Betrieb ruht Samstag bis Mittwoch wg. AZF Lehrgang

Lauf zu reinigen

Rohr frei!

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Frage: Wie oft müssen Läufe gereinigt werden?

Antwort: Reinige alle 50 Schüsse chemisch! Dazwischen lasse den Lauf in Ruhe.

Inhalt: Von Blei auf Messing zu wechseln | Rohr frei! | Früher half Zahnpasta gegen Schmauch | Schlämmkreide | Salmiakgeist reinigt Läufe | Rohrfrei billig für Faule | Witz der Flasche | Mil Foam Forrest Finnland | Kupfer schmiert | Messing gleitet | Wenig Ablagerungen bei Messing  | Messing nach Kupfer | Feindpropaganda | basictofa | Milfoam | Ölschuß | Ölschußpatrone | Preiswarnung | Blauweiße Ausblühungen im Lauf nach Lagerung | Geschoßbewegung | Entkupfern | Ammoniumoleat zur Rohrreinigung | Läufe zu entkupfern | Wiederlader aufgepaßt! | Boresnake Laufschlange | Geringer MJG Reinigungsaufwand | Das Wundermittel „Neupurgitin“ | Verhalten nach chemischer  Laufreinigung | Altlasten entfernen | Umschießen | Geschossene Waffe zu lagern | Nickel

Ölschuß in der DJZ 1999

Von Blei auf Messing zu wechseln

Rede nicht von Bleigeschossen ohne Mantel! Mantellose Reinbleigeschosse werden nach den Schwarzpulverzeiten (bis etwa 1880), seit dem Nitropulver für hochwildtaugliche Büchsen nicht mehr verwendet, weil das Blei den erhöhten Leistenkräften durch die wesentlich höheren Nitropulverdrücke nicht standhält. In Luftgewehren, Kleinkaliberbüchsen und Schwarzpulverwaffen, gibt es sie noch Reinbleigeschosse, aber nicht für üblichen Jagdwaffen.

Laufreinigung hat mit dem Geschoßinhalt gar nichts zu tun, weil der Inhalt vom Mantel umfaßt und so vom Lauf getrennt wird. Nur der Mantel berührt (bei bleigefüllten Geschossen) den Lauf. Bei Mantelgeschossen ist das der Mantel. Bei Vollgeschossen, wie meinem MJG, aus nur einem Werkstoff ist das der einzig Geschoßwerkstoff.  

Rötlich farbene Geschoßmäntel bestehen vorwiegend aus Kupfer.meis Tomabak einemGemenge aus 90-95% Kaupfer und 5 - 10% Zink. Blanke Geschosmäntel, wie bei Geco oder Cineshot aus vernickeltem, billige, Eisen. Messíng und Kupfer bestehen vorwiegend aus Kupfer, beim Messing ist noch Zink drin, aber mehr als beim Tombak, so bis 40%.

Kupfer läßt sich chemisch einfach auflösen. Nickel nur mechanisch entfernen.

Rohr frei!

Durch das Schießen verschmauchen Läufe (mit Dreck) und verschweißen metallisch (vom Geschoß), besonders auf den Fldern. Den Schmauch löse mit den üblichen Reingungsmitteln (Pflanzenöl, Schmierseife) physikalisch an und poliere dann die hartnäckicken Einbrennungen mit einem feinen, milden Poliermittel mechanisch weg. Für die aufgetragenen, reibgeschweißten Metallrückstände (Kupfer, Zink, Zinn (aber nicht Nickel), die sich besonders in Mündungnähe finden („Mündungsgold“) wäre das zu langsam. Da hilft die chemische Reinigung mit 20% Ammoniak in Wasser = dreifacher Salmiakkeist, Robla Solo Mil oder Ammoniumoleat (Ammoniumsalz der Ölsäure) Mil Foam Forest oder ähnlich. Wenn die Läufe schon so dreckig sind, daß die Waffe merkbar nicht mehr genau trifft = streut, sind beide Verfahren geboten. Schön wäre ein Mittel zu ersinnen, das beide Verfahren verbindet. Die Politur darf allerdings dann nicht mit dem Ammonium reagieren. Das chemisch mechanisch doppelt wirkende Mittel wäre dann DER Laufreiniger schlechthin - schnell und gründlich zugleich.

Früher half Zahnpasta gegen Schmauch

Als Zahnpasta noch hauptsächlich Schlämmkreide enthielt, war die ein gutes Mittel feine Oberflächen zu polieren. Heute ist deren Gehalt geringer, oder sie fehlt ganz. Ensprechend wenig reibt die Paste dann. Sie muß aber erheblich reiben, um mechanisch hinreichend Schmauch bewegen und schließlich aus Rohr entfernen zu können. Da das heute in Zahnpasta nicht mehr gewährleistet ist, kann die nicht mehr als ausreichendes Poliermittel verwendet werden.

Chrompolitur - z. B. für verchromte KFZ-Zierleisten oder Stoßstangen - hingegen, enthält immer feine, genügend harte Schleifmittel, um Schmauch anzugreifen, zu bewegen und am Lappen oder dem Filz aus dem Lauf zu entfernen, z. B. Autosol Chromglanz. Bei einer gründlichen Laufreinigung, wird man sich wundern, wie viel Schmauch in so einem geschossenen Lauf stecken kann.

Hallo Lutz,

ganz hervorragend und empfehlenswert ist auch die Laufreinigerpaste von J-B. Erhältlich beispielsweise bei Henke. Man sollte jedoch sorgfältig und nur bei großen Ablagerungen damit vorgehen - eben wegen der mechanischen Abtragung.

Viele Grüße, Martin

Sehr geehrter Herr Möller,

um nach der Entfernung des Geschoßabriebs mittels Ammoniaklösung auch die eingebrannten Schmauchrückstände restlos zu entfernen verwende ich Ambassador-Spezial dickflüssig. Ohne die Laufinnenwand durch zu starke abrrasive Wirkung zu verletzen reinigt die dicke Paste überragend. Mit einer Bronzebürste aufgetragen wird die gewünschte Reinigungswirkung schon bei wenigen Durchzügen erreicht.

LM: Da die Paste Ammoniak enthält, löst das die Bronzebürste an.

Poliere die Reste mit VFG Filzen oder ähnlichem raus. Schon wird der Lauf wieder jungfräulich.

Mit freundlichen Grüßen, C. O., Freitag, 22. März 2013 10:43

Schlämmkreide

Lieber Herr Möller,

Nur zur Info: sie hatte unter "Laufreinigung" einmal übe den Mangel an Reibekörpern in modernen Zahnpasten berichtet. Die Firma Otto Fischar www.fischar.de  vertreibt neben flüssigen Chemikalien wie Propanol und Ammoniak 25% auch Schlämmkreide (400g 8,60€), die sich gut mit Amminiaklösung (25%, 1l 2,37 €) mischen läßt.

LM: Wenn die mir das mischen und 50 ml konfektionieren, würde ich das über den Laden mit Munition (nicht einzeln) anbieten.

Die Geschosse sind inzwischen verladen, sobald ich zum Ausprobieren komme gebe ich eine kurze Rückmeldung.

Gruß und Waidmannsheil, Dr. TM, Donnerstag, 22. August 2013 10:56

PS: Auf Ihrem Netzplatz bitte nur mit Initialen, Danke.

Reibgeschweißtes Kupfer löst Ammoniak, oder dessen Lösungen oder Verbindungen, chemisch einfacher. Schmauch aber nicht.

Quelle

Salmiakgeist reinigt Läufe von Kupfer

mit Filzen, z. B. von VfGg. Siehe VFG Waffenpflege, kaufe ggf im VFG Laden.

Filzpropfen mit blauem Kupferkomplex der Laufreinigung mit Samiakgeist von den Feldern

VFG-Filzpropfen nach der Laufreingung. Der Kupfer-Ammonium-Komplex is blau. Man kann den Reinigungsfortschritt sehen!

Oben Robla Solo Mil (Salmiakgeist) unten Ballistol (Pflanzenöl), jeweils von rechts nach links

Rohrfrei billig für Faule

Lutz,

meine Streukreise sind nach 30 Schüssen mit dem alten Kupfergeschoß nicht mehr akzeptabel. Das ist nicht schön, bringt aber Übung bei der Laufreinigung.



Der Lauf wird mit einem Gummistopfen verschlossen, die Büchse am Terassengeländer angebunden. Mit einer Spritzflasche aus dem Laborbedarf wird Ammoniaklösung (25%) in den Lauf gefüllt. Nach 2 Stunden wird der Lauf geleert und mit der Spritzflasche zweimal mit destilliertem Wasser geflutet (Ammoniak und Kupfersalze sind wasserlöslich und damit leichter zu entfernen, als mit Öl).

Dann wird der Lauf zweimal mit Isopropylalkohol 99 % geflutet. Das nimmt restliches Wasser sehr gut auf und ist seinerseits hoch flüchtig, trocknet also schnell.

Dann ein Filz oder Druckluft aus dem Kompressor - oder beides. Der Filz bleibt dann weiß.

Öl habe ich nicht vergessen - es kommt einfach keins in den Lauf.
 


 

Die abgebildete Scheibe schoß ich auf gemessene 50 m von meiner Kanzel (MJG in Sauer 202 / .30-06). Für einen Scharfschützen reicht das nicht, jagdlich für mich aber voll hinreichend.

Die Flasche gibt's im Laborbedarf, die Chemikalien in der Apotheke, das Wasser im DM-Markt.

LM: Billig, Zeit und Filze sparend = gut. Sehr schön!

Viele Grüße CF, Sonntag, 16. September 2012 16:22

Witz der Flasche

zu Rohrfrei billig für Faule

Am 16.09.2012 um 17:57 schrieb Lutz Möller: > Frage Preise und Mengen der Zutaten

Ich kümmere mich - aber soviel vorab - ich war überascht, wie günstig die Chemikalien aus der Apotheke waren - trotz extra Bestellung, höherer Reinheit usw. Die 3 Flüssigkeiten bekommt man über die Apothekenzulieferer sicher in jedem Nest in D. Die Flasche für 3 Euro ist wahrscheinlich nur für höhere Versandkosten im Netz zu bestellen. Wir haben hier eine Uni und somit kleine Händler. Der Witz der Flasche ist die saubere und exakte Einfüllbarkeit ins Patronenlager - ohne Tropferei. C.F., Sonntag, 16. September 2012 18:49

Millfoam Forrest Bore Cleaner aus Finnland
(geschäumtes Ammoniumoleat) einfach anzuwenden, hervorragend wirkend, ist zu empfehlen!

Von der Kammer eingespritz quiltt der Amoniumoleatschaum aus der Rückstoßbremse vorn aus.

Von links nach rechts sechzehn Putzlappen, die, um eine Bürste gewickelt den eingeschäumten Lauf rund zehnmal durchschoben, um den Dreck herauszubringen.

Obiger Lauf hatte im Feld und bei bei Geschwindigkeitsmessungen von 870 bis weit über 900 m/s v0 rund 150 Schüsse gesehen. Zu viele, um noch genau zu treffen. Auf 100 m traten Ausreißer bis 8 cm Ablage auf. Nach der chemischen Reinigung: 16 mal schäumen, 16 mal mit Lappen putzen, hielt die Waffe wieder einen Euro und besser.

Weidmannsheil, Herr Möller!

Die Patronen wurden prompt geliefert. Nach ausgiebiger Laufreinigung (siehe Bild oben) gings zum Einschießen. Leider kein Bild, aber Ergebnis gut (4,5cm hoch exakt mittig). Diesen Freitag und Samstag werde ich mal beim Rehwild vorsprechen.

LM: Ich hoffe dann auf Bilder.

Mit freundlichen Grüßen, Dipl.-Ing.(FH) Michael Paulitsch, Montag, 14. Mai 2012 08:40

Hallo Lutz,

Verzeihung für die verspätete Antwort - leider bin ich der letzter Woche krank gewesen. Die http://www.vaapensport.com/roblatest.php Übersetzung ist die folgendes:

”Testen viser mengden af oppløst kobber i mg etter at 50mg kobberspon har vært ristet sammen med 5ml veske i koniske glas beholdere i nøyaktig 2 timer.”

The test shows the amount of dissolved cupper in miligrams, after 50 mg of cupper fragments have been shaken together with 5 ml of fluid in conical glass containers for exactly 2 hours.

Der grüne Kolonne des Histogramms ist in Tageslicht – der rote im Dunkel. Es sieht aus als Robla-Solo 60% die Kupfer Fragmente in zwei Stunden (mit konstantem Schütteln) auflösen. Gruß, Carsten, Sonntag, 18. Februar 2007 09:37

Kupfer schmiert | Messing gleitet

Betreff: MJG 8500 / Bündelung seltener Geschosse

Hallo Lutz Möller,

auch meine Vorräte an 8,5 mm MJG 8500 gehen zu Ende. Ich möchte aber in Zukunft auch nur noch die MJG-Ausführung. Die Version in Kupfer schreit spätestens nach 15 Schuss nach Robla Solo Rohr frei Entkupferung!

LM: Deshalb Messing statt Kupfer!

Für mich darf man 200 Stk. MJG einplanen.

Freundliche Grüße, Erich Stalder, Montag, 11. Juli 2011 19:12

Sehr geehrter Hr. Möller!

Wann und wie oft sollte man seinen Lauf durchziehen (z.B. mit Quick Clean)? Nach jedem Schuß, nach 10-20, 20-40 Schuß?

LM: Sofern die Waffe trocken steht, alle 40 Schuß! Bei schnelleren Geschossen öfter!

Wie reinige ich den Lauf mit Ammoniak? Auf Filzpfropfen auftragen oder den Lauf füllen und einige Zeit stehen lassen?

LM: Beides ist möglich. Ich bevorzuge die Filzpropfenmethode.

Vielen Dank im Voraus, Matthias Wölk, Dienstag, 13. Dezember 2005 23:39

Milfoam Forrest, Bore Cleaning Foam (90ml - reicht ewig). Übrigens: Made in Finland www.milfoam.fi. Gibt' s u.a. bei Frankonia.

Wenig Ablagerungen bei Messing

Wenig Ablagerungen bei Messing

Die 8x57IRS Munition, die ich mit meiner .300WM Munition bei Ihnen im Laden für einen sehr guten Freund bestellte, wird zur äußersten Zufriedenheit jagdlich eingesetzt. Er hatt in der letzten Woche erfolgreich auf Muffel-bzw. Rehwild gejagt. 200 m bzw. 150 m top Wirkung, sehr zufrieden. Er will noch ein paar Stücke strecken und dann sich mal auf Ihren Netzplan melden. Meine .300 WM muß ich, nachdem ich Lauf entkupfert habe noch einschießen. Übrigens, es waren minimale Ablagerungen nach 50 Schuß im Lauf vorhanden und zu säubern war gar leicht. Ich habe noch MJG in 7x65 R bzw. 8x57, die müssen erst mal alle werden. Dann wird hier auch umgestellt.

Zwecks Feuerschluckeranbau an meine R93 Semiweightlauf würde ich nochmals mit Ihnen sprechen, zur detailierten Ausführung durch Büchsenmacher (Gewinde bzw.Korn versetzen).

LM: Ja klar.

MfG C.E. 10. November 2011

Messing nach Kupfer

Guten Tag Herr Möller,

Zwischen uns ist alles in Ordnung. Mit der letzten Kupferpatrone schoß ich einen Damhirsch Nach der Reinigung brauchte ich vier Schüsse mit Messing bis alles in Ordnung war.

Wünsche Ihnen alles Gute und Waidmannsheil, Günter Wahlbrink, Freitag, 22. November 2013 21:37

Lauf zu füllen oder Filze durchzuziehen?

zu Rohr frei

Hallo Lutz,

Du hast heute einen Link zum obigen Thema auf Deine Seite gestellt, der von Fox-Hunter vom 19.02.2015 ist. Der Hinweis ist zwar gut gemeint, leider aber falsch.

NH3 + Cu2+?[Cu(NH3)4]2+

Wie Du siehst, kein O2 in der Formel drin.

Der Tetramminkupfer(II)-Komplex ist für die tiefblaue Färbung der Lösung verantwortlich und wasserlöslich! Daher im Anschluß das Osmosewasser. Luftsauerstoff braucht nur der, der reinigt weil - der Umgang mit dem Ammoniak ziemlich unangenehm ist. Wenn man den Kanister in der Wohnung umschüttet wäre besser gewesen, drei Wochen auf dem Ansitz zu bleiben.

Gruß Rainer

Rainer,

Du scheinst ja Bescheid zu wissen. Bitte schreibe einen kurzen Aufsatz, der die Frage endgültig klarstellt. Ich will keinen Blödsinn veröffentlichen. Die Leute sollen sich auf den Inhalt verlassen können

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Betreff: Lauf zu füllen oder Filze durchzuziehen?

Lies Kupfer und Ammoniak

Hallo Lutz,

am besten erklärt das für den Laien nachvollziehbar, die angehängte Seite Kupfer und Ammoniak, nämlich unter Sauerstoffbeteiligung entsteht ein Tetramminkupfer(II)-Komplex (blau), aber ohne Sauerstoff der instabile Tetramminkupfer(I)-Komplex (farblos), der mit Luftberührung wieder blau wird.

