Kipplaufbüchse

für die Berge

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Inhalt 6,5x65 R oder Randlos | K95 | Geschoßrundlauf  | Anatolische Keiler | 6,5x57R Kipplaufbüchse | Für und Wider der Kipplaufwaffen | Lautlose Kipper | Bergbüchse | K77 .30R | .30R oder 8x57IRS | Haenel mit Jäger-Kippblock-Verschluß | Merkel K1 Kipplaufbüchse | Heym 44 B mit 9,3 x 74R | Randpatrone für Kipplaufbüchsen

Einfacher und kräftiger Verschluß

Näheres von Gregor Schmidt-Colberg | info@flintenschuetze.de | http://www.flintenschuetze.de/ | Funk +49.151.184 09 135 | Tel . +49.9131.50524 | Fax . +49.9131.56028

Der Grund sich mit einer Kipplaufbüchse zu beschäftigen liegt in Graubünden. Dort verlangt die gesetzliche festegelegte Tradition einschüssige Waffe mit mindestens 10,2 mm Kaliber. Meist wird dort die 10,3x60R geschossen, aber auch die .416 Rigby. Wie mir Andreas Luck sagte, mögen die Graubündener gefällige Waffen. Außerdem ist es dort bergig. Der Jäger möchte nicht so viel schleppen. Also bietet sich für den Zweck eine Kipplaufbüchse an. Damit die nun nicht auf die Graubündener 200-m-Grenze beschränkt bleibt, muß ein neue Patrone her, eine, die mehr Pulver als die 125 Jahre alte 10,3x60R faßt. Nahe liegt die vorhandene Randpatrone 9,3 x74 R auf 10,3 mm aufzuweiten und vorhandene Läufe und Geschosse zu verwenden. Schweiß ist nicht in der CIP. Also ist das völlig einfach zu bewerkstelligen. Allerdings wird die Patrone jedermann selbst stopfen müssen, oder ein Gewerblicher muß in der Schweiz gefunden werden, der das tut.

Ein kräftige Kipplaufbüchse wie oben sollte auch mehr Druck, als die 9,3 x74 R vertragen. Der einfache und kräftige Verschluß oben, wird das können.

Schießschule

Als Schießschule empfehle für Flinte und Büchse mit eigenem Übungsgelände empfehle ich Gregor Schmidt-Colberg | info@flintenschuetze.de | http://www.flintenschuetze.de/ | Funk +49.151.184 09 135 | Tel . +49.9131.50524 | Fax . +49.9131.56028

Lutz Möller 2. Dezember 2005,

6,5x65 R oder Randlos ?

Sehr geehrter Hr. Lutz Möller!

Wenn Sie meine Anfrage ins Netz stellen, dann bitte nicht mit meinem Namen veröffentlichen!

Ich habe mit eine gebrauchte Blaser K95 in 6,5x65 R zugelegt, wobei ich sowohl Patronen mit Rand und ohne Rand verschießen kann (Auszieher wurde von Vorbesitzer modifiziert)! Wenn man jetzt Ihre ballistischen Daten zwischen 6,5x65 R und 6,5x65 vergleicht, steigt die randlose Patrone besser aus! Soll ich mir nun die 6,5x65 R oder die 6,5x65 Patrone mit Ihrem Lutz Möller Geschoß verladen lassen, oder besteht der Unterschied nur in der unterschiedlichen Ladung?

Mit freundlichen Grüßen, M. W. , Montag, 28. August 2006 08:39

Tag Herr W.

Das Waffengesetz würde antworten, laden Sie nur die Patrone, die auf dem Lauf eingeschlagen ist. Der Rat ist nie verkehrt.

In ihrem besonderen Falle der K95 mit dem starken Jäger Kippblockverschluß sieht die Sache anders aus. Der Verschluß und die Waffe halten deutlich mehr als herkömmliche Kipplaufwaffen aus. Scheiring berichtete von einer seiner Kipplaufbüchsen mit nämlichem Verschluß in .300" Pegasus, der aufgrund einer Fehlladung etwa 6.000 bar Gasdruck ohne jeden Schaden an der Waffe überstanden habe. Die Patron war natülich hinn, denn bei 600 N/mm² mag das Messing nicht mehr fest sein sondern fließt. Das begründet die Vermutung, die K95 mit der gleichen Technik würde sich ähnlich verhalten. Der K95 Verschluß ist außerordentlich widerstandsfähig und hält große Stoßbodenkräfte aus. Kleine Patronen mit 12 mm Bodendurchmesser, wie die 6,5x65(R), beanspruchen den Verschluß bei gleichem Druck weniger als größer Patronen wie .300" WM mit 13 mm oder oder der deutschen Magnum 8x68S mit 13,3 mm Ø. Druck x Fläche ist Kraft. Näheres lesen Sie bei Stoßbodenkraft nach.

