Während des Urlaubes ruht der Betrieb. Im August geht's weiter!

Reh

capreolus capreolus

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Inhalt Reh von innen | Bock, Zielwahl für nahe Ziele | Aktivitätszyklus der Rehe im Jahresverlauf | Erscheinungsbild | Rehe in Schweden 2008 | Zahmer-Rehbock-Maxi | In Glücksklee gebettet | 8x68S KJG Rehbock | Ein vollkommener Trägerschuß | Sommerbock | 9,3x62 KJG Kammermittenschuß | Acht Rehe | Weites Kitz | Rückmeldung | Zwei Kitze | Rückblickend betrachtet | Ricke oder Schmalreh | Ricke oder Schmalreh I

schöner Bock

Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, das kann es ja, es hat ja Zeit (Heinz Erhardt) - Nicht nur bei der Doktorarbeit sollte man immer die Quelle angeben :-) M.D.

Reh von innen

Quelle siehe Wildscheibe

Bock, Zielwahl für nahe Ziele

Lehner 7x57 Bock Juni 2017

Lehner 7x57 Bock Juni 2017 nach Zielwahl für nahe Ziele . Siehe Reh von innen

Herr Möller,

dieser Bock fiel und lag gestern Abend mit Ihre 7x57 Flitzer im Knall.

Weidmannsheil!  O.C. Lehner, 30. Juni 2017 14:30

Das Sichtbare ist der Ausschuß. Der Einschuß ist dort, wo er sein soll: kurz hinterm Blatt, Wildkörpermitte.

LM: Also bergauf, schräg von hinten angetragen.

Freitag, 30. Juni 2017 17:54

Rehtirolen

Es wühlt der Wurm
Die Sonne scheint
^^
Der Maulwurf ist mal blitzgescheit
Auch wenn es stürmt und oben schneit
Und wenn sie sich begegnen
Nur einer in des and'ren Magen ruht
^^
Das Rehlein wenns den Maulwurf sieht
Vom Feld in den Walde flieht
Da lauert lang, das Försterlein
Und hackt's mit Schrot ganz klein
^^
Nun ist aus mit den Rehtirolen
Den Maulwurf soll der Teufel holen
Der Wurm muß nich mehr leiden
Und das Krümmen nich ertragen
^
Ergo: gibt’s nichts mehr zu beklagen!
Herr B Ärger ipse dixit
Gottinga 19.6.20011

Jörg Berger, Sonntag, den 19. Juni 2011

Aktivitätszyklus der Rehe im Jahresverlauf

Quelle: Mathias Donner

Erscheinungsbild

Gewicht: ausgewachsene Tiere bis zu 30 kg Lebendgewicht; in Osteuropa und Sibirien mehr.

Sommerfell: gelblich-rot, Winterfell: graubraun, Haarwechsel April/Mai und September/Oktober.

Rehe haben am Hinterteil einen weißen Fleck, Spiegel genannt.

Frisch geborene Kitze gleichen sich mit einem gefleckten Tarnkleid ganz der Umgebung an.

Der Rehbock wirft im Herbst sein Gehörn aus Knochensubstanz ab, das sofort wieder neu zu wachsen beginnt. Im Frühjahr reibt (fegt) der Bock an kleinen Bäumchen die Nährhaut (Bast) von seinem fertigen Gehörn, dient auch der Reviermarkierung. Winter: Zusammenschluß des Rehwildes zu Rehfamilien, Auflösung im März.

Lebensraum

Lebensraum: Randzonen reich strukturierter Busch- und Mischwälder (Heckenschlüpfer). Sobald der Mais hoch genug steht, verlagert das Rehwild bis zur Ernte seinen einstand hierein.

Auch offene Feldflur (Feldrehe), in der Nähe von menschlichen Siedlungen, in Stadtparken.

Als Kulturfolger ist das Reh sehr anpassungsfähig. Die mögliche Rehdichte hängt wesentlich von der Nahrung ab.

Verbreitung und Stellung im zoologischen System

Das Reh besiedelt weite Teile Europas und Asiens.

In Europa kommt es von der Küste bis ins Hochgebirge, von Flußauen bis hin zu Bergwäldern, in Agrarsteppen und Parklandschaften vor.

Es gehört zu den Paarhufern und zur Familie der Hirsche.

Nahrung

Als Wiederkäuer ist das Reh ein reiner Pflanzenfresser.

Nahrung besteht aus: Kräutern, Gräsern, Blättern, Triebe, Knospen sowie Wald- und Feldfrüchten. Es bevorzugt nährstoff- und energiereiche Pflanzenteile (Konzentratselektierer).

Sinnesleistung und Lautäußerung

Geruchs- und Gehörsinn sind hervorragend ausgebildet.

Augen weniger leistungsfähig, Rehe sind farbenblind und können räumlich nicht wahrnehmen, sie registrieren Bewegungen sehr genau.

In der Paarungszeit (Juli bis Anfang August), fiept die Geiß nach dem Bock. Auch die Kitze geben fiepende Laute von sich.

Wenn sich Rehe erschrecken, geben sie einen bellenden Laut von sich.

Fortpflanzung

Paarungszeit: Juli, August (Blattzeit)

Tragezeit: 9 ½ Monate. Nach der Befruchtung tritt eine 4 ½-monatige Keimruhe (Eiruhe) ein, das heißt, die befruchteten Eizellen entwickeln sich verzögert.

Im Mai/Juni werden meist 2 (selten 1 oder 3) Kitze mit etwa 1 kg Gewicht geboren.

In den ersten Lebenstagen besucht die Mutter die Kitze nur zum Srät, um nicht die natürlichen Feinde auf die Spur der Jungtiere zu locken. Die Kitze werden aus sicherer Entfernung von der Ricke beobachtet.

Ricken legen die Kitze ab, d.h. die Kitze drücken sich reglos ins Gras, um vor Feinden sicher zu sein. In den ersten Lebenstagen haben sie noch keinen Eigengeruch. Abgelegte Kitze daher niemals berühren, da die Ricke sie dann nicht mehr annimmt. Kitze sind nicht verwaist, die Ricke kommt regelmäßig zum Säubern und Srät.

Rehe können bis zu 15 Jahre alt werden. Das Gebiß ist dann so stark abgenutzt, daß die Tiere die Nahrung nicht mehr aufnehmen und wiederkäuen können.

Gefahren für das Reh

Natürliche Feinde wie Wolf, Luchs, Bär, Steinadler fehlen. Feinde der Kitze: Fuchs und Wildschwein.

Mähwerkzeuge bei Heu- und Grasernte.

Straßenverkehr und wildernde Hunde.

Aus Leonberger Kreiszeitung:

HÖFINGEN - Bereits zum vierten Mal innerhalb eines Jahres wurden im Höfinger Wald Rehe Opfer wildernder Hunde. Wie Jagdpächter Waldemar Bäuerle mitteilt, wurde er kürzlich von Spaziergängern ins Revier gerufen, um dort ein übel zugerichtetes Reh von seinen Leiden zu erlösen. Das Reh war kurz zuvor von zwei Hunden angefallen worden. Die beiden großen Mischlinge waren nicht angeleint, aber in Begleitung ihrer Halterin. Der gelang es nicht, die Hunde unter Kontrolle zu bringen. Das weibliche Tier war trächtig. Da die Hundehalterin selbst den Jagdpächter alarmierte, sah dieser von einer Anzeige ab.

Allerdings ist Bäuerle verärgert, daß die sechs Spaziergängerinnen, die Tag für Tag mit etwa zehn Hunden im Revier spazieren gehen, seine wiederholten Mahnungen, die Hunde nicht frei herumstreunen zu lassen, ignorieren. "Das Reh springt aus seiner Deckung. Wird es von zwei Hunden gehetzt, hat es keine Chance'', weiß der Jäger.

