Bockdrilling

mehrläufige Kipplaufwaffe mit zwei Büchsläufen

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lies auf Raubzeug

Guten Tag Herr Möller,

Wie von Ihnen gewünscht, ein Bild des Blaser Bockdrillings Kal. 6,5x65 R /.22 Hornet/ 20/76 Schrot. Da ich das 6,5er Kaliber sehr gern jagdlich einsetze, habe ich mir kurz nach dem RWS die 6,5x65R herausgebrachte, einen Drilling in dem Kal. gekauft. Mit der Patrone bin ich absolut zufrieden. Schußleistung und Wirkung sind hervorragend!

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil.
Harald Beier, Mittwoch, 20. Juli 2005 22:43

Bockdrilling BD 880

.243" Win. auf 6,5x65 R Änderung


Sehr geehrter Herr Möller,

Glückwunsch zu den fachlichen Aussagen auf Ihrer Seite. Gerade zur „Frischbelüftung“ grüner Schädel finde ich Sie sehr geeignet und sehr hilfreich in Sachen Aufbrechen kritikresistent verfestigter ballistischer Paradigmen. Da ich als Ausbilder an einer Jagdschule tätig bin will ich meine grünen Lehrlinge in Zukunft zum Zwecke og. Kopfbelüftung mal fleißig auf Ihre Seite scheuchen!

Zuvor aber plagt mich selbst eine Frage die ich gern an Sie los werden möchte: Ist es technisch möglich, den .243 Win Mag-Lauf eines Blaser Bockdrilling BD 880 auf 6,5x65 R umzuarbeiten? Und was dürfte so etwas ~ kosten? Das würde - im Falle der Möglichkeit - einer solch feinen Waffe die Fortsetzung ihrer Kümmerexistenz als unbenutzter Platzhalter im Schrank ersparen ...

Freundlichen Gruß, Stefan Walch, Freitag, 10. Februar 2006 09:18

Moin Herr Walch,

danke für die Blumen. Da Gute zu bewahren und sich darin wohlzufühlen ist die eine Seite. Wir deutschen Jäger haben ein lange gute Geschichte und unser grundgebundenes Jagsystem führt mit langen Pachtzeiten zu nachhaltiger Nutzung, artenreichem und gesundem Wild, an dem sich jeder seit erfreut, nicht nur Jäger, sondern auch das sonstige Volk. Bei der Technik hingegen sind seit Erfindung des rauchlosen Nitropulvers einige im Kopf noch nicht in der modernen Zeit angekommen und beten immer noch Lehren der Schwarzpulver-und-Blei-Zeit her, weil sie sich Ziel- und "> Wundwirkung bei den neuen Geschwindigkeiten und Werkstoffen nicht vorstellen können, vom Wirkungsquerschnitt ganz zu schweigen. Das betrifft nicht nur Jäger, Polizei und Militär sind nicht viel besser, obwohl die Mittel haben, sich zu bilden. Aber wenn der Kopf neue Erkenntnisse nicht will, kann man wenig tun als auf die biologische Erneuerung der Kopfe zu hoffen, sprich daß die Alten aussterben und Jungen Platz machen. Insofern kommt der Jungjägerausbildung große Bedeutung zu und ich freu mich, meine Seite als Hilfsmittel empfohlen zu wissen.

Ich bin kein BüMA und kann Ihnen zu Preisen nichts sagen.Zunächst fragen Sie bitt den Hersteller Blaser. Der sollt am Besten wissen, was zu tun wäre. Ansonsten empfehle ich einen Spezialisten für Kipplaufwaffen, Lutz Lorberg in Freiburg im Breisgau, der das kann. A

Aber was ist eine .243" Win Mag. Die kenne ich nicht. Da ist wohl ein ungehöriges Mag herangewachsen, oder? Grundsätzlich können Laufbündel in der Wärme aufgelöst werden, indem man das Lot in der Flamme schmilzt. Dan kann ein anderer Lauf eingelötet werden. Andernfalls kann der vorhandene Lauf aufgezogen werden. Leider gibt es kaum noch Handwerker die das tun. Ich weiß in Deutschland und Finnland jeweils nur von einem.

