Weichschuß

auf Wild

Damit keiner auf dumme Gedanken komme, lies vorher Zielwahl!

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Erster MJG-Bericht aus Tirol

Servus aus Tirol Also jetzt ist es soweit! Erste Berichte mit dem Lutz Möller MJG : Waffe war eine 7x64 Steyr Mannlicher, Geschoß 7 mm MJG (7,5g ):

Das waren jetzt die ersten Erfahrungen mit dem Lutz Möller MJG, wir vermissen ein wenig das Zeichnen des Wildes, sehr kurze Fluchten, und am Anschuß ist alles da was sein sollte. Erste Bilanz: Sehr gut!

Servus aus Tirol, Ralf Rauchberger, Donnerstag, 12. August 2004 22:45

Noch was: Was passiert bei einem richtigen Weichschuß! mit dem Lutz Möller MJG? Mein Freund glaubt, daß dieses Geschoß nur etwas für sehr gute Schützen ist!

Herr Rauchberger,

niemand will fehlen! Niemand will (oder sollte willentlich) weich schießen! Dennoch kommen bei aller Sorgfalt unbeabsichtigte Weichschüsse vor. Steht das Wild gerade zu und führt der Jäger Lutz Möller MJG und hält von vorn auf den Stich an, wird das Lutz Möller MJG zunächst durch die Kammer flitzen und dann in Weiche dringen. Erfahrungen dazu stehen in Loimaa 03. Mit der den Lutz Möller MJG eigenen sehr großen Tiefenwirkung werden viel Tier auch längs ganz durchschossen. Diese Jahr in Südafrika erlegte ich vier Bergriedböcke. Die Tiere sind etwas größer als Rehe und leben, wie die meisten Hornträger, in Rudeln. sie haben die Eigenart bei Störungen oder Geräuschen zu sicher, wie andere Tiere auch, aber richten sich nach der Störungsquelle aus. Das bedeutet für den Jäger, der ein langsam ziehendes Bergriedbockrudel bejagen will, er muß das Rudel ansprechen (im Wortsinn) oder pfeifen, oder in die Luft schießen, oder sich sonst bemerkbar machen. Dan verhoffen alle Tiere und drehen sich zur Störung. Man kann also auf stehende Bergriedböcke nur von vorn schießen, oder auf wegziehende von hinten, oder spitz hinten. Insofern erlegt ich drei von vorn und einen von spitz hinten. Ich führte das 6,5 mm MJG-kurz aus einer .260" Rem. mit 1.100 m/s V0. Alle auf etwa 100 und mehr Meter beschossene Tiere fielen und lagen amAnschuß. Fluchtstrecken waren nicht zu verzeichnen. Wie in Wundwirkung ausgeführt, können selbst Tier ohne Herz und Lunge noch 10 - 15 Sekunden bewußt handeln, also auch flüchten. Die Bergriedböcke konnten aber nicht mehr flüchten, weil ich sie von vor bzw. spitz hinten ins Weiche Geschoßen hatte. Der tödliche Herz- und Lungentreffer waren nicht das Fluchthindernis, sondern die im Weichen durch das sehr schnelle Lutz Möller MJG erzeugte Druckwelle, die das Weiche gegen die Wirbelsäule knallte, damit die Wirbel gegeneinander bewegte, die dann das Rückenmark scherten. Nerven sind druckempfindlich. Derartige Erschütterungen vertragen die Nerven nicht gut. Sie sind überlasten und versagen den Dienst. Ein Weichschuß mit hinreichend schnellem Lutz Möller MJG genügend dicht an der Wirbelsäule lähmt das Tier vom Schuß abwärts wie ein Krellschuß. Die so getroffenen Bergriedböcke filen tödlich getroffen mit gelähmten Keulen. Sie starben bevor die Lähmung verschwand. In der hellen sudafrikanischen Sonne war das durchs ZF gut zu beobachten. Versuche mit den Vorderläufen zu flüchten waren zu sehen; das Unvermögen die nicht getroffenen Keule zu bewegen ebenfalls.

Aber Vorsicht! Das Erlebte soll mitsamt der zugehörigen Erklärung nun nicht zum breiten Weichschuß verleiten. Ist Treffer zu weit von der Wirbelsäule weg, wir das Stück zwar durch den Nierenschmerz mit Rückenkrümmung zeichnen, kann aber ggf., dennoch laufen, besonders wenn der Weichtreffer ganz unten in Bauchnähe war. Da die Lutz Möller MJG wenig Wildpret entwerten sind im Zweifel die höheren Schüsse, die ggf. auch das Filet treffen vernünftiger als zu tief, die nur schlecht verletzen. Mit Nervenwirkung sterben die Tier immer noch am schnellsten.

Im Übrigen unterrichten Sie Ihren Freund mal über den wirksamen Leberknotenschuß, der auf spitz stehendes Wild ein hochempfindliches, aber dennoch nicht so kleines Ziel bietet! Man muß also kein Künstler sein, um mit Lutz Möller MJG MJG zu jagen. Das würde zwar nicht schaden, aber gewöhnlich Schützen kommen mit dem Lutz Möller MJG auch zurecht, besser sogar als mit herkömmlichen BleiGeschoßen, weil die Lutz Möller MJG im Wild immer gerade ins Ziel fliegen, ohne vorher stecken zu bleiben oder schräg wegzuschlagen. Auch kleine zielnahe Hindernisse (Bäumchen, Getreide) stören nicht. Insofern schießt man mit Lutz Möller MJG sorgloser, mit mehr Vertrauen und demzufolge sogleich besser.

Waidmannsheil nach Tirol, Lutz Möller 13. August 2004

Zwitter flüchtet

Sehr geehrter Herr Möller,

Nr. 4 wurde erlegt. Das war eine sehr seltsame Jagd! Am Lainerköpfl wurde auf ~ 1.800 m ein Hirschtier angesprochen; Schuß auf 320 m mit der Steyr Mannlicher 7x64 mit 7 mm Lutz Möller Geschoß; bester Schuß mitten aufs Blatt; amAnschuß war alles, das da sein sollte, doch das Wild zeichnete wieder nicht. Das Tier zog mit einer Seelenruhe ab; ~ 400 m; nach erfolgreicher Nachsuche stellte sich heraus, daß der Schuß best war. Aber jetzt kommt der Hammer: Die Beute war ein Zwitter, Hirsch-Tier mit Knöpfen, 3 Zitzen am Gesäuge, kein Euter, an der Stelle, an der der Pinsel normalerweise sitzt, war ein dunkler Fleck. Von dort verlief eine dicke Sehne, zurück, Feuchtblatt war da, wo es sein soll.

Herr Möller, der Jäger ist nicht mehr begeistert, denn alle 4 Stücke flüchteten. Laut seinen Erfahrungen, der letzten 30 Jahren Jagd, mit solchen Schüssen mit herkömmlichen Jagdpatronen gab es das nicht. Vereinzelt flüchteten die Tiere 30-40 m, aber nur bei nicht gut angetragenen Schüssen. Also dieser Jäger sagte, er würde mit den MJG nicht mehr jagen. Er bevorzugt 8 g Kegelspitz; die Flugbahn sei zwar nicht so gestreckt, aber das sind auf 300 m nur 10 cm tiefere Fall. Damit könne er sehr gut leben, denn laut Erfahrung, bei 40 Abschüssen im Jahr liegt die durchschnittliche Entfernung bei ~ 180 m.

Macht er einen Fehler? Soll er die Schüsse anders antragen? Ist die Patronen zu hoch geladen, zu schnell, oder zu langsam, gibt es eine Erklärung?

MfG, Ralf Rauchberger, Donnerstag, 19. August 2004 13:41

Herr Rauchberger,

ich komme gerader von einer kurzen Reise zurück, werde in Kürze antworte.

Lutz Möller 21. August 2004

Herr Rauchberger berichtete am Montag, den 23. August mündlich, er habe sich mit dem Kreisjägermeister den aufgebrochen 125 kg schweren Rotwildzwitter angesehen. Der Treffer war nicht auf dem Blatt, sondern die Lunge oben hinten nur angeritzt und der Schuß mehr im Weichen. Darauf sagte der Kreisjägermeister „Mit dem Treffer wäre das Stück selbst von einer Panzerfaust getroffen noch 400 m gegangen!”. Auf die Frage hin, warum der Schütze denn zunächst so ein Auskunft erteilt habe, meinte der ja er habe auf das Blatt gezielt, aber in der Hektik, habe sich dann die Decke wohl verschoben. Der Mann ist als konservative bekannt und steht den neuen LutzMöller Geschpossen eher abwartend bis ablehnend gegenüber. Einen solchen Treffer als Blattschuß auszugeben und dann auf das Geschoß zu schimpfen halte ich dennoch für eine freche Ausrede.

MJG-Weichschuß auf Sau

Klaus Dieter Reumuth aus dem Brandenburger Fort berichtet heute fernmündlich über vier Sauen, davon allerdings drei mit Kopfschuß, die insofern nichts besonderes aussagen, das hier jedes Tier mit einem frontalen Kopfschuß von oben zwischen die Lichter im Knall fällt. Waidmannsheil dem guten Schützen. bemerkenswerter war da schon die vierte Sau mit einem Weichschuß. Ich mußte bei dem Wort Weichschuß sofort an eine alte sehr lange Nachsuche denken, siehe Jungjäger mit .30-06. Damals beschoß ich ein Schecke, ohne solch bunte Sauen zu kennen oder in diesem Falle erkannt zu haben. Ich traf mit der .30-06 mit TMS wie gezielt in Schwarze, daß aber das Weiche war. Wir mußten 2½ km suchen.

Lutz Möller Geschosse wirken deutlich besser. Ich traf Jahre später mal im Winter eine Bache auf der Pirsch, die mir gerade aus einem Ginsterbusch entwischen wollte, schnell und flüchtig Geschoßen mit dem alten 7g 6,5 mm MJG mit kurzer Hohlspitze ins Weiche knapp unter den Nieren. Die 70 kg Sau stellte sich nach 150 und ich konnte sie fangen. Nach dem ersten 2½ km Erlebnis, war ich damals natürlich hoch erfreut.

Aber bei Klaus Dieter Reumuth kam's noch besser. Er traf einen Überläufer breit hinten knapp über dem Pinsel. Er hörte, wie meist mit MJG, lauten Kugelschlag. Die Sau zeichnete und ging in ein nahes Feldgehölz im Maisschlag ab. Er wußte also, daß er getroffen hatte. Zwei Stunden später machte er sich mit seinem Hund auf die Suche. Der begann schon nach etwa 50 m merkwürdig im Zickzack zu suchen. Die Sau mußte schon schwer krank gewesen sein. Jedenfalls lag sie nach 100 mausetot da. Große Freude stellte sich ob der kurzen Fluchtstrecke bei dem schlechten Waidwundschuß ein. Beide Kniescheiben waren verletzt. Innen hatten die groben, etwa 2 -3 mm langen Splitter heftig gewirkt. An einigen Splitterbahnen mußte Her Reumuth kleiner Blutgerinnsel entfernen.

Ich muß sagen. Diese zweite Bestätigung der außerordentlich guten Waidwundwirkung des Lutz Möller Geschosses auf Sau ermutigt sehr (selbstverständlich nicht zum Waidwundschuß, der bleibt ein schlechter Treffer), aber zu dem Konzept zweifacher Wirkung mit Splittern für großen anfänglichen Wirkungsquerschnitt (~ Querschnitt aller Splitter und Restbolzen mal Geschwindigkeit zum Quadrat) und dem gerade durchdringenden festen Restbolzen für große Tiefenwirkung. Daß Wild bei guten Treffen zur Strecke kommt soll die Regel sein. Daß Wild mit solche schlechten Treffer binnen 100 m liegt ist unter den mir bekannten Geschoßen die rühmliche Ausnahme. sie ist ein weiterer Grund mit Lutz Möller MJG zu jagen. Der Jäger muß sich mit MJG weniger um möglicherweise mangelnde Wirkung oder krumme Flugbahn sorgen, sondern kann sich ganz dem Wild widmen.

Lutz Möller, 27. Mai 2005

MJG-Weichschuß

Hallo Herr Möller.

Neben den Ladedaten meiner Krico 5,6x57 mit nur einen 60 cm langen Lauf würde mich weiters noch sehr interessieren, was mit den Lutz Möller Geschossen, besonders bei diesem kleinen 5,6 mm Kaliber, das viele erfahrene Jäger, besonders aber Hundeführer die Nachsuchen durchführen, sehr skeptisch sehen) da es viel härter als ein Bleigeschoß ist, passiert,wenn ungewollt einen Weichschuß angetragen wird.

In der Hoffnung auf eine baldige Antworte verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, Peer Martin aus Südtirol , Donnerstag, 2. November 2006 18:33

Tag Herr Reiter,

lesen Sie Druckwelle! Zu Blei empfehle ich die Bleierne Sippe !

Natürlich soll der Jäger ein gute Zielwahl beachten. Ansonsten gilt: Verschiedene Treffer = verschiedene Wirkungen!

Bergriedböcke

Bergriedböcke sind größer als Rehe aber kleiner als Gemsen. Bergriedböcke sind meist im Rudel in Bewegung. Pfeift man sie an, spricht man sie an, sehen Sie alle zu einem hin, und zwar in Längsrichtung. Die müssen dann auf den Stich Geschoßen werden. Springen die aber ab, kann man sie nur von hinten oder spitz hinten erwischen. Im Jahre 2003 schoß ich einige mit 6,5 mm MJG auf der .260" Remington. Die traf ich mit dem auf 1.100 m/s v0 geladenen Lutz Möller Geschoß also teilweise auch weich. In jedem Fall fielen die Tiere auf Schlag sofort, aber weich getroffen waren die deshalb nicht sofort tot. Das kleine schnelle MJG verursacht eine erhebliche zeitweilige Wundhöhle. Anders als luftgefüllte Lunge läßt sich das wässerige Weiche nicht verdichten. Deshalb „schlägt“ das Geschoß mittels des Weichen auf die Wirbelsäule. Die schert das Rückenmark. Nerven empfinden Druck. Der Schlag wirkt wie ein übergroßer Hexenschuß und krellt das Tier, so daß es hinten gelähmt fällt, nicht mehr aufstehen kann, wenn das Geschoß nicht zu tief saß. Dermaßen gelähmte Tiere halten das Haupt noch oben und wenn man sich Ihnen näher versuchen die ggf. mit den Vorderläufen noch hochzukommen und zu flüchten. Das gelingt nicht. Die Tiere verbluten und sterben, ohne einen Meter Flucht.

Auch ein Diagonalschwein ist weich getroffen.

Kräftige 7,6 mm Lutz Möller Geschosse aus der .300" WM wirken bei Rehen mit Weichtreffer so wie hier. Sehen Sie sich das Wildpret an, dann wissen Sie was Sie zu erwarten haben. Dabei bietet das kleine 5,6 mm MJG mit 0,7 g Splittern natürlich einen geringere Splitterwucht als das 7,6 mm MJG mit 1,9 g Splittern.

