Lutz Möller 9,3x62 Munition, Seite 14

Lutz Möller 9,3x62 Munition

Jagdgeschichten, Seite 14

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Inhalt Lungenschüsse auf Rotwild | Reißzähne | 9362 NS | Begeistert | 9,3x62 Flitzerklemmen in Blaser R8 Magazin | Magazin-Gummipuffer stört | Neuer alter Schatz

Lungenschüsse auf Rotwild

Sehr geehrter Herr Möller,

Anlaß meines Schreibens sind von mir beobachtete Unterschiede in der Splitterabgabe zweier Ausführungen des Flitzergeschosses 9305, siehe nachstehendes Bild 1.

Bild 1: links 9304, Mitte 9305 gekauft November 2015, rechts: 9305 gekauft November 2018, Kerbtiefe deutlich geringer als bei dem Geschoß in der Mitte

Bild 2: 9,3x62 mit Flitzergeschoß 9305„neu” oben und 9305„alt” unten

LM: uralte NeunDreier

Das 9304 MJG bilde ich hier der Vollständigkeit halber ab. Mangels besseren Wissens habe ich die Geschosse als Flitzer 9305 «alt», gekauft im November 2015, und Flitzer 9305 «neu», gekauft im November 2018, bezeichnet. Beide Geschosse lud ich mit 4,1 g RS40 und Federal Magnum Zündhütchen, die Ausführung «alt» noch in RWS Hülsen, die Ausführung «neu» in PPU Hülsen. Mit Speedmag gemessen erreichen die neuen Flitzer 9305 aus meinem 56 cm Lauf mit SD etwa 920 m/sec v0.

Im Dezember 2018 erlegte ich mit dem Flitzer 9305 alt (Bild 1 Mitte, Bild 2 unten) ein Alttier (Bild 3)

Bild drei: Alttier, Dezember 2018 geschossen mit 9305 alt und guter Splitterwirkung, am Anschußs verendet. Waffe Mauser M03 9,3x62 mit 56 cm Lauf und Hausken 184 Jakt SD, Zielfernrohr S&B Zenith 3-12x50. Schußentfernung etwa 120 m. Das Alttier wurde von der Wucht des Geschosses umgeworfen, . . .

LM: Das gewiß nicht. Wenn die Wucht (phys. Impuls) groß genug um das zu ermöglichen wäre, würde jeder Schuß Sie, der Sie gewiß schwerer als ein Tier sind, auch jedesmal umwerfen. Tut er das? Nein! Den Fall verursachte die Wundwirkung, eine biologische Erscheinung, weniger eine physikalische.

. . . schlegelte auf dem Rücken liegend heftig, versuchte wieder auf die Läufe zu kommen. Nach wenigen Sekunden verendete es am Anschuß. Nach dem Aufbrechen zeigte sich ein mittiger Lungenschuß mit Splitterlöchern, auf der Ausschußseite die schon so oft auf Ihrer Seite beschriebene Fünf aus vier Splittereinschlägen und dem Restbolzenausschuß. Alles so wie es sein sollte.

Im November 2019 hatte ich bisher die Möglichkeit einen Spießer, ein Wildkalb und ein Alttier zu erlegen. Den Spießer schoß ich auf 180 m Entfernung, nun mit dem Flitzer 9305 “neu”. Der Spießer zeichnete sehr deutlich durch Hochspringen mit allen vier Läufen, wobei Haupt und Träger nach vorne unten geneigt und beide Vorderläufe zum Körper gekrümmt waren und sprang aus meinem einsehbaren Schußbereich, einer schmalen Rückespur, ab. Er kam etwa vierzig Meter weiter zur Strecke und wurde von Treibern geborgen. Mittiger Lungenschuß, auf der Ausschußseite nur eine Splittermarke. Trotz intensiver Suche fanke ich kene weitere Splittereinschläge (siehe Bilder vier bis acht)

Bild vier : Spießer, geschossen auf 180 m Entfernung, November 2019

Bild fünf : Spießerlunge, Einschu rechts, Pfeil. LM: Gar kein Pfeil zu sehen

Bild sechs: Spießerlunge von innen, Einschuß links

Bild sieben: Spießer, Einschuß innen, Rippe nicht gesplittert.

