Betrieb ruht bis 3. Mai wg. Afrikajagd

Lutz Möller 30-06 Munition

30-06 Jagdgeschichten, Seite 5

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Inhalt September Böckchen | Erfahrungen eines LM Munition Neulinges | Erfahrungen eines LM Munition Neulinges II | | Schmunzelstoff | Zu dem „Hä“ | Fangschuß stört | Mal auswerten | Abnicken | Noch einer zum Abnicken | Abnicken in Österreich | Ricke durch Ast | 90 kg flüchtig | .30-06 delta-L | .30-06 Delta-L Fehler Abhilfe | Grimms Märchen | zu schnell repetieren | Fragen zur Lieferung Ihrer Munition | Verschiedene Ladungen bewirken verschiedene Leistungen | Umstieg gelungen | Eichelhäher | Mein 1. Messingbock

September Böckchen

Moin Lutz,

habe ein paar schöne Fotos für Dich (.30-06 KJG-S auf 80 m), Böcchen, Bilderbuch fiel und lag am Anschuß.

LM: Danke Ralf!

Schweiß

Einschuß mit Schweiß in Schußrichtung hinter dem Böckchen

Moin Lutz,

das Wort „Bilderbuch-liegt-am-Anschuß“ habe ich geprägt, weil man auf diesem Bild den Ausschuß direkt hinter dem Böckchen gut erkennen kann. Wenn man das Foto mit dem Bock genau betrachtet, sieht man, daß die Schweißfahne hinter dem Bock genau auf einer Linie mit dem Einschuss liegt.

Wh Ralf, Sonntag, 4. September 2011 09:28

Böckchen mit Schweiß

Wh Ralf, Samstag, 3. September 2011 09:50

Zielscheibe einer .30-06 mit Lutz Möller Geschossen von Michl. B. von Samstag, dem 17. September, Sehr schön! Nimm diese Zielscheibe!

Erfahrungen eines LM Munition Neulinges

Hallo Herr Möller,

heute habe ich meine erste Schachtel LM .30-06 Munition  bekommen. Eigentlich sind die ja viel zu schön zu verschießen, aber nichts desto weniger bin ich gleich auf den Schießstand - schließlich machen die anderen Berichte im Forum wirklich neugierig was die Präzision angeht.

Nun, auf 100 m lag der erste Schuß in der Vertikalen Fleck und in der Horizontalen etwa 4 cm rechts. Da ich grundsätzlich erst einmal an der Präzision interessiert war, verstellte ich gar nichts an der Optik, sondern wartete 10 - 15 min und schoß erneut. Zu meinem Erstaunen lagen die Schüsse praktisch Loch in Loch. Solche Genauigkeit hatte ich bisher nicht einmal mit meiner Norma Nosler BST. Die streut immer 2-3 cm, wenigstens.

LM: Wenn Sie das so sicher sagen könne, dann schießen Sie gut! Sehr schön!

Nachdem ich also von der Leistung Ihrer Munition bereits überzeugt worden war, drehte ich die Optik 4 Klicke links und 3 Klicke hoch und schoß weitere 2 mal - natürlich wieder mit entsprechender Abkühlpause dazwischen.

LM: Achtung, nutze bessere Zielscheibe

Das Ergebnis zeigt das anhängige Foto (2 x 6 cm über der 10 - der schwarze Kleber ist von einem Schützen dazwischen). Beim zweiten Schuß habe ich übrigens nach meiner subjektiven Wahrnehmung „ein wenig“ am Abzug gerissen. Ich glaube sonst lägen die Schüsse tatsächlich genau auf einander.

LM: Ja. das geht!

Nichts desto weniger bin ich hoch zufrieden und werde die Munition nun auf der Jagd einsetzen. Wenn sie dort auch hält, was Sie versprechen, dann werde ich meine „Markenmunition“ wohl nur noch auf den laufenden Keiler aus Papier schießen.

Eine Frage habe ich noch. Warum ergeben bei meiner Optik 3 Klick hoch 6 cm, während 4 Klick links auch nur 4 cm Veränderung bringen ? Gibt es dafür eine Erklärung? Auf dem Rädchen steht, daß 1 Klick = 1 cm auf 100 m sei.

LM: Die Erklärung ist, das die Verstellmechanismen nicht immer halten, was sie versprechen. Die Mechanik der Optik ist äußerst anspruchvoll. Nicht jeder Hersteller kann diesen Ansprüchen immer genügen.

Mit freundlichem Gruß, ein Neukunde :-D , Freitag, 23. September 2011 16:29

Erfahrungen eines LM Munition Neulings II

Hallo Herr Möller,

ich komme gerade vom Ansitz zurück und kann ganz frisch über die Wirkung Ihres Geschosses berichten:

Von meiner leicht erhöhten Position (2,5 m Hochsitz + 2 m Gelädeneigung) wechselte mich die wohl älteste Ricke an, die ich jemals gesehen habe. Ihr Rückgrad stach empor wie ein Hahnenkamm, die Blätter und Keulen waren eingefallen, die Hinterläufe waren bis zum Spiegel total verdreckt - mit Kuhdung wie sich später herausstellen sollte. Sie lief langsam und schwerfällig wie ein alter gicht- und athritisgeplagter Greis und hatte nur noch 3 Zähne - wie sich wiederum später herausstellte. Nunja, nachdem ich eine Weile mit mir gehadert hatte, entschied ich mich für einen Hegeabschuß - der Anblick war einfach zu traurig.

