Kaffernbüffel

Büffeljagd 2008 mit Lutz Möller 9,4x64 Munition

Diana

Diana

Guten Morgen Lutz!

Ich habe auf Deinen Seiten mitbekommen, daß Afrika ansteht.

Möge dich Diana auf allen Wegen begleiten, Dir fette Beute und jagdliches Erleben bescheren. Das sich Deine Überlegungen punkto Wirkung des Lutz Möller Geschosses erfüllen werden, bin ich überzeugt. Mit Spannung erwarte ich (wir alle) trotzdem die Ergebnisse.

Vor allem aber wünsche ich Dir (sicher auch die ganze Leserschar) ein gesundes Nachhausekommen!

Weidmannsheil, Oskar, Dienstag, 13. Mai 2008 07:07

Lies vorher Zebra | Eland | Impala | Gnu | Sau

Kaffernbüffel von innen

Kaffernbüffel seitlich, Klicke zur Vergrößerung
Bild: Reinold R. Hofmann (ehemalige Leiter des IZW) Wildtiere in vergleichende Anatomie, sehr zu empfehlen.

Büffelherzlage. Punkt auf den Gefäßen

Luftnummer

Bison sind, wie viele große Rinder, Hohlköpfe. Siehe hier: und weiter unten in Versuche!

Luftnummer: Eiszeitlicher Bisonschädel von hinten

Luftnummer: Eiszeitlicher halber Bisonschädel seitlich

Luftnummer: Eiszeitliches Bisonhorn von innen

Kaffernbüffelschädel seitlich

Kaffernbüffelschädel von vorn

Beim Syncereus Caffer liegt das zugegebener Maßen kräftige Brustbein unterhalb des Herzens. Die Hauptschlagader aber geht oben vom Herzen ab. Ein stehend freihändig angetragener Schuß spitz von vorn auf den Stich aus vielleicht 1,5 m Höhe, dessen Flugbahn auf 100 Schritt sanft abfällt, kann also nicht zugleich Herzoberseite und Brustbein treffen. Allerdings senkst sich die Wirbelsäule etwas vor den Vorderläufen am tiefsten runter.

Aus: Kevin Robertson "The perfect Shot" / Safaripress Kaffernbüffelstichschußansicht

Kaffernbüffel, seitlich

Dort, knapp über dem Herzen, findet sich allerdings ein in die Tiefe sehr ausgedehntes knöchernes Hindernis, nämlich die Wirbelsäule, die beim folgenden Bild, aber nicht in der Haltung zu Lebzeiten, offen zu erkennen ist.

Kaffernbüffelknochen, Quelle

Wenn das 9,3 mm KJG die Wirbelsäule von unten streift, oder auch nur der unmittelbaren Nähe mittels Kraftstoß erschütterte, setzt der Stoß das stoßempfindliche Rückenmark in der Wirbelsäule matt. Der gelbe Fleck im folgenden Bild zeigt einen Stichtreffer, der ein Büffel von vorn sofort fällt. Dabei bietet sich das lila Hirn ebenso als Ziel an, weil kleiner, aber eher aus der unmittelbaren Nähe. In der Not hilft nur ein guter Kopfschuß einen von vorn angreifenden Büffel aufzuhalten, nichts anderes.

Vermutlicher Stichtreffer, a "Perfect Shot"

Anatomie weiter in Versuche

Halsschlagader und Träger

Hallo Herr Möller,

danke für das Foto!

Ich habe mein Merkblatt überarbeitet und Freitag unspektakulär mein erstes zeitgemäß es Schmalreh (RWS Bionic yellow) geschossen. Ich schicke Ende der Woche beides mal rüber.

LM: Ja danke, gern. Ich sammle bebilderte Berichte über alle Geschosse.

Ihre Präsentation am 5. Mai in Berlin war prima! Ist ja nicht so leicht, die wichtigsten Aussagen in so kurzer Zeit darzustellen.

Noch vergessen: In der jüngsten(?) Wild und Hund, Artikel Dr. Rolf Baldus. Das große Foto zeigt Büffel halbspitz. Herzschuß ginge durch Vorderlauf. Ich würde heute auf Trägeransatz (Wirbelsäule, Arterie) schießen.

Gruß und Waidmannsheil! G. A., Mittwoch, 14. Mai 2008 12:49

Mein lieber Herr A.,

Sie werden lachen. So was habe ich schon mal gemacht, nämlich 2003 als ich mit dem falschen Geschoß ( 6,5 mm Lapua Scenar Papierscheibengeschoß) statt der Springböcke einen Oryx breit vorhatte. Den habe ich von der Seite auf die Halsschlagader geschossen. Nach 20 m ging der zu Boden und stand nie wieder auf. Meine Begleiter ermunterten mich sofort nachzuschießen, aber ich ließ ihn ruhig sterben, denn ich wußte, daß ihm bald die Sinn schwinden würden, erstens durch den Carotis Sinus Reflex, der trotz Flucht das Herz runterfährt und zweitens durch Blutverlust und Blutdruckabfall. Der schnelle Fall deutet auf das Erstere hin. Das Ganze mit einem Geschoß das nur 6 cm eindringt.

