Ladedaten

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Hallo, Herr Möller,

kann ich Ihre Geschosse mit Ihren Ladedaten (Waffe Blaser BD 14) meinen (nicht gewerblichen) Wiederlader, ohne Erfahrung mit Ihren Geschossen, zum Fertigen der Patronen weiterreichen?

LM: Ja. Von den verschiedenen angebotenen Ladungen, möge er eine empfohlene Ladung wählen.

Ich selbst bin kein Wiederlader. Oder werden Sie kurzfristig 5,6 x 50 R Mag anbieten?

LM: Gute 5,6x60R Hülsen gibt es nur von der RUAG. Dort kaufe ich nicht. Also werde ich keine 5,6x50R anbieten.

MfG Sascha Krink , Donnerstag, 30. Oktober 2014

Abweichungen

Betreff: Ladedaten 8x57IS

Sehr geehrter Herr Möller,

die von ihnen bereitgestellte Ladedaten verglich ich mit dem QuickLoad Programm. Da dieses Programm ihre Ladedaten in Bezug auf das Kaliber 8x57is und kurzem Lauf (N200 ; 3,17 g) als Überschreitung des höchsten Gasdruckes angezeigte, fing ich mit einem niedrigeren Wert an und steigerte dann. Bei 3,12 g N200 stopfte ich, da hier das Zündhütchen RWS 5341 am Stoßboden bereits Anzeichen eines platten Zündhütchen aufweist und die Ringfuge schon merklich verkleinert ist.

Nun meine Frage zielt dahin, was ich eventuell falsch gemacht haben könnte, und wie man weiter verfahren sollte. Beigefügt sind die Ladedaten mit der Berechnung von QuickLOAD.

Für eine Rückantwort bin ich ihnen dankbar.

Mit freundlichem Gruß und Waidmannsheil, Lothar Dymianiw, Dienstag, 21. Februar 2017 19:43

Bei QuickLoad zu beachten

  1. Jede Ladung bezieht sich auf eine bestimmte, ausgeliterte Patronenhülse. Ich geben den Wert bei <Pulver> in [ml] an. In jedem einzelnen Fall litere zunächst die aus der gewissen Waffe abgeschossenen Hülsen aus. Damit lege einen passenden Datensatz in QuickLOAD an. Ohne diesen besonderen Wert, kann QuickLOAD keine passenden Werte errechnen.

  2.  Stelle die Berechnungsauflösung auf „hoch“ ein.

  3. Benutze das aktuelle QuickLoad

  4. Lade eine aktuelle Pulverdatei. Pulver ändern sich laufend, ebenso die in der Pulverdatei zugehörigen Daten.

Werden von einander abweichende Daten oder Einstellungen benutzt, weichen die Ergebnisse selbstverständlich voneinander ab. Man soll die QuickLoad-Rechnungen nicht auf die Goldwaage legen. Das Programm ist zur Abschätzung möglicher Ladungen bestimmt, damit man einerseits keine ungeeignete Pulver kaufe und anderseits sich oder seine Waffe nicht in die Luft sprenge. Das leiste das Programm. Der mehr will, muß bessere Programme und Daten verwenden. Der Autor weist selbst darauf hin.

Lies Zündhütchen und Gasdruck. Der Gebrauchsgasdruck soll anliegen, um die angegebene Flugbahn zu gewährleisten. Weniger Pulver kann das nicht. Bei den Vorzugspatronen liegen die Gebrauchsgasdruck bei viertausend bar. Daß sich ein 0,65 mm dünnes Messingblich dabei verformt, dürfte klar sein. Alles andere wäre seltsam. Klar beult der Höhe Gebrauchsgasdruck das dünne Zündhütchenblech in den zur Verfügung stehenden Raum in der Zündglocke aus, füllt die Ringfuge. Was denn sonst? Diese selbtverständliche  Erscheinung ist keine Bemerkung wert.

