Jagd in Lettland

Heil zurück! 2002

Lieber Herr Möller!

Kurz mein Eindruck von Lettland. Bomben und Granaten sind offensichtlich kein Thema mehr heutzutage. Meine Kontaktpersonen sind bereitwilligst durch jedes von mir ausgesuchte Unterholz gebrochen und es ist in den letzten Jahren auch kein einziger Zwischenfall in dieser Art zu verzeichnen gewesen.

Das Land ist sehr unterschiedlich, im Westen in Kurzeme (Kurland, nördlich von Lernberg) am baltischen Meer ist es mild, windig und feucht, im Osten läßt Sibirien schon grüssen, sowohl von der Bevölkerung, der Vegetation und auch dem Wetter.

Was mir nicht in der Art bewußt war ist, daß man dort um vernünftig zu jagen enorme Flächen benötigt, aber als Privatperson nicht mehr als 150 ha besitzen darf. Dies wird von sehr vielen Leuten leicht umgangen, indem sie einfach einen Gesellschaft gründen, die wiederum beliebig große Flächen haben darf. Schweden, Norweger und Finnen investieren in wirklich großem Stil dort.

Ich besichtigte mehrere Güter zwischen 400 und 4.000 ha, durchaus schön gelegen und auch preiswert ( pro ha etwa 3600 Schilling ~ 5 Pfg /qm ). Das Problem ist, daß man für die Jagd auf Reh 200, für Sau 1000, für Hirsch 2.000 und für Elch sogar 2.500 ha besitzen muß. Die Jagd ist eher sehr primitiv, Hege so gut wie gar nicht vorhanden und gewildert wird, so sich nicht dauernd jemand kümmert, fast überall.

Da ich nicht Sklave meines eigenen Hobbies werden möchte, dafür auch kein Geld im größerem Stil aufnehmen will, ich nicht einen Leibjäger der die Wilderer in Schach hält (sofern er nicht selbst der Oberwilderer ist) beschäftigen will, beschloß ich dort keinen Grund zu kaufen, zumindest vorläufig. Was ich aber bereits tat, war zwei Jagdgesellschaften beizutreten, einer in Kurzeme und der anderen in Vizeme. Damit wandelte ich aus die Holschuld in eine Bringschuld. Ich habe dort jeweils einen Elch insgesamt 4 Hirschen, einige Sauen, 2 Böcke (sollte wirklich ein guter kommen), Luchs, Wolf, einen Birkhahn, Gänse, Enten etc. frei. Der Abschuß während der großen Riegeljagden im Herbst wird dabei nicht eingerechnet. In dem Revier wurden in den letzten Jahren einige Goldmedallienhirsche geschoßen. Lettland hat die höchste Wolfspopulation Europas.

Ich kann dort völlig ohne Pirschführer jagen, man wird mir schön ankirren, mich auf die aussichtreichsten Plätze setzen, weil ich diese Vereinbarung auf 5 Jahre abgeschlossen habe, ich aber jedes Jahr kündigen kann.

Die eine Jagd in Ugale ist 8.000 ha, die andere 6.000 ha groß. Sollten Sie an etwas Ähnlichem Interesse haben, kann ich Ihnen sicher jetzt eine Schiene legen.

Vorläufig liebe Grüße P. Pauly, Dr. Peter Pauly, Sonntag, 3. Februar 2002 21:24

Lieber Dr. Pauly,

Ihre Angaben zu Lettland rühren mich an. Derzeit schreibe ich mich auch mit einem Dänen, Herrn Gammeltoft, der im Herbst in Litauen mit der 8x68S Sau und Hirsch jagen will. Vom H-Mantel riet ich ihm dafür ab. Das Baltikum gewinnt seine alte Bedeutung für uns wieder zurück. Die Finnen jagen wiederum viel in Estland. Ich fahre jedes Jahr nach Finnland nach Punkalaidun oder Loimaa.

