Bockbüchse

Doppeläufige Büchse mit aufgebockten gleichen Läufen

Pfad / Neuigkeiten / Waffen / Kipplaufbüchsen / Bockbüchse

Jäger - oder Kerstenverschluß ?

Blaser Bockbüchse

Sehr geehrter Herr Möller,

ich hätte ebenfalls großes Interesse an leichten Lutz Möller Geschossen. Ich führe die 9,3x74R in einer Blaser Bockbüchse mit 60,5 cm Lauf (Stoßboden - Mündung). Ich und vor allem meine Frau, des Rückschlages wegen, möchte Ihre Munition versuchen. Bei meiner bisherigen Munition kommt es ab und an zu erheblichen Wildbretverlusten, die ich jedoch, in Anbetracht der Fluchtstrecken (meistens im Feuer), gern in Kauf nahm. Bitte teilen Sie mir mit, ob ich die Munition bei Ihnen kaufen kann, oder wo ich an die Munition oder an die Geschosse drankomme. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen, Armin Bredel, Donnerstag, 9. November 2006 07:35

Tag Herr Bredel,

Rückstoß stört. Bei unangenehmen Erfahrungen damit kann er beim Schützen zu Schußangst und Mucken führen. Die Entmuckung ist schwierig. Ich kann das gut verstehen. Wegen störenden Rückstoßes entwickelte ich Rückstoßbremsen, ihres Anbaues an der Laufmündung auch Rückstoßbremsen genannt, obwohl der Begriff lasch gewählt ist denn nicht die Mündung, oder das Geschoß, sondern der Rückstoß wird gebremst. Solche 9,3 mm hdp Bremsen mildern den Rückstoß zwar ganz wunderbar, nur ist deren Anblick, insbesondere an einer schicken Kipplaufwaffe, nicht jedermanns Sache. Si werden vielicht die 9,3 mm Kornsockelbremse bevorzugen wollen. Sie vollkommen recht ein leichteres, aber dennoch wirksames Geschoß zu suchen. Sie haben es gefunden, das 9,3 mm Lutz Möller Geschoß! Damit werden Sie mit der 9,3 x 74 R Lutz Möller Munition als Drückjagdpatrone bei deutlich vermindertem Rückschlag und Vorhaltewinkel und deutlich gesteigerter Reichweite ihre Wild ohne die bislang zwar in Kauf genommenen aber vollkommen unnötigen Wildpretverlusten fangen.

Ob die Beute flüchtet oder am Anschuß fällt und liegen bleibt, bestimmt aber nicht die Menge zerstörten Wildpretes. Lies Zielwahl. Der Zusammenhang, falls Sie ihn denn oben gemeint hätten, besteht nicht, oder kaum. Beachten Sie dazu bitte Afrika 2004 und Afrika 2005. Mit 6,5 Lutz Möller Geschoß mm und geringstem Wirkungsquerschnitt flüchteten 25 (oder so) verschiedene kleine bis große Tier von 8 bis 300 kg nicht weniger weite als mit den mächtigen 9,3 mm Zerstörern mit fünffacher Wirkung, die heute nicht mehr gibt. Selbst die noch brutaleren und für die Jagd auf Wild zum Essen nicht, sondern für Kopfschüsse auf Menschen in der Menge, z. B: einen Geiselnehmer, der seiner Geisel die Pistole an den Kopf hält, bestimmten Zerleger, richten beim Schuß auf Wild ohne Ausschuß innen zwar zwar Zerlegerverwüstungen an, aber selbst dann bleibt Bumm = tot eine nicht immer zu erfüllende Wunschvorstellung, es sei denn, man schießt auf Kopf oder Träger. Nur so angetragene und getroffen Schüsse bannen das Wild sicher an denAnschuß. Bei allen anderen Treffern kann die tödlich getroffenzukünftige Beute immer noch ein gewisse Fluchtstrecke zurücklegen. Über Ursache und Folgen lesen Sie da bitt nach, vielleicht auch Schweißfährte. Dazu wäre hier ein Beispiel.

Blaser Bockbüchse von vorn. Der aufgebockte Lauf steckt in einer Hülle mit Verstelleinrichtung

Sehr geehrter Herr Möller,

die von Ihnen abgebildete 9,3 mm hdp Rückstoßbremse kann man meines Erachtens auf meine Blaser Bockdoppelbüchse nicht ohne weiteres montieren. Man würde die Justierung beeinträchtigen. Ich muß hier über die Munition einen Weg finden die Waffe auch für meine Frau angenehm zu gestalten. Dies wollte ich durch den Einsatz Ihres Lutz Möller Geschoß, das mir eine Reduzierung von einigen Prozenten verspricht. Sollte das 12 g 9,3 mm Lutz Möller Geschoß noch nicht ausreichen, dachte ich noch an das 9 g Lutz Möller Geschoß kurz.

