Kipplaufwaffen

Ein- oder mehrläufige Waffen mit abkippendem Lauf(bündel)

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Heym Doppelbüchse in .450" Nitro Expreß 3¼ Zoll

Welche Waffe soll ich führen? | Munitionswahl | Bockdrilling | Drilling | Kronendrilling | Berg- und Talstutzen | Tschechische Doppelbüchsen |

Welche Waffe soll ich führen?

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin bereits älter, habe vor kurzem die Jägerprüfung bestanden, besitze einen Drilling 7x65R mit 1,5 - 6 x Zielfernrohr und möchte künftig auf Schwarzwild, Damwild und Rehe, jagen. Nun stehe ich vor den Fragen:

  1. Soll ich den Drilling mit einem ZF für die Dämmerung aufrüsten?

    LM: Wenn das ZF ein 42 mm Objektiv hat, dann wir die Austrittspupille bei 6-facher Vergrößerung 42 / 6=7 mm groß sein. Die Augen älterer Menschen sind selten in der Lage ihre Iris noch weiter zu öffnen, so daß Sie auch mit einem Glas mit größerem Objektiv nicht mehr Licht erhalten würden. Gleich wohl würde in größeres Objektiv Ihnen mehr Sichtfeld und damit Überblick bieten, aber nur wenn Sie bei 6-fache Vergrößerung blieben. Ein 8x56 wäre in dem Sinne nicht vorteilhaft, sondern nur ein variables, daß Si in der Vergrößerung runterdrehen oder das Kahles 7x56mit Absehen 4 oder ähnlich, jedenfalls nicht 1.

  2. Welche Geschosse soll ich verwenden ? oder

    LM: Für Ihre Zwecke Schwarzwild, Damwild und Rehe stecken Sie in der in Deutschland üblichen Zwickmühle sowohl kleine, aber auch große Tiere waidgerecht strecken zu wollen. Die gewöhnlichen weichen Bleigeschosse zerstören aus der flotten 7x65R kleine Tier zu sehr, entwerten das köstlich Wildpret, aber dringen in große Tiere nicht genügen tief ein, um in den Fällen erforderlicher Nachsuchen, den Ausschuß zu gewährleisten, der ihnen die hilfreiche Schweißspur bietet. Aus heutige Sicht nehme Sie ein Lutz Möller Geschoß für ihre 7x65R. Damit rüsten Sie sich für alles hiesige Wild, aus jedem Winkel, auch mit kleinen Hindernissen und können des Ausschusses versichert sein.

  3. Soll ich den Drilling so lassen wie er ist (z.B. für die Drückjagd) und

    LM: Mit der 7x65R haben Sie ein gute Drückjagdpatrone auf bewegtes Wild, weil das schnelle Geschoß durch kleine Vorhaltewinker ermöglicht, gut zu zielen und damit zu treffen.

  4. oder mir gleich eine neue Waffe mit einem ZF für den Abendansitz zulegen.

    LM: Der Drilling ist auch nachts gut genug, die 7x65R Patrone ebenfalls. Mit Lutz Möller Geschoß für ihre 7x65R erlegen Sie damit alles Wild innerhalb auch weitere Entfernungen waidgerecht. Sie brauchen nichts anderes. Aus Spaß und Dollerei können sie sich zwar vom Jäger in einen Waffensammler verwandeln, aber besser treffen werden Sie deshalb noch lange nicht. Um gute Leistungen zu erbringen, müssen Sie mit ihrem Gerät im Schlaf vertraut sein. Das ist in der Regel mit einem Gerät einfacher, als mit vielen. Wenn das eine Gerät der vorhanden Drilling ist, dann wäre das gut; nicht weil es ein Drilling ist, sondern weil Sie ihn haben und sich daran gewöhnen. Allerdings muß di Schäftung passen. Das ist bei bewegtem Schießen von größer Wichtigkeit ales andere.

  5. Wenn ja - vor allem welches Kaliber würden Sie mir empfehlen und welche Geschosse ?

    LM: Ich empfehle in der Regel Repetierbüchsen, da die günstig zu erstehen sind und meist gut schießen; nicht weil Sie ein Magazin haben, denn der Jäger schießt ja meist sowieso nur ein Mal. In Jagdpatronenwahl begründe ich mein Empfehlungen zu 6,5x65, 7x64 und 8x68S, die aber Vielen schon zu heftig und zu laut ist, obwohl sie in hervorragende Patrone ist, deren Leistung schwer zu übertreffe ist. Die von vielen Jägern gern geführte 9,3x62 ist für allgemeine Anwendungen etwas langsam, aber für den Abendansitz oder die nächtliche Sauenjagd ebenfalls gut geeignet. Auf Drückjagden wird Sie lieber als eine 7 mm Patrone gesehen. Mit Lutz Möller Geschoß ist die Naserümpferei über kleinkalibrige Waffen zwar fehl am Platz, aber da die KJG noch neu sind und viel Jagdherren die noch nicht kenne, gleichwohl überkommene Vorurteil. Wenn Sie also auf Einladungen angewiesen wären, könnte Otto Bocks 9,3x62 Ihnen helfen. di Patron eist weit verbreitet und selbst In Afrika weit erhältlich; dafür baute Otto Bock in Berlin sie ja mal!

Bevor ich eine Entscheidung treffe, wäre ich für Ihren Rat sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Michael Becker, Donnerstag, 17. Juni 2004 14:58

Herr Becker,

Gedankenspielereien eines Jungjägers folgen aus dem üblichen Gemenge von Absicht und Kenntnissen, wie die meist in Ihrer Lage auftreten. Statt Ihre Geldbörse zu strapazieren, es sein denn, das bereite Ihnen ungehemmte Freude, sollten Sie besser Erfahrungen sammeln, beobachten und Ihre Schlüsse ziehen. Ich helfe dabei gern. Reizen Sie Ihren Drilling mitsamt dem Glase erst mal aus, bevor Sie einen Schritt weiter gehen. Legen Sie mal tüchtig Strecke, zerwirken das Wild und sehen sich an, was Sie anrichten und denken darüber nach. Mein einziger Rat heute besteht darin Lutz Möller Geschosse zu verwenden, gerade aus der guten und bewährten 7x65R. Waffe und Patronenhülse bleiben beim Schützen, wenn nicht gerade aus einer Blaser R93 ,,Sicherheitsrepetierbüchse" der Verschluß dem Schützen in Gesicht knallt. Insofern ist das Geschoß viel wichtiger alles andere. Da sollten Sie schon das Richtige wählen! Bedenken Sie Ziel-, Tiefen- und Wundwirkung, bevor Sie irgendwelche untauglichen Bleigeschosse verwenden, der Leistung unbestimmt bleibt! Die Bleizeit hätte, wenn damals schon Drehautomaten vorhanden gewesen wären, mit dem Schwarzpulver abgelöst werden sollen. Der Wechsel vom giftigen und untauglichen Blei weg ist lange überfällig. Gesetzlich wird er in Schweden ab 2006 vorgeschrieben. Ich vermute mal, wir werden das auch noch begreifen.

Willkommen in der Jägerschaft, Lutz Möller 17. Juni 2004

Lutz Möller Geschosse

Guten Morgen Herr Möller!

Ich möchte Ihnen zu Ihrer Seite gratulieren!! Was Sie da alles zusammengetragen haben! Ich hoffe das Sie Ihre Lutz Möller Geschosse auch nach Österreich versenden. Versandkosten?

Bestellung:

100 St 6,5 mm KJG für 6,5x65
100 St 7,6 mm KJG für .30-06 und .300" RUM

Es wäre auch schön wenn Sie in 7,6 mm auch längere Geschosse anbieten würden. Das würde doch für die „schrecklich kurzhalsige” und alle stärkeren .30er einen besseren BC bringen. Ein Beispiel: Mein Freund hat eine .300" RUM und jagt damit in seinem Gebirgsrevier auf weite Entfernung Hirsch und Gams. Mit einem schwereren KJ-Geschoß könnte man sicher den riesigen „Hubraum” besser nützen. Die Schußleistung mit Fabrikmunition ist hervorragend: 5 Schuß 3 cm auf 300 Meter! Aber die herkömmlichen Geschosse machen bei Knochentreffer ziemlich große Löcher ins Wildpret. Jetzt bin ich neugierig was die KJG können. Das Mündungsfeuer ist bei einem 8,8 g Geschoß sicher toll. Außerdem freut mich, daß die Bleibelastung aus dem Wildpret verschwindet, da ich viel Wild selbst verwerte.

Meine Rehe und Sauen schieße ich übrigens mit der .30"- 06 10,7g BalistikTip bei 850m/s V0 Ich habe keine Schwierigkeiten mit großen Fluchtstrecken obwohl ich bei Rehen möglichst nicht aufs Blatt schieße. Nur über 200 Meter wird's mit dem Darüberhalten trotz Entfernungsmesser zäh. Dennoch ist die Schußwirkung auch auf 250 m bei Reh umwerfend. Schmalreh mit Lungentreffer am Anschuß. Auch alle Sauen (zumindest die die ich auch getroffen habe) sind nicht mehre weit gekommen. 15 Stücke mit 20-100 kg hatten immer mit Ausschuß Fluchtstrecken bis weitestens 80 m. Guter Schweiß.

Das einzige was mich an der 30-06 wirklich stört ist, des fehlenden Randes wegen fällt sie aus der Blaser BBF beim Nachladen nicht von selbst heraus. Ich hätte die Ende Juli kam die Kipplaufbüchse von Blaser, die ich im Januar bestellt hatte. Dein 6,5x65 R Geschoß gefällt mir. Einen Bock habe ich damit vor dem Urlaub noch erwischt - auf 170 m ~ 50 m Flucht bei genauem Hochkammertreffer (mag ich am liebsten so, keine Organverletzungen). Du empfiehlst zum genauen Einschießen die Ladungsleiter. Wie kann ich als Nicht-Wiederlader dies bewerkstelligen? (Ich würde, wenn sinnvoll, deswegen auch gern mal in den Norden fahren.)

Liebe Grüße und Waidmannsheil, Fritz Heimsoeth, Montag, 30. August 2004 16:42

Zitat: Original erstellt von Bärentöter:

Wer heute noch nachplappert: „Kipplaufwaffen nur mit Randpatronen” sollte als Papagei zum ZOO gehen.
P.

.... bis Dir das erste mal bei einer Randlosen die Micky Maus Ausziehkralle einer Blaser-Kipplauf durchfährt wie durch Butter, da sich die Hülse am wie der Teufel rostenden Lager festgefressen hat. Wennst dann 3 Putzstöcke zertrömmelt hast und zum Büxenmacher marschieren mußt, dann denkst anders. Putzfetischisten kann das natürlich nicht passieren, aber manch einer stellt halt härter Ansprüche an seine Spradern. Es geht nicht um randlos oder nicht, sondern um die ausreichende Dimensionierung der Ausziehkralle und das sind die Randlosen in der Regel benachteiligt und gerade bei Blaser würde ich das einfach als Fehlkonstruktion ansehen.

So schauts aus! Hürsch, 9. Februar 2005 14:55

Munitionswahl

Hallo Herr Möller,

mit großem Interesse las ich die vielfältigen Informationen auf Ihrer Seite. Bei der Fülle bin ich mir aber nicht sicher, ob ich auch alles für mich richtig verstanden habe, daher möchte ich Sie dann doch direkt fragen: Ich möchte mir eine Kipplaufbüchse anschaffen, die ich als meine Ansitz- und Pirschwaffe führen möchte. Für Drückjagden etc. behalte ich meine Sauer 90 in .30-06. Es gibt zwei Reviere, in denen ich regelmäßig jage:

  1. eine Waldjagd im Vormittelgebirge mit kurzen Schußweiten, in der Reh-, Dam- und Schwarzwild vorkommen.

  2. eine gemischte Jagd, wobei das Feld etwas überwiegt. Dort vor allem Reh- und Schwarzwild.

Raubzeug wird bei Gelegenheit geschossen, ich bin an der Pelzverwertung allerdings nicht wirklich interessiert. Derzeit schwanke ich zwischen der 8 x 57 IRS und der 7x65R. Von beiden Patronen hörte ich viel Gutes, allerdings scheinen Sie das letztere Kaliber zu bevorzugen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir ein wenig weiterhelfen könnten.

