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Ladewerkzeug

für Handlader

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Inhalt Pulverwaage | Walter empfahl | Gefährlicher Pulverdosier | RCBS Charge Master Combo | RCBS Charge Master Combo | Presse | Schiefe Geschosse | Schiefe Geschosse II | verbessertes Triebel Setzgesenk | verbesserte Triebel Matritze II | Verbesserte Triebel Matritze III | Geschoßsetzen | LM Gesenke | Setzwerkzeug | Buchsen-Kalibriermatrizen | Spannzangen Kalibriermatritze | Beste Setzer | Setzer Mindestmaße | Neuer Setzer 6,5-284 | Ihre neuen Geschoßsetzer | Halswürger und Setzer in einem | Wilson Handwerkzeug

Lies auch Setzer | Benchrest | Genauigkeit  | Ladungsleiter

Sehr geehrter Hr. Möller,

da Sie in Österreich meines Wissens noch immer keine fertige Munition anbieten u.meine alten Patronen von S. bald verschossen sind, überlege schon seit längerem, mit dem Wiederladen zu beginnen. Ich bin von Ihren Geschossen begeistert, beim Umschießen meiner Merkel BBF mit Z6 i auf KJG von S. vor 2 Jahren schoß ich von der Kanzel auf anhieb einen Streukreis von einem (!) cm. Da ich Ihnen mehr als den BÜMA vor Ort vertraue (Wiederladen ist in A.unbeliebt, lieber RWS Evolution kaufen oder irgendein Werkzeug, das  gerade vorätig ist), bitte ich Sie, wenn Ihre kostbare Zeit das erlaubt, mir einige wesentliche hochwertige Ladewerkzeuge wie Waage, Presse etc.zu empfehlen, um die dann ev. in D. zu bestellen.

LM: Um welche Patronen handelt es sich denn?

Mit bestem Dank im Voraus verbleibe ich m.freundlichen Grüßen aus Oberösterreich,

Johann Orthofer, Samstag, 6. August 2011 18:12

Hallo,

hauptsächlich handelt es sich um 7x65R (Merkel SL2), zusätzlich .308" Win.(Steyr Mannlicher SBS 96), und 9,3x74R (Browning BB)

m.f.G. Johann Orthofer

Pulverwaage

Sehr geehrter Herr Möller,

in 7x64 wiederladen vom 21. März schreiben Sie, eine RCBS Digitalwaage sei eher nicht zu empfehlen. Ich wollte mir eigentlich eine solche bestellen (Chargemaster1500), weil man diese um einen automatischen Pulverfüller bei Bedarf ergänzen kann und im Gegensatz zur Lyman auch als einzelne Waage (z.B. zum Hülsenwiegen benutzen kann). Was spricht dagegen? Präzision, Support, Produktionsfehler?

LM: Die RCBS-Waage ist erstens zu langsam, driftet zweitens mit Temperatur und über die Zeit weit ab, so daß langfristig die Genauigkeit nur mangelhaft ist. Der angekoppelte RCBS Pulverfüller ist ebenfalls sehr langsam.

Welche würden Sie ansonsten empfehlen?

LM: Z. B. diese, mit Batterie, ohne Kabel, preiswert, schnell, sparsam (mit Strom) und und genau einfach gut

Herzlichen Dank, Ihr, Tobias T., Sonntag, 22. März 2009 13:18

Walter empfahl

Digitalwaaage

Tomopol

damals für 10 € zzgl. 50 g Kalibriergewicht und Versand. Heute etwas teurer, aber immer noch günstig.

Betreff: „Ich bitte um Zuschriften, welches Ladewerkzeug... gefällt oder missfällt…“

Sehr geehrter Herr Möller,

zur Tomopol-Waage, die „Walter empfahl“, darf ich meine Erfahrung berichten. Bei einem Gerät, das zu einem derart niedrigen Preis angeboten wird, kann die Frage nur lauten: „Hat es hinreichend Nutzen für mein Einsatzgebiet oder nicht?“

Die Waage ist derzeit für 25€ zu haben, zeigt auf 0,005 g an, wiegt bis 50 g und ein Kalibriergewicht (50 g) ist enthalten. Man kann aus vier Maßeinheiten wählen. Ein Wiegen auf 0,01g sollte realistisch sein. Eine Tara-Funktion ist vorhanden. Die Waage ist sehr klein, also gut zu verstauen. Ein einfaches Etui ist auch dabei. Leider nicht für das Gewicht. Das muß extra in eine Filmdose oder ähnliches. Die Bedienung erfolgt über ein Berührdisplay, das für die Finger zu klein ist. Ich mache das mit einem chinesischen Eßstäbchen. Fingertaugliche Tasten wären besser, sind aber um den Preis und auf diesem kleinen Raum nicht zu verlangen.

Führt man die Kalibrierung mit Hilfe des 50g-Gewichts durch, zeigt die Waage selbiges Gewicht oftmals unmittelbar danach mit 50,005g an. Das ist zwar unschön, tut der Wiederholgenauigkeit beim Wiegen auf 0,01g Genauigkeit keinen nennenswerten Abbruch. Erfolgt keine Gewichtsveränderung, schaltet sich die Waage nach 30 Sekunden ab. Das ist zu früh. Nach dem Wiedereinschalten dauert das Hochfahren einige Sekunden und es muß neu tariert werden. Ob die Tarafunktion noch korrekt arbeitet, muß bei jeder Wiegung kontrolliert werden. Mit leerem Behälter zeigt das Gerät manchmal nicht 0,000 g sondern schon einmal 0,020g. Das dürfte an allmählicher Erwärmung liegen, also muß nachtariert werden. Die bisher angeführten Punkte machen die Waage nicht ungeeignet, Treibladungen regelmäßig zu wiegen. Der folgend Punkt allerdings schon:

Rollt ein danebengefallenes Pulverkörnchen von der Wiegefläche, fällt es in den Spalt zwischen Wiegefläche und Gehäuse. Von dort kann es, weil es klein genug ist, ungehindert unter die Wiegefläche rollen und in das Innere eindringen, noch bevor man es mit einem Pinsel entfernen kann. Als einmal eine Pulverladung überlief und sich auf die Wiegefläche ergoß, war das das Ende der Waage. Sie ließ sich nicht mehr kalibrieren. Im Inneren war beim Schütteln das Rascheln der Körner zu hören. Durch vorsichtiges Anheben oder eher Aufbiegen der Wiegefläche waren eine Menge Körner herauszubringen, bestimmt nicht alle, da sie ja kleben, sei es durch Öl oder Elektrostatik.