Ohne den Verschluß zu überlasten können also die 12 mm Patrone auf höher Drücke geladen werden, zumindest bis dieselbe Stoßbodenkraft wie der 8x68S erreicht wird. das wären 5.393 bar, mehr als die Hülse unbeschädigt verträgt. Kurz gesagt, solange in Ihre K95 in 6,5x65(R) das Zündhütchen nach dem Schuß noch fest in der Hülse steckt, können Sie den guten K95 Jäger-Kippblockverschluß nicht überlasten. Si können also die Lutz Möller Munition der randlosen 6,5x65 nutzen. Achtung. Das Gesagte gilt nur für die K95, nicht für andere Kipplaufbüchsen mit anderen, schwächeren, Verschlüssen!

Waidmannsheil, Lutz Möller

K95 Schwarzer Verbund

Hallo Herr Möller!

Ich möchte Sie erst mal zu Ihrer guten Seite beglückwünschen.

Nach längerem Lesen und Beobachten Ihrer Seite entschloß ich mich auf das Lutz Möller KJG umzustellen. Nachdem ich von Herrn L. 4 Versuchsladungen erhalten hatte ging es ans Schießen. Ich brach den Versuch bereits nach der 3 Gruppe ab, da das Ergebnis eindeutig war.

Waffe: K95, Patrone: 7x65R, Geschoß: 7 mm Lutz Möller Geschoß 6,75 Gramm, Ergebnis siehe Bilder.

Erste LAdung

Zweite Ladung

Dritte Ladung

Noch eine kleine Anmerkung zum Rundlauf der geladenen Patronen von Herrn L.. Ich habe den Geschoßrundlauf von 20 Patronen ermittelt. 3-Stück –0,04mm bis 0,1 mm, 5-Stück –0,1mm bis 0,15 mm, 6-Stück –0,15mm bis 0,25 mm, 6-Stück –0,25mm bis 0,32 mm. Wie beurteilen Sie diesen großen Unterschied und vor allem die 6 Patronen mit 0,25-0,32 mm? Ist das noch akzeptabel?

LM: Wie haben Sie den Rundlauf denn gemessen?

Die nachbestellten Patronen der Ladung B erbrachten auch nicht mehr das Spitzenergebnis wie bei der Prüfladung. Sie lagen so um die 20 mm.

Inzwischen erlegte ich 5 Rehböcke,3 Füchse,5 Schweine,1Rotwildkalb.

Anbei einige Bilder von einem 26 kg Frischling.

7x65 R Lutz Möller Munition Frischling, Einschuß

7x65 R Lutz Möller Munition Frischling, Ausschuß

7x65 R Lutz Möller Munition Frischlingsbrustkorb

Die restlichen 4 Schweine lagen alle amAnschuß.

7x65 R Lutz Möller Munition RotkalbEinschuß

7x65 R Lutz Möller Munition RotkalbAusschuß

Das 34 kg Rotwildkalb erlegte ich auf uf 138 Meter. Es lief noch 50 Meter. Es handelte sich um einen reinen Lungenschuß.

Ebenfalls sehr starke Hämatome beidseitig auf den Rippen (Einschuß zwischen den Rippen).

LM: Das Bild sagt was anderes!

Mir fiel auf, bei den Stücken, die im Feuer lagen, fiel die Wildbretentwertung eher gering aus. Ausschuß war ausnahmslos bei allen Stücken, selbst bei harten Knochentreffern kalibergroß vorhanden. Stücken die flüchten schweißten wie aus der Gießkanne. Wenn möglich werde ich in Zukunft auch Bilder vom Zerwirken mitsenden.

