Fuchsjagd

Fuchs

Sinn oder Unsinn?

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs | Fuchs mit MJG auf 300 m | Letzte Gelgenheit | Vollmantelgeschoß | .22" Hornet | 6,5x65 MJG | 8x68S MJG Fuchs | tot, sonst heil | Gutes Wochenende | 2 Füchse mit 1 MJG | MJG im Wintereinsatz

Fuchsjagd? Naturschutz!

Mein eigener Standpunkt ist, die Zunahme der Beutegreifer ist DER zentrale Faktor des erfolgten Niederwildrückganges. Diese Meinung leite ich weniger aus den diversen Untersuchungen, die es zu diesem Thema gab, ab, sondern vielmehr aus meinen Erfahrungen und dem eingehenden Abschußzahlstudium der letzten Jahrzehnte.

In unserem deckungsarmen, aber kleinparzellierten Feldrevier gab es während der 60er, 70er, 80er und auch noch Anfang der 90er enorme Niederwildstrecken, insbesondere bei Hase und Fasan.

Die Landwirtschaft ist seit jeher äußerst intensiv, wurde aber im letzten Jahrzehnt durch Flächenstillegungen und ökologischen Weinbau eher etwas extensiver. Dies schlägt sich u. a. auch in einem erhöhten Äsungsangebot (→ Fallobst in rauhen Mengen, Brachstreifen und die in den 60ern und 70ern noch gänzlich unübliche Begrünung der Fahrspuren in Obstfeldern und Weinbergen) nieder. Schenkt man zudem unseren Bauern-, Winzerverbandsvertretern Glauben, so sind auch die angewendeten Spritzmittel um einiges ,,sanfter" als sie es noch Anfang der 80er Jahre waren Zudem wird vermehrt versucht, Schädlingen mit Hilfe von Fallen (ähnlich der Borkenkäferfallen im Forst) Herr zu werden. Es bleibt also festzuhalten, daß die Lebensbedingungen des Niederwildes so gut wie nie zuvor sind.

Inwiefern nun die Wetterlage des ganzen letzten Jahrzehnts den Niederwildschwund beeinflußte, kann ich nicht beurteilen. Dieser Faktor war schon immer unberechenbar und nahm auch früher schon negativ wie gut Einfluß auf die Besätze. Entscheidend ist er mit Sicherheit nicht!

Auffallend ist des Weiteren, der große Niederwildschwund begann mit Einsetzen der Rabenvogelschonung, Beginn der Tollwutimpfung und Erholung der Dachsbesätze Ende der 80er, Anfang der 90er und erreichte Ende des letzten Jahrtausends seinen (hoffentlich endgültigen) Höhepunkt.

Des Weiteren läßt sich durchaus sagen, das Handeln der Jägerschaft, die nach einer anfänglichen Untätigkeitsphase einsetzten, trugen merkbare Früchte und heute sind in mehreren Revieren auch ohne Biotopverbesserung wieder verhältnismäßig hohe Niederwildbesätze zu verzeichnen. Dies Handeln umfaßt neben einer mit allen erlaubten Mitteln fast ganzjährigen Fuchsbejagung auch die Marder, Dachs, Rabenkrähe und Elster zu bejagen und findet durchaus nicht auf einer arrondierten Fläche statt. Daß dessen trotz in recht kurzer Zeit zählbare Erfolge erzielt wurden, beweist nachdrücklich, die auch von Pegel angesprochene saisonale Reduktion des Beutegreiferdrucks ist möglich und reicht u. U. aus! So stieg der noch vor einem Jahrzehnt praktisch nicht mehr vorhandene Rebhuhnbesatz wieder auf eine bejagbare Höhe an.

Im Übrigen beobachteten nicht die Jäger, sondern unabhängigen Mitarbeiter der Vogelwarte Radolfzell, die Bruterfolge anderer, von den Lebensgewohnheiten dem Niederwild ähnlichen Arten (wie z.B. Kiebitz, Wachtel, Schwarzkehlchen etc.), verbesserte sich deutlich.

Abschließend möchte ich jenen, die Hemmungen fühlen, ein Tier nur um der Bestandsreduktionswillen zu töten, noch einmal ans Herz legen, sich doch an die Fuchsbesätze zu Zeiten der Tollwut zurückzuerinnern. Die damalige Bestandsdichte dürfte durch ihre Höhe- und Tiefpunkte die natürliche Dichte darstellen. Mit dem vom gesundheitlichen und moralischen Standpunkt einwandfreien Eingriff, gegen Tollwut zu impfen, ist dieses Gleichgewicht zu Ungunsten eines großen Teiles der Natur ins Wanken gebracht, bzw. gänzlich ausgelöscht. Demzufolge sollte das Anliegen der Niederwildjägerschaft, die Raubwildbesätze mit allen erlaubten Mitteln zu beschränken, eben keineswegs nur ein moralisch-verwerfliches Handeln gesehen werden, sondern vielmehr ein, wenn auch nicht unbedingt beabsichtigtes unterstützenswertes Naturschutzziel der Jägerschaft sein!

Mit brennenden Fingerkuppen, Steve, im März 2003

So, jetzt will ich mich auch mal zu Wort melden; In der Niederwildjagd eines Freundes (1500 ha) die er vor 3 Jahren übernommen hat wurden vom Vorpächter 2-3 Füchse und 10 Hasen im Jahr geschossen. Mein Freund sagte dann, sie wollten mindestens 10 Füchse schießen und wurde vom Vorpächter dafür ausgelacht. Nachdem sie noch einige zusätzliche Kunstbaue angelegt hatten, schossen sie im ersten Jahr 36 Füchse, im zweiten Jahr 28 und dieses Jahr sind es 18! So wie die Fuchsstrecken nach unten gingen gehen die Hasenstrecken nach oben, so daß dieses Jahr bereits knapp 50 Hasen geschossen wurden.

In unserer Jagd (1000 ha) sanken die Fuchsstrecken ebenso von anfangs über 35 im Jahr auf heute etwa 15; da unsere Jagd an ein Naturschutzgebiet grenzt kommen von dort jedoch immer Füchse nach.

Nachdem einer unserer Mitpächter und ich vor drei Jahren zusätzlich begonnen haben intensiv Fallen zu stellen und Krähen und Elstern zu bejagen, ging unsere Fasanenstrecke von etwa 70 über 100 auf dieses Jahr 160 hoch.

Ich kenne Reviere in denen die Pächter, wenn sie eine Fuchsfährte oder eine Krähe gesehen haben, nicht ruhig schlafen können ehe sie den Fuchs oder die Krähe zur Strecke gebracht haben. In einem dieser Reviere werden auf 800 ha z.B. 400! Hasen geschossen.

In einem Revier das von einem mit mir befreundeten Berufsjäger betreut wird, wurden im besten Jahr auf 300 ha über 1000 Kreaturen geschossen (ohne Aussetzen, versteht sich!). Hier wurde das Raubwild mit allen legalen! Mitteln so kurz gehalten, daß z.B. etwa 25 Morgen- und Abendansitze nötig waren um einen Fuchs zu sehen (nicht zu schießen!). Natürlich wurde hier aber auch der Lebensraum intensiv verbessert, ansonsten hätte man die Strecke von 1000 Kreaturen wohl kaum erreichen können.

So, das sollten ein paar Beispiele (wenn auch vollkommen unwissenschaftlich...) aus der Praxis sein, die zeigen, man kann Raubwild sehr wohl einschränken kann, und daß dies sehr gute Folgen sowohl für das Niederwild, als auch Bodenbrüter etc. hat.

Waidmannsheil, Marcel, im März 2004

Was sich garantiert nicht rechnet aber ist die Tollwutimpfung. Schau mal eine Karte an und sieh die roten Gebiete in unserem Osten. Die Tollwut in Eurasien ausrotten zu wollen ein völlig illusorischer Ansatz. Und vor allem muß man sich halt fragen, was dieser Eingriff in die Regelmechanismen der Natur an Kollateralschäden zeitigen könnte.

Wenn bislang wissenschaftlich über die Fuchspopulation und ihre Folgen feststeht, dann doch: Tollwut führte zu ansteigenden Niederwildbeständen. Und Impfung gegen Tollwut führte uns zu Fuchspopulationen, wie wir sie vorher nicht hatten.

Der Rest (nützt Jagd etwas oder pfuschen wir nur bissl im Bereich kompensatorischer Sterblichkeit herum ?) ist m.E. Glaube. Und nicht Wissenschaft. Ergo sollten Wissenschaftler den erkannten Lösungsweg fordern und nicht "Fuchs Du hast die Gans gestohlen" schreien. Tun sie auch, siehe Kalchreuther !

Für die ,,Volksgesundheit" spielt die Tollwutimpfung nahezu keine Rolle, insbesondere wenn damit erreichte Fuchspopulationsspitzen nur der Verbreitung des heimtückischeren Fuchsbandwurmes Echinokokkus dienen und eben weiterer zu erwartender Seuchen. Heimtückisch, wie ich als Jäger zu denken gewohnt bin, wären mir ernstzunehmende rote Schilder in meiner Jagd tatsächlich sehr willkommen - Bär und Luchs und Wolf sind ein anderes Thema (aber: Luchs - warum nicht?). Ich habe deshalb nicht gesagt, wir müßten in unseren Vorgartenjägdlein schleunigst allerlei alte Räuber und möglichst (bisl australische Giftviecher und -pflanzen?) widerliche Horrornatur zulassen/einpflanzen, um endlich wieder Väter ruhiger Reviere zu sein.

Was mir stinkt, sind emotionale Entscheidungen wie die Auslobung von Fuchsprämien in Ravensburg, weil sich dort Kind einer grünen Kreistagsabgeordneten den Wurm eingefangen hatte. Und eben die Entscheidung zur Helikopterimpfung der Füchse, die weiter betrieben wird, obwohl langsam die Schädlichkeit evident ist.

Und mir stinkt die merklich hohe Zahl der Füchse also auch in meinem Revier - kein Grund aber, dies dem einzelnen Jungfuchs übelzunehmen und ihn ( plus paar Beifänge) in einer Falle zu zerdeppern.

ESP-Impfung- so am Rande- war eine volkswirtschaftliche Entscheidung: Keiner hört auf zu kirren, keiner geht an sein Schwarzwild ran, als wolle er es ausrotten (im Gegenteil: ,,unter 30 kg", ,,ich schieße 70 % an der Kirrung", ,,ich mach bei Drückjagden nicht mit, auf daß mir die Nachbarn die Bachen wegschießen"...) Also explodiert das gemästete Schwarzwild weiter. Die hilflose Entscheidung, ausgerechnet über angeordneten Weiterbetrieb von Kirrungen zwecks ESP-Impfung hier zum Schutze des Absatzes unserer fleischproduzierenden Landwirtschaft einzugreifen, zeigt den Bock als Gärtner am Werk. Und damit meine ich LJV-Päpste. Denn in Wahrheit sind wir dem Sauenbestand als Jäger eben nicht hilflos ausgeliefert, völlig anders als bei den Füchsen.

Jawohl: zur Zeit bin ich gegen jedwede Impfung von Wildtieren, gegen jedwede Medikamentenausgabe im Wald. Sie zeichnen fehlgeleitete Hybris und fehlgeleitete Jagd.

Wmh, Martin, im März 2004

Erster Schuß auf Wild | Erster Fuchs | Fuchs mit 8x68S MJG auf 300 m angeschweißt | Vollmantelgeschosse | Letzte Gelegenheit | Erstaunliche Trefferwirkung

1. unerreichbar

Meinen ersten echten lebendigen Fuchs im Revier, nicht wie Sonntags früh, vom Auto neben der Straße gesehen oder nachts um 11 beim Rückweg, neben Mardern, Rehen, Käuzen, sah ich durch mein 10*50 Glas in den Trappenwiesen im Havelländischen Luch wohl 500 m hinter einem Redder fern, als ich eines sommerlichen Nachmittags auf Rehansitz anmarschierte. Ob ich nun tatsächlich ein Fuchs oder etwas anderes wahrnahm, könnte ich gar nicht mal genau sagen. Aber dort war jedenfalls eine niedrige wellige Bewegung, die ich so vorher nie sah.

