Urlaub auf dem Wasser bis 29. Oktober 2018

Seitenwind

Geschoßabweichung

Guten Abend Herr Möller,

hier stelle mal wieder eine Frage, die vielleicht nicht so einfach zu beantworten ist, für die aber eigentlich nur eine einfache Antwort jagdtauglich wäre. Es geht um die Frage der Seitenwindabweichung. Mir ist klar, daß hier eindeutige Aussagen zu treffen sehr schwer ist. Mal von wirklich starkem Wind, bei dem eigentlich keiner mehr auf weitere Entfernungen >100 m schießt abgesehen mochte ich wissen in welcher Größenordnung sich die Abweichungen bei leichtem Wind (Blätter auf den Bäumen bewegen sich, Äste nicht, Zigarettenrauch wird deutlich in Windrichtung abgelenkt) bewegen.

LM Also Stärke 2 - 3 oder 1,6 - 5,4 m/s

Auch hier gibt es sicher Kaliber- und V-Abhängigkeiten. Aber vielleicht haben sie mal eine Auswahl an Beispielen für einige gängige Patronen und für leichten Seitenwind (ich habe wirklich keine Ahnung, über wieviel m/s wir da reden). Falls Ihnen die Frage zu doof vorkommt, schimpfen Sie nicht mit mir, sondern löschen diese email. Ich bekomme schon Schimpfe genug von meinen Jagdkollegen, wenn ich Inhalte Ihrer geschätzen Seite wiedergebe bzw. vertrete. Teilweise lähmt Tradition auch...

Liebe Grüße, Jan Großterlinden, 17. August 2007 21:42

Lieber Herr Großterlinden,

die Frage verläßt vernünftige Bahnen. Der weit schießen will, muß vernünftig auflegen. Das tut er meist auf dem Hochsitz. Den wiederum bewegt der Wind. Deshalb gilt der Satz

Wenn der Wind im Walde jagt,

den Jäger lang Weile plagt!

Des weiteren verläßt sich das Wild neben Geruch auf sein Gehör. Windgeräusche stören das. Deshalb wird Wild bei Wind heimlich. Aus genannten Gründen sich als Jäger Gedanken über Winddrift zu machen ist daher müßig.

Die 8x68S KJG alt Ladungen zeigt noch die Winddrift bei 4 m/s. Bei den neuere Tafeln verzichte ich die anzugeben, weil man den Wert ja doch nicht benötigt. Die eigene Ablenkung übersteigt die Geschoßwinddrift bei weitem. Insofern schießt der Jäger bei Wind nicht sondern bleibt zu Haus.

Alle anderen, die das doch tun, benötigen große Erfahrung, um einigermaßen zurecht zu kommen. Die Winddrift zu rechnen ist nicht so schwierig. Den Wind über die ganz Strecke zu ermitteln schon. Insofern schießen die Leute in einer anderen Klasse, z. B. mit dem LM-105.

Waidmannsheil, Lutz Möller