Zündfehler

stören die Jagd

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Inhalt Die Wahrheit über Zündfehler | Zündhütchen-Zuverlässigkeit | Waffenseitige Fehlzündungen | Bessere Ladeweisen | Schützenfehler | Umgebungseinflüsse | Schuld | Johannsen meint | CCI meint | Marke | Zünder und Versager | Zündhütchenempfindlichkeit | Versager | Häufige Fehlzündungen | Fehlzünder | RWS Fehlzünder | RWS meldet sich zu den Zündhütchen | Zündversager - Zündhütchenempfehlung | ZH bei RWS eingetroffen | Immer wieder dieselbe Pleite | Thuner .30-06 Militäfertigung zumVergleich | 7x64 Norma mit RWS 5341 zum Vergleich | Zündversager | Merkel KR1 8x57IS | erfolgreich | Versager | Zündversager ermitteln | Mauser 03 Zündversager | Wieder ein Mauser 03 Zündversager | Mauser 03 Zündversager behoben | Mausermurks | RWS .243 KS Durchbläser | Antwort: .243 KS Durchbläser | Seltene Versager im 98er | R8 Zündfreudigkeit Versuche | Mal wieder Mauser 03 | Zündversager abstellen | Ursachen und Abhilfen | Mauser 03 bekannt | Sauer-404-Versager

Die Wahrheit über Zündfehler

Mitarbeiter von Guns and Ammo | 29. November 2017

Angenommen, Du übst zu schießen und erlebst einen Aussetzer. Du lädtst eint andere, neue Patrone in die Kammer und ziehst den Abzug noch einmal. Das verdammte Ding geht immer noch nicht los! Der Schlagbolzeneindruck im Zündhütchen ist tief, und um das Ganze abzurunden, erlebst Du später am selben Tag einen weiteren Aussetzer. Schlechte Munition, richtig? Vielleicht nicht.

Zündhütchen-Zuverlässigkeit

Zündhütchen bestehen aus drei Teilen: einem Becher, der am Boden einer Patronenhülse sichtbar ist; ein Amboß, der ein kleines, stativförmiges Metallstück ist; und ein schlagempfindlicher Sprengstoff, meist Blei-Styphnat.

offene RWS 5333 Zündhütchen

Auseindergepolkte Zündhütchen

Wie der Name schon sagt, hat der Becher die Form eines Bechers und enthält die explosive Zündmischung (früher korrodierendes Quecksilber-Fulminat, heute eher Blei-Styphnat, Tetrazen, usw. usf.), die zwischen dem Boden des Bechers und dem Amboß angeordnet ist. Zündhütchen sind bestimmt vom Zündstift in der Mitte mit einer bestimmten Kraft und Schnelle geschlagen zu werden, um die Patrone zu zünden. Wenn das Zündhütchen angeschlagen wird, wird der Becher nach innen gebeult, so daß er aufprallempfindliche Sprengstoff geschert wird, während der Schlagbolzen ihn gegen den Amboß im Zündhütchen drückt und das Zündhütchen zur Detonation bringt. Zündhütchen zünden mit unglaublicher Zuverlässigkeit. In den Worten von Winchester ballistician Glen Weeks:

„Im von SAAMI festgelegten Fallhammerversuch zeigen unsere Statistiken, unsere Zündhütchen sind zu 99,9997 Prozent zuverlässig sind. Das bedeutet, bei ausreichendem, mittigem Schlag feuern sie zu 99,9997 Prozent der Zeit. Ein Blei-Styphnat-Zündhütchen ist wahrscheinlich eines der ältesten und zuverlässigsten Geräte der Welt.“

Fehlzündungen treten zwar auf, aber Fehlzündungen aufgrund eines fehlerhaften Zündhütchens sind sehr selten. Mein Unternehmen, Black Hills Ammunition, schießt jedes Jahr mehr als 100.000 Patrone zur Prüfung. Es verkauft jedes Jahr zig Millionen Patronen an sehr anspruchsvolle Kunden. Wenn während des Prüfungen ein Aussetzer auftritt oder wenn ein Kunde einen Aussetzer meldet, untersucht das Unternehmen die Ursache vollständig. Im Laufe der Jahre zeigten diese Untersuchungen, Fehlzündungen waren nur bei einem sehr geringen Prozentsatz der Vorkommnisse auf ein fehlerhaftes Zündhütchen zurückzuführen waren.

Es geht um Statistik. Zündhütchen sind nicht volkommen – Nichts von Menschen Gemachtes ist volkommen – aber sie sind sehr zuverlässig. Statistisch gesehen können Sie auf einen fehlerhaftes Zündhütchen stoßen, wenn Sie genug schießen. Die Daten von Mr. Weeks zeigen eine Zuverlässigkeit von 99,9997 Prozent. Das bedeutet, im Mittel kannst Du alle 300.000 Schüsse einen Aussetzer erleben. Die Erfahrung von Black Hills weist nicht einmal auf eine so hohe Fehlzündungsrate hin. Das Unternehmen prüft vor dem Laden jedes der vielen Millionen Zündhütchen, die Winchester und andere Zündhütchenhersteller jährlich liefern. Im Laufe der Jahre wird etwas jedes 250.000te Zündhütchen abgelehnt. Die meisten Fehler sind aber geringfügige Mängel oder Beschädigungen, wie leicht unrunde Becher, die keinen Einfluß auf die Zuverlässigkeit haben. Das Unternehmen kann das Innere von Zündhütchen, die als gezünderte Hülsen (wie 308) zu ihm kommen, nicht sichtprüfen, prüft jedoch das richtige Einsetzen, Aussehen und die Tiefe.

In eingangs geschildeten Lage, hatte unser hypothetischer Schütze zwei Aussetzer in einer Übungseinheit am selben Tag erlebt. Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Fehlzündungen aufgrund fehlerhafter Zündhütchen an einem Tag auftreten, ist weit entfernt. „Also“, fragst Du, „was, wenn in den meisten Fällen die Zündhütchen zündfähig sind, kann denn Aussetzer verursachen?"

Es gibt eine Reihe Möglichkeiten.

Die linke Patrone zeigt deutliche Hinweise auf einen unzureichenden Schlagbolzeneindruck. Das rechte Zündhütchen wurde richtig eingeschlagen

Die häufigste Ursache für Fehlzündungen ist „unzureichende Einschlag“. Das heißt, das Zündhütchen wurde nicht mit ausreichender Kraft und Schnelle geschlagen. Du sagst: „Schau Dir den Eindruck an. Es war riesig. Ich habe die Patrone sogar mehrmals eingeschlagen, aber das Ding ist immer noch nicht los gegangen.“

 Zündhütchen werden mit einer sehr genauen Ausrichtung der Teile gebaut. Wenn das Zündhütchen einmal getroffen wird und aufgrund unzureichender Schlagbolzenkraft nicht feuert, wird die Empfindlichkeit weiter verringert. Das Zündhütchen-Gemisch in der „Pille“ oder im „Blättchen“, ist möglicherweise gerissen und zwischen Becher und Amboß weggeräumt worden. Das Zündhütchen-Gemisch soll detonieren, wenn es durch den Zündhütchen-Schlag zwischen dem Becher und dem Amboß geschert wird. Wenn der erste Schlag nicht ausreicht, versucht der zweite jetzt, einen Zündhütchen zu zünden, das durch den ersten Schlag beschädigt wurde. Manchmal geht das Zündhütchen mit einem Folgetreffer noch los, aber manchmal auch nicht.

Wenn Sie es noch einmal schlagen, beweist das Ergebnis in keiner Weise etwas. Jeder Fogeschlag vertieft zwar den Schlageindruck, so daß dem durchschnittlichen Betrachter scheint, es hätte sicherlich zünden sollen. Jeder Folgeschlag zerstört auch die Beweise, die für eine gute Untersuchung erforderlich wären. Wenn Du also eine Fehlzündung erlebst und die Ursache untersuchen möchtest, versuche nicht, die Patrone erneut abzufeuern. Betrachten sie als vergleichbar mit einer Autounfalluntersuchung. Wäre, die ursprünglichen Beweise zu bewahren, gut, die Autos nach demUnfall wieder neu aufzubauen und dann noch mal wieder zusammenzustoßen, um die ursprünglichen physischen Beweise zu analysieren?

Wenn Du wissen möchten, warum eine Patrone nicht zündete, speichere die fehlzündende Patrone zusammen mit der Schachtel und wende Dich an den Hersteller, um Anweisungen zur Rücksendung zur Überprüfung zu erhalten.

Waffenseitige Fehlzündungen

Wie kann eine Waffe aufgrund unzureichendem Einschlag Fehlzündungen verursachen? Eine Möglichkeit ist ein beschädigter Schlagbolzen, der entweder eine gebogene oder abgebrochene Spitze hat. Eine andere Möglichkeit ist, die Schlagbolzenfeder ist zu schwach ist. Die Feder kann im Inneren des Bolzenkörpers schleifen oder durch altes, zähes Fett im Bolzen behindert werden, insbesondere draußen bei kaltem Wetter. Der Stift sitzt möglicherweise in einer mangelhaft ausgerichteten Schlagstiftöffnung oder ist zu kurz. Übermäßiger Verschlußabstand kann Fehlzündungen verursachen. Ein übermäßiges Patronenlager ermöglicht die Patrone in der Kammer weiter weg vom Schlagbolzen, oder die  Patronen kann sich nach vorn bewegen, wenn der Schlagbolzen schlägt. Dies kann sicherlich die Zündsicherheit beeinträchtigen und Fehlzündungen verursachen.

