Betrieb ruht bis 3. Mai wg. Afrikajagd

Lutz Möller 6,5-284 Munition

Ein gewerblicher Wiederlader fertigt 6,5-284 Munition. Ich aber nicht.

Lutz Möller Geschoß 6508

6508 MJG | 27 mm Länge | 5,8 g Masse | BC 0,418 | 1,1 g Splitter | 11 mm Setztiefe

6,5 - 284 Patrone aus 65 cm Lauf GEE 236 m; ± 5 cm Reichweite 263 m

Maße [g] Dichte
[%]
Druck [bar] Umsatz
[%]
V0
[m/s]
Bemerkung
höchst vorn
3,36 93,4 4074 717 99,96 1084 empfohlen
Flugbahn
Weite [m] 0 50 100 150 200 250 300
Schnelle [m/s] 1084 1040 999 959 920 882 846
Bahn [cm] -4,5 +1,0 +4,2 +5,0 +3,1 -1,6 -9,6
Leistungen
            > 50
            >10

Suche nach dem richtigen Gamsflitzer

Guten Abend Herr Möller,

Zuerst besten Dank für Ihre zügige Antwort auf meine Fragen zu Lauflängen und Gratulation zu Ihrer außchlußreichen Seite. Nach meinem ersten Besuch bei einem Büchsenmacher vor einem halben Jahr habe ich durch Sie viele neue Erkenntnisse dazugewonnen. Das der Verkäufer mir vor Ort direkt eine R93 andrehen wollte, läßt mir heute einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Auf der Suche nach einer geeigneten Patrone in Kombination mit einer sinnvollen Lauflänge, die für Sauer 202 oder Mauser M03 auch angeboten wird, bin ich leider immer noch nicht zu einem befriedigendem Fazit gelangt, komme der Sache aber schon näher. Das wichtigste zuerst: Das zu bejagende Wild mit dieser Waffe wird hauptsächlich Gams und Reh sein, vereinzelt auch Sau. Wichtig ist mir auch, ungebremst schießen zu können.

Zuerst war ich recht angetan von der 6,5x68, zumal sie auch von den oben genannten Herstellern mit 65 cm Lauf angeboten wird. Eher abschreckend ist jedoch nach 500 Schuß bereits den Lauf wechseln zu müssen. Die zu meinem Jagdzweck von Ihnen gelobte 6,5x65 wird nur von Mauser nur in (natürlich, 65cm wäre auch zu schön um wahr zu sein) 60 cm angeboten.
Weiter suchen, also.

Bei näherem Studium der Angebote von Sauer und Mauser und unter Ausschluß von Gürtelpatronen wie z.B. der 7 mm Rem Mag. wird die Wahl schon recht eng für einen Gamsflitzer.

Hoffen ließ mich die 6,5-284 Norma, laut Ihnen fast identisch mit der 6,5x65, nicht so ein extremer Lauffresser, kein Gürtel und die kleinste Magnum, die Sauer für die 202 im Angebot mit 65 cm Lauf hat. Ideal könnte man meinen, wenn da nicht Ihre erstaunlich schwächelnden Daten zu dieser Patrone wären. Ein GEE von 212 m und +-5cm Reichweite von 246 m aus einem 65cm Lauf hängt sogar die 6,5x47 Lapua aus dem 60 cm Lauf locker ab. Ich gehe da von einem Tippfehler aus. Falls dem so ist wäre es schön, dort die effektiven Daten für Ihre Lutz Möller Geschoß zu sehen. Falls die Werte stimmen, heißt's wieder mal: Weiter suchen. Außerdem scheinen fertige Patronen in 6,5-284 nicht grade sehr verbreitet zu sein. Das Sie MJG dafür anbieten reicht mir jedoch gänzlich.

Anrührend ist meiner Einschätzung nach auch die Mauser M03 in 270'' WSM aus 65cm Lauf für meinen Jagdzweck. Hier befürchte ich jedoch wieder Laufkiller-Eigeschaften wie bei 6,5x68. Ist dem so, Ihrer Meinung nach ?

Als ebenfalls sehr bedenkenswerte Möglichkeit erachte ich die leistungsfähige 6,5x57 aus für Sauer 202 und M02 jeweils 60 cm langen Läufen. Sauer bietet für die der 6,5x57 ähnliche Schwedenmauser 6,5x55 sogar einen 67cm Matchlauf an. Würden sie hier in diesem Falle zu dem Matchlauf greifen, oder den Standardlauf bevorzugen ? Können Sie nachvollziehen, weshalb Sauer ausgerechnet nur für die relativ "kurze" 6,5x55 einen Matchlauf anbietet ? Macht das nicht eher für eine schnellere Patrone Sinn ?

