Bockbüchsflinte

aufgebockte Kipplaufwaffe mit Schrot- und Büchslauf

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Grüß Gott Herr Möller!

Ich habe vor mir eine Kombinierte für die Schwarzwild und Fuchsjagd bei Nacht auf Kirrungsentfernung zu kaufen und lege sehr viel Wert auf Ihre Meinung!

LM: So.

Der Schrotlauf wäre für den Marder vorgesehen! Ich hätte drei Kaliber ins Auge gefasst: 7x57R; 7x65R; .308 Win. Wichtig wäre mir, eine ausreichende Wirkung auf Schwarzwild (Schußentfernung bis 65 m); keine übermäßige Zerstörung des Fuchsbalgs und verhältnismäßig wenig Rückstoß. Da kommt sowieso nur Ihre LM Munition in Frage!

Ich bin übrigens Österreicherin, war im November auf Ansitztagen auf Rehe eingeladen (82 Stück Rehwild) und die Muni Ihrer ehemaligen österreichischen Partner in Mödling hat bei einigen ziemlich versagt.

Ach ja, welch Wunder!

Deshalb lieber Versandkosten!

Vielen Dank! Tanja , Freitag, 20. Januar 2012 11:23

Liebe Frau Tanja,

für Kipplaufwaffen soll am Randpatronen wählen. Für geringen Rückstoß soll man leichte, kleinkalibrige Geschosse wählen.

LM: Kleiner ist feiner – kluger sowieso!

ür kurze Entfernungen soll man kurze Patronen wählen, die dann auch keine so langen Läufe benötigen. Mit Ihre Vorauswahl lagen Sie schon ganz richtig. Ich empfehle Ihnen daher für den Büchslauf die 7x57R Munition und für den Schrotlauf 20/70. Wenn die Läufe 60 cm lang würden wäre das gut. Länger schadet nicht. Kürzer stört bei den kurzen Entfernungen auch nicht wesentlich.

Wichtiger als der Hersteller der Waffe ist, daß Ihnen der Schaft und der Abzug liegen. Sie müssen die zu erwählende Waffe also innig in die Hand nehmen und anschlagen und sehen, ob die mit der zu verwenden Visiereinrichtung (Zielfernrohr, o. ä.) zu ihnen paßt. darauf kommt es bei der späteren erfolgreichen Benutzung mehr an, als auf alles Andere.

Waidmannheil ins Schön Österreich, Lutz Möller

Bock vs. Querbüchse

Hallo Lutz,

ich wende mich heute mit einer Frage ganz anderer Art an dich. Wie du weißt, bietet Blaser eine BBF als Bockwaffe an mit herkömmlichem Verschluß sowie die S2 als Büchsflinte oder Doppelbüchse mit KBV. Der BBF-Verschluß sein bis 5.000 bar sicher, der KBV bis 5.600 bar, meinen die.

LM: Genau kommt es auf die Stoßbodenkraft an.

Nun frage ich mich, welche die präzisionsförderndere Bauart ist.

LM: Das bestimmt vor allem die Ausführung. Ich glaube unsere Merkel, Blaser, Krieghoff, Heym können beides hinreichend gut.

Die Bockwaffe hat den Lauf mittig vorm Verschluß und gibt die Rückstoßkräfte ebenso weiter. Die Querwaffe hat den Lauf außermittig und verursacht dadurch ein Drehmoment außerhalb der Mitte, also eine ungerade Rücklaufbewegung.

LM: Der wesentliche Unterschied im Gebrauch ist, die Querbüchse läßt sich schneller nachladen, während die Bockbüchse mehr Ziel freigibt, also besser zu zeilen, bzw. zu schießen ist.

Muß es demnach nicht so sein, daß die Bockwaffe einfacher als die Querwaffe zu beherrschen ist.

LM: Die Bockwaffe verursacht Höhenabweichungen, während die Querbüchse Seitenabweichungen verursacht. Da die meisten Tiere (Vogel Strauß und Giraffe mal ausgenommen) breiter als hoch sind, sollte ein gewisse Seitenabweichung über die verschiedenen Entfernungen nicht zu sehr störend ins Gewicht fallen.

Wäre die Bockwaffe daher aus Präzisionsgründen vorzuziehen?

LM: Vielleicht, aber das bestimmt vorrangig die Ausführung, meine ich. Gar nichts kannst Du mit einer einläufigen Kipplaufbüchse mit KBV verkehrt machen, um ausdauern genau zu schießen, d der auch der asymmetrische Wärmeverzug , den alle Kombinierten haben, gänzlich fehlt.

Das der KBV der S2 natürlich eine dolle Sache ist, ist klar, aber es geht mir hier ausschließlich um Fragen der Präzision!

LM: Kombinierte bestehen vornhmlich aus Kompromissen. Einläufige nicht in dem Maß! Denk mal drüber nach.

Liebe Grüße, Jan g., Dienstag, 17. Juli 2012 22:24

BBF geboten

Hallo Lutz,

zu Deiner Frage ob ich dem Schützen der Schwierigkeiten mit der bewegten Büchse hat einen Rat geben kann, will ich mich den passenden Worten des Herrn Wolfgang Louen anschliessen.

Ich bereite mich auf die Drückjagden mit intensiven Trapschießen 3 x die Woche vor, denn dabei hat man keine Zeit zu überlegen und das ist für mich das beste Mittel, Gedanken abschalten und nur reagieren, das geht später in Fleisch und Blut über und ich konnte es für das Büchsenschießen übernehmen.

Da sich meine Revierverhältnisse geändert haben trenne ich mich von meiner Blaser BBF 95 in der Kombination 7x57R 12/70 mit Blaser Montage und 3-12x56 RWS Supreme mit Leuchtpunkt.

Mit der BBF konnte ich in Verbindung mit Deinen Geschossen einen 135 kg Hirsch und

einen 135 kg Keiler von 135 Kg erlegen. Die Waffe schießt auf 100 m auf den Daumennagel. Auf 300 m erziele ich einen 5 - 6 cm Streukreis.

Wenn jemand die Büchs möchte, möge er sich melden. Lutz Möller leitet die Anfrage dann an mich weiter.

Waidmanns Heil, Burghard, Montag, 4. März 2013 23:35