Mir freundlichen Grüßen, Armin Bredel, Freitag, 10. November 2006 06:47

Tag Herr Bredel,

bei der Bauart stimme ich Ihnen zu. Hier kann der störende Rückstoß der 9,3x74R nur mittel eines leichteren Geschosses spürbar gemindert werden. Ein paar Prozente würden Sie gar nicht merken. Der Unterschied muß sich schon deutlicher fühlen lassen. Verglichen mit schweren Bleibatzen mindern die leichten Lutz Möller Geschosse den Rückstoß merklich, so merklich, daß wohl auch Ihre Frau wieder gern großkalibrige Bockbüchse anbacken wird. Ihre Meinung, wenn das 12 g 9,3 mm Lutz Möller Geschoß ihre Frau immer noch zu sehr stößt, deswegen zu verstoßen, sich forthin dem noch leichteren 9 g Lutz Möller Geschoß kurz zuzuwenden ist richtig gedacht und einen Möglichkeit, die sie wahrnehmen können. Der Weg zu leichteren Lutz Möller Geschoß führt ohne unnötige Risiken oder unerträglichen Nebenwirkungen zur Lösung angenehm und angstfrei zu schießen.

Sollte die Schußangst aber nicht sachliche sonder seelische Gründe haben, empfehle ich den Weg zum Flintenschützen, der wird ihrer Frau in Bockenberg die Angst nehmen und das Schießen beibringen. Ein ebensolcher Lehre ist Jürgen Ahrend, den man über W&;O Dittmann in Garlstorf erreicht. Dort kann auf dem gut ausgebauten Schießstand Garlstorf des Landesjagdverbandes Hamburg geübt werden.

Passende Hilfe gibt es immer. Man muß nur richtig Suchen. Ich mein, Sie sind auf dem richtigen WEg.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Blaser Bockbüchse .30" R

verstellt sich immer wieder

Schönn Tag Lutz !

Ich habe eine Frage an Dich. Weil ich seit 3 Jahren Schwierigkeiten mit dem Zusammenschießen der Läufe habe. Ich habe meine Blaser Bockbüchse ins Werk geschickt, die Läufe zu richten. Die hatten sich immer wieder verstellt oder vielleicht verspannt. Nach einem halben Jahr wanderte die Treffpunktlage immer wieder auseinander. Am Anfang dieses Jahres habe ich die Waffe zurück bekommen. Mit den Schußbildern (2 Stk. mit jeweils 4 Schüssen) eingeschossen mit RWS DK 10,7 g. Angeblich wurden die Läufe neu geläppt. Die Schußbilder waren für eine Bockbüchse in Ordnung, oder?

Blaser BockbüchsenEinschußscheibe

Blaser BockbüchsenEinschußscheibe


Ich habe dann im Schießkanal mit Deiner empfohlenen .30 R Lutz Möller Munition mehrmals geschossen. Alle Schüsse waren auf 100 m etwa 15 cm auseinander, aber in der Stange.

LM: Was soll „in der Stange“ bedeuten? Bild bitte! Der Ausdruck ist mir nicht geläufig.

Also von der Mitte aus gesehen oberer Lauf +5 cm unterer Lauf -10 cm.

LM: Ah, nun verstehe ich!

Zwischen dem Richten bei Blaser und dem Schießkanal benutze ich Waffe nicht.

LM: Das zwar nicht Bernhard, aber die verwendest andere Munition. Die andere Treffpunktlage sollte Dich also nicht überaschen.

Die Büchse stand nur im Waffenschrank, da ich für die Jagd auf Rehe den Wechsellauf cal. 20/76 * 6,5x57 R benütze. Der (schießt mit Lutz Möller Geschoß HERVORRAGEND, 3 Treffer auf die Größe einer 2 € Münze).

Frage: Muß ich die Läufe mit dem Lutz Möller Geschoß einschießen lassen, oder soll ich den Lauf gleich als Betoneisen verwenden

LM: Jas selbstverständlich müssen mehrläufige Waffen ausschließlich mit der zu verendenden Munition eingerichtet (reguliert, sagen manche) werden.

Sind Dir ähnliche Fälle bekannt?

LM: Zunächst siehe oben Blaser Bockbüchse. Mein Freund Klaus hat den Blaser Schraubismus schließlich verkauft, weil die Schwierigkeiten mit den murkeligen Verstellschrauben, die nicht heilten, nie nachließen, aber er eine genau treffende Waffe braucht - auch damit umgehen kann.

Ich hoffe meine Fragerei nervt Dich nicht und ich würde mich über eine Antwort freuen wenn Du Zeit hast! Ich weiß, sie ist kostbar.

Bernhard,

diese Schraubverstelleinrichtungen an mehrläufigen Waffen sind billig herzustellen, bieten scheinbare Vorteile - leicht Verstellmöglichkeit, leichter Munitionswechsel - aber halten nichts aus. Zudem fehlet es wohl an Geübten, die die Einrichtung auch vornhmen könne. Schußendlich tagt das Gefummel nicht

Gruß Lutz

M.f.G. Bernhard, Donnerstag, 11. Juni 2009 10:21

Merkel B3 mit Suhler Jäger Kippblockverschluß

Merkel B3 Kaliber: .30-06, .30R Blaser, 8x57IRS, 9,3x74R Lauflänge: 55 cm Gesamtlänge: ~ 97 cm Gewicht: ~ 2,9 kg (abhängig von Kaliber und Schaftholz)

TACH HERR MOELLER!

