Vom vom 21. April bis 2. Mai werde ich in Afrika jagen

Kraftstoß tötet

Im Ziel beschleunigen Geschosse Fleisch, daß sich dehnt oder reißt

Kurzbahner | Bockkitz | Kammschuß | Gestoßene Wirbelsäule | Impala (Roibock) | Gestoßenes Herz | Warzenschweinkammschuß | Kraftstoß erklärt | Weichschußrechner | Geschoß Wirkung bei schlechten Schüssen | Fuchsplatzer | Wer kennt diese Schußwirkung ? | 7,62 mm Geschoß Saukammtreffer | Muffel | Kitz | Rippenbrüche

Kurzbahner

8006 in Luft

8006 in Luft

8006 in Luft

8006 in Fleisch (rot Fleisch, blau Wasserdampf - kurzweilige Wundhöhle)

8006 in Fleisch

8006 in Fleisch

Mehr dazu lies in Kurzbahnmunition

Lutz Möller, 23. März 2013

Bockkitz

Feldrehe im Dezember auf 60 ha Wintersaat in 400 m Entfernung vor häßlichen Windmühlen

Der ICE zerschneidet die geschundene Landschaft

Als Natureingriffsausgleichmaßnahme sind neben der ICE-Trasse teilweise kleinräumig Flächen mit Bäumchen bestockt und gegattert, um dem Baugesetz Genüge zu tun. Die Sauen rennen die Zäune dann wieder um und gelegentlich hängen die schräg in der Landsacht. Rechts neben der Birke vor der ICE-Trasse war so ein Flächen von wenigen hundert Quadratmetern. Darin stand ein einzelnes Bockkitz, vermutlich über den geneigten Zaun hineingesprungen, aber gegen den Zaun nicht wieder herausgekommen. Alle anderen Rehe waren schön frei draußen auf der Freifläche nur dieser Kleine war gefangen. Vermutlich würde er darin bald verhungern.

Ich setzte ihm aus 107 m im Gebüsch, soweit ich sehen konnte, das 7,62 mm Geschoß aus der .300" WM ( . . . muß ich zu Vergleichzwecken auch mal schießen) irgendwie schräg auf die Kammer. Der Jüngling fiel wie vom Blitz getroffen, schlegelte, aber stand nicht mehr auf.

7,62 mm Geschoß Bockkitzeinschuß in der dicken Winterdecke ist kaum zu sehen.

7,62 mm Geschoß Bockkitzausschuß etwa 3 cm Ø in der dicken Winterdecke ist gut zu sehen

Der Pansen ist leider angeschossen.

Das Bockkitz hat also einen Leberknotenschuß, der gewöhnlich gut wirkt, erhalten. Da ich nun schon Jahre mit dem Lutz Möller Geschoß jage, wundert mich der Erfolg auch nicht mehr. Was oll das Reh mit dem Treffer auch anders tun. Solche Berichte wie der 9,3x62 Geschoß Versager befremden mich zwar, sind aber die völlige Ausnahme. Klaus Rechtacek holte heute aus einer Rotte mit 7 Geschoß 6 Frischlinge aus derselben Rotte. Die Bache lies er laufen. Die 30 kg Frischlinge rollten im Knall den Hang runter, den sie eigentliche gerade erklimmen wollten (Außnahme ein schlecht getroffener, der den Fangschuß bekommen mußte). Ein Six-Pack ist mit Sicherheit vollkommen außergewöhnlich. Aber daß sich Klaus auf der Drückjagd mit dem Geschoß keine Sorgen mehr um Vorhaltewinkel und Wirkung macht, ist dagegen vollkommen normal, siehe Schwarzathal-2005.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 1.Dezember 2005,

So, nun ist das Kitz zerlegt. Hier folgen die weiteren Bilder:

Die Bockkitzeinschußseite, nach 7,62 mm Geschoß aus .300" Win. Mag auf 107 m im Gebüsch

Rippenbrüche

Der Pansenschuß, das war er nämlich tatsächlich, bietet sehr hohen Zielwiderstand. Die Druckwelle blähte den kleinen Körper so weit auf, daß beidseitig die Rippen abrissen. Daher auch das beobachtete heftige Schlegeln. Das Rückenmark verträgt so einen Schlag nicht, da Nerven druckempfindlich sind. Die Reizleitung bricht zusammen. Solch Treffer ist nicht sauber, aber wirksam. Fluchten finden bei der großen kurzweiligen Wundhöhle und dem kleinen Tier nie statt, das nicht nur aus einer dicken .300" Win., sondern auch aus kleiner .243 Win. mit 5,8 g Sako TMS.

Der Ausschuß ist versaut

Die ausschußseitigen Rippen sind vom Panseninhalt verdreckt. Dessen Inhalt war nicht grün, sondern braun, weil das gefangen Tier nur die frisch angepflanzten Natureingriffausgleichbäumchen schälte. Sonst war nichts mehr da. Es wäre ohne den Treffer auf der kleine Fläche bald verhungert. Das nenne ich eine Hegeabschuß.

Das Bockkitzwildpret

Wildpret war nicht viel da, weil das gefangene kleine Tier zwar noch gesund, aber schon abgekommen war. Wir werden es uns schmecken lassen. Wie ein wirklich zerschossen Reh aussieht steht hier in Bergen 2005 (Norma-vulcanisiert)!