Danke Ulrich,

für die Bilder und Wünsche. Ich werde mich im Griff zu haben anstrengen und zu beherrschen nur sicher Schüsse anzutragen. Wohin die sollen weiß ich.

Vier KJG / 2005 im gestern mit Torsten in Genthin mit der nicht darauf eingeschossenen
Heym SR20G in 9,3x64 auf 100 m stehend freihändig in einen Bierdeckel. Zwei Treffer berühren sich!

9,3x64 Heym SR20G in Afrika 2008

Ich glaube die Heym SR20G und ich passen zusammen, wie oben zu erkenne ist. Ich weiß nur noch nicht, wie ich den Bierdeckel auf dem Büffel befestigen soll, damit ich auch erkennbares Ziel habe.

Waidmannheil, Lutz,

Tansania

Hallo Herr Möller,

ich bin auch einige Tage unterwegs, hoffe, Sie kommen in der Zwischenzeit gesund und erfolgreich zurück!

In Tanzania:

1. für den Jäger und
2. für das Dorf

Gruß und WH! G. A. , Montag, 26. Mai 2008 12:51

1. Kaffernbüffelschädel

2. Kaffernbüffelbiltong

Reisemitbringsel, Biltong am Dachfenster

Rechts von Torstens Impala, den er im Höhen Gras auf 170 m stehend freihändig mit Kopfschuß erlegte.

Büffeljagd

Die 5 h Fahrt nach „Twin City“/ Phalabora in der Nacht erlaubte nur der Vollmond.

Am nächsten Morgen zeigte sich gerade neben dem Hügel, auf dem unser Haus stand, eine Landebahn. Wir hatten also ganz flink in einer Stunde mit dem Flieger einschweben können, statt des nachts sinnlos durch die Berge zu kurven. So ein kleiner 250 PS Viersitzer verbraucht etwa 25 € / 100 km Flugsprit. Das ist bei 300 km/h Luftweg statt langsameren und längeren Landweges doch kein Geld . Wie kann man nur so schlecht planen?

J.P. tags and dem löwensicheren Tor. Auf dem Gelände sind 16 Löwen.

Unsere Ankunft in der Nacht war auch ein Musterbeispiel für afrikanische Zuverlässigkeit. Das Tor war zu. Über Funk riefen wir unsere Gastgeber an. Der sagte seinem Hausmeister Bescheid und der fuhr mit dem Schlüsse los, aber nur bis 400 m vor dem Tor. Dann blieb der Wagen stehen. Kein Treibstoff mehr! Warum? Mangelnde Vorsorge? Nein! Tags vorher kam schon der Auftrag, den Wagen zu betanken. Das stand nun nutzlos auf dem Hof, aber unser Mann kam nicht weiter. Er stieg auch nicht aus. Dort sind 16 Löwen und so faul die tagsüber erscheinen mögen, wenn sie satt sind, so gierig werden sie in der Nacht. Es kostete einige überedungskunst, den Hausmeister zu bewegen, den Wagen zu verlassen, sich den Löwen auszusetzen und uns das Tor zu öffnen.

Zimmer mit Aussicht im Dunkeln

Das Haus auf dem Hügel war schön. Am nächsten Morgen holten uns J. P. und Lui früh morgens ab. Zu Frühstücken gab es nichts - verplant. Cornel ist immer für eine überaschung gut.

Blick morgens von der Lapa

Giraffe

Impala

Koppie, Hausberg

Der Maul- und Klauenseuche wegen sind Büffelgebiete eingezäunt. Die Gefahr Rinder anzustecken ist groß. Die Zäune sind, von Abstand von Schnauze zu Schnauze zu wahren, doppelt: Auch das erklärt die Höhen Preise für Kaffernbüffel. Ein gewiß seuchenfreier Kaffernbüffel bringt den dreifachen Preis eines Trophäenbullen.

Zunächst gingen wir zur Beruhigung auf den Schießstand, wohl 40 m lang.

Die offene Heym SR 20 G in 9,3x64

Mein Trefferbild stehend freihändig mit Heym SR 20 G in 9,3x64 auf 40 - 50 Meter.

Cornels CZ in .30-06, neue Munition, noch nicht eingeschossen

Cornel geht zur Scheibe

Dir großen Löcher mit offene Visierung stehend freihändig mit Heym SR 20 G in 9,3x64.

Die kleine Löcher sitzen aufgelegt CZ in .30-06,

Wir fuhren also los: 2 Jäger, 2 Berufsjäger, ein Lehrling und unterwegs sammelten wir noch zwei Terrier auf, die J. P. Gehörten, oder auf den Hof. Wir folgten einigen Spuren, die jedoch alt erschienen, da kein frischer Dung zu finden war. Irgendwann hatten wir dann eine frische Fährte.

Gefegter Weg

Lui blickt sich um, J.P. fährt

Bogenjägerbunker am Wasserloch

Büffelfährten

Die Leute auf der Farm fegen mit einem an einen Wagen angehängten Baum die Sandwege, sodaß jede Fährte danach frisch ist. Solche, über die ein Skorpion lief, sind mindestens eine Nacht alt, da die giftigen Außenskelettler nur nachts rauskommen. Deren Krabbelspur mit der Schleifspur ihres Stachelschwanzes ist leicht zu erkennen.

