.30-06 Springfield  NS

Pfad / Heimat / Munition / Setzer / 30-06

Inhalt 30-06 Neuer Setzer Bohrung | NS Wechselbuchsen-Bohrungen zu bestimmen | 30-06 Leibe | 30-06 Neuer Setzer Gewinde

30-06 Neuer Setzer Bohrung

Moin Lutz,

ich habe mich mal im Vorfeld mit dem  .30-06 NS beschäftigt. Dabei fiel mir auf, auf, die Bohrung im Setzer ist offenbar zu eng.

LM: Alle Buchsen sind für (tatsächlich vorhandene) untermaßige Hülsen bestimmt. Das Maß unter der CIP Größe beträgt meist so etwa ein zehntel Millimeter. 

Daraus folgt, auch der richtige Abstand zum Hülsenhalter wird (auch mit Gewalt) nicht erreicht.

LM: Einzuwürgen ist ein Vorgang der Gewalt erfordert. Beachte 4 mm Bodenabstand. .30-06 Delta L ist bereits berücksichtigt.

Also ist auch kein korrektes Setzen des Geschosses (auf L6) möglich. Anbei einige Bilder, auf denen du die Spuren des Halswürgens erkennen kannst.

11,911,95 NS Hülse

Es ist eine Differenz zum Ende der Schulter zu sehen. Auch oberhalb von P1 sieht man deutlich, daß die Matrize da nicht weiterkommt.

LM: Nicht weiterkommt? Woran mag das liegen? Keine Schmierung? Kraft? Keine gute Ladepresse? Falscher Bodenabstand? Hinweis: der muß 4,00 mm betragen! 

Bodenabstand

Eine abgeschossene PPU Hülse aus meiner R8 mißt bei P1 = 11,96 mm, bei P2 = 11,29 mm.

Eingewürgt in der Nähe von P1 exakt der Innendurchmesser Deines Setzers (11,90 mm), am Hals H2 = 8,30 mm H1 = 8,51 / da vom Würger nicht erreicht.

Im Hals mißt die gewürgte Hülse nun 7,6 mm - die abgeschossene, ungewürgte mißt um die 7,9 mm (mehrere gemessen).

Das Einwürgen an sich funktioniert sehr gut, habe letztlich die kleinste Hülse von den drei beiliegenden verwendet. An der Matrize messe ich - wie auf einem Foto zu sehen, 11,90 mm. Das ist definitiv zu eng, da die Hülse ja dicker ist. Wenn auch 'nur' mit Messschieber gemessen ... die Differenz ist ja vorhanden.

Ansonsten gestaltet sich das zusammensetzen und auch wieder demontieren dieses Setzers einfach.

Gruß Mathias, Freitag, 7. Dezember 2018 17:56

Betreff: Denkarbeit zum NS

Ich frage mich gerade, warum du am Pulverraum so ein Maß gewählt hast. Letztlich ist das auch garnicht so wichtig, da Du den Rundlauf doch über die Schulter garantierst. Das ist ja schlichtweg die perfekte Zentrierung. Nach meinem Dafürhalten, sollte die Pulverraum-Bohrung 12 +0,02 mm oder ähnlich toleriert sein, da ja nach Maßtafel P1 = 11,99 mm beträgt.

was meinst du ? Freitag, 7. Dezember 2018 18:12

Betreff: und noch was ganz wichtiges ...

oder ich hätte ein Verständnisproblem. Wenn der NS sowohl als Halswürger, als auch als Setzer von Dir ersonnen ist

LM: Ja

So fehlt meines Erachtens eine weitere Buchse. Nämlich jene, die (bei der .30-06) H2 auf 8,63 mm begrenzt . Oder verstehe ich da was falsch? Wenn gedacht ist, daß man die einfach wegläßt, wundert mich auch das Rundlaufproblem nicht. Die Konzentrizität des Halses zur Schulter macht der Würger. Aber dann?

Da H2 per CIP festgelegt ist, spielen bei einer solchen Buchse auch unterschiedlich dicke Hülsenmünder keinerlei Rolle - denen mußnur beim Einwürgen Rechnung getragen werden.

Gruß Mathias, Freitag, 7. Dezember 2018 18:36

Um die genau Antwort zu geben, muß ich Dein Maße bauen und betrachten. Erst danach weiß ich zu sagen, was an Deinem Beitrag und ggf. meineWerkzeugen richtig und was falsch ist. Ich sitze daran. Mehr morgen.