Hallo Basse,
hier hat der Jagdpächter nun ja ganz klare gesetzliche Möglichkeit einzuschreiten: Ich nehme mal an das es Baden-Würtemberg betrifft:

POLIZEIVERORDNUNG des Innenministeriums und des Ministeriums Ländlicher Raum über das Halten gefährlicher Hunde Vom 3. August 2000

§ 2 Gefährliche Hunde
Als gefährliche Hunde im Sinne dieser Verordnung gelten Hunde, die, ohne Kampfhunde gemäß § 1 zu sein, aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, daß durch sie eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen oder Tieren besteht. Gefährliche Hunde sind insbesondere Hunde, die
1. bissig sind,
2. in aggressiver oder gefahrdrohender Weise Menschen oder Tiere anspringen oder
3. zum unkontrollierten Hetzen oder Reißen von Wild oder Vieh oder anderen Tieren neigen.

§ 4 Besondere Halterpflichten, Leinen- und Maulkorbzwang

...
(2) Kampfhunde und gefährliche Hunde dürfen außerhalb des befriedeten Besitztums nur Personen überlassen werden, die die Gewähr dafür bieten, daß der Hund sicher geführt wird, und die für den Halter erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.
(3) Außerhalb des befriedeten Besitztums sind Kampfhunde und Hunde der in § 1 Abs. 2 und 3 genannten Rassen und ihrer Kreuzungen, die älter als sechs Monate sind, sowie gefährliche Hunde sicher an der Leine zu führen. Unabhängig vom Alter des Hundes ist am Halsband eine Kennzeichnung anzubringen, aufgrund derer der Hundehalter ermittelt werden kann. Unbeschadet der Kennzeichnung nach Satz 2 sind gefährliche Hunde zusätzlich entsprechend § 3 Abs.2 Satz 2 zu kennzeichnen.

Somit hat der Jagdpächter ganz klar die Möglichkeit die Behörden einzuschalten, da ihm die Halter ja anscheinend bekannt sind.

OlafD

Rehe in Schweden 2008

Um die Landschaft, in der ich folgende Rehe ablichten konnte, zu sehen, lies vorher Elche 2008!

Bild 2008-1

Bild 2008-2

2008-3

2008-4

2008-5

2008-6

2008-7

2008-8

2008-9

2008-10

2008-11, Das Kitz ist für die Lange Belichtungszeit schon zu schnell

2008-12, Hüpf auf!

2008-13, Sprung ab!

2008-14, Geschwister

2008-15, noch zwei Rehe hinten rechts auf derselben Wiese

2008-16, Suchbild, 2 Stücke

2008-16, das Kitz kuckt nun auch

2008-17, die schöne Mutter seitlich

Katzen sind Nachtjäger

Nachtjäger, die Nacht sinkt

Der Mond erhellt die Gegend für die Kamera nicht wirklich

6 Uhr 9 Bock auf gut 200 m

2008-27 Reh tagsüber beider Elchpirsch am Gegenhang auf gut 200 m

2008-28 Reh merkt auf. Wir sind auch auch offen sichtbar, reden und bewegen uns

Fischerhaus am nächsten Abend bei Sonnenuntergang

Weiße Ville am See, schon im Schatten

2008-19, ja wenn der Jäger nicht da ist, kann er keine Beute gewinnen!

2008-20, Schattenriß

2008-21, es ist schon dunkel, Reh auf 20 m

2008-22, in der Dunkelheit ist bei Bewegung nichts mehr zu knipsen

2008-23, Daß bewegte Aufnahmen in dem (mangelnden) überhaupt halbwegs gelingen ist ein kleines Wunder

2008-24, nun versagt die Fokussierung. Ich kann nicht weiter knipsen. Das Ende der Möglichkeiten ist erreicht.

2008-25, da hilft auch keine Bildbearbeitung mehr. Tschüß Reh!

Zahmer Bock Maxi


Maxi in zwei Jahren

Im vierten Jahr wucherte die Perücke so stark und das Verhalten wurde so unberechenbar, daß auf geringe Entfernung ein kleiner Bleibatzen mit gut 400 m/s der verfahrene Lage ein Ende bereitet. Die junge Frau hat inzwischen wieder Rehe im Garten, diesmal aber wilde! Das klappt besser. Bei uns in der Siedlung komme die Rehe auch in der Nacht über die Straßen in die ungezäunten Gärten und äsen Margeritten, Rosentriebe und andere Blumen ab. Sie werden dennoch lieber als Sauen gesehen, die ewig den Rasen umbrechen.


Gehacktes Rehkitz

Beim morgendlichen Revier gang im Juni entdeckte ich einen Schwarm Rabenkrähen, der sich bei Annäherung nur widerwillig entfernte. Der Grund war ein Rehkitz, das sich im Gerstenfeld niedergetan hatte und nicht zu flüchten versuchte. Das altersgemäß entwickelte Stück wies folgende Verletzungen auf: Tiefe, bis auf den Knochen reichende Hiebe und Stiche im Bereich der Stirn, des Schädels und des Nasenrückens, schweißrig-eitrig verschmierter Windfang, völlig mit Blut gefülltes linkes Licht, rechtes Licht eitrig verklebt. Ich erlöste das Kitz. Die angetroffene Situation läßt keinen Aufschluß darüber zu, ob das Rehkitz vor dem Angriff der Krähen völlig gesund war. Oder ob es wegen einer anderweitigen Behinderung Opfer geworden war. Dr. Klans Orris, Quelle: Jäger10/2001

Getretenes Rehkitz

In meinem Waldrevier in der Eifel beobachtete ich folgendes: Gegen 19.00 Uhr zogen vier Stück Kohlwild an der Kanzel vorbei, verhofften an einer großen Grasfläche im Hochwald und äugten alle auf dieselbe Stelle. Eines der Stücke trat vor und schlug mit den Vorderläuten rasch und hart auf etwas ein. Ich bäumte ab und sah mir die Sache genauer an. Ich fand dort ein von dem Stück Kahlwild totgetretenes lebloses Rehkitz. In 50 Jagdjahren habe ich so etwas noch nicht erlebt. Ich vermutete schon seit Jahren, daß Sauen Rehkitze aufnehmen. Aber daß RotwiId Rehkitze angreift und tötet, war mir nicht bekannt. Es würde mich interessieren, ob andere Jäger ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Ernst Kamerichs, Quelle: Jäger10/2001


Rehschema

Quelle: Jäger10/2001

Jagdzeit

Zielführend Jagzeiten zu erörtern, erfordert zunächst die angestrebten Ziele offen darzulegen. Dabei können die Jagdzeiten nur Zweck allgemeiner Jagdziele zu erreichen sein, nie mehr.

Jagdziele sind in Deutschland,

  1. Wild nachhaltig zu nutzen,

  2. gesunden, artenreichen Wildbestand zu hegen.

  3. Wildschaden in Wald oder Flur zu mindern.

Schon ergibt sich die Frage: „Weshalb schießt der Jäger nicht dem Kitz die Ricke weg? Die Antwort ergibt sich einerseits aus menschlichem Mitgefühl, andererseits aus 1. und 2. , würde nämlich ein nicht mit der Ricke zur Strecke gekommenes Kitz, je nach Alter kümmern oder gar bald sterben, also weder gesund leben, noch vom Menschen genutzt werden können. Die Sauen würden das gefallene Kitz schon fressen.

Indem wir das verlassene Kitz nicht den Sauen gönnen, enttarnen wir die vorwiegend menschliche Sicht der Jagdzeiten, denn Sauen kennen keine Jagdzeiten. Schwarzkittel sind das ganze Jahr hungrig!

Im Sinne gesundes Wild zu hegen (also die Produktivität zu steigern) lassen wir Muttertiere mit deren Nachwuchs, solange der Nachwuchs noch auf die führenden Mütter angewiesen ist, unbejagt. Das tun wir auch bei ganzjährig bejagten Tieren, wie Fuchs und Sau.

Aus voriger Forderung ergibt sich je nach Witterung und Nahrungslage für weibliches Wild die Schonzeit von selbst.

Um möglichst viel Wildpret aus der Bahn zu gewinnen sollte Jungwuchs, hier das Kitz, baldmöglichst genutzt werden. In Winter wachsen Kitze kaum mehr. Bis dahin sollte man sie wachsen, also ab Spätherbst jagen. Die nicht führenden Ricken also auch.

Trächtige Stücke zu schießen, minderte den Ertrag, läßt man also. Die Zeiten ergeben sich wiederum aus der jeweiligen Eigenart des betrachteten Wildes. Solange Weibliches Wild trägt oder führt, wird es geschont. Man kann es also nur im Herbst und Winter jagen.

