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Geschoßhalt

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Inhalt  Falsch eingestelltes Gesenk | Gestauchte Hülse | Gesenk richtig einzustellen | Wackelgeschoß | Lockere Geschosse im Selbstlader | Feste Geschosse im Selbstlader | Schnelles Repetieren | Zu kurz gesetzt

Falsch eingestelltes Gesenk

Lies vorher RCBS Gesenke einzustellen.

Gelegentlich meinen Wiederlader, meine Geschosse säßen nicht fest im Hülsenhals. Das kann vorkommen! Wann? Warum? Vorausgesetzt die Patronenhülsen sind richtig eingewürgt, d.h. der Hülsenhals durchmißt etwa ein zehntel Millimeter weniger als das Geschoß, kann lockeren Geschoßsitz vor allem ein Fehler verursachen. Falsche eingestelltes Gesenk!

Gestauchte Hülse

Krunkelhals

Gestauchter Hülsenhals 2007 in Afrika |

Gesenk richtig einzustellen

Um Geschosse richtig zu setzen, muß das Gesenk zur Hülse auf leichten Druck eingestellt werden. Gehe so vor:

  1. Schraube das Setzgesenk teilweise in die Presse.

  2. Schraube eine Hülse in den Hülsenhalter.

  3. Fahre den Hülsenhalter mit dem Hebel in den oberen Totpunkt. Jetzt kommt´s . . .

308 Kreuzer imLauf

308 Kreuzer im Lauf: Schulter-an-Schulter

  1. Nun schraube das Gesenk in der Presse runter, bis Schulter-an-Schulter stoßen. Spüre den Anschlag. Das Gesenk soll mit leichter Spannung mit seiner Schulter auf die Schulter der Hülse drücken. Die leichte Spannung ist erforderlich um gewiß jedes störende Spiel auszuschließen.

Die so hergestellte Kegel-in-Kegel-Schulteranlage sogt für volkommen mittige Lage der Patronenhülse im Gesenk verbunden mit dem richtigen Abstand. Der anscheinend gar nicht so seltene Fehler Gesenke zur Hülse flasch einzustellen führt zu zwei Störungen

  1. Wenn das Gesenk nicht anliegt, Luft läßt, klappert die Hülse im Gesenk beim Geschoßsetzen und das Geschoß wird daher willkürlich, zufällig nicht fluchten. Die Waffe wird mit solcher Muntion beim Schießen streuen.

  2. Wenn das Gesenk zu tief eingeschraubt ist, wird das Gesenk die Hülse stauchen, z. B. so wie oben im Bild den Hals. Dann wird jedes Geschoß trotz vorher richtig eingewürgter Hülse lose sitzen, sich im Hals drehen oder klappern.  

Aus allen genannten Gründen müssen daher die Setzgesenke zur Hülse auf die von mir beschreiben Weise genau, spielfrei unter leichetr Spannung eingestellt werden. Dann wird alles gut: So:

7x57

  1. Das Ergebnis ist (fast) vollkommen: 7x57R Flitzer Randpatronen für Kipplaufwaffen zur Bockjagd

Lutz Möller, Montag, den 21. Februar 2011

Wackelgeschoß

Hallo Lutz,

ich lud gestern die ersten fünf Patronen mit Deiner Empfehlung Samstag versuche ich diese Ladung!

Beim Ermitteln der richtigen Einstellung für die Setztiefe bin ich draufgekommen, daß zwar das Geschoß in die Hülse gedrückt wurde, die Schwarze Kappe aber nicht! Es lagen die vorderen zwei Führbänder frei  – bietet das vorletzte Führband (also das letzte, daß in der Hülse verschwindet) mehr Widerstand beim Setzen?

LM: Nein

 Ich drückte dann die Plastikkappen mit der Hand ganz ein und setzte dann fertig!

Die Geschosse halten bei mir nur stabil in der Hülse, wenn ich die L6 auf 74 mm setze, wenn ich die Geschosse tiefer setze, rutschen die Geschosse! Zumindest war es so, als nur noch 2 Führbänder aus der Hülse ragten, da rutschte das Geschoß hin und her! Die Kappen sitzen jetzt natürlich nicht ganz 100%ig!

LM: Ich vermute, du hast Dein Setzgesenk zu tief eingestellt und stauchst beim Setzen den Hülsenhals.

