Rückstoßbremse

bremst den Rückstoß, aber nicht das Geschoß

Mündungswolke einer 8x68S

RückstoßEinige RückstoßbremsenMündungswolkenSchalldämpferBremsenfilm

6,5 mm hdp für K95 | 7 mm hdp | 7,6 mm hdp | 7,6 mm hdp Sako | 8 mm hdp | 8,5 mm hdp Sako| 9,3 mm hdp | 9,3 mm Kornsockelbremse | 10,3 mm hpd Achtkant | 10,3 mm Kornsockelseitenbläser | Feuerschlucker | Bremsenanbau

Das ProblemBlut fließtSchlitzbremseHaikimenbremse DoppelreihenbremseWirkungKnallKurzgewehrErwartungMündungsblitzLobErfahrungszeugnisBremsenbefestigungMetrische FeingewindeBremse zu kleben Bremslasthexagonal dichte Packung (hdp)Kompensator Seminar Rückstoßminderung FeuerschluckerMündungsfeuerdämpferMadenschraubeBremse & Kappe Anbau

Das Problem

Blitzlichtphotographie: Nachtansitz (hier in der Panzersteppe im Regen)

Das Problem ist folgendes: In den letzen Jahren verfünffachte sich in Deutschland die Saustrecke auf nunmehr über ein halbe Million Schweine im Jahr. Viele Jäger schießen zum ersten Male Sauen, die vorwiegend nachts bejagt werden müssen, und zwar so:

Es knallt unangenehm

Es blitzt unangenehm

Es ruckt unangenehm

Jäger mit HutDer Jäger ist geblendet, das Zielfernrohr ruckt aus dem Fokus. Bei den in kleinen Kanzeln zunehmend gewünschten kurzen und damit lauten Stutzenläufen von z. T. unter 50 cm Länge klingelt der nahe, gesundheitsschädliche Knall den Schützen im Ohr, daß die weder sehen noch Kugelschlag hören, nicht wissen ob und ggf. wo sie getroffen haben und bemerken nicht wo die Sau abgeblieben ist, wenn sie nicht anAnschuß liegt. Sauen sind gefährlich, Nachsuchen im Dunkeln besonders. Der Schütze muß ggf. die Nacht durch bis zum nächsten Morgen warten, um die Sau zu finden, die dann vielleicht doch nur 30 m weiter gerade hinter der Waldkante.

Die Lösung für nachts ist ein Knalldämpfer mit eingebauter Rückstoßbremse. Rückstoßbremsen allein sind die Lösung für tags mit gesondertem Gehörschutz. Mit Gewinde versehen, können die getauscht werden.

Im Folgenden beschreibe ich historische und heutige Lösungen.

Lutz Möller 15.August 2005,

Das Mißverständnis

Hallo Herr Möller,

ich habe eine Frage an Sie und hoffe, Sie können mir helfen. Ich besitze eine Merkel KR-1 in .300" Win. Mag. mit 615 mm Lauf und schieße RWS 10,7 g DK Geschoß:

Ich wollte einen kannelierten Lauf, doch Merkel liefert den in dieser Länge nicht. Jetzt bietet Merkel einen an, aber nur mit 565 mm kurz. Wenn ich diesen Lauf mit einer hdp-Rückstoßbremse versehe, möchte ich wissen

Welche Energie verliere ich dabei ?

Mit welcher Patrone kann der Rückstoß verglichen werden?

In der Hoffnung auf eine baldige Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Joachim Hernler, Mittwoch, 11. Oktober 2006 18:44

Tag Herr Hernler,

den Begriff Rückstoßbremse habe ich nicht geprägt, sondern übernommen. Er ist unglücklich gewählt. Er meint eine gasdynamische Rückstoßbremse, die an der Mündung des Gewehrlaufes angebaut wird. Ein sogenannte „Rückstoßbremse“ oder Rückstoßbremse bremst den Rückstoß, nicht das Geschoß! So beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Durch eine hdp-Rückstoßbremse verlieren Sie keine Energie!

Der Rückstoß einer kurzläufigen .300" WM, die sonst wie ein Pferd mit den eisenbeschlagenen Hufen tritt, wird sich am Impuls gemessen, in etwa halbieren. Die Waffe wird Ihnen vom Rückstoß her wie ein Kindergewehr vorkommen.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Möller,

nachdem Sie mich für meine zukünftige Geschoßauswahl so gut beraten haben, (zukünftig wird's ein 8 mm MJG in meiner 8x68S) habe ich noch ein paar Fragen, die Sie mir bestimmt leicht und verständlich erklären können.

Nimmt die Leistung mit aufgeschraubter Rückstoßbremse ab, wenn ja wieviel (GEE?)

LM: Nein, nicht das Geschoß wird gebremst, sondern die beschleunigten Pulvergase ziehen an der Bremse die Waffe nach vorn. So bremsen die Gase den Rückstoß

Meine 8x68S hat einen 65 cm Lauf, nimmt die Präzision oder die Leistung ab wenn man ihn auf 60 cm zugunsten der Rückstoßbremse kürzt?

LM: Genauigkeit nicht, Leistung schon. Da die hdp-Bremse den Lauf nur 37 mm verlängert, sollte man das in Kauf nehmen. Für kurzer Läufe gibt es besser Patronen

Hätte das lange Lutz Möller KJG nicht eine bessere Wirkung auf Rotwild?

LM: Nein! Aber bis 400 m schlechtere, gekrümmtere Flugbahn. Auf kurzen bis mittleren Strecken also 100 - 300 m bieten leichterer, schnellere Lutz Möller Geschosse deutliche Vorteile, mindern auch den Rückstoß

Die Repetierbüchse hat zum einen einen ziemlich langen Schaft, da ich 1,90 Meter groß bin, zum anderen das 98er System drauf und noch einen 65 cm Lauf. Zur Bergjagd wie ich Sie benutze ist Sie deshalb nicht besonders handlich. (Die war übrigens ein Erbstück an meine Vater von seinem alten Revierherrn und stand bei uns nur im Schrank rum. Da mein Vater seine alte und abgegriffene 7x64 (11,5g TIG) Mauser 66 benutzt, weil die so schön kurz und handlich ist, konnte ich mir die Große unter den Nagel reißen. Deren Rückstoß empfand ich ich bisher nicht unbedingt als störend, gebe aber während der Jagd selten mehr als zwei Schüsse ab. Mit 10 Schuß und mehr auf dem Schießtand könnte es aber schon unangenehm werden.

LM: Üben Sie auf dem Stand doch mit dem Kleinkalibergewehr in .22" lfB. Zu zielen und abzuziehen lernen Sie damit auch. Außerdem ist es angenehme und billiger. Lassen Sie unser deutschen Magnum 8x68S nur den langen Lauf, den braucht und nutzt die.

Die Präzision liegt mit einer Standardmunition bisher bei einer Streuung von unter 2 cm bei 100 m.

Besten Dank vorab, Hubert. L., Freitag, 10. November 2006 18:10

Blut fließt

Sehr geehrter Herr Möller!

Soeben rief mich ein Bekannter, der jagdlich eine Remington in .300" RUM führt, an. Er hatte kürzlich eine unangenehme Begegnung mit seinem Zielfernrohr, nach der ihm Gesichtsteile vom Arzt wieder dort hin genäht werden mußten, wo sie hingehören und wo sie vorher von Natur aus auch waren. Als Sofortmaßnahme hat er sich sogleich irgendwo eine Rückstoßbremse bestellt. Da er seit kurzem jetzt endlich auch Wiederlader ist, hätte ich jetzt auf Ihrer Seite eine Ladung für eines Ihrer Lutz Möller KJG für die .300" RUM gesucht, habe aber nichts gefunden. Gibt's da was?

Waidmannsheil, Michael Zuschrader, Sonntag, 15. Mai 2005 16:28



FG-42 | Quelle: Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871 - 1945



FG-42 | Quelle: Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871 - 1945

FG-42 | Quelle: Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871 - 1945

Russische MP 41 Bremse mit hochschlagminderndem Gasauslaß einseitig oben.


Quelle: Waffentechnisches Taschenbuch / Rheinmetall


Quelle: Waffentechnisches Taschenbuch / Rheinmetall

Quelle: Waffentechnisches Taschenbuch / Rheinmetall

Quelle: Waffentechnisches Taschenbuch / Rheinmetall

Königstiger

Doppelreihenbremse

8x68S Seitenbläser: doppelreihig gefräste 8x68S Bremse seitlich

doppelreihig gefräste 8x68S Bremse schräg

Krico 700 L mit Bremse schießt sich sanft wie eine ungebremste 5,6x50 Magnum

Mit dieser Bremse für Sportzwecke erkämpfte sich Fritz Otto Nohl in seiner Altersklasse mit seiner
8x68S Mauser Sport 2002 in der Deutschlandwertung des BDS-Hochleistungsgewehr den 1. Platz

Haikiemenbremse

Wirkung

Hallo Herr Möller, ein befreundeter Büchsenmacher und ich glauben, der Gasstrom aus dem Lauf drückt auf die vorderen Flächen der Rückstoßbremsenschlitze, schiebt diese so nach vorn. Können Sie diese Ansicht teilen? MfG S.

Was ist ein Rückstoßbremse? Sie ist eine an der Rohrmündung angebrachte Vorrichtung, die den den Rückstoß mindert. Der Impulssatz gilt. Der Impuls ist eine rechnerische Größe die Masse m und Geschwindigkeit v miteinander malnimmt. Seine Größe wird demzufolge in Kilogramm · Meter / Sekunde gemessen, entspricht Newton · Sekunde [kg m s-1. oder N s]. Vor dem Schuß ruhen Gewehr und Patrone. Im Schuß drücken aus dem Pulver entstandene hochgespannte heiße Gase das Geschoß und die Gase nach vorn und das Gewehr zurück. In einer abgeschlossenen Einheit bleibt der Gesamtimpuls erhalten. Insofern entspricht der Impuls, den das Gewehr erhält genau umgekehrt dem Impuls den Geschoß und Gase erhalten. Menge und Schnelle nach hinten umgelenkter Gase bestimmen, wie die Bremse wirkt, den Rückstoß mindert. Im vorigen Verweis steht von Rheinmetall übernommen mit Pulverladung mc und Pulverimpuls Ic. Der durch die Nachwirkung der Pulvergase übertragene Impuls, dessen Größe durchaus beträchtlich ist, berechnet sich nach

Ic = 0,5 mc (ū - v0) + 0,5 ū mc.