Bild acht: Spießer, Ausschuß innen mit einem Splittereinschlag rechts unterhalb. Über dem Ausschuß klebt ein Buchenblattrest. Der Fleck ist kein Splitterloch. Rippe nicht gesplittert. Keine weiteren Splitterlöcher, auch nicht im Zwerchfell.

LM: Seltsam. Da fehlt die Fünf vom Würfel! Wie das?

Das Wildkalb, aus einem Rudel von etwa 25 Stk., schoß ich ebenfalls auf 180 m Entfernung. Es zeichnete nicht, sodaß ich dachte gefehlt zu haben. Das Rudel zog auf den Schuß hin im Schritttempo und quer zu mir wieder zurück in den Einstand, aus dem es ausgetreten war. Das Kalb folgte, brach aber mit den Hinterläufen ein und taumelte noch etwa sechzig Meter weit bevor es zusammenbrach und verendete. Der Schuß war ein glatter Lungendurchschuß durch beide Lungenflügel ohne jede Splitterabgabe.

LM: Seltsam! Wie das?

Als ich sah, daß das Kalb getroffen war, beschoß ich ein freistehendes, nicht führendes Alttier auf 190 m in besagtem Rudel. Auch das Alttier zeichnete nicht, zog mit dem Rudel einfach davon. Es fiel nach sechzig Metern hinter einer Bodenwelle, die für mich nicht einsehbar war, gedeckt durch das Rudel, sodaß ich wiederum dachte gefehlt zu haben.

Nach Jagdende ging ich zum Kalb und sah von dort aus das Alttier liegen. Das Alttier hatte einen glatten Leberdurchschuß ohne jegliche Splitterverletzung auf der inneren Ausschussseite.

LM: Seltsam! Wie das?

Die Leber war um den Schußkanal sternförmig gerissen, aber als Ganzes in ihrer Form erhalten. Zeitbedingt hatte ich bei Kalb und Alttier nicht die Möglichkeit Bilds zu machen.

Die Ausführung Flitzers 9305 “neu” hat an den drei erlegten Stücken Rotwild bei gut angetragenen Kammerschüssen mit Ausnahme des einen Splitters beim Spießer keine Splitterwirkung gezeigt. Dies steht im krassen Gegensatz zum Flitzer 9305 “alt” mit dem im November 2018 erlegten Alttier und einigen weiteren Stücken Schwarzwild, die fast alle jeweils am Anschuß zur Strecke kamen. Ich gebe gerne zu, ich hatte mich an die Geschoßwirkung des Verendens am oder sehr, sehr nahe des Anschusses gewöhnt und erwartete die gleiche Wirkungsweise von den neuen Geschossen erwartete. Das beschriebene Nichtzeichnen von Kalb und Alttier hat mich in einer außerordentlich spannenden Jagdlage völlig aus der Bahn geworfen. Das möchte ich so nicht noch einmal erleben.

LM: Bei weiten Lungenschüssen ist fehlendes Zeichnen gar nicht ungewöhnlich. Ich ereinner mich an ein Jagd in Afrika, bei der ich neben einem grauenhaftschechtem Jäger (einem Inder) zwischendurch mal einen Springbock auf gut zweihundert Meter von schräg hinten in die Lungen schoß. Der zeichnete gar nicht. Wegen der Aktion neben mir war ich abgelenkt. Der Bock war dann verschwunden. Ich glaubte gefehlt zu haben und der Bock sei mit demRudel weitergezogen. Tatsächlich lag er am Anschuß tot im Gras. Er war einfach etwas später, als im Knall an Ort und Stelle gefallen. Ich kann den Film vor meinen geistigen Auge heute noch ablaufen lassen. Der Eindruck ist ganz klar. Eine reinen Lungenschuß (ggf. mit ein oder zwei Rippen) merkt das Wild kaum, fühlt sich dadurch kaum gestört. Vermutlich empfindet es den Treffer ehen wie einen Insektenstich. Rosa Lungengewebe enthält keine Nerven.