Mich würde schon interessieren wie die Bedingungen in Kurzeme und Vizeme sind. Wie weit liegen die Gebiete von Riga weg? Es wäre nett, wenn sie mal was zu den Kosten schreiben würden. Vielleicht ließen sich ja einige Jagdreisen organisieren? Im Übrigen suche ich Möglichkeiten ein großes System kostengünstig fertigen zu lassen. Warum nicht in Riga?

Die 8,5x64 kommt langsam weiter voran. Herr Nordmeyer aus Tübingen will, sofern der Rückstoß stimmt, sich eine Drückjagdwaffe für Reh und Sau bauen lassen (eigentlich ein Unding). Um das dennoch zu bewerkstelligen, ließ ich ihm einige Geschosse drehen, die sowohl schnell genug für Rehwild als auch hart genug für Schwarzwild sind. Leider war die Spitze zu breit, daß sie sich nicht repetieren ließen und der Einpreßwiderstand zu hoch, so daß die Hülsen nach dem Schuß klemmten. Der nächste Entwurf ist schon fertig.

Herr Nordmeyer wird meine 8x68S mit Bremse und schweren Geschossen versuchsweise schießen, um sich von dem angenehmen Schußverhalten mit Bremse selbst überzeugen zu können. Davonmacht er seinen Auftrag abhängig. Seine Waffe ist in Drückjagdwaffe besprochen. Besonders die Visierung dürfte auch ihnen gefallen, wenn ich an die ,,fliegenden Klaviere“ aus den nahen Höhen Goldruten denke.

Ich würde mich freuen wieder von Ihnen zu hören.

Mit herzlichen Grüßen
L. Möller

Lieber Herr Möller!

Nicht allzu viel Fichtenwald steht in Lettland! Am ehesten in Kurzeme (ehemaliges Herzogtum Kurland). Lettland hat mehre Klimazonen und dadurch auch sehr verschiedene Landschaften. An der baltischen See ist es natürlich sehr ähnlich wie in Schweden und im Süden Finnlands. Weiter im Landesinneren wird es im Winter sehr kalt und im Sommer feucht und sumpfig. Die Vegetation sind eher Birken und nordische Kiefer. Da die Leute alles umhacken was zu Geld zu machen ist oder brennt, schaut es auch entsprechend aus.

Den Rest würden Sie gern an dekadente Idioten aus dem goldenen Westen verkaufen, die dann dort jagen gehen sollten, allerdings schon nachdem man das ganze Jahr dafür gesorgt hat, daß das Wild nicht überhand nimmt. Die Devise ist offensichtlich : Ein Stück Wild ist schon zu viel und nur ein toter Elch ist ein guter Elch. Aus meiner Sicht kann man sich dort nur etwas kaufen, wenn man dort auch wohnt und mehrere Leute anstellt, sonst ist der Wald im Frühjahr weg und der gesamte Wildbestand auf wundersame Weise verschwunden.

Meine Überlegung war die ,,Holschuld zu einer Bringschuld" zu machen und jährlich Ihnen dort lieber was zu zahlen. Daher werden sich die Leute bemühen alles zu tun, daß der "Esel streck dich" auch im nächsten Jahr brav produziert. Vielleicht finden sich auch durchaus nette Leute darunter und es wird eine nette Kameradschaft.

Ich plane im April auf den Hahn hin zu fahren, Mitte September( Elch, Hirsch, Sau, Bock, Wolf, Luchs) bis einschl. erste Oktoberwoche (Gänse, Enten und Erstgenannte) und auch auf die mehrtägigen winterlichen Riegeljagden. Wenn Sie möchten, könnte ich Ihnen sicher auch einen Konex nach Lettland herstellen.

Sollte ich meine .375er H&H Prinzessin nehmen? Welch Ladung sollte ich mir dazu machen ( 250 gr GS- Bullets mit möglichst schneller Ladung)? Für den großen und kleinen Hahn, frage ich mich, ob ich für meine Blaser Attache einen .223, einen .222 Rem oder gar einen .22-250 Lauf anschaffen soll. Was würden Sie aus Ihrer Sicht tun?

