Urlaub auf dem Wasser bis 29. Oktober 2018

Reibahle

für Setzer

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Die bestimmte Genauigkeit der Neuen Setzer (Durchmesser, Rauhigkeit) erfordert, vorgedrehten (geschruppte) Gesenke innen mit Reibahlen fertig zu bearbeiten. Solche Reibahlen werden bevorzugt aus Hartmetall geschliffen. Im Gegensatz zu HSS (oder besseren Stählen), halten Hartmelallreibahlen länger. Sie bieten sich immer dann an, wenn entweder besonders harte Stähle bearbeite werden sollen (dann sind sie unverzichtbar), oder wenn oft gereiben werden soll (dann wird ihr Gebrauch wirtschaftlich).

Triebel in Kaufbeuren bietet seine Patronelagerreibahlen leider nur mit + 0,05 mm Aufmaß an. Hier folgt die Begründung <Zitat>

Einführung zu Reibahlen

Qualität - Made in Germany!

Unsere Patronenlager-Reibahlen sind aus HSS hergestellt und auf 62+2 HRC gehärtet. Zur Führung im Lauf sind sie mit einer ungehärteten, drehbaren Führungsbuchse ausgestattet. Diese Buchse kann bei Bedarf gegen eine Buchse mit einem anderen Durchmesser (z.B. für POLYGON-Lauf) ausgewechselt werden. Die Spannuten und das Patronenlager-Profil werden in einer Aufspannung auf einer 5-achsigen CNC-Maschinen im Tiefschleifverfahren hergestellt. Hierdurch ergeben sich neben einer ausgezeichneten Schneidenoberfläche auch glattere Spannuten, die einen besseren SpanabFluß ermöglichen. Die Schneiden der Reibahle haben eine ungleiche Teilung, welche wesentlich zur Reduzierung bzw. Vermeidung des „Werkzeugratterns" beim Reiben beiträgt. Reibahlen bis zum Kaliber 500 N.E. werden mit 6 ungleich geteilten Schneiden gefertigt.

Übergangsreibahlen sowie die Reibahlen für größere Kaliber und für Schrot ab Cal. 32 haben 8 Schneiden. Der Schaft ist mit Passung h7 rundgeschliffen und verfügt an seinem Ende über einen Werkzeug-Vierkant.

Patronenlager-Reibahlen können von Hand oder mit herkömmlichen Werkzeugmaschinen eingesetzt werden. Zusatzgeräte wie z.B. Anschlagringe für die Tiefenkontrolle oder Verlängerungen für das Arbeiten durch montierte Verschlussgehäuse erleichtern die Handhabung.

Alle Patronenlager-Reibahlen werden standardmäßig mit einem Aufmaß von 0,05 mm hergestellt. Bei sachgemäß er Handhabung ( niedrige Drehzahl, gleichmäßiger Vorschub, ausreichende Zuführung eines geeigneten Schneidöles sowie die regelmäßige Spanentfernung) ist dadurch ein 1- bis 2-maliges werkseitiges Nachschleifen möglich. Bei stärkerer Abnutzung ist u.U. ein Nachschleifen auf die Maße einer Vorreibahle möglich.</Zitat>

Aus den genannten Gründen (HSS und Aufmaß 0,05 mm) werde ich keine Reibahlen bei Triebl fertigen lassen, sondern bei einem anderen geigneten Zulieferer aus dem Werkzeugschleifbereich, der bislang schon die Formwerkzeuge für die bisherigen Setzer herstellt. Da weiß ich, daß die das können. Die Geschäftsbeziehung steht ebenfalls seit Jahren. Kommende Woche (vor Finnland 2014: Donnerstag, 6. November - Dienstag, 11. November: Weißwedeljagd in Finnland) weiß ich mehr und kann mich dann weiter zu den Neuen Setzern äußern.

Reibahlen für Patronenlager

Da ich für Graubünden über eine neuen Patrone mit einem neuen 10,2 mm Geschoß, statt dem 10,3 mm Geschoß, nachdenke, um endlich von der veralteten 10,3x60R wegzukommen und gleichzeitig eine Afrikapatrone (auch für Diekhäuter) mit leicht zu beschaffenden Hülsen, muß ich mir sowieso über Patronlagerreibahlen Gedanken machen. Mal sehen wie das voran geht. Wenn am Ende alles so klappt, wie ich mir das vorstelle wird ein ganzer Werkzeugsatz entstehen, der einfach zu gebrauchen sein wird und beste Genauigkeit liefern wird, allerdings nur für mein Geschoß. Indem ich auf Wandlungsfähigkeit für alle Zwecke (Geschosse) verzichte, will ich überagende Leistung für nur einen Zeck erzeilen, nämlich eine Patrone mit meinem Geschoß.

Für Graubünden und Dickhäuter wird es aber zwei deutlich verschiedene Geschosse geben.

Waidmanns Heil, Lutz Möller auf Wangerooge, am Mittwoch, den 29. Oktober 2014