Betrieb ruht Samstag bis Mittwoch wg. AZF Lehrgang

Heym SR 20

Repetierbüchse

Umbau | Riemenbügelöse | Nachfolger Heym SR 21

Heym SR 20 N mit altem 3 - 12 x 50 Schmidt &; Bender ZF

Sehr geehrter Herr Möller,

zuerst einmal möchte ich Ihnen für die hervorragende Internetseite gratulieren. Ich selber bin seit dem 2. Mai 2005 stolzer Besitzer meines ersten Jagdscheines.

LM: Meinen herzlichen Glückwunsch zum „grünen Abitur“!

Nach dem der Waffenschrank gekauft, und die Flinten-Wahl auf eine Browning Gti fiel, muß jetzt noch eine Büchse in's Haus. Seit längerem schon habe ich mich mit dem Gedanken befaßt, mir einen Blaser Bergstutzen in den Kalibern 5,6 x 50 Magnum und 8 x 57 IS mit einem Schmidt &; Bender - Zielfernrohr (mit LP) zu besorgen.

LM: Ich empfehle dann Flashdot zu wählen.

Die 5,6 x 50 Magnum Magnum für Rehwild würde ich auf die ballistischen Daten der 5,6x52 runtergeladen (von befreundeten Wiederlader).

Jetzt bekam ich aber einen 20er Heym-Repetierer angeboten. Montiert ist das variable C 3-12x56 von Kahles.

LM: Auch Kahles baut gute Gläser.

Ich habe an der Waffe schon einen Narren gefressen. Sie liegt gut, und ist optisch und technisch noch sehr gut im Schuß. Die amerikanische Patrone .30-06 schreckt mich allerdings ein wenig ab. Würden Sie das Kaliber empfehlen, und wenn ja, welche Geschosse (außer KJG) würden Sie empfehlen?

LM: Keine.

Gibt es bei der Geschoß/Ladungs-Wahl einen vernünftigen Mittelweg um Sau und Rehwild gleichermaßen weidmännisch ohne Wildpretverlust zu erlegen?

LM: Ja, 7,62 mm Lutz Möller KJG.

Aus Ihren Erläuterungen konnte ich schon rauslesen, das das KS-Geschoß auf Schwarzwild wohl zu weich wäre.

LM: Ja, so ist das.

Welches Geschoß/Ladung wäre auf Schwarzwild ( bis 80 kg) angebracht? Ich dachte vielleicht an das Nosler - Partitionsgeschoß!

LM: Gut getroffen kommt die Sau damit früher oder später zur Strecke. Aber die deutsche Zwickmühle lösen Sie damit nicht. Lesen Sie erst mal 7,62 mm Wundwirkung, dann wissen Sie, warum Sie mit Bleigeschossen aus der .30-06 kein Geschoß verschießen können, das sowohl Rehwild nicht zerschießt, gleichwohl aber Sauen hinreichend verletzt und ausschießt. Das geht mit Blei aus der Patrone nicht. Punkt.

Eben wegen dieser Zwickmühle mußte ja das Lutz Möller KJG kommen. Es zerstört kleine Tiere nicht, aber bringt dennoch große Tiere sicher zur Strecke. Das gilt für alle mittleren Jagdpatronen, auch die .30-06, die ich zwar immer noch nicht leiden kann, aber die Leistungen mit Lutz Möller KJG genügen in der Regel

Welche Lutz Möller KJG könnten Sie in der die .30-06 laden, und was würde mich der Spaß kosten?

LM: Da Schreibe ich Ihnen gern. In die .30-06 kommt das 7,62 mm KJG. die Ladungen und Leistungen stehen hier

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, aber als Jungjäger will man natürlich nichts verkehrt machen.

Vielen Dank, Jens Dirlam , Mittwoch, 15. Juni 2005 14:50

Ach Herr Dirlam,

ich fing auch mal mit einer Heym SR20N in .30-06 an. Das Elend können Sie in Jungjäger mit .30-06 lesen. Damals wüßte ich es nicht besser. Sie haben's gut. Sie können mich fragen. Ich hatte damals keinen außer dem Hamburger Kettner - Verkäufer. Der Laden ist inzwischen Gott-sei-dank pleite. Recht so! Mit dem Lutz Möller KJG tritt bei den mittleren Patronen die Patronefrage in den Hintergrund. Das Geschoß entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg. Die Hülse bleibt ja im Gewehr (Außer bei Selbstladern, die schmeißen die weg).