Mit Dank und freundlichen Grüßen,
Michael von Stern

Heute lies Jagdpatronenwahl, Lutz Möller , 9. Februar 2004,

Lieber Herr von Stern,

da sie auch Rehwild bejagen wollen, benötigen Sie eine Patrone für schnelle Rehwildgeschosse Gute Erfahrungen machte Alvaro Mazón mit der K77 und der 6,5x65 R auf Rehwild. Allgemein wird die gute Einheitspatrone hier besprochen. href="/8-mm/">8 mm Patronen bringen aus Kipplaufwaffen die Geschosse nicht schnell genug auf den Weg, weder die noch einigermaßen flotte 8x65RS noch die unerträglich langsame 8x57IRS. Leider gibt es die 8x68S nicht als Randpatrone. Ihre Anforderungen sind fast die schwierigsten überhaupt, nämlich kleines bis mittleres Wild von nah bis fern. Sie kommen für die Rehwildjagd im Feld für weite Schüsse nicht um eine rasante Patron herum, da sie gestreckte Flugbahnen auf die kleinen Ziele benötigen. Damit scheidet die 8x57IRS aus der Wahl völlig aus. Zur Wahl bleiben 7x65R und 6,5 x 65 R übrig. Für die 7 mm spricht das große Angebot fertiger Munition, für die 6,5 mm die größere Rasanz. Werksseitig bieten die Hersteller in der 6,5x65 R nur wenige Ladungen an RWS das weichere 8,2g KS und Ruag Ammotec das etwas festere 8,2g CDP. Die gute 6,5 ist damit eher etwas für Wiederlader. Zur deren Geschoßwahl lesen Sie bitte bei 6,5x65 nach.

Sofern Sie auf weiches Blei meiden, können sie mit Lutz Möller Geschossen aus der kurzen oder und der langen 6,5 mm Randpatrone alles hiesige Wild erlegen. Mit KJG gilt das ebenso für die 7x65R.

Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

vielen herzlichen Dank für Ihre Informationen. Wahrscheinlich wird es dann auf die 7x65R hinauslaufen, weil sie auch von meinem Schwiegervater, dem die Jagden gehören und mit dem ich öfter draußen bin, benutzt wird. So kann man sich im Ernstfall mit Patronen aushelfen. Er verschießt die TIG und hat nach eigenen Angaben nur die besten Erfahrungen gemacht. Die 6,5x65 R werde ich mir aber auch noch einmal ansehen. Als Waffe habe ich die Krieghoff Hubertus in's Auge gefaßt. Falls Sie diesbezüglich auch noch einen Tip hätten - wäre toll.

Vielen Dank + viele Grüße,
Michael von Stern

Der Lauf schießt, der Schaft trifft. Also prüfen Sie bei den erwünschten Ausführungen, ob Ihnen Waffe mit ZF ,,sitzt".

TUG-Schrott

TIG - oder TUG - Schrott auf 100 m auf einen Termitenhügel

Obiger Schrott sprach nicht gleichmäßig an, wie die außermittige Vorderseite zeigt. So ein krummes Ding kann so nicht schulterstablil fliegen. Der Rost zeigt den Flußeisenmantel an. Die Vernickelung ist, anders als Kupfer, schlecht aus dem Lauf zu entfernen, siehe Reinigen.


Herr E.,

Sehr geehrter Herr Möller,

auch wenn Sie dies vermutlich ständig zu hören bekommen: Vielen Dank für Ihre Internetseite, die einfach spitze ist und von der ich schon viel profitieren konnte. Heute wende ich mich mit zwei Fragen an Sie:

1. Wird es das Gewehr 04 tatsächlich geben? Wo wird man es kaufen können und was wird es voraussichtlich kosten?

LM: Ja. Eben weil ich so viel Post u. a. beantworte verzögert sich alles immer wieder. Ich werde einen Händler benennen. Den Preis kenn ich erst, wenn es fertig ist. Jedenfalls nicht überteuert.

2. Die zweite Frage ist schwieriger: Seit Jahren ,,füttere" ich ein Sparschwein, um mir eines Tages eine Schön Doppelbüchse in einem Schönn Kaliber zu kaufen. Inzwischen ist das Schwein recht fett geworden und der Tag des Schlachtes rückt näher. Nun möchte ich die Waffe keinesfalls mit einer Optik ausstatten; sie soll selten geführt werden, nur ab und zu auf Bewegungsjagden. Nach Afrika werde ich kaum kommen, eventuell aber nach Osteuropa oder noch weiter östlich. Soll ich mich nun eher für eine "Schönre" klassische Doppelbüchse entscheiden oder wäre eine Bockdoppel doch die bessere Wahl?

LM: als Lebensversicherung ist eine Doppelbüchse mit zwei vollkommen unabhängigen Systemen sicher nicht zu ersetzen. Die brauchen Sie aber nur auf wirklich gefährliches Wild in der Nähe, sonst nicht.

LM: FN Herstal baut Bockbüchsen mit Einabzug ähnlich den Browning Bockflinte. Die sehr gut sind und di ich empfehle. Man hat einen besseren Überblick. Als Visierung nehmen Sie in hoch gebautes rundes Leuchtperlkorn mit Iriskimme. Da liegt der eigentlich Schlüssel zum Erfolg!

Noch mehr quält mich das Kaliber: Einer meiner besten Freunde hat eine Deluxe-Version der Pedersoli-Kodiak in .45-70. Er lädt die Patronen sehr stark (nach meiner Meinung zu stark für diese Büchse) und mit leichten Geschossen. Er ist ein guter Schütze und bei einer Drückjagd purzeln die wilden Schweine nur so, wenn er schießt.

Dennoch scheint mit das Kaliber - das ich in der Sharps beim Scheibenschießen gut leiden mag - hier nicht so geeignet und auch die Tatsache, das der Hersteller die Waffe nur in gasdruckschwächeren Kalibern anbietet, sagt mir einiges. Zudem mag ich Hahnwaffen zur Jagd eigentlich nicht.

LM: Alles dazu steht in Drückjagdpatrone. Zu 45-70 für eine Drückjagdwaffe sage ich nur Schwachsinn und begründe das wie vorstehend in einem Wort: Vorhaltewinkel.

Andere raten mir zu einer Merkel in .30-06 - mit den richtigen Geschossen würde das den Nachteil des 30-Kalibers ausgleichen. Der Verschluß sieht recht gut aus und die .30-06 kann man schon recht ordentlich mit Pulver versorgen. (Ich hab sehr viel Erfahrung im Wiederladen.) Trotzdem schmeckt mir diese Pille nicht.

LM: Reptierpatrone in Kipplaufbüchse = wieder Schwachsinn. Wenn 30er dann 7x65R, 8 x 75 RS, oder 9,3 x 74 R

Normalerweise würde ich eine Büchse austesten und eben wieder verkaufen, wenn Sie mir nicht behagt, aber bei einer Doppel ist das nicht so einfach und auch im Hinblick auf die Kosten - ich werde mir voraussichtlich nur einmal im Leben eine Doppelbüchse kaufen - möchte ich keinen Fehler machen.

Ich wäre wirklich sehr schön von Ihnen, wenn Sie mir in dieser Sache einen Hinweis geben könnten.

Im Voraus herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüssen, Alexander E., Donnerstag, 27. Mai 2004 09:04


Guten Abend Herr Bachert,

Lutz Möller Geschoß im Kal. 6,5x57 R + 9,3 x 74 R - woher ?

Sehr geehrter Herr Möller,

in Kürze erhalte ich eine Doppelbüchse in der o. a. Kaliberkomb. Würde gern Ihr KJG in beiden Läufen verschießen.

1. Welche Ladung würden sie mir empfehlen: bei 6,5x57R (Abschuß zu 80% Rehe und 20% Sauen, bzw. Rotwild = Waldrevier)

LM: Eine gute Wahl. Ich empfehle 6,5 mm KJG

bei 9,3x74R (Abschuß zu 100% Rotwild und Sauen = Waldrevier)

LM: Auch eine gute Wahl. Da alle 9,3 mm Patrone ähnlich sind, gibt es nur ein Geschoß, eben das 9,3 mm KJG.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus und Waidmannsheil

W. Bachert, Montag, 27. September 2004 22:09


Herr Möller,

ich habe schon ein paar Seite von Ihnen auf Internet gelesen und habe die folgende frage: welche patrone kann ich am besten schiessen in meine Bergstutzen(blaser 97). Die kaliber sind 6,5x57R und .30R blaser. Fur die kleine kugel denke ich selber an die 8,2 gram kegelspitz. (rehwild, frisling, uberlaufer, rotkalber)

Fur die .30Rblaser die 10,7 gram CDP? oder die 11,5 gram TUG?

Fleckschuss von die beide laufe soll 100 m sein, weil ich schiesse viel Wild auf 30-70 meter und ganz selten auf 80-150 meter. bei 100 m fleck kann ich die beide kugel auch auf 150 m noch nutzen.

meine zweite frage ist wo ich geschosse kaufen kan fur kal. 30 (308) die bei unterschallgeschwindigkeit noch gut deformieren. schussentfernung liegt bei 20 bis 60 m.

Mit freundlichem Gruß, Henk Vissers, Montag, 12. September 2005

Berg- und Talstutzen

Hallo Lutz,

ich beschäftige mich ernsthaft mit dem Gedanken, mir einen Bergstutzen zuzulegen. Was hältst Du generell von solch einer Waffe? Hast Du Erfahrungen mit einer speziellen Waffe (Blaser, Krieghoff, Merkel …; Einschloß- oder Doppelschloßsystem)? Welche Vor- u. Nachteile sind zu beachten, wie ist die Präzision im Vergleich zu Repetierern? Was ist die optimale Kaliberkombination (sowohl Ansitz als auch Drückjagd, überwiegend Rehe und Sauen - weniger Rotwild, ab und an Fuchs und Waschbär)? Ich danke Dir bereits vorab für Deine Meinung.

Spielt es eine Rolle, ob man aus Kipplauf-BÜCHSEN Randpatronen oder ,,normale" Munition verschießt (Bsp. 7x65 R vs. .30-06) ? Es werden beide Munitionsarten (oder besser Kaliber) für Kipplaufwaffen angeboten - ich meine nicht die kalibereigenen Besonderheiten, sondern wirklich die Unterschiede zwischen ,,R" - Patronen und Repetierer-Munition. Was sind die Unterschiede, Vor- oder Nachteile ? Ich glaube mal gehört zu haben, die Fertigung von Kipplaufwaffen für Repetiererpatronen (z.B. .243 Win. oder .30-06) soll aufwendiger, als die für klassische R-Kaliber, sein.

Gruß Swen Hentschel, Montag, den 31. März 2003 15:19

Swen,

der wesentliche Unterschied zwischen ein- und mehrläufigen Waffen, ist deren Verhalten bei längerem Reihenfeuer - also mal so 10 Schuß oder gar 20. Während einläufige Waffen zwar aufheizen und flimmern, aber bei hinreichen freiem Lauf noch geradeaus schießen, verziehen sich mehrläufige Waffen mit der Folge daß der Treffpunkt stark wandert. Für den Jäger ist das eigentlich bedeutungslos, weil er nur einen genauen Schuß benötigt. Mehrläufige Waffen einzuschießen, ist allerdings eine Übung in Geduld, weil sich die Waffe nach jedem Schuß erst mal wieder abkühlen muß, also von Schuß zu Schuß je nach Laufdicke gern mal einige Minuten gewartet werden muß.

Ich schieße außer einer Bockflinte nur einläufige Waffen. Daher kann ich keine befugten Ratschläge zu gewissen Herstellern und Bauarten erteilen. Die Genauigkeit hängt grundsätzlich nicht von der Bauart, sondern, neben vorausgesetzter normgerechter Fertigung, von der Abstimmung zwischen Waffe und Munition und deren Güte, ab.