Aber nehmen Sie doch einfach das Lutz Möller KJG. Die .243" Win. 6 mm KJG Munition bietet ihnen bei 221 m GEE und 245 m ± 5 cm Reichweite einen dreiviertel Meter Fleisch- und eine handbreit Knochenleistung. Damit können Sie hier jedes Tier waidgerecht erlegen. Zwar gibt es in Deutschland für Hochwild ein Kaliberbeschränkung, aber Erupa ist groß und Wild gibt es überall. Die Österreicher kommen mit 6 mm KJG auf Hochwild gut zurecht. Ich weiß ja nicht, wo Sie sitzen.

Bitte halten Sie mich bezüglich der Antworten von Blaser und Lutz Lorberg auf dem Laufenden. Ich möchte die Antworten hier bei Bockdrilling einfügen. Lutz Lorberg bemerkte am Telefon, die .243" Win ließe sich nicht auf 6,5x65R aufziehen, weil das .243" Win Patronelager an der Schulter dicker als die 6,5x65 R Patrone in dem Bereich sein. Insofern kommt nur eine Umgarnierung in Frage, die etwa 1.500 € kosten würde. Den Lauf aufzureiben wäre billiger. Die zur .243W Win. nahehezu gleiche .308" Win. Hülse ist aber eine Patrone die ich nicht im Drilling haben möchte. Billiger wär's und 6,5 mm hat Sie auch. Was werden Sie nun tun?

Waidmannsheil, Lutz Möller


Sehr geehrter Hr. Möller!

Ich würde gern Lutz Möller Geschosse bestellen.

Für die 9,3 x 74 R aus einem Heym Seitenschloß Bockdrilling Modell 35 Lauflänge 63,5 cm verwende ich das 16,7g H-Mantel-Geschoß. Für den kleinen Lauf 5,6 X 52 Teilmantel und Vollmantel Geschosse.

So wie für die 6,5x68 R ich verschieße im Moment die letzten Hirtenberger ABC 8 g Geschosse aus einer Blaser Blockbüchse und bin sehr zu frieden, da sehr geringer Wildbretverlust. Da dieses Geschoß ja auf Dauer ein Laufkiller sein soll, kommen mir die Berichte über das Lutz Möller KJG und deren hervorragende Ergebnisse sehr entgegen. In erster Linie bejage ich Rehe und Wildschwein. Welches KJGeschoß empfehlen Sie mir. ( „Bei einer Lauflänge von „65 cm“ und einer Dralllänge von 250 mm. Laut Herstellerangabe“.)

Halbautomat Heckler und Koch Mod. 770 Kaliber .308" Win.

Für die aufgeführten Kaliber hätte ich gern jeweils 100 Geschosse bestellt.

Besten Dank Siegfried Müller, Samstag, 31. Dezember 2005 12:03

Kupferne Sippe

Sehr geehrter Herr Möller,

als häufiger Leser Ihrer Seite würde ich jetzt furchtbar gern Ihren Rat direkt in Anspruch nehmen. Ich habe zwei Themen, die nur indirekt etwas miteinander zu tun haben:

1. Seit kurzem benutze ich die Kupferpatronen Federal Premium Vital Shok, ein Barnes X Geschoß in .30-06. Als erstes erlegte ich einen Brunftschaufler aus ~ 100 m durch die Bäume hindurch, Kammerschuß, 10 m Flucht und er lag. Der Ausschuß war gute drei Zentimeter im Durchschnitt. Dann ein Damspießer, ~ 80 m, Kammerschuß leicht schräg von vorn, 10 m Flucht und er lag. Aber kein Ausschuß! Zuletzt ein Hirschkalb auf 50 m, HochKammerschuß, wiederum kurze Flucht von 20 m, Lungenschuß, aber wiederum kein Ausschuß! Dabei pilzt das Geschoß pflichtgemäß auf und verendet dann im Inneren? Die Küche dankt es, aber dennoch ist es mir unerklärlich und bei schlechtem Treffersitz wäre es für die Nachsuche äußerst hinderlich. Was stimmt da nicht?

