AZF Prüfung bestanden☺

Waffe streut saumäßig!

Hilfe, Fehler an Waffen zu finden.

Bin ich hier denn richtig? | Büchse streut | Ohne Vorderschaft | Schweinerei | Keine Tauschbörse | Gebrauchte Mauser | Waffenprüfung |.260" Rem. | Munitionsprüfung | Treffer | Perfektion | Wacklige Weatherby | Ungleichmäßigkeiten | Die Plempe | RWS streut | Vergessener Fehler | Seitenstreuung | Bremse saß schief | Nachtrag | Gebrauchtwaffenkauf | 7x64 streut | Sauer 90 streut | Pfusch | Halber Meter | Waffe streut über den Bierdeckel | Geschichten, die das Leben schrieb | Schlußfolgerung | Forsetzung → Oh Schreck

Bin ich hier denn richtig?

Wenn die Waffe gut ( Ø ≤ 3 cm / 100 m) trifft, aber noch besser treffen soll, lies Gewehrlauf, Genauigkeit und Ladungsleiter, aber wenn die Waffe schlecht trifft Ø ≤ 5 cm / 100 m oder gar saumäßig streut (> 10 cm Ø cm / 100 m) lies hier weiter.

Büchse streut

Hallo Herr Möller,

ich war heute morgen auf dem Schießstand: übles Schußbild mit der von Ihnen empfohlenen Ladung 6,5x57R! Ich habe den Verdacht, daß die 6,5 mm Lutz Möller Geschosse für die 6,5x57R zu kurz sind und somit, bedingt durch den dann relativ langen Freiflug, beim Auftreffen auf Züge und Felder ins Trudeln kommen. Ich werde nun noch weitere Ladungen prüfen; hoffentlich ändert sich das Ergebnis. Die 8x68S mit N140 war super! Ca. 2cm Streuung.

Falls Sie noch einen Tipp zur 6,5x57R haben würde ich mich sehr freuen!

Gruß Fabian Menzel, Sonntag, 25. Juni 2006 15:52

Tag Herr Menzel.

Mein Tip ist: lesen und verstehen Sie Kegel.

Dank Führband liegt das 6,5 mm KJG im Kegel mittig an, klappert nicht

Das alte 6,5 mm Lutz Möller Geschoß sitz im 6,5x57(R)Kegel ohne jeden Freiflug

Ihr „übles Schußbild“, daß Sie auch gern hätten beifügen können, rührt auf keinen Fall von Freiflug des 6,5 mm Lutz Möller Geschoß in der 6,5x57R her, wenn ihre Waffe nur einigermaßen maßhaltig gebaut ist. Aus vielen anderen Waffen für diese 6,5 mm Patrone fliegt 6,5 mm Lutz Möller Geschoß einwandfrei. Ich vermute waffenseitige Mängel. Solche Störungen treten häufig auf, wenn irgend etwas locker ist, der Schaft z. B. Ich bitte die Waffe daraufhin gründlich zu prüfen. Manche Ladung paßt besser und manche schlechter, aber richtig übel ist eigentlich keine Ladung. Was meinen Sie damit denn in Zahlen? Streuen 3 Schuß bei ihnen 20 cm, 10 cm, 5 cm, oder 3 cm? Hat ihre Kipplaufwaffe mehrere Läufe, oder ist es ein einläufige Kipplaufbüchse? Sind Läufe verlötet? In welchem Zeitabstand schossen Sie wieviel Schuß?

Wenn ich ihnen helfen können soll, müßten Sie sich umfassen und deutlich äußern. Mit „übel streunen“ kann ich wenig anfangen. Die Ursache beim Lutz Möller Lutz Möller Geschoß zu vermuten ist eher abwegig. Ich helfe ihnen gern die Ursache zu finden.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Nacktschießversuch ohne Vorderschaft

Hallo Herr Möller,

ich dachte ehrlich gesagt nicht, daß sie sich meinem Problem „Streubüchse“ annehmen werden. Daher die nur sehr kurze Schilderung. Nun denn, die Waffe, ein Ischler Stutzen, Lauflänge 60 cm, 6,5x57R hatte eine Streuung von 14 cm mit R903, der von Ihnen empfohlenen Ladung, bei 5 Schuß im kalten Zustand. Die Waffe ist absolut neuwertig und wurde vom Büchsenmacher (Henneberger, Münnerstadt) kontrolliert. Der Lauf wurde vermessen und gekolbt. Der Schaft ausgefräst. Waffenseitige Mängel sind daher eher auszuschließen.

Ich werde versuchen mittels Ladeleiter auf eine geeignete Ladung zu kommen. Was halten Sie von der Ladeleiter? Sollte ich versuchen das Geschoß weiter raus zu setzen, oder denken Sie, dies würde keinen Einfluß haben. Wenn, wie weit kann ich das 6,5 mm Lutz Möller Geschoß raus setzen? Haben Sie Ladedaten für N140 oder andere Pulver? Derzeitiger Lagerbestand: N140, N135, N110, N160, R903.

Vielen Dank und Grüße! Fabian Menzel, Montag, 26. Juni 2006 17:54

Tag Herr Menzel,

Das Vernünftigste in diesem besonderen Ischler Stutzen Falle scheint mir zu sein, den Hersteller nach typischen Fehlerursachen bei unannehmbaren 14 cm Streuung auf 100 m zu befragen. Der kennt diese Waffen und wird Erfahrungen mitteilen können.

Alle Waffen beantworten unterschiedliche Auflagen mit unterschiedlicher Treffpunktlage. Ich hatte mall eine Mauser 66 in der Hand, die je nach Auflage vorn oder hinten am Vorderschaft bei ansonsten brauchbaren Schußgruppen, bei gleichem Haltepunkt ihren Treffpunkt und vielleicht 6 - 7 cm hoch und runter verlagerte. Bei der Pirsch stört das nicht, weil die Waffe freihändig geschossen wird, aber am Ansitz ist so ein Ding dann unbrauchbar. Wenn Sie Ihre Versuche schießen, müssen Sie als peinlich auf immer gleich und weiche Auflage achten. Selbstverständlich schießen Sie nicht aus einem Schießgestell sondern jagdähnlich.

Bei einem bis vorn geschäfteten Stutzen würde ich großes Augenmerk auf den Vorderschaft und dessen Befestigung legen. Der Schaft darf den Lauf entweder nicht berühren oder muß mit dem Lauf fest verbunden sein. Bei alten vollgeschäfteten Schwedenmausern half die Räume oder Spalten, zwischen Schaft und Lauf mit weichem Kunststoff auszugießen. Dabei sollte vorher auf den Lauf Trennlack aufgebracht werden, damit beide Teil nicht dauerhaft verklebt werden. Siliziumkautschuk zu Glasverklebung eignet sich gut.

Prüfen Sie eine mögliche Schaftfehlerursache im Ausschlußverfahren, indem Sie den Stutzen ohne Vorderschaft schießen. Wenn sich der Streukreis wesentlich ändert, sollte man sich dem Schaft näher widmen.

Die Ladungsleiter ist ein eher feines Werkzeug für kleinere Abweichungen. Je nach Schwingungszustand kann ein hundertstel Gramm Pulver auf 100 m mal einen Zentimeter Abweichung verursachen oder aber auch drei. Die Ladung, bei der die Trefferabweichung je Ladungsabweichung am kleinsten ist zu finden, hilft die Ladungsleiter. Wenn Sie auf 0,1g oder weniger ausgewogene Hülsen verwenden und Ihre Ladungen binnen 0,1g auswiegen, sollte keine Waffe mit Lutz Möller Lutz Möller Geschoß mehr als 3 cm streuen. Sonst stimmt etwas anderes nicht! Der 60 cm Lauf sollte für die 6,5x57R langen. Die empfohlenen Ladung bringt noch 714 bar an der Mündung. Das ist nicht gerade wenig, aber auch nicht so viel, daß von daher Schwierigkeiten vermutet werden sollten. Vihtavuoripulver empfehle ich für Jäger eher nicht (den Grund siehe dort). Gleichwohl sende ich Ich Ihnen per EMail Vorschläge.

Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden, insbesondere über den Nacktschießversuch!

Waidmannsheil und viel Glück, Lutz Möller,

Schweinerei

Wie mir Herr Menzel glaubhaft versicherte, ist bei seiner 10.000-€-Kipplaufbüchse (ein Ischler Stutzen) der Übergangskegel so weit, daß die Geschosse tatsächlich, nachdem sie die Hülse verlassen haben, bevor sie den Kegel berühren, frei fliegen. Das ist eine grobe Schweinerei, seitens des Herstellers. Keine Büchse kann. Die Büchse wurde aus zweiter Hand nach zwei Monaten Besitz fast neu gekauft und hat seitdem 300 Versuchschüsse durch's Rohr erlebt. Die Lebensdauer einer 6,5x57R liegt aber über 3.000 (dreitausend, nicht dreihundert = das zehnfache) Schuß. Alte ausgeschossene Miltärprügel nach Jahren Dauerfeuer im Kampf zeigen solch Freiflug. Keine Waffe kann mit Freiflug (wohlgemerkt nicht rotationsloser Geschoßweg) gut treffen.

Drei Wege zur Besserung hin erschienen sinnvoll. Den Hersteller zu verprügeln und sich das Geld wiederzuholen bringt die Waffe nicht zu treffen, scheidet also von vorn herein aus, obwohl die betrogenen Käuferseele damit sicher zu pflegen wäre. Ein Messingmaßzylinder zu 6,70 mm (dem G1 Maß der Patrone) soll zunächst den G1Durchmesser im Kegel erfühlen. Ich will den G1-Ø-Abstand zur Patronenhülse wissen. Je nach Ergebnis können dann

  1. reibungsarme Führbandvollgeschosse mit größeren Führbändern als Quetschgeschosse den Freiflug abstellen.

  2. längere Lutz Möller Geschosse den Freiflug abstellen

  3. Die Waffe mit einer Maßreibahle auf 6,5x65R aufgerieben werden (bei nur 60 cm Lauf nicht so schön, aber mit besonderen Ladungen schneller Pulver möglich)

Der Waffe kann zu treffen beigebracht werden, meine ich. Daß der Hersteller das ab Werk kaputte Ding mit einem einwandfreien Schußbild ablieferte, halte ich für glatten Betrug, ein schlichte Schweinerei. Pfui!

Lutz Möller,

Hallo und vielen Dank erst mal!

Die Waffe baute der liebe Herr Koschat.

Ich habe heute nachmittag nochmals meine letzte Probeladung 6,5x57R verschossen: 2,75g R903, 78,5 mm L6. Ergebnis: 3 Schuß mit ~ 1cm Streuung (was mich zu Luftsprüngen bewegte), 1 Schuß 10 cm weiter rechts und 8 cm tiefer als die 3-er Gruppe. Dieser Außenseiter war Schuß Nr. 2. Ich habe keine Ahnung, wie sowas zustande kommen kann. Ich sprach mit Herrn Henneberger, den Lauf aufzureiben würde mit Beschuß etwa 120 € kosten. Er meinte jedoch, er könne mir nicht versichern, daß mein Problem damit gelöst würde. Genauso gut könnten Verspannungen in Lauf oder System die Ursache sein. Er hätte schon genug Waffe mit echtem Freiflug in Händen gehalten, die eine einwandfreie Schußleistung aufgezeigt hätten. Ich denke, ich werde das Lager mal aufreiben lassen. Die 6,5x65R gefällt mir eh besser.

Gruß Fabian Menzel, Dienstag, 27. Juni 2006 18:55

keine Tauschbörse

Hallo Herr Möller,

leider brachte das Lager von 6,5x57R auf 6,5x65R aufzureiben auch keine wesentliche Besserung. Nach zahllosen Tests mit verschiedenen Ladungen habe ich die Flinte, bzw. die Kipplaufbüchse ins Korn geworfen, bzw. Einen gefunden, der Sie nur für den Schrank haben will und somit auf gute Schußleistung verzichten kann. Trotzdem vielen Dank für Ihre Ausführliche Beratung.

LM: Aufzugeben ist keine Lösung der Sache auf den Grund zu kommen!