Welche Variante der Einzelne verwendet, um Kupfer aus dem Lauf zu bekommen, bleibt offensichtlich eine Glaubensfrage. Läßt man das Ammoniak im geschlossenen Lauf, muß man halt die Möglichkeit haben, die Waffe sicher irgendwo im Freien, 3 Stunden „abhängen“ zu lassen. Mit harter Kunststoffbürste und Filz, geht es schon aufgrund der mechanischen Bearbeitung wesentlich schneller. Allerdings hat man dann den Gestank in der Wohnung.

Waidmannsheil von Rainer, Montag, 7. Dezember 2015 12:17

Ohne Sauerstoff geht nichts

Sehr geehrter Herr Möller,

Ich würde Rainer doch lieber keinen Aufsatz zu diesem Thema schreiben lassen, weil er das zugrundeliegende chemische Prinzip offenbar nicht verstanden hat, obwohl dieses in dem in seinem Beitrag erwähnten Reagensglasversuch Kupfer und Ammoniak klar und richtig beschrieben ist. Also nochmal:

Kupferionen bilden mit Ammoniak den blauen Tetraminkomplex, der gut wasserlöslich ist. Wenn aber Geschosse aus Cu-haltigen Legierungen durch den Lauf getrieben werden, so wird dort zunächst eine dünne Metallschicht aufgetragen, die aus Cu-Atomen also aus Elementarteilchen der Wertigkeitsstufe Null besteht. Diese Atome können aber auf Grund ihrer Außenelektronenkonfiguration mit Ammoniak keinen Komplex bilden. Sie müssen hierzu erst in Kupferionen überführt werden, vorzugsweise in die beständige zweiwertige Stufe.

Betrachten wir vorerst alleine das Kupfer,so ist dies der Vorgang:

Cu(Null). wird zu. Cu(2plus). +2 Elektronen

Dies ist eine Elektronenabgabe und damit definitionsgemäß eine Oxidation. So jetzt brauchen wir noch jemand, der die zwei Elektronen aufnimmt. Substanzen, die sowas tun, nennt man Oxidationsmittel. In unserem Fall haben wir lediglich den Luftsauerstoff zur Verfügung, also

Sauerstoff(Null). + 2 Elektronen. wird zu. Sauerstoff(2minus)

Dies sind die elektrochemischen Teilprozesse, die der im Reagensglasversuch Kupfer und Ammoniak angeführten Bruttoreaktionsgleichung zugrunde liegen. Am Ende werden also aus elementarem Kupfer, Wasser und eben unverzichtbar auch Sauerstoff ein Kupfer-2-tetrammotiumkation und zwei OHminus Anionen. Ohne Sauerstoff läuft die „Chose“ nicht.

Beste Grüße von Ihrem absolut überzeugten Kunden, in der Hoffnung, die Zweifler an der Chemie überzeugt zu haben.

LM: RedOx mit Betrachtung der Ladungen klingt gut. Bei mir ist das schon so (zu) lange her. 70er Jahre. Oh Gott, wenn ich an die Frisuren von damals denke!

Hans Heiner Reich
Von meinem iPad gesendet

Laufreinigungschemie

Betreff: Laufreinigung

Sehr geehrter Herr Möller,

der „fox-hunter“ den Sie wohl Zitiert haben (habe es selbst nicht gesehen), war wohl meine Identität in einem jagdlichen Internetforum. Da ich das hier scheinbar losgetreten habe, begründe ich meine Aussage (wie schon in dem gewissen Forum) hier noch einmal, ergänzend zum Text von Herrn Reich.

Ich befülle meine Läufe nicht mit Ammoniaklösung, da dies weniger effizient ist, als sie lediglich mehrfach zu benetzen (mit Filz).

Auch wenn Viele es nicht glauben wollen und dafür unpassende Reaktionsgleichungen zur Begründung heranziehen, benötigt Ammoniak in wässriger Lösung Sauerstoff, um Kupfer zu lösen. Ist von diesem nicht genug vorhanden, endet die Reaktion. Im gefüllten Lauf kann es unter Umständen, insbesondere wenn viel Kupfer da ist und das Rohr ein kleines Kaliber hat (um so kleiner das Rohr umso weniger Lösung pro Fläche) vorkommen, daß dies geschieht. Der Sauerstoff, der dann von der kleinen Oberfläche in der Kammer nach unten diffundiert braucht dafür seine Zeit, so daß die Reaktion in der Praxis zwar nicht vollständig endet, aber doch stark gehemmt sein kann.

Die meistens genannte Reaktionsgleichung, in der kein Sauerstoff vorkommt, geht von Cu2+ aus. Das muß aber erstmal aus Cu0 durch Oxidation (Elektronenentzug) entstehen. Die Elektronen müssen also irgendwo hin, in diesem Fall zum Sauerstoff. Das klappt hier nur, weil durch die Anwesenheit eines Komplexbildners das Standartpotential von Cu0 ? Cu2+ deutlich herabgesetzt wird. Gleiches gilt zwar auch für die Reaktion zu Cu2O (weil schwerlöslich), die passiert aber nur beim glühen an der Luft hinreichend schnell.

Es gilt:

Cu0 ? Cu2+ + 2 e- > ET=+0,35 V
0,5 O2 + H2O + 2 e- ? 2 OH- > ET=-0,20 V (pH=14)

Sprich, Kupfer ist das stärkere Oxidationsmittel, bleibt also selber in der reduzierten Form, also liegt weiter als Feststoff vor. Durch die Anwesenheit des Komplexbildners wird Cu0 ? Cu2+ + 2 e- auf ET=-0,1 V herabgesetzt. Kupfer reagiert also in diesem Fall als wäre es unedler.

Jetzt kann folgende Reaktion ablaufen:

2 Cu + 8 NH3 + 2 H2O + O2 ? 2 [Cu(NH3)4](OH)2 kann man auch so schreiben, ist letztlich das Selbe:
2 Cu + 8 NH3 + 4 H+ + O2 ? 2 [Cu(NH3)4]2+ + 2 H2O

Quelle auf Seite 1438 in: A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.

Weitere mögliche Reaktionen, wie die Umwandlung des Komplexes zu [Cu(NH3)4]+ können den beginnenden Sauerstoffmangel abfedern, aber nicht ausgleichen. Auch die Tatsache daß das Kupfer an Luft ja recht schnell anläuft, also oxidiert, hilft nicht, da dies nur die äußerste Oberfläche des Abriebes betrifft.

Zum Reinigen des Laufes sei noch gesagt: Alles was dabei entstehen kann (Komplexsalze, gewöhnliche Salze und sicherlich viele organische Verbindungen, sollten danach weggespült werden, der besseren Löslichkeit wegen, am besten mit destilliertem Wasser. Dieses muß dann auch noch gründlich entfernt werden, am besten mit einem Alkohol und danach mit etwas(!) Wärme und Zugluft aus dem Fön, um die letzte Feuchtigkeit, die möglicherweise im Laufgewinde oder sonstigen Ritzen sitzt, zu entfernen.

Wenn jemand Anmerkungen zu meinen Ausführungen hat, freue ich mich als Student natürlich etwas dazu zu lernen.

Mit freundlichen Grüßen, Robert Rinke, Dienstag, 8. Dezember 2015 01:05

Betreff: Lauf zu füllen oder Filze durchzuziehen?

Hallo Waidgenossen,

also Asche auf mein Haupt, jetzt habt Ihr mich aber durch die „Bürsten“ geschickt. Ich war ja auch vor Jahrzehnten mal eine schwarze Perle in Chemie, aber der VfB Stuttgart war ja auch mal Meister im Fußball.

Ich habe jetzt einen entfernt verwanden Chemie-Doktor angerufen, der mir die ganze Lage, wie sie Robert Rinke und Herr Reich geschildert haben, bestätigt hat.

Einschränkend sagte er, in der Chemie gäbe es aber auch Phänomene, die sich nicht so einfach erklären lassen, aber das wollen wir mal nicht weiter behandeln. Was lehrt uns das? Im Internet findet man Wahrheiten, Halbwahrheiten und jede Menge Mist. Um das auseinander zu klamüsern sind Foren, in denen Sachlichkeit herrscht, lehrreich. Ich hatte zwar nach dem Artikel auf Deinen Seiten, ich glaube er hieß „Entkupfern für Faule“ auch eine Zeitlang die Läufe für 3 Stunden mit Ammoniaklösung gefüllt – und die Brühe kommt tatsächlich blau raus! Allerdings sind mir der Zeitaufwand zu hoch und die Sicherheitsaspekt zu niedrig, so daß ich wieder zu Bürste und Filz gegriffen habe.

Auch wenn ich diesmal nicht recht gehabt habe, hoffe ich, der Eine oder Andere habe dennoch dazugelernt. Außerdem meine ich, an Lauf zu füllen oder Filze durchzuziehen? sollte man weniger Energie verschwenden, vor allem, wenn man Möller Messing schießt.

Letzten Samstag konnte ich übrigens Ricke und Kitz mit Messing erlegen können.

Allen einen schönen Abend.

Waidmannsheil von Rainer, Dienstag, 8. Dezember 2015 20:26

Feindpropaganda

Hallo Herr Möller,

ich hatte mich vor einiger Zeit bereits einmal bei Ihnen gemeldet. Es geht mir darum ein geeignetes Geschoß für die Steinbockjagd zu finden. Auf Ihrer Seite habe ich die Infos zum Möller Geschoß gelesen. Ich führe eine Mauser 66 in 8x68S.Die Waffe ist zwar sauschwer, aber für die einmalig geplante Steinbockjagd muß sie dann doch herhalten. Um die Reichweite dieser Waffe optimal zu nutzen, benötige ich ein entsprechendes Geschoß.

LM: Ja, genau!

Die Angebote der geläufigen Hersteller sind aber was leichtere Geschoße betrifft sehr rar. Ich habe zwischenzeitlich von verschiedenen Waffenhändlern und „Experten“ gehört, das Lutz Möller Geschoß würde den Lauf sehr schnell verunreinigen und nach relativ wenigen Schüssen würde die Waffe bald streuen.

LM: Die Lutz Möller Geschoß-Genauigkeit ist sprichwörtlich! Wir konnten im harten Feldeinsatz in zwei Jahre im Lapua Sniper Cup mit einmal den ersten und einmal den zweiten Platz erringen. Ohne Treffer am passenden Ort wäre das nicht möglich gewesen. Besonders bei weiten Schüssen zeigte Axel B. mit 61 Stück Schalenwild im ehemaligen Braunkohletagebau auf großen Flächen, was das Lutz Möller Geschoß kann, aerodynamisch und im Ziel. Wer könnte das denn sonst?

Außerdem sei die Reinigung des Laufes nur aufwendig mit Chemie möglich. Stimmt das denn so?

LM: Siehe weite unten.

Wenn ja, welches andere Geschoß würde sich für mein Vorhaben noch eignen?

LM: Keines! Ich empfehle den Vergleich zu Ferne Sauen mit der 8x68S anzustellen und sich umzuhören, wer denn sonst ähnlich Leistungen brächte. Dan hören Sie „Das Schweigen im Walde!“

M. f. G. und Waidmannsheil W. Schlamp, Samstag, 10. Februar 2007 15:36

Liebe Herr Schlamp,

die Waffenhändler stehen nicht aus langer Weile hinterm Ladentisch, sondern weil Sie die Kunden schlußendlich zu Kasse bitten wollen. Gute beleumundete Ware der großen Marken eignet sich dazu am besten. Der Händler muß bei althergebrachten und groß beworbenen Erzeugnissen teils aus der Vorkriegszeit nicht viel reden, kann aber dank großzügiger Margen auskömmlich kassieren. Lutz Möller Geschoß finden Sie nicht bei den Einzelhändlern. Deshalb verspüren die keinen Anreiz das zu verkaufen.

Warum solche Leute aber das Lutz Möller Geschoß miesmachen, kann ich nur vermuten. Der Schluß liegt ja nahe. Ich bezeichne solche Hetze schlicht als Feindpropaganda. Tatsache ist, alle Geschosse reiben im Lauf und der weichere Teil (Das Geschoß) trägt am härteren Teil (Lauf) auf. Deshalb muß man ja gelegentlich sein Gewehr reinigen. Nun sind Tombakmäntel meist aus 95% Kupfer (Rest Zink) und Lutz Möller Geschoß aus 99% Kupfer (Rest wir nicht verraten). Vom Werkstoff her ist das für die reibschweißbedingte Kupferabscheidung also eher unerheblich. Allerdings reiben herkömmliche Mantelgeschosse mit der ganzen Schaftlänge im Lauf, das Lutz Möller Geschoß als reibungsarmes Führbandvollgeschoß nur mit den Führbändern.

Diese vergrößerte Führbanddarstellung eines abgeschossenen Lutz Möller Geschosses zeigt die gasdichte schmales Führbandoberfläche und den im Schuß berührungslos gebliebenen Schaft mit feinen Drehspuren.

Der platte Restbolzen durchdringt das Wild schulterstabil

Das, wie aus den Bildern ersichtlich, das Lutz Möller Geschoß viel weniger Anlagefläche als die ganze Schaftlänge bietet, reibt es weniger, schweißt weniger, und erfordert weniger Reinigung. Tatsächlich sieht die Sache nicht ganz so einfach aus, weil die Geschoßgeschwindigkeit noch berücksichtig werden muß. Schnellere Geschosse schmieren mehr als langsamere. Bis 800 m/s ist das alles recht harmlos, aber ab 900 m/s steigt der Abtrag deutlich an. Die Lutz Möller Geschoß sind für eine gestreckte Flugbahn für weite Schüsse nun meist über 900 m/s schnell. Die 8x68S maßen wir mit immerhin 1.165 m/s. Insofern lassen sich die oben genannten 40 Schuß Reingungswiederkehr dort wohl nicht mehr einhalten und es muß öfter gereinigt werden. (Anleitung folgt anschließend). Bei der 6,5x65 genügte bei 1.070 m/s v0 (sowohl bei 7 g Lapua Scenar als auch bei 6,5 mm 7 g Lutz Möller Geschoß, uralt) alle 40Schuß zu reinigen um auf den Daumenagel zu treffen. Der enger Streukreise will, muß wohl öfter putzen, aber ob das Wild deshalb schneller stirbt, wage ich zu bezweifeln.

Kurz das blöse Gerede (blöse = Mischung aus blöde + böse) ist ein Schmäh! Putzen muß man gelegentlich immer. Das Lutz Möller Geschoß ist da nicht anderes, vielleicht nicht so viel besser, aber bestimmt nicht schlechter als andere Geschosse.

Gruß, Lutz Möller,

Ammoniak löst Kupfer

Welche chemischen Mittel lösen Tombakabschmierungen am besten ab? Huvit

Ammoniak. Einfach Ammoniak in Lösung von etwa 5-20%. Du kannst es natürlich auch teurer haben: Sehr gut ist z. B. Robla Solo. Was ist drin? Natürlich Ammoniak. Tombak besteht aus Zink und Kupfer. Ammoniak oxidiert Zink, Kupfer und auch Blei. Metallsalze, Die danach unbedingt aus dem Lauf entfernt werden müssen, da sie Wasser anziehen, bilden sich. Man kann das Mittel aber die Nacht über im Lauf lassen. Die Ammoniaklösung verfärbt sich dabei blau. Danach reinige den Lauf gründlich, z. B. mit Filz und !wichtig! öle wieder ein. Für die Reinigung zwischendurch kann man ein Filz mit der Ammoniklösung tränken und ein paar mal durch den Lauf ziehen. Wenn Tombak gelöst wird, färben die Salze den Filz blau. Auch danach trockne den Lauf indem du einen Filz durchziehst und öle anschließend ein. Ammoniak darf nicht an brünierte Flächen kommen und ist ein Atemgift. JohnBoy

Hatten wir schon mal: Aethanolamin löst Tombak (Kupfer) ebenso gut wie Ammoniak Vorteil: Aethanolamin greift die Brünierung nicht an und riecht weniger. Für Nicht-Chemiker, Aethanolamin ist eine Verbindung aus Ammoniak mit Aethanol, Triaethanolamin hingegen aus Ammonik mit drei Ethanolresten (funktioniert zur Laufreinigung nicht!) Zeb Carter

Absolut richtig - Ammoniaklösung, Ammoniakseifen oder Amine (wie z. B. Ethanolamin) sind gute Komplexlösemittel für Kupfer, Zink und Nickel. Blei, meine ich, wird davon praktisch nicht angegriffen. Mit Stahl reagieren diese Stoffe nicht, doch die Reaktionsprodukte mit dem Mantelgeschoßabrieb müssen unbedingt restlos entfernt werden. Sonst gibt's Lochfras.

