Lutz Möller 7x57R Munition

Jagdgeschichten Seite 2

Lies vorher 7x57R

Inhalt Einige Erfahrungen und neue Gedanken | Diagonalschwein | 7x57R KJG Patronen | 7x57R MJG Patronenlänge | 7x57R MJG Ladungsleiter | Umwandlung einer Flinte zu Büchse | Anfang gibt Mut | 7x57R MJG geht im neuen Jahr 2012 gut los | 7x57 Panzerknacker | Drei Einschüsse | blaue Haare, 3 Nasen und 8 Augen | Voll daneben | Audi für Kilimandscharo | 7x57R veraltet | 7x57R gut, aber selten! | Der Büchsenmacher meint | Fünf unter den Euro | Skadi brutal | Wiederlader Müller / Kempten | 7x57R 7006 Sitz | 7x57R PPU Hülsen

Lutz Möller 7 mm MJG 7005

Lutz Möller Geschoß 7005

Einige Erfahrungen und neue Gedanken

Hallo Herr Möller,

mittlerweile verwende ich Ihre Lutz Möller Geschoß in 7x57R und 9,3x62 schon seit längerer Zeit und konnte damit recht erfolgreich auf alles heimische Wild jagen. Aufgrund meiner diesbezüglich gemachten Erfahrungen möchte ich ein paar Gedanken einbringen, besonders wenn ggf. eine Weiterentwicklung der Lutz Möller Geschoß-S Serie ansteht.

Die Wirkungsweise auf Rehwild war bislang immer umwerfend und bannte Selbst bei schwierigen weichen Treffern an denAnschuß. Solche Wirkung kannte ich von der „bleiernen Sippe“ nicht immer. Hier gingen die Stücke häufig noch ein paar Meter. Die Wildpretentwertung war bei den Lutz Möller Geschoß stets vernachlässigbar. Beim Schwarzwild sieht es etwas anders aus. Sofern man wie immer die richtige Trefferwahl berücksichtigt, laufen die Stücke in der Regel  alle noch 20-60 Meter. Aber auch hier stelle ich bei ungünstigen Treffersitz beispielsweise im Leberbereich fest, daß die Fluchtstrecken ebenfalls nicht  wesentlich weiter sind. Jedoch ist es selten, daß Schwarzkittel am Anschuß sofort liegen bleiben, es sei denn man lenkt das Geschoß so, daß es knapp unter der Wirbelsäule seine Wirkung zeigt.

LM: Ja, mit dem Kraftstoß!

Mittlerweile konnte ich auch einige Stücke Muffel, die ja bekanntlich einiges vertragen, mit dem Lutz Möller Geschoß erlegen.

LM: Neid!

Widder

Kammer von innen

Einschuß

Ausschuß

Auch hier ist es mir trotz richtiger Trefferwahl bislang nicht gelungen, die Stücke an denAnschuß zu bannen. Der jüngste Widder vom vergangenen Wochenende hatte auf 185 Meter Entfernung die 7x57R durch beide Lungenflügel angetragen bekommen. Er quittierte zunächst in keiner Weise, genauso wie das Rudel auf die Entfernung nicht wußte was geschah.

LM: das ist an sich gut!

Er drehte und lief noch mit dem ablaufenen Rudel etwa 160 Meter über freie Wiese bis ihn in Sichtweite die Kräfte verließen.

LM: Recht weit!

Obgleich die Wildpretzerstörung durch das Lutz Möller Geschoß bei diesen Lungentreffern nicht bedeutend ist, ist es jedoch unvorteilhaft, wenn die Stücke bei einsetzenden größeren Fluchtstrecken zwischen Kammer Blätter und Decke „volllaufen“.

LM: Ist so!

Hier muß dann doch einiges weggeschnitten werden. Bei den Bleigeschossen beispielsweise dem RWS-KS und DWM-Starkmantelgeschoß kannte ich dies nicht so.

LM: Verletzung und Flucht (Bewegung, Dauer) bestimmen die Blutergüsse, weniger das Geschoß!

Wie kommt es, daß die Wirkung beim Rehwild ganz anders, so wie man es sich wirklich erwünscht, ist? Keine Frage, die Lutz Möller Geschoß- töten und zerstören dabei bei richtiger Zielwahl nicht viel. Schön wäre jedoch, wenn die Wirkungsweise des Geschoßimpulses bei stärkeren Wildarten auch sprichwörtlich umwerfend wäre und somit längere Fluchtstrecken mit vollaufenden Zwischengeweben im Blätterbereich ausblieben.

LM: Vollkommen falsch. Mit dem Impuls hat das rein gar nichts zu tun. Lies Wie stirbt Wild!

Obgleich ich bei diesen Stücken (ganz gleich ob mit 7 mm oder 9,3 mm Lutz Möller Geschoß) überwiegend eine kleine Nachsuche habe, kann ich bestätigen, daß wider mancher Meinungen, Schweiß immer zuhauf vorlag, sodaß man die Nachsuche auch ohne Hund und oft mit Lampe mühelos und zügig abschließen konnte.

Ich bin kein Physiker, stelle mir aber vor, die Splitterwirkung den wichtigsten Teil dazu beiträgt ein Stück bei richtiger Zielwahl wie „vom Blitz getroffen“ einbrechen zulassen. Was könnte man tun, damit dieses Wirkungsziel dann noch weiter forciert wird? Wenn bei einem geänderten Entwurf  des Lutz Möller Geschoß-S neue Gedanken wie Sollbruchstelle Berücksichtigung finden sollten, stellt sich die Frage, ob das nicht ggf. sogar schädlich wäre? Sollbruchstelle = weniger Geschoßmasse durch Einkerbung = weniger Splitterabgabe = weniger Zielwirkung.

LM: Die endgültigen Massen stehen noch nicht fest. Möglich ist die bekannten Masse nicht zu ändern. Wegen des etwas geringeren Durchmessers des Restbolzens und damit steigender Tiefenwirkung wäre allerdings, ohne die Eindringtiefe anzutasten, möglich die Masse einen kleinen Tieck zu senken.

Anderseits ist doch bei dem heutigen Lutz Möller Geschoß und richtiger Ladungsweise (schnelle Ladungen) eine vollständige Splitterabgabe immer gewährleistet. Einzig wenn man auf sehr sehr weite Entfernungen aus ist könnte eine Sollbruchstelle die dann deutlich reduzierte Geschoßzielgeschwindigkeit und somit ursprüngliche Mindestgeschwindigkeit für eine wirkungsvolle Splitterabgabe ausgleichen?