(63)

Darin ist ü die mittlere Ausströmgeschwindigkeit der Treibladungsgase aus der Rohrmündung:

ū = Wurzel ( v0² + ā)

(64)

mit ā als mittlerer Schallgeschwindigkeit am Rohrmündungsquerschnitt Für Abschätzungen kann ā = 1.000 m/s angenommen werden. Als Beispiel möge ein Waffe mit 5 kg Masse und eine Patrone ohne Pulver (nur gedanklich für das Beispiel) 10g Geschoß dienen, die das Geschoß auf 1000 m/s beschleunigen. Der Gesamtimpuls I beträgt 0, weil die Waffe vor dem Schuß ruhte. Der Geschoßimpuls Ig beträgt 0,01 kg · 1000 m/s = 10 kg · m /s. I = Ig + Iw . I = 0. Also folgt Iw I = - Ig. Wie schnell ist die Waffe nach dem Schuß? Iw = mw · vw . Also folgt vw = Iw / mw, oder vw = -10 [kg · m /s] / 5 [kg] = -2 m/s. Mit der Geschwindigkeit stößt die Waffe gegen die Schulter. Bei 20g Geschoß wären das bereits 4 m/s.

Im gedanklichen Versuch ließen wir eben das Pulver weg, um die Grundlage zu erklären. Tatsächlich ist Pulver da. Auch das Pulver wird verbrannt als Gas mitbeschleunigt. Am Patronenboden weniger, an der Mündung mehr. Ein Maß für den Anteil mitgeführten Pulvers ist der sogenannte Sebert'sche Faktor. Meist nimmt man ihn zu 0,5 an. Rechnungen mit Pulver macht ein kleines Programm hier bei Rückstoß. Wie könnten denn nun Rückstoßbremsen, denn genau das sind Rückstoßbremsen, wirken? Die Gase strömen recht schnell, jedenfalls schneller als das Geschoß, aus der Mündung noch vorn heraus. Damit tragen sie einen Impuls Ic = 0,5 mc (ū - v0) + 0,5 ū mc. An dem Pulver wollen wir nichts ändern, nur an dem Impuls. Wie machen wir das? Wir lenken es um! Kräftige Büchsenpatronen liefern an der Mündung immer noch 1.000 bar Druck. Bei den Höhen Drücken ist die Schallgeschwindigkeit sehr viel höher als bei Luftdruck, nämlich so bei 1.000 m/s. Wenn die Schallgeschwindigkeit und die mittlere Ausströmgeschwindigkeit in etwa gleich groß sind, wird ausströmendes Gas an der Mündung sich in den freien Raum in etwa gleich schnell nach vor und gleich schnell seitlich ausbreiten. Der anfängliche Winkel zur Seelenachse beträgt also den halben rechten Winkel, oder 45°. Die verschiedenen Mündungswolken zeigen das gut. Das der Druck der entspannten Gase sinkt, sinkt die seitliche Ausdehnungsgeschwindigkeit mit der Ausdehnung mit. So bildet sich ein Mündungslocke. Siehe rechts.

Eine Rückstoßbremse muß nun so gebaut werden, daß die Gase, vorherige Eigenschaften beachtend, seitlich abströmen können. Dabei muß zu jeder Seite gleichviel Gas abfließen, sage wir mal nach rechts und links. Die sich ergebenen Impulse sind entgegengesetzte gleich groß. Dadurch hebt sich ihre Wirkung auf die Waffe auf. Außerdem fehlt der rückstoßende Gasimpuls. Eine Rückstoßbremse wirkt also zuerst, indem sie Gasrückstoß verhindert, indem sich gegenseitlich wirkende Rück- (oder besser Seiten)stöße aufheben.

Der Gedanke, die schnellen schweren Gase aus einem Rohr gegen Prallflächen strömen zu lassen, damit der an den Prallflächen auftretende Druck über die Fläche zur nach vorn ziehenden Kraft wird, ist richtig. Zig Panzerbremsen sind nach danach gebaut worden. Sie wirken gut. Seitenbremsen, wie oben für 6,5 und 8 mm dargestellt, die Gas nur seitlich abströmen lassen, vernichten den Gasrückstoß teilweise.

Schubumkehrende Rückbremsen, wie die 8,5x64 Bremse oben, leiten die Schwaden nach hinten. Allerdings müssen die Gase auch der Geometrie folgen können. Zu scharfe Knickungen behindern den GasFluß. Weil Rückbremsen dadurch voran ziehen, mindern sie den Gesamtrückstoß weiter als Seitenbremsen. Rückbremsen wirken um so besser, je mehr Pulver im Verhältnis zum Geschoß verfeuert wird, sind also für Hochgeschwindigkeitspatronen besonders geeignet. Entspricht die Pulvermasse der Geschoßmasse, wie in der Panzerbüchsenpatrone 318 und wird das Gas vollständig nach hinten, entgegen der Geschoßrichtung, umgelenkt, dann verschwindet ggf. der Gesamtrückstoß vollständig.

Knall

Hallo Herr Möller,

vielen Dank für das tolle Angebot und die ausführlichen Hinweise für einen Weg zum besseren Schützen! Ich kann mich nur bedanken und offen zugeben, daß ich solch ein Training sehr gut gebrauchen könnte! Noch eine Frage zur Rückstoßbremse: Ich wurde von mehreren Seiten gewarnt, daß der Schußknall durch solch eine Konstruktion erheblich anstiege. Mein linkes Ohr hat schon einen daher rührenden Schaden, behauptet zumindest der HNO-Arzt. Auf dem Stand wäre das kein Problem. Da kann ich den Ohrenschützer tragen. Aber muß ich nun auch auf der Jagd mit der ,,Micky Maus" herumlaufen?☺

Nochmals vielen Dank für Ihr Engagement, M. Nordmeyer

9 x 19 mm Para bellum Pistole

9mm-Parabellum-Richtwirkung.png

Theorie siehe ,,Das Schallspektrum von Knallfunken und Knallpistolen mit einem Beitrag über Anwendungsmöglichkeiten in der elektroakustischen Meßtechnik" Walter Weber, Hochschulschrift: Berlin, Univ., Diss., 1939 Anmerkung: Aus: Akustische Zeitschrift ; 1939 In: Akustische Zeitschrift ; 1939

Fourierspektrum der 9x19 Para bellum

p mm Parabellum Spektrum

5,6x35 - 22 Hornet

Hornet-Richtwirkung

Fourierspektrum 5,6x35 - .22 Hornet

Hornet-Spektrum

G3

G3 7,62x51 Richtwirkung

Fourierspektrum G3 7,62 x 51 NATO

G3 7,62x51 Spektrum

Die Polardiagramme zeigen, wie das Bild hierüber, die schnellen, an der Mündung immer noch hochgespannten Gase entweichen nicht in alle Raumrichtungen gleich, sondern bevorzugt nach vorn. Der Schalldruck verhält sich ähnlich. So ist eine Großkaliberbüchse nach vorn etwa 7 dB lauter als zur Seite und damit verglichen nach hinten 6 dB leiser. Wenn ein gute gasdynamische Rückstoßbremse nun sagen wir mal 90% der Gase fängt und seitlich umleitet, ändert sich damit auch der Knall. Die Bremse wird vorn 6 db leiser, seitlich 7 dB und hinten 6 dB lauter.

Erwartung

Nehmen wir mit 5,5g Pulver und 6g Geschoß eine 1.150 m/s schnellen Patrone, wie die 6,5x68

Ungebremster Rückstoß beträgt 100%, der etwa hälftig von der Geschoß- und Pulvermasse herrührt.

Seitenbremse kann etwa die Hälfte Rückstoß nehmen, in Zahlen 11,3 J Kugelrückstoß und ungebremste 22 J Rückstoßenergie bei 4,5 g Waffe.

Rückgebremst ließe sich der Rückstoß je nach Umlenkung weiter mindern.

Eine 8x68S in einer 4,5 kg Waffe mit 4,4 g R907 beschleunigt bei 4.500 bar ein 12,7 sS Geschoß auf 885 m/s. Der Kugelrückstoß beträgt 19,3 J der Gesamtrückstoß 32 J. Die Bremse nimmt davon etwa 40% Rückstoß fort. So eine Waffe schießt gebremst sehr angenehm. Während die 8,5x54 mit 4,7 g Pulver und 14,5g Geschoß bei 875 m/s schon heftig tritt, ist sie gebremst auch angenehm zu schießen. Aufgrund schwereren Geschosses und schnellern Pulvers nicht ganz so angenehm wie eine gebremste 8x68S, aber durchaus gut.

Rückstoßfrei können Sie eine Waffe nur bremsen, wenn Sie den Pulverimpuls völlig nach hinten umlenken und Pulver und Geschoßmasse und Geschwindigkeit gleich sind, oder bei entsprechenden Bedingungen. Impulserhaltung gilt auch hier. Bei 12 g Geschoß und 5 g Pulver werden Sie die Wirkung nicht erreichen. Mit einer 6,5x68 mit 6g Pulver und 6g Geschoß, geht das schon! Ihre sogenannte Magnum ist eben nicht so ,,magnum", wie viele glauben! Dennoch zeigt das Beispiel der 8x68S, man kann so einen Kracher sehr wohl bändigen bis er sich angenehm schießen läßt. Lesen Sie das Erfahrungszeugnis.