Bockjagd

Im späten Frühling kämpfen die Böcke ihre Reviere aus. Manch starker Jährling wird geschlagen und vertrieben; starke eher noch als schwache. Die Flur steht noch nicht hoch, der Jäger kann gucken und also schießen. Soll er? Tja, wenn da die Kopfknochen, die eigentümlichen Ruhmeszeichen erlegter Cerviden, nicht wären, wäre die Frage leicht zu beantworten.

Böcke tragen und führen nicht. Deshalb sind die nicht zu schonen. Nach Jahren oder ähnlichem sind die auch nicht zu erkennen (höchsten am erlegten Stück an Ohrmarken). Rehe sind mit etwa 6 Mio. Jahren deutlich älter als wir. Sie haben in der Zeit bewiesen, wie anpassungsfähig die Art ist. Die jeweilige einzelne Erscheinung überdeckt deren Erbanlagen bei weitem. Wir könnten, selbst wenn wir wollten, das Reh also gar nicht nach Erbanlagen werten, folglich dessen Erbe auch nicht durch Wahlabschüsse „aufarten“! Gegenteilige Versuche sind von vorn herein tatsachenfremd zu scheitern verurteilt. Also drauf! Ganzjährig jage den Bock! Aber die Trophäe? Mag ein jeder halten wie er will. Rehe sind einigermaßen standorttreu. Nachbarn (menschliche, jagende) haben daher nichts zu melden.

Ich fordere das deutsche Jagdgesetz zu ganzjähriger Bockjagd hin zu ändern.

Waidmann Heil Lutz Möller

Für jede Entfernung und jedes Ziel gibt es heute das nahezu ideale Kaliber, Geschoß, oder? Doch sollten wir uns fragen auf welche Entfernung man das Wild noch ansprechen kann, denn vor dem Schuß sollte doch das sichere Ansprechen kommen oder ?Aus diesem Grund möchte ich folgende Frage in die Runde stellen:

Auf welche Entfernung können Sie bei gutem Büchsenlicht ansprechen?

Gibt es zwischen den Wildarten Unterschiede?

Auf wieviele Ansitze kommt ein erlegtes Stück Schalenwild ?

Vielen Dank, Mfg und Waidmannsheil, Ralph Küsters

tja, was sind die nun für Stücke?

Herr Küster,

was verstehen Sie bei Rehwild unter Ansprechen? Die Unterscheidung nach dem was Jagdzeit hat? Die Unterscheidung ob der Bock nicht vielleicht doch zu stark geperlt ist? Die Unterscheidung, ob die Geiß/der Bock/was-auch-immer nun 7 oder 8 Jahre alt ist?

Ersteres ist nötig, keine Frage, Zweites fällt bei mir unter Erbsenzählerei und Drittes unter Kaffesatz zu lesen.

H. Möller hat B. Hespeler ja bereits zitiert. Ich kann diesem nur beipflichten:

Rehwild ab 1½ Jahren als lebendes Stück ohne Ohrmarke anzusprechen, ist nicht möglich!

Wenn mir einer erzählt er hätte die Bildung das trotzdem sicher zu können, dann denke ich mir: ,,Einbildung ist auch eine Bildung". Allerdings kenne ich 2 Leute (ich gehör nicht dazu) die Böcke (Knopfer, Abgeworfene) auch auf weit über hundert Meter sicher als Bock ansprechen können, auch wenn der Pinsel nicht erkennbar ist. Sie sagen, sie kennen das an der Haltung des Hauptes (,,Ein Bock will immer protzen, auch wenn er gar nichts auf hat.")

Bei unseren Walddrückjagden fallen im Winter gelegentlich Schmalrehe mit 17 oder 19 kg, die von einer Geiß, auch wenn sie ganz vertraut daherziehen, nicht zu unterscheiden sind. Beim Aufbrechen merkt man es an den unbenutzen Strichen an der Spinne (Milch haben die Geißen ja schon eh längst keine mehr), an der Schloßnaht und vielleicht noch an der Verfärbung der letzten Säule des M3 (wenn man sich die Mühe macht das nachschauen zu wollen).

Also was soll ich hier noch ansprechen? Die Schwachen zu schießen aber die Starken laufen zu lassen? Bis man - auch auf der Ansitzjagd hier im Wald - geglaubt hat, irgendwas ansprechen zu können sind die schon längst wieder weg. Seit wir kräftig hinlangen steigen die Wildpretgewichte signifikant, die Parasitierung sinkt, die Rehe sind einfach viel besser beieinand und Knopfer sind so selten geworden, daß ich dieses Jahr noch keinen gesehen habe. Unsere Jährlinge sind i. d. R. Gabler geworden, mindestens aber lauscherhohe Spießer, die eine Gabel markieren. Gelegentlich treten auch schon Jährlingssechser auf.

Allerdings erfordert die Jagd auch mehr Können. Das am Waldrand auf die pünktlich austretenden Rehe warten kann man sich abschminken. Man muß schnell und gut schießen können (Gelegenheiten beim Schopf packen). Man muß wie ein Reh zu denken lernen, sich IHREN Verhaltensmustern anpassen, die Gewohnheiten nach Jahreszeit und Witterung kennen. Sonst geht man, weil man auch beim 20. Ansitz nichts gesehen hat, nur noch als Schneider heim.

Wer jedoch um die Feinheiten weiß, erzielt eine Quote so um die 3 Ansitze pro erlegtem Reh.

Ansprechen? Welchen Sinn hat das Ansprechen, wenn

  1. Es keine zuverlässigen Unterscheidungsmerkmale gibt,

  2. Die Genetische Ausstattung der Rehe hoffnungslos von den Umwelteinflüssen überlagert werden und

  3. Eine gottgleiche Wertung ("Du bist des Vererbens würdig, aber du bist ein Artverderber, den ich ausmerze ...") biologisch nicht haltbar, moralisch höchst fragwürdig ist?

MfG, Bartl

> Mein lieber Herr Bartl,

> Der Grund meines Netplatzes für die Jagd ist und bleibt nachfolgenden Jungjägern Hilfestellung zu angemessen Entscheidungen zu geben. In meiner Ausbildung mußte ich leider manches vermissen.

> Sie scheinen über ausreichen Erfahrung und Urteilsvermögen Jagd nach benennbaren Grundlagen auszurichten und zu beschreiben zu verfügen. Daher würde ich mir einen Beitrag ihrerseits auf meinem Platz zu veröffentliche als Ehre anrechnen wollen. Ich würde gern von ihnen wissen, wie denn die Jagd nun besser zu gestalten wäre.

> Dabei meine ich:

> - nicht die Jagd vor allgemeinem Publikum zu rechtfertigen.
> - nicht die Jagd  nur  vom Wildstandpunkt zu sehen (plakativer Naturschützerstandpunkt).
> - wie ein (Rehwild) Revier jagdlich bestmöglich zu gestalten wäre.
> - wie der Jäger bestmöglich jagen könnte.

> Selbstverständlich müßten Wild-, Landwirtschaft-, Jägerbelange nachhaltig gegeneinander ausglichen werden.

> Ich jagte bisher im Grunde genommen nur nach meinem Vergnügen. Von allem ist ja genügend da! Insofern lese ich die Erörterungen zwar, aber das wahre Verständnis fehlt mir.

Wenn Sie Hespelers ,,Rehwild heute" und ,,Jäger wohin?" gelesen haben, kennen Sie meine Meinung recht gut. Seine Beobachtungen und Schlußfolgrungen decken sich mit den meinen weitgehend. Da Rehwild sehr unterschiedliche Biotope zu besiedeln vermag kann auch keine Pauschalantwort gegeben werden. Ein reines Niederwild-Waldrevier im Flachland ist mit einem Gebirgsrevier mit Sanierungsflächen oder einem Feldrevier nicht zu vergleichen.

Grundsätzlich bin ich zur Rehwildbejagung der Meinung:

Die Trophäe sollte keine wesentliche Rolle bei der Abschußentscheidung spielen.

