Seltene Lutz Möller Geschosse

gibt es gelegentlich, aber nicht immer

LiesZu haben ist besser als zu brauchen!“

6 mm | 6,5 mm | .270" oder 6,86 mm | .338" oder 8,5 mm | 9,5 mm oder .375" | 10,3 mm | .408" | .416" | .50" oder 12,7 mm | Ansage | Entscheidung

Zu haben ist besser als zu brauchen

Seltene Waren erfordern eigene Bevorratung. Meine seltenen Geschosse biete ich zwar immer mal wieder an, aber nicht dauernd, oft nicht gleich ab Lager. Um also nicht leer zu laufen, empfehle ich folgende eigene Lagerhaltung in zwei Schritten.

  1. Das erste Mal kaufe zwei Schachteln. Zehre die erste Schachtel auf.

  2. Wenn die erste Schachtel leer ist, bestelle eine Schachtel nach. So hast Du ein ganze Schachtel Zeit auf Nachschub, der nicht sofort ab Lager kommt, zu warten, ohne ganz leer zu laufen.

Grundsätzliches zu meinen seltenen Geschossen

Genau ist ein „Kaliber“ ein Meßgerät um die lichte Weite von Borungen zu messen. Patronen werden auch als Munition bezeichnet. Patronen oder Munition als „Kaliber“ zu bezeichnen ist - trotz häufgen Mißbrauches - schlichtweg falsch.

Wir schießen hier in Deutschland, Österreich, Schweiz, Tirol, Slowenien, und so weiter vorwiegend metrische und davon wieder vorwiegend deutsche Patronen für Läufe, die wiederum vorwiegend zwischen 6,5 und 9 mm durchmessen. Das wäre dann, wenn man unbedingt will, das „Kaliber“ des Laufes.

Die sog. „9,3“ segelt mit 9,00 mm Bohrung und 9,28 mm Zügen unter falscher Flagge, weil auch im Schießwesen das Kaliber den Innendurchmesser eines Laufes (Rohres bei der Artillerie) bezeichnet. Dabei sind die Angaben der Patrone aber nur Namensteile, keine technisch genauen Angaben. Meine 8,5x64 Patrone weist z. B. 8,38 mm Bohrung = Kaliber und 8,58 mm Zug Ø auf. Wie klingt das denn? „8,5“, „½“ oder „acht-ein-halb“ spricht sich leichter. Also benutze ich den Namen 8,5x64 mit 64 mm für die Hülsenlänge. Hier stimmt der Name mit der technischen ungefähr Wahrheit überein.

Munition oder Patronen als „Kaliber“ zu bezeichen ist seit dem allgemeinen Ende der Muskete, also vor gut 140 Jahren vollkommen falsch und zeigt nur Ahnungslosigkeit an. Gängig sind hier 6,5 mm-, 7 mm-, 7,6 mm-, 8 mm S- und sog. 9,3 mm-Geschosse. Alles ander ist Mumpitz! Nur wenn ganz gewichtige Gründe vorliegen, soll man davon abweichen, weil nur so ein einigermaßen wirtschaftliche und flüssige Versorgung sicherzustellen ist. Das sieht Du gerade mit Deinem amerkanischen „Exoten“ mit dem unnötigen, schrecklichen Gürtel, den hier keiner braucht. Ich spreche hier aus Verbrauchersicht.

Amerikanische Hersteller sehen das völlig anders. Die verkaufen im Schnitt etwa 20% Neuerscheinungen und nur 80% Dauerware. Das heißt, die Amis kaufen sich gern und billig schnell mal eben was Neues, verlieren aber dann schnell wieder die Lust daran und machen fröhlich so weiter, bis das Gewicht die vielen altgewordene, inzwischen überflüssigen, ehem. „Neuheiten“ vom Ständer reist. Der sich drauf einläßt muß wissen, was er tut.

Wenn ich also in gelegentlicher, aber seltener Folge alle paar Jahre vielleicht mal solche seltenen Geschosse herstellen sollte, sollte sich jeder, der sich dafür entscheidet, besser so viele nehmen und hinlegen, daß er damit seinen Lauf ausschießt (bei einer .257" Wby. Mag so zwischen 3 - 500 Schüsse) und danach seine Waffe auf eine gängiger Patrone umrüstem, z. B. ein 6,5x68, da die nicht immer sofort verfügbar sein werden. Mit der nötigen Planung und Vorlauf muß das nicht stören.