Waidmannsheil, Lutz Möller, 18. Juni 2005,

Nachsatz

Heym SR 20N in 8,5 x64 mit veralteter langer Rückstoßbremse und Kahles 6 x 42

Hier ist auf der 8,5x64 eine querblasende Rückstoßbremse mit eingelassenem Recknagel ATV-Kornsattel mit Leuchtperlkorn und Recknagel Kometvisier mit Rundkimme gezeigt. Die Rundkimme ergänzt das Perlkorn für mittige Zielerfassung. Das Kometvisier läßt genügend Platz um das Wild zu erkennen. Beide Teile sind 18 mm über dem Lauf, so daß der ERA G9+ ZF-Montagesockel nicht im Weg ist, und das Wild schnell erfaßt wird.

Lutz Möller, Samstag, den 18. Juni 2005,

Hier folgt ein Auszug aus Afrika '05

Umbau

Nun habe ich die Nase voll! Zu Haus stelle ich mit mitgebrachtem Werkzeug an meiner Heym SR20 den Kombiabzug so ein, daß er als Flintenabzug den Schlagbolzen leicht und vor allen Dingen schnell auslöst, deutlich schneller noch als ein französische Stecher, aber bei auf den Kolben gestoßenem Gewehr nicht auslöst.

Ursprünglicher Zustand meiner Heym SR 20G in 9,3x64 mit deutschem Stecher

Deshalb baute ich ja schon den ursprünglich vorhandene deutsche Stecher ab und den Kombiabzug (Flintenabzug mit Rückstecher).

Deutscher Stecher an Heym SR 20

Rückstoßfeste Bodenplatte mit Schieber für dt. Stecher an Heym SR 20G, offen

Damit einher ging allerdings eine andere Bodenplatte. Leider öffnete der doch erhebliche Rückstoß der leichten Pirschbüchse massebedingt die asymmetrische Verriegelung und nach jedem Schuß entleerten sich die restlichen Patrone und fielen auf den Boden. Auch so kann ein Repetierer zum Einzellader werden.

Kombiabzug mit Schwenkbügel an Heym SR 20 N (Flintenbabzug + Frz. Stecher)

Bodenplattenschwenkbügel an Heym SR 20 N (Flintenbabzug + Frz. Stecher) öffnet sich bei starkem Rückstoß

Afrika kennt kein Gnade. Büchsenmacher Rosenthal in Windhuk ist weit und eine Farmlösung muß gefunden werden. In der Hofwerkstatt findet sich ein 2 mm Aluminiumdraht, der verdächtig nach einem geplünderten Kleiderbügel einer deutsche Reinigung aussieht und mit Flach- und Kneifzange muß der den Bodenplattenklemmhebel festlegen:

Diese „Bodenplattenlösung Afrika 2005" entspricht der ursprünglichen Mauserlösung für das Gewehr 98, altbekannt

Da sieht man mal wieder, was Bindedraht doch für ein hervorragendes Konstruktionselement ist. Afrikagemäß ließ sich der verursachende unwuchtige Schwenkklemmhebel (Achse außerhalb des Schwerpunktes) mit zwei Windungen festen Drahtes festlegen. Prima!


Heym (Ruf +49 (368 75) 633 300 in Deutschland hat passende Flintenabzüge (148 €) und Bodenplatten (€?) auch für die nicht mehr gebaute Heym SR20 noch vorrätig, so daß ein Umrüstung auf Flintenabzug mit passender rückstoßtauglicher Bodenplatte für Großkaliber 9,3x64 ansteht.

Riemenbügelöse

Eine Riemenbügelöse am Lauf befreit den Schaft von häßlichen Hindernissen


Blaser R93 oder was?