Bessere Ladeweisen

Für beste Empfindlichkeit sollte das Zündhütchen fest auf der Unterseite das Zündhütchentasche oder -glocke sitzen, aber beim Setzen nicht übermäßig eingedrückt werden. Das Setzen drückt die Beine des Amboßes leicht zusammen. Dadurch kann das Zündhütchen gespannt oder gekippt werden. Wenn das Zündhütchen nicht fest auf der Unterseite das Zündhütchentasche aufsitzt, ist es nicht so empfindlich; das Zündhütchen kann sich beim Auftreffen des Schlagbolzens reibungsgebremst etwas nach vorn bewegen. Das mindert den Aufprall. Setzt Du das Zündhütchen dagegen mit zu viel Kraft rein, sitzt es tief in der Zündhütchen-Tasche. Dadurch befindet es sich weiter von der richtigen Lage für den Schlagbolzen-Aufprall weg und die Zündhütchen-Mischung kann im Becher den Zündhütchen-Amboß bis zum Boden drücken. Wenn zwischen dem Becher und dem Amboß nicht genügend Mischung vorhanden ist, führt dies zu Fehlzündungen.

Wenn ein Patronenlager aufgrund eines Herstellungsfehlers nicht genügend Verschlußabstand bietet, können Fehlzündungen auftreten. Wenn die Hülse zu klein ist, kann sie sich, wenn Bolzen schlägt, als ob die Kammer zu lang wäre,  in der Kammer vorwärts bewegen. Feuchtigkeit oder Öl kann auch die Zündfähigkeit Zündmasse mindern und zu Fehlzündungen führen. Diese Ursachen sind aufgrund von Qualitätskontrollverfahren gewöhnlich nicht auf werkseitig geladene Munition zurückzuführen. Sie werden häufiger bei  handgelegter Munition gesehen.

Schützenfehler

Eine weitere häufige Ursache für Aussetzer durch ein einwandfreies Gewehr und gute Munition ist das Versäumnis des Bedieners, die Kammer vor dem Abschießen vollständig zu schließen. Wenn der Riegelgriff auch nur geringfügig aus der vollständig geschlossenen Position angehoben wird, hemmt das zur Sicherheit den Schlagbolzen, führt zu Fehlzündungen führen. Ich habe das mit George Gardner von GA Precision besprochen. Er rät:

„Es ist sehr üblich, daß der Benutzer im Wettkampf oder während einer Übung von Eile eingeholt wird und eine der einfachsten Weisen vergißt, nämlich den Verschluß ganz zu schließen. Geschwindigkeit ist nicht immer die beste Wahl, da sanft insgesamt schneller ist. Wenn die Kammer nicht vollständig geschlossen wird, fällt das geschraubte Spannfläche des Schlagbolzens auf die geschraubte Nockenfläche der Kammer, aber nicht in die offene Kerbe, die für die Bewegung ausgespart würde. Das hemmt den Schlagbolzen.“

Ich schlage Folgendes, wenn Sie das nächste Mal zum Schießplatz gehen zu versuchen vor. Entade Dein Gewehr. Prüfe noch einmal, ob es entladen ist. Schließe die Kammer, hebe dann den Kammergrif etwas an. Drücke den Abzug, während Du den Griff beobachtest. Du kannst sehen, daß der Riegelgriff geschlossen wird. Die Energie, die dies ermöglicht, wird von der Schlagstiftgeschwindigkeit und der Energie, die normalerweise zum Aufschlagen des Zünders verwendet wird, geraubt. Wenn der Bolzen nicht vollständig geschlossen wird, ist dies leicht zu bewerkstelligen, insbesondere bei Schnellbohrern, Stress und Positionsschießen. Normalerweise kommen wir damit durch. Manchmal führt dies zu Fehlzündungen.

Ich habe das mit Charlie Milazzo, dem Berater für Schußwaffen der American Sniper Association (ASA), erörtert. Er sagte: „Wenn ddie Kammer nicht vollständig geschlossen wird, ist dies wahrscheinlich die häufigste Ursache für alle Aussetzer in Scharfschützengewehren.“

Unterschiedliche Waffenhersteller

Als Munitionshersteller bei Black Hills Ammunition habe ich die Pflicht und Gelegenheit, Fehlzündungen zu untersuchen. Häufig kommt vor, daß ein Schütze berichtet: „Ich weiß doch, daß mit meinem Gewehr nichts schiefgehen kann, da ich mit XYZ noch nie einen Aussetzer hatte.“ Während alle Zündhütchen in den USA nach Industrieanforderungen hergestellt werden, handelt es sich bei der Spezifikation nicht um einen bestimmten, absoluten, identischen Leistungsstandard. Einige Sorten  Zündhütchen sind empfindlicher als andere. Das ist nicht auf Qualitätsunterschiede, sondern auf deren Entwurf und Bestimmung zurückzuführen.

Alles im Leben ist ein Ausgleich. Hersteller von Zündhütchen müssen Entscheidungen treffen. Mein Unternehmen, Black Hills Ammunition, verwendet Winchester-Zündhütchen. Ich habe dies Empfindlichkeits-Frage ausführlich mit Winchester besprochen. Das Unternehmen könnte seine Zündhütchen empfindlicher machen, aber dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schlagzündung, vorzeitiger Detonation in der Schußwaffe durch Aufprall des Bolzens oder in einigen Fällen ein unzureichend zurückgehaltener Schlagbolzen. Dies kann am häufigsten während des Nachladevorganges und vor dem Laden in einer halbautomatischen oder automatischen Waffe geschehen. Die Folgen einer Schlagzündung sind im Allgemeinen viel schwerwiegender als ein Aussetzer durch einen leichten Schlag (4.40 bar austretende Gase aus dem Bereich des Verschlusses und neben Ihrem Gesicht sind keine gute Sache). Militärische Zündhütchen werden aus diesem Grund mit einem noch dickeren Becher als bei Jagd- und Sport-Zündhütchen hergestellt. Denke darüber nach. Wenn ein Scharfschützengewehr nur mit seiner bevorzugten Marke für handelsübliche Munition funktioniert, was würde geschehen, wenn Du es mit MIL-SPEC-Munition füttertest?

Winchester empfiehlt, Zündhütchen auch durch die Verwendung einer anderen Amboßkonfiguration empfindlicher zu machen. Dies erhöht zwar die Empfindlichkeit gegenüber zentrierten Zündhütchen-Treffern, verringert jedoch die Empfindlichkeit gegenüber leicht außermittigen Treffern. Winchester entschied sich für eine sichere und zuverlässige Leistung in vielen Lagen. Zünderhersteller und Munitionshersteller müssen für jedes Gewehr laden. Die meisten Scharfschützen schießen Repetierbüchsen. Munitionshersteller müssen jedoch Munition herstellen, die in jedem Gewehr sicher ist. Sie können Zündhütchen nicht empfindlicher machen und sie mit „Nicht für halbautomatische Gewehre“ kennzeichnen. Verwechsele Empfindlichkeit nicht mit Zuverlässigkeit. Zündhütchen sind unglaublich zuverlässig, wenn sie mit in Jagd- und Sportgewehren anschlahen werden.

Was bedeutet also, wenn ein Gewehr keine Fehlzündungen mit einer Munitionsmarke und Zündkerze erfährt, aber mit anderen Marken Fehlzündungen zeigt? Meine Meinung (und die von Charlie Milazzo) ist, ein solches Gewehr spielt in der Leistung nur eine untergeordnete Rollet. Der Scharfschütze, der ein solches Gewehr verwendet, setzt gegen das Schicksal, daß sein Gewehr funktioniert, wenn er es braucht. Ich schlage vor, das Problem mit dem Gewehr zu lösen und dann die Art von Zünder und Munition einsetzt, die er bevorzugt.

Umgebungseinflüsse

Munition kann verunreinigt werden, verschmutzen. Der häufigste Schuldige ist leicht durchdringendes Öl. Öl ist ein äußerst wirksamer Desensibilisator für Zündhütchen. Das ist der größte Grund, aus em Munition lackversiegelte Zündhütchen hat.

Link lackversicheltes Zündhütchen in Norma-Munition von 1969

Feuchtigkeit kann auch Zündhütchen beschädigen, aber Feuchtigkeit ist bei weitem nicht so wahrscheinlich wie das Eindringen von leichtem Öl in die Zündmasse. Eine kurze Feuchtigkeitseinwirkung im Feld veträgte Munition gewöhnlich gut. Langfristige Lagerung in feuchter Umgebung kann die Munition zerstören (und somit auch Druckwasser, beispielsweise das Tauchen mit Ihrer Munition).

Schuld

Aussetzer sind nicht ungewöhnlich. Aussetzer durch ein fehlerhaftes Zündhütchen sind jedoch selten. Das heißt, wenn Sie einen Fehlzündungsfehler erleben, sollten Sie ihn, um die Ursache zu ermitteln, gründlich untersuchen lassen, damit Du die Ursache beheben kannst. Du willst keine Fehlzündung, wennes drauf ankommt! Kreuze die nächste Patrone nicht einfach als schlechte an und schiße weiter. Jeder Scharfschütze, Zugführe, oder Kommandeur, der Aussetzer einfach so hinnimmt, aber darauf hin nichts unternimmt, um die Ursache zu finden und zu beheben, macht einen Fehler, der schwerwiegende Folgen haben kann und wird. Wenn wir eine Störung erkennen, sind wir als sachverständige Fachleute verpflichtet, die Ursache zu ermitteln und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Die häufigste Ursache für Aussetzer in einem Repetierbüchse sind Bedienungsfehler. Dies wird oft nicht erkannt, da der Riegel beim Abzug vollständig schließt. Die gute Nachricht ist, diese Fehler kann durch Aufklärung, Schulung und Sorgfalt des Bedieners behoben werden. Wenn Du Dir sicher bist, die Aussetzer sind nicht auf einen Bedienerfehler zurückzuführen sind, speichere die Patrone und die Schachtel in der sie kam, wende Dich an den Munitionshersteller, um eine Untersuchung durchzuführen. Gewissenhafte Hersteller arbeiten uneingeschränkt mit Ihrer Anfrage zusammen, um die Munition untersuchen zu lassen, um die Ursache der Fehlzündung zu ermitteln. Versuche nicht, die Runde ein zweites Mal zu schießen, da dies die Fähigkeit des Munitionsherstellers behindert, die Fehlzündung zu untersuchen. Lasse auch das Gewehr vom Hersteller sorgfältig prüfen. Wenn Du anrufst, lasse den Hersteller wissen, Ihr Gewehr ist das eines Scharfschütze ist. Dies sollte dazu beitragen, eine umfassende und schnelle Antwort des Unternehmens zu erhalten.

