Schußentfernungen

Wenn ich das so lese, scheint mir „Die beste Patrone“ immer noch zu groß!

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Inhalt Drückjagdschußentfernungen | Durch MJG besserer Jäger | 326 m MJG | Geschosse für Waldjäger | 9,3x74R 200 m und weiter | Waidgerechte Schußentfernungen | Waidgerechte Schußentfernungen II | 200 - 250 m weit schießen | 150 - 200 m weit schießen | LM zur 7 mm Rem Mag | Gemsen von 180 bis 300 m | zu kurz → zu weit | zu kurz → zu weit 2 | Die Null bring nichts | .270 Win. bis über 300 Meter | Schußentfernung auf Fuchs | Weitschuß auf Fuchs | Unverantwortlich | Unverantwortlich | Weite Schußentfernung | Jungjäger mit 308

Drückjagdschußentfernungen

FLüchtiges<a href= Reh vor dem Adler">

Flüchtiges Reh vor dem Adler

betragen üblicher Weise unter hundert Meter (100 m). Bei Jagden auf bewegtes Wild ist unabdingbar der Vorhaltewinkel zu berücksichtigen.

Durch MJG besserer Jäger

Guten Tag Herr Möller

Ich glaube, die Schmäh des WuH Forums wird Sie bestimmt etwas traurig stimmen werden. Deshalb möchte ich Ihnen mal etwas Aufmunterndes mailen. Ich ließ mir vor langer Zeit meine ersten Lutz Möller KJG von Walter Plöger laden. Durch das phantastische Verhalten der Munition in Punkto Schießbarkeit meiner 9,3x64 bin ich zu einem besseren Jäger geworden.

LM: Tja, weniger Rückstoß hilft besser zu treffen, ganz gleich ob mit oder ohne Bremse. Auch deshalb gestalte ich mein Geschosse mit der geringst vernünftigen trägen Masse. Je weniger Masse die Geschosse haben, desto schneller, flacher, weiter und sanfter schießen die Waffen dann. Bei mir ist das End der Vernunft, meine Anforderung nach mindestens ½ m Fleischleistung, die jedes meiner Geschosse bringt. Mehr muß nicht sein. Aufpilzendes Blei kann die Leistung auch oft nicht mal mit der doppelten oder dreifachen Masse nicht mal bringen.

Dies ist besonders durch das Erlegen eines wunderschönn Bockes auf 238 Meter kurz vor Ende der Jagdzeit bewiesen. An jenem Tag habe ich nämlich statt der üblichen .308" W. meine 9,3 mitgenommen, da ich sonst die große Weite nicht überwunden hätte. Leider mußte ich die Blätter entsorgen, aber Rücken und Keulen haben sehr gut geschmeckt. Was würde mir wohl im Forum drohen wenn ich zugeben würde solches mit meiner R93 getan habe.

Zu weit - Falsche Waffe - Schlecht geschossen -und dann auch noch Akademiker!

Kurz und gut man kann dem WuH Forum am besten mit der guten alten „Mainz bleibt Mainz“ Sendung vergleichen. Man muß sich einfach nur ein bißchen daran erfreuen! Ob das alles wirklich solche Jagdprofis sind, mag ich nicht wirklich glauben. Hinter einem Nickname zu polemisieren und gleichzeitig noch mal eben 500 Stück Schalenwild zu erlegen (Stellen sie sich mal die Zeit vor, die man braucht um eine solche Menge zu versorgen) ist doch absolut unglaubwürdig.

Hoffentlich finden Sie Spaß daran weiter zu machen

Jörg Steinbach, Sonntag, 29. August 2010 05:43

326 m MJG

Hallo Lutz !

Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

LM: All meinen Freunden wünsche ich ein gutes, neues Jahr 2011. Ohne euch wäre ich nichts. Erkennt und fördert das Gute, bekämpft das Schlechte!

Anbei ein Bild von einem 326-m-Schießen.

Ich glaube das genügt für jagdliche Zwecke.

LM: Was sehen wir da? Warum keine Zielscheibe.pdf?

Weidmanns Heil aus Österreich Bernhard B., Freitag, 31. Dezember 2010 19:33

Geschosse für Waldjäger

Hallo Lutz,

ich verwende Deine Geschosse in einem Hochwildkaliber. Bei der Jagd an der Kirrung, also 20 m und etwas mehr, fiel mir auf, daß die Rehlein einfach überwiegend hochflüchtig abgehen (bei gutem Kammerschuß).

LM: Wundert Dich das?

Schlecht, wenn man noch ein zweites schießen will. Es ist ja bekannt, daß bei diesen Entfernungen das MJG nicht richtig öffnet.

LM: So? Ist es das? Wer erzählt den sowas? Da erzählst Du mir hier ungerührt volkommenen Blödsinn und merkst es noch nicht mal. Der Staudruck im Ziel sprengt die Hohlspitze in Splitter. Der Staudruck wächst dem Quadrat der Jagdgeschoßgeschwindigkeit. Im Fluge bremst der Luftwiderstand das Geschoß. Auf kurze Entfernungen ist das Geschoß als schneller als auf weite. Meine Jagdgeschosse sind so gebaut, daß die aus den üblichen Patronen bis 300 m bestimmunggemäß splittern. 

Frage: Wie wäre es denn wenn du ein JG bautest, das für uns Waldjäger optimal wäre.

LM: Das schießt Du ja schon.

Schließlich schießen wir in der Regel nur zwischen 15 und 80 m. Genau da soll das Wild auch im Feuer liegen.