LM: Draußen sterben altersschwache Tier ohne von uns geschossen zu werden an abgeschliffen Zähnen, die keine Nahhrung mehr zerkleinern können, Hungers wegen, oder werden in dem verhungernden Zustand von tierischen Beutegreifern bei lebendigemLeibe gefressen. So sieht das ohne uns menschliche Jäger dort draußen aus!

Das zugegebener Maßen sehr schwache Ziel bot zudem ein optimales, weil wenig widerstandfähiges, Ziel für den ersten Beschuß mit LM Munition. Ich wartete also bis die Ricke bis auf etwa 60 m herangewechselt war und schoß in einem 45° großen Winkel von vorn und leicht von oben ins Hochblatt. Die Ricke zeichnete gar nicht, sondern wurde von der Wucht des Geschosses sofort seitlich niedergeworfen und tat keinen Mucks mehr. Während ich auf sie zu ging, beobachtete ich sie und konnte keinerlei Bewegung erkennen. Als ich bei ihr ankam zuckte nur noch ein Augenlied, was ich mit einer 9 mm Para durch den Schädel auch noch beendete.

LM: Hä?

Der Einschuß war hochblatt, gut kalibergroß.

LM: Beachte gute Zielwahl!

Der Ausschuß lag kurz hinter dem m anderen Blatt, mittig und etwa 1,5 mal das Kaliber (7,62 mm), also einen guten Zentimeter groß. Bisher lagen mit meiner Norma Vulcan 80 % der Tiere am Anschuß, sodaß zumindest auf dieses Ziel Ihre Munition der sehr wirkungsvollen Vulcan in keiner Weise nachsteht. Bemerkenswert ist jedoch, der Ausschuß war deutlich kleiner, als bei der Vulcan üblich.

Mit dem Ergebnis bin ich daher sehr zufrieden und berichte wieder, wenn ich ein widerstandfähigeres Ziel beschossen habe.

Fazit bisher: LM MJG: Präzision spitze, Wirkung auf schwache Tiere sehr gut bei geringer Zerstörung der äußeren Hülle (Wildpret war in diesem Fall nicht vorhanden ;-) ).

Mit freundlichem Gruß, ein immer zufriedener werdender Neukunde, Sonntag, 25. September 2011 21:53

Schmunzelstoff

Lieber Lutz,

Deine Seiten sind nicht nur lehrreich, sondern es ist gut wenn man am Montagmorgen schon etwas zum Schmunzeln hat!

Der Mann macht ja wirklich keine halben Sachen, sondern beantwortet daß „zuckende Augenlid“ eines offensichtlich toten Tieres noch mit dem entschlossenen Einsatz der Kurzwaffe. Na ja, wenn man so ein Ding schon hat ….

Herzliche Grüße und eine schöne Woche, Ulrich Winkler, Montag, 26. September 2011 10:04

Betreff: Schmunzelstoff

„Der Mann macht ja wirklich keine halben Sachen, sondern beantwortet daß „zuckende Augenlid“ eines offensichtlich toten Tieres noch mit dem entschlossenen Einsatz der Kurzwaffe. Na ja, wenn man so ein Ding schon hat …“ ? das war auch mein erster Gedanke beim Lesen, wenn man ein Grund sucht das Ding zu benutzen findet man immer einen. Ich denke mal nicht nur Neuling bei LM Munition.

Frank Radke, Montag, 26. September 2011 11:41
 

Zu dem „Hä?“

Ich kann Tiere nicht leiden sehen.

LM: Ganz richtige Haltung, gerade für einen Jäger, den das betrifft!

Obwohl ich weiß, daß es sich bei solchen Zuckungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um letzte Nerven handelt, die kein Leben in dem Sinne darstellen, schieße ich bis die Bewegung gänzlich aufhört. Das verlangt meine ganz persönliche Ethik von mir. Da mir allerdings 2,80 € - nunmehr 4 € - teure Fangschüsse auf Dauer zu kostspielig sind, habe ich mir eine Kurzwaffe für diese Zwecke gekauft. Mal abgesehen davon, daß es billiger ist, kann ich damit auf kürzeste Distanz auch wesentlich besser das Gehirn der Tiere anvisieren. Ist das die Antwort auf Ihr „Hä“?

Zu „LM: Beachte gute Zielwahl!“

War meine Zielwahl denn falsch ? Der Schuß ging doch einmal schräg durch den Brustraum und die Wirkung war offenkundig. Hä? :-\

MfG, Neukunde

Hätte Sie meine Empfehlung zur Zielwahl gelesen, wüßten Sie, daß hochblatt angetragen Schüsse nicht auf meiner Empehlungsliste oben stehen. Sie müssen schon lesen! Meiden Sie die Blätter, wenn das möglich ist! Ich empfehlen den breiten Schuß duch die Kammer, ohne Vorderlauf oder Herz  „anzufassen“, weil nur die Lunge, außer in den großen Luftgefäßen, kein Nerven enthält, Fleisch aber immer. Deshalb ist der reine Lungenschuß ein besonders waidgerechte Schuß. Er wikt sicher, stört wenig und das Tier schweißt mit heilem Herzen gut aus. Dann noch das Haupt abgetrennt und das Tier an den Hinterläufen kopfüber aufgehängt, daß die Lymphe abfließt und alles ist gut.