Ich würde mich über Ihren Rat freuen.

Liebe Grüße Peter Pauly

Lieber Dr. Pauly,

Wie jagen die Letten die Hähne? Das einzige Mal, daß ich einen Fasan mit meiner 6g 6,5 mm 1.150 m/s Kugel beschoß, zielte ich nicht auf den Kopf, sondern den Leib. Das war der Fehler. Der Fasan explodierte! Lediglich die Schwanzfedern warn noch zu gebrauchen. Der Rest war für den Fuchs. Genauso würde ihnen der kleine Hahn mit der 3,2g 5,6 mm 1.150 m/s platzen. Lassen Sie die .22-250 sein.

7x33 Sako neben .22 lfB 7,62 Tokarev in M-52 MagazinDie Finnen schießen massig Hähne vor dem Spitz mit der 7x33 Sako, eine verlängerte 9 mm Para, die mit 5,1g VM vor 1,05g N110 bei 2800 bar 720 m/s schnell (oder langsam) wird. Links im Bild links neben einer .22 lfB. Derartige Waffen sind nun hier eher selten, zeigen aber, wohin die Reise geht.

Dann käme schon eher eine 7,63 Mauser in Frage, rechts im Bild als deren russischer Nachbau 7,62 Tokarev in einem M-52 Magazin dargestellt. Die Mauser C-96 gab's mit Anschlagschaft als Karabiner für den weit schießenden Reiter. Sie ist allerdings keine Jagdwaffe.

Was tun? Bei dem Schuß aus einer 7x64 von unten nach 24,3° nach oben mit der Kugel fliegen Fehlschüsse mit einem H-Mantel über 4 km weit. Daher kommen Große Kugelbüchsen für den Schuß nicht in Frage, um die Gefährdung in Grenzen zu halten. Mit 120 m/s Einschlaggeschwindigkeit am Flugende ist so ein schweres Geschoß immer noch gefährlich. Sie werden zu ihrer Birkhuhnjagd kaum über 64 Quadratkilometer Umgebung zwingen können Schutzwesten anzuziehen und den Stahlhelm aufzusetzen. Die kleine leichte Sako 5,1g 7 mm Sako mit ihrer 12,38 g/cm² geringen Flächenlast und ungünstiger aerodynamischer Gestalt ist da schon schon eher angemessen. Wenn sie also keine Sako in 7x33 haben oder kaufen wollen, kamen ähnliche Patronen und Geschosse in Frage. Die 7x49 GJW, die aus der 5,6x50 Magnum entwickelt wurde zuvorderst. Bedenken sie daß Sie wahrscheinlich den einen oder anderen Zweig, zumindest Nadeln, zerschießen müssen, bevor die kleine Kugel das Objekt ihre Begierde durchbohren kann. Zu leichte oder weiche Geschosse, also die typischen Flitzer der 5,6 mm Klasse, sind da ungeeignet.

VogellungeIch schoß mal eine alleinige behinderte Saatgans (Hegeabschuß, hatte schon Schrot im Leib - nicht von mir) auf über 100 m mit der 3,2g 5,6 mm VM aus der 5,6x50 Magnum. Die war dann zwar Fluglahm, aber trotz Durchschuß nicht tot. Bedenken Sie, daß Vögellungen völlig anders als Säugerlungen sind. Die eigentliche Vogellunge ist viel kleiner als bei Säugern. Dafür sind noch mehrer Luftsäcke und Luftgefäße, die Säuger nicht haben, bei Vögeln vorhanden. Auch pumpen Vögle nicht so einfach vie Säuger, sondern nach einem kompliziertem System, das hier zu erläutern, verzichtet wird. Für den Jäger wichtig zu wissen ist, ein Kammerschuß führt bei einem Vogel deshalb nicht immer zum Lungenzusammenfall (Pneumothorax) mit anschließender kurzfristiger folgendem Tod durch Ersticken. Das liegt einerseits an den bei Säugern nicht vorhandenen Luftsäcken, die Vorrat bieten, und andererseits an der vollkommen andersartigen Vogelatmung.