Zu Messungen lies Rückstoß.

Große Kracher sind gut zu bremsen

Patrone Pulver Geschoß Waffenmasse Rückstoßenergie [Joule] Vorteil Bemerkung
[g] [g] [kg] ungebremst gebremst zu bremsen
.260"Rem. 2,7 9,0 4,0 15 10 33% ungeeignet
6,5x68 5,0 6,0 4,5 22 11 50% geeignet
8x68S 4,4 12,7 4,5 32 19 40% geeignet
8,5 x 64 5,0 13,0 4,5 37 22 46% geeignet
.338" LM 6,15 16,2 6,5 40 23 42% geeignet
.458"WM 3,3 23,0 3,6 43 30 30% ungeeignet

Großräumige Magumpatronen eignen sich gut zu bremsen. Gerade die sonst schwer zu verschießenden 8x68S, oder 9,3x64 und .338" Lapua Magnum werden mit Bremse ganz angenehm. Die drei sind beste Kandidaten für weite Schüsse mit Bremse. Patronen mit wenig Pulver im Verhältnis zu Geschoßmasse lassen sich nicht mehr so gut bremsen. Bei kurzen Patronen, also auch Kurzwaffen selbst, ist die Wirkung den Aufwand nicht wert.

Genauigkeit

Hallo Herr Möller

könnte das (stramme Ladung einer .264 Win) so funktionieren?

Liebe Grüße, Ralf, 4. Juni 2006

Moin Herr Rauchberger,

ja das ginge. Allerdings ist der Mündungsgasdruck noch sehr hoch. Besser wäre einen längeren Lauf zu verwenden (bis 75 cm) oder auch ein Rückstoßbremse. Dann wird das Ding allerdings laut!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller 05. Juni 2006 11:01

Hallo Herr Möller

hier handelt es sich um eine bestehende Waffe mit 65 cm Lauf , eine Mauser! Was brächte denn eine Rückstoßbremse?

L. G. Ralf, Montag, 5. Juni 2006 13:36

Moin,

der Höhe Mündungsgasdruck könne unter Umständen durch kräftige Wirbel die Genauigkeit beeinträchtigen. Eine hdp-Rückstoßbremse hielte störende Wirbel vom Geschoß fern, minderte so allfällige Abgangsfehler. Die Mauser würde sich damit nicht nur angenehmer schießen, sondern auch besser treffen!

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Hallo

Quickload zeigt mir den Gasdruck an der Mündung an! Ab welchem Gasdruck stört der den Abgang? Hat das auch mit der Geschoßgröße zu tun oder einfach nur mit dem Gasdruck? Schafft man mit einer Bremse oder einem längeren Lauf Abhilfe ?

LG, Ralf, Dienstag, 6. Juni 2006 07:07

Tag Herr Rauchberger,

Mündungsgasdrücke über 700 bar muß man schon als hoch bezeichnen. Längere Läufe mindern den Mündungsgasdruck. Kann oder soll der Lauf nicht weiter verlängert werden, hält eine hdp-Bremse die Hochdruckwirbel vom Geschoß fern. Welchen EinFluß die Geschoßgröße hat, kann ich nur mutmaßen, vermute allerdings das kleinere Geschosse leichter asl große weggeweht werden.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Daß Langwaffengeschoße den Lauf mit Winkeln zwischen 1 und 3° verlassen ist nicht ungewöhnlich, aber schädlich für die Genauigkeit, weil die Geschosse vor der Mündung auf einige 15 - 20 Kaliber Flugstrecke von den austretenden sich entspannenden nachbeschleunigten Schwaden noch nachbeschleunigt werden. Siehe Mündungswolken. Reitet das Geschoß schräg auf dem Gasstrahl, drücken die Bodengase das Geschoß schief. Sicher soll das Geschoß mittig und fluchtend in die Kammer gesetzt werden. Um aber die Nachteile des verbleibenden Winkelfehlers zu mindern, helfen Rückstoßbremsen, sofern sie eng sind, der Genauigkeit bei Patronen, die vom Gasrückstoßanteil einer Bremse eigentlich nicht bedürfen, oder dafür nicht geeignet sind. Die beschriebenen

Notwendigkeit

Um lange Geschosse mit großer Flächenlast, für weiten Flug schnell schießen zu können, wird bei großen Weitschußpatronen eine Bremse wesentliche Forderung. Ohne Bremse lassen sich großvolumigen Patronen kaum noch angenehm schießen. Da bei kleinem Kaliber die Geschosse nicht beliebig lang gewählt werden können, fällt kleine Patronen für weite Schüsse zu wählen aus. Die Stabilitätsgrenzen kleinkalibriger Geschosse sind schon bei mäßige Längen bald erreicht. Auch schlanke Geschosse werden mit zunehmendem Kaliber länger; weisen erst dann die für langen Flug nötige Flächenlast. Möglich wären für weite Schüsse eine 6,5x68 oder eine auf 8 mm eingewürgte .338" Lapua Magnum als 8x69 mit 15 mm Ø Patronenboden aus einem ausgewogenen Großverschluß für Patronen bis 110 oder besser 120 mm Gesamtlänge. Die 93 mm der .338" LM langen jedenfalls nicht.

Wie sieht's mit der Präzision bei ihrer Rückstoßbremse aus? Die Bremse mindert die an der den Lauf verlassenden Kugel angreifen Wirbel, damit den Abgangsfehler, bessert so die Genauigkeit! Würde die auch an einer 460 Weatherby gut wirken? Eine .460 Wby. Mag. schießt bei 22,7 g Kugel vor 8,5 g R907 mit 937 m/s aus einer 7 kg Waffe 74 J Rückstoßenergie ohne Bremse. Das ist brutal! Die kanadischen Scharfschützen verlangen Waffen unter 25 Joule. Das G4eschoß allein verursacht 44 J Rückstoßenergie, die Gase 30 J. Der letztere Anteil entfällt durch eine gute Bremse.

Werner,

Die 8x68S-Seitenbläserbremse ist fertig und versuchsgeschossen. Einsame Spitze! Die dicke 8x68S schießt sich wie ein kleine .243". Ich konnte es erst gar nicht glauben. Die trifft ist gut. In der ersten Aufregung kam ich nicht nicht recht zur Ruhe.

Schaut man im Schuß die Bremse von der Seite an, glühen das Innere auf, als sähe man einem heißen Kohleofen in die Glut. Sehr deutlich ist die abnehmender Glut über die neun Lochpaare von hinten nach vorn zu beobachten. Die Abgasstrahlen glühen seitlich hinten noch etwa 2 cm bis vorn 1 cm heraus. Die Gaswolke entzündet sich draußen nicht mehr. Ich verfeuere immerhin 4,7 g R907. Ganz wie Hartmut Brömel sagte, kann dann das Abgas nicht mehr brennen. Der seitliche Luftzug ist groß. Papier wird 2 m weit bis an die Wand geblasen.

Im Inneren der Bremse sieht man Feldabdrücke. Nein, nicht vom Geschoß, sondern vom Schmauch. Das bedeutet, die 9 Loch Bremse ist auch vorn noch deutlichen druckbelastet, der durch die Druck Feldmarken am Geschoß vorbeibläst. Ansonsten ist die Bremse inne sauber, ein Hinweis auf so die vermutete bremsende Grenzschicht. Man könnte sie also noch länger bauen und würde noch mehr Bremswirkung erzielen. Der Gewinn wäre wohl nur klein.

Die 6,5 mm Schlitzbremse ist ja von Haus aus statt mit kleinen, geraden Löchern mit sich stark ausdehnenden Schlitzen gebaut, um die adiabatische Gasentspannung zur Abkühlung gezielt auszunutzen. Da schon obige, nicht auf Entspannung gezüchtete, 8 mm Bremse kaum noch feuert, erwarte ich bei der 6,5er Vergrößerungsschlitzbremse dann gar kein Feuer mehr. Also wir die zusätzlich als Mündungsfeuerdämpfer wirken. Ich bin über die Ergebnisse sehr froh.

Gruß Lutz

Lob der Rückstoßbremse

Hallo Herr Möller,

diese Rückstoßbremse auf der 8x68S ist eine Sensation! Nachdem der erste Schuß voller Nervosität abgegeben war, wurde die Verblüffung immer größer: Der Rückstoß war deutlich spürbar, aber kaum härter als bei meiner 6,5x57. So etwas hatte ich bei einer 8x68S mit 14,3g Geschoß wirklich nicht erwartet! Alle Schüsse lagen auf der 7 rechts unten in einem Kreis von 5 cm und drei davon im gleichen Loch! Die Krico war ja nicht auf diese Ladung eingeschossen, für mich ein tolles Ergebnis! Auch der Knall war nicht außergewöhnlich, zumindest kam es zu keinem Auflauf im voll besetzten Schießstand! Ich hätte nie gedacht, daß ich als ,,Kleinkaliberweichei“ mal so gut mit solch einer Donnerbüchse zurechtkommen könnte! Nächsten Samstag werde ich alle meine Freunde auf dem Stand zusammentrommeln, so etwas muß in Jägerkreisen bekannter werden.