Fangschuß stört

Zu dem „Hä?“ kann ich mir meinen Senf auch nicht verkneifen. Mal ganz nebenbei bemerkt: Der Schuß auf kürzeste Nähe bereitet der Kreatur weiteres Leid, da der erklärte „Feind“ Mensch sich nun auch noch nähert. Hätte das Stück in diesem Fall noch Wahrnehmungsmöglichkeiten gehabt, so hätte es noch mehr gelitten. Beim Fangschuß ist  immer der Büchsenschuß aus mäßiger Entfernung die erste Wahl! Ferner beobachtet man das getroffene Stück eine angemessene Zeit vom eigenen Standort aus, läßt es gegebenenfalls „in Ruhe“ sterben.

LM: Lies Wie stirbt Wild?

Mathias Donner,  Montag, 26. September 2011 12:37

Mal auswerten

Betreff: Fangschuß stört

Klingt nicht unlogisch und ich werde es mal ganz in Ruhe für mich auswerten.

Ich habe dann allerdings eine vielleicht etwas provokante, aber überaus relevante Frage: Das waidgerechte Abnicken oder der Stich ins Herz sind ja demnach strengstens abzulehnen, weil der Feind das Tier ja dann sogar berührt. Wie muß ich denn dann den Inhalt diverser Jagdkundebücher beurteilen?

LM: Veraltet. Aus dem Grunde sind dem Jäger ja zwei Kurzwaffen zugestanden.

Oder kommen wir hier in einen Bereich in dem jeder für sich entscheiden muß, was seiner Meinung nach am wenigsten Leid verursacht ?

LM: Ich glabe da gibt es objektive Erkennntnisse, die man sich zu eigen machen sollte. Ich werden den Veterinär bei meinem nächsten Lehrgang mal daraufhin ansprechen.

MfG, Neukunde, Montag, 26. September 2011 15:05

Abnicken, Fangschuß stört

Als Youngster solltes du dazu einiges und noch viel mehr wissen !

Abnicken (wissen viele Jäger eh´ nicht, was das heißt) bedeutet das schwer kranke Stück Wild vorn über zu beugen = Nickbewegung (Richtung Stich), damit die neuralgische Zone des Atlaswirbels frei liegt. Dann sticht man mit einer sehr scharfen, zudem spitzen, kalten Waffe in den Hauptnervenkanal zwischen Atlaswirbel (dem Spundloch) und dem Rest der Wirbelsäule - (bei dieser Aktion sollte man sehr gut auf sein eigenes Kurzwildbret aufpassen - am besten rechtes Knie auf die Hinterläufe, linkes Knie weiter vorn!). Diese Abfangmethode ist aber wirklich nur das letzte Mittel der Wahl und für Profis, denn wie zuvor ausgeführt und auch vom Auslöser dieser Beitrags - Kettenreaktion betont (ich kann kein Stück leiden sehen), nur erfahrenen Jägern - insbesondere Nachsucheführen vorbehalten ! Denn speziell dabei leidet das Tier sehr - dies muß man im Verhältnis zu den eigenen ethischen Vorstellungen und insbesondere in Einklang mit dem Tierschutz sehen: Erspare dem Geschöpf unnötiges Leid !

Wenn du das nächste mal deine 9 mm Para dabei hast, dann denke mal darüber nach ! Geld ist nicht alles - und wenn du die vorgenannte Pistole nur aus Kostengründen (4,-- EUR / Schuss gegenüber was auch immer) erworben hast, dann rechne doch mal nach: Kaufpreis Pistole + Munition x Anzahl der zu erwartenden Fangschüsse. Die werden ja hoffentlich bald nicht mehr so nötig sein, weil auch du dich weiterentwickeln wirst in unserer zeitgemäßen Sippe (MJG + richtige Zielwahl etc.), sieht die Rechnung schon ganz anders aus - mach´ was draus, ziehe die richtigen Schlüsse !

Mathias, Montag, 26. September 2011 16:13

Noch einer zum Abnicken

Moin, moin Herr Möller,

sicher ist sicher. So denkt der junge Weidgenosse und er hat auch recht damit. Aber nach einem hohen Blattschuß sollte die Ricke doch nach der Zigarettenlänge verendet sein. Manchmal spielen einem die Sinne aber auch einen Streich. Weidmannsheil zum Hegeabschuß!

Wie auch immer. Während meines Lehrgangs zum Jagdaufseher meinte unser Ausbilder zum abnicken: „Das kann kaum einer noch richtig, lassen sie die Finger davon. Es verursacht unnötige Qualen beim Wild und sie geraten in Gefahr von umstehenden Personen angegriffen zu werden. Wenn es schon die blanke Waffe sein muß, stechen sie lieber mit leichter Drehung zweimal in den Bereich der Lunge, damit die zusammenfällt. Das geht schnell und sieht weniger brutal aus. Erste Wahl sollte aber immer der Fangschuß sein.“

LM: Danke! Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Weidmannsheil, Stefan Simm, Montag, 26. September 2011 19:11

Abnicken in Österreich

Guten Morgen Lutz,

Ich möchte auch meinen „Senf“ zum Abnicken beitragen. Als Hundeführer habe ich schon sehr viele Stücke abgenickt. Man kommt immer wieder in die Lage  im verbauten Gebiet ein Stück Wild abfangen zu müssen. Sei dieses durch einen Schuß oder durch ein KFZ verletzt worden. Im verbauten Gebiet ist es bei uns in Österreich verboten mit einer Kugel, sei es aus einer Kurz- oder Langwaffe einen Fangschuß abzugeben. Ausnahme Schrotschuß. Ich bin außerdem schon des Öfteren zu Wildunfällen dazugekommen, da ich in einem fremden Jagdgebiet aus Tierschutzgründen ein Stück Wild genickt habe, bevor ein Jagdausübungsberechtigter eingetroffen ist. Auch hier verbietet uns das Jagdrecht die Schußwaffe zu benützen. In diese Lage kann jeder Jäger kommen, und daher sollte jeder diese Technik beherrschen. Auch für deinen „neuen Kunden“ wäre das eine gute Übungsgelegenheit gewesen. Im Übrigen bevorzuge ich den Fangschuß auf den Träger aus etwas weiteren Entfernung.

