Patronen zu laden

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Inhalt Gewerblicher Wiederlader | Nichtgewerblich wiederladen | Wiederladerkosten7 x 64 wiederladen| Redding-S-Matritzen | Redding Matrizen - allgemein | Redding Typ S-Matrizen mit auswechselbarem Kalibrierring | Redding Hülsenkörper Kalibriermatrizen (Body Dies) | Redding Kalibrierringe (Bushings) | 1.Mal | Preiswerter Einkauf  | Shooting Supplies | Wiederladen in Polen | MJG aus kurzem Lauf | Wiederladen in Italien nicht für Dritte | Lockere Geschosse | Der alte, tote Plöger | Rundlauf muß geprüft werden | 8x68S Halsaufweiter | Munition besser aus zuverlässiger Quelle | Ich möchte eigentlich nicht experimentieren | Gewerbliche Wiederlader betroffen | Bald lade ich selbst Munition

Gewerblicher Wiederlader

Wenn Sie fertig geladene Patronen mit meinen Geschossen, die ich nicht anbiete, händisch fertigen lassen möchten, fertigt und liefert Herrn Ernst gern auf Anfrage Munition mit meinen Geschossen. Wiederladezentrum Döllnitz | info@wiederlade-zentrum.de | Hartmut Ernst - Thälmann - Platz 9 06258 Schkopau / OT Döllnitz Ruf (0345) 7820 464 oder (0345) 7823 588

Sehr geehrter Herr Möller,

vielen Dank für die ausführliche Information. Ich beabsichtige vom Wiederladezentrum Döllnitz Patronen mit Ihren Geschossen zu beziehen. Lädt Herr Ernst die Patronen nach Ihren Vorgaben?

LM: Das besprechen Sie mit Herrn Ernst selbst. Er ist selbstständig, von mir unabhängig. Ich kann ihm keine Weisungen, die er befolgen müßte, erteilen.

Heinz Klostermann, Freitag, 27. Oktober 2017 08:54

Betreff: Saujagd

Sehr geehrter Hr. Möller,

Ihre Flitzer aus der 300 Win Mag, die mir Hartmut Ernst fertigte, schoß ich zum ersten Mal jagdlich. Das war zugleich meine erste Jagd auf Wildschwein! Das Ergebnis sehen Sie hier.

zwei Frischlinge

Ein Schuß = zwei Frischlinge – Hervorragend!

Hannes Poisinger Mittwoch, 15. Februar 2017 21:11

Nichtgewerblich wiederladen

Der nichtgewerblich (z. B. nur für sich) Patronenmunition wiederladen will benötigt privat ein Erlaubnis nach § 27 SprengG. Mit dieser Erlaubnis darf er für sich Patronen stopfen, auch für andere (z.B. in der Landesjägerschaft, im Schützenverein) aber auf keinen Fall gewerblich (also mit der Absicht Gewinn zu erzielen, oder am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilzunehmen). Achtung! Die Staatsanwaltschaften sind da recht pingelig und Strafen (oder Bußen, wenn vorher eingestellt wird) nicht unerheblich!

Wiederladerkosten

Eine ggfs. zu ermittelnde ermittelte Bestladung aus I h r e r Waffe erfordert beträchtlichen Aufwand (siehe unten), da die Laborierung ja auf den Lauf I h r e r Waffe abgestimmt werden soll, es ist mit 100 Stück eine Kleinst - Serie, keine Serienmunition aus einer Munitionsfabrik. Diese Munition ist nicht durch eine Prüfanstalt auf den zulässigen Druck und / oder Geschwindigkeit geprüft.
Seit fast 30 Jahren nutze ich diese Patrone, handgeladen, auf alles europäische Schalenwild, von ganz klein bis ganz „dick“, von 15 m bis an die 300 m heran mit Lutz Moellers Geschossen, von der 1. Generation an bis heute zur 5. „Erbfolge“ mit allerbestem Erfolg: einige Freunde aus meinem engsten jagdlichen Beziehungskreis und ich selbst haben nicht ein einziges Stück Wild weiter als 25 m vom Anschuss aufraffen können, geschweige denn, daß wir eine Nachsuche hätten veranstalten müssen und verwerten das Wildbret gewerblich.
Da ich nicht gewerblich diese Patrone lade, zahle ich als „Endverbraucher“ die im Fachhandel üblichen Preise für jegliche Komponente: und jetzt „lasse ich mal die Hosen runter“, indem ich Ihnen die Kostenstrukturen anhand von ca. 100 fertig zu ladenden Patronen (Selbstkostenpreis nach Katalogpreisen der Lieferanten) aufzeige:
• 100 Geschosse LM – MJG: ~ 150.-€,
• 100 fertige Hülsen von Süddeutsche Hülsenmanufaktur (SMH) : ~250.-€,
• 100 Zündhütchen, RWS – Standard: ~10.-€
• 1 ganze Dose geeignetes Treibladungsmittel, z.B. Norma: ~75.-€
• 2 MTM – Kunststoffboxen à 50 Patronen : ~15.-€
Sie sehen, daß wir dann schon bei rund 500.-€ - reinen Materialkosten „landen“, von evtl. anfallenden Kosten für Versand / Abholung beim Fachhändler mal ganz abgesehen.