Hallo Lutz,

Eure Diskussion zur R 93 haben mich nun schon erheblich verunsichert. Ich glaube für einen Schützen oder Jäger gibt das nichts Schlimmeres als nicht unbedingtes Vertrauen zu seiner Waffe zu haben. Niemand wird ja sauber schießen können, was ja auch im Interesse des betroffenen, beschossenen Wildes ist, wenn er im Hinterkopf hat, ein Piercing im Gesichtsbereich mit Hilfe eines Verschlusses zu erhalten. Ich kann das jedenfalls nicht.

Gerade habe ich Lutz Möller KJG Munition geordert und erhalten. Ich schieße das Kaliber 9,3x64.

Werden dort neue Hülsen oder gar aufgebördelte 6,5x68er Hülsen verwandt?

Gibt es die Möglichkeit die R93 Waffennummer 0783 also eine der ersten sicherer zu gestalten bzw. nachzurüsten? Wenn nein, werde ich Sie wohl schweren Herzens in die Tonne kloppen aber meine Augen sind mir lieben denn ich habe ja nur zwei davon.

Welches Gewehr würden Sie für dieses 9,3x64 Kaliber empfehlen? Ich habe zwar noch eine Steyr im gleichen Kaliber, aber als Tropen Ausführung. Die ist viel zu schwer zum Pirschen. Welche ZV ist Ihrer Meinung nach für die Saujagd (Mondlicht) am ehesten geeignet

Vielen Dank für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen, Jörg Reintgen, Montag, 22. August 2005 17:25

Moin Jörg,

Hülsen für die 9,3x64 lassen sich nicht aus der 6,5x68 aufbördeln. R93 gefährden im Versagensfalle den Schützen. Das läßt sich nichts machen, außer das Ding in die Abfalltonne zu werfen. Ich schieße die aus einer Heym SR20G (gibt's nur gebraucht) und bin zufrieden. Andere nehmen die Sauer 80 und sind auch zufrieden. Steyr sollte ebenso genügen. Neuwaffen für die scheinen eher rar zu sein. Zur Nachtjagd eigenen sich die neuen Flashdot ZF von Schmidt &; Bender mit Sonnenblende und Gummimuffe.

Waidmannsheil, Lutz Möller, 22. August 2005,

Bilder zur Heym SR 20 G

Sehr geehrter Herr Möller,

leider bin ich zum einen kein guter Fotograf und zum anderen besitzt meine Digitalkamera keinen Weitwinkel. Aus diesem Grunde kann ich ihnen leider nur Detailaufnahmen von entscheidenden Teilen der Heym SR20G anbieten! Ich hoffe aber dennoch Sie können diese Bilder für Ihre Seite verwenden.

Bastion der Verschlossenheit, einfach, gut!

Gegenlager gebiete Einhalt

Gute Vertrauensgrundlage

Kimme aus Stahl

Kornsockel aus Stahl

Lautlose Sicherung

Nachtjagdtauglich

Riemenbügelöse vorbildlich vorn am Lauf, nicht am Schaft!

Verschluß in Führungsschiene

Verschlußsicherung

Weiterer guter Grund

Ich habe mich damals bewußt für eine Heym alter Bauart entschieden, da ich dort noch die alten Werte fand die meiner Meinung nach eine Büchse auszeichnet, wie z.B. KEIN Plastik o. ä. Weiterhin habe ich mir den Markt damals gut angesehen und stellte fest das Blaser, Mauser und Sauer mehr oder weniger alle aus demselben Hause kommen. Heym vermittelte mir da noch den besten Eindruck, wobei ich auch hier sagen muß, daß ich mit der Qualität meines Laufes, insbesondere dem Warmschießverhalten nicht sehr glücklich bin. Nichts desto trotz würde ich sie wieder kaufen!

Kurz noch zum Kudu: Ich habe 25 - 30 cm über den Rücken angehalten, wohl wissend das schwere Geschoß würde diese Strecke nicht ohne Tiefgang überbrücken können.