Haben Sie ähnliche Nachrichten von anderer Seite?

LM: Selten bis kaum. Lesen Sie selbst

Würden Sie Flitzergeschosse 9305 «neu» mit der Kerbtiefe der Flitzergeschosse «alt» anbieten ?

LM: Nein, bessert nichts

Ich glaube, dann wäre das gelöst.

9,3 mm Flitzer mit Splittern und 40° Splittergegel mit mittig geradeaus fliegendem Restbolzen

LM: Falsch. Nein. In diesem Falle vermute ich einen Werkstoffehler, den man prüfen könnte. Obwohl nicht gewünscht, kann ggf., ohne daß die Verwechselung bemerkt wird, mal eine falsche Stange geliefert und verarbeitet werden, bis, ja bis dann – wie bei Ihnen – die Stunde der Wahrheit kommt, der Fehler offen zutage tritt

Mir ist ein gut im Wildkörper wirkendes Geschoß wichtiger, als eine sowieso schon gute und noch weiter verbesserte Aerodynamik.

LM: Dann nimm 9,3 mm Kreuzer

In der derzeitigen Form werde ich die Flitzer 9305 „neu” nur noch auf dem Schießstand verwenden und mich für den Rest der Jagdsaison mit Ihren Kreuzern behelfen.

LM: Zunächst ein guter Gedanke. Brachbar zu treffen braucht der Jäger seinen Seelenfrieden. Die zweifelhaften Geschosse verdammen Sie unverzüglich, sondern die bitte aus, nutzen die nur noch auf dem Schießstand zur Übung, tragen damit aber keine Schüsse auf Wild mehr an. Vieleicht taugen die Ihnen ja als Eintritt in den 10 mm Verein? Ich sende Ihnen gern Ersatz. Wünschen Sie lieber 9,3 mm Flitzer oder 9,3 mm Kreuzer? Ihr Wunsch sei mir Befehl.

Ich habe noch sechzig zweifelhafte Geschosse, von denen nun einige zum Einschießen des 56 cm Laufes und des S&B Zenith Zielfernrohres abgehen werden.

Waidmannsheil, Harald Giesen

Reißzähne

vier Reißzähen genügen

Herr Giesen,

offenbar ist Ihnen der Sinn meiner Hohlspitzen in Verbindung mit den Kerben für die splitternden Reißzähne nicht gegenwärtig. Dazu müssen Sie die Kessselformel verstehen. Der sich beim Treffer auf (flüssige, zähe) Weichzeile in die Hohlspitze fortpflanzende Staudruck spannt mittels der auf Bohrung wirkenden Kraft die Hohlspitze. Lies nach in Zielwiderstand und folgend Zielwirkung. Außerhalb der Hohlspitze herrscht im getroffen Tier nur Wasserdampfdruck. Diese Kraft zerreißt die Hohlspitze (ohme meine Kerben irgendwie).

Der spitze (nur darauf kommt es an) Prismenfräser schneidet die Kerben in den Hohlspitzmund. Der Kerbengrund ist ein idealerweise gerade Linie, die genau bis zur Holspitzbohrung reicht. Genau dort (Kerben-Bohrungs-Schnittpunkt) tritt im Stoff die größten Spannungen auf, leitet den Riß ein. Der Riß pflanzt sich längs der Kerblinie im Kerbengrund fort. Deshalb bilden sich vier Splitter und ein Restbolzen, die dann getrennt in etwa 40° Kegel weiterfliegen. Restbolzen durchdringt schulterstabil in Schußrichtung geradeaus.