Wenn ich im Wege der „Gefälligkeitstätigkeit“ Ihnen aufzeige, wie’s nun weiter geht, so bitte ich folgende notwendige Arbeiten zu berücksichtigen, die zwingend erforderlich sind, um aus I h r e r Büchse vernünftige Ergebnisse zu produzieren ( ggfs. Abweichungen, je nach tatsächlichem Aufwand an Zeit und Material):
• Eingehende Inspektion Ihrer Waffe, ggfs. Feststellung von Mängeln, ~1 h; werden dabei tatsächlich notwendige Reparaturen fällig, so muß ich diese gegen Rechnung beim Büchsenmachermeister ausführen lassen, da ich selbst keinerlei „Eingriffe“ an der Waffe / Montage / Zielfernrohr vornhme!
• Eingehende chemisch – mechanische Totalreinigung der Waffe / des Laufes – bis auf die reine stählerne Oberfläche – nur dann kann die Waffe / der Lauf die ihm innewohnende Präzision auch „liefern“, einschließlich Materialverbrauch: ~ 2,5 h
• Laden eines „Testloses“ ( LM: „Ladungsleiter“) von ca. 25 Patronen, diese beschriften, einsortieren: 1 h,
• Fahrten zum Schießstand und zurück: ~45 Minuten, ca. 45 km,
• 1 ganzen Abend: Schießen des Testloses mit entsprechenden Kühlpausen zwischen den Schüssen: 4 h,
• Schießstandgebühr mit Scheiben: 10.-€
• Wieder daheim: auswerten der Trefferbilder nach Präzision (Streukreise) : ~30 Minuten,
• Während dessen: Reinigen der beschossenen Hülsen im Trommelpolierer, anschließend wieder „ladefertig“ machen (in der Regel halskalibrieren) : 1,5 h,
• Vorausgesetzt, daß die Ladungsleiter präzise Schussbilder aus Ihrer Büchse aufgezeigt hat: Fertigladen aller Hülsen: ~ 2,5 h; darin Prüfung des „Rundlaufes“ der Patronen, Einsortieren in MTM – Kunststoffboxen, beschriften mit den Laborierungsangaben,
• Herleiten der Schusstafel und Ausdrucken: ~1 h ,
• Verpacken, einschließlich Material, Versand : ~ 15.-€ (Gefahrgut).
Ich überlasse Ihrer Phantasie und Kreativität, was Ihnen meine tatsächliche Arbeit wert ist / wert sein sollte.
Auch wenn Sie sich entschließen sollten, nicht weiter mit mir zu „arbeiten, so bin ich Ihnen deshalb nicht „böse“; diese Informationen gebe ich Ihnen auch ohne Kostenrechnung; aber ich kann Ihnen auch die Firma Samereier, gewerblicher Handlader, in Bayerbach (www.samereier-munition.de) empfehlen, der nach meinen Erfahrungen zu vernünftigen Preisen gute Arbeit und Qualität liefert. Ob S. aber auch die 8,5x63 im Angebot hat, sollten Sie bitte mit Herrn Samereier selbst klären.
Im Cc… sehen Sie, daß ich diese Nachricht auch LM überstelle; ich halte das für notwendig im fairen und offenen / zugleich vertraulichen Umgang mit einander.
Mit freundlichen Grüßen WL

Gewerblich wiederladen

Explosion

Der gewerblich Patronemunition laden will, benötigt als Unternehmung dazu ein Erlaubnis nach § 7 SprengG und einen Befähigten mit Schein nach § 20 SprengG, ggf. auch noch ein Sprengstofflager nach $ 17 SprengG, es sei denn es handele sich um kleine Mengen nach § 6 SprengV.

2. SprengV
§ 6 Freistellung vom Genehmigungsvorbehalt
Kleine Mengen von explosionsgefährlichen Stoffen nach Nummer 4 des Anhangs dürfen ohne Genehmigung nach § 17 des Gesetzes aufbewahrt werden. Die Erlaubnisvorbehalte nach den §§ 7 und 27 des Gesetzes bleiben unberührt.

Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zum Aufbewahren nach §27 SprengG. Währen für den Privaten hier Auflagen erteilt werden können, ist für den Gewerblichen der Kleinmengenbereich von einer Genehmigung freigestellt. Selbstverständlich müssen die im Gesetz und den zugehörigen Verordnungen niedergelegten Bestimmungen zu Aufbewahrung und den Mengen peinlich eingehalten werden, aber eben ohne weiter Genehmigung. Für den kleinen Wiederlader lohnt sich daher möglicherweise gleich gewerblich zu werden, sprich nach dem Lehrgang nicht ein Erlaubnis nach § 27 sondern nach §§ 7 und 20 zu beantragen. Das ist sicherer und man ist freier.

Waidmannheil, Lutz Möller 1. Oktober 2010

7x64 wiederladen

Hallo Herr Möller!

Seit kurzem bin ich Leser Ihres Netzplatzes. Vor einigen Monaten habe ich die Jägerprüfung bestanden und seit kurzem habe ich auch einen Wiederlader - Schein. Leider ist das nun mal so, daß man mit den Berechtigungen noch nicht von sich behaupten kann, auch alle Fähigkeiten zu besitzen. So werde ich mich in nächster Zeit wohl erst mal möglichst viel auf dem Schießplatz aufhalten, meine neue Waffe kennenlernen und meine Schießleistungen verbessern. Ich bin stolzer Besitzer einer Mauser M 03, in 7 x 64 mit einem 60 cm Lauf. Zur Zeit verschieße ich damit KS - Geschosse von RWS. Um Kosten zu sparen und die Leistung zu erhöhen möchte ich in Zukunft gern Patronen wiederladen. Da ich bisher das nötige G'schirr noch nicht besitze, bitte ich Sie um einige Auskünfte: Gibt es Staffelpreise bei bestimmten Abnahmemengen der entsprechenden 7 mm MJG?

LM: Nein.

Welches Pulver, Hülsen, Zündhütchen sind empfehlenswert?

LM: Siehe 7x64 MJG Munition!

Können Sie mir die entsprechenden Ladedaten zukommen lassen?

LM: Siehe 7x64 MJG Munition!

Welche Matrizensätze und Ladepressen empfehlen Sie (Hersteller)?

LM: Redding S und Hornady Custom Grade sind zu empfehlen, die gewöhnlichen RCBS tun`s aber auch. Sogenannte Benrchrestgesenke mit Sonderseinstellschrauben sind nicht erforderlich. Um die Patronenhülsen zu einer Krempe einzuwürgen eignen sich "Lee Factory Crimp" Spannzangen ausgezeichnet! Für geringe Mengen Munition nehmen sie die RCBS Rockchucker Presse, für größer Mengen die Dillon 650. Für RCBS. Forster, Triebel und Hornady gibt es Setzer für die schwarzen Kappen. Für Andere können die nach Muster gefertigt werden. Ein elektronische Pulverwaage ist zu empfehlen, aber nicht von RCBS. Ein volumetrischer Pulverfüller wird auch gebraucht.

Ist es möglich, Matrizen, Ladepresse usw. über Sie zu beziehen?

