Lutz Möller 7x64 Munition

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7 mm Lutz Möller Geschoß 7005

Lutz Möller Geschoß 7005

Waffenwahl

Guten Abend Herr Möller,

ich bin Jungjäger. Meine ersten Erfolge errang ich mit einer alten B&S in 7x64. Nun möchte ich mir ein moderneres Gewehr zulegen. Ich dachte eigentlich an eine R8.

LM: Kann man kaufen.

Ich  bin nun etwas ins Wanken geraten und neige nun zur RX Helix.

LM: Kann man auch kaufen. Bei dem kurzen Laufa allerdings nur für passende Patronen. Lies Stutzenlauf!

Nun meine Frage an Sie: Welches Gewehr würden Sie empfehlen?

LM: Das Ihnen am besten liegt. Sie müssen es in die Hand nehmen.

Die meisten Jäger in meinem Umfeld haben R93, . . .

LM: Zu gefährlich!

. . . Sauer 202 und jedes Gewehr ist das beste. Als Kaliber hatte ich mir vorerst .30-06 ausgeschaut,

LM: Schon mal über 308 nachgedacht?

Durch die Wechsel Läufe ist man da ja nun beweglich

LM: Nur eine Ausrede für falsche Entscheidungen.

Das Gewehr soll für Ansitz und Drückjagd sein.

LM: Also leicht und führig. Das müssen Sie fühlen. Was paßt, bestimmt Ihre Gestalt, aber nicht mein Rat.

Vielen dank für ihre Mühen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen, Jan Geisler, Sonntag, der 26. Oktober 2014

Irische Sika bis 300 Meter

Sehr geehrter Herr Möller,

in diesem Jahr war ich zum dritten Mal in Irland zur Sika Jagd. Die Schußentfernungen können hier im leicht hügeligen Hochmoor bis zu 300 Meter Entfernung betragen. Bisher habe ich darauf verzichtet meine eigene Waffe mitzunehmen und mit der Waffe des Stalkers geschossen. Dessen SAKO 308 schoß in diesem Jahr so ungenau, daß ich im nächsten Jahr meine eigene Waffe (Sauer 90 7x64) mitnehmen möchte. Dafür benötige ich noch eine Munition auf die ich mich in allen Entfernungsbereichen verlassen kann. Die Nachsuche im Hochmoor ist wahrlich kein Spaß. Meiner Ansicht nach ist die 7x64 sowie meine Mauser . . .

LM: Was denn nun, Mauser oder Sauer?

. . . eine gute Kombination. Früher habe ich TIG damit geschossen und nun RWS bleifrei. Hier bin ich mir aber nicht sicher ob die wirklich geeignet ist. Bei der Rehwildjagd zeigten sich, auch bei größeren Entfernungen starke Hämatome. Ist Ihre Munition geeignet?

LM: Ja - siehe Geschoßwirkungen für die Leistungsfähigkeit meiner Geschosse und Munition auf große Entfenrungen und Möller-Wirkung allgemein.

Mit freundlichen Grüßen Dietmar Exner,  Sonntag, 16. November 2014 13:22

Laufwahl

Sehr geehrter Her Möller,

ich bitte Sie um Ihre geschätzte Fachmeinung:

1. Lauf. Wir wollen ein Jagdgewehr mit neuem Lauf ausrüsten. Jagd auf Schalenwild bis 170 kg auf Entfernungen bis 300 m. Stoßboden Ø R1 = 11,95 mm, damit der Verschlußkopf gleich bleiben kann. Langes Repetiersystem dzt. für 30-06 genutzt. Jeder Anmerkung ihrerseits ist erwünscht: Meine erste Wahl wäre die 7x64

LM: Eine gute Wahl.

Ich überlege ev. sogar eine 7x64 IX, bin aber erst am Anfang der Berechnungen ob sich der Aufwand lohnt und die Flugbahn tatsächlich so viel gestreckter wird.

LM: Auch gut, aber eben Bastelei.

7 mm wegen höherer Flächenlast als bei 7,62. 7x64 um den unnötigen Gürtel meiner 7 mm Rem. Mag. los zu werden

LM: Warum denn das? Die ist doch die 300 m Patrone schlechthin!

Die funktioniert zwar gut, aber als Techniker stört mich einfach seit jeher dieses völlig unnötige Konstruktionsdetail. Perfektionismus ist manchmal eine Seelenplage. Aber nur so kommen wir zu neuer Erkenntnis und Fortschritt. Ich kann mich gedanklich nicht so recht mit 6,5 mm anfreunden, ev. ist das irrational und technisch gesehen unrichtig.

LM: Mit 7 mm liegen Sie richtig.

Lauf mit birnenförmiger Kontur wie das bei Lothar Walther der Standard ist, keine Kannelierungen. Laufmaterial rostträge oder herkömmlich?

LM: Herkömmlich - nimmte mehr Wärme auf.

Jedenfalls wird er außen ilaflonbeschichtet, es geht mir um die optimale Reibpaarung mit Ihren MJG innen. Laufmündungsdurchmesser 15 mm, mit M15x1 auf 12mm Länge zwecks späterer HDP etc. Lauflänge 620 - 650 mm (ich muß noch bei meiner Ladung mit QL exakt nachrechnen, bei welcher Länge das Pulver vollständig verbrannt ist und mich danach richten).

LM: 7x64 liebt 65 cm Läufe.

