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Kaliber

Innendurchmesser von Rohren oder Ringen

werden unter anderem mit eimem sogenannten „Kaliber“ gemessen, das Wort stammt ursprünglich aus dem arabischen vom „Leisten“. Davon „hat“ das Rohr noch kein Kaliber, sondern nach wie vor eine Innen- und Außendurchmesser und eine Länge, auch eine Masse. Wird bei Feuerwaffen von einem „Kaliber“ gesprochen, meint das bei gezogen Rohren von Jagdbüchsen den Felddurchmesser des Rohres (sagen Soldaten), oder Laufes (sagen Jäger), also dessen Bohrung. Die Züge sind größer.

Gleichwohl hat sich im Jagd und Schützenwesen der Begriff Kaliber statt Durchmesser [ Ø Zeichen für Druchmesser ] eingebürgert. Die Bezeichnungen sind meist Namen, nur selten genau Maßzahlen in Millimeter. Unser  „8 mm S - Kaliber“ zeigt z. B. 7,92 mm Feldbohrung. Die .30-06 zeigt 7,62 mm Bohrung, entspricht 0,30 Zoll, daher die Bezeichnung.  Die 9,3x62 Patrone verlangt nach 9,0 mm Bohrung (Die Züge sind 9,28 mm groß). Sie müßt also eigentlich 9x62 heißen.

Repetierbüchsen oder alle anderen Waffen mit gezogenen Läufen für „Munition“ verschießen nun abe nie „Kaliber“ sondern immer Patronen (Teilmenge der Munition) und die wiederum Geschosse.

Falls also ganz ausländisch, mithin undeutlich und verwaschen von „Universalkalibern“ gesprochen wird, dürften damit, wenn überhaupt, nur Durchmesser der Läufe, bzw. die dazu passenden Geschosse, nie aber Patronen bezeichnet werden.

Patronen als „Kaliber“ zu bezeichen ist Unsinn. Laßt das!

Lutz Möller, Sonntag, den 7. August 2011

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