Großer, alter Feuerschlucker

schluckt Feuer, Krach und Rückstoß !

Veralteter, eiserner Feuerschlucker auf Grundlage der Voere LBW

Loimaa 2008

Schallmessungen II in der Landschaft

Knall? Ja, so daß jeder den Schuß hört!

Gesundheitsschädlich Lautstärke? Nein, ist für weite Vernehmbarkeit gar nicht erforderlich!

Zweck des „Feuerschluckers“ ist, die brennbaren Pulvergase der abgefeuerten Ladung vor der Laufmündung durch schräge Auspuffbohrungen im Lauf in den Mantelraum austreten zu lassen, so daß draußen kein Feuerschein sichtbar ist und der Jäger, der nachts auf Sauen oder Raubwild oder Raubzeug jagt ungeblendet seinen Treffer und das folgend Verhalten des Wildes beobachten kann.

An herkömmliche Läufe der Voere LBW kann der Feuerschluckermantel nicht angebracht werden. Der paßt nur an den Feuerschluckerlauf mit den entsprechenden Gewinden und Aufnahmen. Ohne die Auspuffbohrungen im Feuerschluckerlauf ist den Feuerschluckermantel an einem anderen Lauf anzubringen zu versuchen auch gänzlich sinnlos. Nur gemeinsam bilden der Sonderlauf mit den Auspuffbohrungen und Aufnahmen mit dem Mantel den Feuerschlucker. Die Einzelteile allein zeigen keine Funktion.

Ob der „Feuerschlucker“ ein „Schalldämpfer“ i S. d. WaffG ist, kann nicht abschließend beantwortet werden, da das Gesetz hier unbestimmt ist, weil den Schall beschreibenden physikalische Maßzahlen und Größen im Gesetz fehlen und auch nicht durch den Verweis auf andere Quellen, z. B. DIN Norm eingeführt werden.

Waffengesetz vom 11. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3970 (4592) (2003, 1957)), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 26. März 2008 (BGBl. I S. 426)

Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 26.3.2008 I 426,

§ 59 Verwaltungsvorschriften, Anlage 1 (zu § 1 Abs. 4) Begriffsbestimmungen, 1.3, Wesentliche Teile von Schußwaffen, Schalldämpfer

Wesentliche Teile von Schußwaffen und Schalldämpfer stehen, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist, den Schußwaffen gleich, für die sie bestimmt sind. Dies gilt auch dann, wenn sie mit anderen Gegenständen verbunden sind und die Gebrauchsfähigkeit als Waffenteil nicht beeinträchtigt ist oder mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen wiederhergestellt werden kann. Teile von Kriegswaffen im Sinne des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. November 1990 (BGBl. I S. 2506), zuletzt geändert durch Artikel 24 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407), die nicht vom Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen erfaßt und nachstehend als wesentliche Teile aufgeführt sind, sowie Schalldämpfer zu derartigen Waffen werden von diesem Gesetz erfaßt;

Wesentliche Teile sind

1.3.4 bei Kurzwaffen auch das Griffstück oder sonstige Waffenteile, soweit sie für die Aufnahme des Auslösemechanismus bestimmt sind. Als wesentliche Teile gelten auch vorgearbeitete wesentliche Teile von Schußwaffen sowie Teile/Reststücke von Läufen und Laufrohlingen, wenn sie mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen fertiggestellt werden können. Schalldämpfer sind Vorrichtungen, die der wesentlichen Dämpfung des Mündungsknalls dienen und für Schußwaffen bestimmt sind;

Die Legaldefinition des „Schalldämpfers“ im WaffG

„Schalldämpfer sind Vorrichtungen, die der wesentlichen Dämpfung des Mündungsknalls dienen und für Schußwaffen bestimmt sind;“

läßt, wenn auf die Dämpfung abgestellt wird, leider beliebige Auffassungen und Auslegungen zu, ist aber, wenn auf die Bestimmung abgestellt wird, ganz eindeutig.

Üblicherweise kennzeichnende Merkmale eines Schalldämpfers, siehe auch hier, wie Lamellen, Gummiblenden, Stahlwolle oder ähnliches fehlen beim „Feuerschlucker“ ganz. Lediglich die äußere Erscheinung und Anbringung könnte den Eindruck eines „Schalldämpfers“ erwecken.

Die Bestimmung des Feuerschluckers ist Mündungsfeuer zu schlucken, damit die Nachtjäger nicht vom Feuerschein geblendet werde und das Wild nach dem Treffer beobachten gut könne.

Die Dämpfung des Feuerschluckers, hier nicht des Feuers, sondern des Mündungsknalles (Schall), verhält sich so: Sachlich wird ein seitlich vom Lauf stehender Bebachter bei Abfeuern einer herkömmlichen Voere LBW Jagdbüchse einen leiseren Knall vernehmen, als nur mit dem Sonderlauf mit den Auspuffbohrungen vor der Mündung. Die Büchse so zu verwenden ist aber sinnlos! Ein ebenso seitlich der Mündung stehender Beobachter wird mit vollständigem Feuerschlucker einen leiseren Knall, als mit dem halben Feuerschlucker, vernehmen. Ob die Schallerhöhung durch die Auspuffbohrungen ohne Mantel und die Schalldämpfung der Erhöhung mit Mantel wesentlich ist, kann nicht gesagt werden, das physikalische Meßvorschriften zum Gesetz fehlen. Die muß der Gesetzgeber aber vorsehen, wenn die Schalldämpferlegaldefinition eindeutig sein soll. So bleibt die Definition beliebig.

Zur Kennzeichnung eines Schalldämpfers ist das Gesetz hingegen vollkommen eindeutig, nämlich

„Wesentliche Teile von Schußwaffen und Schalldämpfer stehen, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist, den Schußwaffen gleich, für die sie bestimmt sind.“

Der Sonderlauf mit den Auspuffbohrungen ist sowohl wesentlicher Teil der Waffe und des Feuerschluckers, schon jetzt beschuß- und kennzeichnungspflichtig. Der Mantel müßte, wenn man den dann als Schalldämpfer ansehen würde, ebenfalls mit der Waffennummer gekennzeichnet werden müssen. Damit wäre dessen Bestimmung eindeutig zuzuordnen.

Den Erwerb und Gebrauch eines Schalldämpfers regelt das Gesetz mit der vorigen Gleichstellung ebenso klar. Für Schalldämpfer gelten dieselben Regeln, wie für die Waffen, für die sie bestimmt sind, oder, wie im Falle des „Feuerschluckers“, dessen Teil sie sind. Der Jäger erwirbt Jagdlangwaffen, ebenso wie dafür bestimmte Schalldämpfer auf Jagdschein. Sie werden in seine grüne Waffenbesitzkarte eingetragen. Sofern der „Feuerschlucker“ als Waffenbestandteil als Schalldämpfer angesehen werden würde, ergäbe sich bei der Eintragung in die WBK, Waffenhandelsbücher, usw., eine Änderung als in diesem Falle statt „Reptierbüchse“ bei „Art“ nur „schallgedämpfte Reptierbüchse“. Ein gesonderter Eintrag entfällt, da es sich bei dem „Feuerschlucker“ nicht um ein gesondertes Bauteil handelt, sondern um eine eingebaute, nicht zu entfernende Eigenschaft der Büchse.

Der Feuerschlucker soll in finnischer Nacht sein Güte zeigen.

Ob diese Elchtarnung etwas nützen wird?

Kein Halten beim Einkaufen im Rostocker Hafen vor der Seereise nach Finnland

Die 6,5x47 Lapua KJG Patrone vor dem Feuerschlucker in finnischer Nacht vor geschlossener Glasluke

Der Feuerschlucker mit 6,5x47 Lapua KJG Patrone in finnischer Nacht auf die Futtertonne gerichtet

Der Feuerschlucker wurde im Werk versuchweise geschossen. Ein erste Ausführung zerlegte sich. Daher wurde die Zeit knapp und das Gerät ging unversucht und ungewohnt Finnland zu seinem ersten Einsatz.

Der starke Hirsch, der im Dunkel über Schnee zunächst erschien, entwischte unbeschossen, weil ich die Luke vorn nicht gänzlich geräuschlos öffnete. Schade. Er war zu vorsichtig. Ich war erst zu ungeschickt und dann zu langsam.

Kugelschlag

auf 50 m!

Später erschien ein einzelnes Tier im Dunkeln hinter der Tonne. Ich beobachtet es eine lange Weile ganz still. Kein Kalb zeigte sich. So schoß ich dann auf 50 m die 6,5x47 Lapua KJG auf das Tier. Mündungsfeuer erschien nicht. Das war geschluckt. Ich war nicht geblendet, konnte so ungestört weiter in die nordische Winternacht blicken.

Der Feuerschlucker enthält eine Bremse. Daher stößt er so gut wie gar nicht zurück, ein wahres Kindergewehr! Da kein Rückstoß den Brennpunkt verschob, konnte ich durch das mir ungewohnte 50er Glas das Geschehen in der Nacht durch den Schuß weiter scharf beobachten, durch das Zielfernrohr alles ganz genau sehen.

Ich vernahm auf 50 m deutlich Kugelschlag. Bei knapp 1.000 m/s v0 ist das eine ganz besondere Beobachtung! Sonst maskiert der laute Büchsenknall den Kugelschlag in der Nähe. Sonst vernimmt der Jäger Kugelschlag erst auf weit größere Entfernung, bei schnellen Geschossen oft erst über 100 m Entfernung. Mit dem Feuerschlucker ist das ganz anders. da hört und sieht man was man tu und dann geschieht. So auch hier.