Als Scharfschütze trainiers Du hart, um sicherzustellen, daß Du Deine Arbeit erledigen kannst, wenn Du dazu aufgefordert wirst. Von Deiner Waffe und Munition das gleiche Maß zuverlässiger Leistung zu erwarten ist nicht unvernünftig.

Jeff Hoffman ist seit 1989 Strafverfolgungsscharfschütze. Er ist Reserve-Stellvertreter im Pennington County, South Dakota, und ein Scharfschützen-Teamchef des Pennington County / Rapid City SRT. Er ist Präsident und Miteigentümer von Black Hills Ammunition Inc., hat aber Aussetzer bei anderen Marken.

 Meine Meinung (und die von Charlie Milazzo) ist, daß ein solches Gewehr in der Leistung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Scharfschütze, der ein solches Gewehr verwendet, setzt gegen das Schicksal, daß sein Gewehr funktioniert, wenn er es braucht. Ich schlage vor, das Problem mit dem Gewehr zu lösen, und erst dann die Art von Zünder und Munition einsetzt, die er bevorzugt.

Johannsen meint

Sehr geehrter Herr Möller,

Entscheidend für die Zündsicherheit ist der richtige Schlagbolzenüberstand und Einhaltung des Verschlußabstandes. Die Schlagenergie kann dabei nie hoch genug sein. Die meisten Probleme bei Zündversagern sind übrigens nicht tief genug gesetzte Zünder!

Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gern auch telef. zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen Stefan Eggers / Reimer Johannsen GmbH / 2019

CCI meint zur Zündhütchensetztiefe

Lutz,

The standard is set by SAAMI. Due to ITAR regulation, that cant be shared by us. But you may have more success going to SAAMI.org and talk with them.

With that said, I can tell you, the most common issue, that we see with primers, that causes misfires, is not being set deep enough, as primers should be set well below flush, instead of at flush, like most shooters believe.

Thanks, Cody B./Technical Service Rep.
CCI/Speer/Alliant
2299 Snake River Ave.
Lewiston, ID 83501

Marke

LM Marke auf meinen Zündhütchen

Zünder und Versager

LM Zündhütchen neu

LM Zündhütchen mit hinreichendem Schlagbolzeneinschlag gezündet

LM Zündhütchen bei ungenügendem Schlagbolzeneinschlag versagt

Zündhütchenempfindlichkeit

RWS Zündhütchen 5341 durchmißt 5,33 mm. Sein Blech ist 0,63 – 0,66 mm dick
RWS Zündhütchen 4033 durchmißt 4,45 mm

Eine 112 g Kugel fällt auf einen 3,4 g schweren Schlagbolzen mit 2 mm Durchmesser mit Halbkugelabschluß

Bis 3“ Fallhöhe darf nichts passieren

95% 5341 zünden bei 9“ Fallhöhe, 100% bei 10“
Die 4033 zünden etwas früher, vielleicht bei 9“

Ein kleinere Schlagbolzen erhöht die Empfindlichkeit vielleicht um 1“. Das geht aber bei nicht zentrische Anordnung wieder verloren, während der 2 mm Zündstift Außermittigkeit eher duldet.

Zündversager bei Handspannern

zu Blaser R8 zündet nicht

Guten Tag Herr Möller

Vielen Dank für die Blumen ;-)

Einen Beitrag habe ich noch zu Zündstörungen bei Handspannern: Je nach Funktionsprinzip weisen viele Handspanner, wie auch moderne Sportgewehre sehr kurze Zündwege auf. Wege von 6 mm oder kürzer sind keine Seltenheit! Dadurch hat sich in der Praxis gezeigt, Zündstiftvorstände von mehr als 1,5 mm sind schwierig. Selbst ein 0,6 mm Zündstiftvorstand funktioniert einwandfrei, wenn der Schließabstand optimal gewählt wird. Ist nämlich die Zündstiftspitze zu lang ( =1,5 mm) verkürzt sich sinngemäß der wirksame Zündweg, weil nun die Spitze früher auf das zu deformierende Zündelement auftrifft! Bei solchen Konstruktionen hat man sehr wenig Handlungsspielraum da Weg und (handhabungsbedingt) Federkraft begrenzt sind. Haben sie also Mut zu kurzen Zündstiftvorständen! Die Physik lässt sich auch in der Praxis nicht überlisten…

Freundliche Grüße, Erich Stalder, Donnerstag, 12. September 2013 18:16

Versager

Hallo Herr Möller,

Mit der Lutz Möller Geschoß-Munition in 6,5x55 und 8x57IS machten wir in unserem ersten Jagdjahr gute Erfahrungen.

Übrigens hatte ich bisher zwei Versager, einen auf dem Schießstand, einen auf der Jagd (dennoch konnte ich das flüchtende Reh noch weidgerecht strecken), auch Versager 2 S&B und 1 Norma. Das lag aber wohl an der neuen Merkel KR1, deren Schlagbolzen verkantete wohl etwas, schlug demnach nicht mit dem erforderlichen Impuls auf das Zündhütchen; das Schlagzentrum lag auch etwas exzentrisch. Bei Merkel wurde dieser Mangel zwischenzeitlich im Rahmen der Gewährleistung behoben.

Waidmannsheil, J. S., Mittwoch, 2. Mai 2007 22:25

Häufige Fehlzündungen in meiner KR1

Hallo Herr Möller,

gestern abend konnte ein Bock im letzten Moment abspringen, weil ich mal wieder eine Fehlzündung hatte, siehe Versager. Die Merkel KR1 8x57IS war deswegen bereits vor einem Jahr bei Merkel. Merkel hatte meines Wissens auch mit diesen Waffen ein solches Problem, da sich nach Aussage von Herrn Brandt der Schlagbolzen leicht verkanten konnte. Dieser Mangel sollte aber behoben worden sein. In der RSA Garlstorf hatten wir auch zwischenzeitlich mehrere tausend Schuß S&B ohne Schwierigkeiten verfeuert. Im jagdlichen Einsatz hatte ich insgesamt mindestens sechs Fehlzündungen von etwa 35 Schuß mit den Lutz Möller Geschoß Patronen. Einige dieser Blingänger konnte ich auf dem Schießstand dann doch noch zünden. Einige versagten ganz den Deinst. Sind Ihnen solche Schwierigkeiten bekannt?

LM: Ja, von Ihnen mit eben der Waffe, siehe Versager.

Die letzte nicht gezündete Patrone liegt noch irgendwo im Gras unter der Kanzel, welche ich nächste Woche mit einem Metalldetektor suchen werde. Glücklicherweise sind diese Patronen nahezu verbraucht und wenn ich es mir jetzt so überlege, möchte ich diese Munition auch nicht mehr einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen, Jens S., Mittwoch, 8. August 2007 14:23

Tag Herr S.,

bitte senden Sie mir die versagenden Patronen, damit ich die begutachten kann. Wenn Sie bei Herrn Liebich etwas ändern wollen, wenden Sie sich bitte geradewegs an ihn selbst.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Fehlzünder

Den in der Merkel KR-1 punktierten 5,4 mm Ø Zündhütchen in den Remington 8x57IS Patronenhülsen ist ohne weiteres der zu geringe Schlagbolzeneindruck als Versagensursache anzusehen.

Lutz Möller 15. August 2007

RWS Fehlzünder

Hallo Lutz,

Zitat: Rainer R. Mittwoch den 15.08.2007 [Aus diesem Grund neige ich dazu, meinen Patriotismus in mir neu zu entdecken und ggf. auf RWS (Zünder sic.) grundsätzlich umzustellen.]

Patriotismus in Ehren, aaaaber: Die Dinger kommen mir nicht mehr ins Haus! Von 189 verladenen RWS-5333 hatte ich in jüngster Vergangenheit fünf Zündversager,  die sich auch mit allerlei Taschenspielertricks nicht zur Funktion übereden ließen. Derer drei bei 45-120 Sharps und zwei in der 8x68S. Alle Zündversager, gottseidank „nur“ auf dem Schießstand beim Training.

Gruß, Frank A., Donnerstag, 16. August 2007 17:28

Moin Frank,

mir hat noch nie ein RWS 5333 den Deinst versagt. Schick mal Bilder der Fehlzünder. Welche Waffen?

Gruß Lutz, Lutz Möller

Hallo Lutz,

Waffen waren Shiloh-Sharps Sporting No1 und die bekannte Voere Titan-2.

45-120 Patrone

45-120 Schwarzpulverpatrone

45-120 Boden

45-120-Boden

Die Bilder stammen von der letzten übriggebliebenen 120er. Die anderen vier Patronen hatte ich delaboriert, vorsichtig entzündert und über Kreuz in frische Hülsen gesetzt. Die aus der 120er in die 8x68 und umgekehrt. Danach nochmals probiert, die 8x68 sogar in beiden Voeres. Nix, keinerlei Erregung! Auch mit etwas drehen der Patronen im Lager war nichts zu wollen. Die vier vermatschten Zünder liegen nun, fein geölt, irgendwo im Eimer mit Zünderschrott. Den übriggebliebenen aus der 120er werde ich die Tage mal vorsichtig hinauspopeln und Dir noch ein Bild von der Amboßseite machen, falls die Olympus Knipskiste das noch hinbekommt.

