Betrieb ruht bis 3. Mai wg. Afrikajagd

Patronenhülsen

für Jagdmunition

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Ich verwende aus guten Gründen nur PPU Hülsen!

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Messinghülsen Werkstoffanalyse

Hallo Lutz,

Quelle

7 mm Rem Mag Afrika 2012

diese Tafel ist vielleicht ganz wertvoll für Dich.

LM: Ja, danke Karl. Gruß Lutz

Lg Karl, Donnerstag, 29. September 2011 15:27

Hülsenraum zu messen

Den Pulvererraum einer Hülse ermittele an einer abgeschossenen Hülse aus dem Gewehr, für die jene Hülse bestimmt ist, indem Du die gezünderte Hülse einmal leer und dann voll Wasser wiegst. Da 1 ml Wasser wiegt 1 g entspricht die Gewichtszunahme durch die Wasserfüllung dem Raum in Gramm.

Jede Hülse ist anders

Hallo Herr Möller,

heute literte ich meine 270er Hülsen mit Wasser aus und komme auf 4,54 ml Rauminhalt. Die Hülse wurde aus meinem Gewehr abgeschossen. Warum paßt „so viel“ rein?

LM: Jede Hülse ist anders. Jedes Patronenlager, in das sich die Zülse beim Schuß ausdehnt,  ist anders.

Sie geben nur 4,42 ml an.

LM: Ja. Wenn Sie den  Wert Ihrer Hülsen wissen wollen müssen Sie Ihre abgeschossen Hülsenmessen, abeer nicht meine Werte nehmen. Da Ihre Hülse Größer ist sollten Sie mehr Pulver füllen.

MfG, Dominik Sobotka, Dienstag, 19. März 2013 03:01

Norma oder Lapua?

Guten Morgen Herr Möller

Kurze Frage: Sind 9,3x62 Hülsen von Norma und Lapua von der Qualität her gleich zusetzen? Ich frage deshalb, im aktuellen AKAH-Katalog 100 St. Lapua 76,70 € und Norma 110,50 € kosten. Falls nur der Preis den Unterschied macht, dann o. k. Falls Unterschied in der Qualität, falls möglich, bitte ein-zwei Sätze, welche hier die bessere Lösung sind dazu.

Im Voraus vielen Dank. Grüße und Waidmannsheil, Volker Priwitzer, Montag, 27. November 2006 09:34

Tag Herr Priwitzer,

alphabetisch geordnet sind die hervorragenden Hersteller Federal, Lapua, MEN, Norma, RWS, Thun. Norma fertigt auch original Weatherbyhülsen mit Weatherbystempel. Als Besonderheit weisen Norma-Hülsen in der Regel den größten Innenraum auf und RWS sind die härVersuchen, bzw. widerstandsfähigtsten, geeignet wenn Sie hohe Drücke fahren wollen. Für Leistung eignen die sich am besten. Hülsen der genannten Hersteller empfehle ich. Bei den anderen ist Vorsicht geboten, leider. Lapua können Sie kaufen. Norma-Hülsen sind in den USA deutlich billiger als in Europa, lohnen sich also von dort wieder einzuführen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

RWS 8x68S Hülsenmund

RWS 8x68S Hülsenmund

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

besser spät als nie. Nach längerer Suche nach einem Büchsenmacher mit passender Drehmaschine, konnte nun die 7,62 mm hdp Rückstoßbremse glücklich montiert werden. Jetzt kommt eine gute und leider eine schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist, die Waffe schießt sich mit Bremse traumhaft sanft.

Die schlechte ist, die Lutz Möller Geschoß Munition bereitet mir Bauchweh. Ich verschoß zuerst S&;B Munition. Als ich die Lutz Möller Geschosse einschießen wollte, flog mir bei der ersten Patrone gleich das Zündhütchen entgegen, was mich aber nicht abhielt weiter zu schießen. Leider wurde bei jedem Schuß das Zündhütchen durchgeblasen und die durchgeblasenen Teile verklemmten den Schlagbolzen. Nachdem ich dann mit der Waffe beim Büchsenmacher war, kam von ihm die klare Aussage, ich solle die Munition nicht weiter verschießen, da der Gasdruck bestimmt zu stark sei und die Zündhütchen durchgeblasen würden. Ich hab Ihnen drei Bilder mitgeschickt, damit Sie sich ein Bild von der Sache machen können.

MEN Hülsen in Reihe

Zündhütchendurchbläser

Zündhütchenrausschmiß

Mit freundlichen Grüßen, Frank Seidler, Freitag, 16. Februar 2007 18:24

Tag Herr Seidler,

als Hintergrund empfiehlt sich Gasdruck und Zündhütchen zu lesen. Damit ist aber noch nicht alles gesagt. Deshalb schreibe ich jetzt über Patronenhülsen, die halten oder platzen. Vor einigen Tagen sprach ich mit einem Klagenfurter Jäger, dessen Tochter einen vollgeschäfteten 8x57IS Stutzen führt. Die alte 8x57IS Lutz Möller Munition hatte sich darin zwei Jahre bewährt, schoß, traf und wirkte gut, aber war nun verbraucht. Also lud der Mann neu. Was soll ich sagen, die Zündhütchen flogen ihm fortan um die Ohren. Er machte sich also Gedanken, was er denn falsch gemacht haben könnte. Die Ladungen waren gewogen, die Waage kalibriert, das Pulver aus vier Dosen gleichen Datums zusammengeschüttet, vermengt und dann wieder abgefüllt, und so weiter und so fort. Er minderte die Ladung schrittweise und dennoch flogen die Hütchen raus. Alles Möglich versuchte er, doch kam auf keinen grünen Zweig, bis ihm die Erleuchtung kam! Da einzige damals grundsätzlich Andere waren die Patronenhülsen. Ursprüngliche verwendete er RWS-Hülsen und zwei Jahre später, ohne darüber nachzudenken amerikanische Remington Hülsen.

8x57IS Hülsen

links Remington | rechts RWS

Remingtonhülsen kommen in eine Plastiktüte geschüttet

Gute, starke 8x57IS RWS Hülsen kommen einzeln verpackt in einer festen Schachtel

l

8x57IS Lutz Möller Geschoß Patrone mit Geschoß

Als er wieder auf RWS Hülsen umsteig, war der Spuk vorbei, jedes Zündhütchen blieb auch bei der vollen Ladung für höchste Leistung auch bei heißgeschossener Waffe drin. Erklärung: Die Remingtonhülsen waren einfach zu weich und hielten nichts aus. Wer will das vorher wissen? Die Remington kosten weniger als die RWS Hülsen, gewiß, schon an der Verpackung wird gespart, genauso wie Sellier &; Bellot billiger sind, aber am Ende bekommt man immer das, was man bezahlt. Ich vermute Ihre MEN-Hüslen sind ebenfalls zu weich. Als einzeige andere Erklärung käme in Frage, die verwendete Pulver wäre zu lebhaft. Abhilfe wäre dann die Geschosse zu ziehen, die Ladung zu mindern und die Geschosse wieder zu setzen. Abhilfe für die Zukunft wäre keine MEN-Hülsen mehr zu verwenden.

Waidmann heil, Lutz Möller,

Es wird Zeit für gute Hülsen

Hallo Lutz,

es wird wirklich Zeit für .300" LM. Da fliegen keine Hütchen, da es dafür keine Billighülsen gibt. Die Urhülse (.338" LM) mit 6,48 g N560 vor 8,5 mm Lutz Möller Geschoß lang präsentiert ein abgeschossenes Zündhütchen, das seine Form in keinster Weise verändert hat. Auch deine Ladeempfehlung mit Norma 204 läßt sich quasi im Dauerfeuer schießen, ich weiß, das soll man nicht machen, aber das zeigt die Reserven von einer Lapua .338" LM Hülse!

Gruß, Dirk, Samstag, 17. Februar 2007 00:58

Ja Dirk.

die und die Lapua .338" LM und RWS 8x68S Hülsen sind das bester, daß der Markt zu bieten hat. das sehe ich ganz genauso1

Gruß Lutz,

MEN .300" WM Hülsen

Hallo Herr Möller!

Nur kurz und bitte ohne Namen und Emailadresse! Ich lud einem Freund auch die .300" WM mit 7,62 mm Lutz Möller Geschoß und MEN-Hülsen. Die sind unbedingt auszulitern! In unserem Fall waren sie nämlich mit äußerst kleinem Pulverraum gesegnet! Siehe zickige .300" WM!

Samstag, 17. Februar 2007 11:50

Pleite: 7x64 Normahülsen

7x64 mit Lutz Möller Geschoß

vorher

Normahülsen ohne Zündhütchen, rausgeflogen

nachher

Pleiten, Pech und Pannen. Diese auf 450 MPa Zieldruck geladenen Normahülsen, die eigentlich mit nach Afrika sollten, schmeißen die Zündhütchen. Sie halten den Druck nicht aus. Das sollte bei Norma eigentlich nicht vorkommen. Mist!

Lutz Möller,

Moin Lutz,

zur Pleite: 7x64 Normahülsen. Hast du wieder mit R 901 gespielt und verloren?

Gruß, Dirk, Sonntag, 10. Juni 2007 02:06

Moin Dirk,

so ist es. In Hülsen mit großem Öffnungsverhältnis kann die Pulverlebhaftigkeit ohne nennenswerte Auswirkung schwanken, aber bei kleinem Öffnungsverhältnis zeigen sich Schwankungen deutlich. Bedenklich ist, daß sowohl Norma 200 als auch Rottweil R901 aus demselben Bofors RP1 NT gewonnen werden. Dabei wird die Verträglichkeit nur anhand einer einzigen .222" Ladung geprüft, wenn ich richtig unterichtet bin und sich inzwischen nichts geändert hat. Mit Norma 201 oder Tubal 3000 wäre das wohl kaum passiert.

Lutz Möller,

Tja Lutz,

um meinen R901 Vorrat zu verbrauchen rechne ich mit Norma 200 Daten und stopfe dann meine .223" Rem mit 3,9 g V-Max mit R901. Das paßt und man hat noch Luft nach oben zu steigern. Das wäre auch gut für die alte Lutz Möller Geschoß .308 Win Ladung.

Gruß, Dirk, Sonntag, 10. Juni 2007 22:47

Rollkragen

Sehr geehrter Herr Möller,

8 mm S Rollkragen

Gequetsche Hülsen stören mich am meisten. Heute abend wollte ich für meinen neuen 8x68S Jagdmatchlauf M03 eine Ladungsleiter aufbauen. Ich habe 100 nagelneue RWS Hülsen aus einem Los gekauft. Von Ihnen bekam ich 200 Stück 8mmS Lutz Möller Geschoß mit Kunststoffspitze. Als Pulver wählte ich R902 mit CCI 250 Magnum Zündhütchen. Alles soweit gut. Bloß beim Geschoßsetzen gab's es mehrere böse überaschungen. Die Hülsen werden gestaucht. Die Matritze ist eine nagelneue RCBS. Beim Geschoßsetzen ohne Geschoß ergab das Bild, daß die Matritze leicht krempt. Das gleiche geschieht mit der 8x57IS. Einmal geschossene Gecohülse, nur Hals kalibriert. Geschoß gesetzt. Mit glatten Geschossen gibt's beim Setzen das Gleiche. Haben Sie sowas schon mal gesehen?

LM: Ja, aber ich finde das Bild nicht mehr.

Eine Frage habe ich noch. Das Gewinde für die Dunkle Kraft 5 muß länger als für die HDP-Bremse sein.

LM: So?

Gibt es eine Möglichkeit eine einheitliches Gewinde zu machen, so daß man beide verwenden kann.

LM: Ja, das ist so gewollt. Woher nehmen Sie Ihre Weisheit, daß die Gewinde unterschiedlich seien sollten?

Danke für Ihre Antwort, einen schönen Abend noch und mit freundlichen Grüßen, Hary Danner, Freitag, 6. Juli 2007 22:49

Tag Herr Danner,

danke für das Bild. RCBS-Setzer weisen innen über der Hülsenaussparung ein Fase auf. Ihr bestückten Hülsen sehen so aus, als seien die zu lang, oder der Setzer zu kurz, oder die Hälse zu eng. Daß Sie bereits erwähnten, die Hülsen seien gestaucht, zeigt Ihnen den Weg die Störung zu beheben. Wenn die Hülsen nicht zu lang sind, dann sind entweder der Setzer oder der Hülsenhalter zu kurz.

Lösung:

Vergrößern Sie den Abstand, wenn die Längenverhältnisse die Störung verursachen.

Benutzen Sie nach dem Zurücksetzen den passenden Hülsenaufweiter.

Lutz Möller,

RWS oder Norma?

Hallo Herr Möller,

mir ist aufgefallen, Sie bevorzugten bis vor kurzem, RWS Hülsen (besonderes in 7x64). In letzter Zeit, so kommt es mir vor, nutzen Sie vermehrt Norma Hülsen. Was hat Ihr Nutzungsverhalten beeinflußt?

Bisher hatte ich nur RWS Hülsen (bezogen auf die 7x64) verwendet. Nach Einkauf der letzten 100'er Charge sind mir Qualitätsmängel aufgefallen. Bis zu 3 Hülsen / 20 Pack > Ausschuß.

Scharfkantige Dellen im Bereich vor dem Hülsenhals.

Das ist vielleicht nicht Ihr erster Rang, aber über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen, Harald Pfeffer, Donnerstag, 26. Juli 2007 14:01

Tag Herr Pfeffer,

Kettner Berlin löste seien Wiederladebereich auf. Daher waren einige Hülsen günstig zu bezeihen. Das ist alles. RWS baut im Vergleich die festeren Hülsen. Norma bietet im Vergleich die größeren Innenräume. Erstklassig sind beide, Lapua auch und dann ist schon Schluß.

Sollten Sie von einem dieser Hersteller mangelhafte Ware bezogen haben, reden Sie mit denen. Die werden Ihnen selbstverständlich Ersatz leiten. Auch gute Leute sind nicht vor Fehlern sicher.

Die Delle ist zwar nicht schön und stört, wird die Funktion der Hülse aber kaum beeinträchtigen, meine ich.