Eine Frage hätte ich noch, und zwar ob es möglich wäre die übrigen ~ 60 ST. 6,5 mm Lutz Möller Geschoß gegen 8 mm Lutz Möller Geschoß einzutauschen. Es sind keinerlei Beschädigungen an diesen restlichen Geschossen.

MfG Fabian Menzel, Samstag, 29. Juli 2006 22:54

Tag Herr Menzel,

ich sitze lange Zeit und schreibe Ihnen Ratschläge, ohne Kosten zu berechnen, nämlich Büchse streut, Nacktschießversuch ohne Vorderschaft und Schweinerei. Das tue ich gern. Aber ich bin keine Tauschbörse. Dafür habe ich keine Zeit. Überlegen Sie mal, wie Sie solchen Wunsch empfinden würden. Angemessen? Wohl kaum! Angemessen wäre eher ein anderes Dankeschön!

Waidmannheil, Lutz Möller, 30.Juli 2006

Gebrauchte Mauser

Moin Lutz,

Als Anlage schicke ich Dir 2 Fotos mit meinem neu erworbenen alten Mauser 98 in 9,3x64:

Erste Zielscheibe 9,3x64 in Mauser 98

Auf Foto Nr.1 ist eine 100 m Scheibe zu sehen, die auch auf 100 m aufgestellt wurde. Nach dem Motto volle Ladung für volle Leistung habe ich 4,88 Gramm Accurate 2460 hinter das 12 g Lutz Möller Geschoß gestopft, gut und weich vorn wie hinten aufgelegt, ruhig abgezogen fliegen lassen. Das Ergebnis sieht eher wie Bockschrot aus.

Ich habe auch noch 8 TUG abgefeuert, zuerst mittiger Haltepunkt, dann rechte und linke Scheibenkante sowie die oberen Ecken, es ist mir nicht gelungen auch nur einen Treffer auf die Scheibe zu bekommen. Ich habe aber jetzt wieder 8 weitere leere Hülsen um richtige Munition zu machen. Der Schaft sitzt fest und die Montage auch. Mit den abgeklebten Schüssen versuchte ich eine Leiter zu schießen. Die
Ladungen unterhalb Druckgrenze im Bereich 4,76-4,85 Gramm Accurate lagen fast in einer Höhe, wobei ich in 0,03 Gramm Schritten lud, also keine echte Leiter.

Heute wollte ich die Sache genauer unter die Lupe nehmen. Siehe Foto 2 11 Schuss von 4,76-4,86 gramm, diesmal auf 300 m auf eine 300 m Dienstgewehrscheibe.

Zweite Zielscheibe 9,3x64 in Mauser 98


Das Ergebnis siehst Du auf Foto 2. Es muß schon etwas vergrößert werden, um den groben Ausreißer unten rechts in der 2 zu sehen. Nun benötige ich noch einen Hinweis welche Ladung zu empfehlen wäre. Schreib aber bitte nicht, ich soll das Pulver zum Düngen nehmen und statt dessen Norma oder Rottweil stopfen, dieses kommt dann dran, wenn Accurate verschossen ist. Ich würde Ladung 3 oder 4 nehmen.

Schönen Sonntag Abend noch WaiHei Kilonewton, Sonntag, 10. Dezember 2006 16:06

Moin KiloNewton,

was soll ich schreiben, wenn mein Empfehlungen nicht beachtet werden. Riesensprünge von 0,003 g je Schritt lassen kein Erkenntnis gewinnen. Aber du weißt ja, wie du schriebest, daß du damit keine Ladungsleiter schießen kannst. Die Pulverempfehlung willst du auch nicht befolgen. Was also soll ich sagen. Dan schweige ich besser. Allgemeine Hinweise folgen weiter unten. Eine Frage bitte ich gleichwohl noch zu beantworten. Wieviel Schüsse hat der Lauf schon hinter sich?

Gruß Lutz,

Moin Lutz,

HG hat sich den Lauf angesehen, die Züge sind scharfkantig, er meint der Lauf ist gut und längst nicht ausgeschossen. Außerdem hat er den Lauf gebettet. Die erste Serie auf 100m war auch vordergründig dazu bestimmt, festzustellen ob sich das Pulver im Rahmen des Schätzprogrammes befindet und Hülse sowie Zündhütchen nach dem Schuß noch gesund aussehen. Die in Stufen auf der Ladungsleiter niedergeschriebene Empfehlung einer 0,01 Gramm Abstufung wurde von mir ebenfalls auf der 300m Serie eingehalten.

LM: Gut!

Zwischen jedem Schuß war eine Pause von 8-10 Minuten.

LM: Richtig!

Das verwendete Pulver wird als „von den Amis gern benutztes Benchrestpulver“ angepriesen. Die scheinen also damit zu treffen, oder?

LM: Sagt werde? Womit! Accurate ist nicht nur Hersteller sondern auch Händler. Bei denen weißt du nie, was in der Dose drin ist und ob der Inhalt noch aus dem selben Werk wie die vorige Dose kommt!

Die ersten 50 Lutz Möller Lutz Möller Geschoß stecken im Kugelfang des Schießplatzes. Das hätte eine schöne Jahresstrecke werden können! Übrigens sind 3 Schüsse auf der ersten Scheibe oben in der 9 aus der .30-06 mit zwei schwarzen Schußpflaster abgeklebt, also an mir hat es bestimmt nicht gelegen.

WaiHei Kilonewton, Sonntag, 10. Dezember 2006 19:31

Guten Tag,

ich habe eine große Sorge. Ich habe mir ihre Geschosse, die sie meinen Vater (Kardiologe) geschickt haben mit 2,87 g Rottweil 901, die Patronen sind mit Lapuahülsen 71 mm lang. Bei der Waffe handelt es sich um eine Heym SR 30 in 7,62x51 mit 58 cm Lauf. Die Waffe streut mit dieser Ladung auf 100 m entsetzlich (5 - 6 cm). Das geht natürlich nicht. Ich möchte aber unbedingt ihre Lutz Möller Geschosse verwenden, da ich mich in Brandenburg (= zeitgemäß) auf Damwild schon selbst davon überzeugen konnte, wie gut die sind. Haben sie eine Idee, was das oben geschilderte Problem verursachen könnte, oder wie ich dem sonst Einhalt gebieten könnte. Ich habe mir beim Laden natürlich die erste Mühe gegeben.

Mit freundlichen Grüßen, Jan Winkler, Sonntag, 3. Dezember 2006 12:36

freundlicher, neugiereiger, hungriger Damhirsch will gefüttert werden

Ein zahmer Brandenburger Damhirsch in Kunsterspring

Tag Herr Winkler,

das ist ja betrüblich zu hören. 6 cm Streikreis auf 100 m sind ein schwieriger Fall. Ausgeschossene Waffen streuen so, aber heile eigentlich nicht, schon gar nicht mit meine Jagdgeschossen, siehe Lutz Möller Geschoß-Genauigkeit.

Schlecht zusammengehaltene, klappernde Waffen, bzw. solche mit losen Zielfernrohren hingegen streuen oft noch weiter, bis hin zu einem halben Meter auf 100 m, je nachdem, welcher Fehler vorliegt.

In ihrem Grenzfalle könnte also ein ausgeschossen Waffe der Grund sein und auch fehlerhafte Munition. Hier muß zunächst die Waffe und dann die Munition geprüft werden. Lesen Sie bitte unten bei Waffenprüfung und Munitionsprüfung weiter.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Waffenprüfung

Der Schaft einer jeden Waffe muß fest und belastbar mit dem System verbunden sein! Er darf unter keinen Umständen klappern und auch nur an den dafür vorgesehen Flächen den Schaft berühren. Ruckele an beiden Teilen. Wenn jetzt schon etwas zu fühlen wäre, wäre der Fall bereits gelöst. Die Abhilfe wäre die Teile fester zusammenzufügen. Fest heißt hier auch den Rückstoß formschlüssig ohne jegliche Bewegung der Teile gegeneinander fangen zu können.

Der Zielfernrohr muß fest und belastbar mit dem System verbunden sein! Ruckele an beiden Teilen. Wenn jetzt schon etwas zu fühlen wäre, wäre der Fall bereits gelöst, siehe oben.

Als nächsten prüfe den Schraubensitz mit einem passenden Schraubendreher. Waffenschrauben weisen oft einen für den Durchmesser ganz schmalen Schlitz auf. Sofern du keinen wirklich genau passenden Schraubendreher benutzt, kannst du nicht weitermachen. Mit einem zu kleinen, der den Schlitz zwar in der Breite aber nicht in der ganzen Länge ausfüllt, darfst du nicht weitermachen. Mit einer solchen Krücke würdest du erstens die Schrauben beschädigen und zweitens kannst du die Schrauben nicht auf das hinreichende Drehmoment anziehen. Das alles wäre nur Murks. Damit kannst du den vorhandenen Murks aber nicht abstellen.

Dann stelle dir selbst die Frage, ob du hinreichend Erfahrung in der Mechanik hast, um ggf. ohne Drehmomentschraubendreher Schrauben mit dem angemessenen Drehmoment festzuziehen. Dazu gehört Erfahrung. Ohne Erfahrung solltest du dir nicht einbilden das zu können. Gerade wenn Holz im Spiel ist, könntest du leicht zu viel Kraft anwenden, so zu große bis hin zu zerstörenden Spannungen in die Waffe bringen.

Wenn du also selbst ein erfahrender Schraubendreher bist und über passenden solche für schmalschlitzige Büchsenschraubenschlitze verfügst, ziehe alle Schrauben, nachdem du dich vergewissertest, daß die Kräfte auch die richtigen Teile gegeneinanderpressen, angemessen fest. Die vorgenannte Bedingung mußt du prüfen. Gerade bei Waffen, die in falschen Händen waren, mißhandelt wurden, oder alt und ungepflegt sind, bei denen sich das Holz im Laufe der Jahrzehnte verzogen hat ohne das die Spannungen nachgeregelt wurden, können unvermutete Störungen vorliegen

Beispiel 1: Mir wurde mal ein alte gebrauchte Krico zum angeboten, bei der das System im Schaft um etwa einen halben Millimeter klapperte, obwohl die Schrauben fest saßen. Das ist schon lange her. Ich bemerket den Fehler nicht sogleich, sondern schoß fröhlich drauflos. Je nachdem wohin der Rückstoß des vorhergehenden Schusses die Teile gegeneinander verschoben hatte, lagen die Folgetreffer beieinander oder aber weit weg. Ich beobachtet also bei mäßiger Schußleistung binnen einiger cm auf 100 m gelegentlich deutliche Ausreißer über 10 cm Ablage. Immer wenn solche großen Ausreißer, die deutlich über munitionsbedingter Streuung liegen, beobachtet werden ist das Gerät auf Lose zu prüfen dringend geboten.

Beispiel 2: Ich hatte mal eine gebrauchte Krico, die nie gut schoß. Das kümmert mich nicht, da ich mir die günstige Gebrauchte zusammen mit 1.000 Schuß ausgemusterter und daher billiger DNAG-Militärmunition aus Ostafrika gekauft hatte, um für Druckjagden unter lebensechten Bedingungen, also mit Knall und Rückstoß, zu üben. Heute über ich mit dem KK stehend freihändig zu schießen, siehe hier:

Zielscheibe stehend freihändig auf 50 m mit dem KK im jagdlichen Anschlag

20 Schuß 50 m stehend freihändig in die KK Scheibe

Bei besagter Waffe mit Steckmagazin spannte der Magazinschacht zwischen System und Unterboden, so daß die Systemschrauben zwar mit dem passenden Drehmoment festgedreht werden konnten, aber statt den Schaft an das System zu binden nur den Magazinschaft spannten.