Rein leistungs- und laufmäßig kommt die 7mm Rem Mag, die von beiden Herstellern in 65cm angeboten wird, jedoch eine Gürtelpatrone ist, was an sich unschön ist, jedoch für mich eher fast ausschließlich eine Religionsfrage zu sein scheint, in Frage. Patronen mit wirklich gravierenden Nachteilen würden ja wohl kaum heutzutage angeboten.

Die 6,5x65 zieht ebenfalls meine Aufmerksamkeit auf sich, jedoch finde ich bei bestem Willen keine Waffe, die diese Patrone in einem 65 cm Lauf anbietet (außer Heym Spezialanfertigung). Wo findet man sowas als Neuwaffe ?

Würde mich freuen, wenn Sie mir helfen könnten endlich eine schlüssige Entscheidung bei meinen Überlegungen zu finden. Besten Dank bereits im Voraus.

Zum Abschluß hätte ich noch eine Frage, die in eine ganz andere Richtung geht. Gibt es Patronen, mit denen es sich einfach nicht gehört jagen zu gehen, sprich die allgemein ungern gesehen sind und schiefe Blicke von der Jägerschaft auf sich ziehen ? Gemeint ist das eher im traditionellen Sinn. Das man Büffel nicht mit einer .22" lfB jagen soll, ist damit nicht gemeint.

LM: Manche tun's dennoch, siehe Bullock

Nochmal besten Dank und freundlicher Gruß, Thomas J.

Kleiner Nachtrag: Mit der 270'' meinte ich natürlich die WSM. Entschuldigen Sie meine Unaufmerksamkeit.

Freundlicher Gruß, Thomas J., Dienstag, 6. November 2007 07:35

LM: Ich werde die Daten prüfen und später ihre Fragen beantworten.

6,5-284 in Take down

Betreff: Freiflug

Hallo Lutz,

ich brauche mal Deinen Rat!

Gerade beschäftige ich wieder einmal mit meiner Sauer 202 Take Down in 6-5-284, die ich ja ausschließlich mit meinem Bestand an KJG von Dir füttere! Nun ist da kein überagender Streukreis hinzubekommen! Ich habe bereits Einiges versucht. Nun stelle ich die Frage nach dem Freiflug. Der ist ja auch präzisionsentscheidend!

LM: Nein. Lies Übergangskegel und da insbesondere rotationsloser Geschoßweg: Erfahrungen 2004 in Corndale

Nach Überprüfung mit dem Putzstock, erst mit der fertige Patrone (75 mm lang) und dann mit dem KJG-Geschoß, das ich in den Lauf fallen ließ, mußte ich feststellen, daß zwischen den beiden Maßen ein Freiflug von 5 mm besteht! Also bitte, wieviel Freiflug benötigt die 6,5-285?

LM: Noch mal: Lies rotationsloser Geschoßweg: Erfahrungen 2004 in Corndale

Mir scheint der Übergang ist zu lang und die Familie drei!

Sonntag, 6. September 2015 01:50

Bock + Kühe

Hallo Lutz,

Ich hoffe dir geht's gut und schicke dir ein Bild, das ich lustig fand.

Der Bock erlegte nicht ich, gleichwohl mit Ihrem Geschoß  aus der 6,5-284 erlegt. Was soll ich Neues berichten? Flucht null Meter, Wildbretentwertung null.

Gruß Ronny, Mittwoch, 3. September 2008 22:05

PS: Wie sieht's mit den Übungsgeschossen aus, wieder verworfen?

LM: Ich habe derzeit andere Sachen im Kopf

Jagd in Brandenburg

Hallo Herr Möller,

hier sende ich Ihnen ein paar Bilder vom Wochenende.

Erlegt mit der 6,5-284 mit Lutz Möller MJG.

Hubert Bayer, Sonntag, 5. Juli 2009 18:22

Noch ein weiteres Kaliber für Schottland?