Sau mit 8,15x46R

Freude, vollste Zufriedenheit, grob und doch fein;
eine Liebesgeschichte

Sehr geehrter Herr Möller!

In meinem Waffenschrank stehen viel zu viele Gewehre. Die Rechnung dafür werde ich wahrscheinlich nach der erfolgten Erfassung im Zentralen Waffenregister präsentiert bekommen. Eine Waffensteuer oder ähnliches ist zu erwarten, und so, wie ich unsere knieweichen Politiker kenne, wird ein Tarif mit Progression eingeführt werden. Wer mehr Waffen besitzt, als zur Jagdausübung unbedingt erforderlich, wird überproportional mehr zahlen. Aber lassen wir dieses unersprießliche Thema, es wird uns noch bald genug einholen!

Eines der Gewehre, das sich im Schrank befindet ist eine wunderschön, von meinem Urgroßvater stammende Ferlacher Hahnbüchsflinte mit dem exotischen Büchsenkaliber 8,15x46R. Mit dieser Waffe wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts gejagt, ich glaube vielleicht sogar noch in der Schwarzpulverzeit. Sie hat aber einen Nitrobeschuß, kann also mit rauchlosem Pulver geladen werden. Die 8,15x46R war eine der zahlreichen Scheibenpatronen, die im 19.Jh. verwendet wurden. Sie hat sich gewissermaßen durchgesetzt, da sie die einzige ist, die noch erhalten geblieben ist. Ihre Vorzüge waren: Höhe Präzision, niedriger Druck (max. 1.650 bar), gute Innenballistik, lange Lebensdauer der Waffen. Zumeist wurden reine Bleigeschosse verwendet. Selten wurde sie auch in Jagdwaffen geführt. In einem Waffenkatalog von 1908 habe ich ein paar Kipplaufwaffen gefunden, die für diese Patrone eingerichtet waren. Die Kipplaufszene wurde damals dominiert von der 9,3x72R, die 8,15x46R war da eher eine Randerscheinung. Dennoch glaube ich, daß damals nicht nur Jungfüchse damit geschossen wurden.

Meine HBF hatte den Nachteil, daß das darauf montierte, dünne Zielfernrohr mit 2 1/2-facher Vergrößerung absolut unbrauchbar war. Trübe und so lichtschwach, daß man in der Dämmerung mit freiem Auge besser sah. Dies änderte sich, als ich mich entschloß einen Gebrauchsgegenstand daraus zu machen und von kundiger Hand ein neues ZF montieren zu lassen. Meine Wahl fiel auf das 4x32 von Meopta, das meines Erachtens ein guter Kompromiß zwischen dem zarten, eleganten Erscheinungsbild der Waffe, das mit zu großem ZF leiden würde, und moderner Optik darstellt. Leider ist das 4x32 nicht mehr im Programm! Die vierfache Vergrößerung paßt auch gut zu den geringen Schußdistanzen, die mit einer solchen Waffe zu bewältigen sind. 100 m sollten nicht allzudeutlich überschritten werden. Mit dem Vierfachen bleibt man da immer mit den Füßen am Boden!

Ein weiteres Problem stellt die Munition dar. RWS fertigt schon lange keine Patronen mehr. Wer nicht Wiederlader ist, kann Munition beispielsweise von der Fa. Dorfner in Wien beziehen. Wie lange Herrn Dorfners Vorräte an 9,8 g TMF Geschossen aus der früheren RWS Fertigung noch vorhalten, weiß ich nicht. Die 8,15 hat natürlich - wie sollte es anders sein - einen seltenen Geschoßdurchmesser, der üblicherweise mit .321 zwischen dem 8 mm I (.318) und dem S-Kaliber (.323) liegt. Es sind auch Varianten mit demselben Durchmesser, wie das I-Kaliber (.318) bekannt. Da heißt es also aufpassen, denn so Schön alte Waffen fliegen bei Überdruck leicht auseinander! Also meine HBF hatte mit .321 den üblichen Durchmesser. Bleigeschosse gibt es dafür, aber kaum Mantelgeschosse. Einer Anregung aus dem DEVA Ladebuch folgend, sah ich mich bei den Geschossen für die .32 Win. Spezial um und wurde fündig. Hornady fertigt ein TMF Geschoss mit 11 g und das ganz neue FTX Geschoss mit Polymerspitze mit 10,7 g dafür. Glücklicherweise schießen beide Geschosse aus meinem Schätzchen wunderbar zusammen. Mit etwa 1,6 g Vihtavuori N 140 bzw. R 903 kommen die beiden Geschosse auf etwa 500 m/s aus 68 cm Lauf. Richtige „Dampfschiffe“ also, die man nicht zu weit schicken soll. Die Präzision ist mit beiden Geschossen hervorragend, wie sich das für ein altes Schützenkaliber gehört.