Lutz Möller Fenbruar 2017

Auslitern

Lies vorher Patronenhülsen und Ladedichte und Gasdruck

Betreff: .308

Hallo Herr Möller,

ich beschäftige mich mit dem Anfangsgasdruck Ihrer Flitzer. Sie geben einmal Ladedaten, aber zwei unterschidliche Setztiefen an. Wenn das Geschoß anstößt, wird meine Patronenlänge 73,4 mm. Setze ich nun auf 73,20 mm,bleiben 0,2 mm für rotationslosen Geschoßweg. Eine bis heute geläufige Meinung sagt unabhängig von Material u. sonstigen Gedöns, je geringer der rotatinslose Geschoßweg, desto höher der Anfangsgasdruck.

LM: Gedöns - sonst nichts.

Brömel gibt 150 bar vor. Ich rechnete mit 650 bar. Irgend etwas paßt da nicht.

LM: 650 bar Anfangsgasdruck passen nicht zu meinen reibungsarmen Führbandgeschossen. Rechne meine Geschosse mit 150 bar Anfangsgasdruck!

Dann noch eine Frage zum Volumen. Üblich ist die Hülse mit Wasser auszulitern. Ich lade aber kein Wasser sondern NC Pulver. Ich meine, sinnvoller wäre das Auslitern mit dem zu verladenden Pulver zu machen. Da ergeben sich nämlich ganz andere Werte im Volumen. Wie sieht ihre Meinung dazu aus?

LM: 1 ml Wasser wiegt 1 g. 1 ml Pulver wiegt, je nach Pulversorte, irgendwelche anderen Werte. Um einen geeichten Stoff als Maß zu haben, wähle Wasser, um die Hülsen auszulitern. Dann rechne das gewogene Wasser in Rauminhalt um, nämlich 1 g zu 1 ml. So ermittele aus der betreffenden Waffe abgeschossenen (nicht schon wieder eingewürgten) Hülsen deren in QuickLoad zu berücksichtigenten Rauminhalt.

WmH, T. Raabe, Gesendet: Donnerstag, 30. März 2017 01:03

Ladedaten gelten nur für eine gewisse Hülse

Herr Möller

auszulitern ist natürlich richtig und macht auch Sinn. Muß ich genauer schauen!

In diesem Zusammenhang eine Frage: Gleiche Hülsen, gleicher Hersteller, gleiches Los. Auslitern werde ich natürlich eine abgeschossenen Hülse, um das größtmögliche Volumen, wenn die Hülse am Patronenlager lidert, zu messen.

Macht Sinn, wenn man aus diesem Los eine neue, bzw vollkalibrierte Hülse verläd, die dann ja ein geringeres Volumen hat, die Pulvermenge zu reduzieren?

LM: Nein, denn im Schuß dehnt der Gasdruck die Hülse bis an das Lager. 

Oder verhält es sich so, nach der Zündung des Treibmittels dehnt die Hülse ja sowieso auf den größten Raum, den das Patronenlager vorgegibt, und damit der Brennraum gleich einer nur halskalibrierten Hülse bleibt.

LM: Ja.

Danke & Grüße, Claus Ziegler Dienstag, 7. November 2017 10:14

Nicht mit Körnern

Betreff: Auslitern

Hallo Lutz,

zur Anregung, eine Volumensbestimmung mit körnigen, rieselfähigen Medien zu machen, erlaube ich kurz anzumerken: Schüttet man die gleiche Menge eines dünnflüssigen Mediums (Wasser) mehrmals in das selbe Gefäß, so erhalt man stets das selbe Füllstandsniveau. Eine volle Hülse läßt sich feststellen und abwiegen. Dadurch läßt sich hinreichend zuverlässig deren Volumen bestimmen.

Füllt man die gleiche Menge eines körnigen, rieselfähigen Mediums („NC-Pulver“ - bzw. richtiges NC-Granulat) mehrmals in das selbe Gefäß, so erhält man

  1. kein feststellbares Füllstandsniveau durch die Kegelbildung des rieselfähigen Granulats

  2. bei jedem Füllvorgang unterschiedliche Füllung, da die Granalien jedes mal anders zu liegen kommen, was nahelegt, das Gefäß (Hülse) auf den Ladetisch zu klopfen

  3. unterschiedliche Füllungen durch die klopfabhängige Packungsdichte.

Eine volle Hülse läßt sich auf diesem Weg folglich weder feststellen noch volumetrisch bestimmen.

