stückzahl ist so hoch, daß der Verkaufspreis bei 50 % und weniger anderer Hersteller beträgt.

  2. Sie kann günstig mit Wechselläufen in den Kalibern .357 SIG und 9x19 ausgestattet werden (Nur Lauftausch; eventuell auch die Feder, die aber sehr günstig ist). Damit stehen 3 Kaliber zur Verfügung.

  3. Kein Verlust eines WBK-Platzes, weil Kaliber der Läufe gleich oder kleiner.

  4. Die Glock ist die AK 47 der Kurzwaffen. Sie funktioniert immer und ist dennoch sehr genau.

  5. Sie hat drei automatische Sicherungen, die sich bei gewollten Betätigen des Abzug abstellen und nach dem Schuß wieder anstellen - gerade bei Nachsuchen ist die Sicherheit bei voll gegebener Spontanität ein wichtiger Aspekt.

Damit will ich keine Werbung für Glock machen, aber meine Erahrung ist durchweg gut und die will ich auch nicht verschweigen; andere Hersteller bieten sicher auch hervorragende Pistolen.

Das eigentlich Thema lautet ja aber Kurzwaffen-Vorzugspatrone, und da fällt die Antwort aus o.g. Gründen kurz aus: Jagdlich relevant dürften eigentlich nur .357er und .355er-Geschosse sein. Erstere dürfen länger sein, weil sie aus einem Revolver verschossen werden, während letztere eine deutlich geringere Maximallänge nicht überschreiten dürfen, weil sie mit dem Ladevorgang einer halbautomatischen Pistole kompatibel sein müssen.

Ich persönlich würde sofort .357 SIG LM-Munition bei Ihnen kaufen. Das LM-Geschoss sollte eine gewisse Splitterwirkung aufweisen

LM: Dafür ist die Munition zu langsam!

aber hauptsächlich auf Eindringtiefe getrimmt sein - je tiefer das Geschoss von vorn in die Sau eindringt, desto besser.

Gruß, Neukunde, Dienstag, 22. November 2016 19:21

 Nachsuchewaffe

Sehr geehrter Herr Möller!

Wenn es um die beste Nachsuchewaffe geht, dann hätte ich da einen heißen Tip, nämlich die Big Boy Henry Rifle. Die kann man in .357 Magnum, oder .44 Magnum haben. In der Carbine-Ausführung hat sie einen lediglich 42 cm langen Lauf und einen großen Unterhebel zum schnellen Repetieren. Damit ist sie deutlich unter 90 cm lang, das Magazin faßt 7 Patronen. Der Lauf ist lange genug, um alles aus den Revolverpatronen herauszuholen (+ 15 - 20 % Leistung gegenüber Revolverläufen).  In der .44er Variante würde mir so ein Karabiner auch gut für die Drückjagd gefallen. Mit den schwereren Geschossen (ab 17,2 g) ist sie sicher jeder Sau gewachsen, wenngleich sie den Bestimmungen des Jagdgesetzes wegen der flachen Geschoßform nicht entsprechen wird. Wegen der geringeren Geschwindigkeit müßte man halt ein wenig weiter vorhalten. Mit etwas Training sollte das aber kein Problem sein!

Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L.Vogl, Dienstag, 22. November 2016 14:16

An amerikanische Waffen denke ich eher weniger.

Betreff: 7,92x33, Karabiner und Karabinermunition

Hallo Herr Möller,

Es gibt sehr wohl einen Nachbau des StG 44, der für die 7,92x33 eingerichtet ist. Schauen Sie mal auf den Seiten von Sportsysteme Dittrich nach und suchen Sie nach BD 44.

Mit Waidmanns Heil, Ch. Frische, Dienstag, 22. November 2016 19:55

Mir gefällt diese P18 mit starrem Lauf

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