LM: Sie denken mit. Genau das beabsichtige ich, nämlich die Reichweite zu steigern. Nils Burschik holte gerade in Deutsch Südwest mit 12 Klicks nach oben eine Springbock auf 450 m. Ich erwarte Bilder. Das muß nicht das Ende sein!

Wäre das der neue Gedanke und die Beabsichtigug für weiterreichende, leichtere Lutz Möller Geschoß-S?

LM: Ja!

Dann würde ich jedoch aus jagdtechnischer Sicht bei dem bleiben, so wie es im nun ist und ggf. Überlegungen für eine noch intensivere Wirkungsweise bei gleicher geringer Wildpretzerstörung ansetzen.

Ob und wie man so etwas umsetzen kann - hier sind Sie gefragt werter Herr Möller.

LM: Ich denk' mal d'rüber nach!

Waidmannsheil, Martin H., Dienstag, 21. September 2010 17:11

Diagonalschwein

Sehr geehrter Herr Möller,

nach einem Jahr emsigen Weidwerk mit Ihren Lutz Möller Geschoß brauche ich Nachschub: Ich bestelle 100 Lutz Möller Geschoß 7,6 mm für meine .30-06 und 100 Lutz Möller Geschoß 7 mm für meine 7x57R.

Mit letzterer habe ich im Augustmond einen 60 kg - Überläufer am Mais gestreckt, zum ersten Mal mit Steckschuß bei einheimischem Wild: Der Überläufer wechselte mich gegen 23 Uhr sehr zügig an, um plötzlich auf 70 m zu verhoffen. Ich beschoß ihn schräg von vorn hoch auf die rechte Schulter.

Der Überläufer fiel und lag im Feuer, nahm sich aber sofort wieder auf, um nach 80 m Fluchtstrecke verendet in der Fährte zusammenzubrechen. Das 7 mm - Lutz Möller Geschoß hatte den gesamten Rumpf diagonal vom rechten Schulterblatt bis zur linken Keule durchschlagen und steckte nach Zertrümmerung des Röhrenknochen in dessen Mark.

LM: Gute Arbeit! Siehe auch Diagonalschuß!

Wildbretzerstörung vernachlässigbar gering. Leider konnte ich beim Zerwirken nicht helfen und habe daher keine Bilder von der „Innenwirkung“, aber den Lutz Möller Geschoß - Restbolzen erhalten. Wieder ein Beweis für die fabelhafte Wirkung Ihres Möller JG!

LM: Danke!

Mit freundlichen Grüßen und Weidmanns Heil! Detlef Radtke, Sonntag, 26. September 2010 17:59

7x57R Lutz Möller Geschoß Patronen

Lieber Herr Möller,

erst einmal das Herz ausschütten: Ich lese seit geraumer Zeit Ihrer Seiten. Für mich genau das Richtige! Ich meine, Ihr Bereich der Jägerei wird deutlich mehr über den Bauch argumentiert, als die Gedanken auch an naturwissenschaftlichen Eckpunkten oder Fragestellungen (oder auch schon belegten Antworten) auszurichten.

LM: Das achte ich eher als einen „Bauchschuß“, als einen waidgerechten Treffer.

Nach einer sehr langen Pause als Jäger will ich nun wieder einsteigen.

LM: Wie schön!

Bei der Waffenwahl habe ich mich mit einer alten BBF von Krieghoff 7x57R Einschloß festgelegt. In Verbindung mit einer neueren Montage und einem variablen Zeissglas war das dann genau mein Gewehr. Bei der Kaliberwahl habe ich mich dann mit der 7x57 R ganz auf Sie verlassen.

LM: Paßt!

In meinem jagdlichen Umfeld (Sauerland ) . . .

LM: Zweite Heimat meines Großvaters mütterlicherseit aus Schlesien.

. . . nimmt das Schwarzwild weiter zu, also muß es schon ein Hochwildkaliber sein. Gemeinhin sind hier die „dickeren“ Kaliber vertreten und öfters ließ man schon durchblicken: N ja, 7x57R geht ja vielleicht gerade noch, früher hatte ich auch noch so ein Ding und bei einem kleinen Überläufer, na ja, aber auf `ner Drückjagd, also hm!

LM: Ich schieße damit Elche und die üblichen Vierteltonner in Afrika bis hin zum tonnschweren Eland mit der 7x64. Also was soll das Geunke? Wie groß sind die Sauen im Sauerland denn inzwischen gewachsen? Schwerer als Elefanten? Bei den Drückjagden punkten Sie mit dem geringen Vorhaltewinkel meiner harten, leichten, schnellen Geschosse mehr als mit schwerbleiernen Bummeltanten, mit denen Schützen aus Angst mucken und der elendigen Langsamkeit wegen dann bei unmöglichen Vorhaltemaß in die Keulen schießen.

Da ich Ihre Seiten im Wesentlichen kenne, bin ich da, was die wahre Wirkung eines bestimmten „Kalibers“, mit vorher klar verinnerlichter Zielwahl angeht, aber viel entspannter!

LM: Innere Ruhe hilft immer. Lesen Sie Hofmann!

Aber: Meine Waffe wurde mit ID 10,5g eingeschossen. Der sonst sehr versiert erscheinende Büchsenmachermeister mit gut laufendem Geschäft war bei Kuperjagdgeschossen sehr zugeknöpft. Allgemein betrachtet, könnte man das noch verstehen. Aber der Hinweis auf ihre Seiten erbracht die Information, er habe davon noch nichts gehört hätte und das Ganze sei äußerst unausgegoren.

LM: So? Fragen Sie ihn mal nach seine Gewinspannen bei RWS & Co! Die wahre Auskunft möge erhellende Einsichten hervorrufen.

Da ich als Biologe von den Vorgängen im Körper eines Tieres eine gewisse Vorstellung habe, wollte ich keinen „Kampf der Besserwissereien“ anzetteln. Ich wollte eine technisch gute Waffe, die entsprechend schießt. Da war er natürlich der Meister. Vielleicht gut ist, daß bei meine zahlreichen Ansitzen auf Rehwild vor Weihnachten noch kein Schuß gefallen ist.

LM: Warum nicht?

Ich möchte nun gern Patronen mit Ihrem Geschoß.