2. zu schwer

Vom ersten Koppelweg südlich pirschend nähere mich ich auf der armen Brache den Ackerkratzdisteln. Eine Bewegung. Ja ein Fuchs. Gut 130 m. Etwas weit, solltest du dessen trotz versuchen können Wie hast du's in der Ausbildung gelernt? Fuchs liegen freihändig. Wenn ich liege sehe ich vor mir das Gras. Keinen Fuchs und auch sonst nichts anderes. Also oben bleiben. Dann eben stehen freihändig. Auf 130 m auf eine Fuchs. Tut mir leid, kann ich nicht. Lohnt das Geknalle nicht mal. Im übrigen ist er auch schon weg.

3. Erstes Treiben in Stahnsdorf

Die Wandergans mit hartem Schrei,
nur fliegt in Herbstes Nacht vorbei.
Am Strande weht das Gras ...
Theodor Storm, Die Graue Stadt am Meer.

Zur herbstlichen Treibjagd in Stahnsdorf angetreten erschien eine kleine Jäger- und Treiberschar einschließlich bemopedter Jungs, Enkel des großväterlich alten, dabei spritzmunteren, Jagdherren. Hunde gab´s auch, besonders ein brauner DD, von dem noch zu berichten sein wird. Das erste Treiben sollte als Streife durch die Stauden gehen. Der rechteckige Schlag war wohl 80 m breit und gut 300 m lang. Platz genug für manch Fasan, denn die Bunten Federlinge wollte wir uns holen. Daher waren wir mit Flinten bewaffnet und luden nur kleine 2,5 mm Schrote. Büchsenschüsse waren der umgebenden oder nahen Bebauung wegen zu gefährlich, daher vom Jagdherren ausdrücklich verboten. Die Stauden glänzten weiß bereift. Kalt! Die Sonne zu der späten Jahreszeit kam gerade mal über die Hintergrundbüsche gestiegen. Schön rot vor blaugrünem Himmel. Wenig bis kein Wind. Trocken. Herz, was willst du mehr. Tja, nur wie sollten wir beginnen. Gegen die Sonne oder mit der Sonne. Gegen die Sonne wurde entschieden. Mein Fall war das nicht. Jeder Flieger weiß, der Feind muß, um sich selbst vor weißem Firmament zu tarnen, den Gegner zu blenden und zu überaschen aus der Sonne, mit dem Lichtstrahl angegriffen werden. Aber wir waren nur Bodentruppen. Lediglich unsere Beute mochte sich in die Lüfte schwingen. Mal sehen, wie das wohl ausgeht. Angeblasen!

Los! Wir treiben. Da. "Hahn", "Hahn", ruft einer "Paff!", daneben. Wir treiben weiter. Henne! Keiner schießt, wir treiben weiter. Leise rascheln die dorren Goldruten an den Mänteln. Hier in der windstillen Ecke sind bis zu mannshoch. Ein gutes Versteckt! Da! Plötzlich knapp vor mir steigt ein geflügeltes Wesen in die Sonne empor. Hahn Hahn zu rufen die Flinte anzubacken und durchzuziehen war eins. Das Henne von nebenan kriege ich so schnell gar nicht mit. Paff! Die gute alte Papp-Mars aus den 60er Jahren knallt immer noch wie ein Kanonenschlag, schieß mit ihrem Filzpfropfen weich und deckt gut. Kein Vergleich mit modernen harten Plastikbechern. Pappe muß man schießen. Die beschossene läßt Federn stieben. Gegen die Sonne sieht alles nur schwarz-weiß aus. Ich bin geblendet. Jedenfalls bleiert die Henne elegant, elegant?, ja im Grunde zu elegant, um tot zu sein, ab und taucht keine 10 m vor mir in der Stauden Dickicht ein. Der Bewuchs ist so dicht, das sogar kleine Vögel hier ihre Nester an die Staudenstämme hängten. Wo ist der Anschuß. Na, oben! Nein ich meine, der Landeplatz, also verdammt noch mal, wo ist das Biest? Nur nach oben blicke ich frei. Nach vorn steht mir was vor der Nase. Nach unten dringst die fahle Herbstfrostsonne noch nicht so recht ein. Aber wir haben ja brauchbare Jagdhunde. Der DD Rüdemann wird eingewiesen. "Such verloren" ertönt und der struppige Geselle geht in Richtung Henne stiften. Und dann? Am, nun nennen wir den Ort mal "Anschuß", also an dem gewissen, für meine Beute und mich wichtigem Ort, hält sich der DD gar nicht lange auf. Ach so, die "elegante" Landung war keine Aufgabe sondern ein geschickt getarnter Fluchtversuch! Aha! Also ist die Geflügelte zu den Bodentruppen übergelaufen und macht nun im Untergrund weiter. Na du Partisan, Dich werden wir, meine der DD, schon noch kriegen. Weit wirst du nicht kommen, denke ich. Pustekuchen! Der DD ist unsichtbar, raschelt zwar und läutet gelegentlich; und zwar 200 m weiter! Wie das? Ne, ne, der sucht keine Fasanenhenne! Sag ich mir.

Als der Fuchs aus den Stauden aus offen Feld türmt, wissen wir Bescheid. Dort hinten ist kein Schütze in der Nähe (Wie Reineke nur wieder so schnell spitz bekam, wo er reine Luft, ohne dieses schädliche Blei, atmen kann, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Oder wissen erfahren Jäger so was?

Zweites Treiben in Stahnsdorf

verläuft mit der Sonne blendfreier. Es wird was vom Himmel geholt. Man ist zufrieden. Der letzt Geborene wird vom Jagdherren mit Beute beschenkt. Von meiner anschließenden menschlichen Nachsuche, ohne DD, ist mein Lodenmantel noch heute mit Goldrute-, Distel- und wer-weiß-noch-was-fasern durchsetzt, daß die grüne Kutte nie wieder rein werden wird. Frischer Dreck ziert den Soldaten, aber alter ... ? Die Henne ist und bleibt futsch! Und ich sach noch "Immer mit der Sonne angreifen!"

Neben dem Staudenschlag dehnt sich in die Tiefe ein gepflügter Ackerschlag kilometerweit aus. Im Uhrzeigersinn kommen die Begrenzungen: 6 Uhr Weg, 9 Uhr Fasanenstauden. 10 Uhr Pumpwerk mit Gitterzaun. 12 Uhr Feldweg zwischen Fasanenstauden und gepflügtem Ackerschlag. 13 Uhr Strohballen, dahinter Acker, dahinter Wald. 14 - 16 Uhr tiefer Acker, weit hinten etwa 3 - 500 m an Wald grenzend, dahinter in die unendliche Ferne ausufernd, ein Ackerschlag nach dem nächsten. 16 Uhr nächste Siedlung, 17-18 Uhr anschließend Acker, dahinter Wald. Wir meinen der dem ersten Treiben entsprungene Fuchs wollte ich in den Strohballen versteckt halte. Nun wollen wir ihm Einen auf den Pelz brennen. Der Angriff soll das Versteck wie eine Krebsschere weiträumig umlaufen. Wenn die Flügel aufgeschlossen sind, dann als Kessel zu ziehen, um den Fuchs anzurühren. Also los. Lauf, lauf, lauf, schließ, Kessel! schnür, schnür, schnür. Klappt prima. Nur ist kein Fuchs da. Immerhin scheint die Sonne und der Himmel strahlt blau. Eigentlich ein schöner Sonntag. An meinem Wegrandstand äußert sich eine jugendliche Reiterin mißfällig über unser offensichtliches Ansinnen und wünscht den Rehen, um die es hier nicht geht, heiles Entrinnen. Wir hingegen hätten lieber unsere Ruhe.

Der linke Flügelmann auf 14 Uhr vor dem Waldrand ist noch am weitesten draußen, als ich auf 15 Uhr weit draußen über den Furchen etwas erahne. Glas hoch: Fuchs. Ja mein Freund, was machst du denn bei solch schönem Sonnenschein weitab des Waldes auf offenem Feld? Das Glas bringt es an den Tag. Hase! Der Bruder pirscht. Wir verstehen ihn gut. Wie wird die Sache ausgehen. Niemand von uns hat eine Büchse mit ZF bei. Also müssen wir den Rotrock auf mindestens 40 m heranbekommen. Durch Handzeichen teile ich dem JH meine Entdeckung mit. Der wiederum weiht den linken Flügelmann ein. Ob der Räuber was merkt. Sieht nicht so aus. Langzahn will den Rammler. Der ist aber weder dumm noch langsam. Er kann nicht nur Igel düpieren. Mir scheint, er will's mit seinem Fleischhungrigen Widersacher genau so versuchen. Der Has´ verholt ein wenig, drückt sich und der Fuchs kommt nicht ´ran. Langohr ist mal schnell wie der geölte Blitz. Dann drückt er sich als Grabenkämpfer in den Ackerfurchen. Fuchs, du plantest ohne feindliche Schlachtflieger!

Fuchses vermeintliche Beute hat mittlerweile Luftunterstützung bekommen: Krähen. Ein kleiner Schwarm Rabenkrähen ist aus dem Blauen hinabgestürzt, haßt gezielt auf den Fuchs. Und wie: Ein (Schein)angriff nach dem anderen aus wechselnden Himmelsrichtungen fliegen die Aasfresser auf ihren gewöhnlichen Feind, der ihnen sonst die Nahrung klaut. Luft- und Bodengreifer vertragen sich nicht gut. Der Hase, als lachender Dritter, verzieht sich inzwischen. Das ging ihm noch mal gut. Wie die Schwarzen auf den Fuchs zusammenarbeiten ist fast schon beängstigend zu sehen. Aus der Luft habe sie einen besseren Überblick als der sanftläufige Schnäpper, errät uns mit Waffen, drehen dann weg.

Unser linker Flügelmann umlief derweil den Fuchs hinten herum, fällt dem nun zwischen sich und dem Wald auf, Flucht abgeschnitten! Was soll ich sagen? Der gewitzte Reißer schnappt sich eine Geländekante zwischen verschiedene Furchungen und schnürt daran entlang genau auf die Strohballen zu. In Laufrichtung vor ihm liegt fest entschlossen eine Bockbüchsflinte mit Mann und DD. Dann wollen wir mal sehen. 150 m, 100 m, kein Laut, bewegungslose Stille, kein Wind, nur der Fuchs und ein 12/70-Rohr, 80 m, 60 m, ja, gleich werden wir ja sehen, wer hier den meisten Dusel hat, Was macht der Mann denn jetzt? Oh, nein! Ich fasse es nicht! Der Rüdemann schnallt seinen DD. Wie soll's komme? Kriegt der Fuchs mit. Und wie ein sanfte Welle im Zeitraffer flitzt der rote Pelz, wie über dem Acker schwebend, sogleich Richtung 17 Uhr, sprich Wald. Der kennt sein Revier! Den Start hat er klar für sich entschieden. Der erste Punkt geht an ihn. Unser Frontmann im Rennen hat deutlich höher Läufe, auch holt er weiter aus. Aber, was ist das?, Stechhaar kommt nicht so recht vom Fleck. Wieso? Nein, er kriegt keinen Anschluß. Je weiter die Hatz geht, desto mehr Gelände macht der Hasen- und Fasanenfresser gut, als ob ihn ein Engel schiebt. Der schwere DD kämpft sich kräftig, nur leider einsinkend, durch die Krume, während der Tollwutgeimpfte wie ein Elf über den Dingen zu schweben scheint. Auf 300 m führt der Fuchs sicher 70 m. Sieg! Nun, Füchse wollen auch leben, und die Götter scheinen ihnen dazu manch nützliche Fähigkeiten angewölft zu haben.

Muß ich wirklich noch nachtragen, beim letzten Treiben um die verlandete Lake im Acker mich eine Ricke mit angelegten Ohren im gestreckten Galopp fast umrannte (ich sie mit Hechter wohl hätte fangen können), der DD die flinke Schlüpferin auch nicht fing, sondern die Ricke statt dessen in die Fasanenstauden schwand. Nein, mußte ich nicht, aber darüber zu schweigen, wäre auch nicht nett gewesen. Immerhin, einen Fasan haben wir bekommen! Horrido! Niederwildjagd im Absturz! Der Mann mit Rohr hatte nur kleine Schrote, so daß ein sicherer Schuß auf den roten Balg nicht gegeben wäre. Deshalb ließ er das Zauberrohr am Sack und gab den DD frei, so daß der wenigsten sein Vergnügen bekam. Genützt hat's nicht, aber schön war's doch .