Das an älterer Vegetation (insbesondere Bäume) da ist, muß in der Verjüngung nicht nur an- sondern auch durchkommen.
(Grundsatz: "Solange der Wald wächst, kann man in der Jagd über alles reden")

Jagen soll Freude machen, nicht durch Kleinlichkeiten und Neid vermiest werden.

Bejage nichts Seltenes.

Gut schießen zu können ist Grundvoraussetzung zu jagen, durch Übung erreichbar.

Zu töten ja, aber schnell und gründlich. Davor kommt nur noch die Sicherheit, danach lange gar nichts, dann die Wildpretverwertung.

Solange man keine Wesentlichen Auswahlkriterien anwendet, sondern "zufällig" jagt, verhält man sich nicht anders als die natürliche Auslese. Mit der kam das Reh schon bevor es Menschen gab zurecht.

Mehr fiel mir jetzt auf die Schnelle nicht ein, mag sein, daß ich das ein oder andere Selbstverständliche nicht erwähnt habe, aber man muß ja nicht immer bei Adam und Eva anfangen.

MfG, Michael Bartl


Hegeziel

Erstmal alles gute im Neuen Jahr! Ich wollte nur mal kurz was zum Thema Abschußselektion sagen, bzw. fragen: Ralph, was ist denn das ,,Ziel der Hege"?

Wenn ich ehrlich bin, dann läuft mir hauptsächlich bei zwei Ausdrücken in Bezug auf die Jagd ein kalter Schauer den Rücken entlang : ,,Jagdliches Brauchtum" und ,,Ziel der Hege". Wenn ich Letzteren höre, dann denke ich sofort an einen Sesamkuchen fütternden ehemaligen Reichsjägermeister, der sich selbst berufen hatte, auch das jagdliche Brauchtum neu zu erfinden. Mal abgesehen von der Herkunft der Begriffe und auch meiner Assoziationen damit : Gibt es einen plausiblen Grund dafür, einen von zwei Jährlingsböcken zu schießen nur weil der andere ein Sechser ist? Ich zumindest schieße den, der besser steht! Das mag ja jeder anders sehen, die eine oder andere Diskussion über ,,Jagdethik" (noch so ein schön-schauriger Begriff!) habe ich mir damit schon aufgehalst. Und mehrjährige Bockkitze müssen auch nicht vorkommen, denn wenn ich nicht genau ansprechen kann was da kommt, dann schieß´ ich halt nicht. Zum Schuß wird man ja schließlich nicht gezwungen.

Da fällt mir gerade eine nette Geschichte ein, die ich am letzten Wochenende auf einer sehr schönen Drückjagd im Westerwald erlebt habe : Während der Jagd wechselte zwischen mir und meinem Nachbarn (Entfernung ~ 150 Meter) eine Bache ( 80 kg) mit fünf 25 kg starken Frischlingen IN DAS TREIBEN HINEIN ! Für mich nicht zu beschießen, da sie durch einen Wasserlauf liefen und ich nur auf dem Weg hätte schießen können : In Richtung Nachbarn! Nach dem Treiben erzählte ich von den sechs Sauen und bekam von eben diesem Nachbarn zur Antwort, ich hätte meinen Stand autonom 50 Meter nach hinten verlegen müssen, um somit geeignetes Schußfeld zu haben. ,,Ich hätte davon eine gekriegt, aber Ihr Joungsters lernt das auch noch (Ich bin 29)". Sehr beruhigende Bemerkungen, oder? Die laß ich jetzt mal unkommentiert, da kann sich jeder das selbe wie ich zu denken. Dieser Herr war dann aber beim Streckeverblasen auch nicht müde zu einem Freund von mir zu bemerken, er solle doch gefälligst seine Büchse holen. Der meinte dann nur : ,,Wieso, die sind doch schon alle tot !" - Was wiederum wahre Begeisterungsstürme hervorrief.

Gruß, Roman


Hegeziel

Roman Linssens Ausführungen ist nur zuzustimmen. Gerade beim Rehwild sollten wir uns Ulrich Wotschikowskys und Bruno Hespelers Worte in Erinnerung rufen, nach denen das Rehwild allein nach Herzenslust bejagt werden sollte. Die dubiosen Ansprechkriterien, die nicht einmal ihre Erfinder letztendlich beherrschen können, sind endgültig auf den riesigen Müllplatz der Jagdgeschichte zu werfen.

Das heißt, daß letztendlich jedes Stück Rehwild, vorausgesetzt es ist mit einem guten Schuß zu töten, bejagt werden kann. Die Zeiten eines Sylva-Tarouca und eines Raesfeld sind endgültig vorbei. Auch die letzten unverbesserlichen Traditionalisten werden irgend wann einmal aussterben. Der Jagd, Wald und Wild waren sie zu keinem Zeitpunkt der "ruhmreichen" deutschen Jagdgeschichte (man lese Aldo Leopold) dienlich - im Gegenteil.

Aber: wer meint ,,sein" Rehwild auch heute noch nach den Grundsätzen der ehernen deutschen Waidgerechtigkeit ansprechen zu müssen, soll dies ruhig tun. Solange in den betreffenden Revieren genügend Rehwild zur Strecke kommt ist dies kein Fehler, sondern höchstens eine Animosität des Jägers. Ob sie solche Jäger "dulden" will muß letztendlich die Jagdgenossenschaft entscheiden, dann nämlich, wenn die Verlängerung des Pachtvertrages ansteht.

In diesem Sinne ein bloody knife, Klaus Maylein


Hegeziel

Roman Linssen schrieb: > Ich wollte nur mal kurz was zum Thema Abschußselektion sagen, bzw. fragen: Ralph, was ist denn das ,,Ziel der Hege" ? Die Definition kennt wohl jeder. Die Erhaltung ...

Ist es das denn wirklich? Zum Erhalten bräuchte es wesentlich weniger als das was in deutschen Revieren geschieht. Wild kennzeichnete ja gerade ohne menschliches Zutun zu leben und zu überleben. Biotopveränderungen werden vom Schalenwild (gerade von Rehen!) problemlos weggesteckt - die Schwierigkeiten hat der Mensch mit den Folgen davon, nicht das Wild.

> Wenn ich ehrlich bin, dann läuft mir hauptsächlich bei zwei Ausdrücken in Bezug auf die Jagd ein kalter Schauer den Rücken entlang : ,,Jagdliches Brauchtum" und ,,Ziel der Hege".

Mir auch!

> Wenn ich Letzteren höre, dann denke ich sofort an einen Sesamkuchen fütternden ehemaligen Reichsjägermeister, der sich selbst berufen hatte, auch das jagdliche Brauchtum neu zu erfinden.

Jagdliches Brauchtum gab es schon, als Herr Göring nebst seinem Löwen erst in 10.000 Jahren geboren werden sollte. Es diente die Jagdausübung zusammenzuführen, ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Brauchtum war also Mittel zum Zweck nicht mehr oder weniger, das es teilweise zur lächerlichen Scheinhandlung verkam und weiter verkommt, ist unbestritten.

Hege war erst nötig als der Mensch bereit soweit in die Natur eingegriffen hatte, und die vom Mensch gewünschten Erzeugnisse nicht oder nicht mehr in der gewünschten Menge bzw. Güte zur Verfügung standen.

Hier stimmten die Wörter ,,nicht mehr" nicht: HEGE ist in Wahrheit die Abkürzung für

H eranzüchten
E normer
G eweihtragender
E inzelexemplare

Hege soll einen Zustand schaffen, den der jeweilige Revierinhaber als für sich wünschenswert ansieht (Bestandsdichte, Trophäenträger...). Mit Ausgleich von irgendwas hat das heute nichts mehr zu tun, und wahrscheinlich nie zu tun gehabt.

Der Mensch versucht somit eine Natur zu schaffen die seinen Zwecken dient.

> Mal abgesehen von der Herkunft der Begriffe und auch meiner Assoziationen damit : Gibt es einen plausiblen Grund dafür, einen von zwei Jährlingsböcken zu schießen nur weil der andere ein Sechser ist? Ist abhängig vom Habitus der beiden Stücken sind beide gut veranlagt, sollten beide geschont werden.

Warum?

Das Gehörn dient für den Jäger als Indikator für den Zustand des Stückes.