10x42 Schmidt &; Bender Zielfernrohr auf Krico 700

Dabei war das Ganze nicht so locker, daß es geklappert hatte ich geprüft. Das hätte ich gemerkt. Nein, das Holz berührte Boden und System fest genug um der Hand gegen Ruckeln fühlbaren Widersand zu bieten, aber spannte nicht fest genug um im Rückschlag die formschlüssig zu halten. Was habe ich nicht alles mit der Munition versucht. Ich habe Präzisionsschützen aus aller Welt nach den möglichen Ursachen gefragt und ihre Anleitungen befolgt, aber kam keinen Schritt weiter. Mir ging erst dann ein Licht auf, als ich nicht mehr allgemein, sondern in Zahlen meine Schwierigkeiten schilderte. Die sportlichen Löcherbohrer sprachen von mm auf 100 m oder 2 - 3 cm auf 300 m, aber ich von 5 - 10 cm auf 100 m. Wir hatten die ganze Zeit aneinander vorbeigeredet. Da die Sportler von der Abstimmung vollkommener Geräte redeten, war ich damit beschäftigt ein falsch zusammengebautes Gewehr zu erforschen. Kaum hatte ich das begriffen, fand ich auch die Ursache und fortan schoß die Waffe besser, viel besser:

.260" Remington Trefferleistung

6,5-mm-kurz auf 400 m

3 Schuß Gruppe 6,5 mm Lutz Möller Geschoß-kurz auf 400 m bei leichtem Wind aus Krico 700 mit 6-fachem Glas, Absehen 4 vom Autodach. Der Streifen ist 2 cm breit, so daß die Gruppe 4 - 5 cm hoch und 9 - 10 cm breit ist. Zwei weitere Schüsse sind in die Spalte rechts geweht.

Gewehrauflage in Corndale

Das war die Gewehrauflage, ein Pullover auf dem Wagendach

380 m vom Wagen entfernt

So sah die Gewehrauflage aus ~ 380 m Entfernung aus. Die Tiere links auf der Weide sind Kühe.

Die Waffe verkaufte ich später und der Käufer meinte, die Waffe habe noch einen anderen Wurm gehabt, steht in .260" Remington.

Beispiel 3: Siehe auch Lauflebensdauer!

Heym SR 20 mit Schmidt &; Bender 3-15 x 50 Zielfernrohr

Schöne Heym SR 20, als .243" Win. gebraucht gekauft, mit 1.300 Schuß völlig ausgeschossen und dann in 6,5x65 neu beläuft

Sako gegen Norma

Auf der Zielscheibe berühren sich die Löcher. So soll das sein!Gutes Schußbild mit Ausreißer!Mit Norma ich auf 100 m drei Schuß unters Pflaster schießen, siehe links. Die Sako hat vor dem Zielfernrohrumbau auf ein 2 Mark Stück geschossen, siehe rechts. Nach einigen hundert Schuß jedoch streute die Waffe mit Sako auf eine Zigarettenschachtel, während die Norma weiter auf einen daumennagelgroßen Fleck schoß. Vor dem Umbau lag Norma liegt dabei 4 cm höher als die Sako, jetzt in etwa gleicher Höhe. Der 4 cm Unterschied war angenehm, weil ich so ganz einfach mein Gewehr als auf 100 Fleck eingeschossen oder auf GEE eingeschossen gebrauchen kann, indem ich einer der beiden Patronen wähle, ohne am ZF zu drehen. So muß ich mir nicht merken wie und wann ich letztens das Rohr einstellte. Eine mögliche Fehlerquelle entfällt somit.

6 mm Patronenböden

Alte Normamunition mit wasserdichter Ringfugenlackierung und markiertem Zündhütchen

Die schöne Heym oben traf mit herkömmlicher Munition, je nach Zustand (der Munition) binnen 1,5 cm Ø auf 100 m oder 2,5 cm. Beide Munitionen waren damals 28 Jahre alt und teils in feuchten Kellern gelagert. Norma hatte die Ringfugen lackiert und so die Feuchte draußen gehalten, während Sako offen war. Insofern hatte die lange falsche Lagerunder die Sako schädigen können, aber die Norma nicht. Die Trefferbilder erzielte ich wohlgemerkt mit einem herkömmlichen Jagdgewehr mit herkömmlicher Werksmunition.

Schöne kleine Krico 700 Luxus in 5,6 x 50 Magnum

Krico 700 Luxus in 5,6x50 Magnum

Mit meiner alten Krico 700 Luxus in 5,6x50 Magnum traf ich nicht schlechter, obwohl die Munition auch über 25 Jahre alt war. Von den 300 Schuß, die ich von dem Händler, der die Waffe und Munition nach Jahrzehnten endliche aus seinem Lager räumen wollte, ebenfalls erwarb waren 299 Schuß einwandfrei, nur einer platzte (Die Hülse zerfloß). Der daraufhin angesprochener Hersteller bemängelte, ich solle keine ältere als 10 Jahre alte Munition verschießen, weil die Pulverhersteller kein längere Gewährleistung böten, sandte mir gleichwohl 2 Schachteln, wohl als Trostpflaster. Wie gut, daß mir die Patron nicht in einer R93 um die Ohren flog!

Ich fügte diese drei Beispiele an, damit jeder, dessen Waffe wie Sau streut, zunächst mal prüfe, ob die Waffe richtig und fest zusammengebaut ist. Heil Waffen schießen mit guter herkömmlicher Munition anfangs auf einen Daumennagel, sofern der Mann am Rohr, das überhaupt so zielen und richten kann. Erst wenn die Waffen ausgeschossen sind, öffnen sich die Streukreis auf 5 - 6 Zentimeter Ø. Wirklich große Streuungen oder einzelne Ausreißer darüber deuten auf grobe Fehler hin. Merke:

Kleine Störungen bewirken kleine Fehler,

aber

große Fehler haben grobe Ursachen!

Munitionsprüfung

Schlechte Munition zu bauen ist gar nicht so einfach, wird aber dennoch immer wieder gekonnt. Wie, weiß ich nicht! Die obigen Trefferbeispiele von alter, aber gleichwohl genauer Munition zeigen das Maß. Ich bin bei einigen besseren Munitionsherstellern in Deutschland und Skandinavien gewesen und habe mir die Fertigung zeigen lassen. Die Massenfertigung aller herkömmlicher Teile ist überall gleich. Lutz Möller Geschoß-Fertigung ist anders.

Kleine elektrische Waage

Hornady Digitalwaage

Hülsen nach Gewicht gemustert

Georg Klemm wog 6 mm Norma BR Hülsen für Spotzwecke aus. So sieht die Verteilung aus!

Aus gleichen Fertigungslosen stammend Hülsen unterscheiden sich in ihre Masse nur im unteren Prozentbereich. das verwendete Messing ist um die 8,45 g/cm³ dicht. Wenn sich kleine .308" Win Hülse mit 3,6 ml Pulverraum, oder eine mittlere 9,3x74R Hülse mit 5,4 ml Hülsenraum um 0,5 g Masse unterscheiden ist das zwar viel, macht aber dennoch im Hülsenraum wenig aus. Rechnen wir mal nach

.308" Win. 9,3x74R
Hülse 11,23 g 14,50 g
Raum 3,6 ml 5,4
Massenabweichung 0,5 g
Raumabweichung 0,06 ml
Raumabweichung 0,016% 0,011%
Ladung 2,87 g 4,00 g
Schwankung 0,02 g 0,007% 0,005%

Je nach Hülsengröße und -masse ändern ein halbes Gramm vom Mittel abweichende Massen den Pulverraum unterhalb eines tausendstels. Den Sportschützen, der die Trefferlage auf 100 m unter 1 cm zusammenbringen muß, stört das, dem Jäger ist das völlig wurst.

Die Hersteller schütten das Pulver mit Raummaßen. Je nach Feuchte, Pulver und Menge schwanken die Massen dabei um bis zu 0,02 Gramm. Eben solch Munition schoß di obigen Trefferbilder. Mit anderen Worten lassen sich mit solcherart hergestellter Munition ohne weiteres Trefferbilder von 1,5 cm erzielen.

Vorn das siegreicher Gewehr des Lapua Sniper Cup 2005

Unteres Gewehr: Sako TRG-42 mit Lothar Walther Progressivdrallauf für das LM-105

Mit der .338" Lapua Magnum mit dem LM-105 Geschoß gewann Tom Marstii den 7. Lapua Snipercup mit Handladung, die unter einer halben Winkelminute genau traf. Er stellte anschließen betrüblich fest, daß Lapua Werksmunition auch nicht schlechter traf (allerdings bei doppelter Winddrift). Er hatte gehofft als Handlader mit Ladungen unter 0,01 mm Massenschwankung doch besser zu wein. Er war es nicht.

Treffer

Hallo Lutz,

ich komme gerade vom Schießplatz und bin dem Abzug auf die Schliche gekommen. Er funktioniert nun nach meinen Belieben. Nach dem der Büchsenmacher die Waffe halb zerlegt hatte, machte ich zur Sicherheit noch einige Schüsse auf der 100 m Bahn. Ich glaube der Lauf brauchte nur ein wenig Kupfer um richtig zu schießen.

So treffen Lutz Möller Geschosse

Vier mal 8,5 mm Lutz Möller Geschoß, lang aus .338" LM auf 100 m

Alle 4 Geschosse schlugen fast Loch in Loch ein. Ich bin begeistert!

Gruß, Hein Mück, Mittwoch, 12. Juli 2006 17:18

Perfektion: 5-Band-Lutz Möller Geschoß

Lutz,

mit dem 5-Band-Lutz Möller Geschoß näherst du dich der Perfektion. Langsam bekomme ich Angst!

Dazu paßt auch mein Erlebnis letzten Donnerstag. Deine 8,5er Lutz Möller Lutz Möller Geschoß (Ich hatte noch ein paar fertig geladene von der Ladeaktion für den 500 m Sauenjäger übrig.) haben meine Ladungsversuche mit den Lapua Scenar in gleichem Kaliber, zumindest mental, erheblich erschwert, und zwar so:

Lapua Scenar

Weiter so….

Dirk, Sonntag, 19. November 2006 19:40

Die Munition für die Treffer war die übliche empfohlene .338" LM Lutz Möller Geschoß Munition, allerdings aus dem Weltrekordgewehr, sieh hier

Nachtjagd mi Mondenschein

Jagd mit dem Dicken Ding im Wintermondenschein auf ferne Sauen

allerdings ausgewogen, nicht geschüttet. Der Unterschied von geschütteter Ladung mit bis zu 0,02 g Abweichung zu gewogener Ladung unter 0,01 g spielt sich bei guten Waffen und Schützen also zwischen 2,5 und 0, 5 cm Streukreis auf 100 m ab.

Das stimmt auch gut mit den Erkenntnissen aus der Ladungsleiter überein. Versuche mit einer Brünner CZ Mauser-98-System mit .30"-06 Patronen

Gutes Gewehr

Brünner CZ Mauser-98-System

Buntmetall, Fehlfarben

Buntmetall: farbige .30"-06 Patronen

ergaben je nach Ladungsabstand zum süßen Fleck auf 100 m je 0,01 g Pulveränderung auf die Schnelle Streuungen von 1 bis 3 cm und in Ruhe unter 2 cm. Man sieht. Auch hier steuert der Mann am Rohr die Ergebnisse mehr als fast alles andere. Im Loimaa '06 war damit ohne weiteres möglich auf 170 m mit dem ersten Schuß ein Bierdose zu treffen, sieh hier:

Auf 170 m soll ein Bierdose getroffen werden

Vor dem 170-m-Bierdosenschuß. Hier ist der Film 170-m-Bierdose (11 MB)

Auch die Munition war wie bei den großen Herstellern hergestellt. Es ist, wie gesagt, also gar nicht so einfach schlechte Munition herzustellen, selbst wenn manch Hersteller das trotzdem schaffen, aber jedenfalls nicht mit dem Lutz Möller Lutz Möller Geschoß.

Bei sonst guter Lage auf 100 m mit dem Lutz Möller Lutz Möller Geschoß 20 cm Ausreißer aus einer Bockbüchse, deren Verstellung mangels Pflege schon nicht mehr gängig war, auf auf 0,5 g abweichend Patronenmassen zu begründen, zwingt nicht zu folgen, der Sache auf den Grund zu gehen, erscheint gleichwohl reizvoll. Ich biete das an und erbitte dazu die Waffe und die Munition.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Wackelige Weatherby

Wackelige Weatherby

Gutes Zielfernrohr

Wackler von rechts

Die Bilder sind nur zur Erläuterung aus dem Netz gezogen. Die tatsächliche Waffe war eine andere.

Gregor ist Jäger im offen Flachland und ein guter Schütze. Erjagt nicht nur Wild sondern auch Schnäppchen. Da fiel ihm bei einer Internetauktion eine schön verschnitze Weatherby Mark V in .300" Weatherby auf. Alles paßte und der geforderte Preis war günstig. Er lies die Auktion verstreichen. Kein Gebot war abgegeben worden. Er konnte die Waffe noch 20% unter dem geforderten 1.200 € erwerben. Bei 6.500 € Katalogpreis mit allem, wahrlich ein Schnäppchen, dachten er.