Sie sollen den Weichschuß nicht suchen, aber brauchen Ihn auch nicht zu fürchten. Wenn er hoch angetragen wird, bannt er sogar unmittelbar an den Platz.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Siehe auch Zerleger!

.308" MJG on Impala in Botswana

Hi Lutz,

I Hope you have received your DVD!

LM: Hallo Cornel, unfortunately not Yet. Have You received my DVD with the Africa pictures yet?

We were busy on the Botswana farm this weekend, so I only had about 30 minutes of day time left to shoot a impala for our workers. This resulted in taking a very risky shot on a impala while it was running away from me. As you can see it went down on the first shot.



Impala laying down after first shot, but still alive!



As I came closer it jumped up and started running for about 50 meters.
You can see on the photo, the bullet has entered at the right side back.



Here you can see the exit wound of the bullet in the middle left side,
as it was running away from me with the only possible shot entering from the right back.

Without hitting any lungs or heart it went down with my liver shot after about 60 meters. As I approached it the last time I had to finish it of with the knife (Why the knife?) because I don’t want to waste a additional .308" MJG bullet. Given the circumstances, I am quite happy with the shot as for there is no meat damage except for one broken rip.

Cornel Ries, Dienstag, 28. August 2007 11:09

9,3x64 MJG Schmahlreh Weichschuß

Hallo Herr Möller!

Ich konnte heute früh um 7:30 ein Schmahlreh mit meiner 9,3x64 erlegen. Ich wollte sauber auf das Blatt schießen, aber im Augenblick der Schußabgabe bewegte sich das Stück nach vorn! Das Ergebnis siehe auf den beiden folgenden Bildern. Fesch schlechten Treffers trotz fiel das Stück im Feuer! Es gabe keine Wildbretentwertung, nur eine kleine Sauerei beim Aufbrechen! Letztes Jahr bewerkstelligte ich fast den gleichen schlechten Treffer 16,2 Gramm Nosler Ballistic Tip. Davon platzte das Reh fast ganze auf. Man sieht, man kann sich auf das Lutz Möller MJG spitz auch bei schlechten Schüssen verlassen!

Grüße und Weidmannsheil, Albert Zamernik, Donnerstag, 17. Mai 2007 14:12

9,3x64 MJG S weicher Einschuß

9,3x64 Lutz Möller Geschoß weicher Ausschuß

Wei(ch)tschußexperten

Moin lieber Herr Kupferling

Da scheinst Du ja bei Deiner Kundschaft von echten Weitschußexperten umgeben zu sein.

Lorenzens Damhirsch springt mit allen Vieren in die Luft und verludert.

LM: Weil er ihn abends allein im Höhen Besuchs findet, der Forst nicht sofort kommt, sonder wegen zwischenzeitigem Kanonenbeschuß erst zwei Tage später nachsucht und zwischenzeitlich wohl die Sauen da waren)

Zamerniks Schmalreh wird durch einen Schlumpschuß gemeuchelt, wobei die Trefferlage hier schon einmal derart praktiziert wurde und es sich also um einen Wiederholungstäter handelt.

Wobei, bei aller Wildbretentwertungsschontheorie, dieser Ausschuß wohl kaum mehr unter diese Kategorie fallen dürfte.

Auch hier sollte vielleicht mit kleineren Kalibern etwas mehr geübt werden.

Na SERVAS......., D. 18. Mai 2007

Vergleiche

SchmalrehWeichschuß

Moin Lutz,

Das sind ja fast unglaubliche Geschichten, ein Schmalreh liegt auf der Stelle mit Weichschuß. Ich habe etwas besser, wenn auch nicht gut genug getroffen, ein Treffer im Bereich Lunge/Leber.

7,62-mm-KJG-alt-Schmaltier-Weichschuß

7,62-mm-MJG-alt-Schmaltier-Weichschuß

Das mit 300 Win Mag MJG-alt auf 60 m beschossene Stück ging noch 70 - 80 m .

WaiHei Ralf, Sonntag, 20. Mai 2007 09:55

Moin Ralf,

lies Wundwirkung#Druckwelle.

Ich habe mit Leberknotenschuß auch noch nie ein Stück an den Platz bannen können, aber zur Strecke kamen alle binnen 50 m oder weniger. Meine Zielwahl heute ist, wenn der sich denn antragen läßt, eher ein Lungenschuß! Im Juli will ich mit der 7x64 Patrone am Limpopo in Botswana auf Gnu, Zebra, oder Eland um die Wirkungen des 7 mm MJG auf größer Tier zu zeigen.

Gruß, Lutz

Kitze mit Leberschuß

Hallo Herr Möller,

ich ersuche Ihren Rat, da sich leichte Unsicherheit in mir ausbreitet. Ich bin mit der Präzision Ihrer Lutz Möller MJG absolut zufrieden und begeistert. Nun ist es allerdings so, daß ich mit meiner 7x64 kürzlich zwei Kitze erlegte aber mit der Ausschußgröße sowie mit der Splitterwirkung nicht ganz zufrieden bin. Wenn ich die Bilder auf Ihrer Seite verfolge dann sind die Ausschüsse wesentlich kleiner als bei mir im Kaliber 7 mm. Ich erlegte die Kitze auf 60 und 100 m, beide etwas weiter hinten mit Leberschuß. Beide lagen sofort im Feuer, allerdings waren die Ausschüsse faustgroß, was ja eigentlich nicht stören würde. Es ist nur so, daß ich meine Rehe in der Decke an ein Restaurant verkaufe und der Besitzer mir nun ein par Bilder zukommen lies.

Bild 1: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Bild 2: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Bild 3: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Bild 4: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Bild 5: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Bild 6: Wildpret vom Kitz mit Leberschuß. LM: Beachte Zielwahl!

Darauf sehen Sie daß Splitter bis im Rücken zu finden waren. Ein- und Ausschuß waren beide male mittig. Was mache ich falsch? Oder ist meine Ladung zu schlaff? Oder ist das Kupfer zu spröde? Ich beabsichtige mir eine 8x68S zu kaufen. Kann ich diese denn überhaupt mit Lutz Möller MJG auf Kitze einsetzen?

Ich konnte auch im Oktober zwei Jungfüchse strecken, die ebenfalls handgroße Ausschüsse hatten. Leider liegen hierzu keine Bilder vor.

Hier noch meine 7x64 MJG Munition:
Geschoß: 7 mm Lutz Möller Geschoß
Hülsen: RWS ( 63,44mm)
Zünder: RWS 5341
Pulver: R 901 ( 3,27 g)
Patronenlänge: 83,34 mm
Lauflänge: 60 cm

Ich hoffe Sie verstehen meine Unsicherheit, denn ich möchte meine Kundschaft nicht vergrämen. Trotzdem möchte ich die MJG auf alle Fälle weiter verwenden, denn ich denke die sind das Beste auf dem Markt was es gibt und Aufgaben sind da um sie zu lösen.

Waidmannsheil, Günter, Dienstag, 8. Januar 2008 21:37

Zielwiderstände

Mein lieber Günter,

warum machst du denn so was? Warum schießt du die kleinen Kitze denn auf die kurzen Entfernungen weich auf die Leber, statt dich einer vernünftigen Zielwahl zu befleißigen und einen sauberen Lungenschuß anzutragen? Das verstehe ich nicht. Was soll das? Wozu?

Ich schieße mit der 7x64 MJG Munition in Afrika immerhin große Tiere wie Gnu und Zebra von etwa 4 - 500 kg Lebendgewicht (der Zebrahengst) auf die Lunge und habe Fluchstrecken von 15 m (Zebra, ruhig, 100 m Schußweite) und 40 m (Gnu, beunruhigt, 60 m Schußweite), aber du suchst Dir bei den jetzt vielleicht 10 kg Kitzen mit derselbe Hochleistungspatrone den härtesten Zielwidersand aus und wunderst dich, daß die kleinen Dinger fast platzen.

Lies und verstehe den Kraftstoß. Dann achte mal auf den Weichschußrechner. Vielleicht geht Dir jetzt ein Licht auf, oder? Falls nicht, will ich das Geschehen noch mal in wenigen Worten zusammenfassen. Die Geschoße beschleunigen im Ziel um so mehr und um so stärker, je größer der Zielwiderstand ist. Das mit Wucht (kinetische Energie) und Schwung (Impuls) heranstürmende Geschoß stößt das Ziel teils elastisch, teils unelastisch beiseite. Je weniger das Ziel nachgibt, desto stärker fällt der Stoß aus, desto größer die Zerstörung.

Lunge läßt wegen der in ihr enthaltenen luftgefüllten Bläschen leicht zusammendrücken, bietet daher nur geringen Zielwiderstand. Wenn du also mit Kanonen auf Spatzen schießen willst, und von den Spatzen noch was übrig bleiben soll, wähle die Lunge als Ziel, ohne Blatt, ohne Vorderlauf davor.

Fleisch kann im Raum nicht verdichtet werden. Deshalb ist Fleisch, genauso wie alle andern luftlosen wasserhaltigen Körperteile (Blut, Leber, Pansen, Waidsack, überhaupt das ganze Gescheide, oder auch Wasser selbst) „hart“, sollheißen, bietet gegenüber der „weichen“ ganz erheblich gesteigerten Zielwiderstand. Das einschlagende Geschoß „hämmert“ mit Wucht das an sich in sich bewegliche Fleisch beiseite, beschleunigt und überdehnt es nah der Geschoßbahn bis es reißt. Weiter draußen, da die Überdehnung kleiner ist, federt es wieder zurück.

Ob ein Tier dabei platzt, oder nur übergroße Ausschüsse zeigt, bestimmt das Verhältnis von eingetragener Wucht und Tiergröße, Zahlen finden sich beim Weichschußrechner. Große Tier berührt das alles weniger. Vom MJG richtig getroffen müssen sie dennoch sterben.

Knochen ist nicht weich sonder hart, in dem Sinne das er sich nicht ohne erheblich Kräfte (nämlich ihn zu brechen) umgestalten läßt. Angreifenden Scherkräften bietet der Knochen festen Widerstand. Außerdem ist Knochen dichter als Fleisch oder Lunge. Knochentreffer erzeugen also die jeweils größte Wirkung.

Das Lutz Möller MJG wirkt in der sehr weichen Lunge sicher durch Splitter. Dafür ist es gebaut. Der Restbolzen verwandelt jeden anderen Treffer, der immerhin ein lebenswichtiges Organ durchschießt muß, in eine tödliche Verletzung, natürlich auch in die Lunge selbst, wie selbst beim Gnu ohne Splitter in der Lunge deutlich zu erkennen ist. Selbst bei gewissen Streifschüssen können die Splitter fast-vorbei-Schüsse retten.

Um also mit sehr kräftigen Patrone, wie der deutschen Magnum 8x68S, auf kleine Kitz anhalten sinnvoll zu können, mußt du zwingend, also nicht nach Belieben, vernünftige Zielwahl betreiben. Auf den harten Kopf Geschoßen wird der platzen. Auf den Träger (nur von vorn oder hinten nie seitlich) Geschoßen wird der Kopf meist abfallen. Gleichwohl geht das gut, siehe 8x68S Steinbock in Afrika 2001. Wenn die beiden vorgenannten Treffer nicht angetragen werden können oder sollen, ist der breite Lungenschuß, ohne Blatt oder Vorderlauf anzukratzen, geeignet kleinste und größte Tier sicher und schonend zur Strecke zu bringen.

Der Leberschuß tötet zwar auch, aber er kosten die Leber und bläht kleine Tier unnötig auf, z. T. bis die platzen. Das muß bei kleine Tieren mit großen Patrone nicht sein. Laß es!

Die Splitterreichweite betragt in Fleisch etwa 5 cm. Das ist so gewollt, aber muß beachte werden. Lebertreffer kurz unter dem Rücken in kleine Kitze angetragen liefern dann eben auch Splitter im Rücken. Notwendig ist das nicht, vermeidbar aber schon.

Blutergüsse und Lymphödeme („Sulz“) folgen zerfetztem Fleisch unabdingbar, weil durch Überdehnung zerriessen Gefäß nun mal lecken und sich ihr Inhalt in die Umgebung ergießt. Wenn das nicht gewünscht wird ist unabdingbar anzuraten nur solche Treffer anzutragen, die das Wildpret möglichst unberührt lassen, also breite Lungenschüsse - nicht auf die Leber!

Verstanden? Ja?

Gruß Lutz

Kleine Kitze und große Kanonen

Sehr geehrter Herr Möller,

Ihnen und Ihrer Leser- bzw. Kundschaft wünsche ich vorab erst einmal alles Gute und viel Waidmannsheil für das neue Jahr 2008. Ich vermute jedoch leider auch, meine nachstehenden Zeilen werden Ihnen nicht gefallen. Ich schreibe diese aber nicht nieder, um Sie zu ärgern, sondern um Fakten zu liefern.

Es ist leider nicht immer erfrischend zu lesen, wie Sie mitgeteilte schlechte Erfahrungen mit dem Lutz Möller MJG abtun und meist die Fehler beim Schützen suchen. Sie haben zwar vollkommen Recht, indem Sie im vorliegenden Fall Kitze mit Leberschuß die gewählte Zielwahl anprangern. Diese Kitze hätten nach Lage der Dinge und geltendem Recht eigentlich sogar einer Beschau durch einen Veterinär unterzogen werden müssen. Wenn man schon derartig getroffene Stücke auch privat in den Verkehr bringen will, dann sollte man diese tunlichst selber zerlegen, säubern und erst in einwandfreien Zustand abgeben. Damit erspart man sich i.d.R. derartige Diskussionen und agiert nicht fahrlässig. Allerdings ohne Hinweise auf kleinste Blutergüsse kann man innerhalb der Muskulatur auch nicht jeden Geschoßsplitter finden. Man kann ja schließlich nicht alle Teile zerschneiden. Vielleicht wäre hier ein Metalldetektor hilfreich?

„Günter“ wird wohl nicht absichtlich auf die Leber gehalten haben, auch wenn je nach Entfernung und Schießfertigkeit eines Schützen derartige Treffer nie zu verhindern sein werden. Die meisten Jäger schießen auf der Jagd nun mal nicht vom Sandsack wie auf dem Schießstand. Auch Ihnen dürfte bewußt sein, nicht Jedermann beherrscht abgezirkelte Schüsse und die Begleitumstände (Entfernung, Lichtverhältnisse, Jagdfieber, Auflage, Temperatur, und und und ...) müssen gleichwohl berücksichtigt werden. „Günters“ Schießfertigkeiten kann ich überhaupt nicht beurteilen und will diese deshalb auch keineswegs in Abrede stellen. Wer einen solchen (unglücklichen) Schuß aber noch nie abgegeben hat, der gaukelt anderen etwas vor oder kann sicher nicht mit größeren Streckenzahlen aufwarten. Da müssen wir doch mal ehrlich bleiben.