Nebenbei bin ich ziemlich enttäuscht von den RWS 5333 Zündern, die sind fast doppelt so teuer wie andere Zünder und weisen dann noch knappe 3% Versager auf.

LM: Das ist ganz ungewöhnlich. Sprich mir RWS darüber. Den Ansprechpartner nenne ich Dir gesondert.

Ich werde, zumindest für die Jagdpatronen, auf CCI umstellen. Nebenbei haben die auch eine etwas größere Zündsatzmenge, was für das Zünden des Schwarzpulvers in der 120er gut ist.

LM: Das wäre mir neu!

Gruß, Frank, Thursday, August 16, 2007 6:49 PM

Nachsatz RWS-Zündversager

N´abend,

ich habe die Patrone delaboriert und den Zünder ausgestoßen. Das Ding hätte auch bei einer Schlagenergie von 200 kJ und 2 mm Eindringtiefe des Schlagbolzens nicht zünden können. Nachdem ich vorsichtig den Amboß und das Abdeckblättchen entfernt hatte, habe ich festgestellt das der Hersteller diesem Zündhütchen den Zündsatz wohl nur von weitem gezeigt hatte. Außer einem staubschichtdickem leicht gelblichen Belag war nichts enthalten!

offene RWS 5333 Zündhütchen

Auseindergepolkte Zündhütchen

In der B-Probe jedoch eine Ladung von ~ 0,3 - 0,5 mm dicke. Foto von der Angelegenheit habe ich versucht. Mit der Makroeinstellung muß ich so nah an das Objekt heran, daß es fast am Objektiv anliegt und dann kein Licht mehr ins Innere kommt. Mit dem Zoom kommt zwar Licht ins Innere, aber man kann dann aufgrund des Abbildungsmaßstabes nichts mehr erkennen. Irgendwo im Büro müssen noch Nah-Vorsatzlinsen von der alten Kamera liegen, da läßt sich bestimmt etwas mit improvisieren.

Gruß, Frank, Donnerstag, 16. August 2007 21:52

Frank, ich habe für solche Fälle ein gutes Telemakro!

Lutz Möller

RWS meldet sich zu den Zündhütchen

Sehr geehrter Herr Möller,

die Kopien der E-Mails bezzgl. der Anzündversager des Zdh. 5333 haben wir zur Kenntnis genommen. Sehen Sie eine Möglichkeit, daß wir die fehlerhaften Zündhütchen zur internen Überprüfung erhalten?

Gernhören wir in dieser Angelegenheit wieder von Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüssen

Thomas Wachtler , Montag, 20. August 2007 10:58
RUAG Ammotec GmbH
Kronacher Straße 61
90765 Fürth/Germany
Telefon: +49 911 97961-202
Telefax: +49 911 97961-222
E-Mail: thomas.wachtler ( a )ruag.com
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Sitz der Gesellschaft: Fürth
HRB 9128 Amtsgericht Fürth
Aufsichtsratsvorsitzender:
Toni J. Wicki
Geschäftsführung:
Cyril Kubelka, Vorsitzender
Georges Hess, Christoph Gähwiler

Hallo Frank,

bitte melde dich doch bei Herrn Wachtler bezüglich der RWS 5333 Zündhütchenversager. Es hat ein Tag länger gebraucht, weil der ursprüngliche Adressat derzeit im Urlaub ist. Wenn da ein Problem besteht, müssen die das wissen, um etwas tun zu können. Insbesondere lasse ihnen die restlichen Zündhütchen zukommen. Die liefern bestimmt Ersatz.

Gruß Lutz,

Hallo Lutz,

vielen Dank für Deine Bemühungen hinsichtlich der Zündversager.

Die bisherigen Versager kann ich leider nicht mehr an die Ruag zurücksenden da sie bereits im Müll liegen. Ich habe aber noch 3 frische Päckchen und das angebrochene Packerl aus dem Einkaufslos sowie noch etwa 40 gezünderte 45-120er Hülsen. Die Zünder in den Packungen kann ich Herrn Wachtler gern zukommen lassen. Ebenso den oder die eventuellen Versager aus den Hülsen, die Wahrscheinlichkeit ist ja nach dem bisherigen Fehleranteil recht hoch.

Werde Herrn Wachtler dahingehend noch kontaktieren.

Gruß, Frank, Montag, 20. August 2007 14:41

Zündversager - Zündhütchenempfehlung

Hallo Herr Möller,

oder darf ich Lutz schreiben?

Vielen Dank für die Empfehlung. Sinnigerweise kann weder Volker Liebig noch Frankonia in Stuttgart (bis auf eine Packung) momentan die empfohlenen RWS 5341 liefern. Soweit zu meinem Patriotismus.

Ich habe natürlich das Schreiben von Frank A. gelesen. Das macht mich schon nachdenklich, aber letztlich werde ich es trotzdem versuchen. Bei den Mengen, die ich als Hobbyjäger verpresse, werde ich das überleben. Andererseits ist es für mich vertrauensbildend, daß einen Tag später der Hersteller „auf der Matte steht“. Das ist mit Sicherheit auch nicht selbstverständlich!

Grundsätzlich muß ich sagen, daß ich durch Ihre Seiten und das Forum in zwei Abenden schmökern mehr gelernt habe als in drei Jahren Jungjägerdasein in BW.

Ich gehe jetzt 14 Tage in Urlaub und werde befreundeten Jägern im und am Mais helfen. Mal sehen, vielleicht läßt sich hinterher wieder was gutes schreiben.

Freundliche Grüße und Waidmannsheil, Rainer R., Dienstag, 21. August 2007 17:27

Tag Rainer,

so wie ich RWS kenne, können Sie sich sicher sein, der Vorfall wird geprüft werden. Die haben einen Namen und einen Ruf zu verlieren, nämlich den deutsche Wertarbeit zu liefern. Inzwischen gehört RWS zwar der RUAG aus der Schweiz, aber auch dort sieht man man sich Güte und Leistung verpflichtet, was sich mir unter anderem daran zeigte, wie nach der Übernahme in Stadeln investiert wurde. Der Voreigentümer Dynamit Nobel schien in der Zeit vor dem Verkauf dazu nicht mehr die rechte Laune gehabt zu haben. RUAG bringt neben dem Nitrochemiepulver auch einiges Wissen aus der Militärfertigung mit, so daß dort Wissen und Größe zusammentreffen. Das und die Markenwahrnehmung vertragen sich nicht mit den beobachteten Versagern. Schon deshalb wird man ein Auge drauf haben. Der dortige Fertigungseiter für Zündhütchen, mit dem ich kürzlich wegen andere Dinge sprach, ist stolz auf sein Werk. auch der wird sich Nichts nachsagen lassen wollen.

Ob und was die Antwort sein wird, nachdem Frank seine zweifelhaften Zündhütchen dahin gesandt hat, steht noch in den Sternen. Ich bin auch gespannt.

Gruß Lutz,

ZH bei RWS eingetroffen

Sehr geehrter Herr Albrecht,

die Zündhütchen Typ 5333 habe ich heute von Ihnen erhalten und leite diese an unsere Fertigung zur Überprüfung weiter. Das Ergebnis teile ich Ihnen mit, sobald uns dieses vorliegt. Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld, da die Überprüfung in Einzelfällen und bei der Menge etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann.

Als Anlage zu diesem E-Mail erhalten Sie unser Beiblatt Funktionsstörungen in Waffen, in dem auf die Versagerproblematik näher eingegangen wird.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Ich wollte Sie über den Eingang das Zündhütchen informieren und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Thomas Wachtler, Freitag, 24. August 2007 10:01

Immer wieder dieselbe Pleite

Himmel

Leider lassen Wolken den Sonnenschein nicht immer durch

Der Feuerdorn reift auch bei gelegentlichem Schatten, z.B. nachts

Aber technische Bilder mit großer Tiefenschärfe brauchen mehr Dampf. Nikon hat da schon was zu bieten.

Bild 1: 8x57IS neu | 8x57IS in KR-1 abgefeuert | 8x57IS KR-1 Versager | 8x57IS S&B KR-1 abgefeuert

Bild 2: 8x57IS neu | 8x57IS in KR-1 abgefeuert | 8x57IS KR-1 Versager

Bild 3: 8x57IS in KR-1 abgefeuert | 8x57IS KR-1 Versager | 8 x 57 IS S&B KR-1 abgefeuert

Man erkennt deutlich den zu geringen Zündstifteindruck und ebenfalls den sehr tiefen Zündhütchensitz. Als Fehlerursachen sind daher ein tiefe Zündglocke der Remingtonhülse in Verbindung mit einem kurzen Merkel KR-1 Zündstift zu erkennen.

Thuner .30-06 Militärfertigung zum Vergleich

Abgefeuerte Thuner .30-06 Hülsen, Militärfertigung

Abgefeuerte Thuner .30-06 Hülsen, Militärfertigung ohne jede Druckzeichen an den Hülsen

links originales Thuner Zündhütchen recht platt | Mitte und rechts wiedergeladen, nicht so platt aus CZ abgefeuert

Einwandfrei: So muß das aussehen!

7x64 Norma mit RWS 5341 zum Vergleich

Bild 1: 7x64 mit RWS 5341 aus Steyr Mannlicher abgefeuert zum Vergleich. Links neu mit rechts zwei verschieden Ladungen

Bild 2: 7x64 mit RWS 5341 aus Steyr Mannlicher abgefeuert zum Vergleich. Links neu mit rechts zwei verschieden Ladungen

Einwandfrei. So muß das aussehen.