Lutz Möller, 3. Dezember 2005,

Kammschuß

Moin Herr Möller,

ich hoffe, Sie sind gut angekommen und haben den Koffer voller spannender Geschichten aus Afrika mit der 7x64. Lassen Sie sich nicht aufhalten, diese schnell zu veröffentlichen. 2 Wochen ohne Ihre Neuigkeiten sind trostlos.

Meine 9,3x62 hat mit Lutz Möller Geschoß alt zugeschlagen. Der ♂ Überläufer Keiler. Das Geschoß fällt ihn am Anschuß. Das Rückrat war durchschlagen. Das Lutz Möller Geschoß öffnete einen 2 - Kaliber - großen Ausschuß mit recht wenig Schweiß.

Meine 9,3x62 hat mit Lutz Möller Geschoß alt zugeschlagen. Der ♂ Überläufer Keiler. Das Geschoß fällt ihn am Anschuß.

Bemerkenswert finde ich, das trotz mittigen Treffersitzes das Rückrat getroffen ist.

Treffersitz

Sau von innen

Das Rückgrat liegt bei der Sau tiefer, als es der äußere Riß vermuten läßt. Liegt der Treffer vorn über der Körpermitte, kann das Stück, meine ich, schon nicht mehr lebensgefährlich verletzt werden oder wird allenfalls gekrellt.

Vor zwei Wochen hat das Lutz Möller Geschoß gleich zwei Frischlinge getreckt. Der erste wurde durchschoßen und lag am Anschuß, der zweite wurde ebenfalls durchschoßen und lag ebenfalls augenblicklich. Die Tiefenwirkung des Lutz Möller Geschoß auch bei Knochentreffern ist erstaunlich.

Der Geschoß-Kraftstoß im Kamm über der Wirbelsäule stieß jene nach unten und scherte das Rückenmark

Ihre Safariabenteuer mit Spannung erwartend, Jan Großterlinden, Dienstag, 24. Juli 2007 17:02

Tag Herr Großterlinden,

danke für Ihre Bilder und den Bericht.

Lies zunächst Druckwelle

Roibock

Im südafrikanischen Buschfeld auf Tara-Tara wartet ein 1971er Landrover uns durch den Bush zu bewegen.

Im Fahren sah ich rechts am Hang rechts über dem Grünen ein Rudel Roiböcke = Impala, winkte zu halten. Alles saßen ab. Das Rudel strichen ab versteckten sich im Bush. Ich strich die 7x64 an der Rückbank an und feuerte auf ~ 120 m auf einen meist verdeckten Roibock, von dem ich nur die Mitte sah, oben braun, unten weiß, mit dem verdammten Absehen 1 auf die Mittellienie.

Ich hörte eine peitschenden Knall, aber keinen Kugelschlag. Also sagt ich „Vorbei!“, obwohl ich wie ein Dreibein fest auf zwei Beinen und vorn angelehnt ganz ruhig gestanden hatte und der Roibock auch ruhig stand. Ich hätte auf die Entfernung egentlich eigentlich gut abgekommen sein müssen. Der Bock war jedenfalls nicht mehr zu sehen. Tot oder weg? Cornel befahl Nachsuche. David und Botti liefen los. Ich packte erst mal die Kamera aus folgte.

Cornel , Davin und Botte mit dem Roibock

Die Buren glauben das, was sie sehen. Ansagen von Jägern glauben die schon weniger, wenn nicht sogar gar nicht. Jedenfalls lag das Tier 10 - 15 m vom Anschuß.

Schußwunde der Lutz Möller 7x64 Munition, die auch wesentlich größere und kräftiger Tiere in Afrika 2007 sicher fällt.

Am Anschuß

Auf der Fluchtfährte

Weiter auf der Fährte

Noch weiter auf der Fährte im dichten Busch

Lungenstück

Blick vom Anschuß zum Wagen, 120 m. Dieses kleine Buschfenster hatte der sich drückende Roibock nicht bedacht. Pech!

David trägt die Beute zum Wagen.

David hat viel Bushmannblut. Seit 7 Jahren arbeitet und wohnt er auf Tara Tara. vorher hatte er Gartenarbeiten erledigt und Ähnliches. Hier auf der Farm hat er ein Haus, ein Frau gefunden, Kinder sind auch da. Er versteht sein Handwerk.

Ein- oder Ausschuß, wer will das wissen?

Ein- oder Ausschuß, wer will das wissen?

Ein Sohn, oder junger Verwandter Davids öffnet den Roibock

Der mittige 7x64 Geschoß Schuß öffnete den Pansen

Der mittige 7x64 Geschoß Treffer zerstörte beide Lungenflügel teilweise.

Das nicht getroffen Roibockherz mit Blutgerinnsel als Ergebnis des Kraftstoßes.

Das nicht getroffene aber gestoßene Herz ist das eigentlich Bemerkenswerte der ganzen Geschichte. Obwohl mein  Lutz Möller Geschoß das Herz verschonte, außer vielleicht einem kleinem Splitterritz unten, stieß das in 120 m Schußweite noch über 900 m/s schnelle 7 mm Geschoß das Herz so, daß Adern rissen und Blut ins Gewebe strömte.