LM: Von der Lutz Möller GmbH  

Mit freundlichen Grüßen Jörg Uhlmann, Samstag, 5. Februar 2011 13:25

7x57R MJG Patronenlänge

Moin Herr Möller!

Ich bin gerade etwas unsicher, wie ich die richtige L6 für Lutz Möller Geschoß-Patronen 7x57R wählen soll. In Ihren (alten, noch auf Kupfergeschosse bezogenen) Ladetafeln waren 78 mm angegeben. In den neuen Ladetafeln für die Messingjagdgeschosse 75,8 mm. An andere Stelle schreiben Sie:

„Es gibt zwei vernünftige Möglichkeiten Lutz Möller Geschosse zu setzen:

Wenn du krempen willst, dann setze das 2. Führband von vorn gerade vor den Hülsenhals. Das aus dem Hülsenmund herausgeschobene Führband hält dann zwar nicht in dem Hülsenhals, aber der eingewürgte Hülsenmund hält dann den Lutz Möller Geschoßschaft (den Teil zwischen den Führbändern), wenn du aber nicht krempen willst, setze das 2. Führband von vorn gerade in den Hülsenhals [. . .] damit vier Führbändern das Lutz Möller Geschoß mit längstem Abstand im Hülsenhals führen, mittig und fluchtend!“

(Ich hoffe, ich habe korrekt zitiert, schliesslich will ich meinen Doktortitel behalten...) ;-)

Wenn ich beim alten Lutz Möller Geschoß das 2. Führband gerade noch im Hülsenhals versenke, komme ich auch auf etwa 76 mm. Allerdings warnt mich QuickLoad dann vor überhöhtem Gasdruck (2,97g Norma N202). Wenn ich die alte 78 mm  Länge verwende, ist das 2. Führband logischerweise 2 mm außerhalb des Hülsenhalses, aber der Gasdruck scheint zu stimmen. Welche Länge empfehlen Sie?

LM: Die in 7x57R angegebene.

Grüße und Waidmannsheil, H. Dittmer, Sonntag, 13. März 2011 13:06

7x57R MJG Ladungsleiter

Hallo Herr Möller,

ich habe nun die erste Ladungsleiter in 7x57R MJG für den Stand vorbereitet.

20 Ladungen von 3,15 bis 2,97 g R902 in Hirtenberger Hülsen. Mir ist aufgefallen, einige Kappen sitzen lose, aber andere wiederum bombenfest.

LM: Das ist nicht gewollt, mag an Bohrflüssigkeitsrückständen in den Löchern liegen, aber solange die halten, ist das gleichgültig.

Der 98er soll in den nächsten zwei Wochen von Tom zurück kommen. Ich werde dann berichten. Wann wird der Bericht zum S&O Verschluß kommen?

LM: Bei Zeiten!

Ein schönes Osterfest Dir und Deiner Familie!

LM: Danke Bastian, Dir ebenso!

MfG, Bastian Roth, Sonntag, 24. April 2011 20:10


Hallo Herr Möller,

vielen Dank für die schnelle Bearbeitung meiner Geschoßbestellung. Bin schon ganz gespannt wenn die KJG´s eintreffen und ich mich ans Laden machen kann. Ich hab aber nochmal eine Frage: Ein Jagdkamerad will aufgrund seines Alters die Jagd an den Nagel hängen (leider, war mein Lehrprinz und ist ein sehr erfahrener Jäger von dem ich sehr viel gelernt habe!). Deshalb möchte er mir seine alte Merkel BBF vermachen und ich freue mich sehr darüber. Jetzt habe ich bloß bedenken, daß ich dann mit den Lutz Möller Geschossen aufgrund der Verschlussbelastung (ist ein Kerstenverschluss verbaut) Schwierigkeiten bekommen.

LM: Das sin Si volkommen auf dem Holzwege. Sie irren. Das Gegenteil ist der Fall. Mein Geschosse sind reibungsarme Führbandvollgeschosse, deren Anfangsdruck und Reibungswiderstand kleiner als bei herkömmmlichen Geschossen ist.

Ich möchte aber sein Angebot auch nicht ablehnen, da es eine große Ehre für mich wäre und die BBF ein wirkliches, gepflegtes, graviertes und schön verschnittenes Gewehr ist. Und das beste: eine Top Kaliberkombi: 7x57 R und 16/70 Schrot.

Für einen Rat wäre ich dankbar.

LM: Bei Gefallen rate ich zu kaufen.

Mit freundlichen Grüßen, 13.07.2011, A.K.

Umwandlung einer Flinte zu Büchse

Guten Tag Herr Möller,

ich habe soeben 7 mm MJG bestellt, auch wenn dadurch das „Rot“ aus der Flagge verschwindet. Neben den besten Wünschen habe ich seit gestern auch eine Fachfrage für Sie. Ich erwarb eine Doppelbüchse in 7x57 R. Diese wurde bei Zimmermann aus einer 20er DF mit echten Seitenschlossen gefertigt und ist eine wirklich schönes Gewehr. Ihre ausführlichen Veröffentlichungen zur 7x57 R sowie Gasdruck etc. habe ich gelesen. Ich bin durch das KJG an die Wiederladerei gekommen und bisher mit Ihren empfohlenen Ladungen sehr gut gefahren. Da ich nicht der Typ bin, der Ladungen totbrömelt sondern lieber im Wald Wild tot schießt, meine Frage nach der empfohlenen Ladung für das oben erwähnt Schätzchen. Wenn ich Ihre Aussagen richtig verstehe ist der maximale Gasdruck nach veralteten Verfahren für die 7x57 R bei 3.400 bar und damit kann ich die empfohlene Ladung mit R 902 problemlos verschießen (Hülsen werden neue RWS sein). Da bereits die Basisflinte über Entlastungsbohrungen verfügt habe ich auch eigentlich keine Angst um mich. Durch die Quer angeordneten Läufe ist die Belastung für den Verschluss meines Wissens größer als bei Bockwaffen. Ist der auf Ihrer Seite angegeben Gasdruck nach Piezo von 3.415 bar also technisch vertretbar?

LM: Da die Waffe ja hoffentlich für die Munition beschossen ist ja. Die Kräft liegen allerdings 87% über denen der gewöhnlichen 20er Schrotpatrone.

Oder wie weit kann ich ggf. runter gehen, ohne eine alberne Schlappladung zu erhalten.

LM: Ach was, stopfe und schieße!