Grüße Michael Nordemeyer, Donnerstag, 7. März 2002 10:03

Lieber Herr Nordmeyer,

Ich freue mich, daß sie mit dem ,,Riesenkracher“ gut zurecht kommen. Ihr Ergebnis zeigt das. Ich schicke Ihnen noch ein Schachtel Munition. Dann können Sie Ihre eigenes Drückjagdprogramm Weg zum besseren Schützen, daß ich für Sie ausarbeitet, schießen UND Ihre Freunde an der Freude teilhabe lassen. Mich freut Ihre angenehme Erfahrung mit meiner Rückstoßbremse. Ein eigenes Gefühl sagt eben mehr als tausend fremde Worte. Lassen Sie ihre Jagdfreunde die Waffe schießen, damit die fühlen, wie angenehm sich die 8x68S schießt und viele neue Freunde gewinnt. Auf meiner Seite 8x68S finden sich ja schon einige Liebeserklärungen. In Afrika bewährte sich ja auch auf großes weites Wild (~160 m ~ 360 kg Kudu). Eine Waffe mit der man auf 300 m innerhalb eines Bierdeckel treffen will, muß auf 100 m schon etwas besser sein. Sie würde noch besser sein, wenn ich die Ladung für die Waffe auf Präzision entwickelt hätte. Das ganze lange Verfahren ist in Ladungsleiter und in Gewehrlauf beschreiben und begründet.

Die 14,3g Munition ist nicht auf Genauigkeit zu entwickeln. Das 14,3g Geschoß wird nicht für weite Schüsse verwendet, sondern eher für Sauen an der Kirrung auf 25 - 50m. Dabei braucht man weniger Präzision, sondern eher gute Augen. Die Munition sollte ihnen ja nur ermöglichen mal den Rückstoß zu fühlen und ihr Lernprogramm für die Drückjagd durchzuführen. Dafür langt die gut hin, meine ich.

Also ich freue mich, daß Sie den ersten Schritt zur Großwildpatrone angegangen und gut überstanden haben. Willkommen im Kreis ,,8x68S-Weicheier". Mehr Rückstoß muß dank Bremse nicht sein. Lassen Sie mich bitte wissen, wie Ihre Jagdfreunde meine Rückstoßbremse finden.

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Kuhles,

Könnten Sie mir bitte auch nähere Infos zur Heym-Rückstoßbremse zumailen (Konstruktion etc.)? Herzlichen Dank bereits im Voraus und frohe Ostern.

Mit freundlichen Grüßen, Robert Villis, March 29, 2002 2:31 PM

Sehr geehrter Herr Villis,

Die SR 21 G Standard im Kaliber 8x68S mit Rückstoßbremse kostet 2.240 Euro und als Keilerbüchse 2.320 Euro. Die Rückstoßbremse mindert den Rückstoß um ~ 25%, leider habe ich keine Zeichnung, die ich Ihnen senden kann.

Mit freundlichen Grüßen, Swen Kuhles

LM 2005: Tja, dann mindert die Heymbremse nur etwas 2/3 bis 1/2 so gut wie meine 8 mm hdp Rückstoßbremse, siehe Rückstoß!

Hallo, ihr Mit –(Gegen?!) Streiter!

Ich kann das mit den Bremsen nicht ganz so nachvollziehen. Also ich habe beide Bremsen auf den gleichen Gewehren gehabt. Sowohl Lutz als auch Pritz. Ich habe sogar die Lutz vor der Pritz gehabt J. Die hat sich nach Befestigungsfehler unsererseits ja bekanntlich kurz verabschiedet und wollte offensichtlich auch an der Jagd als Geschoß beteiligt werden L.

Wir haben das nicht nur einfach so niedergeschrieben – sondern unsere Erfahrungen (zum Teil in Blinkostverfahren) dokumentiert. Meßstationen konnten wir keine aufbauen, so wären Änderungen in der Geschwindigkeit möglicherweise auch meßbar (oder eben unmeßbar) gewesen.

Aber unabhängig von euren Ergebnissen darf ich nochmals fest halten:

  1. Lutz Bremse wirkte besser als Pritz – nicht dramatisch aber feststellbar.

  2. Beide wirken deutlich im Vergleich zur ungebremsten Waffe.

  3. Die Präzision hat bei meinen 3 Läufen nicht gelitten, sonder sich verbessert (gilt unter der Voraussetzung, daß ich und meine Mittester nicht über Nacht zu besseren Schützen wurden!)

  4. Schon alleine die Prallflächen sind bei der Lutz mit der HDP Ausführung um fast 30% mehr- folglich muß sie besser wirken. Aber ich habe das Gefühl, das ist wie beim Sport – an die 80 % sind relativ leicht zu erreichen, weiter 10 - 15 % kann man durch bessere Technik in Richtung Spitze noch schaffen. Die restlichen % entscheidet dann Talent über den absoluten Spitzenplatz. Diese Argumentation führt letztendlich zu ->>>

  5. → Lutz' Bremse schaut net ganz so gut aus wie die von Kurt, ist länger und ist viel schwerer zu putzen ☺

Ich glaube das ist wie mit dem Lutz Möller KJG – da ist noch nicht alles so wie es sein soll. Nur bei der Bremse muß nur ein Zustand her, mit dem mein Körper umgehen kann – und der ist mit beiden Bremsen erreicht worden – und wie schon erwähnt – mit der HDP mehr als bei Kurt (2 Lochbremse; die 4er habe ich nicht probiert!)

Und hinsichtlich „Trottel“ udgl.→ nein Dieter, wir sind nicht alle blöd! J auch wenn wir >Jäger sind. Ich kann auch ganz simpel den Beweis antreten. Meine .300" WM ist mit dem Attache so leicht, das sie getreten hat wie ein Gaul. Mit der Bremse schießt mittlerweile sogar mein Lehrprinz, und der ist fast auf Rosen zu betten beim Schuß! Er haßt diese Magnums alle zusammen! Ich habe euch gerade über mein Leiden mit den ZF berichtet. Nun beim Einschießen haben wir den Vergleich in Wr. Neustadt gehabt. .300" WM ohne MB (Blaser 88? Repetierer). Merkel Bergstutzen .30-06 und mein R93 .300" WM. Also mein R93 ist mit Abstand die leichteste Waffe gewesen. Am meisten hat der alte Blaser gestoßen, obwohl er das schwerste Gewehr war. Dann kam mein Bergstutzerl – zugegeben mit einer Ladung von Andy ☺ – und dann kam erst meine R93. Selbst mit dem 9,3x62 Lauf ist die viel angenehmer zu schießen als ohne Bremse. Der guten Ordnung halber darf ich die Informationen dahin ergänzen, daß wir ausschließlich KJG´s und Andys Muni verglichen. Bei ebenfalls probierter Standardmunition ist der Vergleich der Wirkungen der MB viel geringer ausgefallen; aber das hatten wir auch schon damals festgehalten.

@ LM – du hast mir ja damals schon gesagt, daß sich „scharfe“ Muni besser eignet beim Bremsen als so Gießkanderlpatronen. Das mag auch der Grund sein, warum eure „Spezialladungen“ mehr Wirkungen als Standardmunition auf der Bremse erreichen. Und dann wird auch klar, warum der Bergstutzen mit der .30-06 mehr antaucht, als die .300" WM Mit MB – gel Andy ☺

@ Direkör -> geh jagan zu die Franzmann – da mußt net alles ansprechen sonder nur schnell schießen J, und Ärger mit den Reviereigner hast wahrscheinli a net. (Meinst du wirklich, daß wir noch in der STKM weiter jagan dürfen, wenn wir solche Fragen wie vom Toni K. nicht aus dem FF beantworten können?) → ich für meinen Teil weiche in die Tschechei aus – da brauche ich auch nix anzusprechen und nur schnell zu schießen ☺☺

@ Andy: Nachdem unsere beiden Theoretiker ja außer mosern nix weiter bringen sehen wir uns am Nachmittag zum Glaserltausch – im übertragenen als auch im wörtlichen Sinn J

Da mich – außer die Wärmeflasche von meinem geliebten Direktör – ja sonst sowieso keiner mehr mag und auch keiner von euch Kapitalisten mir ein Geld überwiesen hat gehe ich jetzt schnell ein paar Eulis verdienen und hole mir am Rückweg meine Trophäen vom Präparator (Afrika 2003!). Dem gebe ich dann gleich wieder die sauer verdienten Eulis. Ihr seht also: es ist sowieso alles für die Katz!

Wenn ihr den Stein gefunden habt (den der Weisen☺) mailt es mir – wenn er nicht zu viel Aufwand verursacht nutze ich ihn dann selber vielleicht auch.

Meine Lieben – Schöns Wochenende und…

WH, Ali, 12. November 2004

Erfahrungszeugnis

Moin Herr Nordemeyer,

ich habe Ihre Adresse von Herrn Möller. Ich beschäftige mich derzeit intensiv mit der Frage, ob ich eine 8x68 S mit 8 mm hdp Rückstoßbremse erwerben soll. Herr Möller meinte, ich solle Sie einfach mal fragen, wie Sie mit der von ihm erworbenen Waffe in 8x68 S S mit Rückstoßbremse bzgl. Rückstoß UND Präzision zufrieden sind. Bedanke mich schon mal im Voraus für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen, Robert Villis

Hallo Herr Villis,

ganz kurz meine Erfahrungen zu der Krico 8x68S mit Mündungbremse:

Rückstoß wie meine 6,5x57, viel, viel weniger als bspw. eine 8x57IS!

Ich bin nun wirklich kein großer Präzisionsschütze, aber von 5 Schuß 3 Stück auf 3 cm, so gut schoß ich bisher noch nie!

Der Knall ist im Gegensatz zu anderen Mündungsbremssystemen nicht lauter als ohne Bremse!

Kurz: Ich habe noch nie so etwas uneingeschränkt Gutes in Händen gehabt, wie die rückstoßgebremste 8x68 S. Dem Selbstvertrauen eines Schützen bei der Schwarzwildjagd kann das nur zugute kommen!