Lutz Möller

Links Merkel KR 1 in 8x57IS

Rechst Merkel KR 1 in 8x57IS

Zündversager

Verschieden Zündhütchen aus verschiedenen Waffen
↑ Oben Voere in 6,5x47 Lapua | Mitte Merkel KR1 8x57IS ↓ unten Heym SR20G 9,3x64

Voere ersetzte inzwischen den sich verjüngenden Schlagbolzen, gegen einen sich nicht verjüngenden. Dabei blieb ich verletzungsbedingt außen vor.

Dank Voeres kundigen Büchsenmachers, Herrn Weiß, gelang fernmündlich ohne schriftliche Bedienungsanleitung und ohne Schraubstock zu dritt den Schlagbolzen zu wechseln. Danke noch mal für die Hilfe! Nachdem der neue, sich nicht verjüngende, Schlagbolzen auf mit dem Lineal eher geschätzte als gemessene 27,1 mm Vorstand vor dem Mutteranschlag eingebaut wurde, schoß die Voere LBW ohne einen weiteren Kapseldurchbläser. Das wird nun weiter beobachtet werden.

Waidmannsheil, Lutz Möller 19. Februar 2009

Merkel KR1 8x57IS

Zündversager zeige bereits früher mal ein andere Merkel KR1, siehe Häufige Fehlzündungen. Auch der befragte Zündhütchenhersteller RWS meldete sich damals zufriedenstellend zu Wort. Die Versager sind zwar bekannt. Merkle hat aber scheinbar bislang versäumt, die Ursache zu beheben. Scheinbar deshalb, weil die folgend beschrieben Merkel KR1 einige Jahre beim Großhändler Wischo im Lager stand und erst kurz vor Weihnachten 2008 geliefert und in Betrieb genommen wurde.

Versager, von einer Merkel KR1 nicht gezündetes Zündhütchen einer 8x57IS Patrone. Zu vergrößern klicke auf das Bild!

RWS schreibt zu Funktionsstörungen bei Zündhütchen duchaus lesenwert und mit Zahlen (sehr zu begrüßen).

Herr Dunkel, schauen Sie mal unten, wie eine gut gezündete Hochdruckpatron nach dem Schuß aussieht.

von einer Heym SR 20 G sicher gezündete und abgefuerte 9,3x64 KJG Patrone imDunkeln

So sieht der Schlagbolzenabdruck auf dem Zündhütchen einer 9,3x64 Volldampfpatrone für ♣ Büffel Afrika 2008
und ♣ Büffel Australien 2008 ♣ aus. Bewegen Sie die Maus darüber, damit Licht scheine!

Gutes Bild von Zündhütchen vor und nach der erfolgreichen Zündung

Links drei neue LM Patronen | Mitte drei abgefeuerte LM Patronen | rechts drei Zündversager

Patronen wie oben, aber schräg abgelichtet. Die unterschiedlichen Eindrücke des Zündstiftes zeichnen sich deutlich ab

links neu | Mitte erfolgreich gezündet, rechts Versager

neue LM Zündhütchen

erfolgreich gezündete LM Zündhütchen

Versager: der im Vergleich geringere Eindruck des Zündstiftes zeichnet sich deutlich ab, vermute ich als Ursache des Versagens

Wenn eine Schußwaffe beim beabsichtigten Schuß nicht schießt heißt das zu versagen. Versager stören die Jagd. Im obigen Falle versagte die Waffe, bzw. die LM Munition mal aber mal auch nicht. Seltsam! Da hier dieselbe Waffe  - im Schießkino - verwendet wurde, bleibt nach einer möglichen Versagerursache zu fragen, die die Waffe ausschließt, sofern mal nicht angenommen wird, die Munition sei an sich mangelhaft. Die wahrscheinlichste Ursache für eine nicht hinreichend austretenden und entsprechend ungenügend einschlagenden Zündstift ist ein nicht ganz geschlossener Verschluß. Gute Waffen verfügen über eine Sicherung, die verhindern soll, daß nur teilweise geschlossene Verschlusse eine Patrone zünden können. Die dazu benutze Steuerkurve gibt erst bei dem ganz geschlossenen Verschluß den Zündstiftweg ganz frei.

Alle guten Zündhütchen werden mit drei genau bemessenen und als Stichprobe geprüften Empfindlichkeiten bezüglich des Zündimpulses hergestellt. Mit abnehmen dem Impuls sieht das so aus. Erstens: muß zünden. Zweitens: un gewiß . Drittens: darf nicht zünden. So erklären die Bilder erfolgreich und Versager aus dem von erfolgreich zu versagend abnehmendem Zündstifteindruckdurchmesser und -tiefe den beobachtete Sachverhalt hinreichend. Die versagenden Zündhütchen haben einfach nicht genügend Zündimpuls erhalten.

Ein weitere Ursache für ungenügenden Zündstifteindruck könnten auch zu kurze Patronenhülsen mit folgend zu großem Verschlußabstand sein. Ich habe das in eigener Sache selbst nicht geprüft, aber möglich ist das von unabhängiger dritter Seite , z. B. beim Beschußamt oder der DEVA. Wer soll prüfen?

Waidmannsheil, Lutz Möller Freitag, den 20. Januar 2012

Zündversager ermitteln

Hallo Lutz,

das Problem mit dem Zündversager und der Frage, ob die Hülse zu kurz oder der Schlagbolzen zu schwach oder kurz ist bekannt. Bevor man deswegen den ganzen Krempel zur DEVA schickt, was ja nicht wenig aufwändig ist, sollte man versuchen, die Patrone zusammen mit zwei oder drei Schnipseln Papier, die man vorher zwischen Kammer und Patrone legt, zu repetieren. Falls das funktioniert, ist die Hülse zu kurz, bzw. der Verschlußabstand groß. Geht der Verschluß nicht zu, ist die Hülse gut und der Schlagbolzenweg oder dessen Kraft zu gering.

Liebe Grüße, Jan G., Freitag, 20. Januar 2012 16:13

Mauser 03 Zündversager

Sehr geehrter Herr Möller,

nach 4 Wochen Warten erhielt ich LM 8x57IS Munition von Ihnen. Ein Besuch auf dem Kugelstand endete enttäuschend. Bei den ersten sechs Schüssen aus meiner Mauser 03 versagten zwei zu zünen. Ist das die berühmte Lutz Möller Qualität? Bei allen sonst von mir verschossenen Fabrikmunitionen ist so etwas jedenfalls noch nie vorgekommen. Auf dem Ansitz wäre jede Sau und jeder Fuchs vergrämt. Bitte um Stellungnahme!

LM: Siehe Zündversager und Mauser 03 Zündversager behoben!

Gruß, Christoph Sannen

Wieder ein Mauser 03 Zündversager

Hallo Herr Möller,

ich habe am Wochenende endlich die bestellte Mauser M03 in 8x57 IS erhalten und konnte sie so mit Ihrer LM Munition einschiessen. Auf der Waffe ist ein Swarovski Z6(i) 2-12x50 mit Ballistikturm montiert. Swarovski bietet zur Einstellung des Ballistikturms eine iPhone Anwendung an. In dieser Anwendung muß man die verwendete Munition (wenn in der Datenbank vorhanden) auswählen, oder die entsprechenden Parameter angeben. Ich habe auf Ihrem Netzplatz einen Teil der notwendigen Informationen gefunden, es fehlen mir jedoch die Angaben zu Masse. Können Sie mir diese beiden Informationen bitte zukommen lassen?

Die Präzision Ihrer Munition ist hervorragend. Bei 10 Schüssen versagte eine Patrone zu zünden. Die Patrone zündete auch nach erneuten Abschlagen nicht. Ich habe zwei Fotos angehängt. Die blau markierte Patrone hat nicht gezündet, die beiden anderen zum Vergleich.

Mauser 03 Zündversager Seite Mauser 03 Zündversager Boden

Sie dürfen die Nachricht gern veröffentlichen, aber bitte nur anonym.

LM: Siehe Zündversager und Mauser 03 Zündversager behoben!

Mit besten Grüßen, MZ, Montag, 12. August 2013 10:57

Mauser 03 Zündversager behoben

Mir wurde gestern fernmündlich von einer Mauser 03, berichtet, die ebenso  - wie oben geschildert  - gelegentliche Zündversager aufwies. Nach einigen Versuchen und Untersuchungen fand Mauser die Ursache. Die Schlagbolzenmutter hatte sich gelöst. Nachdem Mauser die festgeklebt hatte, zündete fortan jedes Zündhütchen sicher. Diese Fehlerursache und - Heilung war mir so nicht bekannt. Insofern haben wir mal wieder was dazu gelernt.

Waidmannsheil, Lutz Möller Donnerstag, den 26. Januar 2012

Hallo Herr Möller,

ich wollte nur kurz Ihnen heute eine Beobachtung vom Schießstand mitteilen. Nach der Laufreinigung habe ich nun auf Ihre LM Munition umgeschossen, über die hervorragende Genauigkeit Ihrer Munition muß ich Ihnen nicht viel schreiben. Bemerkenswert ist jedoch die Reaktion der anwesenden wiederladenden Jäger, die erst einmal kein gutes Haar an Ihnen lassen und Ihre Munition verteufeln, obwohl noch niemand Ihre Munition verschossen hat.

LM: Nur zu meckern, zeigt keine Größe.

Das lege sich nachdem ich meine Mauser M03 eingeschossen hatte und mit 5 Schuss einen Streukreis von unter 2 cm hin bekommen habe. Ich weiß da geht noch was.

Jedoch und dies ist auch der Grund meiner Anfrage, hatte ich heute bei 15 verschossenen Patronen 4 Zündversager, die nach einem erneuten Abschlagen dann doch zündeten.

LM: Siehe Zünder und Versager. Sahen die Zündhütchen bei Ihen auch so aus?

