Sauer Weatherby

8x68S

Sauer Weatherby 8x68S mit Swarovski Habicht Nova 2,2-9x42

Die Waffe hat eine sehr gute Schussleistung und liegt außergewöhnlich sicher in der Hand. Sie ist damit gleichermaßen für die Ansitzjagd – insbesondere für den weiten Schuß – wie auch für einen sichere Strecke auf der Drückjagd geeignet. Das Zielfernrohr ist von 2,2-9fach variabel und unterstützt damit hervorragend Drückjagd wie auch Ansitz. Das Glas ist mit Absehen 1 ausgestattet und mittels einer Schwenkmontage montiert. Obwohl es sehr schlank und führig ist, bietet es noch eine beachtliche Leistung in der Dämmerung. Die Waffe wurde wenig geführt, der Zustand ist daher gut (leichte Gebrauchsspuren sind erkennbar, z.B. ein Kratzer am Vorderschaft links). Weitere Bilder sende ich gern via email zu.

. . . schrieb vielzubillig (1) 65195 Wiesbaden (Deutschland) 2006

Lutz Möller 19. Mai 2006

Entscheidungshilfe

Sehr geehrter Herr Möller,

auch ich wende mich mit einer Jungjägerfrage an Sie. Nachdem ich Ihre wohlgelungene Seite gefunden hatte, habe ich diese geradezu verschlungen, um mein "Wissen" zu vertiefen.

Als Jungjäger mit "Erblasten" ( Rep. 243 Win + Rep. 7x64 ) habe ich dann auch schon in beiden Büchsen KJG eingesetzt (Fa. L.). Die Wirkung wurde von Ihnen und ja auch von vielen KJG – Nutzern beschrieben und traf bisher bei mir auch so zu (sehr geringe Zerstörung + Fluchtstrecken max. 5 Meter ) bei zwei Rehböcken auf eine Entfernung von 170 + 145 Metern und einen Überläufer mit 50 kg.

Nun aber zu meiner Frage : Bei der Anschaffung einer gebrauchten Büchse ( 8x68 S) schwanke ich zwischen einer Sauer 90 und einer Sauer Weatherby Mark 5 mit jeweils gleichem Glas. Zur Sauer 90 habe ich genügend Informationen, jedoch nicht zur Mark 5. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ggf. eine Entscheidungshilfe bzw. Infos über die Mark 5 geben könnten.

Waidmannsheil Jungjäger Karl, Donnerstag, 28. September 2006 19:54

Moin Jungjäger Karl,

beide Waffen fertigte Sauer in Eckernförde oder fertigt noch. Die Sauer 90 ist ein deutscher Entwurf, während die Weatherby in Amerika erdacht wurde. Wie man 9 Warzen gleichzeitig unter Last tragen lassen kann, ohne einen irren Aufwand in die Entwicklung Fertigung zu stecken, wird mir in diesem Leben wohl für immer ein Rätsel bleiben, zumal die Amerikaner für gewöhnlich die schnellere Lösung der besseren vorziehen.

Ich glaube also nicht an den Weatherby-Entwurf. Leuten, die Gürtelhülsen propagieren ist nicht zu trauen.

Eigen Erfahrungen mit eine Sauer Weatherby Mark 5 kann ich nicht beisteuern. Tingeln sie mal durch die Foren, ob sich dort etwas findet.

Waidmannheil, Lutz Möller

Hallo Herr Möller,

danke für ihre schnelle und deutliche Mail. Gestatten Sie mir bitte noch eine kurze Frage. Ich habe mich nun sehr über die 8x68 informiert und bin nun bereit mir eine Waffe in diesem Kaliber zu verkaufen, zumal auch sie die Patrone als DIE IDEALE Patrone sehen. Mir wurde ein Repetierer Sauer-Weatherby in 8x68 angeboten, deutsche Fertigung. Leider ist die Waffe die letzten 7 Jahre nicht mehr geschossen worden und der Lauf ist innen sehr rostig. Preis der Waffe wären ~ 600 Euro.

Außerdem wurde mir ein neuwertiger Repetierer mit 98 System angeboten. 3 Schuß und dann ebenfalls nicht mehr geschossen aber top Zustand und ~ der selbe Preis.

Dann eine Steyr Mod. S in 8x68S. Zu welcher Waffe bzw. welchem System würden sie mir raten bzw. wäre es vielleicht sinnvoller eine Neuwaffe zu kaufen wie etwa die Sauer 202 oder Mauser M03 oder gleich ganz etwas anderes? Etwa die CZ Magnum in 8x68 oder Heym Express? Einen 98er bauen lassen mit Walther Lauf und ausgesuchter Schußleistung? Ich weiß es sind Fragen über Fragen, aber ich will beim Kauf nichts falsch machen und bin von ihrer Kompetenz überzeugt und will mich deshalb von ihnen beraten lasse, da man aus diversen Foren auch nichts wirklich eindeutiges erfährt.

Hat die Heym nicht einen sehr dünnen Lauf ähnlich der Sauer-Weatherby, ist das bezüglich der Präzision wichtig?

LM: Nein!

Wie gesagt die Waffe soll bei uns auf Rotwild, Sika und in Afrika auf Antilopen mit dem Lutz Möller KJG geführt werden.