Im Übrigen haben wir in Afrika auch auf 800m freistehend auf ein altes Ölfaß in der Wüste geschossen und es bequem getroffen. Das Ziel welches wir auf knapp über einen Kilometer beschossen haben wurde oft nur sehr knapp verfehlt. Auf dem Video zu der Schießübung kann man deutlich sehen das der Einschlag vielleicht nur 1,5 Sek. Nach dem Abschuß am Ziel zu erkennen ist. Wir haben in Afrika alles das gemacht, was wir schon immer mal ausprobieren wollten, wozu in D-Land aber entweder kein Platz oder kein Verständnis ist. Ein super Urlaub, nur leben würde ich da nie wollen.

Mit freundlichen, Grüßen I. V. Sonntag, 14. Oktober 2007 17:09

Hallo Herr Möller,

kleines Mißverständnis. Ich habe auch kein Video mitgeschickt. Das Video liegt leider nicht digitalisier vor, sondern noch auf Magnetbändern der guten alten Kassetten. Wir hatten noch keine Zeit die besten Stellen daraus zu digitalisieren. Wir haben es uns aber zu Hause schon oft angesehen und es ist jedes Mal das gleiche, staunen, staunen und nochmals staunen!

Wenn man die Leistung der 8x68S so betrachtet, bekommt der alte Lehrsatz „Vordergelände und Hintergelände frei, sicherer Kugelfang ist gegeben“ eine völlig neue Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen I. V.

Mit der Heym weit raus zu langen

Lieber Lutz,

zunächst einmal ein Kompliment für Deine enorme Sachkenntnis, die klaren Darstellungen und die unverblümt direkte Sprache!

Seit 1971 jage ich (mit Jagdschein, davor mit Weihrauchluftgewehr und ZF vom Toilettenfenster sehr erfolgreich auf Nachbars Ratten). Vor etwa 30 Jahren landete ich nach einigen anderen Kalibern bei .30-06 Sprg. gelandet und nach einigen unbrauchbaren Patronen beim Remington pointed core lokt gelandet, das ich seitdem aus mehreren Waffen dieses Kalibers geschossen habe. Beeindruckend war die Präzision, auch bei Kauf weiterer Chargen, die Treffpunktlage des 9,7 g -Geschosses, die bei allen Waffen 4 cm über der des 11,7 g Geschosses lag, die Wildwirkung und die geringe Zerstörung. Bei Füchsen daumennagelgroße Ausschüsse, bei Rehwild etwas größer, sichere Wirkung auf Sauen (ich schieße hinter den Teller oder mittendrauf dicht unter der Wirbelsäule), bei Gnu, Congoni und Hirsch.

Was mir fehlt, ist etwas Wumm auf größeren Entfernungen und eine gestrecktere Flugbahn.

LM: Genau das bietet die deutsche Magnum, unsere gute 68 Jahre alte 8x68S Patrone. Besonders die 8x68S KJG Munition

Ich bin im Begriff mir eine Heym SR20 zuzulegen in .300 WinMag. Gern möchte ich weiterhin nur eine Ladung für Reh, Sau und Hirsch schießen (wenn Füchse platzen, wäre das nicht das Problem). Ich liebäugele mit dem KJG;

LM: Bei den Anforderungen Wumm auf größeren Entfernungen und eine gestrecktere Flugbahn ist das kein Wunder!

Worauf habe ich bzgl. Ladung und Geschoßwahl zu achten?

LM: Zunächst mal auf die Jagdpatronenwahl. Für weite Schüsse dann auf hohe Mündungsgeschwindigkeit aus einem hinreichend langen Lauf = 65 cm, siehe auch Bilder zur Heym SR 20 G und ein windschnittig gestaltetes Geschoß. Damit sind dann Ferne Sauen und anderes möglich.

Lies auch KJG wirken anders | KJG Genauigkeit | Hindernisse und Zweige | Erörterung Wassertank | Naßpapier

Gern hätte ich für die genannte Waffe eine Rückstoßbremse, die auch verdunkelt. Was kommt da in Frage, zu welchem Preis, und wer montiert mir das ?

LM: Die 8 mm hdp Bremse. In der Hauptstadt erledigt das Kristian Triebel in Spandau auch gern. Oder siehe Bremsenanbau.