Mein erstes Stück im heurigen Jahr wollte ich unbedingt mit „ihr“ erlegen. So saß ich denn vorigen Donnerstag auf der Kirrung im Revier eines befreundeten Jägers. Für ganz grobe Keiler oder sehr schlechte Lichtverhältnisse hatte ich meine Großwildwaffe, einen Mauser Repetierer in .275 Rigby mit. Ich staunte nicht schlecht, als schon um 19:40 Uhr eine Rotte kam, zwei führende Bachen mit ihren Frischlingen. Dahinter kam noch ein weiblicher Überläufer. Der paßte also. Die Wahl der Waffe fiel mir nicht schwer, vertraute ich doch auf die Wucht des langsamen, schweren Geschosses, das seine Arbeit schon tun würde. Der Hahn fiel, der Schuß brach, kein Hochschlag erfolgte, ich konnte genau beobachten, was geschah: der beschossene Überläufer zeichnete deutlich und ging mit der Rotte ab. Etwa zehn Minuten später inspizierte ich mit meine Dackelhündin denAnschuß. Tiefe Eingriffe und deutlich Schweiß waren zu sehen, ich stellte mich also auf eine Totsuche ein. So war es auch, etwa 25 m vom Anschuß entfernt lag die Sau tot in einem kleinen Graben! Aufgebrochen wog sie 36 kg. Die Kugel hatte die Lunge mittig durchschossen und das Herz an der Oberseite gestreift, bevor sie den Körper auf der anderen Seite wieder verließ. Klar, damit kommt man nicht weit! Meinem Gefühl nach hätte die Sau durchaus auch noch größer sein können, das Ergebnis wäre wohl gleich geblieben. Da ich am nächsten Tag weiter mußte, konnte ich das Stück nicht mitnehmen, leider, denn es hätte mich sehr interessiert, was beim Abschwarten zum Vorschein gekommen wäre. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß da irgendetwas passiert wäre.

Sie können sich meine Freude vorstellen und meine vollste Zufriedenheit mit dieser groben und doch feinen Patrone so problemlos die erste Sau erlegt zu haben. Bei der alten 8,15 hat natürlich nur Blei einen Sinn, moderne Materialien, wie sie von Ihnen verwendet werden, bringen da gar nichts, auch gibt es gar keine bleifreien Geschosse dafür am Markt. Ich hoffe deshalb sehr, daß ein (unsinniges) Bleiverbot nie kommt. Gute bleifreie Geschosse zu propagieren und zu verwenden ist schon in Ordnung. Deshalb aber bleierne Geschosse zu verbieten, oder dies zu fordern ist aber etwas ganz anderes.

Da nicht nur die Mehrzahl der Jäger, sondern auch der Gesetzgeber die alte Patrone für viel zu inferior für solche Aufgaben hält, muß ich diesmal leider anonym bleiben, weshalb ich Sie bitten würde nicht einmal meine Initialien zu veröffentlichen.

LM: Waidmanns Heil. Der Treffer bestimmt zuerst das Lied. Das Geschoß dann nur noch, wie es klingt. Siehe Zielwahl!

WH, L.V., Dienstag, 27. Mai 2014 17:51

MJG in 8,5 mm für .338 Win. Mag.

LM: 8,5 mm sind nicht ganz so seltene Geschosse

Lieber Herr Möller,

Aber Sie wollen mich doch sicher nicht in die Arme des widerlichen Abkupfereres treiben, was soll ich denn ohne Ihre 8,5 mm Geschosse machen?