Die Größe des Ausschußes bei der 7x64 verwundert mich auf Grund der Schnelligkeit des Geschoßes und dem recht kleinen Ziel Kitz überhaupt nicht. Bei dem geringen Ziel verursacht nicht nur das ausfliegende Restgeschoß die Größe des Ausschußes, sondern alles, was da noch so mitfliegt. Das Resultat gleicht dann durchaus dem eines TeilmantelGeschoßes.

Ich kann mir jedoch vorstellen „Günter“ habe absichtlich hinter die Blätter gehalten, um die Vorderläufe zwecks Verkauf der Stücke heile zu lassen. Vermutlich wollte er hinten durch die Lungenflügel schießen. Ein wenig zu weit nach hinten abgekommen beinhalten derartige Schüsse aber immer einige Gefahren. Je nach Geschoß und Kaliber können entweder der Wirkungsquerschnitt des eigentlichen Geschoßes oder aber abdriftende Geschoßteile unerwünschte Begleiterscheinungen hervorrufen.

LM: Ein Leser berichtete 40° Kegelwinkel abgehender MJG-Splitter bei einer Sau vor einem Baum.

Der besagte Beitrag und die Bilder von „Günter“ verdeutlichen jedoch beispielhaft wieder einmal auch die Nachteile der Splitterwirkung. Letztere muß man bei der Verwendung des Lutz Möller MJG immer mit berücksichteigen. Das bedeutet, ich habe beim Schuß auf kleinere Ziele wie einem Rehkitz wenn überhaupt einen nur äußerst eingeschränkten Zielbereich (alles andere verbietet sich). Dieser dürfte beim breit stehenden Stück als Kammerschuß unmittelbar hinter den Vorderläufen liegen. Mit etwas Glück dringen die seitlich abgehenden Splitter dann nur bis zum Zwerchfell vor. Die weiche dehnbare Lunge und die umschließenden Rippenbögen mögen dann einen Teil der Splitter auffangen.

Dennoch werden die Splitter auch mal irgend etwas „Unerwünschtes“ wie die unterhalb der Wirbelsäule verlaufende Speiseröhre, den Pansen, die Leber, die Vorderläufe oder den Rücken erreichen. Solange man diese Stücke selber verwertet, mag das ja noch egal sein. In den Verkauf bzw. Handel dürfen oder sollten solche mit dem Lutz Möller MJG beschossenen Stücke aber nicht ungeprüft gelangen.

LM: Kein Stück darf ungeprüft in den Handel gelangen. Der Jäger muß immer prüfen, insbesondere auf sichtbare Krankheitsmerkmale.

Ich verfahre beim Wildbretverkauf nach dem Motto: Was ich selber nicht verwerten würde, das gebe ich auch keinem anderen und umgekehrt! Neben den gefundenen Geschoßsplittern des Lutz Möller MJG in irgend welchen Organen oder Körperteilen wiesen fast 50% der von mir erlegten Rehe mit sauberen Kammerschüssen leider Panseninhalt innerhalb der Kammer oder sogar in der Bauchhöhle auf. Dieser Panseninhalt resultierte immer von durch Splitter gerissenen Pansen bzw. Speiseröhren. Ein voller Pansen bei Wiederkäuern gibt seinen Inhalt bereits durch das kleinste Loch nach außen ab, auch durch die Speiseröhre. In nahezu 100% aller Rehe fand ich Splitter Ausschußseitig in den Rippenbögen oder im Vorderlauf und gelegentlich auch im Rücken. Letztere waren aber meist nicht all zu tief eingerungen. Die Splitter kann man dann leider erst beim Aus-der-Decke-schlagen oder beim Zerwirken finden.

Ausschußseitige und nur sichtbare Splitter des MJG 8 mm-kurz bei einem Rickenkitz. Gewicht 10 kg aufgebrochen. Schußentfernung 35 Meter. Der Einschuß saß gegenüber knapp hinter dem Vorderlauf. Das Stück lag im Knall und war kurz danach verendet. Die im unteren Bildteil sichtbaren Splitter reichten aus, um den Pansen aufzureißen und sitzen hier ~ 15 cm vom Schußkanal entfernt. Die Wahrscheinlichkeit, wo und was diese Splitter treffen können, ist nicht vorhersagbar.

Die von mir verwendeten MJG in 8 mm-kurz aus 2004 Produktion erbrachten fertigungsbedingt viele kleine Splitter. Die 2005er Produktion mit noch tieferer Bohrung und noch mehr Splitter wurde deshalb von mir erst gar nicht verwendet. Das neue Lutz Möller MJG mit schwarzer Spitze liefert offenbar weniger, dafür aber ggf. etwas größere Splitter. Das Wirkungsschema der Lutz Möller MJG hat sich dadurch aber nicht geändert. Größere Splitter vermögen offensichtlich auch mehr in die Tiefe zu wirken, wie „Günters“ Bilder sehr schön demonstrieren.

Das Lutz Möller MJG erscheint auch mir hinsichtlich seiner Formgebung, der Führbänder und des Materials wegen als eine der besten Entwicklungen der letzten Jahre zu sein. Die für eine Tötungswirkung förderlichen und gewollten Geschoßsplitter zeigen hier aber ganz klar auch die Nachteile dieses Geschoßes insbesondere bei kleineren Zielen auf. Aus dieser Sichtweise erscheint das Lutz Möller MJG nach meinem Dafürhalten nach wie vor nicht geeignet, um beispielsweise Rehwild regelmäßig und hygienisch einwandfrei zu erlegen. Dieses geben Sie sogar unmißverständlich selber zu, indem Sie selber nur den ausschließlichen Lungenschuß auf Rehwild propagieren.

LM: Nicht auf Rehwild, sondern grundsätzlich!

Und selbst dieser ist mit dem Lutz Möller MJG nicht immer vertretbar, wie meine Fotos zeigen.

Ich weiß, jetzt kommen wieder haufenweise Einwände. Klar, auch ich habe in rd. 50% meiner Lutz Möller MJG-Rehwildabschüsse gutes Wildbret geliefert. D.h. die wenigen kleinen Splitter Ausschußseitig wurden von mir entfernt und erst danach habe ich diese Stücke abgegeben. Aber die anderen 50% waren nun einmal nicht einwandfrei. Durch stinkenden Panseninhalt konnte ich Rippenbögen, Bauchlappen und ggf. auch mal einen Vorderlauf oder die Lendchen trotz bester Treffpunktlage verwerfen.

Im Extremfall kann das dann auch mal so aussehen: Gelüftetes Blatt von einem Jährlingsbock mit fast identischen Schuß wie oben beim Rickenkitz (breit knapp hinter die Vorderläufe mit MJG 8 mm-kurz.). Gewicht 13,5 kg aufgebrochen. Schußentfernung 25 Meter. Das Stück flüchtete noch 30 Meter, deshalb die vielen Blutergüsse und der ausgepreßte Panseninhalt. Unaufgebrochen in der Decke sah man diese „Sauerei“ dem Stück nicht an. Wer so ein Stück in der Decke verkauft, verhält sich fahrlässig.

Wer viel Rehwild schießen muß oder dieses in den Verkehr bringen will, der sollte entweder Deformatoren verwenden oder bei Verwendung des Lutz Möller MJG ein deutlich geringeres Kaliber < 7 mm wählen. Man stelle sich selber nur einmal vor, man sitzt im Restaurant und delektiert sich an einem Rehrücken und beißt auf einen derartigen Geschoßsplitter.

LM: Ebenso wie bei einem Fasan auf ein Schrotkorn. Wir können Wild schließlich nicht mit Wattebällchen totschießen.

Solange einem das selber passiert, ist das wohl fast gleich. Aber dem zahlenden Gast und auch dem Gastwirt wird das keinesfalls gleich sein. Schließlich sind wir Jäger verpflichtet, nur einwandfreies und genußtaugliches Wildbret in den Handel abzugeben. Die Verantwortung hierfür liegt eindeutig beim abgebenden Jäger (Stichwort: Produkthaftung). Der Jäger sollte und muß sich bereits vor der Schußabgabe Gedanken darüber machen. Oder er muß derartige Stücke nur selber verwerten.

Aber auf diesen Sachverhalt habe ich in der Vergangenheit schon häufiger hingewiesen. Nur hören will dieses scheinbar niemand. Wer das Lutz Möller MJG verschießt, muß eben mit Splittern rechnen. So einfach ist das.Die dann freiwerdenden Splitter sitzen nun einmal im Umfeld des Schußkanals, vollkommen losgelöst vom Treffersitz. So ist nun einmal das Lutz Möller MJG konstruiert und so soll es wirken.

LM: Genau! Gut ist das!

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Friedhelm Bode Mittwoch, 9. Januar 2008 17:52

Tag Herr Bode,

der mit Kanonen auf „Spatzen“ (tatsächlich Kitze und Füchse) schießt, insbesondere auf Fleisch und Knochen, soll sich nicht wundern, wenn ihm die Wirkung bei den großen Zielwiderständen und kleinen Tieren „über den Kopf wächst“, sprich der Ausschuß zu groß ausfällt oder die Tierchen innerlich oder äußerlich mehr oder weniger platzen.

Lutz Möller

Nachtrag zu Bode + Schwarze Kappe

Hallo Herr Möller,

leider vermisse ich die mitgeschickten Fotos, die meine Ausführungen belegen? Sind diese etwa nicht bei Ihnen angekommen? Ich werde diese gern erneut zuschicken, falls diese fehlen, damit mein Beitrag auch nachvollzogen werden kann. Sie bitten doch sonst auch möglichst immer um Fotos, um Sachverhalte darzustellen. Ich möchte Sie somit freundlicherweise bitten, die von mir erstellten Fotos an den entsprechenden Textpassagen einzufügen. Vielen Dank!

Ihrer Antwort von wegen „mit Kanonen auf Spatzen schießen“ kann ich leider nicht zustimmen. Im Grundsatz ist es zwar richtig, daß je größer ein Geschoß bzw. Kaliber ausfällt, damit auch die Wirkung insbesondere bei kleineren Zielen ausfällt bzw. ausfallen kann. Man sollte sich aber vor Augen halten, der Großteil der hierzulande eingesetzten Waffen weisen Kaliber zwischen 6,5 mm und 9,3 mm auf. Unser Rehwild als Hauptschalenwildart wird in der Praxis auch überwiegend mit diesen Kalibern beschossen. Daß Rehwild nun einmal Nachwuchs in Form von Kitzen bekommt und auch diese bejagt werden müssen, liegt in der Natur der Sache.

Das bedeutet, ein universell einsetzbares Geschoß muß in den zuvor genannten Kalibern gerade auf Rehwild gut und ausreichend wirken. Zugleich sollte es aber auch auf stärkere Wildarten eine ausreichende Wirkung aufweisen. Genau das ist die Kunst, die offensichtlich und zugegebener Maßen Schwierigkeiten bei der Konstruktion von Geschoßen bereitet.

Aber genau das ist auch für mich persönlich der Grund, weshalb ich nun seit fast 30 Jahren auf der Suche nach möglichst universell einsetzbaren Geschoßen in dieser Kaliberbandbreite bin. Es existieren am Markt durchaus Geschoße, die diesem Ziel (oder Wunsch) relativ nahe kommen. Zumindest in den Kalibern .30-06 und 8x57IS habe ich inzwischen Geschoße gefunden, die dieses scheinbar recht gut umsetzen können. All diese Geschoße kommen aus dem Lager mit überwiegend deformierender Wirkung. Hiermit können vom schwachen Rehkitz bis zum starken Brunfthirsch alle einheimischen Wildarten bei guter und ausreichender Wirkung beschossen werden. Die Wildbretzerstörung hält sich dabei absolut und gleichbleibend in Grenzen. Gewisse Abstriche muß man jedoch auch hier in Kauf nehmen. Das tue ich jedoch gern, da die Vorteile für mich deutlich überwiegen.

Und ebenso gilt es zu beachten, das ein und die gleiche Geschoßkonstruktion in unterschiedlichen Kalibern durchaus etwas andere Wirkungseigenschaften aufweisen können. Dieses konnte ich zumindest gelegentlich feststellen. Was im Kaliber X gut funktioniert, muß im Kaliber Y noch lange nicht hinhauen oder identisch sein.

„LM: Die alten Erfahrungen beim Rehwildgeschoß zeigen einen deutlichen ungekehrten Zusammenhang zwischen Auftreffgeschwindigkeit und Fluchtstrecke. Je langsamer die Geschoße, gleich welcher Art, schwaches Wild treffen, desto weiter flüchtet es im Mittel. Das vergißt Bode zu erwähnen. Um Rehwild in der Nähe (also unter 100 m) möglichst an den Platz zu bannen sind Auftreffgeschwindigkeiten über 1.000 m/s anzustreben. Dabei müssen die Geschoße keine dicken Brummer sein. Die 5,6 mm MJG langen vollkommen hin.“

Ihrer zuvor aufgeführten Aussage kann ich ebenso nicht uneingeschränkt zustimmen. Ich habe da durchaus umgekehrte Erfahrungen sammeln dürfen. Ihre Aussage trifft zweifelsfrei auf hart ansprechende Geschoße oder dem Lutz Möller MJG zu. Weiche und schnell ansprechende Geschoße herkömmlicher Bauart dürfen gar nicht zu schnell fliegen, sonst zerplatzen diese. Ein weiches Geschoß zeigte mir häufig dann die beste Augenblickswirkung, wenn dieses langsam fliegt. Nur so zerplatzt es nicht, splittert wenig oder kaum und pilzt sauber auf. Bei stärkeren Stücken kommen dann zuweilen auch Steckschüsse ohne Ausschuß vor. Ein ausreichender Energieanteil verbleibt somit jedoch im Wildkörper und sorgt für eine gute Augenblickswirkung bei geringer Wildbretzerstörung. Nur so haben viele Generationen vor uns durchaus mit Erfolg gejagt.

LM: Jeder passende Treffer tötet, auch mit einem Pfeil. Aber darum geht es nicht. Mit schnelleren Geschoßen getroffen laufen Rehe weniger weit (wenn sie überhaupt flüchten). Darum geht es.

Ich sehe den Zusammenhang zwischen Augenblickswirkung und Fluchtstrecken eher so, ein jedes Geschoß muß je nach Konstruktion einen für sich optimalen Geschwindigkeitsbereich im Ziel aufweisen.

LM: Mag ja sein, hat dann aber Auswirkungen auf die Fluchtstrecken. Ich will kurze. da kann ich mich t mit Geschoßen abplagen, die das nicht vertragen!

Dieser kann bei 1.000 m/s liegen, kann aber durchaus auch nur bei 650 m/s liegen. Entscheidend dabei ist, wie weit der erforderliche Geschwindigkeitsbereich gefaßt ist. Unterhalb einer gewissen Mindestgeschwindigkeit, die ein jedes Geschoß benötigt, spricht ein Geschoß nun mal nicht mehr an. Und dann ist keine ausreichende Wirkung mehr zu erwarten. Bauart- und kaliberbedingt kann dieser bei 500 m/s liegen, aber auch bei 750 m/s. Im Umkehrschluß wirken schnell ansprechende Geschoße bei höheren Zielgeschwindigkeiten durch die dann auftretenden großen Wirkungsquerschnitte zerstörerisch, wenn diese Geschoße keine Deformationsbegrenzung nach hinten aufweisen oder auch bis zu einer etwaigen Begrenzung der vordere Geschoßteil zerplatzt. Das gilt es zu beherzigen.