Moin Lutz,

eine schöne und erfüllte Jagdzeit nähert sich dem Ende. Wir hier oben an der Küste durften und dürfen ja auch endlich einmal ausgiebig Schnee genießen und gerade bei der Saujagd auch nutzen. Nun kommen schon wieder neue Gedanken auf, die dann in den kommenden jagdlosen Monaten umgesetzt werden sollen. Ich habe ja meine geliebte Sauer 202 Hatari Take Down mit 8x68S und 8x57IS (Forest) bestückt und führe natürlich jeweils das Lutz Möller Geschoß! Würde zusätzlich noch eine 6,5x55, 6,5-284 für weite Rehe, schottische Hirsche und Gams zu nehmen es Sinn stiften?

LM: Ja.

Gruß, Michael Sudwischer, Dienstag, 12. Januar 2010 13:26

Zu langer Drall

Sehr geehrter Herr Möller,

wie sie wissen, bin ich mittlerweile seit 2005 Kunde und stets sehr zufrieden mit Ihren Lutz Möller Geschossen. Nun stelle ich fest, 280 mm Drall in meiner 6,5x284 . . .

LM: Wer baut denn sowas?

. . . stabilisieren Ihr Geschoß nicht genügend.

Mit freundlichen Grüßen, W. V.

Tag Herr V.,

die 6,5-284 ist neben der 6,5x65 eine durchaus leistungsfähige Patron, die, wenn hinreichend kräftig geladen, aus 65 cm langen Läufen fast an die Leistungen der 6,5x68, die wiederum mit noch längeren Läufen > 65 cm noch größer Leistungen für sehr weite Schüsse bietet, heranreicht. Wenn Sie wegen zu langen Dralles daraus allerdings zu kurze Geschosse verschießen, bremst die Luft die anfänglich schön schnelle Mündungsgeschwindigkeit bald wieder weg und die Flugbahn krümmt sich wieder. Sie schießen mit zu kurzen Geschossen gewissermaßen am Ziel der Patronen vorbei ♥. Statt nun besonders kurze Geschosse für besonders langen Drall herzustellen, empfehle ich Ihnen eine neuen Lauf mit dem für 6,5 mm üblichen 200 mm Drall einzuwechseln.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Sauer vs. Blaser

Sehr geehrter Herr Möller,

mein Name ist Ulpius Leah. Ich bin aus Rumänien.

LM: Banater Schwabe?

Ich bin ein Jungjäger und jetzt will ich meine erste Büchse kaufen. Mein Wunsch ist eine Büchse mit dem Kal. 6,5-284.Könnten Sie mich bitte beraten, eine Sauer oder eine Blaser zu kaufen. Ich bitte Sie auch zu argumentieren warum Sie diese Büchse gewählt haben, wenn Sie Zeit haben. Bitte entschuldigen Sie mich, daß ich Sie störe, aber ich betrachte daß Sie eine entwickelte Erfahrung in diesem Bereich haben.

Vielen Dank, Ulpius Leah, Samstag, 13. November 2010 16:42

Gruß nach Rumänien, Herr Leah,

der Hersteller ist nicht so wichtig, solange Sie keine Blaser R93 kaufen, weil ich bei der Sicherheitsbedenken hege. Die 6,5-284 Patrone ist eine Patrone für weite Schüsse und sicher in einer Sauer 202 oder Blaser K95 Kipplaufbüchse gut aufgehoben, solange der Lauf 65 cm lang ist. An sich gehören in Kipplaufbüchsen Randpatronen. Ob Sauer oder Blaser die Waffen so anbieten, habe ich nicht geprüft. Ich habe eine Sauer 90 Bignami für die Patrone, aber die gibt es nicht mehr neu zu kaufen. Ggf sehen Sie sich also nach einer gebrauchten um.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Hallo Lutz,

Sieh dir doch mal die Bilder von einem befreundetem Jäger an. Patrone 6,5x284 mit Volldampf Lutz Möller MJG. Abstand zum Stück 78 m. Einschuß linker Lauf niedrig, Ausschuß leicht vor dem rechten Vorderlauf. Knall und Fall natürlich. Ich weiß … nicht der beste Treffpunkt, . . .

LM: Siehe Wundwirkung#Zielwahl!

. . ., aber staune schon über die Verwüstung.

Wir sahen des letzteren öfters, zwar nicht solche, aber ähnlich grobe Splitterwirkung gerade bei rasanten Patronen. Beispiel Hirsch, 82 kg, 7 mm Rem Mag Lutz Möller MJG Lungenschuß auf 85 m. Wirkung wie immer. Null m Fluchtstrecke, aber die Ausschußseite innen von Geschoßsplittern durchbohrt! Kannst du dir das erklären?

Ich hoffe Dir und deinen Lieben geht es gut!