Fazit: Keine schlechte Waage, extrem preisgünstig, aber nicht für den dauernden Umgang mit feinkörnigen Schüttgütern geeignet. Ich würde sie mir wieder kaufen, aber für andere Zwecke.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas P., Mittwoch, 10. August 2011 16:15
 

Gefährlicher Pulverdosier

Moin Herr Möller,

die kleine Topshot Competitiion Digitalwaage ist nicht schlecht. Ich hatte das Glück, eine Mettler Toledo Analysenwaage AT400 geschenkt zu bekommen, Die kalibriert sich automatisch und hat einen Wiegebereich von 0,1 mg bis 432 gramm. Kostet allerdings auch entsprechend. Ich hatte das Topshot-Teil dann verkauft.

Mit automatischen Pulverdosierern habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht, der Lyman DPS 3 brachte es mit Norma MRP bei einer Einstellung auf 4798 mg auf Dosen zwischen 4400 und 5100 mg. Absolut inakzeptabel und gefährlich. Frankonia hat das Ding dann zurückgenommen. Ob der von RCBS was taugt, weiß ich nicht.

Gesenke habe ich von Dillon (Kurzwaffen), RCBS, Lee und Hornady, von den letzteren Firmen ausschließlich für Langwaffenpatronen. Mir persönlich gefallen die Hornady-Matrizen am besten.

Als Presse: Dillon 650 bzw RCBS Rockchucker. Zündhütchensetzer: Lee Autoprime, Crimp-Matrize: Lee, Zündglockentrimmer: Lyman, Hülsentrimmer: Redding.
Sie wollten mir doch bei Gelegenheit ein oder zwei LMs zuschicken ?

LM: Au, vergessen!

Mit freundlichen Grüßen, Saskia H., Sonntag, 7. August 2011 21:30

RCBS Charge Master Combo

Sehr geehrter Herr Möller,

ich möchte auf diesem Weg eine Ehrenrettung der RCBS Charge Master Combo versuchen.Ich habe zwei in Gebrauch. Die Temperaturempfindlichkeit haben fast alle digitalen Pulverwaagen gemeinsam. Da hilft nur eine ausreichende Klimatisierung vor Gebrauch der Waage. Was der Präzision der RCBS Charge Master Combo auf die Sprünge hilft, erhält man am Drive Inn Schalter eines bekannten amerikanischen Schnellrestaurants (das mit dem schottischen Namen) einen Strohhalm. Einfach 1cm davon abschneiden. Der Durchmesser paßt genau in das Ende des Pulverförderrohres.Die glatte Oberfläche verhindert, im Gegensatz zum Innengewinde des Förderrohres, daß zum Abschluß der Pulverspende zu viele Pulverkörner in die Waagschale fallen, ehe die Waage erkennt daß das Ladungsgewicht erreicht ist.

Des weiteren empfiehlt es sich häufig zu kalibrieren, da sonst, wie schon erwähnt, eine schleichende Abweichung eintritt.

LM: Drift macht ein schlechte Waage aus!

Der häufigste Kritikpunkt ist jedoch die Geschwindigkeit, oder besser, die Langsamkeit, mit der die Combo arbeitet. Aber im Grunde ist die Combo mit einem Computer ausgestattet und den kann man umprogrammieren. Das ist zugegeben, am Anfang eine Spielerei, belohnt dann aber mit gut doppelter Arbeitsgeschwindigkeit.

Nicht nur meiner Meinung nach, ist die Balkenwaage RCBS 10-10 die genaueste Waage, die es über den Waffenladentisch, zu kaufen gibt. Die amerikanischen Weitdistanzschützen verwenden sie bevorzugt und wiegen ihre Ladungen einzeln damit ab. Mit bestem Erfolg. Ich verwende zusätzlich eine Lupe vor den Meßspitzen (das heißt sicher anders), das schont die Augen und man sieht genauer. Ich dosiere den Großteil des Zielgewichts der Ladung mit dem Pulverfüller auf die Waagschale und ergänze dann mit dem Pulvertröpfler. Dieser hat, und da wunderts mich das noch kein Hersteller draufgekommen ist, ein nachgerüstetes Förderrohr mit Innengewinde mit gut 10 cm Länge. Das arbeiten mit den kurzen Standard Förderrohren ist nervtötend, da der Trickler zu nahe an der Waagschale stehen muß und den Zugang zur Waage erschwert.

Mit freundlichsten Grüßen, Johannes Nowak, Dienstag, 9. August 2011 22:39

Presse

US Patent 3 440 923 C.E. Purdie vom 6. September 1967 (siehe hier, benötigt Tiff-Anzeiger im Brauser)

Schiefe Geschosse

Hallo Herr Möller!

Gerade habe ich auf Ihrer Seite ein wenig nachgelesen und bin auf das Thema schief gesetzte Geschosse (Rundlauf)  gekommen. Die Ursache liegt meiner Meinung nach nicht am Geschoßsetzer sondern entsteht bereits beim Kalibrieren. Gerade die dicken 8x68 S Hülsen neigen dazu sich schief zu ziehen, wenn der Hals vor dem Kalibrieren nicht gut innen gefettet wurde.

LM: Wie erklären Sie den Zusammenhang?

Ich habe unnötig 2 gute Matizen  . . .

LM: Welche?

. . . geopfert bis ich auf das Innenfetten gekommen bin. Wenn der Hals schon schief ist, wird die fertige Patrone erst recht schief.

Meine Mauser 66 in .243 Winch. hat schon gute 1.300 normale Mantelgeschosse verdaut und schießt noch immer wie Gift. Also hat nicht jede .243 Winch. nur eine kurze Lauflebensdauer.

LM: Dann senden Sie mir davon Zielscheibe, daß ich das mal sehe.

Die .222 Remington ist doch keine 100 m Patrone, denn die GEE liegt bei etwa 180m. In USA wird sie beim Varmintschießen bis 400 m eingesetzt und hat beim Benchrest-Schießen auf 200 m unzählige Rekorde erziehlt.

Mit besten Grüßen, Heiko Raymann, Montag, 8. August 2011 20:18

Schiefe Geschosse II

Hallo Herr Möller!

Die geopferten Matrizen waren 2 RCBS Kalibrier- Matrizen Kal. 8x68 S. Ich glaube, die Hülsenhälse waren einfach durch Verbrennungsrückstände rauh und sind deshalb beim Ausziehen aus der Matrize verkantet. Jedenfalls hat das Innenfetten diese Störung behoben.

LM: Danke für den Hinweis.

Übrigens kann man 7x75 R Super Express Hülsen ganz einfach aus 9,3x74 R Hülsen umformen. Als Anhang ein Schußbild von meiner alten .243:

Besser kann ich es nicht.