Um mit der Kurzwaffe den Fangschuß anzutragen muß man doch recht nahe an das Stück herantreten. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Stück zu flüchten versucht doch sehr groß. Ob man dann mit der Kurzwaffe noch treffen kann?

WH Werner, Dienstag, 27. September 2011 10:05

Ricke durch Ast

Moin Lutz,

heute habe ich für dich einen sicherlich bemerkenswerten Bericht. Eigentlich wollte ich heute morgen ein Schwein schießen, aber es kam anders. Ein Stück Rehwild kam dicht an meinen Ansitz, bemerkte mich und schreckte. Das ging eine ganze Weile so, bis das Haupt mal hinter einem Baumstamm verschwand. Jetzt konnte ich meine Ohrschützer aufsetzen und das Rohr richten. Durch das Absehen habe ich den Ast schon gesehen, dahinter war die Kammer. Das Urvertrauen in dein KJG hat den Zeigerfinger nicht zögern lassen diesen kleinen Muskel anzuspannen bis es knallte. Schußentfernung 40 -45 m. Ast - Zicke 6 m. .30-.06 KJG. Danach zeichnete das Stück deutlich und flüchtete ins Unterholz. Den Fluchtweg konnte ich etwa 30 m verfolgen. Nach dem Abbaumen machte ich mich dann auf die Suche.

Anschuß Ricke

Anschuß Ricke 2

Asteinschuß

Schweiß

Schweiß 2

Schweiß 3

Schweiß, größer

Schweiß vor der Zicke

Die Schweißfährte konnte man mühelos verfolgen. Sie war mir mit geschätzten 80 - 90 m doch etwas zu lang.

Schweiß vor der Zicke größer

So sah mich die Zicke

Ricke tot

Ricke Rückseite

Innenleben

Der Treffersitz war etwas anders als erwartet, ich dachte weiter hinten angehalten zu haben. Vielleicht ist ja doch eine geringe Ablenkung durch den Ast denkbar. Mit Blei hätte ich mir das nicht getraut. Obwohl das Stück durch den Knochentreffer eher wie mit Blei geschossen aussieht. Die Lunge ist nur im vorderen Teil beschädigt, das Herz war noch ganz. Ist da nur der Restbolzen weitergeflogen?

LM: Vermutlich!

Wh Ralf, Samstag, 1. Oktober 2011 16:02

90 kg flüchtig

Hallo Herr Möller,

am Samstag konnte ich wieder die überagende Durchdringungskraft Ihres Geschosses anlässlich einer Drückjagd auf Sauen erleben. Einen flüchtige 90 kg Keiler streckte ich auf etwa 60 m Entfernung mit meiner Heym SR30 in .30-06. Ich bemerkte deutliches Zeichnen. Nach 20 m Fluchtstrecke lag die Sau. Treffersitz tief Blatt mit Ausschuß, beide Oberarmknochen vollständig durchtrennt, Herzverletzung durch Splitter, abschließend Fangschuß auf Haupt.

LM: Hä? Warum das denn?

Beim Streckelegen großes Palaver, ob der 2 Schüsse beidseitig aufs Blatt. Mir wollte anfänglich kein Jagdgenosse abnehmen, die Durchschüsse rührte nur von einem Schuß her. Eine MJG - Patrone machte die Runde und löste ungläubiges, weil unwissendes Kopfschütteln aus. Leider habe ich keine Bilder. 1. durch o.g. Erörterung  2.  bedingt durch die nicht alltägliche kapitale Beute stand ich selbst etwas neben mir. 3. mußte ich den Pflichten eines Jagdkönigs dann noch nachkommen.

Beim nächsten Mal bemühe ich mich, aussagekräftige Schnappschüsse zu liefern.

Mit freundlichen Grüßen, F.W., Marburg

.30-06 delta-L-Fehler

Sehr geehrter Herr Möller,

auf der letzten Drückjagd habe ich mit meiner .30-06 und Ihrem Geschoß eine Ricke geschossen. Der Schuß ging schräg von vorn tiefblatt durch den Brustkorb und durchschlug dabei das Herz. Jetzt müssen hier Zielwahl verlinken :-D , da diese suboptimal war - aber auf der Drückjagd kann man leider nicht immer auf die Breitseite hoffen, sondern muß, wie Sie sicher wissen, mitunter sehr schnell handeln. Wie zu erwarten sprang die Ricke ob des Schmerzes ab, kam aber nur 8 m bis in die nächste Dickung, wo sie klaglos und ohne zu schlegeln einfach tot zusammenbrach. Ihr MJG hat also saubere Arbeit geleistet.