Der Verkäufer meinte, die Waffe habe erst 60 Schuß auf dem Buckel, aber er sei damit nicht zurechtgekommen. Ein paar Schuß Werksmunition auf dem Stand lagen gut beieinander. Lutz Möller Geschoßmunition war schon bestellt Dann fiel das Zielfernrohr ab!

Aha, dachte unser Gregor. Zu viel Rückstoß und ließ eine hdp-Rückstoßremse anbauen. Der Büchser machte das, sollte auch mit der neuen Munition einschießen, kam aber nicht zurecht. Die Waffe streute mit Bremse und Lutz Möller Geschoßmunition einen halben Meter auf mehr 100 m. Dan ein paar Schuß Federal und die Schüsse lagen gut zusammen. Also sagte der Büchser, die Munition sei schlecht, die Waffe heil, und er solle eben Federal schießen.

Der schwarze Peter lag nun bei mir, bzw. Volker Liebich, der die Lutz Möller Geschoßmunition geladen hatte. Heute hatte ich dann Gelegenheit die Waffe und Munition in die Hände zu bekommen und prüfte.

25 Schuß Munition lagen in der Masse keinen 0,2 g auseinander. Ein ordentlicher Wert ohne Besonderheit.

5 Lutz Möller Geschoß Führbänder lagen im Durchmesser in einem 0,03 mm Bereich auseinander. Das war kein so guter Wert, aber ich hatte meine Brille vergessen, konnte die Mikrometerschraube nicht ablesen, und Torsten, der die Messungen deshalb an meiner Statt vornahm, hatte damit keine Erfahrung. Jedenfalls kam auch hier nichts zu Tage, was krasses Fehlversagen hätte erklären können.

Der lange dünne Lauf wurde mit 256 mm Drallänge vermessen, also Sollmaß.

Das mit der Hand gerüttelte Zielfernrohr erschien fest.

Den Vorderschaft, der am Lauf anlag, als Gregor die Waffe bekam, war freigestochen. Ein Blatt Papier ließ sich ohne zu haken bis zum System durchschieben.

Mit einem schmalblättrigen großen Büchsenmacherschraubendreher prüfte ich den Sitz der beiden Systemschrauben. Die vordere saß vernünftig fest und ging auch nicht leicht lose, aber die hintere Schraube war nicht ganz fest und ging umgekehrt ruckartig lose. Das Darf nicht sein.

Ich baute den Schaft ab und fand einen metallen Magazinschacht. Den baute ich aus und sah auch ohne Brille oben helle Stellen. Ich bat den kurzsichtigen Torsten sich das ohne Brille mal aus der Nähe anzusehen und zu berichten, ob dort die Brünierung fehle. Sie fehlte. Außerdem war mit dem Finger ein Delle zu spüren. Ich sagte an.

  1. Jetzt bau ich Waffe ohne Magazinschaft wieder zusammen!

  2. Dann fahren wir zum Schießstand!

  3. Dann wird die Waffegut schießen, ganz gleich ob Federal oder Lutz Möller Geschoß

Ich schoß Lutz Möller Geschoßmunition. Der erst Treffer auf 100 m lag 5 cm rechts. Der zweite Treffer lag 4 cm links. Treffer 3 und 4 lagen binnen 2 cm von Nr. 2. Geht doch sagte ich. Die Waffe war vorher geputzt gewesen.

Wir stellten das ZF auf 4 cm Hochschuß ein. Ein Los Federal schoß Gregor Fleck in ein Schußpflaster. Ein anders Los Federal schoß ich 2 cm links. Die Waffe schießt auf 100 m drei Munitionen binnen 4 cm Abstand, was ein glücklicher Zufall ist, und 3 Schuß Gruppen zwischen 1,5 und 2 cm.

Was war denn nun der Fehler? Das hatte ich nicht vorher gesagt. Der metallene Magazinschacht war zu lang. Das war die Ursache. Möglicherweise hatte sich der Schaft gesetzt. Die Systemschrauben anzuziehen preßte den Magazinboden gegen den Magazinschacht gegen das System. Der Schaft saß zwar nicht locker, führte aber keine Kraft zwischen Bodenplatte und System, wie es für festen und belastbaren Sitz erforderlich gewesen wäre. Die Hand konnte kein Spiel feststellen, aber dem Rückstoß der knackigen .300" Weatherby konnte so ein laue Anlage eben nicht halten und die Teile klapperten im Schuß chaotisch hin und her. Da das Chaos nicht vorherzusagen ist können auch immer mal 2 oder 3 Schuß nebeneinander liegen, aber dann die nächsten wieder einen halben Meter daneben.

Diesen typischen Fehler für diese Bauart mit seiner typischen Auswirkung hätten alle Büchser vorher erkennen müssen, weil die Prüfung auf form- und kraftschlüssigen Sitz aller Teile eine Grundprüfung für jede Waffe ist. Solche Fehler kann keine Munition verursachen, wenn die Patron denn zum Gewehr paßt und das Geschoß zum Drall.

Gregor ist nun richtig froh über sein Schnäppchen. Die bald nutz- und trefferlos verballerten 100 Schuß Munition zehrten auch am Selbstvertrauen des Schützen und das Wild muß nun umdenken.

Ach ja, Herr Liebich und ich sind den schwarzen Peter wieder los, den wir immer kriegen wenn ein Jäger mit einer Waffe mit Lutz Möller Geschoß oder KJ-Munition nicht trifft. Der nächste Verzweifelte mit einer 9,3x64 wartet schon und schreibt pausenlos. Mal sehen was dessen Plempe hat -auch die ein Gebrauchtwaffe von der deren Vorbesitzer meinte, er sei damit nicht zurechtgekommen, aber die Waffe sei 1a, prima, allerbeste Sahne!

Der erste Ausreißer war auf die Putzwut zurückzuführen gewesen. Entweder man putzt nach jedem Schuß oder man schießt immer dreckig. Gleich wie, nur immer gleich. Geputzte Waffen schießen nicht wie benutzte. Das merke man sich!

Waidmanns Heil, Lutz Möller,

Ungleichmäßigkeiten

an der Mündung

Siehe auch MagNaPort. Lies vorher den ganzen Aufsatz Waffe streut!

Sehr geehrter Herr Möller

Vielen Dank für Ihre damalige umgehende Antwort. Der Thomas Lehnherr ist mittlerweile daran mir das Lutz Möller Geschoß für die 9,3x74R zu verladen.

Betreffend der „geporteten“ nicht genügend präzise schießenden Blaser Repetierbüchse 850/88 in .300 Win. Mag. habe ich folgendes unternommen: Zielfernrohr S&;B ins Werk zur Kontrolle gesandt (war i. O.) sowie Montage neu gemacht. Ergebnis: Keine nennenswerte Änderung. Nun hatte ich aber heute ein Aha-Erlebnis. Bei einem Telefongespräch mit Herrn Hollenstein, Büchsenmacher und Werkzeugmacher aus Bettwiesen Schweiz, bei dem ich das leidige Magnaportthema ansprach, meinte er auf mein Nachhaken, ja, er hätte durchaus vergleichbare Ergebnisse bis zu „Schrotausmaßen“ erlebt und führe diese auf die Lauferwärmung im Mündungs-, bzw. Magnaportbereich zurück. D.h. wegen der asymmetrischen Schlitze verkrümmt sich die Laufmündung bei Erwärmung in beliebige Richtung.

Dusseliger MagNaPort

MagNaPort

Ich folgere draus den Schluß: Entweder darf ich die Repetierbüchse für genaue Treffer Schüsse nur noch im ¼ Std. Rhythmus einsetzen (eigentlich unsinnig), oder aber ich muß den Lauf mit dem unseligen MagNaPort um 52 mm, auf Länge ab Stoßboden 590 mm abschneiden und Ihre HDP-Bremse anbauen. Die müßte am Laufanschluß auf 17 mm verjüngt sein.

Was meinen Sie zu meinem Vorhaben?

LM: Ja, gut!

Was würde Ihre HDP Bremse in schwarz mit der Verjüngung kosten? Und wie würde sich der Leistungsverlust Infolge der Kürzung auswirken? Für Ihre Antwort zum voraus besten Dank!

Jegersgfehl aus der Schweiz, Ernst Schläppi, Dienstag, 16. Januar 2007 16:53

Tag Herr Schläppi,

Bitte lesen Sie aufmerksam den Aufsatz Waffe streut und prüfen, oder lassen prüfen, ob die Waffe in allen wesentlichen Teilen gestaltschlüssig zusammengebaut ist und alle Kräfte von den dafür vorgesehenen Teilen abgestützt wird. Für wiederholgenaues Schießen ist das die unabdingbare Voraussetzung. „Anners geit da nich!“, sächt de Hamborger.

Die Plempe

Dazu erzähl ich gern die Geschichte dieser „Plempe“. Die schoß einfach nicht. Auf 300 m streute die 9,3x64 Waffe (Mauser-98-System) bald über ein DIN-A4-Blatt. Der Schütze kann das eigentlich besser, viel besser. Er war schon ganz verzweifelt.

Die Plempe wird auf der Reise bei Carsten In Dänemark begutachtet

Plempe in Dänemark

Auf unsere Reise nach Finnland '07 haben wir in Dänemark die Gelegenheit einen Blick drauf zu werfen. Ein passender Büchsenmacherschraubendreher war in dem gut ausgestatteten Ingenieurshaushalt vorhanden. Als ich die Schraube vorn löste bewegte sich der Vorderschaft mit Kraft vom Lauf weg. Das System war unter erheblicher Spannung zusammengebaut. Spannung muß sein, aber nur an den dafür vorbestimmten Teilen, in diesem Falle von der Bodenplatte auf den Schaft, bis zu den Schreibenhülsen und vom Schaft zum System. Hier lag der Fall anderes. Auch hier, genau wie bei der wackeligen Weatherby, zeigten der Magazinkasten oben und das System unten verräterische Stoßmarken. Die Marken lagen hinten am Magazinkasten und damit zwischen den spannenden Schrauben. Torsten hielt Schaft und Lauf fest, während ich vorn schraubte. Der Schaft bewegte sich vorn wohl 2 Zentimeter. Das solche Waffe jemals eine Büchsenmacherei verlassen hat ist ein ausgemachte Schande. Das darf nicht vorkommen. Der Letzte, der die Waffe in Händen hielt, hatte die Metall-Holz-Stoßflächen noch mit Kunststoff gebettet, aber leider völlig vergessen, das jede Waffe gestaltschlüssig zusammengebaut werden muß, nicht wie in Flitzebogen krummgezogen. Die Grundlage der Suhler Einhakmontage wird dabei „schön“ mitverzogen. Den Abend konnten wir nicht weiter erledigen, das wir weiter mußten.

Vor dem Huskvarnamuseum

Wir lernen von den alten schwedischen Meistern im Huskvarna-Werksmuseum

Huskvarna Motorsägen sind weltberühmt

Schwedische Motorsägen für die Welt auf der deutschen Reichsflagge

Normafarben

Auch Norma zeigt sich von den Farben her kaisertreu!

Huskvarna Werksarzt im Museum an der Schreibmaschine

Sägt man sich in die Hand , weiß der Werksarzt schnell einen Bericht zu schreiben, denn: Der schreibt, der bleibt!

Huskvarnawerbung für Nähmaschine

Technik für alle

Schöne Frau

Die würde ich wohl nehmen

Nachdem wir uns also technischen anregen ließen, machten wir uns in Schweden beim alten Meister nach hervorragendem Rehbraten in der Mittagspause and der Werkbank zu schaffen.