Abgeholzte Freifläche, unser Einsteig in die Fährte

Da längs

Dung, nicht zu alt

Im Bosveld = Buschfeld kann man jedoch nicht weit gucken, geschweige das Wild zweifelsfrei erkennen. Anzusprechen wäre dumm gewesen, da das Wild im Feld vor menschlichen Stimmen flüchtet. Geredet werden darf also nicht.

Auf der Fährte

Trockenes Wasserloch

Koppie

In unserer Not stiegen wir also auf einer Koppie = Hügel und schauten uns um.

Ausblick von der Koppie

Durchblick von der Koppie

Reste frühere Bewohner (Steinzeit)

Büffel! Leider ist der Busch scharf, die Büffel nicht - schwarzer Fleck!

Da unten sind sie!

J.P.

Rundumschau

Siehe da: Keine 200 m vor uns lagen 5 Büschel im Busch. Eigentlich wäre leicht möglich gewesen, den einen breit sichtbaren von oben zu erlegen, wenn 1. nicht die Waffen unten geblieben wären, 2. der nicht der Falsche gewesen wäre und 3. der Witz der Büffeljagd darin bestünde, die wehrhaften Tiere so zu Fuß zu bejagen, daß sie einen auch angreifen können. Wo bliebe sonst die Gefahr, der Reiz?

Am Koppiefuß vor der Pirsch

Hinter dem Höhen Gras unter den grünen Bäume liegen die Büffel. Wir pirschen im Leopardengang!

Also pirschen J. P. Und ich uns nach dem Abstieg wohl bis auf 20 m an die Büffel ran, zuletzt im Leopardengang, ohne jedoch im Höhen Grase ein klares Ziel ausmachen zu können. Plötzlich stand weiter hinten in junger Bulle, den wir vorher nicht gesehen hatten, auf und mit ihm alle 25 weiteren. Wir hatten uns also gründlich verschätzt. Die Büffelherde rannte also los und J. P. und ich mit.

Auf etwa 200 m hielten wir mit, dann verschwanden die schwarzen Tiere im Busch. Zwischendrin wäre sicher ein flüchtiger Schuß möglich gewesen, aber nur wahllos und ohne hinreichende Hinterlandaufklärung. Also waren die weg. Ich würde zu gern wissen, ob möglich wäre, einen Büffel in offener Landschaft zu hetzen, bis sie sich stellen.

Das wäre was!

Kluger Rat folgte aus J. P.'s Munde. Den Wind und die Fluchtrichtung beachtend beschlossen wir, die Herde weitläufig im Lee zu umgehen und dann später, nach einer Ruhe, geradewegs ohne Fährte durch den Busch deren vermutlichen Ort aufzusuchen und anzugreifen. Das verschnaufen tat gut. Die Rauchen pafften ihren Tabaksqualm in die Gegend und alles bisher war gut.

Frisch ausgeruht und munter pirschten wir dann gegen späten Vormittag bei hoher südlicher Wintersonne nach Sonne und Wind geradewegs zügig voran. Nicht lange waren wir unterwegs gewesen, vielleicht 500 – 600 m als J. P. stoppte.

So sieht das Schußfeld im Buschfeld gelegentlich aus

J.P. zeigte nach vorn und da stand sie, die alte Kuh, auf die wir es abgesehen hatten. Keine Sekunde später nickte er, ich nahm das innerlich vorher wohl eingeprägte Ziel über Kimme und Korn auf ~ 60 m ins Visier und zog ruhig ab. Der Schuß krachte, das schwarze Biest zuckte kräftig und ging laut krachend flüchtig ab.

J. P. Ballte eine Faust und reckt den Arm nach unten. Er war sichtlich aufgeregt. Der Büffel war laut krachend im Gebüsch verschwunden und nicht mehr zu sehen. Dann war Ruhe. Kein Todesbellen ertönte. Ich kannte das eh nicht. J.P. fragte, ob ich nachgeladen hätte und hatte selbst auch seine .375" H&H Steyr Mannlicher mit Messingrundkopfgeschossen (was für ein Unsinn) bereit.

Für mich lag der Büffel in meiner Vorstellung 50 m weiter im Busch mausetot auf der Seite. Ich hatte ihn klar gesehen, wußte, wohin ich zielen mußte und war gut abgekommen. Über die offene Visierung schoß die Waffe zwar ein paar cm hoch, aber die 3-Schuß-Gruppe lag auf 40 km binnen 3 - 4 cm zusammen. Was sollte also sein? Für J.P. sah die Sache anders aus. Da er kein Todesbellen gehört und ja auch nicht selbst den Treffer angetragen hatte, lauerte für ihn eine verwundete mächtige Bestie im Busch darauf, ihn zu erledigen.

Schußbereit gingen wir nebeneinander voran. Er spähte auf 25 m einen Felsen aus. Ich sagte, da liegt er.

Was liegt da?

So war es.