ICH BEABSICHTIGE DIE ANSCHAFFUNG EINER MERKEL BB. DIESE SIND IN ZWEI VERSCHLUSSVARIANTEN UND LAUFLAENGEN ERHAELTLICH. MIT SIMSON-JAEGER-VERSCHLUSS (DURAL-BASKUELE) UND 55'ER LAEUFEN oder MIT KERSTEN-VERSCHLUSS (STAHL-BASKUELE) UND 60'ER LAEUFEN. BEIDE MIT EINZELABZUG (DOPPELSCHLOSS) UND JUSTIERBARER LAUFMUENDUNG FOLGENDE KALIBER STEHEN ZUR AUSWAHL: 7X65R; 30R BLASER; 8X57IRS; 8X75RS; 9,3X74R GEJAGD WIRD IM WALD (MITTELGEBIRGE) AUF ROTWILD, SAUEN UND REHWILD AUF ENTFERNUNGEN BIS 200 METER

A) WELCHES SYSTEM (VERSCHLUSS) IST HALTBARER?

B) WELCHES KALIBER/LAUFLAENGE PASST AM BESTEN?

MFG

FALKO UNRUH, Donnerstag, 16. November 2006 15:28

Tag Herr Unruh,

wenn Sie nur ohne besondere Anforderungen Werksmunition verschießen wollen, tut es jede der Merkel Bockwaffen. Bei 55 cm Lauf rate ich bei 8x57 IRS oder 9,3x74R zu bleiben. Wenn es ein 60 cm Lauf wird, könnten Sie auch die .30"R ins Auge fassen, müssen das aber nicht.

Merkel B3 Suhler Jäger Kippblockverschluß

Wollen Sie aber Hochleistung und weite Schüsse dann bietet der Suhler Jäger Kippblockverschluß in der B3 die besten Vorraussetzungen den Druck bis knapp unter die Fließgrenze der Stoßböden anzuheben, ohne die Waffe zu überlasten. Das kann kein Kerstenverschluß bieten.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Tag Herr Unruh,

ich bitte Sie die üblichen deutschen Regeln für Rechtschreibung und Zeichensetzung zu beachten, damit der Leser gern leist. Dazu gehört als das Mindeste ein anständige Groß und Kleinschreibung. Ohne die beantworte ich kein Fragen, Ich bitte Sie also um berichtige Beiträge.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Tach Herr Moeller!

Sei es drum, Ihnen zuliebe alles nochmal im schönsten Bürokratendeutsch. Mich interessiert das Fachliche eben mehr als das Redaktionelle.

Warum kann der Simson-Jäger-Verschluß mehr Stoßbodenkraft ab? Die gesamte Basküle ist aus Lei.phpetall (Dural) auf einer CNC-Maschine in null-komma-nichts gefräst. Über schlechte Fertigungstoleranzen bei Merkel-Leichtgewicht-Kombinierten (Bergstutzen) habe ich bei ihnen im Forum schon einmal gelesen.

Auf der anderen Seite wird die Merkel 2020 Bockbüchse seit mehr als 100 Jahren nahezu unverändert in Handarbeit aus dem Vollen aus bestem Gewehrstahl hergestellt. Der Verschluß ist doch, da ganz oben liegend plus doppelt verriegelnd, durch bessere Hebelwirkung physikalisch fester, meine ich, oder? Die Fertigungstoleranzen (Haltbarkeit) auch bei stärksten Kalibern (Ladungen) sollten doch gerade hier auf Weltklasseniveau liegen?

Woraus leiten Sie dauerhafte Haltbarkeit (Gas-Dichtigkeit) des Jäger-Verschlusses gegenüber dem Kersten-Verschluß ab?

Allerdings habe ich die MERKEL B3 mit ihren 55er Laeufen in der Hand gehabt. Mit 2,9 kg Lebendgewicht ist die tatsächlich ein imponierendes, führiges G'wehrle. Mit einem 1-4 fachem Drückjagdglas und kurzer Patrone wäre die sicherlich mit Freude zu führen!

Mich erinnern die ultra-leichte MERKEL-Waffen allerdings irgendwie negativ an maschinengestrickte BLASER-Waffen, den Repetierer KR1 mal ausgenommen.

Falko Unruh, Freitag, 17. November 2006 12:50

Kippblockverschluß beantwortet obige Frage.

9,3x74R Blaser Bockbüchse

auf dem Schießstand


Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe die 9,3x74R Munition heute auf dem Schießstand geschossen. Der erste Schuß aus dem oberen Lauf lag war wie bei meiner alten Ladung genau richtig. Ich brauche nichts zu ändern, dachte ich. Aber der zweite Schuß aus dem unteren Lauf lag jedoch 30cm höher als bei der alten Ladung. Mit der alten Ladung lagen die Schüsse auf 4 cm beisammen.

Ich lies die Waffe abkühlen und schoß mit der alten Munition nochmals. Da war alles wie gehabt.

