Blaser K77 Kipplaufbüchse

Ein lange Geschichte bis zum Erfolg

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Spitzen

Betreff: Schwarze Spitzen muß man einkleben!

Blaser K77

S.g. Herr Möller,

darf ich Ihnen eine lange Geschichte erzählen:

Seit 10 Jahren schieße ich im Kaliber .300 Wby mit Ihren Geschoßen. Die ersten 60 Stück stammten von der Firma LiMa und schossen Fünfergruppen unter 20 mm. Als sie zur Neige gingen, wollte ich bei LiMa nachbestellen, doch dort konnte man über viele Monate keine .300 Wby-Hülsen auftreiben. Also schickte ich meine leeren Hülsen hin, doch paßten die wiedergeladenen Patronen nicht mehr in das Lager meiner K77, sie ließ sich nicht mehr schließen. Patronen zurückgeschickt, bekam sie wieder, ohne daß das Problem behoben war. Damit war für mich LiMa erledigt, und ich begab mich auf die Suche nach Alternativen.

Die Firma Schnetz  bot .300 Wby in Kleinserie an, schoß wunderbar, um die 20 mm. Ich kaufte 60 Stück. Als diese zur Neige gingen, wollte ich nachbestellen, Schnetz hatte jedoch auf das SAX-Geschoß mit roter Spitze umgestellt, der Streukreis lag bei 10 cm. Ich habe das mehrmals überprüft. Zum Glück hatte ich immer noch ein paar alte LiMa-Patronen der ersten Serie und ein paar der ursprünglichen Schnetz-Patronen, was für immerhin 3 Hochgebirgsjagden in Asien zwischen 2010 und 2013 reichte. Dann aber mußte ich eine Lösung finden.

Inzwischen hatte ich einen mittlerweile guten Freund kennengelernt, der wiederlädt.

Ich bestellte bei Ihnen im Juni 2014 einhundert Geschoße, ein Jahr später 2015 nochmals dreihundert Stück. Über nunmehr zwei Jahre hinweg luden wir mit drei verschieden Pulvern Ladeleitern, variierten die Setztiefe, probierten, ob der Putzzustand des Laufes EinFluß nahm, prüften selbst Hülsen- und Geschoßgewichte, allein, wir kamen zu keinem Ergebnis, hatten zwischendurch immer wieder mal eine passable Gruppe von 25 mm, aber meistens ein oder zwei Ausreißer bis zu 5 und mehr cm abseits. Manchmal dachten wir, jetzt hätten wir's, bis sich beim nächsten Schießen mit derselben Ladung wieder ein gänzlich anderes Bild zeigte. Ich zweifelte schon stark, ob ich denn vielleicht das Schießen verlernt hätte. Oder Lauf ausgeschossen? Aber nicht nach  500 Schüssen. Montage oder ZFR defekt? Aber warum? Es ist nichts erkennbar und es gab nie ein Trauma.

Scharze Spitze

Dann hatte ich vor vier Wochen ein Schlüsselerlebnis: eine schwarze Spitze hing ca 10 oder 15 cm abseits der Schußgruppe im Scheibenkarton, hatte ihn schlitzförmig durchschlagen und steckte zwischen Scheibe und Holz. Sie mußte sich also vor dem Auftreffen gelöst und eine kurze, eigene Flugbahn genommen haben. Als ich nun die Ausreißer der vorangegangenen 20 Schuß betrachtete, fiel mir auf, daß im Gegensatz zu den „gewöhnlichen“ Schüssen die Ausreißerlöcher allesamt leicht oval waren. Offensichtlich hatte sich bei allen Ausreißern die Spitze kurz vor dem Auftreffen gelöst und das Geschoß ins Taumeln gebracht. Wir hatten schon lange bemerkt, daß sich die schwarzen Spitzen relativ leicht ins Geschoß setzen ließen, manche aber fast nicht hielten, gerade, daß sie nicht herausfielen.

LM: Gab Ihnen da nicht denken? Das sollt Ihr Anstoß gewesen sein, Schwarze Spitzen nachzulesen? Oder auch Spitzenkleber!

