Wild vom Rost

Wildpret schmeckt hervorragend, ist dabei mager und würzig. Wildpret ist gesundes Fleisch. Wild ist einfach zuzubereiten. Wild ist etwas Besonderes, um Gäste zu bewirten. Wild lebt frei im Wald besser, als gefangenes Zuchtvieh im Stall. Wild stirbt, ohne seinen Tod vorher zu ahnen, schnell durch des Jägers saubere Kugel besser, als geschundenes Hausvieh, ahnungsvoll nach langem Transport, im Schlachthof.

Wildpret läßt sich nicht nur gut als einfacher Rost- oder aufwendiger Schmorbraten oder Gulasch auf den Tisch stellen, sondern, anders als Viele glauben, hervorragend in kürzester Zeit zubereitet vom offenen Holzkohlenrost genießen.

Reh, Damwild oder Sau sind nach meiner Erfahrung und dem Urteil unserer Speisegäste gleichermaßen gut geeignet, ohne viel Gedöns kurz gebraten unsere Bäuche zu füllen. Um große schiere Stücke zu schneiden, nimm best eine Keule. Zerwirke die Keule nach den gewachsenen Muskelsträngen. Löse die groben Bindehäute. Es ergeben sich aus den kleineren Muskeln von selbst zur Hälfte kleine Stücke. Die verbleibenden großen Muskeln schneide quer zur Faser in große Schnitze, jedoch unter 2 cm Dicke.

Da Wild vollkommen mager ist, kann kein Fett vom Rost in die Glut tropfen - gesundheitlich von Vorteil! Also wird auch keine Fettflamme das Wild verräuchern, muß unnötig stänkernde Glut nicht dauern gelöscht werden, sondern kann ruhig leistungsfähig durchglühen. Daher duftet ein Wildrost gut, statt mit lästigem Fettgestank der Nachbarn Unwillen auf sich zu ziehen.

Auf gut glühende Holzkohlen, die keine hell leuchtende Flamme zeigen, lege die Wildschnitze. Wende sie nach zwei Minuten. Nach weiteren zwei Minuten Hitze ist das Wildpret je nach Dicke und Glut durchgegart. Bist du nicht sicher, wie weit Deine Gluthitze das Fleisch bereits garte, schneide einfach auf dem rost ein Stück an. Länger zu rösten läßt das Wildpret zäh werden. Es gilt also für die vorhanden Glut und Rosthöhe eine der Stückdicke angemessen Röstzeit herauszufinden.

Da Wildpret selbst kein Fett enthält, sich der Geschmack erst durch ein wenig Fett entfaltet, muß das geröstete Fleisch Fett finden. die allereinfachste Art ist es auf einer Butterstulle, oder zwischen zwei solchen, zu essen. Salze das geröstete Fleisch, klemme es zwischen zwei dünne Butterstullen oder gebuttertes Röstbrot (Vollkorntoast) und du genießt ohne hinterher abwaschen zu müssen.

Auch vom Teller mit Salaten oder Gemüse schmeckt Röstwild hervorragend, wenn ein klein bißchen Butter den Weg an das Fleisch findet. Sonst erscheint es zu trocken.

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Gönne Dir MJG der Lutz Möller GmbH vom Erfinder selbst.

Du wirst kein besseres Jagdgeschoß finden.

Lutz Möller

Lutz Möller