Das Tier zeichnete rannte sofort nach links, Richtung offenes Gelände. Nach vielleicht 30 m kam ihm das wohl dumm vor. Jedenfalls wendet es und rannt nun nach rechts in den Wald. Ich konnte die gesamte Flucht bis in den Wald gut beobachten.

Pirsch

Als ich dem getroffenen Tier folgen wollte, fielen mir die in wohl 300 m Entfernung schräg links vor der Waldkante spielenden und auch äsenden Weißwedel ein. Für ein Schuß in der Dunkelheit mit dem Billigleihglas auf der Waffe waren die für eine sicheren Schuß zu weit weg gewesen. Ich glaste dahin - und - sie waren noch da. Der Feuerschluckerschuß hatte sie nicht verscheucht. Ein gutes Zeichen, meinte ich! So pirschte ich die dann an.

Mein Tier war mir ja sicher, denn ich hatte ja den Kugelschlag auf 50 m deutlich vernommen. Sagenhaft!

Der feuchte Schnee knirschte nicht, sondern dämpfte die Geräusche. Loden ist sowieso leise. Ich kam bis auf etwa 100 m ran, nach genug zu beobachten, noch etwas weit für einen stehend freihändigen nächtlichen Schuß mit mäßigem Glas. Dann klingelte das Funktelefon und meine Werksatt teilte mir fröhlich mit, die Winterreifen seien nun aufgezogen, ich könne den Wagen abholen - in Deutschland, aber ich war in Finnland. Tja, so geht's. Ich war schlauer und die bepirschten Weißwedel auch, die sich im Gespräch fortgeschlichen hatten. Die Pirsch war zu Ende.

Nachsuche

So ging dem toten Tier nach. DenAnschuß abzulichten habe ich entweder verbaselt, oder ich kam mittendrin auf die Schweißfährte. Hier folgen Bilder der Schweißfährte vor dem Wald (im Dunklen mit 1 LED-Taschenlampe verfolgt und mit Sony Ericsson K810 i Cybershot Handykamera geknipst.

Meine Ausrüstung: 1 €uro | Jagdmesser | Nachsuchenlampe | Handykamera

Der Schweiß war nicht so ganz wunderbar hellrot, wie man ihn sich allgemein wünscht

Genug Schweiß war jedenfalls da, um nicht von der Fluchtfährte abkommen zu können

Hier stellte die Kamera nicht scharf

Hier ist die Fährt de stürzenden Tieres deutlich im Schnee zu erkennen.

Am Waldrand stellte ich die Nachsuche vorläufig ein und rief Hilfe mit einer richtigen Lampe. Die kam alsbald. Wir folgten der im schneearmen Wald dennoch gut sichtbaren Fährte, müdeten das noch lebende kranke Tier auf. Außerhalb des Waldes, 5 m vor der Kanzel trug ich ihm im starken Lampenlicht stehend freihändig auf 25 m den Fangschuß an und schon lag es da.

Hier liegt das große Tier, im Kreis durch den Wald geflüchtet, reif für die Bergung genau neben der Kanzel an der Zufahrt.

Würdigung

Warum ich das Tier zu tief und zu weit hinten traf, will ich hier nicht erörtern.

Jedenfalls vernahm ich bei diesem tiefen Weichschuß, trotz kurzer 50 m Nähe den Kugelschlag dank des Feuerschluckers von keinem lauten Knall maskiert, deutlich und sah ohne Rückstoß durch den Schuß scharf das Tier zeichnen und verfolgte die Flucht.

Anschließend konnte ich in finnischer Winternacht lächerlicher ausgerüstet die Fluchtfährte aufnehmen. Im schneearmen Wald war dann doch bessere Ausrüstung angesagt. Das von der 6,5x47 Lapua KJG nur weich getroffne Tier kam nach 1 Stunde Ruhe binnen weniger als 300 m Gesamtfluchtstrecke (im Kreis) mit Fangschuß zur Strecke und liegt nun zerwirkt in meiner Kühltruhe. Weihnachten werde ich mich dem guten Wildpret mit Gästen wieder widmen.

Der Feuerschlucker hat damit sein Feuertaufe erfolgreich bestanden. Er bietet jedermann die Möglichkeit nachts von Feuer und Knall nicht unnötig gestört angenehm zu jagen. Dabei bietet der auch auf nahe Entfernungen, z.B. an der Saukirrung, deutlich vernehmbare Kugelschlag neben der sichtbaren Beobachtung durch das mangels Rückstoß ungerückte Zielfernrohr, die hörbare Bestätigung zu dem scharf Gesehenen. Heller Ton = Kammer, dunkler Ton = Weichschuß, harter Ton = großer Knochen.

Ausblick

Hören und Sehen wird dem Jäger mit dem Feuerschlucker nachts, anders als bei herkömmlichen Krachern, nicht mehr vergehen. Das ist die frohe Kunde (lar. Evangelium) zu Weihnachten 2008.

Wie schon in Hochschlaghumbug geschrieben ist der Feuerschlucker nachts dunkel, leise und stößt nicht, läßt den Kugelschlag auch an Kirrungsentfernungen vernehmen, aber in Stahl leider zu schwer für zarte Mägdchen.

Die Wahl der beiden Jungjäger fiel
links auf eine große .375" H&H mit 9,5 mm hdp-Bremse und rechts auf eine Schön kleine Merkel KR1 in 8x57IS

Die Wahl war kein Zufall. Uli mag keine schweren Waffen. Das hängt mit ihre Größe und Masse zusammen.

Büffelbüchse 9,3x64 für Heym SR20G ohne Bremse
wie in ♣ 9,3x64 Afrika 2005Büffel Afrika 2008Büffel Australien 2008

Für den noch ungeübten Karl stieß die leichte Pirschwaffe mit dem kleinen Glas, die ich (wie eine Luftgewehr, finde ich) so gern führe, zu stark. Zum Angewöhnen überlebte er erst den leisen und (fast gänzlich) rückstoßfreien Feuerschlucker, die Schön kleine Merkel KR1 in 8x57IS, die sich Uli gleich schnappte, und den ersten Schuß der Büffelbüchse. Als er unter Beobachtung auf dem Schießstand den zweiten Schuß abgab, muckte er bereits heftig. Sofort nahm ich ihm die Waffe aus der Hand und befahl Schluß. Schließlich sollen die Jungen mit Freuden lernen, nicht sauer gekocht werden. Die nächste greifbare sanfte Waffe war eben die große .375" H&H mit 9,5 mm hdp-Bremse. So ist das.

Ich kann das rechnen. Die Kinder fühlen das.

Karl schoß mit dem .375" Kracher mit seinem ersten Schuß auf Wild damit nachts in "Funland" = Finnland ein Kalb, zwar schlecht getroffen, weil er herzklopfend aufgeregt war, aber immerhin so getroffen, daß es mit Nachsuche zu Strecke kam.

Kohlefaser

Hallo Herr Möller,

gibt es Leser Ihres Netzplatzes die Erfahrung mit Carbon-Ummantelten Christensen/Shilen-Läufen sammeln konnten? Deren Seite gibt außer gelungenen Bildern nicht wirklich viel her. Preise sind keine zu finden.

LM: Für Remingtonbüchsen viel zu teuer!

Die Bremse sieht verdächtig nach hdp aus, die Waffen machen insgesamt einen ziemlich guten Eindruck. Das scheint mir ein ziemlich geniales Konzept zu sein, die Mischung aus Leichtbau und Unempfindlichkeit finde ich sehr ansprechend. Aber wer will schon die Katze im Sack kaufen, auch wenn sie aus Carbon ist.

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr, allen Mitjägern Weidmannsheil und immer Schweiß und Schnitthaar am Anschuß, Ihr Stefan Simm, Montag, 22. Dezember 2008 16:49

Tag Herr Simm,

der Feuerschlucker aus Stahl in 6,5x47 Lapua war nur ein kleiner, erster Anfangsversuch. Als nächstes wird die leichtere Kohlfaserausführung, die auch zarte Mägdelein leicht führen mögen, bald folgen.

Da Krach und Rückstoß für sorgloses Schießen ohne zu mucken hinreichend gebändigt werden, gibt es keinen Grund mehr auf die deutsche Magnum 8x68S oder ähnliche gute Hochleistungspatronen für schnelle, flache weite Schüsse und geringsten Vorhaltewinkel bei der Drückjagd auf hochflüchtiges zu verzichten.

Ziel ist eine leichte, angenehme Büchse mit überagenden Leistungen. Also ein Waffe die aufgrund ihre Vorteile aus dem Wettbewerb ähnlich wie das Lutz Möller Geschoß hervorragt, siehe dazu dessen Wettbwerbsvergleich.

Ich will hier nichts weiter gegen Christensen sagen und Lesererfahrungen wie bisher auch gern weitergeben, aber schon jetzt ist klar, niemand sonst wird die Feuerschluckervorteile in Kohlefaser bieten können. Vielleicht warten Sie noch mit der Anschaffung, statt einmal unbeherrscht schnell und später gekonnt richtig einzukaufen.

Damit sich nach diesem Feuerschluckeraufsatz von dem Weichschuß nicht Anschein festsetze ich könnte vielleicht nicht schießen und treffen, werden ich später unter Vorhaltewinkel Zeugnisse einer Drückjagd auf weite pfeilschnell Hirsche bringen, die zeigen, warum ein Geschoß schnell sein muß, sehr schnell - um genau zu sein.

Bis dahin mit Waidmanns Heil, Lutz Möller 22. Dezember 2008,

Die Geschichte des Feuerschluckers

Nicht nur für die Nacht !

Hallo Herr Möller,

der Kauf eines solchen Kohlfasermantellaufes liegt in der Ferne. Gerade weil ich nur einmal kaufen will, wende ich mich mit dieser Frage an die Mitleser Ihrer Seite und an Sie. Ein Lauf in 8x68 soll es, für meine aus bekannten Gründen von Ihnen nicht geliebte R93, werden.