2. Da ich als Linksschütze mit dem Rechtssystem des Repetierer eh nicht besonders gut zurechtkomme, will ich mir jetzt einen Blaser-Bockdrilling als Revierwaffe für Damwild, Schwarzwild, Rehwild und was immer sonst noch kreucht und fleucht, zulegen. Um das alte (und bei Ihnen häufig besprochene) Leid zu umgehen, soll die große Kugel 9,3 haben, die kleine 6,5. Der Lauf hat 60 cm Länge, 9,3x74 R bietet sich an, hier ist die Frage, welche Patrone? Ich bin kein Wiederlader. Und die zweite Frage ist nun, in welchem Kaliber die kleine Kugel: 6,5 x was? Ich möchte damit sowohl DW-Kälber als auch Frischlinge und Rehwild schießen, aber eben gern auch auf weitere Entfernungen. Last not least, in welchen Kalibern bekommt man inzwischen ihr KJG fertig geladen als Munition?

LM: Siehe Lutz Möller GmbH

Mit besten Grüßen und Komplimenten an den Fachmann

Jens Frhr. v. Wackerbarth, München, Dienstag, 21. November 2006 19:31

Der neue Monopteros im Münchener Englischen Garten entstand nach Entwürfen von Leo von Klenze 1836/37 auf einem elegant angelegten, künstlichen Hügel.

Tag Herr Frhr. v. Wackerbarth,

In München wohnte ich einige Jahre im Schönn Bogenhausen und erinnere mich u. a. gern an den Englischen Garten mit dem Monopteros.

Federal ist der amerikanische Munitionshersteller, der gewöhnlich gute Ware liefert, sagt die Erfahrung. daß die Barnes X verladen verträgt sich damit nicht, weil die Barnes X mit zu vielen Unwägbarkeiten und Zufälligkeiten behaftet sind, als daß man Sie ohne Sorge mit ruhigem Gewissen auf der Jagd einsetzen könnte. Näherest steht bei Barnes X. zu Ihrer verwendeten Munition sagt der Hersteller 10,7 g Barnes Triple Schock X-Bullet v0 853 m/s, ergibt v100 zu 790 m/s.


Barnes Triple Shock X-Bullet
One of the newest additions to the Federal Premium Line, the Barnes Triple-Shock X-Bullet is designed for improved expansion and deep penetration. This Bullet reduces pressure and barrel fouling while increasing accuracy. Its all-copper construction provides high weight retention to bring game down hard.

Federal übernahm die Barnes „Heilsverprechungen“! Warum die Anführungszeichen? Nun "Improved Expansion" + "deep Penetration" bilden zusammen sich entsprechende Gegensätze. Das Versprechen verspricht sich also, da es ein Paradox, ein Widerspruch in sich, ist. So ist amerikanische Werbung. Wie seit Poncelet allgemein bekannt und in Tiefenwirkung nachgerechnet, verhalten sich Querschnitt und Eindringtiefe umgekehrt proportional. Wenn sich die amerikanischen Preßlinge von den ursprünglichen 7,82 mm Sollmaß auf's doppelte Kaliber vergrößerten, eine Annahme die bei den mäßigen Zielgeschwindigkeiten auf 50 - 100 m bei 820 bis 790 m/s bewegt haben dürfen, wenn die Werksangaben zuträfen, sollte das werbemäßig aufgepilzte Barnes X von 27,8 cm 27,3 cm tief in Fleisch eindringen, mehr nicht.