LM: Lies Wundwirkung und zwar ganz und gründlich. Der Grund, daß Rehe, die Du auf 20 und etwas mehr Meter in die Kammer schießt flüchten, liegt ander Tatsache, daß die Dich in der Nähe beimSchuß bemerken und deshlb vor Dir weglaufen. Das hat doch gar nichts mit dem Geschoß zu tun und schon gar nicht mit Deiner verkehrten Behauptung. Wenn Du nur 15 - 80 m schießt, also nah, dann schieße doch auf den Kopf oder Träger. Dann fallen die Rehe am Anschuß und bleiben dort liegen.

Mit freundlichen Grüßen, Bernhard Russ, Montag, 28. Februar 2011 14:35

9,3x74R 200 m und weiter

Sehr geehrter Herr Möller,

wir haben zum 1. April 2011 für 9 Jahre ein Jagdrevier gepachtet, das zu ⅓ aus Feld und zu ⅔ aus Wald besteht. Im Feldbereich, derr vom Wald umgeben ist, wollen wir,  um Wildschaden zu vermeiden, Schwarzwild kurz halten.

Im Gegensatz zu unserem vorherigen Waldrevier, in dem auf den Schneisen und Wildackern Schüsse meist zwischen 75 und 100m Entfernung abgegeben wurden, müssen wir nun auch bis 200 m und 250 m auf die Schwarzkittel anlegen  und wollen auch treffen sowie möglichst ohne große Widpretzerstörung aber auch mit einem Ausschuß Beute machen.

Ich führe einen Doppelbüchsdrilling von Krieghoff mit 2 x 9,3x74R und 20/76er Schrot, 55 cm kurze Läufe und einen Bergstutzen von Blaser mit 9,3x74R und 5,6x52R. Einen passenden Wechsellauf für den Bergstutzen 750/88 mit z, B. .30" R Blaser habe ich nicht finden können.

Wenn ich die Berichte auf Ihrem Netzplatz sehe, müssten diese Entfernungen mit einem MJG Geschoß für die 9,3*74R von Ihnen möglich sein. Welche Patronen würden Sie empfehlen? Wie und wo kann ich diese bestellen?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Freundliche Grüße, Markus Peter Herten, Dienstag, 7. Juni 2011 18:18

Tag Herr Herten,

für Ihren Umzug vom Wald ins Feld empfehle ich für Ihre o.a. Waffen diese Patrone mit den folgenden Werten

206 m GEE, 240 m ± 5 cm Reichweite

Flugbahn

0 50 100 150 200 250 300
963 914 867 821 774 724 676
-4,5 +1,6 +4,7 +4,5 +0,7 -7,0 -19,7

Leistungen in 100 m

taugt auf Hochwild | 61 cm Fleisch oder 14 cm Knochen | 827 Joule Splitterwucht

aus dem Laden!

Waidmanns heil, Lutz Möller
 

Waidgerechte Schußentfernungen

Betreff: Verantwortungsvoll zu jagen

verantwortungsvoll zu jagen

Lieber Lutz,

um die lästige Erörterung um waidgerechte Schußentfernungen noch ein wenig zu befeuern, möchte ich auch ein paar Anmerkungen dazu machen.

440 m auf Hirsch sind sehr weit! Das kann sicher nicht jeder. Die meisten Nachsuchenführer wohl nicht. Die Aussage ist keinesfalls böswillig gegenüber jenen für die Jagd wichtigen Menschen gegenüber gemeint, sondern liegt an der Tatsache, die wenigsten Jäger können in beiden Bereichen volkommen sein können, nämlich im Präzisionsschießen und im Nachsuchen. Falls es diese Überflieger tatsächlich gäbe, umso besser. Aber Profi muß man schon sein, sonst wird das nichts. Von den Nachsuchenführern, die ich kenne (5 an der Zahl), geht nur einer regelmäßig Schießen und hat zumindest Interesse am weiten Schießen. Der verteufelt das aber auch nicht.

Mit einer Büchse aus dem Frankonia Katalog und Munition vom Patronenhöker um die Ecke (am besten Geco, die hat nämlich das beste Preis-Leistungsverhältnis (sagt der Patronenhöker)), wird die Sache schnell unlösbar.

Hin und wieder bin ich auf Schießplätzen aller Art von 100-300 m zugegen. Da sieht man dann das facettenreiche Können des teutschen Waidgesellen. Der eine trifft mit den grünspanbehafteten Patronen aus der Schachtel mit dem DM Preisschild (Reichsmark habe ich dann doch nicht mehr ausmachen können) den Scheibenträger und ist zufrieden. Der andere mißt das Loch in der Pappe mit der mitgebrachten Schieblehre und freut sich über Werte von 10 mm bei 5 Schuß / 100 m. Auf den 300 m Plätzen ist schon reichlich weniger los. Dort sieht man eigentlich keine Büchsen aus dem Regal mehr und kaum Fabrikmunition. Die ambitionierten Jäger mit den zumindest ansatzweise jagdlichen Waffen und ebensolcher Munition schießen dann auf 300 m ziemlich sicher 50 mm Gruppen von einemAnschußtisch ohne Seitenwind in der Horizontalen. Im Liegen vom Zweibein wird die Suppe schon dünner, da werden die Gruppen eher 75 mm groß. Sicher gibt es Leute die jetzt aufbrausend sagen: „Das kann ich mit meinem Jagdgewehr und meiner Jagdmunition regelmäßig besser!“, aber haben die das wirklich schon gemacht und haben sie das auch immer regelmäßig geleistet?