Betreff: gewonnene Erkenntnisse .30-06 Springfield

Moin Lutz,

habe weiter gemessen und nachgedacht. Folgende Erkenntnisse kamen dabei heraus:

1. Fabrikneue PPU Hülsen messen ca. 11,18 mm an P2 und 11,90 mm an P1, passen also saugend in den NS.

LM: Eben dafür schuß ich meinen NS

2. Abgeschossene Hülsen sind naturgemäß geweitet, passen also nicht. Dies ist insofern störend, da ja nur der Hülsenhals eingewürgt werden soll um, die Lebensdauer der Hülsen zu verlängern. Mit Fett & Gewalt hätten wir dann eine komplett 'Kalibrierung', was aber nicht Ziel des Entwurfs war.

LM: Zile meines Entwurfes ist für uns besseres Werkzeug zu haben, dern überzählichenTeilc ich nich verkaufen kann

3. Die Passbuchse entspricht nicht dem Durchmesser, der sich aus dem gesetzten Geschoss ergibt - es fehlt mindestens ein Zehntel.

LM: Nein. So ist Die Lage | Siehe 30-06-NS

8,55 Buchse paßt! 8,53 Buchse würgt Wulst ein - so soll das ein!

Die von mir gemessene Materialstärke einer eingewürgten PPU .30-06 Hülse beträgt ca. 0,4 mm. Daraus folgt: Flitzer Durchmesser 7,83 mm + 0,8 mm Wandstärke = 8,63 mm. Die größte mitgelieferte Hülse misst allerdings 8,55 mm. Da passt was nicht zusammen ... ich vermute, du hast den Flüchtigkeitsfehler begangen, die Wandstärke nur einmal zu berücksichtigen ? Denn so muss einer der Kontrahenten beim Setzen nachgeben ... z.B. die filigranen Führbänder.

LM: Nein, nein. Sie oben. Und vergiß irgendwelche anderen Hülsen außer meine neuen PPU Hülsen. Lies Die Lösung

Gruß Mathias, Samstag, 8. Dezember 2018 11:39

Gesendet: Dienstag, 11. Dezember 2018 14:20

Betreff: NS am Beispiel .30-06

Hallo Lutz,

nochmal zurück zum Thema NS Halswürger:

wie du weisst, schiesse ich eine R8 in 30-06. Du bietest den NS nicht nur zum Setzen, sondern zusätzlich zum Einwürgen an. Dein Argument: nur Hals einwürgen verlängert die Lebensdauer der Hülse/ geliderte Hülsen haben weitere Vorteile. All meine abgefeuerten Patronen sind auf's Blaser Patronenlager gelidert und größer im Durchmesser (unteres Viertel vom Boden) als 11,90 mm. Damit erfüllt der Setzer nicht den gewollten Effekt. Deshalb nochmals mein Verbesserungsvorschlag (für deine externen Kunden schon wichtig), den Setzer von unten 20 mm tief auf 12 mm aufzureiben. Analog dazu natürlich auch die anderen Kaliber. Mir ist schon klar, dass dies nur für Wiederlader wichtig ist - sogar sehr wichtig, denn geliderte Patronenhülsen (für eine ganz bestimmte Waffe) fördern nunmal die Präzision. Bei meinen Versuchen im Vorfeld war der Kraftaufwand exorbitant

LM: Gefettet?

und ich habe es nicht darauf angelegt, bis zum 'Schluss' zu drücken.

Gruß Mathias

Dann müssen diese Leute eine Sonderleib bestellen und bezahlen

Waidmannsheil, Lutz Möller

NS Wechselbuchsen-Bohrungen zu bestimmen

Moin Lutz,

daß verschiedene Hülsenfabrikaten in Verbindung mit Deinem 30-06 NS Schwierigkeiten bereiten (können), ist ja gewissermaßen vorherbestimmt.

LM: Ja.  Ich empfehle PPU Hülsen. Die geben mir die Maße für die Bohrungen. Andere Hülsen können am Hals abweichen.

Wohlwissend, Deine Entwicklung ist vorrangig zur Verbesserung der eigenen Munitionsfertigung gedacht, kann,  wird allerdings das Auftreten andere Hülsenhals-Wandstärken zu Schwierigkeiten führen.

LM: Ja. Siehe oben

Am angehängten .30-06 Beispiel trat ein solches auf. Da nach CIP Maßtafel H1 | H2 bis 8,63 mm betragen dürfen, ist die Deinem Satz beigelegte Setzbuchse mit 8,55 mm Ø zwar für Deine PPU Hülsen geeignet, für andere Fabrikate womöglich eben nicht.

LM: Richtig. Siehe oben

Deshalb empfehle ich, eine weitere Hülse mit 8,63 mm Innendurchmesser immer beizulegen.

LM: Nein.

Das geht u.U. zwar  auf Kosten des Rundlaufes, . . .

LM: eben

. . . deckt aber nach oben alle verladbaren Hülsen ab.

