Lutz Möller .338" Lapua Magnum Munition

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Inhalt 8505 | 8504 | 200 - 600 Meter | 200-600 m waidgerecht | Einer kann es immer besser! | LM-105 siegt | Geschosse für Russische Weiten

8505

Lutz Möller 8,5 mm Flitzer 8505

Lutz Möller 8,5 mm Flitzer 8505 | 5te Erbfolge in 8,5 mm: 30,5 mm lang, 8,5 g schwer, BC 0,357, für vier Splitter | Bei 830 m/s durchdringen die vier Splitter neun cm Fleisch.

Lutz Möller 8,5 mm Flitzer 338 Lapua Magnum Patrone in 69 cm langem Lauf

244 m GEE | 282 m ± 5 cm Reichweite

Masse [g] Dichte
[%]
Druck [bar] Umsatz
[%]
V0
[m/s]
Bemerkung
höchst vorn
5,70 95,9 4.221 668 99,95 1.142  
5,87 95,7 4.226 662 100,0 1.148  
Flugbahn
Weite [m] 0 50 100 150 200 250 300
Schnelle [m/s] 1.148 1.095 1.045 996 950 905 861
Bahn [cm] -4,5 +0,8 +4,0 +5,0 +3,5 -0,6 -7,8
Leistungen
            > 50
            > 10

8505 Setztiefe

Lutz Möller 338 Lapua Magnum 8505 MJG Setztiefe

Vorhaltemaß auf bewegtes Wild

Gib ein V0 m/s V100 m/s
Gib ein Troll m/s Flucht m/s
Weite Vorhaltemaß in [m]
20 m m m
40 m m m
60 m m m
80 m m m
100 m m m

8504

Lutz Möller Geschoß 8504

in 84,7 mm langer .338" Lapua Magnum Patrone aus 69 cm Lauf | GEE 243 m | ± 5 cm Reichweite 281 m

Masse
[g]
Dichte
[%]
Druck [bar] Umsatz
[%]
V0
[m/s]
Bemerkung
höchst vorn
5,70 95,5 4.184 669 99,94 1.139 empfohlen
6,10 103,4 4.031 695 99,38 1.137  
6,37 103,4 4.186 706 95,99 1.138 flammt
Flugbahn
0 50 100 150 200 250 300
1.139 1.087 1.038 990 944 900 857
-4,5 +0,8 +4,1 +5,0 +3,5 -0,8 -8,1
Leistungen
    85       > 50
    21       > 10

So macht man das!

200 - 600 Meter | 200 - 600 m waidgerecht | einer kann es immer besser | LM-105 siegt

200 - 600 Meter

Moin Herr Möller,

ich suche jagdliche Munition in .338 Lapua Magnum für den Einsatz zwischen 200 - 600 m auf Schwarzwild. Bisher habe ich mich mit RWS in „Selbstladequalität“ versucht. Diese machen auch bis 800 m ein gute Gruppierung, sind aber jagdlich nicht sehr gut. Bei 200 m explodieren sie beim Einschuß und ab 400 m fliegen sie ohne gute Wirkung durch den Wildkörper. Können Sie mir weiterhelfen?

LM: Ja. Mit dem 8504.

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Weyand, Dienstag, 12. März 2013 11:51

200-600 m waidgerecht?

Ich bin gespannt wer wieder eine Erörterung bzgl. waidgerechter Schußentfernungen vom Zaun bricht. Interessanterweise ist die 338 Win. Mag. eine Hülse mit gutem Wirkungsgrad, die 338 Lapua Magnum kann mit dem leichten Lutz Möller Geschoß nicht wesentlich mehr.

LM: Wohl wahr - allerdings nur, wenn gleiche, kurze Läufe betrachtet werden. Normas Christer Larsson sagte seit vielen Jahren schon, die 338 Lapue Magnum weise zu großen Pulverraum auf. Für die üblichen 69 cm Läufe stimmt das - aber mit 90 cm lanagem Lauf nicht mehr. So gewann ich (Schütze war Tom Marstii) im Jahre 2005 den Finn Sniper mit meinem LM 105 Langstreckengeschoß. Aber wer will denn im Wald so ein langes Gewehr? Die kürzere 15 mm Ø Patrone 330 Norma Magnum leistet aus 69 cm Lauf das gleiche, wie die 338 Lapua Magnum aus der Länge, ist für 69 cm also die bessere Patrone. Für kürzere Läufe, sprich für 65 cm Lauf Jagdbüchsen, wäre die 338 Win. Mag. die angemessen Patrone. Die Randbedingungen, legen die wirtschaftlichkeit und Eignung fest. Merke:

Mehr Pulver „will“ längere Läufe, weniger Pulver kürzere!

