Panzerglas

und seine Feinde

7,62 mm 9,5 g Glasbrecher, ein Versuchsgeschoß für die .308"Win.

7,62 mm 9,5 g Glasbrecher, ein Versuchsgeschoß für die .308"Win.

oder .30"-06

Spezifikation für angriffhemmende Verglasungen; Durchschußhemmende Verglasungen; Klasseneinteilung und Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 1063 Neu EN356

Panzerglashersteller: http://www.bsa-gmbh.com/ http://www.flachglas.de/ http://www.greubel-schlienz.de/ http://www.sicherheitsglas.de/

Neben dem verständlichen Wunsch sich vor Angriffen zu schützen, besteht der ebenso verständliche Wunsch geschützte Ziel erfolgreich anzugreifen. Die Frage kann nicht sein, was besser ist, sondern muß lauten, wer berechtigt handelt.

Nicht immer können die Fluggäste ihre Maschine so friedlich verlassen, wie die hier in Windhuk

Es kann auch mal frostiger zugehen, niemand herauskommen, weil Pilot und Fluggäste mit Gewalt daran gehindert werden.
Hier ein harmlose Aufnahme aus dem Netz von Berlin-Tegel

Aufgabe kann also sein, eine Flugzeugscheibe zu brechen, um dem Bösewicht, der den Leute die Freiheit zu gehen nahm, das Lebenslicht auszuknipsen. Da die vorderen Flugzeugscheiben der Verkehrsflieger einem Truthahn z. B. beim Landeanflug mit 400 km/h widerstehen können, sind die vorderen Flugzeugscheiben ernsthafte Hindernisse für Waffen und Geschosse aller Art. Sie dennoch gezielt zu durchdringen, um den Flugzeugführern und ihren Gästen den Störenfried vom Hals zu schaffen ist eine reizvolle Aufgabe, die obige harmlose Glasbrecher sicher nicht bewältigen werden. Gleichwohl muß mit etwas begonnen werden, eben denen. Da muß wohl noch eine besondere Waffe her!

Lutz Möller, 17. Januar 2005

... das Glaswerk Hohenstein Isolierglas GmbH befindet sich im 6 km entfernten Nachbarort 39319 Redekin, Gewerbegebiet, mit Telefonnummer 039341 9720 und Fax 039341 97264.

Der Schießstand Genthin/Mützel ist täglich außer So. und Mo. von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Mittagspause, ich glaube 13 Uhr, allerdings bei derzeitigen Sonnenauf- und Untergängen abhängig von den Lichtverhältnissen. Die Stundenkosten belaufen sich wohl auf 5,- Euro. Es gibt alle normalen Bahnen für Büchse und Flinte. Der Platzwart ist unter 0174 540617 oder privat unter 03933 2427 erreichbar.

Bis dann - Torsten E.

Im Glaswerk

Glaslager für den Zuschnitt in der Fertigung

Mehrschichtisolierglasrahmen

Mehrschichtisolierglasrahmen

Isolierglasrahmenwinkel mit Schweißpunkten

Dichtmittel

Dicht- und Klebemittel auf Isolierglasrahmen

Verbundglas mit Pastefolieneinlage auf Tisch

Dickes Mehrschichtverbindglas mit Zwischenfolien

Sehr dickes Hochsicherheitsverbundglas mit Zwischenfolien

Bezeichnungen sind genormt. Die Postleitzahl muß aber schon über 10 Jahre alt sein, ein Überbleibsel

RUAG-Geschosse

Hallo Herr Möller,

Noch eine Info zum Thema Glasbeschuß: Die Fa. RUAG (SM) bietet jetzt auch ein spezielles Einsatzgeschoß, das sich angeblich hervorragend für Glasdurchschüsse eignen soll (kennen Sie schon?). Der Aufbau ist angeblich fast identisch mit dem SF-Geschoß von MEN. Wir bekommen demnächst 200 Schuß im Kaliber. 338" LM. Wenn es erste Tests von uns mit dieser Patrone gibt, berichte ich Ihnen darüber.

Bis dahin viele Grüße, M. K., 8. Dezember 2005

Siehe http://www.ruag.com/ruag/juice?pageID=91070


SWISS P .50" Penetrator

SWISS P Penetratorgeschosse besitzen eine vielfache Durchschlagsleistung der Ball-Geschosse und eignen sich daher zur Bekämpfung harter Ziele. Die Hartkernkonstruktion aus Stahl verleiht dazu die nötige Durchschlagskraft.