Die einzige Deiner Fragen, die ich wirklich beantworten kann, ist die Munitionswahl zu den von Dir benannten Jagden, nämlich einerseits Reh, Fuchs und Waschbär, aber anderseits Sau und gelegentlich Rotwild, und zwar sowohl bei Ansitz als auch Drückjagd. Dafür empfehle ich aus dem Bergstutzen:

aus Kipplaufwaffen verschießt man zur Sicherheit NUR Randpatronan, also nie NIE .30-06 sondern besser 7x65R oder ähnliche. Das Problem ist der Auszieher, der bei Karabinerpatronen immer eine Krücke darstellt und zu Funktionsstörungen führt. Daß dann solche Waffen angeboten werden, hat mit der mangelnden Kenntnis seitens der Kunden zu tun.

Ich lehne Repetierpatronen ohne Rand in Kipplaufwaffen ab.

Waidmannsheil, Lutz Möller

6,5-mm-KJG-Scenar.jpg

Moin, sehr geehrter Herr Möller!

Ich bin RATLOS.

Mit dem 6 g KJG, 6,5x65 R, erhalte ich keine jagdliche akzeptable Streuung (13 cm) mit meinem Blaser Bergstutzen. Siehe Bild. Ich schoß insgesamt an 3 Füchsen vorbei, 50 m spitz, 140 m breit. In meiner Verzweiflung habe ich das 7 g Scenar geladen und siehe da: 2,5 cm (auf 100 m) . Wobei auch noch ein bißchen Schützenstreuung dabei ist. An der Waffe kann es m. E. daher nicht liegen. Auf dem Foto habe ich ich die jeweiligen Daten vermerkt. Beim KJG ist L6 durch die Führungsbänder vorgegeben. Ausrichtung) der Kugel 0,02 mm. Ladung zu stark? Ladung zu schwach? Man grinst schon über mein „Supergeschoß“. Für einen oder mehrere Ratschläge wäre ich dankbar. Was hilft mir eine wunderbare Zielwirkung und Fleischhygiene, wem mir das Stück Wild davonläuft..

Mit freundlichem Gruß, H. Schmidt, Mittwoch, 7. September 2005 10:57

Tag Herr Schmidt,

die Kombination Blaser, 6,5 mm KJG und 6,5x65 gab schon mehrmals Schwierigkeiten, siehe R93-6,5x65-Schwierigkeiten (wegen eines ungelösten.php-Schwierigkeitens, kann ich darauf keinen Zeiger setzten. Suchen Sie bitte in 6,5x65 mal unter dem Verweis). Sie schreibe nicht wie lang er Lauf ist und welche Pulver sie laden. Schreiben Sie mir das bitte mal. Das kriegen wir schon hin, keine Bange!

Waidmannsheil (Die Füchse leben zwar noch, aber noch ist nicht aller Tage Abend!)

Lutz Möller

Hallo, sehr geehrter Herr Möller,

danke für die prompte Antwort,

  1. werde mir die Stelle gleich nochmals durchlesen ( erinnere mich schwach) , es ist jedoch kein Ladeproblem, Hülsen gehen gut rein und raus.

  2. Pulver : Rottweil R903

  3. Lauflänge 60 cm

Mfg und waidmannsheil
H. Schmidt

Tja Herr Schmidt,

mit 60 cm ist der Lauf für ein 6,5x65 R eigentlich zu kurz. Die allgemeine Lösung bei solchen (für die Patrone) kurzen Stutzenläufen ist weniger, schnelleres Pulver zu wählen und ggf. den Druck zu erhöhen, damit alles Pulver im Lauf verbrennt, nicht erst draußen. Also z. B.

Patrone            : 6.5 x 65 R RWS
Geschoß            : 6.5, 6., Möller KJG
Patronenlänge L6   : 84.84 mm
Lauflänge          : 600.0 mm
Pulver             : Rottweil R902

Diff    Füll. Ladung    v0     E0     Pmax  Pmünd  Abbrand  D_Zeit
 %       %    Gramm    m/s   Joule     bar    bar      %        ms
+00,0   85    3,100    997    2994    3794    740    100,0    1,079
-------------------------------------------------------------------------------------
 Waffe / Munition     : 6.5 x 65 R RWS
 Geschoßtyp           : 6.5, 6., Möller KJG
 Geschoßgewicht       : 6,03 Gramm
 V0                   : 997 m/s
 Seitenwind           : 4 m/s 
 Ballistische(r) Koeffizient(en) (G1): C1=0.432@V>800 m/s;  C2=0.376@V>400 m/s;  C3=1.294@V>340 m/s;  C4=0.430@V>300 m/s;  C5=0.505@V>0 m/s;
 
 Entfernung            50 m    100 m    150 m    200 m    250 m    300 m
------------------------------------------------------------------------
 218 m   GEE           +1,3     +4,5     +4,8     +1,9     -4,5    -14,5 
------------------------------------------------------------------------
Geschw.         m/s   957,3    919,1    882,0    845,9    810,8    773,1
Energie       Joule  2763,4   2547,3   2345,8   2157,7   1982,2   1802,2
Windabweich.     cm     0,5      1,9      4,2      7,7     12,4     18,2
Korrektur   MOA/m/s   0,079    0,143    0,215    0,298    0,383    0,467
Flugzeit          s   0,051    0,105    0,160    0,218    0,279    0,342

Waidmannsheil, Lutz Möller 7. September 2005,

Hallo, bester Herr Möller,

vielen Dank für die prompte Antwort, dies ist vorbildlich.

Ihre Erklärungen sind, für mich, wenig überzeugend, daher erlaube ich mir kurz Stellung zu nehmen:

Lauflänge: Die kann hier nicht Ausschlag geben, denn dann müßte es auch für das SCENAR gelten. Hier jedoch eine Streukreis von 2,5 cm zu 12,5 cm KJG (Siehe Foto der Zielscheiben). Ob man jagdlich 60 cm als Stutzenlauf (auch für 6,5x65) bezeichnen kann ist wohl Definitionssache und sei dahingestellt, jedenfalls habe ich vor einigen Jahren mit der R93 ( 57,5 cm Lauf, Kal. 6,5x65) ein Stück Rehwild mit RWS Kegelspitzgeschoß 8,2 g auf 220 m (laservermessen) erlegt. Zielpunkt war Treffpunkt. Mit meinem jetzigen KJG-Streukreis würde ich das nicht wagen.

Im übrigen bringt ein 65 cm Lauf bei meiner Ladung eine V0-Steigerung von 2%. Dies macht den Kohl auch nicht fett.

Pulverumsatz: Beim Scenar habe ich (nach BROEMEL Vers. 3.1) einen Umsatz von 99,99 %, (R903), beim KJG 99,77% (R903). Dies ist fast vollständiger Umsatz. Diese Differenz von 0,2% verursacht m. E. nie und nimmer einen Streukreis von 10 cm mehr als beim Scenar. Da ich noch 30 KJGeschosse habe, werde ich nochmals mit einer schwächeren sowie einer Ladung am oberen zulässigen Druck versuchen. Sollte das Ergebnis sich nicht dem Scenar - streukreis annähern, so werde ich wohl auf das Scenar umsteigen. Was hilft mir zeitgemäßes Wildbret, das in der Gegend rumläuft. Ein Fuchs liegt auch mit dem Scenar.

Mit freundlichem Gruß, H. Schmidt

Tag Herr Schmidt,

Ein Bierdeckelstreukreis auf 100 Meter deutet auf schwerwiegende Schwierigkeiten hin. Wo deren Ursache liegt, kann ich aus der Ferne nicht wissen, höchstens vermuten.

Ihre RWS KS Geschosse wogen 8,2 g, Ihre Scenar 7 g, das KJG 6 g. Die Durchlaufzeiten unterscheiden sich damit deutlich. Lesen Sie zu deren Bedeutung bitte in Ladungsleiter und Genauigkeit weiter nach. Woher gelegentliche Schwierigkeiten der 6,5 mm KJG aus der 6,5x65 in Blaserwaffen rühren, ist mir nicht klar. Werner Puls / Ratzeburg Abhilfe, in kurzen Läufen weniger, schnelleres Pulver zu laden, half bislang. Insofern gebe ich dessen Erfahrung weiter. Ich rate Ihnen, die Vorgehensweise ebenfalls anzuwenden.

MfG, L. Möller

Tschechische Doppelbüchsen

Sehr geehrter Herr Moeller,

der Büchsenmacher baut die Kipplaufdoppelbüchse auf Grundlage der Brünner Doppelflinte ZP 50, kal 16/16 mit Ejektoren. Er erzeugt nur Doppellauf - Kaliber nach Wünsch, und Schaft mit Kickstop. Die Doppelbüchsen sind natürlich nach Gesetz amtlich überprüft und mit Zeichen der Staatprüfanstalt gezeichnet. Der Verschluß ist sehr massiv und verträgt auch höhere Drücke.

Was ich bis jetzt weiß, der Büchsenmacher wollte nun die Doppelbüchse in Kal. .500/416 (Krieghof) und .416 Rigby erzeugen. Selbstverständlich er gibt die Priorität Kalibern mit Rand. Die Doppelbüchse kann der Auftraggeber nach Wunsch gravieren lassen - hochwertig und im Vergleich mir BRD auch deutlich billiger.

Für mein Bedarf (hauptsächlich hier in Europa) denke ich, daß 9,3x74R völlig reichen kann.

Mit freundlichen Grüßen

F. Blaha, Pilsen, Tschechien, Dienstag, 24. September 2002 08:43


Hallo Herr Möller,

Nun hat mir C. B. die ersten KJG in 9,3 x 74 R geladen.

Leider konnte ich die Munition noch nicht prüfen, da der DBD noch bei Krieghoff ist. Das wird jetzt noch dauern, da Krieghoff bei meinem Besuch dort festgestellte, daß die Laufschiene nicht ordentlich verlötet war. Somit muß die Waffe auseinander, neu gelötet und brüniert und dann auch neu eingeschossen werden. Krieghoff schießt keine selbstgeladene Munition. Also muß ich selbst ran. Nun bin ich etwas verwirrt, denn ich zeigte dort dem Einschießmeister die KJG-Patronen und sagte, ihm daß die Geschosse 12 g wiegen. Er meinte, mit einem so leichten Geschoß würde ich Schwierigkeiten mit dem Einschießen bekommen. Er hat die Erfahrung gemacht, daß diese Waffe mit zu leichten Geschossen nicht funktionieren wird.

Haben Sie Erfahrungen mit DBD aus Ihrem Kundenkreis?

Gruß, Michael Jansen, Montag, 7. Juni 2004 09:56

.500" NE Krieghoff

Sehr geehrter Herr Möller (lieber Lutz)!

Ich armer Amerikaner versuche durch die deutsche Mentalität eine Weg zu finden. Vielleicht sind Sie so nett, behilflich zu sein.

Seit etwa 30 Jahren führe ich eine Krieghoff Bockdoppelbüchse Kal. .458 Win. Mag. mit Wechsellaufpaare in Kal. .375 H&H Mag. und 20/76. Mit dieser Büchse habe ich einen Elefanten, einen Büffel, einen Leopard, zwei Eland, und zwei Kudus (größere und kleinere) zur Strecke gebracht.

Trotzdem habe ich immer nach einer ähnlichen Büchse Kal. .500" NE gesehnt.

Das hängt damit zusammen, daß ich drei Elefanten, ein Nashorn (Rowland Ward!) und fünf Büffel mit einer Repetierbüchse Kal. .500" SRE erledigt habe. Diese Patrone habe ich selber entworfen. Sie entstand aus einer .460" Weatherby Hülse auf 63 mm gekürzt und auf .510" in der Hülsenhals ausgedehnt, mit einem 37 g Kynoch .500" NE Vollmantelgeschoß und eine Pulverladung von 5,83 g IMR 4064 gefüllt. Die ballistische Leistung ist mit der der .500" NE identisch.

Als ich erfahren habe, daß die Firma Krieghoff neulich eine Doppelbüchse in Kaliber .500" NE darbietet, habe ich bei Krieghoff gefragt, ob sie mir ein .500" NE Wechsellaufpaar für meine Krieghoff Bockbüchsflinte Kal. 12/.30-06 anbieten könnten. Zu meinem Erstaunen haben die sich geweigert, einen derartigen Auftrag anzunehmen und ihrer Verweigerung damit begründet, daß das System der Bockwaffe nicht stark genug wäre, um den Gasdruck dieser massiven Patrone zu widerstehen.