In der Tat ist der Feuerschlucker ein bemerkenswertes Werkzeug für die Nachtjagd. Auf die weitere Entwicklung bin ich sehr gespannt!

Mit weihnachtlichem Gruß, Stefan Simm, Dienstag, 23. Dezember 2008 09:45

Tag Herr Simm,

vor vielen Jahren stört mich der Rückstoß meiner 8x68S. Daher sah ich mir einige Rückstoßbremsen an, das es halt so gab, las das Rheinmetallhandbuch und entwarf mein ersten eigene gasdynamischen Rückstoßbremsen, sowohl mit Schlitz als auch mit Loch, zunächst als seitenblasende Doppelreihenbremse. Siehe folgende alte Bilder

uralte seitenblasenden 8x68S Doppelreihenbremse schräg

8x68S Krico 700 L mit Bremse schießt sich sanft wie eine ungebremste 5,6x50 Magnum

Deren damaliger Erstentwurf wird als 9,3 mm Kornsockelbremse immer noch gebaut und erfolgreich eingesetzt:

2008, Jahre später, die 9,3 mm Kornsockelbremse (ohne Korn im Prisma)

Das die hochdynamischen Stoßvorgänge schwer zu rechnen sind, muß unbedingt geprüft werden. Zunächst sah ich mir mit Werner Mehl die Mündungswolken näher an.

Wirkungslose Schlitzbremse von oben

Wirkungslose Schlitzbremse

Wirkungsvolle Doppelreihenbremse, mein erster gelungener Entwurf, noch heute gültig!

Nachfolgender Seitenbläserentwurf für die 8,5x64 wirkte zwar gut, war aber viel zu lang

Die erste hdp Bremse für die 8,5x64 wirkte zwar gut war aber noch viel zu lang

Hier sind die Größen verglichen: links uralt, mitte Feuerdämpfer G3 und 9,3x62, rechts 8 mm hdp und 9,3 mm hdp

Meinen neuen Entwürfe 8 mm hdp und 9,3 mm hdp zeigten Rückstoßimpulmessungen beste Wirkung. So schön die Rückstoßbremsen aber bremsen, so lästig bleibt der Krach. Weniger laut sind zwar reine Feuerdämpfer wie auf dem Bild oben in der Mitte, einmal vom G3 meiner Dienstzeit vor 38 Jahren und dann für einen nächtlichen Saupirscher für seine sind 9,3x62 im Jahre 2007. aber die bremsen den Rückstoß nicht. Beide Vorteile zu verbinden mußte etwas Neues ersonnen werden. Das war die Wunderdose, ein teilummantelte 9,3 mm hdp

„Wunderdose“

Drückjagd im Frauenwald 2005 mit der „Wunderdose“

Drückjagd im Frauenwald 2005 mit der „Wunderdose“

Die Wunderdose tat zwar, was sie sollte, nämlich Rückstoß und Feuer zu dämpfen, aber noch nicht ganz, wie gewünscht. Er folgende Entwurf war die Feuerschlucker, inzwischen in der 6. Ausführung für die LM-105 Läufe für das Sako TRG 42

2008: oben DK6 361 mm lang, 690g Masse, verlängert Lauf um 64 mm | mittig DK5 | unten 8 mm hdp Rückstoßbremse

Schon lange her: Feuerschlucker 3 auf 8x68S aus R93 . . .

. . . bei Schallmessungem mit geeichtem Gerät. Sie dazu auch die Schalldrücke

Laserschweißnaht an Dunkler Kraft 6

Die verschiedenen gasdynamischen Geräte erfüllen zwar ihren jeweiligen Zweck, aber sind weder schön noch tun sie alles. Die hdp Bremsen sind die derzeit beste Lösung zur Rückstoßdämpfung, wenn Wirksamkeit, Größe, Masse und Kosten als Maßstab angelegt werden. Die Dunklen Kräfte schlucken zwar auch das Feuer, aber sind häßlich, vorn am Lauf zu schwer, damit unhandlich und so nicht gerade elegant. Der Feuerschlucker ist eine um den Lauf als tragendes Teil gebaute dunkle Kraft mit im Lauf eingebauter Rückstoßbremse. Aus Stahl ist er noch zu schwer.

Es muß also eine andere Lösung gefunden werden. Das G-06 bekam den ersten, allerdings runden, Feuerschlucker aus Kohlfaser:

G-06 Feuerschlucker aus Kohlefaser

Reinhard Schwarz steuerte den entscheidenden Gedanken bei, keinen runden, sondern einen gefällig schmalen Feuerschlucker zu bauen. Der wird demnächst fertig. Dann werden wir wieder messen.

Das Ziel

Am Ende der Entwicklung soll ein leichte, wohlausgewogene ( = führige ) Waffe stehen, die Hochleistungspatronen wie 8x68S oder 9,3x64 ohne lästige Nebenwirkung verschießt, so daß der Schütze nicht muckt, mit geringstem Vorhaltewinkel flüchtiges Wild sauber trifft, auch in der Nähe an der Kirrung den Kugelschlag hört, dabei scharf durch den Schuß sieht, folglich ruhig abzeiht und das Geschehen mit zwei Sinnen verfolgen kann.

Dem Schützen sollen eben nicht von Blitz, Ruck und Krach Hören und Sehen vergehen, sondern die Sinne sollen geschont und benutzt werden. Das ist der Sinn. Dabei soll das Ganze leicht bleiben. Wenn das geschafft sein wird, gibt es für jeden Jäger einen neune Grund sich ein Gewehr zu kaufen. Laßt also noch einwenig Platz in den Schränken.

Ich gebe zu - Ein bißchen klingt das wie Weichnachten. Soll es auch, damit ein Wunsch erweckt wird. Die Schön Bescherung wird allerdings noch auf sich warten lassen. Wir arbeiten daran ☼

Frohe Weihnacht 2008, Lutz Möller

Kohle kaputt

Carbonfeuerdämpfer

Hallo Herr Möller,

nachdem ich auf Ihrem Netzplatz gelesen habe, daß Sie mit Karbon für Ihren Feuerschlucker arbeiten wollen, möchte ich Ihnen die anliegenden Bilder über einen fehlgeschlagenen Versuch eines Karbonfeuerdämpfers zukommen lassen. Vielleicht können Sie ja einen Nutzen daraus ziehen.

Es handelt sich um Karbonmaterial wie es in der Luft- und Raumfahrttechnik verwendet wird. Es wurde auf einer Edelstahlmuffe aufgebracht und gebacken. Die Bohrungen wurden anschließend mit einem Spezialbohrer angebracht (Durchmesser 28 mm, Bohrungen 4 mm). Bereits nach den ersten Schüssen begann das Material zu delaminieren. Die Bilder zeigen den Zustand nach 15 Schüssen .220 Swift . Einen Versuch mit einer Rückstoßsbremse, diesmal mit einer dünnen Metallauskleidung, habe ich zwar geplant aber noch nicht begonnen.

Viele Grüße und ein Frohes Neues Jahr 2009, Krähenjörgl, Dienstag, 30. Dezember 2008 14:44

PS: Da ich annehme, daß Sie meine Zuschrift veröffentlichen werden, bitte ich mein Pseudonym statt meines vollen Namens zu verwenden.

Vielen Dank.

Kohlefaser II

soll den Schwerpunkt verbessern

Feuerschlucker auf Laufgestalt von hinten

Feuerschluckermündung

Demnächst wird geschossen und dann, wenn er hält, gemessen.

Kohlfaser II war zu dünn. Lies auch Schalldruck

Schallmessungen II

in der Landschaft

Um festzustellen, wie sich unbewehrte Waffen von solchen mit dem Feuerschlucker und der Dunklen Kraft unterscheiden mußte gemessen werden. Ein geeichtes und kalibriertes Meßgerät war da. Dabei wurde Spitzenwerte nicht normgerecht nach C-Bewertung entweder mit 125 ms Anstiegszeit gemessen (F wie fast) oder I wie Impuls mit 35 m Anstiegszeit. Für Schußknalle ist auch das ein zu langsame = mittelnde Messung. Man müßte ein Gerät mit 1 ms Anstiegszeit oder kleiner haben, um annähernd die wahren Verhältnisse erfassen zu können. Das muß bei der folgenden Erörterung berücksichtigt werden.

Aufstieg

Ich sehe rot! Sie sieht . . .

Landschaft

Landschaft II

Landschaft III

Luftraum

Schlammeindrücke

Ziel

Als grundsätzliche Schallausbreitungsregel mit Lp Schallpegel, Lw Quellpegel, Di Richtwertmaß, K0 Raumwinkelmaß, Ds Ausbreitungsmaß und weiteren Dämpfungsmaßen Dx aus anderen Gründen gilt mit s = Entfernung für die Einheitskugel mit 1 m² Oberfläche bei s0 = 0,282 m für den

Schallpegel am Meßort Lp = Lw + Di + K0 - (Ds + Summe Dx).

Das Raumwinkelmaß K0 = 10 • log (4 • p/W ), hier in den Halbraum 2 p, beträgt auf der Erde +3 dB.

Die Ausbreitungsdämpfung Ds = 20 • log (s/s0) wird auf auf 1 m Abstand s0 bezogen, aber der Quellpegel auf die Einheitskugel mit 1m² Oberfläche zu 0,282 m Radius. So muß bei Kugelwelle die Abstandsdämpfung = 20 • log (s/s0) + 11 dB berücksichtigt werden.

