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Diagonalschuß

schräg durch das Wild

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Inhalt Spitz von vorn | 5,6 mm - KJG - Warzenkeiler 2004 | 5,6-mm-KJG-Bleßbock | 9,3x64 Diagonalschwein 2005 | 7x64 Gnu diagonal 2007 | 7 mm KJG Schußwirkung | Überläuferdiagonalschuß | 9,5-mm-Warzenkeiler, diagonal | KJG .300 WSM Diagonalschwein | Diagonalschwein | Diagonalelch 2009 | erste Schuß | zweite Schuß | MJG Diagonalüberläufer mit .338 Win. Mag. | 5,6 mm Diagonalbock

Johan Hübner Diagonalschuß Warzenkeiler Afrika 2011

Spitz von vorn

Moin Herr Möller,

erstmal wünsche ich ein gutes neues Jahr 2008 und viel Waidmannsheil. Ich habe seit 2 Jahren meinen Jagdschein und das große Glück seit dem letzten Mai einen Begehungsschein in einem Revier mit Dam-, Schwarz- und Rehwild erhalten zu haben. Seit dieser Zeit lese ich auch mit großem Anteilnahme Ihre Seite , da ich das Lutz Möller Geschoß in der 7x64 verwenden möchte.

Nun aber zu meiner Frage: Ich verstehe, bei einem spitz von vorn stehendem Stück die richtige Zielwahl der Träger ist.

LM: Nein!

Welchen Haltepunkt wähle ich? Bei erhobenem Haupt auf die Unterseite, oder bei gesenktem Träger von oben, oder macht das keinen Unterschied? Ich gehe davon aus, der Schuß von oben sei günstiger ist, da mir dann eine größere Trefferfläche zur Verfügung steht. Sehe ich das richtig?

Ich danke vorab für Ihre Antwort und
verbleibe mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil P. H., Mittwoch, 9. Januar 2008 10:40

PS: Wenn Sie der Meinung sind, daß auch meine Frage öffentlich gemacht werden soll, dann bitte ich nur die Initialen PH zu verwenden. Aber ich bin auch nicht böse, wenn keine Veröffentlichung erfolgt.

Tag P. H.

eine Trägerschuß trägt der waidgerechte Jäger nur von vorn oder hinten an, nie seitlich oder anderes. Von vorn ist gleich, ob das Haupt oder unten ist, von hinten sieht das anders aus, weil von hinten der Leib den gesenkten Träger verdeckt. Nur von vorn oder hinten bietet sich der Träger dem Jäger symmetrisch zur Halswirbelsäule, die es zu treffen gilt an. Nur so kann er sicher zielen. Bei allen schrägen oder seitlichen Schüssen sind Fehler wahrscheinlich. Daher lehne ich solche Schüsse als zu unsicher ab. Ein leicht gefehlter Trägerschuß von vorn oder hinten wirkt entweder ganz oder gar nicht (Näheres dazu siehe Trägerschuß)

Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

Für Diagonalschüsse suche ich Durchschlagsleistung.

LM: Meine Lutz Möller Geschosse sind dafür hinreichen entworfen, gebaut und bestimmt. Sie eignen sich dafür.

Ich beschoß bei der letzten Jagd in Afrika ein 450 kg Zebra  und einen kapitalen etwa 400 kg Kudubullen aufgrund der Lage diagonal. Das ging mit dem ganz alten 8 mm S Lutz Möller Geschossen von 2003 einwandfrei. Das aus der 8x68S auf 160 m getroffen Zebra machte noch 3 wacklige Schritte und brach dann mit (Herz-, Lungenschuß) zusammen, der  auf 190 beschossen Kudu mit Herz-, Lungenschuß noch 4 Fluchten und brach zusammen. Ein durch beide Blätter und Herz breit beschossener Oryxbulle machte nur eine halbe Drehung und fiel um.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Hölzenbein, Donnerstag, 3. Juni 2010 09:22

Moin Herr Hölzenbein,

Gefühl ist hier ganz fehl am Platz. Der Physiker dimensioniert nicht nach Gefühl, er rechnet. Lies Tiefenwirkung,  dann rechne mit Tiefenwirkungsrechner oder Poncelet! Wenn Sie gern noch mehr lesen wollen, rufe ich untenstehende Auszüge aus längeren Jagdgeschichten in die Erinnerung. Ich selbst habe unzählig Diagonalschüsse angetragen und binnen wenigen 10 Metern oder noch näher oder gleich am Anschuß meine Beute tot geborgen. Lesen Sie  Alte Diagonalschußgeschichten. Solche finden Sie noch mehr auf meinem Netzplatz.