Ich hätte erstens gedacht, daß das Bocksystem mit dem tiefen Kasten, Doppelquerverriegelung und Kerstenverschluß viel stärker als das Quersystem sei, das in Grunde genommen nur ein Drillingsystem ohne dritten Lauf ist, und zweitens, da die .500" NE Patrone viel weniger Gasdruck entwickelt als z.B. die .458", trotz Unterschied in Patronenbodengröße, die den Gesamtdruck auf das System bestimmt, daß keins der beider Systeme überfordert wäre.

Wenn man in Kauf nimmt, daß meine .458" BDB auf das 16er System gebaut wurde (damals baute Krieghoff keine 12er Systeme), wird die Sache noch rätselhafter.

Ich hätte gern Ihre Meinung über diese Frage.

Weidmannsheil! Bill Warren, Vereinigte Staaten von Amerika

,,Die Doppelbüchse verlangt nach einer Randpatrone!", sagt Krieghoff

Unser Ziel ist das perfekte System von Doppelbüchse und Patrone. Deshalb haben wir zusammen mit WR Munition (Wolfgang Romey), ,,dem” Spezialisten für Großwildpatronen weltweit, eine neue Randpatrone im legendären Kaliber .416" entwickelt:

Die .500/.416 N.E. (3 1/4"). Die Bezeichnung verrät dem Kenner schon den Aufbau: Die Basishülse .500" (3 ¼"), aus der auch so bekannte Großwildpatronen wie z.B. die .470" N. E. hervorgehen, und die Geschosse im Kaliber .416" sind die Komponenten der, wie wir sie nennen„.416 N. E.“.

Ihre Eigenschaften sind ideal für die Jagdbedingungen auf wehrhaftes Wild:

In Geschwindigkeit und Energie ist sie damit ihren randlosen Geschwisterkalibern, wie z.B. der .416 Rigby absolut ebenbürtig.

Mit diesen Vorteilen, zusammen mit der hervorragenden Kombination von hoher Energie und gestreckter Flugbahn, hat die .500/.416 N. E. (3 1/4") alle Talente ein Klassiker für die Großwildjagd zu werden.

Quelle: Krieghoff

Dazu vertrete ich durchaus andere Ansichten in ♥ ElefantenjagdElefantenpatroneVom Elefanten gejagtHart oder weich? Krieghoff und Romey können bei 710 m/s V0 mit einem windstarrigem Rundkopfgeschoß eben gerade keine ,,gestreckte Flugbahn" erreichen. Die notwendige Flächenlast sehr großkalibrigen Geschosse steht oft hinter den mittleren Geschossen von 8,5 bis 9,3 mm zurück. Damit sinkt die Tiefenwirkung der Großkaliber, wie schon Hans Schomburgk mit seiner .600NE feststellen mußte. Die Geschichte und Wertung stehen in Bwana Karibusana (.600NE), mitsamt Rechnungen. Letztlich werden mit den dicken Dingern vor allem altertümliche Klischees der untergegangenen Kolonialzeit bedient, siehe unten:

Warzenkeilertrophäe aus Deutsch Südwest

Warzenkeilertrophäe aus Deutsch Südwest.

Lieber Bill,

Patrone Hülsenboden-L Fläche Druck Kraft Kraft
.458 WM 13,08 mm 1,34 cm² 3.700 bar 4.971 kp 48,7 kN
.500NE 3" 14,61 mm 1,67 cm² 2.500 bar 4.191 kp 41,1 kN

Büchsenmachermeister
Lutz
Lorberg
Zähringer Straße 363
79108 Freiburg

meint, wenn die Waffe .458" WM aushält, dann sollte die .500" NE verkraftet werden, weil deren Gasdruck geringer sein. Es komme allerdings auf die Ausführung der Waffe an, ob es eine ,,Teck“ sei? Ich, wie gesagt, kenne mich mit Kipplaufwaffen wenig aus.

Teck BDB

Er bittet um eine genaue Bezeichnung des Modelles, dann könne er mehr sagen. Grundsätzlich führt er solche Arbeiten gern aus. Es käme aber auf den Einzelfall an. Nicht jede Krieghoff sei dafür geeignet. Ich will gern mitteln. Ansonsten bestelle ihm einen Schönn Gruß und rufe ihn selbst an. Ich würde gern Bescheid wissen, was daraus wird und hoffe du bekommst, was du möchtest. Im übrigen denke mal an Lutz Möller Geschosse.

Waidmannsheil, Lutz

K 95

Aus dem Netz ,,Ich jage seit mehreren Jahren mit der K 95, zuerst 7 mm Rem Mag, dann wechselte ich auf 6,5x65 R. Das Beste an der K 95 sind der Direktabzug und die enorme Handlichkeit beim Pirschen. Der Rückstoß bei der .30"R ist schon deutlich, aber die Patrone schlägt nicht wie ein Esel zu, sondern schiebt halt. Ich schieße beim Einschießen durchaus mehrere 5er Serien, kann aber keine erkennbare Treffpunktlageänderung durch Erwärmen feststellen. Beim Wiederladen hat man halt mit dem sehr engen Patronenlager und dem Kippblockverschluß, den man nicht wie einem Repetierer zuwürgen kann, die ganzen Schwierigkeiten. Ich würde nur Randpatronen empfehlen, da bei der 7 mm Rem des öfteren eine Hülse steckenblieb, aber der winzige Auszieher einfach über den Rand rutschte. Dann geht das Gemurkse los. Alles in allem ist die K95 für die Jagd ein prima Gewehr. Viel Spaß und Weihei kann ich Dir da jetzt schon wünschen. Gams"

Hallo Lutz,

Mein Frau machte letztes Jahr den Jagdschein. Dann kaufte sie aus einem Nachlaß eine neuwertige K95 Luxus mit ZF Zeiss 3-12x56VM LA, Kaliber 6,5x65 R. Kosten: 3.500 €uro. Da sich abzeichnete, daß sie zu Drückjagden auf Sauen eingeladen würde, vereinbarten wir einen Doppeltermin im Schießkino in Cramberg, nahmen den auch wahr. Der Schießstandbesitzer brachte ihr bei, wie man / frau Sauen schießt. Sie schoß dort - mit einer Stunde Pause - zwei komplette Durchgänge mit der K95. In den zwei Stunden verschoß sie insgesamt 40 Schuß. Kletternde Treffer stellten wir nicht fest - allerdings auch nicht darauf geprüft. Ich schätze, auf 25 m wird das sich auch nicht sehr auswirken. Die Rehwilddoublette sagt ebenfalls nichts zum Thema aus; deren zwei Schuß fielen in 30 Sekunden. Ansonsten wurden immer nur einzelne Schuß im Feld, mal drei, vier hintereinander auf dem Stand abgegeben. Dabei bemerkte ich kein klettern (hab es allerdings auch nicht beachtet; kam gar nicht auf die Idee). Bislang schoß sie sechs Rehe und drei Sauen (Stärkste: 50kg), alle lagen im Knall. Kaum Wildpretentwertung. Patrone: RWS 8,2gr KS.

Das Ding ist einfach super, schießt wie Gift. Der Abzug ist einfach fantastisch. Nur ein kleineres ZF (50er) würd' ich mir holen.

WmH Joachim Thüx

Hallo Herr Möller!

Ich schieße die Herr Noisten,

Ein wirtschaftlicher und sicherer Weg zu genauen Ladungen ist die Ladungsleiter.

Lutz Möller Freitag, den 16. März 2004,

.300" WM in K95

Hallo H. Möller,

die .300" WM in der Blaser K95 ist auch mit 7,6 mm 9g KJG recht heftig. Ich werde mir doch die Bremse gegen den Rückstoß montieren lassen.

Die von mir benutzten S+B Hülsen wiegen im Mittel 15,13 Gramm. Ist das Hülsenvolumen für Ihre .300" WM KJG Ladeangaben mit R 903 in Ordnung, frage ich mich nach dem Aufsatz Zickige .300" WM?

Die Begeisterung des Jagdfreundes mit 6 G KJG für die 6,5x57R hält sich in Grenzen. Ich werde Ihnen telefonisch berichten.

Erich Diermeier, Nikolaus 2005

Tag Herr Diermeier,

eine schnuckelige kleine und dennoch sehr wirksame hdp-Bremse können Sie gern bekommen. Für das 12 mm lange M15x1 Feingewinde muß der Lauf vorn mindestens 15 mm dick sein. Ist er das?

Nach Brömel enhält eine 15,7 g schwerer .300" WM Hülse 6,035 ml Innenraum, wenn das Messing 8,45 g/ml Dichte aufweist. Ich rechne in der .300" WM KJG Ladung mir hervorragenden und großräumigen Normahülsen zu 6,021 ml. Ihre Hülse wiegte 0,57g weniger, bietet also 0,57 ml / 8,45 g/ ml = 0,067 ml mehr Innenraum, zusammen also 6,1 ml und ist damit als recht geräumig zu bezeichnen. Danach können Sie also mindestens die angegeben Pulvermenge hineinstopfen. Aber bedenken Sie, daß sich die Hülse im Lager aufbläht, auch wenn Blaserlager in der Regel nahezu maßhaltig sind, im Vergleich zu anderen Waffen also als eng angesehen werden müssen.

Bitte wiegen Sie eine aus ihrer K95 abgeschossenen Hülse leer und randvoll mit Wasser. Die Masse in Gramm entspricht dem Innenraum in Milliliter, da 1 ml Wasser gerade 1 g wiegt. Das Verfahren empfehle ich allen Quickloadbenutzern, um beste Ergebnisse ohne überaschungen zu erzielen bei jeder Patrone. Bitte wiegen Sie nach, und nennen mir dann ihre Meßergebnisse.

Die Erfahrungen zur 6,5x57R höre ich mir auch gern an.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Bremse an K 95

7,62-mm-Schraubbremse

Hallo H. Möller,

ich habe die Rückstoßbremse an die Blaser K95 .300" WM anbauen lassen. Die subjektiv beurteilte Rückstoßminderung ist hervorragend. Durch die kurze Bauweise der Bremse wird die Waffe auch nicht verunstaltet. Präzision habe ich noch nicht geprüft. Ohne Gehörschutz zu schießen ist allerdings zu empfehlen wert.

Mit freundlichen Grüßen, Erich Diermeier, Montag, 30. Januar 2006

Guten Tag Herr Möller,

ich benötige für meinen neuen Lauf an meiner K95 in .300" WM

eine Rückstoßbremse in HDP-Ausführung.

Der Lauf ist mit 56 cm rel. kurz und hat

17 mm Außendurchmesser an der Mündung.

Ich möchte kleben oder schrumpfen, nicht schrauben.

Standard ist bei mir die .270" Win, die ich auch in weiteren Waffen verwende, als bisher höchst zugelassenes Kaliber in Irland, wo ich seit über 25 Jahren auf Hirsch waidwerke. (Fleischjagd auf Sika, Rot und Hybrid) Jedes Jahr erlegen wir eine zweistellige Strecke. Außerdem jage ich noch in Deutschland auf Rehwild mit der .222" Rem, nachdem ich fast alle Kaliber versuchte. Auch in der Schonzeit ist die prima.

Die .300" WM setze ich auch bei der Drückjagd im Geradezugrepetierer ein. Das klappt hervorragend mit 14 Gramm Pro-Amm oder billigen Silver-Tip. Wenn neue Munition gekauft wird, werde ich ggf. das KJG vom Freund setzen lassen. Bisher war ich eher skeptisch.

Offensichtlich ging Ausschuß vor Stopwirkung. Das sehe ich umgekehrt! Daher schieße ich, wenn möglich, auf Träger oder Schultergelenk.

Ich setze bei allen Waffen vorzugsweise diese Kaliber ein, die alles außer Großwild abdecken und weltweit erhältlich sind. Vom Gnu, groben Schwein bis zur Gemse hat es immer geklappt.Natürlich sind Randpatronen in Kipplaufwaffen für Störungen unanfälliger. Schwierigkeiten hatte ich aber bei meiner BBF nie gehabt.