Mit freundlichem Gruß und bestem Dank, Wolf-Thilo v. Trotha

Anfang gibt Mut

Hallo Herr Möller,

gestern konnte ich Ihre 7 x 57 R-Patronen das erste Mal auf dem Schießstand einsetzen. Leider hatte ich nur für fünf Schüsse Zeit, aber davon waren zwei Loch-in-Loch und der Rest auch sehr gut.

LM: Bild der Zielscheibe?

Mit etwas mehr Übung schaffe ich bestimmt Streukreise bei 5 Schuß auf 100 m von unter 2 cm. Also die Trefferleistung im Blaser Duo D99 Drilling ist schon einmal hervorragend. Jetzt hoffe ich demnächst mal eine starke Sau zu erlegen, um mich auch von der Wirkung auf Wild zu überzeugen.

Fortsetzung folgt.

LM: Na denn wünsche ich guten Anblick und bei passender Gelegenheit auch fette Beute!

LM: z. B solche 7 mm Möller Schweine!

Waidmannsheil, Hubert Kretschmer, Dienstag, 6. Dezember 2011 10:11


7x57R MJG geht im neuen Jahr 2012 gut los

Vorher gab der Anfang Mut.

Guten Morgen Herr Möller,

ich hoffe, Sie haben das neue Jahr gut angefangen. Bei mir lief es jedenfalls gut an: Am 3. Januar gegen 0.30 Uhr kam ich endlich mal wieder an Sauen ran. Die im vollen Gange befindliche Rauscheparty habe ich durch einen Schuß mit Ihrer 7x 57 R-MJG-Patrone aus meinem Blaser Duo D99-Drilling mit Lauflänge 57,5 cm auf einen schön breit stehenden ♀ 50 kg-Frischling auf 30 m etwas gestört. Treffersitz war kurz hinter dem Blatt (siehe Bilder), sollte der von Ihnen vorgeschlagene Idealtreffer sein.

Einschuß

Ausschuß

Einschuß | Ausschuß

Die Lunge war auch gut zerstört, das Herz aber noch intakt. Sonst innendrin alles sauber, so daß das Aufbrechen eine Freude war. Trotzdem ging die Sau noch gut 50 m, da aber reichlich Schweiß am Anschuß und auch auf der Fährte war, konnte ich sie auch ohne Hund schnell finden.

Der Einschuß ist auf der rechten Körperseite mit Rippentreffer, etwa 3 cm Durchmesser. Ausschuß gegenüber etwa 1,5 cm Durchmesser. Auf der linken Rippenseite innen, die Sau hing mit Haupt nach unten) sieht man drei schwarze Punkte in einem Kreis von rund 10 cm Durchmesser, die wahrscheinlich von den von Ihrem Geschoß abgehenden Splittern stammen, die die Lunge mit zerstört haben.

LM: Meine MJG-Splittern sollen die Lunge zerstören, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das tun sie bei dieser üblichen Wildgröße offenbar. bei kleinerem und größerem Wild werden die Bilder abweichen.

50 m Fluchtstrecke für eine 50 kg-Frischlingsbache kommt mir aber noch etwas viel vor.

LM: Ach ja, bei 30 m Schußentfernung. Was glauben Sie denn, daß die die Sauen Sie und Ihren Schuß nicht bemerkt und daher ruhig stehen geblieben wären. Lies Fluchtstrecke!

Von daher werde ich noch weiter prüfen, bevor ich entscheide, ob der zweite Lauf des Blaser-Drillings von .222 Rem auf 7 x 57 R oder doch besser auf 9,3 x 74 R umgebaut wird.

LM: Je kleiner die Munition, desto weniger stört die - Sie und das Wild. Bleiben Sie bei 7 mm, statt auf 9,3 mm zu wechseln. Weniger Krach bedeutet auch weniger Beunruhigung und im Mittel kürzere Fluchtstrecken. Sie müssen die Wundwirkung ganz lesen und verstehen. Erst dann werden Sie mir folgen können.

Mit den besten Wünschen für 2012, Waidmannsheil, Hubert Kretschmer, Mittwoch, 4. Januar 2012 11:10


7x57R Panzerknacker

Hallo Lutz,

schön, daß du wieder nach Afrika fliegst; zu wann hast du denn gebucht?

LM: Ende Juni.

Ich fliege im November auch runter.

LM: Gut.

Heute haben ein Freund und ich ein wenig mit dessen 7X57 R gespielt. Er verschießt die Patrone aus einem alten Sauer 3000 Drilling, der überaschend präzise ist. Unser Ziel war eine Panzerung, wie sie die britische Armee in ihren alten schußsicheren Westen verwendete. Eine ganze Weste muß sehr schwer gewesen sein. Wir schossen auf 100 m.

Reste mit LM 7x57R Munition

Panzer von vorn.jpg

Panzer von vorn

Panzerrückseite mit Durchschuß

LM 7x57R Munition knackt Panter, hier: zerstörte Panzerplatte

Der erste Schuß wurde aufgefangen und ging nicht durch. Auch der zweite Schuß 6 cm neben den ersten wurde abgefangen. Der dritte Schuß zwischen die ersten beiden plaziert ging durch die Panzerung und durch den Eichenpfahl dahinter. Ursache war das von den ersten Treffern total zerbröselte Keramik Innenleben. Zu unserem Erstaunen fanden wir keine Restbolzen in dem Panzer, sondern nur zerbröseltes Messing. Das größte Teil war der Boden eines Geschosses auf dem Bild mit den Geschoßsplittern. Wie auch immer, die Panzer sind dann wohl für Gewehrbeschuß geeignet. Kann man kaufen.

LM: Wozu - gegen abheben?

Liebe Grüße, Jan, Mittwoch, 30. Mai 2012 22:55

Drei Einschüsse

Lieber Herr Möller,

Können Sie sich Folgendes erklären?

Letzten Sonntag schoß ich mit meiner Ferlacher 7x57R (und Ihrem Geschoß) auf etwas mehr als 200 m (steil bergauf) auf einen Rehbock. Im Schuß zeichnete dieser deutlich, das Abgehen deutete schon auf einen Weichschuß hin. Nach einer etwas länger Suche konnte dieser auch zur Strecke gebracht werden.

Der Einschuß war tief und weit hinten, kurz vor den Hinterkeulen.

LM Oh!