Gruß, Michael Nordmeyer>/p>

Hallo Herr Villis,

eine 8 mm hdp Rückstoßbremse kostet € und knapp nochmal so viel beim Büchsenmacher für die Laufvorbereitung und den Anbau (Kornsockel zu entfernen oder zu ändern und das M 15x1 Feingewinde zu schneiden). Bei 8x68S, 8,5x64, .338" Lapua Magnum oder 9,3x64, garantiere Ihnen die Minderung, wie Sie Herr Nordmeyer beschreibt. Bei der Heymbremse hingegen bin ich mir da nicht so sicher. Erstens legen die keine Zeichnung vor, aus der ich deren Entwurf beurteilen könnte. Zweitens habe ich bisher kaum wirklich gute Bremsen im Markt gesehen. Deshalb entwarf ich ja mein eigene. Sie können natürlich auch Heym beauftragen meine Bremse an deren Gewehr zu bauen. Fertigen können die so was alle Mal. Lassen Sie mich wissen, was Sie denken.

Mit freundlichem Gruß, Lutz Möller

Bonjour Lutz,

… noch keine schlechten Erfahrungen gemacht? Das finde ich etwas dürftig. Ich hoffte etwas mehr Begeisterung zu spüren.

Lutz

Ich gebe zu das ziemlich lapidar formuliert zu haben. Die Bremse wirkt und bei entsprechendem Kaliber gibt es eigentlich keine Gründe mehr sich keine Bremse anfertigen zu lassen! Leider hat bei vielen Jägern die Optik einer Jagdwaffe größeren Stellenwert als deren Funktionalität. Man sollte die mal fragen, ob sie auch ein Auto ohne Stoßdämpfer fahren würden . . .

Ich finde die dogmatischen Gedankengebäude mancher Jäger schlimmer, als die der katholischen Kirsche, egal. Die Bremse hat meiner Meinung nach einen enormen psychologischen Effekt. Man macht sich vor dem Schuß keine Gedanken mehr über Dinge, die einen sonst mit einer 8x68S so erwarten. Ich riet auch allen Bekanten und Freunden, sich eine Rückstoßbremse dieser Bauart anfertigen zu lassen.

Daniel Winkelsett

Hallo Herr Guhl,

der 8x68S-Lauf mit Bremse ist am Samstagmittag wohlbehalten eingetroffen. Ich habe sofort wieder alles angebaut und dann am Sonntag probegeschossen. Die Wirkung der Bremse ist, wie versprochen, sehr gut. Subjektiv fühle ich eher etwas weniger Rückstoß als von einer Büchse in 308" Win. Das verblüfft wirklich. Am Anfang war ich nur deshalb etwas irritiert, weil die ersten Schüsse neben der Scheibe lagen. Die Treffpunktlage hatte sich um 45 cm nach links und 8 cm nach unten verändert. Nach verstellen des hinteren ZF-Supports war dann wieder alles im Lot. Der Streukreis selbst mit meiner selbstgeladenen Mun. blieb mit 30 mm gleich. Diesbezüglich werde ich jedoch noch experimentieren. Vielleicht bekomme ich dies noch etwas besser hin. Matchstreukreise sind mit schlankem Lauf bei kräftigen Kalibern ohnehin nur schwer zu realisieren. Also insgesamt ist alles bestens. Einziger, natürlich vorher bekannter Nachteil ist, daß die Büchse nun durch dicke Schaftkappe, langes System, 65er-Lauf und Bremse insgesamt 1,27 m lang, und damit in einer Kanzel nur noch schwer zu handhaben ist.

Mit freundlichen Grüßen, M. S.

Guten Tag Herr S.

Zur Ladungsentwicklung und Genauigkeit lesen Sie bitte Ladungsleiter. Kurz gesagt peitscht Ihr Lauf im Schuß durch den außerhalb der Seelenachse unten liegenden Schwerpunkt nach unten, wird krumm wie eine Banane. Dies erregt den Lauf zu Schwingen an. Die Eigenschwingungen sind mehrfach so schnell wie die Schußentwicklung. Nun gilt es eine Ladung mit einer passenden Durchlaufzeit zu finden, bei im Augenblick, in dem das Geschoß den Lauf verläßt, die Peitsche und die Schwingung entgegengesetzt gerichtet sind, sich also gegenseitig mindern oder sogar im Glücksfalle aufheben. Den Ort auf der Ladungs-Höhenlage-Diagram nennt man ,,Süßer Fleck“. Dicke Läufe sind fester, schwingen also schneller. Deshalb liegen die ,,süßen Flecke“ dichter beieinander. Fritz Otto Nohl errang 2002 in seiner Altersklasse mit einer 8x68S Mauser mit meiner Bremse den Deutschlandtitel beim BDS-Hochleistungsgewehr mit 294 von 300 Punkten. Dabei ist die 10 auf 300 m 8 cm groß. Sie sollten also kein Schwierigkeiten haben mit ihrer 8x68S auf 100 m unter 3 cm Streukreis zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Bremsenbefestigung

Hallo Lutz,

Deine Seite ist ja schier unergründlich, da sucht der Mensch etwas über Rückstoßbremsen, und, wo wird er fündig? Ich gehe davon aus, daß die Bremsen nach der Berechnungsgrundlage im Waffentechnischen Handbuch von Rheinmetall konstruiert sind. Dieses Büchlein gehört meiner Meinung nach eigentlich in jeden Haushalt, auch wenn einige Leute da anderer Meinung sein mögen. Inhaltlich sind etliche EinFlußgrößen beschrieben die ohne weiteres übertragbar sind und nicht nur Anwendung von 8,8 cm bis 120 mm-Glattrohr finden. Mathematische- und Naturgesetze lassen sich halt weder beugen noch brechen. Bezug auf die Eigenanfertigung muß ich jedoch sagen, daß eigentlich jeder die Finger davon lassen sollte, der nicht eine solide Ausbildung in einem Metallhandwerk genossen hat und den präzisen Umgang mit entsprechendem Handwerkszeug gewohnt ist. Gewinde auf Laufmündungen zu schneiden hat so seine Tücken!

Ich schlage hier eine Klebeverbindung (Loctite 648 + Aktivator T mit Klebespalt 15 µm) vor. Die Belastung der Klebefläche ,,Scherkraft“ muß natürlich gemäß Herstellerangabe berechnet werden und mindestens das 1,5-Fache der Kraft auf die Bremse betragen. Diese Befestigungsart hat die Vorteile: Legal, ab etwa 280°C lösbar, nach dem Lösen kein Gewinde, Brünierung bleibt erhalten da Klebstoffreste mit Lösungsmitteln entfernbar; jedoch auch Nachteile die da sind: ab ~ 280°C lösbar daher nur für Jagdbüchsen mit mäßiger Lauferwärmung oder Matchbüchsen mit dickwandigen Läufen, bei konischen Läufen schwieriger herzustellen da zuerst ein Dummy zur Ermittlung des genauen Einstellwinkels des Drehbank-Kegelschlittens angefertigt werden muß.

Waidmannsheil wünscht, Frank Asbach, Monday, January 07, 2002 9:20

Sg. Herr Möller !

Was wurden sie als Montageart einer Rückstoßbremse eher empfehlen weichlöten oder kleben ( UHU PLUS endfest 300)? Der Mündungsdurchmesser beträgt 15 mm aufgeschoben wird die Bremse 33 mm.

LM: Beides ist möglich und hält, siehe Bremse zu kleben

WAIDMANNSHEIL Gerd Pelzmann, Mittwoch, 16. August 2006 09:43

Frank,

eine Bremse zu kleben hält auch. Damit die Bremse hält, muß die Brünierung runtergeschliffen werden! Statt zu kleben kann auch geschrumpft werden!

Lutz

Seht geehrter Herr Möller,

meinen Vorgängern kann ich mich nur anschließen und gratulieren Ihnen zu den informativen und anregenden Seiten. Endlich mal jemand der sachlich argumentiert und Zahlen sprechen läßt! Ich habe mir vor kurzem eine Sauer 90 für die 8x68 S Patrone zugelegt. Der Mündungsaußendurchmesser der Waffe beträgt circa 15,2 mm. Die Waffe ist noch mit offener Visierung ausgestattet und trägt dementsprechend noch einen Kornsattel. Nun spiele ich mit dem Gedanken mir dafür eine Rückstoßbremse anfertigen zu lassen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn sie nachfolgende Fragen kurz, gern auch stichpunktartig, beantworten würden:

  1. Ist an der Waffe grundsätzlich eine Montage möglich?

  2. Was halten Sie von der vorgestellten „Klebelösung“?

  3. Muß die Waffe nach dem Anbau einer Rückstoßbremse neu beschossen werden (Beschußamt)?

  4. Kann eine Verschlechterung der Schußpräzision durch den Umbau ausgeschlossen werden?

  5. Können Sie Büchsenmacher empfehlen die den Umbau in entsprechender handwerklicher Qualität und Präzision durchführen?

  6. Kann die Rückstoßbremse wieder abgeschraubt werden => Spaltkorrosion?

  7. Was kostet solch ein Umbau?

Ihre Antwort erwarte ich mit mit Spannung und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Daniel Winkelsett, Donnerstag, 25. Juli 2002 19:29

Sehr geehrter Herr Winkelsett,

  1. Um eine Bremse anzubauen muß in der Regel der Kornsattel der Bremse weichen, da die Bremse den Lauf umschließt. Entweder setzen sie den Kornsattel weiter nach hinten, oder bringen ein Korn auf der Bremse an. die ist ja bereits gegenüber dem Lauf erhöht, gleicht als den sich von der Kimme verjüngenden Lauf wieder aus. Ich empfehle U-Kimmen und Perlkorn, oder besser auf der hintere Hülsenbrücke angebrachte Ring- oder Iriskimme mit freistehendem Perlkorn, weil Sie dann bei jedem Licht ihr Ziel in der Umgebung sehen können und mit mitten rein halten können. Damit meine ich den jeweiligen günstigen Haltepunkt (siehe Wundwirkung), nicht den Wildkörper.