Die Einheitskugeloberfläche vom Radius r = 1, 10 • log (4 • p• r²) = - 11 dB gilt nur für erdeferne Messungen in der freien Luft. Wir messen aber über schallhartem Grund in 1,6 m Höhe. Auf 10 m betrachtet ist das fast eine Halbkugel.

So gilt für den Quellpegel Lw = Lp - Di - K0 + (Ds + Summe Dx) - 11 dB

Für 10 m Abstand gilt mit Lw = Lp - 0 - 3 + 31 - 11 oder Lp + 17 dB

Das Meßgerät hatte einen oberen Bereich von 65 - 135 dB, mit 0,2 dB Linearität bis 130 dB. Also mußten wir uns von der Schallquelle entfernen, um die zuträglichen Schalldrücke nicht zu überschreiten. Statt auf einer 1 m² Kugeloberfläche um die Mündung in etwa 1,6 m Höhe zu messen, bewegte ich das Meßgerät 10 m weiter, jeweils 20° neben Schußrichtung, rechtwinklig dazu und rückwärts am rechten Schützenohr in gewisser anderer Entfernung von der Mündung.

In 0,282 m Entfernung mißt die Kugeloberfläche 4 • p • r² gerade ein Quadratmeter. In 10 m Entfernung Meßentfernung rechne ich bei der Halbkugel mit dem genäherten Abstandsmaß Ds10 zu 11 dB. Wir maßen in 10 m und am linken Ohr mit Ds0,82 = -1,7 dB

7,65 mm Pistole

Walther PPK 7,65 mm Auto

Meßgerät, hier für Spitzenwertmessung nach C-Kurve im oberen Bereich Impuls (35 ms) eingerichtet

Die Pistole hat ein kleines Öffnungsverhältnis und einen kurzen Lauf. Der Schalldruck steigt sicherlich schnell an und fällt steil wieder ab. Ohne Mikrophon und Speicheroszillograph ist da nichts zu machen. Über die Zeit mittelnde, integrierende Meßgeräte, wie das vorliegende können die wahren Verhältnisse nicht richtig darstellen. Die 125 ms Anstiegzeit nach der Meßmethode F = Fast obwohl normgerecht) ist viel zu langsam. Auch die 35 ms der Methode I = Impuls sind für die vermuteten 1 - 2 ms der Schalldauer der Pistole zu langsam. Das zeigt sich in den unterschiedlichen Werten. Mit Ds0,82 = 9,271 dB und DS10 = 31 dB ergeben sich von den in angegebener Entfernung gemessen Werten die auf 1 m² Kugeloberfläche normierten Schalldruckpegel, wenn das Ohr 0,82 m von der Mündung ist.

Abstand Winkel offen Abstand offen
10 m 20° 121,5 0,282 m 138,5
90° 112,7 129,7
0,82 m Ohr 126,0 124,3

I, 35 ms

Abstand Winkel offen Abstand offen
10 m 20° 116,3 0,282 m 133,3
90° 107,6 124,6
0,82 m Ohr 122,2 120,5

F, 125 ms

6,5x 47 Büchse

50 cm Lauf, Mündung 1 m vom Ohr, Rechnung wie bei Pistole.

Der Feuerschlucker auf Grundlage der Voere LBW

Abstand Winkel Feuerschlucker offen Abstand Feuerschlucker offen Dämpfung
10 m 20° 127,0 128,2 0,282 m 144,0 145,2 1,2
90° 107,5 123,4 124,5 140,4 15,9
Ohr 170° 124,9 126,5 124,9 126,5 1,6

I, 35 ms

Abstand Winkel Feuerschlucker Bremse Abstand Feuerschlucker Bremse Dämpfung
10 m 20° 122,5 123,9 0,282 m 139,5 140,9 1,4
90° 106,8 118,0 133,8 140,0 11,2
Ohr 170° 121,4 122,7 138,4 1,3 1,3

F, 125 ms

Polardiagramm

Die 6,5x47 Büchse als Feuerschlucker strahlt sowohl mit offener Bremse als auch feuerschluckend bauartbedingt bevorzugt nach vorn an. Das unterscheidet Sie von den anderen hier betrachteten Versuchswaffen. Aus drei Meßpunkten unterschiedlicher Entfernung 1,6 m über Grund kann nicht auf die Quellschalleistung und deren Dämpfung durch den Feuerschlucker geschlossen werden. Ein arithmetisches Mittel von vorn, seitlich und hinten zu ziehen geht auch nicht. Folgende Darstellung von Mehrfach-rund-um-Messungen einer .22 Hornet von K.-W.Hirsch (Danke für die Daten!) stellt die Richstrahlverhältnisse der kleinsten von Jägern benutzten Zentralfeuergewehrpatrone dar.

Der Vergleich zeigt, die 6,5x47 Büchse als Feuerschlucker knallt im Feld wie ein Hornet. Während die eingebute Bremse die seitliche Schallabstrahlung erhöht, gleichzeitig aber die vordere und hintere senkt, ändert der Feuerschlucker das so geänderte Verhalten wieder. Da die im Lauf eingebaute Bremse nicht abzunehmende Bremse eingebaut ist, kann der Feuerschluckers unmögliche gegen die offene, unbewehrten Mündung ist unmöglich. Die Bremse ist ja da. Die Dämpfung bezeiht sich also nur auf Bremse gegen Feuerschlucker. Zusammenfassend übersteigt der mit F normgerecht in in 90° (Quell) Schalldruckpegel auf der Einheitskugel mit 133,8 db (C) nicht den für den gewerblichen Bereich höchstzulässigen Grenzwert 137 dB(A). Die mit der C-Bewertung angegeben Werte liegen noch über den mit A-Bewertung anzugebenden, aber der Unterschied ist bei den Höhen Pegeln nicht mehr groß.

Damit darf der Feuerschlucker von gewerblichen Jägern in Europa benutzt werden. Hurrah: Das Entwicklungsziel ist nachgewiesen erreicht.

7,62x51 Büchse

52 cm Lauf, Mündung 105 cm vom Ohr oder 0,4 dB

Feuerschlucker mit Schußpflaster auf der Mündung

Feuerschlucker DK im Anschlag

Ohrmessung bei 105 m Abstand von der Mündung gebietet die Pegel für 1 m Bezug um 0,4 dB zu erhöhen

Abstand Winkel DK offen Abstand DK offen Dämpfung
10 m 20° 127,2 128,4 0,282 m 144,4 145,2 1,2
90° 113,2 120,2 130,2 137,2 7
1,05 m Ohr 124,5 126,4 124,9 126,8 1,9

I, 35 ms

Abstand Winkel DK offen Abstand DK offen Dämpfung
10 m 20° 122,8 124,8 0,282 m 139,8 141,8 2
90° 107,8 114,9 124,8 134,9 7,1
1,05 m Ohr 119,2 123,0 119,6 123,4 3,8

F, 125 ms

.308" Win. TMR (sehr lautes Geschoß) vor Laufmündung mit M15x1 Feingewinde

Der Feuerschlucker dunkle Kraft kann den sehr lauten Geschoßknall der aerodynamisch sehr ungünstigen bleiernen Rundkopfgeschossen nicht beeinflussen.

Stuhl

In 10 m Abstand 20° vor der Mündung in 1,6 m Höhe gemessen sind der harte Mündungs- und Geschoßknall mit oder ohne DK vom Gehör nicht zu unterscheiden. Auch eine so ausgerüstete 7,62x51 Waffe unterschreitet bei 90° den Schallpegelgrenzwert für gewerblichen Waffengebrauch, ist dabei leiser als die 6,5x47 Büchse als Feuerschlucker.

7,62x63 Büchse

Aufzeichnungsblattbeginn

7,62 hdp-Bremse

Ohrmessung bei 1,08 m von der Mündung gebietet für 1 m Abstand den Pegel um 0,7 dB zu erhöhen

Abstand Winkel DK offen hdp-Bremse Abstand DK offen hdp-Bremse Brems-
dämpfung
DK-
Dämpfung
10 m 20° - 129,5 126,9 0,282 m - 146,5 143,9 2,6 -
90° 110,5 122,5 128,7 137,5 139,5 145,7 - 6,2 12
1,08 m Ohr 122,2 126,8 128,7 122,9 127,5 129,4 1,9 4,6

I, 35 ms

Abstand Winkel DK offen hdp-Bremse Abstand DK offen hdp-Bremse Brems-
dämpfung
DK-
Dämpfung
10 m 20° - 124,9 122,9 0,282 m - 141,9 139,9 2,0 -
90° 106,3 118,2 - 123,3 135,2 - - 11,9
1,08 m Ohr 116,9 126,8 123,1 117,6 127,5 123,8 3,7 9,9

F, 125 ms

Die letzten F Messungen oder Aufzeichnung .30-06 KJG sind lückenhaft und erschienen widersinnig. Vielleicht war die Aufmerksamkeit schon dahin. Die Zahlen soll man also nicht so ernst nehmen!

Wertung und Ausblick

Helfer im Schlamm

werden noch geschrieben werden. Zunächst danke ich meinen freundlichen und kundigen Helfern mit der ruhigen Hand für ihre Dienste an der Sache und Hilf für mich. Ohne eure Hilfe wären die Messungen und folgende Erkenntnisse nicht möglich gewesen. Seid versichert, damit werden nachfolgende Geräte verbessert werden.