4. zu schnell

Nach Westen läuft die Grenze zu den großen Vögeln, die manchmal wie Rehe aussehen, oh, bloß keine schießen, 30 Gänge hinter einem Graben, also ob das Wasser nicht selbst wüßte, wo das Meer liegt, an dessen trockener Kante ein Fuchs seinen Bau hatte. Zur Zeit scheint der Bau nicht befahren zu sein. Die Reviergrenze selbst ist ein Erlen - Weidenbruch. Nachdem die alte Leiter in den Erlen 5 m von der Grenze stand, kein Stück sicher in 5 m zu fällen ist, wurde die Leiter abgebrochen und 130 weiter innen im Redder (Doppelknick) ein neue Kanzel gebaut. Ost-westlich zieht sich in den Koppel ein Weg. 300 m nördlich und 300 m südlich parallel dazu die nächsten Wege, als Redder, hier allerdings, anders als in Schleswig-Holstein ohne Wall, ebenerdig gewachsen. Ich sitze gerade eben eines schönen Nachmittages mit meiner flinken .243 Win Repetierbüchse mit pfeilschnittigen 4,5g Plastik-Hohlspitzgeschoßen oben auf der Neuen Erlenkanzel und möcht der ortsansässigen Rehwildbevölkerung Gelegenheit sich zu verjüngen geben, als ich kurz vor der Grenze, etwa 130 m fern, etwas rotes sehe. Reh? Nein! Fuchs. Schnell backe ich an und ebenso schnell ist der Fuchs in den Graben entfleucht. Das war's. Fuchs, auf 130 m, die Tiere können kucken, und das ohne Glas!

5. zu langsam

Nachts sind die Sauen unterwegs, aber wir haben seit Wochen Wolken, Wolken, Wolken. Ob Mond oder nicht, spielt schon gar keine Rolle mehr. Wir sehen einfach nichts. Dazu kommt nachts oft herbstlicher Dunst und aus ist's mit Schinken. Und wann trollen sich unsere Maggi-duftenden-Borstentiere eigentlich so nach Haus in deren Bruch (beim Nachbarn). Wer weiß? Versuch macht klug. Also bin ich heute Nacht aufgestanden, war vor der Sonne im Revier und sah? Nichts! Kein Schwein! Also fährte ich in früher winterlicher Morgensonne und halb acht im zarten apfelsinenen Erröten des Himmels nach Paarhuferfährten mit Geäffter. Auf den von Schafen gelegentlich bartkurzgefressenen Queckenbrachen ist davon leider bei bestem Willen und größtem Vorstellungsvermögen nicht zu erkennen. Brechstellen lasse schon mehr Schlüsse zu. Aber die sind rar. Rehe sind auch keine mehr da, dachte ich bis gestern, heute wieder Massen! Der Winter naht und die roten Schlüpfer werden zu braun-grünen Läufern, bis auf einen, der schwarz wird, jedenfalls, fast. Feldrehe, sagt man. Vorn an der Landstraße bei der scharfen Kurve säte der Bauer einen kleiner Winterrapsschlag, der unsern Freunden gut schmeckt. Von dorten zog der erste Sprung fort nach Westen, drei Stück!

Ich laufe nord-westlich über die Mittlere Kanzel in die äußerste nord-westliche Ecke zum Kranichplatz. Auf den Koppeln zwischen erstem und zweiten Weg ist noch mehr dunkelbraun auf den Läufen, fünf Stück! Einer ist fast schwarz. Muß ich sehen. Also mal langsam weiter. Am Graben vor der Grenze in kaum vorhandener Deckung weiter nach Norden. Da hinter der dicken Weide ist doch wer! Rotbraun kommt vor mir ein Fuchs hoch und ist, kaum daß ich ihn sah, schon wieder außer Sicht. Nach Norden zum Nachbarn? Oder ab in den Graben. Ich laufe den Graben entlang, kann aber nichts entdecken. Um die Weiden herum kann ich die Rehe auf 3-400 m gut beobachten. Morgens um acht ist die Welt noch in Ordnung , also äsen die Langläufe in der Sonne auf offener Steppe ohne sich von mir auf die Entfernung grämen zu lassen. Sollen sie. Also kehrt marsch, zurück zur Föhringe, sehen, ob darin die Sauen brachen. Ich komme dem nächsten Redder schon recht nahe, als vor mir der Fuchs wie hingezaubert erscheint. Zack, Waffe angebackt, mitgeschwungen, 50 m, Peng, vorbei! SCH.... ich soll schnelles Kampfschießen aus der Ruhe auf unvorhersehbare Ziele üben. So wird das nichts. Aber wie und wo? Ich hör schon die dämlichen Sprüche auf dem Schießstand: Wir sind hier doch kein Schießkino. Ja, so ein Schießkino sollte jeder LJV haben, damit wir mal auf Vordermann gebracht werden. Sonst, fürchte ich, frißt uns der Fuchs uns noch den letzten Fasan, das letzte Rebhuhn, die letzte Wiesenweihe weg. Groß, schnell und hungrig genug, ist er ja.

6. Am Fenn wieder zu schnell

Letzes Jahr konnte bei der Drückjagd am Fenn eine Sau und eine Ricke strecken. Der Jagdherr stellt mich diese Jahr wieder an der selben Stelle an, weil dort ein flinker Schütze gebraucht wird. Ab 10 Uhr wird geschoßen. Alle Nachbarn beginnen zu selben Zeit. So sollte überall Bewegung sein, jeder auf seine Kosten kommen. Aber wann die Treiber in den einzelnen Revieren angestellt werden, welche Wege sie auf sich nehmen müssen, scheidet die Stände voneinander. Halb zehn stehe ich an. Büchse frei. Schräg links auf 200 m trollt sich der erste Fuchs zum Fenn. Ein gutes Zeichen! Der Fuchs riecht den Braten als Erster. Außerdem sind dessen Fluchtwechsel oft denen der Sauen gleich. Für mich über Kimme und Korn zu weit. Der wird bald den Nachbarn erreichen. Fuchs hinter Ried. Stille. Peng! Na gut, hoffentlich hat er ihn erwischt. Hundegeläut weit weg. Die ersten Schüsse knallen. Wie schön. Es geht los. Hoffentlich werde ich auch gut angelaufen. Der Stand ist prima. Vor mir 20 m Wildacker, dann der Bruch, dann der Fenn darin die Sauen stecken. Die werden allerdings meist erst spät, als letztes rausgedrückt. Nun, ich habe Zeit. Mal sitze ich, die Waffe über den Knien, mal stehe ich, die Waffe in den Armen verschränkt. Ich ahne was! Links hinter mir im Augenwinkel hinter einer 2 m Kiefer sehe ich etwas rotes. Die Rehe haben alle schon verfärbt. Ein Fuchs! Zack, nehme ich die Waffe hoch. Genauso zack, ist er Fuchs weg. So viel zum Jagdfieber. Ich lerne 1. Der Fuchs sieht dich. 2. Wenn du dich schnell bewegst, merkt er dich. Mensch, so schade, so nah, das waren keine 10 m, genau auf dem Wechsel den letztes Jahr die Ricke kam. Mist. Eigentlich sollte ein kluger Kopf einen Fehler (siehe 4.) nicht zweimal begehen, oder? Aber war wohl schon zulange her.

7. Fremdes Revier

Ich fahre los. Wenig Verkehr. Der Himmel sieht wie Glas aus. Auf dem Weg, kurz vor dem letzten Wald, sehe ich links neben mir etwas rotes. Langsamer werdend äuge ich rüber. Der Fuchs. Ganz ruhig ohne große Panik schnürt er 30 m dwars in gleich Richtung. Soll ich? Es ist nicht mein Revier. Eigentlich wäre es ja vernünftig. Könnte doch keiner was gegen sagen. Die sollten sich freuen. Aber ich kenne die dortigen Jäger nicht. Was würden die denken? Also. Mit denen muß ich später mal reden. Jedesmal wenn ich ins Revier fahre oder von dort komme, sehe ich an genau diesem Waldrand etwas. Meist Katzen, eigentlich immer, gelegentlich Füchse und Rehe sowieso. Aber es soll ja auch keiner auf falsche Gedanken komme. Nun, vielleicht läßt sich ja eine Regel finde. Es ist doch zum Verzweifeln. Bei mir erwische ich fast nie einen Fuchs, aber auf dem Weg sind die massenhaft, und Marder auch.

8. Abstauben

Wir sitzen im eigenen Revier gegen eine fremdes Treiben an. Wozu Treiber füttern, oder sich ´ne Leber schießen, wenn das Schlaraffenland einem die gebratenen Tauben in den Mund schiebt?

Da, da links vorn, was? Rot, Rot? Jetzt im November noch rote Rehe? Wunder ich mich ohne ganz zu Ende zu wundern denn: Fuchs, Fuchs! Der Fuchs kommt auf dem Fernwechsel in meine Richtung. Klar, so ist es immer, die riechen den Braten zuerst und machen sich dünne. Die Drückjagd nebenan scheint also in Gange zu kommen. Gehört habe ich sonst noch nichts. Büchse laaaangsam angebackt. Mitgezogen, Baum, Fuchs, Baum, Fuchs, Baum, Gras, Baum, Fuchs. Mensch, kann ich denn nie auf´s Ziel anhalten? Reineke merkt mich nicht. Er zieht über die Schneise, jetzt. Verdammt! Genau da hängt der einzige tiefe Zweig des ganzen Waldes vor meinen Augen. Jetzt schnürt er frei. Auf ihn, mit Gebrüll! Krach! Pitsch! Der Fuchs nimmt Tempo auf, gibt gleich Fersengeld. Nicht gezeichnet. Ich ziehe nach, kriege ihn aber nicht mehr auf´s Korn. Tjä, so ist das mit dem Glas oder nicht Glas. Auf 50m ist ein Fuchs ohne Schrot doch schon recht klein. Die grobe Visierung langt für das kleine Ziel nicht mehr - oder nur der Schütze?

Des Fehlers ungeachtet trotz ist meine Stimmung einwandfrei. Wenn der Fuchs hier längs schnürt, merke ich, sollten die Sauen nicht fern bleiben. Denn Sau und Fuchs nutzen oft gemeinsame Fluchtwechsel. Es zwar eher ein Wetter, als ob Engel reisten, beileibe kein Sauwetter. Aber so ein Schwarzkittel wäre heute für mich die Krönung. Seltsam, die meisten Abnehmer nehmen lieber Sau als Reh? Von dem Zielvorgang einmal abgesehen bewege ich mich die ganze Zeit kaum, oder langsam. Nur keine ruckartigen Bewegungen, Sollte ein Hirsch kommen würde der alte Fernspäher mich sonst zu zeitig ausmachen. Reh und Sauen sind zwar in der Hinsicht unempfindlicher, aber die hatte ich dies Jahr schon gut. Rot, das, wieder rot. Genau aus Spitzschnauzes Fluchtrichtung kehrt eine rote Rute zurück. Ich backe langsam an. Der rote Balg ist nur 30 m weit. Scheiß Bäume! Rotrock kuckt sich noch einmal langsam in alle Richtungen um, auch zu mir, und ist vom Erdboden verschwunden. Ah ja, hatte ich ganz vergesse. Kurz vor mir ist eine der beiden Dachsburgen. Die Schmalzmänner habe Hügel aufgetürmt, daß es Motocrossfahrer freute. Weg ist der Rote.

9. Kallinchen

Dezember. Eine Neue ist gefallen. Der Verkehrsfunk warnt die Kraftfahrer. Jede Sau tritt ´ne Fährte, denke ich, die ich sehen muß. Mein Jagdherr ist verhindert. So fahre ich allein in die Heide. Jahrzehntelang der militärischen Ausbildung, erst der Wehrmacht, danach, aus bekannten Gründen, den Sowjets dienend. Das 7.500 ha Gelände ist immer noch von gesprengten Bunkern, Mannlöchern, seltsamen Kartuschen als Glocken für foftein, Schlingen, Sprengstoff und sonstigen Seltsamkeiten durchzogen. Der einzige ehemalig Ort Zehrensdorf wurde geschliffen. Somit ist die Gegend menschenleer, bis auf Wilderer, nummernschildlose Motocrosswüstlinge, Abenteurer mit Stabtaschenlampe und langen Messern . Das Gelände ist gesperrt. Jeder Erwischte wird angezeigt; mit Fahrzeug besonders teuer; jeder entwischte nicht. Eigentlich suche ich mein Glas auf Kanzel 39, das dort liegen geblieben sein kann, als wir dort unser große Stöberjagd mit 98 Schützen und 22 Wachteln hatten. Das Glas ist weg! Wo ist es geblieben? Wie kann ich nur so doof sein?