Danke für ihre Antwort. MfG Martin Zeller , Dienstag, 21. November 2006 20:57

Tag Herr Zeller,

Rost ist weniger schädlich als oft geglaubt wird, wenn er nur oberflächlich im Lauf vorhanden ist und noch genügend maßhaltige tragende Fläche da ist. Das muß man sehen, um es beurteilen zu können. Die Sauer-Weatherby sind an sich gute Waffen und einen Lauf kann man wechseln. Von daher ist das Angebot sicher zu erwägen. Wichtig zu wissen wäre, ob bereist ein ZF-Montage vorhanden ist, und, falls ja, welche?

Herkömmliche Mauser 98 Systeme sind für die 87 mm lange Patrone zu kurz. Da braucht es Magnum.

Heym Expreß sind gut, aber die herkömmlich G tut's auch.

CZ Magnum ginge natürlich auch.

An Ihrer Stelle würde ich zunächst mal überlegen, wieviel Sie springen lassen wollen. Dann schränkt sich die Wahl schon ein und Sie kämen der Sache ein Stück näher.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Repetierstörung

Lieber Herr Möller,

nachdem ich von Herrn L. nun 3 x 5 verschiedene 8x68S KJG Munitionen für meine Sauer-Weatherby erhalten habe und auf den Schießstand alles klappte, kommt nun das Enttäuschende. Legte ich beim Einschießen vorschriftsmäßig jeweils nur eine Patrone ein, muß ich beim Jagen mit gefülltem Magazin feststellen, daß häufig jede zweite und immer die letzte Patrone beim Nachladen nicht in den Lauf sondern nach außen repetiert wird. Ist die Patrone zu kurz?

LM: Nein!

Mit RWS Patronen geschieht das nicht.

Auch sind die Kunststoffspitzen der Geschosse sehr labil, sie knicken sehr leicht, was unschön ist. Für meine Sauer 90 in 8x68S, die ich demnächst bekommen werde, wollte ich mir auch KJ-Munition bestellen und frage Sie ob sowas bei dieser Waffe auch passieren kann? Können Sie mir eine andere Variante des Geschosses ohne Plastikspitze und doch genug lang anbieten?

Beste Grüße, Klaus Z., Donnerstag, 31. Januar 2008 17:26

Tag Herr Zwonarz,

ich freue mich von Ihnen zu hören.

Die 8x68S-KJG-Patrone soll 87 mm lang sein. Das ist zugleich die zulässige Höchstlänge. Sauer- Weatherby-Gewehre kenne ich nicht. Bei Sauer-90-Büchse tritt die Störung nicht auf. Nein, die Lutz Möller Geschosse sind lange umgestellt. Sonderausführungen gibt nur ab 300 Stück. Wir untersuchen auch andere Werkstoffe für die schwarze Kappen. Wenn Sie wollen, sende ich Ihnen einige normgerechte Funktionspatronen ohne Pulver, damit Sie die beim Nachladen prüfen können. Vielleicht ist die beobachtete Störung ein Grund, aus dem sich Sauer-Weatherby, anders als die einwandfreie Sauer-90, nicht durchsetzte. Wer weiß?

Ich suche zur Sauer-Weatherby bessere Bilder und Geschichten.

Waidmannsheil, Lutz Möller l.moeller@onlinde.de

Sauer-Weatherby Mark V

Sehr geehrter Herr Möller,

Sie baten um Fotos zur Sauer Weatherby Mark V. Dem komme ich gern nach!

54° Öffnungswinkel, Kammer offen

54° Öffnungswinkel, Kammer geschlossen

Verschluß

Ansicht von links

Ansicht von rechts, Kammer geschlossen

Ansicht von rechts, Kammer offen

Ansicht von oben, halb geöffneter Verschluß

Stoßboden

Meine Sauer Weatherby Mark V war zunächst eine 7x64. Der Vorbesitzer hat sie allerdings bei Gehmann / Karlsruhe auf 7x66 SE v. Hofe aufreiben lassen. Schußleistung ist hervorragend, aber leider bei einer Lauflänge von nur 60 cm. Erwähnt werden sollte, daß der Öffnungswinkel der Kammer gerade einmal 54° beträgt. Das System ist ein echtes Magnum-System, daß Patronen bis L6 = 95 mm im Magazin unterbringen kann. Die Mark V Systeme wurden zuerst in Deutschland bei Sauer &; Sohn gefertigt, danach in Japan und schließlich in den USA. Die Verarbeitung soll bei den deutschen Sauer und Sohn Modellen am besten sein (wundert mich irgendwie nicht). Es gab noch eine kleine Ausführung, die Junior, mit sechs Verriegelungswarzen in den Kalibern .22-250 und Forstbefehl.224 Weath. Mag. Heute wird wieder so ein etwas kleineres System mit sechs Warzen gefertigt, allerdings für Patronen bis L6 = 85 mm.

Die von Herrn Zwonarz geschilderte Störung konnte ich bei mir nicht nachvollziehen, noch habe ich zuvor von solchen Störungen bei diesem System gehört. Anzumerken ist allerdings, daß bei jedem System, bei dem die Patrone nicht von Anfang an (wie beim Mauser 98'er) kontrolliert durch z. B. einen langen Auszieher zugeführt wird, potentiell solche Störungen denkbar sind. Allerdings haben dieses Problem Systeme wie Mauser66, Sauer 80, 90, Heym 21, Remington 700, Winchester post'64, Steyr-Mannlicher, etc. und eben die Weatherby MarkV in der Regel im Griff!