Lutz Möller,

Setzfehler in Afrika 2007

Thuner Hülsen T

Ich werde mir von einem Bekannten eine Probemenge R903 für die 6,5x57 R besorgen und die Versuche damit beginnen. Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Noch eine Anmerkung zu den verwendeten Hülsen. Ich hatte bei Johannsen Hülsen gekauft, Fabrikat SM Thun. Schon bei erstmaligem Rekalibrieren kommt es zu einer Verengung des Hülsenhalses, die mit einem Hülsenhals-Innenfräser entfernt werden muß. Ansonsten läßt sich der Verschluß (K 95) nicht schließen. Das ist mir in 30 Jahren noch nicht passiert. Bei RWS-Hülsen ist das kein Thema.

Mit freundlichen Grüßen, Bernd Witscher, Sonntag, 30. September 2007 16:04

.300" Win Mag Hülsen

Hallo Lutz,

ich habe gerade ein Los von 200 Stk einmal abgeschossenen Hülsen in 300 WM bekommen. Bevor ich benutzte Hülsen verarbeite, prüfe ich jede einzelne auf Schäden und auf Gewicht, um Ausreißer auszusortieren. In einem deiner Artikel habe ich zudem gelesen, daß Norma zwei verschiedene Größen hergestellt hat.

Meine Hülsen sind von RUAG. Auch hier habe ich zwei Größen festgestellt: Eine bewegt sich um 15,4 g, die andere um 18,0 g. Darauf wurde ich stutzig und habe das Innenvolumen gemessen. Die ersteren haben 6,03 ccm und die letzteren 5,64 ccm Innenraum. Bei Grenzladungen kann soetwas vielleicht mal ins Auge gehen, weil eine Ladung, die in den großen Hülsen funktioniert, in den kleinen zuviel Druck ergibt. Daher auch bei RUAG Augen auf.....

Falls du diesen Hinweis schon irgendwo stehen hast, sorry.

LM: Siehe Zickige .300" WM .

Liebe Grüße, Jan Donnerstag, 31. Januar 2008 19:49

Remingtonhülsen

Sehr geehrter Herr Möller!

Ich bin ja selbst kein Jäger, verlade aber Ihre Geschosse für einen Freund. Ich bin erfahrener Wiederlader (weiß also mit Pulverwaage und Matrizen umzugehen) und habe auch schon verschiedenste Ladungen für die .308er Winchester hergestellt.

Ihre Geschosse wurden in fabrikneue, vernickelte, vollkalibrierte Remingtonhülsen verladen, der schöneren Optik wegen.

LM: Da liegt der Fehler. Remington tagt nichts!

Sicher wären Lapua, Norma vom Material her besser, ich schätze aber das ich die Hülsen nur ~ 5 mal wiederladen werden muß.Ihre Ladedaten wurden genau eingehalten:

ZH: CCI large rifle
Hülse: Remington vernickelt neu
Pulver VV N120/39,66 grain = 2,57 Gramm
Geschoß: Lutz Möller Geschoß 8 Gramm
OAL: 70,7 mm

Geschossen habe ich aus einem Steyr SSG Police, bull barrel, mit EBI Arms Kompensator auf 100 m. An den Hülsen war vielleicht im nach hinein betrachtet etwas der Abdruck des Ausstoßers zu sehen, eventuell auch auf den mit gesendeten Bildern erkennbar. Brömel sprach beim vorab rechnen Ihrer Ladung von „Warnung“ mit 3909 bar, lila Feld.

Mein Problem ist im Moment der Zündhütchenausbläser im Bild erkennbar. Das SSG hält so was aus, mein Freund möchte aber die Ladung in einer Sauer 202 Jagdbüchse mit aufgeschraubten Lochkompensator (Sauer Fabrikat) verschießen. Was sagen Sie als Fachmann soll ich um 2/10tel grain runtergehen oder mich um das von Ihnen favorisierte Norma 200 Pulver umschauen? Ich hab nur jetzt im Überschwang schon 2 kg 120er eingekauft.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Ihr, Martin Kronberger, Freitag, 9. Mai 2008 11:10

Herr Kronberger,

mit "Grain" brauchen Sie mir nicht zu kommen. Ich rechne in metrischen SI-Einheiten.

Das N120 können Sie behalten, die Ladung auch, die Remingtonhülsen aber nicht. Remington taugt nichts - zu ungleichmäßig - zu weich. Das ist alles.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Remingtonhülsen II

Hallo Lutz,

ich bin ja schon seit Anfang Dein Fan. Zuerst hat noch Werner Aichwalder Deine Geschosse geladen. Er nahm hauptsächlich Remington Hülsen.

LM: Oh, oh!

Die habe ich dann nochmal geladen, nun sind aber jetzt hin! Die Zünder fallen raus, obwohl an deine Ledeempfehlung gehalten.(Zündglocke geweitet).

LM: Ich vermute Härtungsfehler.

Sollte ich nun die sündhaft teuren RWS Hülsen kaufen?

LM: Nein, denn RUAG kommt nicht in Frage.

Oder die billigen von PPU, die du auch gut findest?

LM: Ja, insbesondere, weil die auch was aushalten! Die sind kräftig!

Meine 300 Win Mag braucht natürlich auch neue Geschosse! Schickst du mir die neuen besonders für 300 Win.

LM: Die sind noch nicht fertig.

Oder das herkömmliche für .30"?

LM: Ja. Die sind da.

Leider entpuppten sich letztens Deine 7 mm MJG als Flop. Sie waren überhaupt nicht aus der 7x64 meines Jagdkollegens zu schießen zu bringen!

LM: So? Was steht denn genau auf der Scachtel drauf? Bild bitte!

Ich hoffe die 30er gehen wie gewohnt.

LM: Gewiß

Ich schoß ja noch die alten kupfernen mit Kappe von vor 2010 aus meiner Sauer 202 - 300 Win Mag

Gruß, Wolfgang Zojer, Montag, 15. Dezember 2014 19:34

Hülsen reißen

bei zu großem Verschlußabstand

UG sandte Bilder von 8x68S Hülsen, die er mit R903 mit guter Genauigkeit mit dem 8003 aus der Sauer 80 verschoß ein.

RWS 8x68S Hülse abgerissen 1

Gerissene Hülse

RWS 8x68S Hülse abgerissen 2 RWS 8x68S Hülse abgerissen 3

Gerissene Hülse, Hülsenboden mit CCI 250 Zündhütchen

Irgend etwas stimmt beider Zusammenstellung nicht. Entweder ist das Rücksetzgesenk zu kurz, der Hülsenhalter zu flach oder der Verschlußabstand zu lang.

Lutz Möller, 2. November 2008,

Weniger ist mehr

Hallo Lutz,

das Hülsenreißen kann man umgehen, indem nur der Hülsenhals kalibriert wird. Bei jeder Vollkalibrierung wird die Hülse nur unnötig belastet. Ich verlade für einen Bekannten 6,5x55. Die Hülsen kann ich zehnmmal mit Halskalibrierung verladen, aber bei dreimal Vollkalibrierung reißt die Hülse. Auch bei H.-Kalibrierung prüfe immer die Hülsenlänge!

Gruß, Walter, Sonntag, 2. November 2008 20:17

Hülsenhersteller

Sehr geehrter Herr Möller!

Danke für die rasche Erledigung! Ich bestelle 100 Stück für .300 Win Mag.. Einen Setzer habe ich bereits, weil ich schon für meine 6,5x68 Lutz Möller Geschoß-Muni zur besten Zufriedenheit verwende. Ich bitte noch um kurze Nachricht, welche Hülsen ich bestellen sollte?

Mit den besten Grüßen, Helmut Ludwig, Freitag, 6. März 2009 11:02

Tag Herr Ludwig,

den höchsten Druck fahren Sie mit RWS. Den größten Raum haben Sie mit NORMA. Die sind beide gut und ich empfehle beide. Lapua kann man auch kaufen. Von Remington rate ich ab.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Schulter fehlt

Guten Tag Herr Möller,

Ich stellte fest mein Magazin staucht die schwarze Kappe, siehe Bild

kaputte Kappen aufgrund fehlender Schultern an Hülse und Magazin

Schlechte Auswirkungen habe ich dadurch scheinbar keine. Entleeren der Magazine nach Gebrauch beugt dem sicherlich vor. Dennoch stelle ich meine Frage, wie weit
sich die Kappenspitze plattschlagen en läßt, bis das Folgen zeigt.

Nils P., Donnerstag, 17. September 2009 10:18

Moin Nils,

Ihre Patronen im Bild zeigen fast keine Schultern. Ich vermute, dabei handelt es sich um Otto Bocks alte 9,3x62 Patrone für unser Schutzgebiete für Großwild.

9,3x62 Patrone und 9,3 mm Lutz Möller Geschoß 9302

 

Darauf weist auch Ihr Geschoßsitz oben hin. In der alten Bleizeit 1905 waren die weichen grauen Mumpeln nicht widerstandsfähig genug, um tief einzudringen.

viel zu plattes Kudugeschoß aus Blei

Plattblei aus großem Kudu

Kaputtblei aus klienem Springbock in Afrika 2001

Kaputtblei aus großem Kudu Afrika 2001

Widerstandsfähig sind die grauen Mumpeln heute auch noch nicht, jedenfalls nicht im Vergleich zum Lutz Möller KJG, überhaupt nicht! Siehe auch Deformator! Ich jedenfalls, habe  aus den vergangene 100 Bleijahren Otto Bock gelernt! Damals baute man schwere Geschosse, damit die weichen Graulinge langsamer auftrafen und im Stoß nicht zu sehr kaputtgingen. Da allerdings ein gewissen Länge-zu-Dick-Verhältnis nicht überschritten werden konnte, weil die Stabilität sonst litt, wuchsen die Kaliber mit der Länge. So schuf Otto Bock aus den damals üblichen 12 mm Stoßbodenpatronen wie der 7x57 oder 8x57 I (damals noch ohne S) die 9,3x62 Patrone für unser Schutzgebiete für Großwild. Allerdings blieb die Schulter dabei fast ganz auf der Strecke. Für die ungesund großkalibrige kleinhülsige 9,3x62 Patrone lassen sich nicht wirklich gute Magazine mit Schulteranlage bauen. Deshalb stößt der Schuß die Waffe zurück, aber die trägen Patrone bleiben stehen. Wenn nun kein hinreichendes Patrone+Magazin-Schulterpaar den Rückstoß and die Patronen weiter gibt, knallt das Magazin gegen die Patrone und haut die Spitze platt.

Bis 100 m würden Sie selbst ganz ohne schwarze Kappe keinen nennenswerten Unterschied in der Flugbahn merken. Darüber hinaus schon.

 9,3x62 | 9,3x74R | 9,3 mm WSM | 9,3x64

Wegen dieser 9,3x62-Schwäche, die nicht zu beheben ist, bevorzuge ich Wilhelm Brennekes spätere 9,3x64, die einvernünftige Schulter aufweist; auch der Gasdruck ist besser. Wenn also jemand ein 9,3 mm Patrone sucht, sollt er die 9,3x64 wählen, dazu ein Gewehr mit Schulteranlage im Magazin. Nur so hat das gute Art!

Heym SR20 G in 9,3x64  in Afrika 2005

Sehr weiter Esel mit Heym SR20 G in 9,3x64  in Australien 2008 , bald 400 m!

So tief drang das 9,3 mm Lutz Möller Geschoß 9302 aus der  9,3x64 in den Büffel ein.  Siehe auch Versuche!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Möller,

ihre schnellen, präzisen und nachvollziehbaren Antworten beeindrucken mich. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Klaus Dieter Rischka, Donnerstag, 17. September 2009 13:23

Alles falsch

Lies vorher Schulter fehlt!

Herr Möller,

ich habe zwei Magazine in Gebrauch.

Ein Sauer 90 „9,3x62 Magazin“ ohne Patrone

Ein anderes Sauer 90 „9,3x62 Magazin“ ohne Patrone

Zwei Sauer 90 „9,3x62 Magazine“ mit Patronen

Zwei Sauer 90 „9,3x62 Magazine“ mit Patronen

spitze Spitzen aus

Auf ihre Frage hin, habe ich mir die Patronen im zweiten Magazin angeschaut und siehe da - keine platte Kappe. Obwohl auch diese Patronen schon länger im Magazin sind und ich aus diesem Magazin Patronen abgefeuert habe (siehe Bild spitze Spitzen).

Niels P., Donnerstag, 17. September 2009 16:49

Moin Nils,

das doch alles falsch. Die folgendes Bilder enthüllen die ganze schlimmer Wahrheit;

Ein Sauer 90 „9,3x62 Magazin“ mit Patrone

Ein anderes Sauer 90 „9,3x62 Magazin“ mit andere Patrone (klicke das Bild zu verggrößern)

Na, geht Ihnen ein Licht auf? Nein? Noch nicht. Na gut, dann noch mal größer:

Fahre mit der Maus über das Bild um hell zu sehen!
Obwohl das Sauer-90-9,3x62-Magazin eine Schulter hat, nützt die rein gar nichts, weil die ~ 7 mm zu weit vorn ist.
Obwohl ein gutes Geschoß in der Patrone steckt, wird das nicht gut fliegen, weil es schief sitzt! Mann!

Schiefe Geschosse laufen nicht rund - müssen die aber, um genau zu treffen. So kann die beste Lutz Möller Geschoß-Güte nicht mehr helfen. Alles falsch! Vor allem die Magazinkennzeichnung ist ja wohl eher ein Witz. Wenn der schaffende Ingenieur das aber ernst gemeint hat, muß man ihm den Titel aberkennen!

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Eingeknickter Hülsenmund bei S303

Guten Tag Herr Möller,

seit kurzem befasse ich mich wieder mit dem Wiederladen, woran Ihre Seite eigentlich eine gute Schuld trägt. Die Hülsen aus der Sauer 303,.300 Win Mag machen mir Sorgen. Der Eckernförder- Halbautomat, deformiert den Hülsenmund, teils arg beim Auswurf. 1/3 des Durchmessers sind in der Regel eingedrückt. Von der alten (>20 Jahre) BAR .270 Win kenne ich das Problem nicht. Mit dem Einsatz von Kraft, kann beim Kalibrieren einiges erreicht werden, so das die Hülse wieder äußerlich nach Hülse aussieht. Ist das aber noch vertretbar für den Hülsenmund? Tritt bei der Verformung nicht eine Versprödung des Hülsenmundmateriales auf, was sich beim erneuten Kalibrieren negativ auf die Festigkeit / Belastbarkeit auswirkt?