Dem Wild verborgen zu bleiben

Jeder, der einmal eine Büchse mit Rückstoßbremse geschossen hat, weiß, wie angenehm weich die Waffen dann schießen, daß die Bremse die Waffe nach dem Schuß wieder vor zieht, daß und man so wieder scharf durch das Zielfernrohr beobachten kann, sieht, wie das getroffene Wild zeichnet und was dann geschieht. Das wollen wir wissen. Außerdem mindern die hdp-Bremsen den Feuerschein. Meine Bremsen drehen Schall von vorn zu Seite. Das heißt, erstens schallen die Waffen nach vorn hörbar leiser und zweitens zu Seite deutlich lauter. Stellt euch mal in 10 m in 20° = 3,64 m mit Gehörschutz seitlich vor eine Waffe mit und ohne einer hdp-Bremse und laßt einen Freund an euch vorbeischießen. Dann hört ihr das. Der Schall verteilt sich mit hdp-Bremse in die Breite. Neben richtiger Zielwahl und der erforderlichen Schießfertigkeit, den dazugehörigen Treffer nicht nur wissentlich und willentlich anzutragen sondern tatsächlich auch zu erzielen, muß der Jäger dem Wild auch verborgen bleiben, damit es nicht flüchtet, sondern stehen bleibt. Bei nahen Schüssen unter 100 m gelingt das nur schwer, bei weiten Schüssen über 200 m fast immer. Der Segen einer hdp-Rückstoßbremse ist nun den Schall so in die Breite zu verteilen, daß das Wild den Schall mehrheitlich über breit verteilten Widerhall wahrnimmt, also nicht ortsgenau, sondern breit verwaschen. Das ist die Tarnung für den Schützen, die er braucht, damit das nicht so ferne Wild nach dem Schuß nicht rennt.

Die eigenen Ohren zu schonen

Die Schalldrehung guter gasdynamischer Rückstoßbremsen bleibt dem Schützen, wenn er den Abzug zieht, nun nicht verborgen. Des von vorn zur Seite verlagerten Schalles wegen, drückt auch mehr Schall auf das Schützenohr. Ganz arg trifft es Begleiter, die neben der Waffe stehen. Denen klingeln dann nach dem Schuß die der Bremse zugewandten Ohren. Das ist für die nicht nur unangenehm sondern auch ungesund! Die kleine Walter PPK in 7,65 mm knallt am Ohr so bei 125 dB(C) mit 125 ms oder oder 122 dB (C) bei 35 ms. Das knallt zwar, aber das läßt sich gelegentlich, wie auf der Jagd, auch ohne Gehörschutz aushalten. Ziel sollte also sein Büchsen so auszurüsten, das die nicht wesentlich lauter sind.

+ 3 dB sind nur im Vergleich wahrzunehmen

+ 6 dB sind deutlich wahrzunehmen

+ 10 dB werden als Schallverdoppelung empfunden

Diese 125 dB Schallpegel stellen für viel Menschen die Schmerzgrenze dar. Warum soll man Sie überschreiten?

Keine Flüsterbüchse

Schalldämpfer kennen die meisten Menschen nur aus Filmen. Die Filme wiederum gaukeln uns vor, was das Drehbuch befiehlt, aber nicht, was die Wahrheit gebietet. Außerdem werden in Filmen meisten Pistolen mit Unterschallmunition gezeigt, aber keine Büchsen mit Hochleistungsüberschallmunition, wie sie der Jäger braucht. die vom Film erzeugt Wirklichkeit hat mit den Tatsachen nichts gemein. Sie ist und bleibt Phantasie.

Der Feuerschlucker ist eine eingebaute lauflange Feuerschlucker, während die Feuerschlucker ein Nachrüstteil ist. Die olle Büchse an der Laufmündung mag wie ein Schalldämpfer aussehen, sie ist es aber nicht. Gute Schalldämpfer dämpfen den Mündungsknall um 20 dB (entsprich 90 % geschluckter Schalleistung). Feuerschlucker und Feuerschlucker liegen weit darunter, in Mündungsrichtung ist ein Unterschied < 3 dB nicht wahrnehmbar, am Schützenohr sind die Änderung von 1,9 - 9,9 dB nicht wahrnehmbar bis deutlich. Zur Seite ändert sich der Schall von deutlich bis mehr als halbiert. Aber gerade zu Seite knallen die Bremsen ja besonders stark. Deshalb ist eine Rückstoßbremse in einen Feuerschlucker oder Feuerschlucker einzubauen wohl angesagt, nämlich um die seitliche Knallumlenkung wieder einzufangen. Genau das tun die.

Jagdwaffen für Hochleistungspatronen mit Überschallgeschossen von 3 - 4-facher Schallgeschwindigkeit sind nie leise. Das Geschoß verursacht einen erheblichen Überschallknall. Schweizer Untersuchen zu 300 m Schießständen für Ordonnanzwaffen mit windschlüpfigen kleinkalibrigen Geschossen aus der 5,6 x45 mm NATO mit Schalldämpfern, die den Knall an der Mündung um 20 dB = 90% dämpfen zeigten auf 300 m Bahnen in der Entfernung vom Gesamtschall nur 11 dB Dämpfung. Auf deutsch gesagt nützt ein teurer Schalldämpfer bei jagdlichen Überschallgeschossen nur die Hälfte (10 dB Dämpfung werden Schallhalbierung empfunden). Für Überschallgeschosse aus jagdlichen Hochleistungsbüchsen den Mündungsknall besonders gut zu dämpfen schont zwar die Ohren des Schützen versteckt ihn aber nicht für den weit entfernten Beobachter. Des Geschoßknalles wegen gibt es keine jagdlichen Flüsterbüchsen.

Der Sinn

Der Sinn all meiner Bemühungen Feuerschein, Schalldruck und Rückstoß zu mindern ist nicht den Jäger mit seiner Büchse unsichtbar und unhörbar zu verstecken. Das wäre blödsinniger Kintopp! Babelsberg und Hollywood lassen grüßen. Das geht tatsächlich auch nicht. Heutige unbewehrte Büchsen knallen so laut, daß der Schalldruck gesundheitsschädlich ist. Die Europäische Richtlinie in diesem Bereich fordert lediglich Schall ab 100 Pa Schalldruck (137 dB) an der Quelle zu dämpfen. Ab 140 dB Schalldruck schädigt jedes EINZELNE Schallereignis die Hörfähigkeit. di Richtlinie fordert als nur das Mindeste nicht krank zu werden! Kein bißchen mehr. Geräusche zu 125 dB Schalldruck am Ohr empfinden die meisten Menschen als schmerzhaft. Meine Forderung die eigenen Ohren zu schonen, sprich Waffen so bauen, oder auszurüsten, daß auf keinen Fall die Gesundheit des Schützen geschädigt wird soll ja wohl selbstverständlich sein; der Wunsch mit 125 dB Schallpegel unter der Schmerzgrenze zu bleiben auch.

Ich möchte als die Waffen soweit zähmen, daß Sie weder gesundheitsschädlich, noch schmerzhaft sind; im übrigen nicht nur für den Knall, sondern auch für den Rückstoß. Die Rückstoßenergie ist in manchen Ländern Auswahlbedingung für Scharfschützengewehre. Vor einigen Jahren waren 25 Joule die kanadische Grenze für deren neu anzuschaffendes WSG.

Die Entwicklungen, die ich vorantreibe, soll also keine heimliche Flüsterbüchse schaffen, mit der böse Buben dem Reviernachbarn unerkannt die kapitalen Hirsch wegschießen können, sondern den Knall von Hochleistungsbüchsen auf ein erträgliches, nicht gesundheitsschädliches, schmerzfreies Maß herabmildern, wie die unbewehrte lütte .22" Hornet Schonzeitpatrone für Raubzeug oder die sanfte Walther PPK in 7,65 mm Auto zur Fallenjagd. Di knallen immer noch so laut, daß man die kilometerweit vernimmt.

Der Bundestag als unser deutscher Gesetzgeber möge sich also, was Schalldämpfer angeht, für Jäger entspannen und vor allem das Waffengesetz dazu genauer fassen, indem er eine Meßvorschrift angegebe werde und physikalisch einwandfrei greifbar Meßwerte vorschreibe. Alles andere, wie heute, ist rechtsfremd, weil damit der Willkür Raum geboten wird.

Ich würde mitwirken eine sinnvolle, vernünftige, ausführbare Reglung zu fassen. Die heutige ist das leider nicht - schade.

Lutz Möller Montag, den 2. März 2009,

Beinahe Jagdunfall mit Voere LBW, Freitag, den 13. März 2009

Beobachtungen

Hallo Herr Möller,

meinen Feuerschlucker habe ich nicht gemessen, entsprechende Apparaturen habe ich nicht im Zugriff. Subjektiv: Entfall Mündungsknall, der Überschallknall je nach Umständen:

laut z. B. Geschoß waagerecht abgefeuert kann weit fliegen und der Knall wird durch einen in Schußrichtung liegenden Wald zurückgeworfen

leise z. B. von der Kanzel auf ein 60 m entferntes Wild geschossen.

Wichtig für mich ist, was so an Krach entsteht, ist sehr gut zu zu ertragen, zudem gibt es kaum Rückschlag und kein Feuer. Beschossenes Wild flüchtet weit weniger, da weniger Fluchtreflex ausgelöst wird. Auch ist die Fluchtrichtung eher eine zufällige und nicht wie sonst immer von der Laufmündung weg.

Gruß, B. S., Donnerstag, 12. März 2009

Was ist ein Schalldämpfer?

Hallo Herr Möller,

zum Begriff Schalldämpfer habe ich Ihnen einen Auszug aus dem Buch „Waffenrecht - Handbuch für die Praxis“ beigefügt (lesen Sie ab Randnummer 133), in dem auf eine „sensitiv deutlich hörbare Schallminderung“ abgestellt wird. Andererseits wird aber auch nicht allein aus dem Vorliegen einer schallmindernden Eigenschaft eine Einstufung als Schalldämpfer angenommen, wenn der wesentliche Zweck eine Rückstoßminderung oder Dämpfung des Mündungsfeuers darstellt.