Lg und Weidmannsheil, Karl Froschauer, Mittwoch, 11. Mai 2011 13:02

Lockere Geschosse im Selbstlader

9,3x62 Kino Kreuzer Setzer

Hallo Hr. Möller,

ich bin Freund Ihres Netzplatzes und möchte Ihnen hierzu gratulieren.

LM: Danke!

Nun meine Frage: Ich habe eine HK SLB 2000+ im Kaliber 9,3x62 und verschieße derzeit noch die Blaser CDP. Ich muß jedoch feststellen, nach mehrmaligem Lade- u. Entladevorgang, wohl bedingt durch die Masseträgheit, löst sich das Geschoß langsam aus dem Hülsenmund heraus und setzt sich zuletzt bereits beim Verriegeln in den Zügen und Feldern fest (nach etwa 10 mal laden u. entladen; schließlich wird einem nicht jeden Tag ein jagdl. Erfolg zu Teil). D.h. beim letzten Entladungsvorgang blieb das CDP dann im Lauf hängen. Die Hülse wurde rausgezogen und mir die Pulverladung in Gesicht geschleudert. Geschehen ist sonst nichts. Jedoch ärgert das doch ziemlich.

Kann Ihre Geschoß die Störung vermeiden?

Vielen Dank - Waidmannsheil Roland Horzella, Samstag, 9. Juli 2011 14:05

Feste Geschosse im Selbstlader

Tag Herr Horzella,

Für Selbstlader sind Kreuzer mit Kremprille bestimmt, in die der Hülsenmund eingewürgt wird. Rechts im Bild sind Kino, Kreuzer und Flitzer in der 9,3x62 mit Krempe zu sehen. Sie hält die Geschosse im Hülsenhals fest.

Waidmanns Heil, Lutz Möller

Schnelles Repetieren

Hallo Herr Möller,

als regelmäßiger Leser Ihrer Seite habe ich auch den Artikel über schnelles Repetieren ein wenig verwundert gelesen. Das mich aber dieses Problem dann gleich selbst mit voller Wucht getroffen hat, war schon der Hammer: Letzten Freitag war ich auf einer Drückjagd auf Rotwild und als Beifang Sauen und Muffel. Kaum war ich am Stand konnte ich ein Hirschkalb strecken - das lag im Feuer, gewohnte und geschätzte Wundwirkung Ihrer MJG - Munition. Gleich schnelles Repetieren wie schon hunderte Mal zuvor. Dann kam das böse Erwachen: Beim vorsichtigen Öffnen der Kammer meiner Heym SR 30 zur Kontrolle kam die Hülse ohne Geschoß aber mit rieselndem Treibladungspulver zum Vorschein - das Geschoß steckte im Lauf fest! Hahn in Ruh nach 10 min. Anschließend 3 Stunden hilfloses Staunen über die entgangenen Abschußmöglichkeiten. Nun meine Fragen an Sie:

Ist Ihre MJG - Munition für schnelle Repetierer wie Helix RX, SR30, R93/R8 usw. grundsätzlich nicht geeignet, oder reden wir hier nur über bedauerliche Einzelfälle?

LM: Sie sind der Zweite, der davon berichtet.

Welche Vorschläge zur Abhilfe können Sie mir machen, damit ich wieder Vertrauen in Ihre Munition haben werde?

LM: Für Selbstlader sind Kreuzer mit Kremprille bestimmt, in die der Hülsenmund eingewürgt wird.

MfG F.W. Marburg, Sonntag, 4. Dezember 2011 19:02

Zu kurz gesetzt

Betreff: 8x57IS - Fehler gefunden

Moin Lutz,

ich fand den Fehler, der mangelnden Geschoßhalt  verursachte. Den fraglichen Patronen prüfte ich händisch auf festen Sitz. Alle Geschosse saßen fest. Dann steckte ich die Patronen wieder in die Schachtel und ließ die kopfüber fallen lassen.

8x68IS lose FLitzer

Der Aufprall löste einer Patrone das Geschoß

Patronen, bei denen ich die Geschosse fälschlicher Weise zu tief (nämlich ein Führband weniger im Hülsenhals) gesetzt hatte, wurden und sind  empfindlich. Wenn das Geschoß, z.B. durch einen Sturz beim Versand, tiefer rutscht, sitzt ein Führband weniger im Hülsenhals. Das lockert. Nicht gut.

LM: Beachte Setztiefe

Grüße, Burkhard, Donnerstag, 9. Februar 2017 13:34