LM: Zunächst mal verwenden Sie eine Scheibe ohne Meßmarken. Nehmen Sie die Zielscheibe. Sie sagten

„Meine Mauser 66 in .243 Winch. hat schon gute 1.300 normale Mantelgeschosse verdaut und schießt noch immer wie Gift. Also hat nicht jede .243 Winch. nur eine kurze Lauflebensdauer.“

Das Ding ist doch fertig. Sehen Sie das denn nicht an Ihrem Schußbild?

Mit freundlichen Grüßen, Heiko Raymann, Dienstag, 9. August 2011 21:18

verbessertes Triebel Setzgesenk

Sehr geehrter Herr Möller!

Zur Erörterung über das volkommene Setz-Gesenk für MJGe möchte ich erneut meine Erfahrungen beisteuern.

Gestern traf mein angepaßter KJG/MJG-Setzstempel samt Führungshülse für die große 8x68S Triebel BR-Setzmatrize ein, in gewohnter Qualität und zusätzlich lasergraviert mit „KJG / MJG“. Der Stempel läuft saugend in der Führungshülse und paßt nicht (darf er auch nicht) in die Standard Führungshülsen. So sollte es sein. Die Führungshülse ist nun in der Lage, sowohl die Patronenhülsen als auch die Geschosse nahezu spielfrei im gesamten Setzprozeß zu führen. Kurzum, ich habe gestern versuchsweise 3 halskalibrierte (8,85 mm) Hülsen mit MJG versorgt. Der Rundlauf ist auf Anhieb kleiner als 0,02 mm. Das paßt und ich werde am Wochenende MJG-Versuchslaborierungen herstellen.

LM: Sehr gut!

Damit auch das unterste Führungsband fest im Hülsenhals sitzt, muß der Hals der Hülse auf der vollen Länge kalibriert werden. Das MJG sitz dann so fest, daß ein Kneifen des Hülsenmundes aus meiner Sicht unnötig ist. Wenn Schießergebnisse vorliegen, werde ich mit (!) Zielscheibe berichten. Da ich in diesem Jahr in MV auf einen 1er Hirsch waidwerken darf, hoffe ich auch ein Praxisbeispiel beisteuern zu können.

Viele Grüße, Marco Bergemann, Dienstag, 9. August 2011 10:11

P.S. War der Streukreis von etwa 10 mm mit der 9,3x62 KJG Munition nicht gut genug für eine Veröffentlichung? OK, ich werde mich verbessern... ;.-))

verbesserte Triebel Matritze II

Hallo Lutz,

ob Marco Bergemann mal nachvollziehbar kommunizieren kann, was er da bei wem bestellt/ verändert hat, um diese Superergebnisse beim Rundlauf hinzubekommen?

Ich denke, so wäre das die preiswerteste Investition, um Genauigkeit hinzubekommen. Ich habe mir jetzt auch die Bischofgeräte zugelegt und das Messen der Abweichungen ist ja auch sehr aufschlußreich. Allerdings hat das Richten auch einen Pferdefuß. Erstens kann es passieren, daß man die Unrundheit in eine andere Richtung drückt und ein Ei produziert, das dann überhaupt nicht mehr zu richten geht – also Patrone verwerfen – und zum anderen ist das Richten umstritten, weil man ja „überdrücken“ muß, da die Hülse zurückfedert und sich der Geschoßsitz lockert oder der Hülsenmund gedrückt wird.

Das Beste ist eine Setzer, mit der man das Geschoss mit einer Toleranz von < 0,02 mm setzt und fertig! Alles andere ist mehr oder weniger Murks.

LM: Wohl wahr!

Trotzdem würde mich interessieren, wie Dein Leser, dessen Namen ich momentan nicht finden kann, mit dem Bischof RG-90 einen Rundlauf von 0,02 mm hinbekommen hat.

LMM: Georg Klemm. Ich sende die Verbindung.

Ich meine, das ist schlicht unmöglich oder Glück/Zufall oder er hat eine Methode (die mich natürlich interessiert) die ich noch nicht herausgefunden habe. Die Beschreibung ist halt sehr karg gehalten.

Ich würde mich freuen, wenn es dazu konstruktive Wortmeldungen geben würde. Die Messung meiner 9,3x64 ergab zwischen 0,03 und 0,17 mm (RCBS-Matritze)! Ich glaube, damit brauch man keine „Leiter“ zu schießen. Da muß man zur vorher zur Quelle schwimmen!

LM: 0,17 mm. Da ist ja grauenhaft!

Gruß Rainer, Dienstag, 9. August 2011 15:42

Ich bitte um Zuschriften, welches Ladewerkzeug (Pressen, Pulverfüller, Zündersetzer, Gesenke) aus welchem Grunde gefälllt oder mißfällt, um eine ausgewogenen Rat zu geben. Ich selbst bin dafür zu einseitig.

Lutz Möller, Sonntag, den 7. August 2011

Verbesserte Triebel Matritze III

Betreff: Neuer Setzer

Sehr geehrter Herr Möller,

7x64 7006 Setzer
7x64 7006 Setzer

beim Betrachten der Zeichnung 7x64 7006 Setzer kamen mir einige Fragen, die ich aber schon im Beitrag von Herrn Bergemann angesprochen fand. Auch ich teile die Meinung, Hülsenfehler können nicht mit Gewalt im Setzvorgang gerichtet werden.

LM: Das zu versuchen sind meinen Neuen Setzer nicht bestimmt.

Also sehe ich die Aufgabe zweiteilig:

  1. Wie kalibriere ich Hülsen rotationssymmetrisch?

  2. Wie setze ich das Geschoß ohne diese Symmetrie zu stören?

Gechosse zu setzen gelang mit folgendem Aufbau bisher am besten.

Koziol Gesenke

Triebelmatrize ohne Setzstempel (abgeschraubt!) mit gekürztem Hülsenhalter (rote Fläche) und rechts unten der genau passende Setzer.

Aus einer Triebel Benchrest Setzmatrize wird der Setzer entfernt und durch einen Hornady-Typ-Setzer mit geringem Spiel ersetzt.

Der Hülsenhalter wird an der Oberseite um etwa 0,5 mm gekürzt. Funktion: Hülse (nicht der Hülsenhalter) drückt mit ihrer Schulter die Führungshülse gegen die Feder nach oben bevor das aufgesetzte Geschoß den Setzstempel berührt. Damit das funktioniert, muß nur die Passung des Stempels zur Führungshülse stimmen.

LM: Meiner Meinung nach ist das zu aufwendig. Das einfacher und besser zu bewerkstelligen entwarf ich die Neuen Setzer.

Mit freundlichem Gruß Stefan Koziol, Gesendet: Sonntag, 2. November 2014 17:53

Geschoßsetzen

Hallo Herr Rothe!