Gruß und Waidmann´s Heil, Christoph W. Weritz, Dienstag, 21. Februar 2006 23:45

Moin Herr Weritz,

auch ich setzte die .300" WM einmal bei einer Drückjagd ein, siehe Berge. Lesen Sie den Aufsatz. Dann wissen Sie um den Vorteil einer schnellen Drückjagdpatrone. Ich kann Ihre Wahl für die Kipplaufwaffe also nachvollziehen. In diesem Falle ersetzt der Gürtel den Rand an der Kipplaufpatrone, stört aber beim Nachladen nicht im Magazin, weil die keines hat. Gut.

Sie könnten mich nicht mehr mißverstehen, als zu behaupten mir ginge, wie Sie schrieben „Ausschuß vor Stopwirkung“. Das Gegenteil ist der Fall. Andere mögen das anders sehen, aber lesen Sie mal die sehr alten Aufsätze Bleierner Sippe und Rehwildgeschoß. Dann wissen Sie, woher ich komme. Allerdings findet Alles seine Grenze. Warum Lutz Möller Geschoß? zeigt die auf.

Man kann allerdings auch gute Dinge übertreiben. Solche Übertreibungen bewirken Kaputte Rehe. Die müssen nicht sein. Die Geschichte lehrt Maß zu halten. Heute weisen alle KJG einen vernünftigen Wirkungsquerschnitt auf, der di Tier fängt, ohne sie unnötig zu zerstören. Dabei gebe ich Ihnen vollkommen recht, daß Kopf- und Trägerschüsse gute Wirkung und geringe Zerstörung am besten vereinen. Nur muß die Gelegenheit dafür günstig sein. Das ist sie nicht immer. In Africa 2004 können Sie Bilder eines 6,5 mm KJG auf den „Knopp“ = Schultergelenkknochen eine ausgewachsen Oryxbullen im Busch betrachten, den ich zur Strecke brachte. Ich weiß also, wovon Sie schreiben.

Ihr Wunsch für eine leichte kurzläufige K 95 eine hdp-Bremse zu gebrauchen paßt zu Waffenmasse und Patronerückstoß und wird die schlanke Waffe kinderfreundlich zähmen. Bei dem kurzen Lauf mit dem Knall nah beim Ohr wird die aber laut! Draußen mag's angehen. Auf dem Stand benötigen Sie einen guten Gehörschütz!

Ich rate Ihnen auch an Ihrer K 95 mit 17 mm Mündungsdurchmesser zu dem 12 mm langen M15x1 metrischen Feingewinde, aber wenn Sie das nicht wollen, lassen Sie ihren BüMa. der Ihnen die Bremse an die Waffe anbaut, das vorhandene Gewinde einfach ausdrehen. Angepaßt werden müssen die beiden Teile aneinander ohnehin.

Ach ja, für die kurzläufige .300" WM mit starkem Jäger-Verschluß gibt es ein besonderes Pulver!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Guten Tag Herr Möller,

Mein Statement: „Ausschuß vor Stoppwirkung“, bezog sich auf das alte 2003er KJG. Sicher will man beides erreichen, denn nichts ist schlimmer als ein Steckschuß ohne Schweiß, wie ich das bei einem Gast im letzten Monat erleben durfte. Mein Vorstehhund hat das jedoch wieder gemeistert, obwohl er kein Totverbeller ist.

Sonst bleiben mir in Irland bei der Nachsuche nur die Kolkraben und die Raben Krähen, die das Stück schnell aus der Luft lokalisieren soweit sichtbar. Das hat mir schon oft geholfen, auch Aufbruch von Wilderern zu finden. Wenn Sie mal Lust haben in Irland zu jagen? Ich habe ein Revierteil gepachtet und habe jedes Jahr Gäste. Wir haben auch Hybridhirsche sowie (schwaches) Rotwild. Sikawild ist sehr schmackhaft, wir haben nach Schätzung der Forstbehörde in Wicklow einen Bestand von 15.000 Stk. . Im Luggala Estate allein sind über 2.000 Stk. zu finden auf 5.000 ha. Der Game Keeper muß von einem gesamten Abschuß von 600 Stk bis Ende Februar noch 70 Stücke erlegen, Gäste sind willkommen, die Preise aber sehr hoch (Eigentümer Fa. Guinness).

Weil sich die Waffengesetze geändert haben, will ich meinen alten 7x57 98er Stutzen ggf. auch fest in Irland deponieren, ich habe dort schon eine Winchester 700 mit langem Lauf Kal. .270" Win. Bis vor einigen Jahren mußten wir alles mit .22" jagen. Dafür habe ich eine .22-250 gehabt, mein Freund eine 5,6x57. Da muß sehr gut getroffen werden, sonst findet man das kranke Wild nie in dem schweren Gelände, es sei den die Krähen zeigen den Weg. Einen Hund hatten wir früher nicht wegen der Quarantänebestimmungen. Heute ist das alles besser. Auch die Waffenmitnahme, europ. Feuerwaffenpaß genügt für die Einfuhr, die Lizenz für Waffe (38 €) und Jagdlizenz ist vom Einlader zu beantragen, dauert mind. 4 Wochen. Die Jagdzeiten sind regional unterschiedlich, allgemein Hirsche ab September bis Jahresende, Kahlwild ab November bis Ende Februar. Das wird aber jedes Jahr neu überprüft und ggfs. geändert.

Ansonsten fahre ich regelmäßig nach Frankreich (Elsaß) wo der Schwager eine Beteiligung hat, Schwarz-, Rot- und Rehwild. In Österreich jage ich Gams, Reh, seltener Rotwild, in Polen Schwarzwild, Rotwild und Rehwild. In Finnland, Kuopio war ich ohne Erfolg auf Elch, in Namibia auf einer Jagdfarm mit Gnu, Warzenschwein, Schakal. Die Kudu waren in der Brunft und für mich nicht jagdbar, da die wie Kühe herumliefen. Das wäre wie im Gatter gewesen.

Jetzt freue ich mich auf die Rückstoßbremse.

Gruß und Waidmann's Heil, Christoph W. Weritz, 22. Februar 2006

Guten Abend Herr Möller,

die Rückstoßbremse ist schon da. Der Scheck ist auch abgeschickt. Saubere Arbeit. Jetzt geht es zum Büchsenmacher. Noch eine Frage: Ist bei der Anbringung eines Gewindes immer noch ein Neubeschuss notwendig? Wenn ja, dann bleibt mir nur die Klebung, denn den Aufwand will ich nicht treiben. Wegen Irland, falls Interesse besteht, wann können oder wollen Sie? Ich bin recht flexibel. Im Juni dieses Jahr plane ich Namibia ein, wenn einige Freunde mitfahren. Will dort mit der 9,3x74R und 222" Rem sowie Schrot jagen. (BBF95 aus Platzgründen)

Gruß, Christoph W. Weritz, Freitag, 24. Februar 2006 21:42

Sichere Kipplaufwaffe

Hallo werter Lutz,

nun bin ich doch erstaunt und beeindruckt über die Qualität und den Umfang Deiner Netzseite. Seit vorgestern muß ich wegen einer Knieverletzung das Haus hüten und nutze die Zeit. Statt der 6,5x57 denke ich jetzt eher an die 6,5x68. Und ich würde gern einmal eine Kipplaufwaffe ausprobieren. Nachteile beim Üben sind mir bewußt, ich finde sie aber schön und schnörkellos, und überhaupt ist mir einfache Technik immer die Liebere. Eine Kipplaufwaffe auch, weil sich beim Ansitz die Waffe lautlos auch nach dem Ansprechen laden und spannen ließe, ich also noch Auswahlmöglichkeiten bezüglich der Patrone hätte - vorausgesetzt die Treffpunktlage stimmt einigermaßen überein. Anhaltspunkte für die bestmögliche Ladung in Abhängigkeit von Entfernung und Größe (Gewicht) des Wildes finden sich bei Dir ja viele. Da ich aber ja gern Deine KJG's versuchen möchte, wäre ich doch für Präzisierung dankbar. Ich schieße vorläufig nur auf die Kammer, der Jagdherr will es so.

Wenn das alles ein Schmarrn (=Blödsinn) ist, dann könnte ich mir auch eine Bockbüchse zulegen. Du empfahlest in der Bockbüchse 5,6 x 50 Mag. und 7x65R zu verbinden.

Zur Zeit begehe ich ein Niederwildrevier mit 80 % Waldanteil in Südbayern mit durchziehendem Rotwild und Sauen, in dem wir 60 Stücke Rehe jährlich schießen müssen. Die meisten Ansitze erlauben Schüsse auf bis zu höchstens 200 m, einige allerdings auch aufs Feld, also weiter ( aber das, wenn überhaupt jemals, erst nach weiteren 1000 Schuß).

Ich brauche eine neue Waffe rein zum Ansitzen, auch für einen Schuß, der weiter als die bisherigen 120 m trägt. Meine R93 semiweight im Kal .30-06 Sprg. ist sehr gut in der Drückjagd, aber zum Ansitz ungeeignet. Der Knall ist zu laut, das Mündungsfeuer zu grell, die Schußwirkung zu un gewiß . Wie angenehm wären da die Schüsse mit reduzierter Ladung. Man behält auch in der Dämmerung den Überblick, der Sprung verhofft nur, um dann weiter zu äsen, derweil das getroffene Stück daliegt - leider funktioniert das mit RWS Hülsen bei der R93 nicht zuverlässig!

Also meine Tendenz ist eine einläufige Kipplaufwaffe im Kaliber, Deinen Empfehlungen folgend, 6,5x68 mit 230 mm Drall und 65 cm Lauflänge, vorausgesetzt sind allerdings geringer Knall und Mündungsfeuer - wenn das auch bei geringer Ladung (im Dunkeln schieße ich eh nicht weit) nicht zu erreichen ist, dann würde ich eine zweiläufige nehmen.

Und wenn ich mich jetzt auf eine Waffe festlege, dann kaufe ich bei Dir Lutz Möller Geschosse und lasse die bei Samereier (oder auch gern bei einem gewerblichen Wiederlader Deiner Wahl) unterschiedlich laden.

Noch eine Frage: Beim Schießen halte ich beide Augen offen - wie verhält es sich da mit Streulichtblenden? Adaptieren die Augen getrennt? Wenn Du was weißt, bitte melde Dich.

WH und freundliche Grüße, Fritz Heimsoeth, den 1. Februar 2004

Fritz,

für maßgefertigte Kipplaufwaffen wende dich bitte an Lutz Lorberg, denn 6,5x68R hat für gewöhnlich 250 mm Drall. Der Drall langt nicht für windschlüpfrige lange Geschosse. Für geringen Knall und Mündungsfeuer zur Nachtjagd empfehle ich entweder einen um den Lauf hüllenden Schalldämpfer, oder statt der 6,5x68R die 6,5x65 R. Die ist leiser und liefert bei ebenfalls flacher Flugbahn weniger Mündungsfeuer. Zudem dämpfen feingelochten HDP-Mündungbremsen den Feuerschein, sind als auch Mündungsfeuerdämpfer, drehen den Schall aber zum Schützen, werden dort also lauter wahrgenommen. Also käme auch eine Feuerschlucker (gekapselte Rückstoßbremse) in Frage. Mit KJGen erlegst du mit der 6,5x65 alles vorkommende Wild. Du kannst eine Tagladung für weite Schüsse mit viel langsamen Pulver nehmen, aber für nachts eine mit weniger schnellerem Pulver, das weniger flammt. Die Treffpunkte sind unterschiedlich, aber Sauen in der Nacht werden eh nicht weit geschossen. Also stört das nicht.

Beide Augen offen zu lassen, hilft dem Hirn die richtige Anpassung an die Helligkeit zu zu finden, ist also günstig, sofern du das störende Bild nicht beachtest.