Sie schrieben:

Brunftschaufler, Kammerschuß, 3 cm Ausschuß. Das paßt zu der Werbe aussage und der Nachprüfung

Damspießer, Kammer, spitz, kein Ausschuß. Ich vermute einen Leberknotenschuß! Wie sahen Zwerchfell und Leber aus? Spitz ins Weiche ist bis zur gegenüberliegenden Decke noch viel Platz für den von Ihnen berichteten Steckschuß. Das ist die angepriesen "Deep penetration". Leider gibt Federal keine Zahlen an. Gleichwohl kann man bei gewissen, hier bekannten Randbedingungen, die sehr wohl vorhersagen.

Hirschkalb, HochKammerschuß, 20 m Flucht, kein Ausschuß. Das zu verstehen oder zu erklären fällt mir schwer. Wenn der Treffer ähnlich einem Trägerschuß auf die Wirbelsäule gewirkt hätte, wäre das Tier nicht weiter gefallen, als sein Läufe lang sind, also keinen Meter mehr geflüchtet. Das war nicht der Fall. Also dürfen wir umgekehrt schließen, daß es eben kein ZNS-Treffer war. Ein Hirschkalb ist weniger als 27 cm breit. Die Lunge setzte dem Geschoß kaum Widerstand entgegen, so daß der fehlende Ausschuß unerklärlich bleibt.

Ansonsten verhielten sich die Geschosse wie Deformatoren.

Haben Sie die Geschoßübereste geborgen, photographiert, oder können mir die leihweise zu dem Zwecke senden. Gibt es sonst Bilder? Ohne weiter Nachricht, würde ich nur ins Blaue vermuten können, aber das brächte niemanden weiter. Ich höre gern von Ihnen. Aber nun zu Ihrem Bockdrilling. Den grundlegenden Aufsatz Jagdpatronewahl lasen Sie ja wohl bereits. Falls nicht, sollten Sie das bitte nachholen. Die 9,3x74R ist sicher eine gute Wahl für 60 cm Läufe.

Die passende 6,5 mm Patrone für 60 cm Lauf wäre die 6,5x57 R. Lesen Sie dazu von Metzger Alfons Jungmayer seinen Bericht 3 Rehe mit KJG ff. Was Sie dort lesen, wird Ihnen gefallen. Die 6,5x57R KJG Ladung bietet Ihnen GEE 212 m; ± 5 cm Reichweite246 m. Solch gestreckte Flugbahn räumt Ihnen manch Jagdmöglichkeit ein, von denen Andere noch träumen. Die 9x3x74R KJG Munition bleibt dahinter zwar zurück, aber mit angepaßtem Druck sollte möglich sein den Bockdrilling über einen weiten Bereich jagdlich zusammen schießen zu lassen.

Fertige KJG-Munition liefert die Lutz Möller GmbH

Also dann mit einem herzlichen Gruß nach München,

Aloisius, ein Münchner im Himmel. Quelle.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Kupferne Sippe

Tag Herr Möller,

herzlichen Dank für die Antwort. Leider habe ich verpaßt, Photos oder Geschoßreste zu bergen, aber ich werde in den kommenden Wochen daran denken und hoffe damit, dem amer. Heilsversprechen und seinen Enttäuschungen auf die Spur zu kommen.

Bockdrilling Kaliberwahl ist somit klar, das wird sicher eine feine und viel wichtiger, breit einsetzbare Gebrauchswaffe! Danke nochmals, Sie hören wieder, wenn ich weitere Erfahrungen mit der Munition gesammelt habe und entsprechende Beweise gesammelt habe.

Das werde ich mir mit der neuen Waffe ersparen und das Lutz Möller KJG ausprobieren, zumal die Barnes Kugel erhebliche Hämatome auf der Einschußseite hervorruft!