Beim Triethanolamin ist die Aminogruppe schon mit drei Ethanolmolekülen substituiert und kann daher kaum Komplexe eingehen. Das wird übrigens auch als Korrosionsinhibitor, Emulgator und Lederpflegemittel verwendet. John Enfield

Bezugsquelle https://www.sigma-aldrich.com/homepage.php THOR Chemie GmbH Postfach 1909 D-6720 Speyer

Hallo, hab mir heute Ethanolamin an der Uni besorgt und damit gleich mal die Waffe von Tombakverkrustungen befreit. Das Zeug löst den Dreck wirklich hervorragend ab, so daß man keine weiteren Zusätze im selben Mittel benötigt. Wische einfach trocken und trage einen dünnen Ölfilm auf, fertig. Der Lauf sieht dann wie neu aus und glänzt wie eine Speckschwarte! Nur empfehlenswert! Daneben braucht man wirklich keine teuren Mixturen, in denen der gleiche Wirkstoff enthalten ist. Preis~ 4-5€ je 100ml. Pillendreher

Hallo,

Salmiakgeist ist wässerige Ammoniaklösung (auch NH4OH genannt). Ist natürlich ein hervorragendes Lösemittel für Cu, Ni und Zn z.B.

Salmiak ist Ammoniumchlorid (NH4Cl). Das ist das Salz des Ammoniaks mit der Salzsäure. Es ist schwach sauer, da die Salzsäure etwas stärker sauer ist als Ammoniak basisch ist. Beim Lösen von NH4Cl in Wasser geschieht folgendes: Es zerfällt zunächst in die entsprechenden Ionen, also NH4+ und Cl-. Jetzt kommt ein Gleichgewicht mit dem Wasser ins Spiel: NH4+ + H2O = NH3 + H3O+ Dieses liegt in diesem Falle ganz leicht auf Seite des H3O+ (bzw. H+) Ions. Diese Protonen sind für die sauren Eigenschaften verantwortlich. Der pH Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Protonenkonzentration in mol/l. Er beträgt in reinem Wasser 10 hoch -7 mol/l; entsprechend einem pH von 7. Dieses obige Gleichgewicht erhöht die H+ Konzentration geringfügeig, wodurch der pH abnimmt (die Suppe wird saurer). Dabei entsteht keine HCl ! Die Chloridionen schwimmen die ganze Zeit ziemlich unmotiviert in der Flüssigkeit rum.

Ich las nach; Blei wird von Ammoniak eigentlich nicht angegriffen - muß mal weiter nachforschen was man da nehmen könnte. Säuren scheiden aus, da die meisten den Stahl noch wesentlich besser lösen ...

Grüße John Lee Enfield

From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net>To: <fullbore@hawk.winshop.com.au>Sent: Tuesday, December 25, 2001 12:34 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent

Powers, do you have any schools and collages in the back woods were you live,? Only I would think that the best place to get a small quantity of Oleic acid from is a chemistry teacher. Now we use two types of Oleic acid we call the top grade one Tofa and its 99+% (112-80-1) ( cis -9-octadecenoic acid ) CH3(CH2) 7CH=CH(CH2)7CO2H FW282.47 mp 13.4 bp 194-195 % 1.2mm nb 1.4595, the other type of Oleic acid is the TECH, 90% ( 112-80-1) CH3(CH2)7CH=CH(CH2)7CO2H, if you need any more info about Oleic, you can get in touch with me at my work in two weeks, at THOR Specialities (UK) Limited email info@thor.uk.com , or THOR Chemie GmbH Postfach 1909 D-6720 Speyer Germany, Ok remember you did ask,!!! Jacko.

From: "Sam Nichols" <snichols@lcc.net> To: <fullbore@hawk.winshop.com.au> Sent: Tuesday, December 25, 2001 7:29 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent

oleic acid. DEFINITION: 1. A monounsaturated 18-carbon fatty acid, liquid at room temperature and occurring in most animal fats and vegetable oils. ...

Oleic Acid Lab. ... 5. Clean up your area and wash the pizza pan well with soap to get all of the oleic acid off. ...

Full Data sheet for 97% pure oleic acid see
Source: http://www.fishersci.ca/msds.nsf/96cb2019dad1311a85256670001d92b9/c2b3822ce5af0716852566f1000a6689?OpenDocument

From: "Philip Morris" <pudjum@lineone.net> To: <fullbore@hawk.winshop.com.au> Sent: Wednesday, December 26, 2001 1:38 AM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent

> "oleic acid. DEFINITION: 1. A monounsaturated 18-carbon fatty acid, liquid at room temperature and occurring in most animal fats and vegetable oils. ..."

> Yep, as DJ said CH3(CH2) 7CH=CH(CH2)7CO2H ...

> Generally found as the -cis or -z isomer from organic sources due to the stereochemical selectivity of the enzymes that produce it. I believe that it is a fatty acid commonly found in cell membranes in the form of the phosphodiglyceride.

> Gaz

Von:Andreas Haimberger (andreas.haimberger@chello.at) Betrifft:Re: Und nochmal - Kaliumcarbonat-Dämpfe Newsgroups:de.sci.chemie Datum: 2000-12-12 10:48:07 PST Ammoniak bildet tiefblaue Komplexsalze mit Kupfer.

Bezugsadresse für Kleinmengen sind z.B. die Firma

OMIKRON GmbH, Abt. Feinchemikalien
Marktplatz 5 * 74382 Neckarwestheim * Tel. (07133) 17081 * Fax 17465

Hallo Herr Möller,

vor unserem Telefonat vorab erst mal ein paar Infos:

Das Rezept zur Ölsäureherstellung macht dann Sinn, wenn man Tofa mit Ölsäure bzgl. der Molmasse gleichsetzt. Tofa wird bei der Holherstellung aus der Tallsäure gewonnen und enthält als Hauptkomponente Ölsäure. Wieviel Ölsäure in Tofa enthalten ist, konnte ich leider nicht herausfinden, da es sich aber um ein Naturprodukt handelt, dürfte die Zusammensetzung je nach Herkunft schwanken, ebenso wie die Eigenschaften des daraus hergestellten Produkts. Das hat dann nix mehr mit Chemie sondern eher mit Alchemie zu tun. Sehr unbefriedigend, auch wenn Tofa billiger als Ölsäure ist. Das ist am falschen Ende gespart. Ölsäure ist über die Apotheke zu beziehen, der Preis liegt bei ~ 25 Euro pro Liter plus Kleinmengenzuschlag. Firmen wie Merck, Fluka und Aldrich haben Reinheiten von 90-99% im Programm. Da vom Rohrfrei ja keine Unmengen benötigt werden, lohnt sich die einmalige Anschaffung. Ölsäure sollte zwecks Stabilität im Kühlschrank gelagert werden, auch eine Erwärmung auf 80°C kann zur thermischen Zersetzung führen.

Wie gut das Ammoniumoleat bzgl. der Reinigungswirkung sein wird, weiß ich nicht, aber ich weiß aus meinem Schützenkollegenkreis, das die Salze der Ölsäure in wässriger Lösung als Pflastermilch beim Vorderladerschießen Verwendung finden. Anforderung hierbei ist eine gute Gleitfähigkeit und einen Reinigungseffekt auf Verbrennungsrückstände des Schwarzpulvers. Das funktioniert also. Wenn man die Mengen des Rezeptes mal durchrechnet, fällt ins Auge, daß der Ammoniak im 4-fachen Überschuß zugegeben wird, d.h., nur 25% der Einsatzmenge reagieren ab und man hat anschließend 2,8 Gewichtsprozent Ammoniak in der Lösung. Unter Umständen beruht der Lösungseffekt für Kupfer also gar nicht auf dem Ammoniumoleat, sondern auf dem Ammoniakgehalt. Eine reinigende Wirkung bzgl. auf Pulververbrennungsrückstände sollte dem Ammoniumoleat zumindestens zugesprochen werden.

Ich rechnete Ihnen das Rezept mal in Gewichtsprozente um. Das ist genauer und läßt sich einfach auf jeder digitalen Küchenwaage abwiegen. Die Prozentangaben des Orginalrezepts waren sehr ungenau (+/- 5%).

Ich würde Ihnen raten, Ethanol Wasser und Ölsäure zu mischen und das Ammoniak langsam unter Rühren zuzugeben. Es ist möglich, daß bei der Reaktion wie bei allen Neutralisationreaktionen Wärme frei wird, unter Umständen müssen Sie das Reaktionsgefäß (am besten Glas) in ein Wasserbad zur Kühlung stellen, da sonst der Ammoniak wg. des niedrigen Siedepunktes zu Sieden anfängt. Dann hätten Sie statt ,,Rohrfrei" ein ,,Nase- und Hirnfrei". Bitte bei der Herstellung eine Schutzbrille tragen, der Ammoniak hat's in sich. Das Ethanol in der Mischung dient übrigens als Lösungsvermittler, da sich Ölsäure nicht in Wasser löst. Das 1. Rezept lehnt sich an das Originalrezept an, enthält also wie gesagt freies Ammoniak, beim zweiten Rezept habe ich die Mengen äquimolar berechnet, hierbei sollten sich Ölsäure und Ammoniak vollständig umsetzen.

Ammoniumoleat

Rezept 1: 621 g Ölsäure = 2,2mol
599 g Ammoniak 25%ig = 8,8mol
1.940 g Destilliertes Wasser (entsalztes)
786 g Ethanol (Brennspiritus tut's auch)


Rezept 2: 621 g Ölsäure = 2,2mol
150 g Ammoniak 25%ig = 8,8mol
1.940 g Destilliertes Wasser (entsalztes)
786 g Ethanol (Brennspiritus tut's auch)


So, nun viel Spaß damit, ich melde mich auch noch mal telefonisch.

MfG
Frank Kleff Donnerstag, 24. Juni 2004 09:44

Messing-Schwarzbeize

1 l Ammoniak
200 g kohlensaures Kupfer (Bergblau)

Es ist darauf zu achten, daß das kohlensaure Kupfer im Überschuß vorliegt, dh. es muß immer ein kleiner Rest des k. Kupfers als Bodensatz vorhanden sein. Im Allgemeinen wird kalt gearbeitet. Wird die Beize erwärmt, wird der Ammoniakverbrauch sehr hoch. Der Nachteil bei dieser Beize ist die Geruchsbelästigung. Sie ergibt aber auf Messing tiefschwarze und blauschwarze Färbungen. Die Färbungen vollzieht sich schon nach einigen Sekunden Eintauchzeit. Färbt die Beize zu träge oder werden Färbungen fleckig, kann die Schwarzbeize mit Ammoniak wieder aufgefrischt werden.

> Kohlensaures Kupfer dürfte Kupfer(II)carbonat sein.

Search Result 8

Von: Andreas Böttcher (a2696142@smail.rrz.uni-koeln.de) Betrifft:Re: Waffenreinigung Rohr frei! Newsgroups:de.alt.technik.waffen

View: Complete Thread (10 articles) | Original Format

Datum:1999/07/23

Habe gerade die Nachrichten über die Laufreinigung mit ammoniakalischen Lösungen gelesen und kann dazu folgendes beitragen:

Das Auflösen von Zink und Kupfer (Tombak) durch eine Ammoniaklösung beruht auf der Erniedrigung des Elektrochemischen Standardpotentials dieser Metalle, da die Konzentration an "freien" Cu- und Zn-Kationen durch Komplexbildung mit dem Ammoniak auf Werte nahe bei Null gesenkt wird. Dadurch wird es dem in der Lösung (physikalisch) gelösten Sauerstoff möglich, Kupfer und Zink (auch Blei) zu oxidieren und in Lösung zu bringen. Der Hauptbestandteil des Laufstahls - Eisen- wird jedoch praktisch nicht angegriffen, da die entsprechenden Ammoniak-Komplexe keine mit denen des Kupfers oder des Zinks vergleichbare Stabilitäten aufweisen. Eine größere Gefahr besteht jedoch für den Lauf, wenn die gebildeten Metallsalze nach der Behandlung nicht gründlich entfernt werden, da diese wasseranziehend sind und somit eine permanente Elektrolytschicht auf dem Metall hinterlassen. Dieser Film kann trotz Waffenöls zur Korrosion führen, da der Luftsauerstoff zur Diffusion durch den Ölfilm befähigt ist (Vgl. das verharzen von Ölen), kurz: steter Tropfen höhlt den Stein !

Meine Empfehlung: Den Lauf nach Ablassen der Reinigungslösung gründlich mit destilliertem Wasser Spülen und danach mit Aceton. Das Ganze mit einem Fön trocknen (Verdunstungskälte des Acetons !) und gut einölen. So sollte eigentlich nichts passieren.

Bleibt nur die Frage, ob man unbedingt jeden Metallabrieb aus dem Lauf entfernen sollte?

Grüße, Andreas !

nein , wenn Kupfer (II)-Ionen in Lösung sind (also hydratisiert) , dann bildet sich nach Zugabe von Ammoniak ein Komplexion (Tetraamincupfer(II))

Hallo Lutz,

Dieser Stoff ist, wie es dasteht, wie eine Seife aufzufassen.

Theoretisch: Seife? Sind Seifen nicht Metallsalze der Fettsäuren? Wo ist bei Ammoniumoleat denn das Metall?

Naja, ich schrieb ja auch nicht, "es ist eine Seife" :-) Dein Rezept schreibt "Ammonia soap" und es hat wohl, trotz des Ammoniumkations, Seifencharakter.

> einer Metalloberfläche auch haftet, wenn diese SEnkrecht steht, oder die zumindest so dick benetzt, daß man ausreichend Kupferlösung erfährt.

Eine Benetzung hat man wahrscheinlich schon ein bißchen, es ist ja auch von Schaum die Rede. Ich hätte ´ne Idee, wie man die Wirkung verstärken könnte: Lege Gleichspannung an, den negativen Pol am Gewehrlauf, den guten in der Lösung, so könnte man die NH4+ Ionen am Kupfer entladen, sie werden erst dann zu NH3 und können teilweise das Kupfer auch gleich ablösen. Dadurch ist vielleicht noch weniger freies NH3 vorhanden, welches den Raum mit Duft erfüllet.

> > und gleichzeitig wegen des Fett/Seifencharakters Rost entfernen könnte.

> Oh, wie soll das gehen?

Naja, nicht wirklich mit einer chemischen Reaktion, aber du weißt doch, wenn du Öl auf etwas bringst (oder etwas mit Kriechöl einsprühen), kann man leichten Rost abrubbeln. Etwas vermindert könnte das mit der Seife auch gehen, aber richtig festgefressenen Rost bekommt man damit natürlich nicht weg.

ciao
Armin

> Seife? Sind Seifen nicht Metallsalze der Fettsäuren? Wo ist bei Ammoniumoleat denn das Metall?

<Goldwaage> Du hast recht, genau genommen ist es keine *Metall*seife. </Goldwaage> ;-)

> Im übrigen suche ich einen Stoff der nicht ganz so flüssig wie ein wässrige Lösung ist, also auf einer Metalloberfläche auch haftet, wenn diese senkrecht steht, oder die zumindest so dick benetzt, daß man ausreichend Kupferlösung erfährt.

Verdicke die Lösung doch einfach mit Tapetenkleister. Sie wirkt dann aber naturgemäß nicht mehr so gut, weil die Diffusion behindert wird.

Andrea

Sehr geehrter Herr Knop,

herzlichen Dank für Ihre Antwort. Der Einsender des englischen Rezeptes behauptet damit gut Kupfer von Eisen lösen zu können. Wenn Kupfer da ist, ergibt sich eine dunkelblaue Farbe, die verschwindet, wenn das Kupfer fehlt. Das ist sehr praktisch, weil man dann weiß, ob die Oberfläche nun sauber ist.

Mit freundlichem Gruß

Lutz Möller

----- Original Message -----

From: Klaus Knop

To: Lutz Möller

Sent: Wednesday, January 16, 2002 3:39 PM

Subject: AW: Substanzname?

Hallo Herr Möller,

wenn Sie Ammoniaklösung und Ölsäure im richtigen Verhältnis mischen, werden Sie das Ammoniumsalz der Ölsäure, also Ammoniumoleat, erhalten. Ob Ammoniumoleat geeignet ist, Kupfer zu lösen, würde ich allerdings bezweifeln.

MfG K. Knop

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lutz Möller [mailto:]
Gesendet: Montag, 24. Dezember 2001 19:35
An: knopk@uni-duesseldorf.de
Betreff: Substanzname?

Guten Tag Dr. Knop,

bitte können Sie mir sagen, ob die sich ergebene Subtanz zur Kupferablösung von Eisen Ammoniumoleat ist? Oder wie nennt die sich auf deutsch sonst?

Fröhliche Weihnacht

Lutz Möller

Hi , there all you budding chemists. This is the Formula and how to mix it! You must mix the ingredients in this order to get the best results
Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc you can use Oleic acid but Tofa is best
Ethanol (95% ) 15% 660cc
Distilled Water 54% 1,940 cc
Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc > Surely, your formula should read 0.890 specific gravity ammonia and not %.

Total 3,830 cc (one US gallon 3,785 cc). It will make a clear yellow liquid with an sg of 0.95 and a pH of 10 a.p.p. Mix outside or in a well ventilated room , wear safety glasses and rubber gloves . Also put a peg on your nose !! This stuff stinks!! You will need a 5 gallon open top plastic drum to do the mixing in you will also need a drill fitted with a paint mixer to do the stirring with. The chemicals will foam a little when you mix them but not too much, you need to stir them for at least 30 minutes. 1 hour is better allow to settle down and then bottle.

Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper removing Ammonia soap which I call Tweets 303 !


Mit Feuerwaffen zu schießen bringt einerseits Freude, manchmal Beute, jedenfalls immer Dreck! Der Dreck im Lauf soll hier betrachtet, überlegt werden, wie er bestens zu entfernen sei.

Einbasige Büchsentreibmittel bestehen aus Nitrozellulose (Vihtavuori N 1xx), zweibasige (Vihtavuori N 5xx) zusätzlich aus (5-40%) Nitroglyzerin. Zu Hemmung werden weitere Stoffe, z. b. Kampfer zugesetzt. Um Selbstzündung zu verhindern wird das grüne Pulver oft von außen mit 1 -2% Graphit bestäubt. Militärische Pulver können noch Lithiumsalze gegen Feuerschein enthalten.

Die Verbrennung erfolgt nicht vollständig vorhersehbar. Die Schwaden hinterlassen irgendwelchen ätzenden Dreck im Rohr. Abhängig vom Geschoßmantel, wird sich auch noch Mantelmetall im Lauf abreiben. Das ist besonders bei schnellen (> 900 m/s) Tombakmänteln, weniger bei vernickelten Flußeisenmänteln zu beobachten. Vorn an der Mündung läßt sich das leidige "Schützengold" beobachten.

Bei meiner 1.150 m/s schnellen 6,5x68 ist bereits nach 5 Schuß zu viel Tombak im Lauf! Bei der 800 m/s langsamen .308 erst nach mehr als 30 Schuß!

Da wir nicht wissen können, welchen Dreck wir vor uns haben, müssen wir die Reinigung breitbandig angehen.

  1. Schmauch zu entfernen



  2. Im pflanzenölgetränkten Lauf läßt sich Schmauch gut mit einer Bronzebürste lösen, dann mit Werg oder Reinigungsfilzen auswischen. Pflanzenöl, in diesem Fall das bekannte Ballistol Waffenöl, ist sowohl wasser- als auch ölfreundliche (polar und unpolar), also für den unbekannten Dreck genau richtig. Dabei ist es nicht sauer, schadet also nicht. Da es auch wasserfreundlich ist, sollte man es nicht nutzen um damit Eisen langfristig vor Wasser (Luftfeuchte) und Rost zu schützen. Dafür gibt es Nähmaschinenöl)
  3. Tombak zu lösen

  4. Um reibgeschweißte Tombak, das als Schützengold vorn auf den Feldern die Genauigkeit behindert, zu entfernen brauchen wir Chemie. Ammoniak heißt die Lösung festgeschweißtes Tombak von den Feldern zu lösen. Entweder kauft man Ammoniak als 5-20%ige Lösung in der Chemikalienhandlung, oder teurer in der Apotheke oder als Markenerzeugnis "Robla Solo, von Klever. Ammoniak stinkt und ist ein Atemgift. Also sollte man bei der Arbeit lüften! Manch einer verstopft seine Kammer mit einen Gummipfropfen, gießt di Lösung ein, läßt die Waffe einen Tag stehen und gießt die blaue Brühe dann weg. Vorsicht: Ammoniak kann die Brünierung angreifen, sagt man. Ich habe schon öfters geplempert, aber noch keine Schönheitsmängel festgestellt. Allerdings wischte sich die Spritzer auch jedes Mal gleich wieder mit einem Lappen weg.

    Nachdem ich den Schmauch mit der Bronzebürste los gerieben, den Lauf mit Filzen ausgewischt habe, tauche ich filze in die Ammoniaklösung und ziehe und schiebe die nassen Ammoniakfilze mit dem Putzstock so 4 - 6 mal durch den Lauf. Knallblau kommen die ersten wieder heraus! so nach 6 - 10 Filzen verblasst dann das Kobaltblau, wird taubenblau und ändert sich schließlich nicht mehr. Dann weiß ich: Es ist kein Tombak mehr im Lauf. In dieser Möglichkeit zu erkennen, wann ich mein Reinigungsziel erreiche, liegt ein großer Vorteil. Ich muß nichts glauben, sondern weiß genau, wann ich mit dem Schritt fertig bin.

  5. Salze zu lösen

  6. Nach der Ammoniaklösungsbehandlung finden sich Wasser und Salze im Lauf. Der Zustand entspricht in etwa mit Schwarzpulver oder ätzenden Chloratzündhütchen (alter Militärberdanhütchen) geschoßen zu haben. Die Salze müssen weg, sonst fressen die zusammen mit der Luftfeuchte, die sie noch anziehen, den Lauf an, der rosten würde. einerseits kann man mit destilliertem Wasser nachwischen und dann mit Azeton oder Alkohol das Wasser wegwischen, andererseits kann man die wasserfreundliche Eigenart des Pflanzenöles nutzen. Ich wische den Lauf zuerst mit trockenem Filz trocken. Um Wasser und Salze zu entfernen wische ich dann den Lauf mit zwei Pflanzenölfilzen durch. Anschließen wische ich trocken.

    16 Sep 2000 16:20:00 GMT, lortzing36@aol.com (Lortzing36) Rost? Militärmunition:

    Falls es sich um korrosive Muni handelt, reinige wie folgt:
    Nimm Topf mit kochendheissem Wasser, tu ein bischen Seife rein. Halte Waffenmündung darüber. Stecke Putzstock durch den Lauf in das heisse Seifenwasser. Ziehe wieder zurück (*). Wiederhole nach Lust und Laune. Danach ziehe zu trocknen ein paar Läppchen durch. Öle ein.

    Gruss
    Klaus
    * Ich weiss, ich weiss - manche moegen die Buerste nicht von der Muendung her zurueckziehen...

  7. Rostschutz



  8. Zuletz wische ich den Lauf mit Nähmaschinenölfilzen durch, um eine feuchtehemmenden rostschützenden dünnen Ölfilm innen auf die Laufoberfläche aufzutragen. Den wische ich anschließend zwar wieder weg. Aber eben nicht ganz. die waffen werden außen trocken gerieben, um Schweiß oder sonstigen Dreck zu entfernen; dann mit einem leicht nähmaschinenöligen Läppchen außen eingeölt. Nun können die Waffen in den Schrank gestellt werden.
  9. Lagerung



  10. Falls der Waffenschrank nicht in einem warmen trockenem Wohnraum, sondern andern Ortes, z. B. im Keller steht, muß auf eine trockenen Platz geachtet werden. Weil sich an Hausaußenwände die Feuchte der wärmer Zimmer- oder Kellerluft niederschlagen kannen, sind die immer der falsche Platz. Also gehören Waffen in eine warm Ecke gestellt, weil die Wärme die Luftfeuchte herabsetzt. Notfalls muß ein Entfeuchter her.

    Betreff: Re: Nickel Geschoßrückstände
    Datum: Sat, 09 Sep 2000 11:51:37 +0200

    Peter Schnoor schrieb:

     
    Da der R 93 Lauf nicht brüniert ist, sondern innen und außen nach dem Blaser-Q Verfahren behandelt wurde, dh. 0,2mm tief Stickstoff eindiffundiert wurde, fing nach etwa 100 Schuß der Lauf innen anfängt silbrig zu glänzen.

    In der ROBLA SOLO Gebrauchsanweisung steht, es greife Nickel nicht ang.

    Wenn sich das Nickel tatsächlich nicht chemisch entfernen läßt, muß ich abwarten ob, oder bis das Schußbild schlechter wird...

    Betreff: Re: Nickelrückstände Datum: Tue, 12 Sep 2000 12:45:50 +0200 Von: Martin Gritsch <mgritsch@iac.tuwien.ac.at> Firma: Vienna University of Technology, Austria Foren: de.alt.technik.waffen

    Der Chemiker sagt dazu: Du kanst kaum das Ni zu entfernen ohne den Stahl anzugreifen, der ist Eisen zu ähnlich. Die besten Möglichkeit würde ich noch Ammoniak einräumen (wurde auch schon mal Messingrückständen zur entfernen empfohlen. Stopfe nach gewöhnlicher Reinigung das Patronenlager zu, füle den Lauf mit Salmiakgeist, lasse über Nacht stehen, wasche nächsten Tag gründlich aus. Reinige mit Waffenöl nach. Vollständig Ni zu entfernen wird aber nicht drin sein, befürchte ich. Ni ist wahrscheinlich für gezogene Läufe somit eher unangenehm, in einem Polygonlauf würde ich mir über solche Ablagerungen keine größeren Gedanken machen. Heftige Reinigungsversuche machen mehr kaputt als sie bringen können.

    --
    Dipl.-Ing. Martin Gritsch
    A-1150 Wien
    http://welcome.to/mgritsch

    Betreff: Re: Nickelrückstände Datum: Wed, 13 Sep 2000 10:16:28 +0200 Von: "Rolf Wotke" <webmaster@parkasite.de>

    Nickel löst sich sehr schnell in konzentrierter Salpetersäure. Die Stahlteile werden bei kurzer Expositionszeit nicht, bzw. nur minimal angegriffen. Müssen aber anschließend sehr gründlich gespült werden. Wenn möglich sol das Verfahren vorher mit einer Stahlprobe gleicher Art versucht werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rolf Wotke
    www.parkasite.de

Andere Stimmen:

Andreas Böttcher

Über die Laufreinigung mit ammoniakalischen Lösungen kann ich folgendes beitragen:

Zink und Kupfer (Tombak) durch Ammoniak aufzulösen, beruht auf der Erniedrigung des Elektrochemischen Standardpotentials dieser Metalle, da die Konzentration an "freien" Cu- und Zn-Kationen durch Komplexbildung mit dem Ammoniak auf Werte nahe bei Null gesenkt wird. Dadurch wird es dem in der Lösung (physikalisch) gelösten Sauerstoff möglich, Kupfer und Zink (auch Blei) zu oxidieren und in Lösung zu bringen.

Der Hauptbestandteil des Laufstahls - Eisen- wird jedoch praktisch nicht angegriffen, da die entsprechenden Ammoniak - Komplexe keine mit denen des Kupfers oder des Zinks vergleichbare Stabilitäten aufweisen.

Eine größere Gefahr besteht jedoch für den Lauf, wenn die gebildeten Metallsalze nach der Behandlung nicht gründlich entfernt werden. Salze ziehen Wasser an. Hinterlassen auf dem Metall somit eine permanente Elektrolytschicht. Dieser dünne Elektrolytfilm kann trotz Waffenöls zur Korrosion führen, da der Luftsauerstoff durch den Ölfilm diffundieren kann. (Vgl. das verharzen von Ölen).

Kurz: steter Tropfen höhlt den Stein !

Nachdem die Reinigungslösung abgelassen wurde, empfehle ich den Lauf gründlich erst mit destilliertem Wasser, danach mit Azeton zu spülen, dann das Ganze mit einem Föhn zu trocknen (Verdunstungskälte des Azetons !), anschließen und gut ein zu ölen.

So sollte eigentlich nichts passieren ......

Bleibt nur die Frage, ob man unbedingt jeden Metallabrieb aus dem Lauf entfernen sollte ... ?

P.S. Der Hauptbestandteil des Laufstahls - Eisen- wird jedoch praktisch nicht angegriffen! Hat ein Einwender denn je die Eisenkonzentration der Reinigungslösung nach 24 stündigem Verweilen im Lauf bestimmt? Diese Größe - neben der Konzentration anderer Kationen (Ni, Cr ...) - sollte doch ein Maß für die Erosion sein, oder ?



Copper Fouling

I tried to remove fouling after shooting rounds of pure copper bullets with several products, also including the Barnes product. Always it was a bothersome and very tiring procedure and I got fed up. And it was desesperating to still see a shiny golden layer on the rifling.

Then I tried it on the lazy side and just plugged the muzzle with rubber plugs. Cork will do certainly the same. I took out the action and set the rifle muzzle downwards into a plastic bucket, filled a 20 ml disposable syringe [Spritze] with 25 % Ammonia, available in pharmacies, medical supply drugstores on order (NH4OH - do it in open air with solid plastic gloves, irritates lungs) and filled the entire barrel till good half of the cartridge chamber. Then I let it work for its own for 24 or 48 hours and afterwards just let the nicely blue colored liquid out, run a cotton swab and another lightly greased through the barrel and had a perfect bright silver metallic look inside. No hazzle, no corrosion no golden shimmer anymore!

Waidmannsheil - Good Hunting Reinald



Ralph Ergas , M.D. Rochester , Vermont USA

Guten Morgen Herr Docter ! I think you may be doing harm to your barrel by letting the ammonia sit there so long . I would only consider such drastic cleaning for a very fouled barrel . The easiest method I have found is to use Forrest Foam which is made in Finland and should be readily available from Frankonia or Kettner.

Weidmannsheil!


Dr. Reinald v. Meurers

Actually, the rate at which ammonia reacts with modern steel is so slow, it would take a lifetime for it to degrade the barrel.

Nach Auskunft von Metall-Spezialisten ist es völlig belanglos, wielange das Ammoniak im Lauf bleibt. Ohne Sauerstoff kann Eisen sowieso nicht korrodieren! Mikrorisse - ja, wenn die - so groß, daß Ammoniak da reinkriechen kann, da sind, taugt der Lauf eh überhaupt nichts - könnte höchstens bei Uralt- oder indischem Damast auftreten... Im übrigen sind Robla oder Barnes CR auch nur verdünntes Ammoniak ! Jeder soll nach seiner Fasson selig werden! Ich werde jedenfalls meine Läufe so behandeln und mir viel Mühe sparen. Und wenn er denn statt 20 Jahren nur 18 hält, ist es mir auch recht, ein neuer Qualitäts-Lauf von Heym kostet um 400 Mark.

Was soll dann die Aufregung?



Michael Corey

I use a product called SWEET'S 7.62 SOLVENT . It contains 5% ammonia and claims to be harmless to steel . It is thicker that straight ammonia so it clings to the bore. The instructions say, not to leave it no more than 15 minutes in the bore. S I'd follow that advice!



Thomas Vock antwortete auf mein Frage

"Könntest du bitte genauer schreiben, wie du deine Gruppen "mit Öl" und "ohne Öl" schießt?

Moin Lutz,

na ja, bei "Öl" denk' ich nicht gleich an 4 Liter 15/W40, sondern an einen "mit Hoppes Nr.9 gründlich gereinigten und danach nicht wieder geschoßenen Lauf". Ich mache es wirklich so: Einen Schuß auf die Scheibe, wische "naß" , schieße zwei Mal, wische wieder, zwei Schuß, usw... Ich führe meine Büchsen immer mit einem "Hauch Hoppes Nr.9" im Lauf.

Meine Erfahrung zeigt, "Ein Hauch Nr.9" kann der Genauigkeit nicht viel anhaben, sollte im Zweifel bei jeder Waffe einzeln geprüft werden.

Gruß
Thomas


Betreff: Re: [Fullbore] Skyboom bullet Datum: Wed, 21 Jun 2000 13:41:45 -0600 Von: Rick Lowe <ricklowe@direct.ca>

"David E. Hickey" wrote:

> I looked at the web site http://skyboom.com/gscustom/ and the one thing I noticed was that the bullet is made from pure copper. Just like the Barnes X bullets I would only expect to get a few shots off before jacket fouling caused a noticeable degradation in performance.

Lutz is pretty heavily into hunting as we may all have noticed, so the "degredation in performance" may be relative to how many rounds you are talking about and at what distance it becomes significant. Lutz probably hasn't shot at too many deer at 800 or so yards lately...

As to the Barnes X, I have solved the problem of their fouling my hunting rifles by lapping the bores and dipping them in a liquid moly solution I make - I expect the spray on/tumble on methods would work just as well. Although the dip stuff does leave a significantly thicker coating.


Subject: Re: [Fullbore] A Peake Ammonium Oletate
Date: Sat, 30 Oct 1999 06:26:52 +0100
From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net>
To: <fullbore@scorpion.winshop.com.au>

Hi , there all you budding chemists. This is the Formula and how to mix it! You must mix the ingredients in this order to get the best results
Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc you can use Oleic acid but Tofa is best
Ethanol (95% ) 15% 660 cc
Distilled Water 54% 1,940 cc
Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc > Surely, your formula should read 0.890 specific gravity ammonia and not %.

Total 3,830 cc (one US gallon 3,785 cc). It will make a clear yellow liquid with an sg of 0.95 and a pH of 10 a.p.p. Mix outside or in a well ventilated room , wear safety glasses and rubber gloves . Also put a peg on your nose !! This stuff stinks!! You will need a 5 gallon open top plastic drum to do the mixing in you will also need a drill fitted with a paint mixer to do the stirring with. The chemicals will foam a little when you mix them but not too much, you need to stir them for at least 30 minutes. 1 hour is better allow to settle down and then bottle.

Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper removing Ammonia soap which I call Tweets 303 !!!