Wie dem auch sei, auf 440 m wird die Gruppenstreuung dann von 75 mm schnell auf 10-12 cm wachsen. Rechnet man da noch Wind und Höhenunterschiede mit dazu, werden das dann auch 15 cm. Die Kammer eines Hirschen ist dafür groß genug. Mit der entsprechenden Entfernungsmessung bei Windstille ist so ein Schuß also möglich und dann auch mit geringeren Wagnissen behaftet wie der Schuß von den sicherlich viel zahlreicheren Typen mit dem Drilling und dem Grünspan. Der Grünspan-Drilling schießt regelmäßig auf 60 m daneben, oder schlimmer noch, er trifft falsch. Der 440 m-Künstler schießt sehr selten auf 440 m auf Wild und trifft dann zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit (wer könnte mehr von sich behaupten), aber regelmäßig auf 100 m auf Wild und trifft dann immer.

Wer von beiden wird am Ende wohl den Nachsuchenführer mehr beschäftigen?

Liebe Grüße, Jan G., Gesendet: Sonntag, 21. August 2011 11:20

Waidgerechte Schußentfernungen II

Hallo Herr Möller,

die Zeit der Organisation und Planung der großen DJ steht an (meine Frau ist Revierleiterin in Brandenburg ) die sogenannten Erntetage stehen an, die Überlegungen welche Stände bei welchen Witterungsbedingungen genommen werden und welche Schützen eingeladen werden, leider ist es oft so daß die Qualität das Können der Schützen oft völlig inakzeptabel ist. Deshalb nutze ich die Gelegenheit Ihnen Ihrem Tun und Ihrer Seite zu gratulieren hoffentlich verbreiten sich Ihre  Möller Geschoße immer mehr, da sie uns befähigen besser zu schießen zu treffen und zu jagen,... wer's verstanden hat.

Ich lese Ihre Seite seit Jahren und nutze Ihre MJG`s auch wenns in BB bis vor kurzem noch verboten war  - und bald auch MJG Geschosse in den brandenburgischen Wäldern mit Erfolg.

Ich stimme Herrn Widmann gänzlich zu, daß es schon einen großen Unterschied macht, ob man regelmäßig übt die Leistung seiner Waffen und Ladungen kennt und dann auf weite Distanz schießt oder als „traditioneller Sonntagsjäger“ der nicht mal die genau Bezeichnung seines Kalibers geschweige denn des Geschoßes kennt, in unseren deutschen Wäldern umherpirscht und sich dann über Distanzschüsse erregt, da er die Zusammenhänge nicht versteht, oder auf den herbstlichen DJ großes Unheil anrichtet.

Ich fordere schon lange bei den DJ nicht nur die Vorlage des gültigen Jagdscheins sondern auch den Nachweis für den Besuch im Schießkino zum schießen auf bewegtes Wild.

LM: Skandinavien hat das längst!

Aber die Mühlen im Preußenwald mahlen langsam, manchmal glaubt man, wenn Strecke und Schußzahl verglichen werden, daß viele Dank Adrenalin glauben nur auf schwarzes oder rotes bewegtes Papier lochen. Das macht einfach Spaß. 5 x in eine Rotte oder Rudel zu feuern, erfragt man dann die Anschüsse kommt das große Erwachen und Rätselraten. Meine Erfahrung ist, bei den kurzen Distanzen treffen fast alle Geschoße irgendwo in den Wildkörper. Daß dahinter lebende und leidende Kreaturen mit Gefühlen stehen, vergessen die meisten Jagdgäste, Nachsuchenführer könnten davon jahrelang erzählen.

Ihre Geschoße sind schnell, präzise und mit einer hervorragenden Zielwirkung und zeitgemäß , was viel Beiträge hier beweisen. Ich leiste bei uns schon Überzeugungsarbeit auch in der Forstpartie.

Mit freundliche Grüßen und WaidmannsHeil, Thomas Glötzl, Gesendet: 21.08.2011 12:31:33

200 - 250 m weit schießen

Sehr geehrter Herr Möller,

ein begeisterter Jagdfreund hat mich überzeugt, was Sie nicht wundern wird. Ich habe nun die Wahl, meine .30-06 oder meine .308 auf Ihr Geschoß umzustellen. Ich bin Wiederlader, habe aber weder die Matritzen für die eine noch für die andere Munition, würde mir dann aber die entsprechende Ausrüstung zulegen. Welches ist für eine norddeutsche Wald- und Feldjagd, bei der die Schußentfernungen selten über 200, wohl nie über 250 Meter liegen, geeigneter ?

Herzliche Grüße und im Voraus vielen Dank, Sie hören dann von mir.

Ihr André Benthien, Samstag, 29. Oktober 2011 10:20

Tag Herr Bentiehn,

die Daten sprechen für sich

bis 200 m .308" Win. Patrone , 60 cm Lauf, GEE 206 m, ± 5 cm Reichweite 239 m

bis 250 m .30"-06 Patrone, 60 cm Lauf, GEE 214 m, ± 5 cm Reichweite 248 m

wenn es denn unbedingt die .3" Amerikaner sein müssen.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

150 - 200 m weit schießen

Moin Herr Möller,

das war leider nichts, der 6,5x68 Lauf ist ziemlich ausgeschossen.

LM: Die Lauflebensdauer betragt bei der 6,5x68 nur 3 - 500 Schüsse, nicht mehr!

Aber ich hätte neue Fragen, falls Sie möchten. Was halten Sie vom Mannlicher Modell M?

LM: Keine Ahnung.

Ich liebäugele gerade mit einem in 9,3x62, Lauflänge 58 cm (Linkssystem). Ist der Lauf lang genug für präzise Schüsse auf 150-200 Meter?