Beste Grüße aus München, Jens v. Wackerbarth, Donnerstag, 23. November 2006 14:23

Tag Herr v. Wackerbarth,

danke für Ihre Post. Selbst wenn ich gewisse Geschosse nicht leiden kann, weil die erlaubte Werbung von der elieferte Wahrheit unverhältnismäßig weit abweicht, muß Hoffnungen bezüglich Geschoßeinflüssen auf Blutgerinnsel dämpfen. Kein bisher vermutet Zusammenhang konnte bestätigt werden. Keine eindeute Zuordnung läßt sich finden. Für jedes Beispiel läßt sich in Gegenbeispiel finden. Der einzige häufiger zu beobachtender Zusammenhang ist der daß langsam sterbende und flüchtende Tier öfter und größer Blutgerinnsel aufwesen als solche, die am Platz fallen. Besonders sind da alle vermutet Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit, Kaliber, Patrone, oder Werkstoff unerklärlich und unbelegt. Leider! Ich hoffte man wüßte besser Beschied, aber das ist leider nicht der Fall.

Daß zwar gewiß tödlich verletzte, aber gleichwohl langsam (> 1 Minute) sterbende und dabei heftig flüchtende Tier größere Blutgerinnsel aufweisen als solche die schneller ( < ½ Minute) und ohne Flucht am Platz fallen und sterben ist selbstverständlich, da auf der Todesflucht ein unter Höchstlast heftig pumpendes Herz im Verein mit den die Venen pumpenden Muskeln durch die schußbedingte Verletzungen mehr Blut in die Wunde oder zwischen Bindehäute und Muskeln pumpt. Das kann also nicht verwundern, hat aber wie gesagt viel mehr mit dem Treffer und der Verfassung des Tieres zu tun, als mit allem Anderen. Gerade deshalb weis ich immer wieder auf eine vernünftige Zielwahl hin. Der kluge Waidmann sollte seine erhoffte Beute nicht nur deshalb waidgerecht töten, damit das Tier kein unnötiges Leid empfinde, um das Tier zu schonen, sonder auch für sich als Beutegreifer, weil das Getroffene bei vernachlässigbaren Schmerzen auch weniger Antrieb zu flüchten entwickeln wird. Die aus Tierschutzgründen geforderte und geübte Waidgerechtigkeit, also das bewußte Jägerverhalten die Belange seines Beute mit wahrzunehmen, nützt richtig gekonnt, also nicht nur der Beute sondern auch dem Jäger. Dieser Zusammenhang wird oft nicht gesehen, ist aber genauso offensichtlich und verständlich, wie der Zusammenhang zwischen Todesflucht und Blutgerinnsel.

Gute wildbiogische Kenntnisse, ein schnelles, wirkungsvolles Geschoß und eine kundige, ruhige Hand benötigt der Waidgerechte. Damit nütz er sich und dem Tier.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Kugelläufe sollen zusammenschießen

Sehr geehrter Herr Möller,

im Herbst 2006 schrieb ich Ihnen von meinen Plänen, einen Blaser-Bockdrilling in für die 6,5x57R und 9,3x74R zu erstehen. Nun ist es bald soweit und er wird geliefert werden! Wie angekündigt, will ich die Waffe mit dem KJG einschießen. Sie antworteten damals, man bräuchte einen veränderten Druck bei der 9,3 um die Waffe auf kurze und weite Schußweiten jagdlich zusammenschießen zu lassen. Nun erbitte ich hierzu nochmals Ihre Hilfe, bevor ich mich an an meinen Patronenstopfer wende (oder bestelle ich über Sie?). Ich brauche jeweils 100 Schuß Munition.

Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen, Jens v. Wackerbarth, Freitag, 19. Januar 2007 12:06

9,3x74R Lutz Möller KJGpatronen mit aerodynamisch wirksamer schwarzer Kappe vor der Hohlspitze

9,3 mm KJG und geborgener Restbolzen und Splitter aus dem Wassertankversuch (Sehenswert!)