Die SWISS P .50" Penetrator Geschosse durchschlagen noch auf 1'000m die geforderten 2 x 12mm Schiffsstahl problemlos.

SWISS P Armour Piercing:

In ihren Einsätzen sind Polizisten, Soldaten und Angehörige von Spezialeinheiten heute mehr denn je mit den verschiedensten Formen von Panzerungen konfrontiert. Damit die Mission trotzdem erfüllt werden kann, benötigen sie entsprechende Munition.

Die unschlagbare SWISS P Armour Piercing Patronen mit ihrem Hartkerngeschoß ist ideal auf diese Anforderungen abgestimmt. Der Kern aus Wolframkarbid durchdringt Schutzwesten, Panzerglas und Leichtpanzerungen selbst auf große Entfernungen mit hoher Präzision.

SWISS P Tactical

Die Bekämpfung von Zielen hinter Glas ist schwierig und birgt ein Reihe von Gefahren und Risiken. Durch das Glas werden herkömmliche Geschosse abgelenkt und oft sogar zerlegt. Diese Schwierigkeiten machen die sichere Bekämpfung von Zielen hinter Glas zur Lotterie bis unmöglich.

Das SWISS P Tactical Monoblockgeschoß löst dieses Problem auf ideale Art und Weise. Das Projektil wird durch das Glas kaum abgelenkt und entwickelt keine Geschoßsplitter.

RUAG Werkaussage, Dezember 2005

Steyr Pfeilgewehr

Hi Lutz

I would like some of the snow from the car, it was 33° C here yesterday.

The glass braking exercise, are the cockpit windows made of laminated glass or material like Spartechs cell cast acrylic?

LM: Mike, the Airliner Wind screens are multilayer structures with hard Glas and stiff Polycarbonate, added with electric Heating, to keep Elasticity.

You are probably well aware of Steyrs developments with fin stabilized “darts”, I don’t know if this is still on the drawing board. The physical size of the round is surprising, but I guess this is needed to get a dart of sufficient size and weight launched from a smoothbore barrel.

Steyr Pfeilgewehr

Steyr Pfeilpatrone

This is a very interesting subject.

Kind Regards, Mike Edom, Montag, 19. Dezember 2005 10:56

Mike,

as far as i know, and i hear around, the Steyr never made it into the Field, as it is too big and needs two Men to transport. That is not ergonomic and too much for a tactical Weapon, I believe. Look here:

Steyr needs two Men!

But a Dart we will need to achieve the necessary Speed and sectional Density out of a One-Men-Weapon, to brake Airliner Wind screens.

Sincerely, Lutz

Glasbeschuß

Eine .30"-06 98er Brünner mit Frankoniaglas zeigt sich winterfest für den Glasbeschuß bei -5 bis - 8°C

Der 9,5 g Glasbrecher fliegt nur aus der warmen Krico 902, die kalt nicht zündet, schlägt aber schräg ein. Das Loch ist oval, statt kreisrund zu sein. Also vergesse ich den Plunder und schieße mit dem gewöhnlichen .30-06-Lutz Möller Geschoß aus der Brünner weiter.

Das zweite von rechts ist das .30-06-Lutz Möller Geschoß mit dem wir die Glasversuche fortführen.

Kreisrunde Löcher stanzt das .30-06-Lutz Möller Geschoß aus der Brünner ins Papier. So muß das sein! Jetzt kann's losgehen!

Gut einen Meter [~ 1,1 - 1,2m ) vor dem Kugelfang ist ein Doppelglasscheibe für den Einschlag im rechten Winkel (90°) zur Oberfläche vorbereitet

Einschlag im Glas und Einschlag im Holz liegen in einer Richtung

Runder Einschuß im Glas

Bildschöner, größerer Ausschuß aus der zweiten Scheibe

Schönes Loch im Papier

Einschuß im Holz, Eisenbahnschwelle

Ausschuß aus der Eisenbahnschwelle dahinter. So soll das sein!

Nun wird schräg geschossen. Der Balken ist in etwa Schußrichtung ausgerichtet, die Doppelscheibe schräg dazu. Das .30-06-Lutz Möller Geschoß wir also etwa 30° zur Normalen einschlagen.