Kreuzer, Flitzer 40° Splitterkegel

LM: Altes Bild. Da waren die messingnen Geschosse noch nicht acht Jahren angelaufen, sondern frisch blank!

Ob die Kerbe nun 1 mm tief ist oder – wie die ersten Muster, von denen Sie offenbar einige erwischten – 2 mm ändert an der Kerblinie, auf die für die Reißführung ankommt, nichts. Die Bohrungsfläche, und damait die Spannung erzeugende Kraft, wird lediglich kleiner. Die tieifen Kerben ware vorrangig zum Zeigen, dmat man die auch sieht und erkennt, gedacht, aber nicht zum Schießen.

Erste Neun Dreier Versuche mit Kerbe 2011, Klicke für großes Bild damit die Kerben auch deutlich bis in den Grund zu sehen sind. Beachte und erkenne die reißführende Linie am Kerbengrund.

Meine 9,3 mm Kreuzer und 9,3 mm Flitzer Geschosse gestalte ich bezüglich der Kerben und der Hohlspitzer zweckdienlich. Die sind so gut, erfüllen ihren Zweck. Im Übrigen gilt bei mir: Kleinere Kaliber sind besser. Lies das!

Lutz Möller, Montag, der 2. Dezember 2019

Betreff: Flitzergeschosse 9305 alt und neu, Unterschiede in der Splitterwirkung

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe meinen von Ihnen redaktionell bearbeiteten Beitrag auf Ihrer Webseite nochmals gelesen. An einigen bearbeiteten Stellen hat die Orthographie etwas gelitten.

LM: Wi immer

Hinsichtlich der durch das Aufsplittern des Geschosses verursachten Wundwirkung lasse ich mich von Ihnen gern belehren. Ich möchte Geschosse verwenden, die zuverlässig splittern und deutlich größere Zielwirkung als einen glatten Durchschuß erzeugen. Die uralten, tief gekerbten Neundreier erfüllten diesen Zweck immer zuverlässig. Ich habe noch einen Karton mit 100 Flitzer 9305 "neu" der nicht splitternden Charge, den ich Ihnen gern zusende. Bitte teilen Sie mir die Rücksendeanschrift mit. Gern nehme ich Ihren Vorschlag an, die 100 Flitzer gegen sicher splitternde Flitzer 9305 zu tauschen, sodaß ich die nicht auf dem Schießstand verbrauchen muß.

LM: 9305 gibt es nicht mehr neu. 9,3 mm Flitzer sind da. Oben schrieb ich „Die zweifelhaften Geschosse verdammen Sie unverzüglich, sondern die bitte aus, nutzen die nur noch auf dem Schießstand zur Übung, tragen damit aber keine Schüsse auf Wild mehr an. Vieleicht taugen die Ihnen ja als Eintritt in den 10 mm Verein? Ich sende Ihnen gern Ersatz. Wünschen Sie lieber 9,3 mm Flitzer oder 9,3 mm Kreuzer? Ihr Wunsch sei mir Befehl. “

Mir verbleiben derzeit noch 60 Kreuzer, die für die noch anstehenden Treibjagden ausreichen sollten. Wenn Sie mir dann auch noch die 200 ausstehenden 9305 Kinogeschosse schicken, ist mein Glück so kurz vor Weihnachten vollständig.

LM: Auf 9,3 mm Kino warte ich selbst noch. Aber bitte beantworten Sie meine oben gestellte Frage, ohne etwas anderes zu wünschen.