LM: Nein, aber Setzer für die schwarzen Kappen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichem Gruß, Heinrich Stummer, Samstag, 21. März 2009 13:40


Redding S - Gesenke

Redding Gesenke - allgemein

S - Halsgesenk

Hülsenkörpergesenk (Body Dies)

Kalibrierringe (Bushings)

Redding Gesenke - allgemein

Die Qualität und Präzision der geladenen Patronen hängt weitgehend von der Qualität der verwendeten Werkzeuge und Hülsen ab. Im oberen Bereich sind die Matrizen gerändelt. Dadurch ist es möglich, Einstellungen von Hand ohne Werkzeug vorzunehmen. Nach der maschinellen Bearbeitung werden Redding Matrizen sorgfältig gehärtet. Schließlich werden sie innen und außen von Hand poliert, damit sie fehlerfrei funktionieren. Danach werden sie inspiziert und per Ultraschall gereinigt und anschließend verpackt. Der Deckel der Gesenkschachtel dient gleichzeitig als Ladebrett. Das Innere der Box ist ebenfalls bis ins Detail durchdacht und es sind Plätze für die Matrizen, einen Ersatz-Ausstoßerstift und einen Inbusschlüssel (werden mitgeliefert) sowie für den Hülsenhalter vorhanden. Alle Redding Matrizen haben 7/8-14 Zoll Standardgewinde.

Ein vollständiger S - Gesenksatz besteht aus der Halskalibriergesenk, einer Hülsen-Kalibriergesenk und einer herkömmlichen Setzgesenk.

Herkömmliche Kalibriergesenk müssen ausgelegt sein, auch die dünnwandigste fabrikmäßige Hülse genügend zusammenzudrücken, um jedes Geschoß sicher zu halten. Fertige Patronen müssen muß in jedes kleinste noch normgerechte Patronenlager passen. Allerdings weisen die Lager der Industriewaffen meist erheblich größere Lager auf. Auch alle Hülsen weisen, um industriell zu vertretbare Kosten gefertigt zu werden, gewisse Toleranzen nach unten zu dünneren Wänden auf. So fertigen auch Hersteller guter Qualität und guten Herstellern wie RWS oder Lapua oder Sako. Bei großen Hülsen, wie z.B. der 9,3x64, kann das fertigungsbedingt zulässige Mindermaß bis zu 1/10 Millimeter betragen. Zwischen kleinster, also dünnwandigster Hülse und größtem industriellen Patronelager klaffen bei der fertig geladene Patrone in der Waffe meist große Zwischenräume.

Während die CIP-Maßtafeln uns 3/100 mm kleinste Passung vorgaukeln, klappert die echte Industriepatrone im echten Industrielager oft gut 1/10 mm!

Kaltverformung härtet Messing. Nach einigen Kaltverformungen wird das Messing so hart, das der Hülsenhals beim Schuß im weiten Lager reißt. Dann muß die Hülse weggeschmissen werden.

Bei guten Herstellen schwanken die einzelnen Hülsen eines Loses oft nur 1 bis 2 hundertstel Millimeter. Gerade die gleichbleibende Größe zeichnet eine guten Hersteller aus. Bei schlechten Herstellern fallen wegen zu großen Abweichungen bei der Prüfmessung viele Hülsen aus dem geduldeten Abweichungsrahmen heraus, so daß die scheinbar billigen Hülsen endlich teuerer werden, zudem Zweifel an der Qualität bleiben. Zweifel sind aber für Treffer giftig! Lose verschiedener Jahre oder Hersteller hingegen weichen vom Sollmaß oft, wie gesagt, bis zu einem zehntel Millimeter nach unten ab. Will man also eine Waffe und Patronen mit knapper Passung haben, muß man sich zuerst die notwendige Hülsenanzahl beschaffen. Soll der Lauf z. B. für ein schwache Wettkampfpatrone 3.000 Schuß halten und jede Patrone 30 mal wiedergeladen werden, müssen 100 Hülsen beschafft werden, besser einige mehr. Die Hülsen werden dann gemessen, Ausreißer ausgesondert = weggeschmissen, und die durchschnittsnahen Hülsen für den Rest des Lauflebens geladen, kalibriert und geschossen. Allerdings überleben ungeglühte, in gewöhnlichen Gesenke kalibrierte Hülsen deutlich weniger als 30 Kalibrierungen und Schüsse. Sprödes Messing muß man anlassen (weich glühen), um die Spröde wieder zu erweichen.

Ein fluchtendes und rundes Patronenlager vorausgesetzt, legt nahe, aus der eigenen Waffe geschossene Hülsen nur am Hals zu kalibrieren. Da die Hülse aus dem Lager herauskam, wird sie also auch wieder hineinpassen. Lediglich der Hals vom Schuß aufgeweitete muß erneut eingezogen werden, um das neue Geschoß wieder zu halten. Der Pulverraum kann so bleiben. Sollen nun die Hülsen möglichst lang halten, gilt den Hals nur so weit wie notwendig ist, ein neues Geschoß zu halten, einzuziehen. Unnötige starke Kaltverformungen sollen vermieden werden, damit das Messing nicht so schnell versprödet. Wegen der oben genannten, industriell bedingten, Spielräume ,,überkalibrieren“ herkömmliche Matrizen, die Hülsen erst im Hals, weiten dann beim Herausziehen aus der Matrize mit dem Innenaufweiter die Hälse auf das vorgeschriebene Schrumpfmaß für sicheren Geschoßhalt wieder auf. Das ist aus zwei Gründen nachteilig. Einerseits wird das Messing zu stark gewalkt, somit die Lebensdauer der Hülsen verkürzt. Zweiten leidet dabei die axiale Ausrichtung des Hülsenhalses.

Redding Typ-S Halsgesenk mit auswechselbarem Kalibrierring

Redding S Halskalibriergesenke weisen im Pulverraumbereich ein maßhaltiges Patronelager auf. Das Lager faßt die Hülse also zentrisch. Darüber werden Kalibrierringe, die in 1/1000 Zoll Innengrößen gestaffelt erhältlich, eingelegt. Sie würgen die Hälse jeweils nur soweit ein, wie unbedingt notwendig ist, nicht mehr. Unnötige Kaltverformung entfällt. Durch die bereits im Lager gehaltene Hülse ist der Hals mittig fluchtend ausgerichtet.