Gruß aus Norwegen, Ronny, Montag, 27. Dezember 2010 19:57

Moin Ronny,

ja, wir feiern uns bei viele Schnee und Frost mit Winterwanderungen und Feuerzangenbowle dem neuen Jahr entgegen. Die Endringtiefe meiner Restbolzen sind ja bekannt, gebe ich in den Tafeln an. Die Splitter kannst Du auch nachrechnen.

Ein 2 mm dicker Kupferpslitter mit 900 m/s durchdringt 9 cm Fleisch, erheblich mehr Lunge.

Die Brustkörbe sind meist weniger als 2 cm stark. Lunge ist leicht und nachgiebig, bietet den Splittern kaum ein bremsendes Hindernis. Also schießen die festen Splitter wieder aus - und können weitere Tiere töten!

Daß Dein Freund bei schlechten Treffern in Folge auch schlechtere Ergebnisse erzielt, muß nicht verwundern. Beachte Wundwirkung#Zielwahl! Solch Volltreffer (Läufe voll Fleisch und Bein), im Gegensatz zu einem, sag ich mal, „Hohltreffer“ (hohler Brustkorb, hohle Lunge, wenig Gewebe, viel Luft) überträgt viel mehr Wucht an das Tier, die das in Folge zerreißt. So ist das nun mal!

Gruß nach Norwegen! Lutz

6,5*284 Norma Weitschußwaffe

Hallo Herr Möller,

nachdem ich erfahren habe, daß Sie mittlerweile auch die 6,5*284 Norma schießen, möchte ich Ihre Meinung zur Treffergenauigkeit wissen. Die Patrone ist ja eigentlich ein Sportkaliber, rel. modern mit dem Merkmal aller neuerer Kreationen: kurz, bauchig, breite Schulter, kurze Länge: hohe Breite. Das alles soll sich günstig auf die Genauigkeit auswirken, dachte ich. Nach guten Erfahrungen mit der Sauer 202 in 9,3*62 kaufte ich mir als Weitschußwaffe eine 6,5*284 Norma, Lauflänge 65cm. Um Rasanz und Geschwindigkeit perfekt zu machen, legte ich mir damals Ihre 6,5 MJG zu, mit denen ich in den Kalibern 9,3 und .30" gute Erfahrungen gemacht habe. Später verwendete ich auch 7,8 g Nosler Bal Tip, 10 g LapuaTM. Ich verwende das Norma MRP1 oder 2-Pulver, bzw. R903 für MJG je nach Quick load: Ladungsleiter in 1 hundertstel g Schritten. Als Zündhütchen verwende ich die Magnum von RWS. Beim Wiederladen achte ich auf größtmögliche Gleichmäßigkeit der einzelnen Patronen: Alle Patronen werden grundsätzlich auf gleiche Länge getrimmt. Alle Patronen sind aus einem Los. Beim Abwiegen des Pulvers achte ich auf größtmögliche Gleichheit. Die Patronen werden gekrempt, um einen sicheren Geschoßsitz und einen möglichst gleichen Auszugswiederstand zu erlangen.

Die Erfahrung bez. der Genauigkeit sind ernüchternd: Die MJG waren trotz verschiedener Ladungen nicht zum Schießen zu bringen. Bei Bal-tip und Tm Mega waren lange Versuchsreihen nötig, die allerdings auch nur mäßigen Erfolg brachten.

Natürlich hat auch mein Büma die Waffe gründlich untersucht, mit ihr geschossen und sie schließlich zu Sauer eingeschickt. Dort wurde der Lauf innen „wie neu gemacht“ (Verfahren mir unbekannt). Danach schoß die Waffe zwar besser: Bei 4 Schuß: 2-3 sich berührend, der 4. meist 2 - 3 cm außerhalb. Für eine Weitschußwaffe befriedigt  das nicht. Weiter als 200 m traue ich mich damit nicht zu schießen - mein Ziel war der Rehbock auf 300m.

Kennen Sie noch eine Kniff oder ist Ihnen ein Fehler aufgefallen?

weihei, Jürgen Seeholzer, Freitag, 4. März 2011 17:14

Moin Herr Seeholzer,

mir fällt dazu der Ärger mit Walther Plögers neuer 9,3x62 Sauer 202 ein, die auch „so einen Lauf“ hatte, der nicht zum Schießen zu bringen war. Am Ende wurde der bei Sauer auch „einem Verfahren unterzogen“ und schoß dann. Ich vermute, gelegentlich gibt es Ausreißer, die Sauer nicht zugeben will. Dann werden die Läufe schlicht getauscht, allerdings nicht ohne den alten zu vernichten und den neuen mit der alten Nummer zu versehen. Ob das tatsächlich so ist weiß ich nicht, aber Manches spricht dafür.