Ausschuß (horizontal und vertikal) mittig, was sich durch die Stellung des Bocks beim Schuß und durch den steilen Bergaufschuß erklären läßt. Der Einschuß bestand aus drei bis vier Einschüssen (deutlich auch zu sehen, daß es einzelne Splitter waren), dies etwa verstreut auf einem Radius von 5 - 6 cm; Ausschuß etwas kleiner. Scheinbar ist das Geschoß schon vor dem Auftreffen im Wild aufgegangen.

LM: Geiß nicht.

Kann dies durch einen Ast im Vorfeld ausgelöst werden?

LM: Wohl kaum. Siehe Hindernisse und Zweige!

Wie würde ein durchschossener Zweig die Trefferlage beinflussen?

LM: So.

Mich hat die Trefferlage (tief und weit links hinten) sehr verwundert, wenngleich ich Zielfehler freilich nicht ausschließen kann (meine Zielfehler äußern sich aber - wenn sie vorkommen - anders, meist mucken nach rechts)?

Leider habe ich keine Bilder, da es mit der - dem jungen Schweißhund sei Dank - doch etwas spät geworden ist.

LM: Ich frage: Täuschen Sie sich vielleicht bezüglich Ein- und Ausschuß. Kann die Zuordnung  umgekehrt gewesen sein? Haben Sie zunächst vielleicht gar nicht zuerst das Reh getroffen, sondern einen Stein, oder das Gestein, davor?

Herzliche Grüße aus Österreich

Johannes Z., Mittwoch, 20. Juni 2012 09:54

Drei Einschüsse 2

Lieber Herr Möller,

Danke für die ersten raschen Antworten.

Ein- Ausschuß ist gewiss nicht verwechselt! Es war auch der ansässige Oberförster bei der Schußabgabe dabei (der hat auch die Nachsuche durchgeführt) und die Richtigkeit von Ein- Ausschuß bestätigt. Einen Abpraller von Stein davor kann ich ausschließen. Das paßt weder vom Winkel (steiler Bergaufschuß vom Fuße des Gegenhangs) noch mit den Örtlichkeiten zusammen. War ein Schlag, Steine waren davor keine (auch nicht bei der Nachsuche zu sehen). Ich werde auf jeden Fall einmal mit der Waffe auf den Schießstand gehen und einen Prüfschuß machen. Wäre es aber denkbar, daß der schlechte Treffersitz auf einen Schützenfehler zurückzuführen ist

LM: Denkbar sind Schützenfehler immer. Ob das so war, weiß allein der Schütze oder ggf. ein anwesender Beobachter.

Kann das Geschoß vor dem Wildkörper (ohne nennenswerte Abweichung) wegen eines Astes zu splittern begonnen haben?

LM: Auszuschließen ist das nicht. Näheres lies unter  Hindernisse und Zweige! und Abprallergrücht widerlegt. Das erklärt alles.

Herzliche Grüße, Waidmannsheil, Johannes Z., Mittwoch, 20. Juni 2012 11:37

blaue Haare, 3 Nasen und 8 Augen

Danke Lutz!

Ich werde das natürlich für mich behalten! Ich habe zwar noch einige gute Hülsen (mit WR Stempel), die sind wirklich gut, aber recht lange werden die nicht mehr halten.. Ich werde dann Deiner Empfehlung folgen!!

Vor einiger Zeit riet ich einem Kollegen zur 7x57 R Patrone für seien Kipplaufwaffe. Der hat mich anfänglich angeschaut, als hätte ich blaue Haare, 3 Nasen und 8 Augen im Gesicht. Jetzt ist er heilfroh dieses Kaliber zu haben. Letzte Woche stopfte ich ihm für seine Blaser BBF in einige Patronen mit Deinen 7003 MJG. Dann hat er ohne Verstellung nach dem Anbau des ZF 3 Schüsse auf 100 Meter auf den Daumennagel gesetzt!

Umwerfend!

MfG Fabian F., Dienstag, 31. Juli 2012 09:24

Voll daneben

Betreff: 7x57 R

LM: Tag Herr Wachter,

Hallo Herr Möller,

die 7x57R Munition auf die wir lange gewartete haben ist ja nun schon ein paar Tage geliefert. Am Samstag hat nun unser Waffenhändler (Ralf Lesser/ Landesschießobmann) versucht den Drilling, Sauer 3000 (altes Modell) einzuschießen. Das Ergebnis war niederschmetternd. Ohne etwas am Zielfernrohr zu verstellen hat er 8 Schüsse gemacht. Jedes Mal mit ausreichender Zeit zum Abkühlen des Laufes. Von den 8 Schüssen haben nur vier das DIN A4 Blatt überhaupt getroffen.

LM: Nicht gut.

Ihre Geschosse streuen also aus dem Lauf des Drilling, wie ich es noch nie an einer Waffe erlebt habe.
Mit den billigen Geco Patronen schoß der Drilling sehr gut.

LM: Das ist was anderes, als der Preis.

Auf meinen Rat hin hat sich mein Sohn Ihre LM Munition besorgt. Mich begeistert die wildpretschonenden Wirkung Ihrer Muntion. Nun ist er natürlich sehr betrübt.

LM: Klar.

Was kann die Ursache sein?

LM: Warum schießt Ihr Sohn  nicht selbst? Schütze? Dreck? Ausgebrannter Kegel? Wie alt ist der Drilling? Wieviel Schüsse hat der schon geschossen?

Sind die Geschosse etwa unterkalibriert?

LM: Nicht, wenn auf der Munition 7x57R drauf steht.

Wie soll mein Sohn sich verhalten? Kann er die restliche Munition zurück geben?

LM: Klar.

Ich denke das ist mit Putzen auch nicht getan.

LM: Möglicherweis doch. Siehe Rudi ratlos weiß Bescheid!

Er hat ohnehin den Lauf mit Hoppes Laufreinigungsmittel behandelt bevor er ihn zum Einschießen gab. Herr Lesser meinte „Das gibt's halt mal. Nicht jeder Lauf vertrüge jede Munition.“

LLM: Das trifft zu.

Die Geschosse wären für den Lauf einfach zu leicht.

LM: Falsch.

Dieses Ergebnis schmettert jedoch nieder. Haben Sie so einen Fall schon gehabt.

LM: Ja,  Siehe Rudi ratlos weiß Bescheid!