Kurz und gut ist die Zukunft  seit dem Jahre 2007 spitz mit schwarzer Kappe. Vertrauen Sie mir Ihnen das Richtige zu raten. Ein Dutzend Büffel  aus allen Trefferlagen in Afrika 2008 oder Australien 2008  mit eben dieser schwarzen Kappe sollte ihnen das Gefühl geben, mein Rat, wenn Sie die Tiefenwirkung schon nicht selbst nachrechne wollen, ist mit hinreichender Erfahrung unterlegt, daß Sie mir ruhig glauben können.

Vorgerechnet und gemacht habe ich ja schon alles. Die Berichte anderer Lutz Möller Geschoßnutzer sollten Sie weiter in der Annahme mit dem Neuen das Richtige zu tun bestärken.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 3. Juni 2010

Zielwirkung | Wundwirkung | Lutz Möller Geschosse wirken anders | KJG-Tiefenwirkung | Kraftstoß | Leicht oder schwer? | Ein- und Ausschuß | Weichschuß | Schnell oder langsam? Streifschuß | Trägerschuß

5,6 mm - KJG - Warzenkeiler 2004

Hallo Lutz!

Hier mein Jagdbericht:

Seit einiger Zeit sehe ich des öfteren einen total abgekommenen Warzenkeiler in der Nähe unseres Hauses, charakteristisch ist ein starker Hauer auf der rechten Seite. Bislang schlugen alle Versuche ihn zu erlegen fehl. In den letzten Tagen faßte ich dann den Entschluß gefaßt ihn mit der .222" mit 5,6 mm KJG zu strecken.

Den ganzen heutigen Samstagnachmittag hielt ich dann Ausschau, entdeckte Ihn dann bei Sonnenuntergang - schnell angepirscht ( er war ~ 300 m entfernt), konnte ich auf ~ 100 m den starken Hauer auf seiner rechten Seite erkennen. Ich mußte mich aber mit dem Schuß gedulden, da er im hohen Gras stand.

Plötzlich hörte ich hinter mir Fahrradgeräusche und menschliche Stimmen - meine Arbeiter kamen von einem Besuch zurück. Der Keiler warf auf und ich schoß kurzentschlossen aufs Blatt. Darauf zog der Keiler schwerkrank ~ 15 m langsam weg. Der zweite Schuß ließ Ihn dann in der Fährte zusammenbrechen.

Auch die beiden Arbeiter ( die mich nicht bemerkt hatten ) rappelten sich mit Ihren Fahrrädern total erschrocken auf - es gab erstmal ein lustiges Gelächter.

Auf dem Bild kannst Du den Ausschuß des ersten Schusses waidwund erkennen - er durchschlug die Kammer und Waidsack schräg ( Rippe getroffen ) und zerstörte die Lunge zum großen Teil. Fangschuß ist auf dem Foto links zu erkennen, Wirbelsäulentreffer - ließ das Schwein blitzartig zusammenbrechen und verenden. Ich hoffe, daß ich dieses Geschoß bergen kann. Mehrere Wirbel scheinen nur noch aus Fragmenten zu bestehen. Gewicht des Keilers ~ 60 kg. Auffallend viel Schweiß in den Leibeshöhlen.

P.S: Asche auf mein Haupt - Natürlich war es das verkehrte Schwein - solche überlasse ich lieber Jagdgästen. Ich mußte mich aber aufgrund der Lage sofort entscheiden. Deshalb geschah das kleine Malheur. Man sollte doch genauer ansprechen!

Waihei und fette Beute
Horst

5,6 mm KJG - Bleßbock 2004

Hallo Lutz,

ich kann's nicht lassen und drückte die .222" Rem meinem Gast in die Hand.