Mumpitz, da gibt es nur einen sehr losen Zusammenhang. Mein Kapitalster wog 17,5 kg, mein Schwerster 20,5 kg und das war ein Gabler (beide im Juni erlegt) Im Gegenteil, gerade bei Jährlingen ist oft zu beobachten, daß der Eine seine Energie halt mehr in Wildpret und der Andere ins Geweih steckt. Nicht selten ist bei einem Geschwisterpärchen der Spießer schwerer als der Gabler (das setzt aber voraus, daß man beider habhaft wird um sie auch tatsächlich wiegen zu können - wer nur den Schlechten schießt, kann nie vergleichen und sitzt sein Leben lang einem vermeintlich logischen Irrtum auf.) Warum sollte man das schwächere Stück nicht schießen? Weil es z.B. schlechter steht und möglicherweise bald von der Bildfläche verschwindet. (Bei mir als Waldjäger das häufigste Problem)

MfG, Ralph Küsters

"Ziel der Hege" Von: "Lothar F. Gregor" An: "Jagdliste"

Was das "Ziel der Hege" ist kann man in §1,2 Bundesjagdgesetz nachlesen, sollte man bereits in der Vorbereitung auf die Jägerprüfung gelernt haben. Zur Erinnerung:

>> Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen, auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unberührt. Die Hege muß zu durchgeführt werden, daß Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäß en land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermeiden werden. <<

Nun soll es ja Jagdscheininhaber geben, die damit Schwierigkeiten haben, also Wild nur als Schädlinge, die baldmöglichst auszurotten gilt, betrachten, dies auch noch offen verkünden. Jenen sei die Lektüre des §17,2 und 3 BJagdG empfohlen. Ein Mangel an Zuverlässigkeit oder ein schwerer Verstoß gegen die anerkannten Grundsätze der deutschen Waidgerechtigkeit sind nämlich Gründe besagten Jagdschein zu versagen. Wer mit der Hege also seine Schwierigkeiten, sollte den Jagdschein besser gleich abgeben.

Was nun den ,,Reichsjägermeister" Hermann Göring angeht (rechts im Bild), drückte der, neben seinem sonstigem bekannten Wirken, auch das Reichjagdgesetz politisch gegen die Nazis, die ohne Grundeigentum jeden Deutschen ihren Hirsch schießen lassen wollten, durch.

Solch nationalozialistisches Jagdgesetz verwirklichten erst die Sozialisten in der sog. ,,DDR", mit dem Ergebnis das die Parteistellung die Möglichkeit zu jagen begründete.

Erfunden, wie viele glauben, hat Göring das Reichsjagdgesetz nicht. Ferner gündete Göring im "Reichsforstamt" auch die Abteilung Naturschutz, den Vorläufer aller Naturschutzbehörden. Dabei stellte er in diesem Amt die Einheit von Naturschutz, Jagd und Forst her; eine Forderung die heute die ,,Grünen" als Zusammenlegung von Umwelt- und Landwirtschaftministerien, vortragen. Für die Jagdscheininhaber in den grünen Röcken unter uns: Göring lies auch Prof. Müller aus Eberswalde seine ,,Dauerwaldtheorie", heute bekannt als ,,naturnaher Waldbau", in die Tat umsetzen. Dabei ging es Göring aber nicht nur um die forstbetriebswirtschaflichen Vorteile, sondern auch die Erhaltung der Schönheit des deutschen Waldes. Die Betonung lag auf ,,deutschen".

Wie man sieht hatte der Dicke mehr als nur eine Facette. Dabei war er bei Amtantritt noch gar kein Jäger! Jäger wurde Göring erst später. Als solcher jagte er nie auf Masse sondern immer nur auf Klasse, ganz im Gegensatz zu gewissen Ostblockgrößen, bei denen die Strecke nie groß genug sein konnte.

Rehwildhege

Es gibt polnische Vergleichsstudien, die belegen, die Gehörnentwicklung hängt beim Rehbock fast ausschließlich von der Winteräsung ab. In der Tat ist Spießer zu sein allein noch kein Grund geschossen zu werden, sondern muß zusammenhängen mit der allgemeinen körperlichen Verfassung des Stückes gesehen werden. Der gute Raasfeld irrt hier also.

Dennoch ist unbestritten, für einen gesunden Bestand ist eine pyramidenförmige Alterklassenstruktur unabdingbar. Man kann also nicht einfach auf jedes Stück Rehwild, das einem vor den Lauf kommt, schießen. Hier irren Bode und Co. Aber, die Winteräsung ist natürlich Folge der Hege (Sicherung der Lebensgrundlagen).

Was Rehwild äst und wie es die Äsung verdaut ist übrigens noch unerforscht! Studien dazu laufen derzeit im Institut für Zootierkunde, Berlin. Die haben außerhalb der Stadt ein Freigehege mit landwirtschaftlichen Nutzflächen angelegt und dort einen von Hand aufgezogenen Bestand an Rehwild ,,ausgewildert", der rund um die Uhr beobachtet und ständig untersucht wird. Ergebnisse wird es wohl erst in ein paar Jahren geben.

Das ,,jagdliche Brauchtum" hat auch nicht Göring neu erfunden (Er ist allerdings Erfinder der Waldbluse). Das gab es schon im Mittelalter und war dort noch strenger als heute, weil Bestandteil der Zunftordnungen. Dabei ist es eine Mischung aus christlich ethischen Grundsätzen und handwerklichem Wissen. Bei der Ethik geht es um den Umgang mit dem Mitgeschöpf. Natürlich kann man eine Strecke auch vom Hänger kippen. Das man das erlegte Stück hebt und trägt hat zwei Gründe.

Ehrfurcht. Ich weiß es gibt Leute, die gar nicht mehr wissen, was Ehrfurcht ist.

Sauberkeit.

Beide Gründe zu eine Übung vereint geben für Brauchtum ein gutes Beispiel . Wer also meint, zum Streckelegen könnten die Waffe im Auto bleiben (,,Die sind schon tot") und beim Halali der Hut auf dem Kopf behält, dem fehlt es also an besagter Erfurcht. Selbst Naturvölker haben solche Regeln für den Umgang mit ihrer Jagdbeute. So sichert schon den ,,Primitiven" das jagdliche Brauchtum auch die Wildbestände nachhaltig zu nutzen, ist also überlebenswichtig.

Was geschieht, wenn diese Regeln nicht beachtet werden, kann man in Geschichtsbüchern nachlesen. Die (fast) Ausrottung des Bisons in Amerika ist da nur der Anfang. Die militärische Idee den Indianern die Lebensgrundlage, indem ihnen die Bisone weggeschoßen wurden, hat nichts mit dem Aussterben der Großsäuger in Mitteleuropa durch Wegfall der Lebensgrundlagen z.B. Auerochse oder bewußter Ausrottung als gesellschaftlicher Auftrag z. b. Bär und Wolf, zu tun .

Womit wir wieder am Anfang sind. Bestände, z.B. beim Rot- oder Rehwild als ,,gesellschaftlicher Auftrag" bis unter die Erhaltungsgrenze zu mindern, damit die Bretterplantageneigner ein paar Bretter mehr ernten, widerspricht dem ,,Hegeziel".

Waidmannsheil, nach LFGregor

Jagdzeiten

Zielführend Jagzeiten zu erörtern, erfordert zunächst die angestrebten Ziele offen darzulegen. Dabei können die Jagdzeiten nur Zweck allgemeinerer Jagdziele zu erreichen sein, nie mehr.

Jagdziele sind in Deutschland,

1. Wild nachhaltig zu nutzen,
2. gesunden, artenreichen Wildbestand zu hegen,
3. Wildschaden in Wald oder Flur zu mindern.

Schon ergibt sich die Frage: ,Weshalb schießt der Jäger nicht dem Kitz die Ricke weg? Die Antwort ergibt sich einerseits aus menschlichem Mitgefühl, andererseits aus 1. und 2., würde nämlich ein nicht mit der Ricke zur Strecke gekommenes Kitz, je nach Alter kümmern oder gar bald sterben, also weder gesund leben, noch vom Menschen genutzt werden können. Die Sauen würden das gefallene Kitz schon fressen.

