Sehr leicht für sehr weit

Neue Randpatrone für die Berge II

Lies vorher Neue Randpatrone für die Berge

Herr Möller,

ich hätte eine Frage! Ich suche etwas sehr leichtes für sehr weite Schüsse! Nur für Gams! Meine Swift wiegt doch über 4 kg. Was halten Sie von der Christensen Arms?

LM: Nichts.

Aber welches Kaliber?

LM: Die 220 Swift ist doch gut!

Ich habe gesehen, da gibt es nur Amerikanische ! Es gibt eine 243 WSSM ? Oder eine 270 WSM! Haben sie eine Idee?

Gruß, Ralf Rauchberger, Hotel zum Lamm, Mittwoch, 30. Mai 2012 08:22

Moin Herr Rauchberger,

ich würde Ihnen einen Vorschlag für eine leichte Kipplaufbüchse von Merkel machen. Wäre das in Ordnung?

Mit freundlichen Grüßen, Lutz Möller

Ich habe eine Merkel K3 in 243 Win., schieße mit Ihren Geschossen, Glas ist das AV 3-9x36 Swarovski das ist das leichteste ZF, das es gibt!

Es sollte vielleicht einen längeren Lauf haben? 6,5x68? Ab wenn es dann noch leicht ist, schlägt es wieder! Und eine Bremse auf einem Kipper sieht auch nicht aus!

Ralf Rauchberger, Freitag, 1. Juni 2012 20:56

Moin Herr Rauchberger,

wir haben ja vor Jahren ja schon mal bei Ihnen im Haus drüber gesprochen. Die alte Frage ist noch offen. Ich werde da mal was entwerfen: Leicht, schnell, klein, angenehm, neu.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Bergwaffe

Hallo Herr Möller,

ich habe mir ja schon oft Gedanken über das vollkommene Hochgebirgsgewehr bei uns in Tirol gemacht!

Also ich könnte mir vorstellen!

Ein Kipplauf mit einem perfektem Abzug! Er sollte auch eine Handspannung besitzen! Langer Lauf dem Kaliber entsprechend eine Bremse die zuläßt auch starke Kalieber aus einer leichten Waffe zu schießen.

Carbonschaft, vollgeschäftet, Zweibein in Carbon vorne und hinten eines aus dem Schaft so daß man auch in unwegsamen Gelände eine perfekte Auflage zusammenbringt!

Zielfernrohr! Momentan ist sicherlich das Swarovski Z5 in 5-25 x 52 mit BT oder das 3,5 – 18x44 mit BT die Best Wahl , dazu das neue Fernglas von Swarovski EL Range mit Winkelschußprogramm!

Das größte Problem beim weitschießen ist doch die Auflage! Über einen Rucksack in steilem Gelände, wenn alles wackelt, bringt man nichts zusammen! Dann bringt es auch nichts eine leichte Waffe zu führen.

Das sind eben die Gegensätze: Eine schwere Waffe läßt sich natürlich leichter genauer als eine leichte schießen, ebenso ist es mit der Stärke des Rückstoßes.

Glauben Sie, würde sich eine Magnummunition wie z.B. die 8x68S mit einer dementsprechenden Mündungsbremse aus einem 2,5 kg Gewehr angenehm schießen lassen?

LM: Ja. Die ist aber keine Randpatrone für die Berge!

Die Scout von Steyr war mal ein guter Ansatz für das Hochgebirge! Doch keine vernünftige Munition mit dazu passenden Läufen. Zu kurze .243 Win nützen nichts.

So wie ich beschrieben habe könnte der vollkommene Hochgebirgsböller sein! Kratzfest, robust, zerlegbar, Bremse, Abzug, große Vergrößerung, Stative.

LM: Danke für Ihr Aufgabe. Sie haben die Erfahrung um das zu fordern.

Mal schauen was Merkel uns anbieten kann.

LM: Dazu muß ich auch noch was tun!

Gruß aus Tirol, Ralf Rauchberger, Samstag, 2. Juni 2012 11:15

Kohlefaser, nicht Gußharz

Moin, moin!
 
Ich las gerade die Wunschliste des Weidgenossen für sehr leicht für sehr weit. Das ist doch schon hinzukriegen. K95 in gewünschtem Kaliber gibt es gegen Aufpreis auch mit Sonderlauflängen. Herr Nowak  bietet für die K95 Kunststoffschäfte an. Die scheinen wirklich was abzukönnen.  Dazu noch ein Zweibein und fertig ist die Laube.
 
Beste Grüße,  Stefan Simm

Moin,

  1. die Laube soll von Merkel sein, aber nicht von Blaser, und
     

  2. soll der Schaft aus leichter Kohlefaser sein, aber nicht aus schwerem Gußharz.

Gruß LM

Moin!

Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Ich würde mir meine Bergwaffe halt so, relativ günstig, zusammenstellen. Auf die paar Gramm käme es mir nicht so an.

LM: Um die Masse geht es aber gerade, wenn man die gegen die Schwerkraft den Berg hoch schleppen muß!