Tara Tara Wassertankgeschosse, oben 7x64 Lutz Möller Geschoß, unten .308" Sierra Game King

Tara Tara Wassertankgeschosse, oben 7x64 Lutz Möller Geschoß, unten .308" Sierra Game King

Der mittige 7x64 Lutz Möller Geschoß Treffer rechts am Brustkasten

7 mm Lutz Möller Geschoß Bustkastenduchschuß mit gut 900 m/s ohne Blutgerinnsel

Die Leber ist recht zerfetzt

Dieser Roibock wird nun nicht mehr geboren. Ob alle Tier tragen ist ein wichtiges Zeichen für einen angemessen Besatz.

Im Vergleich sind Ein- und Ausschuß am abgehangenen Stück zu erkennen

Im Vergleich sind Ein- und Ausschuß am abgehangenen Stück zu erkennen

Obwohl die 7x64 Lutz Möller Munition in Afrika 2007 im Stande war wesentlich größer und härtere Tiere mit kurzen Fluchtstrecken sicher zur Strecke zu bringen, zeigt diese eher zarte Tier, wie das selbe schnelle 7 mm Lutz Möller Geschoß auch kleine Tiere ohne die zu zerstören fängt, selbst mit Leberknotenschuß, der für gute Schweißfährte bürgt.

Wie gesagt konnte ich bei dem im Busche versteckten Tier vorn und hinten nicht erkenne, oder nahm mir nicht die Zeit dazu, aber so ein Leberknotenschuß, auch wenn er die Leber kostet, wirkt immer bestens. Keines meiner „Diagonalschweine“ ist je weit gekommen.

Warzenschweinkammschuß

in Oppivalle

Affe klaut in der Lapa in Opivalla am Limpopo gestriges von gestern aus dem Dreibentopf

Auch Cornels Warzenschwein mit breitem Treffer im Kamm fiel in Oppivalle am Anschuß

Cornel schoß in Oppovalli auf der Pirsch ein Warzenschwein im hohen Gras. Er war ihm schon 300 m gefolgt und konnte es nie gut kriegen. Wenn die Warzenschwein laufen heben Sie den Pürzel. Als es im hohen gras Stehend den Pürzel hob um zu verduften, dabei aber sein Heck anzeigte setze Cornel auf 50 m stehend freihändig durch einen Busch und hohes Gras den Treffer auf Verdacht ins Leben, sprich in bisheriger Bewegungsrichtung vor und unter den Pürzel. Genau wie bei dem Kammschuß oben mit der gestoßenen Wirbelsäule und bei dem Roibock mit dem gestoßenen Herz lag der Treffer eben nicht mitten im Leben, fällte die Warzensau aber dennoch am Anschuß. Leider habe ich keine weiteren Bilder dazu. Der Treffer lag im Kamm. Von der Kammer gesehen waren neben der Wirbelsäule beidseitig zwei Rippen breite Blutgerinnsel zu erkennen. Das überaschende und hier wesentliche ist aber daß die Lunge, obwohl das Geschoß den Brustkorb gar nicht durchschoß, gleichwohl teilweise blutunterlaufen war, sprich der Kraftstoß den Kamm mitsamt der Wirbelsäule soweit in die Kammer drückte, daß er selbst die nachgiebige Lunge verletzte.

Todesursache war der vermutlich Schlag auf die Wirbelsäule mit Rückenmark, der das Tier sofort lähmte und mittels Nervenwirkung die Atmung störte, so daß das Tier starb.

Keine „Vollmantel“ von Lutz Möller

sondern „üppige“ Wirkung!

Betreff: Ich mache mir Sorgen

LM: Bei mir ganz falsch! Sorge dich nicht, schieße!

Hallo Herr Möller,

ich bin mir nicht so sicher, ob eine Ihrer besten Gedanken war, die Splittermenge Ihrer Geschosse im Jahre 2013 mindern zu wollen. So wie Ihr Lutz Möller Geschoß „bisher“ ausgelegt war, kann man von einem hervorragenden, umweltverträglichen Universalgeschoß sprechen.

LM: Danke.

Aber noch größere Rasanz (durch geringere Masse) und erhöhte Tiefenwirkung (durch geringere Splittermenge) brauchen die allermeisten Jäger nicht!

LM: Das mag wohl so sein. Allerdings schadet beides nicht allen, nütz aber Einigen (weiter schießenden Jägern)!

Sicher trifft zu, ein einziger Splitter Ihre Geschosse an der richtigen Stelle tötet. Aber – und jetzt versuche ich mich mal physisch auszudrücken – das Ausbluten eines Stück Wildes bestimmt der Blutverlustes je Zeit.

LM: Gewiß.

Die Zerstörung von Gefäßen bestimmt das Ausmaße dieses Blutverlustes.

LM: Auch das trifft zu.

Da an die untere vertretbare Grenze zu gehen (Sie sprechen von „hinreichender Wundwirkung“) fände ich gewagt.

LM: Wohl wahr. Wie gut Sie die Bedeutung des Begriffes „hinreichend“ als mindeste Forderung erkennen! Aber beachten Sie: Meine Lutz Möller Geschosse wirken sowohl mit deren Splittern als auch deren Restbolzen, ebenso wie splitterfreie Kurzbahner, weit über Mindestgrenzen (die man erfolgreichen Streifschüssen gut entnehmen kann) immer üppiger als nur hinreichend.