Viele Grüße aus der Hauptstadt von Wolfgang Schulz, Mittwoch, 17. Oktober 2007 17:47

Lieber Wolfgang,

mir schmerzt die Seele wenn so ein schone Waffe wie die Heym SR 20, die sich selbst auch gern führe, mit einer schrecklich kurzhalsigen amerikanischen Gürtelhülse, beschickt werden soll. Warum wählst du denn nicht gleich das Vorbild, die deutsche Magnum, unsere gute 68 Jahre alte 8x68S Patrone. Besonders die 8x68S KJG Munition ist die eine eine Ladung für Reh, Sau und Hirsch auf jede Entfernung schießen. Der weiteste Hirsch fiel damit bislang auf 440 m! Füchse platzen damit längs und weich getroffen, aber nicht bei breiten Kammerschüssen. Beachte Zielwahl.

Die Remington Corelokt Geschosse sind allesamt nur Bleierne Sippe. Besonders wenn für lange Reisen mit richtig Dampf geflogen wird, also sehr schnell, platzen die weichen Dinger in Ziele oberflächennah ohne nennenswerte Tiefenwirkung bei unnötiger Zerstörung. Schräge oder weiche Treffer enden im Unglück. Solange die Bleidödel langsam treffe, so 500 - 700 m/s ist das alles noch auszuhalten. Aber Das Geschoß für die weite Reise soll ja auch an der Kirrung, ggf. auf Hauptschweine, verläßlich wirken. Das Lutz Möller KJG ist bis 1.100 m/s Zielgeschwindigkeit geprüft. Die kräftige 8x68S haben wir in Finnland in Januar 2007 in einem Mauser 89 System auf 1.165 m/S v0 hochgeladen und gemessen. sie hat also noch Luft nach oben!

Um weit rauszulangen müssen die Geschosse sehr schnell sein, damit sich die Flugbahn streckt und das Zielen einfach bleibt. Die Geschosse müssen die damit verbunden Zielgeschwindigkeiten aushalten und sich bestimmungsgemäß verhalten. Beim Lutz Möller KJG stellt das neben dem gewählten Werkstoff (schwach legiertes Kupfer) eine passend ausgelegte Hohlspitze mit aerodynamischer schwarzer Kappe sicher. Alles zusammen stellt auf jedes Wild sichere Wirkungsweise über alle jagdlich vertretbaren Entfernungen und Schußwinkel sicher; und zwar mit Daten unterlegt, so daß du vorher weißt, ob du dir leisten kannst, den Schuß anzutragen.

Die .300" WM KJG Munition ist zwar auch nicht von Pappe, aber muß das denn wirklich sein?

Meine Rückstoßbremsen, ganz gleich ob nun 7,62 mm hdp oder 8 mm hdp wirken gerade mit Magnumpatronen hervorragend, siehe Messungen. Sofern die Patronen mit strammen Gasdruck (ohne Dampf keine Leistung, weiß der Heizer zu bereichten) geladen sind und das hochnitrierte Bofors-Pulver demzufolge (mindestens nahezu) vollständig verbrennt, wirken meine hdp-Rückstoßbremsen auch als Feuerdämpfer indem Sie die Selbstentzündung der austretenden brennbaren Pulverschwaden an Luft mittels Strahlsaufteilung verhindern.

Der Vorteil einer so ausgerüsteten Waffe ist, keine Flamme blendet dich, nach dem anfänglichen Waffenrücklauf, der das ZF-Bild aus deinem Brennpunkt rückt, ziehen die sonst nutzlos verpuffenden immer noch energiereichen Pulverschaden die Waffe wieder vor, so daß du scharf sehen kannst. Das heißt, du kannst Im Schuß deine Beute in der Umgebung tatsächlich beobachten. Das ist ein großer Vorteil, den du, wenn du ihn erst einmal genossen hast, wirst kaum mehr missen wollen!

Gruß, Lutz Möller,

9,3x62 KJG für weite Schüsse

Hallo Herr Möller,

derzeit gehe ich mit dem Gedanken schwanger meine Heym SR20, Lauflänge 55 cm, Geschoß: Norma Teilmantel Alaska, 18,5 Gramm, auf das Lutz Möller KJG umzuschießen. Mit der Waffe wird sowohl vom Ansitz, als auch auf Drückjagden (Hundeführer) überwiegend auf Schwarz- und Rotwild gejagt.

