Vorhaltemaß auf bewegtes Wild

Schnelle Geschosse erleichtern auf bewegtes Wild zu zielen

FLüchtiges<a href= Reh vor dem Adler">

Flüchtiges Reh vor dem Adler

Gib ein

V0 m/s V100 m/s
Gib ein Troll
m/s
Flucht
m/s
Weite Vorhaltemaß in [m]
20 m m m
40 m m m
60 m m m
80 m m m
100 m m m

Auf zu geringes Vorhaltemaß folgen lange Fluchtstrecken!

Schlechtes Beispiel: Mangelhafter Lungenschuß auf Elch. Genaue, bebilderte Beschreibung der Schießprüfung für Elch Loimaa 2002.

Reaktionszeit

Hallo Herr Möller,

ich möchte gern wissen, ob Sie in Ihrem Rechenplan Vorhaltewinkel auf bewegtes Wild die Reaktionszeit des Jäger mit einberechneten?

LM: Nein.

MfG, Peter Wille, Donnerstag, 24. Mai 2012 15:20

Metsämaa 2008

Bild 1 | 11:01 h | Mein Stand mit steinen, Blick nach links die Schützenkette entlang.
Wir schießen nach rechts. Die Treiber werden von rückwärts bis rechts kommen.

Ich stehe mitten auf dem Stoppelfeld auf einem Holm (bewaldeter Hügel). Ich bin der rechte von vier Schützen in diesem Treiben. Links auf dem Holm steht ein rotes verlassenen Haus, davor stehen Conni, Torsten in rot und hinten auch Jukka.

11:02 h | Meine bewährte Heym SR 20 G, siehe ♣ 9,3x64 Afrika 2005 Büffel Afrika 2008Büffel Australien 2008

Bild 2. Ausschnitt von 1. Conni, Torsten in leuchtrot und hinten Jukka. Herkömmliches rot ist in dem Dunst nicht zu erkennen.

Bild 3 | 11:03 h | Blick von meinem Stand im rechten Winkel rechts von Bild 1 nach vorn auf den Wald in gut 200 m. Davor ein Holm

Bild 4 | Flechten auf meinem Stein. Rechts oben der Gewehrschaft. Ich kann also auch kniend aufgelegt schießen.

Rot ist meine 9,4x64 Lutz Möller Geschoß Geschoßbahn bis 400 m (im Vergleich zu einem ollen Afrikabbleidödel)

Aus der Blickrichtung des 3. Bildes erstreckt sich außerhalb des Bildes rechts das Feld noch mal 200 m in den Wald rein, bildet ein Tasche. Die Treiber werden von rechts kommen.

Weiter Weißwedel

Bild 4 | 11:21 h | Rechts von Bild 3 in die Tasche auf ~ 400 m betrachtet zogen 8 Weißwedel durch.

Bild 5 | Ausschnitt von Bild 4 | Seht ihr das Tier? Es ist ein eiliger Nachzügler nach dem vorher ruhig durchgezogenen Rudel

Bild 6 | Ausschnitt von 5

Meinen Laserentfernungsmesser hatte ich leichtfertigerweise nicht mitgenommen. Allerdings hatte ich bislang auch nicht vor auf einer Drückjagd auf 400 m zu schießen. Bis 300 m ist das mit der 9,3x64 Lutz Möller Geschoß Flugbahn ja auch binnen + 5 und - 12 cm Höhenabweichung gut möglich, also auf Weißwedel ohne weiteres, da das Ziel die Kammer groß genug ist, um sich über die Entfernung bis dahin keine Gedanken machen zu müssen. In der Höhe halte ich somit einfach Fleck. In Australien 2008 klappte das auf große Esel bis 350 m ohne Schwierigkeiten mit gutem Erfolg.

Seitlich beachte ich den Vorhaltewinkel und halte von hinten kommend und durchschwingend je nach Entfernung eben ein Länge oder mehr vor.