Schwarze Verbindung

Gruß und Weidmannsheil, Markus G., Donnerstag, 27. September 2007 10:05

Danke Markus G.,

für Ihren Bericht. Die Kipplaufbüchsen werden in ihrer Leistung of unterschätzt. Offensichtlich kann man jedoch damit ganz hervorragend waidwerken.

Senden Sie mir bitte etwas mehr zu Ihre Rundlaufmessung. Siehe auch Genauigkeit#Rundlauf

Waidmannsheil, Lutz Möller

Die Sache wird in Rundlaufprüfung fortgesetzt.

Anatolische Keiler

Max Schindler rüstete seine Blaser K95 mit einer 8 mm hdp Bremse um aus der leichten Waffe die 8x68S Lutz Möller Munition angenehm zu schießen. Jagdfreunde rieten ihm ab, die leichte Kipplaufbüchse für die deutsche Magnum 8x68S einzurichten. Weiter versah er die Waffe mit einem Novak Kunststoffschaft um sie ohne Reue belasten zu können, sie ist also eher ein Werkzeug als ein Möbel.

In Anatolien angekommen mußten er uns sein Freund vorschießen. Als S. auf 100 m die 10 hielt, verstummte das Getuschel.

Der ersten Keiler auf 100 m bekam etwas mit und sicherte herüber. S. schoß ihn spitz von vorn ins Hirn. Der 180 kg Keiler fiel im Knall. Er ließ 23,3 cm lange Waffen.

Der zweite Keiler bekam das 8 mm Lutz Möller Geschoß seitlich auf den Träger im Bereich der Schulterblattüberlappung gesetzt. Auch der fiel im Knall. Er wog 150 kg und ließ 19 cm Waffen.

Den dritte Keiler nachts erwischte S. zu weit hinten im Weichen. Nachts wurde nicht nachgesucht. Am nächsten morgen lag der Keiler mit 22,5 c Waffen 100 m hangabwärts tot an einem Bach.

Max Schindler ist mit seiner Wahl leichte Kipplaufbüchse + 8x68S Lutz Möller Munition + hdp Rückstoßbremse sehr zufrieden. Große Leistung und beste Genauigkeit bei geringer Waffenmasse und -länge und angnehmen Schußverhalten überzeugen ihn vollkommen.

Nach dem Ferngespräch am 12. Oktober 2007 von Lutz Möller aufgezeichnet

6,5x57R Kipplaufbüchse

Sehr geehrter Herr Moeller,

will Ihnen der guten Ordnung halber nur mitteilen, daß ich Ihre dankenswerten Ausführungen zur Lauflänge beherzigt und jetzt eine 6,5x57R Kipplaufbüchse mit einer 60 cm Lauflänge (einschl. Patronenlager) geordert habe.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Peter Kremer, Samstag, 27. Oktober 2007 01:13

Tag Herr Kremer,

das war die richtige Entscheidung. Ich wünsche Ihnen damit allzeit guten Anblick und bei passender Gelegenheit kräftiges Waidmannsheil. Schicken Sie gern mal ein paar Bilder!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Für und Wider der Kipplaufwaffen

Gruezi Hr. Dr. Moeller

Ich habe da ein Ansinnen, das mich sehr grübeln läßt. Es handelt sich um den Kauf einer Kipplaufwaffe. Wissen Sie, ich bin vom Gefühl zu sehr erregt. Wenn Sie diese Meisterstücke nur sehen könnten, . . . Da Sie ja den größten Namen in der „Branche“ haben, wende ich mich an Sie: Bitte sagen Sie mir frank und frei: Welche Vorteile hat es eine Kipplaufwaffe zu verwenden, d. h. worin besteht Ihrer Fachmeinung nach ihre Überlegenheit (die der Waffe ist gemeint- bitte lächeln Sie an dieser Stelle). Und was ist gegenteilig also deren größte Schwäche, außer deren Einschüßigkeit (ich habe gar nie mehr gebraucht)? Wie gesagt, ich kann nimmer objektiv sein.

Meine Bedürfnisse sind:

A: Die Gebirgsjagd in Österreich, bald aber auch Sauen und in Zukunft ggf. Elche in Skandinavien.
B: Hauptsächlich Pirsch (und Sie, wenn Sie erlauben?).
C: technisch die robusteste und funktionssicherste Waffe (also der einfachste Aufbau ).
Auch wenn es ein Werkzeug ist, es hält ja leicht 100 Jahre! Stimmt's?