Gruß Lutz , den 1. Februar 2004

Hallo Lutz,

also sind wir jetzt bei einer Kipplaufwaffe für das Kaliber 6,5x65 R. Die würde ich gern bei Blaser als ,,K95" kaufen, das deshalb, weil ich bereits ein Glas mit der Blaser-Sattelmontage habe. Im Prinzip könnte ich die aber vom Glas auch abbauen und bei Lutz Lorberg die Waffe kaufen.

WH und beste Grüße, Fritz Heimsoeth

KJG in K 95

Hallo, Herr Möller!

Besten Dank, freue mich sehr über Ihre prompte Antwort! Ich dachte an einen Repetierer vor allem wegen der Präzision, habe selbst aber auch schon eine K 95 in Betracht gezogen, von dieser wurde mir aber stets abgeraten eben wegen fehlender Präzision, was ich mir als Laie zwar nicht ganz vorstellen kann, muß mich aber „leider“ auf die Meinung der Waffenhändler verlassen. Jedenfalls werde ich mich auf die Suche nach verläßlichen gewerblichen Wiederladern machen, glaube aber, das ist in Österreich nicht leicht, kann es ja u. U. auch in Deutschland versuchen.

Jedenfalls danke, beste Grüße und Weidmannsheil, Karl Bacher, Sonntag, 25. April 2004 00:07

Herr Bacher, schauen Sie mal hier! Langt Ihnen die Genauigkeit unter 4 cm auf 200 zu treffen, oder schießen Sie auf 200 m besser? Waffe und Munition begrenzen das Trefferbild weniger als Sie glauben, zumindest mit KJG!

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller Sonntag, den 25. April 2004,

Alvaro-Mazon-6,5-mm-KJG-200-m

Hola, Lutz.

As promised, here are the results of my first 200-m-test with the 6,5 mm Lutz Möller Geschosse. I believe the targets to be self explanatory, nevertheless do not hesitate to ask for more details if you wish.

The results obtained so far are promising, and normally with my K95 I get better accuracy with hot (within reason) than with soft loads.

Next, I will try 3,14 and 3,18 g of the same Vihtavuory N550 powder in RWS cases and 3,19 and 3,23 g in S&;B cases wich should leave me in the neighbourhood of 940 m/s, below maximums even at warmer temperatures. I will post you those results as well.

Best regards,
Alvaro Mazón, Dienstag, den 23. Februar 2004

Für einen schnellen ersten Versuch ohne weitere Entwicklung zu schwankungsunempfindlichen Ladungen mit der Ladungleiter ist das ein sehr ermutigendes Ergebnis, meine ich. Auf 200 m mit 6 Schuß mit einer Kipplaufwaffe einen 3,9 cm Streukreis in die Pappe zu bohren ist einfach gut. Auch die Blaser K95 und das Svarowski 4-12x50 ZF haben daran ihren gebührenden Anteil.

K 95-Anfangsschwierigkeiten

Hallo Lutz,

heute war es also soweit. Die neue K95 von Blaser im Kaliber 6,5x65R zerlegt, in den Rucksack gesteckt und auf zum Schießstand.

Munition: Nagelneue RWS-Hülse, Federal Large Rifle Magnum Zündhütchen, das 7g KJG und 3,70 Gramm N160 von Kemira. Patronenlänge 86 mm weil sie länger nicht ins Lager passen.

5 Schuß habe ich erst mal so geschossen um mit der Waffe vertraut zu werden. Das Schußbild hat mich schon nicht begeistert, aber vielleicht waren noch Ölreste im Lauf oder sonst was. Also vergessen wir mal die ersten 5 Schuß. Die zweite Gruppe mit 6 Schuß zeigte folgendes Bild: 2 Schuß lagen unmittelbar nebeneinander. 1 Schuß lag ~ 1 cm daneben. 3 weitere Einschüsse waren kunterbunt um die ersten drei Schüsse herum verteilt. Gruppendurchmesser etwa 55 mm. Für 300 Meter wäre das sicher gut. Ich habe das auf 100 m geschossen und bin etwas enttäuscht.

Auf Deiner Seite habe ich was gelesen, daß der Wechsel von N160 auf N140 in einem anderen Fall Besserung brachte. Sind Dir noch mehr Fälle bekannt, wo es an was anderem als am Pulver lag?

Ich werde als nächstes mal N140 testen und Dir dann wieder berichten. Die Ladungsleiter möchte ich erst probieren, wenn ich eine Zusammenstellung der Komponenten gefunden habe, die etwas zuverlässiger erscheint als die obige.

Gruß Jochen, Dienstag, 5. Oktober 2004 17:59

Moin Jochen,

Deinen Bericht lese ich betrübt. Die K95 ist im allgemeinen für hervorragende Schußleistungen bekannt. Dabei kann Sie dank des guten Simson-Jägerverschlusses, einem Kippblockverschluß, der sich ohne Umwege an großen Flächen abstützt, auch hoch belastet werden; viel höher als andere Kipplaufwaffen mit altmodischer Laufhakenverreigelung. Blaser baut meist recht enge Lager, so wohl auch bei Deiner K95, die das 6,5 mm KJG nur 87 mm lang hineinläßt. Damit liegt es also im Kegel an, also mittig und fluchtend vor dem Lauf; eine Vorraussetzung genau zu treffen.

Deine 3,7g N160 Ladung verbrennen im 60 cm Lauf gerade mal zu gut 96%. Erst bei längeren Läufen spielen die langsamen Pulver ihre Fähigkeiten aus. Das kurze Rohr wird also flammen, nicht für nachts geeignet sein. Für Jäger sind Vihtavuoripulver nicht so empfehlenswert, weil sie nicht hoch genug nitriert sind. Norma oder Rottweil sind besser. Ich rate eher zu 3,3g R907, daß vollständig verbrennt und binnen der vorgegeben Druckgrenzen aus 60 cm Lauf immerhin 952 m/s ergibt. Dabei eignet sich die K95 unbedingt für verstärkten Beschuß (v. B.), um die Druckgrenzen der randlosen 6,5x65 auszunutzen. In dem v.-B.-Falle, könntest du noch ein paar hunderstel Gramm drauflegen. Allerdings ist mir nicht klar, warum du Federal 215 Magnum verwendest! Das muß nicht sein. Nimm weniger schnelleres Pulver als das N160 und gewöhnliche Zündhütchen, wie CCI200.

Ob eine Waffe gut schießt, hängt zunächst vom Schützen ab. Er muß seine Waffe ruhig halten. Dazu hilft Seelenfrieden, den eine neue Waffe meist durch Spannung und Aufregung ersetzt. Ruhiges Schießen fördert weiter eine breite feste Unterlage vorn und hinten an der jeweils gleichen Stelle bei jedem Schuß. Auch muß die Waffe bei jedem Schuß gleich in die Schulter eingezogen werden. An der Waffe muß alles fest sitzen, darf nichts klappern.

Lasse dich also nicht entmutigen, sondern gewinne durch Beschäftigung mit dem Gerät Vertrauen und Ruhe. Dann werden sich die gewünschten Ergebnisse schon einstellen. Der schnellste = wirtschaftlichste Weg die änderungsunempfindlichste Ladung zu finden ist die Ladungsleiter.

Viel Glück wünscht Lutz,

Bergstutzen

Sehr geehrter Herr Möller,

Aufgrund von mehreren schlechten Erfahrungen mit meinem Suhl-Kipplauf im Kaliber 7 mm Rem. Mag. in Bezug auf Schußbild (nur 10,5g Geschoß schießt ordentlich) und Handhabung im Gelände habe ich mich nun nach langer Überlegung entschieden eine neuen Waffe zu kaufen. In Frage kommen würde für mich ein Blaser Bergstutzen in den Kalibern 5,6x50 Mag. im oberen und 6,5x65 RWS im unteren Lauf. Nach Herstellerangeben entnehmen werden beide Kaliber nur als Randversion angeboten. Bei der kleinen Kugel konnte ich bei den Munitionsherstellerangaben keinen Unterschied zur randlosen Patrone entnehmen, jedoch bei der 6,5x65 R RWS sind in Punkto V0, E0 und Treffpunktlage auf 300 m beim Hersteller RWS relativ große Unterschiede. Wie erklärt sich dies?. Ich konnte auch noch nicht herausfinden ob der Hersteller die Waffe auch mit randlosen Patronen anbietet. Haben Sie hierzu Erfahrungen bzw. was halten Sie von meiner Kaliberwahl und von der Randversion?

Besten Dank im Voraus
Siegfried Hummel

Lieber Waidgenosse Hummel,

Munitionshersteller bieten sowohl die kleine 5,6x50 Magnum als auch die 6,5x65 mit eingedrehtem Rand, gemeinhin ohne weitere Bezeichnung ,,randlos" genant, als auch Randausführungen, die dann mit einem zusätzlichengroßen ,,R" bezeichnet werden, an. Der Rand wird für den Auszieher der Kipplaufwaffen benötigt. Die Randausführungen für Kipplaufwaffen heißen also 5,6x50 R Magnum und 6,5x65 R. Die Randpatronen sind für die Auszieher der Kipplaufwaffen bestimmt, sollten also vom Werk für Kipplaufwaffen gewählt werden, nicht die Randlosen. Ich vermute Blaser tut richtiger Weise genau das, nämlich Kipplaufwaffen für Randpatronen zu bauen.

Im übrigen gilt, der Schütze lädt nur genau das, was auf dem Lauf neben dem Beschußstempel eingeschlagen ist, nichts anderes. Kommen Sie also nicht auf den Gedanken randlose Patronen in Waffen zu verladen, die für Randpatronen ausgelegt sind. Ersten bekommen Sie die nicht ohne Weiteres wieder aus dem Lager heraus. Zweitens können sich die Drücke unterscheiden. Drittens ist das vernünftiger Weise nicht zulässig. Für derlei Unsinn haftet keiner aus Ihnen selbst!

Repetierverschlüsse sind meist kräftiger als Kipplaufverschlüsse gebaut und vertragen daher etwas mehr Druck. Kipplaufwaffen sind etwas empfindlicher. Schließlich sind kurzen und leichten Kipplaufwaffen auf Führigkeit und geringes Gewicht ausgelegt, z. B: um sie im Gebirge gut mitführen zu können. Daher rührt vermutlich auch der Name Bergstutzen. Wegen der üblicherweise weniger widerstandsfähigen Verschlüsse, werden die Randpatronen meinst etwas niedriger als ihr randlosen Schwestern geladen. Etwas geringere Rasanz bei gleichen Geschossen folgt, die Flugbahnen der R-Ausführung fallen also in der Weite tiefer!

Wenn Sie die Leistung der randlosen Patronen in der Randausführung erreichen wollen, müssen Sie höher laden. Ein gewerblicher Wiederlader macht das gern für sie, vorausgesetzt sie ließen Ihre Waffe vorher vom Beschußamt verstärkt beschießen. Das ist ein gängiges Verfahren, um sicherzustellen, daß Ihre Waffe auch bei erhöhtem Gasdruck sicher schießt.

Gelegentlich verbauen Hersteller auch randlose Patronen in Kipplaufwaffen (beachte Munitionsangabe auf Lauf neben Beschußstempel). Davon rate ich ab. Der Auszieher ist dann ein komplizierte Konstruktion mit kleinsten Federchen die Uhrmacherpräzision erfordert und bei der geringsten Verschmutzung im Wald ihre Funktion einstellt, also nur etwas für Salonjägern, nicht für den verläßlichen Gebrauch in der Schönn Natur, in Staub und Wind. Der Gebrauch solcher Waffen läßt Störungen erwarten.

Horrido, L. Möller

Sinn und Unsinn von Bergstutzen

Sehr geehrter Herr Möller,

vorab auch von mir ein dickes Lob für Ihr hervorragendes Forum. Da ich als Jungjäger bereits von Beginn an Ihre Ratschläge zu beherzigen versuchte, bin nun im Besitz zweier Steyr Luxus in 8x68S und in 7x64 (jeweils mit Zeiss 2,5-10/1), zudem einer Anschütz in 222 Rem. Soweit so gut. Als revierloser Jungjäger mit angelegentlichen Jagdmöglichkeiten beim Staat, also Wald, in Hochwildrevieren mit Wild vom Waschbär bis zum Keiler ( ggf. auch Hirsch) und im Herbst der Gelegenheit zur Gamsjagd, frage ich mich schon seit längerem, ob ich nicht besser mit einem Bergstutzen beraten wäre.