6,5x57R Lutz Möller KJGpatrone und ein geborgener Splitter aus Reh

Guten Tag Frhr. v. Wackerbarth,

inzwischen verfügen die großen Lutz Möller Geschosse (> 7 mm) über einen Plastikspitze. Damit streckt sich die Flugbahn der großen Kugel. Um Zu wissen, wie die Mündungsgeschwindigkeiten eingestellt werden müssen, damit beide Kugeln über ein größer Entfernung gleich, oder doch annähernd gleich fliegen, müßte ich wissen welchen Abstand zur optischen Achse beide Kugelläufe haben. Das bitte ich vom Hersteller, oder von demjenigen zu erfragen der das vermutlich vorgesehene Zielfernrohr aufbaut. Wenn ich mal 5 cm Abstand für die 6,5x57R und 7 cm für die 9,3x74R annehme, könnte folgendes engestellt werden:

Weite [m] 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 250 275 300
Bahn 6,5x57R KJG [cm] -5,0 -2,1 +0,1 +1,6 +2,4 +2,4 +1,6 Fleck +2,5 -5,9 -10,3 -15,6 -21,8
Bahn 9,3x74R KJG [cm] -7,0 -3,7 -1,0 +0,9 +1,9 +2,2 +1,6 Fleck -2,5 -6,0 -10,6 -16,6 -23,8

Knapp gesagt, bleiben beide Flugbahnen mit den empfohlen Lutz Möller KJG Munitionen bei 175 m Fleckschuß bis 300 m binnen 2 cm zusammen. Das wird möglich, seit die großen Lutz Möller Geschosse eine aerodynamisch günstige Spitze bekommen haben und damit einhergehend leichter und schneller werden konnten, um die Flugbahn zu strecken. Bockdrilling als Weitschußwaffe? Nun, wenn man den will! Leider muß dabei berücksichtigt werden, daß erfahrungsgemäß die winzigen Verstellschrauben den Schußbelastung oft nicht lange standhalten und sich lösen, klappern und damit dann die Waffe streut und wieder neu eingestellt und eingeschossen werden muß. Im Grunde sollte so ein im Hüllrohr mit Azeton entfetteter Bockdrilling

Ansonsten muß mit gelegentlichen Störungen gerechnet werden. Der nicht gedämpfte und nicht festgesetzte schwingende Verstelllauf kann sich sonst leicht in einen Fluch verwandeln und zur Plage werden. Die Madenschrauben sind winzig und leicht beschädigt. Der Fachmann muß also sorgfältig mit ihnen umgehen. Bei Dreischraubenverstellungen ist das dennoch nicht einfach.

Das wär's im Groben. Wegen zusammen passend eingestellter Munition rufen Sie mich bitte an. Ganz so einfach, wie es oben steht, ist das nämlich nicht. Wir brauchen ja die genauen Geschwindigkeiten aus Ihrer besonderen Waffe! Dazu muß aus eben dieser Waffe gemessen und dann eine passend Ladung ermittelt werden! Besondere Leistungen erfordern immer besondere Maßnahmen. Ohne die geht das nicht !

Waidmann heil, Lutz Möller

Blaser BD 880 Bockdrilling gesucht

Guten Tag Herr Möller,

nachdem ich mehrmals auf Ihrer Internetseite gelandet bin, sowie auch heute bei der Suche nach einem Bockdrilling Blaser BD 880, möchte ich Sie um Ihre Hilfe bitten. Habe selber schon eine Menge Händler abgeklappert. Leider immer ohne Erfolg. Haben Sie vielleicht einen Tipp? Sollte keine Luxusausführung sein. Große Kugel möglichst 7 x 57 R, 8 x 57 R, .30" R oder ähnliches. Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank im Voraus! Mit freundlichem Gruß und Weidmannsheil, Christoph Rüsch, Donnerstag, 22. Februar 2007 14:54

Hallo Lutz,

ich habe einen BD 880 und würde ihn auch verkaufen. Dafür könnte ich mir eine Strasser 05 oder Sauer mit S&B PM II kaufen in 6,5x68.

Wenn der Herr mit mir Verbindung aufnehmen möchte, kannst du ihm meine Handy- Nr. geben.