Der Trick bei Matrizen mit auswechselbaren Kalibrierringen ist diesen Ring in seinem Kalibriermaß gerade so zu wählen, daß die Hülse im Halsbereich nur so weit zusammengedrückt wird, daß sie das Geschoß sicher hält - mehr nicht. So gewinnt die Hülse zweifach. Der Werkstoff wird kaum geschrumpft und nicht gestreckt, versprödet nu minimal. Damit steigt die Lebensdauer erheblich. Die Halsflucht und Mitte wird wenig berührt, so daß das neue Geschoß anschließen ebenfalls gut mittig fluchtet. Ein weiterer Trick um Genauigkeit zu gewährleisten wird möglich, nämlich nur einen Teil des Hülsenhalses zu kalibrieren, damit der unkalibrierte Rest die Hülse sauber im Patronenlager vor dem Übergang zentriert. Diese einfach und wirksame Möglichkeit die fertig geladen Patrone trotz notwendigem Halsspieles im Lager zumindest hinten in Übergang zwischen Schulter und Hals auf vielleicht nur einem Millimeter rund anliegend spielfrei zu zentrieren bei Vollkalibrierung verschlossen.

Der Kalibrierring hat in der Matrize geringfügig seitliches Spiel, damit er sich selbst auf dem Hülsenhals zentrieren kann.

Wenn Sie sortierte oder abgedrehte Hülsen verwenden, benötigen Sie keinen Innenaufweiter. Der kann dann durch eine einfache, mitgeliefert Halteschraube ersetzen werden.

Müssen nicht genau nach Maß sortierte Hülsen kalibriert werden, schraubt man eben den mitgelieferten Innenaufweiter an die Ausstoßerstange und weite eben auf das Paßmaß wieder auf. Besser hingegen ist immer nur das einmal ausgesuchte Hülsenlos mit dem genau dazu passenden Kalibrierring zu nutzen.

Redding Leibgesenke

Selbst wenn Sie Ihre Hülsen immer aus der gleichen Waffe verschießen und nur den Hülsenhals kalibrieren, werden Sie nach einiger Zeit feststellen, daß den Verschluß zu schließen immer schwerer wird. Irgendwann weitet sich der Hülsenkörper so weit, daß er mal zurückgewürgt werden muß; zwar selten aber doch einige Male in einem langen Hülsenleben. Die notwendige Leibgesenke ergänzen die Halskalibriergesenk.

Dann wird einerseits nötig die Länge zu prüfen und andererseits mit Hilfe der Leibgesenke die Hülsenschulter geringfügig zurückzusetzen, also den Hülsenkörper zu kalibrieren. Der so wichtige Hülsenhals wird dabei nicht berührt. Leibgesenke ermöglich auch Hülsen, die aus einer anderen Waffe verschossen wurden, so zu kalibrieren, daß sie in Ihre Waffe passen. Natürlich muß der Hals zusätzlich auf Maß eingewürgt werden.

Warnung: Verwende Körpergesenke nie, um fertig geladen Munition mit Pulver und Geschoß zu kalibrieren!

Redding Kalibrierringe

Kalibrieringe bietet Redding in zwei verschiedene Arten an. Beide gleichen sich in den Abmessungen, unterscheiden sich aber im Werkstoff. Die Standard Kalibrierringe bestehen aus gehärtetem Stahl. Die goldfarbenen Ringe sind ebenfalls aus gehärtetem Stahl gefertigt. Zusätzlich ist die Oberfläche mit Titannitrid behandelt. Dann brauchen die Hälse nicht gefettet zu werden.

Alle Typ S Kalibriergesenk werden ohne Kalibrierring geliefert. Dies Ringe werden in 1/1000 Zoll Abstufungen hergestellt und müssen gesondert einzeln bestellt werden.

1. Hülsen umzugestalten

Achtung! Bei einem Gewehr mit knapp eingestelltem Verschlußabstand setzen die Redding Hülsenkörper Kalibriergesenk (Body Dies) beim ersten Vollkalibrieren die Schulter nicht ausreichend zurück. Dann muß ein ¼ Zoll = 6,35 mm dicker Redding #33 Hülsenhalter (vom Preßstempelkopf bis zur Hülsenhalteroberseite) um knapp einen Millimeter plan abgeschliffen werden, um die Hülse um den gleichen Weg tiefer in die Matritze eindrücken zu können. Der Verschlußabstand nimmt entsprechend ab. In dem Fall darf also nicht einfach die Matritze in der Presse bis zum Anschlag an de Hülsenhalter eingeschraubt und gekontert werden, sondern der Lader soll sich Schritt für Schritt von 1 mm Luftspalt in schrumpfenden Spalten an das richtige Schulterrücksetz- und damit Verschlußabstandsmaß herantasten. So wird er den optimalen Verschlußabstand finden. Die übermäßig zurückgesetze Schulter wölbt die Hülse nach innen, so daß in dem Fall anschließend in der Redding Typ S-Halsgesenk mit auswechselbarem Kalibrierring der Aufweiter an den Ausstoßer geschraubt werden muß, um den Hals innen wieder auf das richtige Setzmaß aufzuweiten. Der Aufweiter wird nur beim ersten Mal gebraucht.

2. Laufend wieder zu laden

Danach wird der durch die unterkalibrige Ausstoßerhalteschraube ersetzt, die nicht aufweitet, die den Hals in Ruhe läßt. Im weiteren Ladeverlauf wird nur der Hals kalibriert. Die Hülsenhälse werden so geschont. die Hülsenleiber behalten die im Patronelager aufgeblasen Gestalt paßgenau bei. Irgendwann im langen Hülsenleben, kann allerdings die Hülse soweit nach vorn geflossen sein, daß dennoch das 1. Verfahren Hülsen umzugestalten gelegentlich wiederholt werden muß.

Mangel

Guten Morgen Lutz,

gerade habe ich einen Redding Matrizensatz in .375" Weatherby erhalten und sofort wieder zurück geschickt. Der Grund hierfür war wie bei einigen anderen Redding Matrizensätzen, die ich mein eigen nannte, daß die Ausstoßerstange mit Innenkalibrierer nicht zentrisch in der Matrize saß. Dieses Problem betrifft jedoch nicht die Competition-Matrizensätze, die sind in Ordnung. Ein Innenkalibrierer, der nicht in der Mitte sitzt, zieht den Hülsenhals einseitig in die Länge, dies ist der Lade- und Schußpräzision alles andere als zuträglich. Gerade von Redding kann man doch wohl erwarten, daß auch die normalen Matrizensätze präzise gefertigt werden. Weise doch bitte die Allgemeinheit auf diesen Umstand hin, vielleicht haben andere ja auch dieses Problem und man könnte Redding zu besserem Arbeiten anregen.