Aber wie soll ich die Laufmündung ausführen lassen?

LM: Plan mit kleiner Ansenkung um die Kante zu brechen.

Bisher hatte ich bei meinen 7,62mm Läufen immer eine mit 79 Grad zur Laufachse hinterschnittene Mündung für optimale Abstimmung auf 7,62mm boattail Geschosse (die Amis empfehlen das).

LM: Wer hört schon auf die? Gibt es einen sinnvollen Grund dafür?

Aber wie das bei ihren LM700x sein soll? Bitte um ihre Expertise!

LM: Wie oben.

Und welche Dralllänge, Drallwinkel soll ich für ihre Geschosse bestellen?

LM: Nach 7x64 Norm

Beeinträchtigt es die Präzision, wenn beim Geschoßaustritt aus der Mündung das Pulver noch nicht vollständig verbrannt ist?

LM: Mittelbar schon, wenn der Abarand unter ~ 98% liegt, weil solche Ladungen meist nicht so schnell zünden. Es kommt auf den Einzelfall an.

Herzlichen Dank! bitte nur Initialen, mit freundlichen Grüßen, A.W., Mittwoch, 10. Dezember 2014 19:09

Lauflänge bei 7x64

Sehr geehrter Herr Möller,

ausgehend von Ihrer Empfehlung für 650 mm Läufe für 7x64 und ähnliche Patronen, habe ich ein paar QL-Berechnungen angestellt, die ich kurz mit Ihnen teilen möchte:

7x64 mit LM 7006:

3,37g Norma 202 (Masse wegen meines ausgeliterten Hülsenvolumens kleiner als Ihre Empfehlung): Der Brennschluß erfolgt zwischen 540 und 550 mm.
Bei 600 mm ergibt sich eine ± 5 cm Reichweite von 260 m
Bei 650 mm ergibt sich eine ± 5 cm Reichweite von 262 m

2 m erkauft man sich also mit 50 mm längerem Lauf.  Bei 560mm ergibt sich eine ± 5 cm Reichweite von 253 m. Das ist deutlich schlechter, die 7x64 kann mehr!

Daher kam mein Gedanke, ein langsameres Pulver zu verwenden. Norma 203 ist jedenfalls zu langsam, bis 700 mm kann der Brennvorgang nicht im Lauf abgeschlossen werden. Daher doch wieder Norma 202 wie ja von Ihnen empfohlen.

LM: Sag ich ja.

Mein Schluß: Bringt ein 650mm Lauf mehr Nutzen als ein 600m Lauf in der 7x64? Ich meine, keinesfalls! Das wäre stets ein Sonderwunsch und damit teuer, ist beim Hantieren am Hochsitz umständlicher und angesichts der wohl kommenden Freigabe für Knalldämpfer dann erst recht sehr lang. Mit Dämpfer ist jeder Zentimeter kürzere Gesamtlänge ein Segen!

LM: Dann nehmenSie die 7x57

Ich verstehe nun, warum die deutschen Hersteller meist 560 mm Lauflänge in der 7x64 anbieten - hier ist das Pulver vollständig verbrannt, aber. Daher ist die optimale Lauflänge aus meiner Sicht 600mm für 7x64. Was meinen Sie?

LM: Hab ich doch schon immer wieder gesagt.

Danke und Waidmannsheil! AW, Donnerstag, 18. Dezember 2014 10:24

Nun auch 7 mm in Messing

Vielen Dank Herr Möller,

ich möchte nun auch gleich die 7 mm Geschosse lt. ihrem Angebot bestellen. Ihre .30er Geschosse haben sich bisher bei drei Stücken bewährt, ein Frischling = 32 kg, ein Schmalreh, und ein Fuchs.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil, Michael Borm, Sonntag, 8. Februar 2015 18:18

3 Stücke Schalenwild

Herr Möller,

dieses Jahr elegte ich drei Stücke Schalenwild. Zwei mal blieben die Stücke am Anschuß, 1 Frischling aus dem letzten Jahr 30 Kg aufgebrochen – Schußentfernung 250 m.

LM: Alle Achtung!

Ein Jährling, 15 Kg aufgebrochen, Schußentfernung 70 – 80 m.

Das dritte Stück, ein Schmalreh, war beunruhigt, sicherte ständig und schien Wind von mir bekommen zu haben, Schußentfernung wie beim zweiten Stück 70 – 80 m. Trotz gleicher Trefferlage wie bei den ersten beiden erfolgte eine Flucht bergab von 100 m!

LM: Wenne in Tier tödlich getroffen ist, dauert es imme rnoch eienWeil, bis es stirbt. Währenddessen, tut es was es will. Siehe auch „Wie stirb Wild?

AmAnschuß Pirschzeichen wie aus einem Lehrbuch – Lungenschweiß und Lungengewebe – ebenso Schweiß in der Fluchtfähte. Man hätte das Stück auch ohne Hund gefunden, aber so konnte der Dackel mal wieder zeigen, was er kann. Entwertung bei allen Stücken gleich Null – was mich am meisten erstaunte ist, daß trotz der langen Fluchtstrecke fast keine Einblutungen ins Bindegewebe erfolgte.

Alles mit 7x64 MJG.

Sollten Sie etwas ins Netz stellen, bitt nur mit A.F. – Danke !

Grüße und Weidmannsheil, A.F., Samstag, 8. August 2015 10:10

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