Ich kann Sie beruhigen - Rundlauf ist weder Glück noch Zufall sondern vielmehr eine Abfolge von auf das Ergebnis ausgerichteten Arbeitsschritten, von denen das Setzen des Geschosses mit dem richtigen Gesenk lediglich der allerletzte ist. Glauben Sie mir, es hat mich viel Zeit und Mühe gekostet, bis am Ende nachvollziehbar gute Ergebnisse standen.

Ich habe gestern 18 Patronen 8x68S/MJG zur Ladungsüberprüfung mit dem angepaßten Triebel-Setzer geladen (drei 5er Serien und 3 Schuß zum konditionieren) und mir die Mühe gemacht, alle nachzumessen. Ergebnis: 14 Patronen <=0,02mm, 2 Patronen 0,03 mm, 2 Patronen 0,07 mm.

Ausreißer gibt es immer, die man dann geradebiegen oder als Ölschuß, Anwärmerpatrone verwenden kann. Ich teile Ihre Meinung, ein Richtgerät (ich habe auch das RG 90) kann aus Müll keine Präzisionspatronen machen. Sie lockern bei übermäßigem Biegen stets den Geschoßsitz. Zudem gehört etwas Übung dazu, um mit dem richtigen Kraftaufwand an der richtigen Stelle in die richtige Richtung zu arbeiten.

Wie gesagt, sich ein perfektes Setzgesenk zuzulegen und zu glauben, man kann alle vorhergehenden Fehler damit ausbügeln, reicht nicht. Ein schiefer Hals bleibt schief. Eine Patrone mit Rundlauffehlern kleiner 0,02 mm zu fertigen fängt mit dem Verschießen hochwertiger Munition bzw. Handladungen aus hochwertigen Hülsen in einem hochwertigen Gewehr mit rotationssymmetrischem Patronenlager an.

Alle folgenden Schritte zielen auf möglichst geringes Bearbeiten des Hülsenhalses und das Erzielen eines planen Hülsenmundes, dessen Ebene parallel zum Hülsenboden und 90° zur Seelenachse liegen muß. Daß da Innenaufweiter und klapprige Hülsentrimmer keinen Platz haben, ist klar.

Ich bin gerne bereit, die kritischen Arbeitsschritte bis zum Setzen mal mit Ihnen zu besprechen, das würde hier und jetzt zu weit führen. Zum Triebel Gesenk kann ich folgendes empfehlen. Reden Sie mit Herrn Michael Triebel und besprechen Sie mit ihm das Vorgehen. Ich habe seinerzeit zwei abgeschossene Hülsen zu Triebel geschickt und mir daraufhin ein Halskalibrier-Gesenk bauen lassen (immer in der 1,25 Zoll Version) und zusätzlich Halskalibrierbuchsen (bushings) in 0,05 mm Abstufungen geordert. Das sog. Benchrest-Gesenk muß so gestaltet sein, daß einerseits die ganze Hülse als auch das Geschoß im gesamten Setzprozeß nahezu spielfrei geführt wird. Deshalb braucht man für KJG/MJG neben dem angepaßten Setzstempel eine andere Führungshülse. Ich weiß nicht, nach welchen Maßen die Lager gerieben sind (CIP min?), jedenfalls klemmen meine halskalibrierten Hülsen ganz leicht beim Setzprozeß. Herr Triebel kennt auf jeden Fall für das Kaliber 8 mm S und 9,3 mm die nötigen Maße des Setzstempels als auch der Geschoßführung in der Führungshülse. Ich hatte ihm als Muster 8 mm S MJG und alte (aus 01/2010) 9,3 mm KJG geschickt. Deshalb sollte er für die 9,3x64 die nötigen Maße haben. Eine zusätzliche Führungshülse mit angepaßtem Stempel ist preislich auch in Ordnung.

Klar ist, ein derartiger Aufwand ist nur etwas für Leute, die weit schießen oder einfach Spaß an Perfektion haben. Für die Jagd an der Kirrung ist das natürlich überzogen. Ich habe es in der Vergangenheit immer als schade empfunden, daß es keine wirklich guten Bücher für  „Fortgeschrittene Handlader“ gibt.

LM: Vielleicht kriegen wir das ja hier gemeinsam zusammengestellt.

Auch was bekannte Experten in Artikeln, Büchern und Lehrgängen machmal von sich geben, ist vorsichtig ausgedrückt, erstaunlich. Melden Sie sich bei mir, wenn Ihnen an Einzelheiten gelegen ist.

Viele Grüße und Waidmannsheil, Marco Bergemann, Mittwoch, 10. August 2011 12:38

LM Gesenke sind da

lutz Möller Setzer

Sehr geehrter Herr Möller,

bei der Durchsicht Ihrer Seiten zum Geschossesetzen sind bei mir einige Fragen entstanden, die ich vielleicht von Ihnen beantwortet bekommen kann.

Sie schreiben im Zusammenhang mit diversen Setzmatrizen, Sie wollen sich mit der Herstellung solcher Gesenke beschäftigen wollen, um größere Genauigkeit bei „vertretbarem“ Aufwand zu erhalten. Gibt es da schon was für die 8x68S, die .30R Blaser und die 5,6x50R?

LM: Nein noch nicht. Diese Sätze gibt's.

Da ich eine neue (digitale) Pulverwaage brauche, bitte ich um Ihren Rat, was den sinnvoll ist. Die gibt's ja in einer weiten Preisspanne, aber das sagt nicht unbedingt etwas über deren Alltagstauglichkeit aus. Haben Sie eine klare Ansage?

LM: ja, siehe Pulverwaage

Mir ist schon klar, der Hülsenmund sollte rechtwinkelig zur Längsachse der Hülse verlaufen sollte um Präzision beim Setzvorgang zu erreichen. Aber welches Werkzeug eignet sich da. Ich besitze keine Drehbank und arbeite bisher mit einem einfachen Trimmgerät von RCBS, aber das genügt - glaube ich - nicht. Was ist die einfachste Lösung, die vertretbar ist (vielleicht Trimmmatrize)?

LM: Ihr letzter Gedanke scheint vernünftig

Für Ihre Antwort herzlichen Dank und Waidmannsheil

Jürgen Gierke

Setzwerkzeug

Hallo Lutz,

dürfte ich dich um deine Einschätzung bezüglich einer brauchbaren Matritze für .300WSM bitten? Geladen sollten hauptsächlich deine Geschosse werden, jedoch auch Nosler und Berger!

LM: Die einfachen RCBS sind mit meinem Setzer gut genug. Die gewöhnlichen Redding ebenfalls.