Waidmannsheil, Harald Giesen, Montag, 2. Dezember 2019 20:37

Betreff: Re: Flitzergeschosse 9305 alt und neu, Unterschiede in der Splitterwirkung

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe nun auch Ihre an mich gerichteten Ausführungen auf Ihrer Webseite gelesen. Sie sind der Fachmann. Ihre Ausführungen überzeugen mich ohne jeglichen Vorbehalt seid ich im Jahre 2006 auf Ihre Webseite steiß. Seither bin ich einer Ihrer zufriedenen Kunden. Ich habe Ihnen von drei Fällen berichtet, bei denen die von Ihnen entwickelte Splitterwirkung der Messinggeschosse nicht eintrat. Warum das so ist kann ich nicht ergründen.

LM: Dazu äußerte ich oben die Vermutung „Werkstoff vertauscht oder fehlerhaft“

Ich habe lediglich den Wunsch, Geschosse zu verwenden, die die von Ihnen überzeugend beschriebene Wirkung in der jagdlichen Anwendung in vollem Umfang zeigen, korrekte Verwendung durch den Schützen natürlich vorausgesetzt.

LM: Klar, verständlich, zugesichert

Bei den drei gestreckten Stücken Rotwild war die von Ihnen beschriebene Geschoßwirkung nicht vorhanden, ohne daß ich mir erklären kann, warum das so ist.

LM: Dazu äußerte ich oben die Vermutung „Werkstoff vertauscht oder fehlerhaft“

Wie bereits geschrieben habe ich noch eine komplette Schachtel mit 100 Flitzern 9305 der besagten Charge, die ich Ihnen gerne zur Analyse zusende.

LM: Alte Geschichten aus der Vergangenheit, die aufzudecken heute nichts mehr bringt. Olle Kamellen. Oben schrieb ich „Die zweifelhaften Geschosse verdammen Sie unverzüglich, sondern die bitte aus, nutzen die nur noch auf dem Schießstand zur Übung, tragen damit aber keine Schüsse auf Wild mehr an. Vieleicht taugen die Ihnen ja als Eintritt in den 10 mm Verein? Ich sende Ihnen gern Ersatz. Wünschen Sie lieber 9,3 mm Flitzer oder 9,3 mm Kreuzer? Ihr Wunsch sei mir Befehl. “

Hinsichtlich kleinerer Kaliber schließe ich mich Ihren Ausführungen ebenfalls an. Das alleine ändert aber noch nicht meine vorhandenen Ausrüstung.

LM: Nein

Zudem kann ich meine Zeit und meine Finanzen leider nicht vollumfänglich jagdlichen Belangen widmen.

LM: Ja aber so ein Ärger, tz, tz, . . .

Mir sollte daher möglich sein, mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung unter Nutzung Ihrer beschreibungsgemäß wirkenden Geschosse weiterhin erfolgreich Jagdmöglichkeiten wahrnehmen zu können.

LM: Ja

Das lief seit dem Jahre 2006 gut. Ich sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte.

LM: Da sind wie einer Meinung

Waidmannsheil, Harald Giesen, Montag, 2. Dezember 2019 22:08

Betreff: Flitzergeschosse 9305 alt und neu, Unterschiede in der Splitterwirkung

Sehr geehrter Herr Möller,

schicken Sie mir bitte 9,3 mm Flitzergeschosse.

LM: Geht los!

Derzeit bin ich mit 9,3x62 noch eher im 20 mm Verein, 35 mm auf 200 m. Das liegt aber vornehmlich am Schützen.

LM: Lies Schußangst

Ich werde mich bemühen, die vermutlich werkstoffehlerbehafteten Geschosse möglichst eng auf Ihrer Scheibe auf 200 m zu gruppieren und berichte ggf.

Waidmannsheil, Harald Giesen, Dienstag, 3. Dezember 2019 09:24

9362 NS

Dezeit arbeite ich an neuen geschoßbestimmten Setzern für den 9362NS

Begeistert

Hallo Lutz !

drei Packungen Flitzer sind in der 9,3 verbraucht und begeistern! Ich bräuchte jetzt 222 für Fuchs! Bitte schick mir wieder eine Packung. Danke.