Mein Wagen zieht heute als Erster Spuren in de jungfräulichen Schnee. An der zerfallen Radarstation lasse ich die Blechschachtel stehen. Ein Grünspecht sucht mich auf. Nett, der alte Tackerer. Die Technik hinter mir, pirsche ich los. Ja man soll mit neuem Gerät ohne Versuche nicht in den Einsatz gehen, wußte ich eigentlich schon früher. Die Filzstiefel haben einen festen, unbeweglichen Absatz, Schnee backt fest. Mehr Schnee backt fest, kein walken läßt die Tracht abfallen, ich gehe wie auf Eiern. Zudem machen die Dinger eine Heidenkrach. So werde ich wohl nichts erpirschen, meine ich. Alle Welt hört mich schon 300 m bevor ich etwas erspähen, geschweige denn schießen kann. Hätte ich doch bloß meine weichen Pirschstiefel angezogen. Na wenigstens laufen mir die Fährten nicht weg.

Leider sind keine da. Der Schnee fiel bis vor kurzem. So kann ich nur ganz frische Fährten lesen, derer wenige sind. Die Stapferei strengt an. Für Ansitz bei Frost gekleidet hitze ich bald. Oben auf 39 angekommen bricht aus den Dezemberwolken ein Schneeschauer. Ich bin froh ein Dach über dem Kopf zu haben. Nach 20 Minuten, vorher sieht man nichts, wir mir wieder kühl. Also weiter. Ich begehe die gewöhnlichen Kanzeln. Setze mich heiß oben 20 min hin, steige dann kühl herunter und fahr fort, die Gegend abzuklappern. Wild sehe ich keines. Eigentlich sollte doch möglich sein in offenerem Gelände in größere Ferne mal ein Reh vor das Absehen zu bekommen. Mein ZF habe ich auf 7-fach eingestellt. Das langt zu treffen, gibt breites Sichtfeld. Auf der Eisenkanzel am Wildacker stelle ich fest das sich gegenüber eine neue Einrichtung befindet. Noch so´n Eisending. 20 Min sitzen, dann, muß ich sehen. Und ob da was zu sehen ist. Sauen haben gebrochen. Eigentlich ist der Boden hart gefroren. Aber unter den alten Kiefern, die in dieser Trockensteppe wachsen, liegen braune Kiefernnadeln mit Drahtschmiele verfilzt, wie eine wärmende Daunendecke über dem Boden. Dort brache die Sauen. Was der Wurf freiwarf liegt nackt ohne Schneedecke vor mir. Wann war die Sau hier? Nun sehe ich die Fährte. Frei. Frisch. Neu. Die Sau muß mir gerade eben so entwischt sein. Wenn ich doch jetzt Bracki bei mir hätte. Aber ,,hätte" ist der kleine Bruder von ,,hat nicht", also Asche. Ich stapfe des Blödsinnes trotz, der Fährte hinterher. Vielleicht ist mir Thor hold und sendet mir Mjölnir, den Wurfhammer, der zum Schützen zurückkehrt (haben sonst nur die Aussies, nennen die Bumerang, alles schon mal dagewesen)? Ich muß ohne göttliche Hilfe allein zurecht kommen. Keiner hilft mir. Ich bin nun in steppenartiger offener, von einzelnen Kiefern durchsetzter, Trockenheide.

Mir ist hitzig. Müde bin ich auch. Diese Stapferei strengt an. Also schlafe ich ein wenig. Im Stehen. Das beruhigt Kreislauf und Geist. Außerdem vergessen dann die Tiere du lebest. Ich ahne was. Was weiß ich nicht. Ohne mich zu rühren öffne ich meine Lichter. Blau scheint der Schnee vom Silber- und Landreitgras mir in Iris. Ein Luchs! Quatsch, hier sind keine Luchse. Ich komme schnell zu mir. Rotbraun. Groß. Reh? Nein. Fuchs! Verdammt noch mal, die Götter haben ein Einsehen mit mir. Keine 20 m entfernt ein Fuchs. Oh, oh, oh, der muß doch bald Wind von mir bekommen. Er ist fast in lee. Nein, er windet mich nicht. Inzwischen hab ich´s gelernt. Wie bei der Olsen-Bande: "Egon macht den Plan": Aufgabe ist: die Waffe von der linken Schulter runter und hoch an die rechte Backe zu bekommen. Schwierigkeit: der Fuchs wird mich dabei sehen, dann abspringen. Lösung: bewege mich nur, wenn der Fuchs wegsieht.

Ein Männlein steht im Walde,
ganz still und stumm.
Er hat aus lauter Purpur
ein Mänt´lein um.
Sag wer kann das Männlein sein?
Daß da steht im Wald allein ...

Wie in obiger Volksweise, komm ich mir vor. Erst mal schnürt er quer von links nach rechts, nach vorn sehend. Er sieht nach links, den Abhang runter. Langsam, geräuschlos nehmen ich die Waffe von meiner Schulter (ich kann nämlich doch lernen) . Fuchs dreht Kopf. Still gehalten. Ich erstarre. Fuchs äugt zu mir rüber. Oh, nein, er wird mich sehen, erkennen und unbeschossen flüchten. Diesmal sind die Götter mit mir. Fenris erkennt mich nicht. Vorsichtig , wie er ist sieht er zur anderen Seite. Das war die Gelegenheit, auf die meines Vaters Sohn wartete. Jetzt ist sie da. Die letzte halbe Bewegung. Vergiß den Stecher. Ruhig aber zügig die Waffe hoch. ZF. Stehend freihändig. Peng! Fuchs weg! Sollte ich etwa ... . Es waren doch keine 20 m. Ich hin, Fuchs liegt. Keine 10 sek vom Knall bis zu Beute. Noch rührt er sich. Ich sehe nur einen kleinen Einschuß. Komm, .30-06 mit 8,75 g Weichblei-Dünnteilmantelgeschoß vor 4,2 g doppelbasigem Hochleistungspulver mit 1.035 m/s auf 20 m. Das zieht einem doch die Socken aus! Der Fuchs regt sich noch ein letztes Mal und ist dann tot. Zwei-drei Meter hinter ihm seh´ ich den Kugel-, oder was davon noch übrig blieb, riß im Schnee. Dem Fuchs fehlt unter der Kammer die Decke. Nein, keine Räude, der hier ist so groß, gesund und stark, daß er bald gesunde Reh niederzöge, läge er nicht hier vor mir. Nein, die schnelle Kugel raubt ihm das Fell. Die Sierra #7350 SSP spricht also auch bei einem Fuchs so schnell an, wie man es sich nur wünschen kann. Hervorragend. Nun muß ich damit nur noch ein Sau strecken, um zu wissen, ob ich eine für Alle fand.

Des Fuchses wunderschöne Winterdeck kann ich leider nicht nutzen, da der Ausschuß untertassengroß ist. Aber ich werde mit meiner 5,6*50 Magnum, diesem bissigen, kleinen Flitzer, wiederkommen. Mit Vollmantel und dem eben gelernten sollte ich wohl schaffen einen schönen warmen Wintermantel zu schießen. Hat ja lang genug gedauert meine ersten Fuchs zu strecken. Horrido darauf!

10. Nachtrag

Sonntags im Dezember wollen wir an gleichem Ort brackieren. Die schlesische Schwarzwildbracke im zweiten Jahre, gerade frisch geprüft, soll zeigen, das sie kann. Wir gehen zu zweien fürbaß durch den verschneiten Winterwald. Teja, so heißt sein Herr den guten Hund, ist fix unterwegens, meist durch Kiefernhochwald, gelegentlich Akazien, amerikanische Traubenkirschen sind auch da, was wollen die hier?, nur gelegentlich freie Trockensteppe oder feuchte Weiden oder gar Espen. Gestern noch brachen die Sauen unterhalb der neuen Eisenkanzel am Wildacker. Etwa von her gehen wir heute die Sache an. Glas im Wagen. Kimme und Korn nach alt Väter Sitte lasse auf Nähe Ziele entscheidend schneller fassen.

Auf den Wegen sehen wir Fuchs und Hasenfährten. Teja läutet entfernt. Solen wir hin? Der Laut ertönt hinter einer Verjüngung, durch die wir Schlakse nur im Schneckentempo durch kämen. Unser Krach wäre jeder Sau auf hunderte Meter zu vernehmen. So umschlagen wir die die Verjüngung, um den Sauen die Fluch von hinten abzuschneiden. Da, frische Fährten kreuzen unsern Pfad. Also kurz überlegt und dann zu de neu vermuteten Dickung hinterher. Wir stapfe. Heute trage ich weniger Wolle und meine leisen Treter. Mein Jagdherr und ich keuchen eine Hügel an, hinter dem Teja wieder läutet. Aha, also hat er sie. Leider verlieren sich hinter den offenen Birken die Fährten im Nachbarrevier in einer jungen Fichtendickung auf einer alten Brandfläche. Das war nicht. Nun, es gibt noch mehr Möglichkeiten. Aus Sicherheitsgründen trage ich auf Anweisung meine Waffe unterladen. Wieder auf einem Weg lauschen wir ob wir unsern Finder läuten hören. Ganz still. Fuchs, sagt mein JH, und deutet nach rechts. Tja, der Fuchs, ein starker Rüde, kam etwa 100 Gänge entfernt ganz ruhig den einfachen Menschenweg entlanggeschnürt ohne uns Salzsäulen zu erkennen. Den Armzeig hat er wohl doch eräugt, denn er nimmt die Lichter hoch, spitzt und die Lauscher und sichert. Wie soll ich im Angesicht des Schlauen meine Waffe von der Schulter herunter und auf ihn angebackt bekommen, denke ich. Keine 10 sek gesichert springt der Fuchs rechts ins Gebüsch ab. Pech. Keine Gelegenheit. Wenig später kommt etwa an seiner Stelle in Hase auf den Weg und fliegt mehr als daß er läuft stiebenden Schnees den Weg fort. Klasse! So ein Hund rührt so Einige an. Nun, wir weiter. Lauf, stapf, quatsch, steh, horch und so weiter. Die Saufährten beginnen sich zu häufen. Alle frisch. Bei leisem Schneefall ohne frischen Schnee in den Siegeln. Große Siegel. Verheißend! JH "Hier in dem offenen Gelände dürfen Sie nun laden; aber sichern!" Ich lade durch, sicher. Meine 8,75 g TM Weichbleikugel vor ordentlich "Holz" in der .30-06 ist scharf! Teja läutet wieder. Zum vierten Mal. Ganz nah. Ich frage sollen wir ...? Teja kommt laut in unsere Richtung. Noch näher. Ohne einen vernünftigen Gedanken zu fassen krallen sich meine Profilsohlen in den Waldboden, Muskeln strammen sich, ich schnelle mach vorn, dem Laut entgegen. Da kommt die Sau! Waffe hoch, auf´s Ziel. Abzug durch - - - nichts, entsichert, wieder hoch, will die Sau mich umrennen? Abzug durch, Pitsch! Zack, liegt! Sekunden später ist der Verfolger dran, zieht das Stück nieder, lag zwar schon, aber was soll's, knurrt, wütet. Der Hund erfüllt seine Bestimmung. Den Ein- oder Ausschuß kann ich nicht sehen. Doch das Stück zuckt. Teja zerrt. Jungjäger "Soll sich den Fangschuß antragen?" Mein sechzölliger .357er ist auch mit von der Partie. Hat mir schon bei der ganzen Hatz in die Seite geschlagen. Jetzt will er töten. "Nein, nehmen sie das Knief." "Ich führe nur meine kurze Klinge." Also ist zu schießen. Ich muß mir einen langen Dolch beschaffe - so geht das ja nicht weiter, denke ich in mir! Des Rüdemannes Wille geht vor. Schließlich ist zuckt das braun- schwarz Knäuel noch mächtig. Wer will seinem Jagdherren schon den Hund vor der Nase wegschießen? Ich nicht - und sonst wohl auch niemand. Der 25 Kg Frischling, einen solchen fingen wir hier, schlegelt, klagt. Verdammt der stirbt doch nicht! Wieso. Der Rüdemann nimmt seine Stutzen mit Rätz-Visier und verpaßt dem Schweinchen etwas gegen Schmerzen. Mitten in den Schädel. Ein Auge springt heraus. Also hat das Hirn kräftigen Überdruck bekommen. Kein Zentralnervensystem = keine Lebensfähigkeit mehr, denkt Jungjäger. Aber der kenn die Sau schlecht. Sie schlegelte noch eine ganze Weile, bis dann endlich Ruhe einkehrt.