Bleßbock, Schußentfernung ~ 225 m ( 265 resp. 285 Schritt ), Todesflucht ~ 80 Schritt, kein Ausschuß und kein Schweiß in Fluchtfährte, Bock stand halbschräg zu uns - Ansitz an einer Pfanne mit guter Auflage für den Schützen.

5,6 mm KJG Bleßbock seitlich

5,6 mm KJG streckte Bleßbock, Draufsicht
5,6 mm KJG nach Bleßbocktreffer und 50 cm Weg durch Knochen, Lunge u .Fleisch

Als Haltepunkt gab ich „den Knopp” an = Gelenk Schulterblatt / Oberarm ). Davon erzählte ich Dir gestern Abend noch Der Gast traf den Bleßbock genau dort. Das Geschoß zerstörte Gelenk / Oberarm, Herzbasis, durchschlug weiter Lunge und Zwerchfell, Milz und steckte endlich im Pansen, Geschoßweg ~ 50 cm, konnte geborgen werden ( KJG anbei ).

5,6 mm KJG Bleßbock

5,6 mm KJG Bleßbock


Hämatome im Blatt Bereich - viel Schweiß in Kammer und auch Bauchhöhle.

Viele Grüße
„Hein Mück aus Bremerhafen”, 9. Oktober 2004 14:13

Moin, „Hein”,

Waidmannsheil dem guten Schützen! Auf die Entfernung unter Feldbedingungen einen solchen genauen Schuß anzubringen ist ein gute Leistung. Alle Achtung! 50 cm Fleischleistung waren angesagt, 50 cm gemischte Knochen-, Fleisch und Lungenleistung erreichte das 5,6 mm KJG. Die Tiefenwirkung ist also da!

Gruß Lutz

9,3x64 Diagonalschwein 2005

Lies die ganze Geschichte Warzenkeiler 2005

Einschuß ganz spitz im streifenden Einfall von hinten ins Weiche.

Das 2005er 9,3 mm Lutz Möller Geschoß saß nach 80 cm Eindringtiefe auf dem rechten Blatt.
Die Schwarte öffneten wir anschließend mit dem Messer , um den Sitz zuzeigen!

Da ist es ja!

Das 2005er 9,3 mm Lutz Möller Geschoß drang von links hinten links 70 - 80 cm bis rechts vorn durch das Weiche, die Kammer und das rechte Blatt bis unter die Schwarte. Das Herz war nur gestreift. Kein Herzschuß! 30 m sind in der Lage eben doch nicht so wenig. Innen sah der Bursche gar nicht mal schlecht aus, sondern war sogar noch erstaunlich sauber. Um den Einschuß mußte etwa handgroß weggeschnitten werden.

Versäuberter Einschuß

Das 2005er 9,3 mm Lutz Möller Geschoß verformte der streifende Einfall leicht

Das 2005er 9,3 mm Lutz Möller Geschoß war an der Schweinseite leicht abgerundet, ansonsten ein schöner platter Bolzen, der schurgerade durch das Schwein drang. Schulterstabilsierung vom Feinsten!

7x64 Gnu diagonal 2007

Lies die ganze Geschichte in  7x64 Gnu 2007

Blaugrün schimmerndes Auge in der Nacht (Kunstbild, später). Das Auge verriet nachts die Beute, nur 40 m vom Anschuß

Das kann die 7x64 LM Munition

Umriß in der Nacht

Im Licht

Der gesuchte Bulle mit den abgekämpften Hörnern liegt

Wo ist der Einschuß? Da?

Nein hier: Einschuß spitz von vorn hoch in die Kammer durch die Lungen

Das in Südafrika unvermeidliche Trophäenbild

Kräftiges Gnu, der abgekämpften Hörner wegen im Wildpret sehr stark

7 mm KJG Schußwirkung

LM 7 mm Geschoßbahn vom Knopp bis zu den kurzen Rippen wohl eine Meter durchs Gnu,
davon > 40 cm Fleisch + Knochen, Rest 2 Lungenflügel, kein Herz

Einschuß aus der Decke am Haken

Einschuß aus der Decke am Knopp

Gnu von innen

Einschuß in Brustkorb innen nach der Schaufel und 30 cm Fleisch ~ 2 cm

Am Haken mit Fastauschuß

Nach ~ 1 m Tier Steckschuß unter der Decke

Die LM 7x64 Munition tat's!