LM: Dazu benötigen Sie schnelle Geschosse, siehe Vorhaltewinkel!

Mit der Wirkung der Norma bin ich überaus zufrieden, insbesondere auf der Drückjagd zeigt sie hervorragende Wirkung und auch beim Ansitz liegen 9 von 10 Stücken am Fleck, Fluchtstrecken über 50 m kommen so gut wie nie vor. Wenn die Stücke nicht am Fleck liegen, ist immer Schweiß vorhanden, die Wildbretentwertung ist nicht nennenswert. Insofern liegt für mich kein Grund vor das Geschoß zu wechseln.

Da ich jedoch viel in MV zur Jagd gehe ist mir die Reichweite der Norma jedoch fast zu gering. Schußentfernungen bis 200m sind hier nicht selten. Mit dem der 9,3x62 KJG Munition ist diese Entfernung offenbar problemlos zu meistern.

Man liest natürlich naturgemäß sehr viel über das KJG, für mich stellen ich trotzdem noch Fragen.

Wie verdaut die 9,3x62 KJG Munition den gekürzten Lauf (55cm)?

LM: 9,3x62 und 8x57IS stört das kaum.

Wie verhalten sich nach Ihren Erkenntnissen tatsächlich die in letzter Zeit häufig diskutierten „Abpraller“?

LM: Lies Abpraller

Gibt es das 9,3 mm KJG nur als 10 Gramm Geschoß?

LM: Aus guten Gründen, ja. Lies Lutz Möller KJG | KJG wirken anders | KJG Genauigkeit | Hindernisse und Zweige !

Ich hoffe Sie können mir diese Fragen beantworten.

Mit freundlichen Grüßen, Helmut Hetzer, Dienstag, 12. August 2008 10:55

Heym SR 21

Hülse und Lauf bilden eine Einheit, die beim Laufwechsel zusammenbleiben. Die Verbindung dieser Waffenteile zu einer Funktionseinheit ermöglicht den relativ einfachen Kaliberwechsel innerhalb der Kalibergruppe mit identischen Patronenboden-Abmessungen. Einfach den Lauf wechseln, Kammer, Magazinkasten, Abzugsgruppe und Schaft bleiben die selben.

Kaliber SR 21
SR 21 (N) .22-250 Rem., .25-06, .243 Win, 6x62 Freres, 6,5x55 SM, 6,5x57, 6,5x65 RWS, .270 Win, 7x57, 7x64, .308 Win, .30-06, 8x57IS, 8x64 S, 9,3x62
SR 21 (G) 8x68 S, 7 mm Rem. Mag., 300 Win. Mag., .338 Mag
SR 21 Stutzen (N) .22-250 Rem., .25-06, .243 Win, 6x62 Freres, 6,5x55 SM, 6,5x57, 6,5x65 RWS, .270Win, 7x57, 7x64, .308 Win, .30-06, 8x57IS, 8x64S, 9,3x62
Herausnehmbares Einsteckmagazin Normalkkaliber 3 Patronen, Großkaliber 2 Patronen

Sieh auch Merkel KR 1

Merkel Jagd- &; Sportwaffen GmbH
Schützenstraße 26
D-98527 Suhl
Tel.: 0049-3681-854-0
Fax: 0049-3681-854-203
E-Mail: info@merkel-waffen.de

Einfach gut

Betr. KJG-S Schußbild

Grundsätzlich kann ich Ihnen zustimmen, was die Waffe betrifft. Die Heym SR 20 ist einfach aufgebaut, sehr funktionell im Handling, elegant und leicht. Weiterhin ist das System Kunststoff gebettet (zumindest unter dem Hülsenkopf und Patronenlager), Röhrchen um die Systemschrauben sind auch vorhanden, auch ein top Flintenabzug.

Meine hat allerdings ein paar Schwierigkeiten, die man nur merkt, wenn man wiederlädt. Bei meiner SR20 stehen der Stoßboden und die Laufseelenachse bzw. Patronenlager nicht 100% im rechten Winkel zueinander.

LM: So?