Ich photographiere nicht aus Schußrichtung, um auch den Einschlag im Kugelfang zu zeigen.

Einschuß und

Ausschuß!

Fast noch rundes Loch im Papier

Noch schräger, 45°

schießt aber noch aus!

Neuer Versuch: Nun schieße ich viel schräger, ~ 60°

Das Geschoß scheint zu taumeln.

Das Geschoß scheint zu taumeln. Die die erste Lehre lautet: Bis 45° schießt das .30-06-Lutz Möller Geschoß vollkommen unbeeindruckt durch 4 + 4 mm Doppelglas mit 12 mm Abstand, aber bei 60° taumelt das Geschoß. Leider haben wir keine Zielscheibe hinter dem Glas aufbauen können, weil das Glas nicht durchsichtig war, man also nicht auf die Scheibe hätte zielen können

So sieht das Glasziel aus.

Auch durch schräge Doppelscheiben taumelnde .30-06-Lutz Möller Geschoß schlagen einigermaßen in Schußrichtung ein.

Schräger Einschuß

Schräger Ausschuß

Also mit dem dünnen Doppelglas ist erst mal genug. Kinderkram! Etwas anderes muß her!

Vergossenes Doppelglas mit Kunstharzschicht erkennt man an dem schwarzen Rand

2 x 4 mm Glas + ~ 1 mm Gießharz

Einschuß: Das kunstharzvergossene Doppelglas zeigte ganz andere Risse. Das Kunstharz hängt hinten mit einem kleinen Loch heraus.

Ausschuß: Rückwärtig aus der Scheibe heraushängender Gießharzlappen.

Runder Einschuß im Papier.

Runde Einschüsse im Holz, immer mit Ausschuß.

Ich glaube, ich muß noch lernen durch das ZF zu photographieren.

Endlich schlau geworden stellen wir nun ein Scheibe hinter dem Klarglas auf, um die Ablenkung zu prüfen. Wir waren in der Mittagpause Gänsekelen essen und holten die Scheiben von zu Haus. Die Krico 902 war trotz entfettetem Schlosses in der Kälte nicht zu bewegen mehr als einen Schuß abzugeben.

Das 6 + 4 mm Doppelglas hat 2 mm Gießharz.

Schöner Durchschuß.

Schöner Treffer. Die Waffe schießt mittig, aber auf die Entfernung etwa 3 cm hoch. Da wir die Scheiben immer seitlich neigen, interessiert also nur der seitliche Versatz, nicht die Höhe. Das paßt doch, oder?

Erstmals finden wir einen etwa 3 - 4 mm langen Kupfersplitter, für Lutz Möller Geschosse ein üblicher Splitter. Siehe auch Zerleger.

Nun schräg:

. . . auch schönes Loch bei

guter Trefferlage mit

Ausschuß aus der Eisenbahnschwelle.

Wo ist der Einschlag?

Noch schräger schießen wir . . .

. . . ganz schön schräg schon,

schräges zugehöriges Loch und

vollkommen mittiger runder Treffer

mit rundem Holzeinschuß. Nach dem Ausschuß sehen wir schon gar nicht mehr! Der ist aus der Eisenbahnschwelle immer da!

Die Geschichte wird langweilig. Wir benötigen ernsthafte Hindernisse für das .30-06-Lutz Möller Geschoß. Eine dickere Scheibe muß her!

So das ist jetzt ein richtiger Kawenzmann! Ein richtig dicker Brummer!

Schuß rein,

Schuß raus,

Loch mittig, wie immer, aber mit einigen Kollateralschäden durch Glassplitter. Tja, wer im Glashaus sitzt, sollte nichts Böses tun!

Dreifachglas mit 60° streifendem Einfall,

Einschuß,

Ausschuß,

bringt das .30-06-Lutz Möller Geschoß endlich vom geraden Weg ab. Die zweite Lehre könnte heißen: Auch bei dickern Doppelscheiben fliegt das .30-06-Möller JG bis 45° Einfallswinkel vollkommen unbeeindruckt durch das Glas, aber bei 60° taumelt es und verläßt den geraden Weg! Dazwischen liegt die taktische Grenze.