Gruß Peter Brendel, Samstag, 11. März 2006 08:07

Genaueste Ladung

Ermittle mit der Ladungsleiter auf 300 m einen gegen kleine Ungenauigkeiten unempfindlichen Ladungsbereich. Hat man für eine gewisse Waffe - Pulver - Geschoß - Zündhütchen - Zusammensetzung erst mal einen Ladungsbereich, in dem die Rückstoßwirkung und die Laufschwingungen sich gegenseitig teilweise aufheben, gefunden, kann die Feinarbeit mit Schußgruppen gleicher Ladung beginnen. Achtung! Die meisten mittleren und langsameren Büchsenpulver brennen bei Höhem Druck besser, sprich gleichmäßiger. Das sieht man an gleichmäßigeren Geschwindigkeiten, die mit dem Chronographen gemessen werden sollen. Kleine Standardabweichungen sind ein zu erstrebendes Ziel, insbesondere für weite Schüsse, bei denen Fall und bei Wind die Winddrift mehr als bei kurzen Schüssen zählen.

Genauigkeit kann man nicht kaufen!

Den Weg dahin zeigt die Ladungsleiter

Preiswerter Einkauf in Luxemburg

Hallo Lutz,

Shooting Supplies, ein heißer Tip von mir liefert schnell und preiswert alles das der Wiederlader braucht! Ich kaufe fast alles bei dem Händler, daran sollten sich unsere Händler orientieren. Ich habe eine Big Boss II Presse und die Lyman Pulverfüll-Station gekauft DSP III. Die Waage kann auch einzeln genutzt werden 279 € frachtfrei. Bei Johannsen kostet die mit Fracht 100 € mehr. Die Presse kostet 60 € mehr.

Gruß, Walter, Sonntag, 22. März 2009 19:59

Shooting Supplies

Moin moin,

ich kann nur bestätigen, Shooting Supplies ist sehr (!) preiswert, schnell und korrekt ! Meine Lyman DPS III kam auch über 100,- Euro weniger als bei Johannsen, Frankonia oder so. Ein Halskalibriergesenk von für .30-06 die Hälfte des hiesigen Preises. Lieferzeit 2 Tage.

Bis denne - Torsten, Montag, 23. März 2009 13:15

Wiederladen in Polen

Sehr geehrter Herr Möller,

durch Zufall erfuhr ich erfahren, daß LiMa Wiederladetechnik mit Polen bzg. das Wiederladen verbunden wäre ? Schade daß die Kurse auf Englisch und mit Dolmetscher durchgeführt werden sollen. Ich habe in Polen Medicin studiert, gearbeitet, gejagt und spreche Polnisch. Ich bin 40 Jahre Jäger, Schütze ( BDMP , DSU ) und 20 Jahre Wiederlader. Ich hätte ich gern mit gemacht, obwohl ich keinen Vodka mehr vertrage.

LM: Im Alter geht uns allen da so!

Ich kann nicht verstehen , wie das Wiederladen in Polen funktioniert ? Kurs , Prüfung ( oder nicht ? ) Vorschriften ( Kauf vom Pulver , Mengen , Aufbewahrung ? ) Können Sie mir mehr sagen ?

MFG J. Jordanov, Freitag, 29. Januar 2010 07:41

Tag Herr Jordanov,

nein, das kann ich nicht. Allerdings schriebe ich soeben meine polnischen Leser an, um die um Rat zu fragen. Ich habe in Polen keinen Händler, suche aber einen. Ich könnte mir auch vorstellen jemanden in Stollberg bezüglich Widerladen technisch zu schulen, wenn die polnische rechtliche Seite dazu gesichert wäre. das müßte doch zu machen sein. Also liebe Freunde in Polen schreibt mir, wie wir das hinkriegen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Jetzt geht's los!

Guten Tag Herr Möller,

ich hoffe Sie finden kurz die Zeit einem Jung-Wiederlader auf die Beine zu helfen.

Nachdem ich mich in dem vergangenen Jahr über das SST und das TSX Geschoss dem Vollkupferlingen genähert. Kurzum, ich will jetzt das Geld nerhmen, meine Jagdmunition mit Lutz Möller Geschossen laden, da ich in meinem näheren Bekanntenkreis nur Gutes dazu gehört habe. So habe ich mich also hingesetzt und angefangen bei Ihnen darüber zu lesen. Mit dem Ergebnis: Ich bin verwirrt. Zuviel Informationen. Ich bitte Sie also um Hilfe. Mein Gewehr: R93 mit Standardlauf (ich weiß Sie mögen's nicht ...). Meine Patrone .30-06. Ich plane neue Hülsen zu kaufen, denn ein edles Geschoß soll neu gebettet werden.

LM: Schmunzel!

Randbedingungen: Ich habe kein Geschwindigkeitsmeßgerät und kein Quickload, aber vollständige Wiederladeausrüstung und bisher ~ 1000 Patronen geladen.

  1. Welche Neuhülse empfehlen Sie mir?

    LM: Lies Patronenhülse!
     

  2. Welches Pulver soll ich kaufen (R902)

    LM: Siehe die zu ihrer Wahl ( .30-06 MJG) gehörige Empfehlung!
     

  3. Welchen Zünder?

    LM: Siehe Zündhütchen
     

  4. Können Sie mir Ladedaten beistellen, die keine langen Versuchsreihen benötigen?

    LM: Halten Sie sich die zu ihrer Wahl ( .30-06 MJG) gehörige Empfehlung!
     

  5. Was muß ich / kann ich alles bei Ihnen bestellen (Geschoß, besonderer Geschoßsetzer o.ä.)

    LM: Im Laden bestellen Sie das 7,6 mm MJG 7625 und den für Ihr Gesenk passenden Setzer!
     

  6. Können Sie mir eine alternative Ladung mit einem Billiggeschoß für den Schießstand nennen (ähnliche Trefferlage wie mit dem Lutz Möller MJG, da ich viel üben will?

    LM: Üben Sie zu schießen mit dem Kleinkalibergewehr!

Entschuldigen Sie die vielen Fragen, aber ich hoffe trotzdem auf Ihre Unterstützung.

Schön Grüße und Waidmannsheil, Sascha Gress, Dienstag, 15. Juni 2010 18:34

MJG aus kurzem Lauf

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Lies Stutzenlauf, Pulverlebhaftigkeiten

Sehr geehrter Herr Möller,

seit einem Jahr führe ich einen Merkel KR1, den ich in Suhl nach meinen Vorstellungen bauen ließ. Das Gewehrchen hat sich schnell zu meiner Lieblingswaffe entwickelt, obwohl ich in 30 Jahren Jagd schon viel gutes Material kennen lernte. Die beiden Läufe in 9,3x62 und 6,5X55SE ergänzen sich für meine Zwecke hervorragend (Dam-, Schwarz-, Rehwild im Waldrevier bzw. Rehwild, Fuchs im Feldrevier). Ich habe schon ordentlich Strecke gemacht.