Jacko

Tall oil is a byproduct of the process used to make paper, and it is usually fractionated into a number of useful products for the coatings, paper-making, and lubrication industries. Recently, tall oil extracts have also found use as a starting material for the isolation of functional food ingredients which can lower cholesterol in humans. http://www.gp.com/chemical/products.asp?RC=1&;KW=&;BS=100|Tall%20oil%20fatty%20acid&;DC=4|Pine%20Chemicals http://www.gp.com/chemical/pine.php shipped in Tanktrucks and Railcars

> From: Philip Morris <pudjum@lineone.net> To: fullbore@hawk.winshop.com.au <fullbore@hawk.winshop.com.au> Date: 24 December 2001 10:12
> Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent

T'was written... "Tofa"What is this stuff?

From: "David Jackson" <Ddjacko@tesco.net> To: <fullbore@hawk.winshop.com.au> Sent: Monday, December 24, 2001 6:22 PM Subject: Re: [Fullbore] Sweets Solvent

Gaz, If you dont know what Tofa is then there is not a much point in going into any Tec details about it only to say that is a higher grade of Oleic acid. Now for years I,ve seen posting to this list from so called experts on all thing that go bang , that have not a clue when it come to cleaning gun barrels, so the best thing is to let them carry on in there fools paradise, but as for me I like a nice easy life, Mr Sweets come up with the easy way to rid a barrel of copper, so I,ve made my own version of Sweets which is a improved formulary and have use it for many years with no adverse effects on any of my barrels, and now most of the guys that I shoot with use it, and they have not got any problems, so which camp do you fall into,? are you a Sweets user,? or are you a barrel abuser?

Jacko.

Tall oil is a byproduct of the process used to make paper, and it is usually fractionated into a number of useful products for the coatings, paper-making, and lubrication industries. Recently, tall oil extracts have also found use as a starting material for the isolation of functional food ingredients which can lower cholesterol in humans.

http://www.gp.com/chemical/pine.php

Shipped in Tanktrucks and Railcars!

So many questions: How many Shots to upuse a Tanktruck Tweets 303 then? Will the Barrel last that long?

Lutz

Tall Oil Fatty Acid (Tofa) CH3-(CH2)16-COOH Carboxyl functional = 1, Mole Weight 281, Equivalent Weight 281

Tall Oil Fatty Acids (TOFAs) Westvaco oleochemicals provide a variety of distilled functional fatty acids based on tall oil, which are derived from the sulphate pulping of softwood in papermaking. These basic fatty acids, primarily C-18 compounds with small amounts of both C-16 and C-20 acids, are excellent raw materials for the production of high-quality dimer acids, esters, alkyd resins, flotation reagents, metalworking fluids, imidazoline corrosion inhibitors as well as soaps and detergents. TOFAs are generally categorized by the Pine Chemicals Association as those products containing under 2% rosin acids and those containing 2% or more rosin acids, but at least 90% fatty acids.

http://www.westvaco.com/products/chemicals/oleo/oleochem dynamic.php?oleobody dynamic.php?/products/chemicals/oleo/tofaintro.php


"Lutz Möller" <> schrieb:

> Nun habe ich hier ein englisches Rezept für etwas ähnliches. Leider verstehe ich die Sache nicht so ganz.
>
> Könnte mir einer der Damen oder Herren bitte sagen
> 1. Was ich nehmen muß?
> 2. Wie sich die ergeben Substanz auf deutsch nennt? Ammoniumoleat,> vielleicht?

genau.

Tofa (2-3 % rosin ) 18% 710 cc you can use Oleic acid but Tofa is
Tofa scheint für Tall Oil Fatty Acid zu stehen (google), könnte demnach ein Überbegriff für die (ungesättigten) langen Fettsäuren sein. Oleic Acid ist Ölsäure, C17H31COOH (IIRC). (=Stearinsäure mit C9->C10 Doppelbindung)

> Ethanol (95% ) 15% 660 cc: Trinkalkohol / Brennspiritus.
> Distilled Water 54% 1,940 cc: Destilliertes Wasser (wohl auch Leitungswasser, wenn man in einer kalkfreien Region lebt)
> Ammonia (0.89 % ) 13% 520 cc: Ammoniakwasser, Salmiakgeist, sind die deutschen Begriffe, ansonsten rechne halt Mengen um.

> Also put a peg on your nose !! This stuff stinks!!

Wie du liest, haben wir hier ja auch Gestank!

> Well boys what you have just made is Ammonia Oleictate which is a copper removing Ammonia soap which I call Tweets 303!

Es ist also Ammoniumoleat. Inwiefern das nach dem Vermischen ein basisches Salz ist, oder Ammoniak im Überschuss (-> "äquimolarer" Puffer) vorliegt, müßte man anhand der Mengen (aufwendig) ausrechnen. Dieser Stoff ist, wie es dasteht, wie eine Seife aufzufassen. Theoretisch: Wenn das NH3 das Cu komplexiert, sinkt die NH3 -Konzentration. Im Endeffekt liegt hier ein Gleichgewicht vor, sodaß NH3 nachgeliefert wird (LeChâtelier) und weiteres Cu komplexieren kann. Der Vorteil dieser Lösung könnte sein, daß sie nicht ganz so stark stinkt und gleichzeitig wegen des Fett/Seifencharakters Rost entfernen könnte.

weihnachtliche Grüße,
Armin

Oleat (Salz der Ölsäure) M = 281 mol / l Formel: C17H33 COO - 18:1(9); F. 13 -16°C


Luftentfeuchter

In Saudi-Arabien stehen an den durch die Wüste führenden Straßen haufenweise verunglückte Autos. Da sie den ehemaligen Besitzern gehören, darf sie nach dortigem Recht niemand entfernen. Selbst die Entnahme einer einzigen Schraube gilt als Diebstahl.

Wenn die Ruine nicht verbrannt ist, schaut das Blech wie neu aus. Einziger der Lack (und das Glas) verschleißen, nämlich durch Sandstürme. Regnen tut es dort sehr selten und anschließend wird die Luft gleich wieder getrocknet. Evtl. entstehende Rostspuren werden gleich wieder sandgestrahlt.

Eine zweite Möglichkeit der natürlichen Konservierung sieht man bei den Eskimos. Bei den dortigen Temperaturen ist Edelstahl ein absolut unnötiger Luxus.

Leider lassen sich beide Möglichkeiten schlecht vollständig auf den Waffenkeller übertragen. Somit stellt ein Luftentfeuchter eine sinnvolle Ergänzung dar. Im Winter darf man ihn getrost ausschalten, da durch den niedrigen Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft die erwärmte Luft im Keller sowieso nie wesentlich über 60 % relativer Luftfeuchtigkeit steigt. Im Sommer bietet er eine willkommene Ergänzung der Vorräte an echt destilliertem Wasser; nicht bloß demineralisiertem. Die Hausfrau - und bei mir die ganze Nachbarschaft dankt. Ich hole in 14 Tagen abhängig vom Wetter bis zu 20 l Wasser aus der Luft.

Neue Geräte sind teuer, gebraucht kriegt man sie zunm Preis einer ebenfalls gebrauchten 9mm para, also 200 bis 300 DM. Meine erstes Gerät habe ich selbst gebaut, aus einem Wirtshauskompressor und 2 Wärmetauschern. Der erste Tauscher kühlt, der zweite heizt wieder auf. Unter den ersten Tauscher eine Auffanggefäß (Photoentwicklungsschale mit Loch für Kanister darunter) und irgendwo einen Lüfter, der die Luft durch beide, vor allem den ersten, Wärmetauscher führt - fertig. Eigentlich sind doch die meisten Sammler hier wahrscheinlich Edeltechniker, denen so eine Arbeit ein Klacks sein sollte.

Übrigens wirkt auch ein offener Kühlschrank als Entfeuchter, wenn man einen Ventilator und ein Auffanggefäß richtig anbringt. Die chemischen Mittel hingegen sind nicht besonders leistungsfähig, und außerdem mit ständiger Arbeit verbunden.

Und die muß man gewohnt sein - sonst hält man sie nicht aus!

Fritzchen



Bleirückstände zu entfernen

Von: Martin Jangowski <maja@birdland.rhein-neckar.de> Foren: de.alt.technik.waffen RSind36852 <rsind36852@aol.com> wrote:

Zitat
Ich habe mir Mittwoch eine Flasche Robla Solo von Klever gekauft, bin aber noch nicht richtig begeistert. Beim Durchziehen von Filzen und nachwischen mit der Messingbürste hat sich noch nicht alles gelöst und ich sehe noch immer Blei in den Zügen. Außerdem hat der Lauf jetzt vorn und hinten einen unterschiedlichen Glanz bekommen (~ 200 Schuß alt, nur Blei). Ich werd noch ein paar hundert Schuß abgeben, bevor ich meinen Händler frage, ob das so OK ist.

Oops, den Thread sehe ich jetzt erst.

Meiner Erfahrung nach (und ich hab schon kiloweise Blei aus meinen Läufen geholt) gibt es genau drei Mittel, die die ernsthaft Blei aus Läufen entfernen (in der Reihenfolge der Wirksamkeit):

Alles andere geht nicht. In meiner wirklich aktiven Zeit (vor knapp 10 Jahren) hab ich im Training pro Woche 500-1.000 Schuß .38 Spcl, .45 ACP und 9 Para leicht gemäßigte Gebrauchsladungen mit Blei verschossen und nach einiger Zeit wirklich Erfahrung im Bleiräumen bekommen.

Nach einigem Suchen kam folgendes raus: Die Lufoberflächengüte ist sehr wichtig. Der (Blei-) Lauf meiner Sig 210-5 ist praktisch nie verbleit. Allerdings war deren Laufoberfläche volkommen. Der Python war ohne Schwierigkeiten, nachdem ich rausbekommen habe, daß der Geschoßdurchmesser  nicht  nach den Laufmassen (da ist der Python recht eng mit .354 Zugmaß), sondern nach den Kammermündungen mit .357 - .358 festgelegt werden muß. Mit den kleinen Geschossen (besonders wenn hart, so wie meine) verbleite der Lauf gnadenlos (nach 15 Schuß...lamettaaehnliche Fäden ). Mit den .357er Geschossen (mehr gab die Kokille nicht her) war zwar nach einem vollen Programm (65-70 Schuß) auch angesagt zu reinigen, es kamen aber nur ein paar Krümel Blei heraus.

Der Lauf meiner Goldcup war nicht sonderlich toll, stand aber auch ein volles Wettkampfprogramm durch.

Ich reingte immer so: Nach dem Schiessen ziehe mit Schmetterlingspflaster und "Shooters Choice" ein paarmal feucht durch, dann ziehe zwei trockene Pflaster durch, dann ziehe mit Bleiräumer oder Bronzebürste trocken durch, dann ziehe nochmal feucht mit Shooters Choice durch.

Ich versuchte nur einmal zum Testen wässrige Ammoniaklösungen. Das Zeug war mir aber  ausserst  unangenehm und wirkt 'eh nur auf Tombak. Dafuer ist aber Shooters Choice besser (hab ich mir in den großen Flaschen immer aus Amiland mitbringen lassen, ist hier zu teuer...) Vergiss also Robla Solo usw.

Also: Kauf Dir einen Bleiräumer (So einen Satz mit dickem Alu-Putzstock, in den auch die Bronzebürsten reinpassen, einem verstellbaren Vorderteil mit Gummiknuddel und runden Messinggittern sowie einem Teil für den Übergangskegel) sowie ein paar Bronzebürsten. Messing macht nur gelbe Streifen auf dem Blei, ist völlig wirkungslos. Es kann sein, daß man die Bronzebuersten in .de nicht so leicht beaschaffen kann. Ich hab den ganzen Krams damals in großen Paketen aus Amiland bezogen.

Martin

--
| Martin Jangowski E-Mail: maja@birdland.rhein-neckar.de |
| Voice: +49 621/53 95 06 Fax: +49 621/53 95 07 |
| Snail Mail: Koenigsbacher Str. 16 D-67067 Ludwigshafen Germany |
| RNInet e.V. Rhein-Neckar Internet |


Betreff: [Fullbore] Barrel Life, Moly Coating and Moly Greasing Datum: Fri, 21 Jul 2000 20:51:17 -0500 Von: "David E. Hickey" <HickeyDE@ExecPC.com>

Ken;

I have a 20" 1:7.7 Krieger on my AR15 Service Rifle (US) that has seen nothing but molly plated bullets since day one and in 225/5.56 NATO I would have to disagree with Roy.

This is the second Krieger on this rifle. I retain one individual bullet for measuring throat erosion over the life of the barrel. I make my measurements with Stony Point tools.

My Last Krieger shot only copper bullets and by slightly over 6 000 rounds got to the point where on the US 600y target you could shoot 10s all day long (2 MOA ring) but couldn't buy an X for cash (1 MOA ring.) At this point the throat has advances something over .123" (about 60 rounds per .001" of throat erosion.) This barrel shot 50% 52g bullets, 25% 68/69g bullets (both loads with AA2015BR) and 25% 80g bullets (w/N140.)

My current barrel has 7 400 rounds through it. It has eroded .074" (just shy of 100 rounds per .001" of throat erosion.) It will still shoot a decent X count when I do. This barrel has shot 75% 69g (AA2015BR) and 75g (VV N135) bullets and 25% 80g bullets (VV N140) and I am taking it to our national matches next week.

Yes I have to crank up the powder charges by 1 to 2 grains to maintain velocities but it is still shooting well enough to be worth shooting and collects very little copper, though I must admit that I do clean it every 100 rounds or so with Remington Bore Cleaner and a mixture of Kroil (a penetrating oil) and GM Top engine Cleaner (for a bit of ammonia so I can keep track of (and remove) jacket fouling.

Originally I only cleaned it every 300 rounds or so and mostly with Kroil/GMTEC. About every 1 000 rounds I used Remington Bore cleaner. At about 6 000 rounds I got a chance to examine it on Jack Kriegers bore scope (never do that to a barrel you still intend to shoot, it will scare you into retiring an otherwise usable barrel before it's time) and noticed some light pitting about 3/4 of the way to the muzzle and it was coppering more than I liked. At that point I switched back to cleaning after every days shooting and it has improved, though I may be getting about 10 fewer rounds per .001" of throat erosion.

Does Moly improve accuracy? Yes and no. When the barrel is new groups are not appreciably smaller than one might expect with good bullets and a good barrel. They ARE a little rounder, especially with long bullets (80g MKs.) Molly DOES appear to extend accuracy life so in that context, yes it does.

I believe Molly does introduce an additional risk. Sulfur occurs naturally with molly and some Molly may contain as much as 40% sulfur. The need to clean only every 300 rounds or so, along with the the combustion products of Sulfur I believe CAN lead to the light pitting I observed. Better housekeeping and paying attention to the sulfur content of your molly powder can I believe eliminate this problem.

Will I continue to Molly plate? I believe so, though the initial test (my current barrel) is still running and all of the data is not in yet, but it does look like it is worth the effort. I like Jack Krieger and prefer to give him my business when I can, but hey, money is money and Mollying bullets seems to save me money without compromising match performance.

One other thing I noticed: I have a 223 varmint rifle with a Remington barrel on it, for that I tryed to develop a 40g bullets load and a .243 with a Remington tube. The rougher Remington barrels (compared to a Krieger) do not appear to jacket foul any less than with moly than without. I have also spoken to people shooting heave .30 caliber bullets at more than 3 000 f/s in good quality (hand lapped match grade) barrels. They have also not noticed the lower jacket fouling so I suspect that mollies benefit are fragile and only present at moderate velocities and smooth barrels.

Dave Hickey
Upstart Colonial.


Betreff: Geschoßrückstände

Hallo Lutz Möller,

vieleicht können Sie mir weiterhelfen. Ich verschiesse mit meiner Büchse R 93 Kaliber .300 Win Mag TIG und TUG Geschosse von RWS. Diese haben vernickelte Flusseisenmäntel. Meine Frage nun: Wie bekomme ich die Nickelrückstände wieder aus dem Lauf?

Mit freundlichen Grüssen Peter Schnoor

Betreff: Re: Geschoßrückstände Datum: 02 Sep 2000 17:41:29 GMT Von: lortzing36@aol.com (Lortzing36)

Lutz,

Meine ganze Vorkriegsliteratur - in der doch Flusseisenstahl / vernickelt, auesserst populaer war, spricht auch nur von Ammoniakloesungen. Also, die heute verwendeten, auf Ammoniak basierenden Loesungen, muessten doch okay sein?

Die electrolytic systems, as sold by Outers, muessten ja auch funktionieren, nur dementsprechend teurer...

Tschuess,
Klaus



Führe Waffen innen sauber entölt

Betreff: Re: Britische Armee hat lausige Gewehre - frieren ein Datum: Sat, 02 Sep 2000 23:54:35 GMT Von: Claus <clau180174@teleweb.at>
Firma: Customers chello Austria Foren: de.alt.technik.waffen

Das [Gewehr friert ein] kann dir aber mit dem Steyr Aug auch passieren, weiß ich aus eigener Erfahrung aus regulären Schießübungen in den Tiroler Alpen. Wenn man die beweglichen Teile nicht entölt, kann der Verschluß bei Frost genauso festfrieren. Daß man bei Frost seine Waffe nicht einölen sollte, sollte doch bekannt sein!

mfg Claus



Betreff: Re: Bericht: FLITZ Hülsenpolitur Datum: Sat, 09 Sep 2000 22:01:52 +0200 Von: Markus Laengin <markus.laengin@inka.de> Foren: de.alt.technik.waffen

> RW77 ?? Erzähl mehr. Was ist es? Ein Konzentrat auf Ammoniak-Basis mit pH10, 2-10%ig anzuwenden

> Woher bekommt man es? Dort wo es US-Geräte gibt. Hofmann/Mellrichstadt hat auch eines, das angeblich von derselben Firma kommt, die früher RW77 gemacht hat, und besser sein soll. Preislich tun sich die nix. Mir reicht RW77. Mein Bad ist allerdings heizbar und mind. 50°C sollte es schon haben.