LG aus Berlin, Thomas Braun, Montag, 11. Juli 2011 10:03

Bündelung seltener Geschosse

Hallo Herr Möller,

ich bitte um Herstellung einer Verbindung zu Herrn Thomas Braun, Berlin. Auch ich benötige alsbald wieder 850 Geschosse oder aber auch MJG. Diesbezüglich möchte ich mich mit Herrn Braun absprechen, um eine entsprechende Menge zu bündeln, die sich zu fertigen lohnt. Mir reichen auch KJG, aber falls Herr Braun MSG bevorzugt, ziehe ich da mit. Es gibt auch vernünftige Gründe für die 8,5 mm Kaliber, z. B. für Schweden, minimum Geschossgewicht 9 gramm. Und es gibt inzwischen auch "gürtellose", wie die .338 Blaser. Nicht jeder möchte z. B. gegen die Schwedischen Vorgaben verstoßen, wenn sicherlich auch 6,75 gramm aus einer 7x57 auf Elch reichen. Das muß man mir nicht beweisen, die kann noch viel mehr. Aber Gesetz ist Gesetz!

Ich bin doch leicht verstimmt ob der Einstellung der Geschosse!

LM: Meine 8,5 mm Geschosse sind zunächst nicht eingestellt sondern selten. Das ist nicht das selbe. Lies Grundsätzliches zu seltenen Geschossen. Insofern ist Ihr Gedanke sich zu bevorraten und Mengen zu bündeln genau der richtige Weg mit seltenen Geschossen zurecht zu kommen - für Sie und für mich.

Gruß, Stephan Heckeroth

Betreff: KJG 8500 / Bündelung seltener Geschosse

Hallo Lutz Möller

auch meine Vorräte an 8,5 mm KJ'G 8500 gehen zu Ende. Ich möchte aber in Zukunft auch nur noch die MJG-Ausführung. Die Version in Kupfer schreit spätestens nach 15 Schuss nach Robla Solo Rohr frei Entkupferung!

Für mich darf man 200 Stk. MJG einplanen.

Freundliche Grüße, Erich Stalder, Montag, 11. Juli 2011 19:12

Hallo Lutz!

Nehme auch 200

Mit freundlichen Grüßen, Marc Th., Montag, 11. Juli 2011 21:06

Na das wird doch was. Bilden wir eine Konsumgemeinschaft :-) damit ist bewiesen, daß der Konsument den Produzenten auf dirketem Wege beinflussen kann.
MJG Theorem zur Formung interpersoneller Verbrauchereinheiten ( TFipVE) genannt.
Grins.. Thomas Braun LG aus Berlin

.25-06 KJG

.25-06 KJG

Richard Sparber /Verona fragt mich nach dem seltenen .25-06 KJG. Er allein kann eine Neuauflage nicht gebrauchen. Gibt es noch ander Jäger, die das Geschoß möchten? Dann schreibt!

Lutz Möller Montag, den 3. Januar 2011

Danke Herr Moeller,

fuer die blitzschnelle und sehr nette Frage,wenn ich 200 moechte schicken SIE mich aber zum Teufel oder? Ich muß Ihnen ehrlich sagen das Kaliber ist einfach super, 427m die Gaemse und sie lag im Knall, 25-06, 2 cm Streuung auf 250, die .257" Wby in der Blaser schiesst sehr genau.... und afuer kein Futter mehr macht mich schon kaput. Die Flugbahnberechnung stimmt bei der Kanone haargenau, hab sie auf den verschiedenen Abstaenden gemessen und somit sind Weitschuesse mit ZF preziser Hoehenverstellung reine Kindersache.

MfG Richard, Wie viele wollen Sie denn?

LM: Mal sehen, was noch so zusammen kommt. Ich frage mal Südafrika.

250 Savage

Betreff: seltene Geschosse, hier .257

Sehr geehrter Herr Möller!

Mir ist nicht verborgen geblieben, daß Sie keine besondere Freude mit "Extrawürsten" haben, dennoch möchte ich Sie animieren, wieder einmal eine Ausnahme zu machen!

Schon lange hatte ich Interesse an der Patrone .250 Savage, die leider - auch jenseits des Atlantiks - ziemlich obsolet geworden ist. Besonders interessiert hätte mich eine Savage 99 (UHR), die ursprünglich für diese Patrone eingerichtet wurde. So eine Waffe im deutschsprachigen Raum zu ergattern ist ziemlich aussichtslos, zu haben sind bestenfalls Modelle in .308 Winchester, oder - sehr selten - in .300 Savage. Mit viel Glück und Beharrlichkeit fand ich bei einem Waffenhändler im Altbestand einen Savage (Zylinderverschluss-)Repetierer in .250 Savage, den ich sofort erwarb.