Meine Frage: Der 9,3er Lauf ist die „Tracking“-Ausführung, also incl. Patronenlager nur 45 cm lang. Dadurch ist die Waffe sehr führig. Mit Fabrikmunition (Blaser CDP) hatte ich bisher bei erstaunlich wenig Mündungsfeuer gute Wirkung. Haben Sie Erfahrungen mit Ihrem Lutz Möller MJG aus einem solch kurzen Lauf bzw. wie müßte die Ladung beschaffen sein. Ich befürchte, wegen des schnelleren Geschosses sei mehr Mündungsfeuer zu erwarten. Mein Freund ist erfahrener Wiederlader. Er könnte nach Ihren Empfehlungen arbeiten. Ich wäre interessiert daran, Ihr MJG MJG zu versuchen, vor allem, weil ich nicht mehr so viel Blei essen möchte.

Danke für Ihre Antwort.

Weidmannsheil aus Thüringen! Gerd G., Freitag, 3. September 2010 09:02
(Bitte nicht den vollen Namen veröffentlichen!)

Tag Herr G.,

ich grüße nach Thüringen!

Die empfohlenen 9,3x62 MJG Munitionen mit dem schwedischen Boforspulver Norma 200 oder dem französichen Tubal 2000 eigen sich so wie angegeben für kurze Läufe, allerdings mit etwas mäßigem Gasdruck, wie der alte Otto Bock zu Kaisers Zeiten für die

Deutsche Kolonien

deutschen Schutzgebiete mit großer Hitze für angemessen fand. Hier in Deutschland wird es nicht ganz so heiß wie in den Tropen und Ihre neue KR1 hält auch größe Stoßbodenkräfte aus. Daher bietet sich an „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Die „erste Fliege“ wäre gute Leistung aus kurzem Lauf und die „zweite Fliege“ schnellere Verbrennung in eben dem kurzem Lauf. Die „Klappe bei Fliegen mit einem Streich zu erwischen“ wäre die Ladung zu erhöhen, sprich mehr Pulver hineinzustopfen. Solange die Zündhütchen in der Glocken bleiben, geht das.

Waidmannheil, Lutz Möller

Wiederladen in Italien nicht für Dritte

Danke Herr Möller für die Antwort.

Zur Steyr Büchse im Kaliber 7 mm Rem. Mag. Ich möchte mir schon wieder das selbe Kaliber beschaffen aber in einer Ausführung mit Accubrake.

LM: Ganze falsch, nehmen Sie meine hdp-Rückstoßbremse!

Nun da ich immer alles lese was in den Neuigkeiten steht, finde ich auch sehr nett daß sich Freiwillige anbieten  für Freunde und Ihre Kunden ihr MJG zu verladen. Leider ist das in meinem Lande Italien strengstens verboten. Man darf nur für sich selbst wiederladen. Wer nicht selbst Wiederlader ist, darf keineswegs wiedergeladene Patronen  kaufen noch verschießen. Also auf gut deutsch dürfte ich niemals fertige Munition bei IHNEN bestellen, also nur wenn diese über einen hiesigen BÜMA oder Waffenhandlung verkauft würden!

LM: Da ich keine Munition anbiete, stört mich das nicht.

Also da sind SIE gut dran sich mal mit „klugen Köpfen“ zu unterhalten :-))

MfG Richard, Samstag, 11. September 2010 18:37

Lockere Geschosse

Hallo Herr Möller,

ich habe eine ganz bescheidene Frage zum Wiederladen von 9 mm Hülsen. Ich lade seit kurzem selbst meine Muni und habe bis jetzt auch keine Störungen, doch seit gestern sitzen die Geschosse nicht mehr fest in der Hülse und können mit der Hand herausgezogen werden. Ich besitze eine Dillon 550 Presse. Was ist da los?

Mfg Ralf Boegel, Mittwoch, 15. Dezember 2010 15:24

Gute Frage, HerrBoegel,

wäre möglich, daß die Hülsen zu lang sind, oder das Gesenk zu weit unten sitzt, so daß Sie beimSetzen die vorher sauber eingewürgten Hüslen stauchen und damit weiten. Nehmen Sie mal eine ladebereite Hülse ohne Geschoß und messen mit der Mikrometerschreube den Halsdruchmesser. Dann „laden“ Sie dei ohne Geschoß und messen den Ø noch mal. das Ergebnis teilen Sie bitte mit. Sollte sich beidem Vorgang die Hülse weiten, ist die Einstellung zu eng, bzw. sind die Hülsen zu lang.

MfG, Lutz Möller

Der alte, tote Plöger

Moin Herr Möller,

is ja genial! Gleich eine Antwort vom Meister Möller persönlich! Daß Sie sich noch an mich erinnern.

In der Hoffnung, daß diese Email nicht auf Ihrer Netzseite landet, schreibe ich Ihnen auch gleich zurück.

LM: Da schreiben Sie dem Falschen! Ich lebe von Veröffetichungen.

Vielleicht heitert das Ihre Stimmung nach dem erneuten Verlust eines guten Freundes auf. Herr Plöger seines Zeichens ja auch Lipper gewesen, hat mir gute 50 Schuß gestopft. Durch Ihre merkwürdigen Bemerkungen (was soll man von so einem halten der vor den Zug fährt etc.) und einige Emails auf Ihrer Seite, bin ich kurz nach dessen Tod mit der Munition unsicher geworden, weil bei mir einige Zündhütchen nach dem Schuß ziemlich abgeflacht waren. Dann habe ich wahllos 5 Patronen aus der Schachtel genommen und habe die bei Herrn Abe in Mellrichstadt Probe schießen lassen. Alle lagen genau richtig und zeigten eine Streuung, die selbst Herrn Abe begeisterte.

Ihren JG, Ihrer Netzseite bin ich treu geblieben. Trotz mancher Zweilfel, weil einige Rehe nicht am Anschuß liegen geblieben sind und wenn dann so ein Kitz mit 8 Kilo bei einer .30-06 noch 80 Meter im Buchenjungswuchs flöten geht, oder der Sommerbock in die zwei Meter Höhen Brennesseln flüchtet, ist das einfach ärgerlich. Denn bei beiden mal war es zu dunkel, so daß ich die gut sichtbare Schweißfährte verlor und der Hund (leider immer ein geliehener) ran mußte. Im Nachhinein weiß ich, daß die Flucht begründet war, denn beide Stücke hatten vorm Schuß Kenntnis von mir.