LM: Ja. immer.

Zur kompletten Übersicht und evt. besseren Bewertung. Büchse: Sauer .300 Win Mag 56 cm Lauf, S&B 3-12x50 oder Aim Point beides auf ISY Mount. Verschossene Munition: RWS EVO 11,9 g, Geco Teilmantel 11,0g, Federal "Power Shok" 11,7 sowie Sako Arrowhead II, 11,7 alle mit deformiertem Hülsenmund nach dem Auswurf. Die Sako zeigte weniger Deformation.

Die halbautomatische Büchse ist überaschend präzise, daher auch das S&B 3-12x50. Besonders mit der Sako Munition gelingen dichte Gruppen. Büchsenseitig wurde bisher alles, was im Magazin Platz fand ohne Probleme repetiert. Ich bin nun schon gespannt, auf die Umstellung auf Ihre Lutz Möller Geschosse. Leider werden die mich wohl nicht vor eingeknickten Hülsen bewaren,

LM: Nein.

. . . ,aber die Vielseitigkeit der 303 erhöhen.

Viele Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Waidmannsheil. Inspirieren Sie weiter mit Ihrem Netzplatz!

Kirk Mandt, Freitag, 23. Oktober 2009 13:56

Hülsen sind verschieden

Moin Lutz!

Gestern habe ich mal wieder Patronen geladen. In Quickload habe ich dann mal nachgeschaut, wieviel Wasser die Hülse meiner 7 mm RSAUM Standard faßt, und bin auf den Wert von 4,7 ml gestoßen.

Dann nahm ich eine abgeschossene, nicht kalibrierte Hülse (mit dem abgeschossenen Zünder noch versehen), stellte die auf die Pulverwaage, stellte die Anzeige auf Null, füllte die Hülse mit Wasser randvoll, und stellte die wieder auf die Waage, und siehe da: 4,86 g angezeigt! Dann habe ich auch noch bei anderen Hülsen das Volumen bestimmt, und der Durchschnitt (Abweichungen im hundertstel Gramm Bereich) war eindeutig 4,86 ml. Ich habe dann in Quickload meine Ladung noch mal nachgerechnet: Mit der 4,7 ml Hülsenvolumenstandardeinstellung (bei 3,90 Gramm Vithavuori N540, 71 mm Patronenlänge L6 und Lutz Möller Geschoß-S 6,75 Gramm), kam 4556 bar Druck heraus, also deutlich mehr als der zulässige Höchstdruck (Piezo SAAMI: 4481,6 bar).

Als ich dann den Wert des Hülsenvolumens richtigstellte, zwar auf 4,86 ml (die anderen Angaben blieben gleich), kam 4225 bar Druck heraus, also ein Unterschied von 331 bar! Ich glaube, das Hülsenvolumen berücksichtigen die wenigsten, aber es ist sehr sehr sehr wichtig, wie man am oben genanntem Beispiel sieht! In meinem Fall war ich 331 bar unter dem „gedachten“ Gasdruck, aber wenn es umgekehrt wäre - was wäre dann?

Was würde geschehen, wenn eine Waffe einige Jahrzehnte alt wäre (und vielleicht noch mit Ringbundverschluß), die Hülsen ebenso, dann kannst du dir ausmalen, was dabei geschieht!

Deshalb einen Rat, den du deinen Kunden und Lesern deiner Netzseite geben kannst: berücksichtigt ALLE (!) Umstände und Komponenten beim Wiederladen, es lohnt sich!

MfG Fabian F., Freitag, 28. Mai 2010 13:39

Norma-Hülsen mit geringerem Rauminhalt

Hallo Herr Möller,

ich habe vor ein paar Tagen neue Norma Hülsen im Kaliber .300 WM recht preisgünstig erworben. Wie sich allerdings herausstellte, handelt es sich dabei wohl um eine ältere Fertigung mit geringerem Volumen (5,7 ml statt 6,2 ml) dafür aber wohl einer dickeren Wandung (4 Gramm mehr Gewicht).

LM: Oder von RWS mit Norma-Stempel!

Macht es Ihrer Meinung nach Sinn diese zu behalten und die Ladung dann entsprechend anzupassen

LM: Ja.

Oder wäre das eher nicht zu empfehlen?

LM: Doch schon!

Schon mal besten Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen, H. Hartwig, Mittwoch, 8. September 2010 15:09

Hülsenhalsreißer - warum?

Längsrisse in Patronenhälsen

längs gerissene 8x68S HülsenHallo Herr Möller!

ich hoffe Sie verbrachten schöne Weihnachten und rutschen in ein paar Stunden auch gut in´s nächste Jahr.

LM: Danke sehr. Alles bestens. All meinen Freunden wünsche ich ein gutes, neues Jahr 2011. Ohne euch wäre ich nichts. Erkennt und fördert das Gute, bekämpft das Schlechte!

Die staade Zeit nutze ich momentan unter anderem auch zum Wiederladen. Gerade wollte ich wieder ein paar Ihrer Lutz Möller Geschoß in meine Hülsen stopfen, als mir beim Prüfen fielen an 3 Hülsen / 30 Längsrisse am Hülsenhals auf fielen. Siehe obiges Bild (LM: Siehe auch rechtes Bild der 8x68S Hülsen). Der Hersteller ist Geco (7x57 | LM: Die beste Patrone!). Die Hülsen sind zweimal benutzt: Einmal um die Geco-Geschosse auf Pappe zu entladen, das zweite mal bereits mit Ihrem Lutz Möller Geschoß . Ich benutze IMR 4895, Ladung: 3,1 g, ergeben 3.810 bar Druck (LM: 318 MPa, unterladen!). Die Hülse weist (bis auf die Längsrisse) auch keine weiteren Druckzeichen auf.

LM: Ihre Längsrisse sind keine Druckzeichen.

Hätten Sie eine Vermutung, woher die rühren?

LM: Ja.

Sollte ich die Hülsenhälse glühen, an Luft abkühlen lassen, oder glühen, abschrecken oder ganz bleiben lassen, diese thermisch zu behandeln? Vielleicht ist das Messing nach ein bis zweimaligem Umpressen auch schon zu spröde? Geco Hülsen stammen ja meines wissens aus dem Regal von RWS, oder? Die dürften auch dann wohl aus dem selben Messing gefertigt sein. Fünfmal wollte ich die Hülsen an sich schon benutzen!

Viele Grüße aus dem Bayerwald, wo´s grad gut -14 Grad hat!

H. Liebl, Freitag, 31. Dezember 2010 16:15

Moin Herr Liebl,

Neujahr taut`s im Norden! Messen Sie Ihr Patronenlager nach, insbesondere den Hals. Ich vermute den zu weit!

Mindeste 7x57-Lagermaße

Daß Hülsen bereits beim zweiten Gebrauch reißen ist ungewöhnlich, jedenfalls bei guten Hülsen au 30/70 Messing. Messing umzupressen härtet das. Nur die Hälse bis zu brauner Anlaßfarbe zu „glühen“ (tatsächlich eben nicht zu glühen, sondern nur auf einige hundert °C zu erhitzen) und anschießend in Wasser „abzuschrecken“ weicht Messing. Weil die Hälse versprödeten und dann rissen, vermute ich entweder zu weiten Hals oder zu enges Gesenk.

Halten Sie mich mit dem Ergebnis Ihrer Messung bitte auf dem Laufenden.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hülsenhalsreißer - warum? Die Sache wird klar!

Hallo Herr Möller!

Die sache wird klar! Ich hab mir einen Zinndorn gedreht, mit Pilz. Diesem Pilz einen kleinen Rand stehen lassen und selbigen auf ~ 8,5 mm abgedreht, dann den Dorn in mein Patronenlager gedrückt, wieder herausgezogen. So konnte das Hülsenhalsmaß abnehmen und staune: Der Innendurchmesser des Patronenlagers in der Mitte des Hülsenhalses: 8,40 mm!

LM: Bis 8,30 mm wäre das alles noch im guten Rahmen. Ein paar hundertstel mm Übermaß stören da nicht. So aber ergeben sich für den Hals „sehr große“ Bewegungen, die das Messing härten. Deswegen reißt das dann, was zu beweisen war!

Schlüssig sind auch die Durchmesser der Hälse meiner abgeschossenen Hülsen, diese betragen:  8,38 mm! Die leeren, abgeschossenen Hülsen kann ich auch ohne Gewalt wieder ins Lager schcieben. Der Hülsenhals mit gesetztem Lutz Möller Geschoß beträgt nach dem Wiederladen  8,24 mm. Laut CIP-Masstabelle lediglich 1/100 mm kleiner als Sollmaß.

LM: Paßt!

Dann hab ich noch eine Hülse OHNE Innenkalibrierdorn  in das Gesenk gepreßt und staunte schon wieder! Hülsenhalsmaß: nur 7,91 mm!

LM: Das ist viel zu eng! Ich wiederhole „So aber ergeben sich ffür das Messing „sehr große“ Bewegungen, die das härten, deswegen es dann reißt - was zu beweisen war!“ Das Gesenk zu eng und der Hals zu weit. Die Umpresserei härtet das Messing zu schnell. Das kann das Messing nicht ab - es reißt!

Jetzt wundert mich nichts mehr.

LM: Gut. Sie haben verstanden!

Erst muß sich der Hülsenhals im Gesenk auf 7,91 mm zusammendrücken lassen. Dann kommt der Aufweiter mit anschließendem Geschoß und weitet die Sache auf 8,24 mm Ø. Dann drückt das Gas, erweitert noch weiter auf gut 8,4 mm Ø! Insgesamt bewegt die Presserei den Hals im Durchmesser jedesmal um sage und schreibe  fast 0,5 mm ! Da muß der Hals ja spröde werden.

LM: Genau!

In meinem Falle hab ich vermutlich 2 Ausreißer in entgegengesetzter Richtung, die das begünstigen. Erstens das zu weite Patronenlager am Hülsenhals, zweitens ein Gesenk, das mir den Hülsenhals unnötig weit zusammendrückt. Würden beim Einwürgen auch locker 8,1 mm langen?

LM: Ich vermute schon.

Bei einem Gesenk mit 8,1 mm Innenmaß und einem 8,27 mm Patronenlager wurde das Messing mit 17/100 mm ja nur noch ein drittel bewegt werden!

LM: So ist das! Dann würden Ihre Hälse länger halten.

Was raten Sie mir? Lauf tauschen lassen?

7x57 Hals

LM: Ach was. Der 7x57-Hals soll im Patronenlager von 8,28 bis 8,27 mm genau 9,93 mm lang sein. Um das selbe Maß drehen Sie den Lauf ab, schneiden außen das Gewinde nach und reiben in den vorhandenen Lauf ein neues Lager ein, d.h. „sie setzen den Lauf zurück“. Dazu sollten Sie sich allerdings unbedingt eine Maßreibahle anfertigenlassen, keine Leihreibahle mit Übermaß zum nachschleifen, wie die häufig verwendet werden. So bauen Sie eine bessere Büchse.

Ich hänge sehr an der Büchse. Sie ist ein 98er mit kurzem, zivilem System ohne Daumenloch, gutem Zeiß-Glas, Recknagelabzug und einem Schaft, der mir wie angegossen sitzt.

LM: Ja so eine hätte ich auch gern!

Kann man so einen Würgegesenk (ich benutzte RCBS) auf das gewünschte Maß ausschleifen lassen ?

LM: Ah, die kleine, halbe Lösung. Schleifen werden Sie dort wohl nicht können, aber ausreiben. Gehen Sie mal zu nächtsen Mechanikwerkstatt mit Drehbank. Reibahlen gibt es alle hundertstel mm. Die Kegeligkeit vergessen Sie mal.

Viele Grüße!, Samstag, 1. Januar 2011 21:00

Herr Liebl,

wie schön, Ihnen helfen zu können und ebenso zu wissen, meine anfängliche Vermutung traf zu. Im Laufe der Jahre treten halt die immer gleichen Fehler öfter zu Tage. Da mir solche Störungen gelegentlich berichtet werden, sammelte sich ein gewisser Erfahrungsschatz, der mir erleichtert Ihen vernünftig zu raten, an. Ihr „Zinndorn“ war mir neu. wieder was gelernt. Gut!

Halten Sie mich bitte, wie sie weiter vorgehen und was das bringt, auf dem Laufenden.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller!

vielen Dank für die flotte Antwort!

Den Lauf zurücksetzen - Ich denke eine sonst gute Möglichkeit, aber mein Lauf hat nicht die klassische Birnenform, sondern zwar konische Laufkontur, aber ab Patronenlager einen Bund von  5 mm Länge, ähnlich wie bei den militärischen Stufenläufen. Wenn ich nun den Lauf um 9 mm abdrehehte wäre der Bund weg, und der Lauf würde nur noch auf einem sehr schmalen Rand am System anliegen, wenn überhaupt! Vielleicht ist mein Lauf ja sowieso ein um-abgedrehter stufenlauf. Wer weiß, sein könnte das durchaus. Desweiteren maß ich gerade den Zugdurchmesser an der Laufmündung. Dieser Beträgt 7,29 mm Ø!

LM: Au weia!

Schon wieder ein Maß, daß ewig zu weit ist, CIP sagt: 7,24, also 5 Hundertstel zu groß (evtl zu ausgeschossen?). Trotzdem erreichte ich mit der Ihnen schon bekannten IMR-Ladung und den
Lutz Möller Geschoß mit Plastikspitze streukreise von 20 mm / 100 m-Bahn, jagdlich also durchaus brauchbar.

Nur die Hülsenproblematik ärgert mich. Ich will da abhelfen. Schließlich hänge ich ja an der Büchse, wie schon erwähnt, und will diese auch weiterhin führen, bis ich nicht mehr jagen kann, bestens noch viele Jahrzehnte. Investition scheue ich also nicht, besonders nicht, bevor ich mir eine weitere Gebrauchte kaufe, wo ich wieder nicht weiss, was ich bekäme. Eine Drehbank habe ich auch, nebst Fräse. Ich bräuchte also nur eine Reibahle, wird sich wohl auftreiben lassen.