Der Treffer war ein Krellschuß mit untertassengroßen Ausschuß, ja diese weichen Kugeln, die das Stück, wie mit Blitzen von Mjölnir getroffen, zu Boden hauen. Doch Kreller töten nicht. Mein JH sagt "Geschossen, gelegt, der Rest findet sich!" Und schließlich haben wir unser Stück. Schöner Nikolaus!

Waidmann Heil

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs |Fuchs mit MJG auf 300 m | Letzte Gelgenheit | Vollmantelgeschoß | .22" Hornet

Erster Schuß auf Wild

Hallo Lutz,

auf Deine vielen Antworten bin ich Dir noch was schuldig ☺

Nach vielen Ansitzen ohne die Füchse ins Zielfernrohr zu bekommen hat es nun endlich geklappt. Drei Abende hintereinander am selben gemähten Brachacker bei zunehmendem Mond saß ich jeweils auf einem klappbaren Ansitzstuhl auf dem Boden mit meiner neuen HW66 Matchbüchse in .222 Rem mit einem Frankonia 3-12x56/4 ZFR auf EAW Aufschubmontage (falls Dich das auch interessiert).

Jeden Abend zwei bis drei Füchse gesehen. Die ersten beiden Abende jeweils einmal geschoßen, leider Fehlschüsse, trotz Suche mit zwei Hunden keinerlei Spur zu finden. Dies waren meine beiden ersten Schüsse auf Wild überhaupt.

In der Nacht bei Mondlicht von seitlich vorne auf rund 100 Meter sehr wahrscheinlich unterschossen.

In der dritten Nacht kam wieder ein Fuchs, schon fünf Minuten nachdem ich mit Sitz aufbauen fertig war. Eingestochen lange gewartet und schließlich auf 40 Meter geschoßen. Haltepunkt war 2-3 Zentimeter unterhalb des Widerristes des Jungfuchses in Höhe des Schulterblattes. Der Treffer saß leider sehr tief, nur 1-2 Zentimeter oberhalb der Bauchlinie, Einschuß mitten auf dem Vorderlauf, als winziger roter Punkt zu sehen, Ausschuß faustgroß, es fehlen alle Organe der Kammer. Munition
ist das .222 Rem RWS Jagdmatch 3,4g mit offener Hohlspitze.

Ich sehe durchs Zielfernrohr wie der Fuchs sich am Anschuß bewegt (Kopf und Lunte sind oben und bewegen sich), repetiere, steche ein und will nochmal schießen, falls er wieder auf die Läufe kommt. Ziele auf den Kopf als der zweite Schuß bricht, eigentlich eher ungewollt, in der Aufregung. Der zweite Treffer reißt den Schädel auseinander, es ist kein Hirn mehr da, Ein- und Ausschuß sind nicht mehr definierbar.

Im Nachhinein hätte der erste Treffer völlig ausreichend getötet. Nur ging alles so schnell in dem Moment, ich hatte die beiden ersten Fehlschüsse im Sinn und glaubte wieder nicht richtig getroffen zu haben.

Es ist doch ein sehr gewaltiger Unterschied auf dem Stand auf Papier und lebende Beute in der Nacht zu beschießen.

Dummerweise fand ich den Fuchs in der Nacht mit der Taschenlampe nicht, obwohl ich die Schußrichtung genau angeben konnte. Ich hatte in zu weiter Entfernung gesucht. Morgens war nur massenhaft Schweiß am Anschuß zu finden, aber kein Fuchs weit und breit. Den hatte ein anderer früh morgens liegen sehen als er dort vorbei kam und mitgenommen, in der Annahme, die Nachsuche am Tag zuvor sei stümperhaft gemacht worden...

Auf dem Weg zur 'Beichte' des dritten Fehlschusses traf ich dann den Finder und die Nachsuchenführerin, die zurück kamen weil sie nicht glauben wollte, daß sie den Fuchs nicht gefunden haben soll und wissen wollte, wo er den lag.

Mit Hund wäre mir das nicht passiert. Du jagst zwar eigentlich ohne Hund aber vielleicht freust Du Dich trotzdem über fünf Wochen alte Welpen auf meiner Seite ( http://www.photohouse.de/ ) Die ganz braune, kurzhaarige ist meine Eva, mittlerweile schon drei Monate alt.

Leider habe ich noch keine Hornady V-Max Quelle entdeckt, aber auf Fuchs probieren will ich das unbedingt. Schätze, damit hätte ich nicht so Riesenlöcher bekommen. Fotos von dem Fuchs kann ich nachliefern, wenn Du welche sehen willst, sag Bescheid.

Gruß Axel Seidemann,Mittwoch, 24. Juli 2002 02:12

Moin Axel,

nachzuschießen war richtig. Sofern das Tier nach dem ersten Schuß noch lebt, leidet es. Sein Leiden untätig zu verlängern wäre grausam. Bei der Jagd kommen einem so mache Empfindungen, die du vorher nicht kanntest. Deswegen jagt man. Hornady bietet das V-Max in der .222 Rem in 40 und 50 Grain an, sollte also zu beschaffen sein. Das V-Max wird etwas rasanter fliegen, weil es windschnittiger als die große offen RWS Holspitze ist. Die Wirkungen werden ähnlich sein.

Waidmannsheil, Lutz

Hallo Lutz,

ich komme gerade von einem weiteren Fuchsansitz zurück - herunterhängende Zweige in Fuchsrichtung gehörten verboten . . .

Jungfuchs auf ~ 265m, breit stehend, Seitenwind mit ~ 4 Beaufort, Kaliber .243 Win, 5,5gr. Sierra HPBT, Ladung N160 3,02gr, Haltepunkt ~ 10 cm höher und ~25 cm gegen den Wind. Der Jungfuchs blieb mit einem tiefen Leberschuß im Feuer. Nur die Standarte "wehte" noch zweimal.

Grüße, Peter Maedl, Montag, 29. Juli 2002 08:22

Peter,

Waidmannsheil. Du scheinst die Außenballistik inzwischen im Griff zu haben

Gruß Lutz

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs | Fuchs mit MJG auf 300 m | Letzte Gelgenheit | Vollmantelgeschoß | .22" Hornet

Erster Fuchs

Die Dämmerung kündigt sich schon an, als ich beim Beständer vorbeischaue, um zu besprechen, was wo und wie im Revier los bzw. zu tun ist. Wir halten die Einweisung kurz und ich nehme die Abkürzung über die Weide zur Wiesenkanzel. Der Boden ist durch den Regen total aufgeweicht und man versinkt bis zu den Knöcheln im Morast. Ich wundere mich, wie gut mein neues Auto selbst durch diese Pampe zieht.

Durch die Abkürzung ist es noch hell, als ich aufbaume und mich auf der Kanzel häuslich einrichte. Diese steht etwa 25 Meter vor einer dichten Fichtendickung. Rechts erstreckt sich die Dickung wie mit dem Messer geschnitten auf ~ 200 Meter, nach links sind es etwas weniger bis zu einem alten Lärchenbestand. Hinter mir ~ 250 Meter Feld bis zum Fichtenhain. Genau vor der Kanzel in die Dickung herein ragend eine glatte Schlagfläche von der Größe eines halben Fußballfeldes. Dort ist auch die Kirrung mit Sauenkreisel.

Schnell wechselt die Dämmerung in Dunkelheit. Obwohl heute Vollmond ist, bleibt es über der Wiese dunkel, wie in der Besenkammer.

Diese Kanzel hat nach hinten ein kleines Fenster. Eine Schießscharte wäre wohl die bessere Definition. Diese sitzt so, daß man nur vermuten kann, daß wegen Holzmangel ein Loch geblieben ist und dieses durch ein kleines Fenster abgedeckt wurde. Ganz in der Ecke über dem Sitz muß man sich schon total verdrehen, um hindurch zu sehen.

Nach ~ 20 Minuten drehe ich dann wirklich meinen Kopf herum, daß es einer Eule zur Ehre gereicht hätte, um einmal über die große Wiese zu schauen.

Auf der freien Fläche ist in der Mitte eine rauhe Geländestruktur mit etwas höherem Bewuchs. Eine Art Sumpfgras steht dort auf dem nassen Boden, der so aussieht, als hätte man vor einigen Jahren dort einmal tief gepflügt und dann das Eggen vergessen.

Dunkle Flecken auf dem Geländebereich leuchte ich mit dem Glas ab, um zu sehen, ob sich nicht doch etwas jagdbares dort befindet. Und tatsächlich, der eine Flecken oben bewegt sich doch? Meine mittlerweile etwas gewachsene Erfahrung mit bewegten Steinen und Baumstubben in der Dämmerung lässt mich zunächst eine Einbildung annehmen. Ich merke mir genau die Stellung von drei Bezugspunkten. Der dunkle Fleck im Vordergrund bildet genau eine Linie zu meinem vermeintlichen Ziel und einem auffällig hellen Baum im Waldsaum. Ich lasse das Glas herunter, drehe mich um und zwinge meine Augen, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Um die zwei Minuten halte ich es aus um mich dann wieder zur Schießscharte zu drehen.

Wow! Der zweite &;#8222;Stein&;#8220; ist deutlich aus der geraden Linie, die ich mir eingeprägt hatte verschwunden und nach rechts versetzt. Also doch!

Über die Wiese hat sich ein Nebelband gelegt, welches die Sicht nicht gerade verbessert. Mit immer noch verdrehtem Kopf versuche ich den Schatten, der sich teils gar nicht, teils nur sehr langsam bewegt anzusprechen. Das gelingt mir natürlich nicht.

Ich nehme die Büchse und versuche mit der stärkeren Vergrößerung eine Ansprache. Wegen des eingeschränkten Gesichtsfelds gelingt es mir zunächst aber nicht einmal das Stück zu finden. Dann habe ich das schwarze Etwas im Absehen. Allerdings ist es nur ein etwas dunklerer Fleck auf der dunklen Fläche.

Nun meine lieben Freunde, weiß ich was ihr mit Jagdfieber meint!

Der Beutegreifer in mir befiehlt, den Abzug zu betätigen, während die Vernunft mir predigt, daß ein Schuß ohne saubere Ansprache ein grobes Vergehen ist.
Obwohl ich vorher leicht gefröstelt hatte, bin ich nun am Schwitzen. Der Puls geht wie eine Hammerschmiede.

Ich knie mich vor das Sitzbrett um mein Kreuz ein wenig zu schonen. Das &;#8222;Objekt&;#8220; verschwindet im Schwarz des dahinter liegenden Fichtenhains um kurz darauf wieder zu erscheinen. Für eine, zwei Sekunden bricht der Himmel etwas auf und ich kann im Mondlicht einen Fuchs ansprechen. Gleich darauf ist es wieder dunkel.

Um mich in eine vermeintlich bessere Schußposition zu bringen, hänge ich mich samt Waffe aus dem seitlichen Kanzelfenster.

Der Fuchs trollt sich hinter der rauhen Geländestruktur auf der Wiese. Mir gelingt es nicht, auch nur annähernd die Entfernung einzuschätzen. Den Oberkörper aus dem Kanzelfenster hängend, die Waffe frei in der Hand und keine Idee, über welche Schußweite ich schieße, läßt erneut Zweifel in mir aufkommen. Ich schiebe das Sitzbrett weg und versuche es mit aufgelegter Waffe durch die Schießscharte. Wieder habe ich nur eine schemenhafte Zielansprache und schieße nicht. Nicht mal Vorne und Hinten kann ich unterscheiden. Mittlerweile, ich glaub es nicht, ....zittern meine Hände.