Bitte geben Sie mir von Ihrem Wissen für meinen Verstand.

Mit großem Respekt verbleibe ich, Hermann Stadler, Thun, Samstag, 29. März 2008 04:31

Grüezi, Herr Stadler,

der besondere Vorteil der Kipplaufwaffen, seien die nun einschüssige Kipplauf- oder mehrschüssige Bock- oder Doppelbüchsen, wenn ich den Schrot mal außen vor lasse, liegt in der gegenüber Repetierbüchsen gleicher Lauflänge verminderten Gesamtlänge und der niedrigeren Masse, verbunden mit der Möglichkeit die Waffen einfach zu zerlegen, um sie platzsparend im Rucksack zu tragen. Das wird zwar eher beim Anstieg oder Marsch gebraucht, weniger auf der Jagd selbst, da dort die im zerlegten Zustand fehlende Schußbereitschaft mangeln würde, ist aber ein Schöns Zubrot für den Bergjäger, der viele Höhenmeter vor sich hat.

Kipplaufbüchsen, die Sie hier wohl meinen, da Sie keinen zweiten Schuß verlangen, sind sicherlich die schlankesten und leichtesten Büchsen, die Sie auf der Pirsch und im Gebirge führen können. Das ist deren größtes „Für“!

Wider gewisse Kipplaufbüchsen spricht deren Verschluß, allerdings nur wenn er zu schwach ist große Hochdruckpatronen wie die 6,5x68R zu verschießen. Allerdings gibt es hinreichend Kipplaufbüchsen, von Merkel, Scheiring und Blaser mit Jägers Kippblockverschluß, der bei kleiner Bauart und geringer Masse dennoch außerordentlich kräftig und widerstandfähig ist. Für die alten Randpatronen kleinem 12 mm Ø und mit geringem Gasdruck (7x57R, 7x65R) muß der aber nicht sein.

Wider mehrläufige Kipplaufwaffen mit verlöteten Läufen, wie die sein sollen, spricht zwar deren Neigung beim Heißschießen ggf. den Treffpunkt zu wandern, aber das ist nicht wirklich ein Nachteil, da jagdlich nur selten genaues Reihenfeuer abgegeben werden muß. Sofern z.B. bei Rotwild sowohl Kalb als auch Tier (dessen Mutter) erlegt werden sollen, hilft immer große Entfernung zwischen sich und dem Wild zu haben, um das mit dem Schuß nicht zu sehr beunruhigen und zu flüchten zu lassen und, sofern nur ein Kalb und ein Tier da sind, oder aus anderen Gegebenheiten sich Tier und Kalb sicher zueinander zuordnen lassen (Merkmale, Verhalten, usf. usf.), die übliche Reihenfolge umzukehren und das Tier zuerst zu erlegen, weil das zu gehörige Kalb zwar zunächst abspringen mag, aber gewiß zu seiner Mutter zurückkehren wird. Dazu müssen natürlich noch hinreichend Licht vor einem liegen und die Zustande müssen einwandfrei geklärt seien. Sobald Zweifel möglich sind, darf nie das Tier vor dem Kalb geschossen werden. Mit dem Ansatz ist der Jäger immer auf der sicheren Seite, aber unter den genannten Umständen sind Freiheiten zu vertreten.

Solche Umstände könne auch z. B. bei Gamswild auftreten, wenn eine fremde, offensichtlich räudige, Geiß mit Kitz in ein räudefreies Revier einwechseln will und der Jäger das rechtzeitig spitz kriegt. Dann muß der aus Seuchevorsorge unbedingt sofort schißen, in dem besonderen Falle erst die Geiß und dann das Kitz, daß sein Mutter nicht verlassen wird, um sicherzustellen, das die verseuchten Gemsen die Räude nicht einschleppen. Das sind aber selten Sonderfälle. Nur - schnell hintereinander weg schießen muß man dafür aber nicht.

Kipplaufbüchsen sind meist teuerer als Repetierbüchsen. Ob das als Vor- oder Nachteil betrachtet wird entscheidet der Käufer - nicht ein Dritter.