Gehe ich recht davon aus, daß dieses nur an der Waffe liegen kann, aber nichts an den verwendeten Zündern (ich hatte vorher mal Ihre Seite durchsucht und bin über ein vergleichbares Problem mit einer M03 gefallen).

LM: Als Dritte Ursache käme noch der Sitz in Frage.

Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen

LM: Lies Mauser 03 Zündversager behoben und überhaut den ganzen Aufsatz Zündversager. In Ihrem Falle steht zu vermuten, der Schlagbolzen ist ein wenig zu weit hinten eingestellt. Das kann man aber ändern. Setzen Sie den einige zehntel Millimeter vor, bis alle Patronen zünden und die Sache ist behoben. Übertreiben Sie aber nicht, da Sie sonst mit Durchbläsern rechnen müssen. Der Grat ist schmal, auf dem Sie wandern. Stürze nicht in die Tiefe.

Mit freundlichen Weidmannsheil, Sven Schiffer, Samstag, 6. April 2013 21:33

Mausermurks

Ihr Auftrag A#2846 vom 02.05.2013

Hallo Herr Möller,

ich bin ein Mensch der Innovationen mag. Als ich vor Jahren Ihre Munition entdeckte bewunderte ich Ihre Arbeit. Lange überlegte ich, ob ich auf Ihre Munition umstellen soll. Wie Sie sicher selber wissen, polarisiert ihre Munition allerdings auch die Jägerschaft. Aber auch Aufgrund einer Empfehlung einer mir bekannten Person aus dem ÖJV Brandenburg bestellte ich Ihre Munition und wollte umstellen auf bleifrei. Nachdem meine Blaser CDP verbraucht war, fuhr ich am vergangenen Dienstag zum Schießstand nach Liebenberg und wollte auf ihre Munition einschießen. Was dort geschah entsetzte mich allerdings: Bereits die ersten zwei Patronen zündeten nicht. Insgesamt zündeten 9 Stück von 18 nicht. Der anschließend geplante Ansitz war damit dahin. Besonders ärgerlich, da meinem Revier, in dem ich Begeher bin, rund 50 Km weit weg liegt. Ich führe seit einem Jahr eine Mauser M03 in 8x57IS. Bisher habe ich bei Training, Drückjagd, Erntejagd und Ansitz in diesem Jahr geschätzte 400 Patronen S&B Vollmantel und Blaser CDP mit der M03 verschossen. Dabei gab es nicht einen Zündaussetzer. Ein nochmaliges Studium ihrer Seite zeigte dann, Zündaussetzer sind nicht nur bei der M03 bekannt.

LM: Jede Waffe kann ungünstig gebaut oder eingestellt sein.

Eine deutlichere Warnung hätte mich vom Kauf natürlich abgehalten. Am Mittwoch nahm ich dann S&B Training und Hornady GMX SPFI mit auf den Stand. Jeder Schuß zündete. Am Donnerstag hat sich ein BüMa die Waffe angesehen und keine Fehler gefunden. Dann nochmals auf den Schießstand - Ohne Versager. Ich muß also davon ausgehen, daß ihre Munition fehlerhaft ist.

LM: So, müssen Sie das zwingend?

Oder sagen wir mal so: Sie schießt halt nicht aus meinem Gewehr.

LM: Das ist was ganz anderes. Einverstanden.

Ich möchte die unangenehme Angelegenheit in Ruhe, ohne Aufsehen und Öffentlichkeit mit Ihnen klären und Sie bitten die Munition zurück zu nehmen und mir den gesamten Kaufpreis gegen Rücksendung der restlichen Munition zurück zu erstatten.

LM: Wieso die Munition, aber nicht das Gewehr? Wenn Sie meine Munition zurückgeben, können Sie die nicht mehr schießen. Daran kann mir nicht gelegen sein. Lassen Sie die schlappe Plempe in Ordnung bringen.

Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie sich entscheiden

LM: Siehe oben.

Wie verfahren wir weiter?

LM: Ich würde die Versager gern mal sehen (scharfe Bilder) und mich ggf. danach wieder äußern.

Mit freundlichen Grüßen, Ingo P., Sonntag, 15. Dezember 2013 02:35

RWS .243 KS Durchbläser

Guten Morgen Herr Möller,

vor einigen Tagen hatte ich einen Durchbläser bei der Bockjagd mit meinem Kal. .243 Win. KS!

Was ist der Hauptgrund für einen derartigen Fehler? Die Munition ist Fabrikmunition von RWS, also keine Wiederladung! Kann die Waffe (.243 Win. Mannlicher) durch einen derartigen Vorgang evtl. Schaden nehmen?

LM: Außer durch den Schmutz nicht.

Für eine kurze Info oder einen Hinweis auf eine Stelle innerhalb Ihrer Seiten, wo Sie dieses Thema vielleicht schon einmal behandelt haben, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

LM: Hier auf Zündversager noch nicht. Überhaupt kommen die selten vor. Ich habe in meinen ganzen Leben erst einen erlebt. Daher kann ich mich dazu nicht sinnvoll äußern. Wenden Sie sich an den Hersteller, der eine Kundedienstabteilung unterhält, die sich Ihre Sache annehmen wird.

MfG und WMH, Friedrich Bertram, Montag, 4. Juni 2012 10:54

Antwort: .243 KS Durchbläser

Sehr geehrter Herr Möller,

superschnelle Antwort! Vielen Dank! 

Ichhabe bereits mit Herrn Hubertus Dowidat von RWS Kontakt aufgenommen, der sich auch schon gemeldet hat. Wir werden ihm Hülse und Restmunition zusenden, dann können die nachforschen, was da passiert ist!

LM: Ja, so macht man das!

WMH, Friedrich Bertram, Montag, 4. Juni 2012 12:00

Seltene Versager im 98er

Moin Herr Möller,

ich habe die restlichen Patronen an die von Ihnen dafür angegebene Anschrift geschickt. Anbei eine kurze Beschreibung des Fehlers. Die Patrone, die gar nicht zündete, ist auch dabei. Das sehen Sie dann ja. Ich möchte mich nicht in die Reihe der Meckerpötte einreihen, weil ich Ihre Geschosse jetzt das 4. Jahr verwende und das ohne Nachsuchen etc.. Ich hatte keine Störungen damit. Meine Treffer sitzen da wo die hin sollen. Sonst lasse ich es und komme wieder.

LM: Richtig.

„Kunstschüsse den Kunstschützen“ und schon klappt es mit den Nachsuchen. Ich hatte und habe selbst keinen Hund und den brauchte ich bisher auch nicht. (Teu, teu, teu). Ich bin auf Ihre Aussage gespannt, gespannt was da nicht funzte.

LM: Mal sehen.

Der 98'er schießt jedenfalls immer noch super, momentan mit Restmun. aber ich hoffe nicht lange. Freue mich von ihnen zu hören.

Wahei A.S., Dienstag, 6. August 2013 10:28

P.S. Päckchen ging gestern raus.

R8 Zündfreudigkeit Versuche

Hallo Lutz,

es läßt mir keine Ruhe. Ich versuchte  meine R8 jetzt weiter mit .30-06 Springfield gemacht (gesamt 4 Patronen unterschiedlich bezündert):

R8 Zündversuche

1 + 2 Zündhütchen weit raus gesetzt: Verschluß geht nur mit erheblichem Kraftaufwand zu, Patronen zünden

3 + 4 Zündhütchen weit hereingedrückt (Anschlag): Patronen zünden

Zumindest bei meiner Waffe in Verbindung mit den 30-06 Hülsen ist es gleich, wie das Zündhütchen sitzt. Meine R8 zündet die Anzünder immer.

Im 8 x 57 IS Fall  einen Blaser Lauf zu haben wäre gut.

Wenn ich die Schlagbolzenabdrücke zwischen meiner Waffe und der Mängelrüge unter der Lupe betrachte, fällt auf, daß diese ganz anders aussehen - so, als wäre der Schlagbolzen an der Spitze beschädigt. Außerdem ist bei einer Patrone ein gratiger Rand um den Einschlag. Ich vermute, mit der Waffe stimmt was nicht.

Mathias, Freitag, 13. September 2013 16:01

Mal wieder Mauser 03

Sehr geehrter Herr Möller,

ich führe eine M03 in 9,3x62 und lud kürzlich mit einem Freund 100 Ihrer Geschosse. Ich war dabei nur Zuschauer. Er ist der Wiederlader. Da ich RWS-Hülsen genommen hatte, stellte sich Ihre empfohlene Ladung mit 3,93 g N200 als etwas stark heraus, die Zündhütchen der ersten Testpatronen waren alle platt und die Waffe trat ziemlich. Daraufhin stießen wir dann auf Ihren Hinweis,  RWS-Hülsen enthalten weniger Raum als Norma-Hülsen. Der Hinweis war etwas versteckt auch auf Ihrer Seite. QuickLoad gab dann beim ausgeliterten Volumen der abgefeuerten Hülsen auch einen sehr reichlichen Druck aus. Aber die M03 kann das ja zum Glück gut aushalten, abermals war ich froh darüber, keine (LM: gefährliche) R93 zu führen. Nach Quickload-Berechnung dann auf 3,6 g N200 gesenkt. Nun paßt es. Dies von uns eigengefertigte Ladung schießt jetzt angenehm und genau.