LM: Richtig. Im Lutz Möller Geschoß berücksichtigt!

Von der Wirkungsweise sehe ich aus den besagten Gründen derzeit Deformatoren als die optimale Universallösung an, die schnell im Ziel ansprechen und somit einen ausreichenden Wirkungsquerschnitt erzeugen.

Ein anfänglich guter Wirkungsquerschnitt sorgt nach meinen Erfahrungen auch häufiger für eine gute Augenblicks- sprich Tötungswirkung. Dabei muß aber eine Deformationsbegrenzung nach hinten hin existieren, damit auch bei härteren Treffern (bspw. Knochen) keine zerstörerische Wirkung auftritt. Großartige WildbretZerstörungen sind somit kaum zu erwarten. Die Deformationsbegrenzung sollte ebenfalls im vorderen Geschoßbereich angesiedelt sein, damit keine zu starke Querschnittsvergrößerung stattfinden kann. Diese würde nur Geschwindigkeitsverluste verursachen und somit die Tiefenwirkung deutlich reduzieren.

Der Werkstoff solcher Geschoße sollte so zäh-elastisch beschaffen sein, daß im Normalfall auch keine Geschoßfahnen abreißen. Hierdurch wird zum einen Geschoßmasse zwecks Vortrieb für die gewünschte Tiefenwirkung erhalten und zum anderen gelangen keine unerwünschten Geschoßteile/-splitter in den Wildkörper. Ebenso bleiben derartig symmetrisch aufgepilzte Geschoße überwiegend richtungsstabil. Durch einem maximal aufgepilzten 1,5- bis 2,0-fachen Geschoßdurchmesser ist ferner fast immer ein ausreichend großer Ausschuß zu erwarten, der genügend Pirschzeichen liefert. Ausschließliche Restbolzen in Kalibergröße liefern diesen bei größeren Stücken leider nicht immer. Zwar reduziert ein größerer Geschoßdurchmesser die Tiefenwirkung. Die Tiefenwirkung dürfte bei mittleren Kalibern auf europäisches Wild aber immer ausreichend sein. Und falls dann wirklich einmal ein Steckschuß vorkommen sollte, der sicherlich in Nachsuchenhinsicht unerwünscht ist, so verbleibt die gesamte Geschoßenergie im Wildkörper. Auch derart getroffenes Wild liegt i.d.R. dann innerhalb von 100 m vom Anschuß, meistens deutlich weniger und häufig verläßt es diesen nicht einmal.

Den einzig markanten Nachteil sehe ich in dem dann relativ geringen seitlichen Wirkungsbereich mit eigentlich berechenbarem und begrenzten Wirkungsquerschnitt im Vergleich zu sich teilzerlegenden Geschossen. D.h. fehlende Geschoßsplitter oder ein begrenzter Geschoßdurchmesser können auch nicht oder kaum für sekundäre Verletzungen sorgen. Bei den meisten Kammerschüssen und auch bei weichen Schüssen bedarf es dieser aber auch nicht. Die Augenblicks- sprich Tötungswirkung ist nach meinen Feststellungen genau so gut wie bei anderen guten Geschossen. Nicht besser, aber auch nicht schlechter. Lediglich bei größeren Tieren und reinen Lungenschüssen könnten die Fluchtstrecken etwas größer ausfallen. Bei einem reinen MuskelDurchschuß oder Streifschuß wird auch wohl nur das unmittelbare Umfeld des Schußkanals beeinträchtigt. Die Chancen des Wildes, derartige Verletzungen wieder auszuheilen, dürften sogar ansteigen, falls derartig getroffene Stücke auf der Nachsuche nicht zur Strecke zu bringen sind. Aber das wiederum ist rein hypothetisch.

Ich bin davon überzeugt, mit einem derartigen Geschoß können mindestens 99% aller jagdlichen Situationen auf europäisches Wild abgedeckt werden . Wer weite Schüsse jenseits der 200 bis 250 m antragen will oder muß (Das ist aus der jagdlichen Praxis gesehen nur eine verschwindend geringe Minderheit), der benötigt dafür entweder Spezialgeschosse oder die entsprechende technische Ausrüstung. Letztendlich schließt aus meiner Sicht das eine das andere aber nicht aus, d.h. man könnte auch weitreichende Geschosse mit derartigen Eigenschaften konstruieren.

Mir ist bewußt, man kann im Leben nicht alles haben. Jedes Geschoß hat neben Vorteilen natürlich auch Nachteile, da es schwierig ist, sämtliche vorteilhaften Eigenschaften in einem Geschoß zu kompensieren. Es kommt also immer auf den Blickwinkel an und wo man die Schwerpunkte setzt. Da ich kein Geschoßentwickler oder Physiker bin und dieses auch nicht zu werden beabsichtige, betrachte ich Geschoßwirkungen ausschließlich nach pragmatischen Gesichtspunkten. Und diese lauten tierschutzgerecht (möglichst schnell tötend), wildbretschonend (verbraucherfreundlich), universell einsetzbar (vom Kitz bis zum Brunfthirsch) sowie treff- und wirkungssicher im normalen Einsatzbereich bei ausreichenden Pirschzeichen.

Da ich ein praktisch denkender Mensch bin und auf Grund meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung nur das glaube, was ich auch sehe, berichte ich gern von den mir zuteil gewordenen Erfahrungen. Denn genau platzende Rehe mit üblen Pansenaustritten und unnütze Geschoßsplitter waren seit Beginn der 80er Jahre auch der Grund für mich, mich nach Geschoßalternativen umzuschauen. Egal ob zeitgemäß oder nicht. Exakt das ist der Grund, weshalb ich persönlich splitternde Geschosse ablehne. Splitter bewirken nun einmal entsprechende Beeinträchtigungen und stellen für mich deshalb einen Irrweg dar. Die Praxis zeigt, es geht auch anders.

Mit freundlichen Grüßen, und Waidmannsheil, Friedhelm Bode

Sehr geehrter Herr Möller,

es ist schon sehr bedauerlich, wie Sie auf meine Zuschriften reagieren. Aber es ist schon bezeichnend, daß es immerhin einige Tage dauerte, bis Sie den Versuch einer Gegendarstellung auf Ihrer Seite veröffentlichten. Mehr als ein Versuch ist es aber nicht, da Sie keine Fakten liefern können.

LM: Ich bin der einzige Geschoßhersteller der vollständige Daten für seine Geschoße liefert. Also erzählen Sie nicht so einen Unsinn!

Das Thema Splitter wird Sie über kurz oder lang wieder einholen, wenn Sie daran nichts ändern.

Ich merke an dieser Stelle aber fairer Weise auch an, daß meine beiden Fotos durchaus die extremen Seiten der Splitterwirkung beleuchten. Es gibt selbstverständlich auch Fotos, auf denen kaum Beeinträchtigungen zu erkennen sind. Irgendwo dazwischen liegt nun mal die Wahrheit. Nur, man muß eben damit rechnen. Aber nichts anderes habe ich behauptet. Mir ist inzwischen auch bewußt, daß das Gesamtkonzept „Lutz Möller MJG“ ohne Splitter nun einmal nicht funktioniert.

Sie fordern doch gerade Ihre Leserschaft dazu auf, Beiträge möglichst mit aussagekräftigen Fotos zu belegen. Nichts anderes habe ich gemacht. Daß Sie diese Fotos und meine anschließende Stellungsnahme zu diesem Thema erst gar nicht mehr veröffentlichen, ist letztendlich Ihr gutes Recht. Es bezeichnet aber leider auch Ihre Ausweglosigkeit, was genau diese Splitterdiskussion angeht. Schade eigentlich, ich hätte Ihnen da etwas mehr Rückgrat zugetraut. Sei es drum. Sie sprechen damit anderen Leuten das gleiche Recht ab, welches Sie in Bezug auf die Wirkung anderer Geschoße für sich in Anspruch nehmen.

Durch Ihr jetziges Handeln schaden Sie sich und der Sache mehr, als wenn Sie offen damit umgegangen wären. Die Bedeutung des Wortes „verprellt“ dürfte Ihnen doch sicher bekannt sein. Aber wie schreibt Rainer R. richtiger Weise: Man sieht sich immer zwei mal im Leben. Ich bedauere in diesem Zusammenhang lediglich, daß ich die Zeit zum Schreiben meiner Zeilen dafür verschwendet habe. Das hätte ich mir sparen können.

Mit freundlichen Grüßen, und Waidmannsheil, Friedhelm Bode, Montag, 14. Januar 2008 11:49

Tag Herr Bode,

Das haben wir alles schon mehrfach besprochen: Die Lutz Möller Geschosse haben im Laufe Ihre Geschichte aufgrund verbesserter Rechnungen und tatsächlicher Erfahrung einige Änderungen erfahren. Kaputte Rehe gehörten leider auch mal dazu. Die Zerstörerzeiten sind vorbei. Die Lehren sind lange gezogen. Insofern, Herr Bode, heute hat wenig Zeitbezug, mit alten Geschichten und Bildern aus dem lange vergangenen Jahre 2004 zu kommen. Das Geschehene ist Vergangenheit. Damals war das Lutz Möller MJG gerade erst im Werden. Die Zukunft wurde spitz. Die neuen spitzen Lutz Möller MJG mit der schwarzen Kappe sind ausgereifter als die Neugeborenen. Sinnlose, weil zu kleine, Feinstaubsplitter der sich verjüngenden Hohlspitze ersetzte ich durch die aerodynamisch vorteilhaftere schwarzen Kappe aus Kunststoff. Auch da hält die Entwicklung nicht an. Derzeit werden zyklische Olefinkoplymere (eher von optischen Linsen oder DVD's bekannt) untersucht, um die Eigenschaften weiter zu verbessern. Belastbare Werkstoffe für Motorradhelme waren bereits im Versuch.

Mittels der schwarzen Kappe konnte ich die Hohlspitzwände gleichmäßiger und vor allem dicker ausführen. Sie bringt so weniger und vor allem gröbere Splitter, die tiefer eindringen. Kein Feinstaub mehr! So läßt sich auch neben der eigentlichen, beim schulterstabilsierten Restbolzen des MJG schurgeraden, Geschoßbahn nur von einem Splitter hinreichend Wundwirkung entfalten, die auch größere Tiere als ein Reh bei schlechten Schüssen, wie einem breiten Streifschuß auf das Brustbein eines Weißwedelhirsches, tödlich verletzt. Genau das wollen wir ja immerhin bewirken. Sonst brauchten wir ja gar nicht erst auf unser Ziele zu schießen! Oder?

Im selben Kaliber kosten Deformatoren im Vergleich gegen das Lutz Möller Geschoß gleicher Masse Wirkungsquerschnitt und Tiefenwirkung, bei größer Masse im selben Kaliber kostet jeder wiedergewonnene Zentimeter Tiefenwirkung wiederum Wirkungsquerschnitt. Die Zusammenhänge stehen fest. Daran gibt es nichts herumzureden. Ganz gleich was Sie wollen. Die Natur ist nicht demokratisch sondern streng sachlich.

Wenn Sie Ihr Geschoß nach eigenen Vorstellungen wollen, müssen Sie das als Sonderwunsch bestellen, statt zu versuchen mich zu missionieren. Ich werde Ihnen das schon bauen. Sie können ihr Geschoß ja meinetwegen gern bekommen und auch bei mir darüber berichten. Aber versuchen Sie nicht mich zu missionieren. Oder wollen Sie nur schwatzen? Dafür, und bekannte Kenntnisse Ihnen jedesmal neu einzeln darzulegen, habe ich allerdings keine Zeit und Lust mehr.

Lutz Möller Samstag, den 14. Januar 2008

Wundwirkung des MJG

Nachtrag zum Nachtrag von Bode...

Hallo Lutz,

nun will ich Dir doch zu diesem Reizthema „Wundwirkung des MJG“ einen kleinen Beitrag liefern. Manchmal habe ich den Eindruck, der eine oder andere Waidgenosse will Dir ein schlechtes Gewissen einreden, daß er beim töten des Wildes zwei Löcher in den Körper machen muß!

Was wäre denn sonst neben Lebendfalle, Keule und Giftspritze (zynisch) zu wählen möglich?

  1. Vollmantel oder Solid: Für europäisches Wild, bis ggf. auf Raubwild ungeeignet. Wenn nicht das ZNS getroffen wird, unmäßige Fluchten, wenig bis keine Pirschzeichen. Eigentlich ungeeignet.

  2. Deformationsgeschosse: Entweder faustgroße Ausschuße = Wildbretentwertung oder gar keine Ausschüsse = lange Fluchten, keine Pirschzeichen.

  3. Zerleger: Bei kleinen Tieren große Zerstörung oder Wirkung wie Solid (spricht nicht an) bei großen Tieren keinen Ausschuß oder spricht nicht an = ungewisse Wirkung.

Unter diesen Gesichtspunkten ist für mich das Lutz Möller MJG einzigartig .

Viel wesentlicher scheint mir da auf jeden Fall das bewußte und verantwortungsvolle Krümmen des Zeigefingers zu sein. Ich will damit sagen, ich sollte als Jäger die ballistischen Daten meiner Patrone schon verinnerlicht haben. Außerdem, gerade beim Ansitz hat man oft die Möglichkeit, zu warten, bis das Wild richtig steht. Das ist bei der Sau (einige schreiben „mitten drauf!“) sicherlich nicht immer möglich. Bei Sauen ist es aber auch nicht, wie bei den Wiederkäuern, so schlimm. Wenn ich aber beim Reh mittendrauf schieße (Kitzleberschuß), ist die Sauerei fertig. Meine Erfahrung sagt, man verschätzt sich sehr oft zu vermuten, wie die Lage des Tieres bei Schußabgabe tatsächlich ist.

Wenn ich weiß, der Splitterschauer des Lutz Möller MJG öffnet sich etwa als 40°-Kegel nach vorn, und ich mir bildlich die inneren Organe des Tieres vorstelle, ist mir klar, ich kann auf ein Reh von spitz vorn nicht aufs Blatt schießen, ohne den Pansen zu zerschießen. Genau so wenig schieße ich auf ein Reh mit gesenkten Haupt. Ist der Treffersitz nicht optimal, verschiebt sich die Decke (richtig?) (LM: Ja. Lob!) über den naturgemäß kleinen Ausschuß des Lutz Möller MJG und ich finde keine oder geringe Pirschzeichen. Das gleiche trifft übrigens auf „Diagonalschweine“ zu, wenn nämlich der Ausschuß hinter dem Zwerchfell ist. Darm und Bauchhaut sind schwach durchblutet und verschieben sich leicht, verstopfen so das Leck. Folglich schweißt die Sau dann nur aus dem Einschuß (dafür finde ich im Brustraum, wie oft beschrieben, Unmengen Schweiß, also anders als bei vilen anderen Geschoßen). Wenn ich einen Hund dabei habe, stört das auch nicht. Habe ich keinen, muß ich vielleicht auch mal den Finger gerade lassen. Man sieht sich immer zwei mal im Leben. Das trifft auch auf die Jagd zu. Kann oder will ich den Finger nicht gerade lassen, trage ich die Verantwortung für das Ergebnis. Das muß ich tragen. Dafür soll ich die Verantwortung nicht überall sondern, bloß bei mir selbst suchen.