Meine Sauer 92 in 6,5x284 habe ich noch nicht ein einziges Mal geschossen. Sie seht noch ohne Visierung jungfäulich im Schrank. Diese Patrone sollte mit N203B oder R903 mit gewöhnlichem Zündhütchen gezündet werden. Mehr dazu dort.

Waidmannsheil, Lutz Möller

Sauer 6,5-284

Hallo Lutz,

ich lese gerade den Bericht über die nicht schießende Sauer 6,5-284. Ich habe ja selbst einen Sauer Take Down-Lauf in 6,5-284, der erstaunlicherweise mit der Fabrikladung Norma Nosler Partition deutlich genauer, als mit Deinen Geschossen schießt. Da bekomme ich leider nur so 25 - 30 mm mit der empfohlenen Ladung bei 3 Schüssen hin. Anregungen?

LM: Nachdem die bekannten Erklärungen von meinem Netzplatz gelesen und verstanden hast, ziehe erst alles in Zweifel, dann prüfe eine Fehlerquelle nach der anderen, bis Du die Ursache findest. Dann stelle die ab. Dann schießt Du auf den Punkt.

Gruß von der Küste, Michael Sudwischer, Sonntag, 6. März 2011 20:09

Geht das besser?

Grüß Gott wieder Herr Möller,

die schöne neue Büchse habe ich jetzt seit mehr als einem Jahr; eine dänische Schultz & Larsen, Modell Victory in Kal. 6,5-284 Norma, mit kanneliertem 65 cm Lauf und Mündungsbremse. Schießt wunderbar angenehm, weit und genau. Wegen schwere Krankheit ist die aber nicht so oft wie ursprünglich geplant eingesetzt gewesen. Trotzdem habe ich 5 Stück Dammwild erlegen können (in DK bzw SE). Gute Erfahrungen habe ich dabei mit dem Nossler Trophy Ballistic Tip gemacht. Vielleicht geht's es jedoch noch ein Tick besser :-) und zwar mit Ihrem Geschosse (in Kal. 243 kenne ich die schon).

LM: Ja gewiß.

Im voraus vielen dank für Ihre Antwort. MfG S.D. Lassen

6,5-284 auf Zebra

Lieber Herr Möller,

hier sende ich ihnen einen kleinen Erfolgsbericht. Neuerlich war ich in der Karoo-Halbwüste unweit von Beaufort-West in Südafrika 500 km nördlich von Kapstadt jagen. Mein erhofftes Ziel war einen Zebra. Aber, zu hoffen ist eines. Die Tatsachen sind gerne was anderes - wie alle Jäger wissen. Erst ging es zum Schießplatz, um den Jagdführer von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. Das verlief. Ich bin mit meinem Schultz & Larsen, in 6,5-284 mit 65 cm Lauf und Mündungsbremse sehr zufrieden. Danach wollten wir das 8500 ha Revier ein bißchen erkunden und dann den nächsten Tag planen. Es war schon 16 Uhr 30. Plötzlich hammerte ein auf der Ladefläche mitfahrenden Helfer (in der Wüste aufgewachsen) auf dem Dach. Halt! Weder ich noch der Führer konnten etwas sehen. Aber der hatte Recht. Fünf Zebra's weit, weit weg! Kurze Besprechung. Sollen wir gleich versuchen eines zu fangen oder die den nächsten zwei Tagen vielleicht vergeblich suchen? Einfache Entscheidung :-) Einzige Schwierigkeit war die offene Ebene Nur wenige kleine Bäume standen hier und da. Also versuchten wir in unserem weißen Ford Ranger so 'unauffällig' wie möglich heranzupirschen! Drei Mal sind die zu 'früh' abgehauen. Der Führer zweifelte wegen meines leichten Lutz Möller Geschosses schon. Der hätte gern was deftigeres gesehen. Aber im vierten Anlauf blieben die Gestreiften stehen - unruhig und fluchtbereit. Jetzt oder nie. Schuß! Deutlicher Kugelschlag. Weg waren die. Nach 50 m wurde der eine langsamer geworden, stärzte und und verendet!