Das meiste Wild in Deutschland wird eben auf Schußentfernungen bis 120 Metern geschossen.

LM: Vermutlich. Lies Abschlußbericht der HNE Eberswalde zu Ergänzende Untersuchungen zur Tötungswirkung zeitgemäßer Geschosse.

Da ist nicht zu vermeiden, daß Wild u. U. den Zusammenhang zwischen Schußknall und Gefahr durch den Jäger gewahr wird und flüchtet.

LM: In der Nähe wird das so sein. Gegen übermäßigen Krach helfen aber Schalldämpfer!

Die Fluchtstrecken vom getroffen Wild Ihrer Geschossen, auch bei kurzen Schußentfernungen - zu selten mehr als 30 Meter - , stellten bisher sehr zufrieden. Ich sorge mich in Zukunft mit einem Geschoß jagen zu müssen, daß zielballistisch einem Vollmantelgeschoß nahe kommt!

LM: Sorge dich nicht, schieße (meine Geschosse)! Den Nachteil spitzer, militärischer Vollmantelgeschosse nach Haager Landskriegsordnung / 1899 ff., die Verwundungen bei getroffenen Menschen mindern sollten, vermeide ich durch angemessene Auslegung aller meiner Geschosse.

 

LM: Ich baue Geschosse für jene, die zu töten schießen!

 

LM: Waidgerecht! Klar?

Waidmannsheil, O.D., Donnerstag, 15. November 2012 09:15

Unser Wild ist immer noch das gleiche

Hallo Herr Möller,

letzte Woche holte ich einen Waschbären.

Obwohl ich den Waffenschrank mit verschiednen Waffen in 22-250, 6,5x57, 8x68 etc. bestückt habe, bin ich dennoch fast ausschließlich mit der 9,3x62 unterwegs. Als das Bärchen in Anblick kam, hegete ich zunächst Bedenken, ob der Balg nach einem Treffer mit Lutz Möllwer 9,3 mm Geschoß überhaupt noch zu gebrauchen sei. Tief angehalten fiel und lag der Bär im Feuer. Meine Aufregung über die mögliche Zerstörung war groß, bis ich zum Anschuß kam; Einschuß kalibergroß, Bauchnaht etwas aufgeplatzt, ansonsten keinerlei weitere Zerstörung. Die Bemerkung meines Tierpräparators, verwundert ob des großen Kalibers und der geringen Balgentwertung war

„Haben Sie denn mit einem Stein erschlagen?“

Drei Rehe (Kitz, Schmalreh und eine Gais), einen Tag später ebenfalls mit der 9,3 erlegt, zeigten einen kalibergroßen Einschuß, Ausschuß  3 cm im Durchmesser und keinerlei Wildbretentwertung.

Ihr Bestreben, mit Ihren Geschossen weniger unnütze Zerstörung zu erreichen geht genau in die richitge Richtung. Der sich darüber nicht im Klaren ist, sollte sich mehr auf eine Munition beschränken, deren ballistische Daten, insbesondere die Flugbahn kennen und dann entsprechend anhalten. Wichtiger als die ganze Kaliberdiskussion ist die richtige ZIELWAHL, aber das wurde bereits ausführlich besprochen.

LM: Leider aber nicht immer erkannt und aangemessen berücksichtigt.

Ich jedenfalls freue mich auf Ihre Weiterentwicklungen, denn nach 6 Jahren Kupfe und nun Messing, kann ich Ihren Weg nachvollziehen und sehe kein Geschoß, das derartiges zu leisten im Stande ist.

LM: Danke - gar  nicht müde, das immer weiter voran zu treiben.

Waidmannsheil, Lothar Leifer, Mittwoch, 14. November 2012 12:39

Kraftstoß erklärt

Auch hier gilt, je schneller das Geschoß im Ziel ist, desto stärker stößt es. Allerdings muß das Geschoß selbstverständlich tief genug eindringen, um das Fleisch rundum wegzustoßen, nicht wie die Bleierne Sippe, oberflächennah in Staub zerstieben, aber kaum einzudringen. Jedes Lutz Möller Geschoß stößt hinreichend in die und der Tiefe. Das hat es oft genug bewiesen.

Der Kraftstoß verrichtet im Ziel Arbeit, zehrt dazu von der Bewegungsenergie. Der Staudruck über die Bugfläche ist seine Antriebskraft. Diese wächst nun einfach mit der Fläche, aber quadratisch mit der Geschwindigkeit. Deshalb ist Geschwindigkeit so wichtig.

Um hinreichend tief einzudringen, muß das Geschoß nach dem Aufprall und dem Splittern für den anfänglichen Wirkungsquerschnitt genügend Flächenlast übrig behalten. Diese wächst einfach mit Masse und und einfach umgekehrt zur Fläche. Bei gleicher Restmasse dringen kleinkalibrige Geschosse also tiefer ein.

Bei gleichem Pulverraum und Rohrlänge beschleunigt der länger anhaltende Gasdruck werden kleinkaliberige Geschosse auf größer Geschwindigkeiten. Auch deshalb ist unsere deutsche 7x64 gegenüber der amerikanischen .30"-06 vorzuziehen. Afrika 2007 mit 7x64 zeigt die Leistungen dieser guten alten Patrone mit dem rechten Geschoß, dem 7 mm Lutz Möller Geschoß deutlich.