In Ihrem Falle, also von Gams über Sau bis Elch sollten Sie für die fälligen, teils sehr weiten, Schüsse im Gebirge Patron und Geschoß mit recht gestreckter Flugbahn wählen, also von 6,5x65R über 7 mm Rem Mag (als Gürtelpatrone in der Kipplaufwaffe wie mit einem Randersatz zu betrachten) bis hin zur 6,5x68R, wenn Sie Hülsen dafür bekommen. Randlose Patronen haben in Kipplaufwaffen nicht verloren.

Zu Schloßsystemen will ich mich nicht äußern, da mir Erfahrung aus hinreichendem eigenen Einsatz fehlt.

Waidmannsheil, Lutz Möller.

Lautlose Kipper berühmter Vorbilder

Hallo Herr Möller und Grüezi Herr Stadler-

Wenn ich fortsetzen darf: Ein weiterer Vorteil einer Kipplaufbüchse ist die Möglichkeit nahezu lautlos nachzuladen. Der einfachere Aufbau ist ebenfalls durch eine Kipplaufbüchse gegeben, nämlich: insgesamt weniger Teile wie Magazin, etc. Damit sind weniger Störquellen vorhanden. Eine solche Waffe kann man auch zerlegt transportieren ohne sie neu einschießen zu müssen. Außerdem ist auch eine einläufige Kipplaufbüchse ja nicht auf nur einen Schuß begrenzt, dauert der Ladevorgang einfach länger. Schießen kann ich aber auch 5 mal. Und schließlich war sie auch eine Bevorzugte des legendären Hans-Otto Meißner.

So jetzt geh ich schlafen- gute Nacht mit'nand!!

Claus Schlögl, Augsburg, Montag, 31. März 2008 22:44

PS: Und das Gewehr 04 ?

LM: Liegt auf Eis!

Nochmal Guten Tag in gutem Tone Hr. Dr. Möller

Ich schreibe Ihnen bloß um mich für Ihre Antwort, sonderheit dessen Umfanges, herzlichst zu bedanken! Ich habe gar nicht so schnell damit gerechnet.

Hermann Stadler, Thun, Mittwoch, 2. April 2008 22:05

Bergbüchse

Guten Tag, Herr Möller,

Da ich ein wenig das Thema Bergpatrone auf ihrer Webseite studiert habe stelle ich dazu eine bzw. mehrere Fragen: Wieso bei der Bergjagd Kipplaufwaffen und nicht zum Beispiel Bullpup Waffen eingesetzt werden, die auch Nachteile haben, die aber technisch lösbar sind und auch einen praktischen Vorteil mitbringen im Bezug auf Transport usw. Oder übersehe ich einen mir nicht naheliegenden Vorteil bei den Waffen?

LM: Zu laut und in Österreichsind Schalldämpfer verboten.

Ein andere Gedanke war wieso man keine Kipplaufwaffen baut, die ganz auf bzw. wie ich es mir vorstelle zusammenklappbar sind, was ja bei einem Kippblockverschluß technisch Funktionieren sollte. Oder etwa nicht?

LM: Sie denken an einen Klappschaft. Der ist eine Überlegung wert.

Dieses über eine sicherung gelöste würde die Waffe kompakt genug für den Rucksack machen, und im entscheidenden Moment schnell und leise einsatzbereit.

LM: Ah, leiser Klappschaft. Guter gedanke!

Ich bin leider noch nie in den Genuß einer solchen Jagd gekommen, mache meine Frage, Gedanken also nicht an eigener Erfahrung fest sondern kam nur beim lesen der Beiträge auf ihre Seite auf diese Fragen.

Mit freundlichen Grüßen aus dem nassen Nordwesten, Frank Radke , Donnerstag, 15. September 2011 01:16