Bei einer abgeschossenen und dann vollkalibrierten Hülse läßt sich die Waffe immer nur recht schwer oder sagen wir mal straff schließen, eine Folge des o. g. Schieflage.

LM: Sicher? Kann nicht ein anderer Grund außerhalb der Waffe vorliegen? Siehe Klemmer!

Dabei wird immer am Hülsenboden etwas Messing abgerieben. Ich war schon selbst bei Heym im Werk und hab alles durchmessen- und prüfen lassen. Aber die Toleranz ist so gering, das können die auf der Drehbank wohl nicht regulieren, wohl im 1/100 mm Bereich. Mit Serienmunition funktioniert es aber ohne weiteres.

LM: Die war ja auch noch nicht abgeschossen!

Trotzdem schießt die Waffe sehr gut und ist dank der Bettung auch weitestgehend witterungsstabil. einziger Nachteil aus meiner Sicht ist das Zickzack Kastenmagazin, da keine Schulteranlage für die Patronen vorhanden ist.

LM: Dann bauen Sie eine ein!

Die fliegen dann beim Schuß nach vorn, da die Waffe durch den Rückstoß nach hinten bewegt wird und beschädigen die Geschoßspitzen. Beim Lutz Möller KJG hält sich das in Grenzen, die schwarze Kappe ist recht weich und puffert das ab.

LM: Wie gut!

Thomas Fügner, Dienstag, 2. Juni 2009 14:57

Herr Fügner,

Ihre Bemerkungen zu den Klemmern oben deuten in die Irre. Mit der Waffe haben die Klemmer kaum zu tun.

Zunächst kann schlicht das Gesenk zu lang sein. Als billige Abhilfe bietet sich an den Hülsenhalter abzuschleifen.

Dann gilt weiter: Wwenn der Patronenhülse beim Schuß die Schulter in den Hals fließt und dort einen Ringwulst bildet, klemmt die wieder geladene Patrone mit dem Geschoß im Patronenlager, obwohl die leere Hülse paßte. Sie müssen den Ringwulst am Schulter-Hals-Übergang der kalibrierten Hülse mit eine Reibahle ausreiben. Die kalibrierte Hals ist üblich ein zehntel mm kleiner als der Geschoßdurchmesser. Messen Sie den Innen Ø und besorgen sich eine passende Ahle. Dann flutscht das alles wieder.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Falsch vermutet

Betreff SR20

Herr Möller,

wenn es die Ringwulst wäre, die durch in den Hülsenhals fließendes Messing hervorgerufen wird, würde das anders aussehen. Die Hülse würde ja dann im Halsbereich im Lager anliegen (da dort zu dick) und die Waffe würde sich immer schwer schließen lassen. Daraufhin hab ich mal die Patronen geschwärzt (3Stück) und verschiedentlich die Waffe geschlossen.

LM: Ein guter Gedanke!

An der Hülse war nichts zu sehen an Abrieb, falls sie irgendwo klemmen sollte (Auch nicht im Halsbereich). Weiterhin hab ich mit einer Schultermatritze als nächstes versucht, die Schulter zurückzudrücken, falls da die Störung liegen sollte. Nix zu machen.

Abrieb vom Stoßboden findet sich nur nur einseitig am Hülsenboden. Ich bin tatsächlich der Meinung der Explosionsgasdruck drückt die Hülse gegen den nicht rechtwinklig zum Patronenlager sitzenden Stoßboden, biegt diesen leicht sodaß er beim erneuten Laden an einer Seite klemmt. Dafür spricht auch: Wenn ich die Patrone drehe und neu einrepetiere, läßt sich der Verschluß an einer Stelle dann ganz leicht schließen.

LM: Das ist ja ein Ding!

Eine andere Möglichkeit fällt mir nicht ein. Das Gesenk ist in Ordnung, nicht zu lang, da würden Störungen sowieso nur im Schulterbereich auftreten. Hülse wurde auch ordnungsgemäß gekürzt. Wie gesagt, was anderes fällt mir nicht ein.

MfG, Thomas Fügner, Mittwoch, 3. Juni 2009 15:29

LM: Also mögen Sie mit Ihrer ursprünglichen Vermutung doch recht behalten.