Schönen Sonntag noch! Bei uns fängt es gerade wieder zu schneien an.

Nachmittags ist hier in der Nähe (Rinchnach, Landkreis Regen, Bayerischer Wald) ein Kaltblut-Pferdeschlittenrennen, da bebt der Schnee! Ich mache Bilder und sende solche.

Gruß! H. Liebl, Sonntag, 2. Januar 2011 13:10

Winchester

Grundsätzlich meine ich, Winchesterhülsen sind weicher als der Rest, taugen also weniger für Hochdruckladungen. Allerdings kann man, wenn man ein gutes Los erwischt, Spitzenladungen basteln. Ebenfalls nicht über den Kamm scheren will ich die Spitzenhülsen von RWS, Lapua, Norma und dergleichen: Eigene, selbst erlebte Beispiele sind Gewehrhülsen (RWS), deren Zündglocke so klein gepresst war, daß KEIN handelsübliches 5,33 mm Hütchen reinpaßte, Kurzwaffenhülsen (Sintox, Behördenlos) bei denen kein Zündloch gestanzt war, Gewehrpatronen (Lapua), die nach dem (ersten) Schuß direkt über dem massiven Bodenteil 3 - 4 mm in Längsrichtung aufgeplatzt war und zu guter Letzt Kurzwaffenpatronen (Norma Wadcutter) bei denen nach dem (ersten) Schuß 20 von 50 komplett der Länge nach aufgerissen war. Ehrlicherweise muß ich aber sagen, daß ich mit ausgesuchten RWS-Hülsen bislang die besten Streukreise zustande brachte.

Gruß aus der Oberpfalz, Sonntag, 20. Februar 2011 12:53

Blanke Hülsen

Da bin ich wieder .... Da Sie sicher Langeweile haben (:-)), hier ein paar (teils hartnäckige) Fragen:

Welche Ladedaten empfehlen Sie für meinen Halbautomaten (Sauer S303) (Norma und MEN Hülsen).

LM: Suchen Sie auf meinem Netzplatz ihr Patron und folgenen meinen dort dort beschrieben Empfehlungen!

Welches Pulver (siehe weiter unten oder "your best suggestion")

LM: Das dort für die jeweilige Hülse empfohlen. SuchenSie gern auch mal nach „Pulverlebhaftigkeiten“ für Hintergrundwissen.

Welche Zündhütchen (habe Federal Gold Medal Match GM215M Magnum und CCI Large Rifle Primers 0011)

LM: Suchen Sie auf meinen Netzplatz Zündhütchen und folgen Sie meinen dort beschrieben Empfehlungen!

Wie machen Sie die Hülsen blitzblank ? Ich habe von meinem Vater eine Mischung aus Salpeter-, Schwefelsäure und Wasser geerbt und einfach mal ein paar Hülsen reingeworfen. In weniger als 2 Sekunden waren selbst die übelsten Exemplare wie neu (längeres Verweilen führt aber wahrscheinlich zu unangenehmen überaschungen..)

LM: Polieren Sie Hülsen im Taumler mit Schleifmittelzusatz, oder händish mit Poliepaste, z.B. Autosol Chrom Polish.. Sie könnenauch Schlämmkreide oder Zahnpasta, die solch enthält, vewenden.

Kommen die Sauen Heute vor 21 Uhr :-)

LM: /Wild/Wildkamera.php">Hier gewiß!

Hoffe, ich nerve Sie nicht !

LM: Wenn Sie laufend Auskünfte erheischen, die Sie bei mir schon, wenen gesucht, lange gefunden hätten, gewiß.

Mit sehr freundlichen Grüßen, Mathias Donner, Donnerstag, 3. März 2011 10:46

Herr Donner,

wie wollen Sie lernen, wenn Sie nicht lesen, denken und verstehen? Ich schreibe für Sie doch nicht neu, was seit über 10 Jahren immer wieder gleich gefragt wird und schon mehrfach beantwortet wurde.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Danke

Hallo, Herr Möller,

vielen Dank für die prompte Versendung der Schwarzkäppchen ... (was ist mit Porto?)... Ansonsten danke ich Ihnen für diese Plattform und Ihr wirklich enormes Wissen und Engagement. Ich selbst mache auch alles, was ich anpacke, mit größter Gewissenhaftigkeit und habe den nötigen Sachverstand. Nevertheless werde ich nun gewissenhafter bei ihnen nachlesen, um Ihre - anders besser zu nutzende Zeit - nicht unnötig in Anspruch zu nehmen... Sie sind schon ein komischer Vogel - aber von solchen Leuten sollte es viel mehr geben ! No risk, no fun, no success ....

sincerely, Mathias Donner, Donnerstag, 3. März 2011 12:44

Überlastete Patronenhülsen

.300 Win. Mag. PPU 6.246 bar und .30-06 DAG 5.748 bar von oben

.300 Win. Mag. PPU 6.246 bar und .30-06 DAG 5.748 bar von der Seite

.300 Win. Mag. PPU 6.246 bar und .30-06 DAG 5.748 bar von unten

Zwar floß die PPU-Hülse am Mund noch vorn, aber das Zündhütchen blieb drin, wenn auch mit Loch. Die hochgeladene .30-06 Hülse lieferte mein Jagdgeschoß mit nur 1.106 m/s und bei den 5.748 bar floß die DAG Hülse am Boden, die Zündglocke ist aufgeweitet und das Zündhütchen geflogen!

Lutz Möller, den 22. April 2011

Hallo Herr Möller,

eigentlich habe ich von Ihnen solche Vergleiche oder Gegenüberstellungen nicht erwartet. Sie stellen ein Bild einer PPU Hülse .300 Win. Mag. mit einem gemessenen Gasdruck von 6246 Bar, neben das Bild einer .30-06 Spr. DAG Hülse mit gemessenem Gasdruck von 5748 Bar. Was soll uns das Bild sagen?

LM: Wie diese beiden überlasteten Hülsen aussehen.

Doch nur, daß man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen darf. Stellen Sie je ein Bild von einer Hülse .300WinMag PPU und .300WinMag DAG mit entsprechenden Gasdrücken ein,
dann macht das Sinn und sagt etwas aus. Wissende Leser wundern sich und nicht so wissende Leser bekommen ein falsches Bild vermittelt.

LM: Das waren zufällige Überlastungen, deren Bild ich meiner Leserschaft einfach nicht vorenthalten wollte, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mit freundlichen Grüßen, H. Beier, Freitag, 8. Juni 2012 15:58

Hülsenfarbe

Hallo Herr Möller,

ihre HDP Bremse in 8 Kant ist wirklich sehr gut! Mein .308 W. Blaserstutzen schießt sich nun wirklich wie ein Kleinkaliber .22 lfB. Das hätte ich nicht gedacht. Aber bei einem solch kurzen Stummel ist Gehörschutz doch sehr angebracht. ( Meinte mein linkes Ohr nach dem ersten Schuß ohne Gehörschutz).

LM: Unbedingt!

Wenn jemand eine wirklich gute Arbeit an seiner Waffe haben möchte kann ich nur Herrn Thomas Rüggeberg empfehlen.

LM: Anschrift? Email?

Er hat bei meinem Stutzen die Bremse zu meiner besten Zufriedenheit angebaut. Eine Frage habe ich noch. Wann kann man mit den neuen MJG in .308 rechnen?

LM: Nächste Woche.

Gibt es Munition auch silbernen Hülsen ? Ein Tip machen Sie Ihre Munition doch alle mit silbernen Hülsen um sich von den anderen Anbietern abzusetzen.

Schöne Grüße, P.H

Moin Herr H.,

ich freue mich, Sie zufrieden zu sehen. Der noch keine Bremse oder keinen Feuerschlucker von mir schoß, kann sich noch nicht vorstellen, wie die wirken. Die überaschung an der eigenen Schulter ist dann um so größer!

Jetzt frage ich mal alle meine Freunde. Wir versahen im Laden Hülsen mit den metallischen Oberflächen „silber blank“ (wie ein Chromstuhl), „silber gebrochen“ (wie eine olle Nickelbrille), „schwarz matt“ (wie ein Maulwurfsfell) und „schwarz seidenmatt“ und Gold (poliert, für das Jubiläum oder den Geburtstag). Auf die dunklen Oberflächen können wir auch noch schreiben, das sich dann messingfarben stark absetzt, sehr gut zu lesen ist, aber klein. Welche Oberfläche würde denn gewünscht. Patronen mit Namen, oder Schußtafel vieleicht? Schreibt mir bitte eure Wünsche.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

als Geschenk

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Die Adresse von meinem Büchsenmacher Thomas Rüggeberg in 51103 Köln haben Sie schon auf Ihrer Seite unter Bremsenanbau stehen.

Zu Ihrer Frage nach der Hülsenfarbe würde ich sagen, matt schwarze Hülse mit messingfarbenem Geschoß und schwarzer Spitze würde sich schon vom Wettbewerb sehr absetzen. Oder ? Und man hat noch die Möglichkeit für Geschenke oder sich selbst diese beschriften zu lassen. Also dann machen Sie was Individuelles, um nicht mit den anderen verglichen zu werden!

Schöne Grüße aus dem Bergischen Land, P. H., Mittwoch, 8. Juni 2011 14:35

Hülsengewichte

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe meine RWS 9,3x74R Hülsen entzündert, Zündglocke und Zündkanal gereinigt, getrommelt, rekalibriert, getrimmt und bei meiner Apothekerin auf der großen Apo-waage (1/100 g) gewogen. Das Ergebnis hat mich überascht: Gewichtsunterschiede von 12,6 bis 14,4 Gramm. Die Verteilung habe ich in 2 Bildern in Anlage dargestellt.

Frage: Wie groß dürfen Ihrer Erfahrung nach die Gewichtsunterschiede (und damit die Innenvolumenunterschiede) sein, bis sich das in der Präzision bemerkbar macht ? Ich vermute, es wird Unterschiede im Abbrandverhalten geben).

Vielen Dank für Ihre Bemühungen, MfG, Fritz Kruse, Sonntag, 31. Juli 2011 22:33

Tag Herr Kruse,

mich haben auf dem (nicht stattgefundenen) Ansitz vier Hornissen gestochen. Eine in den Kopf, eine in die Hand und zwei im Geschwader zielstrebig in den Hals (vorsätzlicher Angriff!). Den Hochsitz habe ich draufhin erst mal aufgegeben. Jetzt habe ich einen dicken Hals. Die Schwellung geht bis zu Brust, ist rot und warm, und ich kann meinen Kopf nicht nicken. Zu schreiben fällt mir schwer. Ich fasse mich also kurz. 

Untersuchungen dazu habe ich nicht. WennSie die anstellen wollen, würde ich mich freuen die zu veröffntlichen. Gute Hülsenlose liegen  bei 0,3 g beienander. Wenn Hülsen davon weiter abweichen würde ich die, bei genügender Menge in ein neues Los aussondern, wenige aber einfach in die Tonne schmeißen, damit die weg sind und nicht mehr verwechselt werden können.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Patronenhülsen / Hülsengewichte II

Sehr geehrter Herr Möller,

zu oben genanntem Thema, und vor allem zur Frage des Herrn Kruse, könnte ich aus Sportschützensicht etwas beitragen. Die folgende Erläuterung basiert allerdings nur auf meinen persönlichen Erfahrungen und ich habe nie versucht es wissenschaftlich fest zu machen, obwohl das ein lohnendes Projekt wäre.

Herrn Kruses Los 9,3x74R Hülsen ist ein Gewichtsdesaster und ich habe schon eine Menge RWS Hülsen verwendet, unter anderem auch in 9,3x74R. Aber solch eine Hülsengewichtsstreuung ist sehr untypisch für RWS, normalerweise begegnen mir, je nach Hülsengröße, Gewichtsdifferenzen von 0,10 bis in etwa maximal 0,20 Gramm. Bis zur Lesung von Herrn Kruses Beitrag, hätte ich blind jedem Jagdbüchsenbesitzer empfohlen, RWS nicht zu wiegen, da sich das in der Regel als Zeitverschwendung heraus stellt.

LM: Wir wissen ja nicht, ob alle Hülsen aus demselben Los stammt. Dazu wurde bislang nichts gesagt. Ich würde RWS also nicht verteufeln wollen, ohne dazu Grund zu haben.

In meiner Benchrestbüchse 6 mm PPC verwende ich normalerweise Hülsen des Fabrikates Lapua, nach Anpassung der Hülse an das Patronenlager sortiere ich alles aus, das nicht in einer Gewichtsspanne von 0,07 Gramm liegt. Diese Gewichtsabweichung lässt auf dem Papier keinen Unterschied erkennen zu Hülsen mit exakt gleichem Gewicht. Vor kurzem habe ich Hülsen der Firma Norma verarbeitet, um zu großen Ausschuß zu vermeiden, tolerierte ich eine Gewichtsdifferenz von etwa 0,13 Gramm. Auch da ist kein relevanter Unterschied, zu Gewichtsgleichen Hülsen, in der Schußleistung festzustellen. Eine fertig präparierte 6 mm PPC Hülse wiegt im Durchschnitt etwa 7,13 g.

Fazit: In einer höchstklassigen Benchrestbüchse, mit erstklassigen Geschossen und einer vibrationstechnisch günstigen Pulverladung, machen 1-2% Gewichtsabweichung, keine merklichen Unterschiede in der Schußleistung.

Kürzlich haben ein Freund und ich, seine HS Precision geschäftete CZ 550 Varmint Büchse, im Kaliber .308 Winchester, evaluiert. Zum Einsatz kamen Hirtenberger Hülsen. Wieder haben wir Schußleistungen verglichen, um eine Hülsengewichtstoleranzgrenze herauszufinden. Und hier muß man anfangen realistische Grenzen zu ziehen. Das Gewehr ist als „rundherum sorglos“ Büchse gedacht, vom Klubmatch auf verschiedene kleine Ziele zu verwenden, bis auf die gelegentlich möglichen Schießen auf 500 Meter. Gut erhältliche, günstige Standardkomponenten sollen hier zum Einsatz kommen und eine gleichmäßige, gute Schußleistung garantieren, wenn möglich durch alle Jahreszeiten, ohne viel Feinabstimmung. Hier haben wir eine Gewichtstoleranz von 0,25 Gramm als akzeptabel und brauchbar herausgefunden. Die .308 Winchester Hirtenberger Hülse wiegt im Schnitt 11,35 Gramm. Wieder etwas mehr als 2% Hülsengewichtstoleranz.