Plempensystem

Plempensystem

Am im Hintergrund unscharf dargestellte gußeiserne Magazinkasten ragt hinten (In Bildrichtung rechts) ein Vorsprung hoch. Diese Feder greift im System in ein Aussparung. Warum die da angebracht ist weiß ich nicht, denn System und Magazin mit Bodenplatte werden gegen den Schaft mit zwei Spannhülsen zusammengeschraubt und mehr Verbindungen braucht man für ein feste räumliche abgesteifte Verbindung nicht. Leider waren Schaft, System und Bodenplatte mit Magazinschacht so gestaltet, daß nicht, wie es hätte sein sollen, die beiden Spannschrauben die Bodenplatte von unten gegen den Schaft und der wiederum von unten gegen das System drückten, bis die die beiden Spannhülsen den Weg begrenzen, sondern der Magazinvorsprung der Bodenplatte schlug als erstes am System an. Wenn beide Schrauben weiter festgezogen wurden, verbogen die alle Teile bis die Spannhülsen den Anschlag bildeten. Ob dabei das Magazin etwa 1,5 mm durchgebogen wurde oder das System, oder vermutlich beide jweisl ein Teil davon ist unbekannt, unerheblich aber jedenfalls ein verdammte Schweinerei! Und die Plempe war auch noch in diesem unmöglichenzustand mit Kunststoff gebettet worden!

Zu langer Magazinkasten wird abgefeilt

Plempe unter der Feile

Ein guter Haushalt weite einen Schraubstock und eine Feile auf. Also kam die Plempe unter die Feile und mußt gerichtet werden.

Abgefeilter Überstand glänzt

Plempenmagazin an Bodenplatte Der glänzenden Vorsprung ist abgefeilt.

Wohl 2 mm mußten von dem Vorsprung runter, bis der Schaft erstmals Spannung aufnehmen konnte, die ihm vorher der Magazinvorsprung genommen hatte.

Auch der Schaft paß nicht, muß nachgearbeitet werden.

Plempenschaft unter dem Stechbeitel

Selbstverständlich mußte die ganze völlig falsch sitzende Kunststoffbettung aus dem Schaft herausgestochen werden, dann der Schaft freigestochen werden, weil das System in der Mitte aufsaß und anschließend außen der Schaft für den nun tiefer sitzenden Verschluß ausgestochen werden. Stechbeitel und Hammer leisten dabei gute Dienste.

Die Waffe schoß anschließend auf 100 m etwa 2 - 3 cm Höhenstreuung, aber immer noch 10 cm Seitenstreuung. Sie war also deutlich geheilt, aber immer noch nicht gesund. Ich bin wieder Huskvarna-Werksarzt. Ich schreibe den Bericht. Ich habe die Waffe nicht mehr in Händen, aber Ralf, der sich inzwischen auch ein Feile kaufte, wird sich ja melden, wie die Sache weitergeht.

Ich schreibe die Geschichte als Warnung an alle, die glauben irgendeine Feinheit könne an einer Büchse Schrotschußverhalten hervorrufen. Das ist nicht der Fall. Ganz miese Ergebnisse, also 100 - m -Streukreise > 10 cm haben immer ganz grobe Ursachen, meist passen die Teil nicht nach der Gestalt zusammen und klappern. Wenn der Schaft nicht unverzogen, spielfrei und fest mit dem System verbunden ist, kann keine Waffe gut treffen. das selbe gilt für das Zielfernrohr.

Selbstverständlich hat der Mann recht, der bemängelt, das blöde Magnaport sei nicht gleichmäßig um die Laufseele angeordnet und der Lauf würde sich daher unter Wärmeeinfluß verziehen. Daraus aber grob schlechtes Trefferverhalten ableiten zu wollen, erscheint mir überzogen. Ich mag mich irren, denn ich habe das nicht nachgerechnet, aber es gibt eine anderen Grund aus dem gelegentlich Waffen mit Magnaport Asreißer zeigen, nämlich dann wenn das Geschoß in den langen Schlitzen beschädigt wird. Ich habe schon Geschichten von seitlich herausfliegenden Mäntelfetzen gehört. Wen die zuträfen, wäre das Zeug gemeingefährlich, besonders auf dem Schießstand. Damit besäßen gewissen Waffen dann die Fähigkeit nicht nur in Schußrichtung gefährlich zu sein, und im Versagensfalle auf den Schützen nach hinten los zu gehen, sondern könnten nun auch Unbeteiligte nebenan mit Schrapnellsplittern beharken. Da setze ich mich doch lieber auf eine Handgranate und ziehe ab und warte was geschieht. Den Ausgang kann ich immerhin vorhersagen.

Den .300" WM-Lauf von 65 auf 59 cm (immer ab Stoßboden zu messen) zu kürzen und somit von seiner Krankheit zu befreien ist ein guter Entschluß. Eine 7,62 mm hdp Bremse fände dann gut Platz

7,62 mm KJG, 7,62 mm hdp Rüclstoßbremse, .300" WM Patrone

7,62 mm Lutz Möller Geschoß | hdp-Bremse | .300" WM

Die .300" WM Lutz Möller Geschoß Munition au Normahülsen mit 6,201 ml Innenraum müßte von 4,79 auf 4,9g Norma 203B angehoben werden, um die 1093 m(S Geschwindigkeit zu halten (Achtung das gilt nur und ausschließlich für Hülsen mit 6,201 ml Innraum, übliche Normmaß). Andersrum fällt die Geschwindigkeit bei 4,79 g Norma 203B in Norma .300" WM Hülse bei 59 cm Lauf von 1.093 m/s auf auf 1.071 m/s, ergibt noch 216 m GEE und 249 m ± 5 cm Reichweite, oder 5 m weniger als mit dem längeren Lauf. Bei 99,97%Verbrennung fängt die 7,62 mm hdp Bremse Rückstoß und Mündungsfeuer wirksam ab, so daß die Waffe weiterhin benutzbar bleibt. Je näher die Schallquelle ans Ohr rückt, desto lauter wird sie aber!

Waidmann heil, Lutz Möller,

RWS streut

Sehr geehrter Herr Möller,

zunächst einmal möchte ich Ihnen meine Hochachtung für diesen wirklich gelungenen Netzplatz entgegenbringen. Insbesondere die vielen Infos zu meiner Lieblingspatrone 8x68S und die dazu gehörenden Erfahrungsberichte gefielen mir außerordentlich. Womit wir auch schon bei der Sache wären, die 8x68S. Ich führe die Patrone nun schon seit 15 Jahren auf alles Schalenwild. Ich hatte anfänglich viel mit den handelsüblichen Büchsenpatronen
herumversucht und bin damals bei Hirtenberger (Nosler Partition) geblieben. Die Wirkung des Geschosses paßte sich wunderbar dem jeweiligen Wild an. Rehwild lag im Feuer und die Hämatome waren deutlich kleiner als jene, welche ich von der .243" Win. bei vergleichbarer Trefferlage zu sehen bekam. Selbst Damwild fiel, sofern nicht schon am Anschuß, dann doch 2-3 Schritt weiter um. Auch die Genauigkeit lag im jagdlichen Bereich.

Hirtenberger gehört nun leider RUAG und die 8x68S wird mit Nosler nicht so mehr gefertigt. Bleibt nur noch RWS und damit bin ich mehr als unzufrieden. Das KS - Geschoß wirkt wildkörperunabhängig und die Stücke laufen zum Teil noch erhebliche Strecken bei guten Trefferlagen. H-Mantel kommt auch nicht in Frage. So schieße ich zurzeit das DK-Geschoß, jedoch traue ich mich bei Streukreisen von über 10 cm kaum noch, etwas weiter hinzulangen. Ich habe davon noch etwa 15 Schuß und wenn die verbraucht sind, würde ich mir die gesammelten Hülsen gern wieder mit dem Nosler Partition selber stopfen. Leider findet man zu dem Geschoß so gut wie keine Angaben über die zu empfehlenden Ladedaten. Können Sie mir da unter Umständen weiterhelfen ? Hier die Rahmendaten: 13 g Nosler Partition Hülsen von RWS (40 Stk,) und Hirtenberger (60 Stk.) Waffe: Mauser 66 S.

Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir 2-3 Ladungsvorschläge machen könnten, mit denen ich das gewohnte Fünfmarkstück wieder treffe.

Waidmannsheil, Joachim Riegel, Mittwoch, 17. Januar 2007 10:08

Moin Herr Riegel,

man kann über RWS Geschosse dies oder das sagen, aber daß die unverhältnismäßig streuen gehört gewöhnlich nicht dazu. Insofern bitte sich Sie zunächst alle in Waffe streut genannten Fehlerursachen zu prüfen, bevor Sie die Munition verdächtigen. Lauf, Schaft und Zielfernrohr müssen spielfrei und kraftschlüssig verbunden sein, sonst streut die Plempe. Weil Bei der Mauser 66 S der Vorderschaft mit dem Lauf verbunden ist, muß besonders auf gleichmäßige Unterlage und Haltung geachtet werden, sonst wandert der Treffpunkt.

Am Chronometer

Schnellemessung in Finnland '07

Scheibe auf dem Feld

Scheibe in Finnland '07

8x68S, die deutsche Magnum

8x68S Lutz Möller Geschoß Munition

In Finnland '07 maßen wir die 8x68S Lutz Möller Geschoß Ladung mit flotten 1.165 m/s. Bei Nenngeschwindigkeit 1.100 m/s sieht die Leistung im Vergleich so aus:

Patrone Geschoß Masse
[g]
Anfangs-druck
[bar]
Lauf-
länge
[mm]
V0
[m/s]
GEE
[m]
± 5 cm
Reichweite
[m]
Reich-weiten-verlust
[m]
V300
[m/s]
Bahn300
[cm]

8x68S

Lutz Möller Geschoß spitz 8,2 150 650 1.100 236 274 0 831 -9,8
Lutz Möller Geschoß
alt
9,0 150 650 1.073 232 266 -12 808 -10,2
CDP 12,6 700 650 888 197 227 -47 652 -24,6
Partition 13,0 250 650 907 183 211 -63 656 -26,8
KS 14,5 250 650 853 185 224 -50 611 -30,5

Was wollen Sie da noch mit dem bummeligen Nosler Partition anfangen? Das hält doch keinen Vergleich aus! Nehmen Sie lieber ad Lutz Möller Lutz Möller Geschoß mit schwarzer Kappe! Nosler zu fördern liegt mir gar nicht am Herzen und auch Sie sollten die Bleizeit hinter sich lassen und schwarz-rot-gold schießen. Wegen fremder Daten wenden Sie sich bitte an die Hersteller oder schaffen sich QuickLoad an.

Waidmann heil, Lutz Möller,

Moin Herr Möller,

da ich an der Waffe baulich nichts verändert hatte und lediglich den Munitionshersteller wechselte, liegt der Verdacht, daß es an der Munition liegt, nahe. Dessen ungeachtet habe ich meine Waffe (man weiß ja nie genau) zum Büchsenmacher getragen, um die Gute mal durchzuprüfen. Zielfernrohr und Verbindung ( Zeiss 8x56 Diatal, Blaser Schwenkmontage) befinden sich in einwandfreiem Zustand und am Vorderschaft wurde auch nichts verändert. Auch an mir wird's nicht liegen, denn besagter Büchsenmacher erzeugte vergleichbare Schußbilder wie meiner einer. Da bleibt also nicht mehr viel anderes als die Munition übrig, würde ich sagen. Aber das nur am Rande. Auf Ihre Frage, was ich mit dem bummeligen Nosler Partition anfangen will? Ganz einfach jagen. Mit keinem anderen Geschoß habe ich so gute Erfahrungen gemacht, wie mit der bummeligen Partition. Ob da nun Blei drin ist oder nicht, ist mir echt einerlei, die Wirkung zählt. Ich will mit der Munition weder Geschwindigkeitsrekorde brechen, noch stören mich irgendwelche Rückstoßgeschichten. Was Sie gegen Nosler haben, ist mir zwar schleierhaft, aber jeder hat halt so seine Lieblinge, ich kann beispielsweise RWS nichts abgewinnen. So habe ich einen alten 98er Karabiner für die Drückjagd zum durchgehen mit dem Hund. Das Gerät schießt die billige S&;B Teilmantel sehr präzise, mit der RWS - Munition spürbar schlechter. Wie dem auch sei, ich danke Ihnen in jedem Fall herzlich für Ihre Mühen bezüglich meines kleinen Problems.

Viel Waidmannsheil 2007, Joachim Riegel.