Ein Schuß nahe des Scheibenrandes

haut das Glas zu Klump,

aber verfehlt das Ziel! Hier könnte man eine dritte taktische Lehre merken. Glasränder sind tückisch!

Es gibt natürlich noch mehr Photos mit anderen Winkeln, Dicken usw. usf., aber das langweilt nur. Nun wollen wir es wissen, was das .30-06-Lutz Möller Geschoß kann. Also bauen wir eine Mauer,

die Mehrfachscheibe, einfach alles hintereinander.

Einen Zielpunkt haben wir auch.

Zu treffen klappt. Nun gehen wir um die Mauer herum und wollen irgendwo zwischen den Scheiben ein plattes .30-06-Lutz Möller Geschoß finden. Was sehen wir,

als wir um den Stapel herumgehen?

einen Durchschuß. Einen Durchschuß? Das ist doch nicht zu fassen. Geodreieckbreite Glasscheiben durchschossen? Ich glaube das .30-06-Lutz Möller Geschoß kann Karate!

Aber so ist es. Vom Einschuß her verbreitert sich nach hinten ein wunderschöner Ausschußtrichter.

Wie sagt der Jäger? Ausschuß bringt Schweiß! In diesem Fall ist das Ziel von Glaspuder imprägniert. Die weiß Wolke konnte der Beobachter deutlich sehen.

Glas ist langweilig! Aus Geickel legen wir noch verleimte Holzblöcke in Faserrichtung hin,

und knallen drauf:

Ein- und Ausschuß! Was auch sonst?

Der sehr freundliche und hilfsbereite Glaswerker schmunzelte, als wir ihm den Glasbruch zurückbrachten und sagte dankenswerter Weise zu, nun dickeren Abfall zu sammeln. Er baut immerhin befahrbare Scheiben die bei ½ m Spannweite 8 Tonnen Achslast sicher tragen. Aber was werden die zum .30-06-Lutz Möller Geschoß sagen? Ich vermute, Sie werden es aufhalten. Aber wir wollen ja auch nicht in Keller schießen, sondern Bösewichter aus Verkehrsfliegercockpits rauspusten.

Ich muß sagen, nach diesem schönen Wintertag, an dem auch schiefging, was schiefgehen konnte, bin ich s e h r zuversichtlich die gestellt Aufgabe lösen zu können, ohne zu unbeherrschbaren Monsterwaffen greifen zu müssen. Wir werden sehen. Ich werde berichten. Für interessierte Fachleute will ich gern eine Vorführung, die ballistischen Horizonte zu erweitern, anbieten. Anforderungen nehmen ich gern entgegen.

Mein herzlicher Dank geht an die Mitwirkenden!

Lutz Möller, 10.Januar 2006

Ein Lob

Hallo Lutz,

wir hatten schon mal gelegentlichen Kontakt auch über WO. Es ist immer wieder eine Freude , klare Worte und aussagekräftige Bilder auf Deinen Seiten zu finden. Hier trennen sich Fakten von Fiktionen und die ewig gestrigen Besserwisser können noch was i. S. Außen- und Zielballistik lernen. Wenn sie wollen , oder können !

Exellent und praxisgerecht ist : Panzerglas und seine Feinde

Somit alles Gute für 2006 und immer gut Schuß

Gruß UK, 16. Januar 2006

Hallo Herr Möller,

die Patronen haben Ihre lange Reise von Afrika in meinem Briefkasten beendet. Hierfür und den schnellen Versand möchte ich mich vielmals bei Ihnen bedanken. Denke, daß ich die Versuche in den nächsten zwei bis drei Wochen durchführen werde. Zum Beschuß stehen Kfz-Frontscheiben aus Verbundsicherheitsglas und 6 mm starke Drahtgewebescheiben zur Verfügung. Werde versuchen, diese im Winkel von 90, 60 und 30 Grad zu beschießen und die Projektile aufzufangen, um die zunehmende Verformung durch die durch den Winkel dicker werdende Scheibe zu dokumentieren. Hoffe mal, daß dies so funktioniert, wie ich mir das vorstelle und Ihnen dann gute Bilder liefern kann.

Bitte teilen Sie mir doch noch eine Anschrift mit, damit ich Ihre entstandenen Kosten begleichen kann.

Mit besten Grüßen, Ch. Hocke, Donnerstag, 31. August 2006 22:22