<Zitat> Der Körper eines Vogels enthält mehrere große, dünnwandige Luftsäcke. Die paarigen Lungen sind klein und liegen längs der Wirbelsäule. Der Hauptbronchus, der durch die Lunge zieht, steht mit den Luftsäcken wie mit der Lunge in Verbindung. Unter dem Vogel ist ein vereinfachtes Diagramm des Systems abgebildet, bei dem alle anterioren (cranialen) Luftsäcke zu einem einzelnen Raum zusammengefaßt sind und alle posterioren (caudalen) Luftsäcke zu einem anderen. (Nach Schmidt-Nielsen 1972) </Zitat>

Deren Atmung ist bestimmt in großer Höhe aus der Luft möglichst viel Sauerstoff zu gewinnen; eine Eigenschaft die Erdebewohner nicht brauchen. Deshalb können Erdbewohner mit der Sackatmung ruhig viel Sauerstoff wird ausscheiden, weil auf der Erde genug Sauerstoff da ist. In 5000 m Höhe ist der Luftdruck nur noch 0,5 bar. Bei gleicher Atmung wird also nur noch die Hälfte Sauerstoff eingeatmet. Vögel müssen also der Luft den Sauerstoff möglichst vollständig entnehmen.

Statt wie bei Säugern die Luft in Säcken an das Blut zu bringen und dann wieder auszuatmen, führen Vögel Blut und Luft im Gegenstrom an den röhrigen Parabronchien so aneinander vorbei, daß zunächst sauerstoffarme Atemluft fast sauerstofffreies Blut anreichert (in den Schemata links) und weiter vorn bei den posterioren Säcken frische, sauerstoffreiche Atemluft, mit noch genügend Sauerstoffgasdruck das bereits voroxidierte Blut noch weiter aufoxydiert. Vogellungen sind daher zwar kompliziert, nutzen dafür aber auch kleinere Sauerstoffmengen in großer Höhe wirtschaftlich, also ohne zu viel zu atmen, gut aus.

Vogellungenblut<Zitat> Gasaustausch in der Vogellunge. Dieses stark vereinfachte Bild zeigt den Blut´- und LuftFluß durch die Lunge. Jedes Medium ist durch einen Strom mit entgegengesetzten Fließrichtungen repräsentiert ist. Diese Strömungsführung sorgt dafür, daß das oxygenierte Blut die Lunge mit der höchstmöglichen Sauerstoffspannung verläßt. (Nach Schmidt-Nielsen 1972) </Zitat>

Im Grunde wäre in KK in .22 WMR mit etwa 600 m/s Vollmantel oder eine 5,6 mm Hornet gut geeignet, zumal derartige Waffen auch ausgesprochen leicht sein können und dennoch gut schießen (Der leise Knall stört auch nicht) Wenn, ja wenn nur die Kugeln nicht so leicht wären, also leicht ablenkbar wären.

Ich könnte ihnen meine 5,6x50 Magnum mit Sondermunition mit einem 4,1g Vollmantelflachkopfgeschoß mit 720 m/s anbieten. Wenn es unbedingt ihre Blaser R93 sein muß, müßten Sie wegen des 9,6 mm Patronenbodens, statt der üblichen 12 mm, zu dem Lauf auch noch eine andere Kammer und ein anderes Magazin beschaffen. Im Grunde bleibt der Schaft derselbe! Na gut, der ist bei der Attaché ja auch das besondere, insofern wäre das sinnvoll.

Patrone

Pulverraum

Pulverraum

5,6 x 50 Magnum

2,2 ccm

100%

6 mm Norma B. R.