Im Übrigen haben Sauer &; Sohn meines Wissens das MarkV-System nicht mangels Erfolg zugunsten des Sauer 80, 90 Systems aufgegeben, sondern vielmehr sah man bei Weatherby wohl günstigere Produktionskosten in Japan. Das das System bei Sauer &; Sohn deutliche Spuren hinterlassen hat, wird übrigens mehr als deutlich, wenn man sich die Baureihen Sauer 200 und 202 ansieht. In den USA ist es heute noch eines der angesehensten Repetiersysteme überhaupt, dort auch preislich im oberen Segment angesiedelt.

Grüße, J. Lackmann, Sonntag, 3. Februar 2008 10:43

Vielen Dank Herr Lackmann,

für diesen umfassenden gut bebilderten Beitrag. Ich werde den unverzügliche an Herrn Zwonarz weiterleiten.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Sauer-Weatherby Mark V 8x68 S

Tag Herr Möller,

Weihnachten war sehr erfolgreich. Gab ein neues Glas für meine 8x68 S. Anbei ein paar Bilder für Ihre Seite, suchen Sie sich bitte die Besten raus.

Die schießt leider nicht mit dem Lutz Möller KJG, dafür aber mit dem CDP. Leider ganz anders als meine Heym SR20G

Wünsche Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen Marc Kleinert, Donnerstag, 30. Dezember 2010 13:04

Er will es wissen

LM: Ich habe mein Händy und meinen Laptop an zwei nette Mädchen verschenkt., bin daher für ein kurze Weil nicht so gut zu erreichen. Telekom und DSL sind auch fort, UMTS kann das besser - fast überall | Donnerstag, den 30. Dezember 2011

LM: Bei Zeiten müssen wir der Plempe auch noch mal beibringen KJG zu nehmen.

Alles Gute für`s nächste Jahr, Herr Kleinert. Waidmannsheil, Lutz Möller

Herr Möller,

an welche Mädchen verschenkt man(n) denn soviel Technik ? ;-)

LM: An verschiedene, hübsche, nette, kluge fleißige in der näheren Verwandt- und Bekanntschaft. Mathematik, Medizin usw. usf.

Dann zeigen Sie mir doch bitte mal wie das Ding mit Lutz Möller KJG schießt. Ich hatte drei Probeladungen von Herrn L.. Damit auf Wild zu schießen wäre unverantwortlich gewesen. Mit CDP auf Anhieb 3,2 cm Streukreis.

Ähnliches mit http://kupferjagdgeschoss.de/RWS/H-Mantel.htm"> H-Mantel von RWS über ein altes Rotpunktvisier vor der Umrüstung…

LM: Dann müßten Sie mir „das Ding“ mal schicken.

Gruß, Kleinert

Mit Weatherby nicht zufrieden

Sehr geehrter Herr Runge,

Ihre Anfrage nach der 8,5x63 Patrone hat „mich nicht ruhen lassen“, daher melde ich mich in dieser Sache nochmals bei Ihnen.

Diese Neuschöpfung von Werner Reb aus Mitte der 1980er Jahre zeichnet sich durch ihre sehr Höhe Eigenpräzision aus und hat ihre „Feuertaufe“ überall auf der Welt und der Jagd auf alle nicht – dickhäutigen Wildarten bestanden! Ich selbst führe diese Patrone seit etwa 1987 mit bestem Erfolg auf alles mitteleuropäische Schalenwild. Ihre ohnehin sehr günstige Flugbahnkurve mit konventionellen Geschossen wurde aber bei Weitem übertroffen mit Einführung der LM – Geschosse. Trotz aller jahrelangen Bemühungen von Werner Reb, sie kommerziell bei einem der großen Munitionshersteller laden zu lassen, stieß ebenso lange auf Ablehnung, denn die Munitionshersteller haben auch ihre vielseitige Verwendbarkeit auf alle heimischen Schalenwildarten erkannt und hatten selbstredend kein originäres Interesse daran, ihr eigenes gesamtes Sortiment an althergebrachten Patronen und Ladungen ins Abseits zu stellen, in dem sie eine einzige, äußerst vielseitig anwendbare Patrone, die kein „Eigengewächs“ ist, auch noch kommerziell zu laden und damit noch zu „pushen“!

Daher mache ich Sie darauf aufmerksam, daß es nach meiner Kenntnis bislang lediglich 3 gewerbliche Handlader, von denen auch noch zweie mit einander kooperieren, gibt, die die 8,5x63 ( R ) – neben Ladungen mit konventionellen Geschossen auch mit einem bleifreien Geschoß verladen. Zu diesen, dort zur Anwendung kommenden Geschossen muß ich Ihnen aber sagen, daß ich keinerlei praktische Erfahrung damit habe, und, anstatt dann zu theoretisieren / spekulieren, halte ich besser meinen Mund.

Wenn Sie diese Patrone ernsthaft in Betracht ziehen, so gibt es bei allen Büchsenherstellern kommerzielle Gewehre, aber Sie müssen sich der Tatsache bewußt sein, daß sie einen „Exoten“ führen und sich daher schon selber der Handladerei begeben oder sich einen gewerblichen Handlader suchen, der dann Ihre Hülsen mit dem gewünschten Geschoß bestückt. Die Preise eines solchen gewerblichen Handladers werden – so mutmaße ich mal – nicht unter meinem liegen, was nun auf keinen Fall als Werbung für mich selbst verstanden werden soll, denn mit dem Ihnen genannten Preis erreiche ich lediglich die eigenen Gestehungskosten an Material, ich darf ja nicht kommerziell laden. Um Ihnen einen kleinen Einblick in die 8,5x63 zu gewähren, hänge ich Ihnen mal einen Schriftsatz an, den ich – der vielen Anfragen wegen – mal aufgesetzt habe.