K77 .30R

Frohes Neues Jahr Herr Möller,

nachdem ich nun mit meinem Repetierer 7x64, erst KJG und nun MJG sowie der hdp Rückstoßbremse wirklich gute Strecke und keine Nachsuchen hatte, habe ich mir noch eine sehr Schön Kipplaufbüchse von Blaser zugelegt. Zwar ein älteres Modell, K77, aber in einer sehr Schönn Ausführung. Ich werde versuchen noch einen Wechsellauf in 7x57R zu bekommen, dafür muß ich allerdings Geduld haben. Jetzt werde ich aber mit dem Kal. .30 R klar kommen müssen. Leider gibt es noch keine MJG Munition dafür. Vorweg kann ich schon sagen, mit KS 9,7g von RWS Streukreise fern der Heimat, so geht das gar nicht. Gut, kann auch an mir liegen, bin ja vom MJG und hdp verwöhnt, denn die Büchse tritt schon etwas heftig. Ich habe den Lauf jetzt mal sehr genau gereinigt, ganz den Ausführungen auf Ihren Seiten, will aber nur noch das MJG damit verschießen. Also was brauche ich ? Bald fertige Munition in .30R oder einen Wiederlader, der das für mich macht. Da der Jäger-Kippblockverschluß recht massiv ist, bin ich da sehr entspannt. Ich würde natürlich sehr gern damit am 1.Mai im Wald sitzen. Auch ist diese Schön schlanke Büchse bestens für den Ansitz geeignet. Der Schaft fliegt mir sozusagen an die Wange, sitzt einfach perfekt.

Ich weiß, es gibt viel zu tun, ich bin wirklich sehr auf den 19.Januar gespannt und die Ergebnisse in Wiesbaden, denn dies wird meinem Tinitus sehr gut tun.

LM: Das BKA hat den Termin auf unbestimmt verschoben

Aber, so in etwa, bis Mai .30R Lutz Möller MJG?

LM: Vielleicht.

Grüße wie immer aus Köln, Waidmannsheil, H.P.Schilling, Donnerstag, 5. Januar 2012 17:44

.30"R oder 8x57IRS?

Hallo Herr Möller.

ich wohne in Frankreich und frage, ob ich bei euch Munition bestellen kann.

LM: Ja.

Ich mochte ein Merkel K4 Kipplauf kaufen und bin mir nicht sicher, in welchem Kaliber .30" R oder 8x57 IRS

LM: Gewiß 8x57IRS.

Danke für eure Meinung.

LUC aus FRANKREICH , Gesendet: Sonntag, 11. März 2012 19:05

Haenel mit Jäger-Kippblock-Verschluß

Sehr geehrter Herr Möller,

Ihre LM 8x57 IRS Munition habe ich letzte Woche erhalten. Vielen Dank dafür! Ich konnte mehrere Stücke Dam- und Rehwild von 8 -55 kg damit erlegen und bin mit der Wirkungsweise sehr zufrieden. Vorher schoß ich Brenneke TIG nature. Nachteil dieser Patrone waren die weiten Fluchtstrecken, trotz guter Treffer.

LM: Ja so ist das, wenn man ein 80 Jahr alte Bauweise für Bleigeschosse unverändert mit Zinn füllt.

Mit Ihrer Munition hatte ich folgende Störung. Beim Nachladen ließ sich die Waffe nicht schließen. Daraufhin versuchte ich alle Patronen

LM: Klug!

Da stellte ich fest, daß sich bei 3 von 50 Patronen die Waffe nicht schließen läßt.

LM: Ärgerlich.

Ich führe eine Kipplaufbüchse JAEGER 9.1 von Haenel mit Jäger-Kippblock-Verschluss. Bisher hatte ich Munition von Brenneke und RWS und nie solche Störungen. Allerdings kaufte ich mir einmal für Übungszwecke preiswerte Munition von PRVI PARTIZAN UZICE und konnte bei fast keiner Patrone die Waffe schließen. Können Sie mir bitte einen Rat geben, wie sich die beschriebene Störung lösen läßt.

LM: Sie haben es doch bereits gelöst. Prüfen Sie die Ladefähigkeit, bevor Sie damit jagen. Des weiteren gäbe es bei dieser Randpatrone die Möglichkeit von Haenel das Patronelager etwas vorreiben zu lassen. Damit gewönnen Sie Schulterraum, ohne den Verschlußabstand zu vergrößern.

Ich würde gern eine Folgebestellung in 8x57 IRS und 7x64 bei Ihnen in Auftrag geben.

LM: Gern.

Ein Unterschied von Ihrer Patrone zu RWS- oder Brenneckepatronen ist mir noch aufgefallen. Nach dem Schießen mit Ihrer Patrone sind die Läufe „rabenschwarz“. Es sind viele VFG-Filze und Öl notwendig, um das Schwarz in Grau zu wandeln.

LM: Lassen Sie die Läufe eine ganze Schachtel lang schwarz. Erst dann reinigen Sie - und zwar so.