Indem wir das verlassene Kitz nicht den Sauen gönnen, enttarnen wir die vorwiegend menschliche Sicht der Jagdzeiten, denn Sauen kennen keine Jagdzeiten. Schwarzkittel sind das ganze Jahr hungrig!

Im Sinne gesundes Wild zu hegen (also die Produktivität zu steigern) lassen wir Muttertiere mit deren Nachwuchs, solange der Nachwuchs noch auf die führenden Mütter angewiesen ist, unbejagt. Das tun wir auch bei ganzjährig bejagten Tieren, wie Fuchs und Sau.

Aus voriger Forderung ergibt sich je nach Witterung und Nahrungslage für weibliches Wild die Schonzeit von selbst.

Um möglichst viel Wildpret aus der Bahn zu gewinnen sollte Jungwuchs, hier das Kitz, baldmöglichst genutzt werden. In Winter wachsen Kitze kaum mehr. Bis dahin sollte man sie wachsen, also ab Spätherbst jagen. Die nicht führenden Ricken also auch.

Trächtige Stücke zu schießen, minderte den Ertrag, läßt man also. Die Zeiten ergeben sich wiederum aus der jeweiligen Eigenart des betrachteten Wildes. Solange Weibliches Wild trägt oder führt, wird es geschont. Man kann es also nur im Herbst und Winter jagen.

Bockjagd

Im späten Frühling kämpfen die Böcke ihre Reviere aus. Manch starker Jährling wird geschlagen und vertrieben; starke eher noch als schwache. Die Flur steht noch nicht hoch, der Jäger kann gucken und also schießen. Soll er? Tja, wenn da die Kopfknochen, die eigentümlichen Ruhmeszeichen erlegter Cerviden, nicht wären, wäre die Frage leicht zu beantworten.

Böcke tragen und führen nicht. Deshalb sind die nicht zu schonen. Nach Jahren oder ähnlichem sind die auch nicht zu erkennen (höchsten am erlegten Stück an Ohrmarken). Rehe sind mit etwa 6 Mio. Jahren deutlich älter als wir. Sie haben in der Zeit bewiesen, wie anpassungsfähig die Art ist. Die jeweilige einzelne Erscheinung überdeckt deren Erbanlagen bei weitem. Wir könnten, selbst wenn wir wollten, das Reh also gar nicht nach Erbanlagen werten, folglich dessen Erbe auch nicht durch Wahlabschüsse ,,aufarten"! Gegenteilige Versuche sind von vorn herein tatsachenfremd zu scheitern verurteilt. Also drauf! Ganzjährig jage den Bock! Aber die Trophäe? Mag ein jeder halten wie er will. Rehe sind einigermaßen standorttreu. Nachbarn (menschliche, jagende) haben daher nichts zu melden.

Ich fordere das deutsche Jagdgesetz zu ganzjähriger Bockjagd hin zu ändern.

Waidmann Heil, Lutz Möller,

Bock oder Ricke?

Sehr geehrter Herr Möller,

Welche Unterscheidungsmerkmale gibt es um diese Jahreszeit zwischen Bock und Ricke (außer Gehörn und Pinsel). Gibt es am Spiegel einen Unterschied?

Mfg CK

Moin CK,

Der einzig deutliche Unterschied zwischen Bock und Ricke, die im Revier allein zu sehen sind, ist

Der Bock näßt unter sich.
Die Ricke näßt hinter sich.

Da allerdings die Ricken meist ihre Kitze bei sich haben, kann man an dem Größenunterschied Kitz und Ricke auseinanderhalten und dem Kitz die Ricke zuordnen.

Das wiederum ist schwierig, da sich im Winter viele Rehe aus dem Wald hinauf aufs Feld begeben und dort in großen Sprüngen zusammenstehen. Die kann man dann allerdings spät morgens in der Sonne oft gut sehen, und falls man sich nicht sicher ist, immer noch einen mäuselnden Fuchs schießen. Ein einzelnes Stück klar anzusprechen ist äußerst schwierig. Die Ansicht man könne das Geschlecht am Spiegel feststellen ist unsicher. Ich werde die Frage mal an das Jagdforum im ZADI weitergegeben, empfehle dort selbst Mitglied zu werden.

Dr. Carl Ulrich Koehler
ZADI - Zentralstelle für Agrardokumentation und -information
Informationszentrum Land- und Forstwirtschaft
Villichgasse 17, 53177 Bonn
Tel.: 0228-9548-136, Fax: 0228-9548-111
E-Mail: cuk@zadi.de, Internet: http://www.zadi.de

Alles gute für 2001, Waidmann Heil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

ehrlich geschrieben, schockte mich ihre Antwort ein bißchen. Bisher sprach ich eine Ricke am sichersten an deren Schürze an. Die ist im Winterkleid von hinten und seitlich recht deutlich und auch schnell zu sehen. Bei Drückjagden im Winter, wenn der Bock zu ist (eine andere Frage, ob das sein muß) und man trotzdem schnell schießen muß, bin ich mit dieser Ansprache bisher gut gefahren. Übrigens: Füchse schieße ich nicht, weil ich in unserer Gegend keinen Grund dafür sehe. Die Möglichkeit bleibt mir also verwehrt.

In der Regel ist die Schürze (das im Winter recht gut erkennbare nach unten hängende Haarbüschel am Spiegel) ein gutes Hilfsmittel weibliches Rehwildes zu erkennen. In der Dämmerung sind Ricke und Kitz, da Größenunterschiede nicht mehr deutlich zu erkennen sind, oft nur schwer zu unterscheiden. Manchmal sieht man an der verspielten Art und am Herumtollen, daß es sich um ein Kitz handelt (Warnung: trotz gegenteiliger Bekundungen der Wildbiologen versuchen Böcke auch schon mal um dies Zeit zu Treiben und spielen um die Ricken dann wie Kitze rum; Vorsicht beim Ansprechen ist daher geboten)

Noch ein gutes Jahr 2001

On 2 Jan 01, at 20:28, Lutz Möller wrote:

Günther, Tolja,

danke für den Hinweis auf die Schürze. Die hatte ich vergessen. Darf ich mal fragen, bis auf welche Entfernung ihr meint, damit, wie gewöhnlich in der Dämmerung, noch sicher eine Ricke erkennen zu können?

Gruß Lutz

Nach meiner Erfahrung ist die Schürze auch in der Dämmerung (oft sogar noch bei Mondschein; Nachtjagd auf Rehe ist aber verboten) noch recht lange ziemlich gut zu erkennen. Mit einem guten Glas würde ich 50 m allemal für möglich halten. Man muß es mal für sich selbst versuchen.

Gruß, Günther

Horrido Lutz Möller

In Glücksklee gebettet

Hallo Herr Möller,

bei der Durchsicht meiner Fotos auf der Kamera finde ich noch von einer Morgenpirsch, Anfang Juni, zwei schöne Bilder einer gücklichen Familie. Beide sind wohlauf und das Rickenkitz wächst gut heran.

Gruß, M. Hegener, Freitag, 6. Juli 2007 18:06

Abgelegtes Kitz

Mutter und Tochter unterwegs

Lieber Herr Hegener,

herzlichen Dank für die beiden wunschschönen Bilder. Da mag man doch gern Jäger und Heger sein!

Lutz Möller,

Rehe in der offenen Feldmark März 2008

8x68S Rehbock

Hallo Walter,

wie versprochen melde ich einen neuen Abschuß eines Rehbockes. Gestern Abend erlegte ich 20:17 Uhr auf 60 m einen Rehbock mit sauberem 8x68S Schuß mit Lutz Möller Geschoß.

Nach 6 m Nachsuche am Anschuß

Einschuß

Die Fluchtstrecke war mit 6 m kurz. Aufgebrochen wog der 15,5 kg.

Das Herz war fast nicht mehr vorhanden Lunge und Leber war auch zerlöchert. Weiterhin gute Zeit. Anbei zwei Bilder. Die linke Seite zeigt den Einschuß.

LM: Das nenne gute Zielwahl und sauberen Treffer!

Der Ausschuß sah genauso aus. Ich bin mal wieder von der Munition begeistert .