Dann nach einer Stunde wieder mit Lutz Möller Geschoß und wieder lag der zweite Schuß aus dem unteren 30 cm höher als der erste Schuß aus dem oberen Lauf. Die Laufmündungsverstellung meiner Blaser Bockbüchse wurde wahrscheinlich schon Jahre nicht mehr benutzt, da ich mit meinem Imbusschlüssel nicht das Herz hatte noch fester zu drehen, sonst hätte sich diesen verbogen oder es wäre irgendwas zu Bruch gegangen, was ich bei meiner Waffe nicht will, da sie ja mit der alten Munition zusammenschießt.

Was könnte man noch machen?

Ich werde am Wochenende jagen und zwar mit dem Lutz Möller Geschoß im oberen Lauf und der alten Munition im unteren Lauf (hab's versucht, so schießen sie zusammen).
Nur zufriedenstellend ist dies nicht.

Mit freundlichen Grüßen, A. B., Samstag, 18. November 2006 00:55

Tag Herr B.,

entweder besorgen Sie sich einen chemischen Rostlöser (z. B. als Kriechöl) und lassen den in die Ritzen kriechen und die Verklebung und den Rost lösen, oder Sei erwärmen die Verschraubung mit einem Brenner oder Sie bohren die vergammelten Schrauben aus. Das würde ich allerdings das Werk oder ein dafür eingerichtete Werkstatt erledigen lassen.

Gemischt würde ich nicht schießen. Das halte ich für einen Abweg.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Brünner ZH Bockbüchse

klemmt

Moin Torsten,

ich bin wieder da, aber mit Mittelohrentzündung links seit 2 Wochen nicht wirklich einsatzbereit. Die allgemein Erkältung ist weg, aber das Ohr noch nicht frei. Ich bin halbseitig fast taub und fühle mich wie halbseitig besoffen, weil das aufs Gleichgewicht geht. Irgendwie nützt da Antibiotikum nichts, oder nicht schnell genug.

Gruß Lutz

Moin moin!

mit der Brünner ZH Bockbüchse bin ich noch nicht weiter. Habe Dir ja geschrieben, daß die wiedergeladenen 7x65R nicht hineinpassen. Allerdings passen sie problemlos in die Blaser BBF 95 von Conni und in die Brünner 502 BBF meines Vaters und schießen auch gut. Ich bin fast sicher, daß die Patronen an der Schulter anliegen, denn am Lutz Möller Geschoß ist nichts zu sehen. Nur an der Schultermitte scheint es so, als ob da ein kreisförmiger leichter Abdruck ist. Wegen fehlender Erfahrung traue ich mir aber kein sicheres Urteil zu.

Bis denne - Torsten, Freitag, 27. Oktober 2006 21:01

Moin Torsten,

daß eine 7x65R klemmt, hörte ich gerade letztens aus der Quelle wieder. Da hilft ein zusätzlich beschaffter Hülsenhalter, den du 0,3 mm abschleifst und so von der Preßpassung zu einer losen Passung mit etwas Verschlußabstand bringst. Das ist günstig und schnell. Du kannst aber die Waffe auch nachreiben lassen. Das wäre dann normgerecht, erforderte aber ggf. neuen Beschuß und ist langwierig und teuer.

Ich komme nur sehr schwer über die Mittelohrentzündung hinweg und bin immer noch nicht richtig auf dem Damm. Mist!

Gruß Lutz, 1. November 2006, r

Moin moin Lutz,

ich habe mir heute noch mal die Brünner ZH Bockbüchse zu Gemüte geführt.

Brünner ZH 348 Basküle

Brünner ZH 348 Basküle

Brünner ZH 348 Basküle von oben

Brünner ZH 348 Laufbündel

Brünner ZH 348 Laufhaken

Aus der Brünner ZH 348 überstehende 7x65R Patronen

überstehende Patronen, seitlich, verwackelt, bearbeitet

Schleifspuren an leerer RWS-Hülse

Stoßbodenschleifspuren an leerer RWS-Hülse

Ich zerlegte Brünner ZH Bockbüchse, schaute dann, wie die Patronen in die Läufe passen: Sie fallen, auch wenn man sie festdrückt oder mit dem Finger ordentlich hineinklopft oder -preßt, locker hinein und auch wieder heraus. Das heißt doch, daß sie nicht irgendwo im sich nach vorn verengenden Patronenlager festhängen, oder? Wenn sie in das Lager fallen oder gedrückt werden, hört und fühlt man einen harten kurzen metallischen Anschlag = also hört man wohl den überstehenden Rand in die entsprechende Aussparung dafür fallen.

Das heißt doch wohl, daß diese Aussparung zumindest für die wiedergeladenen RWS-Hülsen zu flach ist oder umgekehrt, der Patronenrand sozusagen zu hoch.

7x65 R Randpatrone, hier von Sellier & Bellot

7x65R Patrone im Lager (CAD)

Moin Torsten,

Bei Randpatrone bestimmt der Rand den Verschlußabstand. Der aber scheint bei Deiner Brünner ZH Bockbüchse nicht mehr vorhanden, bzw. ist negativ, sprich des Rand drückt den Stoßboden gegen den Verschluß. Das soll er nicht. Der Abstand soll 0,0 soll 0,1 mm betragen, also anliegen bis etwas Luft geben! Hier stimmt was nicht!