Übrigens: Bei Steyr gibt es im Werk einen Raum, in dem hängt eine Tafel, auf der 365 Ausreden für Schützen festgehalten sind. Also falls die Eigenen mal ausgehen sollten - ab zu Steyr.

Der Ansatz sollte also, wie von Dir auch geschrieben, Feintuning sein. Das Grundprinzip ist jedenfalls klasse.

Herzliche Grüße von Rainer R., Samstag, 12. Januar 2008 13:10

MJG Lungenschußwirkung

Guten Abend Herr Möller,

Ich habe gerade den Artikel von Herrn Bode gelesen, in dem Sie empfehlen, auf die Lunge zu schießen. Ich schoß vor ~ 2 Wochen mit meiner Mauser M03 Kaliber .30-06 8g MJG ein Schmalreh. Entfernung ~ 70 m, breitstehend Lungenschuß. Der Ausschuß war faustgroß, die Wildbretentwertung war jedoch nicht sehr hoch, da beide Blätter in Ordnung waren. Es zeigten sich jedoch breitflächige Blutergüsse sowohl am Ein- als auch am Ausschuß. AmAnschuß lag reichlich Schweiß und Schnitthaar. Das Reh flüchtete über 200 m, wo ich es nach längerer Nachsuche schließlich fand!

M.f.G. aus der Steiermark Gruber, R., Mittwoch, 9. Januar 2008 22:06

Tag Herr Gruber,

das ist ja erstaunlich. Haben Sie Bilder? Bei einem so beschriebenen Treffer höre ich das erste Mal von einer so lange Fluchtstrecke. Offensichtlich hat sich das Reh vor Ihnen gefürchtet und wollte weg. Bei 70 m ist das kein Wunder. Seltsam ist nur, daß es noch so lange bei Bewußtsein war und dementsprechend weit kam. Zu aussagekräftigen Bildern könnte ich mehr sagen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Andere Erfahrung mit Lungentreffern

Hallo Herr Möller + Herr Gruber,

ich streckte im letzten Monat zwei Stücke weibliches Rehwild, beide mit 7x64 MJG alt mit Lungentreffer (sog. „Küchenschuß“), das erste Stück auf 80 m mit 40 m Flucht und viel Schweiß.

LM: Zu den Splittern siehe auch 7x64 am Wassertank!

Der Einschußseitiger Lungenflügel war kalibergroß durchlöchert, der Ausschußseitige Lungenflügel von Splittern mehrfach durchlöchert. Der Ausschuß war tischtennisballgroß ( für die reicheren das entspricht in etwa einem Golfball -grins-).

LM: So soll das sein!

Das zweite Stück auf 50 m mit 5 m Flucht, gleiche Wundwirkung aber wenig Schweiß (war bei 5 m Flucht aber ohne Belang).

Also ich kann die vorgenannte Erfahrung von Herrn Gruber zur Lungentrefferwirkung nicht bestätigen, oder teilen.

Waidmannsheil, M. Schuster, Montag, 14. Januar 2008 14:29

Das Lutz Möller Geschoß bietet dem Jäger Vorteile, insbesondere flachere Flugbahnen, größere Reichweite, somit einfacheres Zielen (binnen ± 5 cm Reichweitesorglos Fleck anzuhalten), vorherbestimmten Wirkungsquerschnitt und Tiefenwirkung bei guter Wundwirkung, ohne deshalb sonderlich Wildpret zu zerstören. Das Lutz Möller MJG liefert auch bei schwierigen Schüssen (Weichschuß) immer gutes Wildpret.

Im Vergleich zu herkömmlichen Geschoßen aus Bleikern mit Tombakmantel und besonders nicht reibungsarmen VollGeschoßen mindert es Abrieb und Laufbelastung deutlich, siehe Messungen und Mit dem Lutz Möller MJG schonen Sie ihre Waffen, brauchen weniger zu putzen!

Lutz Möller

Splitter

Hallo Lutz,

du wirst es nicht allen recht machen können, da es inzwischen ebenso viele Jäger gibt, die die älteren Lutz Möller MJG (Zerstörer) gerade wegen ihrer Splittereigenschaften vorziehen würden. Daher mußt du Deinen Weg weitergehen, es ist Dein Geschoß. Es ist Dein Privileg, in jede Richtung weiterzuforschen. Laß dich nicht beirren, der Stand heute wird wohl nicht der letzte sein.

Weiterhin gutes Gelingen, Jan, Montag, 14. Januar 2008 19:00

Danke Jan,

derzeit bin ich an dem Kunststoff dran. ich hätte natürlich noch einpaar Ideen, aber dieses Jahr werde ich nichts ändern. Die Neuigkeiten von 2007 müssen sich erst mal allgemein verbreitet haben, auch müssen hinreichend Berichte reingekommen sein, bevor an einen Kurswechsel zu denken wäre. Das hat Zeit.

Als Sonderwunsch ist natürlich jederzeit alles möglich.

Gruß Lutz

Splitter und Küchentauglichkeit

Hallo Herr Möller,

Erstens zur Splitter-, Wildbreterörterung: Ich fände hilfreich und der Erörterung sehr zuträglich, wenn Sie an geeigneter Stelle nochmal den Link zu den Wildbret-Röntgenbildern mit den Splitterwolken von Bleigeschossen einstellen könnten. Das sind ja schließlich sichtbar gemachte Fakten und sollten bei einer sachlichen Überlegung nicht fehlen.

Zweitens hier eine kleine Geschichte zu „Gute Wirkung trotz schlechtem Treffersitzes“: Nachdem ich als Jungjäger 2007 mit dem Lutz Möller MJG drei Rehe (ein Leberknotenschuss mit MJG alt in .308 W, zweimal Kammertreffer) eine Sau (zwischen die Lichter von vorn) und einen Fuchs (jeweils mit 8x57MJG neu) immer im Feuer liegen sah, hat es mich nun auch mit einem schlechten Treffer erwischt. Ich möchte vorausschicken, bei meinen ersten Jagderfolgen erleichterte mich immer besonders die schnelle Schußwirkung. Gerade bei meinem allerersten Waidmannsheil auf Schalenwild, kann ich mich noch gut an die große Erleichterung erinnern die ich verspürte als ich sah, wie das getroffene Stück einfach auf der Stelle umfiel (das war der Leberknotenschuß mit dem alten MJG).

Bei einem Ansitz nach Weihnachten konnte ich ein Kitz ausmachen, das auf drei Läufen alleine einen Wechsel entlanghumpelte. Es war gegen 9 Uhr und ich hatte fast schon beschlossen abzubaumen, als ich dieses eigenartige Trittgeräusch, das seitlich an der Kanzel vorbeizog, vernahm und durch den leicht harschigen Schnee auf dem gefrorenen nassen Laub bereits weit hörbar war. Die Schußbahn war nicht 100%ig frei und zwischen den Bäumen immer wieder von schwachen Buchenzweigen gestört.

LM: Lies dazu Hindernisse und Zweige!

Ich entschied mich dennoch für einen sofortigen Schuß auf das breit vorbeiziehende Stück mit dem Lutz Möller MJG in 8x57IS schwarze Kappe; Entfernung etwa 40 Meter. Durch die Sorge das Kitz überhaupt noch zu erwischen und um das richtige Schußfenster war ich etwas aufgeregt und kam eindeutig zu tief und quasi auf der Mitte ab. Das Kitz zeichnete mit einem Bocksprung, lag nach 2-3 Metern und schlegelte noch kurz. Noch während ich mich über meinen schlechten Schuß ärgerte, beruhigte mich doch der Anblick des liegenden Stücks. Beim Zeichnen nach dem Schuß hatte mich schon auf Schlimmeres eingestellt.

Der Treffersitz war mittig (hinter der Kammer) und tief. Dabei wurde der Labmagen völlig ausgeschossen und Einschußseitig Teile der unteren tiefen Rippenbögen auf Höhe Brustbein zerstört. Schußrichtung leicht schräg von vorn → der Auschuß war im Weichen.

Beim Aufbrechen fand ich Splitterspuren an und in der Leber, sowie in beiden Lungenspitzen (an der Lunge fanden sich Nester von Lungenwürmern). Das Herz war unbeschädigt, ebenso der Pansen. Ich bin überzeugt, ich habe vor allem der Splitterwirkung diese Null-Flucht zu verdanken.

Es zeigte sich übrigens, der Vorderlauf war auf Höhe der Elle (doppelt so dick wie am anderen Lauf) nach einem Bruch falsch zusammengewachsen war, das Bock-Kitz nutze mit diesem Lauf die Rückseite der Schalen

Verletzter Lauf

Ein Lauscher war sehr tief geschlitzt.

Bockkitz: Null Flucht trotz schlechtem 8x57IS MJG Treffersitz mit geschlitzem Lauscher

Das Stück lag eher im mittleren Gewichtsbereich. Eine Geiß war nicht in Reichtweite. Die Wunde war sehr gut verheilt. Ich war an diesem Tag über drei Dinge richtig froh: Erstens über einen echten Hegeabschuß in einem wenig bejagten Revierteil, zweitens über den noch im alten Jahr erfüllten Abschußplan UND drittens die gute MJG-Wirkung bei schlechten Treffersitz.

Mit freundlichen Grüßen, Waldmann, Montag, 14. Januar 2008 19:42

Lies auch Lutz Möller MJG | MJG wirken anders | MJG Genauigkeit | Hindernisse und Zweige !

Früher 7x64 am Wassertank

Heute 7x64 am Wassertank

Dreimal schlecht getroffen

Servus Lutz,

nachdem ich nun das erste Jagdjahr mit dem 7 mm MJG (alt) mit einem Ferlacher Drilling (Kal. 7x65R) weidwerken konnte, kann ich Dir nur bestätigen, Deine Ausführungen und Angaben treffen für mich in der Praxis voll zut und sind nachvollziehbar! (siehe Titel: erfüllte Prophezeiung). Ich möchte, um dieses zu unterstreichen, drei nicht optimale Schüsse schildern. (Bei den optimalen setzt man ja voraus, daß alles funktioniert).


Erster Fall:

Zu Beginn der Jagdzeit pirschte ich nach vorher vergeblichen Erlegungsversuchen an einen Jahrling auf 30m heran, mangels geeigneter Möglichkeit zum Anstreichen mußte ich im Knien anlegen. Am Schuß schlugt das Stück förmlich ein „Rad“ kam zu liegen, schlegelte und verendete. Was war geschehen? Der Einschuß war äußerst tief, gerade noch im Brustspitz, Herzspitze ein wenig angekratzt (Ja, ja, man sollte auch im Jagdeifer nicht auf die Ballistik vergessen. Auf 30 m gibt es eben mit Höhem Zielfernrohr noch Tiefschuß).

Zweiter Fall:

Drei Wochen später versuche ich ebenfalls einen Jahrling anzupirschen, kam aber nicht näher als etwa 140 m heran. Beim Schuß über den Bergstock kam ich wohl etwas hinten ab (leider Weichschuß). Am Schuß ging das Stück auf der Stelle ins Wundbett, wo es sich nach etwa 20 bis 30 Sekunden streckte und verendete.

Dritter Fall:

In der Brunft ging ich auf einen bereits vorher bestätigten, bereits zurückgesetzten Bock in Anschlag (Entfernung etwa 80 m). Im Augenblick der Schußabgabe drehte sich das Stück von mir weg. Ich konnte den Schuß nicht mehr halten. Das Stück zeichnete, sprang in den unmittelbar daneben befindlich Waldrand durch Sträucher ab. Nachsuche: abAnschuß reichlich Schweiß, nach 15 bis 18 m floh das Stück einen Baum an und verendete dort. Der Einschuß war durch die Drehung an die Vorderseite des Schlögels geraten, der Ausschuß gegenüberliegend fast am Blatt, also ein diagonaler Weichschuss (leider).

Schluß:

Bei diesen drei suboptimalen Schüssen zweimal Fluchtstrecke Null, einmal 15 bis 18m bei reichlich Schweiß. Bei allen bisher von mir verwendeten Geschossen habe ich bei ähnlichen Treffersitzen NICHT diesen optimale Ergebnis verbuchen können.

(Bemerkung: Ab diesem Jagdjahr werde ich mich disziplinieren und die Kamera immer dabei haben, um in den einen oder anderen Fall bemerkenswertes Bildmaterial mitliefern zu können J )

Aufgrund dieser Erfahrung möchte ich alle Waffen auf Lutz Möller MJG umstellen und bitte dich um Zusendung von:
100 Stk. .22“ Hornet
100 Stk. .243“ Win.
100 Stk. 7mm (für 7x65R und 7mm Rem. Mag)

Ein frohes Osterfest Dir und Deiner Familie sowie ein kräftiges Weidmannsheil aus Niederösterreich
Oskar, Freitag, 21. März 2008 11:45

Danke Oskar,

für Deinen Bericht. Ich find er zeigt anschaulich, wie der MJG Restbolzen die nach „versemmelter“ erster Chance noch ein sicher zweit bietet. Das vor dem Schuß zu wissen beruhigt, meine ich. Gerade beim Schießen liegt in der Ruhe die Kraft!

7-mm-KJG-aus-95-kg-Keiler-seitlich.jpg

7 mm MJG alt Restbolzen aus 80 kg Sau

7-mm-Rutscher.jpg

7 mm MJG 7001 (inzwischen durch 7002 ersetzt ) Restbolzen aus links: 26 m Wasserziel und rechts Gnu.

Frohe Ostern wünscht ich Dir und Deiner Sippe, Lutz aus dem kühlen Norden, Karfreitag 2008,

Unser 1. MJG leistete sehr gute Arbeit

Sehr geehrter Herr Möller

Gestern hat einer meiner Kollegen „unser“ 1. Lutz Möller MJG Schwarz-Rot-Gold in 9.3x62 auf einen Gamsjährling abgefeuert. Leider traf er nicht so gut, wie das Handy-Bild zeigt.

Die Entfernung betrug etwa 150 m. Das Geschoß drang leibesmittig sehr tief als Weichschuß ein. Ich bin überzeugt, ohne die Splitterwirkung des Lutz Möller Geschosses hätten wir dieses Tier nicht mehr gefunden.

LM: Mir scheint die gute Wirkung dieses Weichschusse verdenkt der Schütze eher dem Kraftstoß.

Auf der Ausschußseite (rechte Bildseite) fanden sich die herausgepreßten Darmschlingen. AmAnschuß fand sich kein erkennbarer Schweiß. Das Geschoß verursachte, wie das Bild zeigt, einen etwa 5 x 10 cm Ausschuß. Das Tier brach in der Fährte zusammen und rutschte noch etwa 10 m in eine Rinne.