Christian Waldmann, Mittwoch, 13. März 2013 08:04

Einer kann es immer besser!

Zu 200 - 600 m weidgerecht?

Hallo Lutz,

mittlerweile bin ich mir sicher, es gibt eine ganze Menge wirklich hervorragender Schützen, die kein großes Aufheben um ihr Können machen. Früher oder später müssen die Jungs ja über Deine Seite stolpern. Wir gewöhnliche Schützen können uns drüber ereifern, oder wir lassen es einfach mit der Erkenntnis: Es gibt immer einen der was besser kann als man selbst.

In diesem Sinne: Weidmannsheil! Beste Grüße, Stefan Simm, Mittwoch, 13. März 2013 12:44

LM-105 siegt

Aus ungenanter Quelle. Das dürfte sie interessieren. Suchen Sie nach ihrem Namen. Bitte nenen Sie meinen Namen nicht , mfG.

Ich hatte die Gelegenheit mit dem Sieger Präzisionsschießen Gewehr des dies- und letztjährigen internationalen SOCOM Einladungswettkampfes in den französischen Pyrenäen zu sprechen. Die Nennung von Namen, wie auch das Zeigen von Bilder oder Tonaufnahmen sind aus verständlichen Gründen leider nicht erlaubt.

W: Vielen Dank das sie sich für ein Interview zur Verfügung stellen
R: Gern geschehen

W: Sie machen sich rar bei öffentlichen Auftritten
R: Es gehört nicht zu meinen Aufgaben öffentliche Auftritte zu geben, im Gegenteil, wir bleiben lieber im 2. Glied

W: Kommen wir zum diesjährigen Wettkampf, ich gratuliere zum Sieg
R. Danke, aber es ist nur EIN Zwischenresultat in EINER Disziplin. Im Gesamtergebnis sind wir 12.

W: Ja stimmt, nach dem 2. Tag und 12 Einzelwettbewerben mit dem Gewehr waren sie mit mehr als 18% Abstand weit an der Spitze. Wie im letzten Jahr sind sie der Einzige ohne einen Fehlschuß
R. Das ist korrekt.

W: Was war die kürzeste und was war die weiteste Distanz in diesem Jahr?
R: Die kürzesten Ziele waren auf 30 m die weiteste 1.620m entfernt

W: 30 m? Ist das nicht ein overkill mit ihrem Gewehr?
R: Das Schießen auf 30 m zeigt, ob der Schütze seine Waffe kennt und wie die Resultate zeigen war das nicht bei jedem Schützen der Fall

W: Bleiben wir bei den Wettbewerben. Beim 3. Oder 4. Schiessen haben sie nicht geschossen und dennoch gewonnen wie kam es?
R: Die Aufgabenstellung war derart, daß man pro „hit“ Punkte erhält und pro „miss“ Punkte abgezogen bekommt. Ich habe nicht geschossen, alle anderen fehlten (haben nicht getroffen)

W: Provozierend gefragt, war es Glück oder Wissen? (Anmerkung: die Aufgabe bestand darin in einem Tunnel auf fast 300 m ein kleines Ziel nahe der Tunneldecke zu treffen)
R: Das Ziel in direkter Bahn zu treffen war von der Physik her unmöglich, die Schwerkraft lässt grüßen.