Jetzt ist es natürlich für mich schwer, solch ein Ergebniss auf übliche Jagdbüchsen umzulegen. Normalerweise würde man annehmen das Jagdbüchsen generell ein geringeres Präzisionsniveau als Scheibenbüchsen haben. Aber ich gebe Ihnen, Herr Möller, völlig recht. Das stimmt so nicht. Nur sind Jagdbüchsen schwieriger, vor allem vibrationstechnisch, in den Griff zu kriegen. Da beginnt theoretisch das Problem. Bei einer Schwingungs- und vibrationstechnisch schwierigen Büchse (relativ dünner Lauf, Magazin Ausschnitt im System, relativ große Auswurffenster etc.) wirken sich Toleranzen jeder Art stärker aus als bei einer Benchrestbüchse, wo auf Schwingungs- und Vibrationsarmut höchster Wert gelegt wird.

Tolerierbare Hülsenabweichungen sind, meiner Meinung nach, Abhängig von der Größe der Hülse und davon, wieviel Schußleistung ich erwarte. Herrn Kruses Hülsen werden in einer Doppelbüchse zur Drückjagd bedenkenlos verwendbar sein. Das aussortierte Mittel der Glockenkurve, die Herrn Kruses Bilder sehr schön zeigen, würde in einer modernen, hochpräzisen Kipplaufbüchse, für weite Feldrevierschüsse gute Verwendung finden und keine Bedenken, bezüglich verminderter Schußleistung durch, Hülsengewichtstoleranz verursachter, Ausreißer, zurücklassen.

Herr Möller, wenn sie es für sinnvoll und verwertbar erachten, die Auswirkungen von Hülsengewichtstoleranzen zu kennen, mache ich mich an die Arbeit. Aber es wird dauern die vielen Variablen auszufiltern und eine umfangreiche und aussagekräftige Studie zu erstellen. Mich würde es jedenfalls freuen.

LM: Ja gern. Mit welcher Patrone und Waffe würden Sie arbeiten wollen? 8x57IS vielleicht? Das möchte ich gern wissen, damit ich sie entsprechend unterstützen kann. Das richtet sich auch ein wenig nach Lagerbestand.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung nach Ihrem Kampf mit der Natur, verlieren Sie trotzdem Ihre Freude an Ihr nicht.

LM: Ach was. Mit Schwund muß man rechnen. Ich habe was gelernt und werde das nächst Mal nicht mehr so arglos in die Nähe eien Hornissennestes mit Brut begeben, dann darum wird es sich gehandelt haben. Gewöhnlich sind einzeln figende Hornissen, die ich oft im Garten und manchmal auch im Zimmer habe, friedlich.  Den nicht zu unterschreitenden Sicherheitsabsatnd für deren Brut kenne ich nun und werde den künftig achten. Dann wird alles gut. Bis dahim hat mein lymphatisches Syste noch einges zu tun, aber auch das will ma gebraucht werden.

Mit allerbesten Grüßen aus Lassee bei Wien, Ihr Johannes Nowak, Freitag, 5. August 2011 12:57

Hülsengewichte III

Auswirkung verschiedener Hülsengewichte auf Druck und Geschwindigkeit, Messungen durch das Beschußamt

Sehr geehrter Herr Möller,

ich ließ dieselbe .308 Win Ladung mit leichten und schweren Hülsen beim Beschußamt prüfen.

1. Gruppe: Hülsenleergewichte um 11,00g
2. Gruppe: Hülsenleergewichte um 11,30g

Jede Gruppe bestand aus 6 Patronen. Die Hülsen waren zuvor gereinigt und getrimmt worden. Sie stammten alle aus demselben Los.

Die Messergebnisse:

Mittlerer Gasdruck bei Gruppe 1: 3948bar
Mittlerer Gasdruck bei Gruppe 2: 4014bar
Differenz: 66bar (1,7%)

Mittlere V bei 1: 873m/s
Mittlere V bei 2: 876m/s
Differenz: 6m/s (0,3%)

Eine schwere und eine leichte Hülse wurden vorher ausgelitert. Der Unterschied im Volumen betrug 1%. Die schwere war innen kleiner, wie zu erwarten war. Das ist aber nicht repräsentativ, weil es nur bei einem Hülsenpaar gemacht worden war. Ein Volumrnunterschied von 1% ergibt für diese Ladung nach Quickload etwas mehr als 100 bar Druckunterschied.

Der höchste Druck bei den leichten (1) fiel aber höher aus, als der niedrigste Druck bei den schweren (2). Die Werte der beiden Gruppen überlappen sich.

LM: Danke!

Mit freundlichen Grüßen, Thomas P., Freitag, 5. August 2011 21:36

Hülsengewichte IV

Sehr geehrter Herr Möller,

einmal vielen, vielen Dank für die angebotene Unterstützung. Aber ich denke ich habe das Angebot gemacht, somit trage ich die Kosten und wir (der Netzplatz) teilen uns das Ergebniss. Des weiteren glaube ich Ihre Geschosse sind zum Ermitteln der Auswirkungen von verschiedenen Hülsenvolumen, schlichtweg zu schade.

LM: Ach was. Es kommt schießlich auf den Punkt an. Den können die anderen kaum so einfach bieten.  Daher ist mir schon ander Messung gelegen.

Die Kollegen der bleiernen Sippe werden uns gute Dienste leisten, vor allem bei der zu erwartenden Menge an Meßschüssen, um ein halbwegs brauchbares oder repräsentatives Ergebniß zu erlangen. Also meine schon begonnene Kopfplanung hätte folgende Waffen und Kaliber im Auge:

Savage Mod. 12 F-Class in 6 mm Norma BR

Hall Mod.M Heavy Varmint Benchrestbüchse in 6 mm PPC

Zastava Jagdbüchse in .30-06 (hab ich endlich mal Verwendung dafür)

Mauser 98 Jagdbüchse in .22-250 Rem.

Schweizer Mod. K31 ZG1 Büchse in 7,5x55(auch wenn Sie im Geiste den Deckel der Mülltonne heben)J

Die Auswahl scheint willkürlich, aber von den präzisen Büchsen erwarte ich mir schnelle wiederholbare Ergebnisse und von den anderen einen praktikablen Durchschnittswert der für die Jagd relevant ist (hoffentlich). Außerdem ist das ein guter Querschnitt an möglichen Hülsenvolumen, Öffnungsverhältnissen etc. Falls nötig ergänze ich noch mit einem oder zwei anderen Kalibern.

Aber abschließend, falls sich eindeutige Ergebnisse herausstellen lassen, werde ich selbstverständlich Möller MJGe nochmal mitvergleichen um vielleicht noch die eine oder andere Schlussfolgerung ziehen zu können.

Wie gesagt, das wird ein paar Monate dauern, gerade Sie wissen wie nahe Erfolg und Mißerfolg beieinander liegen und das es mitunter zäh ist sie voneinander zu trennen. Ich brauche noch einzelne Werkzeuge, Geschosse, jede Menge Hülsen (so ich die noch nicht habe),etc. etc. Die Vorbereitungen haben schon begonnen.

LM: Na, wenn Sie meinen. Zu 6 mm Norma BR hätte ich noch mal was. Schicken Sie bitte Ihre Anschrift.

Ich verbleibe mit freundlichsten Grüßen Ihr Johannes Nowak, Freitag, 5. August 2011 22:06

PS: Sollte der Aufwand sich lohnen und Sie sagen, das wäre brauchbar, erbitte ich mir die Möglichkeit, Sie dann bei etwas speziellem um Rat zu fragen. Das kann dann mitunter (ohne Eile) länger dauern und ist so noch nicht spruchreif. (Ja, ich weiß. Sie geben auch ohne Gegenleistung RatJ)

LM: Zählen Sie auf mich - auch wenn Sie das Besondere nicht an die große Glocken hängen mögen.

Hülsengewichte V

Guten Tag Herr Möller,

vorab herzlichen Dank für Ihre Nachrichten. Würden Sie diese Post bitte auch an Herr Novak weiterleiten?

LM: Ja gern.

Auch an ihn herzlichen Dank für seinen Beitrag. "I believe in God and Mauser" (Zitat: Ohm Krueger) Acht Jahre hat mich mein alter DWM-98er in 9,3x64 in Canada 100% treu und zuverlässig begleitet. Allein fürs Ladungen erschiessen und Training auf der BW-Schießbahn gingen etl. hundert Schuß jeweils durch. In Anlage meine Gewichtsverteilung der 9,3x64 RWS Hülsen.

Nun ich glaube, das man nur lange genug sammeln muß, um diese Verteilung zu erhalten. Sie ist weder repräsentativ noch zu verallgemeinern.
Bis heute brauchte ich höchstens eine Handvoll Hülsen verschrotten. Hülsenreißer kenne ich hierbei bisher nicht. Einmal habe ich 3 Hülsen verschrottet, weil ich bei meinen Versuchen die 16,2 g Swift A-Frame auf die TUG auf 200 m deckungsgleich zu bekommen durch Ablenkung (Telefon) das falsche Pulver "Full-house" geladen hatte. Die Swift kam ganz groß raus mit Super-Präzision und Schnelle. Beim 3ten Schuß in Folge aus warmen Patronenlager mit 940 m/sek! Der Verschluß mußte mit dem Holzhammer geöffnet werden. Schade, daß ich diese 3 Hülsen nicht aufbewahrt habe. Mit Erwärmung des P.-lagers sich verstärkt zeigende Anzeichen von Überladung bis zum Ausblasen des ZH und Fließen des Patr.-bodens. Ich habe neben einer Top-Waffe und Top-Hülsen auch einen Top-Schutzengel gehabt! Ich denke, jede andere Verschluß wäre mir um die Ohren geflogen. Das war mir eine Lehre fürs Leben!

LM: Lies Höchtgasdruck ermitteln

Zurück zu den Hülsen: Erstklassiges Material - aber mit Masseschwankungen über längere Zeiträume. Meine Lehre daraus: Nach Abschluß der Vorarbeiten alle Hülsen einzeln wiegen auf einer geeichten Apothekerwaage und Gewicht draufschreiben mit wasserfest. Filzstift. Ich bin davon überzeugt, das eine auf viele Meßpunkte geeichte APO-Waage "Made in Germany" nicht nur teuer sondern wesentlich besser ist als alle Internetschnäppchen. Aufbewahren geht im Zipplockbeutel, wo dann auch noch ein Zettel dabei ist über alle ausgeführten Arbeitsschritte.
Unter- oder überwichtige Hülsen und Reste kommen ins Schießkinolos - auf 20 m geht fast alles, das knallt. Das dient dem Training und man bleibt mit der Waffe vertraut. Hierfür sind mir die guten Jagdlose zu schade. Nun reizt mich natürlich das Möller-KJG / MJG . Um hier nicht unnötig Geschosse zu verballern, möchte ich vorher meine Fehlermöglichkeiten reduzieren, deshalb das Palaver über Einfluß von Hülsengewichtstoleranzen.

Ich verbleibe mit den besten Wünschen und Weidmannsheil Fritz Kruse, Sonntag, 7. August 2011 17:29

Patronenhülsen und Genauigkeit

Lies vorher Genauigkeit!

Sehr geehrter Herr Möller,

wie besprochen sende ich Ihnen ein vorab einen Versuch mit der Patrone 6mm Norma BR, zu Hülsenvolumen und deren Auswirkung auf die Schußleistung, vor allem um ein aussagekräftiges Verfahren zu erarbeiten.

Bild 1 zeigt den üblichen Versuchaufbau

Dieser einfache Versuch, der sich ausschließlich auf die Schußleistung bezieht, hat bereits gezeigt, wie viele Einzelheiten und Informationen nötig sein werden, um ein abgerundetes Bild zum Zusammenhang von Patronenhülsen und Genauigkeit zu bekommen. Mein Vorhaben diese Versuche mit einer Anzahl Gewehren durchzuführen, habe ich geistig bereits auf ein einziges Gewehr beschränkt. Darauf folgender Versuch wird mit der, jagdlich häufig geführten, .30-06 sein. Um ein komplettes Innen- wie außenballistisches Bild zu bekommen, sind so viele Messungen und Schießstandbesuche vonnöten, das solches Vorhaben mit 5 Gewehren und Patronen, in annehmbarer Zeit, für eine Privatperson, nicht zu machen ist.

Als erstes muß ich den Hülsenhersteller freisprechen. Die im Versuch verwendeten Hülsen wurden aus 300 einmal abgeschossener Norma-Hülsen, aus verschiedenen Losen, ausgewogen. Die Ladung wurde vorher nie versucht sondern wahllos, abhängig von den zur Verfügung stehenden Komponenten, ausgewählt. Diese 3 Schußgruppen sind keine „Brieftaschengruppen“ (besonders ausgesuchte Gruppen, die, wenn sie sehr gut sein sollten, ein Leben lang in der Brieftasche herumgetragen und bei Bedarf vorgezeigt werden), sondern alle Schüsse, bis auf den ersten Putzschuß und zwei Visierkorrekturen, sind hier zu sehen. Alle Hülsen wurden, nach dem Trimmen auf gleiche Länge, vollkalibriert. Die Ladung war immer die gleiche. Wechselndes Licht und böiger Wind erschwerten zu schießen, aber beinflußten, wie ich glaube, das Ergebnis nicht allzu stark.

Bild 2 zeigt 3 Referenzschußgruppen mit den mittelgewichtigen Hülsen, Von diesem Gewicht ausgehend, wurden die leichteste und die schwersten Hülsen bestimmt.

Bild 3 zeigt 2 Schußgruppen mit zufälligen Hülsen

Bild 4 zeigt je eine Gruppe mit jeweils gleichem Hülsengewicht aber jeweils am anderen Ende des Gewichtsspektrums.