Suchen Sie eine „dickere Wumme“ als Ihre jetzt geführte 7x64, dann weise ich Sie daraufhin, daß Sie mit LM’s Geschossen schon ab 6,5 mm alles in Händen halten, was man auf heimisches Schalenwild braucht! Im Gegenteil, mit den kleineren Patronen haben sie deutlich geringere „Nebenwirkungen“ wie Knall, Rückstoß und Mündungsfeuer und umso gelassener geht man zu Werke, anstatt der „stillen Drohung“ im Hinterkopf, „jetzt kommt der Augenblick, wo’s weh tut!“

Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Louen, Freitag, 24. Januar 2014 um 21:49 Uhr

Guten Abend Herr Louen,

vielen Dank vorweg für die vielen Informationen.

Über die Entstehungsgeschichte des Kaliebers und Entwicklung habe ich schon viel gelesen. Ich habe mir auch ein Wiederladebuch besorgt um mich über das Wiederladen zu informieren. Das wird wohl bei mir das nächste Projekt sein, ds ich in Angriff nehmen werde.

Irgendwie habe ich gefallen daran gefunden ein exotisches Kaliber zu führen, weil alle Welt von 30-06 oder 8x57JS oder 9,3x62 etc. spricht. Man könnte auch das amerikanische .338 win Mag nehmen, aber das ist wieder ein amerikanisches und ich habe eine Abneigung gegenüber solchen Kaliebern! Ich mag nun mal die Deutschen lieber :-). Deswegen hatte ich mich auch anfangs zu dem Deutschen 7x64, als Anfangskalieber meiner jagdlichen Zeit entschieden. Da habe ich mir von den älteren Jägern schon so einiges anhören müssen, das das nicht unbedingt ein gutes Kaliber wäre. Man steht hier mehr so auf 8x57 JS oder 9,3x62. Aber das sind irgendwie lahme Pillen, die so finde ich, bei unseren Revieren, wo man auch mal auf 200 Meter hinlangen muß, nicht passen. Da bin ich mit dem 7x64 schon besser dran als so manch anderer.

Ich habe im Mai letzten Jahres auf bleifrei um gestellt. Erst mit dem MJG ( ich hatte mir bei Egun 21 Patronen ersteigert ) und dabei erhebliche Schwierigkeiten gehabt vernünftige Trefferbilder hinzu bekommen. Nach der chemischen Reinigung beim Büchsenmacher schoß die Waffe einwandfrei. Mir sind dann die Patronen aus gegangen und ich hab auf Lapua naturalis die Waffe eingeschossen. Die Geschosse hatte ich mir ersteigert und ein befreundeter Jäger der Wiederlader ist, hat dann mir diese dann geladen. Ich bin sehr zufrieden mit den Geschossen weil ich damit Streukreise von 17mm hin bekomme, wenn ich gut drauf bin.

Meinen Mitjägern hab ich von der Umstellung auch erzählt aber nur negative Antworten erhalten. Wie ich das nur machen könne usw. Ich bin auch im Herbst auf einer Drückjagd eingeladen gewesen ( aber nur als Treiber ), wo dann der Jagdherr nach dem Schüsseltreiben ( ist der Kreisjägermeister bei uns im Landkreis) dann die Gesellschaft fragte, wer schon um gestellt hätte auf Bleifrei, war keiner der angestellten Schützen dabei, nur der Treiber der sich gemeldet hat und dann auch von seinen Erfahrungen berichten mußte. Sie sehen vielleicht, daß ich nicht immer den einfachen Weg gehe. Man kann auch mal gegen die Strömung schwimmen wenn man dafür gute Gründe sieht. Ich habe einfach Geschmack an dem Kaliber gefunden! Aber ich komme mal zurück zur Waffe. Ich führe auch einen M98 von Frankonia aus tschechischer Fertigung Baujahr 1990. Bei dieser Waffe ist der Verschluß ziemlich lose beim Repetieren. Ist das bei den anderen 98er die Sie mir vorgeschlagen haben auch so? Was ist anders an den früher gefertigten 98 von DWM, Mauser und FN gegenüber meines 98er? Oder kann ich den auch überholen lassen?

Ich bin auf den Gedanken gekommen mir eine neue Waffe zu zu legen, weil die Weatherby Mark 5 nicht gut repetiert. Die Patronen verklemmen sich beim zuführen und ich sehe keine schnelle Möglichkeit dies ab zu stellen. Das Repetieren beim 98er geht tadellos. Desweiteren hab ich festgestellt das mir der Schaft bei bei den Waffen nicht paßt. Wenn ich mit geschlossenen Augen die Waffen in Anschlag nehme, dann sehe ich nicht sofort durch das Zielfernrohr. Ich muß dann immer mit dem Kopf nach justieren was mich stört, denn ich verliere Zeit beim intuitiven Schiessen, was ich schon mal auf der Drückjagd oder im Ansitz hätte gebrauchen können. Beide Waffen sind übrigens mit EAW-Schwenkmontagen aus gerüstet und meine Zielfernrohre sind ein Zeiss 3-12x56 mit Nachtleuchtabsehen ( für die Weatherby ) und ein Docter 3-12x56 mit Leuchtkreuz für die 98er. Meine Gedanken zu den Waffen sind folgende:

- Die Weatherby verkaufe ich mit dem Docter.
- In die 98er lasse ich einen neuen Lauf einsetzen ( 600mm lang 20mm stark an der Mündung ein Gewinde für eine Rückstoßbremse )
Incl. Fluchtvisireung
- anstelle der seitlichen Flügelsicherung eine Handspannung von ASP
- Wenn mein Vermögen das mal erlaubt, einen neuen Schaft der paßt.
- Oder ich verkaufe beide Waffen und frage mal bei den Büchsenmacher an, die sie mir empfohlen haben.