Mit freundlichen Grüßen, Christoph Zechner, Mittwoch, 8. Januar 2020 22:08

9,3x62 Flitzer klemmen in Blaser R8 Magazin

zu R8 Klemmer beim Nachladen, Magazin

Sehr geehrter Herr Möller,

immer wieder wird zurecht auf die Notwendigkeit schulterhaltender Magazine hingewiesen. Weil aber in Deutschland die Rössel Titan eher selten sind, füge ich gern ein paar Abbildungen des dazugehörigen Magazins bei. Veröffentlichung wie üblich bitte nur mit Initialen.

Magazin mit Schulteranlage Magazin mit Schulteranlage Magazin mit Schulteranlage

LM: Die Schultern der eingestanzten Patronen befinden sich allelrdings an verschiedenen Orten. Genau ist die Passung nicht!

Kmh, WM, Sonntag, 19. Januar 2020 22:54

FLitzer

Sehr geehrter Herr Möller,

Danke für die schnelle Antwort, hilft mir aber leider nicht weiter.

Die von mir zuletzt erworbenen 200 Flitzer (Angebot 78014, September 2019) sind rund 2 mm länger sind als die zuvor erworbenen Flitzer (Angebot 36936 August 2017).

LM: Weiterentwicklung

Nur mit der neuen, längeren Munition habe ich die Hemmungen beim Nachladen mit meiner R8, und zwar wiederholbar. Nach einem Schuß drückt die Gummieinlage vorn im R8 Abzugmagazin auf die Flitzerspitze, verklemmt sich dort. Beim Nachladen belibt die SPitze dort hängen, wird tiefer ins Gummi gedrückt.

LM: Klar, wenn die Schulteranlage fehlt, stößt der Schuß das Gewehr zurück. Wenn keine Schulteranlage die Patronen im Magazin im Stoß nach hinten mitnimmt, stößt der Gummipuffer die Patrone.

Blaser hat mir schon eine härtere Gummieinlage zugeschickt, aber das behebt das Problem nicht.

LM: Blaser soll das Magazin gleich mit einer Schulteranage ausrüsten, bzw in Ihrem Falle nachrüsten.

Kann ich die Flitzer noch in der alten Bauform haben?

LM: Von 2017? Nein.

Kann ich meine bereits erworbenen und teilweise angebrochenen Packungen umtauschen gegen die alte Version?

Blaser R8 Magazin

Blaser R8 Magazin

9,3x62 Flitzer klemmen in Blaser R8 Magazin

Blaser R8 Magazin Gummipuffer 2 mm abgeschliffen. Lies dazu Blaser R8 Magazin

LM: Nein, aber wenn Sie das so wünschen, setzen wir Ihnen die Geschosse nachträglich gern tiefer (wie 2017). Das ginge ohne Weiteres. Geschoßnachsetzen behebt den Blasermagazinmurks aber nicht. Die „Sparkonstruktion“ bleibt, hemmt weiter – und das bei den nicht gerade günstigen Blaserpreisen☻

Mit freundlichen Grüßen, E. Vogt, Montag, 20. Januar 2020 07:14

Magazin-Gummipuffer stört

zu 9,3x62 Flitzer klemmen in Blaser R8 Magazin

Werter Herr Möller,

E. Vogts Beitrag vom Montag den 20. Januar 2020 zu seiner Blaser R8 Magazin Gummipuffer Hemmung an den Flitzergeschoßen lesend, schicke ich einen kurzen Beitrag, der zeigt, wie man mit geringem Aufwand die Lage etwas bessert, wenngleich die darin beschriebene Maßnahme natürlich die Unzulänglichkeit der Magazinkonstruktion hinsichtlich fehlenden Patronenhaltes im Magazin nicht behebt, sondern nur deren schädliche Auswirkung etwas zu mindert.