Die Finnen rufen beim Treiben laut. Als die 8 Weißwedel, noch nicht laut getrieben, sich 20 min nach dem Anstellen vor der Treiberwehr klammheimlich und leise verdrückten, zogen Sie von Wald zu Wald über das offene Stoppelfeld abkürzend über die besagte Tasche, also quer zu mir, breit. Ich legte also meine bewährte Waffe mit dem guten alten 6x42-4 Kahles auf dem nassen Flechtenstein. Ihr mögt nach den Bildern meinen, das ginge nicht, doch das menschliche Auge sieht mehr als ein Kamera mit 70 mm Objektiv. Das bildstabiliserende 300 mm Objektiv, das auch 6-fach vergrößert, hatte ich ebenfalls nicht bei. Ich war zu jagen, nicht zu Knipsen hier. Ich hielt also auf 400 m 40 cm hoch an und schoß auf einen stehenden ausgewachsenen Weißwedel. Alles war frei. Der Größen nach mit den anderen verglichen war das kein Kalb. Die Büchse knallte. Der Knall verhallte. Ich vernehmen bei der Jagd den Knall kaum und spüre den Rückstoß nicht. Nichts weiter sonst geschah. Das Rudel zu weiter. Später maßen wir nach. Die Entfernung betrug über 450 m. Gemäß Flugbahn hatte unter dem Weißwedel in das Stoppelfeld geschossen.

Nahes Tier

Etwa 10 Minuten später kam rechts vor mir ein Tier fast auf mich zu, nicht ganz, sondern schräg in Richtung an meinem Holm an der rechten Seite von mir gesehen vorbei. Aus Sicht des Tieres lief es links an meinem Holm vorbei. Das Tier ließ ich kommen. Auf vielleicht 100 m eröffnete ich stehend freihändig flüssig von spitz vorn das Feuer auf das Tier, Schuß 1. Das Tier fiel im Knall. Allerdings stand es danach wieder auf. Nicht faul verpaßte ich ihm noch einen Treffer, Schuß 2. Zum Teufel noch mal, kam das gar nicht so weite Tier schon wieder hoch. Na gut, nun war endgültig ein Fangschuß fällig. Ich trug auf das liegende Tier mit dem erhoben Haupt einen Trägerschuß an. Das spätere Bild dazu folgt weiter unten. Nach demTrägertreffer regte sich nicht mehr.

Weiter Bock

Nun war Bewegung in das Treiben gekommen. Gerade vor mir, rechts von dem Holm in Bild 3 querte in Bock in mäßiger Gangart, so geschätzte 10 m/s oder 36 km/h. Das war die Gelegenheit. Von hinten kommend überholte ich mit meiner Büchse den Bock und lies ein Länge vorher fliegen. Bei schnellen Lutz Möller Geschossen, die ich schießen sah das so aus.

Auf 200 m muß man bei 10 m/s also 2 m vorhalten, etwas mehr als eine Länge, um die Kammer zu treffen.

Der Bock fiele im Knall und stand nie wieder auf.

Danach dachte ich, mein Glück wäre vollkommen und das Treiben für mich erledigt. Ich knipste meine verschossen Hülsen auf dem beflechteten Stein.

Bild 5 | 11:32 h | Verschossen Hülsen: 1 mal auf | 450 m unterschossen (oder 2 mal?) | 3 mal auf das nahe 100 m Tier | 1 mal auf den 200 m Bock

Bild 6 aufgehellt| 11:34 | Rechts hinten von meinem Holm nähern sich die Treiber dem nahen Tier

Bild 6.1. | Ausschnitt aus 6 unbearbeitet. Die rote Weste rechts ist kaum zu erkennen, nur die leuchtrote Mütze links.

Bild 7 | 11:35 | Das nahe Tier sieht mir doch eher wie in Kalb aus. Sei's drum. Ab ins Kühlhaus!

Fehler

Als ich um 11:32 mein verschossenen 9,3x64 Hülsen ablichte knallt es weit links von mir. Ganz links hinten stand Jukka. Ihm kam aus völlig anderer Richtung, nämlich von rückwärts also von hinten nach vorn auf den Wald zu ein Bock, der rechts an ihm, also vor Torsten durchzog. Er schoß 1 mal vorbei, 1 mal von Torsten genau beobachtet in den Sand, 1 mal in die Keule („Lungenschuß“) und trug dann dem im Graben vor dem Wald liegenden, noch lebenden Bock aus der Nähe den Fangschuß an. Gefährlich war quer zur Schützenkette in Richtung der auftauchenden Treiber zu schießen. Ein Glück, daß nichts Schlimmes geschah. Der Vorfall lies später die Stimmung zusammenbrechen und kostet uns all die Drückjagd am Sonntag. Göran setze mich später mich davon in Kenntnis und erst längere Gespräche und ein Ortstermin mit Beteiligten brachten, zusammen mit den Bildern mit Uhrzeit, die wahre Geschichte hervor.