  2. Jede einigermaßen mit Drehbank und Fräsmaschine ausgerüstete Werkstatt kann Ihnen solche Bremsen fertigen. Anschriften finden Sie in ihrem örtlichen Brachenverzeichnis unter Feinmechanik, CNC oder Maschinenbau oder auch bei Auftragsfertigung. Die Bremsen können auf verschieden Weisen befestigt werden. Ich bevorzuge tragende

Metrische Feingewinde

Sehr geehrter Herr Möller!

Ich komme zurück auf unsere gestrige e-Mail-Korrespondenz hinsichtlicht Ihrer Rückstoßbremse für meine Blaser K95 in Kal. 7 x 65 R.

  1. Die Blaser K95 - Magnum-Läufe mit 65 cm langem Lauf (z.B. 8x68S) haben einen Mündungsaußendurchmesser von 17 mm. Die gewöhnlichen Läufe 14,80 mm Ø. Quelle: Herr Franz Zapf, Büchsenmachermeister Fa. Blaser, Tel: 07562 70 25 51

  2. Ihre Antwort auf meine kurzen und präzisen Fragen war: „Andere vor Ihnen konnten an der K95 problemlos eine mindestens 12 mm langes M15x1 metrisches Feingewinde anbringen. Warum sollte das bei Ihnen nicht gehen?“

    Ihre Frage kann ich ganz genau beantworten, weil der Lauf vorn nur 14,80 mm Durchmesser hat. Aus diesem Grund habe ich ja den Laufdurchmesser angegeben. Ihre Antwort kann ich nur als schwach bezeichnen. Sie steht im krassen Gegensatz zu Ihren sonst guten Sachargumenten und Ihrer stringenten Logik auf Ihrer Webseite. Was glauben Sie, warum ich den Außendurchmesser der Laufmündung angegeben habe? Herr Zapf meinte, M15x1 auf 14,80 mm würde nicht halten. Sie meinten, weil es „bei anderen vor mir problemlos...“ war, müßte es auch bei mir gehen. Beurteilen Sie selbst Ihre Argumentation.

  3. Auf meine Fragen nach M14x1 Gewinde und ob die Wandstärke des Laufes nach Gewindeschneidung noch ausreichend ist, sind Sie nicht eingegangen. Keiner kauft gern eine Katze im Sack, Sie bestimmt auch nicht.

  4. Falls Sie jetzt überhaupt noch möchten, wäre ich dankbar, wenn Sie meine restlichen Fragen beantworten würden.

  5. Vielleicht wäre es auch möglich, eine Bremse ohne Gewinde zu liefern und der Büchsenmacher schneidet ein M14x1 Gewinde.

  6. Hinsichtlich einer Klebung stellt sich mir die Frage, ob eine „Überlappung“ von 12 mm für das genaue Fluchten ausreichend ist.

Mit freundlichen Grüßen, H. Schmidt, Donnerstag, 6. April 2006 12:06

Wie sieht denn allgemein der Wunsch nach einer Rückstoßbremse für die K95 aus?

Metrische Gewinde, Grundprofil, unsere gute alte deutsche Industrienorm 13 ist inzwischen Weltnorm DIN ISO 68-1:1999-11, sende ich auf Wunsch gern zu.

M15x1 Feingewinde Flankenhöhe

Tag Herr Schmitt,

wenn der Nennradius um 0,1 mm nach unten abweicht, dann trägt das Gewinde statt auf 0,541 mm noch auf 0,441 mm. Da sind zwar 18,5% weniger, aber da die kaum unterstützten und damit nur wenig tragenden äußeren Teil fehlen, sehen ich bei der Auslegung keinen sonderlich bemerkenswerten Nachteil. Wenn Herr Zapf meint, daß würde nicht halten, sollte er dazu vielleicht auch die Anzahl der tragenden Gewindegänge und die Kräfte berücksichtigen. Im Gegensatz zu Herrn Zapf erkenne ich also keine sonderliche Schwierigkeit eine 7 mm Rückstoßbremse mit einem M15x1 Feingewinde auf einem 14,8 mm durchmessenden K95 Lauf anzubringen.

Schauen wir mal in den Gewindetafeln der Uni Kiel nach Feingewinde nach. Der M14x1 Bolzenkerndurchmesser beträgt noch 12,77 mm. Bei 7,24 mm Bohrung verblieben noch 2,765 mm Wandstärke. Das erscheint mir wenig. Nicht, daß der Stahl nicht halten würde, bei M15x1 und 8 mm S = 8,2 mm bleiben auch nur 2,785 mm Wandstärke, aber ich habe lieber ein zehntel mehr tragenden Laufstahl, als daß mich um ein zehntel kaum tragende Gewindeflanke zu sorgen.

Bei einem Laufstahl von 900 N/mm² Zugfestigkeit und ~ 2 KN Kraft langen wenige Quadratmillimeter Stahl die Bremsenvorschubkraft zu halten. Das Gewinde ist also noch nicht mal hoch belastet. Aus dem Grunde bleibe ich bei meinem Vorschlag das M15x1 Feingewinde so zu nehmen wie es ist!

Selbstverständlich können Sie auch eine Sonderanfertigung, ein Einzelstück (mit oder ohne Gewinde nach Wahl und allem gewünschten Schnickschnack) nur für Sie bekommen. Nur kostet die dann das Doppelte. Wenn Sie das wollen, mach ich das gern!

Bei 14,8 mm Ø und 12 mm Länge umfangen wir je Zentimeter Länge 4,64 cm² Flache, bei 1,2 cm Länge also 5,8 cm². Mit Uhu-plus endfest 300 geklebt, trägt die Klebung dann 1,673 Tonnen, deutlich mehr als die etwa 200 kp, die wir benötigen. Im Kalten haben wir also etwa 8-fache Sicherheit und im Heißen entsprechend der Wärme weniger, aber die K95 ja kein gurtgefütterter Automat, der schnell heiß geschossen wird. Kurz und gut: Auch ein Klebung würde langen. Bei der guten Wirkung könnten Sie mit der leichten Waffe eigentlich gleich auf 7 mm Rem Mag aufrüsten.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Anbaukosten

Moin Herr Möller,

die Rückstoßbremse an der Sako TRG-S ist montiert. Bilder alsbald. Die offene Visierung mußte weichen; die Montagelöcher dieser werden im Nachgang geschlossen. Die Erfahrung des Herrn Wellmann, Montagen betreffend weggeflogener Bremse erschrecken. Allerdings war der Preis des Büchsenmachers für die Anbaukosten mit 28 Euro auch lächerlich. Bei der Sako wurde der Lauf ausgebaut, das Gewinde läßt sich so vernünftig schneiden, Bremse drauf, ab zum Beschuß, fertig. Das kostete 200 Euro. Watt mutt datt mutt. Test folgt nächste Woche, dann mehr.

Ich hoffe Schweden war ansprechend, bis später

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Stein, Donnerstag, 10. August 2006 23:08

Tja , irgendwie bekommt man am Ende doch, was man bezahlt! Ich höre so übliche Kosten, je nach Aufwand (Kornsockel, Brünierung) meist so um 100 €. Einen Lauf mal eben mit einen Scheideisen zu verhunzen ist natürlich billiger, als in einer Drehbank mit großem Durchsteckmaß den Lauf richtig gespannt und eingemessen genau zu schneiden. Wenn der Lauf mangels hinreichend großen Durchsteckmaß der Drehbank dann aus dem System erst heraus und dann wieder hinein muß, steigt der Aufwand natürlich und damit die Kosten, die allerdings berechtigt sind. Wieder mal im Leben bewahrheitet sich die Erkenntnis „Der billig kauf, kauft zweimal!” nämlich erst mal den billigen Mist und später, nachdem durch Schaden klug geworden, dann die gute Lösung zum vernünftigen Preis, zusammen leider besonders teuer.

Lutz Möller 10. August 2006,

Neue Düse

Die neue Bremse ventiliert durch verhältnismäßig größere Bohrungen das Rohr mehr, als das Vorgängermodell. Die ebenfalls neuentwickelten Rückstoßbremsendüsen, obzwar einfach zylindrisch Löcher, bieten gegenüber den Langdüsen ebenfalls Vorteile. Der in Schußrichtung nach vorn gewandte Düsenwandteil wird innerhalb der Strömungskante voll angeströmt, während die rückwärtige Wand zunächst nicht angeblasen wird. Sobald Gas auf die Vorderwand trifft, prallt es davon ab und strömt in einem anderen Winkel ab, eher quer bis leicht rückwärts. Genau diese Abprallen verursacht nun gemäß der Impulsänderung je Zeit ein Bremskraft, die nach vorn zieht. Deshalb bremst die Rückstoßbremse besonders kräftig. Die neue Rückstoßbremsendüse läßt je Baulänge mehr Gas abströmen, baut bei gleicher Wirkung also kürzer. Durch leicht größere Bohrungen sinkt die Anzahl der Bohrungen als solche.

In neuen Bremsen sind die neuen Düsen eingebaut. Der eigentliche Gedanke kam, als die alte Haikiemenbremse auf dem Platz den Dreck nicht so aufwirbelte, wie wir das gewohnt waren. Warum? Weil der Gasdurchsatz noch nicht den Möglichkeiten entsprach. Das soll nun besser werden.