7x65 R Randdicke

Der Rand der 7x65 R Patrone darf bis zu 1,4 mm dich sein. Bitte miß das Maß Randdicke nach, um festzustellen, ob die Hülsen oder die Waffe die Norm verletzen.

Wenn man die RWS-Hülsen anschaut, so sind deren Stoßböden nicht ganz flach, sondern etwas gewölbt, auch bei neuen Patronen.

LM: Das sollten die nicht sein!

Dies ist bei den S&;B-Hülsen weniger ausgeprägt. Die sind dort flacher. Aber auch wiedergeladenen S&;B-Hülsen lassen die Waffe nur sehr sehr schwer schließen. Neugekaufte S&;B-Patronen (Teilmantel) passen in die Brünner.

Seltsamerweise passen die wiedergeladenen Patronen ohne weiteres in Connis Blaser BBF 95 und Vaters Brünner BBF vom Vater, gleich ob RWS- oder S&;B-Hülsen. Dabei sind die Blaser-Waffen doch für enge Maße und Toleranzen bekannt.

Nun habe ich noch die Randaussparungstiefe nachgemessen:

Das heißt ?

LM: Beide Waffen zeigen Randaussparungen, die die Norm erfüllen, bzw. 0,2 bis 0,35 mm übererfüllen!

Nun ist aber noch die Frage, warum neue Patronen passen. Ich dachte immer, das sich der zündhütchenseitige Teil der Patrone sich kaum verformt, gerade bei Fabrikpatronen mit doch immerhin schwächerer Ladung <90% Höchstdruck, noch dazu bei teuren RWS-Hülsen.

LM: Die 7x65R wird werksseitig nur mit schlappen 3.800 bar gefahren, bzw. dem 0,9 fachen davon. Die gute Randhülse weist außer dem Zündhütchen keine Schwächungen auf und das Hütchen stützt sich selbst ab. Daher können gasdruckbedingte 380 N/mm² oder weniger einer anständig gehärteten Messinghülse mit > 600 N/mm² Festigkeit nichts anhaben. Da die Hülsen immer kleiner als das Patronenlager sind, würde sich ein fließende Hülse auch zunächst durch lockerer oder herausfallende Zündhütchen melden. Die sind hier aber nicht zu beobachten gewesen. Also war der Druck nicht so hoch.

Meine Frage: soll ich die Randaussparung prüfen und nacharbeiten lassen?

LM: Nein. Prüfe zunächst die Hülsen!

Jahrzehnte alte abgeschossene RWS 7x65R Hülsen

Jahrzehnte alte abgeschossene RWS 7x65R Hülsen

Jahrzehnte alte abgeschossene RWS 7x65R Hülsen

Jahrzehnte alte abgeschossene RWS 7x65R Hülsen sind am Boden ganz eben

Kann es sein, daß die Matritze "Unsinn" macht und nicht maßig ist (macht doch aber nichts am Boden).

LM: Das kann bei amerikanischen Gesenken und deutschen Patrone immer der Fall sein!

Ich bin etwas ratlos und möchte doch das Ding zum Lutz Möller Geschoß-Schießen bringen!

LM: Du bekommst demnächst einige RWS-Hülsen mit ebenem Boden, die du bitte in Deine Bockbüchsen lädst und dann berichtest.

Übrigens ist der Brünner ZH Bockbüchsenverschluß ja ein Schönr massiver Verschluß, nicht wahr?

LM: Ja. wie bei einer Lokomotive.

Auch bei diesem Verschluß muß die Basküle keine großen Kräfte aufnehmen, ähnlich wie bei Simson-Jäger.

LM: Vollkommen falsch! Ganz grauslich gedacht! Der Stoßboden drückt auf die Basküle, die wiederum an den Laufhaken zieht. Die Basküle nimmt also die gesamte Stoßbodenkraft auf! Beim Jäger Kippblockverschluß hingegen bleibt die Basküle ganz unbelastet. Größer könnte der Unterschied nicht sein!

Der untere Teil der Laufbrille faßt in ein massives Gegenlager, daß vom Stoßboden ausgeht, oben wird ähnlich Kersten verriegelt. Der sehr massive Stoßboden wird sozusagen ohne Hilfe der Basküle über dem hinteren Laufende verriegelt.

LM: Nein! Der Stoßboden drückt gegen die Basküle. Also nimmt Sie dessen Kräfte auf.

Trotzdem ist die Basküle massiver Stahl und gefräst mit zwei massiven Nocken, über die die (in Höhe und Seite zueinander verstellbaren) Läufe abgesenkt werden.

LM: Meinetwegen, aber das ändert nichts.

Der vordere Abzug ist auch mit Stecher nutzbar und der hintere Abzug kann als Einabzug für beide Läufe genutzt werden. Die Leute in Brno haben sich da für meine Begriffe richtig Gedanken gemacht, auch wenn die Waffe insgesamt keine Schönheit ist.

Ok, soweit dazu - beste Grüße aus Genthin! Torsten, Sonntag, 19. November 2006 21:14

Torsten,

ob die Mährer in Brünn sich die richtige Gedanken durch den Kopf gehen ließen, weiß ich nicht. Woher auch? Das müssen wir auch nicht wissen oder beurteilen.