Weites Kalb

Davon ahnte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts. Obwohl ich ja eigentlich dachte, die Jagd sei für mich erfolgreich gelaufen und erledigt, erblickte ich, als ich die Hülsenknipserei hinter mir hatte und dem fernen Geballere lauschte, nun links von dem Holm in Bild 3, schräg vor mir ein flüchtendes Kalb. Dahinter war der Wald ohne Treiber, die 350 m weiter rechts aus durchgedrückten Wald erschienen. Auf Bild 1 stehen links von mir erst Conny und dann Torsten. Das Kalb war an Conni schon vorbei. Also in etwa auf der Höhe des Holmes mit dem roten Haus und der schneebedeckte Scheune. Ich habe in dem Moment nichts gedacht, schließlich war ich jagen, aber wenn ich denn gedacht hätte, dann „Wieso schißt den keiner auf das Kalb?“ und „Das darf doch nicht unbeschossen aus dem Treiben flüchten!“. Jedenfalls nahm ich meine mir wohl vertraute Büchse hoch, schwang von hinten über das Kalb in 300 Entfernung und lies zwei Längen vorher fliegen. Etwas später als im Knall (Das Geschoß muß ja erst mal ankommen) fiel das Kalb und stand nie wieder auf.

Torsten hatte zwar, wie er mir später sagte, bereits sein Büchse hochgenommen und angeschlagen, aber als er abziehen wollte fiel das Kalb wie von selbst bereits hin. Er war leider zu langsam gewesen. Jukka, der das Geschen von ganz links beobachtete, schloß aus seinen Beobachtungen (er sah Torsten anschlagen, das Kalb fallen und hörte den Knall) Torsten habe das Kalb gestreckt. Dem war jedoch nicht so. In dem Treiben gaben Conni und Torsten keinen Schuß ab, nur Jukka und ich.

Blick zurück

Bild 8, aufgehellt | 11:37 | Der weite Bock vor liegt vor dem Wald auf dem Stoppelfeld

Bild 9 | 11:38 h | Blick zurück vom 200 m Bock auf den Holm hinter dem Bock, von dem ich ihn stehend freihändig mit passendem Vorhaltewinkle schoß. Rechst der klein Holm aus Bild 3 fast in der Mitte. Rechts hinten die schneebedeckte Scheune aus Bild 1, der Ort von dem aus wir unser Plätze in der Schützenkette einnahmen.

Bild 8.1. | Ausschnitt von Bild 8 | ganz links hinten in 350 m Entfernung die auf dem Bild kaum sichtbaren Treiber.

Bild 10 | Blattschuß auf quer flüchtenden Bock in 200 m Entfernung. Der Vorhaltewinkel des schnellen Lutz Möller Geschoß stimmte!

Bild 11 | 11:40 | Das 300 m Kalb mit dem Holm von dem sich schoß im Hintergrund.

Bild 12 | 11:42 | Das 300 m Kalb mit dem Holm von dem sich schoß im Hintergrund, hinter mir. Rechst Conni, dahinter der Holm mit dem roten Haus und der schneebedeckten Scheune. Ich jubelte. So weit hatte ich bewegtes Wild auf einer Drückjagd noch nie erwischt! Hurrah!

Bild 13 | 11:45 | Jukkas Bock nach zwei Fehlschüssen und einem Treffer + Fangschuß

Bild 14 | 11:45 | Der angesagte „Lungenschuß“ über den ich mich nicht so freue

Jukka ganz unverdrossen

Bild 15 | 11:50 | Nachdenklich, Einer trifft Blattschuß auf ziehenden Bock auf 200 m, der andere nicht.

Bild 17 | im weiten finnischen Drückjagdgelände mit Schwierigkeiten (bewohnte Häuser) wird die Beute ins Schlachtgaus abgefahren

Wertung

zur Sicherheit

Der Fehler hatte Gott sei Dank keine schlimmeren Folgen, als eisige Stimmung, zunächst abgesagte weitere Drückjagden und eine (von mir verlangte) Untersuchung. Die Jäger in Metsämaa jagen seit 60 Jahren Weißwedelhirsche, meist vom Einzelansitz auf kurze Entfernungen mit Kopf- oder Trägerschuß. Seit wir vor über 10 Jahren als zahlende Gäste dort erscheinen, zunächst nebenan in Punkalaidun, veranstalten die dortigen Jagdgenossen für uns diese Drückjagden. Der Elch wird schon länger, nämlich seit Menschengedenken bejagt, aber anderes, vor allem weiträumiger. Die Weißwedel kamen erst vor zwei Menschenerbfolgen nach Finnland. Insofern hat sich dort noch keine fehlergeprüfte Sitte diese Jagdart durchzuführen ausgebildet. Dieser Fehler ist nun ein Denkanstoß die Jagdart zu überdenken und künftig sicherer zu gestalten. Offensichtlich taugt gewöhnlich rote Warnkleidung nicht.

