Vom vom 21. April bis 2. Mai werde ich in Afrika jagen

Schuster 2007 in Afrika

Schuster .375" H&H Namibia 2007

Hallo Herr Möller,

ich versprach, Ihnen einige Bilder aus Namibia zu senden. Nachdem ich meine Reise am letztes Wochenende beendete, sende ich Ihnen anbei eine Auswahl der rd. 900 Bilder, die ich geschossen habe (neben bzw. bei der Jagd).

Mein Begleiter war wie letztes Jahr eine Blaser R93 im Kaliber .375" H&H natürlich mit Lutz Möller KJG.

Jagdgebiet

Springbock

Springbock, geöffnete Blume

Springbock

Einschuß Springbock

Ausschuß Springbock

Streifengnu

Einschuß Streifengnu

Streifengnu

Streifengnu-KJG-Rest

Streifengnu-KJG-Rest

Streifengnu-KJG-Rest

Sonnenuntergang

Weißschwanzgnu

Weisschwanzgnu

Weißschwanzgnueinschuß

Weißschwanzgnuausschuß

Keiler einmal anders

Kudu springt

Steinböckchen

Eland

Sehr geehrter Herr Möller,

ergänzend erhalten Sie Bilder von der Jagd im September auf Eland mit R93 .375 H&H. Anmerkung: Elandbullen können bis eine Tonne schwer werden.

Elandbulle liegt

Elandschalen

Ich schoß den etwa 800 kg schweren Bullen nach einstündiger Pirsch aus 125 m Entfernung und obwohl ich meinte, gut und zwar tief hinter dem Blatt abgekommen zu sein, durchschlug das Projektil nach Durchschuß eines dichten Busches gerade noch das Rückgrat des Tieres hoch über dem Blatt. Es brachte das Tier zu Boden, so daß wir getrost auf 25 m herantreten konnten.

Ich brachte dem Eland unmittelbar hiernach zwei Schüsse auf den Träger an, die es allerdings nicht töten konnten, wohl aber eine Hauptarterie trafen.

Elandträgereinschüsse. Aus welcher Richtung?

Es war letztlich ein weiterer Schuß erforderlich, der aus 5 m Entfernung auf das Rückgrat des seitlich liegenden Tieres angesetzt worden ist. Bild hierzu anbei.

Tötender Trägereinschuß.

Hierzu ist anzumerken, daß allein der Träger Tieres 80 kg wog. Der Querschnitt ist im beiliegenden Foto zu erkennen.

Elandträger im Querschnitt auf dem Lastwagen

Leider konnte ich keine Geschoßreste bergen. Durchschüsse wie man sie bei Kudu, Gnu oder Oryx kennt, sind nicht möglich. Vielleicht hätte das alte Lutz Möller KJG ohne Spitze wegen des höheren Gewichts eine bessere (schnellere) Wirkung gehabt?

Schüsse auf das Blatt, die das Herz des Tieres treffen können, sind ebenfalls schwer, wenn man betrachtet, wie sehr das Herz des Elands in eine es umgebende dicke Fettmasse eingebettet ist. Foto anbei.

Elandherz

Angeblich, so aus Erzählung vor Ort wäre kürzlich ein Eland aus nur 30 m Entfernung vom Ansitz an einer Wasserstelle mit einer .460" direkt auf das Blatt beschossen worden, aber ungerührt stehen geblieben und hätte sich zumindest zunächst munter weiter an seiner Salzlecke gelabt.

MfG, Wolfgang Schuster, Freitag, 5. Oktober 2007 17:27

Tag Herr Schuster,

bei Nervenschüssen auf Kopf und Träger müssen Sie die Nerven treffen, oder zumindest ganz knapp dran vorbeischießen. Sonst wirken die Treffer nicht. Wo Ihre Schußkanäle lagen, vermag ich nicht zu erkennen. Lies Wundwirkung!

An der Leute haben Elande mit der 7x64 hinter's Blatt in die Lunge getötet, während der Vorgänger mit einem 8 mm RWS KS durch das Blatt nicht durchdrang.

Merke: Trägerschüsse trägt man nur längs an, nie quer. Da Sie die Hauparterie trafen, wie Sie schreiben, können Sie entweder nur fälschlich quer, oder völlig außermittig geschossen haben. Beides führt nicht zum Ziel, weil Sie so an dem Rückenmark vorbeischießen.

Ich selbst habe, allerdings aus anderen Gründen, einmal einem Oryx mit einem nur 5 cm eindringenden Mitglied der Bleiernen Sippe seitlich eine Halsschlagader zerschossen. Der Bulle fiel nach 20 m Flucht und verendet dort bevor wir bei ihm waren (80 - 120 m). Wenn dem Kopf Blut fehlt, funktioniert er nicht mehr gut. Hätten Sie die Schlagader getroffen, wäre jeder weiter Schuß überflüssig gewesen.

Hier sich über das Geschoß zu unterhalten lenkt ab. Man muß sich über den ersten Schuß unterhalten.

Waidmannheil, Lutz Möller, der morgen nun mit einem 6,5 mm KJG auf Elch fährt!

Sonnenuntergang


Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Schuster, Montag, 1. Oktober 2007 17:38

Trägerschußrichtung

Hallo Herr Möller,

Sie schrieben:

„Trägerschüsse trägt man nur längs an, nie quer. Da Sie die Hauptarterie trafen, wie Sie schreiben, können Sie entweder nur fälschlich quer, oder völlig außermittig geschossen haben. Beides führt nicht zum Ziel, weil Sie so an dem Rückenmark vorbeischießen.“

Was meinen Sie mit längs und quer ?