Vor einiger Zeit bestückte ich einige unbezünderte und unbepulverte 308 Hülsen mit Ihrem Flitzergeschoß, lud dann lange Reihen aus dem Magazin meiner R8 durch, stieß die Büchse (ohne Zielfernrohr), um harten jagdlichen Einsatz nachzuahmen und das Magazin nach hinten gegen die Patronen vor der Gummilippe zu drücken, immer wieder mit dem Lauf gegen den Holzboden. In dem Gummipuffer zeigte sich nach zahlreichen Repetiervorgängen eine, dem Laufweg der Patronen im Magazin entsprechende und durch die Reibung der Flitzerspitzen hervorgerufene Rille (habe leider kein Foto davon).

Ich nahm daher an, das Magazin würde die Patronen, insbesondere bspw. durch Anschlagen der Büchse an ein Hindernis, mangels Schulteranlage nicht oder nur unvollständig zurückdrücken, den Gummipuffer nach schieben, daß die Patronen am Gummipuffer anliegen und an dem anliegend nach oben repetiert werden während die Spitzen am Gummi reiben, kratzen, daraus abtragen.

Zwar hatte ich nie den Eindruck, das drücke ein Geschoß in der Hülse aus der Flucht oder ändere die Spitze in ihrer Lage im Geschoß. Doch ist das Reiben gewiß ungünstig. Deshalb veränderte ich das Blaser R8 Magazin.

LM: Je härter, desto weniger reibt es! Genial.

Da ich ausschließlich Ihre Flitzergeschoße zur Jagd verwende, selbst lade und Ihre Geschoße in der 308 immer genau auf 71,0 mm Patronenlänge setze, setze ich vor den Gummipuffer einen 20 mm breiten Streifen dünne, von mir poliertem und im oberen Bereich abgekanteten Federstahl, sodaß die Flitzerspitzen nahezu am Blechstreifen anliegen.

LM: Sehr klug☺. Je weniger weit der Rückstoß das Gewehr und damit das (schreckliche R8-)Magazin beschleunigt, desto eher greift Ihre Stahlzunge die Patrone. Je eher sie greift, desto früher. Je früher, desto langsamer ist das Magazin noch. Je langsamer der Stoß, desto sanfter fällt er aus. Knapp vor Anlage wäre hier am besten.

Selbstgefertigten Pufferpatronen lud ich dann erneut in hoher Zahl aus dem mit Stahlzunge abgeänderten Magazin. Hier am Schießstand und später auf der Jagd bewährte sich die harte Gleitschiene bislang bestens. Der Metallstreifen zeigt, im Gegensatz zum Gummpuffer, natürlich keinerlei sichtbaren Verschleiß, die Spitzen arbeiten sich im harten Stahl, anders als im weichen Gummin, gar nicht ein, hemmen nicht.

Entlud ich zuvor die Patronen händisch aus dem unveränderten Blaser R8 Magazin, spürte ich öfters einen gewissen Widerstand, insbesondere wenn ich das bestückte Magazin mit der Vorderseite leicht auf eine Holzplatte geschlagen hatte, hierdurch die Patronen im Magazin nach vor gewandert waren (tatsächlich war das Magazin nach hinten gestoßen), die Geschoßspitzen am Gummipuffer anlagen. Mit dem Federstahlblech bestückt lassen sich die Patronen auch nach diesem Manöver leicht und ohne jeglichen Widerstand entnehmen.

WmH, Peter Gurka, Sonntag, 26. Januar 2020 11:35

Mein lieber Herr Gurka,

herzlichen Dank für Ihren klugen Beitrag 🎈 mit Ihren ausagekräftigen Bildern.

Eigentlich sollten die zugrundliegenden Tatsachen, jedem, der Waffen zum Nachladen mit Magazinen baut, bekannt sein. Eigentlich sollten Gewehr-Magazine für Flaschenpatronen eine Schulteranlage aufweisen. Aber, wenn das (warum auch immer) nicht geschieht, die S. fehlt, wäre immerhin zu wünschen, daß die Magazine beim Schuß im Rückstoß (mit weichem Gummipuffer) nicht dauerhaft nachgeben, so daß die Patronen in den Rillen beim Nachladen hengen blieben.