Aber es gab so viele Schön Jagdliche Erfolge, wie ein Muffeleinwachser der durch ZNS Treffer am Platz gebannt wurde. Ein braver Bock auf 165 Meter. Erst im April habe ich ein 50 Kilo Keilerchen, auch wenn man es nicht macht, im Dunkel nachgesucht. AmAnschuß lagen wenige Lungentropfen und nach 4 Metern konnte ich die gut sichtbare Schweißfährte 60 Meter ausgehen. Das gibt Vertrauen.

Ich wünsche Ihnen mit Ihrer Neugründung viel Erfolg, machen Sie weiter so und wenn meine letzten 10 Lutz Möller Geschoß alle sind weiß ich wo ich die nächsten bestellen kann.

Waidmannsheil Herr Möller, Ihr S. F. , Mittwoch, 4. Mai 2011 22:51

LM: Den in der Zuschrift ausgeschriebene Namen habe ich abgekürtzt, weil der Einsender ausdrücklich nicht genannt werden wollte.

Rundlauf muß geprüft werden

Danke für die rasche Antgwort, Herr Möller!

Rundlaufergebnisse kann ich nicht bieten, da mir die notwendige Gerätschaft fehlt. Ich verwende jedenfalls den von ihnen entwickelten Setzer. Die Waffe wurde von mir 2004 neu erworben und hat maximal 400 Schuß durch. Ich mache in den nächsten Tagen noch Belastungen bis 4,500 bar messen. Wenn keine Risikoanzeichen erkennbar werden, schieße ich noch eine Reihe damit und werde Ihnen weiter berichten.

Vorerst vielen Dank und SG von den Schluchtenschießern, A. M., Montag, 27. Juni 2011 01:23

Moin Herr M.,

Flachland grüßt Berg. Wenn Sie hier auf einem Hügel stehen, können Sie Mittwoch schon sehen, wer Sonntag zu Besuch kommen wird. Sicher brennen Hochdruckpatronen besser als Niederdruckpatrone an, aber dadurch allein bekommen Sie die beobachtet Streuung nicht in den Griff. Neben untauglichen, schwankenden  Ladung, die stören (siehe Ladungsleiter), ist „Schlag“, d. h. fehlender Rundlauf Hauptursache mangelnder Genauigkeit. Das haben Sie anscheinend noch nicht bedacht. Solange alles „rund läuft“, wie der Volksmund sagt, meint Sie Loch auf Loch setzen, müssen Sie den Sachverhalt nicht unbedingt prüfen, aber wenn die Ergebnisse „aus dem Ruder laufen“, wie Seefahrer sagen, ist die Bedingung da, nach der Sie das müssen. Darum kommen Sie jetzt nicht mehr herum! Die einfachste, aber nichts desto trotz, durchaus lehrreiche Prüfung, ist Ihre Patronen über eine Flachglasscheibe zu rollen und erstens als Sichtprüfung zu erkennen versuchen, ob das Geschoß nicht rund läuft - diesmal im blanken Wortsinne. Dann können Sie ggf. an mit Marker oder Filzschreiber markierten  Patronen feststellen, ob die einzelnen Patrone jeweils eine Totpunkt haben, also immer in der gleichen  Lage liegen bleibe. Das wäre ein weiterer Hinweis auf Unrundheit.

Ungeprüft, wissen Sie nichts. Ohne zu wissen was los ist, werden Sie die Störung weder finden, noch abstellen können. Ich rate gern. aber wenn Sie meinem Rat nicht folgen, werden Sie mit der Lösung der Frage, was die Störung verursacht, kaum weiter kommen.

Ein gute Möglichkeit, ohne weiteres gute Rundlaufergebnisse beim Geschoßsetzen zu erzielen, besteht darin, Setzgesenke nach Purdie mit schwimmendem federbelasteten Hülsenfutter und darin knapp passend gleitenden Setzer zu nutzen.

Waidmannsheil, Lutz Möller

8x68S Halsaufweiter

Sehr geehrter Herr Möller,

ich wende mich an Sie mit der Bitte um eine Auskunft. Ich kalibriere 8x68S Hülsen von RWS und bin etwas verunsichert, weil ich das Gefühl habe, das mein Hülsenhalsaufweiter vielleicht im Durchmesser nicht stimmt. Die Geschosse lassen sich „schwer“ setzen. Könnten Sie mir sagen, wie groß der Durchmesser des Aufweiters sein sollte?

LM: Regelmäßig 1/10 mm unter dem Geschoßdurchmesser, hier also bei 8,10 mm Ø!

Ich habe bisher noch nicht gemessen und frage deshalb, damit ich gegebenenfalls gleich reagieren kann. Es handelt sich um eine RCBS-Matrize.

Weiter wüßte ich gern, ob mit eine RCBS-Benchrest-Matrize die schwarzen Kappen auf die Geschosse gesetzt werden können, oder ob ich dazu die einfache Setz-Matrize mit Ihrem Setzstempel benutzen muß?

LM: Einfaches RCBS-Gesenk mit meinem Setzer genügt.

Für Ihre Antwort herzlichen Dank, viel Waidmannsheil und ein gutes und erfolgreiches 2012

Jürgen Gierke, Freitag, 6. Januar 2012 12:41

Munition besser aus zuverlässiger Quelle

Hallo Herr Lutz Möller

über Ihr Lutz Möller Geschoß habe ich ja immer nur Gutes gelesen und wollte daher gleich auf zeitgemäße Jagdmunition umstellen.

Aber es wurde leider nichts daraus, ich bestellte vor ca. 2,5 Jahren bei LiMa Munition für meine 8x68 und meine 9,3x62. Nach einem halben Jahr kam dann die 8x68, leider war mir die Streuung beim Einschiessen zu groß. Gut, dachte ich, vielleicht paßt es halt einfach nicht, aber nach einigen Monaten bekam ich dann die 9,3x62 Munition und das gleiche Spiel. Ich hatte mit dem Einschießen noch nie Schwierigkeiten gehabt, aber da ist mir die Lust vergangen. Gut Herr L. hat auch Munition für meine 404 geladen. Da will ich gar nichts schreiben, die Daten gab ich damals vor. Aber bei der Munition für die 9,3x62 und die 8x68 habe ich mich doch sehr geärgert, hat sehr lange gedauert die Setztiefen waren nicht gleich teilweise die Geschosse locker.