Mit freundlichen Grüßen, Oliver. W. , Wednesday, June 18, 2008 10:27 AM

Ein vollkommener Trägerschuß

Hallo Herr Möller

In dieser Woche konnte ich einen Jährling erlegen, wobei mir die Präzision der 7x64 mit Lutz Möller Geschoß mal wieder sehr zu gute kam. Der Jährling stand spitz auf mich zu, so daß ich ihm nur auf den Träger schießen konnte. Die Entfernung betrug etwa 80 m. Der Treffer ließ ihm augenblicklich verenden, was auch nicht verwundert wenn man sich die Bilder ansieht.

Trägereinschuß

Trägerausschuß, Knochentreffer!

Treffer mittig durch die Drossel

Der zerschossene Träger ohne Decke

Gruß Frank Klaas, Sonntag, 20. Juli 2008 20:09

Tag Herr Klaas,

ich freu mich mal wider von Ihnen zu hören. Der Treffer war wahrlich auf den Punkt - meisterlich!

Ich habe bei solchen Gelegenheiten früher mit der Bleiernen Sippe schon das Haupt vom Träger geschossen, so daß anschließend ein mißtrauischer Jagdherr meinte, Häupter seien vorzuzeigen, gerade so als ob ich ihm einen Bock verheimlichen würde. Das hat mir nicht gefallen. Da bin ich dann nicht mehr hingegangen.

Waidmannheil, Lutz Möller,

Sommerbock

mit Kraftstoß

Guten Morgen Herr Möller,

anbei ein paar Bilder von einem Bock den ich am vergangenen Freitag früh schoß, und zu dem sich mir eine Frage stellt.

Reiner Lungendurchschuß durch beide Lungen, ohne das Herz anzurühren

Wirbelsäule von unten mit Bluterguß

Im Prinzip war alles wie üblich. Die Entfernung betrug 120 Schritt, ich schoß breit, der Bock fiel und lag im Knall. Die Ricke mit Kitz blieben stehen und ästen nach einigen Momenten weiter, so das die Beunruhigung sich wohl in Grenzen hielt. Wie man an Herz und Lunge sieht saß der Schuß auch passend. Die Frage ist nun, wie kommt es wohl zu den großen, mit Blut unterlaufenden Flächen auf den Rippen? Dies habe ich bei meinen anderen Lutz Möller Geschoß Stücken so noch nicht gesehen. Lag der Treffer doch nicht so gut? War ich zu weit vorne, so das die Gefäße in den Achselhöhlen (?) betroffen waren?

Es geht mir in erster Linie nicht um das Wildbret, sondern darum, die Zielwahl richtig zu verstehen und um zusetzen.

Sollten Sie kurz Zeit finden, würde ich mich sehr über eine kurze Antwort freuen.

Die Kritik an Ihrem Gemetzel ist schon ausreichend bearbeitet worden, und mir fällt nur Kopfschütteln zu manchen Aussagen ein. Letzte Woche konnte ich das erste mal an einer kleinen Maisjagd teilnehmen, da ich selbst einen Frischling (8 kg), natürlich mit dem Lutz Möller Geschoß, gut und sauber strecken konnte. Meine Nachbarschützen, ich weiß nicht genau wie viele, die sich der ~ 60 kg Sau annahmen, feuerten aus allen Rohren und brachten sie dennoch nicht zur Strecke. Sie bescherten der Sau lediglich einiges an Leid, wovon diese später erlöst werden mußte. Ich vermute solche Szenen spielen sich auf mancher Bewegungsjagd ab, so das ich bin sicher das hat noch weniger mit Waidgerechtigkeit oder dem Jagen zu tun hat, als sicher, ohne zu viel Leid, bewußt zu töten.

Mit besten Grüßen und Wdmh, Sebastian O., Donnerstag, 21. August 2008 07:55

Guten Tag Christian,

Waidmannsheil zu dem braven Bock und meine Achtung zu den sachlich, wie technisch hervorragenden Bildern.

Dein Treffer lag Hochkammer. Nach dem Splittern flog der Restbolzen fast ungebremste schnell, also vermutlich mit knapp 900 m/s hoch in der Kammer knapp unter der Wirbelsäule durch beide Lungen, ohne das Herz anzurühren. Eben diese Nähe zur Wirbelsäule verursachte auf diese einen Kraftstoß, der Kraft Nervenerschütterung den Rehbock von dorrt abwärts lähmte, so daß er am Platz fiel und anschließend an seiner Lungenverletzung starb. Aufgrund der Nähe zur Wirbelsäule langte die Druckwelle auch die Wirbelsäule und das anliegende Fleisch so zu dehnen und ggf. zu scheren, daß einige Gefäße überdehnten und rissen. Das Herz stirbt zuletzt, nachdem die Lunge zusammengefallen ist und das Tier in die Kammer ausblutet. Siehe Herzschlag. Das im gefallenen Bock noch schlagende Herz pumpte bis zu dessen Versagen durch Blut- oder Sauerstoffmangel noch Blut aus den verletzten Adern in die Faserzwischenräume. Die Bindehäute um die Muskeln hielten den Fluß auf. Da ausgelaufene Blut siehst du unter den Häuten weiträumig verteilt. Es läßt sich einfach mit einem Messerrücken entfernen. Das Wildpret wird davon nicht entwertet.

Die hohe Trefferlage in der Kammer ganz knapp unter der Wirbelsäule verursachte einerseits den Kraftstoß, der mittels Nervenerschütterung den Bock unwiderstehlich an den Platz bannte, aber derselbe Kraftstoß riß auch einige Äderchen entzwei. Der Unbedingt-0-m-Flught-Vorteil birgt also den Ader-zerreiß-Nachteil. Man bekommt im Leben nichts umsonst!

Ein etwas tieferer Schuß in die Kammer, durch die Lunge hätte weniger Blutungen verursacht, aber der Bock hätte noch rennen könne, bis sein Bewußtsein geschwunden und der gefallen und dann dort im Wundbett gestorben wäre. Dem Ausschweißen wäre das förderlich, aber man muß dann eben vom Anschuß ggf. einige Meter zum Fall suchen.

Gruß Lutz,

9,3x62 Kammermittenschuß

Volker,

du betrachtest den Steckschuß (Sonderfall), üblich aber ist der Durchschuß.

Du vergißt beim Treffer in übliches die Kammer, daß der Restbolzen fast ungebremst weiterfliegt. Ebenso vergißt du die Splitterfläche, auf die es beim Kammerschuß fast nur ankommt, zu berücksichtigen. Da steht alles in Wirkungsquerschnitt

Gruß Lutz

Hallo Lutz,

danke für den Hinweis. Hier sende ich Dir nun doch 2 Bilder, nachdem ich den Bock heute aus der Decke geschlagen habe. Wenn ich es nicht selber gesehen hätte, dann hätte ich das Bild nicht geglaubt:

Bock: Einschuß

Bock: Ausschuß

Ich schieße 9,3x62 mit Lutz Möller Geschoß und erlebe seitdem so gut wie keine Zerstörung. Das hatte ich so ausgeprägt noch nie. Der Schuß hätte vielleicht etwas weiter vorne sitzen können, aber er lag noch vor dem Zwerchfell. Die Lunge war zerstört. Ein Splitter traf trotz der Entfernung des Treffers von der Wirbelsäule den Wirbelkanal getroffen. Andere trafen die Leber. So war kein Wunder, daß der Bock wie vom Blitz getroffen verendete. So sollte es sein, denn die Grenze war nicht weit und ich mag keine Nachsuchen.

Beste Grüße und Waidmannsheil, V. T., Donnerstag, den 21. August 2008

Moin V. T.

siehe Dir vergleichend den .30-06 Sommerbock mit Kraftstoß auf den Rücken und dagegen Deinen 9,3x62 Kammermittenschuß an. Dann solltest du erkennen welchen Unterschied der Treffer bewirkt. Das war ja auch mein Rat an Christian zur Zielwahl.