Ich sponn anfangs mit den Gedanken in Richtung Forster Benchrest, bin jedoch mittlerweile nach einigen Zeilen auf deiner Seite nicht mehr so ganz von der Ware überzeugt!

LM: Nicht die Ware schlecht gefertigt, sondern deren Aufbau Mangelhaft durchdacht. So geht das nicht.

Da ich von der oben genanntem Munition keine Ahnung habe, wäre ich um jeden Rat froh! Was mir jedoch wichtig wäre, ist eine Verwendung ohne Buchsen!

LM: Ja, paßt.

Noch eine zusätzliche Frage zu deiner HDP Rückstoßbremse. Gibt es eine Ausführung mit 17 mm Außendurchmesser und dem M15x1 Gewinde?

LM: Nein.

Würde einer 17 mm Bremse weniger gut bremsen?

LM: Ich könne eine solche Bremse bauen, bleibe aber bei den beannten Maßen.

VG&WMH Michl, Dienstag, 19. Juni 2012 22:29
bitte ohne eMailadresse veröffentlichen

LM: immer ohne

Deine Neuen Setzer: So, wie die Zeichnungen aussehen, wird es nicht funktionieren. Du mußt vor dem Hülsenmund mindestens 2 - 3 mm mit Halsdurchmesser Richtung Geschoß Platz lassen, da zum Einen die Hülsenmünder toleranzbedingt unterschiedliche Längen und auch Abstände zur Schulter aufweisen, und zum Anderen - ( z.B. Bei 9,3 x 62) Stopfladungen beim Setzen teilweise extrem zurückfedern

MD; Montag, 3. November 2014 17:04

Buchsen-Kalibriermatrizen

Zitat:

„Als ich die einmal abgeschossenen Neuhülsen zum ersten Mal Halskalibrierenn wollte, wurde der Hülsenhals von 8,3 mm (Außendurchmesser) auf 7,7 mm eingewürgt, um durch den Innenaufweiter dann wieder auf 8,1 mm aufgeweitet zu werden. Bei diesem Gewaltakt zog es natürlich die Hülsenhälse etwas schief.“

Quelle Kaputtes Kind


Lutz,

der herkömmlichen Hals- oder Vollkalibriermatrizen wegen habe auch ich mich schon genügend geärgert: Nach 3 bis 4-maligen Wiederladen einer Hülse gab die ihren Geist auf, Risse im Hülsenhals! Daraufhin habe ich mir die Redding Type S Kalibriermatrize zugelegt, in die man verschiedene Buchsen einlegen kann, die den Hülsenhals nur soweit eingwürgen, bis das Geschoß den nötigen Hals hat. Die richtige Buchse (engl. "Bushing") zu finden, beschreibt Henke mit klaren Worten

„Mit dem Typ S Matrizensatz haben Sie die Möglichkeit, auf einfache und unkomplizierte Weise die hohe Präzision des Halskalibrierens zu nutzen. Durch problemloses Austauschen der Kalibrierringe passen Sie Ihre Matrize an die Hülsenhalswandstärke an. Das Ergebnis ist höhere Präzision, längere Lebensdauer der Hülsen und mehr Freude am Wiederladen.“

Innenaufweiter gibt es bei dieser Matrizenart nicht mehr, deshalb das Messing weit weniger beansprucht wird, und somit die Lensdauer der Hülsen steigt. Bestens wäre, den Hülsenhals noch außen abzudrehen, damit dieser 360° rundum die gleiche Stärke aufweist.

LM: Der dünnere Hals verlangt nach einem engeren Lager, das aber nach CIP nicht zulässig ist!

Dann ist der Geschoßsitz bzw. der Auszugswiderstand bei allen Hülsen der gleiche, mit dementsprechender Genauigkeitssteigerung.

Das Ausdrehen des Inneren herkömmlicher Kalibriermatrizen halte ich nicht für eine gute Lösung, zumal die Anschaffungskosten einer neuen Buchsen-Kalibriermatrize durchaus verträglich sind

Fabian Ferrari, Montag, 3. Dezember 2012 11:00

Spannzangen Kalibriermatritze

Von der vielgeschmähten Firma Lee gibt es die sogenannte Collet Halskalibriermatritze, die kann man ähnlich einer Spannzange (oder Bohrfutter wenn man es so nennen will) auf die gewünschte Stärke einstellen und braucht nicht zu fetten da die Hülse von außen zusammengedrückt wird und nicht mit Gewalt in ein (zu enges) Loch gepreßt wird. Man kann damit natürlich nur die Hülsen vom gleichen Gewehr laden da nur halskalibriert. Das funktioniert erstaunlich gut, mit wenig Kraftaufwand (hülsenschonend) und ist billiger und technisch besser als Buchsen anzufertigen.

Waidmannsheil, G.H., Dienstag, 4. Dezember 2012 14:50

Beste Setzer

Betreff: Neue Setzer

Sehr geehrter Herr Möller!

Ich habe mich in den letzten Monaten mit dem Wiederladen beschäftigt und verschiedenste Matrizenbauarten, Arbeitsabläufe und -methoden, insbesondere im Hintergrund der erzielbaren Symmetrie der Patrone, untersucht. Dazu wird in Kürze ein Buch von mir erscheinen. Nachdem ich nun wieder auf Ihrer Seite die „Neuen Setzer“ gesehen habe, möchte ich ein paar Anmerkungen dazu loswerden.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist leider, mit einem noch so guten Setzer alle vorangegangenen Fehler beim Wiederladen ausbügeln zu wollen. Das geht nämlich nicht!

Messing ist elastisch. Wenn Sie eine (hals)schiefe Hülse in Ihrem Setzer verwenden, wird die Patrone anschließend genauso schief werden. Maßgeblich für die Symmetrie der fertigen Patrone ist die vorherige Kalibrierung der Hülse und ganz entscheidend die Aufweitung.

LM: Die Aufweitung wegzulassen wäre ein Mittel deren Fehler zu meiden. Deshalb werden Kalibriergesenke mit gestuften Buchsen angeboten, die für die jeweilige vorhandenen Halswanddicke, den Hals auf das passenden Innenmaß ~ 1/10 mm < Geschoß, nach Rücksprung, einwürgen.

Mit einem Setzer kann man die Sache nur schlimmer machen, niemals aber deutlich verbessern. Eine Hülse mit schiefgezogenem Hals braucht trotz „Feuerformung“ beim Schuß mehr als einen Ladezyklus, um wieder die Symmetriekriterien (< 2/100 mm) einzuhalten.

Ihre Neuen Setzer mögen geeignet sein, maßhaltig abgelängte Neuhülsen oder ebensolche rekalibrierte Hülsen zu verwenden, mehr aber nicht.