Dafür kann das Lutz Möller MJG nichts, da der Hang sehr steil war. Ich möchte aufgrund der Auffindlage behaupten, die Fluchstrecke betrug nominell 2 m. Der Rücken blieb heil und auch die Laffen. Trotz des schlechten Schusses, sind wir mit der Arbeit des Lutz Möller MJG sehr zufrieden und mehr braucht es auch nicht. Ich werde in Zukunft besorgt sein, daß mein Kollege die Kugel dort anträgt, wo sie hingehört!

Übe, übe, übe und lerne, durch das Feuer zu schauen!

Mit freundlichen Grüßen, Kuno Winkelhausen, Freitag, 12. September 2008 19:07

MJG weit überlegen

Moin Lutz!

Wie Du weist verwende ich nun seit 6 Monaten Dein Lutz Möller MJG aus .338" Win. Mag. und 9,3x62. Einige Berichte sandte ich Dir wenn es meine Zeit zuließ Leider schaffe ich das nicht immer. Ich konnte in dieser Zeit 1 Stück Rotwild, 1 Stück Damwild, 20 Stücke Schwarzwild, 11 Stücke Rehwild, 13 Füchse und einen Dachs mit Deinem Geschoß erlegen. Das Wild fiel sowohl bei Ansitz und Pirsch als auch bei Bewegungsjagden. Die Schußentfernungen lagen zwischen 40 und 250 Metern. Ich möchte das vergangene halbe Jahr kurz Zusammenfassen :

.338 Win Mag. :

1 Rotkalb lag amAnschuß
1 Stück Damwild lag amAnschuß
9 Sauen (Ansitz) 5 lagen amAnschuß, 4 flüchteten bei sehr viel Schweiß bis weitest 30 m
10 Stücke Rehwild lagen amAnschuß
10 Füchse lagen amAnschuß
1 Dachs lag amAnschuß

9,3x62:

11 Sauen auf Bewegungsjagden 10 lagen amAnschuß, ein Frischling flüchtete bei sehr viel Schweiß 30 Meter
1 Stück Rehwild lag amAnschuß
3 Füchse lagen amAnschuß

Mit Deinem Lutz Möller MJG bin ich ausnahmslos zufrieden! Gerade bei schlechten Treffern (Weichschuß) ist das Lutz Möller MJG allen anderen von mir bis dahin verwendeten Geschossen (es waren einige) weit überlegen.

Danke, Gruß und Waidmannsheil! Marc T., Montag, 3. November 2008 15:02

MJG wirkt zuverlässig

Grüß Gott Herr Möller,

hier sende ich Ihnen einen Bericht. Alles Wild streckte ich mit .30 R Blaser MJG mit Spitze.

Gestern abend streckte ich habe einen Frischling (19 Kg aufgebrochen), Einschuß Hochblatt hinter dem Blatt, Ausschuß gut kalibergroß, Ausschuß saß tief, Entfernung 40 m, lag amAnschuß, Splitter am Herz

Heute morgen streckte ich ein Bockkitz, schlechter Schuß, Einschuß direkt hinter dem Zwerchfell, Ausschuß 3x3 cm groß, innen Sauerei, Stück lag amAnschuß, Entfernung 70 m

Geiß, schlechter Schuß, waidwund, Ausschuß gut kalibergroß, innen Sauerei, Stück lag nach zwei Gängen, Entfernung 80 m.

Die beiden Rehe wären mit diesen Schüssen mit meinem alten CDP wohl nicht am Anschuß gelegen, wenn ich sie überhaupt bekommen hätte. Das Lutz Möller Geschoß tötet, wohl wegen der Splitter, auch bei schlechten Schüssen zuverlässig.

Ich gehe heute auf den Schießstand. Bilder werden noch folgen. Veröffentlichen Sie bitte nur bitte ohne meinen Namen!

Waidmannsheil ohne Namen, Sonntag, 30. November 2008 11:12

Moin Herr ohne Namen,

bei Tieren, die noch liefen, scheidet ein Kraftstoß auf die Wirbelsäule mit Rückenmark als unmittelbar fällende Wirkung aus, trifft bei dem Bockkitz aber wohl zu, falls nicht ein Splitter in Rückenmark drang. Die zuverlässige Wirkung des Lutz Möller MJG gründet auf gewollte Absicht, Bauart und Auslegung, die sowohl berechnet als auch geprüft und seit Jahren in Streckenbereichten, wie auch dem Ihren, immer wieder bestätigt wird.

9,3-mm-Gemenge.jpg

Links Mantelschrott der Bleiernen Sippe | Mitte 9,3 mm MJG | halbrechts MJG-Restbolzen | rechts MJG Splitter

für in allen Zeilen gleichbleibend zuverlässige Wirkung gab ich dem Lutz Möller MJG zwei andersartige Wirkungsweisen für zwei andersartige Ziele mit, nämlich

erstens einige, wenige großflächige Splitter für die weichen Lunge, die ansonsten kaum Zielwiderstand böte, hinreichend Wirkungsquerschnitt zu entfalten, und

zweitens, den kleinflächigen ( = nicht „aufgepilzten“ ) schulterstabilen Restbolzen für schnurgerade und weitreichende Tiefenwirkung.

Die Broschüre „Bleivergiftungen bei Seeadlern: Ursachen und Lösungsansätze – Anforderungen an zeitgemäß e Büchsengeschosse“ ( sieh auch das (Inhaltsverzeichnis) zeigt in dem Aufsatz

„Wirksamkeit und Masseverlust ausgewählter zeitgemäß er und bleihaltiger Büchsenprojektile beim Beschuß ballistischer Seife“ von Anna Trinogga1, Peter Jeucken2, Helmut Kinsky2, Markus Walter2, &; Oliver Krone2

1 Leibniz Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW), Alfred Kowalke Straße 17, 10315 Berlin

2 Deutsche Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffe e. V. (DEVA), Dune 3, 33184 Altenbeken

Die Broschüre können Sie über die Bibliothek des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung zu 20 € Kostenbeitrag zu erwerben. Bestellungen der Broschüre mit der gewünschten Lieferanschrift bitte per E-Mail an:
biblio@izw-berlin.de oder per Fax: +49 (030) 512 6104

Die Seeadlerforschung fördert das deutsche Bundesministerium für Forschung und Bildung im Leibniz Institut für Zoo und Wildtierfoschung (IZW), das wiederum die Deutsche Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffe e. V. (DEVA) mit den ballistischen Untersuchungen beauftragt und bezahlt hat.

auch mal von unabhängiger Seite gemessen und beziffert, die überlegene Wirksamkeit des Lutz Möller Geschosses auf 50, 100 und 200 m. auf 300 m wurde leider nicht gemessen, die Überlegenheit wäre noch deutlicher, weiß ich. Ich empfehle die Broschüre käuflich zu erwerben. Ersten können Sie was lernen, zweitens helfen Sie die Kosten der Forschung und Veröffentlichung zu tragen, und drittens erhalten Sie geprüfte Argument für Ihre Geschoßwahl.

Ich kenne kein anderes Geschoß, daß über den ganzen jagdlichen Bereich (mindestens von 0 - 300 m) Bereich so sicher auf alle Ziele wirkt, auch beim Weichschuß, der gleichwohl als schlechter Treffer gelten muß. Gute Treffer beschreibt Zielwahl.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Sehr geehrter Herr Möller,

eine Anmerkung zu einem erlegten Kitz. Ich beschoß es bei schon recht fortgeschrittener Dunkelheit während des Ziehens auf eine Entfernung von ~ 60 Meter. Nach dem Treffer tat es sich sofort nieder. Kurze Zeit später kam es hoch und bewegte sich sichtbar schwer krank noch ~ 7 m weiter und blieb dann am liegen. Der Treffer wurde von einem erhöhten Stand (Hochsitz) abgegeben und war im mittleren Körperbereich ~ 20 cm unterhalb der Wirbelsäule aufgetroffen. Der Einschuß war kalibergroß. Als ich das Kitz auf die andere Körperseite drehte sah ich, ein Teil des Gescheides war aus dem Körper ausgetreten und hing dort heraus. Die Wildbretentwertung hingegen war gering. Da das Stück die Wiese zügig überquerte, glaube ich das „wieder hoch kommen“ mit einer bestimmten Hast (Furcht) zu tun haben könnte.

LM: Ich ach. Lies Zielwahl.  Wie gesagt, wirkte Lutz Möller MJG zuverlässig.

Leider bleibt bei der gedanklichen Rekonstruktion das eigentlich Wahre oft auf der Strecke. Statt dessen fängt man an zu deuten, sich etwas zurecht zu legen, das man, bei vorheriger und klarer Beobachtung und Abspeicherung , hätte vermeiden können. Auch da will ich mich bessern. Am Ende war ich dann aber froh meine Beute gefangen zu haben und das Fleisch nun dem Verzehr harren.

G. B. Donnerstag, 14. Januar 2010 16:05

Weichschuß auf Überläufer

Hallo Hr. Möller,

mein erster Schuß mit .308 MJG auf flüchtigen ♀ 46 kg Überläufer auf 45 m Schußentfernung.

Einschuß aus der Schwarte

Einschuß innen

Ausschuß

Kein Schnitthaar, kein Schweiß amAnschuß, nur Kugelriß 4 cm lang auf einem Totholzast. Eintritt weich zwischen 2 hintere Federn Geschoß driftet im Körper stark nach hinten ab.

LM: Was soll das denn  heißen?

Ausschuß länglich  und weiter hinten wieder am Ende von einer Feder weich durch. Eigentlich nur Zwerchfell kaputt, Organe so weit ich überschauen konnte unversehrt. Stück zeichnete nicht, wurde nur etwas schneller ( hätte auch der Schußknallschreck sein können) Flucht noch 70 m in flachen Buchenanflug. Nachsuche mit Hund nach Ende der Drückjagd nach 2 h. Leichenstarre war bereits eingetreten, nur ganz wenig Schweiß auf Laufblättern im Wundbett.

Wildbretzerstörung in diesem Fall Null, nur 10 cm Blutschwamm aus Rippenfleisch herausgetrennt.

Mit freundlichen Grüßen aus Thüringen, Tobias Schreiber, Donnerstag, 25. Oktober 2012 21:37

Was geschieht bei schlechten Treffern?

Guten Abend Lutz Möller

eigentlich habe ich mich anfänglich überhaupt äußern wollen, obwohl sich meine Stirne bei ihren neusten Entwicklungen in Falten gelegt hat. Der Beitrag von Herrn Waldmann hat mich aber ermutigt diese Zeilen zu schreiben. Ist eine Weiterentwicklung in jeden Fall auch eine Verbesserung? Diese Frage stellte sich bei mir spätestens mit Lutz Möller Geschoß 7627. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch schon kritisch zum 5605 geäußert. Ich möchte in keiner Weise ihre Arbeit oder das Geschoß als solches kritisieren. Lediglich möchte ich zu bedenken geben, daß bei weiteren Entwicklungsschritten in Zukunft ihr MJG als „schulterstabiler Messingbolzen“ in Verruf kommt! Impala läßt grüßen;-).

LM: Sie haben das Wesen und die Wirrkung der Schulterstabilisierung und deren Fehlen beim Impala Geschoß anscheinend nicht verstanden. Ich erachte das südafrikanische Impalageschoß - die Entwicklung eines Polizisten - als für die Jagd auf unser Hochwild für ungenügend geeignet, da ihm gerade die Schulterstabilisierung fehlt. So kann man nicht waidgerecht schießen. Im Übrigen wird die künftige Kurzbahnmuntion schulterstabile Bolzen verschießen. Was so ein Möller-Bolzen in den Lungen bewirken kann, zeigt das Gnu 2007. Das war vor bereits fünf Jahren. Schon vergessen?

Ohne Zweifel: bei sauberen Schüssen auf die Lunge wird die Splitterwucht der neusten MJG-Generation vorbildliche Arbeit liefern. Aber was geschieht bei schlechten Treffersitzen im Gescheide?

LM: Erstens siehe Weichschuß. Zweitens wird man den Schützen ggf. nicht wieder einladen!

Treffer, wie sie bei Drückjagen immer mal wieder vorkommen. Vor allem hier hat doch bis anhin das alte MJG und heutige MJG gegenüber Mitbewerbern vorteilhaft gepunktet! Bei solchen Treffern stirbt das beschossene Wild nicht in erster Linie durch den Kraftstoß, sondern durch die verursachte Verletzung, Blutung.

LM: Sie trennen in der Zielwirkung unzulässig Ursachen von deren Folgen, die aber untrennbar zusammen gehören. Weiter lies, Wie stirbt Wild?!

Das Stück geht in solchen Fällen schneller ins Wundbett und kann so schneller gefunden werden.

LM: Nein. Nur weil Sie das glauben und schreiben, ist da aber nicht so. Wie das ist zeigen Zerleger und Zerlegerverwüstungen!

In dem Zusammenhang frage ich mich auch, obwohl sie schreiben „Unser Wild ist doch immer das gleiche“, ob in Europa in letzter Zeit unser heimisches Wild an Masse zugelegt hat. Für was brauchen wir eine Tiefenwirkung in Fleisch von 80 cm und mehr?

LM: Man braucht hier gewiß nicht mehr als eine halben Meter Fleischleistung. Das Maß fordere ich für brauchbare Hochwildmunition. Ich will keine „Hansenschen Superpentratoren“ für den Längschuß durch Elefant bauen. Die Höhe Eindringteife ergibt sich nebenbei.

Will man in Zukunft immer vier Rehe oder zwei Hirsche hintereinander durchschießen? Selbst Stangenholz wird bei dieser Entwicklung in Zukunft nicht mehr als ausreichender „Bolzenfänger“ ausreichen. In diesem Sinne hoffe ich, auch diese Meinung findet Gehör.

LM: Ja.

Bei weiteren Neuerungen ihrerseits gebe ich zu bedenken: Wenn ein paar husten, bricht deswegen noch lange keine Grippenepidemie aus! So gibt es für jedes Gegner und Befürworter.

Freundliche Grüße, Erich Stalder, Mittwoch, 21. November 2012 21:15

Weich geschossen

Waidmannsheil, Herr Möller

Auch bei mir ist Saison gut gestartet, am Morgen des 1. Mai streckte ich einen mit ihrem alten 8002 Geschoß aus der 8x57 IRS. Wieder einmal hat sich die Richtungsstabilität und Wirkung Ihrer Konstruktion gezeigt. Ich mußte aus der Deckung heraus schießen. Das Geschoß streifte dabei einen Ast einen Meter vor der Mündung. Auf 80 m ergab dieses einen weichen Leber-Pansenschuss, der den Bock ins Wundbett beförderte. So konnte ich ohne Nachsuche den Fangschuß antragen.

Noch 8 restliche kupferne , dann ist auch in der BBF Messing angesagt !