Als ich jedoch zum Versorgen des Wildes meine Waffe entladen wollte - ich hatte natürlich nach dem Schuß sofort duchgeladen -, trat etwas merkwürdiges bis beunruhigendes auf. Ich konnte den Repetierhebel nicht nach oben bewegen. Mit ein wenig Gewalt ging es dann doch. Als der Hebel oben war, konnte ich ihn jedoch wiederum nicht nach hinten bewegen - wie bei der Drehung war er zunächst fest. Mit roher Gewalt ging es dann doch. Dabei wurde nur die Hülse ausgeworfen und das Pulver verteilte sich hörbar in der Kammer und auf dem Waldboden. Als ich den Repetierhebel gänzlich aus der Waffe entfernte, konnte ich das Geschoß  im Lauf stecken sehen. Zu Hause stellte ich dann fest, daß sich dieses mit einem kleinen Schlag auf den Putzstock, den ich von vorne in den Lauf einführte, ganz leicht  ausstoßen ließ.

Nun bin ich etwas verunsichert.

LM: Lies Delta-L

Ist das schon einmal jemand anderem geschehen?

LM: die Antwort zu finden benutzen Sie bitte die Suche.

Sollte das noch einmal vorkommen, sollte ich statt mit Gewalt zu repetieren, die Patrone einfach abfeuern?

LM: Ja warum denn nicht.

Ist eine größere Setztiefe des Geschosses möglich oder ratsam, um das sicher verhindern zu können ?

LM: Ja.

Es gibt doch keine Unterschiede bei den Patronenlagern und den unterschiedlichen Waffen in ein und demselben Kaliber, oder?

LM: Oh doch!

Gibt es Kulanz bei Ausschußware - dieser Begriff wird Ihnen sicher nicht schmecken :-P .

LM: Nein. Nur geprüfte Ware verläßt den Laden, aber kein Ausschuß.

Ich bitte um Aufklärung dieser Erscheinung, denn so ein Ereignis kann einem echt die Jagd vermiesen.

LM: Gern! folgt . . .

Gruß, Neukunde, Montag, 28. November 2011 18:05

Die .30-06 Springfield ist eine amerikanische Patrone (gedacht als verlängerte, frühere 8x57IS) von 1906, die nicht  deutsche Ingenieure entwickelten. Was die Amerikaner geritten hat, als die deren Maße festlegten, weiß ich nicht, aber für mich waren die dabei von allen guten Geistern verlassen. Sie bauten in die .30-06 nämlich  - und nicht nur da - den delta-L-Fehler ein. Ich zeige den im folgenden Schnitt (Patrone im Lager):

30-06 Delta L Fehler

.30-06 Springfield delta-L-Fehler

Keine maßgerechte .30-06 Patrone paßt mit dem zulässigen Verschlußabstand in maßgerechte .30-06 Lager. Das ist der delta-L-Fehler = Wahnsinn! Nur wenn die Patrone das Lager um 0,15 mm überagt, bietet das Lager der Patronenschulter hinreichend Platz. Ich meine, das ist Murks, wäre eines deutschen Ingenieures nicht würdig!

.30-06 Passung

Mein 7626 Geschoß paßt unter diesen Umständen bei 83 mm Gesamtlänge genau in den Übergangskegel. Das ist einer der Gründe, aus denen meine Geschosse so genau treffen.

Wenn nun allerdings, wie ich in ihrem Falle vermute, das Lager weiter gereiben oder gehämmert ist, wird beim Rückstoß des vorherigen Schusses die Waffe im Raum beschleunigt zurücklaufen, aber die Patrone ungerührt im Raum träge stehen bleiben (In einem Maßlager würde der Rückllauf an der Schulter die Patrone mit zurücknehmen.). Dann klemmt das Geschoß im Kegel.

Die DEVA wird gern Ihre Waffe vermessen, ebenso wie unser Munition.

Aber das wollten Sie wahrscheinlich nicht hören. Gleichwohl ist es so. Die amerkinische .30-06 ist Murks. Da sieht man es mal wieder. Sie wollten vermutlich wissen, ob ich helfen kann. Ja. Ich kann. Wie? Nun, man (wir) kann das Geschoß einen Millimeter zurücksetzen um Freiraum zu schaffen. Weiter kann man kann den  Millimeter Hülsenmund vor dem zweiten Führband in einer Krempe einwürgen, wenn das notwendig erscheinen sollte, um denAuszugswiderstand zu vergrößern.

Schicken Sie die verbliebene Munition mit genau dieser Maßgabe zurück, damit die entsprechend geändert wird. Wenn Sie das nicht genau so sagen, wird nichts geschehen.

Waidmannsheil, Lutz Möller, Montag, den 28. November 2011

Sehr geehrter Herr Möller,

die gelieferten Patronen – mit Privi Partizan – Hülsen – passen leider nicht in die Kipplaufbüchse (K 77). Sie stehen etwas über. Der Verschluß läßt sich nicht schließen.

LM: Ein bekannte Unzulänglichkeit vieler amerikanischer Patronen mit dem Delta L Fehler. Siehe da!

Ich werde somit ohne das Lutz-Möller-Geschoß in Afrika jagen.

LM: Wann soll es los gehen? Noch kann ich helfen.

Ich werde versuchen, die Munition in einer Sauer 90 meines Sohnes zu verwenden. Was machen wir aber in Zukunft mit der K77?

LM: Ändern!