Langsam aber stetig bewegt sich der rote Räuber nach rechts, wo ein Stück der Lärchen in die Wiese herein ragt und ein altes halb verfallenes Gatter steht. Es ist etwas heller geworden und ich plane den Schuß abzugeben, wenn der Rotrock vor dem Gatter einen guten Kontrast gibt. Noch 20 Meter, 10, 5.

Mein Handy brummt! Ich fahre zusammen. Mein Klubkamerad wird abgewürgt, nein, ich weiß nicht, welche Nummer auf einer 1911er wo stehen muß, JETZT NICHT!

Der Fuchs ist weg. Was auch sonst.

Ich setzte mich, wieder in die normale Position, nach dem ich das Sitzbrett wieder justiert habe. Erst jetzt wird mir bewußt, welche Belastungen hinter mir liegen. Ich bin klatschnaß geschwitzt (wir haben ca, 5°C!!). meine Bewegungen sind immer noch fahrig und nur langsam kommt mein Herzschlag wieder in tolerierbare Bereiche.

Jetzt wird erst mal eine geraucht. Die Wolldecke hochgezogen, den Glimmstengel angesteckt und langsam über die Szene vor mir geschaut, kehrt wieder Ruhe in mich ein.

Acht bis zehn Minuten mögen vergangen sein, die Kippe liegt im Wortsinne in den letzten Zügen, als mein Blick eher beiläufig aus dem linken Kanzelfenster fällt.

Dort spaziert in aller Gemütsruhe eine Grassode in etwa 20 Meter Entfernung an der Kanzel vorbei. Hoppla, Alter, deine Nerven waren auch schon mal besser!

Das Zeiss hoch und auf kriechenden Fleck gerichtet.

Jetzt habe ich auf Anhieb eine eindeutige Ansprache.

Fuchs!

Innerhalb von Sekundenbruchteilen habe ich mich in einen Oktopus verwandelt. Anders kann ich mir es jedenfalls nicht erklären, wie ich in der kurzen Zeit die Waffe lautlos greifen, entsichern, das ZF auf kleinste Vergrößerung einstellen und den Leuchtpunkt einschalten konnte.

Das L4 steht auf dem roten Balg. Leider etwas zu weit hinten. In der Korrektur bleibt der Fuchs ganz kurz aber wie bestellt stehen und hält inne.
Den Schußknall habe ich kaum wahrgenommen. Nur das Farbspiel in meinem ZF (Cherry Sunblaze würde es der Ami nennen) bestätigt mir die Schußabgabe.
Repetiert und wieder drauf.

Er liegt!

Ich bleibe noch einige Sekunden drauf: Es regt sich nichts, also sichere ich und stelle die Büchse ab.

Die Sache scheint mir sicher, so daß ich es nicht mehr abwarten kann. Ich ziehe meine Schuhe an und Baume ab. Noch auf der Leiter fällt mir die Geschichte eines Jägers ein, der mir erzählt hat, daß ihn ein Fuchs, obwohl absolut tödlich getroffen, ihn noch angenommen hat.

Irgendwie komme ich mir albern vor, aber ich ziehe meinen .357er und gehe den Fuchs mit der Lampe beleuchtend, auf den Anschuß zu.

Der Fuchs liegt wie ein braver Hund, der schläft. Hinter- und Vorderläufe gestreckt und das Haupt zwischen den Vorderläufen. Als ich knapp einen Meter ran bin, äugt der Rote mich an, der Kopf kommt hoch und er faucht, wie eine Katze. Noch in meinem Schrecken geht ein 158grs TMFK auf die Reise zwischen seine Lichter und beenden sein letztes Aufbäumen.

Es ist eine starke Fähe. Unglaublich, daß sie nach der terminalballistischen Leistung der 180grs. Vulkan aus der .30-06 überhaupt noch in der Lage war, sich zu rühren. Der Einschuß lag in Längsrichtung auf Höhe der Blätter ~ 2 cm neben der Wirbelsäule. Der Ausschuß auf der Unterseite sah aus, wie sie bei dieser Geschoß/Kaliberkombination zu erwarten ist.

Am nächsten Tag, bei vollem Licht, sehe ich mir alles noch einmal an. Das rauhe Gelände, welches ich nicht einschätzen konnte lag nur ~ 100 Meter von der Kanzel weg. Erstaunlich, wie sehr die Dunkelheit mich genarrt hat. Trotzdem bin ich froh, daß ich die Nerven behalten habe und dennoch Beute machen konnte. Oder habe ich Beute gemacht, weil ich die Nerven behalten habe?

Im Nachgang noch die Fragen an die erfahreneren Jäger:

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit der Schußhärte von Füchsen und mit der falschen Entfernungseinschätzung?

Mike Brauer

Mike,

für kleines leichtes Wild ist die .30-06 mit 11,7g auf alles andere als ZNS zu langsam

Lutz

Sieht wie bei mir aus, bin eigentlich nur noch Fuchs jagen. Aber das mit Erfolg. Hab seit Neujahr 10 Füchse, meine 5,6x50 Magnum leistet super Dienste. Mit Schrot hab ich noch keinen einzigen und da es bei uns wieder 20cm Neuschnee hingelegt hat wird`s wohl noch ein paar erwischen.

Gruß Floh, Florian Schneider, Samstag, 25. Januar 2003 08:33

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs |Fuchs mit MJG auf 300 m | Letzte Gelgenheit | Vollmantelgeschoß | .22" Hornet

Fuchs mit 8x68S MJG auf 300 m angeschweißt

Hallo Herr Möller!

ich alauerte heute früh mit der 8x68S mit Lutz Möller MJG Geschoß auf Reh, als ich bereits bei schönem Tageslicht etwa auf einem Kilometer einen Fuchs sah, der seelenruhig mitten in einer offenen Wiese mauste! Ihn anzupirschen war nur einen Weg, auf der danebenliegenden Hauptstraße! Ich fuhr mit dem Auto ein Stück, stellte es ab nahm Entfernungsmesser, Sandsack und Gewehr und ging zum Straßenrand! Der Fuchs war immer noch da. Entfernung 300m! Von Straßen aus zu schießen ist strengstens verboten. Deswegen mußte ich mich viel zu viel beeilen! Er stand leicht schräg als ich abdrückte, glaubte genau ob dem Vorderlauf abgekommen zu sein. Wind war keiner! Im Knall zeichnete er schön und blieb wie tot auf der stellen liegen!

Ich mußte rasch wieder in den Wagen und fuhr gleich hin! Da traute ich meinen Augen nicht. Kein fuchs lag mehr da! Nach langem Suchen (in einer großen Wiese findet man auf 300 m Anschüsse schlecht) fand ich eine Schweißspur! Am Anschuß lag ein Händchen Wolle! Immer so in 2 m Abständen fanden sich etwas größere Schweißlaken, dazwischen nur ein par Tropfen! Nach 30 m begann steil abfallendes gefährliches Gelände und ich fand auch nicht mehr weiter! Dann holte ich meinen Hund, der mir noch etwa 30 m weiter zeigte. Der Schweiß wurde weniger! Der Hund suchte durch dichtes Gebüsch. Dort fand ich mehrmals auf etwa 20 cm Höhe Schweiß an Ästchen, einschußseitig! Bald mußte ich leider abbrechen. Das war wirklich schade!

Natürlich hatte ich keine Auflage wie am Schießstand und war auch sehr unter Streß. Wo wird dieser Schuß wohl gewesen sein! Ich vermute er ist irgendwo vor dem Vorderlauf rein und vorne spitz wieder raus, weil er ja etwas schräg stand! ein Laufschuß kann der keiner sein. Damit wäre er nicht 10 sec wie mausetot liegengeblieben!

Vielleicht klappt's ja das nächste Mal! Die Wirkung hat schon mal gepaßt!

Paul Seidls 300-m-Fuchs mit dem 8x68s MJG

BrandlbrackeNun komme ich von der Fuchsnachsuche! Mein Vater führt eine schweißhundgeprüfte Brandelbracke! Am Nachmittag gingen wir zum Anschuß und setzten den Hund an! Das Gelände ist ein Hochplateau. Gleich daneben fällt das Gelände mit lauter Felsen und Gestrüpp 500 m sehr steil bis zum Bach ab! Die etwas größeren Schweißflecke entlang der Fährte mußten vom umgekippten oder hingefallenen Fuchs stammen! Im felsigen Gelände glaubte man manchmal, der Fuchs sei nur runtergefallen nicht gelaufen! Dichtes Gestrüpp behinderte die Nachsuche sehr! Jedoch ging der Fuchs ging immer kerzengerade Richtung Bach runter, meist einen Graben entlang! Mein Vater glaubte, weit könne er doch nicht mehr sein! Fündig wurden wir erst 10m ob dem Bach. Er war bereits verendet! Neugierig lief ich hin, um den Treffer zu suchen! Es bestätigte sich: Durch Streß und schlechte Auflage verursachte ich einen schlechten Treffer! Ich schoß etwa 10 cm rechts und 5 cm zu hoch! Er war gekrellt! In Fuchsmitte war die Wirbelsäule abgeschossen, nicht nur ein Schlitz, sondern ein richtiger Waal! Das Geschoß pilzte also sofort auf, hinterlies eine breite Wunde! Natürlich werde ich morgen auf 300 m Prüfung schießen, aber zu 99% war das mein Fehler! Ich habe die blöde Angewohnheit auf Füchse nicht so genau zu zielen! Es war übrigens ein Jungfuchs!

Jetzt bin ich zwar erschöpft, aber dennoch heilfroh! Mit dem Erlös des Fuchses kann ich mir wieder 25 neue Geschosse leisten!

Weidmannsheil, Paul Seidl, Samstag, 13. Dezember 2003 10:21

Fuchsjagd (Jäger als Tierquäler)

Sehr geehrter Herr Möller!

Mit großem Interesse lese ich seit einiger Zeit auf Ihrer Internetseite. Was ich jedoch heute fand, gibt mir zu überlegen ob ich diese Seite weiter besuchen sollte. Stein des Anstoßes war der Beitrag von Herrn Paul Seidl der mit Ihrem MJG ausgerüstet sich zutraute einen Fuchs auf 300 m zu erlegen. Das allein wäre ja nicht schlimm, aber dann noch zuzugeben, daß man die schlechte Angewohnheit habe, auf Füchse nicht so genau zu zielen, ist wohl ein starkes Stück. Ich frage mich wirklich, ob solche Beiträge wirklich veröffentlicht werden sollten. Und dann freut sich dieser Möchtegernscharfschütze auch noch darüber, daß er sich mit dem Balg wieder 25 Schuß leisten kann. Ich find das zum kotzen. Vielleicht verstehen das Nichtjäger ja nicht, aber wie kann man nur auf ein Tier schießen wenn man nicht mit Sicherheit sagen kann daß es im Feuer liegen bleibt und sofort tot ist. Ich finde das ist Tierquälerei. Auch ein anderer Beitrag gab mir zu denken in dem ein Jäger einen Sprung Rehe anpirschte und, weil ihm etwas zu kalt war, gleich 2 Schuß in die Umwelt ballerte. Bitte nehmen Sie das jetzt nicht persönlich, aber solche Artikel unterstreichen doch die landläufige Meinung daß Jäger „bewaffnete Alkoholiker” seien sehr. Ausnahmen bestätigen hier wie immer die Regel, aber mit diesen Beiträgen schaden Sie Ihrer Seite und der Jägerschaft mehr, als Sie gut machen.

Ansonsten möchte ich Ihnen noch zu Ihrer Seite gratulieren. Sie ist sehr informativ und hat mir als angehenden Sport- und Freizeitschützen schon viele häufig begangene Fehler aufgezeigt.

Hochachtungsvoll und mit Bitte um Verständnis
Günther Eichinger, Dienstag, 9. November 2004 12:49

Vor 40 Jahren

war scheinbar alles besser

Guten Tag Herr Möller,

wenn ich den Beitrag Ihres Jagdgenossen Paul Seidl Fuchs mit MJG angeschweißt lese, komme ich zu dem Ergebnis Jäger sind auch Tierquäler. Mein Großvater lief noch bis 3 km in sein Revier, auch im Winter. Dabei schleppte er auch manche Jagdbeute auf den Schultern. Aber Tierquäler oder Tierhasser war er mit Sicherheit nicht. Ein Tier nur anzuschießen, um es zu verwunden, hätte es damals nicht gegeben. Auch diese übertriebene Fuchsjagd gab es vor 40 Jahren nie. Der Fuchs ist nicht schuld am Rückgang der Feldhasen, sondern falsche Bewirtschaftung der Felder durch Landwirte und der übermäßige Straßenverkehr.