W: Kommen wir zur Waffe und er Munition zu sprechen. Ist die Waffe eine Sonderanfertigung? Welches Kaliber verwenden Sie?
R: Ich verwende als Ausgangsbasis eine modifizierte DSR-1 im Kaliber .338 Lapua Magnum

W: Die Resultate zeigen, daß Ihnen Waffe zu liegen scheint. Warum gerade dieses Gewehr und warum dieses Kaliber? Die meisten Kollegen sind mit unterschiedlichen Waffen auf unterschiedliche Distanzen angetreten. Sie haben alle Disziplinen mit demselben Gewehr absolviert. Wäre ein Kaliber .50 BMG auf die langen Distanzen nicht von Vorteil, speziell was die Wirkung im Ziel anbelangt?
R: Die Bauweise des DSR-1 hält Gesamtlänge der Waffe in Grenzen, da ich wegen der Munition und Geschosse einen überdimensionierten, überlangen Lauf mit Progressivdrall verwende. Nachteilig ist, daß die überlangen Patronen nicht in das Magazin passen sondern jede Patrone einzeln von Hand nachgeladen werden muß. Modifiziert sind der Schaft. bzw. die aktiven Dämpferelemente und die Mündungsbremse. Kaliber .338 Lapua Mag. ist für mich in Kombination mit der verwendeten Munition das optimale Kaliber speziell auf die langen Distanzen. Ich bin kein Masochist. Mit der Waffe kann ich ohne nennenswerte Schmerzen auch über längere Zeit üben. Zudem liegt das Gesamtgewicht in einem erträglichen Rahmen. Trefferwahrscheinlichkeit und Zielwirkung sind nicht primär eine Frage des Kalibers oder "the bigger the better". Schlußendlich zählen Treffer und über eine mangelnde Wirkung im Ziel hat sich noch kein Ziel bei mir beschwert (lächelt).

W: Ja das haben Sie eindrücklich bewiesen an was liegt es dann?
R: Einige der langen Distanzen wurden über Täler hinweg geschossen. Im Gegensatz zum letzten Jahr war in diesem Jahr wenigstens die Sicht gut. Regen hatten wir so gut wie keinen. Dafür hatten wir ordentlichen Seitenwind böig und stark. Teilweise mit mehr als 17 m/s. Diesen auf dem Weg vom Start zum Ziel richtig einzuschätzen ist schwierig. Auf der Flugbahn über das Tal hatten wir keine Anhaltspunkte. Die Anhaltspunkte am Abschußort und im Ziel sind hierbei irreführend.

W: Aha dann haben Sie also als Einziger den Seitenwind richtig eingeschätzt und richtig korrigiert?
R: Nein, meine Kollegen sind genauso Profis. Der Unterschied liegt darin, daß mein Geschoss weniger lange dem Seitenwind ausgeliefert ist und zweitens weniger seitenwindempfindlich ist als die der Kollegen.

W: Ja die Unterschiede waren markant. Ihr Ziel auf die langen Distanzen fiel in einem der letzten Wettbewerbe eine gefühlte Sekunde früher als die der Kollegen. Also liegt das Geheimnis ihres Erfolges im Geschoss?
R: Nein. Die Geschosse sind kein Geheimnis. Es sind LM-105 der Firma Lutz Möller.

W: Die Dinger sind sehr lang und spitz. Ich habe gesehen daß Sie die Patronen selber laden.
R: Ja das ist richtig. Am 2. Tag habe ich für einige Kollegen ein paar Patronen geladen, weil sie zusehen wollten wie ich sie lade.

W: 6 Patronen in einer Stunde, ist das nicht ein bißchen wenig? Oder warum dieser Aufwand?
R: (schmunzelt) Ich bin Schweizer und dazu noch ein Berner wir sind bekannt das wir nicht die Schnellsten sind. Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand.

W: Aber ein Geheimnis haben sie offenbar doch. Das verwendete Pulver ist nicht von der Stange? Die Kollegen meinten es sei sehr progressiv und die von ihnen geladenen Patronen entsprechen nicht der Norm.
R: Das stimmt. Ich verwende ein extra für mich produziertes ECL Treibladungsmittel. Die Patronen entsprechen sowohl was die Länge der Patrone als auch des Gasdruckes nicht der CIP Norm.

W: Kommen wir zum zweiten Teil des Wettbewerbes Maschinenpistole, Flinte und Pistole zu sprechen. Da waren sie Statist wie ihr mexikanischer Teamkollege bei den Gewehrdisziplinen.
R: (lach) Nicht ganz. Wir haben eine gute Aufgabenteilung. Er ist mein Spotter. Das ist eine wichige Aufgabe. Ich hingegen bin nur sein Munitionsträger.

W: Obwohl auch dort Teamwettbewerb, haben sie kein Schuß abgegeben warum nicht?
R: Mein Kollege erledigt den Job alleine besser. Ich wäre da nur im Weg. Mexikaner sind einfach schneller.