Vielleicht hilft Ihnen das bei der Einschätzung ob Ihr Feuerschlucker als Schalldämpfer anzusehen ist, oder sagt Ihnen zumindest, in welche Richtung Sie gegebenenfalls argumentieren müßten um eine solche Einstufung zu vermeiden. Die Rechtswissenschaft ist nun mal - anders als die Physik - keine exakte Wissenschaft, es gilt der zwanglose Zwang des besseren Arguments!

LM: Der Gesetzgeber hat beider Festlegung sich unbestimmt ausgedrückt. Also kann jeder sagen, was er will. Da Schalldämpfer Waffen gleichgestellt sind ist das Weitere aber eher unstrittig.

Waidmannsheil, PHK, Mittwoch, 25. März 2009 23:44

Ortung nach Gehör

Hallo Herr Möller,

Lage: Blaser R93 Professional mit kanneliertem Matchlauf im Kal. 6,5x55SE.

Die von Ihnen erhaltene hdp-Rückstoßbremse bremst hervorragend. Ich möchte die Bremswirkung nicht mehr vermissen. Leider ist der Geschoßknall so laut, daß ohne Gehörschutz nicht geschossen werden sollte. Bei jagdlichem Einsatz bin ich trotz sehr gutem elektronischem Gehörschutzes in der Sinneswahrnehmung eingeschränkt, sprich die Ortung über das Gehör ist behindert.

LM: Das ist nicht gut.

Deshalb könnte ich mir vorstellen auf die DK5 umzurüsten.

LM: Dann würden Sie auch ohne Gehörschutz ganz entspannt schießen; insbesondere nachts ohne Feuerschein.

Trotz fleißigem Lesen Ihrer sehr dichten Seiten sind noch Fragen offen. Wie von Ihnen für meine Lage empfohlen (Rehwildrevier mit Sauen als Wechselwild) bin ich sehr zufrieden. Mit sauberem Schuß auf breitstehendes Wild, knapp hinters Blatt wirkt das Lutz Möller KJG wie beschrieben zuverlässig, bislang auf 30 St. Rehwild und 10 Sauen, Fluchtfährte nicht weiter als 30 m, immer Ausschuß und Schweiß, Schweiß versiegt manchmal bei Sauen ( 6,5 ergibt kleines Loch, das von Lungenstückchen verschlossen werden kann).

Doch nun zu meinen Fragen: Kann die DK5 an einen ~ 22 mm Ø kannelierten Matchlauf angebaut werden?

LM: Nein. Der Ø ist ~ 22 zu groß und die Kannelierung stört.

Wie groß ist der Unterschied in der Rückstoßminderung gegenüber der HDP-Bremse?

LM: Das haben wir noch nicht gemessen. Ich fasse Ihre Frage mal als Anregung auf.

Ist eine Verschlechterung der Schußleistung gegenüber der HDP-Bremse möglich?

LM: Nein!

(Momentan schießt die Waffe mit Lutz Möller KJG Loch in Loch)

LM: Wie erfreulich. Dann müssen Sie ein guter Schütz sein! Schicken Sie doch bitte mal ein Schußbild von der Zielscheibe.

Auf Ihrem Demo-Video HDP. DK meinte ich erkannt zu haben , daß die DK ziemlich nachschwingt. Ist das tatsächlich so?

LM: Nein.

Im voraus Vielen Dank für die Entwicklung des Lutz Möller KJG und die Beantwortung der Fragen.

Ihnen und Ihrer Familie ein Frohes Osterfest

LM: Danke und desgleichen zurück!

H. Baur, Donnerstag, 9. April 2009 11:59

Abgaswind

Sehr geehrter Herr Möller,

nach Reinigung des Laufes und vorbereitendem Ölschuß auf das Lutz Möller KJG umzuschießen war schnell erledigt. Mit hdp-Bremse schoß die KJG-Munition 8 cm hoch und 4 cm links, danach umzurichten war also schnell erledigt. Schußbilder gibt es ja schon genug auf Ihrer Seite. Was soll da noch ein Kleeblatt auf der elektronischen Anzeige bringen. Künftige Beute werde ich aber festhalten und berichten.

LM: Danke. Dafür habe ich immer Platz!

Danach folgte der erste Schießkino-Besuch mit Rückstoßbremse, hier folgt ein kurzer Bericht. So macht schießen richtig Spaß, kein Feuerschein, kaum noch Rückstoß. Exzellent!

LM: Sag ich ja!

Nur die seitlichen Kameraden haben sich, wenn ich zu schießen dran war, ob des lauten Knalles und des starken Seitenwindes , immer drei Meter zurückgezogen.

LM: ☺!

Der eine oder andere Waidgenosse mag nun überlegen ob er sich eine Bremse anschafft.

LM: Haben Sie die denn mal schießen lassen? Den Unterschied muß man selbst an der Schulter erlebt haben. Worte wirken weniger als zu Fühlen und zu empfinden.

Seit Tagen gibt es keine Neuigkeiten mehr auf Ihrer Seite, sie unterbrechen sozusagen die Wissenmehrung auf "Möllipedia". Urlaub? Krankheit?

LM: Spiekeroog.

Bei Krankheit gute Besserung, ansonsten frohe Ostern!

LM: Danke, auch frohe Ostern ☼♪

Mit freundlichen Grüßen, Stefan Simm, Donnerstag, 9. April 2009 15:15

Mehr Schwein mit Feuerschlucker

H. Baur berichtete in „Dank Feuerschlucker“ sein Erfolge bei de Saujagd stiegen. Ich fragte ihn wie. Nun, er sagte zunächst, die offenen hdp-Bremsen würden zwar wunderbar den störenden Rückstoß schlucken, aber der Krach auf's Ohr sei nicht auszuhalten. Einmal habe er auf beim Schießen ohne Gehörschutz auf einem Ohr einen halben Tag kaum etwas mehr hören können und ein anderes Mal aus einer Kanzel auf beiden Ohren einen ganzen Tag. Das wolle er nicht. Gehörschützer, auch allerbeste elektronische, gäben ihm nicht die notwendig Ortung um anwechselnde Sauen vor dem Austreten wissen zu können. Er jage im Wald und wenn die Sauen über die Schneise wechselten, bliebe ihm für einen Schuß nur wenig Zeit. Daher müsse er vorher hören, woher sie kämen und wo die austreten würden. Das könne er mit nackten Ohr ohne Weiteres, aber mit Gehörschutz nicht. Deshalb verzichte er nun auf die laute Bremse und bevorzug den Feuerschlucker, der den Mündungsknall nicht wie die Bremsen zum Schützenohr leitet und alle andere Vorteile der Bremse und weiter böte.

Neben dem bekannten Vorteil in der Dämmerung oder nachts auf Sauen an der Kirrung durch das Feuer scharf sehen zu können und so zu erkennen, wie die Getroffen zeichneten, erwähnte er noch zwei weitere Vorteile, die mir gar nicht so bewußt waren, nämlich daß bei der Jagd mit dem Feuerschlucker die Tier nicht gut erkennen könnten, woher der Schuß käme, weil der sonst üblich Feuerball fehle und deshalb seltener mach dem ersten Schuß absprängen, so daß er noch eine weitere Sau strecken könne, auch, und das ist mir neu, daß beider Jagd mit dem Feuerschlucker die Rotten früher wiederkämen.

Früher, als er noch mit offenem Rohr und Nosler Partition Geschossen ansaß, hätten die getroffen Sauen bei Knochentreffern oft geklagt, selbst wenn die Sauen mit guten Treffern am Platz liegen blieben, und die Rotten seien in Folge oft zwei Wochen lang nicht mehr an der gewissen Kirrung erschienen.

Heute, mit Feuerschlucker und Lutz Möller KJG könne er genauer treffen und tiefer wirken die Sauen aus meist um die dreißig Meter Entfernung mit Kopfschuß erlegen, bei dem die Getroffen nie klagen würden und die Sauen immer am Platz fielen, aber vor allem die nicht getroffen andern Sauen der Rotte weniger gestört würde und früher wieder zur Kirrung kämen. So sein Bericht.

Vermutlich hätte er es dann gern wie an dieser estischen Saukirrung (an der allerdings nie gejagt, nur gefilmt wurde).

Lutz Möller Sonntag, den 15. August 2010,

Das alte Pfund

Lieber Herr Möller,

ich habe den Feuerschlucker seit einiger Zeit auf der Agenda, jedoch nochmals Nachwuchs bekommen und somit andere Prioritäten.

LM: Wie schön!

Was ist? Raten Sie eher zur Bremse?

LM: da Sie noch keinen Feuerschlucker haben ist gar nichts.

Kaliber war .300 Win Mag. Geschosse „alter“ Bauart habe ich noch und dank Elternzeit, ab nächster Woche auch Zeit, mich des Sache anzunehmen.

Seid Erlangung eines Drilling vom verstorbenen Jagdfreund, nutze ich die Waffe nur noch selten, m möchte daher auch nicht mehr unnötig investieren, jedoch stehen die Rehe bei meinen Eltern in Löcknitz/McPomm und Umgebung schon mal was weiter und dafür war es gedacht.

Mit freundlichen Grüßen aus Mönchengladbach und ein Schöns Wochenende

Axel Schmidt áka malesiam, Samstag, 14. August 2010 15:39

Moin Herr Schmidt,

eine Unannehmlichkeit der alten, stählernen Feuerschlucker nach Art der Dunklen Kraft sind das Pfund Masse, das jede ausgewogenen Waffe kopflastig werden läst, so daß alle Führigkeit verloren geht. Ein weiterer Nachteil der alten, stählernen  ist der langsame Anbau.

Unsere Zukunft erfordert zündende Gedanken!