Dann soll es eben Merkel sein. Blaser und Merkel bewegen sich in dem Segment auf einer Stufe, es wird an der Qualität und der Leistungsfähigkeit der Waffe nichts ändern. Über das Gewicht des Nowak Teiles weiß ich nichts zu sagen. Stabilität hat es auf jeden Fall, auch auf Druck. Das ist bei der Bergjagd vielleicht auch ein Aspekt. Carbon ist schick, einen Schaft in Kleinserie zu laminieren, auch noch mit integriertem Zweibein (wenn ich das richtig verstanden habe) wird bestimmt hochpreisig.

Beste Grüße und viel Spaß!

Stefan Simm, Sonntag, 3. Juni 2012 12:38

Moin Herr Simm,

dieser Hersteller kann Kohlefaser. Wir reden über solche Sachen, wie sehr leicht für sehr weit.

Hier sitze ich dort in einem Versuchfahrzeug. Nein, wir versuchen nicht die billigste Bergwaffe der Welt zu erträumen, sondern die beste zu bieten.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Bergwaffe 2

Hallo Herr Möller,

heute möchte ich mal einen Vorschlag zur Diskussion für eine ultraleichte Bergwaffe machen: Blaser Kipplaufbüchse K 95,

LM: Nicht Blaser, Merkel!

Lauflänge 65 cm, Kaliber 6,5 x 68 R,

LM: Nicht günstig.

Handgefertigter Carbonschaft, Zielfernrohr Swarovski Z 6i 3 - 18 x 50 P (635g) mit Montage sollte alles zusammen nicht mehr als 3 kg wiegen ! Nicht billig, aber sicher machbar.

Ich weiß, Beschaffung der Hülsen ein Problem, Höchstgasdruck nach CIP ein Problem, usw. aber ein Problem heißt immer auch Nachdenken über eine Lösung. Vielleicht hilft es.

LM: PCP legt Polymerhülsen vor. So lassen sich günstig neuen Hülsen herstellen.

Ein Zweibein aus Carbon kenne ich noch nicht, aber das Parker Hale aus Alu wiegt auch nicht viel mehr. Wenn es denn ein Zweibein an einer Kipplaufbüchse sein soll. Dann kann
man auch einen FS 7 - 200 aus Titan montieren.

LM: Aber nicht in Österreich!

Dann sind wir aber sicher nah bei 4.000g !

LM: Der FS7-200 Titan wiegt nur 220 g

Entfernung messen, Winkelschuß berechnen, Ihre Munition verwenden und viel üben! Dann könnte man Wild aller Gewichtsklappen auf die gewünschten Entfernungen zu bejagen, wenn man es so will.

LM: Ja, will man.

Der jedoch wirklich viel übt, wird sich nach 20 Schüssen sehnlichst einen Repetierer wünschen. Das oben gesagte kann man auch mit einer Blaser R 8 umsetzen. Kaliber 8 x 68 S, schnell zerlegbar und mit allen Vor- und Nachteilen einer Repetierbüchse. Sicher nicht viel schwerer !

LM: Falsch! Wir reden von 2,5 kg schußfertig mit Optik

Schnell zu zerlegen, gut zu transportieren und schnell wieder zusammengesetzt für den Einsatz !

Auf die Meinungen Ihrer fachkundigen Leser bin ich schon sehr gespannt. Auch wenn ich von Ihren - sagen wir mal Aversionen - gegenüber der Firma Blaser weiß, wäre das für mich eine echte Alternative zu den bisherigen Vorschlägen.

Mit vielen Grüßen aus dem schönen Allgäu ( Isny ist nicht weit weg und dort gibt es ein schönes Schießkino zum Üben)

Wolfgang Runge, Montag, 4. Juni 2012 11:52

Leichter, weiter

;o) Sie werden doch wohl nicht auf italienische Technik umsteigen!?! Und auch noch ohne Dach, pfui! Es ist zwar ein Lambo, aber der Gag muß erlaubt sein. Sie wissen ja sicher, was FIAT heißt: Für Italiener Ausreichende Technik.

Gut, zurück zur Sache. Ich verstehe das grundsätzliche Anliegen. Sehr gut sogar. Leichtbau ist genau mein Ding. Je weniger man schleppt, desto besser. Astreine Sache. Allerdings fühle ich mich spontan an meine aktive Leichtathletik und Mountainbike Zeit erinnert. Die Jungs mit der neuesten Ausrüstung, den schärfsten Spikes und den leichtesten Bikes waren oftmals weder die schnellsten noch die austrainiertesten. Mit dieser Aussage will ich natürlich niemandem zu nahe treten.

;o) und mittlerweile sind meine Bergräder leichter, als es zu meinem momentanen Gewicht paßt, eins ist sogar aus Carbon (Votec C9, für Kenner der Materie, ein echter Klassiker), und Spaß machen die beide. Ich zähle mich also auch zu den oben erwähnten Gruppen, wenn schon die Leistung nicht paßt, die Ausrüstung stimmt.

Kommen exzellente körperliche Verfassung und hervorragendes Material zusammen, wird es allerdings richtig gut. Wie auch immer, Material und Technik ersetzt in den seltensten Fällen körperliche Fitness.