Büffel

Da lag er

J. P. Wies mich an, von hinten noch zwei Fangschüsse anzutragen, da das riesige Tier noch Bewegung zeigte. Für mich war das übervorsichtig, aber was tut man um des lieben Friedens willen nicht alles. Kugelschlag ist bei 1.100 m/s und 50 – 60 m Abstand zum Ziel nicht zu vernehmen. Der nachhallende Mündungsknall maskiert den. Auch das ist ein vernünftiger Grund, mit Auspuff = Schalldämpfer zu jagen.

Zwei (übervorsichtige?) Fangschüsse von hinten

Toter Büffel. Mein erster Einschuß ist auf dem Blatt

Auf dem Blatt der Einschuß

Einschuß mit Patrone

Hab ich dich ☻!

Südafrikanische Trophäenbild mit Cornel

J.P. und Lui, unsere guten Jagdführer

Der Jagdlehrling

Cornel

Der Büffel

Zwecks Bewegung hatten die Jungs (J. P. 27 und Lui 41 Jahre alt) einen grünen Allrad - Mercedes - LKW mit hydraulischem Kran.

Mercedes LKW mit hydraulischem Kran

Büffel am Haken. Am Haken sah der Büffel gegen den Himmel noch riesiger aus.

Riesenvieh

Wilde Wolken

Kudu auf dem Rückweg

Kudu zeigt uns Frau und Rücken

Erfrischung

Das Feuer brennt

Burewurst

Bier

Ausblick, Warzenschwein

Ausblick Nyala

Schön Gegend

Berge

Nyala

Schöns Licht

Herrlich

Cornel und Bruder Hein an der Lapa

Die beiden Brüder

daßie nebenan

Abendsonne

Geschafft!

Wundwirkung

Büffelungen und Herz, zugeklappt

Büffellungen und Herz, aufgeklappt

Lungenschaden

Lungenschaden

So riesengroß ist die Hohlvene beim Büffel, zum Vergleich ein 9,3x64 KJG spitz Patrone

Der Treffe war bereits knapp oberhalb des Knorpels durch das Schulterblatt gegangen und hatte es zerbrochen. Das Herz war oben zerschossen (vom Fangschuß?) und beide Lungen waren großräumig blutunterlaufen.

Damit ist der Beweis erbracht, das 9,3 mm KJG fällt Büffel, wenn sie den richtig getroffen werden. Von fahrlässiger Anwendung (Thomas Voß) kann also nicht gesprochen werden.

Besonderheiten:

Der Büffel ist nur hinten breit, Waffe 127 cm, also etwa 80 cm, vorn eher nur ½ m breit. Das kann mein 9,3 mm KJG spitz

Wie am Bildern des Büffelrückens zu sehen ist, sammelt sich die Büffelmasse im Hinterleib. Dort sitzt der bis zu 110 l große mehrkammerige Magen, das sonstige Gescheide, sowie die massigen Keulen. Vorn ist der Büffel recht schmal, geschätzt ½ m breit oder etwas mehr. Außerdem erstreckt sich der Magen links weiter nach vorn als recht. Deshalb hatte J.P. Bei der Vergatterung auch spitze Schüsse von links hinten verboten- bei herkömmlichen Geschossen sicherlich eine wohlbedachte Vorsichtsmaßnahme- beim Lutz Möller KJG weniger. Aber wenn man zusammen jagt, muß man sich aufeinander verlassen können, sodaß mir leicht viel ihm zuzusagen und mich daran zu halten.

Cornel durfte keinen Büffel schießen, weil seine .30-06 als unzurechnend angesehen wurde. Das wäre sie mit dem Lutz Möller KJG zwar nicht, aber J.P. Hatte seine Anweisungen, an die er sich als Berufsjäger halten mußte.

Weiter in Nächste Büffeljagd , dann Versuche!

Die Lehre

nach all den Schönn KJG - Jahren

Reinhold R. Hofmann
Wildtiere in Bildern zur Vergleichenden Anatomie

erschienen Dezember 2006
167 Seiten, 100 Abb., Gebunden
M. &; H. Schaper | ISBN: 3794402146

Reinhold R. Hofmann schrieb in „Wildtiere in Bildern zur Vergleichenden Anatomie“ man könne einen Büffel nicht mit einem seitliche Kopfschuß durch die Hörner, bzw. das Einschußseitige, erlegen. Nur Dummköpfe würden so etwas versuchen. Nun ist Horn kein besonders fester Werkstoff, auch nicht so laut. Also stellten wir den Büffelkopf auf einen Elefantenschädel und lichteten ihn ab. Dann schoß ich aus 7 m quer durch beide Hörner und Schädel. Ein- und Ausschuß zeigen die Bilder deutlich. Ob der Büffel davon gestorben wäre, weiß ich nicht zu sagen, da ich den Schädel nichts längs aufsägte, aber mein 9,3 mm KJG spitz läßt sich jedenfalls trefflich durch einen Büffelschädel samt beiden Hörern schießen. Sofern das Geschoß dabei, wenn auch nur kurz, das Gehirn durcheilt, kann der Büffel auf Schlag nichts sinnvolles mehr tun. Der Tod greift sich de Leib und aus ist!

Zur Abrundung der Geschichte schoß ich auch noch längs von vorn durch Schädel und hoffentlich Hirn, so daß auch ein annehmender Büffel erledigt wäre.