Uns bewegt allein die Frage ob die Hülsen oder die Waffe di Norm verletzen, sofern wir davon ausgehen das normgerechte Hülsen in einer normgerechte Waffe passen sollten, und das nehmen wir mal an. Wenn ich die Bilder Deiner runden und meiner ebenen 7x65R-RWS-Hülsen mal vergleiche, dann erschienen mir Deine schräg, will sagen deren mittige Rundung gefällt mir nicht. Miß bitt den Abstand vom mundseitigen Rand bis zu bodenseitigen höchsten Erhebung. Mehr als 1,4 mm darf der Abstand nicht betragen. Wenn das nur ein zehntel mm zu viel wäre, der Abstand also 1,5 mm betrüge, könnte eine normgerechte Waffe mit höchstens einem zehntel mm Verschlußabstand gerade eben noch schließen. Das Maß ist also wichtig. Wenn die Hülsen es verletzen, wende dich an den Hersteller RWS, damit er Dir ggf. die abmaßigen Hülsen ersetze. Bei berechtigten Einwänden sind die da ganz freundlich!

Die Hülsen hast du bald. Bitte halte mich auf den Laufenden!

Gruß Lutz,

Klemmende Brünner BBF

Guten Abend Herr Möller,

habe gerade auf Ihrer Seite von der klemmenden BBF gelesen. Ich hatte das gleiche Problem mit der 7x65R in einer Zoli BBF. Auch der Test mit verschiedenen Waffen in 7x65R von Jagdfreunden zeigte das gleiche Bild, außer wie hier auch die Blaser BBF eines Freundes, da ging alles wie geschmiert. Ich habe damals auch alle Maße kontrolliert, aber keinen Fehler gefunden, so daß ich annehme, daß es and dem RCBS-Gesenk lag. Ich löste die Aufgabe indem ich die Patronen jetzt mit einer 7x64 Matrize kalibriere. Das war zwar auch ein RCBS-Gesenk, aber damit geht's. Wie Sie schon sagten, passiert das mit deutschen Patronen und amerikanischen Gesenken öfter, meine Erfahrung zeigt, hier vor allem RCBS aber auch Redding u. Lyman.

Ich kann nur Triebel Gesenke empfehlen, die sind zwar etwas teurer aber es gibt keine Probleme. Auch fertigt die Firma Gesenke nach Ihrem Patronenlager an, welche amerikanische Firma bietet so was? Wie überall, muß Qualität eben bezahlt werden.

Waidmannsheil Legonär, Montag, 20. November 2006 20:41

Moin Legionär,

da sieht man's mal wieder. Im Ende bekommt man immer das, was man bezahlt!

Gruß Lutz,

Moin Lutz,

Mit der Brünner bin ich bezüglich Verriegelung doch anderer Meinung. Dieses Bauteil, in das Laufhaken und die obere Verriegelung fassen, ist sozusagen allein in der Lage, das hintere Laufende zu verriegeln, die Basküle ist dazu nicht erforderlich. Man kann dieses Bauteil separat ausbauen und trotzdem die Läufe verschließen - ist vielleicht im Foto schlecht zu sehen.

LM: Dann baue es doch mal aus und photographiere es einzeln und noch einmal mit dem Laufbündel verriegelt.

Das hintere Laufende wird auch ohne Basküle sozusagen fast U-förmig umfaßt. Na ja, kann ich jetzt schlecht besser beschreiben, bei Gelegenheit können wir ja uns das mal anschauen.

Übrigens habe ich nochmal aus dieser Waffe abgeschossene Hülsen (S&;B-T-Mantel) eingelegt. Die Waffe geht zwar weiter zu, aber selbst mit diesen eben nicht ganz! Übrigens, Gregor Thiele fragte nach, ob Dein Angebot zur Prüfung der .300" WBY noch steht.

LM: Ja.

Bis denne - Torsten, Dienstag, 21. November 2006 15:46

Klemmer behoben

Hallo Lutz,

ich bekam am Samstag den zweiten 7x65R Hülsenhalter, schliff ihn heute in ~ 0,05-mm-Schritten flacher und versuchte dann die Hülsen in der Bockbüchse zu laden. Bei 0,3 mm flacher ging die Waffe stramm zu, perfekt war es dann bei etwa 0,35 mm. Danke für Deinen Rat! Ich werde dann die Hülsen laden. (H. G. riet übrigens auch zu einem flacheren Hülsenhalter).

Heute habe ich Hülsen für die .30" R fertig gemacht und wollte auch neue Hülsen laden, insgesamt 100. Der erste Versuch ging schief = ich habe nicht gewußt, daß man neue Hülsen innenkalibrieren muß. Habe gleich zwei Hülsen und Lutz Möller Geschoße versaut, denn die Hälse neuer RWS-Hülsen sind ja zu eng. Na ja, durch Schaden wird man auch klug. Dann lud ich erst mal 10 Stck. mit 4,0 g R 903. Meine restlichen 18 Patronen von Herrlinger sind nur knapp 87 mm lang - ich denke, das ist der Präzision nicht gerade zuträglich. Diese 10 jetzt geladenen sind 90,7 mm lang, also nur zwei Führbänder der fünf sind im Hals. Trotzdem sind die Möller JG gut zentriert und soweit fest. Ich hoffe das reicht als Setztiefe und ich habe keinen Denkfehler?