Gruß Klaus

Unmögliche Schrauberei

Hallo Herr Möller,

Sie haben wahrscheinlich recht, die ganze Rumschrauberei bringt nur Schwierigkeiten, und richtig zu schießen zu bringen, sind die Kombinierten wohl meist auch nicht. Das habe ich gerade mit meinem Bockdrilling (8x57 IRS, .22 Hornet, 20/70) erleben müssen, den mein Büchsenmacher und ich versuchten auf KJGe einzuschießen. Herr L., der sehr hilfsbereit und ausdauernd ist, hat mir jeweils mehrere Ladungen gestopft, die alle zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben. Kleinster Streukreis der Hornet lag bei 80 mm. Die beste 5`er Gruppe 8x57 sah so aus, daß zwei Schuß nicht auf der Scheibe waren, die anderen drei aber immerhin 30 mm zusammen. Alles in Allem jagdlich unbrauchbar. Die Waffe wurde natürlich überprüft, gereinigt. Schaft, Verschluß etc. alles i. O.

LM: Nein. Gar nichts i.O.!

Schade, für mein Revier mit Sauen und Niederwild eigentlich ideal, aber was nicht geht, kann man auch nicht erzwingen.

So, nun kaufe ich mir eine Mauser 03. Lauflänge 60 cm, und hoffe, daß die Ihre KJGe besser verträgt. Stellt sich die Frage nach dem richtigen Kaliber/Patrone bei dieser Lauflänge. 7x64 oder, wenn ich´s richtig sehe bringt die 7x57 auch nicht viel weniger Leistung als die 7x64 aus dem 60 cm Lauf. Im nächsten Schritt mit Blick auf die 8x57 muß ich feststellen, daß ich auch gleich die 9,3x62 nehmen kann, und die sich dann mit der 7 x 57 nicht viel gibt.

Also Spaß beiseite, ich habe das Gefühl, daß die Kaliber/Munitionswahl bei den KJGen eher zweitrangig ist, denn alle Vorgenannten, sind meiner Meinung nach für alles hiesige Wild ausreichend.

LM: Genau! Dennoch muß ich eine Entscheidung treffen. Patrone sollte auch drückjagdgeeignet sein. Was würden Sie mir empfehlen, und warum.

Danke und Gruß, Dienstag, 10. Juli 2007 17:02, Gerhard Grimm

Moin Herr Grimm,

nehmen Sie die 9,3x62. Die ist einfach zu benutzen, eine reine Zivilpatrone, mit der Sie in alle Länder kommen und aus 60 cm Lauf wunderbar schießt. 7x57 und 8x57IS sind Militärpatronen, die in Frankreich u. a. Ländern verboten ist und auf Drückjagden werden große Kaliber lieber als kleine gesehen. Nicht daß sie tatsächlich große Lutz Möller KJG benötigten um großes hiesiges Wild zu strecken, aber die Leute (bei den Drückjagden) sind mal so. Ich werden morgen mit der 7x64 auf Gnu und Zebra reisen, die größer als hiesige Wildarten sind und, wie man sagt, auch härter im Nehmen. Das 7 mm KJG kann das, genauso wie das 6,5 mm KJG 2004.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Auszieher im Bockdrilling

Servus Lutz,

zur Debatte über eine neue Randpatrone möchte ich meinen Beitrag dazu von mir geben.

Die Bilder zeigen meinen Bockdrilling mit einer Randpatrone 6x50R Scheiring, einer Rillenpatrone 7mmSTW und 410 Schrot. Wie man am Auszieher der Rillenpatrone erkennen kann, ist man heute in der Lage jede Patrone in einen Kipplaufstutzen oder jede Kipplaufwaffe einzubauen.

LM: Für die Randpatrone gebe ich Dir gern Recht Werner, aber die Gürtelpatrone gefällt mir in der Kipplaufbüchse nicht nicht.

Der Kippblockverschluß macht diese Waffe auch besonders sicher. Also sollte man nicht versuchen das Rad neu zu erfinden. Wir brauchen keine neue Munition sondern gute Büchsenmacher. Übrigens, in Ferlach baut man nicht nur diese Waffen, man verkauft sie sogar. Schlank, leicht und zierlich, präzise und formschön!
Schön Grüße aus dem Kärntnerland

Werner, Dienstag, 6. September 2011 15:16

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