Mit freundlichen Grüßen, Sven Oldorff, Dienstag, 4. September 2012 21:09

Merkel K1 Kipplaufbüchse

Hallo Herr Möller,

eingangs möchte ich erwähnen, das Glück zu haben in einem der wohl schönsten Bergreviere Südtirols auf die Jagd gehen zu dürfen, ja sogar in dem Revier, in dem schon Ötzi, der Mann vom Hauslabjoch dem Gams und Steinwild (zeitgemäß ) nachstellte. Das Gemeindejagdgebiet Schnalstal erstreckt sich über 18.000 ha, befindet sich im Norden Südtirols und grenzt entlang des Alpenhauptkammes an Österreich (Tirol). Bejagdbahre Schalenwildarten sind Rehwild, Rotwild, Steinwild und hauptsächlich Gamswild, doch auch auf Murmel und Birkhahn wird geweidwerkt.

Ich bin 41 Jahre alt und jage seit 21 Jahren in diesem herrlichen Bergrevier. Im Hochgebirge, da sehr weite Schüsse keine Seltenheit sind, führe ich mit viel Erfolg eine Kipplaufbüchse von Merkel Mod. K1 im Kaliber 7 mm Rem. Mag. natürlich mit Ihrem Geschoß.

LM: So wie ich in Afrika Juli 2012. Ich hätte gern eine Bilder Ihre Büchse und aus dem Revier für diese Gescichte.

In unseren naturbelassenen (Ur)Wäldern auf Reh und Rotwild zu pirschen, verwende ich einen Wechsellauf im Kaliber 308 Win. bis dato mit RWS 11,7 gr HMK. Ich verwende Ihre Geschosse schon seit längerer Zeit und bin mit der umwerfenden Wirkung so begeistert, daß ich auch die .308 mit dem jetzt neuen MJG bestücken will. Bei der 7 mm Rem Mag habe ich die empfohlenen Ladedaten aus Ihrer tollen Seite entnommen und schon bei den ersten Schüssen war alles top. Da ich nicht auf Pagliate reinfallen will (schon vorgefallen) bestelle ich dieses Mal unmittelbar bei Ihnen und möchte Sie bitten mir das Vorgehen mitzuteilen.

Es bedankt sich im Voraus und verbleibt mit einem kräftigen Waidmannsheil Roland Gamper, Mittwoch, 10. Oktober 2012 13:07

Heym 44 B mit 9,3 x 74R

Guten Tag Herr Möller,

kürzlich hat ein befreundeter Kunde mir dringend empfohlen mich für Ihre Geschosse zu interessieren. Das tue ich heute und habe gleich ein paar Fragen:

Ich möchte mir eine Kipplaufbüchse zulegen und finde bei einem mir bekannten Waffenhändler die oben genannte im Waffe in gutem Zustand. Bislang führe ich Krieghoff BDB 30.06 und Krieghoff Drilling Trumpf 30.06. Letztere Waffe will ich vererben und für Rehwild und Sauen die Kipplaufbüchse anschaffen.

Fragen:

Ich die Heym 44B eine ordentliche Waffe?
Ist das Kaliber für Rehwild zu groß?
Ist das Kaliber in dieser schlanken Waffe nicht zu groß und gibt vielleicht einen sehr harten Rückschlag?

Ich will auf Ihre Munition umstellen.

Gerne höre ich von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen , Martin Wendlandt, Mittwoch, 5. Dezember 2012 15:21

Randpatrone für Kipplaufbüchsen

zu Kipplaufbüchsen brauchen Randpatronen! | Mittwoch, der 5. Juli 2017

Servus Lutz,

Schon lange nichts mehr gehört von Dir! Ich lese aber noch immer aufmerksam Dein Forum.

LM: Danke, WErner!

Bei Randpatronen für Stutzen muß ich Dir aber widersprechen. Ich besitze wie Du weißt einen Scheiring Drilling mit der 7 mm STW (keine Randpatrone) und der 6 mm Scheiring (Randpatrone), und einen Blaser K95 Kipplaufstutzen mit der 25-06 (auch keine Randpatronen). Es kommt nur darauf an, wie man den Auszieher konstruiert! Das ist alles heute möglich!

LM: Ohne Rand klappt aber der Ausziehertrick nicht.

mit freundlichen Grüßen, Werner Aichwalder, Donnerstag, 6. Juli 2017 10:46

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