7x64 LM Munition vor und nach dem Gnu

7 mm LM Geschoß fällte ein großes Gnu mit Lungenschuß binnen 40 m

7 mm KJG fällte ein großes Gnu mit Lungenschuß binnen 40 m

7 mm LM Geschoß fällte ein großes Gnu mit Lungenschuß binnen 40 m

7 mm LM Geschoß fällte ein großes Gnu mit Lungenschuß binnen 40 m

Das 7 mm LM Geschoß zerstörte nach der knöchernen Blattschaufel und ~ 30 cm Vorderlauffleisch beide Lungenflügel

Das Herz sparte ich mit dem hohen Schuß bewußt aus, um die Wirkung des reinen Lungenschusses zu zeigen.

Die Leber bekam einen Splitter ab.

Kaputten Lungen mit zerstörten Gefäßen über dem Herzen sind der beste Treffer

Totes Auge von Swartwater

Überläuferdiagonalschuß

Lutz,

hier noch ein Beispiel von einem wissentlichen Schuß auf ein Überläufer mit dem Lutz Möller Geschoß. Noch erwähnt sei, der Überläufer nahm mich an. Solche Schüsse entstehen aus solchen Lagen. Im Gegensatz zu einigen anderen Schreibern stelle ich hier auch Bilder ein von weniger guten Schüssen siehe bei 7x57R „Splitter wirken gut“!

Der kleine Bursche hatte schon ein mächtiges Schild

Lutz Möller KJG-Eintritt oberer Rippenbogen, diagonal durchschossen, Lunge getroffen und, ohne daß wie bei CDP-Rehschrott viel Wildbret zerstört oder der Brustkorb geplatzt wäre, im hinteren Rippenbogen im Weißen hängengeblieben. Das soll sich Blaser mal auf seine „CDP-Fahnen“ schreiben. Bei Bedarf stelle ich gerne mal die guten Lutz Möller KJG Treffer auf bewegtes Wild ein,

Waidmannsheil Burghard, Mittwoch, den 23. Juni 2010

9,5-mm-Warzenkeiler, diagonal

.375 H&H KJG auf Warzenkeiler



Geschoßrest aus Warzenkeiler
Das alte kupferne Lutz Möller Geschoß drang spitz auf der rechten Blattschaufel ein
und saß auf der anderen Seite vor der Keule.

Thomas Kauder, Donnerstag, 24. Juni 2010 21:32

Tag Herr Kauder,

Bilder zu Ein- und Ausschuß würden helfen den Treffer zu verstehen. Insbesondere die Höhe von Ein- und Ausschuß möchte ich wissen. Wie weit war die Sau? Ich vermute mal, die Sau war nicht so weit weg und und Sie schossen stehend freihändig von oben nach unten. Oder saßen Sie am Wasserloch an und schossen vom Hochsitz nach unten? Ihre Diagonalschuß auf den Warzenkeiler durch die Blattschaufel bis in die diagonal gegenüberliegende Keule wird die Wirbelsäule im streifenden Einfall längs druchdrungen haben. Genau so sieht der Restbolzen nämlich aus.

Wenn Sie eine Sau läng von oben nach unten durchschießen sehen die Restbolzen nämlich anders aus, so.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

KJG .300" WSM Diagonalschwein

Hallo Lutz

Hier noch ein Beitrag zu feisten Sauen

Dieser 65 Kg Überläufer war übermäßig mit Feist ausgestattet und hatte schon starke Schilde. Ich beschoß ihn mit der .300" WSM KJG diagonal ( etwa 80 cm Fleisch, Feist und 3 Rippen ) auf 70 m:

Da hängt die Sau!



Einschuß Hochblatt, oberer Rippenbogen.

Durchschuß innen

Decke aufgeklappt Feist von innen

Steckschußdiagonal gegenüber. Das LM Geschoß steckte nach 80 cm Sau in der feisten Keule

Lungen waren durchschossen. Fluchtstrecke 20 m. Trotz des Feistes hatte ich kein zerstörtes Wildpret.