Mit freundlichen Grüßen, Christian Waldmann, Freitag, 3. Mai 2013 09:05

Ralf berichtete mir heute von seinem Maibock. Der kam nicht, stattdessen aber in Rotte Sauen auf 250 Meter um sechs Uhr abends im besten Licht. Die näherten sich durch eine Senke. Als Sie daraus auftauchten, suchte Ralf sich eine passende Sau aus und schoß aus seinem .30-06Saur 80 Stutzen mein Geschoß auf die Sau. Die verschwand. Er ging der erinnerten Fluchtstrecke über die Wiese in das Altholz wohl 80 Meter hinterher. Die Sau sah er nicht, aber er roch sie. Als er sich umdrehte, lag die 5 Meter hinter ihm im braunen Laub.

Der schlechte Treffer saß im Waidsack, also weich und zu weit hinten. Dafür war die allerdings nur erstaunlich kurz geflüchtet. Das Aufbrechen brachte die gute Wirkung meines Geschosses an den Tag. Je ein Splitter hatten Leber und Lunge durchbohrt. Das erklärt die für den schechten Treffer kurz Fluchtstrecke. Das getroffene Stück ist einfach mit der Rotte mitgelaufen, bis es umfiel.

Lutz Möller am Samstag, den 4. Mai 2013

Nebenwirkungen verrutschter Schüsse

zu: Auf den Treffer kommt es an ...

Hallo allerseits,

natürlich kommt es auf den Treffer an. Aber natürlich sind wir auch Jäger und keine Präzisionsschützen in optimaler Körperhaltung, unbegrenzter Zeit und Entspannung vor dem Schuß.

Das Argument mit dem vollkommenen Treffer geht mir auf diesen Seiten schon ziemlich auf die Nerven. Aus den verschiedensten Gründen kann ein Schuß verrutschen. Wem das noch nicht passiert ist, der soll sich leise freuen und warten, bis er dran ist. Wenn ein Schuß verrutscht, dann gibt es bei 1.000 m/s mit dem tollsten MJG eben auch eine Sauerei, die sich gewaschen hat. Bei mir beispielsweise ein Bock den ich in Bewegung ganz vorn auf dem Röhrenknochen erwischt habe - der war bis zu den Keulen versulzt. Oder heute ein Kitz mittig, tief (weich), breit beschossen - da waren oben an der Wirbelsäule von der Druckwelle fünf Rippen abgerissen - die Hämatome gibt es dann kostenlos dazu.

Klar. Siehe 300 WM Bockkitz. Da sind die Bilder zu. Wildpret blieb erhalten

Warum es aber auch bei besten Treffern - auch beim empfindlichen Rehwild - manchmal riesige Hämatome, Versulzungen und manchmal sauberste Ein- und Ausschüsse gibt, ist mir noch ein Rätsel. Aber die Geschosse sind unglaublich schnell und die hinterlassen ihre Spuren im Gewebe.

Für mich war das am Anfang unglaublich nervig, weil ich immer noch besser treffen wollte - mittlerweile weiß ich, daß auch ein perfekter Treffer (breit, hinterm Blatt) mit dem MJG Sauerei geben kann - wenigstens bleifreie Sauerei und zum Glück nicht immer.

Die sich wiederholende Werbung für geringe Wildbretverluste ist ein Quatsch. Die baut Erwartungen auf, die einfach nicht zu erfüllen sind. Die Tötungswirkung von Teilzerlegern ist Klasse, mit der Höhen Geschwindigkeit gibt es beim MJG auch noch eine sehr gute Ballistik dazu. Mit der .30-06 und dem MJG brauche ich nur eine Waffe, um alles abzudecken, was bei mir frei ist. So weit so gut.

Bei diesen Höhen Geschwindigkeiten aber auch noch Wildbretentwertungen wie bei einem langsamen Geschoß haben zu wollen, ist sehr viel verlangt. Schön, wenn's eines Tages klappt. Aber bisher muß ich bei Rehwild mit dem MJG mit Hämatomen und Versulzungen leben - auch bei den besten Treffern. So ist das halt bei mir.

LM: Um bei Höhen Zielgeschwindigkeiten geringe Zerstörung zu bieten statt ich meine Hohlspitzen nur mit mäßiger Splitterwucht aus, insbesondere seit der 4. Erbfolge. So erreiche ich sicher eine angemessen Zielwirkung. Daß die von Fuchs bis Hirsch und von Kirrung bis Horizont nicht in jedem Falle die angemessen ist, versteht sich bei einem Einheitsgeschoß für alle und alles von selbst. Die Berichte sprechen allerdings seit Jahren von  vorwiegend günstigen Ergebnissen und stellen die  in Schrift und Bild da. Senden Sie doch auch mal ein paar Bilder Ihre Ergebnisse. Dan wissen wir mehr.

Waidmannsheil, CF., Gesendet: Sonntag, 8. Dezember 2013 17:36

6507 weich

Herr Möller,

auf 90 m schoß ich ein Schmalreh mit ihrem 6507 MJG aus unerfindlichen Gründen weich. Waffe Rößler T6 in 6,5 x 47 mit Waltherlauf. Ladung 6507 MJG, 2,66 g N140, Lapua Hülsen, CCI 450 Zünder, v3 993 m/s gerechnet, zw. 985 & 1003 m/s gemessen.

Die Wirkung war ausgezeichnet!

Das Reh machte drei Fluchten, blieb stehen und sackte kurz darauf verendend zusammen. Ein- und Ausschuß waren etwa 1 € groß. Eine Darmschlinge hing aus dem Ausschuß. Die Leber war vollständig zerfetzt. Außer den Rippen und einigem Aufheben beim Aufbrechen ging kein Wildbret verloren.

mfG., H.U, Freitag, 26. Juni 2015 20:29

PS: Bei Veröffentlichung nur Initialen bitte

schon wieder :: 6508 grün

lie vorher 6507 weich

Betreff: Erste Erfahrung MJG 6508 in 6,5 x 47 Lapua

Werter Herr Möller,

die vereinbart sende ich Ihnen Erfahrungen mit dem MJG 6508 aus der 6,5 x 47 Lapua. Ich schoß einen Knöpfler, mit Haupt aufgebrochen 14,5 kg, auf 50 m mit dem MJG 6508 ( v3 etwa 980 m/s gemessen, vZiel ca. 930 m/s gerechnet, also ausreichend schnell) aus meinem Rößler T6 in 6,5 x 47.

Einschuß in der DeckeAusschuss-i-d-Decke

Einschuß: rechts zwischen 6 und 7 Feder Mitte

LM: Beachte gute Zielwahl

Einschuß aus der DeckeAusschuß aus der Decke

Ausschuß: links zwischen 8 und 9 Feder Mitte, Durchmesser 1,5 bis 2 cm

LM: Beachte gute Zielwahl

Ausschuß innen

Einschuß | Ausschuß in der Kammer

Außer einer Staubwolke ( Wasserdampf ? ) war ein Zeichnen des Bockes nicht erkennbar. Er ging hochflüchtig in die nächste Staudendickung ab. Kein Schweiß amAnschuß, kein Schweiß auf der Fluchtfährte und beim Einwechsel in die Dickung mit freiem Auge erkennbar. Beim Herantreten, nach etwa fünf Minuten, an den vermuteten Einwechsel in die Stauden, wurde der Bock hoch, tat sich nach kurzer Flucht erneut in Sichtweite nieder; ein Fangschuß auf den Träger beendete das. Fluchtstrecke bis zum ersten Wundbett etwa 60 bis 70 Meter. Wie auf den Bildern ersichtlich, sind keine Splitter um den Schußkanal ( wie beim MJG 6507 )auf der Ausschußseite zu erkennen. Die Lungen wurden im hinteren Drittel durchschossen. Im Lungengewebe keine Splittermale.

LM: Bilder der Lunge?

Der Schußkanal war im Durchmesser nur fingerdick.

LM: Bilder des Schußkanales?

Die Leber blieb heil. Der Pansen zeigte an der Haube (Übergang zum Zwechfell ) einen 3 cm langen Riß.

LM: Beachte gute Zielwahl

Daher Grünzeug auf der Ausschußseite.

LM: Das sollte sehr zu denken geben

Hämatome waren nicht zusehen. Wildbret ging nicht verloren. Nur die Wirkung war bei diesem absichtlich gewählten Treffpunkt . . .

LM: Schimmerlos!

. . . ( weit hinter das Blatt ) völlig unzureichend.

LM: Ein schlechter Treffer. Sie berichteten schon mal von einem einem Weichtreffer. Ich will das nicht noch mal lesen. Ich sage s zum letzten Mal: Beachte gute Zielwahl!

Schaut nach einer vollmantelartigen Wirkung aus. Ein Abschuß sagt zwar statistisch nichts aus, aber ich werde das MJG 6508 vorerst nicht mehr auf Wild verwenden, da sehe ich
konstruktiv noch Handlungsbedarf, was die Zielwirkung anbelangt, das MJG 6507 war in dieser Hinsicht weitaus besser, aber bei mir und anderen leider präzisionsmäßig nicht zufriedenstellend.

LM: Quatsch. Bevor Sie Handlungen anmahnen, schießen Sie selbst erst mal auf de richtigen Fleck. Lies und verstehe Wundwirkung

WH, H.U, Freitag, 20. Mai 2016 11:42

(Bei Veröffentlichung nur Initialen H.U)

Reh von rechts

Gute Zielwahl bedeutet oberhalb des Herzens durch die Lungen zu schießen, beim Reh also etwwa auf 2/3 Höhe und zwischen 4er und 6ter Rippe.

Einschuß in der Decke EinzelheitAusschuß Einzelheit

H.U. Ausschuß Einzelheit in der Decke, aus der Decke
H.U. Einschuß: rechts zwischen 6 und 7 Feder Mitte | Ausschuß: links zwischen 8 und 9 Feder Mitte

Kein Wunder, daß der Pansen zerschossen wurde und das mißhandtelte Tier flüchtete, nicht sogleich starb, sondern sich noch (vermeidbar) quälte. Das war kein waidgerechter Schuß. Danach auf mein Geschoß zu schimpfen ist dumm, zeigt Ahnungslosigkeit. Schimmerlos!

Reh von oben

Wisse: Die Lungen überdecken den Pansen seitlich nur schwach, sind dort zu dünn, kommen als Ziel dort nicht in Frage. Der Treffer soll über dem Herzen erfolgen, als viel weiter vorn! Ich hoffe sehr, Sie lernen aus Ihrer schechten Erfahrung, verbunden mit meiner guten Belehrung für den Rest Ihre Jägerlebens und halten sich fürderhin an meinen Rat. Alles Andere wäre unverzeihlich.

Lutz Möller

Das war's

zu 6507 weich und schon wieder :: 6508 grün

(Nur Initialen H.U bei Veröffentlichung )

Werter Herr Möller

Soweit ich meinen Beitrag überblicke, ist er sachlich und konstruktiv verfaßt. Einem nunmehr ehemaligen Kunden und Mitstreiter „Schimmerlosigkeit“ zu attestieren, mag zwar von einer gewissen sprachlichen Kreativität zeugen, verläßt den Boden der Sachlichkeit aber völlig. Der Haltepunkt im Bereich 5 und 7 Feder hat sich hundertfach bewährt; Übliche Reaktion des Wildes, einige Fluchten – etwa 30 bis 50 Meter – torkeln und verenden des Wildes innerhalb kürzester Zeit. Grünes auf der Ausschußseite kann bei jedem Kammerschuß vorkommen, wenn der Schlund verletzt wurde, was relativ häufig vorkommt. Ob das ein guter Haltepunkt ist oder nicht, überlasse ich den anderen Lesern der Seite zur Beurteilung. Fakt ist, daß die von Ihnen propagierte Splitterwirkung, zumindest in diesem einen Fal,l beim MJG 6508 offensichtlich nicht eingetreten ist (siehe Bilder ). Übrigens hat ein Kollege mit der .270 WSM ähnliches berichtet, nur ohne Bilder. Und zur Überschrift „schon wieder weich“ möchte ich festhalten, das der zuerst geschilderte Weichschuß, der erste dieser Art auf Rehwild nach knapp zwanzig Jagdjahren war ( E und A hinter dem Zwerchfell ), es war meine freie Entscheidung diesen zu kommentieren, um festzuhalten, daß das vormalige MJG 6507 trotzdem volle Arbeit geleistet hat. Was mir noch wichtig ist zum Abschluß meiner Mitarbeit zu sagen, ist daß eine ausreichende Tötungswirkung eines Geschoßes auch bei Treffern hinter der 5 Feder gegeben sein muß, sonst müßte auf der Packung folgender Warnhinweis stehen: „Achtung: wirkt nur zuverlässig bei Treffern vor der 5 Rippe !“; aber das kann jedes Vollmantelgeschoß auch. Übrigens Ihre Internetseite lebt von aktiven Mitarbeitern (wie ehemals mir ), diese für „schimmerlos“ zu betrachten ist der Sache sicher nicht dienlich,
um es höflich auszudrücken !

Das war´s, alles Gute, H.U, Samstag, 21. Mai 2016 10:56

Der obige Treffer lag, wie von H. U. berichtet (und auf den Bildern deutlich zu erkennen) zu weit hinten. Die Folgen waren entsprechend schlecht. Das läßt sich nicht wegreden. Wenn keine lernende Einsicht, sondern unbelehrbare Widerrede, zurückkommt, ist besser sich sofort zu trennen.

Beträge für Unbelehrbare zu schreiben ist mir meine Zeit zu kostbar. Bei H.U. hatte ich das Unheil schon geahnt. Wäre ich doch meiner Eingebung gefolgt! Wenn man ein dummes Gefühl hat (wie ich, als ich ihm die 6805 mit der Verprflichtung zu berichten, schenkte) kommt es meistens dumm. So will ich zumindest lernen, mich nicht mehr auf Zweifelhafte einzulassen.

Lutz Möller

Auslese gewünscht

Guten Samstag Herr Möller!

Ich will mich da nicht einmischen, aber SIE sind viel zu gut mit Solchen, die es sich nicht verdienen. Wenn ich mich richtig erinnern kann, bereits, als Sie das MJG 5607 in der .222 Rem
prüfen
ließen, gab es Kerle, die nach dem Erhalt der Geschoße verschwanden! Richtig?

LM: Leider ja.

Auf gut deutsch „daneben zu schießen" und dann vollends dem Geschoß die Schuld geben, ist dann wiederum ein großer Zapfen. Wenn ich was geschenkt bekomme,  dann Tatsachen schildern und fertig.

Hoffentlich kommen bald die jährlichen 200 Meter Schußfertigkeitsprüfungen. Dann wird die Auslese dafür sorgen, daß solche „Meckereien” ausbleiben.

MfG R.

Sauberer Lungenschuß

Zuschrift zu Das war's!

Hallo Herr Möller,

mir scheint der Beschenkte hat falsch verstanden, warum er die Mun. kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen hat. Er ging wahrscheinlich davon aus, daß er Wundermunition bekommt und damit beste Ergebnisse erzielen wird, die nur mit laienhaften Fotobeweisen zu dokumentieren sind. Er wußte also nicht, daß er unter wissenschaftlichen Bedingungen, erlösen, versorgen und verwerten sollte, mit Bilddokumentation möglichst aller Schritte. Und dies so lange, bis die Mun. aufgebraucht sein wird. Idee: Ich kann mir vorstellen, daß heimische Wildparks, Wild durch Abschüsse auch entnehmen müssen. Hier könnte man unter besten Bedingungen die Wirkung der Munition dokumentieren.