Immer wieder fragten mich Jäger, ob einen Feuerschlucker zügig an- und abzubauen möglich sei. Das lies mir keine Ruhe. So werde ich demnächst einen neuen, leichten Feuerschlucker vorstellen. Bis auf die Bremse wird er sich auch leicht abnehmen lassen, so daß sich die Waffe wahlweise, z. B. zur Drückjagd, auch ohne mitführen läßt. Manchem ist das auch auf Reisen ins Ausland lieber.

Lutz Möller den 15. August 2010

Krach in Duisburg

Hallo Lutz,

da ich weiß das Du viel um die Ohren hast halte ich mich kurz. Deine Kupferbatzen nutze ich natürlich immer noch und ausschließlich.

LM: Danke!

Mich stört nur der ungeheure Krach beim Schießen und deshalb würde ich gern mal eine Waffe mit Feuerschlucker schießen und hören wollen. Ist das möglich und wenn ja dann wo?

Lieben Gruß aus Duisburg, Jürgen Herrschaft, Donnerstag, 19. August 2010 19:21

Moin Jürgen,

ich veröffentlich das mal und bitt Jäger mit Feuerschlucker aus der Duisburger Nähe, die Jürgen helfen wollen, sich bei mir zu melden. Ich würde das dann privat weiterleiten.

Gruß Lutz

Neubau

Hallo Herr Möller,

seit geraumer Zeit bin ich stiller Mitleser Ihrer Seiten. Faszinierend welche Informationsflut sich angesammelt hat. Schön ist auch, daß man immer wieder neue Beiträge findet. Kompliment!

LM: Danke!

Der Jagdschein geistert mir seit vier Jahren durch den Kopf. Jetzt habe ich mich endlich angemeldet. Die Liebe zur Natur war schon immer gegeben. Im Oktober geht es los. Ich bin mal gespannt ob die Dozenten Ihrer Meinung über Geschosse und Ballistik folgen oder ob sie die „traditionellen .30-06er“ Anhänger sind.

LM: Die beste Patrone ist nichts wert, wenn die nicht anständig geführt wird. Der Steuermann bestimmt den Kurs. Gerat ist weit weniger wichtig, als der Mann, der es nutzt! Auf de Ausbildung, Übung und mit der Zeit Erfahrung  kommt es an, nicht auf den Geldbeutel!

Meine Wahl für die erste Patrone steht schon fest. 6,5*68. Rasant und präzise und vor allem beherrschbar.

LM: Schon mal geschossen?

Natürlich mit ihren Lutz Möller KJG. Ich denke, nach dem Studium Ihrer Seiten, bewege ich mich damit auf einem sicheren Pfad für alle heimischen Wälder. Da für mich der sichere Umgang mit Waffen das absolute A und O habe ich bereits vor einigen Jahren beschlossen als Sportschütze den perfekten Umgang mit Waffen zu erlernen und mit besagter auch zu treffen. Schließlich ist es der Pappscheibe egal wo Sie getroffen wird, im Gegensatz zum lebenden Wild. Nach Erlangung von WBK übe ich eifrig um später möglichst sicher den waidgerechten Schuß anbringen zu können.

LM: Dazu müssen Sie die Tier von innen kenne lernen.

Ich werde mich zeitnah mit meinem BüMa in Verbindung setzen. „Er soll mir mal was Schöns bauen“. Ich liebe, etwas anderes zu benutzen, als der Rest der Welt. Deshalb soll es etwas Eigenes sein. Meine Anliegen lauten wie folgt: Würden Sie mich bitte bzgl. Ihres Feuerschluckers auf dem Laufenden halten. Den könnte ich mir gut an der „Neuen“ vorstellen.

LM: Beachten Sie dazu bitte die Neuigkeiten auf meinem Netzplatz!

Ist nach der Trennung von B. der Bezug über Sie möglich?

LM: Wie schon oben angekündigt sind die veralteten eisernen Feuerschlucker zu schwer. Daher werde ich demnächst leichtere bauen. Die wird sonst niemand haben.

Über den Knopf „KJG-Kauf“ wird man übrigens immer noch auf die Seite von B. geleitet!

LM: Nun nicht mehr.

Gibt es konkrete Daten, die ich meinem BüMa vor dem Bau der neuen Waffe mitteilen sollte, wenn ich damit ihre Lutz Möller KJG verschießen möchte. ( Lauflänge 65cm, System?, Abzug ?)

LM: 65 cm Lauf, 12 mm langes M15x1 Gewinde an der Mündung. System nach Wahl, aber mit hinrechend langem Magazin. Flintenabzug.

mit wissensbegierigen Grüßen, Bastian Kramer, Westerwald, Donnerstag, 26. August 2010 16:37

Leichter Feuerschlucker

Hallo Herr Möller,

mich stört ein wenig der Durchmesser des bisherigen Feuerschluckers in 50 mm Ø und dessen wuchtiger Anmutung. Welche Maße wird der neue leichte Feuerschlucker haben? Kann nicht gerade in 6,5x55 SE der gesamte Durchmesser geringer ausfallen? Wie die super schlanke hdp - Bremse für eine K95 in 6,5 mm mit entsprechend schlankerem Mantel.

LM: Sieh weiter unten . . .

Wer ist, wird die neue Anlaufstelle für den leichten Feuerschlucker und fertige Lutz Möller KJG-Munition?

LM: Lutz Möller GmbH.

Bitte nur anonymisiert auf dem Netzplatz veröffentlichen.

Danke. Gruß & WHL, S.W., Montag, 30. August 2010 22:33

Surfire Schalldämpfer

Moin Herr S.W.,

mit Ihre Auffassung, die wuchtigen Eisendinger seien im Durchmesser zu groß, stehen Sie nicht allein. Obwohl ich amerikanischen Vorbildern ungern nacheifere, sehe ich mir sehr wohl an, was die Jungs da drüben tun und schaffen. Da gibt es älter und neuere Bericht.

Die amerikanische Schalldämpferuntersuchung von 1968 des Frankford Arsenals liegt mir vor.

Recht gut finde ich den Ansatz der Surefire Suppressors, deren Rückstoßbremse und ihre Hülle zu teilen:

Surefire Schalldämpfer an Remington MSR 

Surefire Schalldämpfer an "Shady Lady"

"Shady Lady" ohne Surefire Schalldämpferhülle mit enthaltener Rückstoßbremse

"Shady Lady" ohne Surefire Schalldämpferhülle mit enthaltener Rückstoßbremse

Surefire Rückstoßbremse des zugehörigen Schalldämpfers an Lapua TRG-42, seitlich

Surefire Rückstoßbremse des zugehörigen Schalldämpfers an Lapua TRG-42, von vorn

Surefire Rückstoßbremse des zugehörigen Schalldämpfers an Lapua TRG-42, von unten

Surefire Rückstoßbremse des zugehörigen Schalldämpfers an Lapua TRG-42, noch mal von unten

Surfire verkauft die patentierten Eisendinger in Mengen für 2000 $ an die amerikanische Armee. Ich finde, die plündern die aus! Das ist doch kein Verkauf mehr, sondern Raub! Wir man sieht, schießt Erik ohne jeden Gehörschutz, und zwar .338 Norma Magnum und .338 Lapua Magnum, also immerhin 5 - 6 g Pulver. Meine amerikanischen Freunde beider Armee schießen alle mit „Dose", wie man dort die "Surefire Suppressors" knapp umschreibend nennt.

Nicht unmittelbar sehen kann man, die Surefire-Dosen ragen etwa je zur Hälfte über die am Lauf befestigte Rückstoßbremse nach hinten und die andere Hälfte nach vorn. Surefire-Dosen verlängern die Waffen also um gut (oder sollte ich besser„schlecht“ sagen) 15 cm nach vorn. In der Kanzel ist das eine zu große Länge, oder?

Bei mir ist das anders:

In Feuerschlucker -Anbau steht:

Der Feuerschlucker 5 verlängert die Waffe ab Mündung um 60 mm nach vorn, umschließt den Lauf ab Mündung 190 mm nach hinten, durchmißt 50 mm und wiegt 539 Gramm. Er verlangt ein 12 mm langes M 15x1 Feingewinde. Die Stopfbuchse paßt jeder mechanische Betriebe mit einer Drehbank an den jeweiligen Lauf an. Siehe Bremsenanbau.“

Zwischen meinen alten, eisernen Feuerschluckern (Dunkle Kraft Art) und den Surefire-Dose dosen bestehen wesentlich Unterschiede

  Surefire
Dose
Eiserner
Feuerschlucker
Länge über Lauf  > 15 cm 6 cm
Durchmesser ~ 4 cm 5 cm
Bauart zweiteilig einteilig
Dämpfung hoch mäßig
Schalldämpfer ja nein
Preis sehr hoch mäßig

Feuerschluckerzukunft

Ohne nun die militärische Surefiredose nachbauen, gilt hier für Jäger dennoch günstige Merkmale zu übernehmen. Allerdings müssen wie immer gewünschte, gute Eigenschaften und verbundene, nachteilige Nebenwirkungen gegeneinander ausgeglichen werden. Wir haben es hier aber einfacher als die Amerikaner, weil wir keine Soldaten sind, die auch Sturmgewehre mit Reihenfeuer schießen, sondern Jäger, die gelegentlich mal einen Schuß auf Wild abgeben oder auch mal zwei der drei auf ein Rotte Sauen bei der Drückjagd, oder Kalb und Tier, aber ganz gewiß kein Dauerfeuer aus Maschinenwaffen brauchen. Daher stellt Hitzefestigkeit, deretwegen die Dosen aus Stahl sind, für unsere jagdlichen Feuerschlucker nur ein untergeordnete, zu vernachlässigende Forderung dar.