Ich will nun nicht den Kraftstoß im Einzelnen vorrechnen. Die Physiker kennen ihn. Die Jäger müssen ihn nicht rechnen können, jedenfalls nicht bei mir. Meinen Abkupferern will ich ihr schmutziges Handwerk nicht fördern. Ein paar Worte zur Jagdpatronewahl seien mir dennoch gestattet. Schon 2004 mit dem 6,5 mm Geschoß in Afrika zeigt ich, 6,5 mm Geschoß langen für Antilopen, Gazellen, Schweine, Schakale, Geparden und so weiter. Das war mir zwar klar, weil ich die Wirkung rechnen kann, und in den Daten ja auch angebe, aber den nicht physiklisch so bewanderten Jägern zeigen solche Beweisjagden dann anschaulich mit Bildern klar, was geschieht, und was die kleinen Lutz Möller Geschosse können. Leider sind die meisten Bilder von 2004 verschollen. Insofern mußte ich halt noch mal hin.

Wenn auf den Kraftstoß als Retter bei schlechtem Treffer oder schlimmer, bei schlechte Zielwahl gesetzt werden soll, darf nichtverschwiegen werden, daß großer Kaliber mit schnelleren Geschoßen mehr bewirken als kleinere und langsamere. Auch deshalb kann unsere deutsche Magnum, die 8x68S, so viel, ohne sonst mit Mängeln behaftet zu sein. In dem Sinne steigert die .338" Lapua Magnum die Möglichkeiten verunglückte Schüsse zu retten noch. Aber je größer die Patronen werden, desto schwere sind sie zu schießen, höre ich immer wieder. Der Rückstoß wächst mit und damit Schußangst und Mucken! Da es aber für die Wirkung vorrangig auf den Treffer ankommt, den viel Jäger mit kleineren Patronen leichter als mit großen erzielen, beißt sich beiden großen Jagdpatronen die Katze in den Schwanz, oder genauer gesagt, zehren die Nebenwirkung die Wirkung wieder auf. Eine .50" BMG kann kaum noch einer schießen, zeigte sich im Juni wieder deutlich im Berner Oberland gegen das LM-105. Auch das war in Grund dieses Jahr die mittlere und gut zu beherrschende 7x64 Patrone nach Afrika mitzunehmen.

Kurzweilige Wundhöhle

Aus eigener Erfahrung scheint mir die kurzweilige Wundhöhle mindestens die halbe Körperhöhle groß sein zu müssen, um das Tier sofort mittels ZNS-Wirkung zu fällen. Beiseite gestoßenes Fleisch, oder Leber, jedenfalls nicht Lunge oder Herz, fliegt teils nach den Gesetzen des elastischen Stoßes (Energie bleibt erhalten, Masse wird beschleunigt) und teils des inelastischen Stoßes (Energie verformt, streckt, dehnt, zerreißt, erwärmt). Sofern die kurzweilige Wundhöhle sich über die möglichen umkehrbaren Grenzen dehnt und streckt, reißt das überspannte Gewebe, verbraucht Energie. Die kurzweilige Wundhöhlen dehnt sich verhältnismäßig zur eingetragenen Energie aus, also wächst der Durchmesser einer Röhre mit der zweiten Wurzel der Energie. Bei ~ 2.700 Joule für Kitz auf Leber mit 14 cm Durchmesser würden als Analogie mit etwa 15,3 Joule /cm² bei größerem Wild für die gleich Wirkung folgende Energieeinträge fordern:

Weichschußrechner

Trage hier die Wilddicke in Zentimetern ein: [cm]



Dann brauchst du etwa [Joule],

um dem Stück die Rippen zu sprengen, die Wirbelsäule zu erschüttern, und es damit an den Platz zu bannen bis es, ohne je wieder hochzukommen, an seinen Verletzungen stirbt!

Beispielbilder für.300" WM Geschoß auf Bockkitz in 107 m

Der Weichschußrechner, obwohl zutreffend, soll nicht dahingehend mißverstanden werden, als würde ich solche Treffer empfehlen. Für größeres Wild würden Waffen für derartige Tötweise unhandlich, sprich man sollte doch ein gewisse Zielwahl vornehmen, statt einfach hinten drauf zu halten! Dieser mit .30-06 ( ~ 4.000 J) und Bleigeschoß weich getroffen Frischling (~ 20 cm dick) flüchtet etwa 2,5 km. Dieser weich 300 m.

Lutz Möller, 24. Juni 2004,


Geschoß-Wirkung bei schlechten Schüssen

Sehr geehrter Herr Möller;

mit großer Spannung lese ich die tollen Beiträge auf Ihrem Netzplatz. Ich erwäge jetzt einer SWS 2000 anzuschaffen selbstverständlich in 8x68 S, bereits mit Ihrer 8 mm hdp Rückstoßbremse versehen. Ich habe auch schon damit geschossen und bin, gerade als bezüglich Rückstoß nicht ganz unempfindlicher Schütze, begeistert. Sie ruckt nur wie eine .243" Win.. Ich würde dann auch Ihr Lutz Möller Geschoß verwenden. Leicht und damit noch angenehmer ist das Lutz Möller Geschoß in der 8x68 S Ladung zu schießen, darüber hinaus äußerst genau ( rund 1 cm auf 100 m in dieser Waffe ).