Zebrahengst auf lasergemessenen 190 m auf das Blatt getroffen. Aufgebrochenes Gewicht 191 kg Schönes Fell - wird bald geliefert. Alle waren froh, ich am meisten, aber auch der Führer war sichtlich zufrieden. Ich hatte zwar auf Durchschuß gehofft, aber das alte kupferne 6503 Geschoß blieb gerade unter der Haut auf der anderen Seite hängen

LM: Kupfer ist manchmal zu weich, pilzt gelegentlich auf. Das kostet dann Tiefenwirkung

Knochen wurden keine getroffen. War ich wohl zu optimistisch? Gibt es doch Grenzen?

LM: Ja gewiß, nämlich die angegebenen, nur bei zu weichem Kupfer mindern die sich. Messing ist standhafter!

Am nächsten Tag habe ich einen Bergriedbock erlegt. Blatt- und Durchschuß auf 286 m. Der Führer wollte gar nicht so recht glauben, daß ich sogar auch auf das Blatt gezielt haatte, eigentlich ohne den Haltepunkt zu ändern. Aber so wars es! Der war offensichtlich nicht an solche Genuigkeit undLeistung gewohnt. Die Stelle heißt ab jetzt "Sir Steen's Spot".

Am selben Abend als wir zu unserer sehr einsamen Hütte (God's Window) zurückkehrten haben die Pavianen lautstark 'gebellt' Die saßen kaum sichtbar höher am Berg hinter der Hütte. Der Führer wollte die schon gern erlegen, hat aber den Abstand als zu weit eingeschätzt um daran zu glauben (400+ m). Er hat sich dann meine Büchse geliehen, Zielfernrohr auf 16-fach Vergrößerung gestellt, und 1,5 Fausthöhen oberhalb des Kopf gezielt und geschossen. Der Pavian hat sich zurückgezogen - unverletzt. Tiefer zielen, sagre ich. Auf die beiden nächsten hat er dann auf dem Kopf gehalten. Beide filen lagen im Knall, wobei wir nicht die genaue Trefferlage feststellen konten. Gehörig beeindruckt war der Führer aber :-) Daß der steile Schußwinkel uns dabei tatsächlich 'geholfen' hat, habe ich ihm gegenüber nicht erwähnt :-)

Wir waren auch auf Nachtjagd auf Sjakalen mit handgehaltenen Spotlights...spannend...aber ein anderes Mal. Mit freundlichem Gruß aus München, Steen Lassen, Donnerstag, 28. März 2013 16:58

LM: Waidmannsheil!

PS Als Anhang ein Bild vom Zebra mit Jäger und Ihrem 6503 Geschoß nach verrichteter Arbeit.
Wenn Sie wollen, dürfen Sie alles in ihrem (sehr guten) Forum veröffentlichen .

Je schneller desto besser

Guten Abend Herr Möller,

dieses Jahr brachte mir viel Waidmannsheil, nänlich 35 Stücke Wild, Rehe, Sauen, Füchse, ein Stück Rotwild, ein Stück Damwild, die Hälfte davon mit 308 die andere Hälfte mit 6,5-284 erlegt. Mit in der Regel guten Schüssen fielen alle. Mir file jedoch auf:

Mit der 6,5 fielen sie mehr oder weniger alle im Knall - auch die Sauen. Sie fielen wie vom Blitz getroffen um.

Mit der 308 war oft mit geringer Flucht zu rechnen.

Paßt mein Eindruck mit Ihren Erfahrungen?

LM: Meine Erfahrungen mit 6,5 mm in 6,5x68 | 6,5x65 und 6,5x51 sind verschieden. Es kam im wesentlichen auf die Treffer - und in früheren Zeiten vor 2012, als ich noch fremde Geschosse schoß, auch auf das Geschoß an.

Mit freundlichen Grüßen, Christian Hardt, Donnerstag, der 11. Dezember 2014

LM 6506 aus 6,5-284 auf Rehbock

Lieber Lutz,

einen Rehbock erlegte ich im Waldviertel am 6. Juni 2015 im Morgengrauen auf 117 m gemessene Schußweite. Nachdem das LM 6506 den Bock aus 6,5-284 Norma mit etwa 1.060 m/s v100 traf, flüchtete er noch 20 Schritte ins hohe Gras. Einschuß auf der linken Körperseite. Messingsplitter schnitten beide Lungenflügel in der oberen Hälfte sichtbar durch.

Weidmannsheil und liebe Grüße Stefan P., Freitag, 12. Juni 2015 13:45