2,45 ccm

111%

243 Winchester

3,5 ccm

159%

Um die Sache perfekt zu machen, schlage ich vor eine kleine (.222 oder .223) Krico, die für ein paar hundert Mark an jeder Ecke zu bekommen sind, auf 7x33Sako oder 7,63 Mauser umzubauen. Letztere Munition ist leichter zu beschaffen. Als 12 mm-Boden-Patrone käme noch die 6 mm Norma BR in Frage (eine von 52 auf 40 mm verkürzte 6x52, deren Pulverraum kaum größer (11%) als die 5,6x50 Magnum ist, aber eben in ihrer Blaser den vorhandenen Stoßboden und damit Verschluß beibehält. Der Gefahrenbereich wäre allerdings ebenfalls zu groß. Die Zielfernrohrfrage wäre damit noch nicht gelöst. Sie werden für die Tagjagd ein leichtes Gewehr mit kleinem Tagglas wie 4x32 oder ähnlich gebrauchen wollen. Am besten wäre eine ausschließlich zur Hahnenjagd bestimmte leicht Büchse mit festem Glas in 7x33 Sako oder 7,63 Mauser.

Aber fragen Sie doch mal die Letten, wie die ihr Hähne zu landen!

Horrido
L. Möller

Ich schoß in Polen mit einer .222 Rem ( 3,6g solid base Geschosse; Entfernung zwischen 60 und 120 m) vor Jahren 3 Birkhähne, sowohl am Boden als auch in den Spitzen einer Kiefer. Sie sind alle 3 mit einem Schuß gelegen und waren gar nicht so arg zugerichtet. Ich bin nicht sicher ob das eine 7x33 genauso kann. Die Letten übrigens schießen fast alles nur mit Schrot, Posten und Flintenlaufgeschoßen (auch Sau und Elch). P. Pauly

Patrone

0 m

100

150 m

.222 Rem 3,6g Geschoß RWS HSpitz

975 m/s

767 m/s

700 m/s

5,6x50 Magnum 3,4g TMS

1095 m/s

915

830 m/s

Nun vergleichen wir doch mal die Kugel im Ziel. Ihre Kugel trafen die Hähne also bei 100 m mit etwa 800 m/s, während meine Gans auf etwa 150 m ebenfalls mit etwa 830 m/s getroffen wurde. In allen Fällen blieben die Vögel ganz. Dabei sind die Birkhähne kleiner als eine Saatgans. Lediglich der Fasan mit über 1.100 m/s platzte. Ich bleibe also bei meiner Meinung die ganz schnellen Geschosse draußen vor zu zu lassen. Wenn Sie die .222 noch haben und die sich bewährte, nehmen Sie die. Ansonsten würde ein ,,6 mm Norma BR Lauf" für ihre R93 Attaché die nächste Lösung sein.

Lutz Möller


Sehr geehrter Herr Möller,

im Herbst 2003 war ich mit einem Freund in Lettland zur Rotwildjagd. Wir waren dort auf Einladung der Latvia valst mezi (LVM), der staatlichen Forst AG.

Kontakt zu dieser Organisation hatte ich über eine Patientin, deren Vater dort Förster ist. Die Abwicklung gestaltete sich zuerst schwierig, da der zuständige Förster kein Interesse hatte. Nach längerem Insistieren bekam ich Kontakt zu einem jungen Forstingenieur (26 Jahre, spricht sehr gut Deutsch) und dann lief alles problemlos und zügig. Die Abschußgebüren und Preise für Unterkunft incl. Vollverpflegung, 1:1 Jagdführung durch erfahrene Pirschführer und Transfers waren äußerst günstig.

Das Rotwild wird dort im Revier Zuras (Kurland) angepirscht. Morgendliche und abendliche Pirschgänge von ~ 8-10 km können auf breiten Pirschwegen ohne große Mühe zurückgelegt werden. Die Wilddichte ist hoch, Trophaenstärke mittel, Endenfreudigkeit ebenso. Am besten Repetierer oder Doppelbüchse mitnehmen, da zweiter Schuß schnell abgegeben werden muß.

LM: Warum?