LM: Das höre ich gern. Haben Sie die Zielscheibe noch vorliegen? Ich würde es gen auf meine Seite stellen ?

Was mich aber noch sehr verunsichert, sind die fehlenden Berichte über seine Wirkung bei schlechten Treffern.

Beeindruckend und sehr zahlreich sind die Berichte über das Lutz Möller Geschoß, wie im Übrigen auch über andere zeitgemäße Geschosse. Auffällig ist nur, daß es sich dabei fast ausschließlich um Kammerschüsse, natürlich mit kurzer Fluchtstrecke, unterschiedlichsten Entfernungen und geringer Wildpretzerstörung handelt.

LM: Das ist kein Zufall sondern das Ergebnis von guter Zielwahl, genügender Schießfertigkeit in Verbindung mit dem Kupferjaggeschoß. Lies Lutz Möller Geschosse wirken anders und als letztes Zebra und hier Kraftstoß!

Ich vermisse mit diesen Geschossen Erfahrungsberichte auch in Fällen nicht so guten Treffersitzes, wenn die Kugel eben mal mitten drauf oder weich oder in der Keule sitzt.

LM: Mitten drauf ist der Leberknotenschuß wie oben bei dem Roibock. Wie hier in Kraftstoß erläutert wirkt das Lutz Möller Geschoß dabeihervorragend.

Gerade bei weichen Treffern befürchte ich, sie gingen ähnlich einem Vollmantelgeschoß durch ohne viel Zerstörung anzurichten ( obwohl hier eigentlich wichtig ) und daß auch kaum Schweiß durch den kleinen Ausschuß tropft, der dann ja auch oft mit entsprechendem Gewebe verstopft ist.

LM: Sehen Sie sich die Schweißfährte des Roibockes an.

Unter Umständen kann einer kräftigen Patrone wie der 8x68 S dies durch die enorme Wucht und Geschwindigkeit ( hydrodynamische Druckwelle) ausgleichen. Aber was ist bei den gewöhnlichen Jagdpatronen.?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Weidmannsheil Ihr J. U. Hagen , Freitag, 27. Juli 2007 19:58

Tag Herr Hagen,

Sie stellen mit der Weichschußwirkung eine für den Jäger wichtige Frage. Sie beantwortet sich bereits aus den Antworten zu Wie stirbt Wild? Darin liegt der Kern. Ohne das zu wissen kämen Sie nicht weiter. Jeder Jäger muß das in Verbindung mit dem inneren Aufbau des Wildes wissen.

Folgen Sie den obigen Verweisen, sehen Sie die Bilder, lesen Sie die Geschichten und -erklärungen. Wenn Sie die Zusammenhänge erkennen, wird sich Ihnen die Antwort erschließen. Ihre Anfrage kommt gerade zu rechten Zeit, denn ich beabsichtige demnächst hier in Kraftstoß über die Geschoß-Wirkungen neben dem eigentlichen Wundkanal zu schreiben. Das betrifft wohlgemerkt allein und nur das Lutz Möller Geschoß, nicht andere Kupfergeschosse oder gar die ungenügende Bleierne Sippe. Aber zunächst muß 7x64 Afrika 2007 fertiggestellt werden. Die Jagd auf Zebra, Gnu und Impala als sogenannte Beweisjagden sollen mit den Bildern und den Erklärungen, dir noch folgen müssen, anschaulich und einsichtig zeigen, wie Lutz Möller Geschoß besser als jedes andere Geschoß der Welt auf Wild wirkt. Ich werde hier einige schon bekannte, aber verstreute, Erklärungen noch mal bündeln, um die klar dazustellen. Schauen Sie hier also gern noch mal rein.

Ein anderer Grund, aus dem schlechte Treffer hier wenig zu finden sind, mag sein, daß schlechte Treffer, die dem Schützen anzulasten wären, als peinlich empfunden werden, sich die Leute schämen, öffentlich darüber zu bereichten. Reden Sie mal mit einem Schweißhundeführer, oder gehen auf eine Drückjagd mit Zahlgästen. Dann verstehen Sie vielleicht, was ich hier andeuten möchte. Selbstverständlich bringt und nur die Wahrheit zu erkennen weiter. danach sollten wir streben und daran sollten wir die Geschichten, die uns aufgetischt werden messen.

Ich habe ich Afrika 2007 auch einen bösen Fehlschuß angetragen, der in einem angeschossen Stück, daß nicht zur Strecke kam, endete, auch weil die andern auf der Farm anwesenden Jäger sich für einen Fangschuß zu fein waren. 6 Mann, davon 3 bewaffnete Jäger sahen nach meinem Streifschuß das angeschweißte Tier, ohne sich bemüßigt zu fühlen, dem Leid eine Ende zu setzen. Eine frische Fährte war am zweiten Tag in 4,5 km noch zu finden. Aber der Leopard lauert schon, dort im Buschfeld etwa je einer auf 50 ha. Aber mehr davon später in Afrika 2007.

So sieht ein Impaladecke im Salz aus, nachdem Cornel das Tier mit .30"-06 mit Bleigeschoß in die Lunge schoß

So sieht dagegen eine Impaladecke im Salz aus, nachdem ich das Tier mit Lebeknotenschuß halbweich mit 7 mm Geschoß streckte

Lutz Möller,

Fuchsplatzer

Ich bitte meinen Namen nicht zu veröffentlichen!