LM: Die .30" R Lutz Möller Munition sagt 88,5 mm. So soll das aussehen:

L6 = 88,5 mm

Was brauchen wir an Patronen für Finnland 07? Normale Ladung oder gibt es eine Winterladungsempfehlung? Lädst Du für den 98er die .30-06er selbst oder soll ich welche laden? Brauche dann allerdings Lutz Möller Geschoß .

Bis dann und Gruß - Torsten, Sonntag, 26. November 2006 23:11

Moin Torsten,

Das 7,6 mm Lutz Möller Geschoß sollte so wie oben gezeigt mit 3 Führbändern im .30"R Hals sitzen. 2 sind knapp. Finnland '07 wir ballistisch nicht so sehr anspruchsvoll werden. Jede empfohlene Ladung taugt. Mache die wegen der Munition jetzt noch kein Sorgen. Das Lutz Möller Geschoß hat dort wieder mal Geburtstag und schaut in eine spitze Zukunft. die ist aber noch nicht da. Also kann die Laderei bis dahin noch warten, auch wenn es die unter den Nägeln brennt mit Deinem neuen grünen Schein alles glänzende Gelbe mit krümeligem Grau zu füttern. Nimm doch erst mal die Zimmergießkanne und baue etwas für den Altjahresabend, aber spare Deine Patronehülsen für die neuen Geschosse!.

Gruß Lutz,

Wild Boar

Svante the Wild Boar

Neues Laufbündel

Hallo Herr Möller,

ich führe das Lutz Möller Geschoß bis jetzt in 9,3 mm im Repetierer und 7,6 mm in .30-06 in der BBF mit sehr gutem Ergebnis. Alle Stücke verendeten im Feuer oder nach kürzester Fluchtstrecke. Die Wildbretentwertung war sehr gering, auf keinen Fall höher als bei den TUG und anderen Bleibolzen, die ich davor schoß.

Ich spiele mit dem Gedanken, meine BBF mit einem neuen Laufbündel zu ergänzen, da sich die Notwendigkeit eines kombinerten Schrot-Kugel-bündels bei meinen Jagdmöglichkeiten als gering erwiesen hat. Die Waffe soll hauptsächlich für den Rehansitz bis hin zur Gams verwendet werden. Für stärkeres Wild wie Schwarzwild oder Elch habe ich meine Sauer mit 9,3x62 . Allerdings soll die neue Waffe, im Falle, daß der Repetierer mal nicht zur Verfügung steht, auch für diese Wildarten verwendet werden. Derzeit schwebe ich zwischen 6,5x65R und 8x57IRS. Die 6,5*65R hat den Vorteil eines angenehmen Rückschlags, hoher Rasanz (fällt mit Lutz Möller Geschoß auf 300 m gerade mal um 12cm ), dafür ist die Querschnittswirkung geringer als bei der 8*57IRS. Wie steht es bei beiden Kalibern mit der Tiefenwirkung?

LM: Jeden falls über ½ Meter Fleisch. Das sollte wohl langen, oder?

Welche würden Sie bevorzugen unter Berücksichtigung der schon vorhandenen Waffen (Die .30-06 vergessen Sie besser)? Sollten Sie für diese Fälle eine eigene Empfehlung habe, bin ich ganz Ohr.

Schön Grüsse aus dem Schwarzwald, Jürgen Seeholzer, Sonntag, 4. Februar 2007 20:32

Tag Herr Seeholzer,

Entscheiden müssen Sie selbst. Mit Lutz Möller Geschoß fällt alles. Ein guter Ausgleich zwischen beiden wäre die 7x65R.

Waidmann heil, Lutz Möller

Krieghoff 9,3 x 74 R Bockbüchse

Hallo, Herr Möller,

ich habe vor einiger Zeit eine Bockbüchse, Fabr. Krieghoff, von meinem Vater geerbt. Die Waffe hat das Kaliber 9,3 x 74 R und ist auf 18,5 g TM eingeschossen.

LM: Schußbild?

Herr Liebich hat mir freundlicherweise jeweils 4 Patronen in Ladungen von 3,82 - 3,85 g N 200 zur Verfügung gestellt. Die Läufe schießen damit aber nicht zusammen (siehe Foto, Lage aller Ladungen genauso wie die abgebildeten 2 Einschüsse).

Hinweis: Die Scheibe wurde auf 50 m beschossen, auf 100m waren die Schüsse nicht auf der Scheibe.

Frage: Muß ich die Waffe neu löten lassen oder gibt es die Möglichkeit, durch Variation der Ladung die Läufe zum Zusammenschießen zu bringen (das linke Einschußloch stammt vom unteren Lauf, das rechte vom oberen, Abstand ~ 7 Sek.)?