Ihre Mitjäger sind größtenteils charakterlose Memmen. Die fahren mit dem „Jeep“ bis vor den Hochstand und brauchen Ihre Beute nur noch aufzuladen.

Gruß, G. Franz, Freitag, 14. November 2008 18:40

Sie haben ja so recht, Herr Franz

Waidmannsheil, Lutz Möller, , Samstag, 15. November 2008 10:12

Herr Moeller,

Sie sind ein Dreckschwein. Was hält Sie davon ab auf Menschen zu schießen? Antwort: Der Knast!

franz-g-gebhard.franz@web.de, Samstag, 15. November 2008 21:56

LM: Absender und ab in den Müll (Spamfilter). Manchmal verstehe ich die Leute nicht. Ihr?

Hallo Lutz,

wenn das, was ich zu Herrn Gebhardt lesen kann, alles ist, was Du da geschrieben hast, würde ich ihn einfach anzeigen. Das ist eine klare Beleidigung und sollte mindestens 1.000 € Wert sein. Ich habe mal einer Lehrerin aufgrund einer besonderen pädagogischen Leistung im Hausaufgabenheft meines Sohnes ein „Pädagogische Glatze mit Eichenlaub und Schwertern“ verliehen, das hat für 650 € gereicht!

Es ist schon teilweise atemberaubend, mit welchen Argumentationen man es als Jäger in diesem Land hier teilweise zu tuen bekommt. Das bemerkenswerte ist, daß diese Leute gar keine Argumente austauschen wollen. Sie wollen sich nur „auskotzen“, pauschalisieren und beleidigen. Darum brauch man auch nicht zu antworten, sonst gibt man letztendlich diesen Typen noch eine Basis. Der „Spiegel“ macht's ja genau so. Oder hast Du eine Antwort von Frank Thadeusz bekommen?

LM: Nein.

Ich wünsche Dir trotzdem einen schönen Sonntag.

Waidmannsheil Rainer, Sonntag, 16. November 2008 13:45

Hallo Lutz,

offensichtlich weis Herr Franz nicht was ein Dreckschwein ist. Zeige es ihm doch Drecksau. Der Mann sollte mit dem was er von sich gibt sehr vorsichtig sein. Seine eigene Äußerung ist mehr als charakterlos. Eine Memme wird ein diesbezügliches Echo sicherlich schlecht ertragen können.

LM: Vielleicht treffe ich ihn ja mal. Dann wird erschon seh'n!

Waidmannsheil Martin, Sonntag, 16. November 2008 14:53

Letzte Gelegenheit

Am 28. Februar 2004 beschloß ich einen kleinen Reviergang mit meinem Vater zu unternehmen. Es war kurz nach 9 Uhr morgens, als wir um eine kleine Kurve aus dem Wald heraus kamen, die Steyr mit 1,5-6x42 Circle Dot geschultert. Dort erblickten wir auf etwa 170 m einen in einer ungepflegten Wiese mäuselnden hochkapitalen Fuchs. Der Wind stand gut, so bekam er uns nicht spitz. Schnell suchten wir in einer nahe gelegenen Hecke Deckung. In der Hecke wuchs eine Jungeiche mit einem etwa 10 cm starken Stamm, der mir fürs Anstreichen genügen sollte. Rund 160 m waren es von hier aus bis zu dem Fuchsrüden, der sich nicht nehmen ließ, ordentlich an diversen verdörrten Unkrautbüscheln zu nässen. Weit war es mit dem dicken Drückjagdabsehen und nur 6-facher Vergrößerung. Doch als der Fuchs dann auf etwa 160 m breit stehen blieb, ließ ich fliegen. Er fiel im Knall. Mein Vater gratulierte mir zu diesem Schuß. Die Kugel erwischte den Fuchs unmittelbar hinter dem Blatt, trat in Lebernähe aus, deren Hälfte auf dem Boden lag. Der Ausschuß war etwa 7 cm groß und fast kreisrund. Für ein derartiges Kaliber geht die Entwertung durchaus in Ordnung. So wurde auch dieser Winterfuchs zum Gerber gebracht.

Die 4,82 g Norma 204 lassen das LM 8 mm MJG bei 86,7 mm Länge selbst auf diese Schußweite zuverlässig auf kleines Wild wirken!

Safarischorsch, März 2004

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs |Fuchs mit MJG auf 300 m Letzte Gelgenheit Vollmantelgeschoß .22" Hornet

Vollmantelgeschosse

Moin, Herr Möller,

bin beim Stöbern nach einem geeigneten Kaliber für meinen neuen 98er auf Ihre informative Seite gestoßen.

Eine Frage zur Verwendung von Vollmantelgeschossen beim Fuchs: seit 21 Jahren jage ich mit einer Remington 700 in 7 mm Rem Mag. als nahezu einziger Büchse. Reh-, Dam- und Schwarzwild bisher ohne Beanstandungen. Geschosse waren 9,7g Core lokt und 10,5g KS.

Meine ersten beiden Füchse schoß ich auf 35 und 150 m mit letzterer Ladung. Tiefblatt, da der Balg ins Weiße übergeht, angehalten. Ausschuß immer 4-5cm.

Wenn man sauber abkommen kann, ist das sicher akzeptabel, zumal der Balg ja nicht mit dem weißen Pelzteil verarbeitet wird. Allerdings möchte ich doch gern mal ein VM probieren. Das Norma Jaktmatch VM schiesst mit der derzeit benutzten RWS KS-Ladung (bin kein Wiederlader) perfekt zusammen. Ist sowas empfehlenswert, zumal ich oft als Gast im Wald jage, da Nachsuchen problematisch sind? Über Erfahrungsberichte mit VM in 6,5 und 7mm Kalibern würde ich mich freuen.

Waidmannsheil! Goert von Grambusch, Dienstag, 6. Januar 2004 17:32

Herr Von Grambusch,

für Vollmantelberichte siehe 6,5x68 oder 5,6x50 Magnum und auch Afrika. Bei din hohen Geschwindigkeiten der 7 mm Rem Mag. verhalten sich die meisten VM nicht viel anders als TM. Der kleine Fuchs mit geringem Zielwiderstand mag bei Kammerschüssen eine Ausnahme darstellen.

mfG, L. Möller

Naturschutz | Jungfuchs | Erster Fuchs |Fuchs mit MJG auf 300 m |Letzte Gelgenheit |Vollmantelgeschoß |.22" Hornet

Wundwirkung .22"-Hornet auf Fuchs

Weidmannsheil Lutz!

Erlaube mir um deine fachkundige Meinung anzufragen:

Ich schoß gestern um 22 Uhr mit einer .22" Hornet auf 70 m auf einen Fuchs geschossen. Dieser brach im Feuer zusammen, konnte ich durchs Glas sehr gut sehen. Dann machte ich leider den ersten Fehler: Ich war mir meiner Sache schon sicher und repetierte eher gemächlich ( beim Repetieren habe ich mir leider angewöhnt aus dem Anschlag zu gehen und über das Glas zu schauen). Als ich dann wieder durchs Glas blickte, sah ich wie sich der Fuchs wieder zu bewegen begann. Bevor ich einen sicheren zweiten Schuß abgeben konnte packte er leider zusammen und verschwand im Bestand. Am Anschuß fand ich sowohl auf der Einschußseite zwei kleine Schweißflecken im Schnee als auch auf der Ausschußseite eine Schweißspur; leider aber keine Lache bzw. keinen runden Fleck sondern lediglich eine etwa 10cm lange durchgehend getropfte Spur. Der Schweiß war zwar hell; ob es aber tatsächlich Lungenschweiß oder lediglich Wildbrettschweiß ist kann ich mangels Erfahrung (gottlob blieb ich bis jetzt von Wildbrettschüssen verschont) nicht sagen. Zwischen den Schweißspuren war der Abdruck des Wildkörpers im Schnee sehr gut zu sehen. Leider fand ich auf der Fluchtfährte, die ich nur wenige Meter bis zum Bewuchs halten konnte keinen weiteren Schweiß.

Die Nachsuche im dichten Jungwald brach ich ohne Hund bald ab. Derzeit warte ich auf Rückmeldung meines JH, der heute morgen mit dem Schweißhund nachsuchen wird.

Was meinst du, wo die Kugel sitzen dürfte. Meine Überlegungen dazu sind folgende:

Wenn ich ihn oberhalb der Wirbelsäule gekrellt hätte, könnte ich mir die zwei vorderen Schweißflecken schwer erklären, die 15 -20 cm vor den anderen sind. Das spricht für mich dafür, daß die Kugel den Wildkörper an einer eher breiten Stelle durchschlagen haben muß, oder? Zweitens spricht für mich die Form der Schweißspur jedenfalls dafür, daß kein Streifschuß vorliegen kann, da der Schweiß offensichtlich aus einem Loch getropft und nicht aus einer länglichen Wunde geronnen ist. Von der Fuchsanatomie ausgehend meine ich aber doch, daß ich bei einem Schuß, der an der Oberseite der Wirbelsäule trifft und so tief sitzt, daß es kein Streifschuß ist, die Wirbelsäule durchschlagen müßte, und nicht nur einen Krellschuß verursachen würde. Wenn ich ihn aber zu tief oder zu weit vorne getroffen hätte, wäre er wohl nicht im Feuer für ~ 10 sec. zusammengebrochen, oder?

Wäre für deine rasche Analyse dankbar, da ich wie auf Nadeln sitze; schließlich war es der erste Fuchs, den ich beschossen habe!

Liebe Grüße

Thomas B., Freitag, 9. Januar 2004 12:29

Nachtrag; Fuchs mit Hund gefunden; Fluchtstrecke gut 250 m. Auf der Fluchtfährte fanden sich einige Wundbetten. Die Kugel (RWS TMS 45gr) saß etwas weit vorn am Blatt; daher sicher kein Krellschuss; ein Vorderlauf abgeschossen und voll durch die Lunge! Trotzdem die eigenartige Reaktion auf den Schuß!

Thomas,

die Reaktion auf einen abgeschossen Vorderlauf erst mal zu fallen und dann später wieder aufzustehen kann, muß aber nicht, auch mit einer Wirbelsäulenerschütterung im Brustbereich erklärt werden, da vom Vorderlauf bis zu Wirbelsäule im oberen Bereich Fleisch, keine Lunge ist, der Kraftstoß des Geschoßeinschlages sehr wohl auf das Zentralnervensystem übertragen wird.

Waidmannsheil, Lutz

Lutz,

Danke für die rasche Antwort!

Wird schon stimmen, daß der Stoß über Oberarmknochen Schlüsselbein und Schulter der Wirbelsäule einen kräftigen Stoß versetzt! Arg finde ich aber dennoch die Fluchtstrecke von über 200 m, und das noch bergauf und bergab bei einem Lungenschuß. Dies umso mehr als durch die Wundbetten sicher bewiesen ist, daß der Fuchs noch zumindest einige Minuten lebte! Ich schoß mit der Hornet noch nicht sehr viel, aber ein Rehkitz mit Kammerschuß (Fluchtstrecke 20m) und ein Hase mit Schuß im Halsansatz (nat. 0 m Fluchtstrecke) ließen mich eine andere Wundwirkung erwarten. Ergo: Beim Jagen gibt es tatsächlich nichts was es nicht gibt, oder

Weidmannsdank, Thomas

Thomas,

die lütte, pulverschwache Hornet verschießt die Geschosse, selbst leichte 3 g Geschosse, zu langsam! RWS sagt 740 m/s. Das ist nichts! Verbunden mit den geringen Zielwiderständen der kleinen damit bejagten Tiere bleibt die Zielwirkung auf der Strecke. Ein Stich durch die Lunge ist lange nicht so lebensbedrohend wie eine von Splittern zersiebte Lunge, siehe Bleierne Sippe, oder eine durch eine von großer Schnell herrührende überdehnende zerreißende Druckwelle! Entweder ein Splitterschauer bei kleinen Tieren oder eine große Wundhöhle bei großen Tieren töten, neben immer sofort wirkenden Kopf und Trägerschuß, schnell. Ich kann also nicht verstehen, warum man sich eine Hornet anschafft. Die Die Hornet ist ein Erbstück von meinem Großvater; ich hätte noch eine .222" Rem, eine .243" Win und eine 7x57.