Wie schon am G6 gezeigt, ist Stahl nicht der einzig mögliche Werkstoff für Feuerschlucker, Duraluminium oder Faserverbünde bieten sich heutzutage ebenso an. Damit läßt sich das unerträglich Höhe Stahlgewicht nämlich ein ganzes Pfund, halbieren. 

Wieviel Überstand?

Eine offene Frag bleibt, wie weit der neue, leichte Feuerschlucker über die Gewehrmündung überstehen darf. Je weiter er übersteht, desto dünner kann ich die ganze Angelegenheit bauen. Ich bitte also um Zuschriften, wieviel Zentimeter Überstand noch zu ertragen wäre.

Waidmannsheil, Lutz Möller Dienstag, den 31. August 2010,

Kranke Kiste

Moin Herr Möller,

ich überlegen, die montierte HDP-Bremse gegen einen Feuerschlucker zu tauschen. Grund: Der . 300" WM Lauf mißt 510 mm. Die Bremse arbeitet vorzüglich, macht aber einen höllischen Krawall.

Erste und entscheidende Frage „Reichen 205 mm vom Gewindebund bis zum Handschaft aus um einen F-S zu anzubauen ?“

LM: Eisen siehe Bremsenanbau, Verbundfaser ja.

Zweite Frage „Wie groß ist der Außendurchmesser des F-S, um eine Vorstellung für das Aussehen zu bekommen?“

LM: Eisen 5 cm, Verbundfaser 4 cm!

Dritte Frage „Kann der Außendurchmesser individuell gefertigt werden, um den F-S optisch schlank zu halten?“

LM: Nur wenn Geld keine Rolle spielt. Wenn Sie aber nach dem Preis fragen müssen, nicht!

Ich hoffe, meine Fragen nerven Sie nicht zu sehr. Vielen Dank im voraus!

LM: Ich frage dagegen Wieviel Überstand darf sein? Das muß ich wissen

Gruß aus Stendal, Rainer Huth, Freitag, 3. September 2010 22:00

10 bis 12 cm Überstand i. O.

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen zum F-S.

Ein Überstand von 10-12 cm sind i.O..

R. H., Samstag, 4. September 2010 21:11

Danke Herr Hut,

aber wie sehen das meine anderen Leser, die sich ebenfalls nachts nicht von zu viel Krach, Blitz und Ruck belästigen lassen wollen und zudem auch im Schuß scharf durch Ihre Nachtglas sehen wollen. Ich bitt um weiter Zuschriften!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

sicher wird derjenige, bei dem die LL der Waffe 600 mm und mehr beträgt, nicht noch einen Überstand von 10 -12 cm haben wollen. Ich gehe bei diesem Überstand von dem 51 cm Lauf meiner Waffe aus.

R. H.

Feuerschluckerüberlänge

Hallo Lutz,

meine Vorstellung von der Überlänge liegen auch ganz beruhigt bei 10 - 12 cm. Lieber etwas schmaler ( mein Laufdurchmesser 19 mm und Lauflänge 56 cm ). Ich meine auf die Gesamtlänge kommt es an, nämlich Lauflänge, Länge vom Systemkasten und Schaftlänge. Frage zur rechtlichen Beurteilung: Auf der Seite Deines Ex-Partners in Sachen Munition ist im Moment der Hinweis, daß die Erlaubnisfreiheit des Feuerschluckers geprüft wird. Muß man sich jetzt Sorgen machen?

Gruß und Waidmannsheil, F. W. aus Berlin, Brandenburg, Montag, 6. September 2010 12:47

Moin F. W.,

ja klar bestimmt u. a. die Gesamtlänge einer Waffe die Führigkeit. Bei kürzeren Läufen kann man sich für den Feuerschlucker mehr Überstand als bei langen Läufen leisten. Zu rechtlichen Lage der Feuerschlucker ist zu sagen. Wenn Sie keine Schalldämpfer sind sind sie erlaubnisfrei. Wären sie Schalldämpfer, müßte der Hersteller eine Herstellungsgenehmigung (die der nicht hat), haben und der Jäger erwirbt - die den Waffe gleichgestellten  Schalldämpfer für lange Jagdwaffe auf Jagdschein. Schalldämpfer sind keine wesentlichen Teile, werden also auch einzeln verkauft nicht einzeln numeriert und unterliegen nicht der Beschußpflicht. Für den Jäger ist die Frage also Wurst. Allerdings könnte man aus der Gleichstellung schließen, ein SD müßte in Nummer haben, in den Waffenbücher geführt werden und  in die WBK eingetragen werden. Das Gesetz schweigt sich dazu aus. Urteile kenn ich dazu nicht.  Frag doch mal, wie Deine Waffenbehörde da sieht und berichte.

Gruß Lutz

Je kürzer desto besser

Hallo Herr Möller,

zur Feuerschluckerüberlänge meine ich, je kürzer desto besser sollte der richtige Weg sein.

Nichts ist lästiger als während eines nächtlichen Ansitzes mit einer überlangen Büchse auf der Kanzel durch ein schmales Fenster zu hantieren, ohne irgendwo anzustoßen.

LM: Ja, ich verstehe.

Zudem könnte ich mir vorstellen, durch eine größere Überlänge könnte aufgrund des längeren Belastungshebels bei dünneren Läufen eine größere Mündungsbelastung  als bei kürzeren Feuerschluckern entstehen. Dies könnte vielleicht , bedingt durch die stärkere Laufneigung zu ungünstigeren Schwingungsverhältnissen bzw. außenballistischen Eigenschaften führen.

Aber vielleicht irre ich da auch. Sie sind der Fachmann.

LM: Daran zu denken ist vollkommen richtig. Siehe auch Gewehrlauf.

Beste Grüße, HM, Montag, 6. September 2010 19:01

Abnehmbare Hülle

Weidmannsheil Herr Möller,

für Stummelläufe spielt der Überstand der neuen DK eine nachrangige Rolle. Für alle Läufe ab 60 cm Länge sind wohl 8 cm, eher aber 5 cm Überstand anzustreben. 4 cm Durchmesser und 250g Gewicht, abnehmbare Hülle: ich bin gespannt! Wenn der Preis stimmt, steige ich von meiner geschätzten Bremse auf die neue DK um.

LM: Warum wünschen Sie eine abnehmbare Hülle?

Grüße aus dem Leinetal, Stefan Simm Donnerstag, 9. September 2010 19:43

Wegen der Traditionalisten auf den Gesellschaftsjagden!

Neue Feuerschluckermaße

alter Feuerschlucker mit KJG Patronen

Alter eiserner Heinrich DK5 hinter .280 British, 6,5x47 Lapua, 6,5x68, 8x68S, 9,3x74R und flugrostiger 8 mm hdp Bremse

Moin Herr Möller,

mein Wunsch ist, verlängern Sie den neuen FS von der jetzigen Abmessung 2 cm nach vorn und 2 cm nach hinten, halten dafür den Außendurchmesser so schlank wie möglich. Erleichtern Sie, wenn möglich, die Masse um 250 g. Eine abnehmbare Hülle wie beim Surefire Schalldämpfer muß nicht sein. Ich meine einteilig wäre besser, denn da kann nichts verloren gehen und beim An- bzw. Abbau nichts verbiegen oder wie auch immer geschehen! Ich möchte mich NACHTS bei Büchsenlicht! nicht von zu viel Krach, Blitz und Ruck belästigen lassen und zudem auch im Schuß scharf durch mein Nachtglas sehen können. Ich nehme nachts nicht an einer Gesellschaftsjagd teil! Insofern ist mir da das Aussehen nebensächlich.

Waidmannsheil, R.H., Samstag, 11. September 2010 12:05

Mündungsknalldämpfung

Hallo Herr Möller,

zu meiner Anfrage noch Folgendes:

in der Wild und Hund 1/2012 wurde ein Aufsatz bezüglich „Mündungsdämpfer“ gebracht.

LM: Den kenne ich nicht. Bitte senden Sie mir den zu.

Darin wurden auch Lärmmessungen aufgeführt. Demnach hat eine .308 in 90° und einem Meter Abstand vom rechten Ohr ein Wert v. 100 dB gemessen. Das erscheint mir sehr wenig, wenn man davon ausgeht, daß wissenschaftliche Messungen v. Prof. Ing. Ulrich Kurze aus Planegg bei München, einen dB-Wert von 140 - 144 bei der .308 erbrachten.

LM: 140 - 144 Schalldruckpegel bezogen auf 20 mPa durch 1 m² Kugeloberfläche erscheinen mir wahrscheinlicher.

Kann es sein, daß hier der Meßort eine Rolle spielt?

LM: Das tut er in jedem Falle, siehe Polardiagramm. Lesen Sie auch diese Seite ganz von Anbeginn.

Evtl. wurden die Werte von Prof. Kurze direkt auf Mündungsebene und querab ermittelt?

LM: Das kann nur er sagen. Wie erreiche ich ihn?

Haben Sie hierzu Messwerte vorliegen?

LM: Ja, auf dieser Seite.

Soweit ich es zur Zeit beurteilen kann, haben die 8 x 57 | 7 x 57 | 6,5 x 57 Munitionen den niedrigsten dB-Wert.

LM: Die Schallenergie bei Büchsen bestimmen im wesentlichen Pulvermenge, Bohrung und Lauflänge.

Alle Munitionen mit Mündungsgeschwindigkeiten über 900 m/s und mehr haben einen höheren dB-Wert.

LM: Der Schütze aber hört den Überschallknall des ich von ihm entfernen Geschosses unmittelbar nicht, allenthalben von Hindernissen mitelbar rückgestrahlt

Über eine Antwort würde ich mich freuen!

Mit Gruß und eine gute Zeit, Josef Haslinger, Freitag, 20. Januar 2012 16:52