LM: Bei 6 rechts und 8 links auf 50 m müssen Sie die Garnierung ändern


Freundliche Grüße, H. G., Samstag, 3. November 2007 11:08

Reine Begeisterung

auf 260 m

Pure Begeisterung! Heute nacht um 00:15 schoß ich einen einzelnen, auf nur noch 65 kg abgerauschten, 4 - 5 jahre alten Keiler mit Ihrem Lutz Möller Geschoß aus meiner .30-06 Blaser B95 auf 260 m bei wunderbaren 50 cm Schnee und Vollmond! Das Kupfer faßte ihn kurz hinter dem Blatt genau mittig in die Lunge und ließ ihn binnen 25 m Flucht verenden!

LM: Gute Zielwahl, guter Treffer, aber kann der mit 4 - 5 Jahren nur 65 kg wiegen?

Ich bin immer noch aufgeregt, wenn ich an daran denke! Bilder werden folgen!

MfG Markus

LM: Das kam am Wochenende als SMS rein, Lutz Möller Montage, den 19. Januar 2009

Bockbüchspatrone

Hallo Herr Möller,

es wird wieder Zeit für ein neues Gewehr. Ich dachte an eine BB von Heym (B26). Bloß beim Kaliber schwanke ich noch zwischen der 30-06 und der 8x57 IRS... Bejagt werden 70 % Schwarzwild gefolgt von Rot- und Rehwild. Haben Sie einen Tip?

Mit freundlichen Grüßen, Alexander Kamp, Dienstag, 31. Mai 2011 17:32

Ja Herr Kamp,

für Kipplaufwaffen nehmen Sie eine Randpatrone. Für kurze (50 - 60 cm) Läufe die 8x57 IRS, für mittlere Läufe (60 cm) die 7x57R und für lange Läufe (65 cm) die 7x65R.

Waidmannsheil, Lutz Möller

BBF zu BB Umrüstung

Sehr geehrter Herr Möller,

vielen Dank für die erste Lieferung 8x57IS LM Munition. Ab nächstem Jagdjahr soll es dann zeitgemäß los gehen. Die derzeitigen Erörterungen zu Blei sind doch sehr bedenkenswert, insbesondere wenn man viel Wild ißt und auch kleine Kinder hat. Mit Ihrem Geschoß werde ich nun meine Sauer 303 GTI 8x57IS 51cm LL sowie meinen Steyr classic 8x57IS 11cm LL einschiessen.

LM: Nur 11 cm?

Ich jage in einem Rotwildkerngebiet mit gelegentlichem Vorkommen von Reh und Sau. Hier sind weitere Schüsse über 100 m öfter erforderlich. Deshalb möchte ich für die 8x57 IS Ihre weitreichende Munition verwenden. Nach meiner sehr guten Erfahrung mit der Sauer - insbesondere auf der Drückjagd - und Schaftschwierigkeiten mit dem Steyr habe ich den Steyr ebenfalls mit einem Lochschaft umschäften lassen. Damit habe ich nun meine Treffer sehr deutlich verbessert. Mit der Wirkung der Brennecke TIG war ich bis jetzt auch zufrieden, insbesondere auch mit der Wildbretentwertung bei guter Trefferlage analog Ihrer empfohlenen „Zielwahl“.

LM: Auf die Zielwahl mitsamt dem zugehörigen  brachbaren reffer kommt es bei der Jagd vorrrangig an! Das ist die unabdingbare Pflicht. Kür kommt erst danach. 

Nach diesen doch sehr begeisternden guten Entwicklung meiner eigenen Schußleitung und den hilfreichen Anregungen auf Ihrem Netzplatz, denke ich über eine Umrüstung meiner alten ersten Jagfwaffe, die ich lange Zeit führte, nach. Eigentlich benötige ich in meinem jetzigen Hochwildrevier die BBF Merkel 211 9,3x74R/12/70 60 cm LL nicht mehr, hänge aber doch sehr an meiner ersten Jagdwaffe. Ein Verkauf bringt nichts im Verhältnis ein. Aber eine Umrüstung könnte den alten Schatz wieder brauchbarer machen. Eine Umschäftung auf einen Lochschaft habe ich schon mit meinem BM besprochen um den Anschlag respektive dem sehr Höhen Aufbau mit SEM bei 56er Glas auszugleichen. Ein Traum von mir war schon immer eine BB oder DB. Im Rahmen der geplanten Anpassung könnte ich mir auch ein zweites Laufbündel machen lassen. Stellt sich mir die Frage dann nach dem Kaliber. Das BBF-Laufbündel mit einem Einstecklauf zu verunstalten ist wohl nicht der große Wurf.

LM: Nö.

Könnte dieser auch nach wie vor zur Verfügung stehen. Welches Kaliber mit Munition aus Ihrer Palette würden Sie mir vorschlagen?

LM: 7x57R aus 60 cm Laufbündel. Siehe auch „Die beste Patrone

Mit freundlichen Grüßen, D. L, Mittwoch, 19. Dezember 2012 17:02

Bitte, falls Sie veröffentlichen wollen, eigene Daten nicht zu verwenden. Vielen Dank.

Pfad / Neuigkeiten / Waffen / Kipplaufbüchsen / Bockbüchse