LM: Ja, aber dafür langt eine 7x57, .308 oder .308

Auch in Hinblick auf das Rückschlagverhalten bin ich mir nicht so sicher. Eigentlich fühle ich mich bei der 7x64 und 7x65r ganz gut zu Hause.

LM: Bei einem nur 58 cm langen Lauf und wenn Rückstoß Sie stört, nehmen Sie besser besser 7x57 Munition, „Die beste Patrone“!

Für beide Fragen dürfte Ihre Antwort vermutlich zumindest einen Hinweis auf Ihre Munition beinhalten. Habe ich Recht? Überzeugt!

Könnte ich gegebenenfalls eine 20er Packung MJG oder LM von Ihnen bzw. Ihrem Unternehmen erwerben?

LM: Nein, Begründung siehe Mengen

Beste Grüße BSW, Samstag, 29. Oktober 2011 15:51

P.S. Falls Sie unsere Emailkommunikation auf Ihren Webseiten veröffentlichen möchten, ersetzen Sie bitte meinen Namen durch das Kürzel BSW., Danke.

Hallo Herr Möller!

Zurück aus den weihnachtlichen Jagdferien möchte ich kurz meine Erfahrungen zum MJG zusammenfassen. Zum Einsatz kam wie immer meine Sauer 202 TD in 8x68S mit meiner MJG Eigenlaborierung (V4 = 1.086m/s). Ich konnte damit insgesamt 12 Stück Schalenwild strecken. Im Wesentlichen werden die Berichte anderer MJG-Nutzer
bestätigt, gute Wirkung verbunden mit geringem bis keinem Wildbretverlust.

1) Bache (Frischlinge wurden vorher erlegt!, 78kg), Schußentfernung 35 m, Tellerschuß, 0 m Fluchtstrecke
2) Rotschmaltier (72kg), Schußentfernung 75 m, hoher Lungenschuß,  30 m Fluchtstrecke
3) Bockkitz (12kg), Schußentfernung 20 m, hoher Lungenschuß,  5 m Fluchtstrecke
4) Ricke (17kg), Schußentfernung 150 m, hoher Lungenschuß,  2 m Fluchtstrecke
5) Schmalreh (15kg), Schußentfernung 50 m, hoher Lungenschuß,  50 m Fluchtstrecke
6) Frischling (24kg), Schußentfernung 70 m, hoher Lungenschuß mit leichter Verletzung der WS, 0m Fluchtstrecke
7) Ricke (17kg), Schußentfernung 165 m, hoher Lungenschuß, 0m Fluchtstrecke
8) Damkalb (24kg), Schußentfernung 50 m, Einschuß hinterm Blatt, Ausschuß auf Leber,  30 m Fluchtstrecke
9) Schmalreh (15kg), Schußentfernung 100 m, hoher Lungenschuß, 0m Fluchtstrecke
10) Rotspießer (70kg), Schußentfernung 20 m, Einschuß hinterm Blatt, Ausschuß auf Leber, 100 m Fluchtstrecke
11) Damspießer (38kg), Schußentfernung 150 m, hoher Lungenschuß,  30 m Fluchtstrecke
12) Damknieper (52kg), Schußentfernung 60 m, hoher Lungenschuß,  20 m Fluchtstrecke

Viele Grüße, Marco Bergemann

LM zur 7 mm Rem Mag

Hallo Lutz Möller

ich habe mir die Tage eine 7 mm Rem Mag Büchse gekauft. Das war eine Schrankwaffe, fast nie geschossen.

LM: Das ist gut, weil die 7 mm Rem Mag ein Hochleistungspatrone ist, mit der man Läufe ausschießen kann. Siehe Lauflebensdauer!

Ich möchte sie auf weit entferntes Rehwild einsetzen, Schußentfernung ab 170 m aufwärts.

LM: Ganz richtig für weite Schüsse!

Ich hätte auch noch eine 243.Win., die ich auch gern auf ihre Munition umrüsten möchte.

LM: Die Lutz Möller GmbH wird demnächst solche Munition, insbesondere für Österreich dort auch für Hochwild anbieten. Lies Genügen 6 mm MJG für Hochwild ?

Wie steh´n sie zu der 7 mm. Ich hätte gern Ihre Meinung!

MfG, Erich, Dienstag, 6. März 2012 20:43

Moin Herr Erich,

die 7 mm Rem Mag ist bei der Lutz Möller GmbH „das schnellste Schiff der Flotte“ (Gorch Fock). Ich erlege mit meinen 7 mm Geschossen (außer den Dickhäutern Elefant, Rhinozeros und Flußpferd) ab Kitzgröße aufwärts damit jedes Wild der Welt. Siehe Afrika 2007 und Die beste Patrone (7x57). Sie eignet sich besonders für weite Schüsse  und als Bergpatrone. Zwar gefällt mir der überflüssige Gürtel, der die Hülse unnötig verteuert, nicht, aber davon mal abgesehen ist die Patrone sowohl innenballistisch als auch von Schulter und Hals als ausgesprochen gelungen zu bezeichnen. Die kann und soll man nehmen, wenn man weit hinaus will.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Gemsen von 180 bis 300 m

Lies auch Gamsjagd  mit .308" W.

Guten Abend Lutz,

bei uns werden die Gemsen in der Regel so zwischen 180-300 m geschossen. Ab und schießt man auch mal weiter, wenn man das richtige Rüstzeug dazu hat. Du weist schon was ich meine. Übrigens gestern war ich wieder auf der Gamsjagd. Ich konnte wieder einen schwächeren Jahrling strecken. Es war wiederum ein Schuß auf 240m Bergauf (35°). Das Stück lag im Feuer. Diesmal hatte ich meine Remington Seven im Kaliber 300 Rem. SAUM, mit meiner MJG Handladung.