Da man sehr oft in etwas unübersichtlichem Gelände (Naturverjüngung auf Kahlschlagflächen) zu Schuß kommt, sollten schwere unempfindliche Ladungen mit im Kaliber ab 30-06 benutzt werden. Wir hatten 9,3 x 74 (TM Alaska) und .375" Dakota (Barnes X) auf Empfehlung des Jagdleiters mitgenommen.

LM: Zur Hirschjagd nimmt man 7 x 64 Brenneke oder 8 x 68S, beide mit Lutz Möller Geschoß!

Ich erlegte einen IIb Hirsch (ungerader 10-Ender, 3.0 kg, ~ achter Kopf) und einen Ia Hirsch (ungerader 14-Ender, 5,5 kg, zehnter Kopf) am ersten und zweiten Jagdtag. Ich hätte jeden Tag meines Aufenthalts mindestens einen Hirsch erlegen können. Für Elche war es noch zu früh im Jahr obschon wir sehr starke Elchfährten sahen. Mein Freund erlegte eine IIIer Hirsch (8Ender 2,5 Kg, sechster Kopf).

Problemlos kann auch auf Schwarzwild (starke Keiler, Auerwild (starke Balz-Hähne im Mai/Juni), Wolf (Lapp-Jagd oder am Luder), Biber, gejagt werden. Luchs ist ab nächstes Jahr geschützt. LVM organisiert preiswerte Pauschaljagden, z.B. Hahn und Rehbock im Mai/Juni oder Drückjagden im Spätherbst und Winter auf Schwarzwild und weibliches Rotwild.

Falls seitens der Leserschaft Interesse besteht gebe ich die Kontaktadresse gern weiter. E-Mail: praxis @ weiersgyn.de

Waidmannsheil, Christoph Weiers, Montag, 28. Juni 2004 14:05

Herr Weiers,

Danke für Ihren Bericht!

Lutz Möller

Hallo Herr Lutz Möller!

Ich habe Ihren Dialog mit Herr Weiers in Internet gesehen. Wenn Sie Lust haben nach zu Lettland kommen, dann ist das kein Problem!

„Junger Forstingenieur” Martins Turkopulis, Dienstag, 22. Februar 2005 17:14

Lieber Herr Turkopolis,

ich wollte Sie eben schon anrufen, aber bei 32 Cent die Minute wurde der Hörer dann wieder schwerer. Ja, ich würde sicher gern mal nach Lettland zur Jagd kommen. Vor Jahren war ich mal in Riga. Die Stadt und die Leute gefielen mir gut.

Wenn Sie ein bißchen deutsch schreiben können, wäre ganz nett zu hören, was und wie in Lettland gejagt wird, damit man sich darauf einstellen kann. Um Geschosse zu prüfen fahre ich inzwischen meist nach Afrika, weil man dort am schnellsten und billigsten zum Schuß auf große Tiere kommt. Vielleicht wollen Sie ja mal mit? Die nächste Entwicklung Kupferdeformationsgeschoß siehe „Loimaa-05“ unter Jagd könnte noch einige Berichte und Photos gebrauchen.

Jetzt habe ich noch mal ein andere Frage. War es Lettland oder Estland das für Unternehmen derzeit günstig besteuert? Ich hätte das ggf. Bedarf einen Firmensitz zu verlegen. Naja, und wenn man schon mal im Lande ist, kann ein bewaffneter Waldspaziergang ja immer erfrischen! Sind Sie in Riga oder auf dem Lande?

Mit freundlichen Grüßen
Lutz Möller

Hallo!

Herr Lutz Möller Lettland von 01,01,2005 ist in EU, und jetzt funktioniert variant mit "keine Gewinnsteuer für Ausländer" nicht. Aber jeztt EU finanziert verschiedene Vorhaben.

Ich bin sehr oft in Riga, aber wohne ich 2 km. nordlisch von Talsi (~120 km west-nord von Riga)

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Martins Turkopulis, www.jagd.lv