Sauer 90 mit veralteter, zu langer Rückstoßbremse

Moin, Moin,

Weatherby Accubrake gleicher Art bleibt ebenfalls hinter den Möglichkeiten der folgenden hexagonal dich gepackten (hdp) Bremse zurück!heute war ich endlich auf dem Schießstand. Da ich an der Wirksamkeit der Rückstoßbremse nie zweifelte, war ich nach dem ersten Schuß erwartungsgemäß nicht so groß verblüfft. Hier folgen einige Eindrücke: Der Rückstoß ist deutlich herabgesetzt, aber noch vernehmbar. Man hat aber gewiß nicht das Gefühl eine große 8x68S zu schießen. Die Waffe prellt kaum noch. Ich kann hier nur widerwillig das Schußverhalten andere Waffen vergleichen, da die Kombinationen von Waffe und Ladung oft zu unterschiedlich sind. Daß eine .22 Hornet mit einem dicken Lauf bei 4,8 kg Waffengewicht angenehmer als manches Weitschußluftgewehr zu schießen ist, ist doch klar! Insgesamt schießt die dünnläufige Sauer 90 mit der neuen 45° Bremse sehr weich, etwas weicher als ein G3, das sich meiner Meinung nach „wie Butter schießt“. Mir scheint, der Knall ist etwas lauter, so als rolle unmittelbar nach dem Schuß eine kleine rückwertsgerichtete Druckwelle an. Könnte das die 45° zur Schußrichtung verlaufenden Strömungskante anzeigen? Dieser Eindruck kann aber auch durch die örtlichen Gegebenheiten entstehen, denn der Stand ist wie ein Tunnel gebaut, reflektiert also Schall.

Nach vier schnellen Schüssen war die Waffe eingeschossen und verdammt heiß. Ich bin mit der Wirkung der Rückstoßbremse wirklich zufrieden. Ich wollte die Festigkeitsreserven der Klebeverbindung nicht beim ersten Einsatz ausreizen. Man fragt sich wieso Waffen nicht werksseitig mit Rückstoßbremsen versehen werden. Mit größerer Spannung fiebere ich aber dem jagdlichen Einsatz und der Wundwirkung des Hirtenberger ABC-Geschosses entgegen.

Mit freundlichen Grüßen, Daniel Winkelsett, Donnerstag, 29. August 2002 00:15

Kornbremse

Sofern ein Korn oben drauf und nicht nach unten geblasen werden soll geht`s nur quer,
wie hier an der erleichterten 8,5x64.
LM 2006: Bremse nach heutigen Erkenntnissen veraltet, weil zu lang

Hexagonal dichte Packung

Der vorläufige Endstand Rückstoßbremsen für große Wirksamkeit bei kleinem Gewicht zu entwickeln stellt die hexagonal dicke Packung (hdP) Bremse dar. Sie verlängert die Waffe um 85 mm und wiegt 171 Gramm. Damit ist Sie für Jagdwaffen tragbar. Bei reinen Jagdwaffen können Bremsen ohne Gewindeanschluß leicht geändert auch geklebt werden. Die Jagdwaffen bleiben unverändert, brauchen nicht beschossen zu werden. Die Wirkung ist traumhaft!

Voere in 8x68S mit langer hdp-Bremse. Aus heutiger 2005er Sicht ist die Bremse zu lang.

Obige Geklebte hdp-Bremse für 8x68S mit eingelassenem Kornsockel ist nach neueren Erkenntnissen viel länger als nötig.

Links 9,3 mm Seitenbläser | Mitte G3 Feuerdämpfer) | Rechts 8 mm hdp-Schraubbremse


7,6 mm oder 8 mm S Rückstoßbremse hilft gegen Mucken. Ausführung 2005 mit Schraubanschluß für 7,62 oder 8 mm S, M15 x 1 Feingewinde auf 12 mm Länge. Für das selbe Gewinde gibt es auch Mündungsfeuerdämpfer Dunkle Kraft und Schalldämpfer. Masse 51 g, Länge über Lauf 39 mm, Rückstoßbremsung je nach Ladung und Vergleich 41 - 48%, siehe Messungen

Sehr geehrter Herr Möller,

auch ich lese immer wieder gern Ihre Internetseite. Könnten Sie mir bitte mitteilen wer für eine Sako75 Stainless, Kal. 300" Win. Mag. eine geeignete Rückstoßbremse herstellen kann? Man muß die Waffe doch etwas verkrampft am Vorderschaft anfassen, damit sie beim Schuß nicht hochschlägt. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Z., Donnerstag, 18. März 2004 17:37

Sehr geehrter Herr Möller,

ich habe mir inzwischen eine Rückstoßbremse für meine Sako 75 bauen und montieren lassen. Außerdem hat der Fertiger die Waffe anschließend mit NORMA .300" Win. Mag., 13 Gramm, eingeschossen. Er hatte vorab ein Rückstoßverhalten der Waffe nach Bremsenmontage ähnlich einer .243"er versprochen.

Ich darf Ihnen mitteilen, daß ich restlos begeistert bin und das Gefühl habe mit einem Luftgewehr zu schießen. Darüber hinaus gelingt es nun mit der Sako nahezu Loch in Loch zu schießen. Auf diesem Wege bedanke ich mich recht herzlich sowohl bei Ihnen wie auch nochmals bei dem Fertiger.

Klaus Z., Samstag, 5. Juni 2004 18:39

Hallo Herr Möller,

das kleine Wunderwerk ist da. Super gearbeitet. Ein Loch wie das Andere. Kein Grad, nichts Spitze.

Vielen Dank OFW a. D. Thomas Spanner , Mittwoch, 30. November 2005

Madenschraube

Sehr geehrter Herr Moeller,

meine Frau sagte mir heute, daß die Geschosse und die Bremse schon bei mir zu hause angekommen sind. Das ist ja perfekter fast track Service. Leider kann ich die Ware noch nicht in Augenschein nehmen, da ich noch in den US bin. Ich werde dafür sorge tragen, daß die Bezahlung ebenfalls schnell an die angegebene Adresse erfolgt. Einen Büchsenmacher in Xanten ist bereit mir die Bremse anzubauen, so daß ein Transport entfallen kann. Sie hatten sich noch nicht geäußert ob ein neuer Beschuß nach dem Anbringen des Gewindes für die Bremse auf dem Lauf erforderlich ist.

Eine technische Bemerkung noch zu der geschraubten hdp Bremse (ohne diese bisher in der Realität gesehen zu haben): Ich kann mir gut eine Madenschraube zur Sicherung gegen losdrehen vorstellen. Natürlich kann man immer wieder mal mit der Hand anfassen und prüfen, ob alles noch fest sitzt, aber getreu der Prinzipien für die alte deutsche Militaerwaffentechnik - was mit einer Madenschraube gesichert ist kann nicht abfallen- wäre m. E. mit geringen Aufwand die Rückstoßbremse mit einer Madenschraube zu perfektionieren.

Nochmals vielen Dank für die schnelle Reaktion.

Waidmannsheil, Bernd Zschech, Sonntag, 22. Januar 2006 02:15

Lieber Herr Zschech,

wenn ihr Xantener BüMa die Arbeit ebenso schnell und gut erledigt wie der Versender, würde ich gern seine Anschrift hier mit aufnehmen. Sagen Sie also bitte Bescheid, wie die Arbeiten erledigt wurden. Wenn auf dem Lauf schon vorher ein Gewinde war, muß die Waffe nicht beschossen werden. Beschossen werden müssen nur höchstbelastete Teile, die geändert werden. Die Laufmündung ist nicht höchstbelastet. Also muß nicht beschossen werden. Bei Arbeiten am Patronenlager oder in dessen Nähe, also in der Nähe des Höchstgasdruckes, hingegen, müßte der Lauf beschossen werden. In den Vereinigten Staaten von Amerika wir überhaupt nicht beschossen, außerdem gilt dort SAAMI, nicht CIP.

Ein M15x1-Feingewinde hemmt selbst. Wenn Sie die Befestigung sichern wollen, kleben Sie die mit Loctite / Henkel fest. Ein Madenschraube wiederum sichert auch nur mit Hemmung. Wie sichern Sie also die Madenschraube? Die Katze beißt sich in den Schwanz! Eine lose Bremse, die mit einer Madenschraube gegen herausfallen gesichert ist klappert. In folge trifft das Gewehr nicht mehr genau, täuscht aber den Eindruck vor inOrdung zu sein. Das lehne ich ab. Bislang sind mir nur zwei Bremsen bekannt, die je über den Platz geflogen wären. Eine von Mike Cherry's BMF (2002) dessen Befestigung ich nicht kenne,aber seine Bremse beute er nach meinem EinFluß und eine geklebte (ohne Gewinde) an einer Brünner .375" H&H, die auf dem Stand immerhin 70 m weit flog. Der BüMa, der die Bremse geklebt hatte, sah das ganz locker und meinte wohl beim Entfetten einen Fehler gemacht zu haben. Bremsen zu kleben ist ein sicher Verbindung. Aber man muß es richtig machen. Die Teilen erfordern ein Spalt zu wenigen 1/100 mm und müssen vollkommen fettfrei sein, also mit Aceton, Trichloräthylen oder „Bremsenreiniger“ (z.B. von Textar, o. a.) gewischt oder gespült worden sein. Ein Fingerabdruck genügt dei Klebung am Abdruck zu verhindern! Daher bevorzuge ich jetzt auch die hdp-Schraubbremsen, weil die den Fettfehler nicht zulassen. Gewinde hemmen selbst

Lutz Möller 22.Januar 2006,

Tag Herr Möller,

ich bin in Sachen Bockjagd leider leer ausgegangen, die Bremse auf der .30"-06 ist trotzdem gut! :-)

Gruß, Peter Hinsberg, Dienstag, 20. Juni 2006 18:54

Blaser BBF 95

Moin, moin Lutz,

die Blaser 95 ist nun mit Rückstoßbremse zurück.