Waidmannsheil Burghard, Mittwoch, 8. September 2010 16:46

Diagonalschwein

Sehr geehrter Herr Möller,

nach einem Jahr emsigen Weidwerk mit Ihren Lutz Möller KJG brauche ich Nachschub: Ich bestelle 100 KJG 7,62 mm für meine .30-06 und 100 KJG 7 mm für meine 7x57R.

Mit letzterer habe ich im Augustmond einen 60 kg - Überläufer am Mais gestreckt, zum ersten Mal mit Steckschuß bei einheimischem Wild: Der Überläufer wechselte mich gegen 23 Uhr sehr zügig an, um plötzlich auf 70 m zu verhoffen. Ich beschoß ihn schräg von vorn hoch auf die rechte Schulter.

Der Überläufer fiel und lag im Feuer, nahm sich aber sofort wieder auf, um nach 80 m Fluchtstrecke verendet in der Fährte zusammenzubrechen. Das 7 mm - KJG hatte den gesamten Rumpf diagonal vom rechten Schulterblatt bis zur linken Keule durchschlagen und steckte nach Zertrümmerung des Röhrenknochen in dessen Mark.

LM: Gute Arbeit! Siehe auch Diagonalschuß!

Wildbretzerstörung vernachlässigbar gering. Leider konnte ich beim Zerwirken nicht helfen und habe daher keine Bilder von der „Innenwirkung“,  aber den Möller - Restbolzen erhalten. Wieder ein Beweis für die fabelhafte Wirkung Ihres Geschosses!

LM: Danke!

Mit freundlichen Grüßen und Weidmanns Heil! Detlef Radtke, Sonntag, 26. September 2010 17:59

Diagonalelch 2009

mit der besten Patrone

Sehr geehrter Herr Möller,

in der Elchjagdsaison 2009 erlebte ich Außergewöhnliches: Nach 3 Stunden Ansitz im Dauerregen auf eier Anhöhe über einer Schlucht erschien in voller Flucht plötzlich eine zweijährige Elchkuh auf 60 m, mich allerdings von der ersten Sekunde ihres Erscheinens anrätd. Offensichtlich hatte sie bereits vorher aus der Deckung heraus meine Anwesenheit erkannt. Sie versuchte nunmehr dennoch die Schlucht vor mir zu durcheilen. Da ein solches Tier frei zu schießen war, brachte ich den Rotpunkt flugs hinter das Blatt, fuhr kurz mit und schoß! Aber in dem Augenblick hatte sich das Elchtier unglaublich schnell, obwohl in voller Flucht (!), gedreht, um spitz von mir wegzuflüchten. Das 7 mm Lutz Möller Geschoß hatte getroffen, aber wie schwer und wo genau?

Später drehte die Elchkuh auf knapp 100 m kurz vor der Waldkante ganz leicht nach links.  Wohin sollte ich spitz von hinten schießen, um das Stück nicht aus dem Bereich des Anschusses flüchten zu lassen? In der Hoffnung, das Lutz Möller KJG würde bis in die Kammer vordringen, schoß ich von hinten in sehr spitzem Winkel dicht an der Keule vorbei in die Dünung.

LM: So wie ich das gern mit meinen sog Diagonalschweinen tue. Siehe Afrika 2005 Keiler!

Auf diesen Treffer hin überschlug sich der Elch und fiel im Knall! Nach einer halben Minute kam das Tier mühsam wieder auf die Läufe, konnte jedoch nicht mehr flüchten, sondern hob nur noch das Haupt, und dem Äser entwich in einer weißen Wolke der letzte Atem. Dem nun endlich breit stehendem Tier trug ich gleichwohl noch einen Lungenschuß an, auf den hin es augenblicklich zusammenbrach und endgültig verendete. Beim Aufbrechen und Zerwirken offenbarte sich uns die überaus zuverlässige Wirkung Ihres Lutz Möller Geschosses.

Der erste Schuß hatte die gesamte Schultermuskulatur (sicher 40 cm) sowie den massiven Oberarmknochen durchschlagen. Der Restbolzen steckte unter der Decke am Trägeransatz.