Allerdings ergab sich eine andere Störung: Fehlzünder! Bis jetzt schoß ich meine Mauser 03 damit 30 mal und erlebte davon 2 Fehlzünder. In den 3 Jahren davor schoß ich gut 300 mal  aus der Waffe. Dabei waren keine Fehlzünder. Die Zündglocken haben wir mit einer CIP-Fräse bearbeitet, die Zündhütchen (Remington) sind, wie ich meine, sauber gesetzt. Im Vergleich zu erfolgreich abgefeuerten Patronen ist kein Unterschied bei das Zündhütchen-Setztiefe festzustellen. Der Abdruck des Schlagbolzens sieht auch gewöhnlich aus. Besagter Freund hat schon mehrere hundert unterschiedlicher Patronen mit diesen Zündhütchen abgefeuert und bislang noch keine Fehlzünder erlebt. Ich habe die verschiedenen Beiträge Zündversager auf Ihrer Seite dazu gelesen.

Moderne Waffen wie die Mauser 03, R8 und KR1 scheinen vornhmlich von Versagern betroffen zu sein.

Billig-Munition wie Cineshot und Geco für das Schießkino oder den Stand zündeten in meiner Mauser 03 bislang zuverlässig. Handgeladene oder in Kleinserie hergestellte Munition, wie die aus Ihrem Laden erhältliche, zündet anscheinend weniger sicher. Woran kann das liegen? Wie gesagt, beim Lesen von Zündversager fällt auf, daß das das bei M03 keine Seltenheit zu sein scheint. Dafür muß es doch einen ganz bestimmten Grund geben.

LM: Gewiß. Knappe Schlagbolzenleistung (etwas langsam) in Verbindung mit etwas geringem Zündstiftvorstand und etwas tiefen Zündhütchen oder etwas kurzer Hülsenschulter (gerade bei den für die 12 mm Hülse zu großkalibrigen 8x57IS oder 9,3x62 - bei 7,62x51 oder .308" Win. (häufig) oder 7x57 (selten)  sind die noch nie beobachte worden).

Mein wiederladender Freund meinte, andere Zündhütchen könnten ein Grund sein.

LM: Könnten, aber dürften wohl eher nicht.

Mit Anteilnahme las ich auch Mauser 03. Dort insbesondere CIP-Schwierigkeiten. Aber so wie ich es verstanden habe, besteht dieses Delta-L-Problem mit falschem Verschlußabstand nur bei amerikanischen Patronen, dürfte also für meine Otto-Bock-Patrone nicht zutreffen?

LM: Dafür hat die 9,3x63 für das große Geschoß eine zu kleine Hülse, so daß die keinen  vernünftige Schulter herausbildet. Die Abstützung im Patronenlager ist als schlechter, als die seins sollte. Sehen Sie sich dagegen mal die Schulter einer 7x57 an. Das ist ein Schulter. Die kann auch im Magazin für ein vernünftige Schulteranlage herangenommen werden. So sehen gut Patronen aus!

Ferner lese ich unter Mauser 03 Zündversager behoben über eine gelöste Schlagbolzenmutter. Das werde ich noch prüfen lassen, erklärt dann aber doch noch nicht, wieso andere Patronen zünden?

LM: Alle industriell wie handwerklich gefertigten Gleichteile weichen mehr oder weniger voneinander ab. Im Einsatz, wenn es drauf ankommt, wirken die vereinten Abweichungen zusammen. Diese Abweichungen mögen mal mehr in Richtung Passung (Glück) oder in Richtung Abweichung (Pech) verlaufen. In auf Sicherheit entworfene Waffen, wie der Mauser 98, bemerkt man solche ggf. auftretenden Knappheiten kaum. In nach andern Maßstäben entworfenen Waffen (Größe, Masse, Kosten) schon eher.

BW: Soll ich daraus schließen, ich hätte mit meiner Waffe Pech gehabt, mir sei nicht möglich, handgeladene oder in Kleinfertigung hergestellte Munition zuverlässig zu verschießen.

LM: Nein. Wenn Ihre M03 marginal gefertigt oder eingestellt sein sollte, muß man die nachstellen. Wenn beim Wagen die Spur nicht (mehr) stimmt wirft man den doch auch nicht gleich weg oder gibt auf, sondern stellt die Spur nach! das selbe gilt für Schlagbolzengeschwindigkeit und Zündstiftvorstand beim Gewehr.

Ich habe nicht versucht, die nicht gezündeten Patronen abermals abzufeuern. Beim nächsten Versager (mit dem ich rechne) werde ich das, falls das eine Aussage erbringen kann, tun. Ansonsten sollen die beiden Versager bei nächste Gelegenheit aus einer anderen Waffe abgefeuert werden, um herauszufinden ob, die Versager an der Verbindung aus M03 und handgeladener Munition liegen, aber nicht an den Zündhütchen.

LM: Wie wollen Sie das mit abgeschlagenen Versagern prüfen? Die entsprechen doch gar nicht mehr den Anforderungen.

Haben Sie einen Gedanken, woran die Fehlzünder liegen können?

LM: Marginale Waffen in Verbindung mit unglücklichen Abweichungen der Munition.

Frohes Fest und Waidmannsheil, BF, Donnerstag, 19. Dezember 2013 10:01

Zündversager abstellen

Sehr geehrter Herr Möller,

nochmals vielen Dank für Ihre kundige Antwort in der Sache.

Ich war zunächst davon ausgegangen, der Zustand meiner Waffe wäre gegeben, weil Sie berichteten, Ihre Vöhre verschrottet zu haben. Umso erfreuter bin ich zu hören, daß meine Mauser 03 einfach nachgestellt werden kann.

Da ich den Eindruck habe, daß Sie eine gute Vorstellung davon haben, wo an der Waffe bzw. am Verschluß nachgefaßt werden muß, bitte ich Sie um einen Hinweis, wohin ich den BüMa am Besten lenken soll.

LM: Zunächst immer zum Hersteller. Mauser kennt seine eigenen Waffen am besten von allen Beteiligten. Lesen Sie bei Ursachen und Abhilfen weiter.

Ich bin auf dem Gebiet Laie und möchte mich zusammen mit dem BüMa ungern auf eine unklare Fehlersuche  begeben, wenn ich dessen Fachkunde auf diesem Gebiet ich (noch) nicht beurteilen kann. Da bleibe ich gern bei Ihrem Auto-Vergleich: Hat der Kfz-Mechaniker wenig Ahnung, wird er die Ursache (verstellte Spur) des Problems womöglich erstmal überall woanders suchen. Das kostet Zeit und Nerven. Vielleicht haben Sie da ja einen guten Tipp für mich.

LM: Ihr Büchsenmacher ist in den meisten Fällen auch Waffenhändler, Munitionshändler im Besonderen. Meine Munition kann der Ihnen aber nicht verkaufen. So sind Büchsenmacher meine natürlichen Wettbewerber. Seinen Verdienst schöpfte der vornhmlich von seiner Munition, solche die er verkauft, vermutlich vornhmlich ein großer Anbieter mit Katalog und Schulungen. Insofern wird sein Antrieb, Ihnen zu helfen meine Munition zu verschießen, vermutliche eher schwach sein. Das sollten Sie im Hinterkopf bewegen, wenn Sie mit ihm reden und sich anhören, was er sagt.

Ansonsten möchte ich nochmal betonen, wie sanft und gut sich die 9,3x62 mit Ihrem 10 g-Geschoß schießt. Der Unterschied zur zuvor verwendeten, unsäglichen Norma Vulkan mit 15 g beeindruckt mich sehr. Ich hoffe, ich kann nun bald mein erstes Stück mit Ihrem Geschoß erlegen. Die dafür eigentlich auserkorene Ricke kam auf der letzten Drückjagd dank des zweiten Zündversagers davon.

Die Mauser 03 soll übrigens einen Wechsellauf bekommen, da ich in Norddeutschland weite Rehe schießen möchte. Ich habe dafür die .270 Winchester ausgesucht, da Sie als einzige Nicht-Magnum über 6,5 mm so eine enorme Reichweite bietet . . .

LM: Richtig. Das tut sie. Mit gut Pulver zeitgemäßem Höhem Druck schießt aus 65 cm Lauf sehr weit und flach. Achten Sie unbedingt auf hinreichende Lauflänge! Sonst verpuffen Sie die Ladung ohne das Geschoß genügend anzugtreiben. Patronen mit verhältnismäßig  viel Pulver für die Bohrung müssen unabdingbar aus langen Läufen geschossen werden.

Gleichzeitig biete sie nur wenig Rückstoß, wodurch ich im Schuß gut auf dem weit entfernten Ziel bleiben kann.

LM: Um das zu erreichen müssen Sie allerdings eine Rückstoßbremse (wegen Bremsenknall nur mit Ohrschützern) oder einen Knalldämpfer wie meinen Stocker 241 verwenden.

Natürlich mit Ihrem Geschoß. Irgendwelche Einwände dagegen, die ich vielleicht nicht berücksichtigt habe?

LM: Ja, die Lauflänge für die Patrone, die keine Vorzugspatrone ist.. 

Waidmannsheil, BF, Freitag, 20. Dezember 2013 09:00

Ursachen und Abhilfen

Mehrfach wurde ich nun gefragt, mögliche Ursache von Zündversagern bei Büchsen mit Patronenmunition und zugehörige Abhilfen zu erläutern. Also denn:

In die Zündhütchen ist eine sehr kleine Menge brisanter Sprengstoff zwischen Blech und Amboß eingebracht. Dieser Sprengstoff ist schlagempfindlich. Ein hinreichend schneller Schlag oder Stoß führt zur Detonation. Diese Kleinstdetonation ist ungefährlich, weil nur ganz wenig Sprengstoff vorhanden ist. Dessen Gasmenge genügt gerade mal das Treibladungspulver, das nur an der Oberfläche brennt, anzuzünden. Treibladungspulver bringt seinen eigenen Sauerstoff chemisch gebunden schon mit. Insofern brennt das Pulver auch ohne Luft in der Patronenhülse. Die Pulvermenge und Pulverlebhaftigkeit müssen zum Geschoß und Lauf passen gewählt werden.  Der Energiegehalt von Treibladungspulver ist etwa ½ so groß, wie der von Butter, die wiederum nur etwa ¼ soviel Energie wie Steinkohle enthält.