Links im Dunst bei bedecktem Himmel fas unauffälliges herkömmliches Rot, rechts immer sichtbare Leuchtgelb und Leuchtorange

Warnfarbe muß sein, hier im November 2007 nach einem anderen 200 m Bock auf der Drückjagd.
Einfaches Rot genügt nicht! Für Treiber muß es unbedingt Leuchtfarbe sein!

Unterschiedlicher Warnfarben nebeneinander. Altes Rot und neues Leuchtorange. Der Unterschied leuchtet kraß!

In Finnland müssen Treiber rot tragen. Gelb ist nicht erlaubt, leider, denn es ist bei schlechtem Wetter am besten zu erkennen. Leuchtorange ist das nächstbeste.

Die Finnen halten untereinander über Rundfunk im 2-m-Band Verbindung. Wir Deutschen verstehen kaum Finnisch. Also nützt uns der Funk nichts. Daher wird erforderlich sein die Treiberwehr mit Hörnern auszurüsten, damit sie, bevor sie in den Gefahrenbereich der Schützen kommen, Zeichen geben, das Schießen einzustellen.

Der Vorschlag nur kleine Waldstücke durchzudrücken, die Schützen am Waldrand zum Feld aufzustellen und nur aus dem Treiben herausschießen zu lassen, paßt nicht zu der Landschaft und würde die Jagdart behindern.

Was der einzelne Schütze kann und soll, darf nicht unbetrachtet bleiben. Bei diesen gefährlichen Jagden muß unbedingt Überblick behalten und Beherrschung wahren. Der das nicht kann oder will, sollte nicht mehr aufgestellt werden.

Dann sollen nur solche Schützen an den Drückjagden in Metsämaa teilnehmen, die in der finnischen Elchschießprüfung brauchbare Leistungen, deutlich über dem Mindestmaß bringen. Wie deutlich muß noch besprochen werden. Des weiteren waren in diesem Jahre die 13 Gäste zu viel. Die Höhe Zahl überfordert Aufbau und Ablauf. Künftig werden nur noch 8 Gaste zugelassen werden. Da wird sich also die Spreu vom Weizen trennen. Die Elchschießprüfung muß jährlich vorgeschossen und bestanden werden. Vorher wird nicht auf Wild geschossen.

Für den Ansitz gelten die Regeln nicht! Aber wer will schon deswegen allein da weit und lange hochfahren - oder fliegen?

Wertung

zum Drückjagdschießen

Meinen ersten weiten Schuß auf einer Drückjagd gab ich 2005 in Bergen ab. Das war, nachdem ich diesen Vorhaltewinkelrechner schrieb. Wenn die Entfernung 100 m überschreitet und das Wild zieht oder flüchtet, muß mit schweren, langsamen Bleigeschossen sehr weit vorgehalten werden, zu weit um noch hinrechend gut zielen zu können. Das ist in Drückjagdpatrone und Drückjagdgeschoß näher erläutert.

Mit dem schnellen Lutz Möller Geschoß muß lange nicht so weit vorgehalten werden. Bei Drückjagdpatronen wie der 8x68S mit gemessenen 1.165 m/s v0 oder der 9,3x64 mit gemessenen 1.100 m/s v0 sieht die Drückjagdwelt ganz anders, als mit ollen Bummeltanten bei 800 m/s aus!

Im Januar 2007 in Finnland gab wieder einen weiten Sonntagstreffer im dritten Treiben, den Svante nicht bemerkte. Im November 2007 in Finnland waren kamen weiten Drückjagdtreffer öfter vor, sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Für die Finnen ist ganz ungewöhnlich auf 1 - 200 m auf bewegtes Wild zu schießen und zu treffen. Wir erscheinen daher dann auch in die passenden Veröffentlichungen, die wir aber, weil finnisch, nicht lesen können. Wir sehen unser Bilder und erkennen unsere Namen.