Mit freundlichen Grüßen, Nikolaus HvO, Dienstag, 21. August 2012 09:11

.30-06 Delta-L Fehler Abhilfe

Sehr geehrter Herr Möller,

auch ich hatte schon (nur?) das zweite Mal in 2 Jahren die beschriebenen Schwierigkeiten mit dem .30-06 Delta-L Fehler in meiner Voere Kal 30-06. Ich habe aber erst vor 2 Monaten chemisch gereinigt (und seither nur 5 Schüsse abgegeben). Bei meinem im Bälde anstehenden Umstieg von Kupfer auf Messing hätte ich daher vorab ein Tiefersetzen des Projektils zu bestellen?

LM: Bevor Sie das fragen, sollten Sie Delta-L Fehler lesen. Dan wüßten Sie das nicht das Geschoß sondern die Norm bezüglich der Schultern den Fehler verursacht.

Bauseits wird am Patronenlager wohl nichts geändert werden können.

LM: Muß aber, um den Fehler zu beseitigen. Das Lage muß mindestens um den Delta L Wert tiefer gerieben werden, damit ein normgerechte Patrone in das normgerechte Lager paßt. Dabei sollt der Verschlußabstand auf die üblichen 0 - 0,1 mm + delta L eingestellt werden.

Grüße aus Wien , Hanno Zanier, Donnerstag, 23. August 2012 11:28
 

Grimms Märchen, oder

Wunderwaffe 30-06

LM: „Wenn nun allerdings, wie ich in ihrem Falle vermute, das Lager weiter gerieben oder gehämmert ist, wird beim Rückstoß des vorherigen Schusses die Waffe im Raum beschleunigt zurücklaufen, aber die Patrone ungerührt im Raum träge stehen bleiben (In einem Maßlager würde der Rückllauf an der Schulter die Patrone mit zurücknehmen.). Dann klemmt das Geschoß im Kegel.“

Seit wann steckt der zweite Schuss im Patronenlager, wenn der erste Schuss bricht? Das muss ja ´ne äußerst seltsame Waffe sein. Wahrscheinlich die, mit der auf 500 m ne Katze getroffen wird. Früher stand so was in Grimms Märchen.

LM: Oh Mann, so ein Schwachsinn! Den muß ich sofort ändern! Tatsächlich passiert so was beim schnellen Repetieren.

Waidmannsheil von Rainer, Dienstag, 29. November 2011 16:27

zu schnell repetieren?

Betreff: Wunderwaffe 30-06

LM: Oh Mann, so ein Schwachsinn! Den muß ich sofort ändern! Tatsächlich passier sowas beim schnellen Repetieren.

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Repetiere ich zu schnell?

LM: Möglich.

Wie kann sich dabei das Geschoß etwas aus der Hülse ziehen ?

LM: Indem das bewegte Geschoß sich noch etwas weiterbewegt, wenn die Hülse im Patronenager an der Schulter anstößt. Ich widerhole von .30-06 delta-L oben daa Angebot:

„Schicken Sie die verbliebene Munition mit genau dieser Maßgabe zurück, damit die entsprechend geändert wird. Wenn Sie das nicht genau so sagen, wird nichts geschehen.“

Dann setzen wir die Geschosse zurück und fest.

Ich nahm an, das Ihre anfänglichen Darstellungen der Wirkung des Rückstoßes nicht auf die leere Patrone im Lauf, sondern auf die im Magazin bezogen waren. Dort kann es sein, daß sich das Gewehr im Raum zusammen mit den festgeklemmten Hülsen im Magazin nach hinten bewegt, während die Geschosse selbst aber träge bleiben.

LM: Richtig. Das ist so.

Sie haben keinen Kontakt zum Gewehr, sondern ausschließlich zu den Hülsen!

LM: Nur wenn Ihr Magazin einwirksam Schulteranlage aufweist und das Magazin groß genug ist.

Gleichzeitig werden sie nicht nur durch ihr Eigenmasse, sondern gleichermaßen durch die Trägheit der Pulverladungen aus der Hülse gedrückt. Und wenn Patronenlänge in Sachen Lager voll ausgereizt ist und die „Bördelung“ vielleicht ein wenig lockerer ist als „üblich“, dann kann sich eben auch mal ein Geschoß das gewisse Quäntchen nach vorn bewegen, so daß die Patrone zu lang für das Lager wird und das Geschoß im Übergangskegel beim Einrepetieren festgeklemmt wird. Dann ließe es sich nur gegen den Widerstand der „Bördelung“ im Hülsenhals drehen und herausziehen.

Verstehe ich das richtig, oder ist das Blödsinn ?

LM: Paßt schon. Lies Krempe.

MfG, Neukunde, Donnerstag, 1. Dezember 2011 08:21

Fragen zur Lieferung Ihrer Munition

Sehr geehrter Herr Möller,

danke für Ihre fundierten Internetseiten, in denen ich seit Jahren immer wieder gerne lese!

LM: Bitte sehr.

Mit Ihrem KJG der 2.Generation habe ich mit meiner Mauser M03 in .30-06 (= bisher meine einzige Kugellangwaffe ) gute Erfahrungen bei der Rehwildjagd gemacht ( bisher in 6 JJ ausschließlich Rehe bejagt ).

Nach Ihrer Umstellung auf das MJG habe ich zwei Fragen mit der Bitte um Beantwortung:

Gern möchte ich Patronen mit MJG in .30-06 bei Ihnen bestellen. Allerdings waren bei der letzten Lieferung von H. Liebig von 100 Patronen KJG (.30-06) knapp die Hälfte sog. Klemmer, die ich - bei Kostenerstattung durch H. Liebig - wieder zurückgeben mußte. Ist bei den Patronen mit dem neuen MJG auch mit diesem Problem zu rechnen?