So Mitte - Ende Oktober geht die Rotwildjagd im Nationalpark Stilfserjoch wieder los. Da muß man ab und zu auch bis 400 m hinlangen. Ich habe nur mehr wenige Patronen, ich mußte schon von meinen Freunden MJG ausleihen. Im Anhang ein Bild von der Gamsjagd mit meinem Freund Christian. Er führt eine Sauer 202 8x68S mit MJG die ich Ihm laboriere. Schießt verdammt gut, das Gerät.

LM: Ich hörte heute gerade von Günter, der zwei Keiler mit eben derselben Ausrüstung schoß. Den ersten mit 91 kg erwische er auf 310 m. Der zweite wußte ob der großen Schußentfernung nicht, was mit seinem Kumpel geschehen war, trollte sich dann in Richtung Schützen und erhielt dann auf 150 das Geschoß von vorn.

Schön Grüße aus Südtirol, mit Weidmannsheil, Gotti, Freitag, den 21. September 2012

zu kurz → zu weit

Hallo Lutz,

lange hab ich nicht geschrieben, aber jetzt muß es aber sein. Zur Zeit jage ich noch mit Deinem Geschoß 2. Generation, schwarze Kappe. Von den Vorteilen brauche ich den meisten ja nicht viel zu erzählen. Höhe Zielgenauigkeit, geringer Rückstoß und geringe Wildpretentwertung.

Bei der Jagd auf Rehwild ist mit meiner 30-06 die Welt ja noch in Ordnung. Meine Schwierigkeiten liegen beim Schwarzwild.

Meine Schußentfernungen sind so 50 – 80 Mtr.

LM: Recht nah!

Ich schieße nur, wenn sich die Sauen beruhigt haben, der Pürzel unten ist.  Die letzten 5 Sauen, 30 – 75 Kg, liefen trotz bestem Treffer (Lunge) noch bis zu 100 Mtr.

Keiler 75 kg, erst am nächsten Morgen gefunden

Beispielhaft das Bild vom letzten Frischling, 30 kg, 5 mtr Lungenschweiß, dann nichts mehr.

Also, wie immer nach 1 Stunde, wenn ich mir des Schusses sicher bin, Kopflampe auf und den Wald generalstabsmäßig in Fluchtrichtung abgesucht.

LM: Ohne Hund?

Nach 1 ½ Std. dann den Frischling endlich mausetot gefunden. Wenn ich die Sau nicht finde, rufe ich am nächsten Morgen den Nachsuche Profi an. Die meisten wissen, wie schwierig das im Arbeitsleben ist. Aus den verschiedensten Gründen habe ich leider keinen Hund. Ich habe einfach keine Lust mehr auf diese ewige Sucherei, erst recht nicht in der Woche. Ich möchte mehr Augenblickswirkung, ggf. auch mit mehr Wildpretverlust.

LM: Dann mußt Du anders schießen. Augenblickliche Wirkung bieten nur ZNS Treffer auf Hirn oder Träger. Sonst nichts.

Ich weiß, daß ich mit meiner Forderung nicht alleine stehe. Andere Hersteller reagieren bereits ( RWS Evolution Green Geschoß, Jaguar plus etc.). Möchte aber nicht mehr zurück zur bleiernen Sippe, auch wenn ich aus alten TUG Zeiten dieses Laufen nicht hatte. Kommt da in Zukunft vielleicht auch von Dir eine Plusvariante? Ich stehe kurz davor mir Evolution Green zu kaufen.

LM: Das wäre zu dumm. Solche Zinngeschosse sind bei den bekannten Bauarten / Brenneke / RWS zu hart und wirken daher zu wenig, bzw. nur in begrenzter Reichweite. Die Hersteller warnen sogar vor Schußentfernungen über 150 Metern.

Feuer frei zur Erörterung. Ich lese gern auch die Meinung anderer Jäger.

Beste Grüße, M. V.

Volker,

jeden Herbst zu den beginnenden Drückjagden kehrt die  Forderung nach mehr Wirkung wieder. Sie ist und bleibt unangemessen! Sie ist im Wortsinne nicht waidgerecht, das heißt dem Wild gegenüber sachfremd. Lies Wundwirkung und da besonders Fluchtstrecke! Du verstehst nicht wie Wild stirbt, sonst würdest Du diese unsinnige Forderungen aus Einsicht unterlassen.

Wenn Du Sauen auf kurze Entfernungen schießt, bemerken die dich und lauf vor Dir weg. Die tödlich Getroffen haben immer noch die Wahl, wenn auch nur kurz. Bei 36 km/ Fluchtgeschwindigkeit rennen die in 10 Sekunden 100 Meter. So schnell sind Sauen. So lange rennen die noch, bevor sie nicht mehr können. Das ist nun mal so. Mit Geschossen hat das rein gar nichts zu tun.