LM: Meine Neuen Setzer nehmen etwas längere (geflossene) Hülsenhälse auf, ohne daß aus den Schulteranliegern durch leicht verlängerte Hälse Mundanlieger würden. Ebenso sind alle guten Patronenlager geschnitten. Insofern müssen die Hülsen bezüglich L3 nicht maßhaltig sein, müssen eben nicht volkommen abgelängt sein, dürfen etwas länger sein. Das spart Arbeit, ohne Genauigkeit zu kosten

Das Geschoß folgt beim Setzen dem Hülsenhals, weil das Setzen bereits beginnt, bevor die Hülse im Setzer geführt wird.

LM: Gewiß. Die Endlage aber entscheidet.

Patronen mit geringen Unterschieden in den P2 und P2 Abmessungen haben da sicher Vorteile gegenüber eher konischen Patronen.

LM: Bevor die Endlage erreicht ist, stellt sich nichts Endgültiges ein, ganz gleich, wie kegelig die Hülse sein mag.

Volkommenen Rundlauf werden Sie mit diesem Setzer nur erhalten, wenn die Hülsen vorher schon diesem Kriterium entsprachen.

LM: Alle Patronen, für die ich arbeite, sind wenig kegelig.

Bei Ihren Geschossen ist außerdem wichtig, daß das zweite Führungsband zum großem Teil im Hülsenmund sitzt. Das macht bei unterschiedlichen Hülsenlosen bzw. Ladezyklen eine Veränderung der L6 in Abhängigkeit der L3 erforderlich. Bei einer vordefinierten L6 – wie in Ihrem Entwurf - geht das allerdings nicht, es sei denn, Sie definieren die notwendige L3 deutlich unterhalb üblicher Maße.

LM: L3 nach Maßtafel.

Des Weiteren frage ich mich, welche Abmessungen soll das „Lager“ in Ihrem Setzer haben?

LM: Wie das mindeste Patronenlager nach Maßtafel.

Niemals werden Neuhülsen mit erlaubten Minimalmaßen . . .

LM: Hülsen haben nach Maßtafel keine Mindestmaße.

. . . und halskalibrierte Hülsen (im schlimmsten Fall aus weiten Lagern verschossen) gleich gut in den Setzer passen und gleich gut „nicht klappern“.

LM: Die Hülsen dürfen (außer L3) die zulässigen Maße nicht überschreiten. Das  (außer L3) allerdings gilt nicht nur bei mir, sondern allgemein. Die Schulter der Hülse liegt form- und kraftschlüssig an der Setzerschulter an (Kegel auf Kegel). Dieser Schluß verhindert Spiel zwischen Hülse und Setzer. Das Geschoß und dessen schwarze Kappe liegen ebenfalls form- und kraftschlüssig an.

Purdie hin oder her, Sie wissen, welche Matrizen ich verwende

LM: Nein, aber vermulich solche mit Purdies Fehler, wenn Sie schon so darauf herumreiten.

Ich erreiche nur mit besonders angefertigten Führungshülsen für Kalibrierung und Setzer Symmetrien <  2/100 mm (Auflagepunkt P1 und P2, Messpunkt 1 mm vor L3). Alles andere geht sicher auch irgendwie, aber eben nur irgendwie… ?

Zu Ihren Geschossen gibt es nichts mehr zu sagen. Ich brauche bald wieder neue, da die 8004er fast alle sind. Seit meinen letzten Berichten habe ich damit auf Pirsch und Ansitz weit über 100 Stück Schalenwild geschossen und, von einem Krellschuß abgesehen, alles sauber zur Strecke gebracht.

LM: Sehr schön! Waidmanns Heil. Wenn Sie bessere Setzer vorschlagen möchten, bin ich ganz Ohr.

Waidmannsheil und noch einen schönen Urlaub, Marco Bergemann, Dienstag, 28. Oktober 2014 16:51

Setzer Mindestmaße

Guten Abend,

wenn der neue Setzer Patronenlager-Minimalmaß hat wird es nicht mehr möglich sein halskalibrierte Hülsen zu verwenden

LM: Doch.

Bzw. werden am Hülsenkörper dickere Hülsen darin steckenbleiben, wenn sie nicht gefettet sind.

LM: Zwei mal nein.

Damit können die vielen Plempen mit weiten Lagern nicht mehr durch schwächeres Kalibrieren zu optimaler Präzision getrimmt werden.

LM: Ah. Nun merke ich worauf sie hinaus wollen. Allerdings werden Sie mit zu weiten Lagern, die ebenso im Übergang zu weit sind, nie beste Genauigkeit erreichen.

Ich glaube daß eine innen konische Zentrierbüchse die mit kleinster Passung in der Matrize nach oben mitläuft (gegen Federdruck zur Rückstellung) eine bessere Flucht herstellen kann, da die Hülse schon beim Ansetzen des Geschoßes mittig sein muß.

LM: Auch kein dummer Gedanke.

Die Herstellung wird damit sicher komplizierter. Dafür muß innen nicht das gesamte Patronenlager haargenau hergestellt werden sondern nur der Hals und die Schulter, die man als extra Teil von oben einschrumpfen kann. Damit wären der Unterteil und der Zentrierring auch für übergroße Patronen zu verwenden.

LM: Vielleicht werde ich später mal darüber mehr nachdenken.

Waidmannsheil, G.H., Mittwoch, 5. November 2014 21:02

Neuer Setzer 6,5-284

Hallo Lutz,

ich erlaube mir eine Anregung zur Fertigung des nunmehr 2-teilig geplanten Neuen Setzers zu unterbreiten:

Falls nicht ohnehin so vorgesehen, würde es aus Gründen der Konzentrizität sinnvoll sein, den letzten Arbeitsschritt des Räumens mit der Reibahle im geschrumpften, zusammengebauten Zustand zu machen, sofern die Haltekräfte dazu ausreichen.

LM: Wir machen das anders.

Andernfalls addieren sich die Fertigungstoleranzen der beiden Teile (Exzentrizität, Abweichung der Parallelität beider Achsen = Verkippung sowie ggf. Unrundheit).

Ich bitte auch an die 6,5-284 zu denken.

Liebe Grüße, Stefan, Mittwoch, 5. November 2014 23:23

Ihre neuen Geschoßsetzer

Sehr geehrter Herr Möller!

Der Entwurf Ihrer Neuen (Geschoßsetzer) kann bei genauer Fertigung viele der bekannten Setzmatritzen-Fehler mindern.