Um eine Patronen zu zünden schlägt das Gewehr mit dem Schlagbolzen gegen das Zündhütchen. Damit das erfolgreich und ungefährlich zündet, müssen einige Bedingungen erfüllt sein.

Der Schlagbolzen muß schnell genug sein. Schlagempfindlichen, brisanten Sprengstoff sich detonieren zu lassen, erfordert eine mindeste Stoßgeschwindigkeit. Wenn der Schlagbolzen zu langsam ist kann der das ganze Zündhütchen zerquetschen, ohne das es knallt.  Die passende Feder in Stärke und Länge soll das bewerkstelligen. . Bei manchen Waffen kann man die Federvorspannung mit Muttern auf Gewinden, oder mit Unterlegscheiben, oder Abstandsröhrchen einstellen. Bei allen anderen muß ggf. die Feder gegen eine stärkere gewechselt werden.

Der Schlagbolzen muß weit genug gegen den Amboß schlagen. Dazu einige Bilder:

Zündhütchen, schmatisch

Nicht maßstäbliche, schematische Darstellung eines 5,3 mm Boxer-Zündhütchens. So heißen die mit eingebautem Amboß, hier aus Messing in einem vernickelten Hütchen.

6,5 mm Zündhütchen

Darstellung eines 6,5 mm Zündhütchens mit 4 ~ Sprengstoff

Zündhütchen

Zerstörte Boxerzündhütchen mit herausgenommenen Einzelteilen

Damit der Schlagbolzen weit genug gegen den Amboß schlägt, muß der genügend weit aus dem Stoßboden des Verschlusses heraus- und in das Zündhütchen hinein ragen. Der Abstand vom Patronenboden (in dem die Zündglocke mit dem Zündhütchen sitzt) zum Stoßboden des Verschlusses wird als Verschlußabstand bezeichnet. Diesen freien Abstand muß der Schlagbolzen erst durchdringen, bevor der Zündstift des Schlagbolzens das Zündhütchen trifft. Nun gibt es also ein Reihe von Abständen und Anschlägen, die zueinander passen müssen.

Der Verschlußabstand soll nicht zu groß sein, weil er Zündversager Hülsenreißer hervorrufen kann. Sein größter Wert ist genormt und einer Nachprüfung mit Lehren zugänglich. Hier soll die Fehlersuche beginnen. Der Verschlußabstand muß innerhalb der Norm liegen.

Der Zündstift soll genügend groß sein, am besten 2 mm Ø, damit bei weitem Lager und dünnen Hülsen, ein außermittige Ablage den Zündstift nicht am Amboß ins Leere  vorbeischlagen läßt. Früher war das oft so. Heute wählen die Hersteller oft kleinere Durchmesser. Das ist weniger sicher.

Der Zündstift soll genügend weit in das Zündhütchen hinschlagen, das heißt der Vorsprung über den Stoßboden soll über den Verschlußabstand genügend groß sein um das Zündhütchen sicher zu zünden. Bei manchen Waffen  lassen sich der Schlagbolzenanschlag mittels Muttern auf einem Gewinde, oder mit Unterlegscheiben einstellen.  Bei anderen Waffen legen die Teilemaße den Vorsprung des Zündstiftes fest. Bei solche Waffe muß dann der Schlagbolze, sein Anschlag oder der Zündstift oder sein Anschlag nachgearbeitet werden. Bei unseren Merkel KR1, die Anfange für Zündversager anfällig waren, wurde zunächst die Feder getauscht (Heute wird die stärker Feder schon ab Werk eingebaut). Als das noch nicht vollkommenen Erfolg brachte, ließ ich den Anschlag der Zündstifte 0,3 mm abdrehen (nur ein kleine Minutensache), so daß die Zündstifte nun 0,3 mm weiter aus dem Stoßboden herausragen. Seitdem ist Ruhe!

Das sind die Gedenken und Mittel, um bei Zündversagern wieder Zündsicherheit herzustellen. Die Waffen bieten genug Gelegenheit die auf ein sicheres Maße einzustellen.

Meine Munition hingegen kann ich nicht ändern. Ich muß die Hülsen nehmen, die ich kriegen kann. Wenn, was vorkommen kann, die Zündglocken etwas tief ausfallen, kann das nur waffenseitig abgefangen werden.

Lutz Möller Freitag, der 20. Dezember 2013

Mauser 03 bekannt

Lieber Herr Möller,

danke, daß Sie sich abermals die Zeit für eine fundierte Antwort nahmen! Ihren neuen Aufsatz Ursachen und Abhilfen finde ich gut gelungen. Der erklärt den Sachverhalt sehr schön. Vielen Dank!

Inzwischen meldete sich ein weiterer BüMa zu Wort, der auch durch Ihre Seiten in Zusammenhang mit diversen Dingen wie HDP-Bremsenanbau usw. bekannt ist und die beiden Versager vorgelegt bekam. Er tippte - ohne die Vorgeschichte der beiden Patronen zu kennen - sofort auf M03, die Anfälligkeit scheint bekannt zu sein. Offenbar eine zu geringe Federspannung. Ich habe nun - wie von Ihnen vorgeschlagen - Mauser selbst angerufen. Dort sind aber bis 7.1. Ferien. Weiteres also erst dann, der Urlaub sei den Mauseranern gegönnt.

LM: Das trifft nicht nur Mauser allein. Aus Isny sind auch andere Versager bekannt. Suchen Sie mal nach Blaser R8 Zündversager im Netze. Da werden Sie auch anderen Ortes als nur bei mir fündig.

Der Umstand, da der sogenannten BüMa hauptsächlich Händler ist, ist mir wohl bewußt. Daher die große Vorsicht und dies auch als Grund meiner Anfrage zu dem Weg, wie ich den BüMa auf das Lösung der Störung hinweisen solle.

LM: Klug!

Sonst käme vielleicht nur Fadenscheiniges mit dem Ziel, mir wieder RUAG-Munition zu verkaufen. Mit der Anfrage beim Hersteller und der Beurteilung durch einen bekannt zuverlässigen, kundigen und professionellen BüMa (Peter Munz aus Göttingen) kann ich Ausreden nun hoffentlich umgehen.

Beide Versager wurden inzwischen übrigens in einer Tikka abgeschlagen, keine Zündung trotz nun sehr tiefen Schlagbolzeneindrucks. Der Schlagbolzeneindruck, den meine M03 zuvor hinterließ, war ja auch wie gesagt nicht auffallend flach, sondern scheinbar normal tief.

LM: Abgeschlagene Zündhütchen sind zu verwerfen.

Also vermutlich von zu langsamen Schlagbolzen verursacht, der die Hütchen damit zerdrückt hat, ohne zu zünden. Dürften ähnlich aussehen, wie die in Ihrem Artikel abgebildeten. Das wird noch beprüft, beide Patronen werden entladen.

Zur 270: vor dem Rückstoß dieser Patrone fürchte ich mich ob des Höhen Gewichts der M03 und meiner langjährigen Erfahrung mit der vermutlich stärkeren 9,3x62 nicht. Angeblich ist dieser bei der 270 ja sehr gering, auch ohne Bremse. Wobei ich einer Bremse nicht abgeneigt wäre. Wenn sich also mein Anliegen, mit der Waffe auf große Entfernung nicht im Ziel bleiben zu können, weil sie doch zu sehr stößt, nicht erfüllt, dann würde ich auch eine Bremse montieren. Ich schieße ohnehin immer und ausschließlich mit Gehörschutz (Peltor SportTac, sehr zu empfehlen). Ohne Gehörschutz geht bei mir kein Schuß raus, dazu ist mir das gute Hören zu wichtig. Nur um das Gehör meines Vierläufers täte es mir leid, den ich auch oft mit auf den Ansitz nehme, um hinterher nicht selber die Fluchten absuchen zu müssen.

LM: Richtig, auch da Tier soll gechütz werden.

Aber ob die paar Dezibel (ja ich weiß, logarithmisch...) da den großen Unterschied machen?

LM: Ja, sehr!

Zur Lauflänge der 270: Mauser bietet leider kein 65cm-Läuf für die Standardpatronen an, nur für Magnumpatronen. Zu bekommen wäre ein 60 cm-Lauf, spräche dies Ihrer Meinung nach gegen die 270? Mein wiederladender Freund wird mal beide Varianten - 60 und 65cm - in QL mit der empfohlenen Ladung nachrechnen, mehr als 5% Leistungsverlust erwartet er aber erfahrungsgemäß nicht. Gibt es weitere Gründe außer diesem Leistungsverlust?

LM: Nur Krach und Blitz. Ein Versuchsschießen wird das an den Tag bringen. Bilden Sie sich erst danach Ihre endgültige Meinung, leiten Sie erst davon Ihre Entscheidung ab. Für eine Bericht hätte ich gewiß etwas Munition übrig, wenn Sie meine Zielscheibe benutzen.

Wenn ja, welche andere Wahl empfehlen Sie? Aus meiner Sicht kämen nur 6,5x55 und 6,5x57 in Frage, wobei die 55er besser wiederladen zu sein soll als die 57er... beide haben aber wiederum weniger Energie im Ziel als die 270 und fliegen auch nicht ganz so schön flach und schnell. Daher hatte ich die 270 favorisiert, möchte aber dafür keine teure Wechsellauf-Sonderanfertigung in 65cm.

LM: 7x57, die „Beste Patrone“.

Waidmannsheil, BF, Freitag, 20. Dezember 2013 13:22

Sauer 404 Versager

lies Sauer 404 Versager

Ursache für Mauser 03 Zündversager erklärt.

Mehr ist dazu nicht zu sagen!

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