BBF 95 mit Bremse

Blaser BBF95 in .30"R Blaser mit Rückstoßbremse gegen den nächtlichen Feuerschein

Ich war auch gleich gestern auf dem Schießstand, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit hatte und setze 3 Schuß auf die Pappe, siehe Bilder:

BBF 95 auf dem Schießstand

Die erste Scheibe der BBF95 in .30" R Blaser mit Rückstoßbremse

Der oben rechts liegende war der Ölschuß. Vielleicht bin ich in der Eile auch nicht ganz ruhig abgekommen. Mit dieser Waffe hatte ich aber schon 18 mm erreicht, und zwar nicht nur einmal! Na ja, diese 3 Schüsse sagen noch nicht viel. Wenn wieder mehr Zeit ist, schauen wir weiter. Die Bremse ist also geklebt und deswegen länger. Mir scheint, als wäre der Innendurchmesser größer als bei der originalen hdp-Bremse. Muß ich mal messen. Insgesamt wird kein Schönheitspreis zu gewinnen sein, aber Rückstoß ist deutlich gemindert; der .30" R Blaser schießt, wird wissen, was gemeint ist. Meinen Hauptgrund für die Bremse, nämlich das Mündungsfeuer zu dämpfen, konnte ich bei der gestrigen Schönn Sonne natürlich nicht beurteilen. Schauen wir mal.

Danke für Deinen Rat mit den Hülsenhalter abzuschleifen. Ich werde mir noch einen besorgen, den dann schleifen und einen neuen Versuch unternehmen. Waren gestern am Abend noch kurz zur Gänsejagd: 5 Gänse und zwei Enten war die Strecke. Wir waren zufrieden.

Beste Genthiner Grüße - Torsten, Freitag, 3. November 2006 12:08

Grüße aus Norwegen

Hallo Herr Möller,

gestern bekam ich meine 8x68S-Waffe mit der angebauten 8 mm hdp Bremse und versuchte auch gleich ein paar Schüsse. Rückstoß wie bei einer .222" Rem. - beeindruckend. Der Mündungsknall ist natürlich lauter, was mich nicht weiter stört, da ich stets Gehöhrschutz benutze. An der Genauigkeit der Lutz Möller KJG muß ich noch etwas arbeiten, 4 cm Streukreis auf 100 m (4,63 g 203B, CCI250, RWS Hülse, 87,0 mm Patronenlänge). Ich werde am Wochenende auf 200 m eine Ladungsleiter schießen, bin schon gespannt. Gab auch ein paar Norweger die sich für die Lutz Möller KJG interessierten, hoffe ich kann sie auf der Schießbahn und auf Jagd überzeugen.

Waidmannsheil nach Deutschland, R. Glöckner, Mittwoch, 6. Dezember 2006 19:38

Moin Herr Glöckner,

vielleicht wechseln Sie auf ein stärkeres Zündhütchen. Im Winter brennt Pulver schlechter als im Sommer an. 4 cm sind viel zu schlecht! Aber vielleicht klappt das in Ruhe später besser. Um gut zu treffen braucht der Schütze Seelenfriedend. Ohne hämmernden Rückstoß ist entspannt abzuziehen jedenfalls bedeutend einfacher.

Waidmannsheil nach Norwegen, Lutz Möller

hdp dämpft Feuerschein

Moin moin Lutz,

Gestern waren wir kurz bei Mondschein im Revier und ich kam auf einen Fuchsrüden zu Schuß. Leider hatte der Räude. Das KJG der .30"R traf ihn auf rund 120 m (der Laser hatte auf dem konturlosen Grün-Acker Meßschwierigkeiten, deshalb nahen Busch angepeilt) mittig und weidete ihn völlig aus. Daß ist aber nicht der Grund für diesen kurzen Bericht, sondern die hdp-Bremse! Kein Orange-Feuerball mit Blendung - Die Nacht blieb dunkel und ich konnte ohne große Richtungskorrekturen sofort das Zielgebiet durchs ZF in Augenschein nehmen. So funktioniert das gut. Es war der erste Schuß im Dunkeln mit der 7,6 mm hdp Bremse. Allerdings sollte man Stöpsel im Ohr haben ;-) , es ist schon lauter. Ansonsten gibt's kaum Wild im Revier, auch die Reviernachbarn klagen. Wir hatten in diesem Jahr keine (!) Wildschäden trotz intensivsten Getreide- und Maisanbau, nur im April mal ein bißchen von Zimmergröße in den Kartoffeln. Der letzte Winter hat die Bestände wohl arg mitgenommen. Die übrigen Sauen scheinen jetzt in den Eicheln und Eckern zu baden, die es ja reichlichst gibt und ignorieren u. a. die Kirrungen.

Beste Genthiner Grüße - Torsten, Mittwoch, 6. Dezember 2006 20:26

Unsinn

Herr Möller,

ich habe einen Bekannten mit dem ich immer zu streiten muß, denn er behauptet das Rückstoßbremsen die Leistung einer Waffe bremsen. Wo kann ich Unterlagen auf Ihrer Seite, die das widerlegen, finden.

Wir waren heute mit der 6,5x57R mit dem 6,5 mm KJG S Geschoß auf dem Schießstand um verschiedene ">6,5x57 R KJG Ladungen zu prüfen. Die mit 3,22 g Norma 204 Ladung bei einer Patronenlänge von 75 mm war am besten, Streuung 2 cm super!

Lg, Ralf Rauchberger, Samstag, 10. März 2007 18:46

Tag Herr Rauchberger,

ich beschäftige mich doch nicht mit Unsinn! Der Rückstoß wird gebremst, nicht das Geschoß! Der Mann soll mich anrufen. Dann erklär ich ihm's.

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Achtung, Krach!

Hallo Lutz,

ich schreibe erst heute, da ich auf eine natürliche Regeneration meines rechten Ohres gehofft hatte. Leider ist daraus nichts geworden. Letzten Samstag am 19. Januar 2008 hatte ich zum ersten (und absolut einzigen Male!) meinen elektronischen Gehörschutz vergessen und stand mit meiner 8,5x63 draußen auf der Drückjagd. Auf der Waffe befindet sich seit Herbst 2007 eine hdp-Bremse. Es kam wie es kommen mußte, kurz vor Ende der Jagd wechselte mich ein Fuchs an, den ich dann auch noch mit zwei Schuß erlegen konnte. Seitdem habe ich ein metallisches Pfeiffen auf dem rechten Ohr. Ich schreibe Dir dies, damit du es nochmals als Warnung kund tust, nicht um Dir irgend etwas anzukreiden. Ich wußte auf was ich mich einlies und habe nun den Salat.

Leute versucht es bloß nicht ohne Gehörschutz, weder zu Versuchszwecken noch aus anderen Gründen, mit Bremse zu schießen. Kein Schuß mit Bremse ohne Gehörschutz, nicht auf dem Schießstand und auch nicht auf der Jagd.

Lutz, ich benötige dann auch 100 Stk. 7 mm KJG (7x65R) für die Afrikareise. Mich wird auch noch ein Freund begleiten und somit werden die „Forschungsergebnisse“ sicherlich auch noch vielfältiger werden. Er wird bis dahin auch noch auf Lutz Möller Geschosse umsteigen, allerdings in der.30-06.

Gruß, Stephan, Freitag, 25. Januar 2008 23:25

Moin Stephan,

ich werde in der zweiten Maihälfte mit meiner 9,3x64 KJG Munition in Afrika einen Kaffernbüffel jagen und hoffentlich auch strecken. Cornel wird dabei ganz frisch seine vertraute .30-06 KJG Munition auf einen anderen Büffel einsetzen, damit das Gemeckere wegen geringer Masse Masse endlich mal aufhört.

Gruß Lutz,

Hochschlag

Guten Morgen Herr Möller,

die Rückstoßbremse ist angekommen, vielen Dank! An eine Rückstoßbremse stelle ich ein paar Anforderungen: neben deutlicher Rückstoßminderung sollte auch das Hochprellen der Waffe weitestgehend gemindert werden. Da die hdp-Bremse keine geschlossene Bodenfläche besitzt, sondern vielmehr rundherum gleichmäßige Gasbohrungen, habe ich diesbezüglich Bedenken. Die Gase werden gleichmäßig über alle Bohrungen abgeleitet, so daß der Hochschlag der Waffe nur über die allgemeine Rückstoßverminderung zurückzuführen wäre. Bitte klären Sie mich diesbezüglich auf!

LM: Sofern bei Waffen deren Schwerpunkt nicht in der Laufseele, sondern außerhalb, meist unterhalb liegt, erzeugt jeder Stoß in Richtung Selenachse ein Drehmoment, daß die Waffe dreht. Ein gute Waffe also ein in ihre Massenverteilung diesbezüglich ausgewogen, wie z. B. das Gewehr-06. Eine gute Rückstoßbremse mindert den Rückstoß. Dieser Minderung hilft auch bei nicht ausgewognen Waffen mit Schwerpunkt außerhalb der Laufseele die ungewünschte Drehung zu mindern.

Asymmetrische Bremse mit Bodenplatte (Sako, Schlitzbremse)

LM: Siehe Einige Bremsen. Nicht rundum gleiche Bremsen mit Bodenplatte verursachen beim Schuß ungleich Strömungsverhältnisse an oder fern der Bodenplatte. Die Unausgewogenheit stoßt das Geschoß an, daß es pendelt. Solche Bauart ist für besten Geschoßflug daher abzulehnen.

Bezüglich der Lutz Möller KJG-Munition hab ich mit Herrn Walter, ein netter Zeitgenosse, Verbindung aufgenommen.

Ob die 254 mm Dralllänge in meinen 66 cm Lauf günstig oder schlecht für die leichten Flitzer sind, kann ich nicht beurteilen.

LM: Die .300" WM KJG Ladung ist darauf abgestimmt, siehe Kupferfliege mit .300" WM Tikka T3!

Mit 11,7 g Geschossen (V0 900 m/s) schießt mein Lauf besser als mit gleichen Geschossen in 9,7 g (V0 1.000 m/s).

LM: Dann sind es aber nicht die gleichen Geschosse, sondern andere.

Viele Grüße aus Bayern, Wolfgang Schierl, Donnerstag, 12. Februar 2009 08:48 

 ♠ Siehe auch Knalldämpfer

7,6 mm hpd | 8 mm hdp | Schiefe Gewinde | Bremsenanbau | ♠ Einige Rückstoßbremsen Mündungswolke