Hallo Herr Möller

Anbei das telefonisch versprochene Bild des zerplatzten 8x68S Fuchses.

Entfernung 100 m schräg von hinten beschossen mit 4,30 g R901 vor 8 mms Geschoß spitz aus 8x68S. Nachdem alle anderen von mir beschossenen Füchse nur einen etwa eurogroßen Ausschuß aufwiesen, verwirrte mich die Zerstörung etwas. Ich könnte mir nur vorstellen, das Geschoß habe einen wassergefüllten Magen getroffen, da der Fuchs aus einer Grund mit einem kleinem Bachlauf kam.

Waidmannsheil, U. G. Sonntag, 30. September 2007 18:17

Tag U. G. ,

bei dem Schuß längs durchs Gescheide platze allen kleine Tiere von großen schnellen Geschossen. Haut kann sich vielleicht 50 - 70 % dehnen. Überdehnte Haut reißt - Fleisch und alles andere auch. Die Druckwelle im Gescheide erzeugt eine kurzweilige Wundhöhle weit größer als das Tier. Also platzt es.

Die anderen Treffer mit den kleinen Ausschüssen waren vermutlich Lungenschüsse, oder? Lunge enthält Luft und kann daher zusammengedrückt werden. Fleisch und Blut hingegen lassen sich nicht verdichte. Also beschleunigt die volle Wucht das Gescheide auseinander. Das bißchen Decke kann den Schwund nicht aufhalten. Also fliegt der Fuchs auseinander.

Gruß, Lutz

Wer kennt diese Schußwirkung?

Bei der Moorlake

Auf dem Maisacker . . .

. . . liefen die Rehe just eben durch

Schweiß

Mehr Schweiß

Noch mehr Schweiß

Seggen am Pfuhl oberhalb des Flutstandes mit Schweiß (hier genügte der Händiblitz schon nicht mehr)

Kitz mit .30-06-Geschoß-Ausschuß, Schußweite 10 m, v0 1.050 m/s / 500 MPa

hdp Bremse | .30-06 mit altem .30-06-Geschoß und Krempe

altes Lutz Möller .30-06-Geschoß

Einschuß nicht zu sehen

Schußwirkung (Das Herz ist heil)

Links das heile Herz. Mitte die Lunge.

Torsten berichtete, das 1.050 m/s schnelle .30-06 Geschoß traf das lange beobachtete Kitz auf 10 m breit in die Lunge. Das Kitz ruckte im Knall. Dann ging es eher beiläufig so 3 - 4 m fort und kippte dann um.

Frage zur Lunge: Was fällt auf? Was ist zu bemerken?

Weiter in Bluterguß # Geschoß Kitz zerwirkt

Lutz Möller,

7,62 mm Geschoß Saukammtreffer

aus Schweden 2007

In dem hohen Gras kamen die Sauen vor dem Hund aus dem Wald

Seitlicher Kammtreffer aus .300"WM kostet einiges Wildpret

Obiger Kammtreffer aufgeschnitten. Der Kraftstoß zerstörte die Wirbelsäule am Ort höchsten Druckes gegen die nachgiebige Kammer. So getroffen Stücke fallen wie vom Hammer getroffen unmittelbar auf der Stelle! Da die Stücke im hohen Gras liegen

Diese zweite Sau schoß Svante in Schweden 2007 in den Kamm. Auch die fiel wie vom Hammer im Knall


Muffel mit 8x68S mit 8 mm S Geschoß 8003

Hallo Herr Möller,

ich war heute noch einmal auf dem Schießstand.

Drei Schuß 8x68S Geschoß 8003 Ladung auf 100 m in ein Loch aus FN-Sauer

Ich meine, die drei Schuß gehen so'ne alte Büchse (FN-Sauer 8x68S) in Ordnung. Vom Sandsäckchen geschossen wie vom Ansitz. Mit 4,24g R901 als treibende Kraft für das Lutz Möller 8 mm S Geschoß 8003.

LM: Ausgezeichnet!

Muffelskelett

Beinahe hätte ich die versprochenen Bilder von dem tiefen Brustschuß bei dem Muffelwidder vergessen.

Schußrichtung

Der Kraftstoß wirkte ohne Splitter

Gute Schweißfährte mit etwa 80m Fluchtstrecke. Keine Splitter in den Organen. Nur durch die Druckwelle geplatzte Gefäße. Aufgebrochen wog das Stück 35 kg. Der Wildpretverlust gleich Null. Keine zerplatzten oder beschädigten Verdauungsorgane.

Muffelhaupt

Waidmannsheil U. G., Mittwoch, 19. Dezember 2007 21:44

Lungenschuß mit Kraftstoß beim Kitz

Hallo, Herr Möller,

ich habe am Wochenende ein Rickenkitz geschossen (10,5 kg), wiederum mit der 6,5x57 R und Ihrem Geschoß mit Schwarzer Kappe. Das Kitz trat mit Ricke und Bockkitz in 100 m Entfernung auf eine Freifläche und zog bis auf 40 m vor meinen Hochsitz. Dort standen alle drei im Wind. Ich lag 7 Min. im Anschlag gelegen, da das Kitz nicht breit stand. Nachdem die Ricke wiederum Wind von mir hatte und kurz vor dem Abspringen war, stand das endlich Kitz breit: Einschuß eine Handbreit hinter dem Blatt. Das Kitz flüchtete ohne zu zeichnen 30 m auf mich zu (Dickungsrand), wurde langsam und sackte von hinten nach vorn zusammen.