M.f.G. M. Wachter, Sonntag, 29. September 2013 23:15

Audi für Kilimandscharo

Nein, die alten Geschosse werden gut gelagert. Kein Grünspan! Seit ich nicht mehr beim Staat jage (das wurde zu teuer!) habe ich eine Jagdgelegenheit hinter meinem Haus. Das Auto brauche ich nur zum Bergen. Ich habe zwar nur 5 Stück Rehwild und 2 Hasen sowie Füchse frei, aber keine Anreise mehr (Schwarzwild gibt es fast nicht in unserem Revier). Besser geht es kaum.

In 7x64 habe ich für das Schießkino und zum Üben eine Laborierung mit den leichtesten S&B Geschossen, die auf den laufenden Keiler und Schießkino fast deckungsgleich mit KJG ist. Schade, daß Sie die 9,5er nicht mehr anbieten.

LM Kein Deutscher braucht die.

Für eine Sonderbestellung bin ich schon zu alt. So viele Jagdreisen nach Afrika kann ich nicht mehr machen, hier und für das meiste weltweit langen die 7x57r und 7x64 allemal und haben weniger Nebenwirkung.

LM: In Afrika auch, Dickhäuter ausgenommen.

Gerade mache ich Nachtschicht um das Geld für die nächste Afrikareise zu verdienen. Dieses Jahr habe ich in Namibia ein Auto (alter Audi A4 Avant) gekauft, damit gestalten sich die Reisen angenehmer. Von Windhoek zum Kilimandscharo sind es mit einigen Abstechern rund 5.000 Km. Das ist eines meiner nächsten Vorhaben.

Weidmannsheil, Andreas Fasold, Samstag, 23. November 2013 00:27

7x57R veraltet

Ich brauche . . .HIILFE

Ich würde mir gern eine K95 Stutzen kaufen Lauf 50 cm kurz. Gernim Kaliber 7x57R

LM: Nicht für 50 cm geeignet.

Nun empfehlen sie ja 60 cm LL für die 7 mm

LM: ja.

Sollte ich lieber dann die Waffe in 8x57 IRS kaufen?

LM: Für die Patrone paßt der ½ Meter Stummellauf

Ich würde gern damit ihre Geschosse verschießen!

Vielen Dank für ihre Mühe K. Maschlanka, Mittwoch, 27. November 2013 21:43

7x57R gut, aber selten!

Hallo Herr Möller,

ich habe mal wieder Flausen im Kopf für eine Querflinte ein Laufbündel 7x57R bauen zu lassen. Natürlich will ich hier - wie schon auf der .243 und 8x57 IS - nur und ausschließlich Ihre Munition, Geschosse verwenden. Welche Empfehlung würden Sie mir bzgl. Lauflänge (Drall soweit überhaupt beeinflußbar), sonstiges zu beachten, geben?

LM: Ganz gewöhnlicher 22 cm Drall und 60 cm Lauf

Warum Doppelbüchse ? Weil die klassisch ist. Warum 7x57 - weil die klassisch ist und warum größer gehen ? Rummst nur mehr und mehr als 150 m werde ich damit ehe nicht schiessen... Oder würden Sie mir zu einer anderen Kaliber, wie .308, .270, raten?

LM: Weil die 7x57R nur schwer zu bekommen ist ggf die 7x57 ohne Rand, die al Militärpatron weit verbreitet ist und gut zu beschaffen ist

Wenn ja warum ? 8x57 IRS muß jetzt nicht unbedingt sein, oder?

LM: Ebenso selten.

Ich meine, 7x57 ist ein gutes und jagdlich über viele Jahre auf alles mögliche an Wild erfolgreich geführtes Kaliber.

LM: Hat vermutlisch das meite Wild der Weld erlegt1

Oder wie schätzen Sie das ein ? Ich freue mich über Ihre Antwort.

Herzlichste Grüße aus dem Allgäu Michael Gurske

LM: Ein Punkt langt jeweils!

Der Büchsenmacher meint

Hallo Herr Möller,

danke für Ihre Mail. Ich hatte heute Gelegenheit, mich mit meinem Büchsenmacher zu unterhalten, der mir die RWS ID Classic 11,5 g empfohlen hatte. Diesem waren Ihre Patronen nicht unbekannt. Er meinte dazu Folgendes:

Für Magnumkaliber sei Ihr Geschoß sicherlich ausgezeichnet, er habe auch aus seiner Kundschaft eigentlich nur positive Rückmeldungen erhalten.

Für kleine Kaliber wie meine 7x57R sei das Geschoß aber möglicherweise zu hart. Er habe auch durchaus schon negative Stimmen vernommen, wonach beschossenes Wild (einen guten Treffer einmal unterstellt) noch erhebliche Fluchten hingelegt habe. Festgestellt worden sei dann, daß sich aufgrund der Höhen Geschwindigkeit und der geringen Masse ohne „Breitenwirkung“ nur ein Schußkanal gebildet habe, die Kugel gleichsam durch das Wild geflogen sei, ohne sich (teil-)zu zerlegen und Wirkung zu zeigen. Zinn als (ich vereinfache seine doch etwas komplexeren fachlichen Ausführungen:) „massetragender Zerstörungskörper“ sei im Ergebnis nicht durch alternative Materialien zu ersetzen; und Masse koste halt in der Länge Wirkung. Er habe das ID Classic auf verschiedenes Wild und Entfernung erfolgreich und regelmäßig zufriedenstellend eingesetzt, ich müsse akzeptieren, daß für einen Schuß auf Rotwild mit meinem Kaliber bei 150/180m ein der Waidgerechtigkeit (bzw. dem Masse-/Weite-/Wirkungsverhältnis) geschuldetes Ende gesetzt sei. Und in ehrlich gemeinter Anerkennung Ihrer Arbeiten fügte er hinzu, daß auch bei den großen Munitionsherstellern (hier RWS) die Geschosse durchaus auch nicht an einem Nachmittag entwickelt worden seien, sondern anerkannte Ingenieure sich jahrelang darüber Gedanken gemacht hätten.

Ich will die Verkaufsargumente beider Seiten nicht gegenüberstellen, da das erfahrungsgemäß nicht weiterführt.