Der zweite Schuß traf die Dünung, durchdrang kleines und großes Gescheide sowie anschließend die gesamte Kammer! Der Restbolzen steckte nach einem Schußkanal von nachgemessenen 120 cm dicht neben dem Restbolzen vom ersten Schuß unter der Decke am Trägeransatz.

Der zuletzt angetragene breite Lungentreffer brachte natürlich Ausschuß. Die beiden aus dem Trägeransatz geborgenen Restbolzen gleichen sich vollkommen. Obwohl beide Geschosse ganz unterschiedliche Widerstände zu duchdringen hatten, sind die nicht voneinander zu unterscheiden.

Afrika und Australien Restbolzen aus Wild und Versuch zeigen am Bug deutlich, ob sie Weiches oder auch Hartes durchdrangen

Meine ersten Flachkopfgeschosse für meine 8,5x64 Patrone (rechs aus Sandbeschuß)

LM: Sehen Sie mal von vorn auf den Bug. Der erste Restbolzen, der den Oberarmknochen im Vorderlauf durchschlug, sollte am Bug Kerben zeigen, nicht gar so krass wie beim Sandbeschuß oben, aber doch deutlich als Unterscheidung zu erkennen, während ein reiner Weichschuß ein glatten Bug ausbildet.

Die volkommen richtungsstabile Tiefenleistung in Verbindung mit dem großen Wirkungsquerschnitt Ihres Lutz Möller KJG gewährleistete trotz widrigster Umstände diesen Elch sofort ohne Nachsuche zu erlegen.

Herzlichen Dank, Herr Möller, für die Entwicklung Ihres außergewöhnlich zuverlässigen Lutz Möller KJG und Waidmanns Heil auf allen Wegen!

Detlef Radtke, Mittwoch, 19. Januar 2011 00:10

Moin Herr Radtke,

wie sprachen ja gestern schon über Ihr Erlebnis. Ihr damaliger Bericht ist mir nicht aufgefallen, verloren gegangen, oder - wer weiß auch immer wie - verschwunden gewesen. Gut, daß Sie ihn mir heute gleich noch einmal geschrieben haben. Vilen Dank! Ihr verunglückter erster Schuß längs durch den Elchvorderlauf mit Oberarmknochen zeigt deutlich, das eine 7x57 KJG („Die beste Patrone“) kann. Solche Fleisch- und Knochenleistung, dürfen Sie von jedem hochwildtauglichen KJG erwarten. Ganau dafür habe ich ja Geschosse ja geschaffen. Blei kann das nicht!

Waidmannsheil, Lutz Möller

MJG Diagonalüberläufer mit .338" Win. Mag.

Moin Lutz !

Hattest Du den ersten gesendeten Bericht nicht erhalten? Ich hoffe Du hattest eine schöne Ski Woche !

LM: Moin Marc, in Ischgl war ich im Urlaub, nicht zum Arbeiten. Nun bin ich wieder zu Haus. Da wendet sich das Blatt und ich arbeite die alte Post auf.

Ich konnte am Samstag einen weiblichen Überläufer von ungefähr 45 kg mit Deinem MJG erlegen. Ich beschoß Ihn halb spitz von hinten in diagonaler Richtung. Der Einschuß sitzt knapp hinter dem Rippenbogen. Der Restbolzen muß noch im Stück sein, da kein Ausschuß zu finden war. Der Schußkanal verläuft in Richtung Vorderrand des auschusseitigen Schulterblattes. Am Anschuß fand ich sehr wenig Pirschzeichen, eine Schweißfährte war nicht zu finden. Nach 30 m lag der Überläufer bereits verendet. Auf den letzten 2 m begann die Sau aus dem Wurf zu schweißen. Bilder anbei !

Anschuß, Bild 1

Anschuß, Bild 2

Einschuß

Einschuß, groß

Einschuß, innen

Einschuß innen groß

LM: Marc, wie sahen die Lungen aus? Bilder?

Mit Waidmannsheil! Marc Th., Mittwoch, 9. Februar 2011 07:27

5,6 mm Diagonalbock

Lies Birkenbock

Lies Mein erster Hirsch (mit Diagonalschuß von hinten in die Keule) dank Ihrer Hilfe.

Lies auch Diagonalschuß auf Hirsch!