> Greift es das Messing an? Wenn Du die Hülsen über Nacht vergessen solltest, sind sie stumpf =>viele Stunden im Tumbler....

> Entfernt es Schwarzpulverrückstände? Keine Ahnung. Von Bandelin gibt es eigentlich für jeden Zweck das richtige Konzentrat. Andere Firmen sind auch noch da.....

> Ich suche immer nach guten Mitteln, nicht nur zur Hülsenreinigung sondern auch zum Reinigen von Instrumententeilen oder Ähnlichem. Ist es eines der vielen Mittel auf Seife- und Ammoniakbasis?

s.o.

Markus


Best of all sind immer noch passende VFG-Filze. Nach dem Schuß gehe so vor: Ziehe mit WD-40 satt getränkten Filz durch den Lauf. Lasse den sich 24 Stunden sich selbst über. Dann wische solange trocken, bis die Filze sauber bleiben.

Tombakentfernung: Nach allgemeiner Reinigung entferne Tombak mit Ammoniak-Lösung (10-25%). Wische mit Wasser nach, wische trocken und dann wieder bis zum nächsten Schießen WD-40 in den Lauf.

Nickel im Lauf verhindert man eigentlich nur durch konsequente Vermeidung von vernickelten Geschossen. Man muß nicht unbedingt TIG oder TUG schießen.Es gibt durchaus gute Alternativen.

Waidmannsheil!
Jens Kraglund

Lutz Möller Geschosse

Hallo Herr Möller,

Ich bin aus der Tschechischen Republik und Fan für Jagd- und Sportschießen seit etwa zwanzig Jahren. Davon etwa zehn Jahre befasse ich mich mit Laborieren von Jagd- und Sportpatronen verschiedener Kaliber und Ausführungen. Auf Internetseiten fesselten mich die Projektile Lutz Möller Geschoß, die ich kaufen und prüfen in Praxis möchte. Es handelt sich um die folgenden Kaliber: .224, .243, .284, .308, .366. Ich weiß nicht in welcher Packung sie geliefert werden, aber zur Prüfung genügen mir je 100 Stück von jedem Kaliber.

Nirgendwo las ich in welcher chemischer Zusammensetzung die Patronen Lutz Möller Geschoß erzeugt werden, der Inhalt Cu, Zn, Pb u s w, woraus sich die Ansprüche auf die Reinigung des Gewehrlaufes ergeben. Aus meinen Erfahrungen weiß ich, daß zumal die Patronen Barnes einen beträchtlichen Ansatz hinter sich lassen, der einen negativen Einfluß auf die Genauigkeit des Schusses hat, vor allem nach mehreren Schüssen. Diese Ansätze kann man mit Ammoniakwasser entfernen, denen Sie auch eine Passage in Ihren Materialien widmen. Es handelt sich jedoch nicht um direkten Zusammenhang mit den KJ-Geschosse.

Ich bin überzeugt, daß die KJ-Geschosse die Spitzenqualität haben, und deshalb bitte ich Sie um Hilfe bei der Verschaffung dieser Komponenten.

Mit Gruß Lumír Bieroš, Montag, 21. November 2005 20:00

Guten Abend Herr Bieroš,

Lutz Möller Geschosse sind aus niedrig legiertem Kupfer (99%). Von der Laufablagerung sind die als gedrehte reibungsarme Führbandvollgeschosse überhaupt nicht mit den gepreßten Barnes zu vergleichen.

Diese vergrößerte Führbanddarstellung eines abgeschossenen Lutz Möller Geschosses zeigt die gasdichte schmales Führbandoberfläche und den im Schuß berührungslos gebliebenen Schaft mit feinen Drehspuren.

Der platte Restbolzen durchdringt das Wild schulterstabil. Der Schaft ist unberührt. Gleichwohl lagert sich beim Schuß von den schmalen Führbändern Kupfer ab, daß Sie mit Salmiakgeist = Ammoniakwasser schonend und rückstandslos entfernen können. Meist langt eine Reinigung nach 40 Schuß. Die schnellerem Patronen verkupfern eher als langsamere. Alles weiter per Email

Waidmannsheil nach Tschechien, Lutz Möller,

Milfoam

Forrest Rohrreinger entfernt Kupfer mit farblicher Anzeige (blau) fast ohne Arbeit und spart dabei noch Reinigungsfilze.

Lutz Möller, 14. April 2007

Ölschuß

7 mm Rem Mag Lutz Möller Geschoß Munition aus geputzter Waffe mit Ölschuß

Hallo Lutz,

ich nahm heut mal die Kamera mit. 1. Schuß nach dem Putzen und 2.-5. siehst du ja selbst. So sieht fast jede Ladung mit den Lutz Möller Geschoß aus.

WH aus Norwegen, Ronny, Freitag, 15. Juni 2007 00:07

Danke Ronny,

für dein Mühe. Sie zeigt deutlich, man solle sein Waffe dreckig in den Schank stellen, wenn der nächst Schuß am gleichen Fleck, wie der vorige sitzen soll. Muß hingegen der Reinschweißungsabrieb mal wieder chemisch entfern werden Salmiakkeist = Robla, Ammoniumoleat = Milfoam Forest, je nach Mündungsgeschwindigkeit zwischen 10 und 40 Schuß, in etwa so> 1.100 m/s 10 Schuß, >1.000 m/s 20 Schuß, > 900 m/s 30 Schuß, > 800 m/s 40 Schuß, trifft der geputzt Lauf anders. Das heißt die Waffe muß im Revier einmal angeschossen werden, damit der Folgeschuß aus dem nunmehr eingeschossenen Rohr, dann wieder wie erwartet sitz.

Lutz Möller, 15. Juni 2007,

Hallo Lutz,

ich kann dir nur recht geben. I ch putze gründlich mit Robla Solo bis nichts mehr im Lauf ist, anschließend mit Öl und zum Schluß mit Spiritus um das Öl vollständig zu entfernen. Trotzdem braucht der Lauf den Schmauch, um wieder zu treffen: Bei einer Waffe mehr und bei der anderen weniger.

Gruß Ronny Gløckner, Samstag, 16. Juni 2007 00:03

Ronny,

Spiritus löst Öl nicht. Nimm besser Benzin oder Aceton!

Gruß Lutz

Moin Lutz!

Letzte Woche habe ich folgendes festgestellt (zum 3. Mal in Folge, also kein Zufall): Meine BBF Blaser 700/88 im Kaliber 6x62 R Frères schießt eigentlich ganz gut, Streukreis 3 bis 4 cm auf 100 Metern (mit einem 6-fachen ZFR nicht schlecht).

Nun, da ich meine Waffen immer oft und gerne reinige, habe ich nun festgestellt, daß diese Waffe nach einer chemischen Laufreinigung mit Shooters Choice und Bronzebürste (und dann vollkommen getrockneten Lauf, ohne Ölung) den ersten Schuss irgendwo hin setzt, wo er nicht sein sollte!

LM: Nicht gut. Lies Rohr frei!

Ein DIN A4 Blatt wird damit auf 100 Metern nicht getroffen; der 2. und auch die darauffolgenden Schüsse liegen dann eng beisammen etwa mit etwa 4 cm Hochschuß oberhalb der 10. Wie gesagt, diese Tatsache habe ich zum 3. Mal festgestellt und nun weiß ich wie ich damit umzugehen habe.

LM: Reinige wie in Rohr frei angegeben und schieße dann den „Ölschuß“ in denSand.

Zum Glück habe ich dies auf Papier festgestellt, denn auf Wild hätte es wahrscheinlich Nachsuche gegeben. Ich kann nun damit leben. Bei all meinen anderen Waffen (ausschließlich Repetierer) habe ich so etwas noch nicht festgestellt, die schießen alle sehr genau auch beim 1. Schuß nach einer gründlichen Laufreinigung.

LM: Für die gilt das selbe.

MfG Fabian F., Montag, 13. August 2012 08:53


Sehr geehrter Hr. Möller,

ich bin Wiederlader und möchte Ihre Geschosse mal versuchen. Laden möchte ich die Geschosse in .308" für meine Remington LTR und .300 WSM für meine Blaser R93.

LM: Vorsicht. Lies R93!

Hier noch eine grundlegende Frage. Da ich mit den Waffen auch auf dem Schießstand schieße, und ich mit herkömmlicher Bleimunition sehr gute Schussgruppen erziele, würde ich gerne mit beiden Waffen abwechselnd bleihaltig und zeitgemäß (auf der Jagd) schießen. Sehen Sie da Schwierigkeiten?

LM: Ja, den sog. „Ölschuß

Im Voraus vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Welches Pulver empfehlen Sie für oben genannte Patronen?

LM: Lesen Sie auf meinen Netzplatz die Empfehlungen zu den jeweilgen Patrone und führen die aus.

Freundliche Grüße, Stephan Hoffmann, Donnerstag, 29. November 2012 13:45

Ölschußpatrone

Hallo Lutz,

kann man den Ölschuß mit jeder beliebigen Patrone feuern, oder muß das die gleiche Patrone sein, die man hinterher schießen möchte?

Liebe Grüße, Jan, Sonntag, 30. März 2008 13:23

Jan,

wenn du genau treffen willst muß es die gleiche sein. Schließlich soll ein längerfristig (d. h. bis zu nächsten Entkupferung) gleichbleibender Zustand heergestellt werden. Das kann nur das immer gleich Geschoß mit immer dem gleichen Pulver bieten.

Gruß Lutz,

Preiswarnung zu Waffenpflege

Servus; zum Thema Rohr frei zwei Seiten:

http://www.sambol.de

http://foren.waffen-online.de/lofiversion/index.php/t314671.php

Muß es denn Schaum ( aus dem Ausland) sein? Deutsches Sidol Backofensprüh (Schaum) löst auch. Vergleiche die Preise!

Mit Wai hei, Wolfgang Paa, Hirschau (Oberpfalz), Freitag, 15. Juni 2007 17:43

oben KJGMunition, unten Romey DWM Starkmantel

Oben: Lutz Möller Geschoß Munition
Unten: Romey DWM Starkmantel

Hallo Lutz,

vor 3 Tagen ist die langersehnte Lutz Möller Geschoß-Munition eingetroffen und ich hatte gestern Zeit, meine alte Sauer 80, Bj. 1973 auf dem Stand zu prüfen. Bisherige Munition in der Sauer war die DWM Starkmantel von Wolfgang Romey.

Verschiedne Patronenschachteln

Volker Liebichs LiMa und Wolfgang Romeys 7x64 Schachteln

Nicht daß ich es nicht geahnt hätte, aber Lutz Möller Geschoß-Munition ist tatsächlich äußerst präzise ☺! Ich schoß zuerst auf eine alte Scheibe jeweils 1 Schuß von jeder Munition, um ggf. die Zielfernrohreinstellungen zu ändern (kein Bild).


Danach habe ich die alte Sauer 80 gereinigt (Filzpropfen + Robla Solo). Weil ich es nicht abwarten konnte, habe ich dann 5 Schuß auf eine normale Zielscheibe mit den Lutz Möller Geschoß abgegeben. Leider auch ohne den Lauf abkühlen zu lassen, aber das Ergebnis spricht trotzdem für sich :

Vergleichsscheibe

7x64 Vergleichsscheibe Lima gegen Romey

Danach habe ich die Waffe auskühlen lassen und habe 5 Schuss ohne zu reinigen und ebenfalls ohne zwischendurch auskühlen zu lassen mit der WR DWM Munition geschossen (Mitte unten). Hierbei muß ich sagen, daß ich mir hierbei wirklich nicht besonders viel Mühe gegeben habe. Da mich dann eine Art schlechtes Gewissen plagte , habe ich die DWM Starkmantel nochmals ohne zu reinigen , aber diesmal mit 10-minütiger Pause zwischen den Schüssen und mit viel Mühe unten links auf den schwarzen Haltepunkt abgegeben.

Alte Sauer

34 Jahre alte Sauer 80 von 1973 in 7x64

Munition auf der Bank

Danach habe ich mit Hilfe Deiner Zielscheibe die betagte Sauer auf das Lutz Möller Geschoß eingeschossen.

Treffer

Treffer

Leider war danach die Batterie meiner Kamera volkommen ausgeschöpft, leer; Ende!

Fleckschuß

Fleckschuß

Vielen Dank schon mal von hier aus und ein schönes Wochenende.

Gruß, Axel, Samstag, 12. Mai 2007 10:41

Moin Axel,

danke dir für deinen Bericht. Er zeigt deutlich den sogenannten „Ölschuß“. Auch wenn in deinem Lauf gar kein Öl mehr drin war. Der „Ölschuß“ bezeichnet die Abweichung der ersten Treffers nach dem Reinigung von der sonstigen Trefferlage. Jede Waffe muß zum Gebrauch erst eingeschossen werden und dann in dem (Dreckigen) Zustand weiter benutzt zu werden. Denke an die Sportschützen, die bei Wettkämpfen ohne zu putzen teils Schußreihen von 60 Schuß in drei Zwanzigergruppen hintereinander wegschießen und treffen. Die Polizei sagte mir mal, wenn die zu Einsätzen führen, bei denen vermutlich scharf geschossen werden müsse, hätten die eine Sandkiste, in die die gereinigten Waffen aus der Waffenkammer erste einmal abgefeuert würden, damit im Einsatz der erste Treffe säße. Bei Geiselnahmen und ähnlichen Lagen haben die wie wir anderen Jäger nämlich keine zweite Chance!

Mitte Juli werde ich damit in Botswana auf Gnu reisen, sieh auch hier!

Gruß Lutz, 12. Mai 2007

Moin Herr Romey,

so eine Vergleichsprüfung unter Zeugen auf 100 und 300 m, allerdings mal ernsthaft auf Leistung geschossen, wäre doch mal ein gute Sache. Hätten Sie Lust? Ich wäre dabei!

Waidmannsheil, Lutz Möller, 12. Mai 2007

Lutz,

das sieht auf Deiner Seite gut aus ! Auch wenn ich wenig glücklich über die Nennung meines Nachnamens bin ... nicht das ich mich schäme oder so, es hat leider heutzutage fast NUR Nachteile über google im Zusammenhang mit scharfen Waffen etc gefunden zu werden ... Daher würd ich mich freuen , wenn Du es bei "Axel" belassen könntest. Vielen Dank schon mal.

Eine weitere Sache betrifft die alte Sauer. Jetzt mit der neuen Munition, würde ich mich sogar trauen, sie etwas weiter (150-220m) rauszuhalten. Ich weiß, du bist kein Büchsenmacher, aber wie du gesehen hast , ist auf der alten Dame ein 2,5-10X52 Zeiss auf SEM, nicht gerade das beste Glas für weite Entfernungen. Meinst du , oder hältst du es für durchführbar, die SEM herunter zu nehmen, Sauer - Schwenk - Montage drauf und neu brünieren , damit ein neues Glas ( S&;B oder Svaro) vernünftig drauf sitzt ? (Gleiches gilt für die baugleiche Büchse, allerdings in 8X68S , Bj. HG ( glaube das ist 1975) )

LM: Zu teuer, lasse lieber das Absehen auf ein passendes Feines umrüsten.

P.S. Die Erprobung der 7x64 auf Rehwild erfolgt hoffentlich noch in den nächsten 14 Tagen (der erste Bock hat sich meinen Hochsitz schon aus der Ferne angesehen ... :)

Gruß, Axel

Ach so, sollte sich Wolfgang Romey ( wider Erwarten) tatsächlich zu einem Duell nötigen lassen, würde ich gern dabei sein !

Blauweiße Ausblühungen im Lauf nach Lagerung

Sehr geehrter Herr Möller,

meine dicke Berta (beschrieben in mittelfränkische Kopfschmerzpille) stand seit diese Schuß im Schrank. Entsprechende Luftentfeuchtersäcke die regelmäßig (1x wöchentlich, Sonntags nach dem Brötchenaufbacken) getrocknet werden sind vorhanden. Nach diesem Schuß wurde 2x mit QuickClean durchgezogen.

Der 8x68S Jagdmatchlauf wurde nach Beschuß geläppt, so das man sagen kann, er wurde mit Lutz Möller Geschoß „entjungfert“. Vor diesem Kopfschmerzpillen Schuß (etwa 30 Schuß einschließlich Ladungsleiter) wurde der Lauf mit Shooter´s Choice grundgereinigt und stand 4 Wochen unbenützt im Schrank. Der Lauf war innen trocken, da vor der Einlagerung 3x mit trockenen Pflaster durchgezogen wurde. Nach 4 Wochen zog ich wie gewohnt vor der Montage diesen Lauf mit einer QuickClean Schnur durch. Der Durchzug hatte fast keinen Widerstand, vergleichbar mit dem Durchzug nach der Läppung.