Ich möchte aber für mein Gewehr in dem nun einmal vorhandenen Kaliber eine präzis schießende Patrone für alle gängigen Wildarten zwischen Fuchs und Hirsch, mit der ich auch auf kürzere Distanzen eine vernünftige Stoppwirkung erzielen kann und die aber auch noch geeignet ist, auf rd. 200, 230m Rotwild sicher zu beschießen [und natürlich auch (wieder einmal einen guten Treffer unterstellt) möglichst fluchtfrei zu erlegen] – (nicht, daß ich regelmäßig so weit schieße oder dieses permanent anstrebe, für die Pirsch im offenen Gelände, wenn nicht näher an das Wild heranzukommen ist, ist das aber doch gelegentlich sehr hilfreich). Natürlich ist mir bewußt, daß der 7x57R schließlich auch Grenzen gesetzt sind, aber nach der Lektüre Ihrer Beschreibungen scheint dieses Kaliber mit Ihren Patronen doch für die von mir geschilderten Zwecke durchaus geeignet zu sein, insbesondere auch bei wegversperrenden Rippen oder sonstigen „Hindernissen“ im Wildkörper auf die genannte Entfernung unter Beibehalt einer schnellen Tötungswirkung noch einen Ausschuß zu bilden?!

Wie sehen Sie vor diesem Hintergrund die Vorzüge/Nachteile Ihres Geschosses zu ID Classic?

LM: So.

Wenn ich heute Abend etwas mehr Zeit habe, werde ich mich noch einmal durch Ihre Internetseite kämpfen. Danach komme ich dann gern auf Ihr Telefonangebot zurück (bitte seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Sie keinen Munitionsspezialisten in der Leitung haben, sondern nur jemanden, der eine praktische Lösung sucht und Vor- und Nachteile der verschiedenen Marktangebote vielleicht etwas akribischer als andere prüft).

Mit freundlichen Gruß JVL,Mittwoch, 12. Februar 2014 13:46

PS: Ich weiß nicht, ob man das angesichts Ihrer Webseite bei Ihnen immer dazuschreiben muß, aber bitte nicht oder nur ohne Namen zu veröffntlichen.

Fünf unter den Euro

Hallo Herr Möller,

mit den neuen MJGen  und neuer Ladung nach Quickload schießt die Blaser BBF95 im Kaliber 7x57R wieder wie sie soll.

Euro

Schußbild 5 Schuß BBF 95 warm, Sandsack 100 m

Schön Grüße, Herbert Baur,  Montag, 26. Mai 2014 20:12

Skadi brutal

Betreff: 7x57R

Hallo Herr Möller,

mein Vater führt eine alte Bockbüchsflinte ( gut 60 Jahre Lauf alt ) in Kaliber 7x57R. Verschossen wird gerade die Werksmunition von Skadi mit dem HDB Hohlspitzgeschoß. Das wirkt auf Rehwild äußerst brutal. Trotz bester Zielwahl sind die Stücke bis über die Silberhaut des Rückens Blut unterlaufen, als wären sie vom Auto überfahren.

LM: Da merkt man, was man schießt.

Da er als älterer Jäger über das Jahr nicht mehr so viel Wild streckt, tu ich mir mit dem Verladen der 7x57 R schwer.

LM: Warum das? Die Patrone ist doch einfach.

So wie es aussieht, beginnt es schon mit der geringen Auswahl der Hülsen bis hin zu gleich großen Losen die es nur zu kaufen gibt. Bevor dies ein Satz mit X gibt kann ich mir die Kosten auch sparen.

LM: Die RUAG Ammotec wird Sie damit sicher gern beliefern.

Obwohl ich mir Ihre 9304 Geschosse in meiner 9,3x62 verlade und zufrieden bin, möchte ich vor diesem Schritt zu Anfang erst noch mal nachfragen. Ist Ihnen bekannt, daß es in verschiedenen alten Waffen, bei Ihrer Geschoßart, Probleme mit der Prazision gibt?

LM: Nein.

Wie wirkt das doch schnelle 7mm Geschoss auf nahe Ziele?

LM:  So! Davon handelt doch mein ganzer Netzplatz. Lesen Sie mal.

Kopftreffer werden von ihm scharf verurteilt.

Mein Vater ist nicht mehr besonders versuchsfreudig. Deswegen versuche ich die beste Bleifreilösung zu finden.

LM: Schon gefunden: MJG!

Vielen Dank für Ihre Hilfe, Gruß S.H.,Freitag, 29. August 2014 16:42

Lies 7x57R Streifschuß auf Bock

Wiederlader Müller / Kempten

Betreff: Ballistische Daten 7x57 R

Ich grüße Sie, Herr Möller,

auf Ihrem Netzplatz bin schon lange lesender Gast und habe mir eine Menge Wissen angelesen. Seit paar Tagen habe ich einen Suhler Drilling in 12/70 und 7x57 R. Die Waffe habe ich jetzt das erste Mal aufbauen lassen. Sie stand 50 Jahre im Schrank. Ich will mit ihr im Wald und auf dem Feld jagen. Bei Herrn Müller aus Kempten habe ich mir Patronen mit Ihrem Geschoß stopfen lassen. Das Beschußamt München maß mittleren Gasdruck 3.245 bar, 950 m/s v0 bei 650 mm Lauflänge.

LM: Das Beschußamt wird ein 60 cm kürzen Lauf vewendet haben. Ihre Leistungen aus dem langläufigen sehen also wohl noch ein bißchen besser aus.

LM: Die Empfehlung soll 954 m/s bringen. Das paßt sehr gut!

Da ich mich mit Ihrem Ballistikrechner nicht auskenne, wäre meine Bitte, ob sie mir mal die rechnerischen Treffpunktlagen bei 65 mm Abstand der Zielfernrohrachse zur Laufseelenachse geben könnten, denn ich habe keine Probleme, mir auch einen Schuß auf 300 m auf Schwarzwild zu getrauen.

LM: Paßt bis 400 m.