LM: Die amerikanische .30-06 hat das delta-L-Problem. Wenn Ihr Patronenlager entsprechend zu kürz wäre, müßte alle Patronen klemmen, nicht nur die Hälfte. Ich sehe daher keine Schwierigkeiten.

Eine neue Blaser K95 in 6,5x57R könnte ich kurzfristig erwerben und wollte dazu Ihre Patronen in MJG verwenden. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, könnte ich mit Ihren Patronen bei guter Zielwahl mit dem MJG alles bei uns heimische Wild (Fuchs bis grobe Sau) gut (= kurze Fluchten, wenig Zerstörung) in kürzerer und weiterer Entfernung erlegen.

LM: Ja.

Ist dies von mir richtig verstanden, oder würden Sie mir zu einem größeren Kaliber für Ihr MJG raten?

LM: Nein.

Haben Sie schon eine Indikation, wann Sie die o.g. Patrone ausliefern können?

LM: .30-06 ab Lager, 6,5x67R nach Beschuß demnächst (einige Wochen).

Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen aus München, Norbert Hengstler, Freitag, 16. März 2012 20:48

Verschiedene Ladungen bewirken verschiedene Leistungen

Sg Herr Möller,

nachdem nun mein Vorrat an den alten KJG zu Ende geht, würde ich gern wie seinerzeit angefragt um einen Munitionsversand nun mit MJG bitten. Vor einer Bestellung noch ein paar allgem. Fragen:

Ich würde Munition für .30-06 für meine Blaser R93 benötigen, gibt es außer Ihren grundsätzlichen Bedenken zur R93 ev. Probleme bzw. Anmerkungen Ihrerseits zu dieser Waffe mit Ihrer MJG-Munition?

LM: Nur diese zu R93.

Jemand in Ö hatte bei den KJG (keine Ahnung ob das LM oder schon S. war) eine Ballistikkurve angegeben. Als ich jetzt im Netz bei Ihnen genauer schaute, bin ich, zumindest die GEE betreffend auf unterschiedliche Angaben gekommen, auf Ihrer „Jagd-Seite“ ist diese für die .30-06 mit 214 m, auf der „Munitions-Seite“ mit 257 m angegeben?

LM: Falsch gelesen oder wiedergegeben. Die Selbstlader GEE beträgt 214 m, aber die LM Munition gebe ich mit 222 m GEE an.

Ist eine Angabe noch auf die alte KJG bezogen, oder warum differieren diese sonst?

LM: Die Angaben beziehen sich aus das 7,62 mm MJG 7626.

Wie soll, muß für einen Versand nach Ö die Bestellung aussehen? Kann ich selbst bestellen, und  - wie von Ihnen damals angemerkt  - mit abweichender Lieferanschrift (Waffenhändler)

LM: Ja.

Oder soll jener für mich bei Ihnen bestellen?

LM: Nein.

Soweit ich den Bestellvorgang schon durchgegangen bin, sollte dies eine gewöhnlich Bestellung sein, nur die Zahlung betreffend habe ich nichts näheres gefunden.

LM: Die Bankverbindung teilen wir Ihnen in der Auftragsbestätigung, Rechnung mit.

Mit bestem Dank im Voraus für Ihre kurze Rückmeldung.

MfG,Karl Edelhauser, Dienstag, 10. April 2012 10:05

Umstieg gelungen

WH Hr. Möller,

Der Umstieg von den alten KJG auf Ihr neues MJG ist gut gelungen.

Die Waffe in .30-06 wurde auf 100 m mit 4 cm Hochschuß eingeschossen. Nach einer kleinen Richtung berührten sich alle drei Schüsse haben sich auf der Zielscheibe. Die Trefferleistung überzeugt also weiterhin mehr als genug. In den letzten Tagen konnte ich beim Pirschen 3 Überläufer und einen Rehbock zur Strecke bringen.

Von den drei Sauen gingen zwei mit einem Schuß hinters Blatt jeweils noch 15 m. Schußentfernung rd. 70 und 100 m. Am Anschuß jeweils viel Lungenschweiß (s. Bild). Die dritte Sau blieb mit einem Blattschuß (weil Abendansitz) auf 50 m am Platz. Die Wirkung ist für mich also weiterhin hervorragend.

Beim Rehbock mußte ich beim Pirschen auf 220 m angestrichen über den Stock schießen. Der Bock blieb im Feuer. Nach 15 min beim Nähertreten war jedoch der Bock noch nicht verendet. Ich hatte weit hinten weich geschossen. Ein Fangschuß war notwendig. Ein Wunder, daß der Bock bei diesem schlechten Treffersitz am Platz blieb. Sonst hat man damit hat man eine endlose Nachsuche.

Die Wildpretentwertung war schon merklich, allerdings gibt es eben keine eierlegende Wollmilchsau.

Was mir aufgefallen ist, ist die sehr unterschiedlichen Eindrückungen der Zündhütchen bei der von Ihnen bezogenen Fertigmunition.

LM: Siehe dazu das Delta L Problem der .30-06! Siehe auch hier!

Manche Zündhütchen sind beinahe völlig platt, manche zeigen keine merkbaren Veränderungen. Bilder können gern nachgereicht werden.