Einwände, des erwachsenen männlichen Trophäenbullens Hörner wüchsen ja in der Mitte zu dem „Boß“ zusammen, der ja undurchdringlich sei, zählen nicht, da Hornansätze und Boß nicht auf dem Hirn, sondern auf den darüber liegenden Knochenwaben sitzen. Siehe Luftnummer. Das Hirn liegt tiefer. Ein Kopfschuß von vorn muß unter dem Boß angetragen werden.

Der Schädel eines Elefanten, der gerade herumlag, sollte auch hier mal zeigen, was der dem 9,3 mm KJG entgegenzusetzen habe. J. P. Gab die Ziele vor, die sich mit den erforschten Anforderungen an einen Hirnschuß deckten. Ob seitlich oder von vorn, flach oder steil angetragen, jedes 9,3 mm KJG schoß durch den Schädel durch. Dabei roch der zerschossene Knochen eigenartig. Nun trägt ein lebendiger Elefant noch Fleisch und Haut auf de Schädel, aber diesbezügliche Leistungen sind ja bekannt und erbracht. Nun warte ich auf eine Gelegenheit, einen grauen Dickhäuter auf die Seite zu legen (mit Lutz Möller KJG).

Der Maul- und Klauenseuche sowie der Tuberkulose wegen achtet Südafrika streng auf mögliche (Über)Träger vom dafür anfälligen Vieh zu trennen. Insofern sind alle Büffel in Südafrika eingezäunt. Wie die Trennung bei Krügerpark aussieht, weiß ich nicht. Deshalb ist die Büffeljagd dort immer teuer. Kühe kosten allerdings nur ein Bruchteil. Im Sundowner Inn holte ich mir einen Floh, der mich biß. Auf einen gewöhnlichen Treffer (Herz Lungen) verhält sich afrikanisches Wild ebenso gewöhnlich: es zeichnet, rennt ein Stück, fällt und stirbt. „Todesbellen“ ist mit dem Lutz Möller KJG bisher nicht beobachte worden. Die immer wieder überlieferten Häute afrikanischen Wildes ist eine Mär, denn vielfach liegen Herz und Lungen weiter vorn und teifer als bei europäischem Wild, besonders im Vergleich zu Hirsch und Reh, weniger Sau und Elch.

Die 9,3x64 KJG Munition ist aus der leichten Heym SR20G angenehm zu schießen. Auf der Jagd hörte ich nie den Knall und verspürte nie einen Rückstoß, das heißt, die Ladung bewegt sich im gewöhnlichen Rahmen und das Schießen geht in der Spannung auf das Wild unter. Für eine Patrone und Geschoß, die von Klein - Großwild alles holt, ist das schön. Ich erkenne bislang keinen Grund, größere Kaliber und Patronen zu benutzen. Bei der gestreckten Flugbahn geht fast alles, bis auf die reinrassigen Bergjagd mit Schüssen weit über 300 m. Zur Abrundung der Leistungsschau wird das 9,3 mm KJG Ende Juli noch weitere Büffel in Nordaustralien strecken, aber ich erwarte keine großartigen neuen Erkenntnisse mehr. Eigentlich ist alles gesagt.

Auf dieser Reise legte ich eine Vielfalt möglicher Schüsse und Treffer hin, von stehend freihändig mit ZF auf 100 m drei Schuß auf einen Bierdeckel (Noch mit Torsten in Genthin) über drei Schuß offene Visierung auf 40 m binnen 2 - 4 cm und bester Zielwahl auf Zebra, Eland und Büffel (da wollte ich schon sicher gehen) bis zu knapper Zielwahl beim Gnu von spitz hinten durch den Pansen und nur ein Lunge, bis zu Krankschüssen auf zwei Gnue in Vorder- und Hinterlauf. Das Lutz Möller KJG machte das alles mit. Auf seine schnurgerade Tiefenwirkung wie vorgerechnet und in den Daten angegeben, konnte ich mich bedingungslos verlassen, siehe Sau. Die Wundwirkung und die Fluchtstrecken ergaben sich nach Zielwahl wie folgt:

0 Sau Kopfschuß, 0 m, 2 min schlegeln, rollte, flüchtete nicht
1 Gnu, spitzer Fangschuß von hinten, Nerventreffer 0 m
2 Impala, breit, Lungen + Leber, Milz, Pansen, Kraftstoß auf Rückenmark, 0 m
3 Zebra, ziehend, breiter Herz- und Lungenschuß, 35 m
4 Büffel, breiter Blattschuß (Leber, Herz, Lungen), 50 m
5 Gnu, spitzer Pansen- und Lungenschuß (nur 1 Lunge), 179 m
6 Gnu, Hüftschuß, Lebendsuche auf 500 m Schweißfährte
7 Gnu, Vorderlaufschuß, Lebensuche auf 2,3 km Schweißfährte
8 Gnu gefehlt
9 Impala auf 300 m angeschweißt, kein zeichnen, Schweißfährte versiegte nach ~ 100 m (das hatte nicht sein sollen)

Mit dem Lutz Möller KJG bestimmt allein der Schütze die Ergebnisse der Jagd.