LM: Aber ohne den NS Sinn zu erfüllen. Das nützt rein gar nix. Meine Wechselbuchsen für eine gewisse Hülse sind bestimmt für den 10 mm Verein den Rundaluf auf 0,02 mm oder kleiner herzustellen. Klapperpassung tun das nicht, verwerfe ich daher. Der klappern will, nehme RCBS oder andere herkömmlich Gesenke. Jagen kannman mit der Munition daraus auch.

Schließlich willst du ja ausschließlich glückliche & zufriedene Kunden haben!

LM: Ja. Das Glück entspringt aus dem Verständnis meines Angebotes und der Nutzung desselben. Wenn jemand aber nicht begreift, was ich ihm biete und der meine Dinge bestimmungswidrig zu nutzen versucht, kann er damit nicht glücklich werden. Wenn er andere  Dingen genauso wesensfremd zu gebrauchen versucht, klappt das nie, wird er nie glücklich. Es kommt (wie immer im Leben) auf sein Verständnis und folgerichtiges Handeln, ob er glücklich werden kann, an.

Wenn dann jemand unbedingt noch eine Setzhülse für dickere Hälse zwischen 8,55 und 8,63 Millimeter benötigt, dann kostet das halt zusätzlich.

LM: Ja. Um für einen gewisse Hals eine passende Wechselbuchse anfordern zu können, muß

  1. eben diese gewisse Hülse eingewürgt (nicht nur eine sondern mehrere, sagen wir mal zehn Stücke )

  2. dann mit meinen Geschoß geladen, (alle)

  3. dann der Hals-Ø jeder mit einer Mikrometerschraube mehrmals in verschieden Winkeln (drehe Hülse drei mal eine viertel Umdrehung) gemessen, mir dann das vollständige Meßergebnis in einer Exel-Tafel mitgeteilt werden.

  4. Dann kann ich aus den Daten sehen, ob die Hülse hinreichend gleichmäßig sind, um für den NS zu taugen.

  5. Wenn die Hülsen, den abgelieferten Daten taugen, könnt ich für die gewisse Hülsen Wechselbuchsen herstellen und anbieten

Im weitern bedeutet das allerdings auch, würde zum Einwürgen  auch eine größere Buchse benötigt, nämlich um dickeren Hälsen Rechnung zu tragen.

LM: Klar, ein dicker Hals muß sich zweimal in den Wechselbuchsen widerspiegeln, einmal zum Würgen, einmal zum Setzen.

Aus Deiner Sicht ist einer größeren Würgehülse allerdings nicht erforderlich, da die vorhanden Buchse zu Deinen PPU Hülsen paßt und weiterhin Dein NS nunmal in erster Linie ein Setzer ist.

Gruß Mathias, Donnerstag, 17. Januar 2019 08:23

30-06 Leibe

zugehörige PDF

30-06 Neuer Setzer Gewinde

Hallo Herr Möller,

Ich bitte Sie um einen Rat. Ich verwende seit vielen Jahren ihre Geschosse in mehreren Größen und habe damit etliche gute Jagderfolge erzielt.

Mit Ihrem neuen Setzer in 30-06 habe ich nun die ersten Patronen geladen. Ich lade einmal abgeschossene Hülsen von RWS

LM: Ich empfehle PPU Hülsen. Davon nehme ich die Maße für die Buchsen.

Ich presse mit einer Forster Co-Ax Presse (dazu später noch eine Bemerkung) versuchsweise mit den 8,53 und 8,55 er Buchsen. Dabei verklemmt sich das Geschoß (Flitzer) im Setzer, läßt sich nur mit zusätzlichem Werkzeug wieder lösen

LM: Dazu ist ja der Setzer oben offen, nämlich auch um, ohne den Setzer auszubauen, Klemmer ausstoßen zu können.

Davor verwende ich eine Halskalibrier-Matrize von Redding, bei der ich verschiedene Kaliberringe versuchte. Leider auch ohne Erfolg. Für Hilfe wäre ich dankbar.

LM: Mein NS ist nicht bestimmt mit anderen Werkzeugen gemischt zu werden. Der NS ist für PPU Hülsen bestimmt. Wenn Hülsen mit andern Maßen geladen werden sollte, müßten andere Buchsen gefertigt werden. 

Forster CoAx Presse

Forster CoAx Presse

Bemerkung: In der Co-Ax läßt sich der Leib Ihres Setzers nur gerade eben befestigen.

LM: Bitte Bild!

Die Kontermutter sitzt auf den letzten Gewindegängen, obwohl ich das Gesenk nach Ihrer Empfehlung (also auf etwas Spannung und damit tiefer) eingestellt habe.

Bodenabstand

LM: 4,00 mm Bodenabstand sind Soll (sowohl beim Einwürgen als auch beim Setzen).

Vielleicht könnten Sie das Gewinde nach unten etwas verlängern.

LM: Nachträglich?

Klaus Biesinger, Dienstag, 15. Januar 2019 11:31

Springe zum Anfang