In den vier Jahren 2005 - 2008 hatte ich in vielen Teilen der Welt oft Gelegenheit stehend freihändig auf bewegtes Wild zu schießen, sowohl nah als auch fern. Die Gelegenheit hätte ich auch früher gehabt, aber mich noch nicht getraut, weil ich bsi dahin nicht wußte, wie weit ich vorhalten mußte. Seit ich diesen Vorhaltewinkelrechner schrieb und das schnelle Lutz Möller Geschoß geschaffen habe, fehlt die störende Angst. Nun traue ich mich und, siehe da! Es geht. Befreundete gute Schützen wie Svante, Klaus, Torsten und andere können das inzwischen auch. Siehe auch Nils Stier.

Der Weg dahin führt technisch über ein leichtes schnelles Geschoß, nämlich das Lutz Möller Geschoß mit wenig Rückstoß, guter Wirkung, gestreckter Flugbahn und geringstem Vorhaltewinkel. Geistig bietet dieser Vorhaltewinkelrechner das Rüstzeug sich auf den weiten Schuß auf schnell bewegtes Wild vorzubereiten. Der Schütze muß sich die Tafeln rechnen und dann auf Gegend und Wild umgesetzt vorstellen. Er muß auch geistig üben. Nur was das Hirn vorher dachte, kann der Arm dann handeln.

Auch wenn Entfernungsangaben von Jägern, sofern nicht tatsächlich gemessen, völlig unzuverlässig sind, auch meine, ist die Möglichkeit auf hunderte Meter auf bewegtes Wild zu schießen gegeben. Stehend freihändig finde ich im Schwingen auf bewegtes Wild zu schießen sogar einfacher als auf stehendes. Ich habe dabei gar kein Zeit zu grübeln, sondern handele einfach wie immer - backe am, suche Ziel, schwinge vor und merke nicht mal, wie ich abziehe. Krach und Rück nehme ich dabei überhaupt nicht mehr wahr. Wenn die Tiere dann purzeln, freue ich mich. Je weiter, desto mehr. Wenn nicht, schieße ich nach. Diese Jahr war die Spitze. Ich glaube, mehr geht nicht (zumindest nicht mit dieser Bewaffnung). Aber ich arbeit ja schon an der nächsten, dem Feuerschlucker.

Bewegungsschießen lehrt praktisch Der Flintenschütze Gregor Schmidt-Colberg

Waidmanns Heil und Frohe Weihnacht 2008, Lutz Möller

Jagd- und Übungsladung

Sehr geehrter Herr Möller,

danke für die prompte Lieferung der 8 mm Lutz Möller Geschoß. Ich las ein wenig auf Ihrer Seite. Verstehe richtig die Jagdladung für die 8x57IS mit Norma N200, aber für Übungen im Schießkino soll ich Vihta. N120 stopfen?

Liebe Grüße, Wolfgang Meuser, Freitag, 30. Januar 2009 10:53

Tag Herr Meuser,

das verstehen Sie ganz falsch. Ich empfehle, wie sollte es auch anders sein, die empfohlene Ladung, eben jene mit empfohlen gekennzeichnet, sonst nichts. Sie können davon abweichen, und werden ihre Geschosse auch durch den Lauf treiben, aber anders und mit anderen Nebenwirkungen. Sportschützen stellen anderer Anforderungen als Jäger. Dahe rkönnen die auch anders laden. Wir wollen Leistung ohne Flamme. Also kommen nur die die am höchsten nitrierten Pulver in Frage. Vihtavuori also nicht.

Unsrer alte deutsche 8x57IS ist als Militärpatrone auch auf Lauflebensdauer ausgerichtet. Damit viel zu schießen stört also nicht.

Im Schießkino üben Sie die den Vorhaltewinkel auf beweget Ziele. Da heißt, dazu müssen Sie ihr Waffe und Ladung genau so wählen, wie sie die später auf der Drückjagd einsetzen. Sonst lernen Sie falsch zu zielen und treffen später nicht richtig, oder schießen gar ganz vorbei.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Vorhaltewinkel im Film

N'Abend Lutz,

Du berichtest doch immer vom Problem des richtigen Vorhaltewinkels bei Drückjagden. Bei den nachfolgenden kleinen Filmchen möge der geneigte Betrachter selbst entscheiden, ob die Schützen das nun besonders gut oder schlecht machen:

http://www.youtube.com/watch?v=pslzMze9rNk&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=eoEGFNeuoEk&NR=1

Als Nichtjäger kann ich mir leider kein Urteil erlauben.

Schönn Abend, Servus Uwe, Donnerstag, 26. August 2010 19:38

Flüchtiger Weißwedel im Sommer, Bild: Kari Nummila