Aber das Beste kommt noch, nach ungefähr einem Jahr nach der letzten Lieferung der Firma LiMa bekomme ich Post von einem Inkasso Unternehmen, das auch gleich versucht Druck auszuüben. Ich war sehr verärgert, hatte meine Rechnungen ja immer bezahlt.

LM: Die nackte Unzuverlässigkeit!

Ich wollte das mal loswerden.

Wie kann ich denn LM Munition bestellen? Ich würde sehr gern einen neuen Versuch unternehmen, auf zeitgemäß umzustellen.

LM: Bitte nutzen Sie den Laden der Lutz Möller GmbH um LM Munition zu bestellen. Die .404" Jeffrey bauen wir nicht, aber für seltene Munition empfehle ich Ihnen auf Anfrage einen z u v e r l ä s s i g e n gewerblichen Wiederlader, der meine Geschosse bezieht. Über den sind mir noch keine Klagen zu Ohren gekommen, obwohl ich seit Jahren alle Anfragen nach seltener Munition, die wir nicht bauen, nur noch an ihn weitergebe. Der fertigt zwar nicht jede Munition, aber viele.

Mit freundlichem Gruß, Ingo Müller, Montag, 20. August 2012 22:42

Ich möchte eigentlich nicht experimentieren

Danke, Herr Möller,

Pulverlebhaftigkeiten hatte ich bisher auf Ihrem umfangreichen Netzplatz noch gar nicht gefunden. Dem entnehme ich, Rottweil R903 brennt ähnlich Norma 202.

LM: Nein, wie R 902!

Die mir vorliegende Tabelle für das Wiederladen von .22-250-Patronen weist bei R903 für ein 2,85g-Geschoß 2,333 g Pulvergewicht aus. Allerdings fehlen mir noch das Wissen und die Erfahrung zu dem Thema, und: ich möchte eigentlich nicht experimentieren!

LM: Der Sinn wiederzuladen ist aber gerade zu „experimentieren“, nämlich Bedingungen sinnvoll gesteuert zu ändern und im Folgenden  die Versuchsergebnisse zu beobachten, um Erkenntnisse zu gewinnen, die einem hoffentlich ermöglichen gewisse gestellte Ziele endlich zu erreichen. Sonst muß man sich die Mühe nicht machen. Pulver ist notorisch anders. Man kann sich nicht darauf verlassen. Die vierte Stelle hinter dem Komma für Pulverladungen ist blödsinnig, wenn die Lebhaftigkeit gerade mal auf knapp die zweite Stelle genau ist! Das ist allerding (bei guten Pulvern) der Fall. Pulver schwanken sehr. Die Angaben entsprechen meist nicht den Tatsachen. 

Also werde ich wohl doch einfach auf Norma 202 warten und dann der Ladeempfehlung Ihres Netzplatzes folgen.

LM: Damit werden Sie sich nicht in die Luft sprengen  und vermutlich sofort eine brauchbare Ladung erstellen. Verbesserungen sind durchaus möglich, verlangen aber mühevoll und klug zu „experimentieren“.  Das Glück fällt nicht vom Himmel. Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige, Tätige. 

Ben W., Freitag, 19. April 2013 22:58

Gewerbliche Wiederlader betroffen

Hallo Herr Möller,

nein, zwischen uns gibt nichts Offenes.

Wir hatten im Sommer den Austausch über meine bei lfb erworbene 8,5x63 Munition mit übermaßigen 13,0 g verbundkerngeschossen.

mit wh - Jürgen Wendt , Freitag, 22. November 2013 16:11

Was ist daraus geworden?

das Ergebnis steht ziemlich gut beschrieben in der von ihnen veröffentlichten über 20 seitigen Dokumentation.

kurz und knapp:

- lfb hat meine kosten vollständig erstattet und sagt, deren Lieferant (vermutlich Degol) habe geschlampt und lfb habe das nicht bemerkt.
- Ergebnis des Strafverfahrens gegen lfb wg. wegen unberechtigtem Führens des Suhler Siegels etc. weiß ich leider nicht.
- leider hat das Verfahren (betrieben von Dr. Dressler / BA Suhl ) wohl mit zu der Verschärfung der Prüfung von gewerblichen Wiederladern geführt.

mit wh - Jürgen Wendt , Donnerstag, 28. November 2013 14:42

Bald lade ich selbst Munition

Sehr geehrter Herr Möller,

nachdem ich bisher Patronen in 9,3x62 und .30-06 aus Ihrem Laden bezogen habe, möchte ich das Wiederladen beginnen.

LM: Gut. Sie werden Ihre Erfolge so noch mehr genißen können. Je mehr eigenArbeit darinsteckt, desto besser fühlt man sich.

Die Entscheidung, Ihre Geschosse zu verwenden, fällt nicht schwer, da ich bisher mit den Ergebnissen sowohl jagdlich aber auch auf dem Schießstand bis 300 Meter sehr zufrieden bin. Fluchten in der Regel nicht weiter als 5 -10 Meter und immer ausreichend Schweiß - meine UD's haben schon angefragt, was sie noch zu tun haben.

ungarische Drahthaar

UD: ungarische Drahthaar

Die Streukreise auf dem Stand auf 100 Meter sind immer im Bereich von 1,5 - 2,0 cm Ø.

LM: Das läßt sich noch verbessern. Arbeiten Sie daran. Preise locken im 10 mm Verein.

In der Vergangenheit boten Sie immer einen Setzer an. Mir ist bekannt, daß die Neuen noch nicht lieferbar sind, dennoch meine Fragen: Gibt es einen möglichen voraussichtlichen Liefertermin für die Neuen?

LM: Die 308er Setzer und Würger sind fertig. Ich warte auf die Zusendung. Wenn die was taugen, folgen die anderen schnell.

Haben Sie ggf. noch alte?

LM: Nein.

Oder muß die schwarze Spitze zunächst  - wie früher - von Hand eingedrückt werden?

LM: Ja.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße aus dem Norden und Weidmannsheil, Ulrich Mertgen, Dienstag, 17. März 2015 10:12

Fortgesetzt in Ladewerkzeug. Lies das!

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