Liebe Grüße, Stefan, Freitag, 31. März 2017 12:08

Rechnungen, Messungen

Neuigkeiten von heute

Ladedaten für 9,3x62 Kreuzer sind viel zu niedrig, weil zu kleiner Hülsenraum angegeben. Fehler☻. Ich werde die Daten heute (gemäß Messungen für 4,75 ml PPU Hülsen) überarbeiten | Überläufer flüchtet zwanzig Meter | 6509 dauern leider noch, da zum Ausspindeln des Bohrers bei der Vorrichtung ein Sensor kaputt ging, und die Schweiz nicht zügig Ersatzteile leifert. Maschine ist eingerichtet, Werkstoff da. Aber ohne sicher zu wissen, ob der Bohrer mittig sitzt, drehen wir nicht | Filmchen: Sau jagt Jäger | Mittwoch, der 28. Juni 2017

Hallo Lutz,

erstmal muß ich Dir ein Kompliment machen. Ich denke, es gibt keine zwei von Hundert, die so mit Kritik umgehen können wie Du. Meinen höchsten Respekt!

LM: Danke.

(Du erinnerst Dich sicher an unsere letzte Korrespondenz und ich will das auch gar nicht mehr auswalzen)

LM: Bezüglich Seitenfehlern, ja, inzwischen ist die ganze Seite auf Unicodeumgestellt und die Fehler werden weniger. Das ist eine Mörderfummelarbeit ist (anstrengend und langwierig), wird der volkommene Erfolg (Null Fehler) noch eine Weile uf sich warten lassen, noch dauern. Vom dermaßen gespannten Arbeiten am Rechner ist schon mein Hals schon ganz steif und mein linker Arm zeigt Ausfälle vom geklemmten Nerv). Du sieht, das muß häppchenweie geschehenund bedarf dazwischen der Entspannung. Ende 2017 wird alle gut sein!

Lutz mit Henschel

Morgen werde ich mit meiner Henschel in Petersdorf über's Wasser fleigen.

Eine bescheidene Frage: Warum 6509? 6508 war doch super. Was ist anders oder warum war das nötig?

LM: Die Bohrung wuchs einbißchen um die Einsatzbreit zu spreizen (langsamer, bzw. weiter zu wirken)

Dann noch eine dumme Frage (soll´s ja angeblich nicht geben): Beim Berechnen mit Quickload ergeben sich ja immer bestimmte Werte. Nehmen wir mal Dein MJG 9303 in der 9,3x64 mit 4,536 g Norma 200, l6 87,3 mm, Hülsenvolumen 5,72 cm³, ergeben Ladeverhältnis 92 %, V0 1.054 m/s bei 100 % umgesetzten Ladungsanteil und 4.346 bar Druck.

LM: Mag sein, ich prüfe Deine Werte und Ergebnisse nicht.

Jetzt soll man ja, um die Ladung zu prüfen, die v0 messen. Dabei habe ich im MSZU vor paar Monaten drei Mal um die 1.075 m/s gemessen. Muß ich dann davon ausgehen, daß dann entsprechend proportional auch der Druck steigt?

LM: Die Zusamenhänge sind nicht linear!

 Gerade hier, wenn man sich in der Nähe des Gebrachsdruckes bewegt, kann das gefährlich werden.

LM: Nein, in der Nähe nicht. Lies Höchstgasdruck

Abgesehen von meiner letzten Bemerkung, gab es aber an den Hülsen keine Überdruckanzeichen.

LM: Siehe auf das Zündhütchen. Solange das Zündhütchen in der Hülse nachdem Schuß noch fest sitzt und sich die Hülsen mit einem neuen Zündhütchen, ohne daß das wieder rausfällt, laden lassen, ist der Druck annehmebar. Die Zündglocke versagt zuerst, dann die Hülse und dann soll man aufhören zu steigern, sondern die letzte Ladung mit festen Zündhütchenhalt als Höchstladung betrachten!

Kannst Du mich erhellen?

LM: Mit dem Obigen gewiß!

Waidmannsheil von Rainer, Mittwoch, 28. Juni 2017 18:14