Beste Grüße, Stefan Simm, Montag, 4. Juni 2012 13:00

3 mal das Falsche?

servus lutz

sehe du hast dich zum richtigen bergjäger gemausert und gibst deinen erfahrungsschatz hinsichtlich richtiger bergwaffe in sehr lobenswerter art weiter.

LM: Welchen Erfahrungsschatz? Ich reagiere lediglich auf eine Anforderung aus Tirol!

trotz immer noch bestehendem blasersyndrom lol.

LM: Deswegen.

warum ist die merkel der blaser k 95 vorzuziehen ?

LM: Ich habe rein gar nichts gegen die K95, die ein sehr guter Kipper ist, aber in diesem Falle will ich das Vorhaben mit Merkel verwirklichen. 

> warum ist christensen arms mit seinem karbonschäften nichts wert ?

LM: Die Waffe soll zerlegbar sei, um in den Rucksack zu passen. Da haben Repetiere mit Langschaft (ohne Klappschaft) nichts verloren.

führe seit jahren u.a. auch diese drei produkte und bin jetzt natürlich total konsterniert - ehrlich.

LM: Ach Dieter, Du doch nicht!

nachdem ich dich auch noch in dieser italienischen flunder posieren sehe, werd ich wohl auch meinen neuen zuffenhausener verschrotten. oder was meint der experte dazu ?

LM: Bloß nicht!

eine zeile lächeln aus den schweizer bergen

LM: Lächen aus der Tiefebene zurück.

D., Mittwoch, 6. Juni 2012 11:26

Bergwaffe für Herrn Rauchberger

Hallo Lutz,

ich las  gerade Dein schwieriges aber bemerkenswertes Unterfangen mit der leichten Bergwaffe. Die Merkel K3 wiegt mit 60er Lauf 2,5 kg!

LM: Mit Holzschaft!

Die Blaser K95 mit 65er Lauf und Bremse wiegt 2,75 kg.

LM: Schon mal schwerer.

Das Swaro-ZF Z5 5-25x52 P (BT) wiegt rd. 0,5 kg, dazu die Montage!

Somit dürfte die zu entwickelnde Waffe ohne ZF nicht mehr als 1,8 kg wiegen, wenn Dein Ziel 2,5 kg als ganze Waffe ist! Ich denke, 65 cm Lauf ist Pflicht, stabile Montage und Bremse auch. Visierung kann entfallen!

Meine K95 mit 65er Lauf mit Bremse in .257 Wby-M. wiegt 2,75kg, mit Montage und ZF 3,75kg. Für die Zwecke von Ralf Rauchberger wäre die sicherlich ausreichend, aber (nach seinem Wunsch) zu schwer!

LM: All solche Sachen hat er ja schon. Die braucht er daher nicht noch mal.

Hier könnte man beim ZF und Visierung noch Gewicht einsparen, natürlich auch beim Schaft!

LM: Besonders da!

Aber alles das wird nicht ausreichen, sein Ziel, 2,5 kg, zu erreichen. Ohne einen Speziallauf (Kohlefaser)

LM: Geht doch!

und eine Spezialmontage (Blaser ist ein schwerer Klotz), sowie ein leichter Schaft (ebenfalls Kohlefaser) wird Das nichts werden.

LM: Das sehe ich auch so.

Dazu müßte auch die Bremse etwas größer ausfallen, um das Rückstoß-Verhalten erträglich zu machen.

Vielleicht klappt das mal bei mir, bei Hr. Rauchberger einige Tage Urlaub zu machen, wäre sicher bemerkenswert!

LM: Ja, fahr halt mal ins Hotel Lamm / Tarrenz. Da sind einige Jäger! Schau Dir die schöne Gegend mal an.

Viel Spaß und Erfolg wünsche ich Dir bei dieser schwierigen Aufgabe!

LM: Danke!

Mit freundlichem Gruß, Albert Jordan, Montag, 11. Juni 2012 17:51

Masse und Rückstoß

Guten Morgen, Herr Möller,

ich hatte gelesen, ein Carbonschaft würde den Rückstoss um ca. 20% mindern, trotz niedrigerem Gesamtgewicht.

LM: So ein Unsinn. das ist ganz falsch. Lies Rückstoß und Spitzenkraft!

Wenn jedes Gramm Waffengewicht zählt, könnte man vielleicht in Zusammenhang einer Verwendung mit Ihrem MJG dann ggf. auf eine Bremse oder Feuerschlucker verzichten.

LM: Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade weil ich in der Lage bin aus einer Hochleistungspatrone mit viel Pulver und verhältnismäßig leichtem, schnellen  Geschoß (ab besten Pulvermasse ~ Geschoßmasse) mittels Bremse oder Feuerschlucker den Rückstoß zu mindern bis fast abzuschaffen, kann aus Benutzersicht überhaupt erst darüber nachgedacht werden, solche Waffe auch sehr leicht auszuführen. Ohne  Bremse oder Feuerschlucker  sind leichte Hochleistungsbüchsen unbeherrschbare Giftspitze, die Schußangst und Mucken bewirken. ds geht gar nicht!

Gruß, C. Bäumer, Dienstag, 12. Juni 2012 09:40