Was kostet denn solch eine Waffe bei denen? z.B. ein 98er System überholt mit dem Kaliber? Holzklasse 4 reicht für mich. Wird keine Schrankwaffe werden. Nackt ohne Montage und Zielfernrohr.

ich wünsche Ihnen noch ein Schöns Restwochenende, Axel Runge, Samstag, 25. Januar 2014 21:59

Sehr geehrter Herr Runge,

da tun sich mit Ihren Fragen „Welten“ auf! Lassen sie mich versuchen, Ihren Fragen bzw. meinen Antworten wie folgt Struktur zu geben:
1. „Alte Kaliber“ :

• Von den von Ihnen genannten und in der Jägerschaft gern (mangels besserem Wissen und / oder günstigen Preisen) gern geführten = beliebten deutschen Standard – Kalibern (aber genauso mit der .30-06 u. A. m.) waren wir Jäger alle die „gemütlichen Bummelanten“ = „Langsamflieger“ gewöhnt, will heißen, im Vergleich zu den hochgelobten, bunt und teuer propagierten „Magnums“, gleich welcher Herkunft und Benennung, kauften wir geringe Geschwindigkeiten konventioneller Geschosse, damit gekrümmte Flugbahnkurven und reduzierte Reichweite, von der Wildbretzerstörung mal ganz abgesehen, ein.

• Mit Erscheinen von Lutz Möllers – zunächst Kupfer-, in der Folge dann Messingjagdgeschossen - erschlossen sich uns neue Dimensionen, die denen der lautstark propagierten Magnums nur noch in geringem praktischen Nutzwert, wenn überhaupt, nachstanden.

• Mit LM’s Geschossen und guten Handladungen bzw. mit seinen Patronen ist die „Lücke“ gefüllt: Schauen Sie mal in Lutz Mollers Nestplatz nach, zu welchen außenballistisch erstaunlichen Leistungen bei garantierter Wirkung solche Ladungen befähigen! Auch aus den von Lutz Moeller liebevoll so genannten „Bummeltanten“ wie der 8x57IS oder der auf Hochwild gern geführte 9,3x62 erreichen wir eine jagdliche Reichweite – ohne artilleristische Rechenkünste, von wegen am Höhenturm des Zielfernrohres drehen zu müssen oder ähnlichen, den ausgebildeten Scharfschützen zu eigene, langjährig und mühsam erworbenen Künste, die denen der so hoch gepriesenen Magnum – Patronen, mit mächtiger Aufheizung Besenstiel langer Läufe, „Mords Knall“ und Schlüsselbeine stauchendem Rückstoß erkaufte - Geschossgeschwindigkeiten und Reichweiten von mehr als 250 m!

• Hand auf’s Herz! Wann schießt der „Normaljäger“ in Mitteleuropa tatsächlich auf eine solche, jagdlich schon sehr außergewöhnliche Entfernung - und das sagt Ihnen ein ausgebildeter Scharfschütze, Jahrzehnte erfahrener Jäger und Handlader - mit und der inneren Gewissheit, auch zuverlässig zu treffen, anstatt „es mal zu versuchen“ mit der inneren Ungewissheit, auch richtig = tödlich zu treffen?
Das Schießen und vor allem – vorhersagbare – Treffen auf eine solche Entfernung oder gar darüber hinaus bedarf einer profunden Ausbildung und einer Jahre langen geübten Erfahrung auf dem Schießstand! Bis eine solche Schießfertigkeit erlangt wird, wurde ein Kleinlastwagen von Patronen verknallt!

• Insofern ist es Lutz Moeller als großartiges Verdienst zu zu schreiben, für die vorhandenen oder künftig vorgesehenen Waffen und Patronen Geschosse entwickelt zu haben und her zu stellen, die all‘ diese bekannten Nachteile überwinden!

2. „Neue Kaliber“ :

• Solche entstehen ständig, nach dem Motto, „nichts ist beständiger als der Wandel!“  Deren Entwicklung bzw. Neuerscheinung auf dem Waffenmarkt ist nach meinem unmaßgeblichen Erachten in den meisten Fällen kommerzieller Natur: es scheint eine „Leistungslücke“ in dem heute schon nur mehr mühsam überschaubaren Sortiment von Kalibern und Patronen zu bestehen, und „schwupp“ kommt einer – auch als Konter gegenüber einem Mitbewerber am Markt – auf die Idee, da muß „etwas Neues, etwas Eigenes“ her; über Notwendigkeit, geschweige denn Zweckmäßigkeit, macht sich der Schöpfer – vermutlich - keine ernsthaften Gedanken, Hauptsache, da ist ein neuer „Kracher“ auf dem Markt, der dem Unwissenden das Geld aus der Tasche zieht!