Gestern, also nach 20 Tagen holte ich Berta aus dem Schrank und zog wie gewohnt vor dem Jagdaufbruch mit QuickClean durch. Die Schnur ließ sich fast nicht durchziehen. Nach Blick mit einen MiniMag in den Lauf habe ich zumindest an den ersten 10cm in den Übergängen zwischen Felder und Zügen blauweißliche feste Ablagerungen gesehen. An etwaigen Rückständen von Shooters Choise und Luftfeuchtigkeit kann dies meiner Meinung nach nicht liegen. Die anderen Läufe die „ich gestehe“ - noch - mit Tombak geschossen werden, weisen diese Merkmale nicht auf.

Nach 5 - 6-maligen Durchziehen mit entsprechenden blauweislichen Wölkchen füllte sich der Durchzug besser, aber immer noch wie bei einem "dreckigen" Lauf an. Ich bin das Flutschen gewöhnt und frage ganz offen, was das sein kann.

Waidmannsheil, Hary Danner, Sonntag, 21. Oktober 2007 12:52

Geschoßbewegung

Bullet stops inside the bore


Hallo Lutz,

hast Du Lust das hier mal zu lesen? Kann wahr sein, daß das Geschoß nach der Zündung während des Durchganges mehrfach halten kann?

LM: Ja. Der Mann und sein Bericht klingen glaubwürdig.

Was hältst Du von dem Molly coating Prozess für den Lauf?

LM: Für Lutz Möller Geschosse nicht erforderlich. Nach dem Öl- oder Setzschuß schießt du ohne zu Reinigen dreckig bis zur nächsten Entkupferung, bei sehr schnellen Geschossen ab 5 Schuß, aber langsamen bis 40 Schuß). Der Schmauch schmiert.

Bin gespannt was Du dazu sagst.

LM: Da Lutz Möller Geschosse als reibungsarme Führbandvollgeschosse leichter in den Kegel gleiten als herkömmliche Geschosse, wirken sich die Reibungen nicht so stark aus un die Massekräfte überwiegen. Das ist neben Fertigungsgüte mit ein Grund für die leicht zu erreichenden guten Schußleistungen. Lies dazu Lutz Möller Geschoß-Genauigkeit!

Servus, Udo, Mittwoch, 5. Dezember 2007 07:51


Entkupfern

Moin Herr Möller; n`Abend für den Rest. Ein glückliches und gesundes 2008 allerseits.

Ich hatte letztes Jahr einen Beitrag aus einem Netzforum " entkupfern mit SIDOL " geschickt ( steht auch irgendwo bei "Waffenreinigen" drin)

Gestern habe ich mit einem Kumpel alte Bestände Barnes X durch eine .300 Win Mag gejagt. Zufällig hatte meine Frau eine Dose Sidol-Backofenspray besorgt, die ich mir kurzfristig auslieh ☻und mit meinen Ammoniak-Laufreiniger verglich. Das Bild, ich hoffe, man kann es darauf erkennen, spricht Bände:



links Werg satt ammoniaklösunggetränkt, rechts Werg leicht sidoleingesprüht

Den Werg schob ich in den Lauf, holte ihn kurz noch mal raus, schon ihn wieder rein und lies ihn über Nacht drin. Das ergab:

Ammoniaklösung (Salmiakgeist): leicht blau, rundum gleichfarbig, löste Kupfer sofort (kurz noch mal raus)

Sidol Backofenreiniger: tiefblau, man sieht richtig, wie der Abrieb aus den Zügen geholt wurde, löste Kupfer anscheinend nicht sofort, da das Werg beim kurz-noch-mal-raus nicht blau, sondern (Schmauch?-)schwarz war.

Der Schmauch ist jetzt verschwunden, oder war das schon das Kupfer? Liest ein Chemiker mit, der das erhellen kann?

Gruß und Waihei, Wolfgang Paa, Hirschau/Oberpfalz, Montag, 14. Januar 2008 20:10

Tag Herr Paa,

Ammonium-Kupfer-Komplexe sind blau. Schmauch ist schwarz.

Waidmannsheil, Lutz Möller,

Ammoniumoleat zur Rohrreinigung

Moin Lutz!

Unter Rohr frei hast Du ja einiges zur Rohrreinigung gesammelt. Nachfolgend möchte ich Dir meine inzwischen gesammelten Erfahrungen mit Ammoniumoleat mitteilen:

  1. Soll man Ammoniumoleat fertig beziehen oder selbst herstellen?

    lare Antwort: Selbst zu brühen lohnt den Aufwand und die damit verbundene Schweinerei nicht im geringsten! Fertiges Ammoniumoleat in bester Qualität bekommt man von www.sambol.de (Industrie). Leider ist der Preis in der letzten Zeit explodiert. Habe ich für meinen 5L Kanister noch 64,26 Euro inkl Versand bezahlt, kostet er jetzt 160,53. Der einzelne Liter kostet jetzt mit Versand 44,41 Euro. Eine andere Bezugsquelle mit besseren Preisen ist mir jedoch nicht bekannt.

  2. Anwendung

    Das Ammoinumoleat von Sambol ist eine gelbliche, zähölige Flüssigkeit von deutlich ammoniakartigem Geruch, ohne jedoch den intensiv stechenden Geruch von Samiakgeist (Robla Solo) zu erreichen. Für die Anwendung halte ich es für zu zähflüssig. Deswegen vermenge ich es halb und halb mit Petroleum mische.

    LM: Das ist schlecht. Polare Lösungsmittel (Wasser, Alkohohl, usw. usf.) bewegen Kupferionen. Unpolare (Kohlenwasserstoffe) hingegen nicht. Ein geeignetes Lösungsmittel fördert den blauen Ammonium-Kupfer-Komplex zu bilden, ein ungeeignetes behindert den Vorgang.

    Man erhält eine gelbliche, ölig-flüssige Lösung, die später im Lauf durch verdunstendes Petroleum wieder dickflüssiger wird.
    Ein geringerer als 40% Zusatz von Petroleum läßt Teile des Ammoniumoleats ausflocken.

    Diese Lösung fülle ich in PE Spritzflaschen, aus der sie sich sehr einfach anwenden läßt. Auf einem VFG Filz gebracht durch den Lauf geschoben löst die Flüssigkeit den Pulverschmauch sofort vom Lauf. Das Lösen des Kupfer erfordert mehr Einwirkungszeit als bei einem wasserhaltigem Salmiakgeist-Reiniger (Robla Solo).

    LM: Wasser ist Polar, Petroleum nicht!

    Läßt man die Lösung jedoch über 2-3 Stunden oder über Nacht im Lauf wirken, löst sie den Kupferbelag fast vollständig.
    Der dicke Film im Lauf hat eine ganz hervorragende Aufnahmefähigkeit für das Kupfer! meiner Meinung nach deutlich mehr, als ein einzelner Robla Solo Durchgang. Nach dem ersten Wirkdurchgang wische ich den Lauf trocken und bringe das Gemenge ein zweites Mal auf und lasse es 3 Stunden oder über Nacht wirken. Dieser Durchgang löst den letzten Rest Kupfers an den Feldkanten. Der Lauf muß dann nur noch trockengewischt und mit normalem Waffenöl (zB Cito) geölt werden.

    LM: Warum soll deiner Meinung nach der Lauf eingeölt werden?

    Vor dem Schießen natürlich entölen nicht vergessen!

    LM: Siehe Ölschuß!

    Rauhe Läufe erfordern eine höhere Anzahl von Durchgängen, da sich auch mehr Tombak im Lauf in dessen Rostnarben festsetzt.

    Sicherlich könnte die Lösung hinsichtlich der Wirkgeschwindigkeit verbessert werden, wenn man den Anteil des Petroleums minderte und C-5 Alkohole (CAS-Nr. 78-83-1; CAS-Nr. 137-32-6; CAS-Nr. 100-51-6 ) und ein wenig Wasser hinzugäbe. Ich halte das jedoch nicht für zwingend notwendig und bleibe bei meiner Mischung, zumal eine solche Maßnahme die Aufnahmefähigkeit für das Kupfer nicht erhöht, es wäre nur eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit, die man erreichen könnte.

    LM: Der Witz der Ölsäure ist doch gerade in ein polares und ein unpolares Ende zu haben. Das trifft auf Alkohole ebenfalls zu. Deshalb kannst du auf Wasser verzichten, wenn die die Fließfähigkeit anheben willst.

    Allerdings um den Preis, daß man wieder Wasser mit im Lauf hat, was grundsätzlich bei nicht vollständiger Entfernung zu Rost führen kann. Ich bleibe bei meiner 50/50 Mischung, die sich sehr bewährt hat. Zumal diese den Charme hat, gar kein Wasser zu enthalten.

    Achtung: Zur Reinigung von Läufen nach dem Verschießen von Munition mit korrosiven Zündhütchen (Surplus Ostblock Munition) muß zwingend eine Reinigung mit einem wasserhaltigen Reiniger vorgenommen werden, damit alles Kaliumchlorat aus dem Lauf gespült wird. Entgegen der Annahme, diese Zündhütchen enthielten Quecksilber(fulminat) ist es tatsächlich das Kaliumchlorat, das als Oxidator hinzugefügt wird, was den Lauf als Kaliumchlorid (Kalisalz) in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit rosten läßt und sich eben nur in polaren wasserhaltigen Lösungen aus dem Lauf auswaschen läßt.

    In meinen Versuchen erwies sich das Ammoniumoleat - Petroleum - Gemenge für den Laufstahl und Brünierungen als unbedenklich. Auf einem Muster nahm die Brünierung auch nach Einwirkung über Nacht keinen Schaden.

  3. Preis

    Vor dem Hintergrund, ein Fläschchen Robla Solo mit 100 ml kostet 4,95 Euro und eine Dose Hoppes No 9 oder Hoppes No 9 Benchrest mit jeweils 120 ml 8,00 bis 14,00 Euro kosten, sind die eigengefertigten Lösungen geradezu preiswert. Zwei ganze Liter Amoniumoleat-Petroleum-Gemege kosten keine 49 Euro und reichen für ein ganzes Jägerleben!

  4. Verbrauch

    Je Rohrreinigung brauche ich je nach Verschmutzung 5 -15 ml des Gemenges

  5. Vorteile / Nachteile (technisch)

    Robla Solo als wasserhaltiges Salmiakgeist-Kupferlösungsmittel wirkt eindeutig deutlich schneller auf das Kupfer, schwächelt jedoch beim Entfernen der Pulverablagerungen, die von den petroleumhaltigen Reinigern besser gepackt werden. Ein wasserhaltiger Reiniger wie Robla Solo perlt im Lauf durch die hohe Oberlächenspannung auf. Man sieht beim Durchblick Wassertropfen. Diese dürfen nicht im Lauf verbleiben, sondern müssen sofort wieder raus. Es droht Rost! Ein wasserhaltiger Ammoniakreiniger kann die Brünierung schädigen, meine vorgeschlagene Mischung tat das im Test nicht.

    LM: Ich reinige seit Jahren mit Salmiakgeist. Die Brünierungen blieben auch beim Überschwappen immer heil.

    Petroleumhaltige Reinger, wie auch meine vorgeschlagene Mischung aus Ammoniumoleat und Petroleum benetzen das Laufinnere vollständig (Hoppes No 9 oder Hoppes No 9 Benchrest). Deswegen kann man die Mischung auch mehrere Stunden auf den Lauf einwirken lassen. Die Mischung wirkt auch an den Feldkanten gleichmäßig auf das gesamte Laufinnere.

    Ein klarer Nachteil ist die längere erforderliche Einwirkdauer gegen Kupferablagerungen, weil die Lösung kein Wasser enthält. Falls gewünscht kann man die Lösung jedoch entsprechend wie schon beschrieben "pimpen". Die Aufnahmemöglichkeit für Kupfer insgesamt ist hervorragend und steht dem Salmiakgeist in nichts nach.

Eigenschaften der Reinigungsmittel im Vergleich:

Robla Solo Hoppes No 9 Hoppes No 9 Ammoniumoleat / Benchrest Petroleum (50/50)

Wirkgeschwindigkeit ++ -- 0 + gegen Kupfer

Aufnahmefähigkeit ++ - 0 ++ für Kupfer

Reinigungswirkung 0 ++ ++ ++ gegen Pulverschmauch

Korrosionsgefahr im -- ++ + + auf bei Anwendung

Viele Grüße aus Kiel, Thomas Lemke, Donnerstag, 1. Mai 2008 11:48

Läufe zu entkupfern?

Hallo Herr Moeller,

womit kann ich meine Läufe entkupfern?

LM: Mit Salmiakgeist =Ammoniak in Wasser gelöst. Lies Rohr frei!

Nach wieviel Schüsse mit den Lutz Möller Geschoß'n soll man reingen?

LM: Nach 20 - 40 Schüssen. Bei schnelleren Geschossen früher, bei langsameren seltener. Setzen Sie den ersten Öl- oder Setzschuß nach dem Reinigen in den Sand, aber nicht auf ein Ziel, weil sauber Läufe Ablage zeigen!

Die Lutz Möller Geschoß'e sind einfach TOP, 7x64, 8x57JRS, 9,3X62, Präzision,Wirkung auf dem Wild, Wildbretverlust gleich Null, nur positives. Nur die .22" Hornet habe ich noch nicht wiedergeladen. Ich bekomme das Pulver R910 nicht bei, habe es in Deutschland auch bestellt, und es sind schon 4 Monate her. Ich hoffe es noch kommt dieses Jahr!

Ich lese jeden Tag die Neuigkeiten durch, und habe da etwas mitbekommen. Wenn sich da etwas ändert, wo muß ich dann die Geschosse bestellen?

LM: Lutz Möller GmbH

Gruß aus Frankreich, mache gerade Urlaub am Mittelmeer (Perpignan) Alain Fritz, Mittwoch, 18. August 2010 23:02

Wiederlader aufgepaßt!

Rückstände von Kupfer, Tombak, Bronze, Messing stören die 15,5 cm Artillerie schwerwiegend. Ein übliches Entkupferungsmittel ist ein Flachmaterial aus Bleifolie, das zwischen das Treibmittel und das Geschoß gelegt wird. Beim Zünden der Treibmittel-Ladung verdampft das Blei und diffundiert in das an der Rohrwandung abgelgerte Kupfer. Die sich ergebende Legierung ist spröde und zerbricht leicht. Wichtig ist, daß nicht eine Bleischicht am Geschoßboden befestigt wird, da dadurch die Hitze auf den stählernen Geschoßkörper abgeleitet werden würde. Es muß eine frei liegende sehr dünne Bleifolie sein; - zwischen der Folie und dem Geschoßboden muß noch ein kleiner Anteil des Treibladungsmittels sozusagen als Trennschicht liegen.

Dieses Ladeverfahren ist auch bei Jagdgewehren in Hochrasanzpatronen bemerkenswert. Hochrasanzpatronen wie z.B. 6,5x68 neigen zu sehr starker Kupfer- etc. Ablagerung.
Häufige Entfernung der Ablagerungen ist erforderlich, um die Präzision der Waffe zu erhalten. Die dabei eingesetzten Flüssigkeiten führen aber zu Oxydation (Rost) des Stahllaufes, wenn sie nicht sofort nach der Entfernung der Ablagerung wieder ausgewischt werden. Leider sprühen aber beim Umgang mit der Reinigungsbürste immer Spritzer der Flüssigkeit auf Abzugsstollen (bei Repetierern) bzw Auszieher (bei Kipplaufwaffen) und führen dort an unzugänglichen Stellen zu Rost an gerade diesen wichtigen Waffenteilen. Schon rein aus diesem Grund (wir reden gar nicht vom immensen Rückstoß) waren Hochrasanzwaffen bislang bei Jägern nicht sonderlich beliebt. Durch die genannte Methode der Artillerie kann diese negative Eigenschaft von Hochrasanzwaffen vermieden werden. Beachte: bei Verwendung der Bleifolie sollte aber unbedingt auf die Verwendung einer Rückstoßbremse verzichtet werden, da immer wieder spröde Metallrückstände mit hoher Geschwindigkeit ausgeblasen werden! Ein seitliches Ausblasen gefährdet danebenstehende Schützen erheblich.

Siehe auch DE69531960T2 12.08.2004

Herr Möller, ich bin ein großer Fan Ihrer Fachartikel und bitte Sie, meinen Aufsatz zu veröffentlichen.

Gruß aus Österreich und Waidmannsheil! Oberrat Mag. Dr. Thomas Mayrhofer, Freitag, 10. September 2010 23:17

Boresnake Laufschlange

Hallo Herr Möller,

ich hab mir neulich so ein „Boresnake“ zugelegt, also eine Putzschnur mit einer Messingbürste. Der BüMa hat mir´s in die Hand gedrückt. Ich versuchte das durchzuziehen, aber das ging wahnsinnig schwer und ich habe schlimme Bedenken, irgendwas könnte im Lauf kaputt gehen.

LM: Ja, Sie würden den notwendigen Schmauch etnfernen.