Nun klebten wir alle Spitzen ein, und siehe da, kein einziger Ausreißer mehr, ja die Streukreise wieder so gut wie damals bei der ersten LiMa-Serie, wenn nicht besser! Und völlig wiederholbar! Das hat aber fast 200 Schuß gebraucht, hat eine Menge Geld, Zeit und Nerven gekostet, und wenn der Zufall uns nicht diese Spitze präsentiert hätte, wären wir nie zu einer Lösung gekommen.

LM: Genügt hätte gleich bei mir nachzulesen. Alles alles seit vielen Jahren schon beschrieben und veröffntlich, einer Suche zugänglich.

Ich dachte schon darüber nach, demnächst wieder auf konventionelle Geschoße umzusteigen. Das größte Glück ist aber, daß meine geliebte K77, die ich nun bald 20 Jahre führe, rechtzeitig vor meiner nächsten Hochgebirgsjagd im Oktober wieder erstklassig schießt. Sie hat einen schweren 68cm-Lauf, mit dem das MJG 1.140m/s erreicht.

LM: Paßt so gut ins Gebirge.

Da ich mir vorstellen kann, daß ich nicht der Einzige mit diesem Problem bin, hoffe ich, daß diese Darstellung auch für andere Ihrer Kunden hilfreich ist.

LM: Gewiß. Ich werde bei Schwarze Spitzen und Spitzenkleber eine Zeiger setzen!

Vielleicht denken Sie mal über einen kleinen Trostpreis für mich nach, wäre nett.

LM: Im 10 mm Verein erwerben Sie sich Ihren Preis, zwar ohne Trost, aber mit Stolz auf die eigene Leistung!

Mit besten Grüßen, Dr. Willinger, Gesendet: Dienstag, 26. Juli 2016 21:01

Grausiger Rückstoß

Betreff: Rückstoßbremse

Guten Abend Herr Möller,

alles Gute noch für das neue Jahr und viel Weidmannsheil!

Ich war auf Ihrem Netzplatz, las einiges zu Rückstoßbremsen gelesen.

Wir haben einen kleinen GJB, in dem Schwarzwild nur als Wechselwild vorkommt und ich nahezu nur die Ansitzjagd mit meinem Blaser Trio (.22 Hornet, 7x57 R und .30R Blaser) durchführe und für das vorkommende Wild gut gerüstet bin. Da bei uns viel Raps angebaut wird, sind wir beim Ernten zugegen und versuchen ein zusätzliches Stück Schwarzwild zu erlegen. Da mein Blaser Trio relativ schwer ist habe ich mir eine gebrauchte Blaser KLB gekauft mit folgenden Daten:

Blaser Kipplaufbüchse Mod. K 77 Luxus, Linksschaft (ich bin Linksschütze), .30-06 Patrone .

Vernickeltes System mit Tierstück-Gravur.
Baujahr 1985.
Handspannersytem mit Feinabzug.
Kipplaufbüchse mit Kippblockverschluß.
Linksschaft mit bayrischer Backe.
montiert ist ein Zeiss Zielfernrohr 3-12x56
Lauflänge 66,5 cm, Schaftlänge 37 cm, Gesamtlänge 110,5 cm Laufdurchmesser vorn 14 mm (gemessen)

Ich möchte diese Waffe bei der Rapsernte verwenden, da sie leicht und führig ist. Die .30-06 Patrone erzeugt bei der leichten Waffe einen ordentlichen Druck. Ich weiß das und richte mich ein. Meine Frage: Wäre die Montage einer hdp-Rückstoßbremse mit Gewinde über Sie möglich

LM: Über diesen oder diese!

Würde Ihre 7,6 m hdp Rückstoßbremse den Rückstoß dieser Waffe mindern?

LM: Ja, erheblich. Beachte Bremsenknall. Ich empfehle dafür meine Knalldämpfer.

Wenn ja, wie würde die Montage ablaufen und was würde das kosten?

LM: Das sagen Ihnen dieser oder diese. Besser wäre ein Lauf in 7x57R!

Danke für Ihre Antwort im voraus.

Weidmannsheil, Bernd Michel, Mittwoch, 11. Januar 2017 19:46

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