Dieser Versuch diente nur einmal, sozusagen, der zerebralen Stimulation und als Hinweis, ob in die Richtung zu forschen lohnt. Meiner Meinung nach lohnt es sich. Vor allem ergänzt mit Gasdruck- und Geschwindigkeitsmessungen, Erfassung und Beweisführung wichtiger und unwichtiger Aspekte und im Endeffekt die Durchführung mit Lutz Möller Jagdgeschossen, um auch ein ganz produktspezifisches Ergebnis zu bekommen. Denn darum geht es, meine ich, den Kunden vor allem.

Mit freundlichsten Grüßen aus Niederösterreich Ihr Johannes Nowak, Sonntag, 28. August 2011 21:34

Vielen Dank, Herr Nowak,

der Einfluß gleicher und verschiedener Hüslen auf die Genauigkeit zeigen Sie hier ganz offen mit

1 bis 1 ½ cm Streuung bei gleichen Hülsen, aber

2 bis 3 cm bei verschiedenen Hülsen,

also der doppelten Streuung wie bei gleichen Hülsen. Die Abweichung entstand im Versuch bei 5,6% abweichenden Massen. Ob nun allgemein aus 5,6% Masseabweichung die doppelte Streuung abzuleiten ist, oder die Bezeihungen anders sind, müssen weitere Messungen zeigen, aber jetzt zeigt Ihre Arbeit bereits den erheblichen Einfluß dabweichender Patronenhülsen auf die Genauigkeit.

Ich erinnere gar nicht, ob ich Ihnen schon hinreichend Geschosse geschickt habe, daß Sie die ausreichen Versucher mit der .30-06 durchführen können. Bitte melden Sie sich dazu.

Waidmanns heil, Lutz Möller, Sonntag, den 28. August 2011

.30-06 Patronenhülsenversuch

Sehr geehrte Herr Möller,

nein, wir haben noch nicht über Geschosse für den .30-06 Versuch gesprochen. Ich mußs aber gleich dazu sagen das ich vor Anfang November nicht mit dem Versuch beginnen kann. Ich muß noch für einge Landes- und Staatsmeisterschaften üben und auch dort schießen.

LM: Gut Schuß!

Ich richte mich ganz nach Ihnen. Wenn Sie sagen, das ist kaufmännisch völlig irre, jetzt Geschosse zur Verfügung zu stellen obwohl wahrscheinlich erst im nächsten Jahr Ergebnisse zu erwarten sind, dann würde ich Ihnen recht geben und ich melde mich Ende Oktober nochmal.:-)

LM: Erinnern Sie mich dann bitte. Sie bekommen, was Sie brauchen.

Sie können Sie mir aber auch gleich schicken, wie Sie wollen. Ich muß auch das Versuchsgewehr noch überarbeiten.

Wir waren uns schon einmal bei etwas nicht ganz einig. Ich hätte gerne Ihren „Segen“, denn ich möchte für eher unwichtige oder sagen wir weniger bemerkenswerte Versuche  im Laufe des .30-06 Versuchs, Geschosse der bleiernen Sippe verwenden.

LM: Dazu empfehle ich Ihnen Lapu Scenar!

Vieles lässt sich mit billigen Geschossen „vorarbeiten“ oder „versuchen“. Beschußamtprotokolle u.ä. mache ich natürlich mit Ihren Geschossen, denn wie Sie schon gesagt haben: Das ist schließlich der Punkt. Aber ich müßste natürlich alle Ergebnisse, auch die bleiernen, einbeziehen, selbstverständlich ohne den Hersteller zu nennen, denn darum geht’s ja nicht. Ich fände es schade, unzählige MJGe durch Papier zu schießen und auch hätten wir etwas zum Vergleichen.

LM: Ich werde mal fragen ob wir das in einer Zeitschrift für Schützen unterbringen. Dann kommen wieder ein paar Taler zurück!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Liebe Grüße, Johannes Nowak, Dienstag, 30. August 2011 07:43

Gute Hülsen von „mus“ bis „sus scrofa“

Hallo, Herr Möller,

Wo bekomme ich gute Hülsen (100 Stück), zum Preis für einen Germanistik - Studenten tragbar, her ?

LM:  Lesen Sie von Anbeginn zu Patronenhülsen. Oben lesen Sie einen Versuch mit Hülsen der Dynamit Nobel AG (DAG) und PPU mit überlastete Patronenhülsen. Während die DAG-Hülse bei 5.748 bar das Zündhütchen schmieß und ausblies, hielt die PPU Hülse bei 6.246 bar das Zündhütchen noch drin und blieb dicht. Also nehmen Sie PPU Hülsen!

Gibt es irgendwo gute Kugeln zur Totschießung von mus bis sus scrofa günstig zu kaufen - vielleicht sogar zeitgemäß ? ;-)

LM: Bei der Lutz Möller GmbH!

Auch beim mus würde ich mir gern die Schwarte abkochen lassen.

LM: Das besprechen Sie allein mit der Hüterin des heimischen Herdfeuers.

Was macht man außer den Hütchen noch in die Hülsen rein?

LM: Zündhütchen und Treibladungspulver. QuickLoad heißt Ihr Freund!

Kennen Sie jemanden, der was über die Kugeln mit den Rillen weiss ? Die sehen ungefähr so aus [Bild].

LM: Lutz Möller Geschosse, Gebrauchsmuster DE202010010181U1

Wäre schön, kurzfristig eine Antwort zu erhalten - bin rein zufällig über Ihre Seite gestolpert - bin aber ganz neu im Internet - scheint ´ne feine Sache zu sein ?
Sie können Ihre Email natürlich auch per Post schicken - da gibt es doch so was Neues, Sicheres, von der Post oder so ? Heute kann man keinem mehr trauen !

Schöne Grüße von hier, M.D., d.a.K., Dienstag, 30. August 2011 09:49

Patronengewichte

Hallo, Herr Möller,

ich habe vor kurzem 9,3x62 LM Munition  gekauft. Beim Wiegen der Patronen mit einer Feinwaage fiel mir auf, die Gewichte der einzelnen Patronen unterscheiden sich. Woher kommt das ?

Die Hülsen weisen  unterschiedliche Massen auf. Abweichungen der Hülsen unter 0,5 g sind völlig unbedeutend. Ohne die Patrone zu zerlegen können Sie mit einer Waage nur feststellen, ob überhaupt Pulver in der Hülse ist - bei Patronen der Größe so um die 4 g Pulvermasse.

Kann das an der Ladung liegen?

LM: Nein. Die Ladungen sind gewogen (aber die Hülsen nicht). Die gesamte Masse einer Patrone setzt sich aus verschiedenen einzelnen Massen zusammen. Woher also eine Abweichung kommt, muß einzeln geprüft werden. Ich hatte mal 100 neue RWS 8x68S Hülsen gewogen. 99 lagen etwa 0,1 - 0,2 g zusammen. Eine lag 1 g daneben. Die habe ich dann ausgesondert.

Peter Stephan, Gruß, Mittwoch, 15. Mai 2013 18:54

Amerikanische Hülsen

Lieber Lutz: Einer Deiner Zuschreiber besagte, daß Winchester Huelsen zu weich seien. Winchester Huelsen sind die haertesten der amerikanischen Huelsen, gefolgt von Federal, und dann, mit Abstand, Remington. Die meiner Meinung wenig taugt, obwohl zum Umformen oft beliebt.

Mit Hornady habe ich keine grosse Erfahrung, nur in neu herausgebrachten Patronen, die besser masshaltig als die Huelsen der anderen Hersteller sind. Dann kam die Entteuchung. Bestellte die neue 9.3x62 fuer einen Kunden. Bodendurchmesser nur 11.88mm! Die gebe ich nicht weiter. Aus denen werden wohl 8x60S Huelsen werden.

Kein Glueck dieses Jahr auf den Elch, auch auf sonst nichts gezogen. Da gibt es noch ein paar Winterjagden, vieleicht versuche ich es noch. Nun, das gibt mir Zeit MJGe zu bestellen, um naechstes Jahr bereit zu sein. Gibt es noch ein Geschoss von 13gm?, denn das muessen wir haben wenn wir die grosse Lotterie gewinnen und einen Bison permit bekommen.

Moechtest Du Jadggeschichten fuern den Netzplatz?

LM: Ja gern!

Grüße, und Weidmannsheil, Walter Brunner, Donnerstag, 29. September 2011 09:34

Schwarze Hülsen

Sehr geehrter Herr Möller!

Sie haben vor nicht so langer Zeit (leider finde ich diesen Beitrag nicht mehr auf Ihrer Seite) mal erwähnt, die Hülsen Ihrer Lutz Möller Munition wahrscheinlich mit einer schwarzer Spezialbeschichtung, für besseres Gleiten und Korrosionsschutz rauskommen werden. Haben Sie diesen Plan schon verworfen oder arbeiten Sie noch daran, da ja alle Grafiken schon mit schwarzer Hülse zusehen sind! Ich frage, da mich die Eigenschaften und natürlich die stylischen schwarzen Hülsen sehr reizen :) ! Ich warte auch noch mit dem Kauf deshalb. Des Weiteren glaub ich, wäre solch ein Munition ein wahrer Hingucker und man wird bestimmt von Jagdkameraden auf die Munition angesprochen! Im Zuge dessen kann man auch gleich für Ihr Lutz Möller Geschoß werben :)

Vielen Dank für Ihre Antwort vorab.

LM: Der Galvaniker, der uns die Muste beschichtete, bzw. desse Frau sagte eben am Fernsprecher, man sei mit Arbeit „zugeschüttet“ und habe das Angebot vermutlich vergessen. Es wird nachgeliefert. Dann wissen wir mehr, auch ob man das wird bezahlen können.

Johannes G., Mittwoch, 5. Oktober 2011 23:11

Hülsenaustausch beim Wiederladen

Hallo Herr Möller,

ich bin seit kurzem Wiederlader und habe nun alles zusammen, das ich zum Wiederladen benötige. Nun habe ich vor zu beginnen. Ich möchte Ihre Geschosse verladen, da ich mit der Wirkung mehr als zufrieden bin.

LM: Schön!

Drei Stück Schalenwild erlegte ich in diesem Jahr mit ihrer Munition. Alles lag am Platz. 2x älterer Bock und 1x Überläufer 40 Kg. Alle zwei Finger hinters Blatt geschossen.

LM: Gute, die richtige Zielwahl!

Kaum bis keine Hämathome und keine Fluchten: Die Munition hatte ich von einem Jagdfreund. Darum will ich nun nur noch Ihre Geschosse verschießen. Allerdings habe ich wie gesagt noch eine Frage. Im Buch der DEVA wurden immer die zu verwendenden Hülsen angegeben. Kann man auch Fabrikate anderer Hersteller nehmen?

LM: Ja.

. . . und die Ladedaten übernehmen?

LM: Manchmal. Die Daten gelten für ein Hülseninnenraum. Weicht der ab, sollte die Ladunge folgen.

Denn ich habe die letzte 100 Hülsen von am Schießstand verschossener Fabrikmunition (S&B) gesammelt. Ferner 60 Hülsen von zuvor verwendeter Sako Munition. Natürlich alles von einem Los.

Sie geben bei ihren Ladedaten auch keine Hülsenfabrikate an. Es wäre toll und sehr nett wenn sie mir dort weiterhelfen könnten und mir sagen, wie ich verfahren soll.

Kaufen Sie Quickload und rechen Sie damit. Dann werden Sie verstehen!  Lies auch Zickige .300" WM!

Habe wie gesagt noch keine Erfahrung und möchte alles richtig machen.

LM: Mit erst zu denken und dann zu handeln fahren Sie ganz richtig!

Gruß Thomas Schade, Sonntag, 23. Oktober 2011 11:26

Hülsenmünder weiten sich im Schuß

Hallo Herr Möller,

Ich hab gestern auf den Schiesstand einige Schüsse mit Ihrer .308 Munition abgefeuert. Danach hab ich die leeren Hülse nachgemessen und sowohl der Hülsenmund sowie auch die Hülse haben sich um 0,2 bis 0,4 mm geweitet - ist das normal ?

LM: Ja.

Danach hab ich noch einen Frischling erlegen können - diesmal war bereit nach 6 m gut Schweiß zu finden - Fluchtstrecke 15m / Schuß hinter Blatt

LM: Gute Zielwahl!

Bilder folgen.

MfG, T.A., Sonntag, 18. März 2012 09:01

Lies Krunkelhals

Zerstörte Hülsen

Bodenprägung wegen für die Härte des Werkstoffes zu großem Druck und Schmauch um das Zündhütchen

Geweitet Zündglocke, aus der das Zündhütchen beim Nachladen herausfiel

Abgerissene Hülse wegen zu großem Verschlußabstand für die Hülse

PPU Hülsen

Hallo Herr Möller,

Ihre 300 Win. Mag. Munition habe ich heute endlich in den Händen halten dürfen, war das verlängerte Wochenende unterwegs gewesen. Ich muß sagen von der Art wie es  verpackt war und auch die 50er Kunstoffschachtel haben mir sehr gut gefallen. Was bei mir einen negativen Beigeschmack ausgelöst hat, war als ich die Munition aus der 50er Box herausgenommen habe und feststellen mußte, daß PPU-Hülsen verwendet wurden. Ich bin kein Wiederlader und habe auch noch keinen Schuß abfeuern können, aber ich verbinde mit Prvi Partizan Billigheimer-Munition mit nicht der Präzision, etc.. Nun meine Frage, verwenden Sie allgemein PPU-Hülsen, weil Sie überzeugt sind die besten Ergebnisse damit zu erzielen?