• Anders bei Werner Reb: zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung bestand – vor allem bei Patronen für Kipplaufwaffen - eine tatsächliche Leistungs-lücke, sieht man mal von der auch damals wie heute ebenso „exotischen“ 8x75RS ab, zwischen der 8x57IRS und der 9,3x74R. Ziemlich genau in die Mitte zwischen beide Geschoßdurchmesser konstruierte Werner Reb seine zunächst nur als Kipplaufwaffen – Patrone gedachte 8,5x63R. Noch während deren Entwicklung reifte die Vorstellung auch einer randlosen Hülse als „Mittelpatrone“ für Standard – lange Systeme. Daß sich beide Patronen in der folgenden Erprobungszeit als ungeahnt präzise und leistungsfähig erwiesen, veranlaßte Werner Reb, beide Neuschöpfungen mit dem innenballistisch günstigen Steilschulterprinzip fast gleichzeitig zur Standardisierung durch den CIP zu stellen, zumal die randlose Patrone sich als selbst vielen vorhandenen Hochleistungspatronen zumindest gleichwertig, wenn nicht gar – mit ausgewählten Ladungen – überlegen zeigte.
Nach der Standardisierung beschrieb Werner Reb seine beiden neuen Patronen in einem zweiteiligen Artikel des Deutschen Waffen Journals mit der Überschrift:“…vom Fuchs bis zum Büffel“.

• Das war auch für mich – so gestehe ich gern – der Auslöser, mir eine Büchse in diesem Kaliber zu kaufen (damals eine Blaser SR 831 mit entsprechendem Zielfernrohr) jagte ich doch zum damaligen Zeitpunkt von Berufs wegen in steilen Mittelgebirgsrevieren auf Rot-, Schwarz-, Muffel- und Rehwild, auch auf weite Entfernungen. Mit „Standardpatronen“ und durchaus erfolgreich mit mehr als 100 Stück Schalenwild pro Jahr! Auch ich hatte „Geschmack gefunden“ an etwas Neuem, vielseitig Einsetzbarem und habe diese Investition bis heute nie bereut! Auch unter dem Aspekt, daß sie in ein standardlanges System paßt und sich aus marktgängigen Hülsen durch Umformen relativ unaufwändig herstellen läßt.

3. Neue Waffe :

• Ich will Sie keineswegs davon abhalten, eine neue Büchse bauen zu lassen, Gott bewahre!

• Sollten Sie sich aber zum Bau einer solchen Büchse entschließen, so – ich darf allerdings den konkreten Verhandlungen zwischen Ihnen als Kunden und dem zu beauftragenden Büchsenmacher nicht vorgreifen – sollten Sie sich von vornherein mit dem Gedanken anfreunden, daß solide und präzise Handarbeit mit hochwertigen Materialien schlicht und ergreifend teurer ist als ein „Großserienschrubber“!

• Hier haben Sie es aber auch in der Hand, Ihre Wünsche und Vorstellungen verwirklichen zu lassen, die besten Bestandteile, angefangen vom System mit Magazin, dem Lauf nach Qualität, Hersteller und seiner Länge, der offenen Visierung in Form von Teilen u8nd dem Abzugssystem so wie handwerklicher Aufpassung zu vereinbaren, ohne Kompromisse, evtl. auch hinsichtlich der Ausschmückung, hinnehmen zu müssen!
Diese Teile sind dann alle aus Stahl (gefräst) und nicht irgendwelche, aus anderen billigen Ersatz - Werkstoffen hergestellten Massenteile. Um Ihnen einen Eindruck zu verschaffen, habe ich Ihnen mal ein „Pflichtenheft“, das die Anforderungen und Gründe darlegt, als „Orientierungshilfe“ angehängt.

• Verknüpfen Sie nun diese, Ihre sehr persönlichen, gleichwohl durch deren Eignung für eine vorgesehene harte und dauerhafte Praxis begründeten Ansprüchen an das Material mit bestem handwerklichen Können, so denke ich, sollten Sie sich auf mindestens 2500.-, eher auf 3000.- €, nur für die Metallteile, so wie deren Bearbeitung und beschußfähigen Zusammenbau einstellen.

• Ihren eigenen Erfahrungen zufolge, kommen Sie mit den Maßen von „Standard – Schäften“ nicht zurecht:  Eine alte Spruch – Weisheit besagt, „der Lauf schießt nur, Treffen tut der Schaft!“ Um Klartext zu reden, Sie werden um eine Maßschäftung durch einen solchen Holz – Kunsthandwerker nicht herum kommen! Rechnen Sie dabei mindestens mit 1.500.- € nur für den hochwertigen, aber nackten, unbearbeiteten Holzmodel, den Sie sich aber aussuchen können! nach Struktur, Zeichnung und Maserungsverlauf, so wie mit nochmals mindestens ca. 1500.-€ für die Arbeit!

• Rechnen Sie dann noch eine handwerklich hochwertig ausgeführte Schwenkmontage – das ist alles Andere als ein Heimwerkerarbeit! - mit 850.- bis 1.000.- €, so wie ein entsprechend hochwertiges Zielfernrohr hinzu, so haben Sie 10 000.-€ erreicht, werden aber auch Besitzer einer wirklich individuellen Waffe nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen, nicht so einem Katalogstück, dem man auf 100 m durch dichten Nebel seine Großserienabkunft ansieht, selbst wenn das Stück für Tausende von € verschnitzt und verkratzt wurde, so daß man meint, wie in einem Mickey – Mouse – Heftchen darauf lesen zu können.