Ich wiederhole Walte Plöger: „Trage nur sichere Schüsse an!“, dann wird alles gut. Man verzeihe mir bitte meine lehrreichen Schlumpschüsse, aber nur mit denen (Nur-ein-Lungen-Treffer, wie Vorderlauf, Hinterlauf) lies sich zeigen, wie auch schlechte Schüsse wirken und was dann geschieht.

Auf Waidwundtreffer hatte ich verzichtet, weil die, wenn sie tief angetragen, nicht waidgerecht sind und die Tiere oft nicht zur Stecke kommen, wenn keine Hunde da sind. In Südafrika habe ich noch nie einen brauchbaren auf Schweiß geprüften und fähigen Hund erlebt.

Also muß das unterbleiben. Aber Höhe Waidwundschüsse, z. B. Nerventreffer legen bei hinreichender Nähe zur Wirbelsäule die so getroffenen mittels Kraftstoß immer sofort flach. Allerdings muß dann ggf. ein Fangschuß folgen. Wenn also von einem Tier nur das Hinterteil zu erblicken ist, kann sowohl seitlich als auch ganz von hinten, dann unter die Schwanzspitze, knapp unter die Wirbelsäule ein Treffer gesetzt werden, der mittels Kraftstoß und Nervenwirkung das Tier hinten sofort lähmt, daß es fällt. Mit den schnellen, harten Lutz Möller KJG ist das eine sichere Sache, sofern das Kaliber dem Wild entsprechend gewählt ist. Für Rehe mögen 5,6 mm langen, aber bei Wild über 250 kg sollte schon 8 mm oder größer gewählt werden.

Solch ein Kraftstoß – ZNS- Wirkung erfordert unbedingt hinreichende schulterstabilisierende schnurgerade Tiefenwirkung, und große Geschwindigkeit. Je schneller, desto besser. Jede 100 m/s mehr helfen sehr, weil der Standard ½ v² mit der zweiten Potenz der Schnelle wächst. Auch aus diesem Grunde sind meine Geschosse leicht, so leicht, daß sie in jedem Kaliber noch mindestens ½ m tief eindringen bzw. jeden Knochen (bis zum Büffel) brechen. Erst bei Flußpferden und Elefanten werden sich für die KJG bis 9,3 mm Grenzen zeigen. Aber die Tiere sind auch schon auf dem Plan.

Was bliebe nach 5 Jahren Forschung und Entwicklung noch zu sagen? Eigentlich nichts. Das KJG hat sich als die vernünftige Lösung jagdlicher Anforderung ausgebildet, an der kaum noch sinnvolle Änderungen möglich erscheinen.

Als letztes Beispiel mag die Sau herangezogen werden, die ich arglos, weil zahm, von vorn mit Kopfschuß erlegte. Es war für eine Grillparty bestellt. Der vielleicht 35 kg Überläufer, denn es handelte sich dabei um unsere bekannte Wildsau, kein Afrikaner, stand einige Meter vor mir und blickte mich an, als ich ihm gerade von vorn das 9,3 mm KJG durch den Kopf schoß. Selbstverständlich fiel die Sau sofort, aber so ein Schlegeln hatte ich bei Sauen noch nicht gesehen, bei Weißwedelhirschen schon. Die Sau schien auf der Seite liegend zu laufen, sicher über eine Minute lang, vielleicht auch zwei, bis sie geschlachtet wurde. Als die Sau am Haken hing, war sie dermaßen gestreckt, wohl mit 1 ½ m Länge (mit Läufen). Der vorsichtige Metsi fand gleich beim Abschwarten von hinten nach vorn, mein 9,3 mm KJG unter der Bauchschwarte, etwas hinter dem Pinsel. Die beobachtete vom Kopf zum Bauch leicht geneigte Geschoßbahn entsprach, soweit ich das abschätzen kann, der angetragenen Geschoßbahn. Die Seitenabweichung war vielleicht 5 – 10 cm auf den Meter, den mein KJG durch die Sau zurückgelegt hatte. Ob die Sau im Schuß genau gerade vor mir stand, weiß ich nicht. Im Rahmen der Meßfehler durchdrang mein KJG jedenfalls Schädel, Hals, Lunge, Leber und Gescheide, um dann nach etwa 1 m Eindringtiefe unter der Schwarte steckenzubleiben.

Bei einem derart abweichend beschaffenen Ziel unterstreicht das die hervorragende Richtungsstabilität meiner Geschosse im Ziel. Die übergroße Eindringtiefe, gegen die Daten betrachtet, soll nicht falsche Schlüsse aufkommen lassen. Der Wurf einer Sau ist voller Nasenhöhlen ohne nennenswerten Widerstand. Auch bot die auf dem Geschoßweg durcheilte Lunge kein zu berücksichtigendes Hindernis. Die reine Fleisch- und Knochenleistung kommt also hin. Da ich mir kaum eine Lage oder Tier vorstellen kann, das viel mehr als einen halben Meter Fleisch vor Herz und Lunge bietet, sind meine Geschosse auch an diesem Punkt ausgereift.