Waidmannsheil, M. Renzler, Montag, 21. Mai 2012 21:17

Tag Herr Renzler,

auf die PPU Hülsen bin ich gekommen, weil Herr Halusch vom Beschußamt Wien die als besonders druckfest erlebt hat. Er verwendet PPU Hülsen nämlich als Beschußhülsen mit 25% Überdruck.  Wir haben 7 mm Rem. Mag. bei der DEVA mit knapp 6.300 bar geschossen (siehe Überlastete Patronenhülsen, OHNE daß das Zündhütchen aus der PPU-Hülse flog. Das soll denn erst mal einer nachmachen. Bei Dynamit Nobel 30-06 DAG war bei 5.748 bar nur noch Schrott übrig. Das zeigt den Unterschied!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Betreff: PPU Hülsen sind besser als die meisten glauben: Wir haben damit auf 100 m Streukreise von 14 mm mit der 7 mm RM und 19 mm mit der .375 H+H erreicht, Christian Waldmann, Dienstag, 22. Mai 2012 14:30

Sehr geehrter Herr Möller,

eigentlich wollte ich diese WE in die Lausitz eines Hirsches wegen, aber die Wölfe und deren Versuche im Mais die Frischlinge zu fangen haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Revier ist z.Zt. rotwildfreie Zone. Auf alle Fälle wollte ich mit dem guten Gefühl dorthin fahren, daß meine Sauer Forrest in 9,3 x 62 auch dahin schießt, wohin ich möchte. Also besuchte ich den örtlichen Büchsenmacher und seinen Schießtunnel. Leider hatte er keine Zeit Ihre Schießscheiben aufzuziehen und so mußte ich mich mit drei als Pyramide angeordneten grünen Schußpflastern begnügen, was aber Dank des 6-24 x 72 von Zeiss mit dem feinen Kreuz gut möglich war.

Was soll ich sagen, 1. Schuß 1,5 cm rechts hoch, der 2. ins gleiche Loch. 3 Klick nach links und drei Klick hoch und Schuß drei saß da, wo er hin sollte, einfach nur 4 cm hoch. Schuß 4 wieder ins gleiche Loch, auch wieder nur dank der 24 fachen Vergrößerung als Doppelschuß wie nach den Schüssen 1 +2 zu erkennen, die Scheibenkamera konnte das nicht belegen.

Der Büchsenmacher konnte gar nicht verstehen, daß aus PPU Hülsen solche Präzision zu erzielen ist, kennt er doch nur Privi Partizan Muni aus diesen Hülsen.

LM: Da sehen Sie, welchen Unterschied mein Geschoß ausmacht.

Jetzt werde ich es bei ihm nochmal mit Ihrer Zielscheibe versuchen und dann gilt‘s für den 10 mm Verein, wobei es eigentlich einen kleinen Bonus von 1,5 mm für den großen Durchmesser geben müßte.

LM: In den 10 mm Verein kommen Sie mit 10 mm außen. Die kleinere Kaliber sind also im Vorteil. Das ist genau meine Absicht, weil das uf der Jagd ebenso ist. Ich möchte Jäger ermuntern mit meinenGeschossen kleinere Kaliber zu schießen. 

Dazu brauche ich aber neue Muni in 9,3 x 62 und da die DJ Saison vor der Tür steht am besten gleich 2 Schachteln a 50, vielleicht in diesen schicken Plastikboxen und wenn es geht noch in der älteren Version mit dem etwas größeren vorderen Messingteil, so wie es auf dem Bild abgebildet ist mit den MjG mit und ohne Spitze links, dann den Rest bolzen und Splittern und dem Bleischrott rechts.

Mit freundlichen Grüßen, Axel Plümacher,  Sonntag, 10. August 2014 13:42

Keine neuen Hirtenberger Hülsen mehr

Hallo Lutz,

mir fällt auf, du nimmst jetzt PPU Hülsen. Ich lud die selbst noch nie. Aber rein optisch ist das wohl eher ein Rückschritt gegenüber den HP Hülsen, oder?

Mit freundlichen Grüßen, Martin Seißer,  Dienstag, 14. Januar 2014 08:02

Martin,

Hirtenberger gibt es nicht mehr. Pleite, zerschlagen, weg. Mein letzten HP Hülsen werden verladen und dann war’s das. In Mengen sind keine mehr zu haben. PPU Hülsen sind sehr haltbar (siehe auch Gasdruck oder Hülsenreißer) und gut zu beschaffen. Daher sind die ein gute Wahl! Daß die PPU Hülsen nach dem Glühen nicht wie die HP Hülsen erneut poliert wurde, mag man nicht mögen, stört aber nur das Aug, nicht en Einsatz. Immerhin sieht man, daß die geglüht wurden. Das beruhigt. Man sieht, was man bekommt. Das ist nur ehrlich.

In 222 Rem habe ich noch HP Hülsen. Die sehen wie mundgelutscht aus, einfach schick. Ich kann ja verstehen, wie die Ansprache über das Auge einem Gefühle hervorruft, aber sei vergewissert. PPU sind gut.

Gruß Lutz

Kunststoff-Metall-Hülsen

Von Ralf am 11. Juli 2012

Zündglocken bei Sellier & Bellot

Das sind Abscherungen vom Zünder in die 7 x 57 R S & B Hülsen zu setzen. Die sollte man nicht mehr nehmen !

LM: Hilfsweise kann man vorhandenen Hülsen vorher am Zündglockeneinlauf anfasen. Wiederkaufen soll man die aber gewiß nicht. S&B kann man nicht kaufen! Solche Hülsen sind für gute Munition einfach zu schlecht. Nach Geschossen  von da muß ich ja nicht fragen. Da nehm' ich meine eigenen.

Gruß Mathias, Mittwoch, 11. September 2013 07:04

S& B Hülsen bringen Strafarbeit

Sehr geehrter Herr Möller,

Zu Zündglocken an S&B – Hülsen: Exakt die gleiche Erfahrung mit den Zündglocken der S & B – Hülsen habe ich schon vor 25 Jahren gemacht: Ich bekam damals aus einem Nachlaß einen Hahndoppelbüchsdrilling in 9,3x72R; z. B. RWS – Hülsen waren am Markt nicht verfügbar, so daß ich gezwungen war, auf S & B – Hülsen zu zu greifen: wie die Abkürzung von S & B schon sagt = schlecht und billig! In mühsamer Handarbeit und sehr behutsam habe ich zunächst in den Eingang der Zündglocke mit einem Hand gehaltenen kleine Fräser (wie er für das Ausräumen der Einwürgung des Zündhütchens an Militärhülsen erforderlich ist) eine Fase angeschnitten, so daß ich anschließend die Zündglocken mit einem K & M – Fräser auf identischen Durchmesser und Tiefe ausreiben konnte! Für 100 Hülsen war das eine Strafarbeit für Jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat! Seit diesem Zeitpunkt weigere ich mich, solche Hülsen wieder zu laden bzw. werfe sie schlicht und ergreifend in die Hülsentonne meines Schützenvereins, so bringt Messingschrott auch noch ein paar Euro in die Vereinskasse!

Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Louen, Mittwoch, 11. September 2013 11:05

Cineshot lassen sich nicht wiederladen

Hallo Herr Möller ,

ich habe letzte Woche Ihre Geschosse in der 8x57IS geladen

Pulver : N 120
Menge: 3 g
Hülse : Cine Shot RWS
Zündhütchen : Winchester Standard
Waffe Blaser R 8 Lauflänge 58 cm

Lauf wurde vorher chemisch gereinigt. Von 3 Schüssen flogen mir jeweils die Zündhütchen raus und die Hülse klemmte im Patronenlager. Die Hülsen waren vorher erst einmal abgeschossen.

Woran kann es liegen ?

LM: Cineshot-Hülsen sind nicht zum Wiederladen bestimmt. Das sind nur Einmal-Wergwerf-Hülsen. Nehmen Sie PPU oder andere Patronenhülsen, die das aushalten.

Gruß, Fuß, Sonntag, 29. September 2013 18:47

DAG Hülsen lassen sich nicht wiederladen

Sehr geehrter Herr Möller!

Haben Sie Erfahrung mit Hülsen von DAG bezüglich deren Festigkeit? Sind die vergleichbar druckstabil wie die von RWS?

LM: Nein, ganz und gar nicht. Einmal-Schrott! Siehe Cineshot lassen sich nicht wiederladen und Thuner T-Hülsen!

Danke! AW, 13. Januar 2014

RCBS Setzgesenke richtig einstellen

S. g. Hr. Möller!

Wir haben Ihre Munition am Schießstand geprüft. Aus meiner Sicht sehr gut, auf 300 m Loch in Loch. Leider muß ich Ihnen mitteilen, die Patronen lassen sich nur sehr schlecht laden. Nach Prüfung der Waffe, mußte ich feststellen, daß der Grund die Munition ist.

Fase am <a href=Hülsenmund fehlt" height="568" src="Patronenhuelsen/Fase-fehlt/Fase-fehlt-am-Huelsenmund.jpg" width="337">

Grat am <a href=Hülsenmund" height="608" src="Patronenhuelsen/Fase-fehlt/Grat%20-am-Huelsenmund.jpg" width="690">

Am Ende der Hülse ist ein Grat, der uns nicht ermöglicht die Patrone in den Laderaum zu schieben.

Lg. u. WmH, Christian Plank, Sonntag, 1. Advent 2013 09:02

Tag Herr Plank,

ich habe mit dem Setzer bereits darüber gesprochen und ihn auf den Fehler hingewiesen. Der Fehler liegt meines Wissens in den Anleitungen von RCBS für die Einstellung derer Setzgesenke.

Falsch ist:

  1. Stecke eine bezünderte, bepulverte Hülse in den Hülsenhalter

  2. Hebe die Hülse bis zum oberen Totpunkt

  3. Schraube das Setzgesenk von oben in die Presse, bis es ohne Kraft an der Hülse anschlägt.

  4. Dann schraube das Setzgesenk wieder ¼ Umdrehung hoch. Hierin liegt der Fehler!

  5. Lege das Setzgesenk mit der Kontermutter fest und setze mit der Einstellung dann die Geschosse.

Richtig ist:

  1. Stecke eine bezünderte, bepulverte Hülse in den Hülsenhalter

  2. Hebe die Hülse bis zum oberen Totpunkt

  3. Schraube das Setzgesenk von oben in die Presse, bis es an der Hülse (ohne Kraft) anschlägt.

  4. Schraube das Setzgesenk ein bißchen weiter rein, bis die im RCB Setztgesenk am verkürzten Hülsenhals angebrachte Fase den Hülsenmund umfaßt und leicht einwürgt, damit erstens ein möglicherweise vorhandener Grat am Hülsenmund eingedrückt wird und zweitens und wichtiger, nachdem das Geschoß in den Hals eingesetzt wurde, die kegelige Gesenkfase die Hülse so mit Kraft führt, daß die Hülsenführung die mittige und fluchtende Endlage der Geschosse zur Hülse gewährleistet (damit man auch in 300 m noch auf den Punkt schieße).

  5. Lege das Setzgesenk mit der Kontermutter fest und setze mit der Einstellung dann die Geschosse.

Die amerikanische RCBS Anleitung geht vermutlich von schlechten Hülsen unterschiedlicher Länge aus, deren Längenabweichungen so abgefangen werden können. Spiel ist hier nur amerikanischer Murks, denn mit der falschen Einstellung klappern die freien Hülsen im Gesenk, so daß die mittige und fluchtende Lage der Geschosse zur Hülse garn nicht gewährleistet werden kann. Für punktgenau treffende Munition ist aber mittiger und fluchtender Geschoßsitz vor dem Lauf unabdingbar, sagte Johan Loubser schon vor 20 Jahren. Dem ist nichts hinzuzufügen. Das muß so sein. Also muß man Setzgesenke mit Fase vor dem verkürzten Hülsenhals, wie bei RCBS anzutreffen, benutzen, um den Hülsenhals mit der Kegelfase kräftig zu fassen, bis die ein wenig eingewürgt werden. nur ganz wenig. Zu viel würde den Hals stauchen und damit wieder erweitern, so daß dann die Geschosse im Hals klappern würden. Das ist zu vermeiden. Ein Setzgesenk zum Geschoßsetzen richtig einzustellen ist daher eine Wissen, Vorstellungskraft und Fingerspitzengefühl erfordernde Aufgabe, die keine Pfuscherei verzeiht. Die fertige Patrone zeigt das. Den feinen blanken Abdruck der Kegelfase soll am sehen können. der zeigt den Fachmann.

In Ihrem Falle ist ein dummer Anfängerfehler, der hätte vermieden werden gesollte, vorgekommen. Dem Verantwortlichen habe ich unterreichte, ermahnt und eingewiesen. Dieser Fehler soll nicht wieder vorkommen.

Die Patronen sind ohne irgendwelche Einbußen zu befürchten, nachzuarbeiten. Bitte senden Sie die an eine vorher zu erfragende Rücksendeanschrift zwecks Nacharbeit zurück. Die Grate werden unverzüglich eingewürgt.

Die Setztiefe meiner Geschosse bestimmt die Einstellungen meines Setzers für die Schwarze Kappe. Passe meine Angaben für normlange Hülsen den tatsächlichen Hülsenlängen an, indem das 2. Führband von vorn knapp im Hülsenmund verschwinde. Der eine besonders starke Würgung oder Krempe möchte, z. B. für Selbstlader, um Klemmer zu vermeiden, stelle das Geschoß etwas tiefer, so das der Hülsenmund in den offenen Bereich zwischen 2. und 3. Führband eingewürgt werden kann, und so besonders festen Sitz gewährleistet. Dazu benötigt man nicht unbedingt eine gesonderte Spannzange. Die RCBS Fase genügt schon.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 1. Advent 2013

Betreff: Klemmer bei 6,5x65R

6,5x65R ratlos

Lies vorher RCBS Setzgesenke richtig einstellen
Hallo Lutz,

die geschilderten Probleme in dem Beitrag sind ganz klar. Bei RWS Hülsen im Kaliber 6,5x65 und auch im Kaliber 6,5x68 kommt es zur Wulstbildung am Übergang der Schulter zum Hülsenhals. Ich lies mir extra eine Reibahle anfertigen, mit der ich nach dem Außenkalibrieren, ohne Innekalibrierer den Hülsenhals ausreibe und damit den Wulst entferne. Bemerkenswerter bilden nur RWS Hülsen solchen Wulst. Beim 6,5er Kaliber hatte ich mir dann Hülsen von einem Schweizer Hersteller, SM Swiss Jagd, beschafft. Bei dem traten diese Wülste nicht auf.