Vergessener Fehler

Moin Lutz,

meine Plempe scheint es Dir ja angetan zu haben? Für hinten habe ich jetzt wieder eine neue Schraube mit originaler Länge, damit die zwei Muttern von unten mit 2-3 Gewindesteigungen mehr Halt finden. Der Schaft ist beim Schwiegervater um das Stück losen Vorderschaftes zu kleben. Freitag werde ich mal wieder fliegen lassen, vielleicht schießt Sie ja jetzt?

Gruß Ralf, Mittwoch, 17. Januar 2007 16:17

Mensch Ralf,

das hatte ich ganz vergessen, hätte ich aber nicht vergessen dürfen! Selbstverständlich kann eine Waffe mit klapperndem Vorderschaft nicht gleichmäßig treffen, auch wenn es nur ein loser Vorderschaftabschluß ist. Alle Teile müssen spielfrei und kraftschlüssig verbunden sein. Möglicherweise verursachte dieses Klapperteil die beobachtete Seitenstreuung von 10 cm auf 100 m. du hattest das zwar mal erwähnt, aber ich hatte das schon wieder vergessen. Bitte halte mich auf dem Laufenden, wie die Ergebnisse Freitag ausfallen.

Gruß Lutz,

Seitenstreuung

Moin Lutz,

Heute haben wir wieder fliegen lassen. Da zeigte sich das gleiche Drama wie gestern fernmündlich berichtet wieder. Der Lauf zeigt in eine andere Richtung als die Visierung! Nur um auch auf die Scheibe zu kommen begannen wir heute mal auf 50 m. Um Zielfernrohrfehler auszuschließen, bauten wir das ab. Kimme und Korn zeigen ins Ziel, durch den Lauf gepeilt würde ich auf 2 - 4 auf 2 Uhr tippen. Das heutige Ergebnis ist auf der Rundscheibe, das gestrige auf der Viereckscheibe.

Die Plempe streut seitlich

Seitenstreuung gestern

Verschiedene Treffergruppen gehören nicht auf EINE Zielscheibe

Seitenstreuung heute

Die gelbe 1 und die 4 auf 9 Uhr sind von einem der wirklich über Kimme und Korn schießen kann, die anderen 4 grünen Löcher von mir, der Auflage und dem Abkommen nach, hätten meine Treffer binnen einer Streichholzschachtel liegen müssen.

Monopol Welthölzer

Deutsche Monopolzündhölzer

Jetzt ist mein Latein am Ende, eine Saufeder ist auch aus Stahl und Holz. Ich schmiede wohl bald um!

Eine Saufeder, der Ger für das Schwein

Saufeder

Gruß Ralf, Sonntag, 21. Januar 2007 15:52

IT Guru

Informationstechnologieguru

Moin Ralf,

ich bin kein IT-Guru. Fernwirkende Wunderheilungen kranker Plempen über das Netzwerk bleiben mir verschlossen. Nachdem du nun ohne Zielfernrohr über Kimme und Korn und mit zwei Schützen in beiden Fällen die schon in Finnland '07 beobachtete erhebliche Seitenstreuung bei mäßiger Höhenstreuung beobachtetest und die Zieleinrichtung in beiden Fällen in eine andere Richtung als das Ziel zeigt, liegt nah als Ursache zu vermuten, der Lauf sei krumm. Das mit einem Blick zu beurteilen setzt Erfahrung voraus. Ich kenne niemanden, der solche Erfahrung hat.

Die andere Weise die Geradheit zu prüfen, wäre den Lauf auszubauen und auf einer Drehbank mittele eine Meßuhr auf Rundlauf bzw. Schlag zu prüfen. Die Ergebnisse sagen allerdings nur etwas über den Lauf außen aus, nicht innen. Wenn der Lauf innen krumm gebohrt, aber außen gerade ist, kann der Fehler so nicht ermittelte werden.

Du benötigst einen Büchsenmacher mit Drehbank und Erfahrung, der so vorgeht. Sicher gäbe es auch Möglichkeiten den Lauf optisch oder mit einem Taster zu vermessen, aber ich kenne Niemanden, der das könnte. Feinmechanische Werke können das.

Nachdem wir also nacheinander einige schwerer Fehler an der Waffe gefunden und ausgemerzt haben, bleibt noch dieser störende eine. Der nervt! Er verhindert die Waffe jagdlich bestimmungsgemäß zu gebrauchen. Du wirst also nicht umhin kommen, entweder den Lauf prüfen und ggf. richten zu lassen (Karosseriewerkstätten haben „Dozzer“, die das können) oder einen neuen einzuschrauben.

Bremse saß schief

An der Plempe war die Bremse schräg angebaut. Das darf nicht sein. Nun hat sie ein neue Bremse (nicht von mir)

Häßliche, zu lange Rückstoßbremse

Neue Rückstoßbremse

Hallo Herr S,

mit der Waffe war ich heute zum Schießstand. Mit Ihrer Munition schoß sie tief rechts, siehe nächstes Bild;

Zielscheibe mit Schützenmunition

Schützenmunition

Danach habe ich die Visierung verstellt und mit RWS KS geschossen, siehe nächstes Bild.

Zielscheibe mit Ausreißer

9,3x64 RWS KS Der eine Ausreißer stammt noch vom Einschießen. Die anderen Schüsse haben das erste Loch nur vergrößert.

Die Montage läßt sich einwandfrei ein- und aushaken. Bitte demontieren Sie die Waffe nicht. Die neue Bettung sitzt sehr exakt. Auch nicht an den Schaftverbindungsschrauben drehen; so wie jetzt ist alles spannungsfrei. Ich hätte Ihnen die Waffe auch gern gleich so ausgeliefert, aber da hatte ich von Ihnen noch kein ZF und keine Munition ! Ich hoffe, Sie können nun Ihr Rehwild auf 300 m bejagen und den ganzen Ärger um das Schnäppchen vergessen. Ich muß morgen nach Karlsruhe und kann demzufolge Ihre Waffe leider erst nächste Woche zurückschicken.

Mit freundlichem Gruß, H. G. Donnerstag, 22. Februar 2007 20:27

Na wer sagt's denn. Zum Schluß trifft die olle Mauser auf 100 m Loch-an-Loch. Was will man noch mehr!

Lutz Möller,

Nachtrag

Moin Lutz,

Das sind gute Neuigkeiten, ich meine zur Plempe. Meinen Nachnahmen bitte ich jedoch möglichst gleich aus dem Bericht zu löschen! An der Bremse hat es aber nicht gelegen. Hierzu melde ich mich nochmals wenn ich mehr Zeit habe, der Wahrschau wegen. Es bringt nichts der Bremse die Schuld zu geben, wenn es nicht daran gelegen hat.

Letzt lese ich auch noch XYZ-Mmunition. Das sind ja seelische Grausamkeiten und könnte den Eindruck vermitteln, daß meine handgeladene Munition schlechter als Fabrikmunition ist. Das waren 4,37 g 140 er hinter 17,5 g Speer Semi-Spitzer, sauber und ordentlich gebaut. Bitte schnell löschen/ändern!

Bis bald Wai Hei Ralf

Gebrauchtwaffenkauf

Die Lehre aus der Geschichte ist gebrauchte Waffen nur unter dem Vorbehalt zu erwerben, daß die anständig schießen und sich dessen auf dem Schießstand auch zu vergewissern. Das heißt als Kaufbedingung soll der Verkäufer die Eigenschaft zusichern die Waffe treffe auf 100 m binnen gewisser Streukreise und muß vereinbart werden, wenn die zugesicherte Eigenschaft nicht darzustellen ist, daß der Käufer die Waffe nicht abnehmen muß und die Waffe gegen Erstattung des Kaufpreises, sofern der vorher gezahlt wurde, zurückgegeben wird.

Wenn über das Internet gekauft wird und sich Verkäufer und Verkäufer nicht kennen lohnt ggf. Einen Rechtsanwalt einzuschalten, der ein Anderkonto eröffnet, auf den der zu entrichtende Kaufpreis in voller Höhe eingezahlt wird einen entsprechenden Kaufvertrag abzuschließen, bevor die Waffe versandt wird. Einer solcher der sich mit Waffen und der Jagd auskennt ist z. B.

Alexander Eichener
RAe Brüggemann &; Eichener
Kanzlei am Justizzentrum
Habsburger Straße 114
79104 Freiburg
Tel. 0761 / 21169-11

Ich habe das immer einfacher gehalten und mir die Waffe zur Ansicht schicken lassen und im Gegenzug einen Scheck geschickt. Manche Waffe habe ich dann nachdem ich sie in Händen hielt und versuchsweise geschossen hatte, gekauft, andere wieder nicht. Da ich mit den Verkäufern das jeweils vorher mündlich so vereinbart hatte, lief das auch immer ohne jegliche Schwierigkeiten ab. Wie immer im Leben gilt. Man kann über alles reden, und zwar vorher!

Sollte ein Streit über die tatsächlichen Leistungen entbrennen hilft z. B. vorher die DEVA als unabhängigen Gutachter zu benennen, die das Versuchsschießen durchführen soll. Außerdem muß eine Frist vereinbart werden, binnen derer die Prüfung erfolgen muß. Wenn die ohne Mängelrüge verstreicht, muß die Waffe abgenommen werden und der Anwalt den Kaufpreis an den Verkäufer auskehren. Eine Mängelrüge innerhalb der Frist hingegen soll entweder den Verkauf nicht zustande kommen lassen, oder eine unabhängigen Dritten als Gutachter einbinden, der wiederum binnen einer Frist die Leistung zu ermitteln und mitzuteilen hat. Ich könnte auch eine geeigneten Schützen vermitteln, siehe Einschießen.

In jedem Falle solle man sich vorher über einen eindeutig bedingten und zeitlich befristeten Ablauf einigen, damit man nicht wegen irgendwelcher allfälliger Störungen in ein endlose Zwickmühle gerät. Die Anwälte helfe gern, aber umsonst ist das nicht!

Den Ärger, den Ralf mit seiner Plempe nun hatte und die recht erheblichen Umbaukosten wären zu vermeiden gewesen. Auf der anderen Seite hat Georg mit seiner wackeligen Weatherby ein sagenhaftes Schnäppchen gefangen. Auf welcher Seite man am Ende landet, weiß man vorher nie, wenn man blind und unbedingt kauft. Der das vermeiden will kann ja auf die oben beschriebene Weise vorgehen.

Gruß Lutz,

7x64 streut

Sehr geehrter Herr Möller,

obwohl ich fast regelmäßig Ihre Internetseiten besuche und längere Zeit damit verbringe mich weiterzubilden, wollte ich eigentlich nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Nun aber doch. Einiges von den wiedergegebenen Lesermeinungen auf Ihren Seiten läßt einen den Kopf schütteln, manches ist schlicht unverständlich. Ich bin selber über das sportliche Schießen zur Jagd gekommen und lade meine sämtliche Munition wieder. Als Sportschütze bin ich mehrfacher Landesmeister in KW- und LW-Disziplinen. Das sagt nichts über die absoluten Fähigkeiten aus, denn unter Blinden ist der Einäugige König, aber ich weiß zumindest ungefähr, wovon die Rede ist. Wenn ich in Leserbriefen die Streukreise bewundern darf, die angeblich auf 300 Meter und mehr mit „normalen“ Jagdwaffen erzielt werden, kann ich nur blaß werden. Ich weiß, was Spitzenschützen wie z.B. W. Scholze erzielen können, aber das mit „Edelmaterial“ unter optimalen Bedingungen, d.h. im Liegendanschlag, vorn und hinten aufgelegt, mit 32-facher Vergrößerung, ohne Wind usw. Egal, manch einer scheint es besser zu können …

Dazu kommen noch „jagdliche“ Entfernungen, zu denen mir nichts mehr einfällt. Schießen auf diese Entfernungen ist unter jagdlichen Bedingungen fast nicht mehr kalkulierbar. Das ist für mich eine falsche Entwicklungsrichtung, aber auch nur meine persönliche Meinung.

Jetzt zum Thema: Meine ersten Erfahrungen mit Ihren Lutz Möller Lutz Möller Geschoß machte ich, als mich ein Jagdfreund bat, die für ihn zu verladen. Dieser schreibt jetzt seine Beiträge als „Hein Mück“ und Sie wissen warum. Er schießt eine R93 im Kaliber 9,3x62, und das, wie viele andere auch, mit auf Anhieb hervorragender Präzision, zunächst mit den von Ihnen vorgegebenen Ladedaten. Nachdem ich die Hülsen zum erneuten Laden zurückbekam, wurde mir doch ganz anders. Ungefähr 10% der Zündhütchen wiesen eindeutig Zeichen überhöhten Gasdrucks und Durchbläser auf – und das in einer R93!