LM: Die Bewegung ist bei der Nähe nicht verwunderlich. Da bekommt das Wild den Jäger im Schuß schon mit.

Ausschuß im Durchmesser wie ein 2-€-Stück, von innen aber etwas länglich. Beide Lungenflügel waren durchschossen, das Herz blau unterlaufen und ein Splitter hatte die Leber zu 20 - 30% zerstört.

LM: Der Kraftstoß schlug das Herz blau, ebenso wie beim Impala. Siehe das gestoßene Herz.

Am Anschuß lagen Schnitthaar und Leberschweiß, dann erst wieder Lungenschweiß einen Meter, bevor das Stück zusammenbrach.

LM: Aus dem Äser zu schweißen, dauert auch bei großen Lungenverletzungen immer ein Weile. Beispiele mit Bildern dazu finden sich in Loimaa '06 # Fortgesetztes Treiben an der Linie

Angesichts der Tatsache, daß die Rehe aufgrund des Windes sehr beunruhigt waren, bin ich mit der Wirkung zufrieden.

Gruß, H. G., Niedersachsen, Montag, 14. Januar 2008 21:38

Moin H.G.

Danke für die Beobachtung und Schilderungen. Bildern würden das noch anschaulicher darstellen. Gerade Bilder vom Kraftstoß auf das Herz könnte ich noch gebrauchen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Rippenbrüche

Sehr geehrter H. Möller,

vor einiger Zeit bezog ich 9,3 mm Lutz Möller Geschosse. Ich habe nun einige Stücke Rehwild mit der 9,3x62 erlegt und die Dinger wirken prächtig. Keine Fluchten, wenig oder gar keine Wildpretentwertung usw. Nur wenn's die Leber erwischt- aus welchem Grund auch immer- brechen auf der Ausschußseite schon mal unterhalb der Wirbelsäule drei oder vier Rippen.

LM: Das ist der vom Lutz Möller Geschoß bekannte Kraftstoß!

Das stellt aber keine Störung dar. Ich will's nur gesagt haben. Mittlerweile schießt auch die Bockbüchse in 6,5x55 und für die möchte ich 100 Stück 6,5 mm Geschoß bestellen. Durch die guten Erfahrungen mit der 9,3 auf Rehwild sind nun auch mein „Chef“ auf Ihre Geschosse aufmerksam geworden. „lonst ma a amoi sechane af Zsau“ war die Frage.

Nach Einschießen auf Geschoß folgte der erste Ansitz. Etwa 50 m Schußentfernung leicht bergab (wichtig) kamen bei fast Vollmond ein paar Sauen. Nach einer o. zwei Minuten stand dann eine richtig, dahinter noch eine. Mein Chef drückte drauf und „furt warn's“. Beim Nachsuchen mit Hund lag die erste 10 m vom Anschuß, Einschuß hoch auf dem Blatt Ausschuß kurz hinterm Blatt. Die zweite lag auch 10 m in anderer Richtung vom Anschuß, Ein- u. Ausschuß hinterm Blatt. Bei beiden viel lag Schweiß. Alle waren zufrieden und wollten heim, nur der bis jetzt gelangweilte Hund nicht, er zeigte eine Wundfährte an. Nach kurzer Suche fand er auch noch zu unsrem Erstaunen eine dritte Sau mit Treffer von vorn aber ohne Ausschuß. Nach dem Aufbrechen aller drei - alle so 30 - 35 kg schwer - fanden wir den Geschoß-Restbolzen im hinteren Schlegel der dritten Sau. Der hatte Lunge Weidsack und das ganze Gescheide durchschlagen.

Eben mangelnde Durchschlagsleistung ha ha. Bemerkung vom Chef „Kamma scho braucha dei neimoderns Zeig“ = höchst mögliches Lob.

MFG aus dem Bayrischen Wald, G. S., Sonntag, 20. Juli 2008 19:44

Sehr geehrter H. Möller,

vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe meine Schilderung auf Ihrer Seite gelesen u. danke Ihnen für die Veröffentlichung. Ich möchte Sie aber höflichst bitten, meinen Nahmen nicht zu veröffentlichen u. wenn möglich wieder zu entfernen. Bei uns mit einer Bauerndublette zwei oder mehrere Sauen zu erlegen nicht gern gesehen.

Mit bestem Dank G. s. , Montag, 21. Juli 2008 17:50

Starker Stoß

Hallo Herr Möller,

ich werde gern die neue BBF95 in LM .308 mit 52 cm Lauf mit raus nehmen - ohne die bleierne Sippe zu nutzen! Sonst muß die 8x57IS mit raus und weiterhin ihren guten Dienst verrichten. In diesem Jahr legte Ihre 8x57IS bereits 6 Sauen auf die Schwarte - teilweise mit schlechten Schüssen bei kurzer Flucht und geringer Entwertung. Meist wurde die Wirbelsäule so stark gestoßen, daß die Sauen liegen blieben und ausschweißten.

LM: Ein Vorteil meiner schnellen und harten Geschosse

Mit Waidmannsheil, Sebastian Mangelkramer, April 2013

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