Was spricht aus Ihrer Sicht gegen einen Bergstutzen in den Kalibern .30"R-Blaser und 5,6x50R ( ggf. besser 243 ? )? Mit dieser Kombination bin ich doch, wenn ich Sie richtig verstanden habe, mit der kleinen Kugel optimal für Fuchs und Reh ausgestattet, während ich mir mit der .30"R-Blaser keinerlei Gedanken beim Schuß auf Hirsch und Schwein machen muß. Als Stutzen hatte ich mir den Blaser-Bergstutzen ausgesucht. Was halten Sie, abgesehen vom ggf. Manko des Preises und der fehlenden Übungsmöglichkeit mit solchen Waffen, von meinen Überlegungen? Wie gesagt, auch ich suche die eierlegende Wollmilchsau, allerdings nicht für absolute Weitschüsse, sondern für eine Waffe mit der ich bei jeder Einladung/Gelegenheit „optimal“ also „wildgerecht“ ausgerüstet bin. Da ich trotz intensiven Suchens bisher keinerlei ausführliche Abhandlung des Themas Bergstutzen ( Kickstopp, Schaftmagazin etc.) auf ihren Seiten finden konnte, danke ich Ihnen vorab schon vielmals für die Beantwortung meiner Frage, und die von Ihnen geopferte Zeit.

Es grüßt Sie freundlichst aus dem Münsterland mit Waidmannsheil
Martin Ernstschneider, Montag, 12. April 2004 20:47

Herr Ernstscheider,

ich finde derzeit nicht die Zeit ausführlich zu antworten. Vielleicht rufen Sie mich mal an. Ansonsten klingt ihr Kombination 5,6x50R und 7x65R sein. Rückstoß ist bei derlei Waffen und Patronen eigentlich kein großes Problem.

Mit freundlichen Grüßen, L. Möller, 13. 4. 04 23:20:24:


Sehr geehrter Herr Möller,

Ihrer Antwort entgegen sehnend öffnete ich gespannt Ihre Antwortmail. Ihre kurze und doch recht gute Antwort nahm ich dankend zur Kenntnis. Gernwarte ich auf eine etwas ausführlichere Antwort, bis Ihnen ihr Terminplan wieder etwas mehr freie Zeit für Ihr Forum läßt. Nochmals vielen Dank und viele Grüße aus dem Schönn Münsterland sendet Ihnen

Martin Ernstschneider

PS: Vielleicht nutze ich irgend wann ihr großzügiges Angebot Sie telef. zu kontaktieren, aber einen Teil der Unsicherheit nahmen Sie schon durch Ihre kurze Mail

.360 Nitro Expreß Doppelbüchse

Guten Tag Herr Möller,

Ich verfolge schon seit längerem Ihre sehr bemerkenswerte Seite; ich hätte eine Frage : was halten Sie von einer Doppelbüchse im Kaliber 360 N.E. , die auf Drückjagden geführt werden soll ?

Mit dem Dank für Ihre Mühe Andreas Gerling, Mittwoch, 6. August 2003 19:24

Tag Herr Gerling,

nehmen Sie lieber eine 7x65R. Wenn es ein Exot für Wiederlader sein soll, käme auch die 8,5x75 oder die .375 R Hölderlin in Frage. Warum .360" NE? Das Ding ist mit 2.400 bar Gasdruck völlig veraltet!

Mit freundlichen Grüßen, L. Möller

Blaser D 99 Drilling

Danke Herr Möller,

ganz herzlichen Dank für Ihre Erläuterungen. Andere Frage:

Glauben Sie, daß man mit einem Drilling Blaser D99 mit einer 222 im 2. Kugellauf (große Kugel .30-06 o. ä. ) auf 200 m ähnlich präzise wie mit einer Büchse schießen kann , zumindest 2 Schuß?

LM: Zunächst rate ich Ihnen ab einer Kipplaufwaffe für etwas anderes als Randpatronen zu wählen. Die .30-06 Springfield ist kein solche. Daher hat die in einer Kipplaufwaffe nichts verloren. Nehmen Sie die 7x65R mit Lutz Möller Geschoß, wenn Sie 200 m weit verschieden Wildarten von klein bis Groß erfolgreich bejagen wollen.

Wenn es ein Drilling sein muß, was halten Sie von dem Blaser D99-System?

LM: Als Spezialisten für Kipplaufwaffen fragen Sie am besten Lutz Lorberg. Mir scheint der D99-Entwurf mit nicht verlötetem Kugellauf geeignet zu sein, den 2. Schuß ohne wärmebedingte Laufkrümmung abgeben zu können. Viel mehr als 2 Schüsse werden Sie auf ein Wild wohl selten antragen können, außer es wäre mit einem Strick am Pfahl angebunden. Doch das wäre keine Jagd, sondern lediglich eine Hinrichtung. Letztlich sollten Sie eine neue Waffe versuchsweise selbst schießen.

Gibt es 1. hier Möglichkeiten, die Präzision zu verbessern oder 2. muß man probieren, welche Ladung paßt?

1. LM: Ja. Die Genauigkeit kann verbessert werden, wenn, wie beim Kupferjaggeschoß, Vorsorge getroffen wurde, durch das erste Führband das Geschoß im Übergangskegel spielfrei zu zentrieren, statt herkömmlich die Hülse fertigungsbedingt mit bis zu 1/10 mm Untermaß die Kugel irgendwie außermittig vor den Lauf schieben zu lassen.

2. LM: Ja. Mit der Ladungsleiter läßt sich die beste Ladung schnellstmöglich ermitteln.

Viele Grüsse und nochmals Danke,
Erhardt Vogt

Fund

Hallo Lutz,

ich habe zur Zeit leider noch keinen Bedarf für neue Mun. da mir ein bekannter erst 100 Schuß HMK geschenkt hat. Damit reiche ich mit meinen Vorräten wohl noch gut zwei Jahre hin.

Aber mal was anderes. Ich hatte letztens eine herrlich Waffe in der Hand, die ich aber nicht erwerben konnte, weil jemand seinen Mund nicht gehalten hat. Es war ein Suhler-Hahn-Büchsflintendrilling in den Kaliber 16/65 - 6(6,5)x58R - 9,3x74R. Ein wunderschön Waffe aus Suhler Vorkriegsfertigung wurde von dem Finder (Dachbodenfund) zuerst an einen Büchsenmacher für sage-und-schreibe 150 (einhundertfünfzig) Euro verschenkt, anders kann ich das nicht bezeichnen. Der BüMa wollte mir das Teil für 300 € überlassen, da er die Waffe schon legalisiert hatte und seine Kosten gedeckt haben wollte. Gut, das hätte ich auch locker hingeblättert, aber mein Bekannter hat das rumposaunt und, bevor ich mit dem Geld beim BüMa war, fand sich schnell ein Kenner, der dem guten BüMa 1.000 Euro auf den Tisch blätterte und die Waffe gleich einpackte und mitnahm. MIST, sage ich da nur. Nun habe ich versucht etwas mehr über da Kaliber heraus zufinden konnte aber im www. nichts weiteres dazu finden auch die Antworten im WuH-Forum waren eher dürftig. Auf der Waffe stand 6x58R der Patronenlagerabguß ergab dann 6,5x58R auf den warum das so auf der Waffe stand hat mich carcano aus dem WuH-Forum schon aufmerksam gemacht. Nun bin ich aber immer noch an Informationen über dieses Kaliber interessiert. Ich hoffe du kannst mir da weiter helfen.

Gruß und Weidmannsheil, Ole, Sonntag den 22. Februar 2004

Ole, es gibt eine CIP 6,5x68R.Di Maße sende ich Dir als PDF-Datei. Gruß Lutz

Lutz, genau die war es! Eine Schön Patrone und paßt ja auch ganz herrlich zur 9,3x74R, schon von der Form her. Gruß Ole

6 x 70 R

Sehr geehrter Herr Möller!

Nachdem ich Ihre Seiten schon öfters gelesen habe, die ich sehr gut und informativ finde, möchte ich auch einen kurzen Beitrag liefern:

Ich bin Mitpächter eines Feldrevieres im nördlichen Niederösterreich (Waldviertel) und wir haben dort mit Schußweiten von bis zu 250m zu rechnen. Ich führe als Lieblingskaliber auf Rehwild die 243 . und als Ladung das 6,2g KS von RWS. Bei rd. 15 Abschüssen (alle auf breit stehendes Wild und alles Kammerschüsse) habe ich festgestellt, daß ab rd. 80m bis 255m (gemessen mit Entfernungsmesser) das Wild auf dem Stand zusammenbricht. Bis 80m muß mit einigen Fluchten gerechnet werden. Die Wildpretentwertung ist bei den heutigen Preisen nebensächlich.

Ich bin bei der Waffenwahl nicht ganz Ihrer Meinung, da eine schön gearbeitete Kipplaufwaffe schon eine große Freude darstellt. Natürlich muß ich den Anwendungsbereich kennen, mit einem Repetierer kann ich besserer Schußergebnisse erzielen - aber die ,,Schießmaschinen" sind auch nicht immer erforderlich.

Alles Gute und Waidmannsheil! Th. Freund, Dienstag, 20. Januar 2004 10:45

Suhler Werk

Hallo Herr Möller,

ich möchte gern einen tollen Bericht über die Qualität der Suhler Waffen bringen. Ich habe 2003 zwei Stück Suhler Bergstutzen im Kaliber .30"R Blaser / 5,6x50 R mit Wechselläufen 20/76 / 5,6x50 R bestellt und nach etwa 2 Monaten die Waffen über meinen Händler originalverpackt geliefert bekommen - 16.12.2004. Beim Öffnen der originalverpackten Waffen kam schon die erste Enttäuschung. Bei meiner Waffe waren am Hinterschaft die Spuren der Plastiknoppen der Verpackung zu sehen, die sich nicht mehr aus dem Holz polieren ließen! Desweiteren paßten die mitgelieferten Montagen nicht, da Suhl eine neue Montage in die Serie nahm. Nachdem natürlich beide Montagen wieder zurückgingen, bekam ich dann die nächsten beiden Montagen. Die Montage für die zweite Waffe paßte, die Montage für die Schiene natürlich nicht! Dafür lies sich die Waffe, an der die Montage paßte, nicht einschießen, da allen Anschein nach die ganze Aufnahme der Montage nicht mittig ist - Tatsache. Das ist auch daran zu erkennen das die Kimme 1,5 mm außermittig ist!

Auf Grund des unakzeptablen Auslieferungsstandards beider Waffen - welchen detailliert aufzuführen die Seite sprengen würde, sandte ich beide Waffen zurück an den Händler zur Nachbesserung im Werk.

Nachdem eine Waffe in der 13. KW endlich zurückkam, erlebten wir beim Öffnen der wieder originalverpackten Waffe eine böse überaschung. Die vorherige Neuwaffe wurde durch die Reparatur im Werk zur Altwaffe!! Zerschlagen und zerkratzt bekam ich Sie zurück. Die Verstellschrauben des oberen Laufes stehen am Vorderschaft an, usw. Für die zweite Waffe, die noch nicht an mich ausgeliefert wurde - seit Dezember ist inzwischen die vierte falsche Montage geliefert worden - wieder nicht passend, da 1cm zu lang, haben wir von diesen Produkten aus Suhl die Nase voll.

Wir beantragten Wandlung, da sämtliches Vertrauen zu diesen Hersteller verloren ging!

MfG, JOSEF MUHR, ZELTWEG / ÖSTERREICH, Montag, 5. April 2004 05:23

Herr Muhr,

teilen Sie mir bitte die genau Bezeichnungen und Waffennummern (werden nicht veröffentlicht) mit, damit ich deswegen im Werk gezielt anrufen kann.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller Montag, 5. April 2004,

Hallo Herr Möller,

der 9,3 mm Drilling ist ein ,,nagelneuer" Krieghoff Optima DBD. Eingeschossen von K. über offene Visierung mit 15 g Norma Vulkan, mit Montageplatten ausgeliefert, von einem BM im Großraum Fulda montiert, dann an einen Kunden ausgeliefert. Mir wurde diese Waffe gebraucht für einen sehr attraktiven Preis angeboten. Nach meinem (damaligen) Wunsch wurde sie mit Geco TMR eingeschossen. Ein Drückjagd Varipoint mit BSM ist drauf.