Repetierbüchsen gibt es seit gefühlten Jahrhunderten. Wie kann man im Jahr 2008 (R8 Erscheinungsjahr) immer noch nicht ganz begriffen haben, wie Magazine dafür zu sachgerecht bauen sind. Fragen Sie das Blaser mal. Hyperlink genügt☻

Waidmanns Heil, Lutz Möller👮‍♂️

Neuer alter Schatz

R8 Klemmer beim Nachladen, Magazin

Hallo Herr Möller,

noch eine kurze Frage: Ich habe mir eine gebrauchte Blaser R8 in 9,3x62 gekauft. Die Waffe ist auf Ihre 9,3 mm Flitzer eingeschossen. Beim Durchstöbern Ihrer Seite fiel mir ein Eintrag zur Flitzer in der R8 aufgefallen. Die Flitzer sollen im Magazin haken bzw. im gummierten Vorderteil des Magazins steckenbleiben. Können sie das bestätigen?

LM: Nein. Ich fasse Blaser-Waffen nicht an. Lesen Sie dazu die entsprechenden Jäger-Berichte.

Ich werde in meinem neuen Revier auf 150 - 200 Meter schießen.

LM: Lies GEE und Einschießen.

Es kommen Reh- und Schwarzwild vor. Ich werde im Landesforst Brandenburg an fünfzehn bis zwanzig Drückjagden jählich teilnehmen. Der Rest sind Einzel- bzw. Gruppenansitze. Daher meine Frage: Soll ich lieber auf 9,3 mm Kreuzer umsteigen?

LM: Bei den von Ihnen beabsichtigten Schußentfernungen und den vielen Bewegungsjagden ist das ein ganz kluger Gedanke, den ich unterstütze, mal ganz abgesehen von dem blöden Blaser-Gummipuffer, den Blaser statt einer erforderlichen und geeigneten Schulteranlage im Magazin verbaut, um angeblich den Rückstoß der Waffe von den Patronen fernzuhalten. Das tut der Gummipufer aber nicht. Die nachteiligen Folgen sind bekannt und veröffentlicht. Ich halte die „Lösung“ für einen unverzeihlichen Mangel der „hochgelobten“ R8.

Würden Kreuzer eventuelles Hakeln vermeiden?

9362 3006LM: Links 9,3x62 rechts 30-06. Ich kenne den Blaser-Gummi nicht aus eigenem Gebrauch. Mein festen Kreuzer-Hohlspitzen aus Messing widerstehen schlechter Behandlung jedenfalls sehr viel besser als die dünwandigen, weichen Plastikspitzen meiner Flitzer. Wenn die Patronen im Magazin vor anstößt, fehlt vermutlich hinreichende Schulteranlage. Die deutsche 9,3x62 Kolonial-Patrone hat im Kaliberwahn-von Otto Bock keine günstige Schulter (zu klein) bekommen. Das Geschoß ist für die Hülse zu dick. In dem Falle empfehle ich Kreuzer zu laden. Besser noch wäre (bei gleicher Patronengesamtlänge) ein kleineres Kaliber mit einer größeren Schulter, wie die 30-06!

Zumal der lange Hals der 30-06 für besseren Geschoßhalt, als die fummelige, dünnwandige 9,3x62 Hülse bürgt. Gute Militärhülsen sind unempflindlich gebaut.

Wäre die Munition im Hinblick auf den jagdlichen Einsatz in Ordnung?

LM: Ja. Beachte Vorhaltewinkel!

Wäre dann erneutes Einschießen notwendig?

LM: Das zeigt der erfordliche Anschuß nach der Laufreinigung und Ölschuß

Liebe Grüße, Paul Döcker, Dienstag, 28. Januar 2020 17:31

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