LM: Ich beziehe mich auf die Wirbelsäule des Tieres. Längs bedeute also von vorn oder achtern, also dem Tier ins Antlitz blickend von vorn über den Stich in den Träger, oder aber von hinten über den Ziemer von hinten in den Nacken in der schmalen Ansicht. Von vorn oder achtern betrachtet sind die Tiere am Träger zur Mitte spiegelbildlich aufgebaut. Das bedeutet, die Mitte in der die Wirbelsäule mit dem eigentlichen Ziel, den Rückenmark, liegt ist leicht zu erkennen. Nur wenn Sie das Rückenmark treffen oder so stark erschüttern (Mehr dazu siehe Kraftstoß) fällt das Tier.

Junger Elchbulle längs aufgeschnitten. Queransicht

Geringe Sau längs aufgeschnitten

LM: Von der Seite im senkrechten Längsschnitt betrachtet verläuft die Wirbelsäule mit dem unmittelbar lebenswichtigen Rückenmark durchaus nicht mittig. Quer bedeutet von der Seite betrachtet, also rechwinkelig zur Wirbelsäule, oder in der breiten Ansicht wie oben beim Elch. Während längs die Mitte einfach auszumachen ist und die Höhe für die Trefferwirksamkeit keine Rolle spielt, weil sich die Wirbelsäule über die ganze Höhe erstreckt, ist das, wie Sie an den Bildern oben erkennen können beim quer angetragen Trägerschuß nicht der Fall. Im weiteren bewegen sich die Tier hauptsächlich in Längsrichtung, weniger quer. Da von Ihrem Entschluß den Schuß abzugeben, bis zum Treffer noch ein kleine Weil verstreicht, in der sich das Tier willkürlich und nicht von Ihnen vorhersagbar bewegen kann, lauert da auch noch eine störende Abweichung. Des weiteren bewegen die Tiere beim Äsen und Sichern, einschließlich Scheinäsen, den Träger auf und nieder. Vom Schützenbetrachtet bewegt sich auch hier die Wirbelsäule.

Wegen all dieser o. a. Gründe, verbietet sich einen Trägerschuß quer anzutragen. Er wäre unsicher und damit nicht waidgerecht.

Die beiden Trägerschüsse liegen wie im ersten Bild unten hinreichend zu erkennen und wurden im Winkel von 90 Grad aus 25 m auf den Träger angebracht und zwar dort wo die Wirbelsäule verläuft.

LM: Wie wollen Sie denn das sicher wissen? Wieviele Elande haben Sie denn schon längs aufgeschnitten? Die beobachtete "> Wundwirkung widerlegt Ihre Behauptung den Treffer „dort wo die Wirbelsäule verläuft“ angetragen zu haben. Aller Wahrscheinlichkeit verfehlten Sie die Wirbelsäule

Die beiden Trägerschüsse durchdrangen nicht und ergaben keinen Ausschuß.

LM: Bei 62 cm Fleischleistung erscheint mir das schon seltsam! Aber wo sind denn die Geschosse geblieben?

Eland am Haken

Anbei noch einige nette Bilder vom Probeschießen auf die Scheibe (100 m) und anschließend auf drei mit Wasser gefüllte Dosen.

Vorbereitung

Ohren zu

Schuß 1

Schuß 2

Scheibe

Zur Scheibe Ringabstand etwa 2 cm; man sieht 3 Treffer, zunächst der erste in der 5 oben, danach der nach 4 Klicke tiefer etwas rechts versetzte in der 7 und hiernach der dritte nach weiteren 6 Klicke nach unten in die Mitte gelandete Treffer.

Danach die Dosenschüsse.

Dose 1

Dose 2

Dose 3

Weidmannsheil, Wolfgang Schuster, Montag, 15. Oktober 2007 11:04

Trägerschuß doch quer als Fangschuß?

Sehr geehrter Herr Möller,

ich pflichte Ihnen sebstverständlich bei, um die Weidgerechtigkeit zu wahren sollen Trägerschüsse, wie von Ihnen beschrieben, nur längs angebracht werden . Dies gilt m. E. aber nur für den ersten Schuß.

LM: Nein. Warum? Der Grund ist, die Wirbelsäule verläuft im Querschnitt immer mittig, aber im Längsschnitt ungewiß.

Ist das Tier nach dem ersten Schuß am Boden und hat das Haupt noch erhoben(!) können Sie in Längsrichtung in der Regel keinen weiteren Schuß anbringen, es sei denn Sie legen sich vor das Tier hin. Fangschüsse aus unmittelbarer Nähe bringe ich also auch in Ihrem Sinne quer an, ich denke, Sie pflichten mir hier ebenfalls bei, oder ?

LM: Nein. Schießen Sie den Fangschuß, wenn das Haupt ihnen zugewandt ist, von vorn ins Hirn = Kopfschuß. Bei den Weidetieren wählen Sie von vorn den Bereich zwischen Nasenspitz und Lichtern. Im weiteren können Sie ein am Boden liegendes Tier ohne große wildbiologische Kenntnis oder Fehlermöglichkeiten breit in die Kammer in Lunge oder Herz schießen. Für gutes Ausschweißen ist der Lungetreffer der Bessere.

MfG, Wolfgang S. Dienstag, 16. Oktober 2007 12:38

Gruß Lutz

Schuster Namibia 2010

Afrika