LM: Thun hat die Zivilfertigung eingestellt und nach Stadeln verlagert. Diese Hülsen gibt es nunmehr nur noch allein von RWS.

Mit freundlichem Gruß, Hubert Bayer, Dienstag, 3. Dezember 2013 12:46

Sehr geehrter Herr Möller!

Zur Klarstellung 1: Mit Wulst am HülsenMUND meinte ich tatsächlich jenen am HülsenHALS auf Höhe L2. Ich war beim Tippen in Eile und hatte glatt den Begriff verwechselt. Sie haben es natürlich sofort erkannt und zutreffend bemerkt.

LM: Gut, dann reden wir vom Selben.

Zur Klarstellung 2.: Optischer Vergleich: Ich hatte einmal eine US-Matrize mit einem falschen Schulterwinkel (Delta-L), seitdem mache ich immer einen Sichtvergleich wenn ich eine neue Matrize verwende. Das geschulte Auge erkennt 2-3 Grad Winkelunterschied, Hundertstel Millimeter im Durchmesser natürlich nicht, die messe ich schon mit dem Mikrometer.

LM: Gut und richtig!

Mein Lösungsweg war:

Ich habe bei fünf Hülsen nur den Hals auf 6,6 mm ausgerieben.

Ich habe bei fünf anderen Hülsen nur mit 0,1 mm gekürztem Hülsenhalter vollkalibriert, aber nicht um 0,1 mm mehr sondern um 0,06 mm (mit Ventillehre in 0,02mm-Schritten steigend eingestellt und probiert). Der Verschlußabstand soll ja im erlaubten Bereich bleiben. Diese zwei Maßnahmen getrennt, um "ceteris paribus" die Ursache zu finden. Jeweils danach die Gesamtlänge geprüft, dann Geschosse gesetzt.

Beides brachte nur teilweise einen schließenden Verschluß. Immer hemmte eine von fünf Patronen. Beide Massnahmen (Ausreiben und um 0,06mm weiter kalibrieren) zusammen führten dann allerdings bei allen 100 Hülsen zum Erfolg.

M: Hurra!

Somit mein herzliches Dankeschön für Ihre Hilfe!

LM: Bitte sehr, bitte gern.

Waidmannsheil, A.W.,  Dienstag, 3. Dezember 2013 13:11

RUAG kommt nicht in Frage

Lies Feindproaganda. Von meinen größten Wettbewerber mach ich mich nicht abhängig, das heißt, ich kaufe nicht nicht vonder RUAG.

Waidmanns Heil, Lutz Möller, 2014

RUAG Hülsengewichte und -inhalte

Herr Möller,

am Wochenende habe ich meine einmal benutzten RUAG-Hülsen vollkalibriert, gereinigt im Ultraschallgerät und gewogen, sortiert. Da kamen durchaus überaschende Ergebnisse heraus:

30-06 voll kalibriert und auf einheitlich 63,2 mm Länge abgedreht

Hülsenhersteller RWS hat offensichtlich zwei Gewichte 180 und 200 grain (+/- 0,2 grain)
Hülsen Cineshot hatten 193 grain (+/- 0,2)

Alle Hülsen außerhalb der Toleranz habe ich absortiert, die schwerste Hülse hatte 203,8 grain die leichteste 177,4 grain

Dann habe ich einige Hülsen aus jedem Los unten am Loch für das Zündhütchen mit Tesa angeklebt und mit Wasser aufgefüllt:

schwerste RWS Hülse mit 203,6 grain: 67,8 grain Wasser
RWS Hülse mit 200 grain: 68,8 grain Wasser
Cineshot Hülse mit 193 grain: 69,6 grain Wasser
RWS Hülse mit 180 grain: 71,0 grain Wasser
leichteste RWS Hülse mit 177,4 grain: 71,4 grain Wasser

Erste Erkenntnis:

Das Hülsenvolumen schwankt nicht so stark, wie es das Hülsengewicht erwarten lassen würde - offensichtlich haben die RWS Hülsen unterschiedliches Material obwohl sie äußerlich gleich aussehen.

Zweite Erkenntnis:

Wenn ich von 68,2 grain als Volumen ausgehe, dann schwanken die RUAG Hülsen im Bereich von 99,4% bis 104,7%

Dritte Erkenntnis:

Wenn ich die Daten in Quickload eingebe, schwankt der Gasdruck um ~ 500 bar zwischen der kleinsten und der größten Hülse. Die kleinste befindet sich dann schon im roten Bereich.

Vierte Erkenntnis:

Die Cineshothülsen sind offensichtlich sehr genau gefertigt, da habe ich innerhalb meiner selbst gesteckten Toleranz nur eine Hülse von 60 Stück absortiert. Von den RWS waren es vier von 70 Stück.

LM: Die lassen sich aber nicht oder kaum wiederladen, weil der billige Werkstof schnell versprödet, so daß die Hülsen reißen. Das Verhalten ist Absicht!

das selbe Spiel habe ich mit meinen RWS 5,6 x 50R Mag. Hülsen betrieben, welche ich auf 49,9 mm abgelängt habe. Auch hier waren die Hülsen jeweils einmal verwendet und voll kalibriert und gereinigt.

Hier schwankten die Hülsengewichte viel stärker von 106,2 grain bis 117,2 grain. Der Schwerpunkt war zwischen 112,0 bis 113,4 grain - diese Hülsen habe ich dann verwendet. Allerdings waren somit ca. 30% der Hülsen außerhalb meiner „Norm“ - diese Hülsen werden anscheinend nicht so exakt gefertigt. Der Wasserinhalt schwankte zwischen 33 grain und 34,8 grain - die von mir verwendeten Hülsen haben etwa 34 grain (+/- 0,2) Inhalt. Das ergibt bei Ihrer Standardladung mit Normapulver eine Ladung ein gutes Stück unterhalb der Gasdruckgrenze. Somit für mich perfekt!

Waidmannsheil, Werner Kriegl, Montag, 15. Juni 2015 17:10

Herr Kriegel,

mit 500 bar Gasdruckschwankungen zwischen einzelnen Patronen werden Sie auf 100 Meter kaum einen Blumentopf treffen (aber die  Ansicht allein kann ja vielleicht auch erfreuen).

Waidmanns heil, Lutz Möller

zu RUAG Hülsengewichte und Inhalt

Hallo Herr Möller,

ich  sortiere die Hülsen ja um solche große Schwankungen zu vermeiden und damit auch ein gleichmäßiges Schussbild zu erreichen. Was hilft mir das genaue Abwiegen des Pulvers, wenn allein durch den Pulverraum Schwankungen von bis zu 500 bar auftreten können? Da kann ich das Pulver gleich mit dem Schöpflöffel einfüllen...

Die kleinste und die größte Hülse wie in meinem Beitrag angegeben sind natürlich aussortiert worden. Aber ich wollte nur das Beispiel bringen, weil es erklären kann, warum Hülsen Zeichen von Überdruck haben und der große Rest nicht - diese Hülsen sind wahrscheinlich jene mit einem Volumen am untersten Bereich und damit liegt der Gasdruck jenseits der zulässigen Grenze.

Ich habe mittlerweile genügend Wiederlader kennen gelernt, die Hülsen nicht auslitern und somit keine Ahnung haben, was tatsächlich innenballistisch passiert. Sie nehmen ja nur die „Normwerte“

LM: Das genügt nicht.

Waidmannsheil, Werner Kriegl,  Dienstag, 16. Juni 2015 18:45

Falsche Maße und Einheiten

zu RUAG Hülsengewichte und Inhalt

Herr Möller,

bei den Ausführungen zum Hülsengewicht ist vermutlich ein Fehler enthalten. Ich glaube nicht die Toleranzgrenzen 0,2gn betragen. Das wären etwa 13 mg. Ich glaube er hat sich 2 gn vorgenommen. Das würde auch zu den Ausführungen weiter unten und den allgem. üblichen Toleranzen und Messmöglichkeiten auf max 1/100 Gramm im Wiederladebereich passen. Oder?

LM: Mit solchen Einheiten beschäftige ich mich nicht. Der meinen Rat möchte, benutze in Anfragen die internationalen (SI) Einheiten.

Gruß, Robert G.,  Samstag, 20. Juni 2015 09:27

Cine shot Hülsen

Zu falsche Maße und Einheiten, sieh auch Cineshot lassen sich nicht wiederladen, DAG Hülsen lassen sich nicht wiederladen

Nein, Herr Möller,

ich habe zum Hülsenwiegen eine kleine elektronische Waage die 1/100g messen kann. Wenn ich diese mit der Balkenwaage von RCBS vergleiche, dann ist die sehr exakt - obwohl es nur ein „Billigartikel“ war. Pulver wiege ich allerdings nur mit der Balkenwaage. Beim Wiederladen stelle ich bewusst auf Grain um, da auch viele Wiederladebücher mit dieser Einheit arbeiten - da mußs ich nicht so oft umrechnen und es fällt eine potenzielle Fehlerquelle weg. In der Einstellung Grain misst meine elektronische Waage allerdings immer im 0,2 gn Schritt, z.B. 192,8 - 193,0 - 193,2 usw. D.h. es sind auch Hülsen dabei, die eben gerade noch in dieses Wiegeschema passen - das spielt aber wirklich nicht die große Rolle, oder?

LM: Nein.

Ich habe die z.B. die Cineshot wirklich nur aus meinem selbstgewählten Toleranzbereich von 193 +/- 0,2 gn genommen. Zumindest mein jetziges Los ist sehr maßhaltig gefertigt - und wenn ich sie nur ein paar Mal wiederladen kann ist es egal. Da fallen im Schießkino soviel an, wie ich auf der Jagd gar nicht verbrauchen kann. Wenn der Schuß hier unter einen Euro bei der .30-06 kostet, brauche ich wegen der Präzision auf den laufenden Keiler bestimmt nichts anderes!

Scheibenschießen ist ein anderes Thema - da hatte ich gestern z.B. mit der Cineshot ein etwas komisches Schußbild. Fünf Schüsse mit dem 98er - davon drei innerhalb eines Schußpflasters. Die beiden anderen jeweils um zwei Zentimeter tiefer bzw. höher - aber exakt auf einer Linie. Abgekommen bin ich optimal - da bin ich mir sehr sicher, daß es die Patrone war!

Ich hatte auch noch fünf wiedergeladene Patronen von einem befreundeten Jäger dabei, mit einem mir unbekannten (bleifreien) Geschoss aus Messing ohne Kappe oder sichtbarer Führbänder. Er selbst weiß auch nicht, was es war - die Dinger liegen schon ein paar Jahre bei ihm im Waffenschrank, weil er sie jagdlich aufgrund sehr schlechter Erfahrung nicht mehr benutzt  - die Präzision war allerdings top (siehe Bild)

Zielscheibe

Das Gewehr war auf diese Patrone nicht eingeschossen, ansonsten hätte ich vielleicht sogar das Schwarze in der Mitte getroffen.

Ich habe ihm mal versuchsweise einige „Lutz Möller MJG“ mitgegeben - bin mal gespannt was er dazu sagt! Vermutlich brauche ich bald wieder MJG Geschosse...

Waidmannsheil, Werner Kriegl, Sonntag, 21. Juni 2015 21:52

Hülsen auszulitern und Gasdruck zu messen

Betreff: Messung 7x64 MJG für kurze Läufe

Moin Lutz, alles klar bei dir?

LM: Ja. Ich lerne für meine theoretische PPL Prüfung am 24. September 2015 - bin also hinreichend ausgelastet.

Hast du zufällig eine Antwort von Herrn FS erhalten, ob er seine Cineshot-Hülsen ausgelitert hat?

LM: Nicht, daß ich wüßte. Wenn Leute ohne vollen Namen schreiben, kann ich nicht nach ihnen suchen. Also weiß ich nichts davon.

In Quickload kam ich nämlich entweder mit Hülsenvolumenänderung auf 4,383 cm3 (anstatt Quick Load Wert 4,480 cm3) auf den von DEVA gemesenen Druck, oder mit der Steigerung des Anfangsdrucks Deines Geschosses 7006 von 150 bar Standartwert auf 290 bar.

Wahrscheinlich ist wohl das Hülsenvolumen geringer, als angenommen.

LM: Mit QL zu rechnen ohne vorher die abgeschossen Hülsen auszulitern halte ich für hirnrissig! Müll rein ⇒  Müll raus, sagt das Programm!

Erstaunlich ist jedoch, wie genau Quickload mit Deinem Geschoß und Reload Swiss die Daten errechnet.

LM: Eben nur das Beste!

Die Toleranz ist eigentlich zu vernachlässigen. Bei anderen Herstellern habe ich da schon erhebliche Schwankungen erlebt, bei denen man die Stirn runzelt.

LM: Deshalb empfehle ich auch vornehmlich deutsch-schweizer Reload Swiss und schwedisches Bofors Norma Treibladungspulver. Bei denen enspricht die Lebhaftigkeit eher den Werksangaben und schwankt über die Lose weniger als bei andern Herstellen. Dazu verwenden beide mw keine gesundheitschädlichen Passivierungem (Dinitrotoluol usw.) wie das die Amerikaner oft tun. Man faßt das Zeug ja doch mit den Fingern an und atmet dessen Dämpfe ein. Genausowenig, wie ich meiner Ohren wegen nie ohne Knalldämpfer schieße, will ich kein giftiges Pulver verwenden. Das Leben ist so schön. Ich habe soviel vor. Das braucht Zeit, die ich mir ausbauen will, statt sie durch Dummheit selbst zu verkürzen! Acht zu geben hilft.

Schönes Wochenende! MfG Fabian,  Sonntag, 13. September 2015 08:31

Hülsen zu reinigen

Betreff: Reinigungslösung Patronenhülsen zu reinigen anzurühren

Guten Nachmittag Herr Möller,

Hülsen zu reinigen versuchte ich viele Weisen, aber so sauber innen und außen wie mit diesem Gemenge (zudem sehr billig) ging das noch nie. Ich muß schon sagen, die sehen wie Gold aus.

Stahlnadeln hab ich nicht probiert aber das ganze Verfahren ist bestimmt ein vielfaches teurer.

Siehe diesen Film

Mfg R.,  Mittwoch, 4. November 2015 15:02

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