Fazit: Alles scheint o. k., nur die Waffe schießt nicht. Erstens sind die beiden Kaltschüsse schon 20 cm auseinander und dann macht jeder Lauf bei den Warmschüssen noch einen Sprung um 8 cm pro Lauf, bleibt bei den weiteren Warmschüssen dann jedoch stabil. Jetzt ging die Waffe heute morgen an Krieghoff raus. Schauen wir mal, was die finden und wie viel Ärger der BM dann macht.

Jetzt begebe ich mich auf die Jagd nach Hülsen in .308" Win. Mein wiederladender Bekannter ordert just einen Matritzensatz und dann werd ich wohl demnächst bei Ihnen LM KJG in .308" ordern. Bin mächtig neugierig auf die Wirkung.

Gruß, Michael Jansen, Montag, den 5. April 2004

Wärmebedingtes Klettern

Hallo Herr Möller,

Hier nur noch eine bemerkenswerte Information: Ich war der Meinung, Krieghoff würde ggf. meinen DBD schon mit wiedergeladener Mun mit dem KJG einschießen. Dem ist leider nicht so. Nach dem Unfall mit der Blaser - Radialbundschleuder gabs bei Krieghoff eine Direktive, die verbietet, Waffen mit selbstgeladener Mun. einzuschießen. Dies geht nur, wenn vorher über diese Mun. ein Gutachten erstellt wurde. Dieser Aufwand erscheint mir denn doch zu hoch.

Bislang hat die Waffe ein ungenügendes Warmschießverhalten. Das kann mit der ZFR-Montage zusammenhängen. Ich geh jetzt davon aus, daß die neu löten müssen und es danach paßt. Ich geh weiter davon aus, daß das dann auch prinzipiell mit anderer Mun. (selbstgeladene) passen sollte, die dann höchstens eine insgesamt veränderte Treffpunktlage aufweist. Christoph oder ein BM könnte mir dann die Waffe entspr. Auf die neue Munition mit KJG einschießen.

Mach ich ggf. einen groben Gedankenfehler?

Gruß, Michael Jansen, 14. April 2004

Ja Herr Jansen,

weil die KJG als ,,reibungsarme Führbandvollgeschosse“ der Lauf nicht mehr so, wie mit ganz am Schaft anliegenden Bleigeschossen mit Mantel, oder noch schlimmer andere Kupfergeschosse, ohne meine geschützen reibungsarmen Führbänder mit irre Höhem Einpreßdruck und Reibung, erwärmen. Mit KJG bleibt der Lauf länger kühl. Insofern helfen KJG das berüchtigte und unangenehme ,,wärmebedingte Klettern“ mehrläufiger Kipplaufwaffen zu mildern.

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller 14. April 2004,

Oh Herr Möller,

Sie überfrachten mich mit Zahlen und das sooo früh am Tag. Also: Magazinlänge der .308"-Win.-Keßlerin muß ich messen.

Es handelt sich um eine Keßlerin mit dem 98er DWM System von 1908. Es ist also ein Klappdeckelmagazin, das von dem Roland Keßler dahingehend bearbeitet wurde, daß es kürzer und leichter und löchriger (diffusionsoffen....) ist. Ich denke, daß die Länge des Magazins dem original DWM - System entsprechen sollte. Vielleicht erreich ich den Keßler heute und kann das nachfragen. Danke jedenfalls schon mal für die Mühe. Ich leite das an Christoph weiter.

Zum Thema Drilling: Krieghoff lieferte den Optima nur mit den Bodenplatten der ZRF - Montage montiert. Somit konnten die das Teil in Ulm auch nur über offene Visierung einschießen. Das Ergebnis war wohl gut. Der BM montierte dann und augenscheinlich litt dann das Schußverhalten dahingehend, daß die Kaltschüsse des rechten und linken Kugellaufes ok sind (kann man jedenfalls justieren), aber die nachfolgenden Warmschüssen jeweils 8 cm nach oben links bzw. rechts springen. Weitere Schüsse klettern nicht weiter. Seltsames Bild! Evtl. bauen spannt die Montage die verlöteten Kugelläufen. Wir werden sehen.

Gruß, Michael Jansen, Donnerstag, den 15. April 2004

Möller in 9,3x74 R Doppelbüchse


Moin Herr Möller,

Ich hab's nun geschafft und war mit dem DBD endlich auf dem Stand. Das wurde vor der drohenden Drückjagdsaison auch höchste Zeit. Eingeschossen ist die Waffe auf das 16 KS, weil Krieghoff nur Fabrikmunition einsetzt. Ich hab nun einige Schuß mit dem KJG, das Chr. Böhner mit verladen hat, auf di Scheibe gesetzt. Die liegen grosso modo dort, am Ort an dem die KS auch einschlagen. Das ist der Punkt, der mich hoffnungsvoll stimmt.

Der andere Punkt, der die Einsetzbarkeit dieser Ladung ausschließlich auf Tagesbedingungen beschränkt, ist das immense Mündungsfeuer. Das hat mich ehrlich erschreckt. Bei Dunkelheit wäre man vermutlich erstmal blind und hätte dann überhaupt keine Chance, das Wild zu verfolgen.

Ansonsten schießt sich das 9,3 mm KJG im großen Kaliber verglichen mit dem 16 g KS angenehm.

Gruß in den Norden, Michael Jansen , Dienstag, 19. Oktober 2004

Herr Jansen,

für kurze Läufe in der Nacht gibt es eine 9,3x74R Nachtladung mit Norma 200.

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller

BBF97

Hallo Lutz,

da ich zur Zeit fast ununterbrochen auf Deinen genialen Seiten weile und mir 4-eckige Augen, hole möchte ich Dich mal wieder mit einer Frage quälen.

Ich besitze eine BBF 97 in 8x 57 IRS/12/70 , diese möchte ich bei Deinem Namensvetter aufreiben lassen auf 8x65 RS. Da ich die Waffe aber auch mal auf einer Drückjagd führen möchte hab ich mir überlegt, einen Einstecklauf (auch von Master Lorberg) einbauen zu lassen. Die von mir verwendeten neuen Federal Slugs fliegen zwar bis auf 100 m, nur etwas tief, dafür aber zum Teil quer ankommend. Das Kaliber sollte nun aber auch 8x65 RS sein, sonst ist die Sache für mich witzlos. Lutz Lorberg rät mir allerdings davon ab. Auch wegen der Stoßbodenbelastung. Was ich mich aber frage, warum kann ich die BBF auch mit einem Wechsel-Lauf-Bündel ausrüsten, das die Waffe zur Bockbüchse umfunktioniert?! Was hältst Du von den Blaser Kipplaufwaffen? Welchen Einstecklauf-Hersteller (in jedem Fall) würdest Du wählen? (Die Seite wenn vorhanden habe ich noch nicht gelesen.)

Etwas Kritik zur Seite, bzw. eine Anregung: Der Übersichtlichkeit halber, könntest du eine Art Glossar entwickeln, in der Deine unter- / hinterlegten Wörter alphabetisch aufgelistet werden? Evtl auch später mit einem Glossar, in Bau- / Systemgruppen

Gruß, Alex Mittwoch, 24. November 2004 17:20
PS: Weitermachen!
PPS: Bitte Anonymisieren!

Alex,

je nachdem ob einen Kipplaufwaffe den Simson Jägerverschluß hat ( K77, K95, Scheiring) oder Laufhakenverriegelung mit oder ohne weiter Abstützungen, kann die Waffe höhere oder niedere Stoßbodenkräfte ab. Daher liegt bei den Waffen mit Laufhakenverriegelung der niedrigbelastende Schrotlauf oben und kann nicht durch einen hochbelastenden Kugellauf ersetz werden. Von den Blaser K95 mit Simson Jägerverschluß halte ich sehr viel. Sie sind leicht, kräftig und genau. Die andern kenne ich zu wenig um mich drüber sachlich äußern zu können. Frag Lutz Lorberg, auch nach den Einsteckläufen.

Gruß Lutz, 2. Dez 2004

Hallo Herr Möller,

ich hab jetzt das gefunden was ich schon lange suche, ein Ischlerstutzen den ich mir so machen lasse.

Doch ich bin mir nicht ganz sicher welches Kaliber ich nehmen soll. Es ist eine sehr leichte Waffe. Ich möchte sie für die Bergjagd auf Gams, Hirsch und Reh führen. Was halten sie von der 6,5x57 mit KJG ? Oder haben sie einen besseren Vorschlag? (243 , oder 6x62F. oder 6,5x65). Es sollte eine Patrone sein, die sich auf einem leichten Gewehr angenehm schießen läßt, nicht das es mir die Waffe jedesmal hoch wirft.

Servus, Ralf, Sonntag, 26. Juni 2005 12:42

Moin Herr Rauchberger,

schick sieht das Ding aus. Ganz ohne Rückstoß sind so leichte Waffen nicht zu haben. In 60 cm Stutzenlauf nehmen Sie 6,5x57R. Besser mit 65 cm Lauf nehmen Sie die 6,5x65R immer mit 6,5 mm Lutz Möller Geschoß!

Waidmansheil, Lutz Möller 26. Juni 2005,

Anderer Verschluß

verlangt andere Ladungen

Hallo Herr Möller

die Lieferung ist heute angekommen. Alles bestens, alles ist an seinem Platz gewesen. Die Geschosse werden für Patronen für einen Krieghoff-Drilling Simplex (7x65R) verwendet. Ich stelle Wieder mal eine Frage, mit der Bitte und Hoffung, um Beantwortung.

Kann ich, da eine Kipplaufwaffe, mit dem Gasdruck ähnlich oder gleich verfahren wie bei der Blaser K770? Ladedaten bei der Blaser: Kal. 7x65R, KJG-S, Rottweil R901, Pulvermenge 3,20 g, Zündhütchen CCI200, Hülsen MEN.

Vielen Dank im Voraus, Grüße und Waidmannsheil, Hunter, Mittwoch, 7. Mai 2008 19:12

Moin Hunter,

Kipplaufwaffen, die keinen Kippblockverschluß aufweisen, sollten mit Augenmaß belastet werden. Ein Kippblockverschluß (KBV) verträgt in der Regel mehr Stoßbodenkraft und Gasdruck als die Patronenhülse. Solche Waffen halte also viel aus. Alle anderen Kipplaufwaffen sind da empfindlicher. Bei denen empfiehlt sich also die CIP-Gasdrücke einzuhalten.

Zudem hat sich das R901 etwa im Jahre 2007 geändert, ist schnell geworden. Da ist Vorsicht geboten, besser wäre für ein Kipplaufwaffe ohne KBV in der 7x65R die empfohlene R902 Ladung zu wählen, nicht die KBV-Ladung.

Waidmannheil, Lutz Möller

30 cm Drilling Tiefschuß

Hallo Lutz,

ich schoß die .308 Flitzer an, lagen 5 cm zu hoch, alles top wie immer.

Bei meinem Drilling 7x57R trat Folgendes auf:

- nach fünzig Schüssen schlagartiger 30 cm Tiefschuß 😔;
- fällt mit neuer Charge Flitzer zusammen, aber so viel kann ich mir nicht erklären;
- Büchsenmacher prüfte ZF Anbau, sagt alles i.O.;
- stellte die 30 cm bei Anschießen nach, Waffe schießt die nächsten Schüsse wie eingestellt;

ZF ist ein Minox ZX5i 3-15x56

LM: Seit wann baut Minox Zielfernrohre. Ist da nur einNAme oder fertigendie tatsächlich alles selbst?

Ich meine, das kann letztendlich nur am ZF liegen?

LM: Was sagt Minox dazu?

Was sagst Du dazu?

LM: Lies Zielfernrohr zu prüfen!

Mit besten Grüßen und Weidmannsheil

H.J.Zschuppe, Freitag, 23. Juni 2017 08:36

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