Erfahrungen mit den hochwirksamen „Zerstörern“ beschreibt Afrika 2005 und den höchstwirksamen Zerlegern aus der .300" WM Zerleger und der .30-06 auf Wild findest Du in Zerlegerverwüstungen. Tier kaputter als notwendig zu schießen stimmt die wilder, beruhigt sie nicht. Eine größere Verletzung an schmerzempfindlichen Stellen (Muskeln) beunruhigt die getroffnen Tier mehr als ein breiter Lungenschuß. Bei Schußentfernungen unter 100 Metern stellen die Tier oft einen Zusammenhang zwischen Schuß und Schützen her und laufen dann vor ihm davon. Oben kam gerade vor ein paar Tagen von einem x68S Schützen etwas dazu rein, daß ich Dir hier mal wiederhole:

„Ich hörte heute gerade von Günter, der zwei Keiler mit eben derselben Ausrüstung schoß. Den ersten mit 91 kg erwische er auf 310 m. Der zweite wußte ob der großen Schußentfernung nicht, was mit seinem Kumpel geschehen war, trollte sich dann in Richtung Schützen und erhielt dann auf 150 das Geschoß von vorn. 21. September 2012“

Mit Deiner Forderung nach einem „Plus-Geschoß“ wandelst Du auf dem brüchigen Holzwege. Lasse Dir das gesagt sein. Wenn zweitklassige Hersteller damit Kunden fangen wollen, ist das nicht lauter, auch wenn sie es nicht besser wissen.

Mein Rat ist. Auf kurze Entfernungen kannst Du anders schießen. Augenblickliche Wirkung bieten dort ZNS Treffer auf Hirn oder Träger. Bei weiten Schüssen sieht gute Zielwahl anders auf (hoher Lungenschuß), aber die Antwort des Wildes ebenso.

Lies, was ich Dir hier im Zusammenhang angeboten habe, aufmerksam und denk mal drüber nach!

Waidmanns Heil, Lutz Möller

zu kurz → zu weit 2

Betreff: zu kurz - zu weit

Werte Weitschützen,

es ist wunderbar, daß es in Europa noch Reviere gibt, in denen man 100, 200 oder 300 m weit schießen kann - mit Kugelfang und freier Sicht. Aber dieses Privileg wird leider nicht jedem Jäger zuteil. Auch Entfernungen von 70 m sind nicht überall zu haben - weshalb der Tipp, regelmäßige Fluchten durch größere Schußentfernungen zu vermeiden, auch nicht von allgemeiner Gültigkeit ist.

Ich jage Sauen unter anderem in einem an das Stadtzentrum angrenzenden Wald. Links 40 m bis zur stark genutzten Straße, weitere 40 m die Einfahrt einer am Wochenende gut benutzten Discothek (Betriebsgenehmigung 6:00 Uhr bis 5:00 Uhr). Rechts auf 80 m ein Waldsportpfad, Jogger - auch ohne Lampe - sporadisch bis 1:30 Uhr morgens. Was soll ich an so einer Ecke mit gut gemeinten Ratschlägen wie „größere Schußentfernung“ anfangen? Den Stand als mithelfender Jäger kann ich mir leisten - viel Wahlfreiheit bei der Auswahl der Plätze bleibt da aber nicht. Dennoch jage ich gern.

Werter M.V.,

fünf von den zehn Sauen, die ich an vorstehend genanntem Sitz in diesem Jagdjahr erlegt habe, sind geflüchtet. Ich erlege die Sauen dort auf Entfernungen von 6 bis maximal 20 Meter, die meisten bei ca. 10 Meter. Spitz von vorn und mit dem richtigen Schußwinkel darf man das Hirn in der Vertikalen verfehlen - es liegen genug weitere tödliche Punkte für das MJG im Hintergrund. Aber die ganzen Kammerschüsse mit dem MJG sind ein Übel auf diese Entfernung. 3 cm unter der Wirbelsäule durch die Lunge ist schon zu weit weg. Kein Kraftstoß auf's ZNS aus der .30-06.

Ich habe an diesem Sitz ein paar Monate lang mit Bionic Yellow auf Sauen gejagt - in der gleichen Zeit an anderen Plätzen mit dem MJG auf weiter stehende Rehe. Auf sehr kurze Distanz macht das Bionic Yellow größere Löcher als das MJG. So habe ich Nachts gegen 2:00 Uhr eine bessere Entscheidungshilfe, ob ich (als allein erziehender Vater) der Sau ohne Hund hinterher steige.

Zwischenfrage zu der Bemerkung von L. Möller: Wo gibt es denn noch einen guten Hundeführer, der mitten in der Nacht für andere Jäger eine Sau in der Dickung nachsucht?

Zurück zu großen Löchern - hat das RWS Bionic Yellow ein entsprechendes Loch gerissen und liegt Lungengewebe am Anschuß, dann wird bei allem Grollen im Magen mit 2 guten Lampen nachgesucht. Ansonsten kommt ein Hund am nächsten Morgen zum Zuge, das Büro muß warten und im dümmsten Falle wird aus der Sau (gekochtes) Hundefutter.

Gibt das Bionic Yellow keinen Ausschuß, dann hat die Sau auf kurze Entfernung ~ 4.000 J (berichtigt, siehe Die Null bring nichts) an Energie geschluckt - das ist manchmal auch eine gute Bremse.

Alternative Versuche mit MJG brachten lausige Schußzeichen am Anschuß - verantwortlich darf man so nicht im Dunkeln nachsuchen. ABER - ein Kammerschuß mit dem MJG UND etwas Abstand zur ersten Deckung zeigte immer wieder, daß die Sauen auf ihrer Todesflucht in überschaubaren Abständen massiv Schweiß gespuckt haben. Die Splitter arbeiten schon anständig! Flecken von 40 cm Durchmesser sind keine Seltenheit. Habe ich den ersten dieser Flecken noch außerhalb der Dickung, suche ich auch nach.

Letzter Tipp für hundelose Nachtjäger - ich jage nur noch mit elektronischem Kopfhörer. Der Schußknall wird gedämpft, die Fluchtgeräusche verstärkt. Auch Richtung und Fluchtdauer - gewonnen über die Ohren - sind wertvolle Hilfen, wenn man Nachts im Wald eine Entscheidung treffen muß - allein, so sehr allein.