LM: Ja bitte.

Was ist die Ursache dafür?

LM: Vielleicht großer Verschlußabstand und veränderliche Lage der Munition im Lager. Wer weiß? Ohne das selbst gesehen und geschossen zu haben, kann ich dazu nichts sagen.

In der Trefferlage habe ich keine Abweichungen feststellen können.

WH, C.K., Mittwoch, 25. April 2012 09:54

Eichelhäher

Lutz,

ich hab´ mal .30-06 MJG auf 2 Eichelhäher versucht: leider kein Ausschuß;-), lange Nachsuche, aber die Federn wiesen mir den Weg. Nach endlosen 2.000 µm hab ich sie dann gefunden und einen schönen Kugelriß. Nach einem halben Meter buddeln hab´ ich es dann gelassen, den Restbolzen zu finden.

Gruß Mathis, Sonntag, den 10. Juni 2012

Danke, mein Lieber,

ein wenig amüsiert mich schon deine "Fürsorge" - aber mit Computer und Handys kenne ich mich bestens aus ;-) Freue mich trotzdem sehr ... 8x 68 S wäre ja auch mein Traumkaliber, aber BLASER hat mir halt 30-06 spring in´s Feld geschickt. Wenn alles in trockenen Tüchern ist, werde ich mich um einen Wechsellauf kümmern.

Die Sache mit den beiden Eichelhähern war zugegebenermaßen Langeweile nach 9 Stunden Ansitz. Die haben mich einfach geärgert, weil sie immer den Mais wegfressen und ungehörlich viel Krach machen. Auf 60 m habe ich dann halt mal überprüft, ob deine Munition nicht altert - Fehlanzeige ! Die Kinder freuen sich über bunte Federn und ich mich über supergute Treffer (einmal mittendrauf und das andere Mal Haupt)

LM: Hm. Eichelhäherkopschuß auf 50 m ist schon gut. So gut wie Einschießen 2!

Gerade haben wir telefoniert - nochmals schöne Träume und denk` an meine Oryx Schläuche. So long and good luck in Afrika!

Mathis, Dienstag, 12. Juni 2012

Mein 1. Messingbock

S. g. Herr Möller,

ich konnte vorige Woche meinen ersten Messingbock erlegen. Wie bereits mehrfach mitgeteilt, war ich bei dem alten KJG punkto Wilbretzerstörung insofern unzufrieden, als das oft großflächige Blutergüsse, auch schon beim Einschuß (mein letzter Bericht vom 02.05.), festzustellen waren. Mir sind Ihre diesbezüglichen Antworten teilweise auch verständlich, daß die kleinflächige Zerstörung von Rippen etc. der echten Fleischschonung zu „opfern“ sind.

Leider habe ich nur das eine beiliegende Bild vom Einschuß (markiert); erstaunlicher Weise sehr wenig bzw. am Anschuß überhaupt kein Schweiß! Der Bock lag nach kurzer Flucht von nicht mal 10 m in unmittelbar dahinterliegender Dickung.

Ein- und Ausschuß am Wildkörper (Innenansicht) waren der Lage und Größe nach nahezu ident mit jenen des Berichtes „1. Messingbock mit .338 WM aus R8“, d.h. auch die Blutergüsse waren im Vergleich zum KJG deutlich geringer bzw. nicht vorhanden. Der Schußkanal ging ob der Geländemulde am Anschuß leicht nach unten, d.h. der Ausschuß lag auf selber Höhe des Wildkörpers (stand breit) aber eben entsprechend tiefer.

Die Lunge war durchschossen, das Herz und auch Leber dürfen von Splittern teilw. zerstört worden sein. Das Geschoss (Restbolzen oder Splitter) hat jedoch auch den Schlund getroffen (Pansen war voll intakt), sodaß leider – und nun komme ich zur eigentlichen Frage – auf beiden Seiten sowohl gestocktes Blut als auch Äsung (vom Schlund) zwischen Rippenbogen und Decke bis weit in den Schulterbereich hineingepresst wurden!

Aus Wildbrethygienegründen (das Stück wird aufgrund der eigenen Vermarktung nicht sofort aus der Decke geschlagen, sondern mit anderen Stücken erst 1-2 Tage später verarbeitet) mußte das alle natürlich entfernt werden, d.h. ich mußte Federn und Decke teilweise ganz wegnehmen um das Stück von Blutstock und Äsungsresten bis unter die Schulterblätter sauber zu bekommen. Teilweise war „der grüne Brei“ auch im Bindegewebe innen am Rückgrat „verpresst“ was selbst nach intensivem Waschen erst mit dem Messer abgeschabt, entfernt werden konnte (eine Auswirkung des „Kraftstoßes“ ?)

Ich meine, die Treffpunktlage war bestens, der Wildbretverlust ist sicher als gering anzusehen, im Bezug auf Hygiene der Weiterverarbeitung ist das Schußbild doch „eher dramatisch“ bzw. es nur mit erheblichem Aufwand verbunden ist, das Wildbret auch einer einwandfreien Weiterverarbeitung zuzuführen. – Ich werde mich bemühen beim nächsten Stück jedenfalls eine ausführlichere Dokumentation mit Bildern zu machen, diesmal hatte ich einen Nichtjäger als Jagdbegleiter wodurch ich leider im Moment darauf vergessen hatte.

MfG, K.E., Mittwoch, 13. Juni 2012 14:35

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