Ich bin auch überzeugt, daß der Fuchs bei gleicher Treffpunktlage mit jedem der anderen Gewehre am Fleck verendet wäre.

Allerdings hat die Hornet als Raubwild- und Schonzeitpatrone zumindest bei uns in der Steiermark einen sehr guten Ruf; schließlich wird Raubwild einschließlich Füchsen ja auch mit der .22"WMR und seit neuestem mit der .17"HMR bejagt.

Die Hornet hat auf die 70 m, auf die ich schoß noch rd. 500 J Energie. Daß das für einen Fuchs eigentlich reichen sollte, ist wohl anzunehmen. Entsprechend deinen Ausführungen hätte das gleiche Geschoss ja bei höherer Geschwindigkeit auch keine Tiefenwirkung gehabt, sondern wäre ebenfalls am Schultergelenk zerschellt. Allerdings hätten die Splitter selbst eben ihre Arbeit wie in bleierner Sippe beschrieben verrichtet.

Beim Abbalgen des Fuchses zeigte sich nämlich, das Geschoß bzw. Splitter davon traten vorne am Stich und unten aus, leider aber nicht auf der dem Einschuß gegenüberliegenden Seite, sodaß wohl tatsächlich die rechte Lungenhälfte unverletzt blieb, wohingegen die linke zerstört war.

Du hast sicherlich recht, wenn du bei Jungjägerfragen schreibst, bei der Fuchsbejagung als Jagdschutz macht nichts aus, wenn der Balg platzt; das spräche z. B. für die .243" Win (eine 5,6x50 hab ich nicht). Ich wollte aber schon den ersten Balg als Trophäe und griff daher zur (allgemein) bewährten Hornet und natürlich auch aus nostalgischen Gründen (Erbstück). Im übrigen verweise ich auf deinen Slogan: Nicht die Patrone sondern die Treffpunktlage entscheidet über ein rasches Verenden. Mit Kopfschuß hätte es wohl keine Diskussion gegeben.

Vielleicht sollte ich es aber auch mal mit Vollmantel versuchen (mehr Tiefenwirkung, aber dafür keine Splitter) Meinst du, daß dies Vorteile hätte, zumal die Splitter mangels Energie ohnehin nicht die entsprechende Zerstörung bieten können?

Thomas B.

6,5 x 65 MJG

Hallo Herr Möller,

Herr Menke verlud mir Patronen mit N550, die mich in der Präzision jedoch nicht so überzeugten. Lauflänge meiner Waffe übrigens 660mm. Auf einer gemähten Brachfläche hatte ich gestern abend gleich die Gelegenheit auf Jungfüchse:
1. Fuchs auf 150 m (Leica): Einschuß Blatt, Ausschuß weidwund, Flucht ~40m
2. Fuchs auf 170 m Einschuß Stich, Ausschuß weidwund, lag im Feuer.
Ausschüsse jeweils recht klein. Mit meiner alten Waffe hätte ich so weit nicht geschossen, aber mit genauer 6,5x65 und ZF bis 24-fach kein Problem. Werde noch Probeschüsse auf 200m und 300m machen, um Sicherheit für weitere Schüsse zu erlangen. Wenn gewünscht werde ich Ihnen weitere Abschußberichte mit MJG liefern.

Weidmannsheil, D. Wowries, Freitag, 2. Juli 2004 08:30


Hallo Herr Möller,

habe mit den neuen 6,5 mm MJG mit der 6,5 x 65 mittlerweile 4 Füchse erlegt, Entfernungen 80m, 110m, 150m, 200m. Die lagen alle im Feuer, Ausschüsse bei breit stehendem Fuchs erfreulich klein( freut die Hundeausbilder ). Können Sie mir die erforderlichen Kennwerte des MJG angeben, um damit das Programm Quick Load zu füttern?

Weidmannsheil wünscht D. Wowries, Montag, 19. Juli 2004 09:13

8x68S MJG Fuchs

Lieber Herr Schober!

Nach einigen für mich arbeitsreichen Wochen wollte ich Sie um Terminvorschläge für Wiener Neustadt ersuchen. Anbei kann ich Ihnen noch Bilder eines erlegten Fuchses übermitteln (Schußweite 40 m, 8*68S 8 mm MJG-kurz, Fluchtstrecke 2 m). Ich glaube die Bilder sprechen für sich.

Mit freundlichen Grüßen, Dipl.-Ing. Heinz Nemec, November 2004


Herr Möller,

ich habe die neuen Geschosse in meiner 6,5x65 noch nicht ausprobiert, da erst noch Reste von alten 6,5 mm MJG 7g und R 905 verbraucht werden sollen. Es sind wieder einige MJG-Füchse dazugekommen. Alle lagen im Knall!

Weidmannsheil wünscht D. Wowries, Freitag, 12. August 2005

8x68S - MJG - Fuchs

Allererstes 8 mm MJG

in Afrika '05 plattgeschossen

Hallo Herr Möller!

Ich fand letztens noch vier MJG-Patronen in der Tasche und verwendet eine davon auf 140 auf einen Fuchs. Er fiel mit Blattschuß im Knall . Es waren aus der 8x68S die 10,7 g MJG der ersten Std. Nun meine Frage: Wie tief geht die Hohlspitze der aktuellen MJG in 8 mmS bzw. 7,62 mm? Bis kurz vor dem ersten Führband wie bei den 6 Gramm 6,5 mm MJGen?

Die einem Freund verladenen 2005er 7,62er hatten Löcher bis kurz vor dem ersten Führband, was für mich sinnvoll erscheint, denn auch die TSX von Barnes sind genau bis an diesen Punkt (dort wo quasi die Ogive aufhört und Kaliberstärke des Geschosses beginnt) gebohrt bzw. mit einem Loch versehen.

Gruß aus Wuppertal! Jörg Schollasch, Montag, 26. September 2005

Moin Herr Schollasch,

seit dem 24. August plagen mich Datenverlust und Rechnerschwierigkeiten. Daher war ich still. Nun komme ich wieder aus der Versenkung hervor und äußere mich wieder. Die derzeitigen 2006er MJGe sind zwischen 7 und 9,3 mm auf etwa 2 g Splitter ausgelegt, damit der Wirkungsquerschnitt nicht durch die Decke geht. Die 2005er hatten 3 bis 4,5g Splitter, zu viel! Siehe auch Geschichte.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Guter Balg

Die hdp-Mündungsbremse kam gestern an. Danke.

Erste Erfolge mit 8x68S KJG: ein Jungfuchs auf ~ 80 m leicht schräg - spitz von vorne. Einschuß kalibergroß auf linker Brustseite, Ausschuß Kastaniengroß hinter linkem Vorderlauf. überaschend wenig Wildpret weggesprengt, wie sonst üblich. Werde dir bei den nächsten Abschüssen Bilder senden. Beim Anmelden von OPenWengo zwecks Internettelefonie gibt es noch einige Schwierigkeiten. Ich muß mich am Wochenende dahinterklemmen.

L. G., Peter Dienstag, 27. Juni 2006 09:14

Schlauer Fuchs

Kann man dem Bild trauen?

Dummer Fuchs

Tach Lutz,

zum Glück gibt´s auch dumme Füchse; so wie diesen, den ich nachmittags gegen 17:00 in der Blattzeit anpirschte und schlafend erwischte.

Dummer Fuchs

Die 6,5x57 aus der Mauser 66 auf rund 30 Meter hat er wohl nicht mehr gehört.

Gruß, Hugo, Freitag, 11. August 2006 18:22

Tot, sonst heil

Fuchs mit MJG aus .300" WM

Hallo Herr Möller!

Gestern Abend schoß ich um 22: 0 Uhr auf 100 m von mit von Fuchs, mit .300" WM MJG alt.

Auf dem Bild ist die Ausschußseite zu erkennen! Da ist nicht wirklich viel zerstört worden!

Der Einschuß war leider nicht zu finden, vielleicht nach dem Gerben! :)

Gruß, A. Maragos, Sonntag, 28. Januar 2007 12:21

Waidmann heil, Herr Maragos,

jetzt haben die Tiere schöne Bälger. Daraus wird ein warme Mütze für den Winter!

Lutz Möller

Gutes Wochenende

Hallo Herr Möller!

Es war mir leider nicht möglich Ihnen im alten Jahr einen Abschußbericht über Schalenwild zukommen zu lassen.

Im Jänner borgte ich meine Waffe einem Freund (Blaser R93 .30-06) für einen Sauenansitz in Burgenland. Er konnte damit 2 Überläufer (45 und 60 kg) erlegen. Er berichtete, die Wirkung mit dem .30-06 MJG war „umwerfend“. Leider habe ich davon keine Bilder.

Vergangenes Wochenende saß ich nachts am Luderplatz.

altes 30-06-MJG

Der linke Fuchs wurde mit .30-06-MJG erlegt. Dieser lag im Knall. Einschuß genau am Luntenansatz, Ausschuß am Stich unter dem Haupt 2-Euromünze groß. Das Geschoß ließ den Bauch platzen. Sah aus als würde er sauber aufgebrochen worden sein. Zwei weitere wurden am nächsten Abend mit 5,6 mm Game King erlegt.

WH Stefan Puff, Montag, 29. Januar 2007 16:39

Tag Herr Puff,

wenn Sie einen mit einer großen Kugel Fuchs längs von hinten durchschießen, gewissermaßen „ärschlings“, bewirkt die Druckwelle das Platzen. Darüber sollten Sie sich nicht wundern, sondern das so erwarten. Der Fuchs hat gleichwohl den Knall nicht mehr gehört sondern ist unmittelbar verschieden.

Waidmann heil, Lutz Möller,

Eiszapfen vor einem gemütlichen Fenster im Riesengebirge

2 Füchse mit 1 MJG

Hallo Lutz,

beim Morgenansitz auf Sauen beobachtete ich 2 Füchse. Die suchten Mäusen, die reichlich vorhanden sind. Ich besann mich auf den kleineren und ließ etwa 6:15 Uhr, noch dämmrig, die .30-06 MJG Ladung fliegen, Eine Stunde später sah ich dann beider Nachschau im Hellen folgendes Bild:

MJG-Fuchsdoppel

Suchen Deine Geschosse selbst?

Viele Grüße, V. M., Donnerstag, 4. Oktober 2007 19:09

MJG im Wintereinsatz

Frohe Weihnachten Her Möller!

Ich war die letzten Tage in Mecklenburg-Vorpommern zur Jagd und konnte bei diesem traumhaften Winterwetter mit meiner 8x68S diesen Fuchs erlegen.

Reif

Waldkante

Der Rüde mauste bei hellem Tageslicht auf freiem Feld. Entlang eines Knicks konnte ich ihn bis auf etwas über 200 m anpirschen. An einer alten Eiche strich ich dann an. Der erhöhte Puls erschwerte das Abkommen doch etwas. Nun ja, Luft holen, langsam ausatmen und schon schickte ich das MJG auf die Reise. Der Fuchs quittierte den Treffer durch eine Drehung um die eigene Achse und fiel dann einfach um.

Einschuß

Ausschuß

Wie auf den Bildern zu sehen ist, stand der Fuchs nicht ganz breit, sodaß der Ausschuß waidwund saß. Umso größer war bei meinen Jagdherren und mir natürlich das Erstaunen und die Freude über den heilen Winterbalg. Ironie der Geschichte ist, bei näherer Betrachtung stellte sich leider heraus, wegen Räudebefalls war Balg leider nicht zu verwerten.

LM: Erst zu viele Füchse ermöglichen den Seuchenzug!

Dennoch war dieser Abschuß eine weitere gelungene Güteschau der MJG, die auch meinen Jagdherren aufmerksam werden ließ.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest, geruhsame Feiertage, einen guten Rutsch, sowie viel Waidmannsheil im neuen Jahr.

M. f. G., Nikolas Packheiser, Sonntag, 23. Dezember 2007 22:22

Letzter Bissen

Hallo Herr Möller

Anhängend noch zwei Bilder von gestern Abend Entfernung 100 m mit der 7x64.

Blitzsauberer Treffer

Letzter Bissen? Maus!

Bemerkenswert ist im wahren Sinne des Wortes der „letzte Bissen“!

Waidmannsheil,Frank Klaas, Montag, 14. Dezember 2009 10:15