LM: Danke für diesen Beitrag.

Viele Grüße und Waidmannsheil, CF, Freitag, 28. September 2012 19:09

Die Null bring nichts

Betreff: Tippfehler: zu kurz - zu weit 2

Guten Morgen Herr Möller,

eine Null ist mir durch die Lappen gegangen - es sollten natürlich 4.000, aber nicht nur 400 Joule sein. Ich bitte eine Null einzufügen.

LM: Die Null nütz nichts. An der richtigen Stelle eingesetzt genügen 100 Joule oderweniger ein (große) Tier waidgerecht zu töten. Ich wiederhole

„jeden Herbst zu den beginnenden Drückjagden kehrt die  Forderung nach mehr Wirkung wieder. Sie ist und bleibt unangemessen! Sie ist im Wortsinne nicht waidgerecht, das heißt dem Wild gegenüber sachfremd. Lies Wundwirkung und da besonders Fluchtstrecke! Du verstehst nicht wie Wild stirbt, sonst würdest Du diese unsinnige Forderungen aus Einsicht unterlassen.“

LM: „Energie zu schlucken“, wie Sie schrieben, bremst nicht.

Nur die Wundwirkung „bremst“ - um das Wort mal aufzugreifen, das tödliche getroffen Tier.

LM: Die Wunde muß allerdings an einer richtigen Stelle zugefügt werden. Irgendwo das Tier zu zerstören, fügt ihm nur Schmerz  und Leid zu ohne es aber deswegen unbedingt zu töten. „Energie zu schlucken“ nütz allgemein nichts, nur an den passenden Stellen. Wundwirkung tritt mit ZNS-Treffer sofort ein, oder durch Ausbluten nach einer Weile. 

Vielen Dank, viele Grüße, CF., Samstag, 29. September 2012 00:52

Montag, 15. Oktober 2012 12:24

.270 Win. bis über 300 Meter

Grüß Gott Herr Möller,

Ich hätte da noch eine Frage: Mich spricht der Ballisticcomputer der Firma I-E-A Mil Optics an. Ich würde gern die Meinung eines Fachmannes darüber kennen. Ich jage im Gebirge und Schußmöglichkeiten über 300 Meter sind möglich. Das Gerät würde ich mehr für sportliches Schießen auf unserem Stand im Freien verwenden. ist das nur technische Spielerei oder kann man es kaufen?

LM: Sie verfügen über Ihre eigenen Mittel doch ganz nach freiem Belieben. Bei GEE 247 m und ± 5 cm Reichweite 286 m brauchen Sie das Gerät nicht. Wenn Sie aber spielen wollen, bitte sehr. Das einfachere Gerät ist im Zweifel und im Einsatz das Zuverlässigere, weil es den Bediener (Sie!) weniger verwirrt. Daran sollten Sie unbedingt denken, bevor Sie Ihr Geld zum Fenster raus werfen.  Damit will ich nichts gegen das Gerät sagen. Es geht um den Zweck.   

Mit freundlichen Grüßen, Fabian Rapp, Freitag, 15. März 2013

Schußentfernung auf Fuchs

Betreff: Fuchs auf 293 m

Sehr geehrter Herr Möller,

one Zweifel gibt es die Präzision Ihrer Munition her, auf 293 m ein Ziel in der Größe der tödlichem Trefferfläche eines Fuchs' zu treffen. Verantwortungsvoll auf ein hochmobiles, lebendes Ziel dieser Größe einen Schuß abzugeben ist das aber sicher nicht! Das Wagnis, keinen tödlichen Treffer zu landen, verbietet für mein Verständnis waidgerechten Jagens den Schuß. Auf Pappe gern, aber nicht an dem Tier!

Mit freundlichen Grüßen, Dr.med.V.Wieland, Samstag, 11. April 2015 20:18

Weitschuß auf Fuchs

Betreff: Fuchs auf 293 m, Schußentfernung auf Fuchs

Sehr geehrter Herr Möller,

ein Herr Dr. Wieland schrieb wegen eines Schusses auf einen Fuchs, der sein waidgerecht ist, weil der Fuchs ja so beweglich sei. Das kann ich so nicht stehen lassen. Ich glaube erstens nicht, Herr Wieland war bei dem Schuß zugegen. Ein firmer Jäger sollte zweitens wissen, auch ein Fuchs hält still, wenn er etwas wahrnimmt oder bemerkt (z.B. eine Maus). Drittens hat die Entfernung garnichts mit der Waidgerechtigkeit zu tun. Die springenden Punkte sind die Fähigkeit und Fertigkeit des Schützen. Jäger, die solche Schüsse abgeben, handeln in der Regel nicht leichtfertig, sondern wissen genau was sie tun und sie kennen Ihre Fähigkeiten.

Herr Dr. Wieland,

so zu schießen kann man lernen.

Wenn man's nicht kann, hindert einen niemand daran das selbst nicht zu tun, aber oberlehrerhaft Besserwisser zu spielen ist unnötig. Nichts für ungut, aber daß mußte gesagt werden.

Waidmannsheil, JG, der Schwabe mit der Kipplaufbüchse, Sonntag, 12. April 2015 10:57

Unverantwortlich?

betreff: Fuchs auf 293 m

Sehr geehrter Herr Möller,

danke für Ihre Bereitschaft eine aufbauende Erörterung zu unterstützen!