Sofern die Vorbereitung der ganz o. nur am Hülsenmund rekalibrierten Hülsen eine gute Hülsenvolumen-Konstanz und einen guten Rundlauf von Schulter und Hülsenmund bei möglichst gleicher Hülsenmund-Wandstärke mitbringt, steht der Fertigung genauer Munition nichts mehr im Wege.

Eine zu lösende Aufgabe bleibt jedoch die, trotz bekannter CIP-Maße, streuende Lage bzw. der streuende Öffnungswinkel des Übergangskegels in allen unseren Waffen. Auf diese streuenden Voraussetzungen kann der Wiederlader aber einzeln antworten, indem er durch sicheren, aber geringen Abstand der Geschoßogive zum Kegel das Geschoß mittig vor die Züge setzt.

Ich verlade Ihr MJG in 6,5x65(R), 7x64, .308, .300 WM und 9,3x62 so, daß gegenüber Ihren angegebenen Patronenlängen L6 ein weiteres Führband aus der Hülse herausragt und dessen Oberkante genau mit dem Hülsenmund abschließt. Hierbei erreiche ich Abstände zum Kegel (gemessen mit dort anliegendem MJG-Geschoß und Putzstockmethode) von 0,5 – 3,0 mm je nach Patrone., ermittelt jeweils in Blaser-Läufen R93 und R8. Aus diesen (bzgl. der Schußpräzision nur vorteilhaften) Erfahrungen, schlage ich eine Anpassung Ihrer Bauart zu einer fast spielfreien Gleitpassung der Geschoßführung mit einem verstellbaren Längsanschlag vor.

Andernfalls müßte jeder Anwender nach Erwärmen des Geschoßsetzers den Setzer-Einsatz individuell an den Platz seiner Wahl verlagern.

LM: Meine Neuen Setzer sind nicht bestimmt verstellt zu werden. Sie sollen Spiel beim Setzen meiner Geschosse in die Hülsenhälse verhindern (nicht fast, sondern ganz).

Mit freundlichen Grüßen, Harald Pauli, Freitag, 7. November 2014 09:55

Halswürger und Setzer in einem

zu Neue Setzer

Guten Tag Herr Möller,

die eierlegende Wollmilchsau wäre den Würger mit dem Setzer in Einem zu verbinden, um in einem Arbeitsgang die gefüllte Hülse zu fertigen.

LM: Und wann entfernen Sie das alte Zündhütchen?

Vorher Zünder und Pulver einfüllen bliebe noch zu tun.

LM: Sie vergessen das Zündhütchen auszustoßen.

Dafür müßte ein federnder Kalibrierring oder Spannzange sein der durch Hülsenhalterkontakt einfährt und das Geschoß zwischen den Führungsrillen einklemmt.

LM: Richtig.

Oder zusammendrücken, zurückfedern lassen und dann das Geschoß von oben mit einem eigenen Stempel einsetzen.

LM: Das ist schon nicht mehr nur ein Arbeitsgang.

Den Halswürger gibt es in optimaler Ausführung bereits von Lee: Collet Die.

LM: Aber nicht für die9,3x62

Die Spannzangenbacken drücken den Hülsenhals ohne ihn die Länge zu ziehen  zusammen.

LM: Aber ggf. staucht man die Schulter

Wenn man statt des Führungsdornes ein Geschoß nähme, wird das ein netter Zaubertrick.

LM: Lee benutzt den Mittendorn, neben seiner Aufgabe als Zünderausstoßer, auch zur Zentrierung des Halses. Auf den erheblichen Vorteil würde ich nicht verzichten wollen. Ich habe mal so ein Ding für die 7x57 versucht, war aber nicht begeistert.

Waidmannsheil, G.H., Mittwoch, 17. Dezember 2014 13:12

Wilson Handwerkzeug

Lieber Herr Möller,

Ich bevorzuge Wilson Handwerkzeug ohne kräftige Presse, weil

  1. das gleichzeitigem Entzündern  ermöglicht die Hülsenhälse mit Buchsen auch ohne Presse einzuwürgen

  2. dieser „kammerartige Geschoßsetzer" von Wison Tools während des Setzens erfolgreich angeblich bzw. wohl auch tatsächlich gleichzeitige Hülse und Geschoß in Flucht bringt. Hülse und das Geschoß sind angeblich ganz von dem Gesenk umschlossen . . .

    LM: So? für jede Geschosß dann ein einzelnes Gesenk, so wie bei mir?

  3. . . .  und in Flucht ausgerichtet - bevor das Geschoß durch einen „eng passenden Stetzstempel“ in die Hülse gedrückt wird.

    LM: Paßt bei  mir schon mal nicht.

  4. Der Preis in $ ist niedrig! Diese Genauigkeit erreicht man anders nur mit einem viel höherem finanziellen Aufwand.

    LM: OhneSteuern und Versand gewiß.

  5. Viele der auf Ihrer Seite bereits genannten Forderungen an einen neuen Möller-Setzer scheinen mir hier schon erfüllt zu sein! Mein Jägerleben ist nicht mehr so lang, daß sich eine große teure Wiederladeausrüstung lohnte. Wenn Ihr neuer Setzer auch in 6,5x57 Mauser erschiene, würde ich diesen bevorzugen!

    LM: Hülsen müssen irgend wann auch mal voll eingewürgt werden. Ohne Presse geht das nicht. Insofern sind Die Wilson'schen Handsetzer, die allerdings einen Hammer und ein kleine Geschoßsetzpresese erfordern nicht so vile billiger, wenn Sie eine günstige Pulverwaage und eine günstige Lee Classic Cast Ladpresse wählen.

Da es die 6,5x57 eigentlich nur noch von der RUAG gibt, gefällt mir die auch nicht mehr so sehr. Lies RUAG kommt nicht in Frage!

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Simonsen, Donnerstag, 18. Dezember 2014 15:03

40 cm Streuung

Sehr geehrter Herr Möller,

vor 2 Wochen war ich mit meiner Mauser 03 seit langem wieder auf dem Schießplatz (und vorher mehre Monate nicht jagen). Ich hatte vorher eine neue Lieferung 7 mm MJG aus Ihrem Hause (mit dem gleichen Werkzeug (RCBS) wie seit einigen Jahren, gleiche Einstellung, gleiches Pulver R902, alles wie gewohnt) 7x64 Munition geladen. Mir fiel lediglich auf, daß die Spitzen fast von alleine in die Geschoßbohrungen fielen, also mit 2 Fingern fast ohne Widerstand eingeführt werden konnten. Das schien mir aber kein Problem zu sein, ist es wohl auch nicht.

LM: Nein. Das stört weder Flug noch Wirkung.