Heute wird diese Patrone auch von amerikanischen Waffenherstellern nicht mehr berücksichtigt - zu Unrecht, wie ich meine. Die .250 Savage war eine der ersten, wenn nicht die erste kurze Hochleistungspatrone. Ihre Rasanz (3.000 fps = 914 m/s), allerdings mit relativ leichtem Geschoss, war damals (1915) unübertroffen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse führten zur Entwicklung der .300 Savage, die als Vorläuferpatrone der .308 Winchester (sie wurde aus der .300 SAV entwickelt) bezeichnet werden kann.

Wildcatter entwickelten aus ihr die heute auf der ganzen Welt bekannte und geschätzte Hochrasanzpatrone .22-250 Remington durch Einziehen des Hülsenhalses und leichter Änderung des Schulterwinkels. Eine topmoderne Enkelin der .250 SAV ist die 6mm XC (= ausgeblasene .22-250 mit 30- Grad-Schulter). Die 6,5 mm Creedmoor stammt zwar nicht von ihr ab, könnte aber eine aufgeweitete 6 mm XC sein.

Nachdem die Welt, insbesondere die Jäger und Schützen schon immer anfällig für Rasanz waren, sank ihr Stern mit dem Erscheinen der noch rasanteren .25er Patronen (.257 Roberts, .25-06 und .257 Weatherby Magnum). Noch mehr setzten ihr die hochrasanten 6 mm Patronen, insbesondere die .243 Winchester zu.

Davon hat sie sich nie mehr erholt. Derzeit gibt es, wie gesagt, keinen einzigen Hersteller mehr, der Waffen für diese Patrone produziert, von Einzelanfertigungen (Custom) einmal abgesehen.

Dabei ist sie eine sehr ausgewogene kleine Patrone, die für leichtes bis mittleres Wild völlig ausreicht und sich sehr angenehm schießen läßt. Gerade mit entsprechend guten Geschossen könnte sie Erstaunliches leisten!

Bisher habe ich meine Patronen mit dem 5,8 g Hornady GMX Geschoss geladen, damit war eine sehr gute Präzision zu erreichen. Allerdings wirkt dieses Deformationsgeschoss auf Rehe ziemlich schlecht, wie ich gerade gestern wieder feststellen mußte!

Es wird Sie nicht wundern, daß mir da gleich Sie mit Ihren fabelhaften Geschossen eingefallen sind, wohl wissend, daß es bei Ihnen eigentlich zwischen 6 mm (.243) und 6,5 mm (.264) nichts gibt. Aber es wird vielleicht noch mehr Liebhaber des amerikanischen 6,5 mm Kalibers (.257) geben, die ihrer .257 Roberts, oder .25-06 richtig Flügel verleihen wollen, sodaß sich die Entwicklung eines eigenen Geschosses auszahlen würde, Ich könnte mir jedenfalls sehr gut ein 5,2 g schweres Sondergeschoß vorstellen, das für diese Kalibergruppe passen würde!

Vielleicht denken Sie einmal darüber nach und starten eine Umfrage, wieviel Abnehmer sich für so ein Geschoss finden würden.

LM: Mir fehlt die Zeit mich mit Abseitigen beschäftigen zu können. Des weiteren möchte ich mein Leser zu Vorzugspatronen bringen, nicht weg davon.

Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen

L.Vogl, Mittwoch, 25. Juli 2018 16:24

Aufwand für seltene Geschosse

Sehr geehrter Herr Möller!

Danke für die knappe Antwort! Ganz verstehe ich Ihre Haltung aber nicht. Wahrscheinlich denke ich zu laienhaft, wenn ich mir vorstelle, daß man das 6 mm MJG nur an den etwa 0,3 mm größeren Durchmesser anpassen müßte, die CNC-Maschinen programmiert, diese dann einfach anwirft und 1.000 oder 2.000 Stück drehen läßt. Ein wirklich neues Geschoss müßte man doch nicht erfinden, ein adaptiertes 6 mm oder 6,5 mm Geschoss wäre alles, was benötigt wird!