Frühe 6,5 mm KJG Muster von 2004 brachten noch 1 ½ m Tiefenwirkung auf Oryx beim texanischen Herzschuß aus 200 m Entfernung von hinten durchs Waidloch ins Herz. Aber das braucht doch niemand! Alles Wild kann von hinten mit Hüft- oder Weichtreffen unter die Schwanzwurzel mit Kraftstoß auf das Rückenmark gefangen werden, wenn das denn unbedingt sein muß. Ich rate nicht dazu, aber möglich ist es.

Rückblick

Im Jahr 2005 war ich mit dem 9,3 mm 12 g Masse 4,5 g Splitter zerstören in Afrika unterwegs. Deren Eindringtiefe entsprach den häufigen 9,3 mm KJG mit 10 g Masse und 2 g Splitter bereits. Die Flächenlasten der beiden Restbolzen sind mit 7,5 oder 8 g fast gleich. Kleine Abweichungen bringen die Ziele und Entfernungen mit sich, so daß von Gleichheit auszugehen ist. Die völlig unnötige übergroße Wirkung der Zerstörer ändert an den Fluchtstrecken gar nichts. Bei schlechten Treffern wird nur mehr Wildpret zerstört. So ist also die Geschichte von Irrungen und Abwegen gekennzeichnet.. Die heute erreichte Ausgewogenheit hat Jahre der Erfahrung gekostet, die dank der vielen (bebilderten) Zuschriften meiner Leser mit aussagekräftigen Jagdberichten auf einer breiten und als gesichert zu wertenden Grundlage ruht.

Ich danke euch, meine lieben Leser, hier ganz herzlich für die Mühe, der ihr euch aussetzt, um die Berichte zu verfassen. Allein wäre nur ein besonderes Lutz-Möller-Geschoß aus der Notwendigkeit, ein Einheitsgeschoß zu schaffen, entstanden. So aber ist mein Geschoß für alle da, alle Jäger, alle Wildarten (Dickhäuter bislang ausgenommen, aber die kommen auch noch dran), alle Entfernungen und alle Kaliber. Von irren Extremen sehe ich mal ab. Ich kann heute zufrieden feststellen: Die Aufgabe ist gelöst. Das Ziel ist erreicht.

Ausblick

Jetzt brauche ich ein neue Aufgabe. Gerade im althergebrachten Jagd- und Waffenbereich sind viele Lösungen als geschichtlich überliefert zu betrachten. Neue Werkstoffe, Werkzeuge und Maschinen erlauben heute aber auch neue Waffen und Munition. Auch bei der Zielerrichtung ist noch deutliche Luft nach oben. Ich plane dort Einiges, über das zu gegebener Zeit zu berichten sein wird. Die Lutz Möller Geschosse werden in nächster Zeit über einen automatisierten Netzladen angeboten werden, sodaß knappe Zeit für wertvolles Schaffen gewonnen werde. Ob und wie ich gegebenenfalls meinen Netzplatz weiterführen werde, ist un gewiß . Sicher ist nur, Zeit muß gewonnen werden. Vielleicht wäre eine von jedermann zu beschreibende Tafel die Lösung - vielleicht auch nicht. Mäßigend und steuernd einzugreifen, bliebe immer noch eine zeitfressende Aufgabe.

Zum meinem KJG ist alles gesagt. Man muß es nur selbst nachlesen, statt faul zu fragen. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.

Waidmannsheil, Lutz Möller Donnerstag, den 5. Juni 2008,

Vorfreude auf den endgültigen Beweis . . .

Hallo lieber Lutz,

erst einmal Waidmannsheil zum Jagderfolg in Afrika 2008.

LM: Waidmannsdank!

Bitte verstehe dennoch, daß ich – wie wohl viele andere Deiner Leser auch – enttäuscht bin. Warum? Nun, da wird eine „Beweisjagd“ für Dein KJG angekündigt und dann bist Du beim Zerwirken nicht dabei?

LM: Wir wohnten nicht am Jagdort!

Obwohl die überflüssigen Fangschüsse auf die liegende Kuh aus einem völlig anderen Winkel abgegeben wurden, als der an suboptimaler Stelle sitzende Erstschuß, soll es nicht möglich gewesen sein, die Geschoßreste dem jeweiligen Schuß zuzuordnen?

LM: Die Fangschüsse gab ich auf J.P.Geheiß ab, also aus geselligen Gründen. Das hätte ich besser lassen sollen. Da gebe ich Dir leider recht!

Andererseits gibt's aber detaillierte Bilder von Lunge etc.? Nicht sehr überzeugend, oder?

LM: Ich hatte die Leute gebeten Herz und Lunge aufzubewahren. Was ich nicht ahnte, war daß der Büffel nicht im Ganzen ein Weile abhing, sondern am nächsten Morgen schon zerlegt war.

Wer hat denn überhaupt geschossen, auch das bleibt im Text irgendwie etwas nebulös. (Zitat: „J.P. zeigte nach vorn zeigte und da stand sie, die alte Kuh, auf die wir es abgesehen hatten. Keine Sekunde später nickte er, nahm das innerlich vorher wohl eingeprägte Ziel über Kimme und Korn auf ~ 60 m ins Visier und zog ruhig ab. Der Schuß krachte, das schwarze Biest zuckte kräftig und ging laut krachend flüchtig ab.“)

LM: Das muß ich sofort verbessern. Da fehlt ein „ich“. Ich brachte den Text bereits in Afrika handschriftlich auf Papier. Mein Tochter tippte mir das dann ab. Ich übernahem den abgetippten Text - wohl ohne den hinreichend genau zu prüfen. das siehts du auch den den doppelten, sinnlosen „zeigte“!