W H, Gerhard Kehr, Sonntag, 22. Mai 2016 01:30

Betreff: Das war's

Hallo Herr Möller,

ich bin seit Jahren aufmerksamer Leser Ihrer Seite. Was mich in letzter Zeit etwas befremdet, sind die Meinungen einige Ihrer „Jünger“, die Ihr Geschoß, so gut es auch sein mag; als das non plus ultra darstellen und Kritik an diesen, mehr oder wenig unsachlich zurückweisen. Zuerst sollte man sich die Frage stellen: „Was kann der Schütze?“  und dann die Frage „Was kann das Geschoß?“

LM: Richtig!
Welcher Jäger braucht ein Geschoß, das die Fähigkeit hat, durch Holz zu schiessen? Die allerwenigsten! Die angemessene Wirkung steht an erster Stelle. Die richtige Zielwahl und dann meines Erachtens erst die Frage welcher Geschoß Typ.

LM: Nein, die natürlich zweckmäßige Reihenfolge ist anders, nämlich

  1. Zielwahl

  2. Treffer

  3. Geschoß und erst in Folge die mittelbare Trefferwirkung

Die Bleimurmel aus meinem alten DWM Repetierer Kaliber 7 x57 erledigt dies alles sehr zuverlässig.

LM: Durchaus nicht bei jedem Treffer. Manchmal ist nicht genug!

Auch wenn das Stück mal dreißig  flüchtet , gehört auch das zur Jagd für mich dazu. Schlechte Schüsse können jedem unterlaufen. Zu üben hilft da auch nur bedingt.

Die Frage fünfte Feder sechste Feder usw. ist völlig unsinnig.

LM: Nein. Wo der Treffer hinsoll ist immer eine Frage guter oder schlechter Zielwahl! Nicht jeder Schuß der den Fetzchen Lunge ritzt, ist deshalb ein guter Lungenschuß. Siehe Wildscheibe!

Lungenschuß sauber angebracht, ist immer tödlich, immer Schweiß.

LM: Ihr „sauber“ heißt, oberhalb des Herzens durch beide Lungen, Hauptschlagader und Vagusnerv. Nicht tiefer, nicht weiter hinten, nicht davor.

Keine Kunstschüsse, weil man meint, man hätte gleich ob Messing oder Blei, das non plus ultra und schon macht Jagd Spaß mit allen Vor und Nachteilen. Präzisionsschützen oder solche, die meinen, sie wären es, sollten sich aus den Erörterungen raushalten. Sie haben mit dem geminen Jäger rein garnichts zu tun.

LM: Ein mindeste Auslese sollte gleichwoh getroffen werden. Ich muß jedes Jahr in Schweden vorschießen und mindeste Leistungen bringen, bevor ich auf Elch jagen darf. Ich finde das das durchaus angebracht. Der mich schießen kann, gehört nicht mit einem Gewehr bewaffnet in den Wald oder auf die Flur, um Wild nachzustellen.

Mit freundlichem Gruß, US, Sonntag, 22. Mai 2016 15:03

PS. Wenn Sie meinen Beitrag zu „Das war's!“ veröffentlichen möchten, dann nur mit meinen Initialien. Bin schon auf die Antworten gespannt.

Rainer meint


Betreff: ...das war´s

Hallo Lutz,

nach all den Vorzügen, welches Dein Forum bietet und dem Wissen, welches es vermittelt, muß ich feststellen, daß bei gegensätzlichen Meinungen leider oftmals die Diskussionskultur auf der Strecke bleibt und Leute einfach nur „fertig gemacht“ werden. Leider habe ich das auch in anderen Foren erlebt, wie Land live etc. in denen dann die Argumentation so lief: „Das ist so und wenn Du das nicht begreifst, bist Du blöd…“
Ich denke, daß Weiterentwicklung gerade erst durch gegensätzliche Meinungen möglich werden. Ein respektvoller Umgang miteinander ist da aber unerlässlich. Wer will schon jemandem sein Wissen mitteilen, der vorher als unfähig und unbelehrbar bezeichnet oder dargestellt wurde???
Ich denke, auch Du Lutz, kannst sachliche und konstruktive Kritik vertragen und keiner verliert das Gesicht und nach verrauchen der Emotionen kann man über den sachlichen Kern nachdenken. Claqueure, die von Dir alles Klasse finden, bringen Dich keinen Zentimeter weiter und wenn Du jemanden „durch die Bürsten“ geschickt hast, daß sich dann gleich noch paar Sympathisanten draufstürzen und ihren Senf dazugeben, empfinde ich wie eine Prügelei, bei der fünf Mann auf den Liegenden eintreten. Denkt Mal drüber nach….
Ebenso sollte ein guter Verkäufer ausschließlich die Vorzüge seines Produktes herausstellen und nicht seine Stärke aus dem „runtermachen“ von Wettbewerbsprodukten ziehen. Es gibt eine Menge Leute, denen das „aufstößt“.
Auch Deine Geschosse sind nur ein Kompromiss und haben ihre Nachteile, wie alle anderen auch. Wer Deine Geschosse verschießt, muß sich darüber im Klaren sein, daß er es mit einem Splittergeschoss zu tun hat und sich die Splitter in einem Winkel von ca. 45° vom Einschuss unterschiedlich tief in den Wildkörper eindringt. Wenn ich da zwischen 6. Und 7. Rippe beim Reh schieße, ist Panseninhalt garantiert. Wer nicht in der Lage ist, den Haltepunkt nach vorn zu verändern oder die Wahrscheinlichkeit verringern will, daß der Pansen geritzt wird, muß halt dann über andere Geschossformen nachdenken. Bei bleifrei und Deformationsgeschossen, wird’s da schon schwierig. Meine Erfahrung sagt, daß bei Geschwindigkeit größer 900 m/s alle Deformationsgeschosse splittern (mit völlig unkalkulierbarem Restbolzen) und/oder eine schreckliche Aerodynamik haben. Schießt man Monolithe, hat man andere Probleme.. (Impala) das Leben ist halt ein Kompromiss. Dazu fällt mir noch die Episode vom 08.05. ein, in denen „Helmut“ und Stefan Simm über das DSG von Volker Einhäuser hergezogen sind. Das passt 100%ig zu meinen obigen Bemerkungen.
Ich habe das DSG in meiner 9,3 x 64 und in der 6,5 x 57R getestet. Da die Form 2014 leicht verändert wurde, habe ich mit dem neuen DSG zwei Probeschüsse gemacht, die ich Mal ran hänge. Falls Du Dich traust, es zu veröffentlichen, kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Ich habe mit der 9,3 nur positive Erfahrungen gesammelt. Die Aerodynamik kann zwar mit Deinem MJG (0,328) nicht konkurrieren (0,201) ist aber besser als das windschlüpfriger aussehende Reichenberg (0,169).
Ich habe auf 250 m einen Bock geschossen, der lag in Knall, ohne jedes Splitterchen im Fleisch. Metallsplitter haben nämlich grundsätzlich nichts in Lebensmitteln verloren.
Bei einem Jährling und einem Schmalreh habe ich erlebt, daß nach sauberen Treffern hinterm Blatt, das gesamte Gescheide neben dem Tier lag, ohne daß der Pansen verletzt wurde. Energetisch gesehen, muß sich im Körper des Tieres also einiges abspielen. Beim Schwein ist der Ausschuss ca. 3 cm im Durchmesser. Da kann man von einem Ausschuss sprechen, der garantiert auch Pirschzeichen liefert. Allerdings gab es auch ein Kuriosum. Auf einer Drückjagd habe ich ein weibliches Reh auf ca. 60 m beschossen. Es war total beunruhigt, zog zügig und blieb alle 10 m stehen um zu sichern. Der Schuss fiel, als es total spitz zu mir stand und in meine Richtung sicherte. Da ich es für die letzte Möglichkeit hielt, ließ ich fliegen. Vorher habe ich natürlich meinen Hirnrechner bemüht, um einen Haltepunkt zu finden, der garantiert, daß es keine Sauerei gibt. Das Reh rannte weg, wie von der Tarantel gestochen. Ich habe an der Stelle 2 x nachgesucht und weder Schweiß noch Schnitthaar gefunden (später stellten wir fest, daß ich ca. 15 m vom Anschuss entfernt gesucht hatte). Nach Hahn in Ruh, sagte ich, daß ich ein Reh beschossen, aber mit aller größter Sicherheit nicht getroffen hatte. Vielleicht 20 Minuten später, kommt der Treiberführer und fragt, wer ein Reh beschossen hätte…..ungefähr 100…150 m vom Anschuss entfernt lag das tote Reh. Das Geschoss drang ca. 5 cm rechts neben Mitte Brust ein und verließ den Körper hinter dem rechten Blatt, ohne die Kammer zu öffnen.
Nach meiner Auffassung wurde nichts lebenswichtiges getroffen bzw. zerstört. Das wäre mir mit dem MJG natürlich nicht passiert.
Bei der 6,5 sah das alles ganz anders aus. Ich habe mit Mühe ein vernünftiges Schussbild hinbekommen. Beim Rehwild ist alles weggelaufen, aber im akzeptablen Rahmen (40m) gelegen. Ein 28 kg Frischling ist ebenfalls mit respektablen Ausschuss 40 m gelaufen. Allerdings habe ich festgestellt, und das erinnert an Impala, bei einem Bock verließ das Geschoss den Körper quer im Winkel 20° nach oben, wobei ich von der Kanzel mit ca. 5,5 ° nach unten schoss. Das war dann das letzte Mal mit dem Kaliber und dem DSG. Das ist mir dann für meine Mitmenschen zu gefährlich….
Das DSG ist halt ein Klon des Impala. Monolithe Geschosse mit langer Spitze, neigen dazu, in Flüssigkeiten mit dem Schwerpunkt nach vorn zu fliegen. Das bedarf einer 180 ° Drehung im Körper, bei der natürlich auch Wirkung erzeugt wird, allerdings dabei auch das Geschoss nach den Kreiselgesetzen um die Ecke fliegen kann. Das ist natürlich unakzeptabel. Die Wahrscheinlichkeit steigt offensichtlich mit der Verringerung des Kalibers, da dann der Schwerpunkt des Geschosses sicher relativ nach hinten rutscht… na ja, wen´s interessiert…
Auf jeden Fall hat das DSG nichts mit „Gießkanne“ zu tun. Wie bei jedem Geschoss muß man halt eine brauchbare Ladung für seine Waffe finden, das ist manchmal mühselig und funktioniert in seltenen Fällen gar nicht, wie eben mit jedem Geschoss. Auf der Scheibe sieht das Ganze dann wie mit dem Locheisen produziert aus.

Waidmannsheil Rainer, Dienstag, 24. Mai 2016 13:49

Mäßigung und Glauben

Betreff: Weichschuß zu Rainer meint

Moin Lutz,

Rainer hat recht. Die eher schlechte Diskussionskultur in einigen Foren fiel mir auch schon auf. Sich gegenseitig anzuzicken und aufeinander einzuschlagen führt nicht zum Ziel. Um so schlimmer, daß ich mich im selben Stil auf Deiner Seite beteiligte. Ich entschuldige mich dafür.

LM: Wenn klar zwischen Tatsachen, bzw. deren Erkenntnis, und Meinungen unterschieden würde, käme man sicherlich besser miteinander aus. Allerdings ist das Vielen gar nicht möglich. Es gibt Leute, die abstrakt denken können und andere, die das nicht können. Es gibt Leute, die zwischen äußeren Tatsachen und innerer Einbildung unterschieden köpnne, und Leuten, die das nicht können (die Wirklichkeit mit Wahrheit verwechseln). Wenn Leute, die nicht abstrakt denken können, innere Einbildung wirklich für wahr halten, landen wir im Glauben. Der ist der Vernunft nicht zugänglich. Kommen Leute mit Glauben, hilft dagegen nur Aberglaube oder Scheiterhaufen. Beides anzuwenden ist heute nicht mehr üblich - zumindestens hier. Also läßt man die Leute ziehen. Zu reden hat eh keinen Zweck mehr.

Dennoch sieht das DSG eher wie ein Teil einer Steckverbindung als ein Geschoß aus.

LM: Ohne Verständnis für Luftwiderstand oder Zielwirkung

Aber wie Rainer zeigt, fliegt und wirkt auch das.

LM: Weniger als möglich.

Beste Grüße, Stefan Simm, Gesendet: Mittwoch, 25. Mai 2016 10:56

Weniger ist mehr

Betreff: Mäßigung und Glauben

Hallo Lutz,

das ist alles so in Ordnung. Auch an Stefan, wir sind uns einig. Mir ist natürlich auch klar, daß Du auf Deiner Seite erstens das Hausrecht hast und auch in erster Linie Dein Geschoß bewirbst.

Tatsache ist auch, daß viele Jäger ein Halbwissen haben, daß sie dann bis aufs Messer verteidigen. Vielleicht solltest Du im Hintergrund einfach wählen, was Du veröffentlichst und was Du vielleicht als „PM“ behandelst. Dann gehst Du der Geschichte aus dem Weg und es eskaliert nichts. Was Wettbewerbsgeschosse anbelangt, gab es Mal bei Dir eine Seite, auf denen deren Wirkung beschrieben wurde. Ich würde das nicht schlecht finden, wenn das fortgeführt würde. Du brauchst mit dem MJG keinen Vergleich zu scheuen.

LM: Von mir steht zu viel im Netz, nicht zu wenig. Ich sollte das alles auf wenige Wahrheiten vedichten.

Vielleicht sollte man ein Bewertungssystem aus 6..7 Punkten einführen, nach denen man die Geschosse bewerten kann. Das wäre ein relativ objektiver Vergleich. Es gibt sicherlich genügend Leser Deiner Seiten, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht nur Dein Geschoss verschießen…. Es gibt Waldjäger, die glücklich sind, wenn die Kirre mal 60 m weit weg ist. Warum soll man da einem Schmalreh mit 1050 m/s einen Teilzerleger durch den Körper jagen? Wenn man versucht ideologiefrei über für und wider verschiedener Geschosse zu diskutieren, würde es mit Sicherheit auch weiterführende neue Erkenntnisse geben. Ich weiß, es gibt eine Menge Jäger, die wollen im Fleisch keine Metallsplitter. Das ist auf jedem Fall ein Ansatz. Meiner Meinung nach, lassen sich nicht alle Anforderungen mit nur einer Geschossform abdecken. Diese Erkenntnis schlägt sich ja bei Dir auch schon in den drei Geschossformen wieder. Diesen Ansatz finde ich schon Mal Klasse. Eigentlich will ich nur eine Diskussion provozieren…. Danke für die sachliche Antwort.

Gruß Rainer, Gesendet: Mittwoch, 25. Mai 2016 14:33

Damit ist hier Schluß!