• Dies‘ wird dann eine wirklich höchst individuelle Waffe, die Ihren Besitzer als Kenner und die Hersteller als Könner ausweist! Nach oben ist die Preisskala offen, wie Sie sich z. B. auf der Homepage von Theo Jung Manufaktur in Sieglar bei Bonn überzeugen können. Ich hoffe, Ihnen hiermit weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen für Fragen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Louen, Sonntag, 26. Januar 2014 14:50

Das Pflichtenheft selbst :

• Lauf 60 cm lang,

• von Shilen, USA, Select - Match – Grade (auf 1/1000tsel Zoll kugelgleich, von Hand geläppt und poliert) oder auch z. b. von Heym,

• Sporter – Kontur (also nicht zu dünn wegen künftigem Waffengewicht bei einem ausgesprochen potenten Kaliber)

• Mit eingeläpptem Anschlußgewinde ? paßgenaues Tragen jedes einzelnen Gewindeganges wegen Stabilität des Laufanschlusses im Verschlußkopf,

• Einläppen aller Verschlußwarzen ⇒ höchste Belastbarkeit des gesamten Verschlusses und trotzdem Leichtgängigkeit auch bei stärksten Ladungen,

• Absolutes Senkrechtstellen der Stirnfläche des Verschlusses hinter der Laufachse ⇒ achsengerechtes Ausrichten der Hülse im Lager,

• Einbau eines einstellbaren Direktabzuges der finnischen Firma Sako – zum damaligen Zeitpunkt die ultimative Lösung für einen 98er,

• Einstellen auf 1 ⇒ 000 g Abdruckgewicht, ? Handhabungssicherheit auch mit behandschuhter Faust und / oder allen möglichen Witterungsbedingungen,

• Aufpassen und Auflöten aller offenen Visierteile und des Riemenbügels mittels Ringen über den Lauf, nicht kleben oder so ein Sch... wegen der Belastbarkeit und Unverlierbarkeit dieser Teile in hartem Einsatz,

• Kimme schräg gestellt mit kegelstumpfförmigem Kimmenblatt (verdeckt wenig von eigentlichen Ziel) mit rechteckigem Kimmenausschnitt als Fluchtvisier mit Leuchtperlkorn,

• Bettung des Systems und der Laufbirne in Gießharz ⇒ spannungsfreie und zugleich unveränderbare Positionierung des Systems im Schaft,

• Verlängerter Kammerstängel mit Kröpfung nach außen, weg vom Schaft und dicker Griffkugel zum sicheren, d. h. „blinden“ Erfassen und blitzschnellen Durchladen, auch mit klatschnassen oder frostklammen Pfoten und / oder behandschuhter Faust, nicht so ein „Pimmelchen“ aus Flachstahl, das man zum Durchrepetieren erst mal suchen muß,

• Schaft aus Nußbaumkernholz, geölt und wetterfest poliert, pfahlgerader Schaftrücken, mit strikt längs orientierter Maserung für höchste Belastbarkeit und Haltbarkeit auf Dauer, so wie einer 2,0 cm Pachmayr – Schaftkappe.

• Auflöten der Fußplatten für eine EAW – Schwenkmontage,

• Schwenkmontage eines Zielfernrohres.

© Wolfgang Louen, Norheim

Hymne aus der Seele

Betreff: Ausführungen des Hr. Wolfgang Louen

Sehr geehrter Herr Möller,
Sehr geehrter Herr Louen,

Gratulation zur Veröffentlichung der Ausführungen Waffenkunde System 98 von Hr. W. Louen.

Dieser Mann weiß wovon er spricht und spricht mir buchstäblich aus der Seele. Besser hätte diese Hymne auf den guten alten deutschen 98er nicht ausfallen können.

Es gibt kein besseres und sichereres System, hergestellt individuell von einem der wenigen Bümakönnern in Deutschland, aufgebaut aus einem alten Vorkriegssystem, dazu Heymlauf oder meinetwegen wenn's nicht anders geht auch einen Amerikaner, dazu Maßschäftung, glasklarer 1000g Abzug und eine verlötete Topmontage,

Dieses Gewehr vielerseits und vielerorts mangels Unkenntnisse belächelt trifft mehrere Generationen lang sachgemäß e Pflege und Reinigung vorausgesetzt jagdlich auf 100 m Loch an Loch oder gar Loch in Loch. Dies ist wohl ohne Frage 10.000€ Wert wenn der Urenkel damit ebenfalls erfolgreich jagen kann.

All die neuen modernen Büchsen von Blaser incl. Sauer, leider auch Mauser aber auch Merkel mit seiner Helix können mit ihren CNC gefertigten Billigsystemen dem 98er nicht das Wasser reichen, Superluxusholz aus der Türkei bzw. Supergravur an den “Blechverkleidungen” der modernen Waffen täuschen nicht darüber hinweg daß es sich hier nur um gewinnorientierte Massenware handelt Handarbeit sieht eben einfach anders aus. Auch Sie Herr Möller stehen mit Ihren hervorragend treffenden Geschossen den riesigen Munitionsherstellern gegenüber David gegen Goliath wer siegte lehrte uns die Geschichte. Immer weiter so, steter Tropfen höhlt den Stein.

Es grüßt Sie ein Bayer wohnhaft in Brandenburg mit viel Waidmannsheil.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Glötzl, Montag, 27. Januar 2014 12:08

Danke für die Blumen!