Lapue 9,3 x62 Stoßbodenabdruck auf Blaser R93 Verschluß

9,3x62 Abdruck auf R93 Stoßboden

Blaser R93 Radialbundverschluß von rechts

R93 Radialbundverschluß

LM: Welche Zündhütchen?


Ich lade für ihn, weil es ein guter Bekannter ist und nicht, weil ich ihn loswerden will, also habe minderte ich Ihre Ladungen. Ein paar Meter/Sekunde sind einfach unwichtig, wenn man an die Gesundheit des Schützen denkt. Alle Ihre Ladungen liegen am oberen Limit, aber es gibt Abweichungen, auch nach unten und es gibt alte Waffen, deren Zustand keiner so genau kennt. Daran sollten Sie vielleicht öfter denken, wenn Sie Ihre Höchstladungen als das Nonplusultra empfehlen. Aber jeder Wiederlader handelt ja eigenverantwortlich …

Vom Lutz Möller Geschoß-Fieber gepackt, bekam ich auch einige 7 mm Geschosse in geschenkt. Ich habe einen Repetierer RWS-Rößler „Titan 6“ in 7x64 mit 610 mm Lauflänge. Ein schlichtes, gutes Gebrauchsgewehr, aber mit einem Superabzug. Ich gehe damit auch in den Wald und nicht auf eine Ausstellung.

Mit den 7 mm Lutz Möller Geschoß habe ich gleich eine Ladungsleiter geladen und geschossen. (Ich „lade“ und „stopfe“ nicht, darauf lege ich Wert. Wer nur „stopft“ braucht auf Dauer verdammt viel Glück!)

LM: Welche Höchstladung? Welche Schritte? Wieviel Stufen?

Es war eine einzige Katastrophe. Streukreise von bis zu 120 mm, der beste ~ 60 mm.

LM: die Ladungsleiter ist nicht bestimmt Streukreise zu ermitteln, sondern um Ladungsempfindlichkeiten zu erkennen. Am besten lesen Sie Ladungsleiter noch mal nach. Bei Fragen zum Verständnis helfe ich gern.

Für meine Begriffe einfach unbrauchbar. Als ich schon an mir und meinem Gewehr zweifelte, lud ich die von Ihnen belächelten Geco Teilmantel Target: Zweimal Loch in Loch und ein Schuß 20 mm daneben! Also weder ich noch die Waffe!

7 mm Geco Target und 7 mm KJG Patronen

7x64 Munition oben mit 7 mm Lutz Möller Geschoß unten Geco Target

Nebenbei: Diese Munition nutze ich auch zur Jagd.

LM: Das sollten Sie nicht, denn die viel zu weichen Geco Target bietet zu große Zerstörung bei kleinen Tieren, zu wenig Tiefenwirkung bei großen Tieren. Es sind Scheibengeschosse!

Ich hatte bis jetzt 2 „Fluchtstrecken“, 15 m nach einem schlechten Leberschuß (im Stehen von einer Leiter) und 8 m nach einem Herzschuß. Alles andere lag im Feuer. Allerdings schieße ich nur, wenn alles paßt. Wenn ich nur schießen will, gehe ich auf den Schießstand und loche Papier. Ihre Geschosse werde ich zumindest in 7 mm nicht weiter probieren. Ich habe auf Ihren Seiten auch nur einen Jäger gefunden, dem es ähnlich erging. Anderes Pulver, andere ZH, andere Hülsen … sind die Theorie, aber der Aufwand lohnt sich für mich nicht, da ich mit anderer Munition zufrieden bin. Ich hoffte, daß Bessere könne des Guten Feind sein, denn ich bin auch
„Präzisionsfanatiker“, aber es sollte nicht sein.

Ich besitze noch einen Wechsellauf in 9,3x62. Mit diesem habe ich nach wirklich langem Probieren eine brauchbare Präzision erreicht, allerdings weit unter Ihren Ladeempfehlungen.

LM: Gewöhnlich kommen die Lutz Möller Lutz Möller Geschoß mit der empfohlenen Ladung auf Anhieb zurecht. Ein Grund sind die über die Menge vergleichsweise sehr gleichbleibende geringe Einpreßkraft in den Kegel, sieh dort die im Vergleich sehr geringe Standardabweichung sigma.

Danach habe ich damit nur ein Stück Damwild gestreckt (0 m Flucht), bin also nicht aussagefähig. Auffällig war nur der gewaltige Kugelriß im Boden. Man sollte also unbedingt auf einen sicheren Kugelfang achten!

Ich erwarte keine Antwort von Ihnen, denn Fragen habe ich nicht gestellt. Außerdem ist Ihre Freizeit ebenfalls begrenzt. Über manches sollte man allerdings nachdenken, vielleicht auch nicht alles veröffentlichen, denn Jagdgegner lesen auch auf Ihren Seiten. Wenn Sie meine Meinung veröffentlichen wollen, bitte gern, aber ohne Namen und ohne E-Mail-Adresse.

„Hein Mück“ ist mir eine Lehre. Übrigens stellt er seine 6 mm BR jetzt auch auf Lutz Möller Geschoß um.

Mit freundlichen Grüßen, ohne Namen , Donnerstag, 22. März 2007 15:17

Sauer 90 streut

Warum?

Lutz,

hier, wie besprochen, das Ergebnis des ersten Versuches mit den 10g-Geschossen. Zwischen den Schüssen ~ jeweils 3 Min. Abkühlzeit. Streuung 11 cm. We are not amused.

Streuerei aufder Zielscheibe

4,58 g Pulvereinwaage

Am  der Ladebank

4,8 g R901 waren zu viel. Das Geschoß ließ sich nicht festsetzen. Da muß ein schnelleres Pulver her, vielleicht TU2000

Zum Vergleich die erste 4er Gruppe mit 12g-Lutz Möller Geschoß (5 cm).
Erste Gruppe

Auch nicht berauschend, aber ohne Wartezeit geschossen (außer zwischen Schuß 3 und 4).

Ich melde mich bei Dir am 16. oder 17. April. Bis dahin, Dir und Deiner Familie ein frohes Osterfest und viel Spaß in Schottland,

Hartmut, Mittwoch, 4. April 2007 19:32

Hartmut,

ich hatte gerade eine andere Sauer 80 in der Hand die nicht schoß. Zunächst war die hintere Schaftschraube nicht fest und außerdem, wie ich soeben feststellte, die vordere ZF Montage weder gelötet noch geklebt. Solche Waffen können nicht treffen. Was also ist bei deiner Plempe. Auf die Munition zu schauen hat bei 12 cm keinen Sinn. So schlecht wird Munition kaum sein. Der Fehler liegt an der Waffe oder am Schützen. Wenn ich aus Schottland zurück bin, sehe ich mir das Ding mal an. Ich vermute, da wird etwas locker sein und klappern. Wir müssen alles in Frage stellen und prüfen!

Wir schießen dann auch über Kimme-Korn, weil häufig die Zielfernrohre nicht vollkommen fest sind!

Gruß Lutz,

Pfusch → Pleite

Hallo,

habe ihre Bremse erworben, und ich muß sagen, Sie paßt nicht auf dem Lauf meiner .300" Mag. Weatherby. Der Lauf ist zu dünn, oder das Gewinde zu groß? Was kann ich tun? Wäre nett, wenn ich eine Antwort erhielt!

MfG Jendrny,  Donnerstag, 26. April 2007 19:45

Hallo, Herr Möller

der .300" Wby Lauf hat 14 mm Durchmesser. Leider hat mir mein Büchsenmacher die hdp-Bremse falsch angebaut. Sie flog nach dem dritten Schuß weg, und ich fand sie nicht mehr. Wieder einmal Pech gehabt! Ich muß aber sagen, daß mir der Knall mit Bremse etwas zu laut war, und der Rückstoß nicht richtig merklich gemindert wurde. Vielleicht merkt man es erst nach 20 - 50 Schuß hintereinander. Jedenfalls habe ich jetzt einen an der Mündung demolierten Lauf. Der Pfuscher von Büchsenmacher hat vorher versucht die Bremse anzukleben und mittels Schraube mit Einbohrung am Lauf zu befestigen. Aber als er merkte, damit die Bremse schief drauf setzte, lötete er sie einfach drauf, nachdem er von mir das O.K. bekam. Was kostet eine Neue, oder was kostet die andere die leiser ist?

Mit freundlichen Grüßen, Peter Jendrny, Mittwoch, 2. Mai 2007 08:43

Tag Herr Jendrny,

Hatte ich Ihnen denn auf Ihr Schreiben vom 26. April nicht geantwortet? Ich finde nichts! In Feingewinde steht sehr deutlich, der mindeste Durchmesser um noch ein tragfähiges M15x1 Feingewinde zu schneiden beträgt 14,8 mm. Der Solldurchmesser beträgt dagegen 15 mm. Hatten wir darüber gesprochen? Ich glaube nicht, denn die Maße stehen fest und mit riesigem Spalt können Sie weder fluchtend und mittig löten noch kleben.

Daß Ihnen die Bremse zu laut ist mag wohl sein, ist ja Ihr Ohr. Sie schreiben auch nicht, wie land Lauf ist. Besonders kurze Läufe mit hohem Mündungsgasdruck und der Schallquelle nah am Ohr knallen aus eben den beiden Gründen laut. Irgendwie erinnere ich mich schwach, als hätten wir gesprochen und Ihr Lauf war kürzer als üblich (65 cm für die .300" Wby.

Ihre Bewertung, die hdp-Bremse würde den Rückstoß nicht merklich mindern, wider spricht den Messungen. Ich hab letztens in an einem schönen Nachmittag in Wannsee solch eine Waffe geschossen und empfinde Sie als sehr angenehm:

Gregor schießt wie in junger Gott! Einwandfrei, nicht aus der Ruhe zu bringen

Schaftverschnittene .300" Wby. mit 7,62 mm hdp Bremse an einem schönen Nachmittag in Wannsee

Ich vermute Schußangst und Mucken. Aber wie kommen wir nun weiter? Eine neu Bremse mit kleinerem Gewinde wäre zu fertigen, aber zu den doppelten Kosten der üblichen Bremsen, also teuer. Nicht lauter als das unbewehrte Gewehr sind hingegen Feuerschlucker oder Gehörschützer.Die kosten zwar dreimal so viel, wie eine Rückstoßbremse, aber nützen auch mehr. Ich würde Sie dann allerdings bitte die Waffe zwecks Anpassung und Anbau zu einem von mir zu benennenden Fachbetrieb zu senden, damit solch Pleiten ausgeschlossen werden.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Halber Meter

Uwe Grabowski berichtete heute, seine BBF streue mit 5,6 mm Lutz Möller Geschoß aus 5,6 x 50 R Magnum auf 100 m auf einen halben Meter, während RWS Werksmunition vernünftige Trefferbilder liefere. Ich empfahl ihm seine Drallänge zu messen. Er sagte allerdings, die Einschlaglöcher seien rund. Bilder liegen nicht vor. Er meinte, seine Voere wäre dafür bekannt mit schweren Geschossen nicht zu treffen. Damit sind selbstverständlich lange Geschosse gemeint. Er will nun messen. Mal sehen, woran die Störung bei dieser Waffe nun wieder liegt.

Lutz Möller, 14. Mai 2007,

Waffe streut über den Bierdeckel

S. g. Hr. Möller,

da ich in der 6,5x57 in der Steyr Luxus u. Mauser Oberndorf mit dem neuen Geschoß auf der Zielscheibe ein schlechtes Schußbild (15 cm Streukreis ) habe, befürchte ich das auch bei der .30" R Blaser.

Ich habe mit dem alten Lutz Möller Lutz Möller Geschoß sooo gute Erfahrungen gemacht, das es schade wäre wenn es dieses Geschoß zukünftig nicht mehr gäbe. In Ungarn habe ich mit Berufsjägern einige Stücke geschossen und die waren so begeistert, das die auch dieses Geschoß möchten.