W: Nach allen Schießdisziplinen hatten sie beiden einen Vorsprung von mehr als 20% auf die 2. und dennoch „nur“ 12. Schlußrang. Was ist passiert?
R: Nichts ist passiert. Wir sind beide alte Hasen (50+). Nach dem anschließenden Orientierungslauf, der Kletter- Abseil und Rutschpartie und dem 25 Km Schnellmarsch kamen wir auf dem 12. Schlußrang.

W: Enttäuscht?
R: Nein im Gegenteil. Für mich wie auch für die Kollegen haben diese Zusammenkünfte mehrere Aspekte. Das sportliche Messen ist einer davon.

W: Nehmen Sie in diesem Jahr auch noch an anderen Wettbewerben teil Und werden sie nächstes Jahr wieder dabei sein?
R: Wer weiß . . .

W: Ich danke ihnen für die Offenheit und das Interview
R: Gern

Freitag, 17. Mai 2013 10:37

Geschosse für Russische Weiten

Guten Tag Herr Möller,

ich habe mich am vergangenen Wochenende (mal wieder) intensiv mit Ihrer Lutz-Moeller-Jagd Seite beschäftigt. Schade, daß inzwischen so viele ungültige Links auf der Seite sind und so viele Bilder nicht mehr dargestellt werden :(

LM: Ja, da muß ich ran – aber die Zeit!

Zuletzt war ich 2008 auf Ihrer Seite und hatte mir damals das 338 Fernando Geschoss angeschaut um mich dann doch für das Sierra MatchKing zu entscheiden. Jetzt hat unser Minister Backhaus die zeitgemäß e Zukunft eingeläutet und es ist auch für mich soweit die Zeichen der Zeit zu sehen und auf zeitgemäß umzusteigen. Das hat mich wieder auf Sie gebracht und ich habe viel recherchiert.

Soweit ich das als Werkzeugmacher und Maschinenbauingenieur beurteilen kann gibt es auf dem zeitgemäß en Markt viele krampfhafte Versuche alles falsch zu machen und die Gesetzte der Physik zu ignorieren (z.B. Impala’s lächerlicher Scharfrand, der Terminalballistisch an einer Stelle ist an der er nicht wirkt - hahaha).
So, genug der Plänkelei – ich brauche Geschosse und zwar in 7.62 und in 8.6 mm (.338). Vor allem im Kaliber .338 möchte ich gern auch etwas weiter schießen können. Haben Sie ein Geschoss, daß auf 800 und mehr Meter noch wirksam ist?

LM: Ja, siehe Winterschießen. Das ist was für das LM-105, siehe auch Finnsniper und Afrika 2009, bewährt und gut, nur nicht handlich!

Ich jage gern in Rußland. Dort sind Schußentfernungen jenseits der 800 m nicht verpönt (obgleich von den meisten dabei nicht mehr getroffen wird ;-) ). Ich habe das 8,6 mm Kaliber auf Ihrer Seite nicht gefunden

LM: Heißt hier 8,5 mm

Bin ich da nur blind?

Mir ist schon klar, daß die meiste Lauferosion chemischer und thermischer Art ist, dennoch spielt Reibung auch eine Rolle und die ist bei CuZn definitiv höher als bei z.B. einem CuTeP. Haben Sie mittlerweile Langzeiterfahrungen mit Ihrem Messing?

LM: 3 Jahre.

Beim SEK haben wir teilweise Messing Solids geschossen und dabei doch einen erhöhten Verschleiß gehabt.

LM: Aber nicht mit meinen reibungsarmen Führbandvollgeschossen. Die reiben nämlich weniger. 38% weniger als Tambakmantelgeschosse. Siehe Messungen in Führbandgeschosse! Den entscheidenden Russen sind meine Geschosse übrigens wohl bekannt.

8.6x70 schieße ich aus einer Sako TRG-42 mit 1:12“ Drall. Ich hoffe, daß Sie da etwas haben. Es muß ja nicht das Fernando sein, falls es sich als nicht so geeignet erwiesen hat.

LM: Nein, nur mit Sonderlauf! Anders geht das nicht!

Viele Grüße, ANNA, Mittwoch, 5. Juni 2013 15:14