Auf dem Schießplatz kamm dann das böse Erwachen. Wir sahen Streuungen von 30 - 40 cm. Meine erste Überlegung war „Das liegt am Zielfernrohr!“ Also setze ich ein anderes Glas d'rauf. Das gab leider das gleiche unannehmbare Ergebnis. Also lag der Fehler wohl an der Waffe (dachte ich)!

Ich schieße seit einigen Jahren Ihre Geschosse, war mit Genauigkeit und Wirkung immer stets zufrieden. Nun reinigte ich den Lauf chemisch. Der nächste Versuch auf dem Schießplatz folgte, aber auch der zeigte keine wesentliche Besserung! Dann dachte ich, bestellst'e einfach fertige Munition bei Herrn Möller, dann kann der ggf. vorhandene eigene Fehler beim Wiederladen nicht vorhanden sein, dann paßt es, oder ist tatsächlich an der Waffe.

Mittlerweile glaube ich, den verursachenden Fehler zu kennen.

Nach genauer Vermessung der abgeschossenen Hülsen vor und nach dem Einwürgen und fertig geladener Patronen zeigten sich bei den eingewürgten Hülsenhälsen starke Abweichungen (0,2 bis 0,5 mm!) von der Längsachse, die dann am gesetzten Geschoss völlig abartige Rundlaufwerte ergaben. Der Innenaufweiter sitzt schon mit dem bloßen Auge erkennbar leicht aus dem Mitte. Nach der Entfernung dessen und der neuen Kalibrierung einer Hülse, die völlig „rund“ lief, war das Ergebnis nicht viel besser. Die Matritze ist, warum auch immer, Schrott.

LM: Die schiefe Matritze soll der Hersteller gegen eine runde ersetzen. Ich verwende selbst oft RCBS Gesenke und bin meist damit zufrieden. So einfach wie die sind, kann damit nicht viel schief gehen - außer - wenn die selbst schief sind. Das kommt in der Regel nicht vor aber, wenn es mal so ist, dann ist das ein Fehler, der nur durch Ersatz behoben werden kann.

Drei Schüsse Cineshot  im Revier ergaben ohne Anstrengung 5 cm Streukreis. Deshalb wiederrufe ich nun meine Bestellung und kaufe stattdessen einen neuen, genau gefertigten, Hülsenwürger.

LM: Ja, den brauchen Sie gewiß!.

Mit freundlichen Grüßen, E. Weißkopf, Samstag, 2. Mai 2015 17:37

40 cm Streuung II

Moin Lutz,

sag Herrn Weißkopf, er solle den Innenaufweiter mal rausnehmen und ohne den einwürgen. Besonders in seinem Falle müßte die Störung gelöst werden. Das Geschoß sitzt auch noch fester, vorausgesetzt die Hülsen haben eine einigermaßen gleichdicke Hülsenhalswand.

Mfg Fabian F. , Montag, 4. Mai 2015 07:07

Rundlauffehler

Hallo Herr Möller,

beim setzen Ihrer Geschosse in 5,6x50 R und 7 mm REM für meine K 95 kommt es zu erheblichen Rundlauffehlern! Bei der 5,6 kaum unter 0,05. Die Mehrheit über 0,1 bis 0,25 was die Genauigkeit beim Schießen beeinflußt!

LM: Maßeinheit?

Streukreise auf 50 m nicht unter 20-30 mm auf 100 m sogar bis 50 mm! Soll ich warten bis Ihr 5,6 mm Setzter ( für RCBS ? ) verfügbar ist?

LM: Nein, weil der nicht kommen wird. Einheitsgesenke bietet Hornady an. Dafür würde der vorgennante Setzer gebaut werden.

Oder was halten Sie von den Triebel Setzmatritzen?

LM: Nichts, Begründung siehe  Bnenchrest-Setzer!

Wären die ein Versuch wert? Waffen, Montage u Zielfernrohr Fehler kann man ausschließen.

Bei der 7 mm REM sind die Rundlauffehler sogar noch größer von über 50 geladenen 9 unter 0,1 - 8 St bis 0,2 der Rest über 0,2 bis sogar bis 0,4! Auch RCBS Matritze mit dem MJG Setzer.

LM: Vermutlich stellen Sie die nicht richtig ein. Ich werde gleich eine Anleitung für die RCBS Gesenke schreiben.

Wird ein Setzer auch in 7 mm REM kommen?

LM: Nein.

Oder soll ich die Triebel Setzer versuchen?

LM: Nein.

Oder könnten Sie mir 5 oder besser 10 St von Ihren geladenen Patronen zu kommen lassen, um der Ursache näher zu kommen, zu erkennen, ob es am Rundlauf liegt?

LM: Ja.

Da ich noch ca 500 Geschosse in 9304 habe, stellt sich mir die Frage ob ich die auch mit ihrem neuen Setzer setzen kann

LM: Nein.

Mit den vierfach Splitterköpfen erlegte ich in den letzten Wochen auch ein paar Sauen von 15 bis 60 kg erlegt . Mit dem 7627 aus der .308 und mit dem 9304 bzw. 9303, das ich mit einer kleinen Dreiecksfeile bearbeitete, um die Sollbruchstellen zu bekommen! Von der Wirkung bin ich begeistert. So berechenbar ist kein anderes Geschoß!

LM: So soll das sein.

Wenn das Rundlaufproblem behoben ist, brauche ich Geschosse auch in 5,6 mm, von der ich auch sehr begeistert bin ( 4 St. Wild mit immer sehr guter Schweißfährte und fluchten bis 50 m bei minimaler Zerstörung und angenehmsten Schießen!

LM: Wenn doch nur mehr so dächten und handelten. Keliner ist feiner. Man schißt angenehmer, trifft besser. Meinen Geschosse genügen für größeres Wild als die anderer Anbieter.

Mit waidmansheil CK, Donnerstag, 6. August 2015 18:56

Hornady Setzer für 7611 MJG in .30-06

Hallo Herr Möller,

als Erstes wünsche ich Ihnen ein gutes und glückliches neues Jahr.

LM: Danke. Gleichfalls. Meines begannn schlecht. Siehe hier.

Mein Freund und Wiederlader hat Schwierigkeiten mit dem richtigen Setzen der schwarzen Kappen. Für das Wiederladen habe ich Ihm eine Matritze von Hornady gekauft. Das setzen der Geschosse funktioniert sehr gut, der Rundlauf ist hervorragend. Nur wenn ich dann den Rundlauf der schwarzen Kappen messe, ist der Rundlauf sehr schlecht. Was kann ich dagegen tun?

.30-06 Satzstaffel

LM: Nutzen Sie meinen eigens dafür entwickelten .30-06 Satz (Bild siehe oben), oder kaufen meine fertig geladene Munition.

MfG, Eichhorn, Gesendet: Montag, 4. Januar 2016 14:12