Meine Meinung zu den alten Geschossen ist: In der 5,6x50R. Mag. + 30"R. Blaser wirkt dieses Geschoß auch bei den schlechtesten Treffern (LM: z. B. Weichschuß) so gut wie kein anderes und wenn ich in Mitteleuropa alles jagen kann u. ich jedes Stück Wild bekomme, warum sollte man was anderes nehmen. Das ist auch die Meinung in meinen Freundeskreis die alle Dein  Lutz Möller Lutz Möller Geschoß verwenden.

Mit freundlichen Grüßen, Robert Freisinger , Mittwoch, 30. Mai 2007 08:42

Affen in der Schubkarre in Liberia

Du kannst ihn waschen oder schminken, Affe wird nach Affe stinken!

Tag Herr Freisinger,

wenn mich nicht der Affe laust, fürchten Sie in die falsch Richtung. Bittel lesen Sie Waffe streut und prüfen, ob Sie alle vorrausgesetzten Bedingungen für ein einwandfrei schießende Waffe gegeben sind. Die 6,5 mm Lutz Möller Geschoß werden recht viel genutzt und mir sind bislang noch keine Klagen gekommen. Insofern vermute ich mit gute Grund die Ursache für die streuenden Waffen anderweitig. Ich habe mit Werner Aichwalder bei Ihnen in der Nähe, der große Erfahrung mit den Lutz Möller Geschossen und davor auch mit anderen Geschossen in vielen Kalibern und Waffen hat, vereinbart, Sie können Ihn anrufen und um Erfahrungsaustausch nachuchen.

Ich selbst führe keine 6,5x57 oder .30"R Blaser, konnte aber letztens in Wannsee ein BBF95 in .30"R Blaser mit einem guten Schützen zusammenhängende Löcher auf der Zielscheibe begutachten.

7,62 mm KJG bringt aus der .30" R Blaser zusammenhängende Löcher auf die Zielscheibe

Oben Mitte 5 Schuß .30" R Blaser

Leider sind auch auf dieser Zielscheibe verschieden Gruppen geschossen worden. Gemeint ist das Kleeblatt oben in der Mitte. So soll eine Jagdwaffe auf 100 m treffen. Mehr dazu steht in Lutz Möller Geschoß-Genauigkeit. Ich bin mir sicher, mit vereinten Kräften, klugen Gedanken, kühlen Mutes und und einer ruhigen Hand, werden wir diese Störung aufhellen und ihr Ursachen abstellen könne. Rufen Sie mich oder Werner Aichwalder nur an. Wir helfen gern.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Geschichten, die das Leben schrieb!

Moin Herr Möller,

ich hatte ja mal von meinem Maibock und der .270" Win von RWS-Rößler berichtet. Die Waffe hatte Ihnen so gut gefallen, das Sie sie auf Ihren Seiten zeigten.

Nachdem ich sie kaufte und sofort auf Lutz Möller Lutz Möller Geschoß einschoß, hatte ich mit den Schußgruppen nicht besonders viel Glück. Unter 3 - 4 cm wollte nichts gehen. Das habe ich dann irgendwann hingenommen, weil es halt Läufe gibt, die schwierig sind. Aber Lutz Möller Lutz Möller Geschoß nur auf Pappe zu schießen ist auf Dauer auch ein wenig kostspielig.

Nach einiger Zeit besorgte ich mir dann aber ein paar billige Hornady Interbond Bleigeschosse besorgt, mit denen ich das Thema Präzision noch einmal angehen wollte. Nach der 2 Ladungsleiter glaubte ich dann eine „Gruppe“ von 2 (!) Ladungen gefunden zu haben, die süß erschienen. Um ein wenig Zeit zu sparen, fuhr ich mit 5 Patronen dieser gefundenen Ladung zum Schießstand meines BüMa Kuhlmann. Das Ergebnis war ernüchternd. Streukreise von 5-6 Zentimetern ergeben sich.

Der zweifelnde Meister führte das sofort auf selbstgestopfte Munition (an der er nichts verdienen kann) zurück. Daraufhin stopfte er Fabrikmunition von Norma in das Schießgerät und schoß einen Streukreis von >10 cm.

Verdacht: Waffe klappert!

BlechDas Ergebnis der Untersuchung war: Der Vorbesitzer schraubte eine Leupold-QR-Montage, die eigentlich für die Sauer 202 gedacht war auf mein Gewehr. Da die Montagesockel aber unterschiedlich hoch sind, mußte er dies ausgleichen, indem er unter das ZF vorne zum Ausgleich ein wenig Blech stopfte und das ganze dann in die Ringe stopfte (siehe Bild rechts). Dann überdrehte er auch noch die Schrauben, die den Sockel ans System heften. BüMaMeister Guido hat's gerichtet, mit Lutz Möller Geschoß eingeschossen und 1,3 cm Streukreis von geschossen.

Schluß: Schießt du mit Lutz Möller Geschoß, kannst du eine klapprige Kanone schlecht erkennen!

Liebe Grüße, Jan Großterlinden, Freitag, 22. Juni 2007 19:33

Trefferbild

Tag Herr Großterlinden,

Ihren Schluß verstehe ich zwar nicht aber darauf kommt es hier nicht an. Die Lehre muß sein. Der Vorbesitzer, oder dessen Büchsenmacher, war ein Pfuscher aber Ihr Herr Kuhlmann ist ein Fachmann, der sich auf Fehlersuche versteht. Seine Bemerkung gegen handgeladene Munition wollen wir hier, aus dem Zusammenhang gerissen, mal nicht so ernst nehmen. Sie hat ihm im Übrigen ja auch nicht den Blick für's Wesentliche getrübt. Darauf kommt es an.

Die außerordentlich schlechten Ergebnisse der Norma Werksmunition sind nach dem Gehörten auch kaum den Schweden anzulasten, sondern dem Pfuscher.

Der Normageschäftsführer wies mich in einem Gespräch kürzlich mit Stolz auf die neueste große Leistung seiner Munition hin.

Norma: 2007-05-09: Weltrekord mit 6XC eingestellt

Beim heute in Tschechien abgehaltenen Europacup-Wettkampf erreichte Stefan Ahlesved von Team Norma beim Bewerb 300 m liegend 60 Schuß das Maximum von 600 Punkten mit der neuen 6XC aus der ersten Serienfertigung. Herzlichen Glückwunsch!

Auch der Gewinner des 2005er Lapua Snipe Cups klagte nach seinem Wechsel von mir zu Lapua sein Wiederladereleid, daß zunächst die Lapua Werksmunition besser schoß als seine Handladungen. Man soll als Wiederlader die Werksmunition nicht abtun. Die guten Hersteller (wie . z. B. Norma, RWS, Lapua) haben ihre Werke gut im Griff. liefern erstklassige Munition. Besser zu sein ist nicht einfach. Der wirklich Vorteil der Handladerei liegt darin, andere Ladungen zu bauen, als die Werke anbieten und, oder die Munition mittels Ladungsleiter auf die jeweilige Waffe abzustimmen. Das ist für uns Jäger mit dünnen Läufen eine sehr wirtschaftlicher Weg. Sportler mit bald armdicken Rohren (Ich übertreibe), die ihrer hohen Eigenfrequenzen wegen und der daraus folgenden winzigsten Ladungsstufen, oft nicht mehr zu wiegen und einzustellen sind, ist der Wege manchmal daher verwehrt. Wie man obigem Weltrekord entnehmen kann, wirkt sich da nicht unbedingt als Nachteil aus.

In Lutz Möller Geschoß Genauigkeit ist nachzulesen, was das Geschoß kann. Das LM-105 Dominator hat bei international besuchten Scharfschützenwetbewerben drei Jahre in Folge gezeigt, daß es in einer eigenen Klasse fliegt. Der Gedanke ein Waffe schösse des Lutz Möller Lutz Möller Geschoß wegen nicht gut ist eher abwegig. Dabei darf nicht verschwiegen werden, daß nicht jede Waffe-Geschoß-Zusammenstellung gleich gut trifft und das Lutz Möller Lutz Möller Geschoß nicht von vorn herein das Optimum sein muß. Jagdlich brauchbar schießt es allemal. Seine Vorteile bei Flug und Wirkung gibt es sonst nirgendwo. Insofern kann man sich schon drauf verlassen.

Leider kann man sich bei gebrachten Waffen nicht auf deren einwandfreien Zustand verlassen. Im Gegenteil werden Waffen oft verkauft, gerade weil der Besitzer und dessen Büchsenmacher di nicht in den Griff kriegen, weil sie die Fehlersuche nicht beherrschen. Insofern freut mich die Geschichte mit Herrn Kuhlmann, der einer solchen Gebrauchten deren schlimmes Geheimnis entlocken und das Übe abstellen konnte.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Schlußfolgerung

Hallo Herr Möller,

Jan Großterlinden schrieb hier:

"Das Ergebnis der Untersuchung war: Der Vorbesitzer schraubte eine Leupold-QR-Montage, die eigentlich für die Sauer 202 gedacht war auf mein Gewehr. Da die Montagesockel aber unterschiedlich hoch sind, mußte er dies ausgleichen, indem er unter das ZF vorne zum Ausgleich ein wenig Blech stopfte und das ganze dann in die Ringe stopfte (siehe Bild rechts). Dann überdrehte er auch noch die Schrauben, die den Sockel ans System heften. BüMaMeister Guido hat's gerichtet, mit Lutz Möller Geschoß eingeschossen und 1,3 cm Streukreis von geschossen.

Schluß: Schießt du mit Lutz Möller Lutz Möller Geschoß, kannst du eine klapprige Kanone schlecht erkennen!"

Mit seinem Schluß meinte er soviel wie: „Die Waffe schoß eigtl. ganz schlecht, aber die guten Lutz Möller Lutz Möller Geschoß überdeckten die Malaise. Ein paar billige Hornady Interbond Bleigeschosse brachten das ganze Drama dan zum Vorschein.“.

Das sollte wahrscheinlich ein Lob auf die Lutz Möller Geschoß sein, kam bei Ihnen aber wohl nicht so an.

Noch einen schönen Sonntag.

Servus , Uwe, Sonntag, 24. Juni 2007 10:18

PS: Erbitte bezügl. Namen Verschwiegenheit, daher nur den Vornamen anzugeben

Moin Uwe,

danke für den Zuspruch. Ich muß Jan mal fragen, ob das so gemeint war. Die Gelegenheit nutze ich Erfahrungen der Industrie zu Munition weiterzugeben. Dort werden Patronen in drei Klassen eingeteilt:

  1. 10 Schuß Geschwindigkeitsstandardabweichung < 3 m/s

  2. 10 Schuß Geschwindigkeitsstandardabweichung 3 - 5 m/s

  3. 10 Schuß Geschwindigkeitsstandardabweichung 5 - 8 m/s

Die Erste Klasse ist erstklassig, Ihre besonderen Leistungen werden nur erstklassige Waffen zeigen können.

Die Zweite Klasse schießt auch noch aus durchschnittlichen Waffen ordentlich. Dort liegt die Menge. Aus besseren Waffen sieht man mit der Munition noch geringe Verbesserungen

Die Dritte Klasse schißt nur mäßig, selbst erstklassige gute Waffen könnend das Ergebnis nicht verbessern.

Alles darüber ist Mist. Eine Vierte Klasse gibt es nicht, sondern nur noch die Mülltonne.

Ebenfalls einen schönen Sonntag. Wie feiern jetzt Töchterchens gelungenes Abitur. Ich muß fort.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Moin Herr Möller,

Uwe hat natürlich recht mit seiner Bemerkung. Ich habe die Schlußfolgerung halt ein bißchen ironisch gemeint. Das ist wohl nicht wirklich gut rübergekommen. Eine Plempe bei Verwendung von Blei mit 6 - 7 cm Streukreis, die mit Lutz Möller Lutz Möller Geschoß nur 3 - 4 cm streut, wird als Plempe eben schlechter erkannt, wenn man sie niemals mit anderer Munition, als eben Lutz Möller Lutz Möller Geschoß, schoß. Daß das natürlich kein Nachteil der Lutz Möller Lutz Möller Geschoß sein kann, ist doch wohl klar, oder?

Liebe Grüße, Jan Großterlinden, Sonntag, 24. Juni 2007 20:01