Gruß Lutz,

Acht Rehe

Hallo Lutz Möller,

ich verwende das Lutz Möller Geschoß in .308" Win jetzt seit einigen Monaten und wollte kurz von meinen Erfahrungen berichten:

Bislang brachte ich 5 Stück Rehwild auf Entfernungen von 40 - 165 m und einen Fuchs auf 135 m zur Strecke. Die Stücke lagen alle im Knall. Die Wildbretentwertung ist winzig. Ich werde regelmäßig angesprochen, welches Geschoß ich denn verwende, da die Stücke beim Zerlegen „so gut aussehen“. Selbst bei einem schwachen Jährlingsbock, bei dem das auf 40 m sicherlich noch > 900 m/s schnelle Geschoß auf der Ausschußseite durch das Blatt ging, war der Ausschuß nicht größer als eine 2 Euromünze.

Gruß aus Hannover, Burkhard

Lutz,

am Wochenende erlegte ich 3 Schmalrehe mit Lutz Möller Geschoß erlegt. Ein Reh ist mit Kammerschuß (185 m mit Laser gemessen) tatsächlich noch vom Feld in eine Dickung geflüchtet. Ich war sicher, gut abgekommen zu sein und fand am Anschuß Lungen- und Leberstückchen. Die Schweißfährte war problemlos auszugehen und nach 15 m lag das Stück verendet in einem Graben.

Ich bin mit dem Lutz Möller Geschoß weiterhin hochzufrieden .

Gruß und WH, Burkhard, Montag, 8. September 2008 16:18

Weites Kitz

Moin Lutz,

ich habe jetzt ein paar Stücke Holz ( schon geladen),

Eiche Ø 40 cm 50 cm lang,

Weißbuche Ø 20 cm x 90 cm lang,

Esche Ø 20 - 35 cm x 70 cm lang.

Wenn noch was beschafft werden soll, gib bitte kurzen Hinweis.

LM: Ralf, das ist ja gut. Wir sollten auch durchgeschnittene Stämme haben, damit wir bestimmte Winkel antragen können. Bei Rundhölzern ist das schwierig. Um sagen wir mal 10 Schuß alle 4 - 5 anzutragen, sollten die Schnitte also etwa ½ m lang sein. Wir sehen uns dann nächsten Mittwoch. Bis Dienstag werde ich in Schweden weilen, um Elch abzulichten (Nicht mit Mündungsfeuer, das folgt später).

Außerdem war gestern ein besonderer Tag und ich hatte seit langem wieder mal WH. Auf geschätzte knapp 300 m zog eine Ricke mit 2 Kitzen über die Wiese. Da es zum Rehwildansprechen langsam zu dunkel wurde und die Chance des Näherkommens nicht in Aussicht war, habe ich auch mal weit hingelangt. Das Lutz Möller Geschoß aus der 7,62x63 dürfte so um die 10-12 cm gegenüber der der Einstellung fallen. Also drehte ich die Vergrößerung Fadenkreuz auf 12-fach, hielt genau in Ziemerhöhe des kleinsten Stückes über der Kammer angehalten und lies fliegen. Im Glas sah ich nur noch 2 Stücke, die in eine Richtung immer wieder sicherten und sich langsam entfernten. Das dritte mußte also liegen. Nach 267 großen, bestimmt Meterschritten lag das Bockkitz mit Volltreffer.

LM: Waidmannsheil Ralf, guter Treffer? = guter Schütze!

Es muß noch kurz geschlegelt haben, ein kleines Stück Lunge lag hinter dem Waidloch, man sieht es auch an der Schweißspur im Gras. Der Ausschuß ist für das Lutz Möller Geschoß auch größer als sonst, das Geschoß hatte ja nicht mehr die volle Geschwindigkeit. Herz, Lunge und 2 Rippen kaputt, sonst alles heil.

Heute früh gab es noch Nachschlag mit einem Füchschen, auch der lag auch am Anschuß, ~ 50 m aus dem Knien gestreckt.

Der tote Fuchs holt keine Kitze mehr!

Na dann bis nächste Woche zu den Versuchen, WaiHei Ralf, Donnerstag, 11. September 2008 10:02

Rückmeldung

Hallo Herr Möller,

nun ist es doch etwas später mit meiner Rückmeldung geworden. Aber besser spät, als nie! Kurz: Ihr Lutz Möller Geschoß hält alles, was ich von ihm erwartet habe.

LM: Danke für Ihre Nachricht. Wie schön. Dann habe ich ja nicht zu viel versprochen!

Bei Rehwild gibt es kaum versulztes Wildpret und an Flucht (oder etwa den Gedanken daran) war bei keinem Reh mehr zu denken! Daß das Wild am Anschuß liegen bleibt und fast augenblicklich verendet, gibt mir ein beruhigendes Gefühl.

Großes Lob an Sie und Ihre Entwicklung.

LM: Danke für die Blumen!

Ich möchte das Lutz Möller Geschoß nicht mehr missen.

Gruß aus dem schönen Rottenburg am Neckar, Ihr Roger Stötzer, Freitag, 12. Juni 2009 18:08

Zwei Kitze

Hallo Lutz,

leider kann ich den Lehrgang zur Waffenhandelsachkunde nicht wahrnehmen. Das war zu kurzfristig. Dennoch würde ich das gern machen. Vielleicht solltest du die nächsten Termine gleich mitveröffentlichen. Es wäre vielleicht auch kundenfreundlich, wenn die IHK-Prüfung gleich im Anschluß stattfinden könnte, so daß für die Weitreisenden nur eine Anfahrt notwendig ist!

Kitze im Mai

Hier noch ein Bild vom gestrigen Abend. Mein Jagdherr ging die Weide mit Ackergras vor der heutigen Mahd ab und fand diese beiden Zwillinge. Der rechte war schon etwas älter, der linke etwa 10 Minuten. Hoffentlich hat Mutti die beiden inzwischen abgeholt. Schade, daß nur noch wenige Jäger sich die Mühe machen und versuchen, daß Wild von den Wiesen zu verscheuchen, bevor es totgemäht wird.

Liebe Grüße, Jan G., Freitag, 14. Mai 2010 11:50

Rückblickend betrachtet



Neue „Kanone“ für Afrika im April 2013: Sigma 50 - 500 F4,5-6,3 dazu DX Sensor in der Nikon D7000, macht ~ 750 mm Brennweite ohne Telekonverter, der bei genügend Licht ggf. die Brennweite noch verdoppeln kann. Dazu vielleicht noch einpassender Pirschwagen

Dienstag, der 11. Dezember 2012

Sigma 70-300 mm. Siehe unbedingt obiges Bild groß

Lieber Herr Möller,

die richtige BRENNWEITE beim Flüchtigfoto auf Rehe? Hier das simple 70 - 300 bei 200 mm auf der Pirsch. Wie macht das nur der autofokus in continious mode zweiter Advent?

LM: So. Im übrigen, Danke für Ihr völlig überwältigendes Bild! Was die Sigma-Fritzen können ist ja wirklich atemberaubend. Ich nehme sond nur Nikon, aber für meine Zwecke haben die gerarde nichst passendes. So wander ich nun auf fremden Pfaden gen Afrika.  

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Simonsen, Wien, Mittwoch, 12. Dezember 2012 11:02

Völlig geniale Aufnahme. Danke

Ricke oder Schmalreh?

Betreff: Verwandt

Moin Lutz,

hier mal 2 Wildkameraaufnahmen.

Man beachte die fast gleiche Körperhaltung - an genau derselben gleichen Stelle - von beschlagener Geiß und Schmalreh. Bilder mit Seltenheitswert! Auf dem Bild mit der Geiß befindet sich das Schmalreh bereits rechts. Das habe ich erst gar nicht gesehen und dachte es wären 2 gleiche Aufnahmen.

Gruß, Mathias, Samstag, 25. Mai 2013 10:44

Ricke oder Schmalreh? I

Moin Lutz !

Das war wohl doch kein Schmalreh.

Die Geiß hat nochmal im Umfang zugelegt ! Man beachte auch die Härchen am Bauch des vermeintlichen Schmalreh´s auf den ersten Bildern (lies: Geiß oder Schmalreh ?), die auf einen Pinsel hinweisen könnten. Ergo: wie immer ist sauberes Ansprechen angesagt, wenngleich beide Geschlechter in diesem Fall jagbar gewesen wären ! Und wie so oft: der oder die „Alte“ schicken erstmal die „Jungen“ vor, um Lage zu peilen - Stichwort: Adjutant !

Gruß Mathias