Also hab ichs lieber gelassen, obwohl das Messing sicher weicher als der Laufstahl sein drüfte.

LM: Ja, das stimmt!

Das boresnake Kaliber ist 8 mm, ich hab mich noch mal vergewissert.

Können Sie mir als langjähriger Profi einen Tip zur Laufreinigung geben?

LM: Ja, Rohr frei!

Gruß, Eckhard S., Montag, 13. Dezember 2010 13:19

Geringer MJG Reinigungsaufwand

Guten Tag Herr Möller,

wird der Reinigungsaufwand beim MJG gegenüber dem Lutz Möller Geschoß wohl durch weniger Abrieb etwas geringer ausfallen?

MFG: K. Huber, Montag, 7. März 2011 15:03

Tag Herr Huber,

die Erfahrungen mit den Messingsportgeschosse legen das nahe, allerdings vermutlich nicht nur durch weniger Abrieb, sondern auch durch das im Vergleich zum „schmierigen“ Kupfer „bröseligeren“ Messing, daß sich leichter vomStahl wieer löst. Eben diese „Verbröselung“ dich Versprödung ist auch das Geheimnis einger Pulverzusätze für Sportpatronen mit denen sich lange Feuereihen ohne Änderung schießen lassen. Ich denke auch darüber gerade nach. Die mineralischen Zusätze qualmen zwar ein wenig, aber das Ziel erkennt man dennoch.

Waidmanns heil, Lutz Möller

Das Wundermittel „Neupurgitin“

Hallo Herr Möller,

besten Dank für Ihre unverzügliche Nachricht. Am Kupferbelag im Lauf liegt es sicher nicht (Reinigung mit Neupurgitin vor den Sax „Lutz Möller Geschoß“.

LM: So? Was, bitte, ist Neupurgitin?

Sonst dürften vermutlich die anderen Geschosse anschließend (nach dem Schießen des  Sax „Lutz Möller Geschoß“ ohne weitere Reinigung) auch streuen. Die Streuung scheint eher ein Problem der Toleranzen der Sax Fertigung zu sein, aber weniger an den Ladedaten zu liegen. Allerdings scheint zu Ihrem Hinweis Rohr frei mir ein Geschoß, bei dem ich den Belag aus dem Lauf nach ein paar Schüssen immer wieder entfernen und dann zwei Sandschüsse abgeben muß, um auf eine jagdlich anehmbare Streuung zu kommen, für den jagdlichen Einsatz (von der Präzision her) wenig geeignet zu sein (entspricht auch meinen früheren Erfahrungen mit dem Hirtenberger ABC-Geschoss). Ich bin dazu sicher nicht bereit. Warum hat wohl Reichenberg das HDB beschichtet?

LM: Weil Faude, von dem Reichenberg sein Geschoß abkupferte, das so vorsah. Vom dem steckt da kein eigenes Hirn drin!

Gruß und Waidmannsheil, Rainer Dürr, Gesendet: Montag, 21. März 2011 23:11

Mein lieber Herr  Dürr,

jagdlich eignen sich meine Empfehlungen für meine Jagdgeschosse. Den bei vernünftiger Zielwahl möglich zu treffenden „Bierdeckel“ treffen Sie damit, jedenfalls auf 100 m Schußentfernung, immer. Für das Ziel, auf 100 m den Daumennagel zu treffen, auf 200 m die Streichholzschachtel, und auf 300 m den Bierdeckel  zu treffen, müssen Sie sich schon mehr anstrengen (siehe Ladungsleiter)!

Jagdlich annehmbare Streuung erreichen Sie mit meine Empfehlungen mit meinen Geschossen unmittelbar - mit fremden Geschossen allerding möglicherweise gar nicht. Dazu äußere ich mich nicht weiter.

In jedem Falle, d. h. mit Geschossen jedweder Hersteller, müssen Sie meine Empfehlungen in Rohr frei beachten, bzw. bei Nichtbeachtung die Folgen tragen. Ganz gleich, ob Ihnen das paßt, oder aber nicht.

Wadmanns Heil, Lutz Möller

Moin Lutz,

Neupurgitin ist ein ammoniakhaltiges Reinigungsmittel für Läufe, ähnlich Robla Solo, nur nicht ganz so aggressiv.

LM: Robla Solo (Ammoninak in Wasser = „Salmiakgeist“) ist nicht aggressiv, aber weil wässrig können ungetrocknte blanke Stahlteile rosten.

Gruß, Thomas, Dienstag, 22. März 2011 13:20

Verhalten nach chemischer  Laufreinigung

Sehr geehrter Herr Möller,

im Mai diesen Jahres habe ich als langjähriger Wiederlader von Jagd- und Übungsmunition erstmals Versuche mit dem 7,62 mm MJG 8g gemacht.

Im Rahmen der Ermittelungsbeschüsse, habe ich nach knapp 40 Schüssen eine chemische Laufreinigung mit dem Forrest Bore Cleaning Foam durchgeführt. Vor der nächsten Reihe mit der MJG Munition habe ich den gereinigten Lauf mit einer Patrone (alte Match Ladung) „freigeschossen“, um den möglichen Effekt der Reinigungschemikalie im Sinne eines „Ölschusses“ auszugleichen.

LM: Vollkommen falsch. Ihr Ziel ist gleichmäßige Verhältnisse (ein stationäres Gleichgewicht zwisch Zu- und Abtrag) herzustellen, die sich vonSchuß zu Schuß kaum ändern. Das bedeutet, Si müssen das selbe Geschoßund alles weiter gleich verwenden, nicht ducheinder!

Erst nach diesem „Reiningungsschuß“ habe ich mit dem MJG-Ermittlungsbeschuß begonnen. Die ersten beiden von 9 Schüssen lagen 3 - 4 cm weit rechts und links der dann entstandenen Gruppe aus 7 Einschüssen, die einen Streukreis von 19 mm aufwiesen.

LM: Sehen Sie?

Kann sein, daß die ersten Schüsse mit dem MJG-S das „Gewehrlaufverhaltens“ bzw. die Laufoberfläche spürbar ändern?

LM: Gewiß ist das so. Nicht nur das, auch bei jedem anderen Geschoß ist das so. Sie müssen bei nur einem Geschoß bleiben, wenn Sie gleichbleibend genau treffen wollen!

Was soll ich ggf zukünftig machen, um nicht so viele der guten Geschosse zu verfeuern, bis der Gewehrlauf „vorbereitet“ ist.

LM: BleibenSie bei einer Geschoßsorte. Wechseln Sie nicht zwischendrin. Reinigen Sie den Lauf noch einmal neu und  und schießen dann einige „Ölschüsse“. Bei immer gleichen Geschossen langt oft nur einer, nach Geschoßwecchel benötigen Sie meist mehrere. Ihr Geiz kosten Sie also am Ende mehr, als Sie sich davon versprochen haben.  Genauigkeit beim Schießen  lebt von Gleichmäßigkjet, nicht vom Wechsel!

MFG, Georg Schmücker, Montag, 27. Juni 2011 13:27

Altlasten entfernen

Herr Möller,

Da ich bis jetzt nur die bleierne Sippe verschossen habe, frage ich, mit welchen Mittel kann ich am besten den Lauf von den Altlasten reinigen?

Mit der Bitte um Rückmeldung LG Michael Koch

Tag Herr Koch,

LM  Munition gibt´s im Laden. Wie Sie Ihre Altlasten beseitigen steht in Rohr frei!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

ich habe vor ein paar Tagen 6,5x57 Munition von Ihnen erhalten. Leider war der Versuch mit einem neuen Lauf einer Sauer 202 sehr
ernüchternd. Das KS Geschoss brachte einen Streukreis von vielleicht 3 cm auf 100 m, Ihr Geschoss streute ca. auf 30 cm. Geschossen hart ein erfahrener Büchsenmachermeister. Laut seiner Auskunft sind Waffe, Glas und Montage in Ordnung. Waffe streut habe ich gelesen. Das hat mich aber nicht weitergebracht. Wie verfahre ich weiter?

Vielen Dank für Ihre Mühe, mit freundlichem Gruß, Florian Dany, Freitag, 25. Mai 2012 15:28

LM: Das ist ja sehr seltsam. Sind Sie in der Nähe von Berlin, daß ich die Waffe mal schießen könnte?

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

ich komme gerade vom Schießstand und kann berichten, meine 6,5x57 schießt jetzt hervorragend mit Ihrer Munition. Des Rätsels Lösung war folgende: Mein Büchsenmacher hatte entgegen meiner Anweisung erst einige Schüsse mit dem RWS KS Geschoß abgegeben anschließend ohne weitere Reinigung Ihr Geschoß verwendet. Nach erneuter gründlicher Reinigung paßt jetzt alles.

LM: Ich sag ja immer: Haltet euer Rohr frei! Besser ist das zu tun.

Ihnen ein schönes Pfingstfest, mit freundlichen Grüßen, Florian Dany, 26. Mai 2012 15:35

Umschießen

Hallo Herr Möller,

im Schießkino in Borken/Westfalen behauptete der Büchsenmacher, man dürfe nach der Verwendung von zeitgemäßer Munition keine bleihaltige Munition mehr schießen. Der Lauf würde dies nicht aushalten bzw. die Treffergenuigkeit würde stark leiden? Meine Frage: Ist da was drann?

LM: Im Kern gilt, jede Munition soll nach einer Laufreinigung eingeschossen werden. Dann soll man dabei bleiben. Der erste sogenannte „Ölschuß“ liegt immer ab, kann als gleich in den Sand geschossen werden. Zwischen den Reinigungen alls fünzig Schüsse lassen Sie den Lauf  in Ruhe, ziehen den nicht durch, stellen die Waffe mit Schmauch in denSchrank, außer Dreck oder Wasser war eingedrungen. Dann müssen Sie putzen. Dann fällt wieder ein Ölschuß an. . 

Mit freundlichen Grüßen, Dieter Hey, Montag, 3. Dezember 2012 20:22

Besser reinigen

Hallo Herr Möller!

Ammoniaklösung gibt es im gängigen Laborfachhandel in allen möglichen Konzentrationen und Reinheiten. Ein 20 l Gebinde 20%-iger Ammoniaklösung (pA) kostet beispielsweise 102 Euro, technische Qualität ist noch billiger. Wenn Sie wollen, lasse ich Ihnen mal die genauen Daten zukommen. Möchten Sie wirklich, daß Ihre Kunden mit Ammoniaklösung rumpanschen? Ich halte für den jagenden Endanwender Monoethanolaminlösung für geeigneter (ca. Euro 25 / Liter 100%-ig pA). Angedickte wässrige Lösungen von Monoethanolamin habe ich schon zu Laufreinigungszwecken gesehen.

Im laufenden Jagdjahr habe ich bis jetzt 54 Stück Schalenwild auf Pirsch und Ansitz (25 Stck Schwarzwild, 14 Stück Damwild, 6 Stck Rotwild, 9 Rehe) mit Ihrem Geschoß in 8x68S zwischen 30 - 250m Schußentfernung erlegt, stets mit bestem Ergebnis.

LM: Wie schön!

Waidmannsheil, Marco Bergemann, Dienstag, 12. Februar 2013 16:33

Geschossene Waffe zu lagern

Guten Tag Herr Möller,

ich bin mit Ihrer Munition sehr zufrieden, da sehr gute Treffpunktlage auf der Scheibe. Der Hinweis im Forum Rohr frei, die Waffe nach 20 - 40 abgegebenen Schüssen gründlich zu reinigen, bereitet mir etwas Kopfzerbrechen, da ich wenig zum Schuß komme. Das würde z.B. bei mir bedeuten, daß meine Waffe erst in 6 Monaten zu reinigen sein wird. Da ich den Lauf chemisch reinige, könnte ich mir vorstellen, daß dieser unter der langen Zeitspanne bis zum nächsten Reinigen leidet bzw. ggf. korrodiert.

LM: Bei trockener Aufbewahrung nicht. Könne Sie nicht verhindern das es um Ihre Waffe taut, müssen Sie allerdings die Waffe innen und außen immer einölen. Dann allerdings vor dem Schießen jeweils wieder entölen und einen Ölschuß in den Sand jagen.

Bisher habe ich meinen Jagdrepetierer nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt. Nachdem ich erst in letzter Zeit von einem sog. Oelschuß gehört habe, machte ich vor 2 Wochen einen Versuchsschuß aus dem trockenen chem. gereinigten, kalten Lauf. Es zeigte sich eine geringe Treffpunktverlagerung (2 cm).

LM: Da sehen Sie die beschriebene Abweichung.

Ein Folgeschuß aus dem ungereinigten, kalten Lauf, wurde noch nicht abgegeben. Auf den beiden letzten Drückjagden kam meine Waffe leider nicht zum Einsatz. Ich hatte zwar Ablick aber kein Weidmannsheil. Die Wirkung Ihres Geschosses auf Wild kann ich somit aus eigener Sicht noch nicht beurteilen. So werde ich die Kunst, weidgerecht Wild zu erlegen weiter auf dem Schießstand üben und meine Waffe in der Folge ungereinigt in den Schrank stellen, wie Sie es im Artikel Rohr frei beschrieben haben. Ich hoffe, das ist so in Ordnung.

LM: Ja.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht, Gerhard Backhaus aus Dormagen/Rhl., Gesendet: Freitag, 22. November 2013 16:58

Nickel im Geschoßmantel

Hallo Herr Möller,

vielleicht können Sie mir eine Frage beantworten. Andere schaffen dies leider nicht zu meiner Zufriedenheit. Weshalb legiert Brenneke sogar in den Geschoßmantel des an sich sehr guten TOG Nickel mit in das Kupfer?

LM: Dafür bin ich der Falsche. Das muß Brenneke selbst sagen.

Legierungen aus Kupfer und Zink/Zinn wären doch vollkommen ausreichend.

LM: Kupfer Zinn Legierungen sind harte Bronzen, die gut für ein Lager oder ein Glocke geeignet wären, im Lauf aber ungesund hohe Gasdruck erzeugen würden, also ungeignet.

Den schwammigen Anglizismus des "Barrel Fouling" kann ich übrigens schon nicht mehr hören! Nickel "verunreinigt" den Lauf nachhaltig, da es nicht (wie Kupfer, Messing) durch Ammoniumhydroxyd nicht gelöst werden kann.

LM: Eben!

Somit sind Nickelablagerungen kaum zu entfernen und stören doch nur. Wozu also Nickel?

LM: Leichtsinn, Unsinn, Schwachsinn – wer weiß?

Ihre Empfehlung zur Laufreinigung mit Hilfe von Salmiakgeist und dreinem Wasser wirkt übrigens bestens. Seitdem schießen meine Waffen wieder extrem enge Streukreise -
allerdings nur mit Geschossen ohne Nickel im Mantel☺!

LM: tja

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen, JR, Donnerstag, 3. November 2016 12:05

Chemischer Quatsch

Betreff: Nickel im Geschoßmantel & Chemischer Quatsch

Herr Möller,

vom technischen Service der Firma RWS bekam ich gerade eine Rückmeldung per E-Mail. Unter anderem steht darin:

„Nickel läßt sich im Gegensatz zu Kupfer, Tombak oder Messing nicht chemisch lösen. Das ist aber weiterhin nicht tragisch, da Nickel nicht dazu neigt, signifikante Ablagerungen im Lauf zu verursachen.“

Tja.

Mit freundlichen Grüßen, JR, Donnerstag, 10. November 2016 11:52

Betreff: Nickel im Geschoßmantel

Lieber Herr Möller,

so wie Sie (erfreulicherweise) als solider Physiker immer allergisch reagieren, wenn sich einer außerhalb der SI-Einheiten (z.B. in grains) bewegt, so rollen sich mir die Zehennägel auf, wenn chemischer Quatsch erzählt wird. Also:

Nickel kann mit Ammoniak in wässriger Lösung genauso und auf dem gleichen Weg wie Kupfer entfernt werden. Beim Kupfer läuft es – wie sich mittlerweilen herumgesprochen haben sollte – über den Kupfertetraminkomplex Cu(NH3)4, der dann noch zwei positive Ladungen trägt. Wie ich das auf meinem i-pad richtig schreiben kann,weiß ich nicht, aber Sie kennen sich ja aus.

LM: Klar

Beim Nickel kennt man seit über 50 Jahren den entsprechenden Nickelhexaminkomplex, dessen Kation ebenfalls zwei positive Ladungen trägt. Ich meine mich zu erinnern, daß ein renommmierter Munitionshersteller Barnes Kupferprojektile zukauft und die nachher elektrolytisch vernickelt. Das soll wohl die lästigen Kupferverschmierungen im Lauf mindern. Dafür ist dann eben Nickel drin.

LM: Pest oder Cholera – gehupft wie gesprungen.

Noch wichtig für uns MJG Fans: Auch das Übergangsmetall Zink (zu etwa 20 Prozent in Messing enthalten) bildet Komplexe mit Ammoniak oder Aminen. Eine regelmäßige Laufreinigung mit entsprechenden Flüssigkeiten verhindert so zuverlässig Metallablagerungen im Lauf.

LM: Danke. Das war mal was Erhellendes zu Sache!

Beste Grüße, HHR,  Donnerstag, 3. November 2016 21:27