Schußtafel bei Army Std.METRO Atmosphäre
-------------------------------------------------------------------------------------
 Waffe / Munition     : 7 x 57 R Visierlinie 6,5 cm über Laufseele
 Geschoßtyp           : 7.2, 6.75, Lutz Möller 7 mm 7005
 Geschoßgewicht       : 6,80 Gramm
 V0                   : 950 m/s
 Drallänge            : 228,0 mm  (RH)
 Gyroskop.  Stabilität: 1,49
 Seitenwind           : 4,5 m/s 
 Ballistische(r) Koeffizient(en) (G1) :
 C1 1=0.431@V>800 m/s; C1 2=0.381@V>400 m/s; C1 3=0.311@V>340 m/s; C1 4=0.429@V>300 m/s; C1 5=0.466@V>0 m/s;

 Tabelle verschiedener Fleckschussentfernungen - Flugbahnen zur Visierlinie in cm
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 Entfernung            50 m    100 m    150 m    200 m    250 m    300 m    350 m    400 m    450 m    500 m 
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
  50 m   Fleck          X       +3,6     +3,9     +0,7     -6,1    -17,0    -32,6    -53,5    -79,8   -111,8   
 100 m   Fleck         -1,8      X       -1,5     -6,4    -15,1    -27,7    -45,1    -67,7    -95,9   -129,7   
 150 m   Fleck         -1,3     +1,0      X       -4,5    -12,6    -24,8    -41,7    -63,9    -91,5   -124,8   
 200 m   Fleck         -0,2     +3,2     +3,4      X       -7,0    -18,1    -33,9    -54,9    -81,5   -113,6   
 250 m   Fleck         +1,2     +6,0     +7,6     +5,6      X       -9,6    -24,0    -43,7    -68,8    -99,6   
 300 m   Fleck         +2,8     +9,2    +12,4    +12,0     +8,0      X      -12,8    -30,8    -54,4    -83,5   
 350 m   Fleck         +4,7    +12,9    +17,9    +19,4    +17,2    +11,0      X      -16,2    -37,9    -65,2   
 400 m   Fleck         +6,7    +16,9    +24,0    +27,5    +27,3    +23,1    +14,2      X      -19,7    -45,0   
 450 m   Fleck         +8,9    +21,3    +30,5    +36,2    +38,2    +36,2    +29,5    +17,5      X      -23,1   
 500 m   Fleck        +11,2    +25,9    +37,4    +45,5    +49,8    +50,1    +45,7    +36,0    +20,8      X     
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 219 m   GEE           +0,3     +4,2     +4,9     +2,0     -4,5    -15,0    -30,3    -50,9    -76,9   -108,6   
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geschw.         m/s   912,9    876,5    841,1    806,6    769,4    732,4    696,4    661,5    627,5    594,4   
Energie       Joule  2835,5   2613,8   2406,8   2213,3   2014,1   1824,9   1650,0   1488,6   1339,5   1202,0   
Seitl. Drift     cm    -0,4     -1,7     -4,1     -7,6    -13,0    -18,9    -26,5    -35,7    -46,4    -58,4   
Windkorrek. MOA/m/s  -0,060   -0,130   -0,212   -0,293   -0,400   -0,484   -0,582   -0,687   -0,793   -0,899   
Flugzeit          s   0,054    0,109    0,168    0,229    0,292    0,358    0,428    0,502    0,580    0,661

Das wäre natürlich die große Ausnahme. Bisher erlegte erst paar mal um 200 m weit stehendes Wild. Mir ist auch klar, daß der Drilling vom Ausdehnungsverhalten überlegt geschossen sein will. Man merkt sogar, ob Patronen in den Schrotläufen sind oder nicht.

LM: Klar!

Na ja, bin eigentlich mehr Praktiker und habe bisher rund 700 Stück Wild erlegt.

LM: Weitermachen.

Ich habe die Waffe jetzt auf einem ,wilden' Schießstand im Revier mit 4cm Hochschuß auf 100 m eingeschossen - müßte vielleicht noch ein Zentimeter mehr sein, oder?

LM: Nein, nur 0,2 cm. Siehe oben. Schieße auf 219 m Fleck ein

Mein erstes Messingschwein habe ich schon erlegt, allerdings auf nur 20 Meter. Es mußte, wie immer im Wald, schnell gehen. Deshalb schoß ich dem Überläufer schräg nach vorn in die Schulter - mitten in's Laufwerk. Er stolperte noch zehn Meter und ich hörte, wie er erstickte. AmAnschuß kein Schweiß, aber nach vier Metern reichlich. Damit war der Drilling würdig eingeweiht.

LM: Sehr schön.

Wenn man ruhig und überlegt mit ihm umgeht, sind auch Ricken mit Kitzen drin.

LM: Die Kitze wissen doch nicht, was geschieht.

Es ist ja schließlich auch von Vorteil, daß man nicht laut repetieren muß oder Hülsen auf dem Hochstand rumpurzeln. Es ist auch etwas für die Seele, wenn man auf das tiefschwarz brünierte Laufbündel schaut und dann seine Blicke über die Gravuren schweifen läßt.

LM: Ach.

Ach,noch eine Bemerkung: Die Zündhütchen(CCI LR 200) legen sich schön an den Stoßboden, sogar die Rille wird bischen enger. Ist doch ok, oder?

LM: Ja.

Als Pulver wurde Rottweil R903 verwendet.

LM: Offensichtlich. Das Ergebnis gibt ihnen ja recht.

Im Voraus vielen Dank für ihre Mühe, JL, Donnerstag, 23. Oktober 2014 13:25

ps: bitte nur Initialen

7x57R 7006 Sitz

Grüß Gott Herr Möller,

frohes neues Jahr!

LM: Danke, gleichfalls!

Wenn ich bzw. ein Freund im Laden 7 mm MJG bestelle, sind das dann die neuen, die gut aus der 7x57R fliegen?

LM: Ja, siehe 7x57R 7006 Sitz. Beachte die engen Passungen zum Übergangskegel!

Mfg. JS; Freitag, 9. Januar 2015 20:29

7x57R PPU Hülsen

Hallo Herr Möller,

ich habe einen Simson Suhl Drilling im Kaliber (LL 60cm) 7x57R 16/70 mit Hornet Einstecklauf von Keller und Simman übernommen. Da ich jetzt im Landesforst jage und Bleifreimunition vorgeschrieben ist, stellt sich mir die Frage, welche Munition für meine Waffe / Kaliber zu empfehlen ist. Zu 90% kommt im Revier Rehwild vor, aber auch Schwarzwild und Damwild kommen vor. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir eine Empfehlung (Geschoßart, Masse) und ein Angebot für fertige Patronen oder Geschosse in 7x57R machen könnten.

Vielen Dank in voraus, Martin Koldehoff, Dienstag, 6. Januar 2015 19:29

Tag Herr Koldehoff,

als Geschoß empfehle ich mein Geschoß.

Seit Jahren warte ich auf PPU 7x57R Patronenhülsen, die an sich hergestellt werden, aber die Lieferungen blieben bislang aus. Nun habe ich Hülsen, kann 7x57R Munition anbieten.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Springe zum Anfang | Lies weiter in 7x57R III