Vorzugspartronen sind schon in Ordnung, aber alle werden eben mit dem „Einheitsbrei“ nicht glücklich, Nischen sind doch interessant! Auch sind die Nischen von heute vielleicht die Gemeinplätze von morgen. Aufgrund der Restriktionen des deutschen Jagdgesetzes wird das zwar in Deutschland beim .25er Kaliber kaum der Fall sein, bei uns in Österreich und in anderen Ländern sähe das aber anders aus. Außerdem: 6,5 mm sind 6,5 mm, der Gesetzgeber hat sich nicht darüber geäußert, ob er damit den Feld- oder den Zugdurchmesser gemeint hat!

LM: Das  muß er auch nicht, weil Rohdruchmesser immer innen gemessen werden, also an den Feldern.

Ich verbleibe mit freundlichen und weidmännischen Grüßen, L.Vogl, Freitag, 3. August 2018 11:24

Tag Herr Vogl,

das Sie mit „nur“ und „programmieren“ und „anwerfen“ beschreiben erfordert noch viel mehr Schritte. Am Ende ist ein Tag allein bei mir vergangen bis nach vielen Änderungen und Rechnungen zu Erforschung der bestmöglichen Lösung eine Zeichnung mit Aerodynamik, und eine Netzseite mit Ladetaten und Ballistik da stehen. 

Die Zeit für seltene Geschosse habe ich nicht. Der Ertrag lohnte sie nicht.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Häufige Patronen in Amerika

Hi Lutz,

I am not sure if you mean cartridge cases sold to re-loaders or cartridge cases used for factory-made ammunition.

In terms of general sales and popularity, the North American top selling calibers would probably look like this: 308 Win, 270 Win, 30-06, 223 Remington. Among magnum cartridges 7 mm Remington magnum is the most popular followed by 300 Winchester magnum.

When I read magazine articles, they usually use the sales statistics from RCBS reloading dies to figure out what are the most popular cartridges among re-loaders. Here is the list of RCBS top selling dies from 2009. I hope this helps answer your question. Robert perhaps can give you more accurate information.

#1 .223 Remington
#2 .45 ACP
#3 9mm Luger
#4 .40 S&W
#5 .308 Winchester
#6 .30-06
#7 .357 Magnum/.38 Special (roll crimp)
#8 .243 Winchester
#9 .270 Winchester
#10 .22-250 Remington
#11 .44 Magnum/.44 Special
#12 .300 Winchester Magnum
#13 7 mm Remington Magnum
#14 .45 Colt
#15 .223 Remington (Small Base)
#16 .30-30 Winchester
#17 .204 Ruger
#18 .25-06 Remington
#19 .380 Auto
#20 7 mm-08 Remington
#21 .45-70
#22 .300 Winchester Short Magnum
#23 .270 Winchester Short Magnum
#24 .357 Magnum/.38 Special (taper crimp)
#25 .300 Remington Ultra Magnum

Cheers, -Omid, Freitag, 30. September 2011 20:51

Omid’s numbers look super close for civilian sales. Obviously as a total the military and whatever conflict we are in, highly skews the yearly volumes produced. So looking at die sales is probably a better matrix. The NSSF does have all kinds of statistical data on sales and usage of all kinds of firearms related products for the US. Also their data is not skewed by military usages. I get a CD from them every year with all kinds of interesting statistics on the firearms industry. I just haven’t looked at it in the past couple years. I would assume a great deal of it is somewhere in their website.

Ansage

Meine Herren,

Sie bestellten Geschosse nach dem Muster einer Patrone als Sammelbestellung, Sonderfertigung nur für Sie, Festbestellung mit Vorkasse ohne Rückgabevereinbarung (die ich bei Sonderbestellunge nie einräume!). Jetzt kommt nacheinader von Verschiedenen ein Durcheinander teils sich widersprechender Behauptung, die mich allerdings gemeinsam erkennen lassen, daß Sie nicht zufrieden sind.

Entscheidung

Tragen

Nicht klagen

F. Neumann 1962

Was soll denn das? Tragen Sie Ihre gemeinsame Entscheidung wie ein Mann und geben sich damit zufrieden, statt mit immer neuen Emailen seltsame und Teils auch ungehörige Äußerungen zu tätigen.

Mein Entscheidung ist klar: Sonderwünsche werde ich künftig verweigern. Querulanten werden mit technischem Sperrvermerk von weiterem EMailempfang oder Telefonverkehr ausgeschlossen. Ich will mit Freude weiter arbeiten, statt mich unnötig ärgern zu lassen. Es langt!

Waidmanns Heil, Lutz Möller 13. April 2016

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