An: Louen, Wolfgang; Lutz Möller
Betreff: Re: Danke für die Blumen! Hier : 98er

Sehr geehrter Herr Louen,

Sie brauchen sich für diese Blumen nicht zu schämen oder zu erwehren nehmen Sie sie an, Sie haben diese völlig zurecht verdient mit ihren vielen Beiträgen auf dem Nestplatz von Hr. Möller, ebenso wie Herr Möller der uns ein Spitzengeschoß der Premiumklasse zur Verfügung gestellt hat. Auch ich lese seit Jahren regelmäßig den Nestplatz von LM und ab und an gebe ich auch meinen Senf dazu, auch ein Bayer aus der Oberpfalz mit 23 Jahresjagdscheinen (Geburtstadt Regensburg Baujahr 1966) weiß und schätzt die großartige Errungenschaft der Gebrüder Mauser, aber was ist daraus geworden. Aber auch die Preußen wußten das zu schätzen,

Sa meine Frau Preußin und seit 26 Jahren Revierleiterin in der jetzt riesigen Obf. Chorin ist vormals Obf. Eberswalde, Chorin, Bad Freienwalde, Finowtal, Schwedt, kenne ich so ziemlich jeden Förster in der Umgebung und die belange der Forstpartie im BB-Wald recht genau, ich selbst bin leider noch immer im arbeitsfähigen Alter und muß mir mein Geld als Großbaustellenleiter in der Elektrotechnik als Selbstständiger meistens in München, Hamburg oder FFM oder gar im Ausland verdienen. Jagd und Hund kommt immer zu kurz und der “Kurze” ist erst 11 J aber schon mit dem Jagen infiziert.

Herr Möller vieleicht erinnern Sie sich,

ich hatte mal versucht die Herren Beamten im grünen Loden mit einer Veranstaltung an LM Munition und einem Vortrag von Hr. Möller persönlich zu organisieren, was da an Statements kam bezüglich Waffen und bleifrei ist hanebüchen und lohnt der Niederschrift nicht, Fazit: keine Ahnung von Innen,-Außen,- Zielballistik, alles auf schlechte Bleifreimunition schieben, und dem alten Bleizopf mangels Wissen nachhängen. Es tut sich was in BB und Bildung tut not aber wie sag ich's meinem Kinde. Obwohl gute erfahrene Hundeführer der Forstpartie auf bleifrei umstellen mußten, und man Sie frägt was sie nun verschießen kommt meistens RWS, Norma oder noch schlimmer S&B raus. Eben das vom Büchser um die Ecke im Regal lagermäßig da ist. Wer sich dann wundert wenn die Sauerei da ist schiebt es auf das Bleifreie Geschoß. Komme ich dazu kommt sofort von mir die Antwort dann schieß halt mal ein Premiumgeschoß von LM und wenn's kein Splittergeschoß sein soll (Angst um den Hund) dann einen Deformator von AERO oder Reichenberg, dann kommt die Antwort sofort kenne ich nicht oder ist zu teuer eben das übliche Gezeter, dann erzähl ich ihm ob er mich verarschen will wenn er 100 Schuß im Jahr auf Wild macht und wegen ein paar Hundert Euro die er auch noch als eingetragener SHF steuerlich absetzen kann das heimische Wild bewußt leiden läßt. Wir geben viel größere Summen für unser Gerät und andere Dinge aus aber das brauche ich ja nicht erläutern ist allseits bekannt, nur schade ist daß unser Wild nicht reden oder mailen kann.

Dann biete ich Ihnen meistens wiederzuladen an (mach ich seit 5 Jahren selbst) ist nur schwierig wegen der Abgabe an andere. Dann erfährt man wenn man die Hülsen aus seiner Waffe haben will das da ein Sammelsurium von verschiedensten Losen und Hülsenfabrikaten auf einen zukommt (von wegen Erfahrung) usw. usf., haben wir uns dann verständigt und liegt das Schießergebnis auf der Scheibe vor kommt immer, so eine Präzision hab ich noch nie gehabt, dann sag ich wiederum na denn warte mal ab wenn du die ersten Stücke streckst da wird Dein Hund fett und faul und verlernt alles.

Leider ist die Akzeptanz von Wild in unseren BB-Wäldern stark gesunken das Kredo lautet derzeit, ich hoffe es ändert sich wieder, Wald vor Wild und nur ein totes Reh ist ein gutes Reh. Was ich letztes Jahr auf den 10 DJ erleben durfte, war schlichtweg hanebüchen, keine Nachsuchen bewußt angeordnet, Ansteller sollten gar nicht erst fragen wer wieviel was geschossen hat, 90% der Rehe in Klasse B für den Wildhändler eingestuft da teilweise übelst zerfetzt ist ja auch kein Wunder wenn man auf flüchtiges Rehwild bei zu großer Entfernung mehrmals feuert, nicht freigegebene Stücken trotzdem erlegt aber verjüngt bzw. als Hegeabschuß deklariert usw.

Soviel dazu, ich werde weiterhin Aufklärungsarbeit in BB leisten so gut ich eben kann, schade trotzdem da wir als gesamte Jägerschaft im Fokus vieler Medien und Besserwisser stehen und uns eigentlich viel besser vereinen und aufstellen müßten um die „gute alte Jagd“ in Deutschland so für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten.

LM: Uns selbst nicht zuvergessen!

Mit freundlichen Grüßen Thomas Glötzl, Mittwoch, 29. Januar 2014 13:27