Sehr geehrter Herr Mair,

den Prozess des Erlernens ausgezeichneter Schießfähigkeiten habe ich schon weitestgehend ausgereizt. Gleichwohl zieht diese erworbene Fähigkeit, gut und weit zu schießen, nicht automatisch Waidgerechtigkeit nach sich. Ihre Fertigkeiten kenne ich nicht, aber bestimmt können Sie diese mit 5 Treffern innerhalb von 5 cm auf 300 m auf einer möllerschen Zielscheibe, beglaubigt, nachweisen.

LM: Was meine Geschosse und ich zu leisten in der Lage sind, zeigte ich 2012 in Abschießen nach Afrika. Auf 300 m nicht 5 cm sondern auf den Punkt! Besser noch: Das schloß die unterschiedlichen Luftverhältnisse zu berücksichtigen ein. So zu treffen ist möglich!

Ein Fuchs ist klein, auf 293 m sehr klein sogar, und mobil, sehr mobil sogar und aufgrund dessen verbietet sich für mich der Schuss ohne jegliche Diskussion. Ich kann mir nicht vorstellen, ich sollte, des Könnens zum Trotze, der Einzige sein, der den Schuß für unverantwortlich hält und nie im Leben abgeben würde!

Mit freundlichen Grüßen, Dr.med.V.Wieland, Sonntag, 12. April 2015 20:51

Weite Schußentfernung

Moin Lutz,

wieder mal eine Erörterung um Schußentfernungen. Diesmal fachlich begründet und sachlich, ohne Hetze. Das ist gut so.

Für manch Einen sind 120 m schon unverantwortlich weit, für Andere vielleicht 180 m; für den Nächsten stellen 200 m keine unlösbare Aufgabe da und 300 m werden gut beherrscht. Wieder andere jagen auf noch weiterer erfolgreich. Ich finde daran nichts ehrenrühriges oder unweidmännisches. Die Überwindung solcher Entfernungen ist eine Frage der Vorbereitung, manchmal der Notwendigkeit.

Es ist natürlich nicht selbstverständlich auf solche Entfernungen zu treffen, das setzt reichlich Übung voraus. Dr. Wieland kann von sich sagen, er habe reichlich geübt, für Herrn Mair darf man wohl das selbe voraussetzen. Solche Entfernungen sind in den Bergen oft zu überwinden. Weit schießen zu müssen ist nicht gut. So weit schießen und zu treffen zu können aber ist gut.

LM: Sogar sehr gut! In diesem Sinne ersetze ich meine Schön, kurze Merkel K3 Kipplaufbüchse in 308 nun durch ein ebensolche lange für 7 mm Rem. Mag. „Das schnellste Schiff der Flotte (Gorch Fock). Man erinnere sich an den 7 mm Rem. Mag. Kormoran 2012 vor laufender Kamera. Das soll die Einschüssiege auch können

In diesem Sinne Weidmannsheil zu dem Treffer auf den Fuchs.

Beste Grüße, Stefan Simm, Dienstag, 14. April 2015 16:51

Ulfborg

Betreff: Weitschuß auf Fuchs

Sehr geehrter Herr Möller!

Einen stillen Fuchs zu treffen ist unter Umständen auch auf sehr große Entfernung machbar. Jedoch weiß man erst nachher ob er still stand, als man traf. Das Wagnis eines schlechten Treffers bei kleinen, beweglichen Zielen ist jedoch höher. Das muß man mit sich ausmachen. Je nach Umstand ggf. nicht Nötiges zu meiden wäre waidmännisches Verhalten.

Anbei mein Schußbild mit der 308 auf 300 m.

Ulfborg

Solange er sich nicht im Schuß bewegt, wäre wohl alles gut. Zum Üben empfehle ich übrigens unbedingt die long-Range Parcours-Schießplätze in Ulfborg / Dänemark

Gruß, Christian Bäumer, Dienstag, 14. April 2015 21:54

Zeiss Seminar in Ulfborg

Guten Tag Herr Möller,

im Nachgang: biete Zeiss ein Seminar Anfang Juli für bis zu 600 m mit Parcour-Schiessen (30-600 m auf verschiedene Ziele in verschiedenen Anschlagsarten, u.a. sogar laufende Scheibe 600 m, laufender Keiler, liegend vom Rucksack, sitzend, kniend und stehend freihändig, mit und ohne Zielstock, vom Hochsitz auf bis 250 m)

Gruß, CB, Mittwoch, 15. April 2015 12:42

Jungjäger mit 308

Guten Tag Herr Möller,

als Jungjäger bekomme ich meine erste Jagdgelegenheit als mithelfender Jäger im Gemeindewald. Ab September darf ich tätig werden.

LM: Gut. Ich hoffe Sie heben einen guten Lehrer, der Sie mitnimmt.

Es ist ein Revier mit viel Waldanteil, bejagt wird vor allem Reh- und Schwarzwild.

LM: Wie fast überall in Deutschland.

Bei durchschnittlichen Schußentfernungen bei der Ansitzjagd von 60 - 100 Meter wäre meiner Meinung nach Ihr Kreuzer das Geschoß der Wahl (da Flitzer ja für weitere Schüsse bestimmt sind

LM: Ja. Beachte gute Zielwahl. Lies Wildscheibe!

Ist das richtig?

LM: Ja. Unterschiede zeigt Dreifaltigkeit.

Ich danke für eine kurze Bestätigung (oder Änderung) zu meiner Beruhigung und Sicherheit.

LM: Gern. Nachdem Sie nun erfreulicher Weise die „grüne Pappe“ erfolgreich erwarben  geht's nun ans tatsächliche Lernen – aus Erfahrung, statt aus Büchern.

Herzliche Grüße, Martin Schupp, Mittwoch, 16. August 2017 13:34

Das Wesentliche am Schuß: Brauchbare Treffer und richtiges Geschoß!

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