Also hat J.P. geschossen und Du „nur“ die Nachschüsse auf die bereits tote Kuh gemacht? Oder fehlt im Text „nur“ das „ich“ im 2. Satz des Zitates?

LM: Genau, kluges Kerlchen! Danke für den Hinweis!

Und überhaupt, eine Kuh ist erheblich kleiner und etwas ganz anderes, als ein alter Bulle. Abgesehen davon, daß das von vorn Herangehen an das gestreckte Wild, ebenfalls nicht von großer Kenntnis des PH zeugt. Aber das wurde ja schon bemängelt.

LM: Das mag sein. Die Wasserbüffel in Australien sind jedenfalls größer als Kaffernbüffel und dort werden im August 2008 auch männlich Stück bei sein.

Na ja, die Beschreibung der Erlegung eines alten Daga Boys, der Dein KJG von vorn oder vorn-spitz auf den Vorderlaufknochen bekommt mit den entsprechenden Bildern kommt sicher noch. DANN ist der notwendige Beweis erbracht, daß das Fliegengewicht 9,3 mm KJG zur Büffeljagd taugt.

LM: Dazu werde ich frühestens im Juli 2009 in Nordbotswana Gelegenheit bekommen. Es sei denn im nächsten Februar ergäbe ich Gelegenheit auf große graue Ernteschädlinge in Zimbabwe und da fiele so ein schwarze Birst zwischendrin nicht auf. aber das sind noch ungelegt Eier. Wir werden sehen. Ich werde berichten.

Oder zumindest zur Jagd EINES Büffels getaugt hat. Bisher ist das nicht so richtig gelungen. Selbst mit einem Vollmantel in .308 Winchester wäre diese Kuh zur Strecke gekommen.

LM: Siehe Lutz Möller Australien Büffeljagd 2014 mit 308

Wahrscheinlich willst Du nur die Spannung etwas anheizen, oder?

LG und WeiHei, Hugo, Donnerstag, 5. Juni 2008 20:59

Lieber Hugo,

daß du nicht zufrieden sein wirst, war ja zu erwarten. Du mit Deiner bekannten Einstellung. Ich habe halt bei den Kosten die Kirche im Dorf gelassen, deshalb wählte ich die Kuh statt eines Bullen. Die immerhin 9 Tiere konnte ich auch nicht umsonst erlegen. In Australien 2008 werden hoffentlich noch mal 10 Stücke fallen, größere!

Gruß Lutz,

Ausschuß?

Hallo Herr Möller

Sie haben eine sehr Schön Afrika-2008-Reise gehabt. Ich habe nur eine Frage über Ihren ersten Büffel. Ich weiß nicht, ob er Ausschuß hatte?

Waidmannsheil Radovan Abramovic, Freitag, 6. Juni 2008 23:27

Guten Tag Herr Abramovic,

Ich leider auch nicht. Der Jagdführer J.P. nötige mich unnötiger Weise auf das Tier 2 Fangschüsse abzugeben, obwohl der Büffel lag. Ich habe mich dem gefügt. Das hätte ich wohl besser bleiben lassen sollen. Ich feuerte insgesamt drei Male. Die Leute schlugen den Büffel abends aus der Decke, aber an einem andern Ort, als ich war. So war ich nicht dabei. Das war dumm. Von den drei abgefeuerten Geschossen, wurden zwei geborgen. Nun weiß ich nicht welche Geschosse ich in Händen halte. Außerdem zerlegten die Leute den Büffel noch in der Nacht, so daß ich kein weiteren sicheren Erkenntnisse habe.

Die sind aber auch nicht so wichtig. So ein Büffel ist vorn deutlich schmäler als hinten. Ich vermute mal nicht viel breiter als das Eland und jedenfalls nicht so breit, wie die Sau lang war, die ich auf einen Meter durchschoß. Insofern gehe ich bei dem breit beschossenen Büffel vorn mit vielleicht ½ m Breite vom Ausschuß aus, zumal ich das Eland spitz von vorn 35 cm durch massigen Vorderlauf und 15 cm durch das Herz schoß und mein 9,3 mm KJG spitz austrat. Die 9,3x64 KJG Daten geben in 50 m Entfernung 65 cm Fleischleistung an. Soviel bietet der Büffel vorn nicht. Die Leistung auf die Sau zeigte die 65 cm zuzüglich Wurf und den Brust die der weichen Nasenhöhlen und der Lunge wegen nicht zählen. Rechnung und Erfahrung stimmen gut überein. Das bißchen durchschossene Blatt ändert kaum was.

Im Übrigen ist so ein Büffel nach 50 m krachender Flucht leicht auszumachen. Man hört doch, wo der liegt!

Waidmannsheil, Lutz Möller

Lies auch aus 2008: Zebra | Eland | Impala | Gnu | Sau | Afrika